Sicherheitsdemokratie

14 05 2018

„… dass die von den Staatsfeinden ausgestreute Lügenpropaganda viele unbedarfte Personen dazu gebracht hätten, gegen das beste Sicherheitsgesetz, das seit der Machtergreifung der…“

„… traditionell auf unbewiesenen Tatsachen fußende Organisationen wie die Römisch-katholische Kirche ihren gesellschaftlichen Einfluss genutzt hätten, um andere Splittergruppen, die sich der Förderung von Feminismus, Haschrauchen und linker Hetze gegen den…“

„… nur drei Promille der wahlberechtigten Bürger überhaupt demonstriert hätten. Dies sei jedoch möglicherweise ein Wahrnehmungsfehler, da CSU-Politiker unterhalb von drei Promille so gut wie nichts wahrnähmen, keine Reaktion zeigten und auch keine politischen Konsequenzen aus…“

„… die schweigende Mehrheit der Bevölkerung dem Gesetz natürlich zustimme. Herrmann habe bisher noch keine einzige Klage gegen das Gesetz verzeichnet, was auf eine Falschaussage seitens der stalinistischen Kräfte im…“

„… gegen jeden klagen werde, der behaupten wolle, im Freistaat würden mit der Einführung des Gesetzes die Menschenrechte nicht mehr ausreichend geschützt. Die Regierung habe angekündigt, dass sich ausreichend Plätze in der geschlossenen Psychiatrie des…“

„… dass mit dem Polizeiaufgabengesetz der Reichtagsbrand gar nicht hätte stattfinden können. Die Bayerische Polizei hätte im Vorfeld sämtliche als Kommunisten verdächtigte Personen umgehend in Lagerhaft genommen, so dass die Nationalsozialisten niemals…“

„… die Anzahl der Demonstranten geringer gewesen sei als die Menge der Gratulanten, die den neuen Ministerpräsidenten zu seinem Amtsantritt beglückwünscht hätten. Diese Bilder seien jedoch in den von linksfeministischen Hetzern dominierten Sendern wie dem ZDF nicht ausreichend auf…“

„… nur Qualitätspropaganda verbreitet werden dürfe. Die Christsozialen hätten sich schon lange dafür eingesetzt, dass eine solche Behörde, die nicht von der Landesregierung abhängig sein dürfe ausschließlich von der Partei selbst…“

„… unter falschen Voraussetzungen. Da jeder rechtschaffene Bürger einer Vollzeitbeschäftigung nachgehe, müsse man schon die Abwesenheit täglicher Jubelchöre für die CSU als ein klares Bekenntnis zu dieser Partei…“

„… hätte das Polizeiaufgabengesetz auch den Holocaust verhindert, da jeder bayerische Beamte bei Kenntnis eines derartigen Verbrechens bereits im Planungsstadium unverzüglich Meldung bei der Abteilungsleitung des übergeordneten…“

„… die Demonstration ohne Zwischenfälle verlaufen sei. Eine richtige Protestdemo, so der Innenminister, hätte mindestens den Einsatz von Atombomben, Napalm sowie einem mobilen Erschießungskommando auf Seiten der Feinde der bayerischen Sicherheitsdemokratie mit sich gebracht, daher werte man diese Veranstaltung auch nicht als politisches relevantes…“

„… auch dank der CSU Deutschland so sicher wie nie zuvor sei. Um die täglich drohende Gefahr durch mehrere Millionen Staatsfeinde, die das Land in den Abgrund zu reißen versuchten, müsse man daher jetzt sofort rigorose…“

„… die Gegner des Polizeiaufgabengesetzes im Vorfeld nicht zur Ermordung der Landesregierung oder anderen schweren staatsgefährdenden Straftaten aufgerufen hätten. Sie hätten damit die Spielregeln der Auseinandersetzung mir radikalen Kräften nicht eingehalten. Anders als bei besorgten Bürgern, deren Bedenken gegen die Zerstörung der arischen Herrenrasse und die Vergiftung deutscher Brunnen mit geschächteten Ministranten man sehr ernst nehmen müsse, sehe Herrmann hier keine…“

„… auch den Angriff auf Polen verhindert hätte, da die Bayerische Staatspolizei die Vorbereitung eines Angriffskrieges trotz mangelnder Strafbarkeit selbstverständlich nicht geduldet und mit einem bewaffneten…“

„… seien von den Maßnahmen des Gesetzes ja auch nicht alle Bürger ständig betroffen, sondern nur solche, denen man zumindest theoretisch zutrauen könnte, von den Maßnahmen des Gesetzes betroffen zu sein, so dass eine ständige Gefährdung der Sicherheitslage durch eine ständige…“

„… rechtzeitig genug den Mauerfall aufgehalten hätte. Das Polizeiaufgabengesetz müsse nun endlich wieder für die Unverletzlichkeit der Grenzen im…“

„… sich ein wirklich mündiger Bürger überhaupt nicht in Hetzmedien wie dem Internet informiert, sondern auf die Stärke und Schlagkraft seiner regierenden Sicherheitsbehörden vertraut, die zur Verteidigung des Staates gegen mündige…“

„… dass die Bevölkerung dazu übergehe, die Regierung zu belügen. Die Partei werde dies nicht dulden und sofort mit einem eigenen…“

„… als ersten Testfall sehe. Der Kreuzerlass rufe bereits jetzt so viele Kritiker auf den Plan, dass das Innenministerium sich genötigt sehe, mit der ganzen Härte des bayerischen Rechtsstaates den…“

„… das Gesetz keinerlei Veränderungen mit sich bringe, daher werde es auch als großer Durchbruch in der verfassungsrechtlichen…“

Advertisements




Drohende Gefahr

3 05 2018

„Vor allem weiß man beim neuen Polizeigesetz eins: wenn Sie dagegen sind, dann sollte man Sie so schnell wie möglich abknallen.

Natürlich gibt es da Ausnahmen. Aber generell werden Sie mit staatsgefährdenden Umtrieben, zum Beispiel mit demokratischem Gedankengut, von der bayerischen Polizei als gefährliche Person entsprechend behandelt und jetzt noch effektiver überwacht. Dazu brauchen wir jetzt einige zusätzliche Instrumente, die wir bisher nicht hatten, zum Beispiel die gute alte Handgranate. Sie kennen das vielleicht noch aus dem Terrorismus der Siebziger, da hat die RAF auch zurückgeschossen, und wir haben dazugelernt. Wenn man sich mit den Linken anlegt, dann muss der Staat durchgreifen.

Nehmen wir mal so eine Standardsituation, da hat so ein ungewaschenes Schwein Flugblätter in der Fußgängerzone verteilt, die zum Kampf gegen die christlich-jüdische Leitkultur aufruft, eventuell will so eine Missgeburt auch noch die Kirche verstaatlichen, am Ende ist es selbst ein Kardinal, die Übergänge im linken Spektrum sind heute ja fließend, wir rennen mit dem Schnellfeuergewehr rein, und dann wird dabei ein Kind traumatisiert. Die studiert zehn Jahre später garantiert Soziologie und gründet in Schwabing eine Terrorzelle. Wollen Sie das verantworten? Da reißt man die Tür auf, Handgranate rein, den Rest macht der Hausmeister.

Schon in Vietnam haben unsere amerikanischen Freunde gezeigt, wie man mit militärischen Mitteln Menschenleben rettet. Gut, es waren hauptsächlich amerikanische Menschenleben, wobei das mit dem Menschenleben immer so eine Sache ist. Man muss ja auch nicht alles, was hier wohnt, gleich als Menschen bezeichnen. Da muss man sich dann entscheiden, mache ich irgendwas mit Verfassung und linkem Gutmenschentum, oder werde ich in Bayern Polizist.

Sie brauchen mir jetzt gar nicht mit dem Grundgesetz zu kommen, wir haben das nicht unterschrieben. Überlegen Sie mal, warum nicht.

Oder der Begriff der drohenden Gefahr – was ist in den linken Medien, also alles außerhalb des Bayernkurier, was ist da für eine Hetze losgetreten worden gegen den Freistaat! Natürlich müssen wir gegen alle feindlichen Kräfte eine Drohkulisse aufbauen können, sonst würden wir denen ja nie gefährlich werden. Ist doch nicht so kompliziert, oder? Dass wir die dabei gewonnenen Erkenntnisse auch an Nachrichtendienste weitergeben, ist doch auch nicht neu. Wir sind schließlich nicht die geheime Staatspolizei. Wir sind überhaupt nicht geheim, wir tun dies ganz öffentlich und streng nach Gesetz.

Eine Polizei, die immer erst solange wartet, bis tatsächlich Straftaten begangen werden, die hat doch auch in der Bevölkerung keinen Rückhalt mehr. Die hat diesen Rückhalt ja auch gar nicht mehr verdient, wenn Sie mich fragen. Oder wie stellen Sie sich das vor, Sie wachen eines Morgens auf und sind tot – sollen wir das dann ungeschehen machen? Nein, wir müssen vorher zugreifen, am besten noch vor der Planung einer Straftat, dann ist es auch am einfachsten, einen Täter dingfest zu machen. Der hatte noch keine Zeit, Beweismittel zu vernichten, er kann keine Komplizen warnen, er hat sich möglicherweise schon radikalisiert, im Internet oder in einer öffentlichen Bibliothek oder wo man sonst diese juristischen Fachwerke herkriegt, mit denen man ständige die Staatsregierung angreift, also ein vollkommen unbeschriebenes Blatt, und der kann ihnen nicht beweisen, dass er unschuldig ist, weil er ja wegen einer nicht stattgefundenen oder nicht geplanten Straftat weder ein Alibi noch irgendwelche Belastungszeugen vorbringen kann.

Mir ist auch klar, dass das im Moment noch die Aufgabe des Staatsanwalts ist, aber das kann sich ja jederzeit ändern. Drohende Gefahr und so.

Bis jetzt mussten wir als Polizei ja immer für alles eine Erklärung haben. Hausdurchsuchung, mal ein Fahrzeug kontrollieren, einem Asylanten die Fresse eintreten, alles muss man erklären, konkret begründen, rechtfertigen. Da in Bayern die Polizei eh nie mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumläuft, ist das auf Dauer ganz schön lästig. Sie haben wirklich keine Lust mehr, jedes Mal zum Richter zu laufen und sich einen Wisch zu holen, um Deutschland zu schützen. Wir können jetzt einem Gefährder drohen, und dann stecken wir ihn in den Knast. Da kann er dann alle drei Monate überprüft werden, ob er seine drohende Unschuld auch beweisen kann. Also mit den Mitteln, die ihm im Knast zur Verfügung stehen. Das ist wirklich enorm praktisch, diese Regelung. Wir brauchen nicht mal mehr die Psychiatrie, wenn wir jemanden aus dem Verkehr ziehen wollen.

Alle wollen doch immer Leistung aus einer Hand, nicht wahr? Geheimdienst, Armee, Gericht und Strafvollzug und nebenbei auch noch die klassischen Polizeiaufgaben wie besorgte Bürger bei ihrer freien Meinungsäußerung gegen diese von den Kümmeltürken gekauften Kanzlerin schützen, das kommt den Steuerzahler ja wegen der Synergie auch gleich viel preiswerter, und wenn man jetzt in die Kalkulation noch reinrechnet, dass wir dazu ja nicht einmal eine Bürgerwehr brauchen, gegen die wir wegen einiger gesetzlicher Vorschriften ja leider auch wieder vorgehen müssten, dann ist das doch ein ganz passables Ergebnis. Und jetzt überlegen Sie mal, jeder regt sich maßlos auf über die vielen Rüstungsexporte. Deutschland liefert Waffen in alle Welt, wie schlimm! Und jetzt stärken wir damit die Binnenwirtschaft. Da sehen Sie mal, wie intelligent man in Bayern Wahlen gewinnt.“





Ablenkungsmanöver

30 08 2017

„Beim letzten Mal ging’s auch schief, und da war de Maizière noch nicht mal beteiligt.“ „Ja, aber da ging es auch um Autokennzeichen.“ „Bleiben Sie mal locker. Wenn wir im Autobus Kameras laufen lassen, dann sind uns Nummernschilder egal.“

„Man kann doch nicht immer und überall alles filmen.“ „Wieso denn nicht? Die jungen Leute, die fotografieren doch auch ihre Reiberdatschi, warum können wir dann nicht die jungen Leute filmen?“ „Weil die ihr Zeugs freiwillig fotografieren?“ „Die fahren auch freiwillig mit dem Bus, da müssen sie halt in Kauf nehmen, dass wir das Supergrundrecht auf die Sicherheit des Staates vor seinen Bürgern durchsetzen.“ „Es gibt kein Supergrundrecht.“ „Das ist richtig, und wir arbeiten daran.“

„Wozu soll das denn führen?“ „Wir haben in den angrenzenden Straßen…“ „Das rechtfertigt keine Überwachung.“ „… und in der unmittelbaren Nähe der Haltestellen…“ „Das erst recht nicht.“ „Verdammt, irgendwo muss man doch anfangen!“ „Also nicht erst bei der Generalprävention?“ „Dafür werden wir nicht bezahlt. Außerdem müssen wir bei der Polizei sparen, weil die zu viele Straftaten aufzuklären haben.“ „Und was bringen dann die Kameras in den Bussen?“ „Das wissen wir sofort, nachdem dieser Versuch gelaufen ist.“

„Können Sie denn überhaupt jemanden mit der Software identifizieren?“ „Darum geht’s ja gar nicht. Wir wollen zunächst Filmmaterial, damit wie in einem nächsten Schritt…“ „Also sammeln Sie Überwachungsergebnisse unbescholtener Bürger?“ „Das kann man angesichts der Kriminalstatistik so nicht sagen. Haben Sie überhaupt eine Ahnung, wie viele Straftäter es statistisch gesehen gibt? und die dann auch noch skrupellos Busse und Bahnen für ihre verantwortungslosen Fahrten nehmen?“ „Das sind reine Mutmaßungen.“ „Eben – mit solchen Mitteln lassen linkslinke Verharmloser die deutsche Sicherheitspolitik allein!“

„Die Rechtsprechung sagt doch ganz klar, dass Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten und sonst nirgends…“ „Das ist doch wieder so ein Ablenkungsmanöver, natürlich müssen wir immer und überall alles überwachen.“ „Weil wir überall Kriminalität erwarten?“ „Hundert Prozent der Schwarzfahrer befinden sich in öffentlichen Verkehrsmitteln, was gibt es da zu beschönigen?“ „Und alle Fahrgäste sind…“ „Typisch Gutmensch. Lenken Sie jetzt nicht von der Problematik ab!“

„Sie vergleichen die gefilmten Zufallsopfer…“ „Zufallstäter. Wer ohne eindeutige Distanzierung auf einem Bahnsteig steht oder einen Bus betritt, muss als Zufallstäter behandelt werden.“ „Man kann sich doch gar nicht von der Gewalt anderer distanzieren.“ „Nein, aber darum geht es doch. Wir müssen ein Klima des Vertrauens schaffen, dass die Nähe zu potenziellen Straftätern nicht länger verharmlost werden darf.“ „Wenn Sie das auf den harten Kern Ihrer Partei beziehen, betrifft das nur die unmittelbaren Kollegen oder ist man auch schon verdächtig, wenn man in mittelbarer Nähe wohnt?“

„Nochmals: die gefilmten Zufallsopfer werden beispielweise in der Datei für Sport-Gewalttäter gespeichert, weil sie im selben Zug saßen.“ „Man muss von den Bürgern eine gewisse Sensibilität erwarten können, sich von Schwerverbrechern zu distanzieren.“ „Weil man gerade von der Arbeit nach Hause fährt?“ „Während eines Fußballspiels nach Hause zu fahren, das lässt auf eine Tätigkeit schließen, die den untersten sozialen Schichten vorbehalten ist.“ „Wie beispielsweise Polizisten.“ „Ich lasse die deutsche Ehre von Ihnen auf diese Weise nicht beschmutzen, ja!?“

„Die Zufallsopfer werden in der Datei für Sport-Gewalttäter gespeichert, ohne jeden Tatverdacht erkennungsdienstlich behandelt und bei weiteren Zugriffen erkannt.“ „Mitgefahren, mitgehangen.“ „Und die Daten werden an andere Institutionen weitergereicht.“ „Das ist das Menschenbild im christlichen Abendland: Sie haben noch nichts gemacht und sind trotzdem schuldig. Ist doch gut, wenn man sich auf einfache Wahrheiten verlassen kann, oder?“ „Und man ist dann im Visier der Ermittlungsbehörden.“ „Das müssen Sie sich mal merken: wenn einen der Staatsanwalt im Visier hat, dann ist das nicht aus Versehen. Der hat sonst noch jede Menge zu tun.“

„Sollten wir dann nicht vielleicht die gesamte Finanzverwaltung, das heißt auch die zuführenden Stellen, automatisieren und so weit wie möglich mit künstlicher Intelligenz ausstatten?“ „Wie kommen Sie denn auf die Idee?“ „Ich weiß ja nicht, wie man bei Ihnen sein Geld versteuert.“ „Diese haltlosen Unterstellungen verbitte ich mir!“ „Wo Sie doch in derselben Partei sind.“ „Ich habe gesagt, dass ich mir diese…“ „Was war das für ein Verfahren, dass da vor ein paar Jahren…“ „Solange ich nach der Untersuchungshaft nicht verurteilt wurde, gelte ich als unschuldig!“ „Ich sage ja gar nichts.“ „Diese linke Tour können Sie sich sparen – wir lassen uns die Menschenrechte hier nicht kaputt machen! In Deutschland, meinetwegen – aber nicht in Bayern!“





Kinderüberraschung

5 06 2017

„… und beobachten dürften. Ab sofort wolle das Bundesamt für Verfassungsschutz auch Kinder mit in ihre ermittlungstechnischen…“

„… vorerst nur in Schulen, Kindergärten oder Sportvereinen geschehen solle. Laut IM Herrmann (CSU) werden die regierenden Sicherheitsbehörden nur da, wo eine sofortige Abschiebung oder ein…“

„… zusätzliche Gelder bereitgestellt habe. Die Überwachung möglicherweise salafistischer Buben und Mädel im Freistaat dürfe nicht an den Hürden des Sozialstaates…“

„… eine Beobachtung von Kindern deshalb sinnvoll sei, weil sie von ihren Eltern beeinflusst würden. Wenn man die Gefahrenquelle nicht abstellen könne, müsse man doch wenigstens…“

„… noch kein einheitlicher Weg gefunden worden sein solle, wie man V-Leute in die Kita…“

„… eine Routinekontrolle der weihnachtlichen Wunschzettel durch Lehrkräfte der Primarstufe zu einer Überforderung des…“

„… alle erwachsenen Linksradikalen, Muslime, Drogenhändler, Autoanzünder, Sozialhilfebetrüger und Mietnomaden einmal Kinder gewesen seien. Mit einer Verschärfung der Sicherheitsauflagen könne sich die Gesellschaft nachhaltig von den erwartbaren Schäden durch…“

„… dass eine zentrale Steuerung des Verfassungsschutzes durch den Bund für Herrmann nicht in Frage komme. Bayern habe nicht das Grundgesetz abgelehnt, um es jetzt durch die Hintertür wieder zu…“

„… die schnelle Eingreiftruppe als Kindergarten-Cops beworben worden sei. Das Landeskriminalamt habe sich jedoch gegen diese fragwürdige Bezeichnung des…“

„… Waffenattrappen sichergestellt habe, die eindeutig den Kindern zugeordnet werden könnten. Die Erklärung, ein Cowboy- sowie ein Polizistenkostüm seien vom letzten Fasching, habe der Einsatzleiter als nicht ganz…“

„… wie eine Schulung erfolgen könne. Es bestehe laut Herrmann kein Zweifel, dass V-Kinder in der Praxis einen erheblichen…“

„… und mehrfach gegen EU-Recht verstoßen würde. Außerdem sei ein Ei mit Warnhinweisen wegen einer als Kleinteil verschluckbaren Kamera im Einzelhandel kaum als…“

„… es zwar noch keine Beweise dafür gebe, dass fremde Mächte ihre Kindersoldaten in deutschen Schulen ausbildeten, man aber bereits jetzt an einem Programm arbeite, um sie durch mangelhafte Mathematikkenntnisse zu…“

„… es sich bei dem festgenommenen Kind um die Tochter einer Sparkassenmitarbeiterin ohne Migrationshintergrund gehandelt habe. Der Verkäufer habe die Lutscherkette mit einem Sprengstoffgürtel verwechselt, worauf die Polizei das Einkaufszentrum weiträumig…“

„… dass Kinderüberraschung in mehreren Schreibweisen mit und ohne Bindestrich bereits markenrechtlich geschützt sei. Die CSU habe keine Chance, ihr Konzept zum finalen Rettungsschuss an Minderjährigen unter diesem…“

„… dass eine zentrale Steuerung des Verfassungsschutzes durch den Bund für Herrmann nicht in Frage komme. Bayern habe nicht das Grundgesetz abgelehnt, um es jetzt durch die Hintertür wieder zu…“

„… sich mehrere katholische Geistliche gemeldet hätten, die das Videomaterial aus der Kita inspizieren wollten. Sie seien zwar wegen früherer Verfehlungen nicht mehr berechtigt, die kirchlichen Einrichtungen zu betreten, würden aber mit den Filmen sehr sorgsam und…“

„… die Kontaktbereichsbeamten ausnahmslos durch mangelnde Pädagogikkenntnisse aufgefallen wären. Darüber hinaus seien sie aber bereits an Schlapphüten, beigefarbenen Trenchcoats und aufgeklebten Oberlippenbärten…“

„… sensibles Vorgehen angemahnt habe. Die Christsozialen wollten die Figur des Terrorkaspers, der alle unschuldigen Kinder totmache, vorerst nicht mehr in den…“

„… Zeugenaussagen von Dreijährigen nicht den Ansprüchen der Staatsanwaltschaft standhielten. Der Inlandsgeheimdienst habe keinen Unterschied zu seinen üblichen…“

„… durch einen Hack angezapft habe. Das Babyfon habe neben einem sehr unruhigen Schlafrhythmus jedoch keine nennenswerte…“

„… den vierjährigen Jungen mit Schokolade zur Herausgabe von Informationen habe bewegen wollen. Die Erzieherin sei wegen einer gefährlichen Körperverletzung erkennungsdienstlich behandelt worden, nachdem sie den bisher im Drogenmilieu tätigen Beamten mit einem Schlagring beide…“

„… zu einem schweren Zwischenfall in der katholischen Kindertagesstätte Mariahilf in Bad Tölz gekommen sei. Das anrückende SEK habe nur noch das geklaute Förmchen sowie den vollständig zerstörten Sandkuchen in der…“

„… keine ungesetzlichen Maßnahmen dulde. Hermann habe nochmals klargestellt, dass auch eine anlassbezogene Überwachung von Kindern, die aus Familien sogenannter Reichsbürger stammten, einen nicht zu rechtfertigenden Eingriff in die Unverletzlichkeit des…“





Negerl

2 09 2015

„Schwarzer. Schwar-zer! Fein, und jetzt noch mal im ganzen Satz: Dies ist ein Schwarzer. Sehr gut, Herr Innenminister! Jetzt lesen wir uns noch mal die Presseerklärung durch, und dann spielen wir zusammen Interview, gell?

Ja, Sie lachen – aber an uns bleibt das regelmäßig hängen. Bei dem Terminkalender, bei der Häufung von Talkshows und Pressekonferenzen und Podiumsdiskussionen, da würden Ihnen auch die Ohren qualmen. Er hat ja schon früher was am Kopf gehabt, aber seitdem er damals mit dem Bagger umgekippt ist, Herrschaftszeiten! Schlimm!

Machen wir die Übung mit den christsozialen Vokabeln zur Sicherheit noch mal, Herr Minister: Arbeitslose. Ar-beits-lo-se! Fein, und jetzt im… Herr Minister, was habe ich Ihnen beigebracht? Das sind keine Schmarotzer, das sind Ar-beits-lo-se, und in der sozialen Hängematte liegt auch keiner, ja? Das ist mir jetzt völlig egal, das trainieren wir noch mal: Ar-beits-lo-se! Ar-beits-lo-se! Ich will das im ganzen Satz hören, und bitte: In Deutschland gibt es mehr Arbeitslose als Arbeitsplätze. Das ist jetzt im Moment egal, ob Sie diesen Satz irgendwann mal öffentlich äußern werden, vermutlich gleich nach der nächsten Landtagswahl und unmittelbar vor dem Ende Ihrer Karriere, Herr Minister, aber deshalb sprechen Sie den jetzt trotzdem noch mal nach: In Deutschland gibt es mehr Arbeitslose als Arbeitsplätze. Na also, geht doch!

Die meisten von uns hier haben einen sozialpädagogischen Hintergrund – wir kümmern uns gezielt bei den Integrationsmaßnahmen, die er braucht, um in einer bürgerlichen Gesellschaft Fuß zu fassen. Von der Herkunft her ist das ja eher so ein archaischer Volksstamm, der säuft und sich prügelt und von der Leiter fällt. Und dann kommen da auf einmal chinesische Investoren, sehen unser schönes Bayernland, und dann hören sie, wie einer aus der Regierung sie öffentlich als Schlitzaugen bezeichnet. Da wäre ich auch nicht begeistert.

Jetzt habe ich ihn wieder getriggert – aus, Herr Minister, aus! Das sind keine Schlitzaugen, das sind Chinesen. Chi-ne-sen! Und Ja-pa-ner! Ko-re-a-ner! Nein, das sind keine Schlitzaugen, das will ich ab sofort nicht mehr hören! Und die sehen auch nicht alle gleich aus! Zefix noch mal!

Gut, dass es keinen bayerischen Außenminister gibt, das würde er ja zu gerne auch noch machen. Aber allein diese lettische Wirtschaftsdelegation neulich – alle als Russkis angepöbelt, und dann hat er irgendwann nicht mehr die Kurve gekriegt, und dann hat er gebrüllt, diese Polackenschweine sollten mal sehen, und der nächste Krieg käme bestimmt, und so weiter. Wir haben die gerade noch so beruhigen können, weil sie ja wüssten, unter vier Promille ist der Mann nicht zurechnungsfähig, und darüber eigentlich auch nicht, aber das merkt meistens keiner mehr. Äußerste schwierig. Bevor die Delegationsleiterin fliehen konnte, hat er sie noch als Bolschewikenschlampe tituliert, aber das hat außer mir hoffentlich keiner gehört.

Inzwischen haben wir für ihn sogar ein Kriseninterventionsteam eingerichtet. Das ist auch Teil der Schadensbegrenzungskommission, aber die arbeiten halt noch spezifischer auf einzelne Anlässe hin. Neulich hatten wir zum Beispiel einen neuen Abteilungsleiter. Schon sehr speziell, würde ich sagen. Sein Sohn ist schwul, er selbst Protestant. Das ist jetzt für eine dörfliche Struktur mit sechs bis acht Jahrhunderten Inzucht, wo man Abtreibung in Tateinheit mit Verbrennung der Mutter ausdrücklich befürwortet, wenn die Leibesfrucht ein Mädchen und rothaarig zu werden droht, also für solche Verhältnisse ist das nicht ganz unproblematisch. Wir haben vierzehn Tage lang jede frei Minute mit ihm herumtherapiert, und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Mit Tourette hat man sich zwar besser im Griff, aber wenn man jetzt mit Kügelchen aus Silberpapier auf ihn wirft, ist er schlagartig ruhig. Interessant, nicht wahr?

So, Herr Minister, dann haben wir hier noch die vorbereiteten Pressestatements, Sie können gerne mal gegenlesen. Roma, ja? Ich habe es Ihnen zur Vorsicht noch einmal unterstrichen. Ro-ma. Und jetzt reißen Sie sich bitte mal am Riemen, ich möchte nicht wieder so ein Theater haben wie neulich, als wir zum Botschafter mussten wegen der Sache mit den Kümmeltürken. Das lernen Sie jetzt Wort für Wort auswendig, und wenn wir damit fertig sind, kriegen Sie den nächsten Job vorgelegt.

Wir machen das ja auch gerne, wissen Sie, man möchte sich doch für sein Land einsetzen, und in diesen Tagen ist es um so wichtiger, dass wir die zwischenmenschlichen Konflikte gleich im Ansatz lösen und friedlich miteinander umgehen, um eine Verständigung auf Augenhöhe zu erreichen. Man kann ja ruhig unterschiedlicher Meinung sein, das gebe ich gerne zu, aber wir brauchen doch eine Gesprächsgrundlage, auf der wir alle vernünftig miteinander umgehen können, nicht wahr? Wenn wir eins aus unserer Geschichte gelernt haben sollten, dann doch wohl das. Die Einigkeit macht uns stark, und wenn man auf Geschlossenheit vertrauen kann, dann kann man sich auch den großen Herausforderungen der Zukunft stellen.

Nächste Woche muss er nach Berlin, zur Kanzlerin. Da steht’s Knopf auf Spitz. Wenn er da wieder mit den Saupreußen anfängt – nicht auszudenken!“