Gernulf Olzheimer kommentiert (DLXI): Freiwillige Selbstverpflichtung

23 04 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Schon im frühen Mittelalter soll es sehr liberal zugegangen sein. Pippin der Mittlere, Hausmeier von Burgund, setzte stets auf eigenverantwortliche Untertanen, denen er sicherheitsrelevante Bereiche der Königsburgen zu Schutz und Verteidigung überließ, indem er ihnen erklärte, dass er im Falle der Pflichtverletzung überhaupt keinen Spaß mehr verstehen würde. Ein brennender Wehrturm, zehn bis hundert feindliche Reiter im Burghof – Rübe ab, und zwar sofort. Kontrolle, das wusste der alte Arnulfinger, ist nur besser, wo Vertrauen herrscht. Nur ab und zu musste er durchgreifen, dann aber mit der zeittypischen Zielstrebigkeit, bei der auch enge Verwandte nicht lange im Weg standen. Die Geschichte, das wusste der Urgroßvater Karls des Großen, würde alles schon richtig einordnen. Die Lehensleute und ihr Gefolge hätten ja genau gewusst, worauf sie sich einlassen würden bei einer freiwilligen Selbstverpflichtung.

So ähnlich funktioniert das Controlling in einer durchschnittlichen Studierenden-WG: zwei bis drei oder mehr verantwortungsbewusste Personen haben die Notwendigkeit verinnerlicht, die Küche und die sanitären Anlagen je nach augenscheinlich eruierten hygienischen Befunden zu säubern, um den Befall mit Ungeziefer oder Kammerjägern vermeidbar zu machen. Der Prozess wird als zeitnah einsetzend bezeichnet und soll möglichst sanktionsfrei gegen die Wohnenden durchgeführt werden. Historische Forschungen zur Motivation haben ergeben, dass sich dieses System sukzessive etabliert hat, als der seit Jahrzehnten gebräuchliche Putzplan endgültig sinnlos geworden war und seine Verankerung im sozialen Gefüge der angehenden Akademiker total eingebüßt hatte. Lebensrhythmus, die psychische Bereitschaft sowie die Akzeptanz eines Stimulus-Response-Modells in der Bedingtheit eines auf die autoritären Wurzeln der bürgerlichen Wohnweise beschränkten Rollenverständnisses brachte die Sache zu einem Kipppunkt: Putzen ist für Nazis.

So sieht es in dieser Gesellschaft auch aus. Da überraschenderweise Machtverhältnisse auch sind, wo man sie erwartet – ein Minister lässt Gesetze erarbeiten, die Wirtschaft wird davon in ihrer freien Entfaltung eingeschränkt – ändert sich auch die Tragweite dieser Pflichten. Fadenscheinig und nicht selten irreführend werden die Beziehungen, wenn sich zeigt, wer wen beherrscht. Gibt der Ministrant den Konzernen das Muster einer verschwiemelten Verpflichtung vor, das diese aus freien Stücken abnicken und ansonsten ignorieren dürfen, dann ist weder ein Rechtsanspruch entstanden noch eine bindende gesetzliche Regelung, die der Gesellschaft Sicherheit gäbe. Die freiwillige Selbstverpflichtung gaukelt Verantwortung und Handlungsfähigkeit vor, wo sie jedes Handeln vermeidet und sich aus der Verantwortung stiehlt.

Was mit etwas Naivität betrachtet noch den Eindruck von Rechenschaft erweckt, ist nicht viel mehr als ein billiger PR-Stunt. Kükenschreddern und Ferkelkastration, Ausstoß von Stickoxiden und Abbau des fairen Handels, der Kleiderschrank mit den Schutzmäntelchen ist gut bestückt und deckt eine Menge übler Lügen zu, die die Politik offiziell nicht bekämpfen kann, weil der Gegenstand sich außerhalb ihres Zugriffs befindet, oder kaum mehr wird bekämpfen können, weil sich die Folgen des Versäumnisses längst zur Havarie entwickelt haben. Die Frauenquote und den flächendeckenden Einsatz von Schulhunden mag man lässlich finden in einer Welt, deren Wirtschaft die Menge des anfallenden Plastikmülls in den Meeren für nicht so gravierend hält, solange der Tourismus davon verschont bleibt, wo aber Protzkarrenbauer statt des versprochenen Drei-Liter-Autos Straßenpanzer vom Band rotzen und ihre Brüder von der Braunkohlelobby die bis zu zwanzig Prozent veranschlagte Reduktion des CO2-Ausstoßes als Freibrief zum Tiefschlaf versteht – Nichtstun ist ja auch irgendwo zwischen 0 und 20 – haben wir die Reinform der lobbygesteuerten Schuldumkehr erreicht.

Wie viel Lächerlichkeit in derartigen Kodizes steckt, sieht der geneigte Realitätsallergiker, wenn die Abgeordneten einer Regierungspartei freiwillig zu beteuern gezwungen werden, sich nur legal die Taschen gefüllt zu haben. Wer nichts zu verbergen hatte, hätte auch keinen Grund gehabt, sich lauthals zu beschweren; wer den Schwanz einkniff und als Lügner auffiel, sorgte nur im Glanz der übrigen Scheinheiligen für bigottes Empörungsgepopel. Der Zweck einer ethischen Maskerade bleibt also die billige Präventiventlastung, damit keiner mehr für den Mist gerade stehen muss, den er in Amt und Würden verursacht hat. So schaffen sich Politik und Wirtschaft gemeinsam rechtsfreie Räume mit zwei separat benutz- und verschließbaren Ausgängen, um ein Vakuum an Einfluss, Zuständigkeit und Moral zu erzeugen, wann immer sie es brauchen. Bis auf Weiteres werden Küken geschreddert, Öl in den Ozeanen verklappt, Wälder für überflüssigen Kohleabbau abgeholzt und Boni an Bänker gezahlt, die die höchsten Umsätze mit Schwarzgeld machen. Nur als Supermarktangestellte sollte man besser keinen Kuchen mitnehmen, der in den Müll gehört. Aber das versteht sich ja wohl von selbst.





Gesundes Rechtsempfinden

15 03 2021

„… bekannt geben werde, wie der interne Kodex der Union in Bezug auf strafrechtlich relevante Verfehlungen aussehe. Nach jüngsten Diskussionen um etwaige Vorteilsnahmen habe sich die Fraktion im Bundestag entschlossen, nachdrücklich auf eine strikte Regelung sämtlicher…“

„… natürlich nicht kontrollieren könne, was aber laut Brinkhaus auch nicht zu seinen Aufgaben gehöre. Er vertraue darauf, dass sich keiner der Parlamentarier bei einer subjektiv als Straftat zu wertenden Handlung erwischen lasse, damit der Prozess einer öffentlichen Aufarbeitung nicht den parteiinternen Gesprächen über vergangene oder nicht in die Öffentlichkeit gelangte…“

„… wolle die CDU vor den Ermittlungen gegen Mitglieder des Deutschen Bundestages immer auch die moralische Dimension eines mutmaßlichen Fehlverhaltens in die Gesamtbewertung einfließen lassen. Habe ein Parlamentarier etwa so gehandelt, wie aller Wahrscheinlichkeit nach auch viele andere unbescholtene Bürger es getan hätten, so müsse man einem Volksvertreter wohl zugestehen, dass er ein wenngleich strafrechtlich belangbares, so doch im Geiste des deutschen Volkes ausgeführtes…“

„… Kritik von anderen Parteien als alberne Wichtigtuerei zurückweise. Dobrindt könne sich nicht daran erinnern, dass jemand so bescheuert gewesen sei, Mitgliedern der SED-Nachfolgepartei Bestechungsgelder zu bezahlen, um aus der BRD für immer ein bananenfreies Land zu machen. Da die Linke sich in Ermangelung echter Menschen von zwei Frauen in den stalinistischen Untergang führen ließen, werde er auf ihr Urteil keinen…“

„… lehne es die Union ab, Parlamentarier vor jeder einzelnen Aktion um Unterrichtung zu bitten oder von ihnen selbst unterrichtet zu werden. Es sei in den Fällen, wo sich Mitglieder des Deutschen Bundestages durch unachtsames Verhalten den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausgesetzt sähen, mit einer Unterrichtungspflicht seitens…“

„… insbesondere die Bemerkung, sie hätte ‚wegen ihres Fettarschs Anspruch auf einen Behindertenausweis‘ als Beleidigung ansehe. Dobrindt habe dies vor etwa dreihundert Zeugen geäußert. Die CSU-Landesgruppe wolle vor einer juristischen Klärung festhalten, dass unabhängig von der Wortwahl immer noch das Recht auf freie Rede auch im Sinne der Wähler seiner eigenen…“

„… vor der Annahme eines Geldkoffers zwei ganze Flaschen eines branntweinhaltigen Getränks verzehrt habe. Der baden-württembergische Abgeordnete müsse zum Tatzeitpunkt nicht mehr zurechnungsfähig gewesen sein, weshalb nur noch eine Einstufung als Rauschtat ihm…“

„… es zahlreiche Bundesbürger gebe, die mit der politischen Einstellung der Linkspartei nichts anfangen könnten und dies täglich an Stammtischen und in privater Runde äußern würden. Die Fraktion könne nicht nachvollziehen, dass einem bekannten CSU-Politiker verboten sein solle, was so oder ähnlich von den hart arbeitenden Menschen draußen im Land tagtäglich tausendfach und oft…“

„… es bei minderschweren Fällen auch zu einer parteiinternen Aufarbeitung kommen könne, was den Vorteil habe, dass sich die Verwaltung des Deutschen Bundestages nicht eigens mit Akten aus polizeilichen und staatsanwaltlichen…“

„… zwei Zeugen übereinstimmend berichtet hätten, dass der Abgeordnete aus dem Ortenaukreis vollkommen nüchtern gewesen sei. Das Büro des Parlamentariers habe bestätigt, dass er das im Geständnis erwähnte Getränk letztmalig im Jahr 2017 zu sich genommen habe, was aber nicht heiße, dass er sich nicht in einem Zustand des…“

„… zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden bereit sei. Brinkhaus wolle dies auf ein gesundes Rechtsempfinden der Bürger begründen und damit den Generalverdacht beenden, die Mitglieder des Deutschen Bundestages seien nur interessiert an ihren…“

„… nicht automatisch bedeute, dass mit den parteiinternen Ermittlungen nach erdrückender Beweislast alle anderen Möglichkeiten einer juristischen Verfolgung ausgeschlossen würden. Die Unionsfraktion halte es aber abgesehen von Kapitaldelikten für sehr justizfreundlich, wenn die vorherigen Sanktionen wie Parteiausschluss oder Niederlegung eines Mandats sich strafmildernd auf die gerichtliche…“

„… der gebürtig aus Kappelrodeck stammende Unionsabgeordnete die angegebene Menge von etwa anderthalb Litern Weizenkorn verteilt auf die Jahre von 1988 bis 2017 getrunken habe. Dessen ungeachtet müsse man ihm aber zubilligen, dass der lang anhaltende Alkoholkonsum ihn bei der Annahme des Schweigegeldes erheblich beeinflusst habe, so dass von einer Schuldunfähigkeit mit an Sicherheit grenzender…“

„… nach einem rechtlich nicht bindenden Verhaltenskodex nicht verurteilt werden könne. Dobrindt werde daher jede Kritik an seiner Person fortan mit strafrechtlichen…“

„… dass die parteiinternen Sanktionen erst dann ausgesprochen werden sollten, wenn die Aufhebung der politischen Immunität gefordert werde. Im Gegenzug wolle Brinkhaus eine Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen erwirken, um eine doppelte und damit in höchstem Maße unmoralische Bestrafung von Politikern, die nur ihrem Gewissen und den jeweiligen…“





Do ut des

7 04 2019

für Erich Kästner

Die ganze Welt wird arm an Deutschlands Waffen.
Das stört uns nicht. Wir werden damit reich.
Wenn hier moralisch auseinander klaffen
die Dinge, ist uns das im Zweifel gleich.

Die Welt ist schlecht. Das können wir nicht ändern.
Man nimmt halt, was man kriegt, und wird’s auch schwer.
Auch dazu gibt es nun in vielen Ländern
als Unterstützung schnell ein Schießgewehr.

So dienen wir pflichtschuldig dem Gewissen,
wir geben vom Gewinn ein bisschen ab.
Ein kleines bisschen können wir schon missen.
Es kommt ja was zurück, und nicht zu knapp.

Wobei uns lieber wäre, wenn die Spenden
den Armen hülfen, und sie blieben dort.
Was wir verstehen, alle Not zu wenden,
ist zuverlässig deutsch: ein Mann, ein Mord.





Lear oder Mein Reich komme

24 02 2019

Als hätte Nacht, in der kein Stern mehr funkelt,
ihn angebunden, einen großen Mann,
ihm seinen Geist entzogen und verdunkelt.
In Wahrheit war der Alte ein Tyrann.

Schon hörte er nur noch auf seine Töchter,
auf kriechendes Gewürm und Schmeichelei,
und wurde für die Macht zum Menschenschlächter.
Er selber wähnte sich noch immer frei

und baute um sein Reich wohl eine Mauer,
und alles litt an übergroßer Not.
Sein Glück indes war nicht von langer Dauer.
An seiner Mauer fand er auch den Tod.

Zuletzt war er von seiner Schuld geblendet
und hoffte noch auf eine Wiederkunft.
Er war wie alle andern, als er endet,
voll Selbstmitleid, doch bar jeder Vernunft.





Pawlowscher Reflex

18 11 2018

Wer einmal aus dem Blechnapf frisst,
der wird sich daran so gewöhnen,
dass er den Teller nicht vermisst.
Man muss ihn nicht einmal verhöhnen,

er passt sich ein und schluckt und schweigt,
er kennt wohl seine eignen Schranken.
Wenn er einmal die Fäuste zeigt,
zeigt ihm den Blechnapf. Er wird danken.





Γνῶθι σεαυτόν

7 10 2018

für Erich Kästner

Hartnäckig hält sich das Gerücht,
es gäbe einen Bösen.
Doch sucht man, findet man ihn nicht.
Das lässt sich nicht niemals lösen.

Betrachtet man die Menschen dann,
betrachtet man die Taten,
lässt es sich schon von Anfang an
aus ihrem Tun erraten.

Was manchen in den Ohren klingt,
hier wird es wohl begründet:
der Böse ist nicht unbedingt
der Böse, den man findet.

Man schaltet sein Gewissen aus –
vorausgesetzt, man wäre
noch des Gewissens Herr – und raus
kommt Tat, kommt Schuld und Schwere.

Es ist kein Teufel, den Gebet
und Frömmigkeit besiegen.
Ihr findet ihn. Von früh bis spät
wird es in Euch drin liegen

und nagt das bisschen Mitgefühl,
das Ihr noch habt, vom Knochen.
Dann wird es dunkel, feucht und kühl.
Dann kommt es angekrochen.

Wer jemals das in sich erfand,
erspart sich noch kein Leiden.
Es liegt nur in der eignen Hand,
sich anders zu entscheiden.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXVIII): Anstand

24 08 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Sehen wir der Sache ins Auge: der Hominide ist offensichtlich derart defizitär ausgestattet, dass er als einzige Spezies Regeln definieren muss, um sich nicht selbst auszulöschen. Paradoxerweise führt die Einrichtung der menschlichen Gesellschaft in allen ihren Ausprägungen nicht selten dazu, dass genau diese Regeln außer Kraft gesetzt, wenigstens aber gezielt verletzt werden. Es scheint, als habe dieser lächerlicherweise aufrecht durch die fade Existenz stolpernde Depp einen sorgfältig ausgeklügelten Selbstzerstörungsmechanismus in seiner DNA, um die Ergebnisse der Evolution auf dieser mit flüssigem Wasser und Schokolade gesegneten, leicht eiernden Kugel auf ihrem Weg zu einem kochenden Brei in der Sonnenumlaufbahn nicht länger als notwendig zu stören – diese Affenart wird früher oder später von alleine über die Wupper wippen, es ist halt ihre Bestimmung. Doch wozu dann die Erfindung des Anstands?

Zunächst gehen Anstand und Gesellschaft Hand in Hand, und verschaffte einem Teilnehmer einen Vorteil an Distinktionsgewinn. Wer nicht mehr in der eigenen Höhle seine Verdauungsendprodukte unter sich ließ, gehörte bald zu den besseren Kreisen, es stank weniger beim Nachmittagstee und die Fliegen blieben dauerhaft draußen. Der Aufstieg, jene fixe Idee der Urgesellschaft, gelang mit allerlei anständigem Verhalten. Was als gesittet galt, entschieden Sitten, zeit- und ortsneutral nicht zu haben, aber in der Regel stark kodifiziert und so streng beobachtet, dass jeder Fehltritt sanktioniert wurde, mehr oder weniger unangenehm in der Folge bis zum Ausschluss aus ebendieser Gruppe, Schicht, Gesellschaft. Zwar lassen sich mit Hilfe des kategorischen Imperativs einige Universalien herausfiltern – Tötungsdelikte nur im begründeten Einzelfall, Hände weg von der Tochter des Chefs – doch deren Anwendungsintensität galt individuell recht unterschiedlich. Wichtig bleibt, dass die reine Anwendbarkeit der Sanktion bei gleichzeitig sehr deutlichem Vorhandensein der Regel als Instrument sozialer Konstruktion Macht aufbaut und absichert. Dies fängt mit der Benutzung des Messer an, bei Tisch oder gegen genetische Konkurrenten.

Die dysfunktionale Gesellschaft entwickelte sich Hand in Hand mit der Idee der Sitte, nur eben in paralleler Richtung. Was heute als dominanter Typ des Gesellschaftsaufbaus eben jene Idee eines menschlichen Miteinanders nur noch windschief abbildet, ist dem Gegenteil geschuldet; nicht der Anständige, der Unanständige gelangt zu Macht, Einfluss und in die Schichten, in denen sich der Distinktionsgewinn lohnt, allerdings inzwischen auf eine symbolische Weise. Für die Tochter des Chefs darf man sich interessieren, Tötungsdelikte sind nicht mehr tabu, solange sich ein politischer Grund dafür zusammenschwiemeln lässt. Was als moralische Einrichtung galt, wird nun endgültig ad absurdum geführt, wenngleich nicht so perfekt und gleichzeitig beschissen, wie es Menschen in ihren jeweiligen Zwangsgruppen erledigen können, je nach Herkunft, Geschlecht, religiöser Vorstellung oder zufälligem Geburtsort sortiert.

Der erfolgreichste Weg, jede Moral dauerhaft in Vergessenheit geraten zu lassen, ist national, ethnisch oder sonst wie sich identitär gebärdender Haufenzwang, in dem die Teilnehmer blökend einem wirr zusammengehauenen Ideal folgen, um sich gegen die Anfeindungen der Anständigen zur Wehr zu setzen. Offensichtlich haben sie das Prinzip verstanden, jenes Regelwerk sorgt im Kern dafür, dass die Arschkrampen, die man in jeder normalen Gesellschaft ausmerzte, nicht an die Spitze der Pyramide gelangen, und nur darum geht es ihnen: Macht, Einfluss, materielle Versorgung. Der evolutionäre Kampf wird mit grundlegendem Fehlverständnis geführt, dass nicht Kooperation und Ausgleich, sondern blinde Gewalt aus dem limbischen System unter ständiger Ausschaltung der Impulskontrollsteuerung die Sippe irgendwie zusammenhält. Dass diese Kollateralbevölkerung allen anderen auch noch mangelnden Anstand vorwirft, als sei Ethik Knetmasse wie jede Moral auch, ist nicht belustigend, es sei denn aus dem historischen Abstand der Nachgeborenen. Was als untadeliges Verhalten allenfalls in einer Art von Verbrecherehre gelten könnte, hier wird’s jedenfalls auch nicht Ereignis. Begegnen wir ihnen nicht mit Freundlichkeit, nicht mit Verständnis, duseln wir nicht Humanität, seien wir anständig. Denn dieser Kodex erlaubte es vor allem in gesellschaftlich komplexen Situationen mit einfachen und schnell zu realisierenden Methoden die Störenfriede aus der Gesellschaft zu entfernen. Warten wir nicht ab, bis man politische Korrektheit, jenes Schimpfwort für den kränkenden Anstand, als Straftatbestand in den Diskurs einführt, und schauen wir nicht tatenlos zu, bis diese unsere Spezies sich erledigt hat. Helfen wir anlassbezogen und fallweise nach. Und zwar anständig.





Kinder an die Macht

1 02 2017

„… gefordert habe, das von der UNO beschlossene Verbot von Kinderarbeit auf nationaler Ebene nicht zu ernsthaft durchzusetzen. Es vertrage sich nicht mit den ethischen…“

„… den Lebensstandard nicht mehr halten könne. Die völkische Reproduktion, so Petry, müsse sofort auf das antideutsche Erbgut beschränkt werden, um geblütmäßig minderwertiges Gezücht von der Infiltration in die Rasse des…“

„… klar gegen jede Form von Kinderarbeit sei, die als spätimperialistische Form der Sklaverei die Menschenrechte verhöhne. Der SPD-Konvent habe eine einstimmige…“

„… zu viel Zeit mit Schulbesuch verplempert würde. Gauland wolle den Nachwuchs zu guten Bürgern erziehen, die nicht dabei gewesen seien und sich trotzdem für die Ehre von Führer, Volk und Vaterland in die…“

„… und Kinderarbeit erst 2025 beendet werden solle. Der DAX sei angesichts dieser Zahl mit einem gewaltigen…“

„… einstimmig gewesen sei, nach Aussage von Nahles aber die Wahlurnen verwechselt habe. Die Sozialdemokraten seien eher für eine Abstimmung, um ihre Haltung zu Parteiprogramm, Verfassung und persönlichen Absprachen nochmals deutlich zu…“

„… müsse jede Parteimitgliedschaft hinfort auf die Rente angerechnet werden, sofern die Partei nicht von Umvolkung, zionistischem Schuldkult oder christlichem Abendland…“

„… filigrane Lötarbeiten von Industrierobotern erst unterhalb eines Lohnes von umgerechnet vier Cent pro Stunde rentabel seien. Bis dahin seien die Hersteller leider gezwungen, Schulkinder zum…“

„… die Höcke-Jugend nicht geeignet sei, als Körperschaft öffentlichen Rechts die…“
„… zwar richtig sei, dass Kinderarbeit ganze Generationen vom Schulbesuch abhalte. Dies sei jedoch auf die unteren drei Viertel der Gesellschaft beschränkt und sei daher als Blaupause für den…“

„… dass auch heute Rechtssicherheit für Kindersklaven herrsche. Nahles habe darauf hingewiesen, dass es ungeachtet einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Verschlechterung der Lebensumstände von Kindern klare Grenzen gebe, bis zu denen Minderjährige Löhne von Ferienjobs, Geburtstagsgeschenke oder andere geldwerte Vorteile bei der Berechnung von…“

„… sich westliche Technologiekonzerne in zunehmendem Maße der Verantwortung bewusst würden, die sie für die Entwicklung ostasiatischer Staaten hätten. Es sei für die Unternehmen längst Konsens, die Versorgungslücke zwischen Kinder- und Jugendprostitution sozialverträglich zu…“

„… die Verhinderung des Schulbesuchs nicht nur negativ sehen. Durch eine stark verlängerte Berufstätigkeit könne der durchschnittliche Einwohner eines Entwicklungslandes fast ein Viertel des Äquivalent eines in der EU prekär beschäftigten…“

„… sich die EZB wegen des Asiengeschäfts gezwungen sehe, die Zinsen nochmals auf einen neuen Rekordwert…“

„… der westlichen Industriegesellschaft nicht zuzumuten sei, dass die Preise für Sportschuhe um fast ein Prozent in der Produktion und im Verkauf um mehr als das…“

„… viel mehr internationale Solidarität fordere. Gabriel wolle für die Opfer der Globalisierung in Südostasien und Afrika dieselbe Aufmerksamkeit wie für die unterernährten Kinder von Goslar, auch wenn ihm deren Lebensumstände komplett am…“

„… dass das Verbot legaler Kinderarbeit stets eine Vermehrung illegaler Kinderarbeit nach sich ziehe. Man müsse nach diesem Muster möglichst auch Waffenhandel, Strafrecht und…“

„… letztlich zu einer Verteuerung aller im Westen gebräuchlichen Fabrikate führen könne. Der Mangel an minderjährigen Fachkräften führe so zu einer globalen Katastrophe, die zur Senkung von Hartz IV, einer Anhebung der Kaltmieten und einem…“

„… dass eine postsozialdemokratisch erfahrene Globalisierung auch mit einfachen Mitteln wirken könne. Man verstehe, so Gabriel, die Kinderarmut in der Dritten Welt erst aus der Perspektive der Industriestaaten, wenn die Hartz-Gesetze deutsche Kinder wie den allerletzten…“

„… der durchschnittliche Fußball um mehr als einen ganzen Cent teurer würde, Luxusmodelle sogar um einen halben. Der finanzielle Ruin der Bundesliga sei nur noch eine Frage der…“

„… die tatsächliche Belastung nicht angerechnet werden dürfe. Lindner fordere eine Abschaffung der Steuern bei gleichzeitig dreifacher Rückzahlung der veranlagten…“

„… den Terrorismus aus Europa fernhalte, da die extrem geringe Lebenserwartung der Kinder eine Ausbildung zum Suizidbomber so gut wie…“

„… deutsche Experten dabei helfen könnten, die Ausbreitung von Gewerkschaften und Betriebsräten zu verhindern, um die Volkswirtschaften nicht…“

„… auch den betroffenen Regionen nütze, da Kindersoldaten dank industrieller Verwendung kaum noch eine militärische Rolle…“

„… auch die FIFA betroffen sei. Eine WM mit 96 Mannschaften reiche nicht mehr aus, um die Kosten der Geberstaaten zu verteilen, daher habe man eine Sondersteuer im…“

„… eine Grundversorgung von Kindern, deren Familien bisher nie das geringste Interesse an der Stabilisierung internationaler Bankhäuser gezeigt hätten, auf keinem vernünftigen…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCXL): Das Böse

12 08 2016
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Bis zum dreizehnten Nachkommen war mit Uga alles okay. Er hieb Nashörnern eine rein und den Nachbarn über die Rübe, wenn sie sich an seine Töchter wagten. Sogar Betriebsratsvorsitzender der Beerensammler wurde er, mehrfach einstimmig wiedergewählt. Aber irgendwann, es war ein kalter Winter gewesen mit vielen schauerlichen Märchen, da wollten sie nichts mehr von ihm wissen, nichts mehr von seinem Weib, schließlich auch nichts mehr von seinem gebärfähigen Nachwuchs. Die Alten murmelten es am Feuer, die Jüngeren hinter vorgehaltener Hand: das Böse hatte Besitz von der Sippe ergriffen. Man konnte nicht mehr mit ihnen verkehren, ohne gründlich infiziert zu werden.

Jahre zogen ins Land, der Mensch wurde doch noch klug – Kreuzzüge, Hexenjagd und das Dritte Reich waren ja schließlich irgendwann Geschichte und also nicht mehr relevant – und die Idee eines konkretisierten Verderbens wurde nun endlich vom Geist durchdrungen, den er übriggelassen hatte. Das Böse: wer durch Jahrhunderte abendländischen Klamauks durchschwiemelt an Pflanzenfresser mit Schwefelatem gewöhnt war – der panische Typ mit Hörnern und Hufen ist nach gängiger Physiologie nun mal Veganer, Darwin kann auch nichts dafür – sucht sich schnell eine Karnevalsfigur, um seine unheilvollen Seiten zu fassen zu kriegen. Denn darum geht es doch.

Mord, Neid und Gier, sie sind zunächst nur eine Fehlleistung der Impulskontrolle, wenn sie der dünne Glanzlack der Zivilisation nicht hat im Zaum halten können. Kaum bricht es aus dem Bekloppten heraus, wenn er im Finanzamt Dummklumpen mit der Motorsäge zu Blutsuppe verkärchert, attestiert die Psychoanalyse ihm schon Schuldunfähigkeit, da das Schlimmerhaftige Besitz ergriffen hat von ihm. Ist es denn die Norm, dem Formularhengst nicht das Nasenbein in den Schädel zu integrieren, sieht die anthropologische Konstante des Urmenschen es nicht viel eher als natürliche Reaktion auf blödes Gefasel mit vielfarbigen Faltblättern vor, die Art vor Schaden zu bewahren, indem sie derart Gewölle zu Feinstaub reibt? Wohnt also das Böse dem Ich inne, unveräußerlich als Es, das sich treiben lässt und sich erst einfangen lässt, wenn es fast schon zu spät ist?

Die Wahl, das Böse als solches zu deklarieren, fiel noch immer auf religiöse Kontrollsysteme, die in ihrem Absolutheitsanspruch auf Deutungshoheit noch nie versagt haben, wenngleich ihre Motive selten wahrhaftig waren. Sie selbst konnten schon mal nicht von der dunklen Seite der Macht sein, wie bekanntlich auch alle normal sind, die es für sich in Anspruch nehmen. Die Lösung liegt auf der Hand und wird mit Vorliebe als Abkehr vom Schlechten praktiziert, das ja böse sein muss, da es schlecht ist. Spaltet man es nun noch ab, presst es ins Korsett billiger Personifizierung, so hat man schnell die Unschuld zur Hand, vielseitig einsetzbar wie der Finger, mit dem man auf die anderen zeigt.

Schnell und chirurgisch präzise lassen sich auf einmal die Auswüchse der Neigung darstellen, das Sittengesetz zu brechen. Nur sind Killerspiele, Sex und Askese – alles ist hier richtig, vor allem aber auch das Gegenteil – hier nicht mehr Ausdruck der Bosheit, sondern zu ihrem Auslöser geworden. Das Böse banalisiert längst nicht mehr nur sich selbst, es hat die Beweislast umgekehrt. So ist aus der Möglichkeit der Schuld eine Waffe, aus dem Sittengesetz eine Anleitung zum Abschaffen des Menschen zu machen.

Und der Kampfbegriff wirkt. Längst hängt eine aus praktischer Vernunft gerottete Masse der Idee an, auch soziale, politische oder wirtschaftliche Normen zur Kontrolle der ständigen Reflexion zu gebrauchen. Die Etikettierung der anderen zum Bösen ist bewährt, enthebt endgültig der eigenen Rechtfertigung, die ja die Geschichte übernehmen wird, und spornt zum radikal Guten an. Nicht einmal mehr das populäre Konzept, sich für eine Seite entscheiden zu können, wie es die Religionen als letzten liberalen Hauch anbieten, ließe sich zur Norm umbiegen. Sobald sich eine einigermaßen verständliche Haltung durchgesetzt hat, das Böse zu erkennen und es als Feind des Guten durch die Notwendigkeit des Unmoralischen zu beseitigen, haben die Direktiven der säkularen Welt die Religion ersetzt, und das ganz ohne den liberalen Deckmantel.

Das Böse also zerstört die Welt, indem es die Norm nicht anerkennt, die es kategorisiert. Es wohnt dem Denken inne, bricht sich da Bahn, wo es nicht aufgehalten wird, und schürt die irrationale Vorstellung, man könne es verhindern, vermeiden, vertilgen. Genau hier beginnt eins der schauerlichen Märchen, mit denen man Kinder jeden Alters in Unsicherheit wiegt, nur um sie zur Verzweiflung zu treiben mit der schlechtesten aller Nachrichten: alles wird gut. Nur wann und wie, das kann ihnen keiner verraten. Wozu auch.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCC): Geiz

21 08 2015
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Die halbe Welt jammert über den materiellen Notstand, jeweils ein Teil aus wirklicher Armut, ein Teil aus reiner Gewohnheit und weil man vor allem dann viel über Geld und Gut spricht, wenn man nicht wirklich davon besitzt. Wer davon jedoch schweigt, nachgerade die Zähne wütend zusammen und in den eigenen Hintern beißt, ist nicht der Reiche, dessen Vermögen warm und trocken lagert, nur hin und wieder an der Dividende abgeschabt wird und dann zur Befriedigung diverser, auch grenzwertiger Gelüste die Wirtschaft ankurbelt. Er besitzt zwar auch, jongliert mit der Kohle, verfeuert sie bisweilen und freut sich am Anwachsen des Mammons, doch nicht er ist es, dessen Eigensucht ihn an der Last des Besitzes fixiert. Er hat Eigentum und hat es doch nicht, und es ist noch die Frage, wer da wen besitzt und wer besessen ist. Der Geiz ist, was den wohl Habenden verarmt.

Die charakterliche Disposition des gemeinen Kümmelspalters mag aus der gründlich aus dem Ruder gelaufenen analen Phase kommen; in aller Regel wird eine Verhaltung so oder so dafür sorgen, dass die braune Masse irgendwo hinaus will, und sei es, dass der Kopf gerade im Weg war. Der Geizige behält, was er nicht brauchen kann, und gibt nicht her, was ihm zu behalten nichts nützt. Er ist letztlich nichts als ein Messie, der sich den Ballast vor die Füße stapelt und dann darüber verwundert ist, wenn es stinkt.

Gerne entschuldigt der gemeine Entenklemmer seine materielle Fixierung mit einer Tugend, der Sparsamkeit, doch das ist sie nicht. Sein Gewinsel ist nicht weniger als Gier, die nicht zusammenhält, um klüger zu Wohlstand zu kommen, sondern rafft, um zu haben. Jener seltsame Appetit, der zwanghaft zum Verhungern führt, ist paradoxe Nebenwirkung einer ansonsten offenkundigen Lebensfeindlichkeit, die sich des eigenen Versagens freut, emotionale Anorexie, die den Mangel zum höchsten Gut und die schwäbische Hausfrau zur Säulenheiligen erklärt, die die Exzesse einer versaubeutelten Austerität zur Kunstform erhebt, weil sie die wechselseitigen Zusammenhänge von Besitz, Konsum und Leben nicht kapiert.

Der selten vernunftmäßig eingesehene Grund des Seins, Tod und Erneuerung in der nächsten Generation, stellt bei seinem jähen Auftauchen einen gewaltigen Tritt ins Hirn dar für den in seine Habsucht geflohenen. Jede Sucht will ewig sein, nur was erwartet der auf zeitliche Segnungen Vertrauende von einem Geschäftsmodell, das so sinnvoll ist wie ein Brennholz-Verleih, wenn mit der finalen Kompostierung alles futsch ist, in fremde Hände rieselt oder versickert. Habsucht ist negativer Zins, kassiert zu Lebzeit, denn keiner weiß, was mit dem Besitz geschehen wird, wo er bereits zuvor keine Frucht getragen hatte. Der Geizkragen ist doppelt gestraft, getrieben von der Leidenschaft, sich jede andere zu versagen, und in steter Gewissheit, dass das, was er da so tapfer ignoriert, die eigene Wirklichkeit ist.

Darum macht Geiz einsam, auch und erst recht da, wo er wie Mehltau auf sozialen Beziehungen liegt. Durchaus lädt sich das Schimmelhirn Gäste in die karg möblierte Bude, bietet im Vollbesitz seiner Verantwortung trockenes Toastbrot und Wasser frisch aus der Leitung an, den preiswerten Schnittsalat vom Vortag inklusive Strunk und Hülle, dazu etwas Essig und kein Salz, und ist verwundert, wie seine Kostgänger sich abwenden von einem, der es doch nur gut mit ihnen gemeint hatte. Den Gedanken der Freigiebigkeit begriffe er erst, wenn er je zuerst gegeben hätte, um irgendwann später mit Zins zu empfangen. Jede Wohltätigkeit aber sieht der Beknackte als reine Verschwendung an, Prasserei aus mangelndem Charakter oder Anstand, den er selbst sich zubilligt, nicht aber anderen. Wer an diesem Tisch gesessen hat, wird es nicht mehr freiwillig tun, denn meist ist nicht einmal die Aussicht auf ein reiches Erbe Grund genug, sich die verschwiemelte Kasperade eines Weltflüchtlings zu geben.

Es mag trösten, dass der Knauser im Wahn, alle anderen zu bestrafen, nur sich selbst züchtigt. Die anderen werden das völlig verseifte Egomanentum des Knickers bestenfalls ignorieren, sein Ableben in Luftnot und Vereinsamung gleichmütig zur Kenntnis nehmen und im Falle einer größeren Hinterlassenschaft das Geld zwar möglicherweise versaufen, aber nicht zu seinem Andenken. Vielleicht war der Raubbau dann doch noch zu etwas gut. Im dialektischen Sinne.