Qualifizierte schamanische Aufsicht

23 09 2019

„… als Kassenleistung einführen werde. Spahn sei von der Erklärung des Allgemeinen Deutschen Heilpraktikerverbandes überzeugt, dass auch schamanische Rituale künftig den Patienten eine…“

„… strikt ablehne. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung könne keine qualifizierte medizinische Behandlung durch Heiltänze, Handauflegen oder die…“

„… der Freie Verband Deutscher Heilpraktiker eine Sondergenehmigung für Heiltrommler und Trommelheiler beantrage. Das Bundesministerium habe die Beschlussvorlage zur Vereinfachung vom Interessenverband selbst schreiben lassen, um Verzögerungen so weit wie möglich aus dem…“

„… traditionelle mongolische Tanzverfahren nur von besonders qualifizierten Schamanen durchgeführt werden dürften. Die Union Deutscher Heilpraktiker dringe darauf, dass Spahn alle anderen Verbände anweise, sich nicht in die Kompetenzen der mongolischen Spezialisten zu…“

„… sei sich Spahn sicher, dass der bei den Krankenkassen bisher skeptisch beurteilte Ansatz des Gesundbetens bei einer steigenden Nachfrage auf mehr Akzeptanz stoße. Im Gegenzug versprach er, eine Entlastung der Konzerne von zu teuren Krebstherapien zu beschleunigen, um die Gewinne auch in den folgenden Jahren noch…“

„… für die Erforschung der Wirksamkeit notwendig sei, schamanisches Heiltanzen für zehn bis fünfzehn Jahre im Leistungskatalog zu verankern, da erst hinterher mit Sicherheit beurteilt werden könne, ob es sich um eine sinnvolle therapeutische Maßnahme handle oder um einen…“

„… Chakrenharmonisierung und Rückführung nicht von den gesetzliche Kassen getragen würden. Es stehe den Privatversicherern allerdings frei, die Angebote in Verbindung mit Reinigungsmeditation und Detox als Wahlleistung bei zehn Prozent Eigenanteil in die bestehenden…“

„… spirituelle Bewegungen nicht unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen vorgenommen werden dürften. Spahn wolle allerdings vorerst die Anerkennung des rituellen Heilsaufens mit anschließender Torkelbehandlung in der Traditionellen Bayerischen Alternativmedizin belassen, um sich eine abschließende Beurteilung auf dem…“

„… und Hörgeräte weiterhin nur noch an Selbstzahler abzugeben. Eine Trommelbehandlung müsse laut Verband Heilpraktiker Deutschland nicht zwingend mit einer apparativen Therapie kombiniert werden, außerdem sei durch die Übernahme der Heilbehandlung bei den Versicherten ja wieder mehr Kaufkraft vorhanden, um sich ein eigenes Hörgerät zu…“

„… fordere die Vereinigung Christlicher Heilpraktiker ein sofortiges Verbot aller anderen religiös motivierten Therapien. Sollte Spahn nicht umgehend Gesundbeten und Handauflegen für seine Mitglieder reservieren, werde der Verband sich bei der Unionsvorsitzenden über ihn…“

„… nur unter Aufsicht eines vom Ministerium zugelassenen Schamanen stattfinden dürfe. Der Verband Freie Heilpraktiker habe durchgesetzt, dass einfaches Fasten, möglicherweise auch nur unter Kontrolle eines Allgemeinarztes, keinesfalls als schamanisches Fasten bezeichnet werden dürfe. Ein Nahrungsverzicht ohne qualifizierte schamanische Aufsicht stelle eine potenzielle Gefahr dar, vor allem für die Heilpraktiker und ihre…“

„… würden vor allem nicht approbierte Schamanen zusätzliches Auspendeln, Reiki oder ganzheitliche Akupunktur anwenden, was zu Belastungen für die feinstoffliche Ebene führen könne. Der Verband Unanhängiger Heilpraktiker habe kein Recht, sich über die Genehmigungen mit dem Ministerium für…“

„… die Zulassung entzogen wurde. Patienten hätten geklagt, dass ihnen während einer als chinesisch angebotenen Heilsteinbehandlung auch indische Halbedelsteine aufgelegt worden seien, was den Therapieerfolg bei einem grippalen Infekt ganz erheblich…“

„… sich Trommeltanz zur Selbstwahrnehmung auch ohne schamanische Nahrungsergänzungsmittel anwenden lasse. Die Union Deutscher Heilpraktiker fordere daher, diese Leistung bei anderen Anbietern wieder zu streichen oder sie Selbstzahlern vorzubehalten, die nicht über eine ärztliche…“

„… koreanische Schamanismus-Anbieter auf dem deutschen Markt zulassen wolle. Spahn könne dies nicht verhindern, solange die Dienstleister der ISO-Norm entsprechend arbeiteten, und wolle sich für eine Steuererleichterung einsetzen, die den deutschen Schamanen bis zu dreißig Prozent der…“

„… die Verbände Indigener Heilberufe eine Lizenzzahlung wegen der unentgeltlichen Nutzung des immateriellen Kulturerbes einklagen wollten. Es sei nicht hinzunehmen, dass sich deutsche Freizeitmediziner mit evident unwirksamen Therapieansätzen einen erheblichen Vorteil auf dem europäischen…“

„… ebenso wirkungslos sei wie die Anwendung der Homöopathie. Spahn sei davon überzeugt, dass schamanische Heilrituale deshalb einen festen Platz in der deutschen Gesundheitsversorgung besitzen müssten und kündigte an, alle anderen Leistungen fortan kritisch auf den Prüfstand zu…“

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Die letzten Tage der Menschheit

22 09 2019

Gedichtet haben wir, und ach, geklagt –
gemalt und alles säuberlich gefügt.
Natürlich wussten wir, dass Ihr nur lügt,
weil Ihr mit uns nichts in die Zukunft tragt.

Dass sich an Euch fortan nun nichts mehr misst,
ficht keinen an. Ihr wollt Euch niemals messen.
Dass keiner Euch nun preist und bald vergisst,
ist Euer Los. Ihr lebt. Und seid vergessen.





Minderwertige Märkte

19 09 2019

„… unbedingt wieder Kolonien brauche. Kramp-Karrenbauer und Merz seien sich darin einig, dass eine großdeutsche Lösung die Union gegen die rechtspopulistische Propaganda der…“

„… natürlich unsinnig sei. Als noch nicht designierter, aber so gut wie schon gewählter SPD-Vorsitzender könne Scholz den imperialistischen Anwandlungen des Koalitionspartners nicht abgewinnen, wolle aber auf der anderen Seite damit die Koalition auch in keiner Hinsicht…“

„… den Lebensraum im Osten als Staatsziel in die Verfassung der BRD GmbH aufnehmen wolle. Meuthen werde einen Gesetzesentwurf für die…“

„… mit großem Befremden aufgenommen habe. Steinmeier wolle die Expansion der Bundesrepublik nicht mittragen und habe jede Verantwortung für die geplanten…“

„… sich auch auf den Osten Afrikas bezogen haben könnte. Weidel habe die Diskussion aus dem schweizerischen Ausland nicht verfolgt, könne aber jetzt einer Invasion nur vollumfänglich…“

„… dass Altmaier den Bundespräsidenten beruhigt habe. Seine Einmischung in die Versorgung mit Rohstoffen sei nicht notwendig, da allein der Bundestag die Befehlsgewalt über die Truppe habe und deshalb auch eigenständig die…“

„… habe die deutsche Herrenrasse endlich ein Recht, auch deutsche Bananen zu essen. Höcke sehe die Zukunft der deutschen Landwirtschaft in den…“

„… sehe die Union die afrikanischen Länder auch eher als Absatzgebiete für deutsche Waren, die in der Heimat nicht mehr konkurrenzfähig seien. Neben Videorecordern und Wählscheibentelefonen wolle sich BILD mit einer…“

„… außenpolitische Verwerfungen fürchte. Scholz wolle im Fall einer Annexion keine Sonderwirtschaftszonen schaffen, da er hier durch verringerte Steuereinnahmen eine Gefährdung der Schwarzen Null sowie des…“

„… der Schadstoffausstoß der afrikanischen Länder erheblich unter dem globalen Durchschnitt liege. Eine zeitnahe Annexion sei daher schon aus statistischen Gründen notwendig, um durch den dadurch entstehenden Durchschnitt Deutschland wieder einen Spitzenplatz im Umweltranking zu…“

„… zu Schwierigkeiten führen könne, wenn der Euro zu schnell in den Kolonialwirtschaften eingeführt würde. Lindner habe angeregt, den Afro als regionale Währung für minderwertige Märkte zu etablieren, um die Teilnehmerländer beim Versagen der europäischen Märkte schnell wieder aus der Währungsunion zu…“

„… Johnson erklärt habe, dass er bereits seit 1492 mit der Bundeskanzlerin verhandle. Merkel habe ihm verbindlich zugesichert, dass Deutschland dreißigtausend Prozent des Bruttoinlandsprodukts als Subvention an die britischen…“

„… Pflegepersonal aus den neuen Ländern zu rekrutieren. Spahn wolle eine Rundreise durch alle Beitrittsgebiete absolvieren und sich dabei eine tarifkonforme Unterschreitung der Lohnuntergrenze als legale Möglichkeit zur…“

„… wolle Steinbach die Nachfahren der bisherigen deutschen Besiedlung von allen Ansprüchen als Vertriebene ausschließen, um keine gemischtrassige Bevölkerung in den…“

„… dass per Gesetz ein Dieselfahrverbot in den Kolonien ausgeschlossen werden könne. Die von CDU und AfD beschlossene Einigung sei zwar durch Kramp-Karrenbauer und die Richtlinien der Union verboten, man könne aber gerade in Hinblick auf andere Gesetzesvorhaben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit überall…“

„…auch in den Kolonien homöopathische Mittel von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet werden sollten. Spahn sehe nicht ein, warum es den Afrikanern besser gehen sollte als den…“

„… künftig der Mindestlohn für keinen der eingewanderten Arbeitnehmer gelten solle. Im Gegenzug wolle man auch ALG-II-Empfänger zwangsweise verpflichten, auf den Obstplantagen in den…“

„… wolle Meuthen die afrikanischen Territorien nicht durch Sonnenkollektoren und Windräder zum Energielieferanten machen, da durch diese linksgrün versifften Gagatechnologien der Brutplatz der abendländischen Störche gefährdet sei. Zur Einschränkung der ungehinderten Ausbreitung müsse man die Eingeborenen durch noch mehr Kernkraftwerke und…“

„… habe sich tatsächlich bereiterklärt, einen Teil der Insel als deutsche Kolonie anzuerkennen. Allerdings haben Madagaskar darauf bestanden, dass der Vertrag nicht ohne eine ausreichende Kompensation…“

„… wenigstens für Strafexpeditionen zu gebrauchen seien. Kramp-Karrenbauer wolle einen echten Kolonialkrieg noch nicht jetzt, sondern erst bei Unterschreitung der vertraglich …“

„… sich nach zähem Ringen entschlossen habe, nach Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern auch Bayern als afrikanischen Kolonien aus der föderalen Republik zu entlassen, um die madegassischen Territorien zu…“





Gottesbeweis

18 09 2019

„Und das Rad, und deshalb natürlich auch das Auto, ist ja klar. Weil die CSU, die hat nämlich so gut wie alles erfunden und zuerst gesagt und als erste mitgekriegt, weil das ja klar ist. Können Sie mir noch folgen?

Den Umweltschutz haben wir als erste erfunden, das lassen wir uns auch nicht nehmen! Und wenn Sie jetzt der Meinung sind, dass wir das nicht gewesen sind, dann schauen Sie doch mal auf den Wahlplakaten der CSU nach, haben Sie da schon einmal den Umweltschutz als Staatsziel gefunden? Also angesehen von den linksgrünen Chaoten, die wollen natürlich unter Umweltschutz verkaufen, dass man im Stadtpark an Kleinkindern fummeln darf. Das wissen Sie aber. Wenn jetzt irgendwelche Minister für Reaktorsicherheit kommen, das war damit auch nicht gemeint. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir zusammen mit der Atomkraft, und das waren natürlich wir, die konservativen Kräfte der Union, und das wollen wir hier doch einmal… –

Deshalb geht es uns auch so am Arsch vorbei, ob die in Deutschland Endlagerstätten für den ihren Atommüll finden oder nicht, weil erstens ist das unser Bayernland, da können die sich ihren Umweltschutz in die Haare schmieren, und dann brauchen wir immer noch ein Gutachten, das unsere Staatskanzlei unter die Lupe genommen hat. Das macht normalerweise eine Partei, aber bei uns in Bayern kann man solche Unterschiede vernachlässigen. Wir sind an der Schöpfung orientiert, da brauchen wir keine zusätzlichen Störfaktoren.

Und dann natürlich das christliche Abendland – da war die CSU, wir wissen jetzt auch nicht so genau, wer da verantwortlich war, aber das war die CSU, das ist sicher – also wir haben das christliche Abendland erfunden, genauer gesagt: überhaupt die christliche Moral, nach der man Leistung zeigen muss und sich gesetzeskonform verhalten soll, auch wenn die Gesetze sich verändern, weil die Regierung aus Sorge um die Wiederwahl eine neue Situation in der Sicherheitslage erkennt. Wir haben diese ganze christliche Idee, naja, Sie haben das dann halt übernommen. Reden Sie sich nicht raus, Sie hängen da auch mit drin.

Auf jeden Fall die Nachhaltigkeit, und das heißt ja bei uns, dass man auch als Billigarbeiter, da muss man schon sehen, dass man die ethischen und die politischen Maßstäbe unter einen Hut kriegt. Zum Glück haben Politiker immer irgendwo noch einen Hut hängen. Aber egal, die Billiglohnklasse, die muss ja langsam mal aufwachen, und dann müssen die preiswerte Eigenheime errichten, natürlich bei uns, auch wenn die in Hessen oder Sachsen-Anhalt arbeiten. Da vermeidet man eben die gebrochenen Arbeitsbiografien, und dann haben diese Leute ja auch noch die fairen Chance, dass sie mit zwölf bis fünfzehn Mann innerhalb eines ganzen Jahres Wohneigentum erwerben können. Knapp zwanzig Quadratmeter. Kleinvieh macht auch Mist!

Der Herr Ministerpräsident hat gerade ein Problem, aber das ging nur um die Borkenkäfer. Die sind noch nicht so akut verkehrsgefährdend, wie wir gedacht hätten. Es gibt ja auch Dinge, die wir nicht erfunden haben, den Borkenkäfer zum Beispiel. Braucht kein Mensch, braucht die Wirtschaft nicht, ist nicht typisch für unser schönes Bayernland, dann werden wir das wohl auch nicht erfunden haben. Im Gegensatz etwa zum Flugtaxi, das ist ja geradezu das Gegenteil vom Borkenkäfer. Haben Sie schon mal gesehen, dass wegen Flugtaxis ein Bahnhof nicht gebaut werden konnte? Oder dass der Borkenkäfer Wahlkampf für die CSU macht? Umwelt ist das, was dem Menschen nützt, und mit Menschen meinen wir in erster Linie den Bayern, und der ist nun mal leistungsorientiert. Auch und gerade in der Wirtschaft.

Ob der Herr Ministerpräsident das Kruzifix erfunden hat, entzieht sich meiner Kenntnis, aber die meisten Menschen außerhalb von Bayern werden es durch ihn kennen gelernt haben. Wir haben ja eine gewisse missionarische Toleranz, das heißt, wir lassen die Menschen außerhalb von Bayern an unseren Ideen teilhaben, ob Ihnen das nun passt oder nicht. In manchen Ländern gibt es Bürgerkrieg, weil man kein Benzin mehr kaufen kann. Da gehen die Leute auf die Straße, weil sie Verbrennungsmotoren betreiben wollen – das würden die gar nicht tun können, wenn die CSU nicht die Demokratie erfunden hätte!

Nur das Kohlendioxid, das kommt natürlich nicht von uns. Das ist eine sozialistische Erfindung, das merken Sie daran, dass es in der Industrie im Ostblock offensiv produziert und verarbeitet wurde. Offensiv! Deshalb kann man das auch nicht einfach besteuern, wie denn auch? Sozialismus auch noch besteuern, da kann sich doch kein Mensch mehr ein Auto leisten! Nein, gehen Sie mir weg mit dem Wahnsinn, das ist alles nicht vernünftig. Fest steht nur, die Schöpfung, das war selbstverständlich auch irgendwie die CSU, zwar jetzt nicht direkt, sonst kriegen wir wieder Ärger mit der Kirche – mit dem Papst wäre okay, das ist ein alter weißer Mann, die Karte spielen wir jederzeit, aber der Erzbischof von München und Freising, da hört der Spaß auf. Also die Schöpfung waren natürlich nicht wir, Himmel und Erde und so, aber was davor kam, das ganze Chaos überall, stellen Sie sich das mal vor – überall nichts als Chaos! Haben Sie einen Zweifel, dass das nur die CSU gewesen sein kann?“





Zweierlei Maß

17 09 2019

„… nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs durchgesetzt werden dürfe. Das Oktoberfest werde zwar nicht abgesagt, es dürfe aber weiterhin alkoholfreies Bier ausgeschenkt und in jedem…“

„… als Angriff auf die bayerische Kultur sehe. Söder könne sich einen sofortigen Austritt aus der Bundesrepublik vorstellen und lasse noch zur Stunde prüfen, ob sich diese…“

„… fürchte der Einzelhandel in diesem Jahr keine Umsatzeinbußen. Die Geschäfte seien aber mit den Mengen an Alkoholika überfordert, die stattdessen in Supermärkten, Discountern und…“

„… heftig gerügt worden seien. Die Wirte hätten auf Nachfrage erklärt, der Ausschank von alkoholfreiem Bier stelle für sie weder technisch noch logistisch eine große Herausforderung dar, was zu scharfer Kritik durch die CSU und das…“

„… ursprünglich als Präventionsmaßnahme gegen zu viele alkoholisierte E-Roller-Fahrer geplant, von Scheuer aber erwartungsgemäß äußerst mangelhaft umgesetzt worden sei. Da die Landesregierung das Urteil nicht mehr korrigieren könne, werde man die Folgen so sozialverträglich wie möglich in den…“

„… rechne die Polizei mit einem starken Rückgang insbesondere an Körperverletzungen, die durch ein alkoholfreies Fest und die damit einhergehenden…“

„… habe Söder erklärt, dann könne man das Oktoberfest gleich abschaffen, wenn man nicht die bayerischen Traditionen aufrecht erhalten wolle. Es sei nicht hinnehmbar, dass nun bald die Grünen durch die Legalisierung von Cannabis eine links-orientalische Orgie auf der Theresienwiese und allen angrenzenden…“

„… ein moderater, aber messbarer Rückgang der Besucherzahl verzeichnet werden müsse. Dies liege allerdings auch daran, dass die Münchener Polizei Wiesnbesucher, die sich im Vorwege stark angetrunken hätten, vom Betreten der…“

„… sich der oberbayerische Handwerksmeister Alois G. (61) durch seinen breitbeinigen Gang beim Wachpersonal verdächtig gemacht habe. Nachdem ihm eine Bügelflasche mit Starkbier der Marke Terminator in der Hose geplatzt sei, habe er jedoch aus Angst vor Schnittverletzungen freiwillig in den…“

„… die Landesregierung protestiere. Alkohol, so Dobrindt, sei überall erlaubt, weil er nicht illegal sei, daher dürfe in Bayern keiner die…“

„… dass es tumultartige Szenen gegeben habe. Zwar seien die Preise für alkoholfreies Bier in diesem Jahr erheblich reduziert worden, die Besucher würden aber trotzdem nicht einsehen, warum sie für einen gezapften Liter mehr als den Preis von Discounterware und…“

„… sich die Sanitätseinsätze in den frühen Abendstunden nicht verringert hätten. Meist seien es alkoholbedingte Entzugserscheinungen, die zu notfallmedizinischem Eingriffen in den…“

„… gleich drei Schlägereien im Festzelt stattgefunden hätten. Den Beginn der brutalen Auseinandersetzung hätten mehrere Einwohner der Maxvorstadt gemacht, die komplett nüchtern der Blaskapelle gelauscht und gefordert hätten, man solle ‚diese ganze kranke Scheiße‘ sofort aus dem…“

„… fordere Dobrindt ein ausdrückliches Verbot von Heroin auf dem Oktoberfest, um eine Rechtssicherheit für die…“

„… seien mehrere im Priesterornat aus dem Kostümverleih gekleidete Münchener aufgefallen, die nach eigenen Angaben dienstlich große Mengen Messwein verkostet haben wollten, was zu einer sehr erheblichen…“

„… es laut Landesregierung jährlich 1.700 Alkoholtote gebe. Diese seien allerdings nicht alle in München und von diesen die Mehrheit nicht durch unmittelbare Wirkungen des Oktoberfestes verstorben, so dass von einer Kausalität überhaupt keine…“

„… fürchte die CSU einen Gewöhnungseffekt. Sollten die Bürger allgemein weniger Alkohol konsumieren, würde es nie mehr eine absolute Mehrheit für die…“

„… habe die Polizei strikte Anweisung, alle E-Scooter-Fahrer während des Festes einem Promilletest zu unterziehen. Zur Schonung der Personaldecke würden die Kontrollen allerdings nur im Münchener Umland sowie in den…“

„… auch der Konsum an Hühnerfleisch und Tabakwaren erheblich nachgelassen habe. Eine Korrelation mit dem Alkoholverbot könne man aber im Wirtschaftsministerium noch nicht als…“

„… sehe Scheuer im Alkoholverbot auch das Problem, dass so Autofahrer aus dem Umland nach dem Festbesuch nicht mehr in ihre heimatlichen…“





Mainstream

16 09 2019

„Also entschuldigen Sie mal, das geht ja gar nicht!“ „Absurde Idee!“ „Sie haben doch nicht alle Tassen im Schrank!“ „Aber es ist ein gesellschaftlich sehr polarisierendes Thema, wir als Journalisten dürfen das nicht einfach ausklammern.“ „Deshalb lädt man aber trotzdem nicht die RAF ins Fernsehen ein!“

„Politische Bildung kann nur so funktionieren, dass wir die Betroffenen zu Wort kommen lassen.“ „Wenn ich das schon höre…“ „Wer sind denn die Betroffenen?“ „Das sind ja wohl die, die bei den Attentaten zu Schaden gekommen sind.“ „Vielmehr die Hinterbliebenen, die Opfer können ja nicht mehr reden.“ „Ich bin auch gegen Terrorismus, aber deshalb muss man doch der Gegenseite trotzdem eine…“ „Um diesen ganzen radikalen Mist in Ihrer Sendung zu zeigen?“ „Diese Leute wollen doch gar nicht reden!“ „Das zeigt doch schon dieses ganze verquaste Ideologiegelaber!“ „Genau da haben die Medien die Aufgabe, eine gemeinsame Sprache zu finden und dem Zuschauer eine…“ „Also falls ich es nicht schon gesagt haben sollte, noch mal fürs Protokoll: Sie haben nicht alle Tassen im Schrank.“

„Wir müssen hier doch auch mal eingestehen, dass, nur, weil wir recht haben, der andere nicht unbedingt unrecht haben muss.“ „Nehmen Sie mir bitte jetzt alle harten Gegenstände weg.“ „Das Schlimmste sind Typen, die auch noch glauben, was sie da für einen Bullshit erzählen.“ „Streitkultur ist doch für uns Demokraten ganz wichtig, weil wir…“ „Streitkultur!?“ „Diese Mörder…“ „Es sind nicht alle Mörder, das wissen Sie ganz genau.“ „Wer Mord oder Terror rhetorisch vorbereitet oder die Taten organisatorisch unterstützt und sie hinterher ideologisch als Notwendigkeit rechtfertigt, hängt mit drin.“ „Sehe ich auch so.“ „Aber Streitkultur ist wichtig, weil wir die…“ „Was wir von dieser Bande vorgesetzt bekommen, sind bestenfalls Hassphrasen mit freundlichem Zuckerguss.“ „Die wollen sich nicht streiten, die wollen Ihre Meinung ausradieren, weil sie für die ein überkommenes System repräsentiert.“ „Und dann können Sie sich noch so viel ins Fernsehen stellen und Differenzierung fordern, das verfängt nicht bei denen.“ „Es soll aber bei den Zuschauern ankommen, dass wir uns um Mäßigung bemühen.“ „Bemühen!“ „Na großartig, und was kommt von denen zurück?“ „Warten wir noch zehn Sekunden ab, dann kommt hier die Leier mit der schweren Kindheit.“ „Gottchen, die armen Terroristen!“ „Die leiden sicher am schwersten unter ihren Bombenattentaten.“ „Ist aber auch echt gefährlich, wenn man im Untergrund lebt und den ganzen Tag auf der Hut sein muss, dass man nicht ertappt wird.“ „Schlimm, schlimm, schlimm!“

„Für klar denkende Menschen gehören diese Terroristen ja auch nicht zur Normalität.“ „Also nicht zu der Normalität, die Sie ihnen medial als billige Eintrittskarte in die bürgerliche Gesellschaft zur Verfügung stellen?“ „Jetzt differenzieren Sie doch mal: wer nicht differenziert, hört in dem lauten Geschrei dieser Terroristen oder ihrer Sympathisanten nicht die Stimmen, die man hören sollte, als Politiker, um sie ernst zu nehmen, als Journalist, um sie zu beleuchten.“ „Das mit der schweren Kindheit haben wir verpasst?“ „Sieht so aus.“ „Also die Zwischentöne, wenn wir uns so rein emotional darauf einlassen sollen, was der Terror mit uns macht?“ „Das klingt jetzt echt deep.“ „Ich fühle mich auch schon echt voll betroffen, Du.“ „War Lack schon wieder im Sonderangebot?“ „Wir brauchen einen respektvollen, anständigen Diskurs und eine…“ „Damit wir uns von diesen Terroristen ans Handlanger eines Schweinesystems anpöbeln lassen dürfen, das notfalls durch brutale Gewalt gegen Unschuldige zerstört werden soll?“ „Sie hatten möglicherweise nicht ganz so viel Zeit, sich in die theoretischen Grundlagen dieser Ideologie einzuarbeiten.“ „Wenn man keine Ahnung hat, was ‚Diskurs‘ heißt, hat sich die Diskussion er erledigt.“

„Der Mainstream setzt sich aber auseinander mit diesen Themen, und deshalb dürfen wir das nicht ausgrenzen.“ „Die Mehrheit der Bevölkerung kann diesen Scheißdreck aber nicht hören!“ „Und die anderen Sender machen das auch, und auch auf dem eigenen Sender gibt es genug Sendungen, die sich mit dem…“ „Und deshalb müssen Sie denen auf den Leim gehen, jedes Mal deren Hassparolen übernehmen und weitertransportieren?“ „Meine Güte, die sagen halt ‚Bullenschweine‘, wenn einer denen nicht passt, aber…“ „Und das müssen Sie dann auch nachplappern?“ „Wir können doch einen Diskurs nur auf Augenhöhe führen, wenn wir klar differenzieren, was wir als…“ „Klar, Sie sagen immer ‚Zwinki-Zwonki‘, damit auch jeder Ihre differenzierende Distanz diskursiv einordnen kann, oder?“ „Uh, das ist Medienkompetenz!“ „Sehen Sie, einmal mit Profis arbeiten.“

„So, und damit hier jetzt mal Ruhe im Karton ist, haben wir Ihre Studiogäste für morgen früh wieder ausgeladen.“ „Aber…“ „Das reicht jetzt, und Sie können gerne Ihre politischen Ambitionen überdenken, nur nicht bei uns als Arbeitgeber.“ „Aber Meinungsfreiheit…“ „… heißt nicht, dass wir Ihnen unwidersprochen zuhören müssen.“ „So, und jetzt würde ich diese Diskussion gerne beenden.“ „Sie können sich ja gerne privat mit der RAF treffen und ein bisschen über den Umbau des Rechtsstaates plaudern.“ „Falls Sie da als Gast auch so willkommen sind und kein kostenloses PR-Material für die basteln können.“ „Ganz fair und ausgewogen und kritisch.“ „Und unparteiisch.“ „Und natürlich differenziert.“ „Und unabhängig.“ „Guten Abend.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDLXXXI): Das SUV

13 09 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Die Evolution hatte nicht nur Gewinner. Während manche Fadenwurmarten, Schleimaale oder Tonnensalpen sich in ihrem jeweiligen Habitat geradezu luxuriös einzurichten wussten, nichts auf Privatfernsehen und Anrufbeantworter gaben, bekam der Hominide hier und da nicht wirklich etwas gerissen. Kriege musste er anzetteln, peinlich anmutende Frisuren zu larmoyantem Schuhwerk in der Öffentlichkeit tragen, zumal in adoleszenter Entwicklungsstufe, Einzeller mit chronischem Verstandesverlust als Machthaber von vereinigten Staaten oder Königreichen inthronisieren, wenn das nicht half: die fest eingewurzelte Überzeugung, als Mensch nichts mehr wert zu sein, wenn man nicht in einer Blechkiste voller Selbsthass kreischend die Landschaft durchpflügen. Erst da wusste Mutter Natur, dass diese Spezies als Krebsschaden zu behandeln ist und ihr wenigstens die Liebe tut, sich aus epischer Doofheit selbst über die Wupper zu schnippen. Die Atombombe wäre eine Möglichkeit, ach was: die Chance überhaupt gewesen, aber der Return on Investment ist ja minimal, denn wer würde sich so eine Wuchtwumme in den Vorgarten stellen, wenn die lobotomierten Kriegstreiber schon auf die Steuereinnahmen schielen. Nein, das lässt man die SUV-Fahrer erledigen, den Schmierfilm am Boden der mobilen Gesellschaft.

Das SUV – ja, es ist sächlich, auch wenn es in der kognitiven Konsonanz hart kompensierender Knaben wie ein künstliches Gemächt benutzt wird – ist die nahtlose Fortsetzung des innerstädtischen Geländewagenwahns, der sich dialektisch als soignierter feiert, weil er nicht so offensichtlich auf Bollerauspufftöpfe und rallyelackierte Spoilerorgien setzt wie andere automobile Psychosen. Das Erscheinungsbild des Wagens definiert sich über die Masse an verbautem Dünnblech, gerne mit majestätischer Stärke verwechselt, hier aber in der Eleganz in der Sauropodenklasse steckengeblieben und dementsprechend wendig. Das Gerät ist in der City, für die es ja gedacht ist, denn wo sonst wird man damit genug Publikum beeindrucken können, allenfalls so sinnvoll wie ein Mähdrescher, mit dem man zwei Fahrspuren plus Radweg und Gehsteig zuparken kann, wenn man eine Einheit Kind in der Primarschule abliefert, wobei landwirtschaftliche Großmaschinen noch den Vorteil besäßen, dass sie unwegsames Gelände rumpelnd unter sich ließen, ansonsten den Weg zum Einsatzort aber sicher und solide erreichen würden. Wer ein SUV erwirbt, hofft offensichtlich auf eine legale Möglichkeit, Baustellen und Verkehrsinseln wegzuschwiemeln, wie es sonst mit der Frontschürze tiefergelegter Bolidenimitate erfolgreich versucht wurde. Der Formel-1-Darsteller schätzte noch die Nähe des Straßenbelags, an der sich sein Gummi abrieb, der ins intellektuelle Rentenalter driftende Motorist aber will die Kiste höher, und braucht deshalb auch zwingend den Kolbenhub eines Dreißigtonners.

Denn tiefer ist sportlich, höher ist Krieg. Und nein, es geht nicht um den üblichen Bürgeraufstand, in den sich die geistigen Tiefflüge wohlstandsverwahrloster Bumsbirnen einpassen. Es ist der im öffentlichen Verkehr ausgetragene Krieg um die gesellschaftliche Dominanz einer Kaste, die sich die Erde aus Gewohnheit untertan macht. Diese soziale Zusammenrottung karrt selbst den Nachwuchs in die Kita, obwohl er ihnen in Bezug auf den Klimawandel reißpiepenegal ist. Das bei Kerzenbeleuchtung einsetzende Gewissen, den Schadstoffausstoß auf olympischem Niveau forciert zu haben, wird mit der Pinkeltaste ausgeglichen, gerne auch auf der Kreuzfahrt. Ansonsten aber bekennt sich der Realitätsallergiker frohgemut zur nationalen Variante seines Verfassungszusatzes, der ihm das offene Tragen von Waffen gestattet – das Wettrüsten der Klötenkönige ist in vollem Gange, und mit dem Argument, höher zu sitzen und den immer aggressiveren Verkehr besser zu beobachten, kaufen die Ichlinge einen Citytraktor nach dem anderen, wohl wissend, das der Markt sich nach den Gesetzen von Dummheit und klassischer Mechanik nicht nur sättigt, sondern auch ausgleicht. Jetzt ist noch möglich, Fußgänger mit Kinderwagen und Radfahrer vom Hochsitz schneidig zu übersehen, mit vollem Stoßgewicht an parkende Kleinwagen zu quetschen und vom Asphalt zu radieren. Doch das Fenster schließt sich jäh, mit steigendem Anteil von Kampfpanzern in Metallic wächst auch proportional die Wahrscheinlichkeit, selbst eine Elefantiasis auf Rädern ungebremst in die Flanke zu kriegen, wo Beten besser hilft als ein Seitenaufprallschutz. Aber Newton betet nicht mehr, und wer in Quarta seine Physikstunden mit Schundheftchen unter der Bank zugebracht hat, der lernt es eben jetzt.

Es funktioniert wie mit Schusswaffen; sobald jeder eine trägt, nivelliert sich die Gefahr, allerdings auf einem erheblich höheren Niveau. Sinkt auch die Notwendigkeit, die eigene Knarre einzusetzen, um eine zünftige Schießerei anzuzetteln, irgendeiner hat seine Wumme schon dabei und kriegt schnell nervöse Finger. Je mehr naturverbundene Bürger in der Fußgängerzone jetzt noch eine Jagdwaffe mit sich führen müssen, ist eine Frage der Zeit – die bürgerliche Freiheit kennt ja keine Grenzen. Was den Verkehr betrifft, können alle, die die Ballerei überlebt haben, fortan gemütlich im Omnibus durch die City schaukeln. Der Komfort ist eins, aber man sitzt dort noch viel höher. Und darauf, wir glauben es ihnen, kommt es ja bei der inneren Sicherheit an.