La Paloma

2 08 2017

Einmal muss es vorbei sein. Der weiße Wal kommt heute nicht mehr. Joe DiMaggio hat keine Lust zum Angeln. Nur die beiden Landstreicher stehen noch immer da unten und trauen sich nicht auf die Leiter. Irgendwie hat wohl auch dieser Freitagstexter nasse Füße bekommen. Und guckt.

Vermutlich ist Herr Karlsson längst erwachsen geworden und hockt vor der Tür, während innen Fräulein Bock den Staub von der Decke holt. Das Klapppodest könnte wieder einmal unter der Dachschräge hervorgeholt werden, aber Hildegard schüttelt den Kopf. Ferienzeit. Der Handwerker hat ohnehin viel Schmutz hinterlassen, im Gegensatz zur Küche regnet es draußen gerade, die Tage werden wieder kürzer, mit anderen Worten: der zwischendurch leicht angewachsene Wettbewerb gleitet in eine sanfte Sommerruhe ab.

Es bleibt uns nichts anderes übrig, als zur Tat zu schreiten. Wir sind skeptisch. Käpt’n Iglo nagt noch mal trübselig an der Vierkantforelle. Hat da einer versehentlich am Tidenhubschrauber gespielt? Wir wissen es nicht. Nicht mal derChristoph.

Warten auf die Flut.

Habemus principem! Jedenfalls geht der Pokal, der umgedreht einer Schiffsglocke gleicht, mit schaurigen acht Glasen (Döng-Döng! Döng-Döng! Döng-Döng! Döng… Döng!) zu Beginn der dritten Tagwache für diesmal an denChristoph. Herzlichen Glückwunsch! Hildegard fächelt sich und den Gästen Luft zu, verteilt Zitrone – der Tee ist halt saisonal angepasst – und fragt bei Molloy nach, ob er das noch mal schreiben möchte. Er meint, das wäre schwer auszudrücken. Am 4. August 2017 geht es weiter. Ich fantasiere vielleicht ein wenig, ich schmücke vielleicht etwas aus, aber im Ganzen gesehen war es so. Ahoi!





Pfirsich

28 07 2017

Freitagstexter

Nein, es war gar keiner. Zucchini sind als Gartenkürbisse recht weit entfernte Verwandte der Rosenartigen zwar irgendwo auch in der Nähe der Steinobstgewächse, aber das war es dann auch. Der aktuelle Freitagstexter ist demnach mal wieder ganz anders, trotzdem: Herzlich willkommen!

Beim SchafPiraten jedenfalls ging es um nachwachsende Rohstoffe, genauer: Bären. Rein landwirtschaftlich muss man dabei zwischen Erd- und Braunbären unterscheiden, da erstere bei unsachgemäßer Handhabung hartnäckige Flecken hinterlassen, letztere für die Aufbewahrung im Kühlschrank meist nicht zu begeistern sind. Kleinere Exemplare sind gutmütig, leise, schnarchen nicht und sind ausgesprochen reiselustig. In Neckarnähe leben vereinzelt wilde Heidelbären. Und damit wären wir auch schon fast bei den Blaubären angelangt.

Das so bekannte wie auslegungsfreudige Regelwerk des Wortmischers erlaubt es nun, bis Dienstag, den 1. August 2017 um 23:59 Uhr sich Gedanken zu machen über die merkwürdige Gegend, in der ich lebe. Milchläden gibt’s keine mehr, dafür werden Verkehrsschilder umhäkelt, ab und an stehen Plakate von Politikern ohne (!) aufgemalte Schnurrbärte in der Gegend herum – kurios. Ich bin manchmal erstaunt über meine eigene Geduld. Und damit bin ich nicht alleine, wie dieser Schnappschuss wohl zeigt. Klick macht, wie immer, groß.





Quellenstudium

21 06 2017

Ein Beitrag von Freitagstexter-Ausrichterin Hele

Viel Wasser floss den Po hinab, bis ich endlich zu einer Entscheidung finden konnte. Danke für die coolen Kommentare (oh, cool darf man ja eigentlich nicht mehr sagen, etwas was cool ist, ist wohl nur oberflächlich…) Für den Nibelunghort gab ich schon lang mein letztes Hemd, damit ich mir das Wellnessen leisten kann, hat aber dann doch nur für kaltes Wasser gereicht. Darum stoned in den Himmel, aber Quellen studieren und eine kalte Kopfwäsche ist mein täglich Murmeltier, deshalb bitte ich bewitchedmind in die Untiefen des nächsten Freitagstexters abzutauchen.

Das Quellenstudium kostet einen heutzutage das letzte Hemd.

Herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, auch für den nächsten Freitagstexter am 23. Juni findet sich ein Blog.





Nachgesang

16 06 2017

Freitagstexter

Ein Beitrag von Freitagstexter-Gewinnerin Hele

Ich fühle mich natürlich hoch geehrt, dass ich den Freitagstexter gewonnen habe, und es tut mir sagenhaft leid, dass ich den Freitag tatsächlich verpasst habe. Aber keinstensfalls will ich schuld daran sein, dass der Freitagstexter in seine Endstation einfährt, sondern der Textzug soll noch viele viele weitere Bloghalte anfahren.

Anbei ein Bild von mir höchstpersönlich zu dem fröhlich getextet werden darf.

Wie immer gelten die Wortmischer-Regeln. Bis Dienstag, den 20. Juni 2017 um 23:59 Uhr. Klick macht natürlich auch hier groß.





Endstation

7 06 2017

Die letzten ihrer Art? Vermutlich haben die drei Gestalten auf dem Weg zum vergangenen Freitagstexter gerade versehentlich die Büchse der Pandora aus dem Kühlschrank geholt. Die Gebrauchsanweisung ist zwar noch lesbar, aber das Verfallsdatum ist in einem Land vor unserer Zeit angesiedelt.

In der Hoffnung, dass es aus diesem sehr überschaubaren Angebot überhaupt noch eine Fortsetzung gibt, geht der Pokal diesmal an hele:

… Buzdolabında saklanmak Lütfen….
Mist, kann von euch einer Türkisch?

Herzlichen Glückwunsch! Sollte sich für den nächsten Freitagstexter am 9. Juni kein Blog finden, stelle ich meins gerne zur Verfügung. Falls nicht…





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2 06 2017

Freitagstexter

Beim Barte des Propheten. Oder kurz dahinter, jedenfalls um Kopf und Kragen. Um irgendwas ging’s, und da war wieder nichts zu sehen, so dass getextet werden musste. Freitags. Weshalb der neue Freitagstexter hier und heute stattfindet. Herzlich willkommen!

Ganz klar ist noch nicht, warum bei pfeff.eroni.de der freundliche Herr Hauptmann sich im Schnarchschutz verheddert hat. Vielleicht war es nur eine Art Bettwäschetest. Oder textile Kriegführung. Wir jedenfalls werden uns unter Berücksichtigung des bekannten Regelwerks vom Wortmischer auf ein neues Bild stürzen. Am Dienstag, den 6. Juni 2017 um 23:59 Uhr werden auch hier Köpfe der Jury sich über die Frage heiß denken: was wollten uns die Dichter damit sagen?

Bei James Vaughan (CC BY-NC-SA 2.0) fand sich jüngst ein Dokument, das trefflich um Kopf und Kragen geht, jedenfalls rätselhaft genug für eine zünftige Neuinterpretation. Schauen wir mal. Klick macht, wie immer, groß.





Tischvorlage

26 04 2017

Was habe ich mir dabei nur gedacht. Grüne, skurrile Eckmöbel, nicht einmal mit der Schrankwandklasse kompatibel, vermutlich hat Stalin an solch einem Ding georgelt, möglicherweise wurde hier das erste Experiment mit Hyperspace ohne Bügeleisen über die Bühne gebracht. Wir haben gemeinsam gesucht und so gut wie jeden Winkel der Zivilisation nach Antworten ausgeleuchtet. Der Freitagstexter war einmal mehr die investigative Speerspitze des zweifelhaften Geschmacks. Das verpflichtet.

Und so habe ich mir mit Büro-WLAN und einer Menge Heftzwecken einen halbwegs passablen Workaround zurechtgezimmert, noch hält es, und ich nehme an, dass mein Netzprovider den Tag verflucht, an dem er sein intellektuell ungesegnetes Personal auf mich losließ. Den Pokal kriege ich ohne technische Hilfe hin, jedenfalls mit Hilfe der üblichen Bordmittel – Klapppodest, Klemmlampe, Samtdeckchen vom Stützflügel, und dann wollen wir Hildegards Teebrett nicht vergessen, sie wird sonst möglicherweise etwas ungehalten – und es wird bei den wenigen Wettbewerbsbeiträgen auch ein leichtes Unterfangen sein, den Sieger zu küren. Es sind die innenarchitektonischen Träume, denen man sich hingibt. Die kleinen Fluchten aus dem Alltag des Möbelschweden mit den Möbelschäden. Die Tischvorlage eben. Die Trophäe gebührt für diesmal lamiacucina:

Jugendtraum: Einmal im Leben im Cocktailsessel sitzen und den Startknopf der Mondrakete drücken

Herzlichen Glückwunsch! Der nächste Freitagstexter am 28. April geht wieder einmal ins Triangel der verschwisterten Kulturen, ins schöne Basel zu lamiacucina. Sie haben dort allerhand unartige Könige, aber die Möbel, sagt man, sollen verhältnismäßig artig aussehen. Moonraker, übernehmen Sie!