Herrenraser

24 01 2019

„… neben Steuererhöhungen auch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen in Erwägung ziehe. Dies werde sich positiv auf die Schadstoffbilanz und die Ziele der Klimapolitik sowie den…“

„… die ersten Rücktrittsforderungen erhoben würden. Scheuer sehe die Verkehrskommission als nicht kompetent, da sie weder persönliche Bekanntschaft mit der Autoindustrie besäßen noch durch finanzielle Verflechtungen mit…“

„… die Emissionen seit 1990 nicht habe senken können. Der Schadstoffausstoß sei nach wie vor auf einem so hohen Niveau, das man mit der CSU nicht in Verbindung bringen dürfe. Die Kommission sei deshalb nicht in der Lage, einen kostenneutralen…“

„… einen empfindlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstelle. Wendt weise darauf hin, dass die meisten Autofahrer überhaupt nicht anders als zu schnell fahren könnten, wodurch sich eine Vielzahl an Geschwindigkeitsübertretungen ergäben. Ein Tempolimit sei also nichts anderes als eine massenhafte Aufforderung zum Begehen von Straftaten, was die Polizei in Deutschland zu einem geballten Protest und juristischen…“

„… habe den Ausbau von Fahrradwegen im innerstädtischen Bereich strikt abgelehnt. Scheuer sehe hierin keinerlei Auswirkungen auf den internationalen Schwerlastverkehr, der als eigentliches Problem der…“

„… sei ein weiteres Zeichen für die Islamisierung der BRD GmbH. Da Muslime in ihrem Kulturkreis an die Transportgeschwindigkeit von Kamelen gewöhnt seien, sehe Gauland hier den Versuch, die Ausrottung der deutschen Identität auf den Autobahnen zu…“

„… notwendige Transformationsprozesse in der Autoindustrie anstoßen werde. Es müsse nur noch kommuniziert werden, dass die Elektromobilität mit 250 km/h weniger schwere Unfälle auf den…“

„… die Kampagne Das Volk will Gas geben gemeinsam mit anderen Rechtsextremisten zu führen. Lindner habe darauf hingewiesen, dass er zur Durchsetzung von Menschenrechten keine Parteigrenzen akzeptiere, sondern rein sachorientiert in den…“

„… inzwischen sehr enttäuscht seien. Der Vorstandssprecher der Volkswagen AG habe geäußert, die Branche könne es mittelfristig nicht mehr hinnehmen, dass die Gesetzgebung von der Bundesregierung komme und nicht wie gewohnt aus dem…“

„… eine genetische Veränderung stattgefunden habe, die es Deutschen nicht mehr erlaube, langsam zu fahren. Nach Sarrazins Berechnungen entstehe in weniger als 150.000 Jahren durch Fehlzüchtungen eine deutsch-ökologische Hybridrasse, die sich nicht mehr fortbewegen könne und darauf angewiesen sei, durch Migranten mit geringerem IQ transportiert zu werden, um ein geregeltes Leben in Deutschland zu…“

„… nicht daran liege, dass Flüchtlinge seltener ein Kraftfahrzeug oder einen Führerschein besäßen. Die geringere Anzahl von Asyltouristen unter den Verkehrsstraftätern sei für Weidel ein weiteres Indiz für die von Merkel verordnete Islamwerbung, die ungerechtfertigte Vorteile für rassefremde…“

„… lehne die FDP eine Ausweitung des Fußverkehrs ab, da hier keine Senkung des Schadstoffausstoßes zu erwarten sei. Jeden Fußgänger mit mobilen Messapparaturen auszustatten, wie es Grüne und andere christsoziale Verbotsparteien propagieren würden, sei eine Verschwendung von…“

„… deutscher Autofahrer durch rücksichtsloses Rasen viel schneller sozialverträglich verstürben. Durch die Verweigerung, verkehrsgefährdend auf deutschen Straßen zu fahren, würden Migranten die Sozialsysteme erheblich belasten. Ein umfassendes Remigrationsprogramm sei für Poggenburg die letzte Chance, die Herrenraser vor dem…“

„… schwere internationale Verwerfungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach sich zögen. Scheuer habe darauf hingewiesen, dass langsam fahrende Autos viel weniger Kraftstoff verbrauchen würden, was letztlich zu einem Erliegen der Erdölimporte führe. Dies könne auch zu einer Verschlechterung der Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien, Norwegen oder…“

„… nicht alles schlecht an Hitler gewesen sei. Höcke betone, der Führer habe die Autobahnen vor allem gebaut, um sie an ein Volk von Autofahrern, die ihre rücksichtsloseste Männlichkeit mit dem Gaspedal und der…“

„… müsse das aktuelle Tempo beibehalten werden, da die Deutsche Bahn AG nicht in der Lage sei, notwendige Bestandteile des Straßenverkehrs wie Stau oder Wanderbaustellen in ausreichendem Maße zu…“

„… die Daimler-Benz AG eine Organklage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt habe. Der Automobilkonzern sei sich seiner Bedeutung für die nationale Wirtschaft und die Stabilität des Staates durchaus bewusst und betrachte sich darum als Verfassungsorgan mit weitreichenden und für die Existenz der Bundesrepublik notwendigen…“

„… erwarte in dieser Sache konstruktive Vorschläge des Bundesverkehrsministers für eine möglichst schnelle und umfassende Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Scheuer sei laut Angaben in den vergangenen drei Wochen nicht im Ministerium gesehen worden, auch die CSU sei nicht informiert, wo er sich gerade…“

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Durchsetzungsstarke Arbeit

22 01 2019

„… sich von der Gruppierung National Social Knights of the Ku-Klux-Klan distanziert habe. Es gebe keine personellen Überschneidungen mit der AfD, daher könne Gauland auch nicht die Verantwortung für die…“

„… dass die Kommunikation von rechten, gewaltbereiten Kreisen größtenteils über die sozialen Medien stattgefunden habe. Dies erkläre, warum die Polizei so schnell alle Personen aus dem…“

„… könnten Haftbefehle gegen die ermittelten Personen nicht vollstreckt werden. Es bestehe keine Verdunkelungsgefahr, weil die Rechtsradikalen den Behörden teilweise seit Jahren bekannt seien und sich offen zu ihrer extremistischen Gesinnung…“

„… verbitte sich Gauland eine Gleichsetzung mit dem KKK-Ableger. Diese hätten stets offen eine nationalsozialistische Gesinnung erkennen lassen und Mordanschläge befürwortet, während die Alternative für…“

„… nicht geklärt sei, ob die beschlagnahmten Macheten und Schwerter bei einer sich als ‚Ritter‘ bezeichneten Gemeinschaft nicht eher für ein Mittelalter-Reenactment spreche. Eine Strafbarkeit sei auch für die Behörden erst ab dem…“

„… durchaus möglich, dass es gemeinsame Strukturen mit dem Nationalsozialistischen Untergrund gebe. Die Bundesanwaltschaft werde dies klären, sobald die in 120 Jahre ablaufende Sperrfrist der noch nicht vernichteten Ermittlungsakten eine eindeutige…“

„… müsse die biodeutsche Bevölkerung vor den Tätern keine Angst haben. Die AfD habe bestätigt, dass der nationalsozialistische Außendienst sich lediglich gegen Halbneger und andere fremdrassige Invasoren auf dem Gebiet des…“

„… den Ermittlungsbehörden eine sehr gute und durchsetzungsstarke Arbeit bescheinigt habe. Der deutsche KKK sei erst um 1980 gegründet worden, Seehofer habe dies seinerzeit noch im Internet miterlebt. Dass die Razzia jetzt schon stattgefunden habe, so der Bundesinnenminister, sei eine für Deutschland sehr beruhigende…“

„… vereinzelt Polizisten im deutschen Ku-Klux-Klan gegeben habe. Dies erkläre die Funde der Schreckschusspistolen, da die Beamten wohl aus logistischen Gründen zur aktiven Verteidigung des christlichen Abendlandes ihre Dienstwaffen…“

„… dass einige der Mitglieder durch exzessives Spielen von Ego-Shootern aufgefallen seien. Dem Bundeskriminalamt lägen allerdings keinerlei Hinweise vor, dass sich durch E-Sport eine Persönlichkeitsveränderung, geschweige denn eine Radikalisierung oder…“

„… der Ku-Klux-Klan in Deutschland keine lange Geschichte habe. Die Bundesanwaltschaft sehe bisher nur eine sehr kleine Gruppe, die auch positiv auffalle durch ihre deutsch-amerikanische Freundschaft, die in Zeiten der Globalisierung zur tieferen Verständigung zwischen den…“

„… die Landeskriminalämter Ermittlungen bei öffentlichen Treffen einschließlich einer Kreuzesverbrennung nicht verfolgt hätten. Die Gefahr, dass sie aus Gründen der Rechtssicherheit dann auch Karnevalsveranstaltungen hätten observieren müssen, sie bei der aktuellen Personaldecke nicht mehr zu…“

„… einen ausgeprägten Märtyrerkult pflegen würden. Dass von ihnen besondere Gefahr ausgehe, wolle das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht bestätigen, vielmehr sei es so, dass jedes Mitglied, das im Kampf um die weiße Rasse durch Polizeikugeln versterbe, für die Gemeinschaft einen ganz besonderen…“

„… die Finanzierung durch Drogengeschäfte und Zwangsprostitution nicht nachgewiesen werden könne. Man dürfe die bei beim BKA mit diesen Themen beschäftigten Beamten nicht befragen, da sie sehr eng mit der Aufklärung von Straftaten gegen AfD-Mitglieder…“

„… es bereits Ermittlungen gegeben habe, die die Bildung einer terroristischen Vereinigung beträfen. Diese seien nicht fortgeführt worden, da KKK-Mitglieder 1992 einen rein deutschstämmigen Obdachlosen ermordet hätten, was aber nicht ihrem Täterprofil als ausländerfeindliche…“

„… das in den 1990-er Jahren erschienene Magazin des Ku-Klux-Klan nicht mehr verbreitet werde. Medienexperten des Innenministeriums gingen davon aus, dass dies eine Entwicklung sei, die durch das Verschwinden von Printmedien auf dem deutschen Markt begünstigt werde, so dass eine Schwächung der rechtsextremistischen Kreise sich mittlerweile fast logisch aus dem…“

„… von den Neonazis monatliche Beiträge zur Aufrechterhaltung der Gruppe eingezogen worden seien. Gauland sehe hier eine verwaltungsrechtliche Parallele und lehne die GEZ-Gebühren ab, da auch durch diese Zwangsmaßnahme erwiesenermaßen terroristische Gewalt gegen die…“

„… in den Neonazis erst einmal sehr aktive und tatfreudige junge Männer sehe, denen man zuhören müsse, um sich mit ihren Ansichten zu einer sich rasch veränderten Gesellschaft auseinandersetzen zu können. Palmer werde jedoch nicht selbst mit…“

„… wolle die Innenministerkonferenz mit einem demonstrativen Schulterschluss die Sicherheit in Deutschland wiederherstellen, indem Gruppen, die sich bereits real mit Schutzwaffen ausgerüstet, zum Systemwechsel aufgerufen und Straftaten gegen Bürger begangen hätten, die Härte des Gesetzes spüren müssten. Die Aktion AntiAntifa werde Reul mit dem ehemaligen Bundesminister Friedrich sowie anderen hochrangigen…“





Alles nach Plan

21 01 2019

„Sie wollen mir doch jetzt nicht erzählen, dass ein Staatsunternehmen wie die Deutsche Bahn AG auf diesem technischen Standard…“ „Was regen Sie sich denn auf, läuft doch alles nach Plan.“ „Wie bitte!? wann waren Sie denn das letzte Mal in Stuttgart?“

„Meine Güte, das Thema ist doch nun durch, die Protestwelle ist vorbei, die grüne Landesregierung hat sich mit dem Bahnhof abgefunden, und jetzt kommen Sie hier mit Ihrem Geschrei um die Ecke.“ „Weil eben nichts läuft, und schon gar nicht nach Plan!“ „Die Bauarbeiten kommen doch gut voran, ich weiß gar nicht, was es da zu meckern gibt.“ „Der Betrieb ist doch so gar nicht möglich. Stellen Sie sich mal vor, Sie sind Reisender mit Kleinkind und müssen bei einem technischen Defekt…“ „Wer Kinder hat, fährt eh meist Auto.“ „Es geht hier um den Brandschutz, verdammt noch mal! Sie kommen mit einem Kleinkind nicht aus dem Bahnhof raus! Oder wenn Sie eine Gehhilfe brauchen oder im Rollstuhl sitzen oder als…“ „Ich sage es gerne noch mal kursiv für Sie, es läuft alles nach Plan.“ „Bei anderen Verkehrsprojekten wird wenigstens die Notbremse gezogen, wenn der Brandschutz nicht funktioniert, aber für ein Prestigeprojekt wie dieses Milliardengrab, Grab übrigens im wahrsten Sinne des Wortes, da werden immer neue…“ „Jetzt regen Sie sich mal ab, das haben wir doch alles längst von Ihren Erfüllungsgehilfen gesagt bekommen.“ „Sie haben es nur ignoriert. Sie können sich bei einem Unglücksfall in diesem Tiefbahnhof entscheiden, ob Sie lieber verbrennen, ersticken oder totgetrampelt werden.“ „Na, da können Sie mal sehen – bei der Bahn kriegen Sie wenigstens etwas für ihr Geld.“

„Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie die Bundeskanzlerin dieses Ding zur Chefsache erklärt hat.“ „Das sehen wir als Regierungsverantwortliche auch so. Es hat sich nichts an unserer Einschätzung der Sachlage geändert, mehr noch: wir sind der Ansicht, dass wir frühzeitig richtig gehandelt und auf eine nachhaltig tragbare Entscheidung gesetzt haben.“ „Deshalb wollte Merkel diesen Schrott auch als Entscheidung über die Zukunftsfähigkeit dieses Landes haben.“ „Wollen Sie lieber in einem Land leben, in dem man nicht mal einen modernen Bahnhof bauen kann?“ „Dann wandere ich in die Schweiz aus, die haben wenigstens noch eine funktionsfähige Eisenbahn.“ „Gleich werden Sie bestimmt noch witzig und bezeichnen sich selbst als Vaterlandsverräter, stimmt’s?“ „Dann erklären Sie mir mal, warum bestimmte ICE-Züge nicht durch lange Tunnel fahren dürfen.“ „Das liegt weder an den Tunnels noch am ICE, sondern an den kaputten Gleisen. Versuchen Sie nicht, mich für dumm zu verkaufen.“

„Ihnen ist überhaupt nicht klar, was dieses Projekt für Risiken birgt.“ „Dafür wollen Sie von seinen Chancen einfach nichts wissen.“ „Es kann doch nicht sein, dass dieser Bahnhof mit zu engen Zufahrttunneln ausgestattet wird.“ „Die entsprechen der technischen Norm.“ „Die die Bahn für Stuttgart 21 neu definiert und trotzdem unterschritten hat. Neunzig Zentimeter Fluchtweg, da kommen Sie doch mit einer Gehbehinderung nie durch.“ „Wenn es im Tunnel wirklich brennt, sind auch zehn Meter breite Wege sinnlos.“ „Und genau deshalb sind die meisten Bahnhöfe immer noch über der Erde gebaut.“ „Ja, wer weiß schon, wie lange dieser Segen hält.“

„Was machen Sie eigentlich, wenn bei einem Brand Öl ausläuft?“ „Bin ich die Feuerwehr? Ich würde sagen, es wird gelöscht.“ „Hoffentlich wird es gelöscht, bevor die Wassertanks platzen. Was eine Bratpfanne mit rauchheißem Öl macht, wenn man Wasser hineinschüttet, hat sich bis zu Ihnen hoffentlich herumgesprochen.“ „Ich weiß gar nicht, worauf Sie hinauswollen. Es läuft alles nach Plan.“ „Und wenn Dichtungen brennen, Motoren, dann haben wir ein Inferno aus Senfgas und Blausäure.“ „Naja, dazu muss es ja auch erstmal brennen.“ „Können Sie das ausschließen?“ „Natürlich nicht, aber Sie müssen doch trotzdem nicht den Teufel an die Wand malen.“ „Wenn Sie jetzt die Entrauchung mit den typischen Belüftungsmaschinen ausstatten, jagen Sie im Brandfall wie mit einem monströsen Blasebalg Unmengen von Sauerstoff direkt in die Flammen.“ „Tatsächlich?“ „Alles das steht in den Dossiers.“ „Dann müsste die Bahn es doch wohl gelesen haben.“ „Sonst bliebe nur die Möglichkeit, dass die Verantwortlichen Fakten leugnen, ohne vorher entsprechende Gutachten gelesen zu haben.“ „Das kann ich mir nicht vorstellen.“

„Haben Sie sich eigentlich schon mal überlegt, dass sich jeder Terrorist hier die Finger leckt?“ „Ach was.“ „Je mehr diese Versäumnisse beim technischen Brandschutz…“ „Die Sie gerade in der Öffentlichkeit breittreten.“ „… geleugnet und verschleppt werden, desto mehr spielen wir dem Terror in die Hände. Jeder, der diese Katastrophe für technisch machbar hält, wird sich mit der Möglichkeit eines Anschlags auf diesen Bahnhof beschäftigen. Wir servieren sämtlichen Terroristen ein Anschlagsszenario auf dem Silbertablett!“ „Ja.“ „Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein!?“ „Es geht uns um Deutschlands Zukunftsfähigkeit, das wissen Sie doch. Wenn dieser Anschlag nicht stattfindet, dann werden wir nie wieder die Chance haben, die Sicherheitsgesetze an unsere Vorstellungen anzupassen. Es läuft, wie ich es Ihnen bereits gesagt hatte, alles nach Plan.“





Peterchens Mondfahrt

17 01 2019

„… nicht der chinesischen Wirtschaft überlassen dürfe. Eine deutsche Mondmission sei für die Regierung eine große Chance, den technologischen Fortschritt schon jetzt in die…“

„… sich Söder noch einmal in Erinnerung gebracht habe. Bayern werde die Leitung gerne übernehmen, solange die Finanzierung alleine aus Mitteln des Bundes und der…“

„… sich sofort beteiligen werde. Meuthen fordere allerdings, dass nur in dritter Generation deutsche Astronauten am nationalen Mondprojekt teilnehmen dürften, um eine Islamisierung des Erdtrabanten schon im Keim zu…“

„… sich Wirtschaftsminister Altmaier für eine Förderung des Mondprojekts ausgesprochen habe. Dies werde viele Arbeitsplätze schaffen, die dann in der Folge für mehr Steuereinnahmen und…“

„… gegen eine vorschnelle Digitalisierung des Mondes ausspreche. Söder könne sich nicht vorstellen, dass sein Parteikollege Scheuer den fachlichen Anforderungen gewachsen sei und wolle ihn dafür lieber mit der Entwicklung einer Mondmaut beschäftigen, die noch in dieser Legislatur, spätestens aber im…“

„… die deutsche Bauwirtschaft eigene Pläne entwickelt habe. So sei eine unterirdische Station auf der Rückseite des Mondes durchaus möglich. Die Deutsche Bahn AG werde den Betrieb etwa zwanzig Jahre lang testen, um die Ergebnisse dann in die Fertigstellung des Stuttgarter…“

„… sehe Höcke angesichts der geopolitischen Zwangslage der deutschen Volkheit, die leider keine aus erbarmungslosester Männlichkeit und dem entschiedensten Willen zur Zernichtung aller Rassefeinde entsprungene Eroberung fremder Territorien erlaube, nur eine Möglichkeit: dem Volk ohne Raum müsse es nationale Aufgabe für die nächsten tausend Jahre sein, den Mond als arische Siedlungsfläche für die edelsten Genossen der Volksgemeinschaft und ihre…“

„… habe es noch keine abschließende Antwort gegeben, ob die Rückseite des Mondes bewohnt sei. Daher könne Müller auch noch keine genauen Pläne für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit…“

„… technisch noch nicht machbar sei. Die CSU wolle daher per Mehrheitsbeschluss eine schnellere Abschiebung sämtlicher Scheinasylanten, die aus Gründen übertriebener Verfassungstreue nicht mehr in ihre Herkunftsländer verbracht werden dürften, auf den Mond, nach Möglichkeit sogar auf die hintere Seite des…“

„… könne man den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg auch als Weltraumbasis nutzen, da hier die gute räumliche Lage sowie die technische Ausstattung bereits gegeben seien. Für eine rasche Inbetriebnahme müsse nur noch der Brandschutz instandgesetzt werden, der bisher nicht den…“

„… verbinde Altmaier mit der Mission auch den Wunsch, für ein eng begrenztes Zeitfenster von maximal fünfzig Jahren wieder auf fossile Energieträger zurückgreifen zu können. Der Kohleabbau zur Erzeugung weltraumtauglicher Technik werde mit dem Strategiepaper Peterchens Mondfahrt sehr schnell in eine positive…“

„… die nukleare Sicherheit gewährleistet sei, wenn Atommüll ausschließlich auf der Rückseite endgelagert werde. Umweltministerin Schulze sei für eine erste Testreihe offen und erwarte nicht, dass sich technische Schwierigkeiten auf dem…“

„… auszuloten, ob Söder als Offizier auch die Bajuwarisierung des Himmelskörpers in Angriff nehmen wolle. Seehofer sei fest davon überzeugt, dass seine Partei den Ministerpräsidenten auf den Mond schießen wolle und werde seinen Beitrag dazu mit großer Freude und…“

„… eine neue Fußballliga denkbar wäre. Der FC Bayern München habe dementiert, dass er im Vorfeld aus der Bundesliga aussteigen wolle und sei nun der Meinung, dass ein blau-weißes Logo auf der Vorderseite marketingtechnisch eine große…“

„… von Altmaier umgehend zurückgewiesen worden sei. Auf dem Mond könne man weder Wind- noch Wasserkraft nutzen, daher sei die Verbrennung von Kohle in dazu mitgebrachtem Sauerstoff eine alternativlose Brückentechnologie, die geeignet sei, die Börsenkurse der deutschen Energiekonzerne erheblich zu…“

„… ein lebensgroßes Standbild von Markus Söder nur ein Sechstel wiege und daher viel preiswerter sei. Die Christsozialen würden daher eine sechsmal so große Statue für angemessen halten und auch keine Probleme sehen, dass diese aus Bundesmitteln…“

„… die Mondbevölkerung nach Deutschland einwandern werde, da dies die erste Zivilisation sei, mit der sie in Kontakt komme. Sarrazin habe bereits errechnet, dass bei einer durchschnittlichen Ankunft von tausend Mondmenschen pro Tag die Bundesrepublik bereits im Jahr…“

„… eine Entscheidung für die Zukunft getroffen werden müsse. Es sei schon jetzt klar, dass auf der Rückseite des Mondes chinesisches Recht gelte, deshalb müsse die Bundesregierung sich schnell entscheiden, verbindliche juristische Standards für die sichtbare Halbkugel zu fordern. Seehofer habe bereits seinen Rücktritt angekündigt für den Fall, dass Merkel es ablehne, diese Mindestgrenze zu…“

„… keine Zulassung erhalten werde. Die Rakete liege erheblich über den Grenzwerten für Feinstaub, die innerhalb der Erdatmosphäre zu beachten seien, und dürfe daher nicht von Brandenburg aus…“





Toter Winkel

16 01 2019

„Das kommt ganz auf den Preis an. Im Basispaket haben wir das Kantholz, das wird ja auch von den Linken gerne genommen, zumindest erzählen wir das in der Propagandaabteilung. Gegen Aufpreis hauen wir aber auch den Gewehrkolben an den Hinterkopf. Das wird ja gerne genommen.

Wissen Sie, man muss den Markt bedienen, wo er seinen Bedarf zeigt. Mein Kollege zum Beispiel hatte eine gute Erpresserei, ich war bis vor ein paar Jahren im Falschgeldsektor, dann kam mir etwas dazwischen, und jetzt haben wir dieses Startup in einer alten Lagerhalle gegründet. Einer unserer freien Mitarbeiter war früher Polizist, dann hat er eine Auszeit genommen, jedenfalls kennt der sich mit Gewalt aus, und das geht ja immer. Wenn sonst nichts geht, Gewalt geht immer. Und dann gibt eben ein Wort das andere, und dann ist auch schon die Geschäftsidee geboren, und deshalb machen wir heute unseren Attentatsservice.

Auftragsmörder, das klingt so banal. Erstmal muss das natürlich kein Mord sein, wir sind da im Gegensatz zu den meisten Dummschwätzern schon sehr professionell unterwegs und geben unseren Mitarbeitern eine exzellente juristische Schulung mit auf den Weg. Also Körperverletzung, schwere Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, Körperverletzung mit Todesfolge, das sind so die hauptsächlich gebuchten Leistungen. Wenn wir das als Service bezeichnen, dann können Sie sich auch sicher sein, dass Sie die passende Dienstleistung für Ihr Geld bekommen. Wir haben einen Ruf zu verteidigen, das ist Ihnen hoffentlich klar. Wenn Sie mal einen Blick in unsere Referenzliste werfen möchten, wir liefern erstklassige Qualität.

Ihr Kandidat kommt also immer hier aus der Querstraße? Ich frage nur, weil der Eingang zum Parkhaus nämlich dort drüben liegt, und da hängen normalerweise zahlreiche Überwachungskameras. Das müssten wir dann hier an der Ecke erledigen, da bei dem Verkehrsschild ist auch noch ein toter Winkel – ja, das würde schon passen, aber wir gehen die Sache ernsthaft an, das ist schließlich unsere Profession – und da haben wir eine Strecke von etwa fünf bis sechs Metern, die wird nicht von der Kamera erfasst. Es kommt immer darauf an, ob Sie die Videoerfassung für die Dokumentation in Betracht ziehen, dann müssen Sie nicht mehr hier auf der anderen Straßenseite stehen oder aber da im dritten Stock am Fenster, da ist eine Zahnarztpraxis und das Wartezimmer geht auf die Straße, oder ob Sie die Zeugenaussagen lieber gleich selbst in die Pressemitteilung schreiben wollen. Dann müssen Sie nämlich damit rechnen, dass die Polizisten ihren Job auch nicht erst seit drei Tagen machen.

Natürlich helfen wir Ihnen bei der PR, wir haben ja die Fachleute. Im Basispaket ist ein Leitfaden für Zeugenaussagen, den können Sie gerne nutzen, aber Sie müssen das halt stimmig gestalten. Also nichts von einem Raubüberfall erzählen, wenn Sie Videoaufnahmen haben, die einen wegrennenden Täter zeigen, der dem Opfer nicht einmal in die Manteltaschen greift. Damit haben Sie ganz schnell die Öffentlichkeit gegen sich, und das muss doch nicht sein.

Am besten ist es immer, wenn Sie nicht alle Tatbeteiligten briefen. Den Typen mit dem Werkzeugkasten, den kriegen Sie für kleines Geld dazu. Der ist ein bisschen doof auf einer Backe, der hat zum Beispiel hier zufällig nachts ein brennendes Auto entdeckt, das zufällig dieser einen Tante aus Ihrer Partei gehörte. Wenn man nachts dreihundert Kilometer durch die Gegend fährt und pünktlich um halb vier in einer Seitenstraße ist, und es fällt einem nicht auf, dass man dafür hundert Euro kriegt und plötzlich brennt genau das Auto mit demselben Nummernschild wie auf dem Zettel im Briefkasten, wo auch die hundert Euro drin waren, dann hat man auch als erstes den Impuls, ein Opfer vom Gehweg zu ziehen und die Polizei zu rufen. Wenn Sie dem erst erklären müssen, wie er sich zu verhalten hat, dann haben Sie schnell ein Problem mehr als nötig.

Schlagring? haben wir auch im Programm, aber ich warne Sie. Ab hier wird’s richtig teuer. Reizgas, linke Parolen, eventuell bringt noch einer seinen Kampfhund mit, das ist ja alles möglich, aber jede Leistung hat ihren Preis, nur, dass Sie es wissen. Wir müssen das alles akribisch planen, das geht nicht von jetzt auf gleich, und Sie wollen doch nicht für irgendeinen Dilettantenkram bezahlen. Das machen Ihnen irgendwelche Suffköppe aus Dresden billiger? Glückwunsch, dann können Sie sich die Mischpoke hinterher im Landgericht angucken, wie sie vom Staatsanwalt in die Tonne getreten werden. Entweder billig oder professionell, eins geht nur.

Dann haben wir hier noch die Pressekonferenz, die begleiten wir im Basispaket nicht, aber gegen Aufpreis können wir eine Kommunikationsstrategie entwerfen. Es gab eine Videoaufzeichnung? Die Polizei wird sie nicht rausrücken. Die Polizei veröffentlicht die Aufnahmen? Das Video ist im Auftrag der Antifa zurechtgeschnitten worden. Es gibt drei identische Aufnahmen von drei Kameras? Merkel hat das Attentat angeordnet und von den Juden bezahlen lassen. Außerdem war das Attentat vorher angekündigt, weil die ganze Presse seit Jahren alle Mitglieder Ihrer Partei ins Arbeitslager stecken will. Eine gute Kommunikationsstrategie kriegt das hin, jede Wette. Ansonsten ist das nur eine Frage des Honorars.

Nur eins, Finger weg von Bekennerschreiben. Dazu sind Sie, und das nehmen Sie mir jetzt bitte nicht übel, einfach zu dämlich.“





Aufbruchsstimmung

15 01 2019

„… sei die Gründung von Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland bereits erfolgt. Poggenburg werde bis zur Bundestagswahl viele Millionen Stimmen für die…“

„… aus persönlichen Gründen erfolgt sei. Mit dem Urteil, dass die Partei den mehrfach mit Haftbefehl gesuchte AfD-Politiker auf zwei Jahre für alle Ämter gesperrt habe, gehe ihm eine wirtschaftliche Grundlage zur Tilgung seiner…“

„… aber explizit ausgenommen worden sei. Thüringen sei ein weltoffenes und demokratisches Bundesland und müsse daher in der Regionalpartei unbedingt eine wichtige…“

„… werde er die Interessen der mitteldeutschen Bevölkerung gegen die restliche BRD GmbH vertreten. Poggenburg verlange nach der Auflösung dieses jüdisch-alliierten Konstruktes allerdings, dass er selbst das Stammkapital auf sein Girokonto bei der…“

„… dass eine Vereinigung der Partei mit PEGIDA parteienrechtlich nicht zu bewerkstelligen sei. Außerdem habe Bachmann in einer Pressemitteilung verlauten lassen, dass er ungern mit einem vorbestraften…“

„… einen eigenen Landesverband der AdP gründen werde. Voraussetzung, so Höcke, sei, dass er selbst den Parteivorsitz als designierter Führer und Kanzler des Deutschen Reiches nach der…“

„… als Wahlkampfziel die Streichung des §130 StGB in den mitteldeutschen Bundesländern in Angriff nehme. Dies solle vor allem der Absicherung dienen, dass nach der Wahl noch ausreichend viele Aufbruch– Mitglieder auf freiem Fuß sind, um eine Regierung zu…“

„… abschlägig beschieden worden sei. Höcke werde nun nach intensiver Rücksprache mit seinen Rechtsbeiständen eine Rückzahlung von Darlehen in Höhe von…“

„… das Logo der neuen Rechtspartei nicht mehr in Blau gestaltet werden dürfe. Petry habe mit einer anwaltlichen Stellungnahme die…“

„… Thüringen explizit von seiner Gruppierung ausnehmen werde, da es sich nicht um einen mittel-, sondern einen ostdeutschen…“

„… gerne dabei behilflich sein werde, die Mauer wieder aufzubauen, um die Bevölkerung in der ehemaligen DDR in einem eigenen Staat zu befrieden. Sonneborn erwarte lediglich, dass die AdP sämtliche Nationalsozialisten in ihre eigene Zone schaffe und sie nicht wieder nach…“

„… scharf verurteilt habe. Für Steinbach sei Ostdeutschland ausschließlich das von polnischen Invasoren nach dem Vernichtungskrieg gegen das Deutsche Reich Gebiet, das seit Jahrhunderten von rassefremden Untermenschen okkupiert werde. Es brauche endlich eine Partei, die unter ihrem Vorsitz die Verfehlungen der deutschen Ostpolitik seit…“

„… dass die Partei den Linksfaschisten Höcke nicht mehr als Mitglieder akzeptiere. Dieser habe durch sein Amtsenthebungsverfahren hinreichend deutlich gezeigt, dass er unzuverlässig und…“

„… nur ein verjiddelter Schmarotzer sei, der im Zuge einer nationalen Staatsnotwehr in die Gaskammer geprügelt werden müsse, da er der Verniggerung durch Museldreckschweine mit voller Absicht Vorschub leiste. Maier werbe öffentlich damit, den Volksverräter Poggenburg mit einem Kantholz zu…“

„… weise Höcke darauf hin, dass jeder, der ihn als Linksfaschisten bezeichne, ein Rechtsfaschist sein müsse. Daher sei er als einziger in der Lage, Deutschland zu retten vor der Gefahr einer Revolte durch Poggenburg und seine linksfaschistischen…“

„… könne sich die AdP Maier durchaus als stellvertretenden Parteivorsitzenden vorstellen, wenn er bereit sei, sein Mandat im sächsischen Landtag mit sofortiger Wirkung für die…“

„… dass auch eine Vereinigung mit der NPD ausgeschlossen sei. Franz sperre sich nicht gegen eine Zusammenarbeit mit anderen rechtsextremen Kräften, es gebe aber bei den Nationaldemokraten bereits ausreichend pädophile Soziopathen, so dass es keiner weiteren…“

„… eine Gegenbewegung im Westen grünen wolle. Gedeon wolle nicht aus der AfD austreten, sehe aber die Legalisierung der Holocaustleugnung und eine rassereine Volksgemeinschaft als in der Verfassung verankertes Staatsziel durchaus als motivierende politische Ziele an. Die von Baden-Württemberg ausgehende Gründung von Sozialer Aufbruch – Nationalisten sei nur eine Frage von…“

„… habe der stellvertretende AdP-Vorsitzende Maier Höcke und die Altpartei AfD als gefährliche Volksverräter bezeichnet, die durch linken Terror die muslimischen Bewohner aus Mitteldeutschland vertrieben hätten, so dass es heute kein ausreichend sichtbares Feindbild für die…“

„… habe Meuthen angekündigt, den Vorsitz der Fraktion zu übernehmen. Er gehe davon aus, dass er dadurch ein dreifaches Gehalt beziehe, sich nicht zu Sachfragen äußern müsse und auch keine…“

„… könne sich Maaßen vorstellen, als Sonderberater für die Bewegung tätig zu werden. Es müsse vor der Bundestagswahl eruiert werden, ob die Partei nach dem Sieg das ganze deutsche Staatsgebiet, nur Mitteldeutschland oder auch von Polen und der Sowjetunion besetzte Gebiete im…“

„… den Zusammenschluss beider Gruppen als Neuer sozialer deutscher Aufbruch – Poggenburg in den Wahlkampf zu führen. Der Bundesvorsitzende sei sich sicher, dass eine Partei, die bereits im Namen klarmache, wofür sie stehe, eine große Zukunft bei den…“





Schnauze

14 01 2019

„Und er hat tatsächlich gesagt, dass er sich die Kanzlerkandidatur zutraut?“ „Meine Güte, diese Springerschmierlappen haben ihn gefragt, da kann er schlecht nein sagen.“ „Warum eigentlich nicht?“ „Weil sonst die SPD endgültig weg ist.“ „Und was ist sie jetzt?“

„Ich verstehe ja, dass Sie das kritisch sehen, aber dann müssen Sie auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation…“ „Nicht schon wieder die alte Leier!“ „Haben Sie Lösungsvorschläge, ja oder nein?“ „Den ganzen Laden in die Tonne treten, aber mich fragt ja wieder keiner.“ „So leicht dürfen wir es uns auch nicht machen, schließlich haben wir staatspolitische Verantwortung.“ „Für die SPD?“ „Nein, für… ach, ist ja auch egal jetzt.“ „Dann sagen Sie’s halt, ich meine, Sie glauben doch noch an das Wunder von Berlin, oder?“ „Erstmal müssen wir uns erneuern, das sagen doch alle.“ „Sehen Sie es mal positiv, wenn wir das eh nicht schaffen, dann sollten wir es wenigstens glaubwürdig beenden.“ „Wie das denn?“ „Na gucken Sie, Scholz gibt uns das gute Gefühl, mit diesem Kandidaten tun wir alles für eine Erneuerung – und wir verhindern gleichzeitig wirksam, dass sie stattfindet.“ „Sie meinen, das geht?“ „Das hat die SPD bisher mit dem Sozialismus auch hingekriegt.“

„Warum beißen sich jetzt alle an diesem Mann so fest?“ „Weil er dieses gewisse Etwas hat.“ „Wie bitte?“ „Naja, knapp unterhalb von Charisma.“ „Entschuldigen Sie mal, was haben Sie denn da wieder geraucht!?“ „Dann hören Sie sich mal an, was der sonst so von sich gibt. Wenn Sie nicht so genau hingucken, dann kann man den Eindruck kriegen, Schmidt hätte sich in der Hausnummer geirrt.“ „Oder in der Partei.“ „Ach was, das ist doch seine Masche.“ „Sie meinen, der macht das mit Absicht?“ „Alles.“ „Alles?“ „Zunächst: Hamburg. Wenn ein Kanzler irgendwo herkommt, dann aus der Hansestadt.“ „Die Merkel ist doch aber aus der Zone?“ „Und in Hamburg geboren.“ „Ach so.“ „Eben. Und dann dieses weltmännische Verstehen von Volkswirtschaft, da merkt man doch: der hat so einen preußischen Chic, der macht das nicht für Geld.“ „Der wandert hinterher in die Wirtschaft ab, darauf können Sie aber Gift nehmen.“ „Was er danach macht, ist schnurzegal. Und dies harte, man möchte sagen: männliche Durchgreifen in höchster Gefahr für seine Stadt!“ „Sie wollen jetzt nicht die Sturmflut 1962 mit dem Polizeieinsatz bei der Kapitalistenparty vergleichen?“ „Schmidt hat auch aufs Grundgesetz gepfiffen.“ „Aber doch nicht auf Artikel 1!“

„Wissen Sie, so eine Koalition mit der Union kann ganz lustig sein, man muss nur die richtige Konstellation finden.“ „Sie meinen ernsthaft, dass die SPD den Kanzler stellt und die CDU den Junior macht?“ „Andersrum will’s der Wähler nicht mehr, so viel steht schon mal fest.“ „Jetzt verlieren Sie langsam den Boden unter den Füßen.“ „Und mit der Sachpolitik machen wir es dann wie mit der Erneuerung.“ „Die findet also auch nicht statt?“ „Zumindest nicht so, wie sich die Opposition aus Grünen und Linken das vorstellt. Mit einem echten Wirtschaftskanzler kann man doch Hartz IV nicht abschaffen.“ „Wirtschaftskanzler?“ „Merz hätte das auch nicht gemacht.“ „Entschuldigen Sie mal, das ist doch Realsatire! Von einem SPD-Kanzler wird man erwarten, dass er sich um die Mieten kümmert und um die Löhne, um Kitas und Pflege und…“ „Macht er doch, jede Wette. Unsere Kampa wird der Knaller, sollen Sie mal sehen!“ „Also wieder nur ein Wahlkampfkanzler?“ „Denken Sie an sein Vorbild, wir werden ein politisches Beben sehen, das geradezu an einen Ruck erinnert. Jetzt erleben wir Scholz-Schnauze.“ „Schnauze?“ „Naja, die Schnittmenge mit Schmidt ist nicht gerade groß, aber irgendwo muss man doch anfangen.“ „Ich wäre sehr vorsichtig mit dem Spitznamen, gerade in Hamburg hat man seinen Brechmitteleinsatz gegen Kleinkriminelle immer noch gut im Gedächtnis.“ „Das wäre eher eine parteiinterne Bezeichnung.“

„Wenn ich das richtig verstanden habe, ist er innerhalb der eigenen Partei auch umstritten.“ „Das kann man so sehen, es halten sich ja noch andere für kanzlertauglich.“ „Weil?“ „Na, aus Gründen halt.“ „Nein, ich meine… ach, vergessen Sie’s.“ „Schauen Sie mal, in dieser Hinsicht ist doch Scholz ein absolutes Multifunktionswerkzeug.“ „Das verstehe ich nicht.“ „Klar, das muss man auch erlebt haben, aber…“ „Nein, nicht so.“ „Sehen Sie, der Sozialismus, politische Inhalte, die Erneuerung, und jetzt auch noch die Kanzlerschaft – das ist ein Zukunftsmodell für die Sozialdemokratie!“ „Also wir träumen von der Kanzlerschaft, aber wir wissen genau: mit dem Mann kann man sich das langfristig in die Haare schmieren.“ „Jawohl, und dann kommt erst die Zukunft: wir haben eine Perspektive, von Wahl zu Wahl.“ „Von Ewigkeit zu Ewigkeit, das wollten Sie doch sagen?“ „Oder so, jedenfalls ist mit solchen Kanzlerkandidaten ausgeschlossen, dass wir je auch nur in die Nähe der politischen Verantwortung geraten.“ „Ab jetzt Ausruhen auf der Oppositionsbank?“ „Für den Rest des Lebens, oder wenigstens solange, wie es die SPD noch gibt.“ „Und danach?“ „Wie, danach?“ „Das muss ja nicht unbedingt zusammenfallen.“ „Stimmt, aber wenn man erstmal die richtige Erfahrung gesammelt hat, ein Profil, ein Image, verstehen Sie, was sich auch in der Öffentlichkeit gut verkaufen lässt, dann kann man das doch wirklich auch mal einsetzen und sich für die Gesellschaft, also die Wirtschaft, verstehen Sie, die braucht solche Köpfe immer.“ „Was soll ich in der Wirtschaft?“ „Wer redet denn von Ihnen? Ich rede von Olaf Scholz!“