Vorzeigemigranten

1 08 2019

„Aber man kann sie doch nicht einfach ignorieren.“ „Besser wär’s schon.“ „Dann sind sie aber nicht in die Gesellschaft integriert.“ „Ja, das wäre auch sehr gut. Dann hätte man zumindest etwas, was man ihnen vorwerfen könnte, was nicht ihre eigene Schuld ist.“ „Wie so viele andere Sachen?“ „Wie so viele andere Sachen.“

„Der Staat bemüht sich doch immerhin um…“ „Der Staat, nennen wir es ruhig mal so, bemüht sich auch um Steuergerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und gleiche Lebensverhältnisse in allen deutschen Bundesländern.“ „Hat aber bisher nicht so viel genützt.“ „Eben. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass das sinnvoll ist, aber das mit der Integration ist eher hinderlich.“ „Weil das ja schließlich Personen sind, die in unserer Gesellschaft…“ „Volk. In unserem Volk.“ „Gut, dann in unserem Volk haben die nichts zu suchen.“ „Das sehe ich auch so. Und da muss man dann auch mal konsequent sein und den Migranten zeigen, dass das so hier in Deutschland eben nicht geht.“ „Was?“ „Dass man sich an die Spielregeln halten muss.“ „Wie denn jetzt?“ „Indem man nicht mitspielt, weil man das nicht darf. So schwer ist das doch nicht.“

„Aber die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte, oder ist das auch wieder falsch?“ „Durchaus nicht, aber ich wüsste jetzt nicht, was das mit Integration zu tun haben sollte.“ „Man muss doch auf der einen Seite integriert sein, um einen Arbeitsplatz zu bekommen.“ „Und auf der anderen Seite glauben Sie auch, dass man durch Arbeit wiederum integriert wird?“ „Ist das nicht so?“ „Sie müssen nicht integriert sein, wenn Sie arbeiten wollen. Es reicht, dass man Ihnen den Aufenthalt gestattet und eine Arbeitserlaubnis gibt. Den Rest erledigt der Arbeitsmarkt.“ „Aber man muss doch integriert sein?“ „Wozu? Um in der Fabrik zu schaffen, müssen Sie den Weg in die Fabrik finden, und wenn Sie eines Tages nicht mehr in die Fabrik kommen, weil Ihr Aufenthaltstitel erlischt, dann kommt der nächste für Sie in die Fabrik.“ „Sie meinen, dass Menschen…“ „Personen.“ „… dass Personen in der Wirtschaft so weit austauschbar sind?“ „Auch dann, wenn sie integriert sind. Wozu sollte man sie also vorher integrieren?“

„Und warum werden Migranten dann nicht durch Arbeit integriert?“ „Weil das nicht die Aufgabe von Arbeit ist. Im Gegenteil.“ „Weil es für Migranten Arbeitsbereiche gibt, in die kein anderer kommt?“ „Es gibt eben Arbeit, die Sie aus der Gesellschaft entfernt. Als Pflegekraft werden Sie schnell feststellen, dass Sie weder die Zeit haben noch das Geld, um sich in der Gesellschaft zu engagieren.“ „Dann verstehe ich nicht, warum die Wirtschaft Migration will.“ „Sie will sie nicht, sie nimmt sie billigend in Kauf.“ „Dann stimmt das also nicht, was immer behauptet wird: die Wirtschaft hat die Einwanderung bei der Politik bestellt?“ „Unsinn, sie profitiert allenfalls von der höheren Fluktuation.“ „Das heißt, die Wirtschaft stellte ein und schmeißt wieder raus.“ „Was bei einer begrenzten Anzahl an Arbeitskräften natürlich nicht so gut funktioniert wie mit Migranten, die auf ihre eigene Art fluktuieren.“

„Dann erklären Sie mir doch mal, warum alle den Vorzeigemigranten suchen.“ „Sie meinen den Fußball spielenden Ministranten? den werden Sie nie los, da hatte Scheuer durchaus mal recht.“ „Der wird doch nicht umsonst hier bei uns integriert.“ „Höchstens, damit die Abschiebeindustrie genug zu tun hat.“ „Sie glauben daran, dass es eine Abschiebeindustrie gibt?“ „Aber ja doch, nur eine Anti-Abschiebeindustrie alleine wäre doch auch vollkommen sinnlos.“ „Aber wer braucht denn jetzt den Vorzeigemigranten und wozu? wer hat den denn erfunden?“ „Die Medien.“ „Aber wozu? damit unsere Gesellschaft…“ „Volk. Es ist das Volk.“ „… damit das Volk glaubt, die sind alle gar nicht so schlimm?“ „Im Gegenteil. Lassen Sie einen von denen eine Straftat begehen, dann wird den Leuten schlagartig klar, dass Integration alleine auch nichts bringt.“ „Aber die Medien?“ „Wenn ein Deutscher mit der Machete durch die Fußgängerzone rennt und alles niedermetzelt, was nicht rechtzeitig wegläuft, dann lässt er sich auch besser verkaufen, wenn die Nachbarn sagen, er habe aber immer ganz freundlich gegrüßt.“

„Dann verstehe ich jetzt auch die AfD.“ „Wie kommen Sie denn in diesem Zusammenhang auf die Alternative für Deutschland?“ „So eine allgemeine gesellschaftliche Verrohung ist doch sehr vorteilhaft, wenn man die Integration von Migranten in den nicht erwünschten linken Bevölkerungsteil provozieren will.“ „Interessante These. Dann werden also Flüchtlinge überhaupt nur integriert, damit man auf der anderen Seite alle Oppositionellen ausgrenzen kann?“ „Für die wäre ja Integration in eine völkische Gesellschaft auch eher hinderlich, weil es dann eben keine völkische Gesellschaft mehr wäre.“ „Klingt logisch.“ „Und die Identifikation mit dem Terrorismus ist auch nicht mehr so kompliziert. Wer sich in einer ideologisch falschen Gesellschaft integriert, wird ja zwangsläufig irgendwann zum Feindbild.“ „Doch, das hat was.“ „Meinen Sie nicht, dass man diese beiden Dinge gut zusammendenken könnte?“ „Durchaus, ich finde, das passt sehr gut.“ „Nennen wir’s mal eine Integrationslösung.“





Lösungsansatz

18 04 2016

„Doch, Deutschland ist ein Einwanderungsland. Wenn Sie Österreicher sind oder Geld in Panama haben. Oder für saudische Ölscheichs. Sie müssen das ja nicht durch Flucht übertreiben.

Wir haben deshalb dieses Einwanderungsgesetz, das haben wir als Integrationsgesetz bezeichnet, das ist auch richtig so. Weil Einwanderung, die kann man steuern, aber das muss man dann wollen, und wir wollen das nicht steuern, weil wir sowieso nicht wollen, dass hier jemand einwandert, und deshalb heißt das Integrationsgesetz. Ist doch auch logisch, wenn Sie etwas so kontrollieren wollen, dass das nicht gleich verboten ist, aber durch gesetzliche Richtlinien, ich sage mal: es wird dann schon sehr schwierig, und dann ist das für den Gesetzgeber auch okay, weil dazu gibt es ja Gesetzeslücken, und deshalb heißt es eben Geldwäsche… nein, das war jetzt falsch, oder?

Im Grund wollen wir nur die Verhältnisse für die Einwanderer hier etwas an die Verhältnisse für die Deutschen anpassen. Wenn Sie als Deutscher keinen Job mehr kriegen, weil Ihr Arbeitgeber Insolvenz angemeldet hat, als Sie schon fünfzig waren, dann macht man Ihnen behutsam klar, dass Sie ein Parasit sind, der den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Behutsam, wie gesagt. Das muss man natürlich den Ausländern gegenüber nicht auch noch praktizieren – die sind ja noch nicht in unsere Gesellschaft integriert, sonst wären es ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger – und deshalb werden Sie darauf hingewiesen, dass das so ist, damit sie sich integrieren. Durch das Deutschsein, das eben das Nichtintegrierte in sich birgt, also wenn die sich integrieren wollen, dann muss man denen erst mal klarmachen, dass sie nicht integriert sind und auch nicht integriert werden sollen, dann können die erst begreifen, was das heißt, sich integrieren zu wollen.

Gut, eher zu müssen. Wir brauchen auch keine Integrationssimulanten, hat der Gabriel neulich erst gesagt. Er meinte da vermutlich sich selbst.

Aber wir wollen den Flüchtlingen hier eine gute Perspektive bieten. Das kann auch eine sein, die mit der Abschiebung in Kriegsgebiete zu tun hat, aber wenigstens ist das eine Perspektive. Ist doch schon mal ein Anfang.

Wir müssen den Einwanderern einen reellen Zugang zu unserer Gesellschaft vermitteln, und das ist in erster Linie die Sprache. Also ja, eher sind das Sprachkurse, aber das ist reell genug: es gibt keine. Das vermittelt vom ersten Augenblick ein warmes Gefühl, wie man in einer Gesellschaft angekommen ist, in der die Unterschicht sich mit Gegebenheiten arrangiert wie mangelnden Bildungschancen, unsinniger Bürokratie, Herumsanktionieren auf Menschen, die kein Einkommen haben, und dann natürlich der Schuldvorwurf. Wenn es 600.000 freie Stellen für acht Millionen Arbeitslose gibt, dann sind Sie eine faule Sau, weil Sie keinen Job haben. Wir werden deshalb die Sprachkurse auch nur denen anbieten, die sind nicht brauchen. Das macht so vieles leichter. Also für uns.

Ja, das ist erstmal nur so ein Ansatz, wissen Sie. Wir können das Problem nicht lösen, wir können es vorerst nur lockern. Manche Leute sind sprachlich nicht so begabt. Das sind auch so Entscheidungen, die man aushalten muss, wenn man die abschiebt, aber sonst wird Deutschland am Ende noch seine Attraktivität als Wirtschaftsstandort verlieren. Das kann doch keine wollen.

Wir haben ja auch für mehr Sicherheit gesorgt. Wenn Sie als Flüchtling ein Prepaidtelefon kaufen, müssen Sie sich jetzt mit dem Ausweis registrieren. Das ist gesetzlich festgelegt. Gut, das mussten Sie als Deutscher vorher auch, aber verstehen Sie die Botschaft: wir stellen Migranten unter denselben Generalverdacht wie Deutsche. Nur eben gesetzlich festgelegt, damit wir sagen können: es gibt jetzt noch mehr Gesetze, damit die Flüchtlinge, die hier in Deutschland leben wollen, sich nicht gleich wie normale Deutsche fühlen, obwohl wir sie so behandeln. Nein, falsch. Der Ausweis. Haben Sie als Flüchtling denn einen Ausweis? Sehen Sie?

Im Gegenzug müssen wir die Wertvermittlung in der Integration stärken. Wenn Sie jetzt zum Beispiel ausländerfeindlich sein sollten oder etwa homophob oder, das ist ja durchaus nicht abwegig, ein Antisemit, dann können wir Sie gar nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren. Geht einfach nicht, verstehen Sie? Das sind Sachen, die können Sie gerne machen, wenn Sie irgendwann den deutschen Pass haben, da dürfen Sie auch wieder frauenfeindliche Sprüche bringen oder ein gesundes Nationalbewusstsein, beispielsweise gegen diese verdammten Polacken, aber bis dahin halten Sie die Füße still. Es ist einfach besser so.

Und das dient ja auch der sozialen Befriedung, wenn Sie wissen, was ich meine. Wenn wir mit dem Gesetz den Deutschen klarmachen können, dass sie nicht die Schwächsten sind und immer noch etwas unter sich haben, nach dem sie treten können, dann entspannt sich die Situation hier vielleicht auch wieder. Bis zu einem gewissen Grad. Mehr muss ja auch gar nicht sein. Oder?“





Auswanderungsgesetz

4 04 2016

„Und Würstchen!“ „Sehr gut!“ „Hä?“ „Hier ist Deutschland, da isst man gefälligst Würstchen, und zwar Schweinewürstchen!“ „Und dass man damit die Fleischindustrie zerstört, die Dumpingpreise für das billige Zeug…“ „Egal, ob wir Deutschland in die Scheiße reiten – diese Scheißausländer sollen richtig eins aufs Maul kriegen!“ „Sehr gut!“

„Und dann kommen wir jetzt alle mal wieder runter, und dann machen Sie ein paar konstruktive Vorschläge, wie wir die Kontrolle über Integration und Asylbegehren aufrecht erhalten können.“ „Wir sollten auf dem Verwaltungswege viel mehr…“ „Da ist schon viel Schönes dran, wir haben im Moment nur nicht genug Personal, noch mehr Papierkram zu leisten.“ „Sehr gut!“ „Denken Sie einfacher. Wir müssen denen helfen, die wir…“ „… die wir nicht loswerden, so sieht’s doch aus!“ „Können wir uns auf eine staatsrechtlich einigermaßen vernünftige Art der Problemlösung einigen?“ „Die brauchen keine Hilfe, die sollen sich wieder verziehen!“

„Gut, dann wollen wir noch einmal das Problem umreißen.“ „Sehr gut!“ „Fest steht ja nun, dass wir ein Einwanderungsgesetz…“ „Wir brauchen kein Einwanderungsgesetz!“ „Hä?“ „Was wir brauchen, das ist ein Auswanderungsgesetz! raus mit den Scheißausländern!“ „Vielleicht sollten wir doch auf den Verwaltungsweg noch einmal zurückkommen, es sind immer noch fast eine halbe Million ohne einen Antrag auf Asyl in der Bundesrepublik, also sollten wir eine Einwanderungspolitik erst dann mit rechtlichen Rahmenbedingungen umreißen, wenn wir wissen, um wie viele Personen es eigentlich geht.“ „Gehen, gutes Stichwort!“ „Sehr gut!“ „Die Vorgabe aus dem Innenministerium ist klar, wir wollen eine ganz klare Regelung, so dass das, ich meine, das muss ja dann ganz klar geregelt sein. Also werden, jetzt.“ „Hä?“

„Der Punkt ist doch, dass der Innenminister bisher noch nichts Sinnvolles unternommen hat, um diese staatsrechtlich einigermaßen vernünftigen Problemlösungen auch nur anzufangen.“ „Sie müssen das verstehen, es handelt sich schließlich um den Bundesinnenminister. Der Mann ist ja nicht in seinem Amt, um irgendwas Sinnvolles zu tun.“ „Sondern?“ „Ja Gott, den ganzen Tag zu Hause herumsitzen ist auch nichts, wenn er jetzt schon in Pension ginge, würden die Leute auch meckern.“ „Sehr gut!“ „Bevor ich Flüchtlingen vorschreibe, dass sie in einem Landkreis bleiben müssen, weil sie sonst ihren Asylstatus verlieren, muss ich doch erstmal wissen, wer wo einen Antrag stellt.“ „Ist doch scheißegal, die kann man jetzt schon alle rausschmeißen! Das ist doch nicht relevant, wo die Scheißausländer sind, Hauptsache raus!“ „Und wenn ich die in irgendwelchen strukturschwachen Regionen unterbringe, ist es doch vollkommen sinnlos, dass ich ihnen vorschreibe, innerhalb einer festgelegten Frist einen Arbeitsplatz zu finden.“ „Die wollen doch gar nicht arbeiten, deswegen sind die doch hier!“ „Wir müssen aber nun mal dem Wunsch des Bundesinnenministeriums entsprechen, als dem Innenminister: klare Vorgaben, wer sich wann wie integriert.“ „Sehr gut!“ „Und der Mann weiß, dass es diese ganzen Deutschkurse, die die Leute absolvieren sollen, gar nicht gibt? und ihm ist klar, dass das Nichtbestehen einer Sprachprüfung als Grund für eine Abschiebung von Karlsruhe im Eiltempo kassiert würde?“ „Sprachkurse – wir bezahlen den Scheißausländern Sprachkurse! zahlt dieser linksgrüne Terrorstaat von Fatima Merkel uns etwa Sprachkurse?“ „Hä?“ „Haben Sie damals auf der Förderschule etwa keinen gehabt?“ „Werden Sie mal nicht komisch, Bürschchen!“ „Sehr gut!“

„Vor allem, was soll man mit einem halben Deutschkurs anfangen, wenn man hinterher sowieso abgeschoben wird?“ „Das fragen Sie mal besser den Innenminister, der…“ „Und was ist das für eine hirnverbrannte Idee, die Leute erst durch Kurse zu schicken, bevor man sie auf den Arbeitsmarkt lässt, wo sie sich vermutlich viel schneller integrieren würden?“ „Hä?“ „Die nehmen uns doch nur die Arbeitsplätze weg, diese Scheißausländer! die müssen so schnell wie möglich raus!“ „Und das wollen Sie ernsthaft als Integrationspolitik bezeichnen?“ „Mir ist das doch egal, aber wenn wir die nicht schnell wieder rausschmeißen, dann kommen immer mehr, und die letzten Wahlen waren ja schon schlimm genug für uns.“ „Sehr… nee, also das ist jetzt ja…“ „Dann muss man eben einen Forderungskatalog aufstellen, den die meisten eventuell sogar erfüllen können, und dann sehen wir schon, wer von denen die Integration wirklich will.“ „Wie stellen Sie sich das denn vor?“ „Die sollen sich zuallererst mal an Recht und Gesetz halten, wir sind hier ein Rechtsstaat! Wer ständig gegen die Verfassung verstößt oder unseren Staat auszuhöhlen versucht: gleich raus!“ „Aber das gilt doch für die anderen auch?“ „Und ich will hier keinen haben, der in irgendwelchen kriminellen Organisationen tätig ist! solche Leute können wir hier schon glich gar nicht gebrauchen!“ „Hm.“ „Und die sollen sich verdammt noch mal anpassen an Deutschland! Wenn ich das schon höre, die wollen unsere Kultur bereichern: geschenkt, das haben wir nicht nötig!“ „Aber…“ „Wollen Sie, dass der nächste Bundeskanzler Ötzfötz heißt?“ „Sehr gut!“ „Und das reicht Ihnen als Beschlussvorlage?“ „Für den Anfang schon.“ „Dann versuchen wir’s mal. Hallo? Herr de Maizière? Ich habe zwei Nachrichten für Sie, eine gute und eine schlechte.“





Nicht fürs Leben

16 02 2016

„… für Flüchtlinge bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, die keinen anerkannten Abschluss vorweisen könnten, die allgemeine Schulpflicht einführen wolle. Der CDU-Vorstand wolle damit alle nach Deutschland kommenden Menschen…“

„… es nicht primär um Sprachkenntnisse gehe, wie sie die Sozialdemokraten vermitteln wollten, sondern um den landestypischen Bildungsstandard, wie er von Industrie und Handwerk…“

„… sich der Philologenverband Sachsen-Anhalt geschlossen weigere, dunkelhäutige Invasoren in der Muttersprache der hochdeutschen Herrenrasse zu unterrichten. Aus Solidarität fordere der ehemalige Vorsitzende weibliche Asylantinnen auf, soweit sie nicht als potenzielle Vergewaltigerinnen in einen zivilisierten Rechtsstaat gelangt seien, auf einen Unterricht in der Bundesrepublik ebenfalls Verzicht zu üben, um nicht die…“

„… eine Elterninitiative gründen wolle. Die Präsenz muslimischer Schüler stelle grundsätzlich eine Gefährdung deutscher Kinder dar. Dass die Erwachsenen nur nachmittags den Unterricht besuchten, sei kein Argument, sondern eine von den linksgrünen Medien gezielt gestreute…“

„… ohnehin schwierig sei, da die wenigsten Einwanderer Schulzeugnisse mit sich führten. So sei es durchaus möglich, dass alle Flüchtlinge zu einem Besuch der Primarstufe…“

„… man die Flüchtlinge da abholen wolle, wo sie sich befänden, gleichzeitig aber auch integrative Maßnahmen einfließen lasse. So wolle man Schülerinnen nicht mit schwierigen Fächern wie Mathematik oder…“

„… empfehle Bundesbildungsministerin Wanka den Asylbewerbern, sich schriftlich an ihre Heimatschulen zu wenden, um Kopien ihrer Abgangszeugnisse beibringen zu können. Die Bundesregierung werde zur Unterstützung unbürokratisch Gutscheine für Postwertzeichen und andere Hilfsmittel…“

„… aus der Zusammenarbeit der Bundesagentur mit dem BAMF erwachse. Zur Förderung des Schulbesuches durch das eine Amt, so Weise, müsse man jeweils einen positiven Bescheid des anderen Amtes vorweisen. Dies sichere in beiden Behörden je fünftausend Planstellen und belege, dass der Aufschwung durch die Flüchtlinge auch für unqualifizierte Mitarbeiter segensreiche…“

„… wobei er sich auf der Dresdner Kundgebung erneut zum Wortführer des Protestes erklärt habe. Dem dahergelaufenen Krimigrantendreckspack, so Bachmann, stecke man aus Steuergeldern der hart arbeitenden Volksgemeinschaft die Mittel zur Erlangung eines Hilfsschulabschlusses hinten und vorne hinein, während er selbst in seinem ganzen Leben noch nicht einen einzigen…“

„… kritisiere die baden-württembergische Integrationsministerin, dass man die Flüchtlingen nach einem Schulabschluss zu schnell in die Arbeitswelt aufnehme. Die Sozialdemokratin Öney moniere, man den müsse außerhalb Deutschlands geborenen und sozialisierten Muslimen zeigen, dass sie ihre Ausbildung nicht fürs Leben, sondern für die…“

„… gleichzeitig die Bedingungen für einen unbefristeten Aufenthalt derart erschweren wolle, dass dieser quasi unmöglich werde. Nur so sei eine erfolgreiche schulische Weiterbildung zu…“

„… Fehlanreize setze. De Maizière zeige sich sehr besorgt, wenn man Asylanten vermittle, in Deutschland seien Bildung, Rechtsstaat, Wohlstand und Sicherheit erstrebenswerte Ziele. Er selbst wisse aus eigener politischer Erfahrung, dass die wenigsten Deutschen dies…“

„… weniger als erwartet angenommen werde. Nahles könne derzeit noch nicht genau sagen, ob es an der Versorgung mit einem Schulplatz auf neun angemeldete Schülerinnen und Schüler liege oder ob abzüglich der saisonalen Schwankungen falsche Anreize zur…“

„… müsse man insbesondere besser auf Schüler aus der muslimischen Parallelkultur eingehen. Zahlreiche von ihnen hätten katholische Religion als freiwilliges Fach gewählt, was für die CDU im süddeutschen Raum weder vorhergesehen noch…“

„… warne de Maizière eindringlich davor, den Flüchtlingen durch Schulbildung die Werte unserer Gesellschaft zu vermitteln, da die meisten nur gekommen seien, um genauer kennenzulernen, was sie später gewaltsam…“

„… nach statistischen Untersuchungen etwas unterhalb des bisherigen Bundesdurchschnitts liege, jedoch weit oberhalb der für PEGIDA gemessenen Werte. Das syrische Bildungssystem sei damit durchaus…“

„… gleichzeitig den Mindestlohn von 8,50 Euro für Flüchtlinge herabzusetzen. So könne gesichert werden, dass die zugewanderten Neubürger sich nicht nur ins deutsche Bildungssystem integrierten, sondern auch in die wirtschaftlichen…“

„… habe Festerling außerdem zum bewaffneten Widerstand gegen die Umvolkung der Schülerschaft aufgerufen. Mit Maschinenpistolen und Mittelstreckenraketen werde das deutsche Volk gegen die Teilung deutscher Kultur und deutscher Bildung an eine Semitenrasse…“

„… wiegele der Bundesverband der Deutschen Industrie ab. Es werde nicht zu einer Konkurrenz mit einheimischen Fachkräften kommen, da sie Asylanten ohnehin nur dazu vorgesehen sein Hilfstätigkeiten für ungelernte Arbeiter zu…“

„… hätten Polizei und Staatsschutz bis zum Morgen achtundachtzig Brandanschläge auf Grund- und Hauptschulen gezählt. Das von einem Kommando Tatjana verfasste Bekennerschreiben mit der Kernforderung ‚Kein Bildung für dem Islamische Asylat‘ sei an sämtlichen Tatorten…“

„… den anerkannten Flüchtlingen sowie den Asylberechtigten den Schulbesuch erst dann zu gestatten, wenn diese nachweisen könnten, dass sie ausreichend Deutsch sprächen, Kenntnisse der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung besäßen, keine Straftaten begangen hätten und ihren Lebensunterhalt selbstständig sichern könnten, kurz: wenn sie den Schulunterricht eigentlich gar nicht mehr…“





Unkostenpauschale

7 01 2016

„… in Kürze bis zu 100.000 Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge schaffen könne. Nahles wolle damit die vollständige Integration der…“

„… könne nur gelingen, wenn der Mindestlohn wieder gekippt werde. Sinn befürchte, dass viele prekär Beschäftigte sonst neidisch würden auf Einwanderer, die sofort einen Job im…“

„… Kritik aus der Opposition zurückweise. Die Ein-Euro-Jobs seien zwar als politisches Instrument für Langzeiterwerbslose gedacht, diese jedoch könnten die Jobs aber ohnehin nicht annehmen, da sie ja arbeitslos…“

„… allein in Berlin mehr als eine halbe Million Arbeitskräfte fehlten, um Schnee vom den Gehsteigen zu räumen. Westerwelle habe dies als kollegialen Gruß an die Ministerin…“

„… es in Ostdeutschland vereinzelt noch Ortschaften ohne einen Döner-Imbiss gebe. Die dortige Ansiedlung von Betrieben könne nicht nur der Akzeptanz von Ausländern in den neuen Bundesländern einen weiteren…“

„… sich missverständlich ausgedrückt haben könnte. Die Formulierung ‚bis zu‘ sei auch bei zwei bis fünf Arbeitsgelegenheiten zutreffend, weiterhin gehe es sehr wohl um die Integration der Flüchtlinge, wenn auch in das deutsche Hartz-System. Der Sprecher der Arbeitsministerin sehe große Fortschritte in der…“

„… plädiere die Verteidigungsministerin für eine rasche Einbürgerung vor allem der jungen Männer zwischen 18 und 35, die eine zu erwartende Bodenoffensive mit ihren Ortskenntnissen als…“

„… sich der Deutsche Philologenverband gegen die übereilte Integration fremdrassiger Akademiker ausspreche. Solange ein muslimischer Immigrant nicht zwölf deutsche Mittelgebirge sowie die Lebensdaten von Christian Fürchtegott Gellert auswendig hersagen könne, sei seine Beschäftigung im hiesigen Frisörhandwerk ein unerträgliches…“

„… sich Weise in seiner Funktion als Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge auch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit schnell und unbürokratisch geeinigt habe, die Flüchtlinge in einem Rotationssystem in Integrationsmaßnahmen, Bewerbungstraining, Deutschkurse und krankheitsbedingte Ausfallzeiten zu verschieben, damit die Arbeitslosenstatistik keine nachweisbaren…“

„… den Einsatz als Berufssoldaten allerdings für nicht möglich halte. Der Wehrbeauftragte habe eigens darauf hingewiesen, dass die aus Syrien stammenden Kämpfer im Gegensatz zur in der Bundeswehr üblichen Praxis mit funktionsfähigen Waffensystemen und…“

„… man die Flüchtlinge dank ihrer Kenntnis der arabischen Sprache als Integrationshelfer einsetzen könne, was jedoch erst möglich sei, wenn sie durch Integrationshelfer Kenntnisse der deutschen…“

„… nicht ausgeschlossen, dass die FIFA-WM 2022 in Deutschland stattfinden könnte, wenn bis dahin ausreichend Arbeitskräfte für einen Umbau der…“

„… allerdings vorerst noch warten. Die zu Integrationshelfern bestimmten Syrer sollten nach Ansicht des BAMF erst dann ausgebildet werden, wenn endgültig geklärt sei, dass die bisherige Integration durch Integrationshelfer, die sie hätten integrieren sollen, so weit gescheitert sei, dass sie jetzt selbst als Integrationshelfer für die…“

„… geistig nicht herausragend ausgestattete Neubürger durch nochmals gezielte Zurückbildung zum Eintritt in die CSU vorzubereiten, deren Personal im Mittelbau nicht besser sein dürfe als an der Spitze der…“

„… den Mindestlohn nicht senken wolle, dafür jedoch die Ein-Euro-Löhne für Zuwanderer in eine für den Arbeitgeber steuerlich absetzbare Unkostenpauschale…“

„… werde wenigstens die Sicherheitsbranche von den Flüchtlingen profitieren. Nicht geklärt sei bisher, ob die als Ein-Euro-Arbeitsgelegenheiten geplanten Jobs auch für Nichtdeutsche…“

„… die im Ausland erworbenen Abschlüsse zwar vorerst nicht anerkennen könne, da die Industrie- und Handelskammern eine Verschlechterung der Qualität von Fußpflegern, Taxifahrern und…“

„… habe der Malerbetrieb Schwörk & Söhne im Mettmann bereits eine Helferstelle ausgeschrieben, diese jedoch wieder zurückgezogen, da sich zu viele einheimische Arbeitslose auf den Job…“

„… um angesichts der aktuellen Spannungen beruhigend auf das Verhältnis einzuwirken. So wolle der Vizekanzler in seiner Eigenschaft als Wirtschaftsminister darauf dringen, dass polnische Erntehelfer bevorzugt im…“

„… habe Nahles ihre Planung verteidigt, Neubürger vorrangig in prekäre Beschäftigung zu vermitteln, da diese so auch nur geringe Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung…“

„… die Einwanderer lieber durch deutsche Leiharbeitsunternehmen in Katar ein setzen wolle. So lasse sich nicht nur an Lohnkosten sparen, die überwiegend syrischen Arbeitnehmer würden auch in einem Kulturkreis beschäftigt, den sie bereits aus eigener Erfahrung…“

„… sich dafür einsetze, die bereits technisch qualifizierten Arbeitskräfte zu Bauingenieuren fortzubilden. Nach konservativer Schätzung sei bereits in der achten Generation der Neubürger mit einer Fertigstellung des Hauptstadtflughafens…“





Inderstunde

2 11 2015

„Brauchen wir da jetzt einen eigenen Sender?“ „Nee, ich hatte das so verstanden, dass wir das ins bestehende Programm irgendwie reindrücken.“ „Logisch, ist ja auch Integrationsfernsehen.“ „Genau, reindrücken! sogar in den Staatsmedien werden diese Asylanten noch bessergestellt!“ „Jetzt machen Sie mal halblang. Das hat sich die CSU ausgedacht.“

„Scheuer möchte aber gleich einen ganz neuen Kanal.“ „Weiß der Mann eigentlich, was das kostet?“ „Ja, aber wenn die CSU rassistische Hetzpropaganda mit Steuern finanzieren kann, dann schauen die nicht so sehr aufs Geld.“ „Wieso denn Hetzpropaganda, es werden doch deutsche Werte vermittelt?“ „Leitkultur, Frau Kollegin. Es geht der CSU ausschließlich um Leitkultur.“ „Also die bayerische?“ „So hatte ich das verstanden, ja.“ „Gut, da ist für deutsche Werte natürlich nicht mehr viel Platz.“ „Wenn wir einen ganzen Sender haben mit Vollprogramm, dann kriegen wir bestimmt auch so eine Art Nische durchgedrückt.“ „Sie meinen so etwas wie die halbe Stunde Kultur, die man in den Öffentlich-Rechtlichen finanziert kriegt, weil sonst der Staatsvertrag nicht eingehalten wird?“ „Gute Idee, da könnte man dann nachmittags…“ „Nachts, Frau Kollegin. Frühestens ab zehn. Da können Sie dann etwas über Demokratie und Rechtsstaat erzählen.“ „Weil sonst die Werbeeinnahmen nicht stimmen?“ „Nee, weil dann keine Sau mehr einschaltet.“

„Vor allem müssen wir die Kinder gleich im Sinne einer pluralistischen Demokratie…“ „Haben Sie noch alle Tassen im Schrank!? das ist ein Vorhaben der CSU!“ „Man kann denen ja nicht erzählen, dass in Bayern nur der Alkoholpegel entscheidend für die gesellschaftliche Relevanz ist, oder?“ „Die sollen sich halt anpassen, diese Asylbetrüger!“ „Wieso Betrüger?“ „Weil sie nur Asyl wollen, aber sich nicht anpassen!“ „Woran denn?“ „Dass man in Deutschland eben kein Asyl beantragt!“ „Und wie wollen Sie das unbegleiteten Minderjährigen vermitteln? Die Sendung mit dem Raus?“ „Inderstunde.“ „Hähähä!“

„Darf man den Neubürgern…“ „Das sind noch keine und werden es auch hoffentlich nie sein.“ „Herr Kollege, das ist eine Integrationsmaßnahme und wir haben den Auftrag, den Asylbewerbern die Grundlagen unserer Gesellschaft zu vermitteln.“ „Also wenn Sie das so besser verstehen: deutsche Werte.“ „Eben, und ein ordentlicher Deutscher will keine fremdländischen Einwanderer in seiner Nachbarschaft haben.“ „Also nur Einwanderer, die er schon kennt?“ „Jetzt werden Sie mal nicht komisch, sonst…“ „Also noch mal zum Punkt, darf man den Integrationswilligen…“ „Die wollen doch alle gar nicht!“ „… politische Diskussionen über die aktuelle Lage zumuten?“ „Sie meinen, die Ausländerfeindlichkeit in Teilen der Opposition sei eher abschreckend?“ „Ich bezog mich eher auf die Ausländerfeindlichkeit in Teilen der Regierung, aber ansonsten gehe ich mit Ihnen konform.“ „Sehe ich nicht so kritisch, man müsste sie natürlich nur behutsam an die Materie heranführen. Nicht gleich eine Talkshow mit Rechtspopulisten, sonst glauben die, hier gäbe es nur eine Demokratiesimulation.“ „Das kennen die doch von zu Hause, da sehe ich weniger Probleme.“ „Aber wenn ich mir das so ansehe, allein die Nachrichten, also immerzu diese brennenden Häuser und alles!“ „Glauben Sie mir, das kennen die von zu Hause auch.“

„Aber kommen wir doch noch mal zur Idee von Herrn Scheuer, er möchte doch über rechtsstaatliche Prinzipien und Verfahrensweisen aufklären.“ „Da könnte man dann beispielsweise zeigen, wie man einen Bauantrag stellt oder Arbeitslosengeld beantragt.“ „Schaffen Sie auch noch Fehlanreize für diese Wirtschaftsschmarotzer! Da können Sie denen ja gleich auf Kanakisch beibringen, wie man einen Asylantrag stellt!“ „Also Ihren ersten Ansatz fand ich nicht schlecht, Frau Kollegin.“ „Das mit dem Arbeitslosengeld?“ „Nee, mit dem Bauantrag. Das hat bei mir bisher nie geklappt.“

„Ihnen ist klar, dass das Integrationsfernsehen nicht für die deutsche Bevölkerung gedacht war?“ „Sie meinen also, wenn ich das als Staatsbürger ansehe, nehme ich Leistungen in Anspruch, die gar nicht für mich gedacht sind?“ „Da ist es ja auch kein Wunder, dass sich jedes Islamistenschwein in der Nachbarschaft von Volksverrätern wie Ihnen sofort wohlfühlt!“ „Herr Kollege…“ „Sie züchten doch hier eine Generation heran, die Deutschland zerstören will!“ „Man könnte auch Info-Sendungen machen über die Artikel des Grundgesetzes.“ „Wobei wir da die aktuelle Politik raushalten wollten.“ „Vorratsdatenspeicherung und NSA?“ „Die Hartz-Gesetze und den Kampf der Regierung gegen die Gewerkschaften.“ „Und de Maizière?“ „Kommt gar nicht erst vor.“ „Also normales Leben in unserer deutschen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der Sprach- und Kulturförderung sowie der sozialen und politischen Teilhabe an einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“ „Zehn Jahre, würde ich sagen.“ „Was das wieder kostet, aber für die Ausländer haben wir’s ja!“ „Wieso zehn Jahre?“ „Bei einem derart umfassend und anspruchsvoll ausgearbeiteten Programm würde ich sagen, wir setzen Leute wie ihn vor die Glotze und lassen ihn täglich zwölf bis sechzehn Stunden lang Integrationsfernsehen gucken. Nach zehn Jahren sollten die ersten Erfolge sich einstellen.“





Schussecht

5 08 2014

„… die Verleihung einer Schützenkönigswürde mit dem muslimischen Glauben nicht vereinbar. Der Bezirksschützenverein dürfe den wegen seiner türkischen Herkunft nicht zugelassenen…“

„… eine klare Verbindung gebe. So sei der Gebrauch von Schusswaffen nur mit einem christlichen Segen denkbar, was gerade in diesen Tagen eine historische wie auch aktuelle…“

„… man dem türkischstämmigen Schützen die Konversion zum Katholizismus angeboten habe, was jedoch nach Ansicht des Dachverbandes nicht ausreiche, um die Zugehörigkeit zu einer echt deutschen…“

„… eine Persönlichkeits- und Gemeinschaftsförderung durch die Pflege des Fahnenschwenkens leiste. Damit sei der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften erheblich wichtiger als Bundesregierung, Vereinte Nationen und…“

„… überhaupt nicht vergleichbar. Ob der ehemalige Schützenkönig praktizierender Buddhist gewesen sei, müsse man als Privatsache behandeln, da dieser als gebürtiger Oberschlesier nie versucht habe, sich die deutsche Staatsbürgerschaft zu…“

„… habe Lucke betont, er pflege keinerlei Vorurteile gegenüber Muslimen, doch dieser sei nicht christlich, weshalb es für ihn keine…“

„… seinerseits mit einer Abmahnung gedroht hätten, wenn katholische Fleischproduzenten in Nordrhein-Westfalen ihre Erzeugnisse als Döner in die…“

„… den gemeinsamen Alkoholkonsum, der zwar während des Schießens durch weltliche Gesetze verboten sei, aus Gründen der Tradition allerdings praktiziert werde. Man müsse bei einem Muslim immer davon ausgehen, dass er den Genuss von Bier und Schnaps ablehne, was ihn als nicht vollwertiges Mitglied der Volksgemeinschaft…“

„… es gemeinsame Spielregeln geben müsse, ohne die eine liberale Gesellschaft nicht funktionieren könne. So sei auch die Mitgliedschaft in der FDP zwingend erforderlich, um als Makler…“

„… die nordrhein-westfälischen Schützenbrüder nur durch einen weiteren bedauerlichen Fehler in der Dienstanweisung noch nicht vom Landesamt für Verfassungsschutz…“

„… als Teil der westlichen Kultur zu betrachten. So sei es etwa in den Vereinigten Staaten von Amerika seit jeher Konsens, den Gebrauch von Schusswaffen ohne Notwendigkeit nur für weiße, christliche…“

„… hätte ein Protestant nie so eine unwürdige Gegenwehr gezeigt, wenn man seine Religion angegriffen hätte. Dies, so der stellvertretende Chefredakteur, sei der deutlichste Beweis, dass der Islam das größte Hindernis bei der…“

„… den gemeinsamen Alkoholkonsum, der zwar während des Schießens durch weltliche Gesetze verboten sei, aus Gründen der Tradition allerdings praktiziert werde. Man müsse bei einem Muslim immer davon ausgehen, dass er den Genuss von Bier und Schnaps nicht ablehne, was ihn generell unglaubwürdig mache und seine Integrationsleistung daher zu einem reinen Lippenbekenntnis…“

„… im Koran beispielsweise nirgends der Begriff ‚Kleinkalibergewehr‘ zu lesen sei, was eine ganz klare Vorschrift für den…“

„… argumentiere der gegnerische Anwalt, der türkischstämmige Bürger sei durch langjährige Mitgliedschaft in einem Verein, der sowohl mit seinem Landesverband als auch mit dem eigenen Vorstand vollkommen zerstritten sei, längst derart integriert, dass er nicht mehr als ausländisches…“

„… die Gründung eines muslimischen Schützenvereins auch dann, wenn er Mitglieder anderer Religionen aufnehme, als islamistische Organisation sofort zu verbieten. Friedrich habe auf der Jahreshauptversammlung verkündet, islamische Schützenvereine gehörten historisch nicht zu Deutschland, weshalb auch die rechtliche Situation eindeutig…“

„… von christlichen Werten und Integration gepredigt worden sei. Der Sprecher der Diözese habe mitgeteilt, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt habe, da es der Kirchenleitung ausschließlich im die Integration christlicher Werte in den…“

„… in einem Gutachten als widernatürlich bezeichne. Schon die typische Gebetshaltung der Muslime sei mit dem Führen einer Schusswaffe nicht vereinbar und könne zu erheblicher Gefahr für andere…“

„… warne der bayerische Innenminister Herrmann (CSU) vor einem erstarkenden Islamismus aus dem Freistaat. Wenn nun auch noch Muslime ihre Terrorausbildung in katholischen Schützenvereinen absolvierten, sei es höchste Zeit, eine verdachtsunabhängige Internierung sämtlicher.…“

„… kein Islamfeind. Der Gastarbeiter jedoch habe stellvertretend für alle anderen den anständigen Deutschen nicht nur einen Job und eine Frau weggenommen, er wolle sogar das Amt eines Schützenkönigs…“

„… ungefähr 258% aller schwersten Straftaten wie beispielsweise das Zünden minarettförmiger Neutronenbomben in deutschen Krieger- und Vertriebenendenkmälern von islamistischen Schützenkönigen begangen würden, die vor der Ausführung ihrer Verbrechen meist literweise Blut geschächteter Christenknaben söffen. Sarrazin selbst habe die Statistik während eines…“

„… moderne und aufgeklärte Menschen seien. Eine jüdische Großmutter sei heutzutage längst kein Grund mehr, von einem deutschen Schützenverein nicht…“





Gottvertrauen

13 05 2013

„Warum wir Sie dafür ausgesucht haben? Sie seien schließlich der Innenminister? Das ist es ja auch. Religion wird in diesem Land immer noch als Teil der Kultur verstanden, und Sie sind schließlich der Innenminister. Warum wir diese Konferenz einberufen haben? Was weiß ich, mit wem sollen wir denn übers Christentum in Deutschland reden? Etwa mit den Gemeinden?

Vergessen Sie das mal ganz schnell wieder. Man redet über eine Religion, aber doch nicht mit deren Angehörigen. Wäre ja noch schöner. Was haben Sie eigentlich bisher gemacht? Den Sicherheitsbeamten beim Regieren zugesehen?

Das mit der Gleichstellung macht doch auch erst Spaß, wenn man es konsequent zu Ende führt. Wir brauchen diese Christentumskonferenz einfach. Und kommen Sie mir nicht mit Kirchentag – das ist eine selbst organisierte Veranstaltung religiöser Gruppen, die da nichts anderes predigen als ihre eigene Weltanschauung, das können wir nicht als Ersatz anerkennen. Politiker? Die Bundeskanzlerin? Ich bitte Sie, die schiebt doch ihre Tränensäcke bei jedem Schützenfest vorbei, das sie nicht rechtzeitig ausgeladen kriegt. Das ist kein Argument. Sie sind im Besitz der deutschen Leitkultur? Lassen Sie sich nicht in der Öffentlichkeit mit solchen Aussagen erwischen. Wie schnell wird man als Terrorist gehandelt.

Sie haben da doch diese Datei, in der alle drin sind, denen man bisher noch keine Straftaten nachweisen konnte, die Sie aber trotzdem für ganz gefährlich halten, weil Sie nicht wissen, warum? Und Sie wollten schon immer mal Gefährder in religiösen Netzwerken suchen? Das wäre jetzt Ihre Gelegenheit. Dann müssen wird endlich nicht mehr zusehen, wie die erzbischöflichen Ordinariate ihre pädophilen Angestellten von Diözese zu Diözese schieben. Und falls da einer Probleme mit dem Steuerrecht bekommt, können Sie auch ermitteln. Schnell und unbürokratisch.

Es geht uns wie gesagt um Integration. Man muss ja in dieser Gesellschaft alle Randgruppen mitnehmen, auch wenn es schwerfällt. Sehen Sie, die SPD hat das mit Sarrazin auch geschafft, da werden wir doch das Christentum irgendwie in der Gesellschaft verankert bekommen, oder? Sie haben da etwas nicht richtig verstanden. Das Christentum in der Gesellschaft. Nicht andersherum.

Natürlich haben wir uns genau ausgesucht, wen wir da einladen, Herr Innenminister. Wir wollen da Maßstäbe für die Integration setzen. So ähnlich wie Sie. Deshalb haben wir sämtliche Randgruppen eingeladen, Kreationisten, Antimodernisten, ein paar Piusbrüder, die Glaubenskongregation – das hieß mal Inquisition, aber was da auf dem Türschild steht, ist uns wurst – und die guten alten Exorzisten. Wir wollen ja durchaus integrieren, und das macht man nun mal am besten mit denen, bei denen man weiß, dass sie es bitter nötig haben. Wollen Sie mit einem lutherischen Dorfpastor über die Trennung von Staat und Kirche diskutieren? Na also. Außerdem sieht es im Fernsehen viel schöner aus, wenn da irgendwelche Knalltüten sich anschreien, wer mit wem wo Oblaten essen darf, ohne aus dem Verein rauszufliegen.

Nein, natürlich wollen wir Sie nicht auf ein paar katholische Hassseiten reduzieren oder auf diese Wirrköpfe, die regelmäßig fundamentalistische Protestmärsche machen, weil ihnen der Gesetzgeber ein Dorn im Auge ist. Das ist sicher auch nur eine verschwindend geringe Minderheit, die nicht in Ihrem Namen spricht. Die haben mit der religiösen Botschaft des Christentums nichts zu tun, sie instrumentalisieren eine nicht von der Mehrheit der Gläubigen getragene Anschauung für allgemein demokratiefeindliche Ziele und verüben regelmäßig Straftaten gegen ihre eigenen Leute – das ist nicht das Christentum, das wissen wir doch. Aber wir verfahren halt so, wie Sie das vorgemacht haben, wir schieben Ihnen die Schuld dafür in die Schuhe. Wenn das im Namen der christlichen Religion passiert, machen wir nicht die christliche Religion dafür verantwortlich, das wäre gegen die religiöse Toleranz; wir machen nur die dafür verantwortlich, die sich ebenfalls zum Christentum bekennen. Hilft nichts? Ja, kann sein. Ist aber immer so mit der Sicherheitspolitik. Wenn nicht mehr als doppelt so viel kaputtgeht wie vorher befürchtet, dann war es ein Erfolg.

Es geht nicht nur um den Religionsunterricht. In erster Linie geht es uns darum, dass Sie Ihre Finger aus den anderen Ausbildungsinhalten raushalten. Sie können ja gerne an die Arche Noah glauben und an diesen ganzen Krempel, aber lassen Sie uns Geschichte und Erdkunde ohne göttlichen Heilsplan unterrichten. Wir lassen Ihnen das Gottvertrauen. Sie lassen den Bürgern ihr Vertrauen in den Staat.

Doch, da haben Sie recht. Integration ist keine Einbahnstraße. Da muss von beiden Seiten etwas passieren. Sehr nett hat das ja damals dieser Herr Ratzinger gemacht. Und seine deutschen Bischöfe haben da auch ganz hübsch sekundiert, als sie behauptet haben, es könne ohne Christentum gar keine funktionsfähige Moral in diesem Staat geben. Das hätte man vielleicht ein bisschen weniger deutlich formulieren können, aber wir haben es kapiert. Integration ist keine Einbahnstraße. Das ist eine Sackgasse, in der man noch mal so richtig Gas gibt.

Sie mögen nicht? Schade. Wir haben alles versucht, Herr Innenminister. Vielleicht überdenken Sie unser Angebot, wenn wir demnächst die Parteien unter die Lupe nehmen.“





Kassensturz

19 01 2011

„… um einen durchaus ernst gemeinten Vorschlag handelte: eine Vermögensabgabe von zwei Prozent, abgegeben über zehn Jahre, würde sich auf jene 1,7 Billionen Euro summieren, die es bedürfte, um die Schuldenlast der Bundesrepublik Deutschland ganz abzutragen und der kommenden Generation…“

„… natürlich abgelehnt, denn diese Rechnung könne überhaupt nicht aufgehen, so Schäuble, sie sei viel zu logisch und bedürfe daher gar nicht erst einer eingehenden Prüfung auf…“

„… von den Banken durchaus nicht ohne Kritik aufgenommen, denn einerseits gehe ihnen dadurch ein Teil des Sparvermögens verloren, andererseits müsse man damit rechnen, dass die verzinslichen Kredite, die der Staat bei den Geldinstituten habe, nach der Rückzahlung zu einer erheblichen Schwächung der…“

„… hatte auch die Kanzlerin für diese Idee kein gutes Wort übrig. Man müsse, so Merkel, eine gemeinsame Lösung finden, diese dürfe aber nicht darin bestehen, dass auch alle Bürgerinnen und Bürger tatsächlich gemeinsam belastet…“

„… wiesen auch die Wirtschaftsweisen den Plan, jährlich 160 Milliarden Euro auszugeben, als eine finanzielle Überbelastung strikt zurück; das Geld fehle nämlich dem Konsum und müsse so…“

„… auch nicht durch ernsthafte Pläne, Steuern in Liechtenstein garantiert legal hinterziehen zu können, so dass achtundvierzig der fünfzig reichsten Deutschen mit sofortiger Kapitalflucht ins Ausland zu drohen…“

„… sich neben Wirtschaftsminister Brüderle auch der designierte Ex-Vorsitzende Westerwelle entschieden gegen eine Beteiligung der Spekulanten an der von ihnen verursachten Bankenkrise wandte. Man könne nach der Ruhestörung, die durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz entstanden sei, nicht auch noch durch stalinistische Maßnahmen in die Freiheit der Aktionäre eingreifen, die zudem durch ausbleibende Panik um die Schweinegrippe empfindlich geschwächt…“

„… zeigte sich Arbeitsministerin von der Leyen gemeinsam mit Arbeitgeberpräsident Hundt ungewöhnlich generös: wer die Möglichkeit habe, durch eigene Arbeit wenigstens einen Teil seines Lebensunterhaltes zu bestreiten, der dürfe auch mit massiven Steuererhöhungen zur Rettung seines Vaterlandes beitragen, vor allem in der unteren Hälfte der Bevölkerung…“

„… gerade von den Gewerkschaften nicht erwartet, dass sich der Deal auf ihre Initiative so leicht anließe – die Arbeitnehmerverbände rechneten schlüssig vor, dass auch mit der Hauptlast auf dem unteren Bevölkerungsdrittel eine solide Basis für die Entschuldung zu errechnen sei, so dass die Leistungsträger der Gesellschaft nur…“

„… den Auftrag annahm, bis zur Landtagswahl in Baden-Württemberg eine mehrjährige Studie vorzulegen, aus der klar hervorgeht, dass gerade das untere Viertel der Bundesbürger überproportional steigenden Reichtum…“

„… denn gerade die sogenannten kleinen Leute hätten verantwortungslos über ihre Verhältnisse gelebt, die unteren fünfzehn Prozent hätten in einem geradezu schamlosen Maße die FDP gewählt und damit in verräterischer Weise ihre Klasse…“

„… sich die Bezeichnung Soli schnell verbreitete – die Bundesbürger glaubten weder an eine zeitliche Begrenzung der Abgabe noch interessierten sie sich für den Vorwand, unter dem sie erhoben würde – worauf Finanzminister Schäuble eilig reagierte. Er berief die führenden Fachkräfte ein, die bereits mit der Umbenennung von Hartz IV in…“

„… dass gerade die muslimischen Einwanderer als Zeichen ihres Integrationswillens mit gutem Beispiel vorangehen könnten. Sarrazin errechnete auf der Basis einer von ihm auf der Basis einer von ihm errechneten Statistik eine Statistik, dass allein die Gemüsehändler den jährlichen Umsatz von…“

„… betonte Bundespräsident Wullf, dass der Islam jetzt auch zu Deutschland gehöre und sich die Muslime daher ebenso kritiklos unterzuordnen hätten wie die anderen Staatsbürger – es sei eine gemeinsame Aufgabe, die Last der Geschichte zu entsorgen, und wer sei besser für die Entsorgung prädestiniert als die türkischen…“

„… nur recht und billig, dass die Türken, die sonst nichts als Kopftuchmädchen produzierten, sich auch an der deutschen Wirtschaft beteiligten; um von weiteren Stigmatisierungen Abstand zu nehmen, schlug Seehofer vor, die Kosten zunächst nur von Migranten mit Transferleistungshintergrund einzutreiben, so dass nicht gleich jeder…“

„… eine konzertierte Aktion vorschlug, die mehrere Ziele deutscher Politik verbinden könne; Bosbach nannte neben der Verhaftung verdächtiger Nichtdeutscher auch die Kontrolle islamistischer Konvertiten auf kommunistische Killerspiele…“

„… in den frühen Morgenstunden gelöscht, während die Moschee von Memmingen von aufgebrachten Anwohnern gegen die Feuerwehr verteidigt wurde. Allein durch Glasbruch entstand ein Schaden, der dem deutschen Handwerk zu unerwartet vollen Auftragsbüchern verhalf – die Steuereinnahmen gaben einen gewaltigen Impuls für das Wirtschaftswachstum, das doch vor allen anderen Aspekten Wohl und Wehe des deutschen Volkes zu…“





Staatsbürger Kunde

4 11 2010

„Also entschuldigen Sie mal, Sie können mich doch hier nicht wie einen Verbrecher – ich verbitte mir das! Sie nehmen hier meine Fingerabdrücke und…“ „Das ist alles Routine, wissen Sie, das machen wir grundsätzlich. Auch die Fotos. Wenn Sie übrigens Abzüge haben wollen, die sind preiswert. Können Sie dann unten an der Kasse nachbestellen. Bis einschließlich 2013. So lange bewahren wir die für Sie auf. Dann ist die nächste Staatsbürgerprüfung, und dann machen wir selbstverständlich auch neue Fotos von Ihnen, nicht wahr?“

„Hören Sie mal, was soll das denn werden hier? Sie lassen mich von zwei Polizisten abholen!“ „Wir mussten sicherstellen, dass Sie der Aufforderung zum Erscheinen auf der Prüfdienststelle auch Folge leisten.“ „Sie hätten mich doch ganz einfach nach meinem Ausweis fragen können. Ich hätte Ihnen auch gerne meine Geburtsurkunde geben können. Oder das Stammbuch. Oder die Familienpapiere, wissen Sie, wir sind doch seit fast sechshundert Jahren…“ „Das interessiert doch keinen, Mann – das ist völlig egal! Staatsbürgerschaft wird heute ganz anders gehandhabt. Wenn Sie sich zur deutschen Leitkultur bekennen, dann sind Sie ein richtiger Deutscher.“ „Sie hören mir ja gar nicht zu – hier, schauen Sie sich doch meinen Pass an! Ich bin Deutscher, da sehen Sie’s doch!“ „Wie gesagt, das interessiert heute nicht mehr. Da kann viel drinstehen, Geburtsort Alma-Ata oder wohnhaft in Gabun, das ist alles nicht mehr wichtig.“ „Das mag sein, ich bin ja auch für die Integration, aber…“ „Sehen Sie? Wir nämlich nicht.“

„Es ist eine Frechheit! Ich bin 58 Jahre alt, ich bin hier geboren und aufgewachsen, ich bin der stellvertretende Bauamtsleiter! Das ist doch alles nicht mehr normal!“ „Jetzt regen Sie sich mal ab.“ „Ich will mich aber nicht abregen!“ „Das ist mir klar, es wird nur nichts an der Gesamtsituation ändern. Kommen wir mal zur ersten Frage: ‚In Deutschland dürfen Menschen offen etwas gegen die Regierung sagen, weil hier Religionsfreiheit gilt – weil die Menschen Steuern zahlen – weil die Menschen das Wahlrecht haben – weil hier Meinungsfreiheit gilt.‘“ „Antwort vier.“ „Das halten Sie für komisch, was?“ „Komisch? Was soll daran komisch sein? Religionsfreiheit haben wir nicht, solange dieser versoffene Schnappatmer aus Bayern seine Deportationsfantasien auf dem CSU-Parteitag ausspucken darf. Wer in diesem Land überhaupt noch Steuern zahlt, wird sich hüten, etwas gegen die Regierung zu sagen. Das Wahlrecht ist noch keine Entschuldigung, die Regierung hat sich noch nie darum gekümmert, ob ihre Wähler etwas gegen sie hat. Und die Meinungsfreiheit, na gut, die kann man wohl gelten lassen.“ „Leider keinen Punkt. Sie sollten wissen, dass die freie Meinungsäußerung nur noch gilt, wenn Sie wirre Vorstellungen von Populationsgenetik haben und der Nachtfrost öfter mal Gebrauchsspuren in der Rübe hinterlassen hat. Wenn Sie eine Regierung kritisieren wollen, suchen Sie sich eine. Diese hier steht nicht zu Ihrer Verfügung, kapiert!?“ „Ich werde Ihnen… ich… das ist doch die Höhe!“

„Dann kommen wir mal zum landeskundlichen Teil. Können Sie mir die Nebenflüsse der Donau nennen?“ „Die was?“ „Ja, ich bitte Sie – sind Sie denn nicht wohnhaft in Ingolstadt?“ „Aber was hat das denn damit zu tun?“ „Dann müssen Sie sich auch landeskundlich in der Region auskennen. Also, welche Nebenflüsse hat denn die Donau? Na?“ „Ich verbitte mir entschieden diesen Ton!“ „Iller…“ „Was?“ „Iller… Lech…“ „Was wollen Sie von mir?“ „Isar? Na? Und?“ „Was wollen Sie denn überhaupt von mir?“ „Tut mir Leid, mehr darf ich Ihnen nun wirklich nicht helfen. ‚Iller, Lech, Isar, Inn fließen rechts zur Donau hin, Altmühl, Naab und Regen kommen ihr entgegen‘ – das wäre die korrekte Antwort gewesen. Das war also auch nichts. Null Punkte. Schade.“

„Was muss ich mich hier überhaupt von Ihnen examinieren lassen? Ist Ihnen eigentlich klar, dass ich deutscher Staatsbürger bin? Kein Asylant? Kein Gastarbeiter, Moslem, Jude oder sonst was?“ „Ich bitte Sie – Sie sind Kunde! Hat man Ihnen nicht dieses hübsche Faltblatt ausgehändigt?“ „Diesen Wisch? Dass ich mich hier als Kunde vorzustellen habe? Allerdings!“ „Dann stellen Sie sich gefälligst vor, dass Sie Kunde sind. Bei den Arbeitslosen geht es doch auch.“ „Die werden von Ihnen aber auch nicht gerade anständig behandelt.“ „Das wollen wir auch gar nicht erst einreißen lassen – Hauptsache, wir können sie als Kunden bezeichnen, dann haben wir unsere Pflicht getan. Sie sind bei uns Kunde. Staatsbürger Kunde.“ „Und Sie lassen mich hier Staatsbürgerkunde lernen, was?“ „Keinesfalls, wir machen Sie nur mit dem neuen Staatsbürgerrecht vertraut. Wenn Sie sich nicht integrieren, fliegen Sie raus.“ „Aber ich bin Deutscher, verdammt noch mal!“ „Zu diesem Land gehören Christentum, Judentum und Islam. Von Ingolstadt hatten Herr Bundespräsident in seiner Rede gar nichts gesagt.“ „Ich kann mich doch wohl schlecht hier um meine eigene Staatsbürgerschaft bewerben!“ „So, können Sie nicht? Wollen Sie nicht? Was bilden Sie sich eigentlich ein? Überall in dieser schwer arbeitenden Nation bewerben sich regelmäßig Fachkräfte auf ihre eigenen Arbeitsplätze, statt sich mit lähmenden Fesseln wie dem Kündigungsschutz abzufinden. Da werden Sie doch mal aktiv sein können, wenn das Boot langsam voll wird, was?“ „Aber ich bin Deutscher, verflucht noch mal! Ich habe einen…“ „Ja, jetzt lassen Sie mich mit Ihrem Pass in Ruhe, Sie sind eben auf Grund der Antidiskriminierung nicht mehr Wert als ein Kümmeltürke. Tut mir Leid, ist aber so. Ich kann’s nicht ändern.“ „Das ist doch eine bodenlose Frechheit! Ich lasse mich doch von diesem… das ist ja… Ich lasse mich doch von Ihnen nicht ausbürgern! – Was sind denn das da für Fragen? ‚Welches Recht gehört zu den Grundrechten, die nach der deutschen Verfassung garantiert werden?‘ ‚Welches Amt gehört in Deutschland zur Gemeindeverwaltung?‘ ‚Was bedeutet soziale Marktwirtschaft?‘ Haben Sie noch alle Tassen im Schrank?“ „Was haben Sie daran auszusetzen? Sind die Fragen zu kompliziert?“ „Wenn Sie sich auf die Art ein paar Einwanderer heranzüchten wollen, die auswendig lernen können – gut, aber fragen Sie die Leute auf der Straße, die werden die Antworten nicht wissen.“ „Das mag sein.“ „Wollen Sie etwa Super-Ausländer, die Ihnen die Antworten herbeten, und depperte Deutsche, die durch die Prüfung fallen?“ „Nein, wir sorgen nur für Chancengleichheit. Bewerben Sie sich für einen Platz in Deutschland – ob stammverwandt, ob Asylant, Sie haben alle drei Jahre die Gelegenheit, Ihre Befähigung zum deutschen Staatsbürger testen zu lassen. Wir wollen nur die besten Kräfte in diesem Land, deshalb können wir auch leider keine Rücksicht mehr auf die Bewerber nehmen.“ „Ich will auf der Stelle Ihren Vorgesetzten sprechen! Holen Sie mir auf der Stelle den Dienststellenleiter! Ich werde mich beschweren! Ich werde Sie verklagen! Ich werde…“ „Na also – es geht doch! Volle Punktzahl! Das ist ja schon ein mustergültiges Verständnis der Landessitten, wie man es nicht schöner als Leitkultur bezeichnen könnte. Herzlich willkommen in der Bundesrepublik!“