Tischvorlage

26 04 2017

Was habe ich mir dabei nur gedacht. Grüne, skurrile Eckmöbel, nicht einmal mit der Schrankwandklasse kompatibel, vermutlich hat Stalin an solch einem Ding georgelt, möglicherweise wurde hier das erste Experiment mit Hyperspace ohne Bügeleisen über die Bühne gebracht. Wir haben gemeinsam gesucht und so gut wie jeden Winkel der Zivilisation nach Antworten ausgeleuchtet. Der Freitagstexter war einmal mehr die investigative Speerspitze des zweifelhaften Geschmacks. Das verpflichtet.

Und so habe ich mir mit Büro-WLAN und einer Menge Heftzwecken einen halbwegs passablen Workaround zurechtgezimmert, noch hält es, und ich nehme an, dass mein Netzprovider den Tag verflucht, an dem er sein intellektuell ungesegnetes Personal auf mich losließ. Den Pokal kriege ich ohne technische Hilfe hin, jedenfalls mit Hilfe der üblichen Bordmittel – Klapppodest, Klemmlampe, Samtdeckchen vom Stützflügel, und dann wollen wir Hildegards Teebrett nicht vergessen, sie wird sonst möglicherweise etwas ungehalten – und es wird bei den wenigen Wettbewerbsbeiträgen auch ein leichtes Unterfangen sein, den Sieger zu küren. Es sind die innenarchitektonischen Träume, denen man sich hingibt. Die kleinen Fluchten aus dem Alltag des Möbelschweden mit den Möbelschäden. Die Tischvorlage eben. Die Trophäe gebührt für diesmal lamiacucina:

Jugendtraum: Einmal im Leben im Cocktailsessel sitzen und den Startknopf der Mondrakete drücken

Herzlichen Glückwunsch! Der nächste Freitagstexter am 28. April geht wieder einmal ins Triangel der verschwisterten Kulturen, ins schöne Basel zu lamiacucina. Sie haben dort allerhand unartige Könige, aber die Möbel, sagt man, sollen verhältnismäßig artig aussehen. Moonraker, übernehmen Sie!





Doppeldenk

26 04 2017

„Sie dürfen alles sagen, nur nicht alles denken. Klingt paradox, ist aber so. Da ist die Verwechslungsgefahr mit Rechtspopulisten natürlich vorprogrammiert, aber wir sind da sowieso komplett schmerzfrei. Die Schnittmenge ist ja hoch.

Wir haben uns die deutsche Gesetzgebung, nein: was der deutsche Justizminister an Gesetzgebung bisher versucht hat, das haben wir uns mit großem Interesse angeguckt. Man guckt sich ja auch an, was die Konkurrenz so an untauglichen Sachen auf den Markt schmeißt, damit wir auf dem Markt für soziale Medien überleben können. Und da hat uns diese Sache mit der Internethetze ganz besonders interessiert. Sie müssen das ja erstmal ordentlich definieren, bevor Sie es abschalten. Und dann haben Sie eine Sache vor sich liegen, und dann sagt einer plötzlich: klasse, endlich mal ein tolles, neues Geschäftsfeld!

Dass die Leute einen Terroranschlag live ins Netz stellen, das ist so 2016. Wir wollen uns wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren und mit Kommunikation in den Vordergrund treten. Richtige Kommunikation, zwischen richtigen Personen und, sagen wir mal, anderen Teilnehmern. Unser Ziel ist es, die richtige Kommunikation für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Sie nennen das Gedankenlesen, weil die Presse das so plakativ in die Schlagzeilen gebracht hat – das ist nicht so ganz falsch, aber auch nicht so ganz richtig.

Wir wollen wissen, was Sie wirklich denken. Dazu müssen wir Ihr Verhalten natürlich genau analysieren, aber da Sie nicht über die passende Hardware verfügen, schließen wir Ihre Meinung aus den Parametern, die uns vorliegen. Augenbewegung oder Tippfehler, ihre mutmaßliche politische Einstellung, Aggressionsgrad, die letzten beiden kann man ja meist nicht getrennt voneinander betrachten, und vielleicht noch den sozialen Status. Es soll ja vorkommen, dass jemand überhaupt nicht erst denkt.

Unser Ziel ist es, Internethetze schon vorher zu erkennen und zu verhindern. Sie bekommen das volle Programm: wir bestimmen, was Hetze ist, und das schon, bevor sie gedacht haben, sie könnten derartige Äußerungen tätigen. Das nehmen wir für Sie zur Kenntnis, löschen es, haken es ab, und Sie sind aus dem Schneider. Ist das nicht fantastisch? Bisher mussten Sie immer noch überlegen, ob so eine Reichskriegsflagge oder Holocaustleugnen eine mehrtägige Sperre nach sich zieht, sicher sein konnten Sie sich ja nur bei unbekleideten Frauen, das bleibt auch so, aber jetzt blenden wir einfach alles aus, was uns nicht relevant erscheint. Das kann man doch als großen informationstechnischen Durchbruch bezeichnen, oder? Wenn nicht das, was denn dann?

Oder denken Sie beispielsweise einmal an Ihre bisherige Reaktion auf Werbung. Sie klicken das einfach weg, weil es Sie nicht interessiert, oder vielleicht haben Sie es auch schon ganz geblockt. Jedenfalls ist das für die Presse, für die Werbung, wollte ich sagen, für die Werbung ist das natürlich ein großer Verlust, wenn Sie das ignorieren. Für die Wirtschaft natürlich auch. Wenn wir jetzt Ihre Kaufentscheidungen umsetzen können, bevor Sie sich darüber klar geworden sind, dann ist damit doch allen gedient, oder?

Das ist ein zertifizierter Prozess, wir nennen das Doppeldenk. Gleichzeitig implementieren wir auch Abläufe wie Minimoral, aber das nur nebenbei. Mit dieser Doppeldenk-Sache können wir uns davor schützen, dass Sie sich vor uns schützen müssen. Oder war’s umgekehrt? egal, jedenfalls müssen wir das Gesetz nicht mehr umgehen, wenn Sie selbst für die Äußerungen verantwortlich sind, die Sie gar nicht einstellen. Ist das nicht bahnbrechend?

Gleichzeitig sollten wir im Auge behalten, dass wir uns auch gemeinsam für die Meinungsfreiheit einsetzen. Sie setzen sich damit erstmal für unsere Meinungsfreiheit ein – Doppeldenk, Sie verstehen? – und wir ziehen dann irgendwann mal nach. Als Initiierung eines demokratischen Prozesses ist das doch okay, oder? Wir wären ja gar nicht dazu verpflichtet, schließlich sind wir ein ganz normales Wirtschaftsunternehmen, auch wenn uns einige für ein staatlich organisiertes Paralleluniversum halten.

Und unter dieser Perspektive wäre es doch ganz gut zu verstehen, wenn wir unser Modell auch auf anderen gesellschaftlich relevanten Ebenen ausprobieren würden, oder? Man muss ja nicht gleich an Bundestagswahlen denken, obwohl: warum eigentlich nicht? Dann hätten wir unter Umständen endlich mal ein ehrliches Ergebnis, weil alle das wählen würden, wovon sie wirklich überzeugt wären. Das würde die Bundesregierung dann auch nicht mehr kritisieren, also die, die dann gewählt würde, und dann hätten wir das Problem auch nicht mehr, weil dann keiner mehr denken würde. Also Sie würden vielleicht noch denken, aber ich denke, Sie würden es dann besser für sich behalten wollen. Ist doch auch gut, oder?“





… sind Siebenunddreißig

21 04 2017

Freitagstexter

Sechs. Mal sechs. Weiß ich. Fleißig. Kindertage. Es erinnert mich noch heute an die erste Klasse, die Holzbänke mit den Büchern im Fach, die stets nach einem bestimmten Muster gelegt werden mussten, weil sonst Fräulein Holm kam, die biestige Alte, die vermutlich das Biestige vom Fräuleinsein hatte, oder vielleicht doch von der Mathematik – egal, wir gucken hier immer gerne in die Vergangenheit, und das wollen wir für den Freitagstexter ja auch so beibehalten. Herzlich willkommen. Gerade sitzen!

Von den Leisen Tönen für ein paar kulinarische Tipps aus der älteren Steinzeit mit dem goldenen Pokal ausgezeichnet gehe ich dies Wagnis ein. Wagnis deshalb, weil die hierzulande dominierende Telekommunikationsaktiengesellschaft sich zum wiederholten Male erlaubt, mir den Saft abzudrehen. Anne schärft die Axt. Ich versuche, den Betrieb mit Bordmitteln und Büro-WLAN aufrecht zu erhalten.

Worum es bei diesem Blogstöckchen geht, erläutert für alle Neuen der Wortmischer, die andern wissen’s schon: man muss es nicht wissen. Es gibt nichts, was man nicht tut.

Aber die Tische. Ich wollte ja etwas über Tische erzählen. Einer trägt gerade, ausgeklappt, das goldene Kleinod. Der andere hat noch enorme Reste eines weggetupperten Osterzopfes mit Rosinen zu verkraften, nebst Teetassen. Die obligaten Stühle sind griffbereit, Hildegard schmollt und hat sich noch nicht ganz von der Paketkarte erholt. Irgendwas ist ja immer.

Am Dienstag, den 25. April 2017 um 23:59 Uhr wird sie den Schlüssel im Schloss knirschen lassen, dann werde ich alles daran setzen, weißen Rauch zu produzieren. Hoffentlich mit entsprechendem Echo aus dem Innenhof. Die himmlischen Heerscharen sind seit Weihnachten auf dem Dachboden einquartiert.

Auch hier war wieder einmal der geschätzte James Vaughan (CC BY-NC-SA 2.0) der Sammler meines Vertrauens, der das Tischchen fand und also abbildete, auf dass es hier stehe übereck. Wo es passt? Hat noch jemand Verwendung für dieses Objekt? Vor einer endgültigen Entscheidung: Klick macht groß.





Spaltpilz

16 04 2017

Das haben sie sich wahrhaft fein ausgedacht. Beim Zusammenkehren des gesammelten Hirnschrotts –in der AfD reichlich unter der Bezeichnung Parteitag erhältlich – stellt die nationalsozialistisch orientierte Fraktion fest, dass sie ohne die andere Hälfte, größtenteils vorbestrafte Hasardeure, nur verfassungsfeindliches Gepöbel für eine ordentliche Fundamentalopposition zusammenkriegt. Diese Blödkolben, größtenteils nur in der Politik, weil die Privatinsolvenzen über ihnen zusammenschlagen, haben außer Gestammel, dass sie jetzt doch nicht auf Frauen und Kinder schießen oder Begriffe wie völkisch positiv besetzen wollen, nichts gegen die Braunalgen zu bieten. Sie entscheiden sich folgerichtig für den Spaltpilz. Was vorher jeden rechten Haufen in den Orkus getreten hat, wird ihnen bestimmt zum Sieg über den demokratischen Rechtsstaat verhelfen. Alle weiteren Anzeichen, dass wir keine Alternativen brauchen, schon gar nicht für Deutschland, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • narzisstischer schwiegersohn: Trump musste sich irgendwann entscheiden.
  • alternative wahrheit: Der Schlager aus dem Hause Schrödinger.
  • liebeswunschzettel: Arbeiten Sie erst mal an Ihrem Marktwert.
  • kueche pussycat-deluxe: Ein Dosenöffner sollte reichen.




Störungsstelle

10 04 2017

„Erstmal Steglitz, obwohl das auch nicht sinnvoll ist, aber: dann haben wir erstmal Steglitz. Danach kann man immer noch mal sehen, wie wir das machen, nachdem uns einer das Problem erklärt hat.

Von wegen Gefahren. Man muss informiert sein, was aus einer Lage entwickelt werden kann, auch und gerade verwaltungsseitig. Der Bürger an sich ist meist nicht fähig, die Konsequenzen aus seinem Handeln für die Bundespolitik zu begreifen. Da muss die Bundespolitik für ihn als salvatorisches Fallbeil eingreifen, das werden Sie verstehen, oder?

Wenn wir jetzt nicht den Wannsee abriegeln, dann ist der Russe innerhalb weniger Stunden direkt im Reichstag und wird Merkels Pläne durchwinken, richtig? Da muss die Bundesrepublik… ja, ich sagte das schon. Also wir müssen das jetzt weiträumig abriegeln. Unsere Einsatzstelle ist natürlich in Alarmbereitschaft, wir haben das Grundgesetz immer auf dem Schreibtisch und sind besser aufgestellt als diese Typen aus der Regierung, ich kann mir die Namen von diesen Parteien nicht merken, aber so groß ist der Unterschied wohl auch nicht – jedenfalls braucht heute kein Mensch mehr diese Idioten, und wenn die Kohle stimmt, wer fragt da noch nach dem Grundgesetz? Schäuble? Machen Sie sich nicht lächerlich! Wir sind hier als realpolitische Einheit aufgestellt, also das, was der Cybermarsch von der Reichsgebärmutter nicht getrötet kriegt, und die Sicherheitspolitik ist… –

Wenn wir jetzt auch noch Wilmersdorf absperren, dann müsste Tempelhof… Nee, das ist zu kompliziert. Das kriegen wir auch logistisch nicht hin, schon von der Verhältnismäßigkeit, weil das ja kein Gefahrenbereich ist, und dann erzählt uns die Verwaltung hinterher wieder, dass das gar nicht hätte abgesperrt werden dürfen, wir haben ja gar keine unklare Sicherheitslage im Bereich Schmargendorf, deshalb könnten wir eigentlich nicht einmal stichprobenartige Kontrollen bei den Passanten durchführen, und wenn wir dann den einen oder anderen… Gut, wir sperren erstmal Tempelhof und Wilmersdorf, und dann sehen wir mal weiter.

Das sorgt schon für Unruhe, schließlich fühlt sich dann ein Teil der Bevölkerung als Störer und eskaliert vielleicht in die falsche Richtung? Wir haben ja keinen Bankraub, genau genommen liegt nicht einmal der Verdacht einer Straftat vor, da können wir jetzt keine Straßensperren in Mitte aufziehen, sonst wird uns die Polizeiführung wieder die Verhältnismäßigkeit der Lage erklären, wenn der Eingriffscharakter unserer Sperren oberhalb der einfachen Kontrollen liegen sollte, aber wir hatten ja auch nicht vor, die Anwohner direkt in ihren Wohnungen, beziehungsweise dann aus ihren Wohnungen heraus, aber das ist dann schon wieder ein anderes Problem. Das ist mit einer gründlichen Durchsuchung von Mitte nicht getan, da müssen Sie vermutlich gleich Friedrichshain-Kreuzberg mit abriegeln, und dann haben wir wieder das Problem, dass wir sehr viele Auswärtige mit drin haben, aber das kann Ihnen woanders auch passieren, insofern sehe ich das nicht als Problem. Also nicht in Bezug auf die Sicherheit. Rechtlich ist mir das egal.

Natürlich müssen wir auch präventiv tätig werden können. Oftmals ist es ja so, dass Sie eine Straße erst nach dem Unfall absperren – hätten Sie die früher abgesperrt, der Unfall wäre gar nicht erst passiert! Da denkt aber keiner dran, und wir müssen das dann ausbaden! Wenn da jemand flüchtig sein sollte, man muss ja immer mit allem rechnen, dann setzt der sich doch in Richtung Reinickendorf ab, und ehe wir hier in der Störungsstelle reagieren können, haben wir einen mutmaßlichen Straftäter, der den Behörden wahrscheinlich vorher schon bekannt gewesen sein dürfte, aber das sage ich ja immer: wenn man die Bürger zu gut überwacht, dann gibt es immer Straftäter, die einem schon vor der Tat bekannt waren, und dann sagen alle, wir machen unseren Job nicht ordentlich. Aus dem Dilemma kommen Sie erstmal wieder raus!

Pankow können Sie vergessen. Da soll’s in den letzten Jahren mal eine Demo gegeben haben, die Kollegen können Ihnen da Genaueres sagen, wir riskieren jedenfalls nichts. Kontrollen wären schon machbar, wir führen die auch durch, das heißt: wir lassen die durchführen. Wenn es doch vereinzelt zu Straftaten kommen sollte, rein theoretisch, dann ist das sicherer, und wir müssen nicht hinterher sagen, wir hätten es vorher kommen sehen. Man könnte beispielsweise die Infrastruktur abschalten, alle Ampeln auf Rot, dann stehen da ein paar Tausend Fußgänger, die lassen sich leichter kontrollieren als in Bewegung, und man könnte Verkehrspolizisten in den Bezirk senden, vielleicht als SEK getarnt, dann merken die Anwohner nicht sofort, worum es bei dem Einsatz geht. Das bedeutet automatisch mehr Rechtssicherheit für die Leute, die irgendwie nachweisen können, dass sie als Straftäter nicht in Frage gekommen wären, und dadurch natürlich auch eine vergrößerte Freiheit, die man als Bürger auch erstmal aushalten können muss. Das dürfen Sie nie vergessen, der Bürger gewöhnt sich daran, und dann müssen wir als Störungsstelle unter den gegebenen Umständen verhältnismäßig reagieren. Das ist auch so eine Sache, an die niemand denkt, und wir müssen mit der Entwicklung… –

Ein illegaler Download? In Friedrichsfelde? Bleiben Sie, wo Sie sind! Wir sperren zur Vorsicht Brandenburg!“





Stası

2 04 2017

Äußerungen beim Friseur. Oder im Kaffeehaus. Dem türkischen Geheimdienst in seinem Vorgehen Nazi-Methoden vorzuwerfen, um die Kritiker eines geistig minderbemittelten Soziopathen mit lächerlichem Oberlippenbartversuch mundtot zu machen, scheint auf den ersten Blick doch recht plausibel. Die Informationskanäle, die den Putsch von 2015 aufklären sollen, existieren auch nur aus Zufall bereits seit mehreren Jahren. Und deutsche Politiker befinden sich nur versehentlich im Fokus der Schlappfeze. Man muss allerdings beachten, wer die präsidentenfeindlichen Informationen einsammelt. In diesem Fall ist es die türkische Religionsbehörde. Der Islamismus der Türkei ist also offiziell Sicherheitspolitik. Gerade noch mal davongekommen. Alle weiteren Anzeichen, dass sich Geschichte als Farce wiederholt, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • höcke weg: Braun ist halt eine gute Tarnfarbe.
  • scheißkartoffel: Wird ja größtenteils von denen benutzt, die nicht einmal mit Kartoffeln umgehen können.
  • nationaler gedächtnisschwund: Zur Vorsorge ziehen sie dann einen Schlussstrich.
  • chip verloren: Möllemann, sind Sie’s?




Aufsmaulwurf

19 03 2017

Drei Milliarden. Wie lange könnte man Bedürftige damit beheizen, wenn man die Scheine gleich in den Ofen schaufelte. Stattdessen schmeißt die EU Gelder zum Fenster heraus, um Sicherheitsprojekte zu finanzieren, die schon im Vorfeld gescheitert sind. Das Projekt MicroMole ernährte das Fraunhofer Institut fürstlich, dafür fanden die Forscher mit Sensoren für Abwasserrohre heraus, dass sich die einschlägige Belastung eines Drogenlabors nicht signifikant bemerkbar machen würde, auch dann nicht, wenn man eine ganze Kleinstadt mit Messgeräten verkabelte. Nicht einmal mit einer Sonde in jedem Abfluss hätte man extrem überhöhte Werte bei der Produktion von Amphetaminen messen können. Was angesichts des technischen Aufbaus jedem Chemie-Erstsemester hätte klar sein können. Was bei Nacktscannern geklappt hat, scheint nicht mehr ganz so zu laufen. Alle weiteren Überlegungen, ob die Amphetamine tatsächlich immer beim Besteller landen, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • fiesko haarschnitt: Vermutlich Schillerlocken
  • schnarchschabe: Macht nur unterm Bett Probleme, wenn die Monster nicht einschlafen können.
  • kueche pussycat deluxe: Mit integriertem Dosenöffner.