Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXLVII): Der populistische Klassenkampf

18 01 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Uga und seine Sippe lebten noch im Einklang mit der Natur. Was schiefgehen konnte, ging eben schief, und am Ende starb jeder, die einen früher, die anderen früh genug, und dann kamen andere, die sich vor vornherein über eins im Klaren waren: wenn sie den Löffel abgeben, wird sich keine Sau mehr an sie erinnern. Der große Gleichmacher, jeder wusste es, nannte sich bald Schicksal und bald Vorherbestimmung, philosophische Moden und neu entdeckte Drogen brachten Götter ins Spiel – oder umgekehrt, wer weiß das schon – und mählich kam dem Hominiden ins bröselnde Bewusstsein, dass es Geworfenheit im real existierenden Surrealismus tatsächlich gibt. Sich gegen jegliche Kausalität aufzulehnen ist ähnlich sinnvoll wie der Versuch, Schuhe nach dem Mond zu schmeißen. Machen wir uns da nichts vor, was lebt, ist dem Niedergang geweiht. Auch ohne populistischen Klassenkampf.

Denn jedes klassenlose Schicksal erzürnt den Mistgabelmob am meisten. Dass die Pest sich nicht an Nationalität hielt, steuerliche Veranlagung oder Haushaltsnettoeinkommen, war die schärfste Kränkung des ständisch organisierten Verdrängers. Sein eigenes Weltbild, in dem Gott™ für jeden Trieb straft, den er selbst seinem Prototypen in die Hirnrinde gefräst hat, sollte mit Demut und Selbstverleugnung auskommen, wie das Konstrukt seiner Vernunft ihm befiehlt. Doch der gemeine Dummklumpen, der sich Universum, Gesellschaft und den ganzen Rest lieber ad hoc mit Bordmitteln zusammenschwiemelt, schmeißt auch hier alles in einen Strudel, damit zum Schluss eine Theorie aus Mutmaßungen und wirrem Verdacht hochgespült wird. Wichtig daran ist, es müssen die anderen sein. Nie trifft einen selbst die Schuld. Immer ist es die zugedachte Omega-Position, die den Sündenbock ausmacht, den Blitzableiter für Jammer, Pein und dräuend Ungemach, weil das Dasein nicht immer berechenbar ist, und wenn, dann nicht unbedingt in Übereinstimmung mit der Prophezeiung.

Kaum macht man eine Gruppe aus, die sowieso durch abweichende Religion, Pigmentierung oder sozialen Status von dem machtnahen Mainstream abweicht, der sich als Mittelschicht versteht, schon steht diese Bande mit dem Rücken an der Wand. Sie schleppen die Pocken ein, nehmen uns die Jobs weg und sind gleichzeitig arbeitslos, wollen sich in diese Gesellschaft einfach nicht integrieren und zeigen dies, indem sie durch perfide Assimilation alle Schranken zwischen echten und falschen Abendländlern einreißen, und zum Schluss, das ist Konsens, reißen sie die Weltherrschaft an sich, darunter tun sie es einfach nie. Damit dieses Modell einer intellektuellen Kontinentaldrift wirkt, muss man schon sehr viel Sand unter der Kalotte mit sich herumschleppen, aber populistische Hetzchirurgen sehen auch dies als Herausforderung. Die Gräben, die der Urgesellschaft noch fehlten, der Pass von Taka-Tuka-Land, die zahlende Zugehörigkeit zum marktbeherrschenden Metaphysik-Anbieter, sie müssen in liebevoller Kleinarbeit aufgerissen werden. Je mehr Klassen, desto besser der Kampf.

Die Gesellschaft nutzt den Prügelknabenchor, wenn sie sich mit rationalen Mitteln nicht mehr gegen die innere Spaltung zur Wehr setzen kann – eine großartige Idee der Einpeitscher, erst recht den Riss zu fördern, damit sich der Rest als Ganzes fühlt, während er im freien Fall zur Minderheit hin gebannt nach oben starrt und reflexartig tritt, oft nach unten, ansonsten nach allen Seiten und nach sich selbst. Denn es trifft irgendwann alle, die sich dem wachsenden Totalitarismus verschreiben, wohl wissend, dass auch diese Radikalisierung sich als erstes ihre Kinder hinters Zäpfchen pfropft. Wer leicht zu identifizieren und ohnehin schon unbeliebt ist, dazu mit dem Malus mangelnder Kraft ausgestattet, wird aus dem System ausgeschlossen. Warum also nicht gleich den Rentner zum Volksfeind machen, er bietet sich doch geradezu an. Er hat technisch bedingt Ansichten von gestern und eine Sozialisation, die nicht mehr mit der utilitaristischen Internationale kompatibel sind, blockiert zu große Wohnungen und die Kasse im Supermarkt, lähmt mit seinem Wahlverhalten den Fortschritt, nimmt am Straßenverkehr nur als bewegliches Ziel teil, kostet den Sozialstaat Unsummen, hört die falsche Musik und trägt mit Absicht bei jeder Gelegenheit Beige. Es wird Zeit, ihn auszurotten, denn er ist eine nachwachsende Spezies: glückliche Fügung für Stumpfklumpen, die mit der Parole Ausländer raus bald dumm wie Braunbrot in der Ecke stünden, wären die Ausländer alle weg und die Wirtschaft läge erst recht am Boden. Wie man jedenfalls ohne Krieg aus der Nummer rauskommt, hat den Nanodenkern noch niemand verraten.

Dass jede Radikalisierung unablässig neuer Steigerungen bedarf, die es irgendwann ohne Selbstzerstörung nicht mehr geben kann, fällt ihnen erst auf, wenn man ihnen die Flinte schon ins Genick drückt. Jeder Klassenkampf aber, der doch nur ein Gezänk aufgewiegelter Knalltüten ist, hat nur ein Ziel: Solidarität zu verhindern und den Gebrauch der kritischen Vernunft. Wer den Feind wirklich erkennt, sucht ihn überm Sternenzelt.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXLIV): Die Hufeisentheorie

14 12 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Hurra, Extremismus! Alles, was sich gegen die herrschende Ordnung auflehnt, ist Extremismus, wobei noch nicht ganz klar ist, ob und warum die Ordnung überhaupt herrscht, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Die herrschende Ordnung ist für die ordentlichen Herrscher zum Beispiel in Gefahr, wo sich Chaoten, Pack ohne Zugehörigkeit zu einer regierungsamtlichen Stelle, meist ohne Aktienbesitz und selten verbeamtet, an Bäumen fest ketten und dann sich weigern, von der Polizei rechtskonform ins Krankenhaus geprügelt zu werden. Was ist da schon der Anschlag auf ein Wohnhaus, in dem vorwiegend Migranten, sprich: Personen dritter Klasse wohnen. Nicht schön, aber da auch keiner zu Schaden kam, lässt es sich aufrechnen, wenn nicht gar zurecht kürzen – schließlich gerät durch einen Mordversuch die staatliche Autorität nicht gleich ins Wanken. So weit die allseits anerkannte Form, Extremismus zu entschuldigen, die Hufeisentheorie.

Grob gesagt setzt das Konstrukt eine normative Modelldemokratie mit unveränderlichen Extremen voraus, ohne die keine Polarisierung auskäme. Die professionellen Scharfmacher haben natürlich ihre Zwangsvorstellung sorgfältig internalisiert, schon beim kleinsten Angriff auf einen jüdischen Friedhof warnt das vor dem Ausbruch der Räterepublik und schickt zur Vorsicht ein SEK in den Stadtteil mit den billigen Abbruchhäusern. Gewalttätigkeit ist die Mutter der Porzellankiste, nicht, dass uns die Trotzkisten den nächsten Holocaust einbrocken.

Wie jede andere sektiererische Sonderrealität ist auch die Extremismusforschung stets strebend bemüht, sich gegen jede Kritik zu imprägnieren. Nie, barmt’s da, habe man linke und rechte Kräfte in ihrem fundamentalen Streben nach Zerstörung der liberalen Demokratie gleichgesetzt. Dass aber zuverlässig nach jedem Brandsatz auf eine Synagoge das Geweimer losbricht, es würden ja auch aus Sozialneid Autos abgefackelt, Eigentum hart arbeitender Investmentbanker, und das sei viel gefährlicher, weil nicht allein der Staat in Frage gestellt würde, sondern zuvörderst der Kapitalismus als systemübergreifende Struktur, die in Kaisertum und Militärdiktatur für die guten internationalen Beziehungen unter den Schlächtern sorgt. Eben der Unterschied ist es, dass Rechtsextreme die basale Gleichheit aller Menschen in der Abstraktion für bestimmend halten. Beschränkt sich nun aber der Scheuklappenabstand auf die angebliche Nähe zur Demokratie, die zugleich dogmatisch als Mitte definiert wird, hat man die schönste Äquidistanz, die natürlich verneint wird – es ist nur für die Apologeten der Theorie selbstredend nicht denkbar, dass eine egalitäre Gesellschaft als ganze sich im linken Spektrum aufhält, und das freiwillig.

Zulässig ist nur noch die Annahme, zwischen linken und rechten Extremisten gebe es gewisse Ähnlichkeiten; wer auch das für falsch halte, sei selbst in der Beweispflicht, dass das nicht stimme. Abgesehen davon, dass wissenschaftliche Theorien genau anders herum gebildet werden, der gerne genommene Gegenbeweis, Hitler und Stalin hätten denselben Totalitarismus in unterschiedlicher Farbe installiert, Lagerwirtschaft und Rassenhass im Preis inbegriffen, spricht ja gerade für die Gleichsetzung extremistischer Positionen. Wer aus politischem Jux noch die Eigenschaft des Einparteienstaates als Kriterium nennt – als wäre der Terrorclub um die Führerfigurine überhaupt noch ein Instrument der Willensbildung – die Gleichsetzung fußt ja nur auf der strukturellen Ähnlichkeit totalitärer Systeme, deren Übereinstimmung bockbeinig geleugnet wird und zugleich den Sockel dieser windschiefen Schlichtbehausung darstellt.

Aus dieser Fertigbackmischung lässt sich nun allerlei Ambivalenz schwiemeln, von geradezu folkloristischem Nährwert ist der Doppelstandard, dass jeder Antifaschismus automatisch linksextrem sei, sprich: das Gegenteil von Nationalsozialismus ist, conditio sine qua non, immer eine andere totalitäre Haltung, weil sie das ideologisch rostige Hufeisen nur als spiegelbildliche Vorlage für nicht mehr zurechnungsfähigen Synapsenkarneval zu nutzen versteht. Wer dann noch meist aus der braun leuchtenden Ecke alles außerhalb der eigenen Medikation als Linksfaschisten bezeichnet, outet sich erst recht als offenporige Parallelexistenz, die ein paar Schläge zu viel auf den Schädel abgekriegt haben dürfte. Der pauschalen Verunglimpfung einer Opposition sind damit alle Wege geebnet. Und nur darum geht es doch, wenn man sich vor Angst die zu kurzen Hosen wässert.

Weil der gemeine Depp aus politischem Geschäft und Gesellschaft wie das Häschen hockt vor den stinkenden Überresten eines Kadavers, der sich einst für ein Raubtier hielt, heute aber nur noch dazu dient, Sepsis unters Volk zu jubeln. Indem die paralysierte Mitte den Faschisten ihr Merkmal als Hauptbedrohung der freien Gesellschaft nimmt und lustigerweise deren fixe Idee covert, der Feind stehe links, bereite den wahren Umsturz vor und sei selbstverständlich deshalb von dem Rechtsstaat zu vernichten, dem die Nazis selbst gerne an die Kehle gingen, hegt sie ihre Widersacher scheinbar ein, lässt sie aber letztlich nur gewähren. Die Mehrheit wird von einem nationalsozialistischen Abschaum nicht sogleich fortgespült, und mit funktionierender Propaganda sind brennende Barrikaden viel böser als die rauchenden Schornsteine der Lager, die man noch vor dem unvermeidlichen Krieg in die Höhe zieht, um Feinde innen wie außen zu liquidieren. Man wird ihren Frisör abholen, vermutlich auch nur aus religiösen Gründen, es gibt wieder freie Häuser und überall verkauft man Gemüseläden für kleines Geld. Der Bescheuerte merkt es erst, wenn sie das Dach über seiner Birne löschen, die Biedermänner, und ihm danach empfehlen, fürs Vaterland die Fresse zu halten. Vielleicht verwüsten sie ja extra für ihn den Vorgarten, ein Sachschaden, den keine Versicherung zur Kenntnis nimmt, und alles endet beidseitig in Gewalt. Furchtbar. Hätten Sie doch wenigstens nur ihn erschlagen und das Fahrzeug erspart. Aber das wird er alles viel schöner wieder aufbauen nach dem Krieg, der Führer.





Staatsbürger

22 03 2017

„… der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik nach Artikel 23 des Grundgesetzes nicht das Ende des Arbeiter- und Bauernstaates gewesen sei, da in einem föderalen System der sozialistische Landesteil weiterhin als…“

„… in den neuen Bundesländern beheimatete Staatsbürgerszene die Souveränität der BRD nach 1990 ablehne und den Einigungsvertrag als nichtig im Sinne des…“

„… der Staatsratsvorsitzende Maik Foderlandt die Ausrufung der Sozialistischen Volksrepublik Deutschland in Schwürmsleben vorgenommen habe. Der gelernte Maschinist sei von den drei Mitgliedern seines Kollektivs einstimmig zum…“

„… von der Schriftleitung der regionalen Tageszeitungen verlangt habe, die Planerfüllung der Pflanzenproduktion stärker in den…“

„… wohl aus Restbeständen der Roten Armee organisiert habe. Die mit dem Signet der Neuen Volksarmee lackierten Wagen seien nicht mehr fahrbereit gewesen, als sie von der Bundespolizei bei…“

„… eine völkerrechtliche Vertretung für sich beanspruche. Bisher habe Foderlandt nur ein Fax der angolanischen Botschaft sowie eine Einladung zum gemeinsamen Hören einer Radiobotschaft des Obersten Führers der Demokratischen…“

„… als Vorsitzender der Volkskammer von allen Anwesenden bestätigt worden sei. Das in Rotzkau amtierende Parlament lehne allerdings den Staatsratsvorsitzenden ab, da dieser zum Teil aus Kadern außerhalb des Demokratischen Blocks in zu freien und geheimen Wahlen zum…“

„… das Signal des Digitalfernsehens nicht mit dem mobilen Sendegerät verdecken könne. Die Truppe habe versucht, im Umkreis von fünf Kilometern eine selbst produzierte Aktuelle Kamera anstatt der…“

„… einen Ministerrat der DDR proklamiert habe. Das in Plümzow gegründete Organ stehe aber im Ruf, sich nicht als Regierung des sozialistischen Staates, sondern nur zur Durchführung der von Foderlandt vorgeschlagenen und im…“

„… gebe jeweils eigene Münzen heraus. Auch die nach dem Vorbild der Mark der DDR gestalteten Scheine seien von unterschiedlicher Größe, so dass ein Zwangsumtausch an der Neuen Deutschen Notenbank in Knulpin zur Sicherung des…“

„… wenn die DDR eine gleichwertige Rolle gespielt habe, der Einigungsvertrag ebenso das Fortbestehen Ostdeutschlands und den Beitritt der alten BRD in die…“

„… insgesamt neun einzelne SED-Gründungen gegeben habe, die sich gegenseitig in der Besetzung des Zentralkomitees bei der Planung des Parteitags in der Hauptstadt der…“

„… vermehrt DDR-Führerscheine und Pässe in Umlauf seien. Sächsische Ämter seien mit der Beglaubigung derartiger Dokumente oft überfordert und stempelten in Unkenntnis der Dienstvorschrift die vorgelegten…“

„… inzwischen dreißig SED-Organisationen. Ein Zwangsparteitag sei jedoch nicht in Sicht, da jeder der Generalsekretäre den Vorsitz des…“

„… eigene Grenzsperren errichten wolle. Foderlandt sei der Ansicht, dass das Kapitalistische Beitrittsgebiet West sich widerrechtlich Zutritt zum Territorium der…“

„… als Provisorische Zonenregierung den Abriss des Schlossbaus sowie die Wiedererrichtung des Palastes der Republik verlange, um in der Hauptstadt der DDR für künftige Parteitage der…“

„… bei der nächsten Fußballweltmeisterschaft mit einer eigenen Elf antreten wolle. Die Teilnahme sei vorerst durch eine gerichtliche Untersuchung des Klassenfeindes, der der Auswahl der BSG Motor Zwickau systematisches Doping in der…“

„… dass Rotzkau zur Hauptstadt der Freien Sozialistischen Republik Deutschland bestimmt werden müsse. Rico Gunke, Fachkraft für Schutz und Sicherheit aus Groß Zschümpen, habe das Amt des Staatsratsvorsitzenden freiwillig aus der…“

„… die Bundestagswahl boykottieren werde, da keine der anderen Parteien die real existierenden staatsrechtlichen Gegebenheiten anerkenne. Man habe sich als Staatsoberhaupt auf die Aktivistin Brigitte Klörre (93) geeinigt, die schon in ihrer Kampfzeit gegen den…“

„… habe vor dem Obersten Gericht in Schwürmsleben Anklage gegen Gunke wegen staatsfeindlicher Hetze erhoben. Foderlandt sei durch den Richter, der gleichzeitig Sekretär der SED in…“

„… die Einfuhr von Südfrüchten in die SBZ beschränkt habe. Diese Produkte sollten nach Weisung des Politbüros ausschließlich verdienten Genossen des ZK und der…“

„… Proteste auf größere Städte überschwappten. Jugendliche hätten in Schmöllroda gegen die Versorgungsschwierigkeiten mit Kaffee und…“

„… nicht den gewünschten Erfolg habe. Zwar lägen bereits tausende von Bewerbungen für eine Kosmonautenausbildung in der Sozialistischen Volksrepublik vor, doch sei die Finanzierung des Luft- und Raumfahrtprogramms noch nicht…“

„… den Wiederaufbau des Sozialismus nur durch eine Normenerhöhung realisieren könne. Es sei bereits in den frühen Mittagsstunden zu ersten Barrikaden, Steinwürfen und Straßenschlachten mit der Freiwilligen Volkspolizei gekommen, die sofort mit dem Einmarsch der Bundeswehr…“





Hassverbrechen

19 07 2016

„Deshalb gelten Aktionen von linksautonomen Hausbesetzern nicht als Hassverbrechen?“ „Wir wollen da nach Möglichkeit mehr differenzieren. Hassverbrechen, das sind für uns rechte Täter.“ „Dann setzen Sie linke und rechte Extremisten nicht mehr gleich?“ „Nein. Linke Straftäter handeln meist aus Neid. Das ist noch viel verwerflicher.“

„Also in Ihrem Werteraster möchte ich ja nicht stolpern.“ „Wir leben hier im christlich-jüdischen Abendland, da sind gewisse Dinge eben moralisch nicht in Ordnung.“ „Ihr Werteraster zum Beispiel?“ „Neid ist eine Sünde, da er zutiefst egoistisch ist.“ „Das ist in einer neoliberalen Gesellschaft ja nun wirklich niederträchtig.“ „Außerdem widerspricht er jeglichem Gerechtigkeitsgefühl – die meisten Reichen haben sich die Klasse, in der leben, nicht aussuchen können.“ „Und darum ist ein brennendes Auto ein Anschlag auf die göttliche Ordnung.“ „Sie müssen das gar nicht so ironisch sagen, der Schutz des Eigentums ist auch in einem säkularen Staat eine der Kernaufgaben der Polizei.“ „Sie würden also sagen, dass der Schutz materieller Güter ein wesentlicher Bestandteil zur Sicherung des inneren Friedens ist?“ „Ach, man muss das gar nicht so sehr auf materielle Güter beschränken. Es geht doch im Kern um die Ideologie, die diese Gesellschaft zu zerstören geeignet wäre.“

„Interessant ist doch, dass ein brennender Benz immer als politische Straftat gilt.“ „Sie wollen auf das nationale Image hinaus, dass Mercedes für unsere Volkswirtschaft steht und sich darin eine antideutsche Gesinnung manifestiert? so weit würde ich gar nicht mal gehen wollen.“ „Es wird also angenommen, dass ein Mercedes immer einen Besitzer aus der gesellschaftliche Oberschicht hat.“ „Mitnichten, wir nehmen nur an, dass derjenige, der ihn in Brand setzt, aus der Unterschicht stammt.“ „Warum?“ „Welchen Grund hätte jemand, der sich selbst einen Mercedes leisten kann, den Mercedes eines anderen anzuzünden?“ „Also handelt es sich um Klassenjustiz.“ „Sie haben das immer noch nicht verstanden. Es geht uns um den inneren Frieden in der Gesellschaft. Nehmen Sie mal so einen aus der Mittelschicht.“ „Dem darf ich seinen VW anzünden?“ „Wenn Sie es aus persönlichen Gründen tun oder weil Sie gerade keinen Mercedes gefunden haben, ja. Da muss ich wenigstens nicht politische Motive in Erwägung ziehen.“ „Und die Mittelschicht fühlt sich angegriffen, wenn ich einen Mercedes in Brand stecke? dabei können sich doch die wenigsten in der Mittelschicht einen leisten, wie Sie sagen.“ „Aber bedenken Sie die verheerenden ideologischen Folgen! Wenn Sie als Mitglied der Mittelschicht sehen, dass Linksextreme überhaupt keinen Respekt vor Ihrem Eigentum…“ „Wieso denn Eigentum, die haben doch kaum welches.“ „Jetzt bringen Sie mich nicht aus dem Konzept! Ein Mitglieder der Mittelschicht wird sich doch gar nicht mehr motiviert fühlen, mehr zu arbeiten und sich davon irgendwann einen Mercedes zu kaufen, wenn ihn linke Chaoten irgendwann abfackeln. Das ist ein massives Wachstumshemmnis, und das muss die gesamte Gesellschaft tragen!“

„Und wenn Nazis dabei ertappt werden, Autos anzuzünden?“ „Das sind bedauerliche Einzelfälle.“ „Vermutlich ein Hassverbrechen.“ „Ja. Sehen Sie, man hasst ja nur das, was man innerlich nicht annehmen kann, und wenn Sie Nationalsozialist sind, dann haben Sie mit der linken Ideologie, die Sie zu Ihren Straftaten führt, nun mal Probleme.“ „Ein Nazi, der Autos anzündet, ist also in Wahrheit links?“ „Leider, ja. Da sehen Sie mal, was dieser schreckliche Neid für eine zerstörerische Wirkung auf den inneren Frieden unserer Gesellschaft hat.“ „Was machen Sie eigentlich mit Linken, die nicht langzeitarbeitslos sind, sondern einen guten Job haben und ein anständiges Gehalt und Familie, sind das auch klassische stalinistische Chaoten?“ „Sehen Sie, da kommen wir ja nun an einen besonders interessanten Punkt. Diese Täter handeln meist aus ideologischer Verblendung.“ „Wie beispielsweise Nazis?“ „Wenn Sie den Vergleich ziehen wollen?“ „Warum sonst ideologische Verblendung?“ „Diese Salonlinken sind die schlimmsten Täter von allen – wenn sich einer einen Porsche leisten kann, dann muss er doch kein Linker sein.“ „Also handelt man mit dem Erwerb eines Sportwagens automatisch gegen seine eigenen Interessen.“ „Schlimmer noch: die geben damit das Signal an Gesinnungsgenossen, dass ein brennendes Luxusauto möglicherweise gar keinem anständigen Bürger gehören könnte.“ „Dann provozieren diese Leute linke Gewalttaten?“ „Richtig, und deshalb muss man sie auch immer für solche Gewalttaten verantwortlich machen. Also unabhängig vor etwaigen Fakten.“

„So, dann bin ich mal gespannt, wie Sie mir das als Verbrechen aus Neid verkaufen wollen.“ „Was denn?“ „Nazis, die eine Flüchtlingsunterkunft mit Brandsätze bewerfen.“ „Ah, verstehe. Sie denken jetzt, das ist natürlich der blanke Neid auf die armen Asylanten, die fünftausend Euro pro Kopf an Begrüßungsgeld bekommen und mietfreies Wohnen und schöne neue Moscheen und freien Eintritt im Spaßbad, richtig?“ „Ich hatte ja eher darauf getippt, dass Sie mir erzählen, so ein Nazi bekäme auf einmal eine unheimliche Wut auf den Besitzer der Immobilie, die nun nicht mehr für Deutsche zur Verfügung steht.“ „Nein, das ist viel zu einfach. Da müssen Sie noch mal nachdenken.“ „Also in der Tat ein Hassverbrechen?“ „Der Nazi würde ja gerne die Ausländer lieben, aber man lässt ihn ja nicht, und die Ausländer können mit ihm auch nicht viel anfangen. Mal Hand aufs Herz – soll man das etwa moralisch verurteilen?“





Linksliberal

21 03 2016

„Das sehe ich aber ganz anders.“ „Das war ein Brandanschlag, ein ganz mieser, feiger Brandanschlag war das.“ „Aber warum sollten denn unbedingt Linke einen…“ „Eine ungeheuerliche Provokation des Rechtsstaates, jawohl! Das werden wir uns von diesen Bazillen nicht länger bieten lassen!“ „Aber…“ „Und dann auch noch auf so eine Kanakenbude – die gehören doch alle an die Wand gestellt, diese linken Schweine!“

„Also zunächst mal war es eine Unterkunft für Flüchtlinge.“ „Mir egal, wie Sie das nennen, ich nenne das eine gemeinschaftsschädigende Straftat, die sich unser Rechtsstaat nicht bieten lassen wird, klar?“ „Eben, ich bin auch sehr dafür, dass man die Täter…“ „Wenn man das Pack überhaupt kriegt, diese Zecken halten sich doch alle im Untergrund auf. Schwarzer Block, kennt man doch – diese Schweine sehen ja auch alle gleich aus.“ „Jetzt hören Sie mir doch mal zu, diese Brandstiftung war eine ausländerfeindliche…“ „Eben, das war eine schwerst gemeinschaftsschädliche Tat, und wer schädigt die Volksgemeinschaft? schon mal darüber nachgedacht, wer unser Deutschland abmurksen würde, wenn man ihn nur ließe?“ „Das ist doch nicht Ihr Ernst!“ „Diese ganzen Brandanschläge am Maifeiertag, das ist bestimmt auch nur Spaß, oder wie soll ich das verstehen?“

„Hören Sie mal, das ist…“ „Nein, jetzt hören Sie mir mal zu: das war ein Anschlag an einer viel befahrenen Straße, und was fuhr da? Autos, richtig. Was zünden diese Linken regelmäßig an?“ „Es war ein Hakenkreuz auf der Brandbombe.“ „Das war aber nur mit Kreide gezeichnet. Das machen bloß Spasten, die vorher nicht nachdenken.“ „Das war keine Kreide, das war Lackfarbe.“ „Sehen Sie, ein durchaus planvolles und intelligentes Vorgehen, wie man es bei Linken vorfindet. Genau die undankbare Schicht aus gutem Hause, die ihre elitäre Bildung nicht für unsere nationale Ehre einzusetzen bereit ist. Es ist eine Schande!“

„Wir haben da also ein Hakenkreuz auf einer Brandbombe, sehe ich das richtig?“ „Jetzt denken Sie mal scharf nach: wer würde denn ein eindeutig verfassungsfeindliches Symbol auf so einen perfide geplanten Brandsatz malen?“ „Der Täter natürlich.“ „Werden Sie mal bloß nicht witzig, das steht Ihrer Karriere hier im Landeskriminalamt gar nicht gut zu Gesicht. Ich werde Ihnen nämlich mal verraten, wer das war.“ „Da bin ich aber mal gespannt.“ „Als Neonazi ist das doch viel zu gefährlich – irgendwo bei den Linken sitzt immer einer, der weiß besser Bescheid als wir, und dann ist das bei den Kriminalern so ein Reflex: kaum sieht man ein Hakenkreuz, denkt man auch schon an eher konservative Bürger.“ „Ach.“ „Ohne Scherz, manche Kollegen entwickeln regelrecht neurotische Vorstellungen.“ „Was Sie nicht sagen.“ „Doch! Und genau das machen sich diese linken Chaoten doch zunutze, wenn sie uns…“ „Bitte!?“ „Ich meine, wenn diese Linken jetzt anderen, die eben nicht zu den terroristischen, die Linksterroristen eben, die Autos anzünden und auch schon mal gegen ganze Atomkraftwerke protestieren…“ „Kommen Sie zum Punkt, Mann!“ „Das wissen die doch ganz genau, wie man das anstellen muss: Hakenkreuz drauf und fertig!“ „Und Sie würden sich selbst jetzt nicht unbedingt als rechtsgerichtet bezeichnen?“ „Ich!? nein, überhaupt nicht! Linksliberal, das trifft es am ehesten. Also liberal. Liberal, dass ich meine, man kann links sein, dann ist man zwar kein anständiger Mensch, aber trotzdem ist es…“ „Lassen Sie’s gut sein. Ich verstehe schon.“

„Nein, wirklich: das müssen Linke gewesen sein. Sie kennen doch Rechte, oder?“ „Ich habe regelmäßig Tatverdächtige aus dieser Szene hier sitzen, ja.“ „Die sind doch doof. Die sind doch alle komplett hackendoof, oder sehen Sie das anders? Also mal ehrlich, diese Rechten…“ „Sind etwas häufiger als andere bei der Tatausführung alkoholisiert und wollen mit Gewalttaten gegen die Konsequenzen weltpolitischer Entwicklungen protestieren.“ „Das haben Sie schön formuliert, und deshalb finde ich, dass die alle doof sind.“ „Man kann also Rohrbomben bauen und dutzendweise Menschen erschießen und wird dafür verurteilt, und dann war man zu doof dazu?“ „Wenn die verurteilt werden, dann muss sie ja einer erwischt haben, und wie doof ist das denn?“ „Dann waren das alles im Grunde Linke, die in den letzten Monaten Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt haben, weil man sie bisher nicht hat schnappen können?“ „Davon müssen wir leider ausgehen. Gucken Sie ruhig mal in die Kriminalstatistik.“ „Stehen da keine rechtsmotivierten Straftaten drin?“ „Solange wir denen keine rechtsradikalen Motive nachweisen können, müssen wir doch von Linken ausgehen!“

„Also so langsam habe ich es wohl begriffen.“ „Sehen Sie?“ „Und wenn Sie der Meinung sein sollten, dass diese Nationalsozialisten im Grunde auch bloß Linke gewesen sein sollten…“ „Wegen dem Sozialismus? Nee, das sagt nur die Steinbach. Das halte ich nun für ganz falsch.“ „Die Nazis waren also Rechte?“ „Aber ja doch! Haben Sie denn im Geschichtsunterricht so gar nichts mitgekriegt?“ „Weil die sich haben erwischen lassen?“ „Ach was! Die haben einen ganzen Krieg geplant und komplett verloren. Wenn das nicht doof ist, was denn dann!?“





Auf die linke Tour

21 11 2011

„Wir würden Ihnen ja liebend gerne helfen, aber uns sind da leider die Hände gebunden. Die Frau Ministerin hat angewiesen, dass wir nur reuige Opfer verfassungsfeindlicher Organisationen mit Sachmitteln und therapeutischer Hilfe unterstützen dürfen. Sie sitzen zwar ziemlich in der Tinte, das nehmen wir Ihnen sofort ab – aber es tut uns sehr Leid, als CDU-Mitglied dürfen wir Ihnen wirklich nicht helfen. Keine Chance.

Klar, die Demokratie stärken wollen wir doch alle. Wir haben uns da auf unsere aktuellen Phrasen geeinigt, die auch die Frau Bundeskanzlerin gerade so ausgiebig benutzt. Das mit dem Kompass und das mit der Nachhaltigkeit. Also mit dem Kompass immer stur nach rechts, und Nachhaltigkeit – naja, Sie wissen schon. Wir haben inzwischen kapiert, dass Multikulti absolut gescheitert ist, deshalb sind wir ein weltoffenes Land, das mehr Zuwanderung braucht, um die Arbeitslosenquote aufzufüllen. Das ist jetzt offizielle Parteilinie in der CDU. Das klingt zwar, als hätten wir das mit den Drogen auch gleich geklärt, aber so ist das eben. Wir haben halt eine Schwäche für Extreme.

Als CDU-Anhänger können wir Ihnen da nicht mehr viel abnehmen. Sie kommen zu spät, die Geschichte straft bereits. Früher? ja, früher – wenn Sie vor zwei, drei Jahren die Wehrpflicht hätten abschaffen wollen oder die Atomkraft, wenn Sie pleite gegangene Banken hätten aufkaufen und verstaatlichen wollen, oder wenn Sie auch nur ein Wort von Mindestlohn in den Mund genommen hätten, da wären Sie aber sofort als Kommunist durchgegangen. Da hätten wir Sie beobachtet und Ihren Arbeitgeber informiert und Ihre Nachbarschaft und hätten Ihre Briefe abgehört und das Telefon geöffnet – Sie kommen zu spät, die Frau Bundeskanzlerin hat inzwischen auch erkannt, dass in der Deutschen Demokratischen Republik nicht alles schlecht gewesen ist. Das Verständnis von Demokratie beispielsweise erscheint ihr stärkungswürdig. Und die Extremismusklausel, die ist natürlich auch gelebte Verantwortung. Für die Störer. Oder wie Sie es vielleicht nennen würden: Sippenhaft.

Politisches Asyl? Sie sind der Meinung, wenn die Frau Ministerin sagt, jeder, der es nicht gerecht findet, dass ein Zehntel der Bevölkerung über 50 Prozent des Steueraufkommens leistet – nein, der es gerecht findet, dass – also wenn Sie der Meinung sind, das sei nicht gerecht, aber aus anderen Gründen, als es die Frau Ministerin nicht gerecht findet? Dann sind Sie linksradikal. Oder wenn Sie gegen Formen der Überwachung sind, die das Bundesverfassungsgericht als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar bezeichnet hat, dann sind Sie auch linksradikal. Da ließe sich etwas drehen. Als Linksradikaler könnten wir Sie observieren und abservieren, und dann könnten Sie austreten. Aber politisches Asyl, weil Sie das Gefühl haben, mit Geistesgestörten in einer Partei zu sein? Das reicht nicht. Auch nicht, wenn es die CDU ist.

Sie müssen das mal zu unterscheiden lernen. Wir observieren ja generell nur diese Linken, die wollen nämlich Banken verstaatlichen, so wie die Frau Bundeskanzlerin. Sie übertreiben, wenn Sie bei jeder Äußerung von unseren Innenexperten annehmen, dass die irgendwelche Schwierigkeiten mit der Verfassung hätten. Die treffen sogar recht genau. Die können nämlich zielen. Und das nennt man in diesem Land ja wohl ein unverkrampftes Verhältnis zur jüngeren Geschichte, oder?

Das ist doch auch schon ein ganz hübsches Zeichen gegen Extremismus, wenn die Junge Union Köln in Berlin aus Bundesmitteln Komasaufen üben darf. Erstens ist das sowieso für die meisten Jugendlichen der Grund, in die Junge Union zu gehen – seien Sie mal ehrlich, würden Sie sich mit diesen unterbelichteten Knalltüten in die Kneipe setzen? – und zweitens ist das eine Maßnahme, um den Jugendlichen mal deutsche Leitkultur beizubringen. Diese ganzen Islamisten, die trinken ja nicht mal Bier, wie sollen wir die integrieren? Da müssen wir halt bereit sein, mit gutem Beispiel voranzugehen. Auch wenn’s mal wirklich wehtut.

Also Sie meinen, wir müssten Sie aufnehmen, weil diese präventive Ignoranz gegenüber den Neonazis eventuell nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehen könnte? Ist Ihnen klar, was Sie da sagen? Es geht doch gerade um Prävention! Diese Jugendlichen brauchen feste Werte, die kann man nicht einfach sechzig Jahre lang in Ruhe lassen und dann plötzlich so tun, als sei hier plötzlich die Demokratie ausgebrochen. Man muss doch auch rechtsstaatlich bleiben, Sie können doch nicht von uns verlangen, dass wir diese Jugendlichen für Mölln, Solingen und Hoyerswerda verurteilen – das waren doch möglicherweise ganz andere? Hallo!?

Was heißt hier, wir würden die Neonazis dafür bezahlen, dass sie unser Land kaputt machen? Das halte ich doch für etwas kurzsichtig. Schauen Sie mal, das läuft bei uns wie bei den Amerikanern, die ja gar nichts falsch machen können: die haben auch die Taliban unterstützt, und sie sind ihnen bis heute dafür dankbar. Die Sicherheitsindustrie hat viele börsennotierte Unternehmen. Irgendeiner muss halt auch für die Rendite sorgen.

Dann versuchen wir es auf die linke Tour. Hat es in Ihrer Familie vielleicht schon einmal Fälle von Sympathie gegenüber Kommunisten gegeben? Ihr Großvater hat Willy Brandt gewählt? Das könnte man eventuell gelten lassen. Wir speichern da zur Vorsicht mal Ihren Namen. Aber wie gesagt lassen Sie die CDU aus dem Spiel. Die hat es ja derzeit schwer genug – mit dem Grundgesetz.“