Argumentationsmuster

10 06 2021

„… auf scharfen Widerstand stoße. Mit der Ankündigung, den Benzinpreis um 16 Eurocent zu erhöhen, habe sich Baerbock nach Aussage des CDU-Kanzlerkandidaten als wirtschaftspolitische Vollidiotin geoutet, die Deutschland absichtlich in den endgültigen…“

„… aus der deutschen Automobilindustrie noch keine Pläne für das Zwei-Liter-Auto gebe. Das im Jahr 1989 geforderte Niedrigenergiefahrzeug sei auf dem deutschen Markt nicht absetzbar, da Kunden noch einen hohen Verbrauch bevorzugen würden, was sich in der Produktpalette der führenden…“

„… den Tatsachen entspreche. Auch mit den Stimmen der Union sei eine Verteuerung des Kraftstoffs um 16 Cent längst beschlossen worden, die aber laut Laschet nicht so gut wie die von den Grünen geplanten Preiserhöhungen wirke und daher die deutsche Wirtschaft nachhaltig…“

„… auch durch das Urteil aus Karlsruhe von jeder künftigen Bundesregierung umgesetzt werden müsse. Scheuer bestreite dies, das Grundgesetz habe ihn in seiner bisherigen politischen Laufbahn noch nie besonders…“

„… werde Millionen von Berufspendlern stark belasten. Laschet habe zwar zur Kenntnis genommen, dass die Grünen die Einnahmen aus der Schadstoffauflage an die Verbraucher ausschütten wollten, er werde dies aber im CDU-Wahlkampf nicht berücksichtigen, da er noch nicht wisse, was im Programm der Union über die…“

„… sich nicht zu Presseanfragen geäußert habe. Plasberg sei an die Grünen herangetreten, um in Erfahrung zu bringen, wie lange das erste Auto mit Windantrieb noch auf sich warten lasse. Es sei für die Öffentlichkeit inzwischen ersichtlich, dass sich Baerbock mit Themen wie Technik und Verkehr gar nicht auskenne, weshalb sie in ARD-Talkshows auch künftig nicht mehr als…“

„… keine Beanstandung gefunden habe. Der Deutsche Presserat halte die Schlagzeile WER KNALLT DIESE KOMMUNISTENHURE AB? für kontrovers formuliert, könne aber nur aufgrund der Nähe zu einem ganzseitigen Foto von Baerbock nicht erkennen, dass es sich um eine Aufforderung des Springer-Konzerns zur…“

„… sehe auch Scholz die Problematik. Er lehne eine Verteuerung des Kraftstoffs ab, da er die Nöte der Bürgerinnen und Bürger im Gegensatz zu den Grünen sehe. Die Wiedereinführung der Sanktionen gegen Empfänger von Arbeitslosengeld II sowie eine maßvolle Kürzung aller Transferleistungen sei nur ein erster Schritt, um die existenzielle Krise von vielen Leistungsträgern …“

„… dass der Markt grundsätzlich alles regeln würde. Lindner lege jedoch großen Wert darauf, dass es in einer sozialen Marktwirtschaft auch Menschenrechte gebe, ohne die man nicht als echter Deutscher leben könne. Seit Jahrhunderten bestehe die Leitkultur aus Freiheiten wie Spargel, Schnitzel und einem Sportwagen, mit dem man bei 230 km/h auf der rechten Spur über die…“

„… wolle sich Laschet aber nicht festlegen. Solange er das Wahlprogramm der Union nicht gelesen habe, könne er noch nicht sagen, welche Meinung er zu den klimapolitischen Zielen der…“

„… sei auch Scholz der Ansicht, dass die EEG-Umlage mit den Einnahmen aus der CO2-Steuer gesenkt werden könne. Wie dies gegengerechnet werden solle, könne er jedoch noch nicht genau sagen. Scholz gehe zwar von seiner Kanzlerschaft aus, wisse aber noch nicht, wer unter ihm als Bundesminister der Finanzen eine fiskalische…“

„… habe Altmaier bereits vor einem Monat vorgeschlagen, die Pläne der Grünen noch vor der Wahl umzusetzen. Unterstützung habe er dabei von Dobrindt gefunden. Für die Union stehe nun fest, dass Baerbock lediglich die Ideen der Regierung kopiere und als ihre eigenen ausgebe, was einen zutiefst undemokratischen Eindruck auf die…“

„… dass die FDP auch über ein soziales Gewissen verfüge. Lindner sei sich sicher, dass irgendwann durch die von den Grünen umgesetzten Wucherpreise für Benzin eine wegen der wirtschaftsfeindlichen Lockdown-Maßnahmen arbeitslose Akademikerin nicht mehr genug Geld habe, um ihren SUV zu betanken, so dass sie ihr von einem bekifften Ökostalinisten auf dem Radweg überfahrenes hochbegabtes Kind nicht mehr rechtzeitig genug ins Krankenhaus bringen könne. Der Bundesvorsitzende der Liberalen sehe jetzt schon, dass Blut an den Händen dieser sich als Juristin ausgebenden…“

„… nicht davon ausgehen könnten, dass sie nach der Bundestagswahl politisch noch eine Rolle spielen würden. Die Linke sei inzwischen durchaus geneigt, Ansichten und Argumentationsmuster der Union zu übernehmen, da sie sich für Probleme wie Klimaschutz oder Energiewirtschaft inhaltlich nicht mehr…“

„… könne ein finanziell gut aufgestellter Staat durchaus Steuereinnahmen wieder an seine Bürger zurückgeben, um soziale Akzente zu setzen und die transparente Verwendung öffentlicher Mittel als vertrauensbildende Maßnahme zu nutzen. Scheuer werde dies auch in der nächsten Legislatur gerne wieder als…“

„… lehne Laschet die Symbolpolitik der Grünen ab. Er werde nun nachdenken, ob er im Falle eines Wahlsieges überhaupt eine Koalition mit der Ökopartei eingehen wolle. Bis dahin werde er eine Brückenzwischenfinanzierungssteuerumlage von 16 Cent pro Liter auf die…“





Spielräume

27 05 2021

„Jetzt sagen Sie uns doch endlich, was wir sagen sollen!“ „Es gibt mit Sicherheit noch irgendein Schulzeugnis, dass Baerbock mal sitzen geblieben ist.“ „Vielleicht parkt sie auch immer falsch.“ „Aber dann fragen die uns, warum wir nicht selbst auf die Idee mit den Kurzstreckenflügen gekommen sind!“ „Weil wir gar keine Ideen haben?“

„Am einfachsten wäre jetzt der Reflex mit der Verbotspartei.“ „Gut, dann hätten wir das Thema auch abgehakt.“ „Moment, so einfach ist das aber nicht.“ „Der deutsche Arbeiter darf bald nicht mehr nach Malle!“ „Unsinn, es geht um Klimaschutz.“ „Das kann man dem Wähler natürlich so nicht erzählen!“ „Aber…“ „Lassen Sie sich gefälligst etwas einfallen, ich habe keine Lust, vier Jahre lang in der Opposition zu hocken!“ „Wir könnten jetzt in die Offensive gehen…“ „Großartig!“ „Macht die alte Schlampe platt!“ „… und behaupten, dass wir die Subventionen sowieso nur gezahlt haben, um den Flugverkehr nach der Wahl umwelttechnisch viel besser aufzustellen.“ „Hä!?“ „Sie machen das noch nicht so lange, habe ich recht?“

„Die finanzielle Belastung wird doch bei den Verbrauchern landen!“ „Und wenn man das den Fluggesellschaften verbietet?“ „Meine Güte, das ist doch Unsinn!“ „Das regelt nun mal der Markt, dass man das auf den Verbraucher umlegt.“ „Vielleicht könnte man uns als Abgeordnete irgendwie von der Sache ausnehmen.“ „Vielflieger aus der Wirtschaft eventuell auch.“ „Das wäre Korruption!“ „Endlich mal ein Thema, wovon wir etwas verstehen.“ „Aber das lässt sich im Wahlkampf nicht ausschlachten, und diese grüne Hexe kommt ungeschoren davon.“ „Mehr Spielräume in der Klimapolitik!“ „Wir könnten zum Beispiel den Geringverdienern große Autos verbieten.“ „Die können sie sich schon jetzt nicht leisten.“ „Außerdem wäre das eine Art von Gesetz, das man eher mit den Grünen verbindet.“ „Ich bitte Sie, Logik hat uns noch nie interessiert.“

„Und wenn im Wahlkampf Fragen kommen, wie wir unsere Klimaziele erreichen wollen?“ „Welche Klimaziele?“ „Naja, Pariser Abkommen und so.“ „Wasserstoff.“ „Wasserstoff?“ „Irgendwie wird das funktionieren, ich bin da zuversichtlich.“ „Aber die Technologie ist doch noch nicht erfunden.“ „Und fliegen kann man damit auch nicht.“ „Das mag sein, aber im Innovationsjahrzehnt machen wir technisch Dinge, die die Grünen in ihrem Verbotswahn nie zugelassen hätten.“ „Und das nehmen uns die Leute ab?“ „Ich sehe schon, Sie machen das hier wirklich noch nicht lange.“

„Können wir eigentlich verhindern, dass die Deutsche Bahn AG irgendwann Zahlen vorlegt?“ „Was soll denn die Frage jetzt?“ „Keine Sorge, wir haben das Ressort mit einem Deppen besetzt, der jede vernünftige Nachricht sofort löscht.“ „Das heißt, wenn versehentlich rauskommt, dass der Zug im Inland jetzt schon preiswerter und schneller ist als ein Flug, dann gerät das gar nicht erst an die Öffentlichkeit?“ „Nur das Dementi.“ „Sehr gut.“ „Wenn ich es richtig sehe, wollen sie die Nachtzüge wieder einführen.“ „Schrecklich, dann wäre die Bahn nicht nur schneller, sondern auch noch viel preiswerter.“ „Außerdem sind Flughäfen meistens so weit weg, da muss man auch erst irgendwie mit dem Auto hinfahren.“ „Oder mit der Bahn.“ „Und wenn wir in den Wohnungsbau investieren, indem wir Gebäudekomplexe in unmittelbarer Nähe der Flughäfen…“ „Sie haben die Pillen vom Scheuer geraucht, stimmt’s?“

„Ich meine, Baerbock hat vollkommen recht.“ „Haben Sie einen Maulwurf in unsere Runde eingeladen?“ „Sie sind wohl nicht ganz bei Trost!?“ „Das ist sicher so eine argumentative Taktik, dass man die Perspektive des Gegners übernimmt, wenn man weiß, dass man keine Chance hat.“ „In zehn Jahren werden wir alle wissen, dass eine Diskussion über Inlandsflüge sich erledigt hat, vollkommen unabhängig, wie lange die Bahn braucht und wie viel das kostet.“ „Dann hat jeder sein Flugtaxi?“ „Das ist doch nicht der Punkt.“ „Wir sind längst auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet, wir merken es nur noch nicht.“ „Lassen Sie uns das mit der Perspektive mal probieren.“ „Als Schubumkehr sozusagen?“ „Wenn wir Kerosin besteuern, dann wird dadurch kein bisschen das Klima verbessert.“ „Es sei denn, es wirkt durch die Kostenanhebung auf den Verbraucher, der sich…“ „Müssen Sie unbedingt alles noch komplizierter machen, was ich nachher dem Spitzenkandidaten erklären soll!?“ „Sorry, der sitzt vielleicht gerade neben Ihnen?“ „Ja, aber ich muss dieser zugesoffenen Schabracke alles in Zeitlupe vortanzen, bis der Groschen fällt!“

„Also ich gebe es jetzt auf.“ „Da muss doch noch irgendwas im Archiv sein.“ „Da war was mit Nebeneinkünften.“ „Hat Baerbock mal irgendwo demonstriert?“ „Kein Bild mit Bolzenschneider da, tut mich traurig.“ „Mist.“ „Das Problem ist doch, dass wir sogar von der Wirtschaft kritisiert werden, weil wir keine Perspektiven mehr haben.“ „Ich will nicht in die Opposition!“ „Außerdem kooperiert die Lufthansa längst mit der Bahn.“ „Diese Schweine!“ „Davon weiß der Führer, ich meine: der Scheuer weiß da nichts von.“ „Wir haben gerade geregelt, dass die Kosten der Energiemodernisierung in den Häusern vom Vermieter getragen werden sollen.“ „Und?“ „Das nehmen einem die Wähler dann auch nicht mehr ab.“ „Das ist eine andere Problematik, da geht es nicht um Verbote, außerdem regelt das der Markt: wenn die Mieter belastet werden, drohen sie mit Auszug.“ „Wir hätten kein Homeoffice erlauben sollen, dann würden mehr Leute fliegen.“ „Das fällt Ihnen jetzt ein!?“ „Sagen Sie mal, muss es Kanzler sein, oder reicht Ihnen Bahn-Vorstand?“





Volle Kraft zur Seite

5 04 2021

„Das heißt, es ist ihm egal?“ „So schnell würde er das nicht rauskriegen.“ „Aber inhaltlich stimmt es doch.“ „Er möchte halt vor allem an der Macht bleiben und hat Verständnis dafür, wenn das andere Konservative auch so sehen.“ „Kretschmann ist allerdings Grüner.“ „Ja, das glauben halt viele.“

„Das wird die Partei eine Menge Stimmen bei der Bundestagswahl kosten.“ „Das ist erstmal nur eine Landtagswahl.“ „Trotzdem.“ „Ich weiß gar nicht, was Sie wollen – wer die Grünen gewählt hat, kriegt sie auch, und wer die Koalition festlegen will, der muss sich dann halt aktiv in dieser Partei einbringen.“ „Nicht mal das nützt ja noch was.“ „Da schauen Sie mal, wie gut die Grünen in der Realpolitik angekommen sind.“ „Als Ökodiesel.“ „Es geht doch auch um Arbeitsplätze und um die Wirtschaft, oder was man so sagt.“ „Das ist doch jetzt nicht Ihr Ernst?“ „Immerhin hat er das Ländle noch nicht als Stabilitätsanker bezeichnet.“

„Die bisherigen Koalitionen konnte man bereits in die Tonne treten.“ „Jetzt werfen Sie mal nicht die Flinte ins Korn, vielleicht entwickelt sich da noch etwas im Laufe der nächsten Jahre.“ „Wenn die CDU ähnlich innovativ ist wie bisher, dann gute Nacht.“ „Die Wähler müssen sich nicht wundern, sie wussten genau, wenn sie nicht SPD wählen, dann bekommen sie die CDU.“ „Und das ist jetzt der Unterschied zur Bundestagswahl?“

„Sehen Sie es als Modellprojekt an.“ „Blöder hätten Sie es nicht auf Lager?“ „Ich meine das rein wirtschaftlich und ökologisch, da kann man die CDU noch verändern, wenn man ihnen ein bisschen Macht abgibt.“ „Und wie soll das funktionieren?“ „Denken Sie beispielsweise an Elektromobilität, da haben wir noch jede Menge Innovationsbedarf.“ „Ob Sie die Innenstädte mit Verbrennern oder mit Stromautos verstopfen, ist für den handelsüblichen Verkehrsinfarkt völlig egal.“ „Aber nur so haben wir eine Chance, dass unsere Fahrzeugindustrie die Pandemie überlebt.“ „Dank des Kurzarbeitergeldes, das die Dividenden von Daimler ausstopft, kann doch die Bevölkerung gar nicht schnell genug ins Gras beißen.“ „Das soll ja sogar gesund sein.“

„Haben Sie sich eigentlich mal gefragt, warum die CDU erst vor dem Ökoterrorismus einer linken Verbotspartei warnt und sich dann den Grünen um den Hals wirft?“ „Ich würde Opportunismus und eine gewisse Angst vor der Bedeutungslosigkeit nicht ausschließen.“ „Und das ist die Motivation für die jahrelange politische Verantwortung eines ganzen Bundeslandes?“ „Solange die CDU nicht öffentlich äußert, dass ihre Abgeordneten auf dem freien Markt keinen Job mehr finden würden, ist noch nicht alles verloren.“ „So bringt man doch aber kein Land voran.“ „Vielleicht wollen das die Menschen gar nicht.“ „Wie meinen Sie das denn?“ „Stillstand auf hohem Niveau, das ist doch für die Menschen in einer wohlhabenden bürgerlichen Gesellschaft gar nicht schlecht.“ „Die CDU sorgt aus Erfahrung für dauerhaften Stillstand.“ „Und die Grünen lassen es aussehen wie hohes Niveau.“ „Bei aller Liebe, das ist absurd.“ „Schauen Sie sich die politischen Präferenzen der Bundesbürger an, dann werden Sie feststellen, dass die meisten keinerlei Änderungen haben wollen, und wenn, dann nicht in der eigenen sozialen Schicht.“ „Wenn sich nichts ändert, dann kann ja nichts besser werden.“ „Eben, deshalb immer nur außerhalb der eigenen Schicht.“ „Der soziale Abbau wurde ja von den Grünen gerne mitgetragen, aber wozu die Umverteilung nach oben?“ „Als Ausgleich. Verwerfungen im Haushalt müssen gegenfinanziert werden.“ „Dann verstehe ich dies Modellprojekt: volle Kraft zur Seite.“

„Andererseits haben durch die Veränderung der Stimmverhältnisse die Grünen auch ein sehr gutes Machtinstrument in der Hand.“ „Sie geben der CDU nur noch die wirklich wichtigen Ressort, mit denen man Klimapolitik hemmen und vernünftige Pandemiemaßnahmen verhindern kann?“ „Das ist ja der Normalfall, nein – sie können jederzeit mit dem Wechsel des Koalitionspartners drohen.“ „Mit der SPD wäre es eine Minderheitsregierung.“ „Dann muss Kretschmann eben FDP überreden, ihn bei der Regierungsbildung zu unterstützen.“ „Sie meinen, die Liberalen würden ohne inhaltliche Zweifel eine grün-rote Regierung unterstützen, nur um wieder ein paar Ministerposten abzugreifen?“ „Wir reden hier von der FDP.“ „Haben die sich nicht schon von Kretschmann distanziert?“ „Halten Sie denen einen Kuchen unter die Nase, dann wissen Sie schon, dass die mitmachen.“ „Jedenfalls nicht für Klimaschutz und Ökologie.“ „Irgendwie wird das schon gehen.“ „Auch nicht für eine progressive Schulreform und sozialen Wohnungsbau.“ „Denken Sie an meine Worte, die Bürger wollen Kontinuität und keine Veränderung.“ „Deshalb hat Kretschmann seine Gurkentruppe als verlässliche, stabile Regierung gepriesen und die Neuauflage empfohlen.“ „Am Ende zählt eben das Ergebnis, und wenn er der CDU jetzt unmissverständlich klarmachen kann, dass er seine im Wahlkampf geäußerten Pläne zur ökologischen Umgestaltung Baden-Württembergs eventuell ernst gemeint haben könnte, dann wird sich diese CDU zweimal überlegen, die Regierung zu gefährden.“ „Weil Kretschmann genau weiß, dass das Land bis tief in die Provinz von korrupten Schweinen mit schwarzem Parteibuch regiert wird.“ „Der Mann ist halt Realo.“ „Wenn er wirklich etwas ändern will, warum macht er es dann nicht gleich mit der SPD?“ „Also bitte! wer würde sich schon mit so einem unbeständigen Partner verbünden?“





Wir schaffen das

6 02 2017

„Aber wie wollen Sie die Parteibasis dazu bringen, mit dieser Chaotentruppe zu koalieren?“ „Gut, die sind wirklich recht weltfremd.“ „Und sie labern ständig über Befindlichkeiten, anstatt sich mal mit der staatsrechtlichen Realität zu befassen.“ „Und ihr Spitzenpersonal sind echt…“ „Ja, jetzt wissen wir’s ja. Aber das werden die Grünen schlucken müssen, wenn sie mit der CDU koalieren wollen.“

„Man müsste überhaupt viel realistischer sein.“ „Glauben Sie etwa, Merkel würde einen Grünen als Innenminister zulassen?“ „Würden denn die Grünen einen Innenminister von Merkel akzeptieren?“ „Solange er nicht die Bevölkerung verunsichert?“ „Die Grünen sind inzwischen ja sogar offen für Abschiebungen nach Afghanistan.“ „Die sind noch ganz woanders offen, wenn Sie mich fragen.“ „Nun seien Sie mal konstruktiv!“ „Die wollten doch sonst immer Integration.“ „Kriegen sie doch. Zumindest der rechtskonservative Flügel…“ „Steinbach? die ist doch weg?“ „… der Grünen könnte sich in die Union integrieren.“ „Und das klappt?“ „Warum denn nicht?“ „Auf der anderen Seite könnten die Grünen dann nicht mehr so mit Menschenrechten herummachen.“ „Dafür wählen sie dann rechte Menschen.“ „Auch wieder wahr.“

„Haben die denn schon gesagt, wie sie die abgelehnten Asylbewerber abschieben wollen?“ „Sie setzen auf freiwillige Rückkehrer.“ „Das ist ja ein total ausgeklügeltes Konzept.“ „Das wäre nicht mal der SPD eingefallen.“ „Und wie wollen sie das durchsetzen?“ „Ich schätze mal mit freiwilligem Zwang.“ „Also man bevormundet die Antragsteller, enthält Ihnen Rechte vor, erklärt die Missachtung von verfassungsmäßig garantierten Rechten aus nationalem Interesse und gießt das in ein Gesetz?“ „Bevormundung durch einen paternalistischen Maßnahmenkatalog, das würde ich ja noch unterschreiben, aber das andere?“ „Ohne die Hartz-Reformen hätten sie bis heute nie in einer Bundesregierung gesessen.“

„Ein Hauptproblem dürfte der Waffenhandel sein.“ „Richtig, Gabriel ist auch seit Jahren schwer depressiv wegen der Umsatzsteigerungen.“ „Als Grüne würde ich auf Biowaffen umsteigen.“ „Sehr witzig.“ „Man muss da mit der richtigen Motivation rangehen. Immer alles kritisieren ist auch nicht so toll.“ „Zum Beispiel mehr Arbeitsplätze in der Waffenindustrie?“ „Munitionsrecycling, Roboter mit Streumunition aus deutscher Forschung und Entwicklung – und wenn man die als Dual-Use-Produkte möglicherweise in der Dritten Welt noch in der Landwirtschaft einsetzen könnte, dann haben wir doch letztlich alle was davon.“ „Verstehe, wir machen mehr Umsatz und können davon dann mehr Flüchtlinge aufnehmen, die wegen der zusätzlichen Kriege nach Europa kommen.“ „Was gleichzeitig wieder mehr Wirtschaftswachstum bedeutet.“ „Super!“ „Der Friedensnobelpreis dürfte damit nur noch eine Frage der Zeit sein.“ „Das nenne ich mal Motivation!“ „Wir schaffen das!“ „Klasse!“

„Nun mal nicht so schnell.“ „Haben Sie wieder eine unentschlossene Zielgruppe entdeckt?“ „Die Hessen.“ „Ach nee!“ „Meint die Schröder, das sei nicht gerecht gegenüber denen, die sich den Dienstporsche fürs Kindermädchen von der Partei bezahlen lassen?“ „Seit wann kümmert sich die CDU um das intellektuelle Prekariat?“ „Was hat die AfD mit der Schröder zu tun?“ „Inhaltlich sehe ich da eine Menge Überschneidungen.“ „Ethisch auch.“ „Die Union kommt nicht mehr nach.“ „Weil jetzt Kretschmann und Palmer Bouffier rechts überholen?“ „Da kann er mal sehen, wie das ist, wenn man immer nur die Argumentation feindlicher Parteien übernimmt.“

„Aber ein paar Mentalitätsunterschiede müssen sicher schon noch bereinigt werden.“ „Wie kriegt man das denn in der Landwirtschaft hin?“ „Die werden sich sicher einigen, sobald sie das mit der Kernkraft und den erneuerbaren Energien in den Griff gekriegt haben.“ „Das ist dann gleich nach der Entscheidung, ob wir den Schwerlastverkehr noch mehr auf die Straße verlagern oder doch wieder die Schiene nehmen.“ „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich die beiden auf einen gemeinsamen Nenner einigen werden.“ „Nämlich?“ „Dass Machterhalt jede inhaltliche Verbiegung rechtfertigt.“

„Bliebe noch Seehofer.“ „Kann ich Ihren Plan für die Waffenexporte noch mal sehen?“ „Das ist möglicherweise der Knackpunkt, wenn die CSU aus der Regierung aussteigt.“ „Wie bitte!?“ „Haben Sie das etwa nicht auf dem Radar?“ „Wie könnten denn die Grünen ohne die CSU in die Regierung kommen?“ „Eben weil die CSU weg ist.“ „Und die ist weg, weil die Grünen an der Regierung sind.“ „Mensch, großartig!“ „Das ist ja klasse!“ „Also ich versteh’s noch nicht.“ „Was hat die CSU gemacht, als sie im Bund in der Opposition saß?“ „Gegen die Regierung gestänkert?“ „Das machen sie auch, wenn sie gerade an der Regierung sind.“ „Stimmt auch wieder.“ „Sie haben massiv zugelegt und sind in Bayern unschlagbar geworden.“ „Und das macht Seehofer jetzt auch?“ „Wenn er wirklich eingesehen hat, dass Söder und Scheuer und dieser ganze Rest aus fünftklassigen Kläffern die Partei zermarmelt, dann muss er etwas unternehmen.“ „Also hofft er inständig, dass die Grünen eine Koalition mit der CDU hinkriegen, weil er dann nicht mehr regieren muss.“ „Großartig!“ „Jetzt verstehe ich auch den grenzenlosen Optimismus der Kanzlerin. Das ist ja tatsächlich eine historische Chance für Deutschland als moderne EU-Führungskraft.“ „Jetzt weiß ich auch, weshalb sie das damals gesagt hat.“ „Was gesagt hat?“ „Wir schaffen das.“





Meine Tante, Deine Tante

27 10 2016

„… jetzt zügig in die Koalitionsverhandlungen einsteigen wolle. Gabriel sei sich sicher, dass Grüne und Linke für das Projekt auf einem guten…“

„… ein frühzeitiges Scheitern drohe. Der designierte Außenminister Kretschmann könne nicht akzeptieren, dass seine Partei nach der Wahl den angekündigten Beitrag zur Energiewende auch wirklich…“

„… Einigkeit darüber herrsche, dass die von Gysi geforderte Vermögenssteuer nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden dürfe. Gabriel sehe Steuerhinterziehung als ein in der EU weit verbreitetes Geschäftsmodell, das nicht durch eine verfehlte Gesetzgebung aus Deutschland…“

„… den Bundeshaushalt durch legalisiertes Cannabis konsolidieren könne. Özdemir wolle trotz anderslautender Gerüchte die regionale Produktion aus nachhaltigem Anbau mit steuerlichen Mitteln sehr weitreichend…“

„… neue Arbeitsplätze durch den ökologischen und sozialen Umbau der Gesellschaft gefordert habe. Göring-Eckardt sei zu Kompromissen mit den Linken bereit, wenn diese im Gegenzug eine steuerfinanzierte Missionierung des deutschen Ostens durch die EKD…“

„… halte es Oppermann für nicht zu verantworten, dass sich die Linken bei militärischen Auslandseinsätzen der Bundeswehr weiterhin an die grundgesetzlichen Vorgaben halten wollten. Die Sozialdemokraten seien jedoch im Grundsatz zu einem Kompromiss bereit und würden einer Verfassungsänderung jederzeit positiv…“

„… erstmals wieder Einigkeit zwischen SPD und Grünen erzielt worden sei. Die Lage der Erwerblosen müsse gegen die Interessen der globalisierten Wirtschaft verteidigt werden. Dazu werde die Regierung die Hartz-Gesetze zwar im Wesentlichen beibehalten, eine Absenkung der Regelsätze und unumgängliche Verschärfungen der Sanktionspraxis erst in der zweiten Hälfte der Legislatur…“

„… könne Deutschland jetzt nicht auf eine Ausweitung seiner Rüstungsexporte auf Krieg führende Staaten verzichten. Bartsch habe das Gespräch abgebrochen, als der designierte Verteidigungsminister Kretschmann mit dem Vorschlag, Kriegswaffen immer paritätisch an alle am Konflikt beteiligten Nationen zu…“

„… eine sofortige Angleichung des Lohn- und Rentenniveaus in den neuen Bundesländern fordere. Kipping lehne den Vorschlag der SPD, dafür in drei Stufen eine Rente mit 89…“

„… den Mindestlohn nicht aufweichen wolle. Der designierte Wirtschaftsminister Kretschmann habe allerdings angekündigt, dass es bei den neu zu schaffenden Ausnahmen keine Denkverbote…“

„… aus der Partei ausschließen müsse, da er verfassungswidrige und extremistische Gedanken vertrete, die in einem Linksbündnis nichts zu suchen hätten. Zum Ausgleich für Lafontaine schlage Hofreiter dafür vor, auch Sarrazin aus der SPD zu…“

„… die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zum Kernthema der Verhandlungen machen wolle, um sich den anderen Parteien inhaltlich zu nähern. Riexinger habe allerdings kritisiert, dass dies nur für Gabriel gelte, der als Teilzeitkanzler trotz voller Bezüge das Kabinett in den…“

„… sich die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide an die neuen deutschen Regelungen anpassen müssten, um die Autoindustrie nicht zu verprellen. Der designierte Umweltminister Kretschmann prophezeie immense Schäden durch den Schadstoffausstoß, der einen Jobboom in der Umwelttechnik wie auch im medizinischen…“

„… drohe Özdemir mit einem Ausscheren und der umgehenden Aufnahme von grün-schwarzen Sondierungsgesprächen, wenn Oppermann nicht aufhöre, sich heimlich mit Kauder zu…“

„… die Mietpreisbremse auch offiziell wieder abschaffen wolle, wenn im Gegenzug Sicherheiten für neue Immobilienkredite gewährt würden. Die von Wagenknecht geforderte Verstaatlichung der pleite gegangenen Banken sei ein weiteres Hindernis auf dem Weg in eine…“

„… könne Deutschland weder auf erhöhte Grenzwerte noch auf Kohlekraftwerke verzichten. Gabriel unterstütze das Vorhaben seines designierten Bildungsministers Kretschmann, der der Krebsforschung am Wissenschaftsstandort Deutschland damit einen sehr viel besseren…“

„… das Koalitionsvorhaben inhaltlich sehr stark verschlanken wolle. Einig seien sich SPD und Grüne darin, einen Großteil des Vertrags gar nicht erst umsetzen zu können, da die Schuldenbremse nur den Notbetrieb bis zur neuerlichen Krise des…“

„… von einer gemeinsamen Substanz getragen sei, die für eine Erneuerung der Politik stehe. Linke und Grüne hätten sich bereits informell darauf verständigt, mit anderen Bündnispartnern auch eine Minderheitenregierung zu…“

„… aber gegen den Widerstand der Linken unbedingt durchsetzen wolle. Die Finanzierung von Homöopathie als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherungen sei für den designierten Gesundheitsminister Kretschmann eine gute…“

„… sich dahin gehend einig seien, dass eine weitere Kanzlerschaft Merkels das geringere Übel darstelle. Ansonsten genieße Gabriel in der SPD aber ein tadelloses…“

„… die Entwicklungshilfe mehr an die Wahrung von Menschenrechten und Demokratie koppeln wolle. Der designierte Außenminister Kretschmann stimme Gysi zu, gebe aber zu Bedenken, dass die Entwicklung klimaneutraler Elektropanzer eine im internationalen Kontext unabdingbare Ergänzung zum Export von europäischem Geflügel und…“

„… auch mit TTIP nach Karlsruhe ziehen wolle, wenn sich Gabriel nicht endgültig auf eine Meinung festlegen könne. Der SPD-Chef habe verlauten lassen, er wolle erst nach einem Mitgliedervotum die…“

„… nicht mehr zur Verfügung stehe. Die Grünen hätten ihren plötzlichen Ausstieg damit begründet, dass Kretschmann auf keinen Fall als Minister für Landwirtschaft und…“





Nachhaltigkeitsoffensive

18 05 2015

„… das Profil der Grünen wirtschaftsfreundlicher zu gestalten. Kretschmann wolle seine Partei damit für die nächste Bundesregierung…“

„… habe der Landesverband beschlossen, dass immerwährendes Wirtschaftswachstum zwar praktisch ausgeschlossen sei, man wolle es jedoch im nächsten Wahlprogramm ausreichend…“

„… halte es die Partei der Bündnisgrünen nicht für legitim, in diesem Zusammenhang über Steuersenkungen zu…“

„… man den Veggie-Day ideologiefreier betrachten müsse. Künast habe versprochen, die Sponsorengelder der Fleischindustrie nur dann anzunehmen, wenn diese im Gegenzug am vegetarischen Tag ein kostengünstiges Fleischgericht…“

„… für mehr Zuwanderung. Gleichzeitig habe Kretschmann vorgeschlagen, Flüchtlinge und Migranten in Stadtteilen mit besonders hohem Anteil an Erwerbslosen und sozial Schwachen unterzubringen, um ihnen ein Heimatgefühl in der deutschen Gesellschaft schon von Anfang an…“

„… die Banken gegenüber der Realwirtschaft zu bevorzugen. So könne eine möglichst ressourcenschonende Wertschöpfung zur Erreichung der Klimaziele…“

„… dass Steuersenkungen in diesem Zusammenhang für die Grünen kein Diskussionsthema…“

„… wenn sich die Finanzdienstleister bereiterklären würden, ihre Unterlagen nur noch auf Recyclingpapier auszudrucken. Kretschmann wolle damit eine Nachhaltigkeitsoffensive für den…“

„… den Freihandel mit den Vereinigten Staaten als große Chance sehen müsse, die Leistungsträger der deutschen Wirtschaft zu entlasten, da diese bisher zu geringe Renditen…“

„… sei Kretschmann sicher, dass deutsche Ingenieure bald ein Verfahren zum Bio-Fracking erfinden könnten, um die Schäden an der Umwelt möglichst gering und erst für kommende Generationen…“

„… man TTIP nicht grundsätzlich verteufeln dürfe. Biologisch-dynamisch aufgezogene und mit genfreiem Mais gefütterte Chlorhühnchen seien sehr wohl unbedenklich in Bezug auf den…“

„… wolle Kretschmann Regierungsbündnisse mit der CDU nur dann eingehen, wenn der Partner sich in Zukunft weniger progressiv…“

„… lehne es die Partei derzeit kategorisch ab, im Wahlkampf eine Diskussion über Steuersenkungen zu…“

„… werde Kretschmann die Entwicklung weiterhin positiv begleiten. Steinkohle sei ein unverfälschtes Naturprodukt, weshalb die grüne Energiegewinnung ohne sie einfach nicht…“

„… sich die Grünen stark von der Linkspartei absetzen würden. Erfolge in der globalen Wirtschaft, so der baden-württembergische Ministerpräsident, seien nur mit seiner Partei…“

„… allen Befürchtungen entgegentreten wolle, dass er die Nachteile der Globalisierung kleinreden wolle. Da Konzerne zunehmend genauso wichtig würden wie Parteien, so Kretschmann, sei es ein gutes Zeichen, wenn die Grünen sich auch weiterhin als Juniorpartner der globalen Konzerne im internationalen…“

„… CO2-Zertifikate auch für Kraftwagen einzuführen. So sei es der Bundesrepublik möglich, erheblich mehr SUVs und Sportwagen zu bauen, während die umweltschonende Wirkung der Drittweltländer, die bereits jetzt über keine eigene Automobilindustrie verfügten, sich im…“

„… und den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernenergie weiter voranzutreiben. Als Naturwissenschaftler begreife Kretschmann sehr wohl, dass sich Uran wieder aufbereiten lasse, was mit dem Gedanken einer nachhaltigen Energiewende absolut zu…“

„… einen Einstieg grüner Spitzenpolitiker nach der kommenden Legislaturperiode ausschließen könne. Dennoch zeige sich der Energiekonzern für eine neue Personalentwicklung mit politischen Berührungspunkten sehr viel…“

„… man Steuererhöhungen nur da akzeptieren, wo sie durch gleichzeitige Steuersenkungen, beispielsweise für die Besserverdienenden, im gerechten…“

„… es zwar erhebliche verfassungsrechtliche Probleme mit der Vorratsdatenspeicherung gebe, aber eine Erfolg versprechende wirtschaftliche Entwicklung, die die deutsche IT-Industrie nicht verpassen dürfe, weshalb die Grünen sich ganz klar für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Abmahnkanzleien…“

„… bei Dinkelvollkornbrötchen und fair gehandeltem Kaffee weitere Steuervergünstigungen beim Hotelfrühstück durchaus im Bereich des Möglichen…“





Zigeunersoße

22 09 2014

„Nee, können Sie knicken. Wir machen uns doch hier nicht zum Affen, nur weil Sie einer sind. Das können Sie voll vergessen. Sie kriegen jetzt ein beschleunigtes Asylverfahren – drei, zwo, eins, raus – und dann bleiben Sie gefälligst da, wo Sie hingehören, Kretschmann. Nämlich überall da, wo nicht Berlin ist.

Das ist nun mal das Wesen des Kompromisses, das müssen Sie als ehemaliger Hoffnungsträger doch verstehen. Die einen haben nicht gewonnen, dafür verlieren die anderen. Haben Sie ein Problem damit? dann ist ja gut, dann ist es wenigstens nicht meins. Sie wollten diesen Deal, gute Ausländer, schlechte Ausländer, und jetzt haben Sie ihn. Also Fresse halten, wenn Sie mit mir reden. Meckern können Sie immer noch im Wahlkampf, falls Sie den jemals erleben sollten. Die Chancen stehen jedenfalls sehr gut, schließlich ist Stuttgart total gut aufgestellt. Sagen Sie doch selbst immer. Dann bleiben Sie halt da, Kretschmann, und jedem ist gedient.

Dafür könnten Sie natürlich rein theoretisch arbeiten, wenn man Sie einreisen ließe, nicht wahr? Es muss zwar für jede zu besetzende Stelle erstmal kein Berliner da sein, und wir haben sowieso für jede Stelle ein Dutzend Berliner, und außerdem haben wir gar keine zu besetzenden Stellen, aber Sie dürfen gerne mitmachen. Dürften. Sie kommen hier ja nicht rein.

Doch, raus dürfen Sie jederzeit. Falls die in Bayern etwas für ein katholischen Dumpfschädel frei haben, reisen Sie ruhig ein. Wie Sie ein Visum kriegen, das ist mir allerdings völlig wumpe. Wenn Ihnen Ihre Vergangenheit als Kaderkommunist auf die Füße fallen sollte, berufen Sie sich ruhig darauf, dass das in einem freien Land kein Hindernis sein dürfe. Auf dem Papier ist ja Bayern ein Rechtsstaat, genau wie Berlin. Aber wenn Sie nun mal den Radikalenerlass am Hals gehabt haben, dann werden wir Sie keinesfalls aufnehmen können. Schließlich haben Sie sich nach anderswo und damals geltendem Recht strafbar gemacht oder zumindest falsch verhalten. Für Sie als gelernten Ethiker sicher einzusehen, nicht wahr?

Rein theoretisch bekämen Sie jetzt auch mehr Geld und weniger Sachleistungen. Statt pro Mann am Monatsanfang eine Palette Eier auszuhändigen kriegen Sie jetzt sechs Euro dreißig. Wenn Sie sich das Mehl, einen Esslöffel Salz, Küchenmaschine und Kochtopf und Herd und Geschirr und Besteck dazudenken, ist eine vierköpfige Familie davon eine Woche lang versorgt. Eine Handvoll Spätzle, Kretschmann, mehr braucht doch einer wie Sie nicht. Armut, die fängt doch für Sie wesentlich darunter an.

Sie müssen uns aber auch mal verstehen. Dieses ganze Multikulti und so, das ist gescheitert. Ihr Maultaschenfresser gehört einfach nicht hierhin, ist doch klar. Ihr könnt Euer Brauchtum, Kehrwoche und Bahnhöfe verbuddeln und so, das könnt Ihr doch alles schön zu Hause machen. Werdet Ihr zu Hause von den Nachbarn ethnisch verfolgt? Seid Ihr auf wirtschaftliche Unterstützung durch den Sozialstaat Berlin angewiesen, weil Eure Kinder sonst verhungern? Und jetzt kommen Sie mir nicht damit, dass Sie im Winter frieren müssen. Den Schlossplatz haben Sie ohne fremde Hilfe abgeholzt.

Sehen Sie es ein, Baden-Württemberg ist ein sicheres Herkunftsland. Wenn Ihnen da die Polizei mit dem Wasserwerfer die Augen raus schießt, dann ist das folkloristisch gemeint. Und Sie sind meines Wissens auch ein weißer, heterosexueller Katholik mit akademischem Hintergrund, oder? Sehen Sie, was wollen Sie da groß auswandern. Von der Sorte haben wir in Berlin schon genug. Und die können sogar Hochdeutsch!

Nein, das gilt hier nicht, Kretschmann. Ihre Eltern können meinetwegen aus der Mongolei eingewandert sein, Sie können sich hier nicht als Heimatvertriebener durchmogeln. Ihnen ging’s im Schwabenland immer gut, Sie waren politisch geduldet, und jetzt wollen Sie urplötzlich raus? Nach Ihrer Theorie kann das doch nicht sein, Sie gehören doch per Definition zu den nicht verfolgten Personen? Jetzt bitte keine Wortklaubereien, Kretschmann. Sie müssen unbedingt einwandern können, damit von denen, die Ihres Erachtens nach überhaupt nicht einwandern sollen, mehr durch das beschleunigte Abweisungsverfahren fallen? Machen Sie sich doch nicht noch lächerlicher als sonst, Kretschmann. Ist doch alles dieselbe Zigeunersoße. Wir haben eben dieses Verfahren, weil Sie und Ihre Kumpels keine Einzelfallentscheidungen mehr wollten, sondern eine wahlkampfkompatible Tür-zu-Regelung. Und jetzt jammern Sie mir die Ohren voll, weil Sie unter Ihrer eigenen Entscheidung zu leiden haben? Demokratie heißt also bei Ihnen, Hauptsache, der eigene Arsch ist gerettet?

Für die Ossis, die sich regelmäßig beschweren, weil man ihnen mit parlamentarischer Demokratie auf den Sack geht, für die haben Sie doch Platz? Das ist ab jetzt so, wenn die einmal den Luftraum überm Ländle betreten haben, dann kriegen Sie die nicht mehr los. Schengen und so. Arschkarte, Kretschmann. Das haben Sie jetzt von Ihrer Bananenrepublik. Übrigens, nach Gelb kommt Braun. So, und dann schieben Sie mal ab, hier wollen noch ein paar andere in den Genuss staatsrechtlicher Instrumentarien kommen. – Der nächste, bitte!“





Alternativlosmedizin

18 06 2013

„… sich die Grünen im Falle eines Wahlsieges dafür einsetzen würden, Homöopathie und andere alterativmedizinische Verfahren …“

„… endlich einen Beweis für die Wirksamkeit von Homöopathie, denn eine Regierungspartei würde sich bestimmt nicht für einen Zweig der Medizin einsetzen, wenn dessen Effizienz nicht…“

„… habe Künast betont, dass homöopathische Medikamente auch für gesetzlich Versicherte mit niedrigem Einkommen verfügbar sein sollten. Sie plane einen Gesetzesentwurf zur Herstellung von Globuli mit herabgesetzter Wirkstoffkonzentration, die an Patienten mit…“

„… wolle Trittin die Kirlianfotografie nur als diagnostisches Verfahren zulassen, wenn sie zur Visualisierung von mit Ökostrom erzeugten Spannungen…“

„… eine diskriminierungsfreie Neue Deutsche Heilkunde gefordert. Özdemir habe gefordert, dass auch Personen mit Migrationshintergrund Kurse im…“

„… die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung mit einem Forschungsauftrag zum Informationsgehalt in belebtem Wasser zu…“

„… setze die Fraktion der Bündnisgrünen auf therapeutische Vielfalt. Kuhn habe betont, er verstehe selbst nichts von dem Thema, wolle es aber im Bundestagswahlkampf vor allem als Verhandlungsmasse für eine schwarz-grüne Koalition…“

„… habe Claudia Roth zugegeben, dass sie einen Großteil ihrer Warzen durch Reiki…“

„… dafür Sorge zu tragen, dass Heilsteine nicht durch Kinderarbeit…“

„… müsse mit weiteren Einschränkungen bei der zahnmedizinischen Versorgung gerechnet werden, um holotrope Atemarbeit für breitere Bevölkerungsschichten …“

„… habe sich die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens dafür ausgesprochen, sämtliche Heilmethoden, die den Bedürfnissen der Patienten entsprechen, aus den Mitteln der Krankenversicherung…“

„… die tiergestützte Therapie auch in neuen gesellschaftlichen Zusammenhängen irgendwie ein Stück weit zuzulassen. Antje Vollmer wolle für Delfine, die beim Schwimmen mit verhaltensauffälligen Kindern besserverdienender Familien psychische Schäden davontrügen, ein kostenloses Angebot mit Katzenbildern und…“

„… seien jedoch bei der Cranio-Sacral-Therapie entstandene Schäden nur durch Vokalatmung zu heilen, worauf der Bundesverband Deutscher Handaufleger seinen Austritt aus der…“

„… vor dem Bundesverwaltungsgericht wie zu erwarten eine Niederlage kassiert habe. Der Versicherungsträger müsse daher auch die von der Klägerin entwickelte Watumba-Schreitanz-Therapie erstatten, bei der die Heilerin fehlsichtige Säuglinge und Asthmatiker mit gekauten Karotten und Streusand…“

„… dürfe rhythmische Massage nur dann angewandt werden, wenn die Rhythmik unterhalb der schulmedizinischen Nachweisgrenze…“

„… fordere Höhn eine völlige Freigabe der Drogen. So sollen Bach-Blütentherapeutika wie die Heckenrose nicht nur bei krankhafter Schicksalsergebenheit verschrieben werden dürfen, sondern auch bei leichten Fällen von…“

„… bundesweit einheitliche Qualitätsstandards einzufordern. Beck habe daher eine verbindliche Leistungsprüfung für Warzenbesprecher und…“

„… sich herausstellen werde, ob Kretschmann mit einer Volksabstimmung die Ausrichtung des Stuttgarter Bahnhofsneubaus nach Feng Shui…“

„… setze die Verkehrspolitik der Grünen vornehmlich auf die Anschaffung und Lagerung großer Mengen von Schüßler-Streusalz, da sich…“

„… nach einer Übergangsfrist ausschließlich Ohrkerzen nach der EU-Norm zu…“

„… gehöre es zum Konsens, dass die Wirkung zum größten Teil auf der Wunschvorstellung von Wirksamkeit beruhe. Trittin wolle daher mit homöopathischen Mitteln auch die Finanzkrise…“

„… nur bei anthroposophisch begründeten Indikationen zu verabreichen. Die Mehrheit der niedergelassenen Allgemeinärzte hätte sich allerdings dafür ausgesprochen, Aspirin auch weiterhin als Schmerzmittel zu…“

„… schwierige Fragestellung der forensischen Medizin. So müsse man nach homöopathischem Recht Autofahrern, die Rescue-Tropfen eingenommen hätten, die Fahrtauglichkeit absprechen, da diese hochwirksam alkoholisiert…“

„… die Ausrichtung grüner Finanzpolitik viel mehr auf das feministische Tarot zu…“

„… dass Heilpraktikern, die mit nicht in der EU zugelassenen Ohrkerzen arbeiteten, der sofortige Entzug der Zulassung…“

„… ob bei Personen, die von Lichtnahrung lebten, die ALG-II-Regelsätze automatisch um die Lebensmittelkosten vermindert…“

„… zu einem Kompromiss, dass auch importierte Ohrkerzen verwendet werden dürften, falls es nicht gleichzeitig zum Einsatz von Klangschalen…“

„… obwohl Göring-Eckardt angekündigt habe, auch Gesundbeten als anerkannte Therapieform in den Kanon der Pflichtleistungen aufzunehmen. Der Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen habe dies vehement abgelehnt, da in einem säkularen Staat nicht einfach Hokuspokus mit staatlichen Subventionen…“





Ausnahmeregelung

28 02 2013

„Nein.“ „Sie sollten nicht vorschnell…“ „Nein!“ „… urteilen, schließlich könnten Sie durch uns wieder in die Regierung…“ „Nein! Die Basis will das nicht, die Wähler wollen das nicht. Nein.“ „Ach Gottchen, die Wähler? Sie sind mir ja einer – Sie interessieren sich ernsthaft für die Wähler? Denen ist das völlig wurst, ob es Schwarz-Grün gibt.“

„Wir haben uns da klar positioniert, es wird mit uns keine Unterstützung für die Politik von Merkel geben.“ „Welche Politik?“ „Hä!?“ „Selber hä. Die Politik von Frau Merkel werden Sie doch wohl nicht gemeint haben. Oder Sie haben eine ganz schön niederschwellige Auffassung, was man als Politik bezeichnen kann.“ „Deshalb werden wir das trotzdem nicht unterstützen.“ „Damit kommen Sie nicht durch. Die Kanzlerin wird sich unter Ihnen wegdrehen, während Sie noch ihren Standpunkt suchen.“ „Wie soll ich das bitte verstehen?“ „Sie können so viel gegen die Kanzlerin protestieren, wie Sie lustig sind. Am Ende holt sie Sie doch ein.“ „Mit ihrem Standpunkt?“ „Sie Witzbold, denken Sie doch mal nach. Standpunkt? sie hat doch gar keinen!“ „Und das soll uns jetzt davon überzeugen, eine Regierungskoalition mit ihr einzugehen?“ „Es wird Ihnen gar nichts anderes übrigbleiben.“ „Wie denn das?“ „Erinnern Sie sich an Fukushima?“ „Vage. Da war irgendwas mit Atomkraft.“ „Das war irgendwann mal Ihr Thema, wenn ich mich recht entsinne.“ „Falsche Perspektive! der Atomausstieg ist doch wohl viel zu wichtig, um ihn nur als innerparteiliche Machtperspektive…“ „Ah, ich sehe schon, Sie haben bereits aufgegeben. Wer mit dieser Einstellung gegen Merkel kämpfen will, kann’s nämlich auch gleich lasen.“

„Warum sollten wir eigentlich gegen Merkel kämpfen? Sie sagen doch, sie wollte mit uns koalieren?“ „Sie werden kämpfen, weil Sie kämpfen müssen. Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig.“ „Und wenn nicht?“ „Dann überleben Sie die Legislaturperiode nicht. Sehen Sie sich doch an, in welchem Zustand Merkel die FDP überlassen hat.“ „Na gut, die sind auch selbst schuld. Man macht nicht so ein Theater, nur um ein paar Lobbyisten mit Wahlgeschenken zu…“ „Und die SPD.“ „Okay, das überzeugt mich.“

„Sie werden kämpfen, und wenn Sie nicht alles in die Waagschale werfen, werden Sie assimiliert.“ „Das heißt, wir werden Teil der CDU?“ „Erst im zweiten Schritt.“ „Und im ersten?“ „Da nehmen wir Ihnen die Eigenständigkeit.“ „Die Eigenständigkeit nehmen, wie soll das denn funktionieren?“ „Es funktioniert schon. Die Anfänge sind längst gemacht, denken Sie nur an Fukushima.“ „Aber wir haben in der letzten Bundesregierung auch klare Akzente gesetzt für den Atomausstieg mit den Sozialdemokraten.“ „Als Grüne.“ „Natürlich als Grüne, als was denn sonst?“ „Jetzt setzt die Kanzlerin die Akzente, und zwar nicht erst im Wahlkampf.“ „Sondern?“ „Es gibt eine Ausnahmeregelung.“ „Ausnahme? wovon?“ „Sie werden ausgenommen, zwar wie eine Weihnachtsgans. Schauen Sie sich heute die SPD an – Mindestlohn, höhere Spitzensteuersätze, Bankenregulierung, Finanztransaktionssteuer, Kita-Plätze, gleichgeschlechtliche Ehe, Abschaffung der Wehrpflicht, Atomausstieg, das ist jetzt alles Merkel.“ „Ich glaube kaum, dass die CDU…“ „Obacht, ich sagte: Merkel. Sie wollen mir doch nicht weismachen, dass die CDU freiwillig irgendetwas für Kinder und Schwule täte?“

„Und im zweiten Schritt?“ „Da wird’s dann ernst. Da regieren Sie mit, und dann brauchen Sie jeden Fußbreit, auf dem Sie stehen können.“ „Sie sagten, wir werden Teil der CDU?“ „Allerdings. Und das stellen Sie sich mal nicht zu angenehm vor.“ „Ach, wieso? Man ist Teil einer großen, traditionellen Volkspartei, die ein festes Weltbild aus konservativen Werten vertritt.“ „Man sitzt vor allem an einem Kabinettstisch mit realitätsfremden Populisten, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit gefährlichen Unsinn verzapfen. Das färbt ab.“ „Sie meinen, wir werden auch so balla-balla?“ „Das nun nicht, aber wann immer einer von denen etwas äußert, wird es heißen: die Regierung.“ „Und?“ „Die Regierung sind dann Sie.“ „Aber das hieße ja, wir müssten für diesen Mist mit geradestehen!?“ „Nicht ganz. Sie kriegen das in die Schuhe geschoben.“ „Das ist ungerecht!“ „Das funktioniert wie die Bankenrettung. Verluste werden geteilt.“

„Wir werden diese Politik nicht unterstützen, sie zielt letztlich nur darauf, die linken Kräfte in Deutschland zu schwächen.“ „Wenn Sie mir noch verraten würden, wer damit gemeint sein könnte? Die Grünen oder die SPD ja wohl ganz bestimmt nicht.“ „Wir werden auf gar keinen Fall Merkel strukturell dabei unterstützen, eine neoliberale Politik der sozialen Ungerechtigkeit…“ „Hartz.“ „Hä!?“ „Das war nicht die Erfindung von Merkel, also kriegen Sie sich mal wieder ein.“ „Wir waren damals nur der Juniorpartner von Schröder, das ging nicht anders.“ „Sie waren im vergangenen entschieden gegen ein Sanktionsmoratorium.“ „Das hat nichts damit zu tun, aber die Idee kam von den Linken, das konnten wir nicht mitmachen.“

„Richten Sie sich darauf ein, dass Sie früher oder später in der Falle sitzen.“ „Vergessen Sie’s. Wenn wir uns weigern, wird die CDU inhaltlich und personell ganz einfach zu Boden gehen. Da passiert doch nichts mehr, seitdem Merkel alles wegbeißt, was intelligenter ist als Sägemehl.“ „Sie werden sich daran gewöhnen, dass ihre Moral flexibel und ihre Wertvorstellungen dehnbar sind.“ „Sicher, am besten noch mit der CSU zusammen.“ „Sie werden ihre strukturkonservative Seite zu schätzen lernen.“ „Pff!“ „Sie sind Außenminister.“ „Wann geht’s los!?“





Volksaufstand

6 02 2013

„… wolle sich der baden-württembergische Ministerpräsident für ein generelles Verbot von Alkoholkonsum unter freiem Himmel aussprechen. Damit verfolge Kretschmann nicht nur die zahlreichen jugendlichen…“

„… Protest der Winzer. Ohne Weinfeste sei die schwäbische Tourismusindustrie nicht mehr in der Lage, die zahlreichen…“

„… sei die Auflösung der NPD damit unmittelbar zu…“

„… schwerpunktmäßige Kontrollen durchzuführen. Dabei habe die Polizei etliche Jugendliche au freien Fuß setzen müssen, da diese nicht alkoholisiert gewesen seien, sondern nur Cannabis…“

„… sei Schünemann bei dem Versuch implodiert, gleichzeitig die Jugend als stalinistisch infiziertes Schmarotzerpack zu bezeichnen und die rot-grüne Landesregierung als totalitäres Regime, das den Nachwuchs durch undemokratische Zwangsmaßnahmen in die…“

„… dass eine Einschränkung des Alkoholgenusses die Lebenserwartung erhöhen könnte. Die Rentenversicherungen seien bereits aus anderen Gründen verzweifelt, wie unter diesen Umständen eine Finanzierung der…“

„… zu einem bedauerlichen Zwischenfall. Die Weinprobe im Innenhof der Residenz sei nur deshalb durch ein Überfallkommando gestürmt worden, da nicht ausreichend Sonnenschirme…“

„… stehe nun das Veranstaltungsangebot der Jungen Union vor dem…“

„… biete die Kommune nach dem Vorbild der Fixerstuben nun Trinkhallen an, in denen Jugendliche mitgebrachte Alkoholika…“

„… führe das Alkoholverbot zur Kriminalisierung breiter Bevölkerungsschichten. Uhl sei darüber genauso erfreut wie über…“

„… pflichte Witthaut dem Regierungschef bei. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei warne, eine einzige Glasscherbe genüge, um mehrere Millionen Polizisten tödlich zu…“

„… billige die baden-württembergische Regierung nicht den Verlust von Arbeitsplätzen in der Brauereiwirtschaft, könne aber auch keinen…“

„… habe keine gesetzliche Ausnahme vorgelegen. Die Schiffstaufe habe nicht in einem überdachten Gebäude stattgefunden, so dass ein Strafverfahren unausweichlich…“

„… fordere IM Friedrich die sofortige Einführung der Vorratsdatenspeicherung, da nur so eine Terrorisierung durch angetrunkene…“

„… einen empfindlichen Umsatzverlust verzeichne. Die Tankstellen seien wegen der Kraftstoffpreise ohnedies nicht mehr in der Lage, die notwendigen…“

„… zu einer Schnelltrinkerszene im Kassenbereich der Spätsupermärkte gekommen. Die Kunden konsumierten große Schnapsmengen noch vor dem Verlassen der…“

„… Routine-Kontrollen in den Innenstädten. Dabei stelle es sich als zunehmend schwierig dar, angeheiterten Bürgern nachzuweisen, dass sie Alkoholika zuvor legal in Gaststätten konsumiert hätten und erst später unter freiem Himmel…“

„… mache Sarrazin die Regelung für eine Zunahme von Straftaten unter muslimischen Einwanderern schuldig, da sich diese durch gezielte Alkoholabstinenz den Polizeikontrollen entzögen und so völlig unbehelligt in der Öffentlichkeit…“

„… die Freiluftmesse nicht mehr stattfinden zu lassen. Der Besuch des Heiligen Vaters werde in Flensburg zwar ungewohnt erscheinen, könne jedoch auf den vollen Rückhalt der…“

„… könne die wiederbelebte Deutsche Biertrinker Union in Baden-Württemberg laut einer Forsa-Umfrage mit bis zu 56% der Erststimmen…“

„… das Problem nur verlagert, da der angekündigte Volks-Aufstand sich als Volk-Saufstand…“

„… laut Rechtsgutachten nicht durch das Tragen eines zwei Quadratmeter großen Hutes…“

„… werde das Alkoholverbot ausländischen Besuchern gegenüber gelockert, um Deutschlands Ruf als weltoffenes Land zu festigen. Die aktuelle Auswanderungswelle sei sicher nur eine zufällig…“

„… kein Problem, das Freilufttrinken endgültig zu unterbinden. Die Allianz Arena zu überdachen sei kostspielig, technisch aber durchaus zu…“

„… als peinlich zu werten. Kretschmann jedoch verteidige seinen Vorstoß, das Sommerfest des Bundespräsidenten wegen des Sektausschanks im Schlossgarten als nicht genehmigte…“

„… müsse eingeschränkt werden, das Alkoholverbot nur nachts zu verfolgen. Das Justizministerium könne jedoch nicht nur auf Grund der Dunkelheit eine Regelung treffen, sondern habe auch saisonale Bedingungen zu …“

„… könne nicht ausgeschlossen werden, dass Kretschmann den Gesetzentwurf im volltrunkenen Zustand…“