Bitte gleich

18 03 2021

„Ich weiß nicht, was Sie sich davon versprechen, das haben wir doch schon tausendmal durchgekaut. Es gibt Forschung dazu, jede Menge Studien, auch von renommierten Instituten, auch deutsche, das Ergebnis ist immer dasselbe. Zu emotional, nicht belastbar, nicht teamfähig, sie überschätzen ihre Kompetenzen und wollen für ihr Verhalten einfach nie Verantwortung übernehmen. Warum sollte ich für diesen Posten einen Mann einstellen?

Dabei ist das ein ziemlich verantwortungsvoller Posten, das ist Ihnen doch klar? In unserer jüngeren Firmengeschichte haben wir noch keinen Mann für so eine Aufgabe eingestellt. Nennen Sie mir einen Kandidaten, der diesen Bereich einigermaßen gut über die Bühne bringen könnte und auch noch frei ist – einen! In anderen Firmen läuft das aber auch, in anderen Unternehmen sind sie schon viel weiter, ich kann das nicht mehr hören!

Ja, er hat in dieser Firma gelernt, aber das war noch vor seinem Studium. Ausbildungszeugnisse sehe ich mir üblicherweise nicht so genau an, das ist ein bisschen ungerecht. Aber dann das Studium, Rechtswissenschaft, keiner weiß, wozu man das in unserer Firma braucht. Wissen Sie das? Hören Sie mal, wir sind ein Unternehmen an der Weltspitze, wir handeln mit Stahl und Maschinenteilen und jede Menge Technik, und Sie wollen mir hier einen Juristen als Direktor für die Autosparte hinsetzen? einen Mann!? Kollege, bei Ihnen piept’s wohl!

Natürlich kenne ich die andere Bewerberin, das ist seine Cousine. Die wollten die Aktionäre schon in den Aufsichtsrat setzen, aber seit die zurück ist aus Übersee, wird sie den anderen europäischen Buden mal zeigen, wo der Hammer hängt. Ja, die ist Bürokauffrau, zehn Jahre Vorstandssekretariat, die war so dicht an den großen Bossen dran, die weiß genau, wie die alle riechen! So dicht! Ja, dann ist das eben so, dass er auch ihr Cousin ist, aber mit Vetternwirtschaft kriegen Sie uns nicht. Und sie hat in dem Bereich schon gearbeitet, kennt die Prozesse und die zuständigen Leute. Das sind sogenannte Schlüsselqualifikationen, schon mal gehört? Ich werde hier jedenfalls nicht einfach einen Mann auf den Posten setzen, nur weil er ein Mann ist.

Ihnen fällt auch immer eine Entschuldigung ein, was? Ja, das Studium war sehr anstrengend, dann kam auch das erste Kind, die Frau konnte sich nicht um den Kleinen kümmern, weil seine Frau gerade das Qualitätsmanagement für die Halbleitersparte aufgebaut hat. Der Herr hatte eine Nanny, richtig? Der Herr hat die Vorbereitung auf seine beiden Staatsexamina auf dem Golfplatz absolviert, weil er meinte, dass das als adäquate Work-Life-Balance in unserem Aufsichtsrat durchgeht. Denken Sie denn, ich bin bescheuert?

Kommen Sie mir nicht mit der Männerquote. Männer sind möglicherweise für einige Branchen besser geeignet, weil ihnen schon in der Schule nur ein paar Fächer bleiben, in denen sie traditionell mit den althergebrachten Förderungsmodellen ganz gut zurechtkommen. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass sie das später im Berufsleben auch umsetzen können. Nur deshalb haben wir diese Schwemme an Juristen und Betriebswirtschaftlern, die eigentlich fürs Arbeitsleben nicht geeignet sind – sie nennen es dann Flexibilität und erklären es zu einem Vorteil, mit dem wir hier nichts anfangen können. Wenn ich jemanden für Stahl einsetze, will ich ihn nicht gleichzeitig fürs Europageschäft haben oder für den Flugzeugbau. Man muss doch seine Grenzen mal erkennen können, darum geht es doch.

Überhaupt diese ganze Emotionalität, ich kann das einfach nicht mehr haben. Wenn man einem Mann im mittleren Management einen anderen vor die Nase setzt, der das vielleicht schon zwanzig Jahre länger gemacht hat, das gibt doch sofort die größten Probleme. Uh, der weiß immer alles besser, ah, der spielt sich hier als Autorität auf, weil er so einen guten Draht zum Aufsichtsrat hat – ich habe solche Probleme immer nur mit Männern. Die sind auch nicht in der Lage, fachliche Weisungen von einer unmittelbaren Vorgesetzten anzunehmen, obwohl sie wissen müssten, dass das auf Grund von Unternehmensbeschlüssen und Best Practice so entschieden wird. Jedes Mal Theater, mindestens ein halber Weltuntergang. Ich kann keinen Konzern auf einem multinationalen Markt steuern, wenn ich ständig diese kleinen Jungs am Rockzipfel habe.

Meine private Meinung, und das behalten Sie jetzt bitte für sich: ein nicht ganz kleiner Teil der männlichen Angestellten wollen überhaupt nur bei uns arbeiten, weil sie hoffen, Heiratsmaterial finden müssen. Wo denn auch sonst? Das mag ja sogar legitim sein, aber wenn die Arbeitsmoral darunter leidet, dann habe ich dafür wenig Verständnis.

Männer sind einfach nicht anpassungsfähig, und da frage ich Sie: muss sich immer die Wirtschaft an Männer anpassen, oder können das nicht auch mal die Männer an die Wirtschaft? Für einfache, nicht so systemrelevante Tätigkeiten mag das ganz okay sein, aber doch nicht für Führungsaufgaben, in denen man auch die Humankomponente nicht außer acht lassen darf. Vielleicht ist das Konzept, das wir bisher mit Vollzeitarbeit und lebenslanger Tätigkeit für einen Arbeitgeber verfolgt haben, auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber das können wir nicht bestimmen, das muss sich erst gesellschaftlich entwickeln. Und jetzt machen Sie mir bitte einen Kaffee, Milch und zwei Stück Zucker.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CI): Frauenquoten

22 04 2011
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Die Evolution ließ in ihrer unendlichen Güte zwei Geschlechter entstehen, eines, das im Schweiße seines Angesichts aus versägter Buche (furniert) und Buntmetallbolzen Schuhschränke aus Fertigbausätzen klöppelt, und eines, das diese Schuhschränke in Lichtgeschwindigkeit mit Pumps, Sandalen und Stiefeletten in siebenunddreißig Schwarztönen anfüllt. Trotz mancher Hindernisse hat sich die Errungenschaft der Gleichstellung in den meisten Gesellschaften bestens bewährt: Männer können unfallfrei stricken, Frauen als Kanzlerin vollkommen diskriminierungsfrei ganze Volkswirtschaften in die Grütze reiten. Um aber einer Gesellschaft auch gründlich zu verordnen, was sie wollen soll, braucht es Paragrafenpeitsche und Aufsichtshuberei, sonst wäre alles zu einfach und die Beknackten könnten, horribile dictu, so sinnerfüllt wie effektiv und glücklich leben. Damit aber auf diesem beschissenen Rotationsellipsoiden noch der letzte Trottel seine Existenz als zwecklose Irrfahrt zwischen Steuererklärung und Frühableben begreift, versaut es ihm der Staat gleich gründlich. Gute Dienste leistet da eine Frauenquote.

Die Idee ist so einfach wie hirnrissig; da um und bei die Hälfte des künftigen Personals mit zwei X-Chromosomen aufs Spielfeld kommt, müssen wir überall, wo es gesellschaftliche Verantwortung, sprich: sozialversicherungspflichtige Arbeit gibt, auch den Einzug der Frau ins Erwerbsleben fördern, bis das andere gewünschte Ziel der konservativen Sozialschrauberei, die artgerechte Haltung des Weibchens in der Küche, sich nicht mehr verkaufen lässt. Da aber die Wirtschaft sich selten dem Primat der Politik beugt, noch seltener der praktischen Vernunft, gibt sie vornehmlich aus Gründen der bürgerlichen Selbstvergewisserung eine Regel zur Antidiskriminierung heraus. Fünfzig Prozent der Fliesenleger, Fotografen und Flachglasmechaniker sollen fortan feminin sein, sonst macht das Leben keinen Spaß mehr.

Natürlich ist die politische Führung in dieser existenziellen Frage unbeugsam wie Margarine, beschließt eine Verhaltensmaßregel nach der anderen und pocht auf flexibler Einhaltung nach Lust und Laune, denn man muss dem Kaiser geben, was des Kaisers ist – der gerade noch leicht zu begreifende Schluss, eine Hälfte der Gesellschaft auch zu einer Hälfte in einer quotierten Arbeitswelt zu machen, wird von berufenen Begriffsjongleuren subito wieder rückgeführt, da für eine gefühlte Hälfte dreißig bis vierzig Prozent ausreichen. Wer die Komplettverdeppung mit den Bordmitteln der Schulmathematik begegnet, lernt den Häkelkreis der Argumentierunwilligen kennen. Sind denn nicht höchstens dreißig Prozent der Absolventen in Fach- und sonstigen Hauptschulen weiblich? Entscheiden nicht bereits viele Frauen sich eher für die Mutter- als für die Handwerksrolle? Wäre nicht das sozial skalierende Fifty-Fifty wettbewerbsverzerrend und damit ein Angriff auf die Gleichbehandlung? Oder anders gefragt: meinen die blöden Schlampen etwa, sie hätten mehr verdient als die traditionelle Rolle knapp oberhalb von Haustieren?

Damit die derart defizitäre Denke nun aber nicht sofort zum Untergang des Abendlandes führt – wir erwarten ihn, sobald sich Männer das Bier selbst aus dem Kühlschrank holen müssen – schnitzt die Politik ihre Regelung aus supi flexi Schmierkäse. Stufenweise steigert sich die Anforderung an die Unternehmen, die sich verpflichten, die Auflagen auf freiwilliger Basis umzusetzen, also mal mehr oder weniger zur Kenntnis zu nehmen, in Sonntags- und Wahlkampfreden durchzukauen und sie ansonsten zu ignorieren. Auf der ersten Stufe wollen wir, auf der zweiten wollen wir ganz dolle, vor dem Einsetzen der dritten Stufe wird uns die akute Hirnschmelze an der Realitätswahrnehmung retten. Es ist nichts passiert, aber wir bekennen uns vollinhaltlich unschuldig. Das im Arbeitsmarkt und aus anderen Weiterungen der Strafverfolgung erprobte Anreizsystem, hier scheint es wohl nicht zu funktionieren; besser, man schwiemelt sich mit der Milchmädchenrechnung auch gleich den Grund fürs Versagen zurecht.

Natürlich wird sich alles irgendwann von selbst einpegeln, wie die Vorbeter der Marktwirtschaft in endlosem Geleier den Bekloppten weiszumachen versuchen – staatliche Eingriffe sind ja nur da nötig, wo sich der Markt wieder einmal verzockt hat – und die bereits im Ansatz marode Quotenregelung dient nur als Anschubfinanzierung zum Ausverkauf. Dass bereits Demokratieprinzipien erster Ordnung verletzt werden, weil nicht mehr die geschlechtsneutrale Wahl der am besten geeigneten Person zum Abschluss eines Arbeitsvertrags führt, sondern Erfüllung planwirtschaftlicher Vorsätze, das ist nicht allein ein Eingriff ins Eigentumsrecht und Teil einer staatlichen Entmündigungsstrategie, wie sie gegenüber anderen Randgruppen auch rücksichtslos gefahren wird, das ist Verstoß gegen die Einsicht, wo ein Kalkül nur theoretisch aufgeht, aber nicht in der gesellschaftlichen Realität, sonst wären aus Imagegründen längst alle prominenten Kabinettsposten mit lesbischen, schwarzen Behinderten besetzt.

Endgültig paranoid und zugleich verräterisch wird die Versuchsanordnung, wo eine affirmative Aktion jenseits aller Qualifikationen die Anzahl der Vorstands- und Managementposten mit weiblicher Besetzung vorgibt. Nicht hehrer Glaube an die Gleichheit des Weibes treibt uns Lemminge zum Nachfaseln der Balancebotschaft, zum Betonieren kapitalistischer Wachstums- und neoliberaler Leistungsträgerstrukturen zwingt man Frauen in ein System, von und für Arschlöcher entworfen, um die Gesellschaft gleichmäßig unter Kontrolle zu bekommen. Männerfantasien der Marktwirtschaft, in denen die Drohne sich früher oder später dem Herzinfarkt opfern darf, wenn sie bis dahin die Absatzzahlen fleißig nach oben gehämmert hat. Den Krampf im Kopf als Segnung zu empfinden, das schafft anscheinend nur der neokonservative Gewaltkapitalismus, dessen Überwindung früher oder später in die Abschaffung der Gesellschaft führen soll, wie uns schon jetzt wegen mangelnder Dauerbeschäftigung von der Industrie täglich ins Außenohr gejodelt wird. Wir werden es mitmachen. Wir erleben positive Diskriminierung, bis wir zum Schluss ein Problem mit zu wenig Männern haben sollten. Mal sehen, wer es dann regeln wird. Bestimmt die Quotenfrau.





Emanzipiertes Programm

24 02 2011

Siebels stöhnte. „Was soll ich aus dem Ding bloß machen.“ Der TV-Produzent starrte verzweifelt in seine Papiere, ein Bild des Jammers, verzagt und vollkommen mutlos. Und er hatte allen Grund, sich die Haare zu raufen. Herlinde Grüb-Polterstein hatte zugeschlagen, die Frauenbeauftragte der Programmkommission.

„Wie soll ich eine gute Zuschauerquote kriegen, wenn diese alte Hexe mir jeden noch so seichten Unterhaltungsfilm kaputtquarkt?“ Er grub sein Gesicht in die Hände und ächzte leise. „Wir haben mit Müh und Not Rosen der Liebe auf die Reihe gekriegt!“ Ich grinste. „Diese grauenhafte Schmonzette? Entsetzlich, ich hätte fast die Glotze aus dem Fenster geschmissen!“ „Also haben Sie es gesehen“, konstatierte Siebels, „und darauf kommt es an. Das wissen Sie genau.“ Wieder blätterte er unschlüssig in seinem Skript. „Aber dann haben sie uns Traumhotel unter Kokospalmen im letzten Augenblick torpediert.“ „Weil Sie das ganze Team in die Karibik schleifen wollten für einen Film, der zu 95 Prozent aus Innenaufnahmen besteht.“ Er runzelte die Stirn. „Das ist doch nicht entscheidend – die Grüb-Polterstein wollte nicht, dass wir einen Klischeefilm über die Hotelbranche machen, in dem die weibliche Hauptrolle eine Hotelerbin ist, die sich in einen einheimischen Taxifahrer verliebt und mit ihm eine Pension am Rand der Slums aufmacht.“ „Dabei wäre das doch eine großartige sozialkritische Arbeit geworden“, sinniert ich. „Durchaus“, bestätigte Siebels. „Aber die Hoteltante wird im zweiten Teil des Films Hausfrau und Mutter, und das auch noch freiwillig, während ihr angeheirateter Vetter aus Bad Münster am Stein-Ebernburg das Hotel übernimmt.“ „Die Poltersteinsche wollte nicht, dass das traditionelle Frauenbild überbetont wird?“ Er nickte und schob mir den Papierstapel über den Tisch.

Eine Liebe fürs Leben – meine Güte, wer hat sich diesen Staubfänger ausgedacht?“ „Kommt aus der Redaktion“, antwortete Siebels wortkarg, „soll von einem sehr bekannten Autor sein.“ Ich blätterte und las. Und ich staunte. „Sandra, die Tochter aus dem Akademikerhaushalt, heiratet den Franzl vom Land.“ Der Fernsehpapst knirschte mit den Zähnen. „Gleich hier hat die Alte mir das Drehbuch zerfleddert“, schimpfte er, „angeblich ein klischeehafter Stadt-Land-Konflikt, das sei völlig unrealistisch, so viel Mobilität gebe es gar nicht, das sei nur ein Wunschtraum, damit man die neoliberale Schichtentrennungspropaganda nicht so stark spüre – ach, was rege ich mich auf…“ „Da bricht Franzls Vater, der Sägewerksbesitzer, mit einem Herzinfarkt zusammen. Der Sohn muss den Betrieb übernehmen, und so ziehen beide ins Glutschlertal nach Obergschwurbl.“ „Blöd fand sie das, der hätte nie den Job als Unternehmensberater für ein Sägewerk an den Nagel gehängt.“ „Es läuft gut an, sie leben sich im Dörfchen ein, da ziehen dunkle Wolken auf: Franzl deckt einen Schmuggel auf, denn in den hohlen Baumstämmen findet er Falschgeld.“ „Wieder nichts als der übliche Krimikram, sagt die Polterdings.“ „Heimlich legt er sich auf die Lauer und…“ „Schluss jetzt!“ Siebels schlug mit der Faust auf den Tisch, dass der leere Kaffeebecher einen Satz machte. „Ich kann diesen ganzen Mist nicht mehr hören!“

Ich blickte aus dem Fenster über die Dächer der Stadt. „Was soll man da noch machen? Was soll man auf diese Haltung antworten?“ Der bekannte Medienmacher legte die Stirn in tiefe Furchen. Herlinde Grüb-Polterstein, Quoten-Gutmenschin, Gender-Betroffene und Produktionsbremse der Sendeanstalt, hatte sich redliche Mühe gegeben, das Abendfilmchen zu zerhacken. „Sie hat doch allen Ernstes die Verfilmung vom Stechlin für nicht politisch korrekt gehalten, weil die Darsteller alle so merkwürdige Namen haben“, wimmerte er. „Die Frau ist doch nicht ganz dicht!“ Und er verbarg wieder sein Gesicht in den Armen.

Da hatte ich plötzlich eine Idee. „Siebels“, sagte ich atemlos, „geben Sie mir doch noch mal das Skript. Ich weiß, was wir machen.“ Dann zückte ich den Bleistift. „Eine Liebe fürs Leben, das lassen wir, und dann legen wir mal los.“ Siebels guckte mich erwartungsvoll an. „Sandro, Sohn aus dem Akademikerhaushalt, heiratet die Franzi vom Land.“ Seine Miene heiterte sich innerhalb von Sekunden spürbar auf; er grinste von einem Ohr zum anderen und rieb sich schadenfroh die Hände. „Da bricht Franzis Vater, der Sägewerksbesitzer, mit einem Herzinfarkt zusammen. Die Tochter muss den Betrieb übernehmen, und so ziehen beide ins Glutschlertal nach Obergschwurbl. Es läuft gut an, sie leben sich im Dörfchen ein, da ziehen dunkle Wolken auf: Franzi deckt einen Schmuggel auf, denn in den hohlen Baumstämmen findet sie Falschgeld. Es ist die Bande von Bürgermeister Xaver Gröllpiesler, die heimlich Dollars aus dem Stausee in Sankt Kathrein holt. Sie verfolgt die Bösewichte – mit dem Geländewagen durch die Glutschlerschlucht und auf den Gschwurblkogl hinauf bis nach Glump am Kraxlbachfall, dann wird sie von Gröllpiesler und den seinen gestellt. Ein wilder Kampf, und endlich kommt auch Sandro, der Göttergatte, der nur fragen wollte, ob er für den Abend Gemüsegratin kochen dürfe. Gemeinsamer Kampf auf Leben und Tod, Gröllpiesler fällt in den Wasserfall und ertrinkt, Franzi wird seine Nachfolgerin.“ Siebels klatschte in die Hände. „Großartig! Toll! Sie wird es uns abkaufen!“ Er grinste diabolisch. „Und das Tollste daran: so eine gequirlte Scheiße hat noch nie jemand so leicht an einem Verantwortlichen vorbeibekommen!“