Bildungsverständnis

7 07 2021

„Homeoffice ist ja zum Glück bald vorbei, man kann wieder ganz normal mit dem Auto zur Arbeit fahren. Das ist auch ganz gut so, uns fehlen ja nicht nur die Einnahmen aus der Mineralölsteuer, es sind auch die leeren Autobahnen. Wir können doch nicht ständig neue Autobahnen bauen, wenn keiner mehr darauf fährt.

Kommen Sie mir nicht mit Bahnen, die sind viel zu voll – das auch daran, dass die Menschen sich nicht genug Autos kaufen. Deshalb müssen wir die Autos billiger machen, dann lohnt sich ja auch der billige Kraftstoff, und dann haben wir auch einen richtigen Investitionsanreiz, um mehr Autobahnen zu bauen, um den Stau zu vermeiden, der aus der vermehrten Anzahl an Autos resultiert. Das müssen Sie mir nicht vorrechnen, oder denken Sie etwa, die Bundesregierung sei bescheuert?

Haben Sie eigentlich eine Ahnung, was so eine Eisenbahnbrücke kostet? Oder ein Meter Schiene? Das sind enorme Summen, vor allem auch, weil die letzte Bundesregierung die anderen davor nicht im Auge behalten hat, was die Instandhaltung kostet. Wenn man da jahrelang kein Geld ausgibt, muss man irgendwann richtig viel Geld ausgeben. Das ist ein politischer Grundsatz. Das ist so grundsätzlich, damit müssen wir uns noch nicht mal beschäftigen. Und deshalb setzen wir auf den Autoverkehr, weil der viel wirtschaftlicher ist – über so eine Brücke oder diesen Schienenmeter kann ja immer nur ein Zug gleichzeitig fahren, aber über eine Autobahn, da kommt es immer darauf an, wie viele Spuren die hat. Und man kann leichter eine dreispurige Straße fünfspurig ausbauen als eine Eisenbahnbrücke, das muss ich Ihnen doch nicht erklären?

Die Kosten sind übrigens auch viel höher, das kommt noch dazu. Wenn Sie einen Meter Schiene instand halten wollen, müssen Sie auch für Ersatz sorgen. Bei einer Autobahn gibt es einfach eine Umleitung. Und dann haben Sie noch diese Züge, die sind ja auch ganz schön teuer, das kostet den Steuerzahler jede Menge Geld, während so ein Auto der Wirtschaft eine Menge Geld einbringt und ganz nebenbei über die Unternehmenssteuern und die Umsatzsteuer den Steuerzahler netto sogar entlastet. Das entlastet den so sehr, wir könnten eine von den Steuern sogar senken. Dass keine Bundesregierung bisher auf solche Ideen gekommen ist, das wirft nun wirklich ein schwaches Bild auf dies Land.

Wir kommen Sie auf den Gedanken, dass das Auto die Haushalte belastet? Das ist überhaupt kein Thema für den Staatshaushalt, das kaufen Sie sich als mündiger Bürger doch schließlich selbst. Oder erwarten Sie jetzt, dass wir allen Menschen ein Auto kostenlos vor die Tür stellen, nur weil wir ihnen die Autobahnen auch schon kostenlos bis genau an die Anschlussstellen gebaut haben? Sind wir hier im Sozialismus?

Und jetzt kommen Sie mir nicht auch noch mit diesem linksradikalen Tempolimit! Wenn wir das in Deutschland einführen, dann können wir nämlich bald den Laden dichtmachen. Tempo 100 im ICE, da kommen Sie ja nie an! Ich frage Sie ganz direkt, wenn Sie mit dem Bummelzug zum Flughafen fahren, weil Sie nach Mallorca wollen, wie lange wollen Sie denn dann in der Bahn sitzen? Da kann ich ja gleich mit dem Taxi fahren, das ist im Zweifel sogar noch preiswerter als der Zug, weil ich da für den Strom nicht ständig diese unglaublich teuren Windräder in die Gegend bauen muss!

Überhaupt, Windräder – Sie regen sich doch sonst auch immer über Zersiedelung auf und noch mehr versiegelte Flächen, aber haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass man im Umkreis von einem Kilometer um so ein Windrad überhaupt gar nichts mehr bauen darf? Oder ist das für Sie als Verbotsfetischisten dann okay, wenn man dadurch den Verstädterungsprozess fördert, der wieder mehr Straßenbaumaßnahmen in der Stadt erfordert? Das sind alles Folgekosten, oder wie wollen Sie denn bis zur Anschlussstelle kommen? In der Umwelt hängt eben allen mit allem zusammen, aber so weit denkt ja bei Ihnen keiner. Das überlassen Sie wohl lieber der Bundesregierung, die Sie ja ansonsten total ablehnen.

Sie reden doch die ganze Zeit davon, dass diese Klimasache ein globales Problem ist, wieso soll die Bundesregierung sich denn auf eigene Kosten mit regionalen Lösungen daraus verabschieden? Oder gibt es in Ihrer Physik irgendein Modell, bei dem das Abschmelzen der Polkappen durch Windräder in Nordrhein-Westfalen verhindert werden kann? Wobei ich ja eher nicht glaube, dass Sie in Physik irgendwas gelernt haben. Aber das passt ja bestens zu Ihrem Bildungsverständnis, dass Sie die Jugend lieber zu Berufsdemonstranten umerziehen wollen, statt sie etwas Vernünftiges lernen zu lassen, wovon wir diesen ganzen Spaß bezahlen. Oder wollen Sie in Ihrer unendlichen Gnade Ihr Auto verkaufen, um davon ein Windrad zu finanzieren?

Jetzt seien Sie mal nicht gleich eingeschnappt, man kann doch vernünftig über alles reden. Nur halt nicht mit jedem. Wenn Sie ein bisschen mehr Kompromissbereitschaft zeigen würden, wären wir vielleicht auch bereit, uns einen sozialverträglichen Weg zu überlegen, wie man Deutschland ein wenig ökologischer gestalten könnte. Da kommen Sie mit Wissenschaft nicht weiter, das muss man auch für die Zukunft gestalten, und Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass Sie jetzt schon wüssten, was die Wissenschaftler in der Zukunft erzählen. Das wäre ja so, als würden Sie einer Wettervorhersage für nächstes Jahr glauben. Nein, lassen Sie uns das gemeinsam anpacken. Jetzt sofort. Uns hält nichts auf, die Pandemie ist ja zum Glück vorbei.“





Argumentationsmuster

10 06 2021

„… auf scharfen Widerstand stoße. Mit der Ankündigung, den Benzinpreis um 16 Eurocent zu erhöhen, habe sich Baerbock nach Aussage des CDU-Kanzlerkandidaten als wirtschaftspolitische Vollidiotin geoutet, die Deutschland absichtlich in den endgültigen…“

„… aus der deutschen Automobilindustrie noch keine Pläne für das Zwei-Liter-Auto gebe. Das im Jahr 1989 geforderte Niedrigenergiefahrzeug sei auf dem deutschen Markt nicht absetzbar, da Kunden noch einen hohen Verbrauch bevorzugen würden, was sich in der Produktpalette der führenden…“

„… den Tatsachen entspreche. Auch mit den Stimmen der Union sei eine Verteuerung des Kraftstoffs um 16 Cent längst beschlossen worden, die aber laut Laschet nicht so gut wie die von den Grünen geplanten Preiserhöhungen wirke und daher die deutsche Wirtschaft nachhaltig…“

„… auch durch das Urteil aus Karlsruhe von jeder künftigen Bundesregierung umgesetzt werden müsse. Scheuer bestreite dies, das Grundgesetz habe ihn in seiner bisherigen politischen Laufbahn noch nie besonders…“

„… werde Millionen von Berufspendlern stark belasten. Laschet habe zwar zur Kenntnis genommen, dass die Grünen die Einnahmen aus der Schadstoffauflage an die Verbraucher ausschütten wollten, er werde dies aber im CDU-Wahlkampf nicht berücksichtigen, da er noch nicht wisse, was im Programm der Union über die…“

„… sich nicht zu Presseanfragen geäußert habe. Plasberg sei an die Grünen herangetreten, um in Erfahrung zu bringen, wie lange das erste Auto mit Windantrieb noch auf sich warten lasse. Es sei für die Öffentlichkeit inzwischen ersichtlich, dass sich Baerbock mit Themen wie Technik und Verkehr gar nicht auskenne, weshalb sie in ARD-Talkshows auch künftig nicht mehr als…“

„… keine Beanstandung gefunden habe. Der Deutsche Presserat halte die Schlagzeile WER KNALLT DIESE KOMMUNISTENHURE AB? für kontrovers formuliert, könne aber nur aufgrund der Nähe zu einem ganzseitigen Foto von Baerbock nicht erkennen, dass es sich um eine Aufforderung des Springer-Konzerns zur…“

„… sehe auch Scholz die Problematik. Er lehne eine Verteuerung des Kraftstoffs ab, da er die Nöte der Bürgerinnen und Bürger im Gegensatz zu den Grünen sehe. Die Wiedereinführung der Sanktionen gegen Empfänger von Arbeitslosengeld II sowie eine maßvolle Kürzung aller Transferleistungen sei nur ein erster Schritt, um die existenzielle Krise von vielen Leistungsträgern …“

„… dass der Markt grundsätzlich alles regeln würde. Lindner lege jedoch großen Wert darauf, dass es in einer sozialen Marktwirtschaft auch Menschenrechte gebe, ohne die man nicht als echter Deutscher leben könne. Seit Jahrhunderten bestehe die Leitkultur aus Freiheiten wie Spargel, Schnitzel und einem Sportwagen, mit dem man bei 230 km/h auf der rechten Spur über die…“

„… wolle sich Laschet aber nicht festlegen. Solange er das Wahlprogramm der Union nicht gelesen habe, könne er noch nicht sagen, welche Meinung er zu den klimapolitischen Zielen der…“

„… sei auch Scholz der Ansicht, dass die EEG-Umlage mit den Einnahmen aus der CO2-Steuer gesenkt werden könne. Wie dies gegengerechnet werden solle, könne er jedoch noch nicht genau sagen. Scholz gehe zwar von seiner Kanzlerschaft aus, wisse aber noch nicht, wer unter ihm als Bundesminister der Finanzen eine fiskalische…“

„… habe Altmaier bereits vor einem Monat vorgeschlagen, die Pläne der Grünen noch vor der Wahl umzusetzen. Unterstützung habe er dabei von Dobrindt gefunden. Für die Union stehe nun fest, dass Baerbock lediglich die Ideen der Regierung kopiere und als ihre eigenen ausgebe, was einen zutiefst undemokratischen Eindruck auf die…“

„… dass die FDP auch über ein soziales Gewissen verfüge. Lindner sei sich sicher, dass irgendwann durch die von den Grünen umgesetzten Wucherpreise für Benzin eine wegen der wirtschaftsfeindlichen Lockdown-Maßnahmen arbeitslose Akademikerin nicht mehr genug Geld habe, um ihren SUV zu betanken, so dass sie ihr von einem bekifften Ökostalinisten auf dem Radweg überfahrenes hochbegabtes Kind nicht mehr rechtzeitig genug ins Krankenhaus bringen könne. Der Bundesvorsitzende der Liberalen sehe jetzt schon, dass Blut an den Händen dieser sich als Juristin ausgebenden…“

„… nicht davon ausgehen könnten, dass sie nach der Bundestagswahl politisch noch eine Rolle spielen würden. Die Linke sei inzwischen durchaus geneigt, Ansichten und Argumentationsmuster der Union zu übernehmen, da sie sich für Probleme wie Klimaschutz oder Energiewirtschaft inhaltlich nicht mehr…“

„… könne ein finanziell gut aufgestellter Staat durchaus Steuereinnahmen wieder an seine Bürger zurückgeben, um soziale Akzente zu setzen und die transparente Verwendung öffentlicher Mittel als vertrauensbildende Maßnahme zu nutzen. Scheuer werde dies auch in der nächsten Legislatur gerne wieder als…“

„… lehne Laschet die Symbolpolitik der Grünen ab. Er werde nun nachdenken, ob er im Falle eines Wahlsieges überhaupt eine Koalition mit der Ökopartei eingehen wolle. Bis dahin werde er eine Brückenzwischenfinanzierungssteuerumlage von 16 Cent pro Liter auf die…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLX): Verhandeln mit der Natur

16 04 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

In den alten Erzählungen schien es geholfen zu haben, wenn der Schamane seinen Speer schüttelte und die Wetterdämonen lange genug anbrüllte. Man berichtete von wahren Wundern: Regen kam auf Befehl, der Sturm ließ nach, die Buntbeeren blühten termingerecht. Die saisonale Schneeschmelze im Hochgebirge schien das wenig zu beeindrucken, in jedem Jahr kam mehr Wasser den Abhang herab, durchnässte das Tal an der westlichen Felswand und ließ die eine oder andere Höhle absaufen. Die in gemeinsamer Abstimmung beschlossenen Opfer von Feldfrucht und Jagd halfen nicht, auch eine kunstvoll aus einem Baumstamm getriebene Figur des Vegetationsgeistes blieb wirkungslos. Der von der Natur ausgehenden Kraftentfaltung waren die Hominiden schlicht egal. Jede Verhandlung mit ihnen war schlicht vergeudete Zeit.

Andere Völker, die sich bereits in arbeitsteiliger Gesellschaft an der Umwelt vergangen hatten, sahen sich mit denselben Ergebnissen konfrontiert. Die Hybris des Menschen, sich scheinbar über die Grundlagen der Biologie, der Physik und Chemie hinwegsetzen zu können, da eine Generation nicht lange genug lebte, um die Rechnung für den ganzen Murks präsentiert zu bekommen, ermutigte ihn zu nur noch mehr dümmlicher Zerstörung. Kulturen löschten durch kunstvoll herbeigeführten Mangel an Wasser und Nährstoffen sich selbst aus, so dass nur noch imposante Architektur von der maßlosen Ichbezogenheit ihrer Erbauer irgendwo in dichten Urwäldern zeugt. Die Maya verstanden es trefflich, die durch Krieg und Überbevölkerung aus dem Ruder geratene Bevölkerungspolitik durch Raubbau an den Ressourcen und eine geradezu klassischen Fehlallokation der Maisernte verhungern zu lassen. Wie viele zuvor ernährten sie ein paar ohnehin Reiche, die zu spät den Ernst der Lage einsahen.

Nichts davon ist neu, nichts davon hat in einem globalen Maßstab stattgefunden oder in der heute zu beobachtenden Geschwindigkeit, nichts davon war zuvor das Business der vor sich hin popelnden Politkaste, die auch schon den Generationswechsel im Hinterkopf hat – noch dreimal Wiederwahl, dann sind die Schäfchen sowieso im Trockenen – oder sich ein Häuschen auf dem Berg leisten kann, wenn der Meeresspiegel steigt. Es ist, als würden die Minions der Existenzverwaltung auch schon aus Sperrholz Götzenbilder schwiemeln, um überhaupt irgendetwas zum Vorzeigen zu haben, auch wenn es nicht hilft. Der Kipppunkt, der das endgültige Tauen der Permafrostböden anzeigt, lässt sich nicht durch drei Grad mehr, zwei Grad mehr, ein Grad mehr verwirren. Die Natur würfelt nicht – für die Vertreter des theistischen Weltbildes eine groteske Verkehrung ihrer eigenen Überzeugungen, aber was erwartet man auch von Wahlbeamten, die Beten als Entscheidungsersatz klassifizieren – und verzichtet auf die bigotte Bizarrerie solcher Denkmodelle. Sie mag in ihrer Wirkweise erschreckend komplex erscheinen, beruhigt aber immer noch durch das Versprechen, dass jede Handlung Folgen hat. Wenn es auch nicht immer die gewünschten sind.

So nimmt es auch nicht wunder, wenn glitschige Provinzfürsten angesichts abhebender Zahlen erst dann exponentielles Wachstum wahrnehmen wollen, wenn es den Rest der bräsigen Mannschaft unter sich begräbt. Auch im Umgang mit einer medizinischen Bedrohung schieben sich geistige Heckenpenner lustig einen Deal nach dem anderen zu in der Hoffnung, vielleicht die Größe der nahen Katastrophe noch ein bisschen wegzufiltern – als würde einen auf dem langsam wegsackenden Deck der Titanic der einsetzende Nieselregen stören. Das politische oder technische Handwerk ist nur die Jonglage mit Wahrscheinlichkeitswerten. Lustig Qualm in die Atmosphäre zu pusten, obwohl die Reaktionen aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht bekannt sein dürften, Plastikschredder in die Meere zu leiten, atomaren Müll in Salzstöcke zu füllen, die sich innerhalb der vorgesehenen Zeit während der Endlagerung mehrmals heben und senken werden, ist kein Glücksspiel, sondern der untaugliche Versuch, mit magischem Denken ein immenses System aufhalten zu wollen, als würde man gegen ein ganzes Gewitter nur einen Schirm aufspannen müssen.

Letztlich hilft nur noch Mythenbildung beim Aufschub der Folgen. Irgendwer muss Schuld sein am Erdrutsch, irgendeinen muss der Volkszorn ja treffen. Die mesoamerikanischen Reiche hatten stets einen bösen Feind in der Hinterhand, den man für Rache, Reichtum oder eine Gottheit bestrafen konnte. Gegen den Klimawandel hilft es, die jugendlichen Protestierer als linke Spinner auf dem Kreuzzug gegen den kapitalistischen Wohlstand zu diffamieren. Früher oder später schlägt man in der Realität auf. Immerhin wissen wir jetzt, dass wir von Berufsirren geführt werden, denen es um die kurzfristige Erledigung eines Jobs geht: sich aus jeder Verantwortung rauszuhalten. Bestimmt sind sie in der Lage, die Botschaften der Natur zu hören. Was auch immer man hört, wenn man die falschen Pilze einwirft.





Feuerzauber

12 05 2020

„Und das ist nur bei Ihnen abgefackelt? ja dann haben wir noch mal richtig Glück gehabt, dass Ihre Klitsche in Brandenburg liegt, hähähä!

Echt, da geht mir doch das Messer in der Hose auf! Klar ist das dumm, wenn denen jetzt auch noch die Spargelfelder in Flammen aufgehen. Erst der ganze Stress mit den Erntehelfern, dann nervt auch noch Lindner herum, dass das Zeug zu billig ist und jeder sich das leisten kann – er kriegt seinen ja nur geschenkt, weil er ihn selbst bezahlen könnte, so sieht’s doch mal aus – und jetzt ist es plötzlich zu trocken. Als hätten wir das nicht seit Jahren schon gewusst. Und jetzt müssen wir nicht mal die Bundeswehr rausschicken, damit die als Manöver getarnt irgendein Moor testweise in Brand ballern. Aber das ist ja nicht das Problem. Das Problem ist die Wirtschaft. Da kann man sich nicht um alle Interessen kümmern.

Für Sie ist das jetzt vielleicht ein Widerspruch, weil es hier ja um die Interessen der Spargelbauern geht, die ihre Ware an die Gastronomie und an den Einzelhandel liefern will. Hört sich ja auch erst mal gut an. Aber das nützt doch den Autokonzernen nichts! Wenn die Politik sich vorgenommen hat, die wichtigste Schlüsselbranche in Deutschland finanziell zu unterstützen, weil ihre Produkte nicht mehr dem Markt entsprechen, dann müssen andere Interessen dem untergeordnet werden. Tut mir auch leid, aber ich habe die Regeln nicht gemacht. Das war nun mal die Wirtschaft, weil die Wirtschaft von Wirtschaft mehr versteht. Von Politik übrigens auch, aber das müssen Sie die Wirtschaft fragen.

Zum Beispiel Wettbewerbsverzerrung. Überall hatten wir diese Solarenergie, wir konnten gar nicht so schnell die Firmen platt machen, wie die aus dem Boden schossen, und damit gefährden wir die Energiekonzerne, die sonst auf ihrer Kohle sitzen bleiben. Wenn wir, also die Politik, einseitig nur auf Solarenergie setzen, dann haben wir ein Problem, weil wir als Exportnation da nicht mehr mithalten können. Die Chinesen bringen uns in sehr große Schwierigkeiten, das sehen Sie ja – die können uns Solaranlagen verkaufen, damit machen die unsere Solarbranche kaputt, aber wir können denen nicht im Gegenzug unsere Kohle liefern. Das machen die Chinesen mit einem ganz bösartigen Trick: die kaufen sie einfach nicht. Die haben sogar den Krieg mit uns angefangen, die fördern ihre eigene Kohle. Eigene Kohle, das muss man sich mal vorstellen! Das ist Wirtschaftsterrorismus!

Aber zurück zu unserem. Es hängt ja alles mit allem zusammen, das wollen diese Ökos immer nie kapieren. Die fordern die nachhaltige Erneuerung der Wirtschaft auf Grund ökologischer Ziele. Wie kriegen wir denn jetzt vernünftige Börsenkurse hin mit ökologischen Zielen? Sollen wir auf einmal alle in Baumschulen investieren oder in Nutzhanf? Das rettet doch das Konsumklima auch nicht. Und so rein personalmäßig, was wird da für ein Schotter rausgehauen! Gucken Sie sich mal an, was da mit Kurzarbeitergeld plötzlich für Sparpotenziale zu nutzen sind! Wenn wir irgendwie die Autofabriken komplett entlasten könnten von den Arbeitern, dann müsste ja rein theoretisch der DAX noch mehr steigen, oder? Irgendwo in der Wirtschaft werden Sie schon einen finden, der das richtig findet.

Wenn Sie mich fragen, das mit den Erntehelfern ist doch sowieso eine Schnapsidee. Dass die jedes Jahr neu eingeflogen werden müssen, okay, damit werden wir leben können. Die Lufthansa ist eh bald ein Staatskonzern, dann können wir mit einer Art bedingungsloser Grunddividende den Laden an die Wand klatschen und zusehen, wie die Politik ihn aus der Scheiße rauszieht. Aber die Einwanderung müssen wir schon begrenzen. Überlegen Sie sich mal, was die Emission von Treibhausgasen bei dem Flugverkehr bedeutet. Wenn der Meeresspiegel so ansteigt, wie das bis jetzt vorausgesagt wurde, dann haben wir für die vielen Arbeitsmigranten keinen Platz mehr. Dann ist hier das Boot wirklich voll, und dann müssen wir uns entscheiden: SUV fahren oder billiger Spargel für Arbeitslose. Also ich hätte mit der Entscheidung keine Probleme.

Machen Sie sich schon mal vertraut mit einer Welt, in der es keine Bienen und Blumen mehr gibt, da müssen Sie die Äpfel dann halt im Supermarkt kaufen. Das ist für Sie vielleicht eine Umstellung, ich kenne mich damit nicht aus, ich kaufe nur selten Äpfel, aber solange die Börsenkurse davon nicht angegriffen werden, müssen wir uns auch mit den Veränderungen abfinden. Veränderungen hat es immer schon gegeben, zuletzt war das dieser Krieg, da gab es meines Wissens nach überhaupt keine Äpfel. Oder keine Supermärkte, so genau weiß ich das jetzt nicht. Aber danach ging es der Wirtschaft wieder gut, allen Unkenrufen zum Trotz. Weil die Wirtschaft endlich wieder ihre eigenen Ziele verfolgen konnte und sich nicht mehr nur nach den Ansagen der Politik richten musste. Wenn das eine Mehrheit in der Bevölkerung verstanden hat, dann ist für die Leistungsträger auch der Wohlstand gesichert, und zwar dauerhaft.

So, und Sie wollten jetzt was beantragen? Staatshilfe? Für ein Kleinunternehmen? Abgesehen davon, dass ich gar nicht zuständig bin, die Arbeit haben Sie auch nicht gerade erfunden, oder?“





Tiefdruckgebiete

26 08 2019

„… zu schweren Sturmschäden geführt habe. Experten gingen davon aus, dass die Hopfenernte um etwa vierzig Prozent geringer ausfallen könne, da die gesamte Produktion des…“

„… nicht hinnehmbar sei. Auch außerhalb Bayerns sei Bier ein nationales Kulturgut, das nicht durch klimaterroristische Anschläge gefährdet werden dürfe. Seehofer werde innerhalb der…“

„… von Merkel geplante Aktion sei, um durch die Vernichtung der deutschen Brauwirtschaft ganz Deutschland in eine antialkoholische Hölle zu verwandeln. Weidel werde die Diktatorin mit…“

„… lange Hitzeperioden schädlich auf den Hopfenwuchs wirken würden. So könne ein Anstieg der Temperaturen um wenige Grad Celsius bereits Ernteverluste von mehr als…“

„… lieber den Experten überlassen solle. Lindner wolle sich ohnehin nicht zum Bierkonsum der Deutschen äußern und empfehle bei Biermangel, lieber Champagner zu…“

„… den allgemeinen Anstieg der Bierpreise beschleunigen werde. Kramp-Karrenbauer habe diese Entwicklung sehr begrüßt, weil dadurch die Erwerbslosen nicht mehr so viel Transferleistungen in den Konsum von Rauschdrogen und…“

„… wolle die Grenze zur Schweiz verstärkt kontrollieren, um keine Tiefausläufer mehr ins Bundesgebiet zu lassen. Der Bundesinnenminister plane außerdem eine sofortige Abschiebung aller Tiefdruckgebiete, um eine Wiedereinreise in die…“

„… als billige Stimmungsmache bezeichnet habe. Die Dürre sei keine Bedrohung für den Hopfen, dieser betreffe nur Getreidearten wie Reis oder Gerste. Gauland habe die Bundesregierung sowie die Lügenpresse für die Verbreitung von…“

„… empfehle die FDP den unterirdischen Anbau von Braugerste. Lindner wisse aus absolut sicherer Quelle, dass die deutsche Wissenschaft innerhalb weniger Jahre eine passende…“

„… könne die Einwanderung nur durch eine Luftmassenmaut geregelt werden. Seehofer habe als ehemaliger CSU-Vorsitzender noch genügend gute Kontakte in die Chefetage seiner Partei, um eine rechtssichere Bezahlpflicht für ausländische…“

„… in den USA spezielle Hopfensorten gezüchtet worden seien, die auch in höheren Temperaturen gedeihen könnten. Sie zeichneten sich durch lebhafte Fruchtaromen und einen sauren Geruch aus, was zwar der Verwendung zum Brauen nicht zuträglich sei, aber als Beweis gelte, dass auch bei einer Erderwärmung von mehr als zehn Grad noch die Ernte von…“

„… wisse jeder wissenschaftliche gebildete Mensch, dass die gefährlichen Tiefdruckgebiete von den Windkraftanlagen aus dem feindlichen Ausland angelockt würden. Meuthen wolle sofort nach der Machtergreifung ein Verbot sämtlicher…“

„… würden auf der anderen Seite durch das Abschmelzen der Polkappen auch wieder neue Ackerflächen und ausreichend Flüssigkeit zur Bewässerung frei. Klöckner sehe darin eine große Chance, die Gen-Gerste zufällig befreundeter Nahrungsmittelkonzerne noch vor anderen Ländern auf den EU-weiten…“

„… von der Wetterkarte streichen könne. Als Digitalminister sei Scheuer damit beauftragt worden, da er sich auch mit heißer Luft sehr gut…“

„… fehle es der Gerste nur an Kohlendioxid. Meuthen sehe eine rasche Besserung der Getreideernte allein durch die unausweichliche…“

„… gebe es ausreichend Arbeitslose, um den Hopfenanbau durch menschliche Schutzschilde vor klimatisch bedingten Schäden zu bewahren. Die Überdachung Deutschlands sei eine technische Möglichkeit, die sich finanziell noch nicht…“

„… habe die CDU-Vorsitzende eine kostenlose Versorgung mit deutschem Bier für alle Bundeswehrangehörigen gefordert, solange diese in ihrer Uniform im…“

„… werde eine Biersteuer nur eingeführt, um noch mehr deutsche Frauen von islamistischen Messermännern abschlachten zu lassen. Weidel habe die sofortige Inhaftierung der…“

„… die ansteigenden Bierpreise dadurch kompensieren können, dass alle anderen Preise für Genussmittel ebenfalls angehoben würden. Der Einzelhandel könne die Umsetzung dieses Vorschlags zeitnah und mit der nötigen…“

„… dass Steuersenkungen für die Brauereien nicht zielführend wären, da auch Bürger unterhalb der Mittelschicht davon profitieren würden und es Arbeitsplätze außerhalb der Finanzwirtschaft retten könnte. Linder spreche sich dagegen für eine…“

„… jeder Deutsche pro Jahr 63 Flaschen Bier pro Jahr weniger konsumieren. Der sinkende Alkoholpegel sei nicht hinzunehmen, so Gauland, da sich dadurch die Zurechnungsfähigkeit der Wähler auf ein national nicht mehr tolerierbares…“

„… auf andere Pflanzen umsteigen könne. Klöckner habe zufällig von einem befreundeten Nahrungsmittelkonzern ein Patent auf Gen-Soja und einen Ersatz für…“

„… ein nationales Wetter erzeugt werden müsse. Seehofer werde den Klimaschutz zunächst als Aufgabe für Deutschland und dann erst für die Verbraucher, die sich im…“