Verdrängungswettbewerb

15 05 2014

„…der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil ausdrücklich betont habe, dass das Recht auf Vergessenwerden ein für das europäische Internet unerlässliches…“

„… auf positive Resonanz gestoßen sei. Merkel sei sehr erleichtert, dass das europäische Internet nun kein rechtsfreier Raum mehr…“

„… dass Hui die Bewertungen seiner Hotels aus Furcht vor Wettbewerbsnachteilen nicht mehr in den Suchmaschinen…“

„… habe CSU-Generalsekretär Scheuer angekündigt, es müsse in Europa einen bayerischen Interwebnetz-Datenradiergummi geben, da man nicht einfach Daten in Passau ins Netz stellen dürfe, die dann am Ende von Ausländern kostenfrei…“

„… bange um ihr Geschäftsmodell. Riekel müsse jetzt bei jeder Lüge, die sie zur Steigerung der Verkaufszahlen über Prinzessin Caroline von Hannover drucke, sofort mit Zensur gegen die Meinungsfreiheit…“

„… sei eine Arbeitsgruppe der CDU bereits damit befasst, bis zum kommenden Bundestagswahlkampf alle kompromittierenden Suchwortkombinationen zu…“

„… auch von Knalltours beansprucht worden sei. Ungeachtet des Wahrheitsgehalts, da zwei der Hotels im vergangenen Jahr von den Behörden…“

„… ein Fundraising zu veranstalten. Die Liberalen seien sich dessen bewusst, dass sie auf Eigenverantwortung setzen müssten, deshalb bräuchten sie auch große Unterstützung durch die Finanzindustrie, um alles, was mit Guido Westerwelle zu tun hatte, aus dem Netz zu…“

„… nicht jedoch gegen Printerzeugnisse, Hörfunk- und Fernsehproduktionen, private Telefonate oder Gespräche in der Straßenbahn. Die Anwälte von Bettina Wulff hätten bereits…“

„… darauf hingewiesen, dass Manipulationen an den Suchergebnissen nur durch eine Negativliste zustande kämen. Innenminister de Maizière habe energisch bestritten, dass diese Liste von Unbefugten eingesehen werden könne, da es daran sicher kein Interesse…“

„… außergewöhnlich umfangreich. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe seien zwar zum Schweigen verpflichtet, nach Informationen aus dem Kanzleramt sei jedoch zur Verhinderung einer Katastrophe auch die Stasi-Akte von Helmut Kohl als Quellenmaterial in den…“

„… fordere de Maizière Google auf, sowohl die Negativliste als auch sämtliche Zugriffe unbegrenzt zu speichern und den Sicherheitsbehörden zur Verfügung zu stellen, da nur so die terroristische…“

„… Hitler die Autobahnen gebaut habe. Andere Inhalte, beispielsweise die Behauptung, das Deutsche Reich habe mit dem Angriff auf Polen den Krieg begonnen, müsse man nicht mehr lesen, da sie zu kontrovers seien. Steinbach plädierte ebenso dafür, eine deutsche Kommission zur Kontrolle der…“

„… den CSU-Radiergummi vorerst auf Eis gelegt habe. Durch einen technischen Zwischenfall sei Ilse Aigner ein Zehn-Punkte-Plan passiert, der weder realisierbar noch…“

„… spiele die FDP nach Aussage von Kubicki inzwischen Lotto, um von dem Gewinn auch Rösler aus dem öffentlichen Bewusstsein vollständig zu…“

„… sich Edathy beschwert habe. Er finde keine Anbieter mehr, die kunsthistorisch relevantes Bildmaterial zum Download anböten, da die einschlägigen Wortkombinationen zur Suche der Internetfirmen vom Bundeskriminalamt als…“

„… nach einem ersten Durchgang sehr zufrieden sei. SPD-Netzexperte Müntefering habe bestätigt, dass Nutzer, die lediglich mit Hilfe von Suchmaschinen Informationen aufriefen, keinen Zusammenhang mehr zwischen Hartz-Gesetzen und der sozialdemokratischen…“

„… behaupte Knalltours, dass die schlechten Bewertungen ausschließlich auf Seiten der von Hui betriebenen Plattform…“

„… erheblich schwierigere Aufgaben gestellt, da die Stasi-Vergangenheit der Bundeskanzlerin nur durch erhebliche Eingriffe in die Internet-Architektur überhaupt noch…“

„… die meisten SEO-Agenturen inzwischen als neues Geschäftsmodell entwickelt hätten. Die semantischen Zusammenhänge seien inzwischen auf vielen Ebenen berechenbar und ontologisch wohldefiniert. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Wendt habe daher die sofortige Notabschaltung des Internets als Rettung vor der…“

„… generell zu Schwierigkeiten mit der SPD kommen. Die Parteispitze sei sich noch nicht sicher, ob man die Meinung aus dem Wahlkampf oder die in der Koalition vertretenen Aussagen aus dem Internet…“

„… versehentlich ins Internet gestellt worden sei. Auf Anfrage habe die Piratenpartei bestätigt, dass die CSU-Landesgruppe Aigners Zehn-Punkte-Plan mit Hilfe eines weiteren Radiergummis…“

„… den Nachweis führen könne, dass Hui unter massiven Verleumdungen seitens des Mitbewerbers Knalltours…“

„… weitere technische Panne gehandelt haben müsse. Der großflächig angelegten Löschaktion sei die komplette CSU zum Opfer gefallen, was angesichts der wenig technikaffinen Wählerschaft erst Monate später…“

„… erreiche die Suchmaschine FindHund inzwischen bereits einen Marktanteil von über zwanzig Prozent, da sie nicht auf die Algorithmen von…“





Suchprävention

12 09 2012

„… dass auch ehrverletzende Assoziationen nicht in den Ergebnissen von Suchmaschinen zu finden sein dürften. Es dürfe sich ausschließlich um die reine Wahrheit handeln, die den Internetnutzern…“

„… könne das Ende der Online-Werbung bedeuten. Gerade für Rabattangebote seien die…“

„… strenge der Verband der Kreationisten Hessen-Süd e. V. eine Klage an, um sämtliche Anzeichen der Evolutionstheorie aus dem Netz zu löschen. Diese sei eine Theorie, könne also nicht als wahr bezeichnet werden und müsse deshalb…“

„… seien Kombinationen wie schäuble sudoku oder schäuble schwarzgeld schreiber theoretisch legal, da sie sich auf leistungsschutzrechtlich relevante Inhalte von Qualitätsmedien bezögen, doch dürfe man diese Zusammenhänge dem Leser nicht mehr zumuten, da sie älter als…“

„… streite sich auch mit der Bundesagentur, ob eine durch Veränderung der Berechnungskriterien zustande gekommene verringerte Arbeitslosenquote wahrer als jene Zahl vor der Änderung der statistischen Berechnungsgrundlage…“

„… zu einem Missverständnis gekommen. Statt auf Geheiß des Metropoliten Rainer Maria Kardinal Woelki sämtliche Werbung für Homosexualität zu entfernen, habe das Gericht angeordnet, Putins Gesetzgebung zu verschweigen, die Werbung für Homosexualität als illegitim behandelt und aus der Öffentlichkeit…“

„… immer unter Vorbehalt zu sehen. Dennoch fielen Videos, die mit der Angabe Quelle: Internet gezeigt würden, nicht automatisch unter den Verdacht der…“

„… zu Schwierigkeiten, da das CDU-Präsidium übersehen habe, dass sich das Internet nicht in Deutschland befinde. Von der Leyen schlage ein Verzeichnis vor, das an öffentliche Einrichtungen ausgegeben würde. Die mit einer Sperre belegten Begriffe befänden sich auf der 54.122 Seiten langen Liste, die bequem per Faxabruf…“

„… eine schwere Schlappe, dass die FDP nicht mehr mit selbst erstellten Wirtschaftsprognosen in den Landtagswahlkampf ziehen könne. Es gebe, so das Landgericht Hamburg, einen Unterschied zwischen Wahrheit und Meinungsäußerung, deren letztere nach geltender Rechtslage nicht mehr im Internet…“

„… könne dabei von einer Sonderregelung für Verschwörungstheorien profitieren. Erlaubt seien populäre Irrtümer – Bielefeld existiere nicht, die Mondlandung habe nie stattgefunden, die SPD sei eine sozialdemokratische…“

„… klar widersprochen. Uhl wisse wohl, dass Deutschland nicht von Sicherheitsexperten regiert werde, deshalb müsse die schriftliche Form dieser Aussage auch weiterhin unterdrückt…“

„… aus Gründen der Vorsicht gleich sämtliche relevanten Suchbegriffe zum NSU aus der Suchmaschine zu entfernen, da es zu kompliziert sei, die jeweils tagesaktuelle Version der Wahrheit an die erforderlichen…“

„… möglicherweise durch jahrhundertelange Versäumnisse verursacht. Bereits in gedruckten Büchern sehe er viele bewusst wahrheitswidrige Aussagen, die den Anlass für ebenso viele im Internet publizierte Lügen gäben. IM Friedrich habe den Gesetzesentwurf zur präventiven Verbrennung aller Bücher in deutschen Bibliotheken daher…“

„… wolle die CSU politische Propaganda der Linken und Grünen im Internet verbieten, da diese durch ideologische Lügen gekennzeichnet seien. Dobrindt habe deutlich gemacht, dass nur Inhalte der CDU/CSU noch in den…“

„… damit die Fahndung nach Plagiaten strengstens verboten. Koch-Mehrin habe in diesem Zusammenhang ihre Kritik erneuert, dass man ihre Dissertation im Internet verarbeitet habe, obwohl ihre Einlassungen offensichtlich falsch und…“

„… dass dieser Tage ein besonders gutes Einvernehmen zwischen von der Leyen und der SPD herrsche. Neben dem Rentenkompromiss solle auf der überparteilichen Klausurtagung auch das Wahrheitserleichterungsgesetz mit den Stimmen aller Fraktionen schnell durch den Bundestag…“

„… seien die beiden nicht wegen des Zurverfügungstellens urheberrechtlich geschützter Inhalte verurteilt worden. Durch das Einstellen von Sarrazins Machwerk hätten sie im Internet eine zielgerichtete Irreführung durch erstunkene und erlogene…“

„… handele es sich keinesfalls um Zensur, vielmehr dürfe im Internet nichts mehr geschrieben werden, was nicht als potenziell unwahr bezeichnet werden könne, so dass endlich eine umfassende Rechtssicherheit für den mündigen Bürger…“

„… wolle IM Friedrich durch das Verbot der Behauptung, der Islam gehöre zu Deutschland, sämtliche Belege dafür aus dem Netz tilgen, so dass später nicht mehr behauptet werden dürfe, der Islam gehöre zu Deutschland, da sich dann im Internet keine Beweise finden würden für die Ansicht, der Islam gehöre…“

„… sei letztlich nicht eine Frage, was geäußert, sondern eine Grundsatzentscheidung, was gedacht werden dürfe. Das Bundesverfassungsgericht weise die Klage zurück, da sich nicht umfassend klären lasse, was als wahr und was als…“

„… gegen die Stimmen des niedersächsischen CDU-Landesverbandes verabschiedet habe. Das in Hannover ansässige Wahrheitsministerium sei als erste Maßnahme für einen…“





strasseguck

18 08 2010

„Nein, eben nicht! Sie können nicht einfach so bei StreetView rein und dann nachschauen, ob die Garage auch ordentlich verschlossen ist. Das geht nicht. Nein, hören Sie doch, das ist technisch gar nicht möglich, das geht nicht! Sie müssen doch erst mal nachschauen, ob da jemand Ihr Haus überhaupt reingestellt hat!

Das ist doch alles unausgegorenes Zeug, diese amerikanische Firma da mit ihrem Google. Das kann doch nichts werden! Da muss man ordentlich arbeiten, da braucht’s eine deutsche Firma, die das richtig aufzieht, ja? Nicht dieses Chaos, das einem alle Gesetze kaputt macht, oder umgekehrt, aber auf jeden Fall müssen wir doch als Deutsche hier mal ordentlich arbeiten. Diese Ausländer, die können alle nichts. Das sieht man doch schon im Internet.

Ich sag’s Ihnen, die Qualität von unseren Inhalten werden Sie so schnell nicht erreichen. Da möchte ich mal den Politiker sehen, der dagegen ist. Da wird die Aigner und da wird der Westerwelle aber stolz sein, dass wir sie da zeigen. Ja, bei uns ist das gut – strasseguck, verstehen Sie? Das müssen Sie mal ansehen, strasseguck heißt das. Wir gehen da nämlich noch mit richtigem Gerät hin. Unsere Kollegen haben einen richtigen Fotoapparat, von der letzten Materialausrüstung, 24×36, und auch ein Stativ, so ein echtes mit drei Beinen. Das macht viel bessere Bilder als dies amerikanische Zeugs!

Weil man je eben wissen muss, wer sich da aus dem Bild rausnehmen lassen will. Und darum muss bei uns auch jeder einen Antrag stellen, mit vollem Namen und Fingerabdrücken und so. Polizeiliches Führungszeugnis? Nein, das besorgen wir uns schon, der Herr Dimpflinger kennt da einen, der im Verein ist. Schufa auch. Und Führerschein.

Aber klar, wir sind schließlich ein Rechtsstaat darf sich doch von seinen Bürgern nichts gefallen lassen. Sonst wäre er ja auch nicht rechts, oder?

Weil Sie nämlich wissen müssen, wer da etwa Gebrauch machen will, diese Bande – kommt hier mit Bürgerrecht und so. Manche von denen direkt mit Anwalt, Sie! ich sag’s Ihnen, das ist doch die Definition von kriminelle Vereinigung, wenn da einer mit Anwalt, oder? Oder schon organisierte Kriminalität? Das frage ich Sie, ja! Sind doch immer dieselben, die da kommen. Vor allem, wenn man mal sich ansieht. Ist zwar nicht jeder wie Westerwelle, manche auch ehrliche Leute, aber ich frage Sie: wenn da doch mal einer von denen sein sollte, so ein Islamiker? Die sind doch alle hier, man weiß das doch nicht von denen, die sehen ja aus wie alle anderen. Gibt’s hier. Vereinzelt auch Protestanten, beim letzten Mal haben wir ja nur die Juden wegbekommen. Ich sag’s Ihnen.

Ach, das mit der virtuellen Streife – ja, ich hab’s ja auch gelesen. Das ist doch auch so ein Unsinn, und ausgerechnet der Wendt wieder. Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft! Der soll sich doch erst mal schlau machen, bevor er so ein Zeug vom Stapel lässt! Das kann man doch nicht so ausposaunen, die Ganoven hacken doch die Computer der Polizei, und dann sieht man überall, wie die Polizei ihre Streifenfahrt macht – und dann gaukeln sie einem einfach so ein Standbild vor oder, das habe ich mal gelesen, das geht, wirklich! da werden sie die Fahrtrouten von zwei virtuellen Polizeiwagen so manipulieren, dass die frontal zusammenbumsen. Glauben Sie’s nur, das stimmt! Ich war doch dabei, als ich das gelesen habe! Na, rechnen Sie sich das aus, was da alles passieren könnte. Direkt zusammengestoßen, da sind die Computer natürlich hin, man nennt das Headcrash oder so, und dann die Gefahr für die Polizisten! Das muss man doch viel besser ahnden! Ich frage Sie, was passiert da? Da muss man doch mal fragen, ob man nicht die Strafen viel höher macht?

Auch das, wir brauchen dringend etwas gegen diese Netzneutralität. Also Netzneutralität ist schon gut, aber nur für uns – man muss schnell da sein, wenn man gerufen wird, und unsere Internetleitung ist ja auch nicht die schnellste. Was meinen Sie, was für einen Vorteil wir dann haben!

Datenschutz? Nein, ich habe schon verstanden. Bin ja nicht doof! Das ist eine Datenschutzfrage, da muss man ganz genau rechtlich aufklären, was da so geht und was da nicht so einfach – Sie verstehen mich doch, oder? Also: wenn Sie jetzt mal bedenken, dass die virtuellen Streifenwagen in dem Bild so einfach mal zu orten sind, was wird dann, und das frage ich Sie! was wird dann aus dem Recht auf Privatsphäre? Ja wenn Sie einfach da so die Polizisten so zeigen, da weiß doch gleich jeder, wo die sind? Das kann aber nicht sein – da sehen Sie, es gibt noch viele rechtliche, und teilweise sind es wohl sogar juristische, und das meine ich ernst!

Aber wenn Sie sich das mal genau überlegen, das gibt doch so logistische Probleme. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, dass da so ein Bürger, ich nenne den mal so, es gibt ja welche – vielleicht ist das dann ein Neger oder bloß so eine Frau. Die rufen die Feuerwehr an sagen, es brennt, und dann schauen Sie auf die Karte und stellen fest, das brennt da gar nicht. Wie wollen Sie das denn betrafen?`Das ist doch aber mindestens so schlimm wie Polizistenmord. Oder grober Unfug sogar.

Ich verstehe es wirklich nicht mehr. Ich meine, wir lesen deren Kontobewegungen aus, wir lesen ihre Mail, wir wissen, mit wem sie telefonieren. Warum sind die Leute so misstrauisch, wenn wir ihren Vorgarten gegen Terror schützen wollen?“