Böllerrebellen

18 11 2020

„… auch in Deutschland zu untersagen. Das in den Niederlanden von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommene Böllerverbot zum anstehenden Jahreswechsel könne auf kommunaler Ebene eine entlastende Wirkung auf den…“

„… wie im KZ gehalten würden. Schiffmann werfe der Bundesregierung vor, das Volk wie die in Auschwitz inhaftierten jüdischen Untermenschen zu behandeln, die an Silvester keine Möglichkeit gehabt hätten, sich aus eigener Entscheidung in…“

„… die Wirtschaft unter einem Verbot leide. Lindner beklage eine neue Qualität in der Art, wie Merkel Deutschland in eine ökofaschistische Diktatur verwandeln wolle. Wer durch mangelnden Feinstaub absichtlich nicht an Krebs erkranke und gezielt die Aktien börsennotierter Klinikkonzerne sabotiere, müsse als Volksfeind aus dem…“

„… die Feuerwerksartikel nicht einfach vom Einzelhandel ein Jahr lang eingelagert werden dürften, da die Geschäfte dazu sicherheitstechnisch nicht in der Lage seien. Söder habe angeregt, bei der Suche nach einem Endlager für atomaren Müll den Freistaat Bayern endgültig auszunehmen, wenn dieser im Gegenzug sich bereit erkläre, alle…“

„… dass private Silvesterknallerei ebenso obsolet sei wie Pferdekutschen, Schreibmaschinen oder Verbrennungsmotoren. Da Baerbock für diese Anregung Morddrohungen erhalten habe, sei Weidel davon überzeugt, dass ein Verbot der Grünen nur noch eine Frage der…“

„… sei die von den Böllerrebellen angemeldete Demonstration vom OVG Bautzen auch genehmigt worden. Während der Kundgebung dürfe kein Feuerwerk abgebrannt werden, es sei aber nicht mit polizeilichen Kontrollen zu rechnen, da die Gefahr für die Beamten viel zu…“

„… sei die Überfüllung in den Klassenzimmern durch tödliche Unfälle leichtsinniger Jugendlicher zu korrigieren. Lindner sehe die verheerenden Folgen des Gesundheitsterrors unmittelbar im Schulbetrieb, der unbedingt wieder auf die normale Auslastung eines…“

„… habe Scheuer noch nicht bemerkt, dass der Hauptstadtflughafen zwischenzeitlich in Betrieb genommen worden sei. Sein Plan, gegen eine persönliche Provision, einen Aufsichtsratsposten beim BER und andauernde Straffreiheit wegen vergangener und zukünftiger Gesetzesverstöße die Pyrotechnika auf dem Gelände des…“

„… einen Umsatz von etwa 130 Millionen Euro kalkuliere. Altmaier bedaure den Verdienstausfall der Branche, müsse jedoch angesichts steigender Boni in der Luftfahrt- und Automobilindustrie klare Prioritäten setzen, um sich nicht in den Ruf einer einseitigen…“

„… ob der im Demonstrationsaufruf enthaltene Appell, sich selbst und anderen durch mitgeführte illegale pyrotechnische Artikel Gliedmaßen gezielt wegzusprengen, als Aufforderung zum Begehen von Straftaten im Sinne des §130a StGB zu werten sei, müsse noch geklärt werden. Zuvor werde das Sächsische Oberverwaltungsgericht abwarten, ob es während der Kundgebung wirklich zu einem oder mehreren Fällen von vorsätzlicher…“

„… sei es gute deutsche Tradition, Unschuldige durch eigenmächtiges Handeln in Lebensgefahr zu bringen und den Opfer die Schuld daran zu geben. Merz wolle dies als Regierungschef so schnell wie möglich als verfassungsmäßig verbrieftes…“

„… mache ein Absinken der Müllmenge zum Jahreswechsel die Entsorgungsbetriebe so gut wie arbeitslos. Die SPD könne dies nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren und schlügen vor, den Mitarbeitern regelmäßig zum 31. Dezember zu kündigen, um sie am 2. Januar wieder mit einem unbefristeten…“

„… dass RKI, Ärzteverbände und Kliniken ein Feuerwerksverbot forderten. Laschet habe keine Lust mehr, sich von Laien die Wirtschaft in NRW erklären zu lassen und riet den Medizinern, sich lieber um halbwegs vernünftige Lösungen für einen guten Schulbetrieb im Land der Küchenbauer zu…“

„… in die Gegendemonstration abgefeuert worden seien. Die Polizei habe diese wegen der nächtlichen Lichtverhältnisse nicht einzelnen Teilnehmern zuordnen können, gehe aber davon aus, dass es sich um ein verkehrsübliches Risiko handle, wie es auch zum Jahreswechsel in jeder…“

„… auch eine große Gefahr für Arbeiter in den Feuerwerksfabriken, die immer noch häufig durch Explosionen ums Leben kämen. Gauland halte dies jedoch für unerlässlich, da es für Mexikaner oder Inder eine Ehre sei, für die Interessen der deutschen Rasse zu…“

„… seien 57% der Deutschen der Ansicht, aus Umwelt- und Sicherheitsgründen sei dauerhaft auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Scheuer habe betont, man könne wie bei einem generellen Tempolimit auf den Autobahnen nicht einfach den Mehrheitswillen der Wähler umsetzen, da es sich um national gewachsene kulturelle…“

„… werde die stalinistische Kanzlerin bald auch noch Autorennen in den Innenstädten verbieten, um Kindern, die weder Steuern zahlen noch Wertpapiere kaufen könnten, ein bequemes Leben in der sozialen Hängematte zu erlauben. Lindner werde es nicht dulden, dass die herrschenden linken Terrorverbände sich über Recht und…“

„… Flüchtlingen und Asylbewerbern für den 31.12. eine befristete Arbeitsgenehmigung erteilen könne. Sollten sich diese als Handlanger für ihre deutschen Arbeitgeber an Böllern verletzen, so sei durch eine rasche Abschiebung die Zahl der freien Intensivbetten in Deutschland keinesfalls…“





Blitz und Donner

20 12 2009

für Kurt Tucholsky

Das also war’s. Das ist bald um.
Dann ist die Sache wieder neu.
Sie hocken um den Tisch herum.
Man trinkt Champagner und gießt Blei
und sitzt gespannt und wartet schon,
wenn’s blitzt und kracht herab vom Berg,
auf Donnerhall und Glockenton
    beim Feuerwerk.

Da lässt er’s knallen – Herr Baron
schießt nicht mehr selbst. Das Personal
ist ihn längst leid. Und war’s auch Fron,
entlässt er es von Fall zu Fall.
Der Großmann auf dem Schlosse prahlt,
doch muss er selbst sein Unkraut jäten.
Er hat den Gärtner nicht bezahlt
    und kauft Raketen.

Bengalisch Licht, das stinkt und faucht
und in den Augen brennt wie Sand,
dass sie nicht selbst zu streuen braucht –
die Kinderfrau vergrämt das Land.
Es blendet, raucht und blakt und pufft,
und offen stehn die Lügenmäuler,
doch sausen ihr nur durch die Luft
    die kleinen Heuler.

Der Schrat, der auf der Zunge kaut,
verschließt die Tür, sperrt ab das Tor;
ihn kümmert’s nicht, wer ihm vertraut,
er schiebt noch einen Riegel vor,
denn er vergisst nichts. Seht, er fegt
vom Dach bis tief hinab zum Keller
das ganze Haus, und emsig legt
    die großen Böller.

Der Fant merkt die Verachtung nicht,
nicht jenen kalten Hieb und Hohn,
mit dem man, wenn! noch mit ihm spricht.
Er hält sich für den Göttersohn.
Theaterfeuer zischt und schwärt,
mehr holt er nicht aus dem Geschacher.
Aus Mitleid werden ihm gewährt
    noch ein, zwei Kracher.

Das Schwätzerle, das treu und brav
vom Aufschwung poltert, wenn es soll,
das karg im Kopf bedachte Schaf
glaubt selbst, was seiner Stirn entquoll.
Der Schwadroneur, er tappt und irrt
und sucht, den Großen nachzueifern –
ein Quäken durch den Qualm nur schwirrt
    mit grellen Pfeifern.

Da kräht der Küken lauter Schall,
darunter eins, das plärrt und wimmert.
Es friert und fremdelt dort im Stall,
den mühsam ihre Truppe zimmert.
Hielt es sich selbst schon für den Fuchs?
Es schnattert, flattert, und so rege,
wie es jetzt fliegt, so flieht es flugs:
    Kanonenschläge!

Das alles ist nur viel Effekt,
ist Blendwerk, Nebel und Radau;
wer weiß, was dort dahintersteckt,
erspart es sich mit dieser Frau.
Die Kanzlerin hat einen Knall
gehört – naht sie mit den Verführern?
Umsonst. Es kommt nur Rauch und Schall
    von Rohrkrepierern.