Amt und Würden

17 06 2021

„Alter, habt Ihr eigentlich noch alle Rillen auf der Erbse!? Wir reden uns seit Jahren Fransen ins Gesicht, dass Ihr Deutschen Euren Laden langsam mal wieder in den Griff kriegt, rein disziplinarisch gesehen, und dann kommt Ihr mit dieser Knalltüte angekrochen? Ob Ihr uns verarschen wollt, hatte ich gefragt!?

Meine Güte, die Kollegen sind gerade erst mit der Erzdiözese Köln fertig geworden, und die sind richtig durch. Wenn ich mir vorstelle, was die sich für Schmutz ansehen mussten, ich würde hinterher unter Waschzwang leiden. Keine Ahnung, seit wann sich der ganze Krempel da aufstapelt, aber es ist mittlerweile bis Rom zu riechen. Und kaum haben wir hier einmal halbwegs Geschlossenheit und Handlungsfähigkeit gezeigt, fallt Ihr Flitzpiepen uns mit Anlauf in den Rücken. Was habt Ihr Euch eigentlich bei dem Theater gedacht? Nein, anders: was habt Ihr Euch überhaupt gedacht? Und womit?

Ihr habt doch nun wirklich ein paar halbwegs vernünftiger Leute, auch wenn Eure Parteispitze zum größten Teil aus Vollidioten besteht. Ich will nicht ungerecht sein, die haben wir auch, vor allem in der Chefetage haben die Typen bei uns auch alle einen mittelschweren Schatten. Aber wie kommt Ihr auf das schmale Brett, dieses komplett verstrahlte Funkenmariechen erst zum Vorsitzenden zu machen und dann auch noch zum Kanzlerkandidaten? Ballert Ihr Euch jetzt den Messwein schon vor dem Frühstück in die Birne? Oder seid Ihr alle einfach nur bescheuert? Der Mann hat doch das Charisma von einer Rolle Müllbeuteln, merkt Ihr denn gar nichts mehr?

Die Peinlichkeit ist doch, es hat sechzehn Jahre lang wunderbar funktioniert, was sage ich: es war die perfekte Symbiose aus Ethik und Verantwortung für den Staat, und wer hat den ganzen Zauber auf die Reihe gekriegt? Ein Frau! Eine Frau, und die ist auch noch Protestantin! Pastorentochter, das ist wie feindliche Übernahme der Konkurrenz! Gegen die Beliebtheitswerte und das internationale Renommee hat ja sogar Ratzinger massiv abgestunken! Unsere treuen bayerischen Bazis haben sich die Taschen vollgestopft und die Verfassung demoliert, wie man das von diesem Egozentrikerverein erwartet hatte, und sie, das preußische Moralengelchen, die Angela hat nicht einmal die Hand aufgehalten, wenn man ihr ein paar Millionen angeboten hat oder einen Sitz im Aufsichtsrat. Die hat sogar allen ernstes an die christliche Empathie als bürgerliche Tugend der Deutschen appelliert, und das größte Wunder ist, dass sie es auch fast geschafft hätte, wenn Ihr degenerierten Deppen im Osten diese Nazibrut mit hochgepäppelt hättet, weil Ihr feigen Arschgeigen dachtet, damit kriegt man kirchenfern sozialisierte Massen dauerhaft unter Kontrolle. Weil Ihr zu doof seid zum Denken, deshalb! Und jetzt kommt Ihr mit diesem Rumpelclown? Was man mit Weihrauch nicht machen sollte, habt Ihr Hilfsministranten aber schon gelernt?

Was rede ich hier eigentlich, über moralische Untragbarkeit hat hier jedenfalls noch niemand ein Wort verloren. Der fälscht mal eben Klausurnoten und kehrt das dann unter den Teppich, und dann hat diese geistige Abrissbirne noch nicht mal den Arsch in der Hose, sich öffentlich dafür zu entschuldigen? Ich dachte, der ist katholisch und weiß halbwegs, wie das mit Beichte und Absolution funktioniert? Jedenfalls nicht so, dass man fröhlich sündigt und dann dem Pfarrer einen vom Pferd erzählt und seine zehn Vaterunser wegbetet und dann fröhlich weiter sündigt. Das mit den Geschäften vom eigenen Sohn und den Buchhonoraren – das war jedenfalls kein Weihnachtsgeld von der Partei – und dann die Auflösung der Stabsstelle Umweltkriminalität, das geht offensichtlich klar? Kamel, Nadelöhr, sonst ist hier alles okay?

Nehmt Euch gefälligst ein Beispiel an Kardinal Marx! Der hat es gar nicht nötig gehabt, seinen Rücktritt anzubieten. Schuld auf sich zu nehmen, wenn man in einer verantwortungsvollen Position ist und für die Verfehlungen an Schutzbefohlenen geradesteht, weil man sein Wort gegeben hat, das man nicht nach Gutdünken einfach mal bricht – schon mal gehört? Ja, das hatte ich erwartet. Mir hätte es gereicht, das als Leitbild demokratisch gewählter Regierungschefs zu verstehen, aber man kann nicht alles haben. Vielleicht kommt Ihr jetzt noch mit der üblichen Predigt, wenn man den Karren schon in die Scheiße gefahren hat, dann darf man auf keinen Fall zurücktreten, weil das ja nicht verantwortungsvoll genug wäre. Also bleibt Ihr alle hübsch in Amt und Bezahlung. Von Würde möchte ich in Eurem Fall lieber gar nicht erst anfangen.

Das mit dem Splitter im fremden Auge, das will ich in Zukunft auch nicht mehr hören. Wenn man als Anbieter für ein ethisches Fundament derart in der allgemeinen Kritik steht, und dann sind an allem immer nur die anderen schuld, vor allem für den ganzen Scheiß, den man nachgewiesenermaßen jahrelang selbst verursacht und sogar noch unter den Teppich gekehrt hat: das ist der beste Weg, um noch mehr Menschen endgültig für seine Sache zu verlieren. Bei uns ging das gut, dann reagierte der Markt, wir hatten millionenfach Anbieterwechsel, und jetzt stellen die Menschen fest, dass man auch ohne uns an irgendwas glauben kann, aber nichts glauben muss. Und dann muss man sich überlegen, ob man das alles immer so weiter machen will, ob man noch jeden Idioten in seinem Namen weiter mit durchfüttern will, wie ein Großkonzern, dem es wurst ist, wofür er seine Lizenzen hergibt. Also kurz und gut: das C ist ab sofort endgültig weg. Die Messe ist gelesen.“





Blitzableiter

20 01 2020

„Das ist eine organisatorische Frage. Der Papst ist für die ganzen fundamentaltheologischen Sachen da und für die Priesteraufgaben und für die Besuche im Ausland, und der Ratzinger labert halt Scheiße. Also quasi den heiligen Stuhl.

Klar, der Vatikan polarisiert. Deshalb ist es in dieser Zeit gerade so gut, dass wir nicht nur einen äußerst kontroversen Papst haben, sondern auch noch diesen ausgedienten Bayern im Schuppen. Das wirkt erst mal sehr merkwürdig, weil das im ganzen Reformprozess, der sich seit langer Zeit, also quasi seit der Gründung angestaut hat, weil das jetzt eben so enorm kontraproduktiv wirkt. Das ist nicht ganz ungefährlich, vor allem in Situationen, wo man in der Öffentlichkeit zeigen muss, dass man sich mit den Forderungen seiner zahlenden Kunden auseinandersetzt. Oder sie überhaupt erst mal zur Kenntnis genommen und dann auch kapiert hat. Und gerade dann ist da dieser eine Typ, dieser Hemmschuh, der im Grunde alles verhindert, was nach Modernisierung und Nachhaltigkeit aussieht. Siemens ist doch immer noch Konzern von Weltruf, trotzdem beschäftigen die Joe Kaeser. Oder hier, die SPD – Olaf Scholz.

In der Hinsicht sind wir wie die Industrie, die sich gegen den Klimawandel wehrt. Erst wehren wir uns gegen die, die nachweisen, dass wir Mist gebaut haben und weiter Mist bauen, dann leugnen wir, dass wir überhaupt Mist bauen können, dann bezeichnen wir alle als Lügner, die behaupten, dass Mist überhaupt existiert, und dann geben wir den Opfern die Schuld. Das kann man beliebig lange so weitermachen, uns kommt nur unangenehmerweise dieses metaphysische Zeugs dazwischen, das die Leute glauben, weil es in der Bibel steht. Man muss da schon eine sehr straffe Unternehmensführung haben, sonst kann man sich die Rendite in die Haare schmieren. Wir können nicht ewig warten mit der Reform des Pflichtzölibats, die Frauen, die wir uns als Arbeitstiere halten, wachsen leider auch nicht so schnell nach, wir müssen uns überlegen, wie wir das langfristig geregelt kriegen. Deshalb leisten wir uns für die Kundenbindung der rechten Kräfte auch einen zusätzlichen Aufsichtsrat. Für die unangenehmen Zwischenfälle. Wenn Sie sich auf den Glauben verlassen, sind Sie verloren. Deshalb ist auf jeder Kirche ja auch ein Blitzableiter.

Wir haben das jetzt auch in unsere offizielle Kommunikationsstrategie aufgenommen, damit die beiden ihre Erklärungen abwechselnd an die Presse schicken. Gute Bulle, böse Bulle. Dass Ratzinger da jetzt plötzlich einen Fallrückzieher macht, das war so nicht geplant, aber letztlich ist es für das Profil ganz gut, wenn sich der Papst jetzt von dieser Seite angegriffen sieht. Das erspart uns, dass wir nach fünfhundert Jahren die nächste Spaltung riskieren, und das wäre nicht nur marketingtechnisch eine Katastrophe. Diversifikation ist zwar praktisch, um möglichst den kompletten Markt abzudecken, aber bei unserem Produkt wird das kompliziert. Es wäre schon eine Herausforderung, sich einen neuen Markennamen auszudenken. Altkatholiken gibt’s schon, und die sind auch noch viel progressiver als der Marktführer.

Im Normalfall macht man interne Kritiker ja schnell mundtot. Oder man schiebt sie irgendwo in eine eigene Sparte ab, wo sie nicht mehr viel zu melden haben. Als Großinquisitor hat der Alte einen ganz guten Job gemacht, das muss man ihm lassen. Immerhin hat das mittlere Management vor ihm immer noch Angst. Aber ich sehe es noch nicht, dass wir eine feindliche Übernahme zu befürchten haben. Dazu fehlen ihm dann doch die Mittel. Der Laden ist ihm über den Kopf gewachsen.

Möglicherweise ist der Ratzinger auch schon dementer, als es vorher den Anschein hatte. Die Vorgänger waren ja auch nicht mehr alle ganz dicht – was erwarten Sie auch bei einem Berufsbild, in dem man Anweisungen von einem unsichtbaren Mann bekommt, den man erst nach seinem Tod kennen lernt. Natürlich gibt es da auch einige, die den Ratzinger als ein ausgekochtes Schlitzohr sehen und meinen, dem sei es völlig egal, wer unter ihm Papst ist. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Gegenpäpste hat es ja schon immer gegeben, und wenn Franziskus ihn jetzt als Ketzer an die frische Luft setzt, dann denken Sie daran, dass auch schon genügend Päpste plötzlich Visite beim Chef hatten.

Für dieses Jahr werden wir noch einen bis zwei Durchgänge erwarten können, ich tippe man auf das Thema Frauenordination. Da wird der Ratzinger irgendeinen antifeministischen Scheißdreck vom Stapel lassen, dann gibt es einen Aufschrei, die Deutsche Bischofskonferenz wird sich von dem alten Sack distanzieren, und der Papst lenkt mit viel harmoniesüchtigem Gelaber vom Konflikt ab. Falls seiner Heiligkeit nicht plötzlich der Hals platzt, er hat ja gesagt, wer seine Mutter beleidigt, kriegt aufs Maul. Dann wird er halt lernen müssen, wie wir das mit den Führungsaufgaben schon seit unserer Gründung gelöst haben. Es kann nur einen geben.“





Spanische Inquisition

4 12 2019

„… sich die Evangelische Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz geeinigt hätten, dass eine Mitgliedschaft in ihren Konfessionen und in der AfD zum sofortigen Ausschluss aus der…“

„… es sich in Wahrheit um eine jüdische Sekte handele, die man nach der Machtergreifung in Deutschland ausrotten werde. Höcke weise alle Partiegenossen an, ihrerseits mit sofortiger Wirkung aus der…“

„… mit sehr großem Bedauern zur Kenntnis genommen habe. Kramp-Karrenbauer habe daran erinnert, dass Christentum und Nationalsozialisten schon einmal sehr eng kooperiert hätten, und wolle alles dafür tun, dass bei einer zukünftigen Koalition wieder ein erfolgreiches Bündnis mit dem…“

„… werde die AfD-Führung die Amtskirchen verklagen, da diese ungeprüft sogenannte Christen als religiös verfolgte Minderheit anerkenne und mit einem Aufenthaltstitel ausstatten lasse. Die EKD stecke mit der Kanzlerdiktatorin unter einer Decke und plane die Errichtung einer…“

„… auch Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen betreffe, die durch den Wegfall der konfessionellen Bindung nicht mehr im Angestelltenverhältnis verbleiben könnten. Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck empfehle ihren ehemaligen Bediensteten, sich stattdessen einen Arbeitsplatz zu suchen, der noch nicht von Flüchtlingen oder…“

„… kein Recht auf gesellschaftliche Akzeptanz habe. Die Alternative für Deutschland habe sich fälschlicherweise sicher gefühlt, da sie die im Kaiserreich übliche Ablehnung der jüdischen Deutschen auf die heutigen Verhältnisse übertragen wolle, wie sie sonst auch bei der Konstruktion ihrer Dolchstoßlegenden auf obsolete Modelle von…“

„… sehe Kramp-Karrenbauer einen gewissen Gesprächsraum. In der gemeinsamen Verlautbarung mit AfD-Sprecher Chrupalla habe sie den Fokus auf die deutsche Ehre gelegt, die nicht durch eine international gesteuerte Organisation, die sich durch verdeckte Finanzschiebereien, Kindesmissbrauch und eine Architektur ohne jeglichen…“

„… habe er mit sehr, sehr großem Bedauern die Exkommunikation der CDU-Vorsitzenden in der Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz bekannt gegeben. Reinhard Kardinal Marx wolle die Reinerhaltung des Sakraments gegen die in mehreren Fällen als Spruchstrafe verhängte Ahndung der…“

„… dass die Kanzlei Höcker das Verbot der Verwendung der Wortmarke Christliches Abendland vor dem Hamburger Landgericht durchsetzen werde. Eine Strafe von jeweils mehr als hundert Trilliarden Reichsmark werde vor einem Volksausschuss der BRD GmbH noch in diesem…“

„… werde die Kirche offensichtlich durch den Kapitalgeber Soros mit genügend Finanzmitteln ausgestattet, um die Islamisierung Deutschlands noch in dieser Generation zu vollenden. Höcke wisse aus absolut sicherer Quelle, dass alle größeren Gotteshäuser unmittelbar vor dem Umbau zur Moschee stünden und die Steuermittel dazu von der Kanzlerin als notwendige …“

„… argumentiere Weidel, die Kirche habe in der Zeit, in der man sich noch ohne Androhung der Todesstrafe zu seiner rasserein deutschen Abkunft habe bekennen dürfen, die Verfolgung der Juden ideell und organisatorisch unterstützt, man dürfe sie also alle als Nazischlampen bezeichnen. Daher sei es auch gerechtfertigt, wenn sich die AfD heute als Verfolgte des Nationalsozialismus bezeichneten und alle Antifaschisten sofort in die…“

„… müsse die Hetzbotschaft des grünversifften Homo-Botschafters Jesus sofort verboten werden. Chrupalla sehe in der linksfaschistischen Agitation eines langhaarigen Asylbetrügers, der nur zur Ausnutzung der europäischen Sozialsysteme ins Abendland eingewandert sei, eine Rechtfertigung, Neger, Arbeitsscheue und jede andere Art von Rasseschädlingen sofort nach Auschwitz zu…“

„… aber nicht erwartet habe. Die Spanische Inquisition sei schon während der Wandlung vom Hochchor des Kölner Doms kommend auf die Parteispitze zugeschritten und habe ihnen zunächst ihre Rechte vorgelesen. Es sei dann zu einem kurzen Handgemenge gekommen, das durch einen Stich mit einem Springmesser durch Meuthen in Richtung des amtierenden…“

„… für vogelfrei erklärt habe. Die Genannten seien in den Gebäuden und auf den Grundstücken der Kirche nicht mehr geduldet und müssten mit der sofortigen…“

„… es zu einer Annäherung katholischer Laien und Priester komme. Beide sähen in der gewaltsamen Religionsfeindlichkeit der Rechtsextremisten ein Motiv für ein gemeinsames Vorgehen gegen den…“

„… das antidemokratisches, antisemitisches und rassistisches Denken in der Kirche vor 1933 bereits weit verbreitet gewesen sei. Höcker verklage die Deutsche Bischofskonferenz daher wegen einer vorsätzlichen Urheberrechtsverletzung und fordere die sofortige Abschaffung der Kirchensteuer unter der Voraussetzung, dass die Beträge ab sofort von allen Deutschen direkt an die Alternative für…“

„… zu keiner Einigung komme, da die EKD nicht bereit sei, das traditionelle Kruzifix mit einem AfD-Logo als Opfersymbol umzudeuten. Die bisherigen Forderungen der Rechtsextremisten seien keine Grundlage für eine weitere…“





Maria 2.0

18 06 2019

„… bewusst nur Männer als Apostel berufen habe. Voderholzer sehe den Heiland daher als wichtigsten Zeugen im Kampf gegen Ansprüche von Frauen im kirchlichen…“

„… vehement entgegentrete. Zunächst seien es Jünger gewesen, der Regensburger Bischof stehe damit in krassem Widerspruch zur fundamentalen Lehre des Katholizismus. Darüber hinaus sei aber auch eine…“

„… abgemildert habe. Das Bistum habe damit nicht die konkrete weibliche Person gemeint, die sich zumindest in Zeiten der Demokratie immer noch auf weltliches Recht berufen dürfe. Es gehe dem Bischof um eine generelle Einstufung von Frauen als…“

„… durchaus verstehe. Kramp-Karrenbauer sehe die Kirche im Recht, da hier eine Mehrheit einzelner Frauen eine nicht mehr hinnehmbare Meinungsmache gegen den…“

„… viele Frauen ihre Ehrenämter in der römisch-katholischen Kirche ruhen ließen. Lindner habe dies als ‚scheißfeministische Feministenscheiße‘ bezeichnet, da der Protest am Sonntag und nicht, wie man es von leistungsbereiten Staatsbürgern erwarten könne, innerhalb der Arbeitswoche zu einem weniger wichtigen…“

„… würden Frauen, die kirchliche Ämter bekleideten, auch zu Inzest neigen, da sie genau wie ihre männlichen Kollegen Probleme mit der zölibatären…“

„… dürfe man nämlich alle Frauen als feminismusstalinistische Stalinistenfeministinnen bezeichnen, da sie keine Männer seien. Lindner habe angekündigt, wenn er demnächst in der Schlange vor dem Abendmahl auf eine Frau treffe, von der er annehmen müsse, dass sie sich illegal in der…“

„… habe der Protestantismus seinen Namen erhalten. Kramp-Karrenbauer warne eindringlich vor einem Abfall von der römisch-katholischen Lehre, da nämlich alles andere ein ideologischer…“

„… das grundsätzliche Infragestellen der Zweiheit von Mann und Frau nicht von Gott gewollt sein könne, da es sich nicht durch eine konkrete Bibelstelle belegen lasse. Voderholzer könne durch seine profunden Schriftkenntnisse den genderbezogenen Terrorismus gegen die göttliche Wahrheit mit ganz einfachen…“

„… sei es nicht ausgeschlossen, dass Frauen die Erderwärmung ausgelöst hätten. Weidel bestehe jedoch darauf, dass dies durch linke Hexen, Jüdinnen, schwarze Migrantinnen aus islamischen Kulturen und…“

„… betone die Deutsche Bischofskonferenz noch einmal, dass ihnen die Frauen sehr am Herzen lägen. Es gebe keine billigeren Arbeitskräfte, mit denen man die karitativen Aufgabe der Kirche, die zur Mehrung ihrer steuerfreien…“

„… seien Frauen viel zu emotional, impulsiv, rachsüchtig und im Durchschnitt viel dümmer als Männer. Kramp-Karrenbauer wisse aus eigener…“

„… gebe es für jedes Wesen im Reich Gottes einen Platz, an dem dieses ein gefälliges Leben führen dürfe. Die Kirchenprovinz München und Freising habe dies auch in angeschlossenen weltlichen Dienstleistungsbetrieben wie der CSU stets für alle Frauen im Sinne des…“

„… an die im Altertum verbreitete Prostitution in den Tempeln erinnere. Voderholzer könne daher keine Religion akzeptieren, in der Frauen nicht als untergeordnete…“

„… könne die Werteunion nicht ausschließen, dass jede Frau, die ein Priesteramt anstrebe und daher automatisch als transsexuelle Befürworterin von Inzest und Kindesmissbrauch gelten müsse, alle paar Tage ihr Geschlecht wechseln wolle, was in der Entgeltabrechnung der Kirchenämter schon steuerlich viel zu…“

„… vor modernistischen Irrwegen wie der Altkatholischen Kirche warne. Die Junge Union stehe für eine ungebrochene Tradition, wie sie in Deutschland bereits seit dem dreizehnten…“

„… sei die Genderideologie ein Quell von Hass und Intoleranz, da sie die moralischen Prinzipien der katholischen Kirche in keinster Weise…“

„… erhebliche anthropologische Folgen habe. Die CDU könne nicht ein Grundsatzprogramm verabschieden, in dem klar zum Ausdruck komme, dass der Mann aus einer Rippe der Frau entstanden sei, sondern müsse dies in Rücksicht auf die …“

„… zu einer Diskussion gekommen sei. Obwohl die Mehrheit der Abgeordneten derzeit keinen rechtlich durchsetzbaren Weg zur Abschaffung der Verfassung sehe, wolle Söder durch ein Gesetz, dass in jedem Raum jeden Hauses im Freistaat ein Kruzifix hängen müsse, die Staatsgewalt der kirchlichen…“

„… drei Viertel aller Messen ausgefallen seien. Die Deutsche Bischofskonferenz sehe es als nicht hinnehmbaren Affront, dass alle Haushälterinnen in einer konzertierten Aktion keine liturgischen Gewänder mehr rechtzeitig zum…“

„… sich aus der Tatsache ableite, dass Gott selbst ein Mann sei. Voderholzer wolle sich auf weitere Fake News linker Atheisten nicht weiter einlassen und fordere staatliche Unterstützung bei der…“

„… sich geehrt fühle, das Wort zum Sonntag zu sprechen. Es sei ihr Anliegen, eine von Drogen, Homosexualität und Klimahysterie verstörte Jugend wieder auf den Pfad der Wahrheit zu führen. Sobald Kramp-Karrenbauer eine Sendezeit im Internet beantragt habe, werde sie sofort die…“





Kreuzbombenelement

24 11 2016

„Da legen wir freilich einen großen Wert darauf, dass der Bundespräsident christlicher Deutscher ist. Wobei, Deutscher reicht eigentlich aus. Und das mit der Religion, da geben wir uns mit öffentlichen Bekenntnissen zufrieden.

Nein, nicht mit einem Bekenntnis. Das wollen Sie wieder falsch verstehen. Wir hatten jetzt einen Pastor, der hat das schon ganz gut gemacht, auch wenn er bedauerlicherweise der falschen Konfession angehört, aber er hat wenigstens das mit dem Glauben nicht ernst genommen. Man darf sich ruhig zu etwas bekennen, es darf nur nicht gleich in ein Bekenntnis ausarten, verstehen Sie? Wir haben nämlich eine Trennung von Staat und Kirche, und deshalb zählt für uns auch als erstes das Bekenntnis zum Staat. Da sollte sich die Kirche dran halten.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe gar nichts gegen die Kirche als solche, aber wenn die jetzt auch noch anfängt, Politik zu machen, dann haben wir bald ein Chaos hier in unserem Land, das kriegen Sie mit dieser Asylantenkanzlerin alleine gar nicht hin! Das können wir uns nicht bieten lassen, wir als Bundesregierung, dass die Kirchen sich mit ihrer Meinung einmischen! Das ist ja auch eine völlig weltfremde Interpretation von Glaube, verstehen Sie – diese Leute berufen sich teilweise auf die Bibel, das ist doch nicht zu fassen! Die fordern Nächstenliebe, Jessasmariaundjosef, was soll ich mit Nächstenliebe? in einem Augenblick wollen die Barmherzigkeit für die Asylanten, als hätte hier jeder eine Kathedrale im Hinterhof, wo man eine Million Sozialfälle unterbringen kann, und dann wollen sie im nächsten Moment schon, dass wir die Fluchtursachen bekämpfen und in den Regionen für Frieden sorgen. Kreuzbombenelement noch mal, wenn wir keine Waffen in Krisengebiete verkaufen, woher nehmen wir denn dann das Geld für eine Million Asylanten? Sie dürfen diese Kirchenleute wirklich nicht fragen, da kommt nur Unsinn raus. Alles völlig weltfremder Unsinn.

Das deutsche Volk ist ja inzwischen regelrecht verängstigt, was diese kirchlichen Moralpredigten angeht. Was glauben Sie wohl, ist der Grund, dass die Deutschen immer mehr die Kirche verlassen? Die Kirche schafft sich ab, und das ist auf der einen Seite natürlich auch gut so, dass sie dann nicht ihren schädlichen Einfluss auf unsere politische Hoheit ausdehnen kann, aber auf der anderen Seite müssen wir als Christsoziale das freilich auch sehr bedauern. Merken Sie, in was für einem schlimmen moralischen Dilemma man sich als Christ befindet, wenn man dieser vollkommen unlogischen und, ich möchte sagen, bösartigen Zerstörungskampagne der christlichen Kirche ausgesetzt ist? Die können froh sein, dass sie in einem Rechtsstaat leben, in dem es noch Meinungsfreiheit gibt, sonst würden wir hier ganz andere Saiten aufziehen!

Überhaupt, die Kirche – die haben zur Spaltung unserer Gesellschaft doch jede Menge beigetragen! Es ist doch kein Zufall, dass wir als Christsoziale in relativem Wohlstand leben könnten, wenn es diese protestantischen Preußen da in Berlin nicht gäbe! Diese Neiddebatte, dieser Hass, das kommt doch nicht von ungefähr! Ich sag’s Ihnen, die Kirche hat auf das deutsche Volk nie Rücksicht genommen, vor allem in politischer Hinsicht. Früher vielleicht, da haben die Pfarrer noch mal ein offenes Wort mit ihren Schäfchen geredet, gerade vor der Wahl. Ich kenne das ja noch so, erst in die Frühmesse, und dann ins Wahllokal, und wenn man in der Messe eine vernünftige politische Instruktion bekommen hat, dann wusste man auch, wozu man danach ins Wahllokal ging. Aber diese Beliebigkeit, dieser Relativismus, so kann man doch heute keinen Staat mehr machen. Und ihn erst recht nicht moralisch legitimieren!

Schauen Sie sich mal unsere Kollegen von der AfD an, die machen das schon richtig. Die sagen von sich, sie fordern eine christliche Moral, die zwar weder christlich ist noch moralisch, und darum lehnen sie die Kirche ab, weil die ihnen zu viel Moral hat und zu christlich ist. Das ist doch wenigstens mal konsequent, warum können wir das nicht auch bei den Christsozialen versuchen? Wenn wir mit der Einstellung auf Flüchtlinge an der Grenze schießen müssten, das würde uns freilich sehr weh tun, aber wenigstens nicht moralisch. Wenn es Deutsche wären, so wie damals an der Mauer, das sähe gleich ganz anders aus!

Schauen Sie, von unseren stalinistischen Kritikern wird uns ja unter anderem vorgeworfen, dass die Leitkultur, die wir fordern, ausschließlich mit der Verfassung zu tun hat und gar nichts mit dem Christentum. Da würde ich sagen, den Gedanken, den greifen wir jetzt mal produktiv auf, und dann sage wir der Kirche, wir als Staat haben eine staatliche Definition von Leitkultur, und die Kirche soll sich da raushalten. Also aus dem Staat, nicht wahr, weil der ja die Leitkultur bestimmen soll, und aus dem Christentum am besten auch. Das wäre ja sowieso für alle die beste Lösung, wenn man das so konsequent zu Ende denken könnte, dass die Kirche sich da raushält: die CSU als Staat bestimmt, was Christentum ist, und ersetzt es mit ihrer Leitkultur. Dann können wir meinetwegen auch die Kirche im Dorf lassen.“





BKK

8 03 2016

„… man den Amtsverzicht des Zornedinger Pfarrers als gutes Zeichen werte, das die nationale Erneuerung der Kirche befördere. Die CSU freue sich außerdem auf einen…“

„… zu Protesten durch die oberbayerische Bevölkerung gekommen sei. CSU-Generalsekretär Scheuer habe anlässlich einer Demonstration in Ebersberg erklärt, es handle sich um eine demokratische Minderheit, die sich keinesfalls als das Volk bezeichnen oder daraus Rechtsansprüche ableiten…“

„… habe man nichts gegen Oppositionelle, auch wenn diese sich auf die Verfassung bezögen. Herrmann habe bestätigt, Ndjimbi-Tshiende sei ein ganz wunderbarer Neger, mit dem ihn vieles…“

„… rufe das Erzbischöfliche Ordinariat München und Freising zu einer Einheit von Kirche und Gesellschaft auf. Einmischungen in die Diözesanangelegenheiten von Seiten der Politik seien weder erwünscht noch…“

„… sich die Kritik von Papst Franziskus entschieden verbitte. Seehofer habe den Heiligen Vater auf dem CSU-Sonderparteitag als parasitären Armutsimmigranten aus einem Drittweltland bezeichnet, der einem akademisch hoch qualifizierten Bayern einfach den Job…“

„… seien die Morddrohungen gegen den aus dem Kongo stammenden Geistlichen eine logische Folge der Einwanderungspolitik der Kanzlerin. Wenn diese rechtzeitig die syrischen Invasoren gestoppt hätte, müsste sich die bayerische Bevölkerung auch nicht gegen den Import von Theologen aus dem Urwald…“

„… nur zuvorgekommen sei. Kirchenrechtlich sei die Exkommunikation des Papstes durch Seehofer zwar nichtig, da der Ministerpräsident keine Bischofsweihe empfangen habe, der Ausschluss Seehofers durch den Vatikan hingegen durchaus…“

„… lege die Gemeinde St. Martin großen Wert darauf, dass sie nicht durch die CSU vertreten werden wolle. Die Christsozialen selbst sagten dazu, sie seien inzwischen in der Lage, auch ohne ein dazugehöriges Volk ihre Entscheidungen als demokratisch legitimiert zu…“

„… durch die Ausrufung der Bayerisch-Katholischen Kirche den endgültigen Bruch mit Rom besiegelt habe. Seehofer werde dies in seiner Inthronisationsansprache zum Papst nicht thematisieren, da der derzeitige Bischof von Rom seine Weihen nicht von einem bayerischen…“

„… ein Toleranzedikt erlassen habe. Söder habe anlässlich der Inthronisation verkündet, dass im Freistaat Bayern auch Farbige und Angehörige nichtchristlicher Rassen Aufnahme fänden, sofern sie unter sich blieben und nicht die seit vielen Jahrhunderten erfolgreich praktizierte Inzucht durch unbefugtes Eindringen in die…“

„… es sich verfassungsrechtlich nicht um einen Staatsvertrag handle, auch sei durch das Bayerische Konkordat die BKK nicht einfach durch eine Rechtsnachfolgerin zu…“

„… wolle Herrmann alle farbigen Einwohner des Freistaats in die Restrepublik emigrieren lassen (mit Ausnahme von Sachsen), falls die anderen Länder sich zu einer Kopfpauschale für die…“

„… durch das Fortbestehen des Konkordats ein Zugriff auf die Kirchensteuern zu keiner Zeit gegeben sei. Seehofer habe daher alle Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums einschließlich des Ministers Schäuble mit einem Kirchenbann…“

„… ein erstes Wunder vollbracht habe. Wie der Neue Bayernkurier berichte, habe Scheuer am Grab von Franz Josef Strauß versprochen, nie mehr zu lügen. Er sei nach seiner unmittelbar danach erfolgten spontanen Selbstentzündung ins Kloster…“

„… die apostolische Sukzession nicht gegeben sei, die Bischofsweihen in den Sprengeln Schwabing und Marklkofen folglich ungültig seien. Die Bayerische Glaubenskongregation habe dazu aufgerufen, Markus Kardinal Söder mit sofortiger Wirkung aus der Kirche zu…“

„… für den Übertritt zur BKK und als päpstliche Nuntia den Titel Heilige Mutterhorstes sowie eine Ehrendoktorwürde der Bayerisch-Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt erhalten habe. Schavan werde sich neben der Bekämpfung aufklärerischer Schriften im Schulgebrauch vor allem der Förderung der Kernkraft in sämtlichen…“

„… sich die Römisch-katholische Kirche weder von ihrem Vermögen noch von ihren Immobilien trennen müsse. Seehofer habe in einer ersten Stellungsnahme auf das Karlsruher Urteil von einer fortgesetzten Herrschaft des Unrechts im…“

„… aus verwaltungstechnischen Gründen eine Verschmelzung der beiden Ämter von Papst und Ministerpräsident zum Papstkönig von Bayern beschlossen habe. Damit sei Seehofer nicht nur faktisch, sondern auch theoretisch Führer des…“

„… die Position des Heiligen Vaters von Bayern schwäche, wenn sich die Gemeinschaft nicht in Königlich-Katholische Kirche umbenennen würde. Andererseits hege man eine gewisse Skepsis, mit der Abkürzung auch international auf ausreichend wohlwollende…“

„… einen Kirchenzins nur noch von denen zu fordern, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften nicht für zur Mitgliedschaft in der BKK eigneten, weil sie die Bibel weniger als das Grundgesetz, die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, das Strafgesetzbuch, die…“

„… in ganz Bayern ein FKK-Verbot erlassen habe. Die Fränkisch-Katholische Kirche habe neben der Frauenordination auch ausdrücklich das Priesteramt für Nichtbayern…“





Mord im Dom

14 01 2016

„… nach gewalttätigen Auseinandersetzungen die Kirche angezündet hätten. Die Synode der EKD sowie die Deutsche Bischofskonferenz seien daraufhin übereingekommen, dass die Teilnahme an einer der fremdenfeindlichen Demonstrationen der PEGIDA-Bewegung automatisch zum Ausschluss aus der…“

„… zu handgreiflichen Protesten gekommen sei, als Bachmann mit dem Spruchband Deutschland schaffen ohne Pfaffen auf dem Dresdner…“

„… kritisiere auch das CDU-Präsidium die Entscheidung der Kirchenoberen. Wenn keine Vergebung mehr für lässliche Sünden wie Steuerhinterziehung, das Plagiieren in wissenschaftlichen Arbeiten oder Fahren unter erheblichem Einfluss von…“

„… sich die Haltung des Vatikans in der Sache nicht geändert habe. Die Bereitschaft der Bevölkerung und der Kanzlerin, Kriegsflüchtige in Deutschland aufzunehmen sei ganz im Sinne einer christlichen…“

„… auch Gegenstimmen gebe. Innenminister de Maizière habe betont, als Konservativer müsse man jede Art von Strafverschärfung unabhängig von juristischer Durchsetzbarkeit, Machbarkeit oder Realitätsbezug zunächst als positives…“

„… eine neue Kampfschrift herausgeben wolle. Herman habe in ihrem Buch Die Eva-Vision beweisen wollen, dass Hitler nur durch seine spätere Frau zum Bau von Autobahnen inspiriert worden sei und daher seine größten Taten ganz ohne die römisch-katholische…“

„… eine bayerische Form der Nächstenliebe zu entwickeln versuche. Daher sehe sich CSU-Generalsekretär Scheuer gezwungen, nur noch christliche Flüchtlinge im Freistaat zu dulden, da sich doch jeder selbst der…“

„… als eine Sklavenreligion von Wüstensöhnen diffamiert habe. Die Demonstranten seien durch die Bereitschaftspolizei aus der Frauenkirche…“

„… rufe Petry dazu auf, den politischen Arm der Ansammlung rechtsradikaler Intensivtäter durch den Parteieintritt und regelmäßige Geldspenden zu…“

„… nochmals präzisiert habe. So sei nach Reinhard Kardinal Marx bereits die Mitgliedschaft in der AfD ein Grund, die Exkommunikation als Spruchstrafe mit sofortiger…“

„… habe laut Seehofer auch die christliche Gesinnung eine Obergrenze, die nicht ohne…“

„… sich nach ersten Erhebungen nicht viel verändert habe. Da die PEGIDA-Sympathisanten im Regelfall ohnehin nicht konfessionell organisiert seien, habe die Aktion einen rein symbolischen…“

„… dass das Christentum eine 2000-jährige Geschichte von Frauenhass, Faschismus und zu hohen Steuern sei. Schwarzer habe angekündigt, sofort aus der…“

„… fordere Gauland, einen explizit christlichen Gottesbezug in die Verfassung aufzunehmen und vorab Strafanzeige gegen die Bundeskanzlerin zu erstatten, da sie theoretisch in der Lage sein könne, das Grundgesetz durch die Scharia zu…“

„… dass auch aus der Kirche ausgeschlossene Bürger nicht mehr in kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern oder Pflegeheimen arbeiten dürften. Dieses habe ebenfalls zu wenig Fluktuation im Personal geführt, da so gut wie keine der genannten Personen einen Arbeitsplatz…“

„… wolle der größere Teil des Parteivorstandes Höcke in der These folgen, der reinblütig arische Stellvertretertyp habe immer schon an Odin geglaubt und sei erst durch die Einflüsse der Missionare in Afrika zum…“

„… die Kapelle angezündet hätten, da Pfarrer Stülpheim vor anderthalb Jahren einem iranischen Asylbewerber Kirchenasyl gewährt habe. Die Polizei könne folglich kein fremdenfeindliches…“

„… sich auf der Domplatte versehentlich selbst in die Luft gesprengt habe. Wie erst später bekannt geworden sei, habe der wie ein Salafist gekleidete Selbstmordattentäter sich mit einem…“

„… befürchte Höcke, dass muslimische Asylanten bald Synagogen anzünden könnten. Seine Partei werde dagegen einschreiten, um sicherzustellen, dass dies auch in Zukunft ausschließlich von gebürtigen Deutschen…“

„… nach ersten Erkenntnissen um einen Konvertiten gehandelt haben, dessen Plan gewesen sei, während der Heiligen Messe einen Mord im Dom zu…“

„… die Chorweiler Zentralmoschee nur angezündet zu haben, weil sie das Bauwerk versehentlich für eine der in den 1960ern erbauten Kirchen gehalten hätten. Oertel und Schwarzer seien noch am selben Tag dem Haftrichter…“

„… dass die Hofkirche mehrere PEGIDA-Kundgebungen durch volles Geläut bereits empfindlich gestört habe. Die Einsteigediebe unter der Leitung der erfahrenen Fachkraft Lutz Bachmann hätten jedoch nicht vermocht, die Glocken aus dem Anbau der…“

„… sich bestätigt habe. Matussek sei aus Wut über seine Exkommunikation, da er Papst Franziskus als ‚linkslinksgrünlinks-jesusversifften Schwuchtelversteher‘ beschimpft habe, zum Islam übergetreten und habe mit der Tat möglichst viele Katholiken mit in den…“





In nomine Patris

2 03 2015

„… offenbar missverständlich ausgedrückt hätte. Die Kurie habe bei ihrer Befürwortung der körperlichen Züchtigung im Dienstrecht weniger an die Gemeindemitglieder gedacht als vielmehr an die Amtsträger, deren zahlreiche Verfehlungen zuletzt den Vatikan in sehr schwere…“

„… wolle sich das UN-Menschenrechtskomitee nicht weiter in die Anordnungen der Kirche einmischen, da deren übriges Arbeits- und Sozialrecht auch keine anderen moralischen…“

„… keine bleibenden Schäden hinterlassen solle. Um eine sichtbare Verletzung der Würde zu vermeiden, empfehle die Glaubenskongregation, nur an den Stellen, die von der geistlichen Amtstracht bedeckt würden, mit der flachen Hand oder einem…“

„… von den dresdner Demonstranten klar verteidigt worden sei. Bachmann habe auf der Montagskundgebung gefordert, das Privileg, die freie Religionsausübung zu missbrauchen, sei nicht nur auf muslimische…“

„… zwar in Deutschland verboten sei, da sie die verfassungsmäßig garantierte Würde des Menschen verletze, doch gehöre es nach Meinung von Seehofer zur Kernkompetenz des Katholizismus und seiner weltlichen Institutionen, sich nicht um langweilige juristische…“

„… keinen Strafenkatalog veröffentlichen wolle. Vielmehr rufe die Kurie aus Gerechtigkeitsgründen dazu auf, körperliche Züchtigungen nach freiem Ermessen zu…“

„… eine böswillige Unterstellung nenne. Die Deutsche Bischofskonferenz betone vielmehr, dass das Kirchenpersonal auf Weisung des Vatikans mit der körperlichen Züchtigung wieder mehr in der Nachfolge Christi…“

„… sich noch nicht von einem schweren Schädel-Hirn-Trauma erholt habe. Der Pontifex selbst habe angeordnet, Tebartz-van Elst richtig in die…“

„… dass es der Kurie keinesfalls um körperliche Gewalt gehe, sondern nur um die Notwendigkeit der väterlichen Dominanz in der Erziehung. Deshalb müsse der Betroffene die Bestrafung stets in nomine Patris…“

„… den Papst als außerordentlich kompetent in Erziehungsfragen gewürdigt. Einem Priester, der sich so offensichtlich als Freund seiner Schutzbefohlenen zeige, könne Joachim Kardinal Meisner nach interner Kenntnis der römisch-katholischen Kirche keinerlei strafwürdiges…“

„… sich mehrere Menschenrechtsorganisationen über den Papst beschwert hätten. Beobachter seien der Meinung, dies Verhalten liege an Erfahrungen, die er bereits als junger Theologe in…“

„… es in einigen Fällen gerechtfertigt sei. So habe sich der genannte Generalvikar nicht nur der Scheckfälschung schuldig gemacht, er sei auch noch auf frischer Tat dabei ertappt worden, was sicherlich einen Tritt in den…“

„… nicht für den Gemeindedienst geeignet seien, da sie sich geweigert hätten, auf Weisung ihres Vorgesetzten einem Kollegen mit dem Gürtel auf den nackten…“

„… nochmals klargestellt habe, dass er die Prügelstrafe für Geistliche keinesfalls fördere. Die Kirche gebe lediglich klar zu verstehen, dass der deutsche Staat weder das Recht noch die Mittel besitze, eine Kontrolle über die tatsächliche…“

„… trete de Maizière der Kirche entschieden entgegen, da das Gewaltmonopol beim Staat und seinen Institutionen liege. Er könne der körperlichen Züchtigung nur zustimmen, wenn diese künftig auch gegen Asylbewerber und andere mutmaßlich verdächtige Personen…“

„… die Züchtigung von Nonnen nur durch den Beichtvater geschehen könne, um nicht unmoralischen Vorgehensweisen Vorschub zu…“

„… sei im Erzbistum Paderborn innerhalb weniger Tage der Titel Fifty Shades of Grey vergriffen gewesen, was auf ein verstärktes Interesse an Weiterbildung…“

„… in vielen Fällen im Kindesalter selbst Schläge und Missbrauch erduldet hätten. Die Deutsche Bischofskonferenz werte in ihrem Gutachten den päpstlichen Erlass als durchaus tauglich, die Regeneration der Kirche auf einem breiten Fundament von…“

„… es zu einer Debatte komme, ob die körperliche Züchtigung zusätzlich zu den säkularen Verfahren der ordentlichen Gerichtsbarkeit anzuwenden sei oder diese ersetze, wenn es sich um eine kirchenrechtlich eindeutige…“

„… nicht so abwegig, wie es von außen dargestellt werde, und auch nicht auf den Katholizismus beschränkt, sondern auch in anderem Kontext anwendbar. Von der Leyen überlege, im…“

„… sei der Passauer Diakon Schmierwimpferl vor dem Landesarbeitsgericht unterlegen, da er nicht habe nachweisen können, dass er nicht ohnehin aus psychisch schwer nachvollziehbaren Gründen in den Dienst der römisch-katholischen Kirche…“

„… so zu verfahren, wie es auch bei anderen strafwürdigen Verfehlungen geistlicher Würdenträger bisher geschehen sei: in sehr schweren Fällen, die nicht durch die deutschen Ermittlungsbehörden untersucht würden, nehme man die Bestrafung ausschließlich symbolisch vor und versetze die Täter in andere…“





Dein Reich komme

11 02 2015

„Und das muss ausgerechnet jetzt passieren?“ „Jetzt regen Sie sich mal nicht so auf, die Steuerprüfung kommt doch nun alle Jahre wieder.“ „Aber nicht mit dem Mann da in der Buchhaltung!“ „Ich sage doch, ruhig Blut. Der Herr wird sein Angesicht leuchten lassen über uns.“ „Und warum hat er diese Flachpfeife dann nicht in Limburg gelassen!?“

„Ich verstehe ja Ihre Verärgerung, aber…“ „Gar nichts verstehen Sie! Der hat hier so weitergemacht wie zu Hause!“ „Ein bisschen Nächstenliebe wäre vielleicht angebracht, mein Mitbruder. Siehe, die da irren, die will der Herr auch wieder auf den rechten Weg führen.“ „Irre? Ja, passt. Als erstes hat der Mann ein Teeservice für 20.000 Euro gekauft.“ „Das ist doch ein Schnäppchen.“ „Im Laden hätte er das Zeug für unter hundert Euro gekriegt!“ „Aber im Internet standen die Gebote weit über 21.000 Euro, also haben wir letztlich sogar Geld gespart, finden Sie nicht?“ „Aber…“ „Seine Heiligkeit ist da ganz entspannt, wir wollen vor allem die großen Vorteile sehen.“ „Das war ja irgendwie klar.“ „Und wenn es die säkulare Kampfpresse nicht will, werden wir uns der üblichen Kanäle bedienen.“ „Peter Hahne?“ „Mal sehen. Hängt davon ab, wie ungebildet unser Publikum inzwischen ist.“

„Aber hier, eine Badewanne für 80.000 Euro?“ „Sehen Sie, das nenne ich mal nachhaltiges Wirtschaften.“ „Aber das ist doch für sein privates Bad!“ „Natürlich, was dachten Sie denn? Wenn man sich als katholischer Würdenträger eine Badewanne mit Kollegen teilt, was meinen Sie, wie dann das Gerede aussieht.“ „Sie haben es immer noch nicht verstanden, diese Wanne hat 80.000 gekostet!“ „Ja, das hatten Sie bereits gesagt.“ „Aber für die hatte er bereits 30.000 Euro ausgegeben, weil die in Limburg in seinem privaten Badesaal stand.“ „Sehen Sie es positiv, er hat die beiden privaten Toilettenbecken, die da Seite an Seite standen, zu Hause gelassen. Ist das nicht einen ordentlichen Lobpreis wert?“ „Sie kriegen wohl gar nichts mehr mit, wie? Sehen Sie sich doch mal die Rechnungen an: 30.000 für die Entfernung, 20.000 für den Transport, und dann nochmals 30.000 für die Integration in das bestehende Kardinalsbad.“ „Es sollte ja harmonisch aussehen.“ „Und damit sind nicht einmal die Bauschäden in Limburg abgedeckt.“ „Meine Güte, wir sind der Vatikan. Solange es uns nichts kostet, solange unsere Lehrmeinung nicht angetastet wird oder es nach Menschenrechten aussieht, kann jede Diözese machen, was sie will.“

„Wer hat eigentlich die neuen Autos hier bestellt?“ „Das ist deutsche Wertarbeit. Seien wir froh, dass wir einen so erfahrenen Sekretär für die Evangelisationsarbeit haben.“ „Erfahren!?“ „Immerhin ist er Deutscher. Die wissen, was gute Autos wert sind.“ „Aber wieso denn neue Autos? Die alten waren doch noch nicht einmal steuerlich abgeschrieben?“ „Haben Sie eine Ahnung von der Steuerpraxis des Vatikans.“ „Nein, habe ich nicht.“ „Gut, dann hat sich das ja erübrigt. Auf jeden Fall sind Sie noch nicht lange genug an Bord, um unsere steuerlichen Möglichkeiten beurteilen zu können. Sie werden sich wohl noch ein bisschen gedulden müssen.“ „Ich frage Sie, warum haben wir mehr Autos als Würdenträger?“ „Vielleicht gab es sie im Familienpack? Der Heilige Vater ist ein sehr sparsamer Mann, vergessen sie das nicht.“ „Aber das ist doch noch alles von Ratzinger abgestempelt worden!“ „Ach so. Ja. Vielleicht haben wir ja Glück und es gibt eine logische Erklärung.“ „Warum diese ganzen Autos?“ „Bhagwan hatte auch immer mehr, als er fahren konnte. Und wir haben sicherlich mehr Mittel zur Verfügung als Bhagwan.“

„Dann hätte ich hier noch die Rechnung für die Weihnachtsfeier.“ „Ach, allerliebst! Sie waren auch eingeladen?“ „Ich kann mich nicht erinnern.“ „Schade, da haben Sie aber etwas verpasst. Erst dieses süperbe Muschelsüppchen…“ „Das war auf einem halben Zentner Safran gekocht.“ „… und dann das Bolschoi-Ballett – fabelhaft, wirklich!“ „Die Suppe?“ „Weiß ich nicht, aber man sieht in letzter Zeit so selten junge Männer mit freiem Oberkörper.“ „Weil Sie jetzt häufiger mal im Vatikan bleiben und keine Auslandsreisen mehr unternehmen.“ „Auch. Aber das war es wert.“ „Quittieren Sie mal eben die Rechnung, das ist es sicher auch wert.“

„Können Sie denn nicht einfach auch mal christliche Barmherzigkeit üben? Müssen Sie immer diese Rachsucht mit sich führen?“ „Wissen Sie, mir ist der ganze ideologische Schnickschnack genauso egal wie Ihnen. Ich will nur ganz einfach eine saubere Buchführung vorlegen.“ „Können Sie doch.“ „Hier steht, dass die Häppchen von der Weihnachtsfeier eine Spende waren. Wie verbuche ich denn jetzt die Stripper?“ „Das Bolschoi-Ballett, meinen Sie.“ „Ja, nein, egal. Ich kann die doch nicht einfach als Luftnummer…“ „Ach!“ „Ich habe diesen Tebartz-van Elst derart satt, der kann meinetwegen gerne nach…“ „Versündigen Sie sich nicht, Bruder!“ „Ach, ist doch wahr!“ „Demut. Üben Sie sich in Demut und suchen Sie Gewissheit im Glauben.“ „Wo wir gerade davon reden: den Bauplan hier kennen Sie, nicht?“ „Welchen Bauplan?“ „Den hier, Abriss und Neubau des Petersdoms als Stahl-Glas-Konstruktion. Wer hat da eigentlich das Budget gemacht?“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCXVI): Das Wohlstandsevangelium

18 10 2013
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Überall da, wo eine Gesellschaft Moral zeigen könnte – und da, wo sie es sollte, zeigt sie sie nie – ist auch eine vorhanden; meist ist sie antiquiert, selten hat sie etwas mit der Wirklichkeit zu tun, und dass sie so durchdacht ist, gereicht ihr nicht immer zum objektiven Vorteil. Wo sie sich höherer Wesen bemächtigt, die wir verehren, lässt sie jede Ethik durchdrücken, auch die, die ohne Spuren von Nüssen und Moral auskommt. Alle diese Konstrukte nehmen für sich in Anspruch, die Sitten der kompletten Gesellschaft wohlgefällig zu ordnen, und doch ist es nichts weniger als der plumpe Versuch, die bestehenden Verhältnisse zu verschärfen. Beispielsweise mit Hilfe des Wohlstandsevangeliums.

Die Idee, allein die materielle Begüterung sei für die Qualität einer Grützbirne entscheidend, ist eine putzige Marotte und derart beknackt, dass sie für den operativen Kernbereich einer Religion wie geschaffen erscheint; fliegende Schweine, ad hoc reinkarnierte Revoluzzer oder wundertätige Hominiden, die den Grundannahmen der Physik widersprechen, haben es da schon schwerer. Wer immer sich diesen Murks ins Fäustchen geschwiemelt haben wird, er hatte jedenfalls Besseres zu tun als Nächstenliebe zu verbreiten oder Idealismus. Für Rhesuspfäffchen eine praktische Lehre, denn es enthebt jeglicher Verantwortung, und welche totalitäre Ideologie wäre darüber nicht glücklich. Schließlich wird noch der Lottogewinn, der nicht einmal durch Schicksal besser erklärt werden kann als durch den Zufall, zum Prüfstein der Gottgefälligkeit. Wie sich in diesem denkerischen Gerümpel die biblische Armut verkantet, wird planmäßig unterschlagen, je eher, desto werberischer das Gefrömmel sich unter die Leute wanzt: bald gelten nicht mehr moderate Mittel, bald gilt schon ausufernder Luxus als approbierte Huld, später die anhaltende Gesundheit. Inzwischen hält die soziale Zusammenrottung bereits eine betriebsbedingte Kündigung für den Nachweis, ein Schwein zu sein. Da können noch die Buddhisten lernen.

Gerade die calvinistische Leichtbauweise der Soziologie bekennt sich ausdrücklich zur unbedingten Askese und materiellen Verachtung, um durch manisch tugendhaftes Getue zu höchstem Ansehen zu finden. Dass in den frühkapitalistischen Moralinansammlungen gerade durch unermüdliche Arbeit gewachsenes Vermögen (ein frommer Wunsch überdies, weil so gut wie nie nachweisbar) als Abzeichen höherer Gnade galt, widerspricht so gut wie jedem eigenen Tugendbedürfnis, gerade auch der geradezu grotesk verargumentierten Geworfenheit des Bescheuerten: wer auf der Schnauze landet, blutet aus Vorhersehung, wer den Stunt unbeschadet übersteht, hat lediglich durch höherwertigen Glauben ein neues Level erreicht. So viel Schnaps gibt es nicht, dass sich diesen Quark ein Kriechpriester aus der Birne möllert und ihn auch noch für die Synthese aus Vernunft und Aberglaube hält.

Wohlstand, sagt der gemeine Religiot, ist also nichts mehr als ein Symptom der Zuneigung jenes höheren Wesens, das zwar irgendwann gratis und blanko Vergebung und Chancengleichheit versprochen hat, aber sicher war das nicht so gemeint, denn wenn er schon ein Symptom ist, muss es auch einen Grund dafür geben, und welcher Schnösel hielte seinen Kapital nicht für ehrlich verdiente Asche, auch und gerade dann, wenn es sich um Erbe oder Spekulationsgewinn handelte. Die Bigotterie der pseudotheologischen Moral liegt darin, dass sie das gute Werk ungeachtet der Gesinnung vom Ende her erklärt. Wer also nicht gescheitert ist, wird auch nicht scheitern, weil er nicht gescheitert ist, und wer gescheitert ist, muss sich nicht mehr bemühen, weil er ja bereits gescheitert ist. Ihr alle, die Ihr mühselig uns beladen seid, haltet gefälligst die Fresse und geht sterben.

Es ist nichts anderes als ein doppelt perfider, da in Glaubensvorstellungen betonierter New-Age-Neoliberalismus, der die Erfolge für sich selbst reklamiert, während er Scheitern als individuelles Versagen deklariert, um die Flossen in Unschuld zu waschen. Die Masse der durchschnittlich Armen, über Jahrhunderte verdübelt und verdeppt, hat nichts anderes gelernt, als zu den Mächtigen, da Reichen aufzuschauen und unreflektiert jeden Sums zu schlucken, den sie sich in ihrer Egolepsie aus dem Glibber kloppen. Keine noch so dämliche, keine noch so kriecherisch verkitschte Sicht auf die Verantwortung eines sozialen Systems kann das entschuldigen, zumal längst die Voraussetzungen und Nebenprodukte des Reichtums, Geiz, Neid und Selbstsucht, nicht mehr Todsünden sind, sondern Abzeichen der Gefälligkeit, wobei selbstgefälliges Wesen auf Eigenvergottung schließen lässt. Wer ein großes Gut sein Eigen nennt, ist unter den Bescheuerten selbst gerecht. Hoffen wir, dass es so bleibt, wenn die Brandsätze fliegen.