Ausscheidungsprozess

28 06 2018

„… dass die Nationalmannschaft so früh das Turnier verlassen müsse. Die Verantwortlichen würden mittelfristig ihrer Verantwortung gerecht werden, die kommende…“

„… sehr traurig seien. Merkel habe Jogi Löw allerdings ihr vollstes Vertrauen…“

„… habe Martin Schulz vorerst alle Termine abgesagt. Er wolle sich nicht zu der überraschend deutlich ausgefallenen…“

„… die Beziehungen zu Russland nicht beeinflussen werde. Putin sei bei vielen Deutschen weiterhin ein geschätzter Staatschef, der den Ausgang großer sportlicher Wettkämpfe stets den Athleten anvertraue, die sich für eine faire…“

„… beim nächsten Wettkampf die bayerische Mannschaft antreten werde. Dobrindt habe keinen Zweifel daran gelassen, dass der TSV 1847 Weilheim auch auf Weltniveau mit den anderen…“

„… sich die Deutsche Bischofskonferenz nicht zu der Nachricht äußern werde. Söder habe dem Gremium daher Verrat an der christlich-jüdischen Kultur Deutschlands vorgeworfen und fordere eine sofortige…“

„… eine Zeit gekommen sei, um Abschied zu nehmen. Mercedes Benz werde sich gerne an die Zeit erinnern, in der sie als Partner der Mannschaft die verkaufsfördernde Wirkung in Anspruch genommen habe, um sich neuen Herausforderungen in der internationalen…“

„… es schon an den ausländisch pigmentierten Spielern der Multikulti-Mannschaft der BRD GmbH gelegen habe, dass sich Deutschland nun vier Jahre lang schämen müsse. Gauland fordere die Verantwortlichen auf, ihre Staatsbürgerschaft freiwillig zu…“

„… die Fahnenindustrie zur Gelassenheit mahne. Man sei sich sicher gewesen, dass nach der Weltmeisterschaft etwa zweitausend Leiharbeiter in die Erwerbslosigkeit geschickt werden müssten, die Beschleunigung des Ausscheidungsprozesses biete auch eine viel bessere…“

„… in der nächsten Ausgabe eine Fotostrecke abdrucken werde. Heidi Klum werde selbst berichten, was die deutschen Spielerfrauen zu einer Niederlage tragen würden, dazu sei außerdem ein Make-up-Tutorial ohne Schminke in Schwarz-Rot-Gold und andere Accessoires des…“

„… sich die Verhandlungen zum Mindestlohn jetzt sehr diskret gestalten müssten, da die Bürger wieder mit einem wachen Auge auf die…“

„… jetzt drei Container Aktionsware vernichten müsse, die nicht mehr mit den bestellten Wir-sind-Weltmeister-Aufklebern einschließlich der passenden Anzahl an Sternen in den Verkauf gelangen könnten. Der Konzern habe betont, man könne die Wurstwaren nicht zum ermäßigten Preis an Bedürftige abgeben, da die Kundenbindung zum DFB wesentlich wichtiger und…“

„… etwa dreizehnhundert vorbereitete BILD-Schlagzeilen nicht verwendet werden könnten. Julian Reichelt habe eine Schadenersatzklage gegen den Islam angestrengt, der Titel wie Linksschwule Pädoveganer zerstören DEIN DEUTSCHLAND! oder Allah-Schweinedrecksau verschenkt Finale-Elfmeter – Muselhure Merkel hat Ramadanfeier mit alkoholfreiem Bier ins Grundgesetz aufgenommen! mit aller…“

„… die mit jüdischem Kapital gekaufte Kanzlerin des Islam den Bundestrainer bei der Mannschaftsaufstellung angewiesen habe, so viele Muslime wie möglich aufs Spielfeld zu lassen. Nur mit diesem Volksverrat, so Höcke, sei es einer BRD-Mannschaft überhaupt möglich, gegen einen rassisch minderwertigen Kontrahenten in einer solchen Partie zu…“

„… in den kommenden Jahren das Interesse der deutschen Jugend an Sportarten wie Eishockey oder Handball wieder anwachsen werde. Der DFB sehe dies mit großem Bedauern, da die Verdienstchancen für den Profinachwuchs weitaus geringer und…“

„… eindeutige Zeichen gesehen haben wolle, dass Merkel den Schiedsrichter erst gegen Ende der zweiten Halbzeit angewiesen habe, massiv gegen die Deutschen vorzugehen. Die Sicherung des Sieges für die Gegner habe für Weidel mit der derzeitigen Krisensituation in der Koalition zu tun, die bewusst inszeniert worden sei, um von der staatsgefährdend schlechten Qualität des deutschen Fußballs abzulenken, der zur Verteidigung gegen die Feindmächte des…“

„… auch seine positiven Seiten habe. Es komme zu weniger Straftaten im Alkoholrausch, der Straßenverkehr werde nicht durch Autokorsos gestört, der Anblick zurechnungsfähiger Bürger sei weniger von ästhetischen…“

„… nur als Vorsichtsmaßnahme gedacht sei. Trotzdem werde man Claudia Neumann bis auf Weiteres für internationale Turniere nicht mehr…“

„… einen Trainer brauche, wo die Mannschaft, die wo auch eigene Impulse setzen wolle, aber auch besser trainieren könne, wenn es der Verband erlaube. Matthäus sei sich sicher, dass er die Trainerlizenz, wo er zwar noch nicht in dem…“

„… trenne sich Nivea nicht aus sportlichen Gründen vom Bundestrainer als seiner Werbefigur, man wolle sich nur allgemein ein eher jugendliches…“

„… sich auf ein friedliches Fußballfest ohne Außenübertragungen freue. Die Berliner Stadtreinigung sehe die Entwicklung mit sehr großer…“

„… immer noch die Gefahr bestehe, dass Til Schweiger einen Film aus dem Stoff mache, der mit einer seiner Töchter in der Rolle des…“

„… sich die miserable Qualität der Mannschaft bereits seit längerer Zeit unwidersprochen abgezeichnet habe, ohne dass Konsequenzen in Erwägung gezogen worden seien. Volkswagen habe sich aus großer emotionaler Nähe dazu bereit gefunden, als neuer Sponsor der…“

„… das Auseinanderbrechen der Europäischen Union nicht weniger wahrscheinlich geworden sei. Dies sei aber nicht ursächlich aus dem Ausscheiden des deutschen…“

„… sich schnell beruhigen werde, wenn ein Schuldiger ausgemacht sei für das Scheitern der deutschen Mannschaft. Seehofer wisse, wovon er spreche, denn dies sei das Hauptgeschäft seines…“

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Aus!

11 07 2016

„Verdammte Hacke noch eins, das ist doch eine – ja, Sie lachen, aber haben Sie mal an den deutschen Einzelhandel gedacht? an die hunderttausend Jobs, die da dranhängen? Haben Sie sich klargemacht, was das für meinen Jahresumsatz als Discounter bedeutet? Diese ganze Fußballscheiße, die sollte man doch… – Ach was, man sollte die… –

Schweinsteiger! dieser Vaterlandsverräter, den sollte man sofort nach… – Also ich bin keiner von denen, aber wenn ich als Deutscher, und das sage ich als einer, der diese Demokratie immer ganz und gar geduldet hat, wenn nichts Besseres im Abgebot war, da muss man doch einsteigen, und zwar aus nationalem Interesse, aber doch nicht mit der Hand! Verdammte Hacke, wenn ich als Deutscher, und das sage ich, weil ich stolz bin, nicht so zu sein wie die Nazis, die sich dann doch nicht dazu bekennen, also als Deutscher, wenn ich die Hand hochhebe, dann mache ich das doch nicht vor so vielen Ausländern! Dem haben sie doch ins Hirn geschissen, diesem… – Hat der sich überhaupt mal überlegt, was das für meinen Discounter heißt, wenn die Bierumsätze so einfach wegbrechen? auf Nullkommanix!? Das ist Vaterlandsverrat, Vaterlandsverrat an der deutschen Brauwirtschaft, dabei kommt der Schweinsteiger doch angeblich aus Bayern!?

Sie müssen sich das mal als Gesamtrechnung ansehen, dann wissen Sie erst, was das für uns als Volkswirtschaft bedeutet. Die deutsche Wurst, und ich sage das jetzt ohne jeden Seitenblick zu diesem Schwammkopf, der mit den frauenfeindlichen Sprüchen seine Geflügelscheiße unter die Leute bringen will – und ich unterschreibe Ihnen das gerne, weil diese Geflügelscheiße ist ja an sich schon frauenfeindlich – die deutsche Wurst darf nicht einfach so aus dem Angebot verschwinden! zumindest nicht in der Menge! Ich bleibe hier auf einer halben Tonne Krachbrutzler sitzen, nur weil dieser Boateng ein bisschen Ziepen in der Wade hat. Sind die denn alle bescheuert!?

Meine Güte, es geht doch nicht um persönliche Befindlichkeiten, es geht uns hier um die nationalen Belange! Das ist die Nationalmannschaft, oder hat man das denen vor der Euro-WM… – Ja, jetzt nageln Sie mich ruhig fest auf die Sprachregelung der Fußballfuzzis, da stehen wir alle drauf. Das finden wir alle ganz toll, dass wir da kein Bier mehr verkaufen dürfen und keine Schlandhemden, diese Lappen mit der Fahne drauf, wobei Sie von dem Bier sowieso die bessere… – Aber das muss man dem Löw und den anderen doch mal klarmachen, dass sie nicht zum Spaß spielen! Wir haben allein für die letzten zwei Spiele mit einer Nachbestellung von dreihundert Paar Rückspiegelfahnenstülpern und zehn Kartons Blumenketten in Nationalfarben das Budget absolut ausgereizt. Wenn wir jetzt die Weihnachtssüßigkeiten erst Anfang September auf die Aktionsfläche stellen können, dann möchte ich mal nicht wissen, wie sich der Verbraucher da verhält. Aber mit uns kann man’s ja machen!

Das mit dem Feuer in der Hühnermordfabrik, das war doch kein Zufall. Die wussten genau, dass wir diese EM nicht gewinnen würden, und dann haben sie vorsorglich ihre Kapazitäten heruntergefahren, damit keiner Verdacht schöpft, und wir haben nichts ahnend die Fleischrestwurst bestellt und müssen jetzt Strafe zahlen für stornierte Lieferung von Würsten, die es nie gab! Ich sage es Ihnen, das ist wie Sanktionen gegen Ausländer, die die Deutschkurse nicht besuchen, die nie angeboten wurden. Das sind doch die Fakten!

Von den Chipsherstellern haben wir sogar schon eine Abmahnung kassiert, weil wir nicht mehr Sorten anbieten. Aber was soll man denn machen? Wir haben Frauenchips und Männerchips, Chips für Sieger und Bio und Genusschips und nach neuer Rezeptur und so wie immer bei Mutti und die, die nach Chips schmecken. Verdammte Hacke, ich kann doch nicht dreißig Sorten Chips anbieten, bei denen nur der Fußball auf der Packung unterschiedlich groß ist! So groß ist mein Laden auch wieder nicht!

Und jetzt gucken Sie sich mal den Querverkauf an. Keine Grillwurst, das heißt doch auch: kein Senf und kein Kartoffelsalat, kein Plastikbesteck, keine Pappteller, kein Feinwaschmittel, das muss man doch mal systematisch sehen! Wenn Sie das mit Bier und den Blumenketten und den Fahnen zusammenrechnen, gegenseitige Schmierinfektion im nationalen Bereich, das ist doch für einen Discounter der Todesstoß! Und zugleich bringt das auch proportional weniger Kunden ins Geschäft, das heißt, dass auch weniger Umsatz in den anderen Warengruppen zu erwarten ist. Wer bezahlt einem denn den Ausfall? Da redet sich der DFB wieder fein raus, ist ja nur ein Spiel, wir waren sowieso die bessere Mannschaft, Verletzungspech, ich kann dies ganze Gefasel nicht mehr… – Ach hören Sie doch auf! Ja, wir sind immerhin noch Weltmeister, aber kann ich mir davon noch etwas kaufen? Das ist doch seit zwei Jahren auch wieder Geschichte, und bis wir das nächste Mal wieder Schlandgirlanden in den Laden hängen können, bin ich wahrscheinlich pleite, weil alle sich sämtliche Aduktoren und Syndesmosen und was weiß ich noch gezerrt und gestaucht und gebrochen haben, und ich kann hier ein Wurstmuseum aufmachen! Aber das sage ich Ihnen, dies Larifari, wir tun das für die Fans, wir lieben das Spiel, das muss hier alles mal aufhören, das ist doch lächerlich. Unter dem Blatter hätte es das nicht gegeben, der wusste nämlich, worauf es beim Fußball ankommt – verdammte Hacke noch eins!“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCXCI): Sepp Blatter

12 06 2015

Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer


Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Und hier sind noch einmal sämtliche Gründe, warum ein bis auf die Knochen verrotteter Haufen alter Säcke, die sich bereits beim Anlegen von Schienbeinschonern irreversible Schäden zuzögen, und ihr korrupter Obergartenzwerg sich eine eigene kritische Würdigung angesichts ihres mit Schmackes einsetzenden Niedergangs verdient haben:





Katarstimmung

25 02 2015

„… zu erheblichen Schwierigkeiten komme, weshalb sich die FIFA zu einer Verschiebung der Weltmeisterschaft 2022 auf die Wintermonate…“

„… daran gelegen haben könnte, dass Blatter gelegentlich zu viel Schnee…“

„… noch keine genauen Zahlen vorlägen. Der Einzelhandel könne jedoch bereits jetzt klagen, dass das Weihnachtsgeschäft 2022 nur sehr schleppend und…“

„… da die Veranstalter versprochen hätten, die Stadien auch im Hochsommer auf 27 °C zu kühlen. Die FIFA vertraue dem Wüstenstaat vollkommen und wolle daher deren Leistungsfähigkeit nicht mehr auf die Probe…“

„… wegen der Zeitverschiebung für die Dauer der WM in Europa eine kurzfristige Sommerzeit…“

„… das traditionelle Public Viewing nur stattfinden lassen könne, wenn der Bodensee komplett durchgefroren sei. Andernfalls müsse die…“

„… sich de Maizière sehr besorgt geäußert habe, dass die Terrorristen sich saisonbedingt bei den deutschen Partnern in Saudi-Arabien…“

„… ausschließlich in Deutschland produziert werde. Die Schwarz-Rot-Gold-Schals und Strickmützen seien bereits jetzt…“

„… es zu Terminkollisionen komme, wenn die Wintersportereignisse der Saison 2022/2023 stattfänden. Da die GEZ-Einnahmen nicht ausreichten, um einen eigenen Sender zu gründen, müsse man die Fußballmeisterschaft leider auf einem verschlüsselten Kanal…“

„… schlage die FIFA vor, im Gegenzug den Advent bereits im Juni…“

„… bestimmt nur falsch ausgedrückt habe. De Maizière sei der Meinung, bezogen auf das BIP entspreche ein verängstigter Saudi ungefähr einer halben Million Deutscher, da diese seltener durch Rüstungsdeals…“

„… werde es sicher keine Überschneidung mit dem Wintersport geben. Katar habe zugesichert, eine Sprungschanze und Pisten für die alpinen Wettbewerbe zu bauen, die dann bereits im Juli…“

„… sich der Fanbeauftragte des DFB skeptisch geäußert habe. Eine eindeutige Aussage sei nicht zu treffen, ob die Anhänger aus Protest oder wegen der Außentemperaturen keine…“

„… den WM-Adventskalender mit 100 Gramm hochfeiner Alpenmilchschokolade ins Sortiment aufnehme. Noch nicht geklärt sei, ob der WM-Weihnachtsmann im traditionellen Burnus mit einem Salafistenbart…“

„… nur um ein Missverständnis handeln könne. Die in Katar tätigen Islamisten seien nun nicht mehr bereit, deutsche Bürger auf den Weihnachtsmärkten zu bedrohen, weshalb man die anlasslose Überwachung sofort intensivieren müsse, um den Terroristen nicht den Eindruck zu vermitteln, nur sie könnten die FDGO in Deutschland in alle Einzelteile…“

„… bei der Berechnung nicht berücksichtigt habe, dass im Dezember auf der Südhalbkugel Sommer sei. Die FIFA habe mitgeteilt, sie habe für die Verschiebung der Jahreszeiten keine Genehmigung erteilt und wolle daher unverzüglich eine Entschädigung in Höhe von mindestens…“

„… auf Merkel einzuwirken. Sollte die Klimastrategie der Kanzlerin rechtzeitig gestoppt werden, bestünde eine Chance, die Erderwärmung soweit zu forcieren, dass zwischen den europäischen November-Temperaturen und Katar kein objektiv messbarer…“

„… es sich nicht um eine Parallelgesellschaft handle, die ihre eigenen Regeln der westlichen Werteordnung entgegenstemme, um die Demokratie auszuhöhlen. Andererseits könne man die FIFA als ein staatsähnliches Gebilde…“

„… müsse man wegen der zu erwartenden Mindereinnahmen mit einem Arbeitsplatzabbau rechnen. Dass Wurstwaren und Grillzubehör auch im…“

„… freue sich die FIFA, dass Katar vielen ausländischen Fachkräften Jobs in der Bauwirtschaft bieten könne, die sogar bis weit in den Sommer hinein für…“

„… warne der ADAC vor Autokorsos ohne Standheizung, Schneeketten und…“

„… auch die Kühlschrankhersteller mit Enttäuschung reagierten. Es sei zu erwarten, dass viele Kunden ihr Bier einfach auf den Balkon…“

„… dass die Meisterschaft wegen des Ramadan nicht stattfinden könne. Gauland warne vor einer Islamisierung, die mittlerweile sogar das Morgenland…“

„… würden die Pharmakonzerne bereits vor Großveranstaltungen warnen, bei denen sich Fußballfans in geheizten Räumen mit dem Grippevirus…“

„… sei die chinesische Kunststoffindustrie leistungsfähig genug, alle verfügbaren Fanartikel auch mit Plüschoberfläche zu…“

„… auch viele positive Seiten, so Blatter. Die Bevölkerung habe im Sommer wieder mehr Zeit, um ins Freibad zu…“

„… nicht zutreffe, dass die Erdöl exportierenden Nationen Arabiens den europäischen Veranstaltern Sonderkonditionen einräumten, um ein beheiztes Public Viewing…“

„… sich zu einer Klarstellung verpflichtet fühle. Kein Spielplan müsse für die FIFA-WM umgeschrieben werden, so Blatter, denn es gehe schließlich nicht um Fußball, sondern um eine erfolgreiche Investition in die…“





Sportstück

4 08 2014

„Gerade als amtierender Weltmeister müssen wir darauf achten, dass der gute Ruf des Fußballsports gewahrt bleibt, und da können wir uns so etwas gar nicht erlauben. Nein, hier müssen knallharte Konsequenzen gezogen werden. Das ist nicht mehr machbar. Wieso Deutschland? Ich rede hier von einer WM in Bayern!

Da können Sie noch so viel erzählen von DFB und Jogi Löw und Nationalmannschaft, schauen Sie doch hin: wir Bayern haben hier die entscheidenden Spieler auf dem Platz gehabt. Und nicht nur bei der DFB-Auswahl. Wer sonst sollte denn sonst die nächste Weltmeisterschaft ausrichten? diese Russen etwa? Das war doch schon nichts mit den Olympischen Spielen. Hat doch alles nicht funktioniert. Haben wir doch gesehen, viel zu wenig Medaillen für die bayerischen Sportler, das lag alles an dieser Organisation da. Ich meine, wer baut auch Stadien für den Wintersport an einem Badeort? Das muss doch in die Hose gehen. Da muss man uns ranlassen.

Schon von der Menschenrechtsseite her, das war ja auch katastrophal in Sotschi. Diese vereinzelten Proteste da von den Frauen mit den Pudelmützen, wie hießen die noch gleich? auf jeden Fall war das im Fernsehen. Das macht man doch nicht! Damit verschrecken Sie doch sämtliche Investoren! Ich sage, da muss man wesentlich härter durchgreifen, wesentlich härter! So etwas würde es in Bayern jedenfalls nicht geben, jedenfalls nicht im Bayerischen Fernsehen. Da schalten wir sofort ab, darin haben wir schon länger Übung als Putin!

Und überhaupt, die ganze russische Gesellschaft entspricht doch nicht den internationalen Standards. Die müssen es doch selbst sehen, dass wir unsere Sanktionen gegen sie richten, weil wir das der Staatengemeinschaft schuldig sind. Die russische Gesellschaft, die russische Regierung, das ist doch ein einziges Konglomerat aus Korruption und Günstlingswirtschaft. Das ist in Wahrheit nichts als Korruption in großem Stil. Im ganz großen Stil! Das werden wir auf keinen Fall unterstützen, und da machen wir einfach nicht mit. Wir als Bayern haben hier die Möglichkeit, auch vor der internationalen Weltöffentlichkeit in allen anderen Ländern ein ganz großes Signal zu setzen, dass wir uns da entscheidend unterscheiden. Korruption in den höchsten Regierungsbereichen – schauen Sie, bei uns im Freistaat Bayern sind wir immer noch sehr traditionsbewusst und pflegen unser Brauchtum daher fast ausschließlich auf familiärer Ebene. Da hat der Staat nichts zu suchen, verstehen Sie? Allenfalls die CSU.

Deshalb wollen wir das ja auch eher sportlich angehen und nicht politisch. Weil, sportlich kennt man Bayern München nämlich überall auf der Welt, beispielsweise als Wirtschaftsunternehmen und von unseren guten Sponsorenkontakten her. Aber den Seehofer Horst, schauen Sie, wie soll ich das jetzt ausdrücken – es ist halt ein Bayer, nicht wahr, und das ist auch an sich nichts Ehrenrühriges, aber er ist halt ein Bayer.

Warum erst jetzt? Nein, das ist uns nur ganz plötzlich eingefallen, wo wir jetzt im Sommer – also wir haben jetzt nur mehr Zeit gefunden, uns mit dem Thema Russland auseinanderzusetzen. Hatte Sie gewusst, dass diese Ukraine, dass das da ganz in der Nähe liegt? Das war früher ja mal Teil der UdSSR, aber die haben sich immer absolut friedlich verhalten. Absolut friedlich. Die Ukrainer, die haben die Sowjets damals nicht ein einziges Mal angegriffen. Die haben gar keinen Krieg gegen die Russen geplant, nicht ein einziges Mal. Und dann marschieren die da jetzt einfach so ein, also es ist kein Einmarsch, aber unser Ministerpräsident, der wertet das als einen. Ich hatte schon gesagt, dass er ein Bayer ist?

Das könnte natürlich auch der bayerischen Bevölkerung sehr helfen, verstehen Sie? Wir haben hier noch infrastrukturell sehr schlecht erschlossene Gegenden, dann haben wir so gewisse Bereiche, bei denen die Bildung eher nicht so weit verbreitet ist – kennen Sie den Dobrindt Alexander? dann wissen Sie jetzt, woran das unter anderem liegt – und das ist eine großartige Chance, dass die Öffentlichkeit mal auf Bayern blickt, wenn wir die WM haben, und dann sehen sie alle, dass wir bisher ganz viel getan haben. Die Russen? ach wo, die würden das doch bloß groß ankündigen, und dann passiert da gar nichts. Das kennt man doch.

Außerdem würde so einer Forderung doch ein intensiver Dialog folgen, auf diplomatischer Ebene, oder vielleicht auch wirtschaftlich, aber auf jeden Fall ein Dialog. Das ist doch viel besser als eine Konfrontation. Natürlich werden wir trotzdem die WM ausrichten, darüber diskutieren wir hier nicht. Aber wir tun etwas für die russische Bevölkerung. Das muss doch mal ein Ende haben mit diesem Totalitarismus, mit dieser Homophobie, mit Filz und Nationalismus und allem. Wie kommen Sie denn jetzt auf Katar?
Uns ist schon klar, dass wir hier rein formal – die FIFA steht über den Gesetzen? das war mir jetzt aber auch neu – also Entscheidungsgewalt im Sinne des internationalen Rechts haben wir hier keine, das ist schon klar. Aber deshalb lassen wir uns doch nicht von den europäischen Visionen abbringen, zu denen uns der Wähler beauftragt hat. Dann bauen wir die Autobahn nach Wladiwostok eben von Garmisch-Partenkirchen aus, klar? Und nur, damit Sie nicht sagen, Sie hätten es vorher nicht gewusst: das Ding wird mautpflichtig!“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCXLVI): Fußballkommentatoren

27 06 2014
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Womit sich der Hominide in seiner Freizeit auch immer auf halbwegs professionellem Niveau zu beschäftigen sucht – Stierlenken, Blitzkriege, interplanetarische Kollisionen – er tut es meist nur im passiven Modus. So auch im Fall des allseits geschätzten Ballspiels, das als Impulsgeber für Mode und Wirtschaft, nebenbei auch als Rasensport die Massen beeindruckt. Massiv und statisch hockt das Volk an den Empfangsgeräten, um sich Pokal- und andere Endspiele reinzuziehen, wohlbedacht mit Alkoholika und Wurstwaren, doch die richtige Atmosphäre fehlt. Was läge näher, als den vermeintlich Sachverständigen, der eh kurz vor dem Bundestrainerexamen steht, mit externer Expertise aufzupimpen? So entstand das Unwesen des Fußballkommentators.

Er ist ein Paradoxon, denn gäbe es ihn in der Stadionkurve? Wozu auch, der vor Ort trötende Schlachtenbummler könnte der zusätzlichen Erklärung, dass nur Innenverteidiger Schnackmann das Leder an den Tormann des 1. FC Blau-Braun abgibt, leicht entraten, da er die Mannschaft vor der eigenen Nase hat. War die Notwendigkeit bei der Übertragung via Goebbelsschnauze noch einzusehen, mit dem Einzug des Fernsehens hat sich die verbale Dreingabe erledigt. Dass die inkontinenten Randbemerkungen noch immer das Brechzentrum des Bescheuerten fluten, ist ein Anachronismus.

Und eine Körperverletzung. Zunächst fällt das Geschwalle der schwiemelnden Schwafellappen durch exklusive Redundanz auf – was immer kein Schwein interessiert, steht auf dem sorgfältig recherchierten Schmierzettel des knallkompetenten Rumpelhubers. Hauptsache, das Mikrofon wird nicht kalt. So ist die durchschnittliche Beschallung der Erst- bis Letztligisten eine Heimsuchung des Schallwechseldrucks, der noch auf dem letzten Trommelfell Tumorwachstum sät. Wo immer sich Differenzen auftun, liegen sie offensichtlich an der Wahrnehmungskrümmung im Erklärwerk; nicht selten sehen die Laberlurche ein anderes Spiel als die Zuschauer.

Die Strafe diverser Dämonen für den schlechten moralischen Zustand der Evolution kulminiert in der geradezu bombastischen Explosion frei flottierender Metaphern, die der Krone den Boden ausschlagen, bevor sie das Menschliche segnen. Sie haben alle als kleine Kinder ein Synonymlexikon gegen den Kopf gekriegt, dem Lexikon ist nicht viel passiert, aber die Berufswahl endete in der vorgezeichneten Tragödie. Nur selten entkommt ein Delinquent ins Parlament, wo er als Hinterbänkler jahrelang die Klappe halten kann, ohne sich einmal öffentlich zu blamieren. Die anderen aber gehen mit ausgesucht dämlichem Sums der Nation voll auf die Plomben, wie sie das Runde aus der Tiefe des Raumes quer durch alle Klischees schranzen, weil das Spiel gerade ein Tor gebrauchen könnte, das nicht nur das Ergebnis verbessern würde.

Jedes Phonetik-Erstsemester begeht jodelnd Harakiri beim Versuch der völlig verseiften Intelligenzflüchtlinge, ausländische Spielernamen mit homöopathisch vorhandenen Resten von Schulenglisch zu produzieren. Dass ganze Erdteile ohne Englisch überlebensfähig sind und manche Spieler fehlerfrei Interviews in Drittsprachen absolvieren können, macht die Sache nicht angenehmer. Das Gefiepe der Klötenkönige ist die Fortsetzung der psychologischen Kriegführung mit telemedialen Mitteln; das auserkorene Opfer ist zumeist der unschuldige Gebührenzahler, der gerade eben so viel vom Fußball versteht, um die intellektuelle Ausschussware zu erkennen, die ihm dort vorgepopelt wird. Die Luft, die nie drin war, ist irgendwann auch noch raus, und schon schaltet das gequälte Couchvieh in den Tiefschlaf. Eines Tages werden Wissenschaftler herausfinden, dass sie nur die klebrige Spülung für den Neocortex sind, die das Einsickern ausgekauter Werbebotschaften vorbereiten soll, damit die Nullinformation nicht versehentlich zwischen den Ohren durchglitscht.

So sind die auf Schwachstromniveau operierenden Dumpfdümpler auch nicht mehr als Laiendarsteller, die mäßig bis unmäßig anspruchsloses Pointenglutamat zusammenfegen und auf Ansage in die Leitung seiern, asynchron zum Spielverlauf, aber höchst von sich selbst angetan, weil sie der auktoriale Erzähler sind. Keiner flieht ihn, er war immer schon da. Er bleibt, es sei denn, irgendwer entdeckt die Räuspertaste und den Alarmknopf.

Sollte es den oft beschworenen Fußballgott tatsächlich geben, es wäre eine charmante Idee, dass er sämtlichen Kommentatoren durch gezielte Schläge auf den Hinterkopf das Großhirn portionsweise aus der Nase dengelt, bis der Durchzug freies Spiel hat. Andere Beobachter vertreten die Meinung, genau das sei bereits geschehen. Man weiß es nicht. Man steckt nicht drin. Guten Abend allerseits.





Aus der Tiefe des Raumes

17 06 2014

Anne schlug die Tür zu und fuhr ruckartig an. „Es ist nicht das Problem mit dem Fußball“, zischte sie, „diese Idioten haben offensichtlich ein Problem damit, dass ich eine Frau bin.“ Ich verkrampfte mich unwillkürlich in den Sitz, während sie das Gaspedal durchtrat. „Du kannst von allem Ahnung haben, Autos, Technik, sogar Fußball – wenn Du eine Frau bist, wissen sie es grundsätzlich besser.“ „Vielleicht solltet Ihr einen Konsens finden und nur noch über Dinge sprechen, von denen Ihr alle etwas versteht.“ Sie lächelte säuerlich. „Eine reizvolle Vorstellung, dann müsste ich nie wieder mit ihnen reden.“

Ausgerechnet ich sollte sie auf den Grillabend begleiten, der mit ihren Kollegen stattfand. Und ausgerechnet an diesem Abend, an dem ein Spiel von nationaler Bedeutung stattfand, sollte ich die auf diesen Grillabend begleiten. „Wenn ihnen Fußball wirklich so viel bedeutete“, mutmaßte ich, „hätten sie die Party auch auf jeden anderen Abend legen können.“ „Lünekämper hat halt nur einmal im Jahr Geburtstag“, antwortete Anne knapp. „Und er hat die Unflexibilität erfunden.“ Genau das sagte man einander auch unter Eingeweihten, die den Anwalt der renommierten Kanzlei kannten. Es würde sicher eine interessante Feier werden, immer vorausgesetzt, man hätte ein Ideal von Glück vor Augen, das viel mit dem Anstarren einer gekalkten Wand zu tun hätte. „Ich werde ein falsches Wort über Fußball sagen, und sie werden mich ab morgen im Büro ächten.“

Es begann recht harmlos. Ich ging glatt als Begleitung durch – ihren glücklosen Verehrer Max Hülsenbeck hatten sie wohl gar nicht erwartet – und durfte mich sogleich an Kartoffelsalat und Bier bedienen. „Wenn Sie mich fragen“, erklärte ein kleiner Dicker mit der Andeutung eines Bärtchens die Situation, „die spielen ja nur Ticki-Tacki, aber das können sie auch.“ Ich nickte beifällig und begriff. „Wenn man eine Turniermannschaft ist, kann einen das nicht aus dem Konzept bringen.“ Er klömperte seine Bierflasche gegen meine. „Wir verstehen uns“, sagte er mit verklärtem Blick. Bevor sich eine Freundschaft anzubahnen drohte, suchte ich Anne. Sie hatte bereits das Debakel hinter sich. „Sie kennen nicht einmal den Unterschied zwischen Viererkette und Abseitsfalle.“ Dazu hatte der Juniorchef ihr ein alkoholfreies Bier in die Hand gedrückt. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt. „Standardsituationen sind gefährlich“, gab ich zu bedenken. Und das Spiel hatte noch nicht einmal begonnen.

Auf Lünekämpers Schreibtisch lag ein Stapel Visitenkarten, die er nach Gewohnheit schwunghaft unter die Leute brachte. Da hatte ich plötzlich die rettende Idee. Ich schnappte mir die Kärtchen, zog einen Stift aus dem Jackett und begann rasch die Rückseiten zu beschreiben. Anne schaute skeptisch. „Und was wird das, wenn es fertig ist?“ „Kleine Argumentationshilfen“, murmelte ich. „Das wird Dein Sportfachgespräch entscheidend verbessern.“ „Ich soll mit einem Haufen Karteikarten einen ganzen Abend bestreiten?“ Ich drückte ihr die Kärtchen in die Hand. „Und wie hast Du Dein Examen bestanden?“

Der Grill grillte, der Beamer beamte, die Gesellschaft hockte im Halbdunkel auf Klapp- und anderem Gestühl. „Das muss sicher ein WM-System sein“, fachsimpelte der kleine Dicke, worauf sich ein akkurat gescheitelter Herr mit Kurzarmhemd und gestreifter Krawatte heftig nickend einschaltete. „Sie spielen bestimmt wieder mit Manndeckung.“ Anne ballte die Faust. „Noch nicht“, flüsterte ich, „wir brauchen erst noch eine prägnante…“ „Unsinn“, schnauzte sie. „Die müssen einfach nur schneller umschalten!“ Vierzig Augen hefteten sich auf sie. „Worauf genau beziehen Sie sich?“ Der Juniorchef grinste, man sah es auch in diesem Dämmerlicht. Anne blätterte um. „Da gehen viel zu viele Pässe ins Leere.“ Die anderen nickten beifällig. Ein Punkt für uns.

„Es klappt schon ganz gut, aber jetzt nicht…“ Schon wieder unterbrach sie mich. „Über die Flügel“, schrie sie, „verdammt noch mal – die müssen doch jetzt über die Flügel spielen!“ Der bebrillte Flachdachscheitel nickte zustimmend. „Das wollte ich auch gerade sagen.“ „Und dieses Schönspielen, pff! Dafür gibt’s doch auch keine Punkte.“ Möglicherweise hatte ich Anne wirklich unterschätzt. Nur nicht ihren Sachverstand in Sachen Fußball.

Schon wand sich ein Spieler auf dem Rasen. „Skandal!“ „Heimtücke, weil wir ihnen den Euro wegnehmen werden.“ „Mit dem können die doch eh nicht umgehen.“ „Hähähä!“ Anne räusperte sich. „Das ist Kinderkram, in England hätte das doch keiner gepfiffen.“ „Wenn sich das mal nicht rächt!“ Der Brillenträger setzte auf eine Charmeoffensive. Doch sie blieb stur. „Jetzt müssen sie auch dahin, wo es richtig wehtut.“ Ausgerechnet der Juniorchef musste immer noch eins draufsetzen. „Da!“ Der Unparteiische hatte gepfiffen. „Typisch, wie die spielen – der stand doch schon halb im Abseits.“ Bohrende Blicke hefteten sich auf ihn. „Wenn Sie das einer Laiin erklären könnten“, sagte sie sanft, „wie kann jemand halb im Abseits stehen?“ Er schwieg verbissen. „Haben Sie die Regel gerade nicht parat? Kann ja mal vorkommen.“ Er zischte etwas Unverständliches. „Ja, so ist Fußball.“ Die anderen Gäste murmelten etwas Zustimmendes. Worauf sich alle einig waren, dass ein Tor dem Spiel durchaus guttun würde.

Anne schloss die Tür und schob den Gurt ins Schloss. „Das war gerade noch rechtzeitig“, sagte sie und atmete erleichtert auf. „Aber es lief doch ganz flüssig?“ Sie gab Gas. „So weit war alles in Ordnung, aber mir wären jeden Moment die Kärtchen ausgegangen.“