Gernulf Olzheimer kommentiert (CDLX): Das Göttliche Über-Ich

19 04 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Das hätte sich Rrt fast denken können, er hat es aber dann doch nicht getan: die vielen Knochen mit der Jagdausrüstung seines Schwagers, der schon im letzten Sommer in die Steppe gezogen war, wo die Säbelzahnziege sich das zweibeinige Kroppzeug vom Hals hielt, dann das Wollmammut mit dem zufrieden gesättigten Gesichtsausdruck, als hätte das letzte Abendmahl noch mal die volle Punktzahl erreicht. Und dann die Geier, die erst viel, dann nur noch selten Gelegenheit hatten, den Ort des jähen Ablebens zu besuchen. Der Alte war irgendwo in den ewigen Wiesen, wo es nur noch Gras und freie Sicht auf harmlos mampfende Beute gab, keine mit Hörnern versehenen Feinde, keinen Aufsichtsrat, keine EU-Hasenerschreckverordnung. Einer musste ja die noch funktionsfähigen Geräte an sich nehmen und einer nährenden Nutzung zuführen, und wieso sollte es nicht der Hominide sein, der sie gefunden hatte. Erst dann, irgendwann später, sollte kommen, was man Moral nennen würde, ein theoretisches Konstrukt, das nicht viel half im Überlebenskampf gegen schlecht gelaunte Raubsäuger, aber einer Kaste von Metaphysikfachkräften den relativ hohen Lebensstandard sicherten, den sie bis heute haben, denn sie vertreten das göttliche Über-Ich.

Je komplexer eine Gesellschaft wird, je mehr sie an sozialen Rollen ausdifferenziert, desto mehr greifen auch deren Tätigkeiten ineinander: der eine sät das Korn, der andere erntet es, wieder andere dreschen und mahlen es, dann backt einer Brot und verkauft es, und eine bis hierhin komplett ohne Brot lebende Zusammenrottung findet plötzlich ihre Funktion darin, alles das solide mit Hokuspokus zu unterfüttern. Sie erklären dem sogenannten Volk in sachzwangreduzierter Ehrlichkeit, dass nur die mit guter Ernte rechnen dürfen, die den Elefantengott mit dem Ring im Rüssel preisen, wahlweise mit geweihten Palmblättern, die es zufällig nur im Hof des hastig aus Lehm hochgeschwiemelten Tempels zu erwerben gibt, oder gleich mit Opfersteuer als unterstützendem Faktor für den Gebetshauch. Als Priester sind sie innerhalb weniger Generationen so gut wie unverzichtbar für Gedeih und Verderb einer ganzen Zivilisation, zumindest für die kunstvollen Erklärungsmodelle, wie eins oder das andere zustande kommt. Es dauert nicht mehr lange bis zu einem komplexen Entwurf von Spezialisten für Vegetation, Jagdglück, Eindämmung von Seuchen oder reichen Kindersegen. Die Zuständigkeiten sind in allen Kulturen relativ ähnlich, nur ihre Form und Nomenklatur unterscheiden sich graduell. So wirr und erst im Nachgang systematisch organisiert der Wasserkopf spiritueller Zuständigkeiten erscheint, so gut passt er noch in eine Gesellschaft, die nicht zurück zur Natur muss.

In einem weiteren Schritt entstehen nun alle die moralischen Implikationen, die der Höhlenmensch in seiner Idealwelt aus kollektiv genutztem Besitz, Bärenfell und Bräute, schlicht nicht brauchte, denn Schuldverhältnisse wurden meist ad hoc und final ausdiskutiert. Je mehr Möglichkeiten der Sämann hatte, den Schnitter übers Ohr zu hauen, der den Müller, der den Bäcker, der wieder den Kunden, bis ein voll entfalteter Kosmos aus Kornzuchtanstalt, Bäckerinnung und Verbraucherschutzministerium seine Sternchen prangen lässt über der Stadt, desto dringender bedarf es freilich eines externalisierten Gewissens, das da sagt: Du sollst nicht töten, und wenn, kostet das so und so viel Stücke Blech zum Wert eines Tagesumsatzes. Der strafende Gott ward erfunden, damit zugleich die Doppelmoral, dass durch Lobpreis und Räucherstäbchen die fortan als Sünde deklarierte Instinkthandlung des Bekloppten wieder weggewaschen wird und post mortem nicht mehr ins Gewicht fällt – die Vorstellung der Waage mit dem Herzen in einer, einer Feder in der anderen Schale kam aus pharaonischer Zeit auf uns und ist bis heute produktiv – und endlich kam neurotisch wirkende Angst auf die, so spirituellen Schmodder für bare Münze nehmen und aus Furcht vor dem ewigen Verschwinden jedes noch so bräsige Gebot unreflektiert nachturnen.

Die Kontrolle sämtlicher sozialer Spielregeln hätte funktioniert, doch jene Clique professioneller Religioten wollte auch essen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Und so erfanden die Trittbrettfahrer den Kult, mit dem nach eingeübtem Ritual aus Troglodytenzeit alle den Geistern opfern mussten unter Anleitung von Showzauberern, die das jenseitsgesteuerte Überwachen und Strafen als notwendige Kontrolle der oberen Instanz verkaufen, um neben dem üblichen Schöpfungsmythos auch die gesellschaftliche Hierarchie zu zementierten. Der Gedanke gewaltsamer Rache als Privileg der Herrschaft stammt nicht versehentlich aus diesem Goldgrund, die säkular wie religiös dasselbe Ziel verfolgte: Menschen gemütlich paranoid zu machen mit der Vorstellung, sie seien ab Werk moralisch minderwertig und müssten dafür nun bis in alle Ewigkeit büßen. Nicht fair, aber praktisch.

Hätten sich die Stammesgesellschaften auf eine ordentliche Strafgerichtsbarkeit geeinigt, die sich bis heute stringent durchzöge, uns wäre viel Leid erspart geblieben. Oder wir hätten eine zweite Priesterschicht mit konkurrierender Talarmode.

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Schön saufen

16 04 2019

„Deshalb ist es ja auch etwas ganz anderes, wenn eine Frau Alkohol trinkt, als beispielsweise bei einem Mann oder was es da sonst noch so gibt. Die Wirkung und insbesondere die Herleitung der Begründung in Bezug auf eine mögliche Straftat ist nämlich ganz anders gelagert.

Machen Sie bitte nicht den Fehler, dass Sie wieder einen neuen Grund zur Erklärung von Vergewaltigungen gefunden haben wollen – wenn Sie jetzt davon ausgehen, dass auch Männer vor so einer Handlung durchaus mal einen trinken, dann ist das vielleicht eine mögliche Komponente im Bündel der möglichen Komponenten, und bevor wir uns diese Erklärung zu einfach machen, sollten wir mal sehen, ob es nicht noch andere Faktoren gibt, die eine Vergewaltigungshandlung zumindest begünstigen, und da sind wir dann bei Frauen, die vor einer Vergewaltigung Alkohol trinken. Sie kennen die physiologischen Wirkungen, Alkohol macht bekanntlich aggressiv, und das ist nun mal eine Verhaltensweise, die einen Mann zutiefst verunsichern kann. Da darf sich eine Frau auch nicht wundern, wenn Männer sehr irritiert sind und möglicherweise gegen eigene Interessen handeln.

Oder denken Sie beispielsweise an Frauen, die die eigene Straßenseite wechseln, wenn sie in der Dunkelheit einen Mann hinter sich hören. Das ist zunächst einmal ein recht eindeutiges Signal, weil es eben heißt, dass ein Mann die Straßenseite wechseln sollte in so einer Situation, aber wer würde denn als Mann daran denken? und dann auch noch, wenn er vorher etwas getrunken hat und ohnehin nicht so risikobewusst ist in Bezug auf die Frauen? Man muss doch die Fakten auch mal sehr viel differenzierter betrachten, als das diese ganzen Feministinnen sonst so tun. Ich meine, das wird man doch in analytischer Hinsicht auch einmal so äußern dürfen, ohne sich gleich für eine generell antifeministische Haltung rechtfertigen zu müssen.

Wir können ja auch nicht ausschließen, dass Frauen vorher gezielt Alkohol zu sich nehmen, damit eine potenzielle Vergewaltigung nicht ganz so schlimme Folgen hat. Das klingt jetzt erst mal sehr unplausibel, aber bedenken Sie, manche Frauen kriegen doch sonst gar keinen Mann ab, und dann greift man halt zu sehr ungewöhnlichen Mitteln. Sie sollten das jetzt nicht mit dem berühmten zu kurzen Rock verwechseln, das ist etwas ganz anderes. Wenn eine Frau einen zu kurzen Rock anzieht, dann will sie nicht die Entstehung einer Vergewaltigung möglichst angenehm gestalten oder deren Folgen im verträglichen Rahmen halten, dann möchte sie diese Handlung ja gezielt herbeiführen, weil sie mit der typischen Reaktion eines Mannes rechnen kann und diese für ihre Ziele einsetzt. Ich meine, das hat schon etwas Niederträchtiges, finden Sie nicht?

Wir verlangen ja von Männern immer wieder, dass sie keine Frauen vergewaltigen, und das ist meines Erachtens eine vollkommen überflüssige Diskussion, denn es geht hier schlicht darum, dass man eine Selbstverständlichkeit fordert: dass keine Straftaten begangen werden. Das ist natürlich ein ganz schlimmer Generalverdacht, mit dem wir uns nicht auseinandersetzen sollten, weil er ja in der Bevölkerung überhaupt keine Resonanz hat, oder sind die überwiegende Mehrheit der Männer etwa Vergewaltiger? Na also. Aber reden wir doch mal über die Forderung, dass sich Frauen nicht ständig vergewaltigen lassen sollen. Haben Sie eine Ahnung, was so eine Vergewaltigung mit einem Mann macht? Die Tatfolgen, die Strafverfolgung, Gerichtsverfahren, möglicherweise ein hartes Urteil und Freiheitsentzug, das kann ein ganzes Leben zerstören. Wir sollten sehr sensibel umgehen mit diesem Thema, weil das selbstverständlich auch in der Familie Kreise zieht, das wirkt auf die Gesellschaft – unsere Diskussion hier ist ja auch von einem Generalverdacht gegenüber Männern geprägt, und Sie wissen selbst, dass das für eine Gesellschaft auf Dauer wirklich toxisch sein kann.

Wir sind da sehr schnell bei einem Problem, das wir auch sozial differenziert diskutieren müssen. Wer hat denn bisher Frauen verantwortlich gemacht für ihren Alkoholkonsum, wenn ihnen einen Mann einen ausgegeben hat? Zu einem Fehler gehören ja immerhin zwei, einer, der ihn begeht, und einer, der ihn zulässt. Müssen wir uns da als Gesellschaft nicht alle auch in Regress nehmen und uns fragen, ob das Verhalten von Frauen nicht generell ein Stück weit eine aus mehr oder weniger egoistischen Gründen – Sie kennen die so gut wie ich, also kommen Sie mir nicht mit Frauenversteherscheiße – wie gesagt, eine aus mehr oder weniger egoistischen Gründen, was wollte ich sagen, also da ist immer auch ein Egoismus dabei, und wenn man den nicht sieht, dann ist das auch kein Grund, sich das schön zu saufen. Wir haben genug Probleme, und da brauchen wir nicht auch noch eine Masche von Frauen, Männer immer in eine Opferhaltung zu drängen, in der sie letztlich immer die Gesellschaft beschädigen.

Und überhaupt, ich meine, warum sollten Sie sich denn überhaupt mit diesem Thema befassen? Sie sind doch ein ganz normaler Mann, der in den besten, ach was, in den allerbesten Jahren des… – Alkoholprobleme? Sie!? Sie Ärmster, da kriegen Sie ja nie was ab!“





Luft-Boden-Einsatz

15 04 2019

„… allen Regierungsmitgliedern die Inlandsflüge zu streichen. Merkel bestehen aus Klimagründen darauf, ausschließlich die Deutsche Bahn für einen Transport zu den…“

„… lediglich um Symbolpolitik gehandelt habe. Diese Entscheidung hätte die Kanzlerin jedoch zur Vermeidung vom Ressortstreitigkeiten zwingend mit der CSU abstimmen müssen, da diese im…“

„… als versteckte Wirtschaftsförderung bezeichnet habe. Meuthen prangere die einseitige Bevorzugung der Deutschen Bahn als Staatsbetrieb mit erzwungenen Milliardensubventionen an und wolle die sofortige Abschaffung aller…“

„… insbesondere Schwerlastflugzeuge für den Transport von Altmaier einen erheblichen Ausstoß von Kohlendioxid und…“

„… bestehe die CSU selbstverständlich darauf, dass Kurzstrecken unter tausend Kilometern mit dem Flugtaxi oder anderen…“

„… gebe es nicht genügend Einzelabteile für die Politiker, die zum ungestörten Arbeiten benutzt werden könnten, da aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ein kompletter Großraumwagen für einen Minister mit Sicherheitsbeamten nur…“

„… setze sich die AfD nach Abschaffung des Konzerns für eine Reichsbahn ein, die nur noch deutschblütige Fahrgäste, Rüstungsgüter zur Zerstörung muslimischer Feindmächte und…“

„… nicht zuständig sei. Scheuer sehe den Transport von Regierungsmitgliedern als Aufgabe eines Ministeriums für innerdeutsche Angelegenheiten, nicht aber im Verkehrsressort, da er sich nur um die Flugauslastung in den…“

„… bedeute dies für die Airlines, dass eine weitere Konzentration nicht oder nur sehr schwer zu vermeiden sei. Gleichzeitig rate die zivile Luftfahrt vom Einsatz der regierungseigenen Maschinen dringend ab, da diese nach der Landung oft nicht mehr vom…“

„… ein Maß an Verspätung erreicht hätte, das durch die Mitnahme von Regierungsbeamten nur noch weiter negativ zu beeinflussen sei. Die Bahn hoffe, dass Inlandsflüge für das Kabinett weiterhin als Mittel der…“

„… Mehdorn angekündigt habe, einen neuen Konzern durch die Fusionierung von Bahn und Lufthansa leiten zu wollen. Er strebe an, die Preisstruktur und die umwelttechnischen Vorteile der Airline mit der sprichwörtlichen Pünktlichkeit der Eisenbahn zu…“

„… das Sicherheitskonzept ausbauen müsse. Die Bahn strebe eine ICE-Abfertigung an, bei der die Passagiere schon nach wenigen Tagen Aufenthalt in einer Durchleuchtungszone den Bahnsteig betreten dürften, auf dem meist innerhalb desselben Quartals ein Zug bereitgestellt werden könnte, immer vorausgesetzt, die Deutsche Bahn würde dann über ausreichend Fahrzeuge verfügen, um den gewachsenen Anforderungen an die…“

„… drohe bei einem Mehr an Europa auch die endgültige Zerstörung des internationalen Flugverkehrs. Meuthen lehne es ab, dass die linksversiffte Kanzlerdiktatorin bald auch Abgeordnete seiner Partei mit einem Interrail-Ticket in die…“

„… auch vor technische Herausforderungen gestellt werde. So verlange die Regierung nicht nur schnelles Internet in den Zügen, sondern auch Kaffee, der sich ohne nennenswerte gesundheitliche Einschränkungen als…“

„… aus Sicherheitsgründen einen eigenen Bahnhof vorgeschlagen habe. Dieser solle auf dem Tempelhofer Feld errichtet und mit einem neuen Schienenzubringer ausgestattet werden, um die…“

„… einen Shuttle-Dienst einzurichten, der turnusmäßig dreimal am Tag Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und München miteinander verbinde. Der am Planungsaufwand eingesparte betrag könne in eine neue Innenverkleidung der Flugzeug investiert werden, die sich dadurch noch besser für Pressekonferenzen und…“

„… müsse die Bundesregierung für sich Sonderrechte einfordern dürfen, so wie sie auch nicht an moralische Bedenken oder steuerrechtliche relevante…“

„… werde Lindner aus der Politik aussteigen, da er nicht die finanziellen Mittel bekommen um in einem Privatzug die…“

„… eine sehr schlechte Werbung für den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg sei. Wenn die Regierung nicht einmal mehr ihre eigenen Mitglieder von diesem Standort abheben lassen wolle, müsse man ernsthaft über einen endgültigen Baustopp auf dem…“

„… auf modulare Zugsysteme zurückgreifen könne. So biete die Bahn einen Ministerwagen an, der sich bequem mit dem Kranwagen in einen ICE heben lasse und mit wenigen Wochen Vorlauf in jede beliebige…“

„… die ersten Tests gut überstanden habe. Scheuer sei überzeugt davon, dass eine originalgetreue Kopie des Stuttgarter Tiefbahnhofs auf dem Tempelhofer Feld die beste Lösung für einen kombinierten Luft-Boden-Einsatz der…“

„… die Bahn viele Nachteile gegenüber dem Luftverkehr habe. So sehe Nahles das Streikrecht von Lokführern als ein großes Hindernis, das man schnellstmöglich durch staatsrechtliche…“

„… sich kompromissbereit zeige. Da der Fuhrpark der Regierung mit neuen Dieseln ausgerüstet werde, könne eine Umstellung des Flugverkehrs auf die Straße sehr zeitnah in die…“





Gefahr erkannt

11 04 2019

„Also man muss doch jetzt endlich mal…“ „Das gefährdet Arbeitsplätze.“ „Sie wissen doch noch gar nicht, was ich Ihnen…“ „Egal. Das gefährdet sicher Arbeitsplätze. Alles, was Sie vorschlagen, gefährdet Arbeitsplätze. Das ist nun mal so in der Wirtschaft.“

„Dann können wir im Grunde genommen nichts tun, weil es sonst Arbeitsplätze gefährden würde.“ „Doch, können wir schon. Es darf nur halt keine Arbeitsplätze gefährden.“ „Dann verraten Sie mir doch mal, was heißt das denn, Gefährdung. Was bedeutet das konkret?“ „Dass so ein Arbeitsplatz nach Meinung eines Experten, manchmal auch nur eines Politikers, in Gefahr sein könnte, sobald es gesellschaftliche Bewegungen gibt, die diesen Arbeitsplatz gefährden.“ „Das ist ein Zirkelschluss, oder?“ „Das mag sein, aber ich möchte nicht darauf eingehen. Es könnte ja Arbeitsplätze gefährden.“

„Nehmen wir nur einmal den Energiesektor, es liegt doch auf der Hand, dass wir durch den Verbleib in der Kohle eine viel größere Anzahl an Arbeitsplätzen in der Erzeugung regenerativer Energie…“ „Nein.“ „Wie, nein?“ „Also erstens ist es diese linksgrüne Solarspinnerei, die die Jobs in der Kohleverstromung gefährdet, und dann kann es ja gar keine Gefahr geben für die Windkraft oder so.“ „Warum nicht?“ „Die Arbeitsplätze gibt es gar nicht, wie sollen die denn dann gefährdet sein?“ „Aber Sire sind doch immer für den technischen Fortschritt, wie können Sie denn dann den…“ „Das täuscht. Wir wollen nichts gefährden. Für eine Entwicklung ist immer noch Zeit genug, wenn alles zu spät ist.“ „Warum ist denn dann die Atomenergie keine Gefahr für die Kohleförderung?“ „Kernkraft ist doch selbst von diesen stalinistischen Schweinen bedroht, die die Sonne verstaatlichen wollen – Sie werfen hier mal wieder Äpfel und Birnen in ein Fass, das schlägt doch dem Boden die Krone aus!“

„Also ist neue Technologie niemals eine reale Gefahr für die Arbeitsplätze?“ „Das würde ich nie sagen, schließlich bringen neue Technologien auch immense Wachstumspotenziale, aus denen ganz neue Jobs entstehen können.“ „Also zum Beispiel die ökologische Landwirtschaft.“ „Naja, das ist nun etwas einseitig gewählt.“ „Weil die Menschen dann länger leben und die Bestatter nichts mehr zu tun haben, richtig?“ „Sie und Ihr Zynismus! natürlich nicht, es hängen Jobs in der Pharmaindustrie dran und bei den Düngemitteln.“ „Und bei der Chemie.“ „Ja, auch.“ „Und bei Onkologen, die den ganzen Krebs wieder wegoperieren dürfen.“ „Die Medizin ist auch ein Wachstumsmotor, vergessen Sie das nicht!“ „Deswegen wollen Sie auch Patienten, die so kerngesund sind, dass sie möglichst noch Organe spenden können, richtig?“ „Ach, lassen wir das.“

„Nein, mal im Ernst: wenn Sie so für neue Technologien sind, warum sträuben Sie sich dann derart vehement gegen den Netzausbau?“ „Tun wir gar nicht.“ „Weil das keine Arbeitsplätze gefährdet, aber Deutschland sämtliche Wettbewerbschancen vermasselt.“ „Das sehen Sie völlig falsch.“ „Ah, jetzt habe ich begriffen: Sie haben dieses uralte Netz noch immer in Betrieb, damit wir niemals mit Robotik und ähnlichen Produktionsinstrumenten konfrontiert werden.“ „Das ist ja nun ausgemachter Unsinn. Sie wissen genauso gut wie ich, dass es mit Robotern ganz neue und viel bessere Möglichkeiten gibt, dem Markt durch qualitative und quantitative Innovation einen eigenen Stempel aufzudrücken.“ „Aber im Bereich der Produktion selbst heißt das erst einmal, dass wir sehr, sehr viele Jobs in den untersten Lohnkategorien verlieren werden.“ „Das mag sein, aber die Politik steuert dagegen, indem sie Arbeitnehmern erlaubt, sich weiterzubilden.“ „Und das schützt Arbeitsplätze in der Produktion?“ „Zunächst einmal in der Weiterbildung. Und dann natürlich auch in der Politik.“

„Im Grunde ist ihr Weltbild doch nichts anderes als permanentes Gejammer, dass es früher besser war.“ „Das kann man so natürlich auch nicht sagen. Es braucht halt immer ein gewisses Korrektiv, aber man tut gut daran, wenn man nicht zu früh alle Überzeugungen über Bord wirft.“ „Wann tun Sie das?“ „Normalerweise warten wir damit, bis es zu spät ist.“ „Es gab noch vor fünfzig Jahren in den USA Verbände, die finanzielle Hilfe vom Staat bekamen, weil die Postkutsche abgeschafft wurde.“ „Der Verbrennungsmotor hat es da in gewisser Hinsicht besser. Den kann sich heute auch der Durchschnittsbürger leisten.“ „Und wenn es eine technologische Entwicklung gäbe, die das Auto überflüssig machen würde?“ „Das wird niemals passieren. Es gefährdet zu viele Arbeitsplätze.“

„Wir sollten mal über die Rüstungsindustrie…“ „Das gefährdet Arbeitsplätze!“ „Ohne Rüstung oder Waffenexporte gäbe es weltweit viel weniger Kriege oder Konflikte.“ „Das würde natürlich viele Arbeitsplätze in der Bundeswehr gefährden.“ „Aha, und das bei der miesen Ausstattung.“ „Und die Berater! was meinen Sie, wie viele Berater ihren Job los sind, wenn einer das Ruder herumreißt.“ „Das heißt, bei einer einigermaßen vernünftigen Führung wäre eine komplette Branche plötzlich total überflüssig?“ „Es gibt keinen Beweis für diese Behauptung.“ „Und wenn Sie nicht diese vielen Auslandseinsätze hätten, könnte man auch die vielen Kampfeinsätze des…“ „Die steigern das Bruttosozialprodukt!“ „Und die Menschen in…“ „Jeder Flüchtling, der dadurch zu uns gelangt, braucht eine Wohnung, Brot, Kleider, eine Versicherung, einen Fernseher, ein Auto, eine…“ „Wissen Sie was? Ich möchte Ihnen so gerne eins aufs Maul geben.“ „Nur zu. Machen Sie ruhig.“ „Gefährde ich da nicht einen Arbeitsplatz?“ „Ich bin Politiker. Das wächst einfach nach.“





Ansichten eines Clowns

9 04 2019

„… als terroristische Vereinigung verbieten müsse. Die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Gera werde die Werke der Gruppe 47 mit der ganzen Härte des deutschen Strafrechts als…“

„… Staatsanwalt Zschächner die Ermittlungen in eigener Verantwortung leite. Er betrachte es als seine Hauptaufgabe, künstlerisches Schaffen, das nicht von der Reichsschrifttumskammer freigegeben worden sei, mit den Mitteln von Feindstrafrecht und…“

„… über den Kunstbegriff nicht gestritten werden dürfe. Für die Staatsanwaltschaft sei dies jedes Buch, das ein durchschnittlicher Jurist intellektuell zu verarbeiten verstehe, was zu vehementen Protesten unter den juristischen…“

„… eine demokratische Elitenbildung als Ziel gesellschaftlicher Gruppen nicht vorgesehen sei. Die Gefahr, dass rassefremde Elemente in den…“

„… und keine feste Mitgliederliste besitze. Zschächner werte die Vereinigung daher als im Untergrund verankert und fordere eine sofortige erkennungsdienstliche Behandlung aller Bürger, die sich nicht umgehend für die Reinerhaltung des völkischen…“

„… sich nicht einfach um eine kriminelle Vereinigung handeln könne. Die Staatsanwaltschaft sei davon überzeugt, dass die Gruppe terroristische Ziele verfolge und daher große Gefahr für das…“

„… das geschriebene Wort eine große Macht auf das Volk habe und als Tatmittel geeignet sei, Aufruhr und Zerstörung der Gesellschaft herbeizuführen. Die Springer-Presse wende sich einmütig gegen den…“

„… nichts mit der politischen Ausrichtung der ermittelnden Beamten zu tun hätten. Justizminister Lauinger habe ausdrücklich hervorgehoben, dass es beispielsweise in seiner Partei überzeugte Demokraten gebe, die kein Problem darin sähen, das Grundgesetz vollumfänglich als den…“

„… hätten sich Mitglieder der Gruppe 47 selbst mehrerer Straftaten bezichtigt, unter anderem im Zusammenhang mit dem für Deutschland nicht befriedigend gelaufenen Krieg. Für die Behörden liege der verdacht nahe, dass es sich dabei um Wehrkraftzersetzung handeln müsse, die nur mit straf- oder standrechtlichen…“

„… sich auch die Medien an der Diskussion beteiligen sollten. Die Welt-Chefredaktion habe aufgedeckt, dass die Bande in enger Verbindung mit der Terroristin Katharina Blüm stehe, die eine Anleitung zu Polizistenmord verfasst habe. Dieses Buch werde unter dem Deckmantel der Literatur sogar öffentlich im…“

„… sei die Bundesrepublik ein freies Land, daher stehe es jedem Menschen zu, sich innerhalb der Grenzen der Verfassung eine eigene politische Meinung zu bilden. Dieses Recht besäßen auch Staatsanwälte, die nur durch ihr Amt nicht von einer politischen Betätigung ausgeschlossen werden dürfen und alle anderen…“

„… sich die Gruppe 47 nun erstmals selbst zu Wort gemeldet habe, da sie bisher nichts von den Ermittlungen habe wissen können. In einer Stellungsnahme bezeichne sie die Ausführungen des Pressesprechers als Ansichten eines Clowns, der sich nicht mehr im…“

„… bei zahlreichen Mitgliedern der Gruppe ein Bekenntnis zur sozialistischen Gesellschaftsform aktenkundig sei. Dies sei bereits ein Merkmal gewesen, das für eine strafrechtliche…“

„… das Ermittlungsverfahren möglicherweise auf persönlichen Wunsch von Höcke eingeleitet habe. Die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Gera hebe in diesem Zusammenhang hervor, dass außerdienstliche Freundschaften zwischen Beamten und Politikern deutscher Volksparteien nicht nur nicht strafbar, sondern auch im gegenseitigen…“

„… sich gegen die Vorverurteilung gewehrt habe. Die Staatsanwaltschaft habe in bestem Wissen gehandelt, da auch vor 1933 zahlreiche Künstler wegen Angriffs auf die öffentliche Moral verfolgt worden seien, bis sich durch den Führer die deutsche Ehre wieder in einem…“

„… von linksradikalen Kräften in der SPD gesteuert werde. Zschächner mache auch die Landesregierung von Thüringen verantwortlich für das Versagen der Ermittlungsbehörden gegen den Terror gegen das gesunde Volksempfinden, der sich in vielfacher…“

„… hier keine Rechts-, sondern vielmehr eine Linksbeugung stattfinde. Die AfD im thüringischen Landtag werde gegen den antifaschistischen Mainstream mit der ganzen Härte des…“

„… könne ein Staatsanwalt mit seinen privaten Geldmitteln tun, was er für richtig halte. Eine Spende an die AfD sei weder illegal noch ein Verstoß gegen Dienstrecht, zumal die Summen immer so gering gewesen seien, dass sie nicht im Bericht der…“

„… die Aktivität der Gruppe 47 keinen künstlerischen Wert besäßen, sondern einzig und allein ausgerichtet seien auf den Verkauf von Büchern an ein Publikum, das im Herzen immer noch die Volksgemeinschaft des deutschen Staates und der nationalen…“

„… dass Zschächner ab sofort nicht mehr als Pressesprecher Staatsanwaltschaft tätig sei, sondern um eine andere Aufgabe gebeten habe. Es sei nicht auszuschließen, dass er als Sonderberater beim…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDLVIII): Sterneküche

5 04 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Irgendwann einmal müssen dem Koch eines gut beleumundeten Lokals sämtliche Vorräte zur Neige gegangen sein. Oder er hatte sich vorgenommen, die Hülsenfrucht an sich derart zu transzendieren, dass das Ergebnis seines Geschmors eine bis dato nicht vorgekommene aromatische Nuanciertheit ans Zäpfchen zaubert, die ihn weltberühmt macht. Oder er hatte sich zu oft die hängenden Bratpfannen an die Birne gekloppt und delirierte am Herd frei vor sich hin, Erbsen zählend, Erbsen kochend, bis am Ende eine einzige übrig blieb, die er mit etwas Beiwerk auf einem monströsem Teller dem Gast auftrug, der erstaunt feststellen musste, eine derartige Erbse bisher nie verzehrt zu haben. Da der Hominide zu drei Vierteln aus Ruhmsucht besteht, bewarb der Maître alsbald seine Erbse und gewann einen Preis dafür, den er stolzgeschwollen ins Fenster klebte. Die Sterneküche ward geboren.

Jene Form der Gastronomie hat sich komplett von ihren Wurzeln entfernt, aus essbaren Produkten eine mehr oder minder warme Mahlzeit zu erstellen und sie dem Gast zu kredenzen, der aus Hunger und Gaumenfreude ein- und wiederkehrt, um den Laden am Laufen zu halten. Hin und wieder verzeiht der zahlende Esser dem Koch wirr auf den Teller geschwiemelte Experimente, doch ist jenseits von Pfefferminzcurrywurst mit Sauerkraut meist schon die Suppe gelöffelt, denn was die geschmacksfreie Inszenierung von Einzelteilen mit verzweifeltem Aufwand hervorbringt, steht in keinem Verhältnis mehr zum Eigentlichen.

Und so schmurgelt der Chef aus einem Korb Modegrün – Algen, Bärlauch, japanischer Spinat – einen Topf voll Pampe, die nachlässig unter zwei Gemüsescheibchen getupft oder mit dem Löffel aufs Porzellan gekleistert die besondere Note des siebten Gangs ausmachen soll. Passt nicht zum halb rohen Fisch, also muss es sich um einen gekonnten Kontrast handeln, taucht aber zu Bauschaum verstärkt als orthogonaler Festkörper neben einer gekleckerten Sauerampfer-Senfsaat-Emulsion auf dem Kolibrispiegelei wieder auf. Der Wareneinsatz beträgt eins zu eins – eine Tonne Grünzeug, ein Löffel Püree – und besonderen Wert legt das Haus auf exklusive Zutaten. Während andere noch ihre regionalen Wurzeln betonen, sucht der Hochgastronom seine in gelblichem Dunkellila schimmernden Babykarotten ausschließlich in einem Biobetrieb rechts neben dem Regenwald, da hier die Nussaromen im Rohzustand noch eine kleine Idee mehr Bitterstoffe zu haben scheinen als in der mauretanischen Möhre, die nur noch die Konkurrenz verkocht. Hier hebelt eine Fachkraft in Dinkelplätzchenpanade frittierte Hühnerfüße auf drehsymmetrische Lotoswurzelquerschnitte, die zuvor eine Nacht lang in einer Ziegenkäse-Fenchel-Marinade geruht haben, bevor die Küchenhilfe sie mit Andenfelsquellwasser durchspült und auf einem Lamapullover trocken tupft. Kenner können in drei von fünf Fällen sofort erkennen, ob es sich um die begehrten Pflanzenteile der Silberbaumartigen oder um lappigen Discountertoast handelt, wenn auch nicht am Geschmack.

Ursprünglich waren die Sterne erfunden worden, um Automobilisten, die durch die Gegend dieselten, standesgemäß zu verköstigen. War doch das Kraftfahrzeug eher eine Angelegenheit der obersten Zehntausend, die natürlich nicht mit jedem Dorfgasthof zufrieden sein durften, um nicht ihren Ruf als Kilometerfresser zu beschädigen – ein Stern bedeutete passable Speise am Wegesrand, für zwei durfte ein Umweg einkalkuliert werden. Drei Sterne jedoch, und es handelte sich tatsächlich um ein kostspieliges Vergnügen, waren der Anlass zu einer eigenen Fahrt über Land. Bis heute hat sich wenig geändert an diesem Bezug. Die Extremküche ist gestartet als Rennen, in dem die Bestplatzierten einen Pokal abkriegten, den sie ins Fenster stellen konnten, um ihre Dominanz in einem halbwegs tauglichen Wettbewerb zu demonstrieren, hat sich inzwischen aber zur komplett abgehobenen Show gewandelt, in der ein paar elitäre Selbstdarsteller ihre fahrphysikalisch sinnfreien Tuningexzesse zelebrieren, eine Leistungsschau von Frontschürzen und Heckspoilern, die der eine oder andere mit Fuchsschwanz an der Antenne ausgestattete Zaungast noch ehrfürchtig für bare Münze nimmt. Was als notwendig deklariert wird, die im tiefsten Winter aus Neuseeland eingeflogene Waldbeere mit Ananasgeschmack, die zu zentimetergroßen Rauten geschnitzt mit der Pinzette auf den Tellerrand gehebelt dem Serviergut allenfalls den optischen Touch von Einzigartigkeit verleiht, weil alle es tun, steht in einigermaßen krassem Missverhältnis zur betriebswirtschaftlich vernünftigen Tätigkeit. Die Köche könnten ihren Schmodder auch gemütlich in Kunstharz gießen und in die Galerie hängen, das Ergebnis ist dasselbe: der Esser findet in diesem Schauprozess nicht mehr statt.

Schon wenden sich die ersten Köche ab vom Getöse, schalten einen Gang herunter und geben alle ihre Auszeichnungen zurück, um sich auf eine vernachlässigte Fertigkeit zu stürzen: auf das Kochen. Allein das geht nicht, denn das Totholz hat die Auszeichnungen nun einmal veröffentlicht und nimmt sie nicht wieder mit. Das Urteil der Jury kümmert sich weder um Koch noch Kellner und um den Gast schon gleich gar nicht. Wer den Preis verleiht, ist der eigentliche Star, was auf dem Tisch passiert, allenfalls schmückendes Beiwerk einer Marketingaktion. Wie hätte man darauf nur kommen können.





Alternative Interpretationsarten

4 04 2019

„… dass es keine Anhaltspunkte für eine weitere Steigerung der Kriminalität in der Bundesrepublik gebe. Dies bedeute aber, so Innenminister Seehofer, dass auch niemand wisse, wie sich die Kriminalität in den nächsten zehn, zwanzig oder hundert Jahren unter besonderer Berücksichtigung der…“

„… zahlreiche Delikte von ausländischen Tätern begangen würden. Die CSU weise ausdrücklich darauf hin, dass nichtbayerische Deutsche sogar schwere Straftaten unter dem Einfluss von keinem Alkohol im…“

„… auch die Zahl der Handtaschendiebstähle sehr stark zurückgegangen seien. Seehofer halte dies für ein äußerst alarmierendes Zeichen, da jeder einzelne Handtaschendiebstahl nun zu einer quasi explosionsartigen Steigerung der statistischen…“

„… sich ein allgemeiner Trend zu immer weniger Straftaten erkennen lasse, der zudem noch durch eine höhere Bereitschaft der Bevölkerung, potenziell straffällige Personen unmittelbar durch eine Überstellung an die polizeilichen…“

„… stehe für den Bundsinnenminister fest, dass Deutschland eines der sichersten Länder der Welt sei. Dass es dafür keiner umfassenden Beobachtung aller Bürger durch die Polizei bedarf, sei ein sehr gefährlich…“

„… kein einziger Fall bekannt sei, in dem ein buddhistisches Kloster im Freistaat durch illegal aus dem Tschad eingeführte Marschflugkörper am Dachfirst beschädigt worden sei. Die CSU weise darauf hin, dass ein einziger Fall dieser Art eine Steigerung der Statistik um einhundert Prozent bedeute, was geradezu katastrophale Auswirkungen für die gesamte…“

„… weniger als ein Prozent der Bevölkerung von schweren Straftaten betroffen sei. Von einer ausgewogenen Verteilung auf alle Einwohner könne daher keine Rede sein, was eine äußerst ungerechte Verteilung der…“

„… die Steigerung der statistischen Häufigkeit auch bei zehntausend Marschflugkörperangriffen auf buddhistische Klosterdachfirste nur hundert Prozent betrage. Seehofer habe hier eine von offensichtlich linksextremistischen Mathematikern gesetzlich festgelegte Täuschungsstrategie entdeckt, die automatisch zu einer riesigen Unsicherheit in der gesamten…“

„… wenn weniger als ein Prozent der Menschen von schweren Straftaten betroffen sei. Dass diese Quote geringer sei als beispielsweise der Anteil von Migranten, deute darauf hin, dass kein ursächlicher Zusammenhang bestehe, den man aber bestimmt noch anhand alternativer Interpretationsarten…“

„… noch nicht ausgerechnet habe, wie wahrscheinlich ein Lichtschwertangriff von einem dreibeinigen Außerirdischen im Münchener Personennahverkehr sei. Für Scheuer stehe zum Zeitpunkt der Entscheidung nur fest, dass man das Geld für eine Aufrüstung aller Bürgerwehren mit Machete und Panzerfaust so schnell wie…“

„… der Anteil an Ausländerkriminalität seit Jahren konstant bleibe. Da es aber immer weniger Ausländer gebe durch die Sicherheitspolitik der CSU, müsse der einzelne Ausländer krimineller geworden sein oder proportional mindestens so kriminell wie vorher sein, da sonst eine nicht proportionale Verteilung der gleichbleibenden Straftaten auf eine nicht konstante Menge aller…“

„… die gefühlte Anzahl der Straftaten von Ausländern ebenfalls steige, obwohl dies keine Entsprechung finde in der Anzahl der tatsächlichen Straftaten, was für Seehofer ein Indiz für eine schleichende Gefahr durch Ausländer sei. Um sich wieder der Realität anzunähern, bedürfe es einer erheblichen Steigerung von Ausländerkriminalität, was der Bundesminister als äußerst…“

„… Wohnungseinbruchsdiebstähle in Häuser mit mehr als neunzig Zimmern überhaupt nicht verzeichnet seien. Würde man die Überwachung des Internets ausweiten können, erwarte das Ministerium einen Rückgang der Taten auf minus zehn Prozent, was zugleich den Wirtschaftsstandort Deutschland für fremdländische Investoren um einen wesentlichen…“

„… das Gefühl der Verunsicherung bei den Bürgern im Allgemeinen zugenommen habe. Seehofer verdanke dies der Aufklärungsarbeit seines Ministeriums, das immer wieder vor den Gefahren eines Atomkrieges, vor einer Übernahme der Staatsgewalt durch einige der vielen tausend noch unbekannten linksradikalen Terroristen oder einer von Nichtbayern verursachten Grippe, die weite Teile der biobajuwarischen Bevölkerung in einen regelrechten…“

„… sich das Unsicherheitsgefühl der nicht von Straftaten betroffenen Bürger auf einem sehr hohen Niveau bewege, da sie immer in der Erwartung leben müssten, als nächste von möglicherweise durch Ausländer verursachten Straftaten zu…“

„… es keinen Grund zur Entwarnung gebe, da jederzeit mit einem Anstieg aller Straftaten auf ein bisher nicht nachzuweisendes Rekordniveau gerechnet werden müsse. Das Bundesministerium verdanke dies der ausgezeichneten Arbeit der Polizei, die sich ganz im Dienste der rechtsstaatlichen…“