Argumentationsmuster

10 06 2021

„… auf scharfen Widerstand stoße. Mit der Ankündigung, den Benzinpreis um 16 Eurocent zu erhöhen, habe sich Baerbock nach Aussage des CDU-Kanzlerkandidaten als wirtschaftspolitische Vollidiotin geoutet, die Deutschland absichtlich in den endgültigen…“

„… aus der deutschen Automobilindustrie noch keine Pläne für das Zwei-Liter-Auto gebe. Das im Jahr 1989 geforderte Niedrigenergiefahrzeug sei auf dem deutschen Markt nicht absetzbar, da Kunden noch einen hohen Verbrauch bevorzugen würden, was sich in der Produktpalette der führenden…“

„… den Tatsachen entspreche. Auch mit den Stimmen der Union sei eine Verteuerung des Kraftstoffs um 16 Cent längst beschlossen worden, die aber laut Laschet nicht so gut wie die von den Grünen geplanten Preiserhöhungen wirke und daher die deutsche Wirtschaft nachhaltig…“

„… auch durch das Urteil aus Karlsruhe von jeder künftigen Bundesregierung umgesetzt werden müsse. Scheuer bestreite dies, das Grundgesetz habe ihn in seiner bisherigen politischen Laufbahn noch nie besonders…“

„… werde Millionen von Berufspendlern stark belasten. Laschet habe zwar zur Kenntnis genommen, dass die Grünen die Einnahmen aus der Schadstoffauflage an die Verbraucher ausschütten wollten, er werde dies aber im CDU-Wahlkampf nicht berücksichtigen, da er noch nicht wisse, was im Programm der Union über die…“

„… sich nicht zu Presseanfragen geäußert habe. Plasberg sei an die Grünen herangetreten, um in Erfahrung zu bringen, wie lange das erste Auto mit Windantrieb noch auf sich warten lasse. Es sei für die Öffentlichkeit inzwischen ersichtlich, dass sich Baerbock mit Themen wie Technik und Verkehr gar nicht auskenne, weshalb sie in ARD-Talkshows auch künftig nicht mehr als…“

„… keine Beanstandung gefunden habe. Der Deutsche Presserat halte die Schlagzeile WER KNALLT DIESE KOMMUNISTENHURE AB? für kontrovers formuliert, könne aber nur aufgrund der Nähe zu einem ganzseitigen Foto von Baerbock nicht erkennen, dass es sich um eine Aufforderung des Springer-Konzerns zur…“

„… sehe auch Scholz die Problematik. Er lehne eine Verteuerung des Kraftstoffs ab, da er die Nöte der Bürgerinnen und Bürger im Gegensatz zu den Grünen sehe. Die Wiedereinführung der Sanktionen gegen Empfänger von Arbeitslosengeld II sowie eine maßvolle Kürzung aller Transferleistungen sei nur ein erster Schritt, um die existenzielle Krise von vielen Leistungsträgern …“

„… dass der Markt grundsätzlich alles regeln würde. Lindner lege jedoch großen Wert darauf, dass es in einer sozialen Marktwirtschaft auch Menschenrechte gebe, ohne die man nicht als echter Deutscher leben könne. Seit Jahrhunderten bestehe die Leitkultur aus Freiheiten wie Spargel, Schnitzel und einem Sportwagen, mit dem man bei 230 km/h auf der rechten Spur über die…“

„… wolle sich Laschet aber nicht festlegen. Solange er das Wahlprogramm der Union nicht gelesen habe, könne er noch nicht sagen, welche Meinung er zu den klimapolitischen Zielen der…“

„… sei auch Scholz der Ansicht, dass die EEG-Umlage mit den Einnahmen aus der CO2-Steuer gesenkt werden könne. Wie dies gegengerechnet werden solle, könne er jedoch noch nicht genau sagen. Scholz gehe zwar von seiner Kanzlerschaft aus, wisse aber noch nicht, wer unter ihm als Bundesminister der Finanzen eine fiskalische…“

„… habe Altmaier bereits vor einem Monat vorgeschlagen, die Pläne der Grünen noch vor der Wahl umzusetzen. Unterstützung habe er dabei von Dobrindt gefunden. Für die Union stehe nun fest, dass Baerbock lediglich die Ideen der Regierung kopiere und als ihre eigenen ausgebe, was einen zutiefst undemokratischen Eindruck auf die…“

„… dass die FDP auch über ein soziales Gewissen verfüge. Lindner sei sich sicher, dass irgendwann durch die von den Grünen umgesetzten Wucherpreise für Benzin eine wegen der wirtschaftsfeindlichen Lockdown-Maßnahmen arbeitslose Akademikerin nicht mehr genug Geld habe, um ihren SUV zu betanken, so dass sie ihr von einem bekifften Ökostalinisten auf dem Radweg überfahrenes hochbegabtes Kind nicht mehr rechtzeitig genug ins Krankenhaus bringen könne. Der Bundesvorsitzende der Liberalen sehe jetzt schon, dass Blut an den Händen dieser sich als Juristin ausgebenden…“

„… nicht davon ausgehen könnten, dass sie nach der Bundestagswahl politisch noch eine Rolle spielen würden. Die Linke sei inzwischen durchaus geneigt, Ansichten und Argumentationsmuster der Union zu übernehmen, da sie sich für Probleme wie Klimaschutz oder Energiewirtschaft inhaltlich nicht mehr…“

„… könne ein finanziell gut aufgestellter Staat durchaus Steuereinnahmen wieder an seine Bürger zurückgeben, um soziale Akzente zu setzen und die transparente Verwendung öffentlicher Mittel als vertrauensbildende Maßnahme zu nutzen. Scheuer werde dies auch in der nächsten Legislatur gerne wieder als…“

„… lehne Laschet die Symbolpolitik der Grünen ab. Er werde nun nachdenken, ob er im Falle eines Wahlsieges überhaupt eine Koalition mit der Ökopartei eingehen wolle. Bis dahin werde er eine Brückenzwischenfinanzierungssteuerumlage von 16 Cent pro Liter auf die…“





Spielräume

27 05 2021

„Jetzt sagen Sie uns doch endlich, was wir sagen sollen!“ „Es gibt mit Sicherheit noch irgendein Schulzeugnis, dass Baerbock mal sitzen geblieben ist.“ „Vielleicht parkt sie auch immer falsch.“ „Aber dann fragen die uns, warum wir nicht selbst auf die Idee mit den Kurzstreckenflügen gekommen sind!“ „Weil wir gar keine Ideen haben?“

„Am einfachsten wäre jetzt der Reflex mit der Verbotspartei.“ „Gut, dann hätten wir das Thema auch abgehakt.“ „Moment, so einfach ist das aber nicht.“ „Der deutsche Arbeiter darf bald nicht mehr nach Malle!“ „Unsinn, es geht um Klimaschutz.“ „Das kann man dem Wähler natürlich so nicht erzählen!“ „Aber…“ „Lassen Sie sich gefälligst etwas einfallen, ich habe keine Lust, vier Jahre lang in der Opposition zu hocken!“ „Wir könnten jetzt in die Offensive gehen…“ „Großartig!“ „Macht die alte Schlampe platt!“ „… und behaupten, dass wir die Subventionen sowieso nur gezahlt haben, um den Flugverkehr nach der Wahl umwelttechnisch viel besser aufzustellen.“ „Hä!?“ „Sie machen das noch nicht so lange, habe ich recht?“

„Die finanzielle Belastung wird doch bei den Verbrauchern landen!“ „Und wenn man das den Fluggesellschaften verbietet?“ „Meine Güte, das ist doch Unsinn!“ „Das regelt nun mal der Markt, dass man das auf den Verbraucher umlegt.“ „Vielleicht könnte man uns als Abgeordnete irgendwie von der Sache ausnehmen.“ „Vielflieger aus der Wirtschaft eventuell auch.“ „Das wäre Korruption!“ „Endlich mal ein Thema, wovon wir etwas verstehen.“ „Aber das lässt sich im Wahlkampf nicht ausschlachten, und diese grüne Hexe kommt ungeschoren davon.“ „Mehr Spielräume in der Klimapolitik!“ „Wir könnten zum Beispiel den Geringverdienern große Autos verbieten.“ „Die können sie sich schon jetzt nicht leisten.“ „Außerdem wäre das eine Art von Gesetz, das man eher mit den Grünen verbindet.“ „Ich bitte Sie, Logik hat uns noch nie interessiert.“

„Und wenn im Wahlkampf Fragen kommen, wie wir unsere Klimaziele erreichen wollen?“ „Welche Klimaziele?“ „Naja, Pariser Abkommen und so.“ „Wasserstoff.“ „Wasserstoff?“ „Irgendwie wird das funktionieren, ich bin da zuversichtlich.“ „Aber die Technologie ist doch noch nicht erfunden.“ „Und fliegen kann man damit auch nicht.“ „Das mag sein, aber im Innovationsjahrzehnt machen wir technisch Dinge, die die Grünen in ihrem Verbotswahn nie zugelassen hätten.“ „Und das nehmen uns die Leute ab?“ „Ich sehe schon, Sie machen das hier wirklich noch nicht lange.“

„Können wir eigentlich verhindern, dass die Deutsche Bahn AG irgendwann Zahlen vorlegt?“ „Was soll denn die Frage jetzt?“ „Keine Sorge, wir haben das Ressort mit einem Deppen besetzt, der jede vernünftige Nachricht sofort löscht.“ „Das heißt, wenn versehentlich rauskommt, dass der Zug im Inland jetzt schon preiswerter und schneller ist als ein Flug, dann gerät das gar nicht erst an die Öffentlichkeit?“ „Nur das Dementi.“ „Sehr gut.“ „Wenn ich es richtig sehe, wollen sie die Nachtzüge wieder einführen.“ „Schrecklich, dann wäre die Bahn nicht nur schneller, sondern auch noch viel preiswerter.“ „Außerdem sind Flughäfen meistens so weit weg, da muss man auch erst irgendwie mit dem Auto hinfahren.“ „Oder mit der Bahn.“ „Und wenn wir in den Wohnungsbau investieren, indem wir Gebäudekomplexe in unmittelbarer Nähe der Flughäfen…“ „Sie haben die Pillen vom Scheuer geraucht, stimmt’s?“

„Ich meine, Baerbock hat vollkommen recht.“ „Haben Sie einen Maulwurf in unsere Runde eingeladen?“ „Sie sind wohl nicht ganz bei Trost!?“ „Das ist sicher so eine argumentative Taktik, dass man die Perspektive des Gegners übernimmt, wenn man weiß, dass man keine Chance hat.“ „In zehn Jahren werden wir alle wissen, dass eine Diskussion über Inlandsflüge sich erledigt hat, vollkommen unabhängig, wie lange die Bahn braucht und wie viel das kostet.“ „Dann hat jeder sein Flugtaxi?“ „Das ist doch nicht der Punkt.“ „Wir sind längst auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet, wir merken es nur noch nicht.“ „Lassen Sie uns das mit der Perspektive mal probieren.“ „Als Schubumkehr sozusagen?“ „Wenn wir Kerosin besteuern, dann wird dadurch kein bisschen das Klima verbessert.“ „Es sei denn, es wirkt durch die Kostenanhebung auf den Verbraucher, der sich…“ „Müssen Sie unbedingt alles noch komplizierter machen, was ich nachher dem Spitzenkandidaten erklären soll!?“ „Sorry, der sitzt vielleicht gerade neben Ihnen?“ „Ja, aber ich muss dieser zugesoffenen Schabracke alles in Zeitlupe vortanzen, bis der Groschen fällt!“

„Also ich gebe es jetzt auf.“ „Da muss doch noch irgendwas im Archiv sein.“ „Da war was mit Nebeneinkünften.“ „Hat Baerbock mal irgendwo demonstriert?“ „Kein Bild mit Bolzenschneider da, tut mich traurig.“ „Mist.“ „Das Problem ist doch, dass wir sogar von der Wirtschaft kritisiert werden, weil wir keine Perspektiven mehr haben.“ „Ich will nicht in die Opposition!“ „Außerdem kooperiert die Lufthansa längst mit der Bahn.“ „Diese Schweine!“ „Davon weiß der Führer, ich meine: der Scheuer weiß da nichts von.“ „Wir haben gerade geregelt, dass die Kosten der Energiemodernisierung in den Häusern vom Vermieter getragen werden sollen.“ „Und?“ „Das nehmen einem die Wähler dann auch nicht mehr ab.“ „Das ist eine andere Problematik, da geht es nicht um Verbote, außerdem regelt das der Markt: wenn die Mieter belastet werden, drohen sie mit Auszug.“ „Wir hätten kein Homeoffice erlauben sollen, dann würden mehr Leute fliegen.“ „Das fällt Ihnen jetzt ein!?“ „Sagen Sie mal, muss es Kanzler sein, oder reicht Ihnen Bahn-Vorstand?“





Volle Kraft zur Seite

5 04 2021

„Das heißt, es ist ihm egal?“ „So schnell würde er das nicht rauskriegen.“ „Aber inhaltlich stimmt es doch.“ „Er möchte halt vor allem an der Macht bleiben und hat Verständnis dafür, wenn das andere Konservative auch so sehen.“ „Kretschmann ist allerdings Grüner.“ „Ja, das glauben halt viele.“

„Das wird die Partei eine Menge Stimmen bei der Bundestagswahl kosten.“ „Das ist erstmal nur eine Landtagswahl.“ „Trotzdem.“ „Ich weiß gar nicht, was Sie wollen – wer die Grünen gewählt hat, kriegt sie auch, und wer die Koalition festlegen will, der muss sich dann halt aktiv in dieser Partei einbringen.“ „Nicht mal das nützt ja noch was.“ „Da schauen Sie mal, wie gut die Grünen in der Realpolitik angekommen sind.“ „Als Ökodiesel.“ „Es geht doch auch um Arbeitsplätze und um die Wirtschaft, oder was man so sagt.“ „Das ist doch jetzt nicht Ihr Ernst?“ „Immerhin hat er das Ländle noch nicht als Stabilitätsanker bezeichnet.“

„Die bisherigen Koalitionen konnte man bereits in die Tonne treten.“ „Jetzt werfen Sie mal nicht die Flinte ins Korn, vielleicht entwickelt sich da noch etwas im Laufe der nächsten Jahre.“ „Wenn die CDU ähnlich innovativ ist wie bisher, dann gute Nacht.“ „Die Wähler müssen sich nicht wundern, sie wussten genau, wenn sie nicht SPD wählen, dann bekommen sie die CDU.“ „Und das ist jetzt der Unterschied zur Bundestagswahl?“

„Sehen Sie es als Modellprojekt an.“ „Blöder hätten Sie es nicht auf Lager?“ „Ich meine das rein wirtschaftlich und ökologisch, da kann man die CDU noch verändern, wenn man ihnen ein bisschen Macht abgibt.“ „Und wie soll das funktionieren?“ „Denken Sie beispielsweise an Elektromobilität, da haben wir noch jede Menge Innovationsbedarf.“ „Ob Sie die Innenstädte mit Verbrennern oder mit Stromautos verstopfen, ist für den handelsüblichen Verkehrsinfarkt völlig egal.“ „Aber nur so haben wir eine Chance, dass unsere Fahrzeugindustrie die Pandemie überlebt.“ „Dank des Kurzarbeitergeldes, das die Dividenden von Daimler ausstopft, kann doch die Bevölkerung gar nicht schnell genug ins Gras beißen.“ „Das soll ja sogar gesund sein.“

„Haben Sie sich eigentlich mal gefragt, warum die CDU erst vor dem Ökoterrorismus einer linken Verbotspartei warnt und sich dann den Grünen um den Hals wirft?“ „Ich würde Opportunismus und eine gewisse Angst vor der Bedeutungslosigkeit nicht ausschließen.“ „Und das ist die Motivation für die jahrelange politische Verantwortung eines ganzen Bundeslandes?“ „Solange die CDU nicht öffentlich äußert, dass ihre Abgeordneten auf dem freien Markt keinen Job mehr finden würden, ist noch nicht alles verloren.“ „So bringt man doch aber kein Land voran.“ „Vielleicht wollen das die Menschen gar nicht.“ „Wie meinen Sie das denn?“ „Stillstand auf hohem Niveau, das ist doch für die Menschen in einer wohlhabenden bürgerlichen Gesellschaft gar nicht schlecht.“ „Die CDU sorgt aus Erfahrung für dauerhaften Stillstand.“ „Und die Grünen lassen es aussehen wie hohes Niveau.“ „Bei aller Liebe, das ist absurd.“ „Schauen Sie sich die politischen Präferenzen der Bundesbürger an, dann werden Sie feststellen, dass die meisten keinerlei Änderungen haben wollen, und wenn, dann nicht in der eigenen sozialen Schicht.“ „Wenn sich nichts ändert, dann kann ja nichts besser werden.“ „Eben, deshalb immer nur außerhalb der eigenen Schicht.“ „Der soziale Abbau wurde ja von den Grünen gerne mitgetragen, aber wozu die Umverteilung nach oben?“ „Als Ausgleich. Verwerfungen im Haushalt müssen gegenfinanziert werden.“ „Dann verstehe ich dies Modellprojekt: volle Kraft zur Seite.“

„Andererseits haben durch die Veränderung der Stimmverhältnisse die Grünen auch ein sehr gutes Machtinstrument in der Hand.“ „Sie geben der CDU nur noch die wirklich wichtigen Ressort, mit denen man Klimapolitik hemmen und vernünftige Pandemiemaßnahmen verhindern kann?“ „Das ist ja der Normalfall, nein – sie können jederzeit mit dem Wechsel des Koalitionspartners drohen.“ „Mit der SPD wäre es eine Minderheitsregierung.“ „Dann muss Kretschmann eben FDP überreden, ihn bei der Regierungsbildung zu unterstützen.“ „Sie meinen, die Liberalen würden ohne inhaltliche Zweifel eine grün-rote Regierung unterstützen, nur um wieder ein paar Ministerposten abzugreifen?“ „Wir reden hier von der FDP.“ „Haben die sich nicht schon von Kretschmann distanziert?“ „Halten Sie denen einen Kuchen unter die Nase, dann wissen Sie schon, dass die mitmachen.“ „Jedenfalls nicht für Klimaschutz und Ökologie.“ „Irgendwie wird das schon gehen.“ „Auch nicht für eine progressive Schulreform und sozialen Wohnungsbau.“ „Denken Sie an meine Worte, die Bürger wollen Kontinuität und keine Veränderung.“ „Deshalb hat Kretschmann seine Gurkentruppe als verlässliche, stabile Regierung gepriesen und die Neuauflage empfohlen.“ „Am Ende zählt eben das Ergebnis, und wenn er der CDU jetzt unmissverständlich klarmachen kann, dass er seine im Wahlkampf geäußerten Pläne zur ökologischen Umgestaltung Baden-Württembergs eventuell ernst gemeint haben könnte, dann wird sich diese CDU zweimal überlegen, die Regierung zu gefährden.“ „Weil Kretschmann genau weiß, dass das Land bis tief in die Provinz von korrupten Schweinen mit schwarzem Parteibuch regiert wird.“ „Der Mann ist halt Realo.“ „Wenn er wirklich etwas ändern will, warum macht er es dann nicht gleich mit der SPD?“ „Also bitte! wer würde sich schon mit so einem unbeständigen Partner verbünden?“





Grüner Pfeil

11 11 2020

„Vorerst nur der Islamismus. Die Berater hatten den Eindruck, dass ein entschiedenes Vorgehen gegen den Islamismus in der deutschen Bevölkerung, also in der richtigen deutschen Bevölkerung, dass das sehr gut ankommt. Herr Habeck hat das auch sofort verstanden und wird das so umsetzen.

Wir sehen hier jetzt endlich eine entschiedene Null-Toleranz-Strategie, die man so von der Partei gar nicht für möglich gehalten hatte. Die Grünen sind in der politischen Wirklichkeit angekommen und wollen jetzt einen Aktionsplan vorstellen, damit Deutschland wieder sicherer wird. Diese Bedrohungslage muss man ernstnehmen, das ist den Grünen jetzt auch klar geworden, weil man nämlich sonst wichtige Wähleranteile verlieren würde.

Und ich sage Ihnen, die hängen sich ganz weit aus dem Fenster! Herr Habeck wird nächste Woche den Bundesinnenminister auffordern, einschlägig bekannte salafistische Vereine als terroristische Vereinigungen zu verbieten. Das würde sich kein anderer Politiker trauen. Also Seehofer sagen, was man als Bundesinnenminister tun sollte, wenn man nicht zu dämlich ist, Hosenträger anzulegen. Und dann wird er von ihm auch noch fordern, dass verdächtige Geldflüsse stärker kontrolliert werden müssen. Wenn sich Seehofer und Scholz jetzt gegen ihn verbünden und es wie einen Unfall aussehen lassen… –

Eine der Kernforderungen im Wahlkampf wird sein, dass mit Haftbefehl gesuchte Islamisten sofort verhaftet werden. Ja, das ist nicht der Habeck, den Sie zu kennen glaubten – eisenhart wird der das durchziehen! Unbarmherzig! Der wird der Union mal zeigen, wie man richtig Law and Order in die Politik bringt! Gut, wir haben natürlich das Problem auch mit Nazis, aber das ist strukturell ein bisschen anders gelagert. Da handelt es sich teilweise um Personen, die im Untergrund leben oder eine feste Meldeadresse haben, die sich nach langjähriger Fahndung als gar nicht existierend herausstellt. Der Verfassungsschutz könnte rein theoretisch und mit bereits zur Verfügung stehenden technischen und rechtlichen Mitteln auch alle diese Nazis in den Knast bringen, aber es gibt ja noch so viel andere Sachen, die man da nicht vernachlässigen darf – militante Marxisten, antikapitalistische Lesekreise, queere Kunstprojekte, die Liste ist unheimlich lang. Und die Polizei muss ja auch irgendwie ihren Job machen, was in Corona-Zeiten immer schwieriger wird. Sie sehen, der Mann tut was!

Das sind auch total neue Maßnahmen und ganz innovative Strategien, finden Sie nicht? Ja, nach all den Jahren war es auch mal Zeit für den kompletten Paradigmenwechsel. Das konnten Sie ja vorher in der deutschen Politik alles gar nicht machen, da waren ja fünfzehn Jahre lang nur Linksextremisten an der macht.

Gewöhnen Sie sich an den Gedanken, dass Herr Habeck ab jetzt mit der CSU die Marschroute synchronisiert, auf der die beiden Partner dann in Richtung Regierungskoalition voranschreiten. Das mag auf den ersten Blick befremdlich sein, denn wenn man bedenkt, dass der Islamismus für die CSU nur die logische Folge vom Islam sein kann, dann ist es auch die logische Folge, dass nach der Abschaffung des Islamismus die Abschaffung des Islams kommt. Und wenn die CSU sich als Partei der bürgerlichen Mitte für ganz Deutschland mit einem Kanzlerkandidaten etabliert, dann können Sie sich die logischen Folgen für die Grünen sicher ausrechnen.

Das stellt uns verfassungsrechtlich vor neue Aufgaben. Ziemlich viele islamistische Gefährder haben zusätzlich den Nachteil, dass sie deutsche Staatsbürger sind. Wie die Grünen ihren Erst-mal-abschieben-danach-Akten-anfordern-Plan halbwegs rechtssicher umsetzen wollen, hat sich noch nicht herumgesprochen. Und das ist ein gutes Zeichen für die politische Stabilität, wenn zwei Parteien sich an die Vorstellungen einer extremistischen Ideologie so weit annähern, dass sie mit den Mitteln einer extremistischen Ideologie antworten. Praktisch haben wir das ja bereits jetzt: immer neue Gesetze, anlasslose Überwachung, Datenspeicherung, scheiß aufs Grundgesetz, wenn der Koalitionspartner nicht mitmacht, gibt’s wieder Knatsch. Und jetzt kommt Herr Habeck, erfindet den Grünen Pfeil, und zack! scheiß auf die Ampel, wir biegen rechts ab, wann immer wir wollen. Bisher haben Kritiker immer nur gefordert, die Polizei solle ihre Kompetenzen voll ausschöpfen, bevor es neue Gesetze gäbe. Ob das rechtmäßig sei oder ob sie dazu in der Lage wäre, ist dann schon nicht mehr interessant. Aber jetzt kommt endlich mal Bewegung in die Sache.

Die CSU bleibt auch nicht untätig, und ich wette mit Ihnen, dass Sie die Vorschläge schon kennen: Verschärfung der Grenzkontrollen, Abschiebungen in Kriegsgebiete, anlasslose Überwachung durch den Verfassungsschutz, Staatstrojaner, transparente Passwörter für private Digitalgeräte, anlasslose Isolationshaft für politische Gefährder oder solche, die im Verdacht stehen, Kontakte zu Personen zu haben, die strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten sind. Was den Punkt angeht, ist die CSU schon mal aus dem Schneider.

Nein, ich lege mich da fest, es wird auf jeden Fall Schwarz-Grün. Nur das Verhältnis wird noch durch den Wähler bestimmt. Dann wird ein stramm rechtskonservativer Kanzler mit den Naturschützern gemeinsam die Verhältnisse neu ordnen. Ich möchte nur wissen, was Herr Habeck als Entschädigung für den Handel kriegt. Wie wär’s denn, wenn man ein neues Kohlekraftwerk in Schleswig-Holstein nach ihm benennt? Wäre das nicht absolut passend?“





Fundi

21 10 2020

„Meinen Sie, dass ein Jahr dazu reicht?“ „Müssten wir halt darauf ankommen lassen.“ „Der Wähler entscheidet sich sowieso spontan.“ „Aber letztlich kommt es auch auf die Köpfe an.“ „Dann sind wir verloren.“

„Man müsste es allerdings so kommunizieren, dass die Öffentlichkeit die Trennung nachvollziehen kann.“ „Meinen Sie nicht, die Leute haben längst mitgekriegt, dass die Partei gespalten ist?“ „Aber zweimal Grüne, das ist selbst in diesen Zeiten nicht ganz einfach.“ „Weil sich sonst immer nur die SPD in ihre Einzelteile zerlegt?“ „Irgendwie könnte man doch mit Realos und Fundis…“ „Dann weiß ja wieder niemand, wer von den beiden wer ist.“ „Also die einen sind umweltfreundlich.“ „Was?“ „Merken Sie selber.“ „Meine Güte, wie soll man das denn definieren?“ „Ist das nicht eine realistische Perspektive, dass man Umwelt und Wirtschaft…“ „Und Frau und Karneval.“ „Sehr witzig!“ „Wenn man überhaupt auf die Wirtschaft Rücksicht nimmt, ist das aus grüner Sicht quasi fundamentalistisch.“ „Dann kriegen wir die Spaltung ja nie hin.“

„Gerade in Hinsicht auf Wählerpotenziale muss man die politischen Kernaussagen aber noch mal genauer definieren.“ „Wenn wir überhaupt so etwas wie eine Kernaussage hätten, wären wir schon die Ausnahme unter den Parteien.“ „Das wäre realo?“ „Eher etwas altmodisch.“ „Also fundi.“ „Und wenn wir gesellschaftliche Aussagen damit verbinden?“ „Elektroauto und Steuersenkungen?“ „Sie meinen sicherlich Elektroauto statt Steuersenkung.“ „Oder umgekehrt.“ „Das wäre dann progressiv.“ „Teils.“ „Man kann das ja verbinden.“ „Dann ist es doch gar nicht mehr so wichtig, welche Partei jetzt welche ist.“ „Ach.“ „Ja nun, wir sind doch liberal.“ „Aber in welchem Sinne?“

„Man könnte so einen Umweltflügel auch als Kampfansage gegen die neuen Umweltbewegungen sehen.“ „Weil die gegen uns sind?“ „Die machen schon das, was wir eigentlich immer wollten, aber die wollen jetzt wirklich, was sie sagen.“ „Und viel schlimmer, die machen das auch.“ „Das ist aber viel zu progressiv.“ „Dabei sind die doch voll fundi.“ „Das Problem ist ja, dass die damit so realistisch rüberkommen.“ „Weil die meinen, dass man das wirklich machen kann?“ „Die sehen das tatsächlich als gesamtgesellschaftliches Anliegen.“ „Das ist echt schwierig.“ „Da kann man nichts machen als Wirtschaft.“ „Sie meinen als Politik?“ „Ist das nicht dasselbe?“ „Für die Gesellschaft schon.“ „Und der realwirtschaftliche…“ „Realpolitische.“ „Ach so, ’tschuldigung.“ „Das passiert uns auch immer mal wieder.“ „Bei fast jeder Regierungsbeteiligung.“

„Würde das nicht mit unserer Parteigeschichte kollidieren?“ „Sie meinen, weil wir als Alternative angefangen haben?“ „Könnte man da jetzt nicht anknüpfen?“ „Die Frage ist, ob der Wähler Palmer als Spitzenkandidaten akzeptiert.“ „Dann wären wir bedingt koalitionsfähig.“ „Falls die Union sich auch spaltet.“ „Oder wiedervereinigt.“ „Was dann zur Spaltung bei den Wählern führen könnte.“ „Darauf würde ich mich nicht verlassen.“

„Und der Markenkern?“ „Naja, wir sagen im Wahlkampf, dass Sie total realitätsfremd sind.“ „Sie sind Fundis, oder?“ „Äh, ja. Richtig.“ „Moment, ich dachte, wir seien Fundis?“ „Nein, das…“ „Jetzt bin ich aber auch irritiert.“ „Eigentlich ist das doch echt egal, wer das wem vorwirft.“ „Im Grunde stimmt es immer.“ „Im Wahlkampf könnte es nur kompliziert werden.“ „Das macht uns aber gleichzeitig auch als diskussionsfreudige Partei, die sich…“ „Parteien.“ „Was?“ „Parteien. Wir sind dann zwei.“ „Ach so.“ „Das ist gleichzeitig eine Entscheidungshilfe für Liberale, die nicht wissen, was sie diesmal wählen sollen.“ „Dann müssten sie ja zweimal wählen.“ „Machen wir halt eine Zweitstimmenkampagne.“ „Stimmt, das kennen die Liberalen ja.“

„Und wer ist jetzt links?“ „Naja, niemand.“ „Das kann man sich angesichts der jetzigen Linken nicht mehr erlauben.“ „Wenn die mit uns koalieren würden, dann aber gute Nacht.“ „Wäre das fundi?“ „Auf jeden Fall nicht realistisch.“ „Oder zu realo.“ „Für die Linken?“ „Kommt darauf an, mit wem wir noch koalieren.“ „Oder die.“ „Das halte ich aber für unrealistisch.“ „Dann könnten wir doch auch gleich mit einer Doppelspitze kandidieren.“ „Das klingt praktisch.“ „Aber ist das im Wahlkampf so klug?“ „Man könnte ja gemeinsam losziehen und sich dann nach und nach trennen.“ „Wie das die Union auch immer mal wieder macht.“ „Gute Idee.“ „Und wir versprechen den Wählern dann dasselbe?“ „Wir müssten es nur jeweils anders verkaufen.“ „Das sollte bei einer Doppelspitze funktionieren.“ „War bisher ja auch nicht das Problem.“ „Jedenfalls kann sich ein einzelner Flügel besser durchsetzen, weil wir uns auf den Inhalt konzentrieren.“ „Das war bis jetzt immer das Argument gegen zwei Flügel.“ „Stimmt.“ „Wie gesagt, dann müssen wir das halt nur anders verkaufen.“

„Dann stehen ab sofort wir für pragmatische Sachentscheidungen.“ „Und wir?“ „Die reine Lehre.“ „Das klingt ja so, als wären wir nur so eine Art ausführendes Organ der Wirtschaft.“ „Das haben jetzt Sie gesagt, aber ich würde Ihnen nicht widersprechen.“ „So kommen wir nicht zusammen!“ „Na also, geht doch.“ „Was?“ „Und an welchen Sachentscheidungen sollen wir das jetzt im Wahlkampf…“ „Das sehen wir dann im Wahlkampf.“ „Der Wähler will doch bestimmt eine taktische Entscheidung.“ „Und wenn er weder das eine will noch das andere?“ „Das ist doch letztlich völlig egal. Am Ende koalieren wir sowieso.“





Mythologische Ansätze

19 11 2019

„… und den Wissenschaftsbegriff komplett neu diskutieren wolle. Die Grünen würden sich dann entscheiden, ob sie die Astrologie als eine…“

„… weise die Partei die Kritik an ihrem Beschluss entschieden zurück. Da sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger Vorteile vom Glauben an eine Wirkung der Gestirne auf ihr Leben versprächen, könne man diese Überzeugung nicht einfach als…“

„… sich letztlich wieder als Verbotspartei zeige, die nur das Astrologenhandwerk zerstören wolle. Die Union habe dabei auf zahlreiche Arbeitsplätze verwiesen, die nicht nur bei der Erstellung der täglichen Zeitungshoroskope oder für die in der Wirtschaft immer noch…“

„… auf mehreren Säulen ruhe. Sollte die individuelle Erfahrung des Klienten mit seinen Werten und Wünschen eine subjektiv evidente Veränderung seines Status ergeben, so sei dies genau so wichtig wie die nachweisbare…“

„… astrologische Beratungen nicht mehr von der Steuer absetzen könne. Dies verhindere langfristig den Erfolg des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Für Kramp-Karrenbauer gehöre in schwierigen Zeiten eine verlässliche…“

„… als Einschränkung der persönlichen Freiheit sehe. Die Freidemokraten sähen in einer möglichen Ausgrenzung freiberuflicher Esoteriker ein sozialistisches Berufsverbot, das direkt in die…“

„… dass Kramp-Karrenbauer viele Verträge zur Restrukturierung der Bundeswehr nicht nur mit Controllern und Organisationspsychologen, sondern auch mit zahlreichen…“

„… zeichne sich die Branche durch eine Vielzahl stark voneinander abweichender Angebote aus, die es zunächst einzuordnen gelte. Erst nach einem Überblick über astrologische Methodik und ihre Anwendungsbereiche sei eine Studie sinnvoll, wenn sie gleichzeitig eine Fallzahl von…“

„… sei der Beruf des Astrologen noch nicht gesetzlich geregelt. Die Grünen erwarteten daher von der Kommission zunächst eine analog zu anderen therapeutischen Berufen verfasste Ordnung, die die Kompetenzen der jeweiligen…“

„… vertrete die Astrologie nach heutigen Maßstäben ein vollkommen anderes, nicht mit den Grundsätzen der heutigen Physik zu vereinbarendes Weltbild. Daher könne sie gar nicht widerlegt werden, was sich andererseits auf ihre…“

„… mindestens fünfhundert Probanden und eine genauso große Kontrollgruppe zu befragen. Es sei der Kommission dabei wichtig, dass das subjektive Beratungserlebnis dabei im Vordergrund stehe, da sonst negative Einschätzungen von Gegnern der Astrologie ein verfälschtes Bild von der…“

„… gebe es innerparteiliche Kritik am Ansatz der Forschungskommission. So werde hier fast ausschließlich die aus der Spätantike überlieferte eurozentrierte Astrologie berücksichtigt, während mythologische Ansätze aus Asien oder Südamerika keine oder nur eine unbedeutende…“

„… werde sich eine Untergruppe der Forscher zunächst mit der Verbreitung und Verwendung von Astrologie im Nationalsozialismus beschäftigen. Dies sei noch keine Vorentscheidung, wie die Sprecherin betont habe, man wollte jedoch eine deutliche historische Zäsur im…“

„… dass es immer mehr konkrete Widersprüche zur Schulastronomie gebe, beispielsweise in der Anzahl der Planeten im Sonnensystem. Dies sei jedoch kein Hinderungsgrund für die Partei, einen zumindest theoretischen Konsens auf der Basis einer gemeinsamen…“

„… zahlreiche Sonderaspekte in die Studie eingebracht werden müssten. Die Diskussion drehe sich im Moment um die Frage, ob ein umstrittenes und nicht als authentisch zu wertendes keltisches Kekshoroskop denselben Stellenwert wie die üblichen zwölf…“

„… sich die gesamte Astrologie im Gegensatz zu anderen Wissenschaften in den vergangenen Jahrhunderten nicht weiterentwickelt oder wenigstens neue Erklärungsansätze vorgelegt habe, um rezente Forschungsergebnisse aus Natur- und Sozialwissenschaften zu erklären. Die Parteispitze sehe daher kaum Chancen, besondere Aspekte der Nachhaltigkeit in der…“

„… habe Palmer darauf hingewiesen, dass mit der Eroberung von Bagdad durch die Mongolen die als erste Zwangsislamisierung des christlichen Abendlandes zu betrachtende Kulturzersetzung durch volksfremde Astrologie und migrantisch verseuchte Mathematik vor allem den Deutschen einen schweren Schaden in ihrem…“

„… der Mond nach wie vor als Planet in der hellenistisch geprägten Horoskoperstellung gelte. Habeck habe versichert, dass dies unter der Berücksichtigung der Bildungshoheit der Länder nicht in den Unterricht der…“

„… auf Distanz zur EKD gehe. Göring-Eckardt empfehle ihrerseits weder den Gebrauch von Tageshoroskopen noch Methoden zur Weissagung, die nach Ansicht der Synode nicht geeignet seien, um sie im…“

„… andere rechtskonservative Kreise in der Partei ein Verbot der Flachwelt-Theorie fürchteten, da diese quasi als Zugeständnis an die Anerkennung der Astrologie geopfert werden müsse, auch wenn sich dadurch eine inkonsistente Erklärung des…“

„… nur nach dem aktuellen Kenntnisstand zu entscheiden habe. Die Bündnisgrünen würden im gesonderten Verfahren, das auf die Erkenntnisse der Kommission aufbauten, die spezifische Wirkung von Wahrsagerei und anderem…“





Streicheleinheiten

7 05 2019

„… wolle sich die Partei einer Anpassung an die erforderliche Abschiebepraxis nicht verschließen, wenn es um die Wahrung nationaler Interessen gehe. Die Grünen seien durchaus offen für eine…“

„… vorgeworfen habe, jede noch so sinnlose Verschärfung der Asylgesetzgebung mitgetragen zu haben. Baerbock sehe in einer konsequenten Rückführung ausländischer Straftäter dagegen eine Stärkung internationaler Interessen, da nur so genug Personen von der Einwanderung abgehalten und in ihren Heimatländern zum Aufbau demokratischer Strukturen…“

„… es richtig sei, dass man bereits für den Verdacht, das Königshaus sachlich kritisiert zu haben, fünfzehn Jahre Freiheitsentzug bekommen könne, was angesichts der Haftbedingungen einem Todesurteil gleichkomme. Auf der anderen Seite biete Thailand europäischen Touristen ein reiches Angebot an Ferien- und Freizeitmöglichkeiten, die ganz typisch seien für sichere Herkunftsländer in der regionalen…“

„… praktische Lösungen bevorzuge. So sei eine Errichtung von Ankerzentren nach bayerischem Vorbild nicht zwingend falsch, wenn diese rein ökologisch gebaut und in natürlichen…“

„… mehrere Außen- und Verteidigungsminister den Aufenthalt in Afghanistan überlebt hätten. Die Gefahr werde nach Habecks Meinung stark überbewertet und sei auch gerade in Anbetracht der wirtschaftlich interessanten Möglichkeiten nicht verfolgenswert. Deutschland könne Abschiebungen in dieses Land nicht verhindern, da es sich als eine sehr sichere Investitionszone für den…“

„… menschenwürdige Rückführungen für möglich halte. Hofreiter sehe in der Anwendung von mehr Streicheleinheiten eine Chance, den Prozess sozial verträglich für Polizisten und…“

„… zu viele Flugreisen unternommen würden. Den Grünen sei ein Programm zur klimaneutralen und nachhaltigen Rückreise in die Herkunftsländer wichtiger als eine sofortige Abschiebung, daher werde man insbesondere Schiffsreisen als gute Alternative zur…“

„… es nicht täglich zu Luftangriffen in Syrien komme, so dass eine sukzessive Rückreise der Familien ermöglicht werden könne. Dazu solle immer ein Familienmitglied ausreisen, das bei plötzlichen Kriegshandlungen durch ein anderes ersetzt werden könne, um den Wiederaufbau des Landes zeitnah zu…“

„… es auch in Berlin schon zu Terroranschlägen gekommen sei. Niemand, so Habeck, habe aber vorgehabt, deshalb die Bundeshauptstadt zum internationalen Krisengebiet zu erklären und die Auswanderung von mehreren hunderttausend Schwaben aus dem…“

„… die angespannte Versorgungslage in den Bürgerkriegsländern beim Asylkompromiss berücksichtigt werden müsse. Ziel sei es für Habeck, jedem Rückkehrwilligen eine ausreichend gute Bezugsquellenliste für Bio-Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, um einen nachhaltigen…“

„… der Irak nicht mehr als direkter Feind der russischen Armee gelte. Andererseits habe der US-Präsident nicht die Hoheit über das Land, es müsse also als politisch neutral angesehen werden und könne daher als durchaus sicheres…“

„… müsse eine realistische grüne Politik anerkennen, dass sie nicht die Welt verbessern, sondern nur das Bruttoinlandsprodukt für die…“

„… vermisse Hofreiter aus Gründen der Gerechtigkeit eine Möglichkeit für Chinesen, in der EU politisches Asyl zu beantragen. Solange dies nicht realisiert werden könne, dürfe auch keinem anderen Volk die pauschale Einwanderung in…“

„… Asylanträge aus Ländern, aus denen kaum Menschen flöhen, überhaupt nicht mehr zu bearbeiten, da es in den Ländern aus naheliegenden Gründen ja überhaupt keine Fluchtgründe geben könne, weshalb sich eine Bearbeitung auch nur negativ auf eine potenzielle Fluchtneigung im…“

„… es in Deutschland zahlreiche mazedonische Spezialitätenrestaurants gebe, was auf einen allgemein hohen Lebensstandard dieses Ethnie hindeute. Es sei also für die Grünen durchaus denkbar, dass dies Land dauerhaft als Friedensgebiet in der…“

„… für eine hinreichende Gerechtigkeit sorge. Wenn nur jeder hundertste Antrag auf Asyl aus Ländern mit hohem Fluchtdruck bearbeitet werde, bedeute dies eine erhebliche Steigerung der politischen Stabilität in den Herkunftsländern, so dass bald auch diese Anträge nicht mehr…“

„… die Malediven sich zur Brutstätte des islamistischen Terrors entwickelt hätten. Es sei daher schon aus Klimaschutzgründen nicht mehr zu tolerieren, wenn die EU Menschenrechtsaktivisten einreisen ließe, die mit ihren Interkontinentalflügen selbst die CO2-Bilanz erheblich…“

„… nicht einfach alle Staaten zu sicheren Herkunftsländern erklären könne. Es müsse immer auch ein schlechtes Beispiel geben, das sich etwa im Wahlkampf als typische…“

„… könne es Habeck durchaus mit seinem Gewissen verantworten, dass der Tourismus auf den Malediven trotz massiver Menschenrechtsverstöße noch immer als wichtiger Wirtschaftsfaktor gehandelt werde, da sonst die Bevölkerung verarme und gezwungen sei, politischen radikalen…“





Themenwoche Gerechtigkeit

12 11 2018

„Ja, was denn!? Das darf man doch wohl noch sagen? Außerdem hat sich unser Ministerpräsident nicht zu konkreten Tatvorwürfen geäußert, sondern ganz allgemein gesprochen. Dass es diese randalierenden Horden gibt, ist ja immerhin möglich , und deshalb ist das auch keine rechte Hetze. Wir müssen nur langsam sehen, dass die Grünen im gesellschaftlichen Mainstream angekommen sind, und da geht’s nun mal robust zu.

Im Grunde wollte Kretschmann auch nur anmerken, dass man nicht immer so auf den üblichen Verdächtigen herumhacken sollte. Wenn Palmer etwas zu Feinstaub sagt, hören Sie dann automatisch weg, weil es Palmer ist? Das muss eine in Ruhe geführte Debatte werden, sonst gleitet das ganz schnell in rechte Fahrwasser ab, und das können wir uns als Grüne nicht erlauben. Wollen wir auch gar nicht. Diese scharfe Kritik an dem Mann, das muss doch nicht sein. Überlegen Sie mal, der war beim Parteitag gar nicht erst dabei. Vermutlich hat er Angst gehabt, dass er mit Kritik, ach was: dass er mit bösartigen Anfeindungen ohne eine tatsächliche Grundlage angefeindet wird. Und was das mit Spitzenpolitikern macht, das haben wir ja jüngst im Fall eines anderen hochrangigen Ministerpräsidenten gesehen. Wochenlang hat sich Seehofer nicht gerührt, und trotzdem hatte er diese sagenhaft schlechte Presse. Wenn man jetzt in den Medien so eine Themenwoche über Gerechtigkeit fährt, aber auf der anderen Seite so eine üble Kampagne fährt, als ich bitte Sie – das geht ja mal gar nicht!

Wir haben rechtzeitig darauf hingewiesen, dass wir uns radikalisieren wollen, weil die Probleme unserer Zeit und noch viel wichtiger: weil die Probleme der Zukunft uns dazu zwingen. Die SPD kann da gerne mitmachen, wenn ich mich erinnere, haben die sich bis heute nicht von diesem Experten für größere Finanzlöcher getrennt; der war noch eine ganze Zeit lang in Berlin tätig, inzwischen hat er ja meistens Finanzlöcher in seinem eigenen Haushalt gestopft, ist ja auch legitim, weil er das Buch schließlich als Privatperson geschrieben hat, das eine, das andere wohl auch, und da muss die SPD tolerieren, dass man Meinungsfreiheit für sich nutzt. Nutzt, nicht ausnutzt, man kann Grundrechte nicht ausnutzen und nicht missbrauchen, beim Asyl gehen die Meinungen etwas auseinander, das ist dann Meta-Meinungsfreiheit – seitdem Schily sich nicht mehr bei den Grünen befindet, haben wir ja auch offiziell einen Beitrag dazu geleistet, dass die Sicherheit wieder als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Die haben so viel gestrichen, da passte die Sicherheit einfach noch dazwischen.

Und es ist ja auch gar nicht richtig, dass wir als Partei jetzt auch offiziell am rechten Rand fischen wollen. Das sind dann nämlich gleich mehrere Falschbehauptungen in einem Satz, und das lassen wir als Partei nicht auf uns sitzen. Es ging nicht um diese Migrantenhorden, es ging darum, dass wir in den Großstädten nicht mehr mit ihnen konfrontiert werden wollen. Die Ballungsräume mögen ja auf sie attraktiv wirken, da ist Arbeit, da kann man wohnen, es finden genug Deutschkurse statt, man integriert sich auch durch soziale Kontakte mit der deutschen Bevölkerung. Da bleibt doch für den durchschnittlichen Schwaben nicht mehr viel übrig! Gucken Sie sich alleine mal an, wie schwer die es noch in Berlin haben, eine der größten türkischen Metropolen überhaupt, und das auch und vor allem sprachlich. Bald spricht der normale Asylant besser Ostdeutsch als die Binnenzuwanderer. Dann findet der natürlich leichter einen Job, eine Wohnung, die nicht sofort wieder weggentrifiziert wird, weil den Asylbetrüger stören doch die kriminellen Clans aus dem Libanon nicht, der spricht möglicherweise genau seine Sprache, auch im übertragenen Sinne – denkt denn keiner an die Deutschen?

Wir haben ja gar nicht vor, die Zuwanderer in den Städten zu konzentrieren, in Anker-Zentren und hinter Schloss und Riegel, da nützten uns die gar nichts mehr. Aber auf dem Land sind die halt viel besser aufgehoben, da kommt die Feuerwehr auch, wenn man ein Brandanschlag sein sollte, man kann sich die schöne Alblandschaft erobern – andere Leute, zum Beispiel die Berliner! die machen da Urlaub, die fahren auf eigene Kosten hin, genießen die leicht weltabgeschiedene Lage der Fildern und der Bodenseeregion, die freuen sich schon auf den großen Tiefbahnhof und auf die Anbindung an die Balkanroute, die sicher noch vor dem Flughafen in Brandenburg kommt. Wir machen den Menschen, ich nenne sie jetzt einfach mal so, denen machen wir ein großes Geschenk. Da darf man auch eine gewisse Dankbarkeit erwarten. Die gehört auch zur deutschen Leitkultur. Nicht nur die Diesel.

Und schließlich haben wir bei dem Fall am Bodensee ja auch einen deutschen Verdächtigen. Das sollte uns zu denken geben, das müssen wir auf jeden Fall berücksichtigen. Jetzt jeden Deutschen, nur weil er männlich ist, als potenziellen Straftäter, also als vorsätzlichen Gewalttäter hinstellen, damit ist ja auch keinem gedient. Sie müssen das ganz klar abgrenzen. Wenn Sie sich die Partei angucken, auch und gerade jetzt im Wahlkampf, vor dem Hintergrund einer drohenden Konfrontation mit der CDU und anderen nationalsozialistischen Kräften, wenn Sie sich die Parlamente anschauen, dann sehen Sie es doch, was das Problem ist: testosterongesteuerte Männerhorden!“





Ganzheitliche Gesprächskreise

20 06 2017

„… um eine schwarz-grüne oder grün-schwarze Koalition handeln sollte. Die Bündnisgrünen würden im Fall einer Regierungsbeteiligung auch für das Innenressort…“

„… als erste Amtshandlung den Freistaat Bayern zum unsicheren Herkunftsland erklärt habe. Angesichts einer Landesregierung, die das Grundgesetz nun auch offen…“

„… müsse eine grüne Innenpolitik vor allem die Polizei stärken. Die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und EU, wie sie heute schon durch digitale Instrumente der gemeinsamen…“

„… ob ein Anti-Terrorismus-Tag pro Woche die gewünschten Ergebnisse zeitigen könnte. Da die Partei vorerst auf eine freiwillige Teilnahme setze, sei eine mehrjährige Evaluierung des…“

„… dankend abgelehnt habe. Schily sei trotz seiner Ministerkarriere für die SPD im Innenressort nicht mehr…“

„… zu ganzheitlichen Gesprächskreisen einladen wolle. Die Einsatzkräfte sollten durch ein wertschätzendes Führungskonzept im Rahmen von ungefähr fünf bis acht Stunden pro Woche mit den Gefahren, die sich durch eine personelle Unterbesetzung im gesamten…“

„… mit dem Slogan Deutschland den Deutschen – Blutsfremde raus auch innerhalb der Partei auf wenig Verständnis gestoßen sei. Palmer habe gedroht, die Grünen noch während der laufenden Legislatur zu…“

„… V-Personen weiter zu beschäftigen, aber die beschatteten Bürger vorher durch eine schriftliche Einladung zu einem aktivierenden Gespräch in ganzheitlicher Atmosphäre wieder in den…“

„… die Polizeiuniformen wieder grün machen wolle. Dies schaffe zusätzlich neue Arbeitsplätze und sei geeignet, das Vertrauen der Bevölkerung in die gewohnte…“

„… ein liebevolles, gewaltfreies Miteinander gestalten werde. Der rechtliche Rahmen für die Abschiebung nach Afghanistan sei in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, dem Bundeswirtschaftsministerium und den…“

„… an den Uniformen scharfe Kritik geübt habe, da sie nicht der Verpackungsverordnung für…“

„… eine Einschränkung von Menschenrechten als Terrorismus anzusehen, den sie nicht mit der laut Koalitionsvertrag vorgesehenen Einschränkung von Menschenrechten bekämpfen könnten. Özdemir habe um eine einstweilige Unterbrechung der Bundesregierung gebeten, um sich vorerst eine juristische…“

„… die Erhöhung der Mineralölsteuer zur Finanzierung der Terrorbekämpfung als sozial sehr ausgewogenes Ziel bezeichnet habe. Da nicht alle Deutschen rauchten, mehrheitlich aber Autos und Krafträder besäßen, könne man eine gleichmäßig auf die Bevölkerung…“

„… und mehr Kita-Plätze mit Kontaktbereichsbeamten ausrüsten wolle. So sei einerseits die vom Koalitionspartner gewünschte Beobachtung von Kleinkindern auf Anzeichen einer potenziellen Radikalisierung bereits ab dem ersten…“

„… mit der Konzentration auf den Bereich Sport auch keine sicherheitsrelevanten Leistungen erbringen könne. Das Bundesministerium habe aber zugesichert, bei den Dopingkontrollen nicht so genau zu…“

„… der Datenschutz verstärkt werde müsse. Bei einer konsequenten Anwendung der bestehenden Gesetze müssten die Sicherheitsbehörden nach einem Anschlag nicht mehr sagen, ob und wie lange sie den Täter bereits…“

„… auch die Durchsetzung der Elektromobilität in Deutschland abwarten könne. Mit einer Erhöhung des Strompreises sei eine weitere Quelle zur Finanzierung der inneren Sicherheit…“

„… sich gegen die Weiterführung der Vorratsdatenspeicherung ausspreche. Ein Bundesparteitag müsse dies jedoch zuvor mit einfacher Mehrheit als Beschlussvorlage des…“

„… das Bundesinnenministerium den Ausstieg aus der Kohleenergie fördere, da mit dem Rückbau von Kraftwerken auch weniger Angriffsziele für terroristische…“

„… mit der sicherheitspolitischen Agenda 2020 bereits jetzt beginnen wolle. Solange Merkel nicht abgeneigt sei, die Erfolge für sich zu reklamieren, würden die Grünen ihre Zustimmung zu den…“

„… die Terrorismusbekämpfung der Polizei überlassen wolle. Hier müsse der Bundesminister auch nicht so genau hinschauen, weshalb eine rechtskonforme Auslegung des…“

„… die Videoüberwachung im öffentlichen Raum besser ausgeschildert werden solle. Durch gezielte Hinweise werde man eine gesteigerte Akzeptanz für die…“

„… eine komplette Erneuerung des Verfassungsschutzes zur Diskussion stellen wolle. Damit sei keine schnelle Veränderung gemeint, es biete jedoch für die kommenden Wahlkämpfe ein ausreichendes…“

„… dem Bereich Cyberkriminalität durch eine Ausweitung des Jugendschutzes begegnen wolle. Die größtenteils jungen Hacker müssten durch gezielte integrative Maßnahmen in die Mitte der…“





Die Revolution recycelt ihre Kinder

8 03 2017

„Vielleicht liegt es an den Frisuren.“ „Ich glaube eher, es liegt an den Klamotten.“ „Nee, an der Meinung.“ „Gehst Du da nicht ein bisschen sehr weit?“ „Man ist das von uns nicht gewohnt, dass wir so anpassungsfähig sind.“ „Aber guck mal, Meinung – wir sind doch hier in der Politik, da interessiert das doch sowieso keinen.“

„Sieben Prozent sind total alarmierend, oder?“ „Schon, aber ich wüsste jetzt auch nicht, was wir so konkret falsch machen.“ „Ich würde gerne mit Dir darüber diskutieren, aber nur gewaltfrei.“ „Hattest Du wieder was im Dinkelschrot?“ „Er hat immer was im Dinkelschrot. Langsam müsstest Du das mitgekriegt haben.“ „Solange wir sieben Prozent haben, sind wir zwar noch im Bundestag, aber es nützt uns nichts mehr.“ „Bei sieben Prozent bleibt Merkel Kanzlerin.“ „Wenn wir zwanzig Prozent haben, bleibt sie auch.“ „Aber wenn sie mit uns koaliert, wird das total anders, glaub mir.“ „Mit einer sehr starken SPD und einer, naja, also wenn die Linken auch wieder reinkommen, das wäre doch denkbar.“ „Du hast auch von seinem Dinkel genascht, oder?“ „Mensch, Ihr müsst mal wieder Utopien entwickeln! Das hat unsere Partei groß gemacht – wir müssen da wieder hin!“ „Wie jetzt, make Grüne great again!?“ „Entschuldige, aber das ist doch ein Himmelfahrtskommando. Die wenigen Leute wählen uns doch nur, weil wir das mit den Utopien gelassen haben und jetzt in der Realität angekommen sind.“ „Ja, mit Realpolitik von den Fundamentalisten.“

„Das liegt wohl daran, dass wir die falschen Prioritäten setzen.“ „Die Frauenquote war doch so gut, die hat uns die SPD aus der Hand gerissen.“ „Aber nur mit Veggie-Day können wir keinen Wahlkampf machen.“ „Meiner Ansicht nach haben wir nichts falsch gemacht. Unsere Partei hat die richtigen Akzente gesetzt, und das in der Mitte der Gesellschaft.“ „Finde ich so aber auch noch nicht richtig gelungen.“ „Wir können doch auch keinen Bio-Rübenacker aus Deutschland machen, weil wir nur für nachhaltige Landwirtschaft sind.“ „Können schon, aber es bringt halt nichts.“ „Vielleicht ist unsere Politik ja ganz einfach scheiße?“ „Ich würde das gerne gewaltfrei ausdiskutieren!“ „Also jetzt reißt Euch aber mal zusammen, so kommen wir ja nun wirklich nicht weiter!“ „Wir haben doch den Sprung ins bürgerliche Lager geschafft, was ist denn daran nun verkehrt?“ „Eben, er hat recht! Wir sind nach längeren Experimenten mit rot-grünen Mehrheiten in der Mittelschicht angekommen.“ „Und das mit elitärem Bonus.“ „Das meinst Du nicht ernst!?“ „Na klar, sonst wäre ich sicher bei den Linken und nicht hier.“

„Alle sagen, wir hätten ein soziales Problem.“ „Oder ein soziologisches.“ „Ist das nicht dasselbe?“ „In diesem Fall schon.“ „Müsst Ihr schon wieder über Hartz IV reden?“ „Macht das doch wenigstens gewaltfrei!“ „Werd jetzt nicht ungerecht, wir sind doch an den Themen dran!“ „Genau, wir lehnen eine Steuererhöhung für Reiche nicht generell ab, wenn wir wissen, wie wir das gegenfinanzieren.“ „Und das mit den Feinstaubwerten ist jetzt auch unfair.“ „Ich habe doch nicht damit angefangen, das ist…“ „Ganz unfair!“ „Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, wir verzögern die Gesetzgebung in Baden-Württemberg, damit wir der Autoindustrie nicht die vielen Arbeitsplätze…“ „Ganz, ganz unfair!“ „Hör mal, was macht Ihr Idioten eigentlich mit dem Dinkelzeugs? Rauchen!?“ „Gewaltfrei!“ „Ganz, ganz…“ „Du willst doch auch in die obere Mittelschicht, oder warum bist Du hier? da muss man der Industrie helfen und der finanzstarken Elite, die schaffen doch die Arbeitsplätze für die Bevölkerung!“ „Das kann man auch mit Windkraft, und wenn man innovative Technologien fördern will, dann verschiebt man die Feinstaubverordnung eben nicht mal locker um ein Jahr, damit man damit ein paar Wählerstimmen von der CDU abgreifen kann, kapiert!?“ „Du Faschist!“ „Das muss ich mir nicht vorwerfen lassen von einer Zonenschlampe, die außer einem misslungenen Religiotenstudium noch nichts im Leben gerissen hat!“ „Gewalt…“

„Jetzt kommt man beide wieder runter, das führt doch zu nichts.“ „Ach, und jetzt habe ich wieder Schuld!“ „Ich sagte, Ihr kommt jetzt mal runter. Beide.“ „Das ist wieder so typisch, wenn man Dich argumentativ nicht mehr erreicht, dann…“ „Hältst Du jetzt vielleicht endlich mal die Fresse!?“ „Was wollt Ihr eigentlich, er hat doch recht. Die CDU zu kopieren, um Schwarz-Grün im Bundeskabinett zu schaffen, führt nur dazu, dass mehr Wähler sich für das Original entscheiden.“ „Halte ich für falsch. Wir müssen uns doch als Partei auch offen halten für eine…“ „Was Du offen hältst, ist mir schnurz. Jedenfalls funktioniert es nicht.“ „Deine Meinung.“ „Dann ist die AfD ja auch nur so stark geworden, weil Seehofer ihr überall rein kriecht.“ „Moment, das müssen wir jetzt mal ausdiskutieren.“ „Aber gewaltfrei!“ „Wegen Marktlücke und so?“ „Das wäre doch irgendwie nutzbar.“ „Steuererhöhungen, aber nur so, dass sie unsere Wähler nicht treffen?“ „Und brutale Verteuerungen von Flugreisen, aber zahlen müssen die Hartzmexikaner!“ „Hallo!?“ „Ist mir so rausgerutscht. Sorry.“ „Einer muss doch die Prinzipien unserer Gesellschaft wahren, die bis jetzt noch staatstragend sind.“ „Und nachhaltig!“ „Klingt sehr gut!“ „Und gewaltfrei!“ „Wenn wir als Ersatz-FDP etabliert sind, dann haben wir’s geschafft!“ „Fast.“ „Wieso fast?“ „Wir verleihen uns erst noch einen Öko-Aufkleber. Aber dann…“