Morgenmagazin

4 12 2018

„Nehmen Sie sich einen Kaffee.“ Selten hatte ich Siebels so müde gesehen, und es lag nicht an seiner langen Anfahrt vom Flughafen; er hatte schon zwei Tage vorher nicht richtig geschlafen, und es war nicht seine Absicht gewesen, unseren Einsatz damit besonders gut vorzubereiten.

Ihn fröstelte; Siebels knautschte seine Hände tief in die Manteltaschen, und ganz wie aus alter Gewohnheit griff er stumm zu, als ihm einer der Kabelträger mitleidig ein Päckchen Filterzigaretten hinhielt. Dass der Produzent, manche nannten ihn die graue Eminenz des deutschen Fernsehens, seit Jahren schon nicht mehr rauchte, fiel ihm erst auf, als er in den Taschen kein Feuerzeug fand und mich hilflos ansah. „Zu früh“, murmelte er. „Also für mich. Es fängt ja auch gleich an.“ Die Stahltür der Halle öffnete sich knirschend, die Aufnahmeleiterin nickte, drückte uns stumm die Besucherausweise in die Hand und zeigte mit dem Daumen nach rechts, wo die Garderobe stand. Es war unangenehm warm in diesen Räumen, es roch nach Bohnerwachs und Weichspüler, und irgendjemand hatte meinen Becher frisch mit schwarzem Kaffee aufgefüllt. „Da hinten“, flüsterte die Leiterin, „der Wettermann ist da und die Moderatoren kommen auch gleich.“

Auf dem Kontrollmonitor sahen wir, wie die Sendung angejingelt wurde. Jens-Peter Lüderich, Sprecher bei irgendeinem Privatsender, und Hanna Kieseritzky, ebenfalls ohne nennenswertes Talent, hockten krumm auf der Biegung einer rostroten Couch, stets um Contenance bemüht und doch klar ersichtlich am Rande ihrer Möglichkeiten. „Hier sind die Nachrichten“, murmelte Kieseritzky, „und dann das Wetter von…“ Sie vollführte eine Geste, die so gut wie alles bedeuten konnte. Am anderen Ende jubelte eine frisch ausgeschlafene Newsfrau die Schlagzeilen herunter, Wirtschaft und andere Kriegsberichte, Bilder von den schönsten Erdbeben der Saison und einem drogensüchtigen Fettsack, der sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten hielt. „Nur eine Minute“, stöhnte Lüderich, „bitte – Sie dürfen mich auch wieder…“ „Nichts da“, zischte die Aufnahmeleiterin, „wir haben ein Konzept, das ziehen wir jetzt durch!“ Er krümmte sich wimmernd auf der Couch und drohte schon herunterzurollen, doch flink wurde er von zwei starken jungen Männern daran gehindert, die ihn mit einem Klettverschluss an der Rückenlehne befestigten. „Wie Sie sehen“, teilte die Leiterin mit tiefer Befriedigung mit, „haben wir alles im Griff.“

Der Wettermann schwankte ein bisschen, um ein Haar hätte er sich an der Videowand festgehalten. „Bis eben hatte er ja auch noch den Stehtisch“, murmelte Siebels. „Und wenn Schlaf im Stehen auch nicht immer besonders angenehm ist, es ist immerhin Schlaf.“ Sah er sich gerade nach einem Stehtisch um? Nein, das hatte ich mir wohl nur eingebildet. Routiniert spulte der Meteorologe seine Vorhersage ab, im Grund hätte er es auch im Liegen machen können, aber dann wäre er nicht im Bild gewesen. Der Zuschauer, hatte man uns erklärt, wolle das nämlich so.

„Sehen Sie sich das nicht auch jeden Morgen an?“ Die Leiterin winkte der Regieassistenz, um die Übergabe an den Sport abzuwickeln. „Ich schalte den Fernseher im Halbschlaf an“, gestand ich, „und dann höre ich mit einem halben Ohr Nachrichten, während ich den Kaffee durchlaufen lasse.“ Sie nickte. „Sie befinden sich in bester Gesellschaft, so halten es die meisten unserer Zuschauer.“ Auf einen weiteren Wink kam der junge Mann mit der Kanne und füllte noch einmal die Becher nach. Siebels winkte ab. Sogar ihm wurde es zu viel.

Kieseritzky hatte glücklicherweise einen Tisch vor sich und konnte sich auf die Platte stützen, dafür stand sie einem Experten gegenüber, der ihre hilflos genuschelten Fragen zum europäischen Außenhandel mit mehr oder weniger entnervten Antworten versah. „Ich hatte es mir nicht so schlimm vorgestellt“, stöhnte Siebels, „aber um so besser. Wenigstens weiß ich jetzt, dass man das den Leuten zumuten kann, wenn sie es denn wirklich sehen wollen.“ Ich war irritiert. „Was soll das alles denn bedeuten?“ Siebels schloss für einen Moment die Augen; er sah aus, als würde sich unter ihm alles drehen. „Dieses Frühstücksfernsehen“, murmelte er, „dies verdammte Frühstücksfernsehen wird seit Jahren von jubilierenden Moderatoren präsentiert, die einem chronischen Morgenmuffel wie mir schrecklich auf die Magenschleimhaut gehen. Ich brauche das nur einen Tag lang zu gucken und habe für eine Woche schlechte Laune.“ Lüderich war tatsächlich gerade vom Sitz gesackt und musste in Position gebracht werden, solange der Filmeinspieler noch lief. „Also haben wir das Programm mit Leuten besetzt, die zu dieser Uhrzeit eigentlich noch nicht verhandlungsfähig sind. Und das Ergebnis sehen Sie hier.“ „Schön“, antwortete ich, „wenn ich morgens nicht aus dem Bett komme, helfen mir schlaftrunkene Mattscheibengesichter bei der Orientierung, richtig?“ „Zumindest fühlen Sie sich dann nicht mehr so alleine.“ Er gähnte und hielt sich dabei am Garderobenständer fest. Drüben war Kieseritzky schnell eingesprungen und haspelte einen Text herunter; sie wirkte plötzlich hellwach und hatte alles im Griff, wedelte erregt mit den Armen vor dem Gesicht und verlor dabei eine ihrer Moderationskarten. Sicher war das für die Leiterin schon wieder zu viel. Der Wettermann lehnte an der Wand und drohte jeden Augenblick umzukippen. Leise knirschte die Tür. Draußen war es bitter kalt. Der Mond stand bleich am Himmel. Was sonst musste man noch wissen von diesem Tag.

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Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXXV): Die Radikalisierung der Debatte

12 10 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Dieser eine kleine, dicke König – der Name ist nicht genau überliefert, aber er wird schon gelebt haben, wenngleich lange vor der Aufklärung, wenn nicht vor der Zivilisation – hatte eine Idee, wie man des Untertanengeplärrs Herr und ledig werden konnte. Alle seine Diener, so dachte er, sollten alle Katzen des Landes zusammentreiben und ins Feuer werfen. Da er aber den Sturkopf der Königin zu gut kannte, wusste er, sie würde ihn herunterhandeln, zunächst auf alle schwarzen Katzen, dann auf alle mit blauen Augen. Mehr brauchte er auch nicht, denn als gewiefter Taktierer, der als Kronprinz die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft der Folterknechte geführt hatte, wusste er, dass man eine Maximalforderung nicht stellte, um sie durchzudrücken, sondern um dem Gegner die Stirn zu bieten, der seinerseits eine Maximalforderung in den Disput wirft. So weit, so gut. Dann kam die Aufklärung, sah sich um und verschwand.

Denn nichts anderes hat dazu geführt, die westliche Gesellschaft in die Gegenwart zu führen, in der eine Frau ohne Erlaubnis des Ehegatten einen Arbeitsvertrag unterschreiben, ein eigenes Konto eröffnen und über ihr in diese Ehe eingebrachtes Vermögen verfügen konnte, was bis heute den Jammerlappen von der Herrenrasselbande ein Dorn im trüben Auge ist. Bis dato auch gilt alles, was der Befreiung von Jahrhunderte dickem Staub diente, als Vernichtungsangriff auf irgendein Abendland, was ad hoc zu Lufteinlagerungen im Schädelkalk führte. Noch führte die liberal getönte Demokratie, die Schäfchen im Schafspelz, das Ideal vom der gesitteten Debatte im Wappen, nach einer, dann nach zwei Diktaturen pures Hirnschadenkaraoke angesichts eines anhaltend zerstörerischen Furors aus dem rechten Lager, der nun seinerseits die politischen Positionen festsetzte: keine Ostgrenze soll anerkannt, der Holocaust straffrei geleugnet und ein toitscher Schlussstrich gezogen werden unter die Ungnade zu früher Geburt. Die dahinter verborgene Strategie bleibt es nicht lange: die Grenzen des Sagbaren sollen ausgedehnt werden.

Das zivilisierte Gespräch, meist ein preziöses Gepopel um Worthülsen, das rechte Waschweiber als Vorstufe zur Schlammschlacht nehmen, um ihre soziopathischen Feuchtgebiete nachzuspeicheln, wird von ihnen durchaus nicht missverstanden als eine Gelegenheit, alles offen und ohne Angst vor möglichen Folgen herauszukreischen, was sie an Hass- und Gewaltvorstellungen in sich tragen; es wird von ihnen so verstanden, und das nicht ohne nachhaltige Absichten.

Je mehr sich die linksliberalen Utopisten in eine Zukunftswelt zurückziehen mit Ideen, die erst in kommenden Generationen verwirklicht werden (Gleichberechtigung, Ehe für alle), die zumindest nicht ohne gesellschaftliche Umbrüche machbar wären (bedingungsloses Grundeinkommen) oder die schlicht hirnverbrannter Schwachsinn sind (eine Welt ohne asoziale Arschlöcher, die sich mit dem Verkauf von Waffen in Krisengebiete die Rosette vergolden), desto eher heult es auf dem anderen Seite des Grabens, jetzt müsse man aber endlich die Zeit wieder zurückschwiemeln bis ins Mittelalter. Und so geschieht es auch; mit ansehnlichem Gegenschub grätscht der Diskurs in Richtung intellektuelle Finsternis.

Die Absicht der Moorleichenlehrlinge ist es, den Extremismus ohne deutliche Klassifizierung als Undenkbares in einer Dauerschleife zu wiederholen und durch die permanente Präsenz in der Debatte als neue Normalität zu etablieren, in stetem Vertrauen darauf, dass die Mehrheit der Deppen alles für normal hält, worüber ständig gesprochen wird – sonst würde ja nicht darüber gesprochen. Zugleich diskriminiert ihr Gezeter jede sinnvolle Debatte als gemeinschaftsschädlich, zunächst, weil sie angeblich die Selbstverstärkung in der Echokammer als radikaler Gegenentwurf stört, schnell aber nur noch, weil sie sinnvoll ist und den Populismus der Emotionsbulimiker empfindlich mit Geist verwässert. Und schon verkehren sich die Seiten: Rechtsextremismus wird als Normalität hingestellt, wer sich aber normal verhält, gilt als linksextrem. Gleichzeitig hält der Extremismus, der die Mitte repräsentieren will, jeden Gegenwind für eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, auch bei demokratisch nicht mehr verwertbarem Denkmüll aus seiner Blase, und kombiniert dies geschickt mit der traditionellen Opferrolle des in Geschichte und Gegenwart ständig unterdrückten Freiheitskämpfers im Gefängnis seines eigenen Menschenhasses. So radikalisiert sich die Debatte, bis keine Debatte mehr existiert. Ihre Totengräber sind nicht allein die Schreihälse, es sind pseudolibertäre Moderatoren, die den Erdrutsch nicht sehen und eine Position in der Mitte auspendeln wollen, die sozial verträglich sein muss, weil sie ja in der Mitte liegt, und es sind die Ängstlichen, die dem Dauergebrüll zuhören, weil es zwar radikal ist, aber aus der selbst definierten Mitte tönt. Die Radikalen bedienen dabei allenfalls ihr Zerrbild einer schweigenden Mehrheit. Wenn sie mal täte, es wäre schon viel gewonnen.





In Bausch und Boden

14 08 2018

„Drei Minuten!“ Schwatzke fuchtelte erregt mit den Händen vor seinem Gesicht herum. „Haben Sie eine Vorstellung davon, was das bedeutet?“ Der Mann war offensichtlich in seinem Element. Und ich war einfach nur zu früh gekommen.

„Unsere Redaktion sorgt für die richtige Wirkung“, erklärte Schwatzke. „Sie meinen, Sie bauschen alles auf.“ Er schüttelte den Kopf. „Nein, das sehen Sie falsch. Ich würde eher sagen, wir machen die Nachrichtenlage interessanter für eine Zielgruppe, die uns als Endverbraucher besonders am Herzen liegt.“ „Also die, die nicht nachdenken, sondern nach Lautstärke sortieren?“ Befriedigt lehnte er sich in seinen Drehsessel zurück. „Das ist vollkommen übertrieben, mein Lieber. Vollkommen übertrieben. Also absolut richtig.“

Schwatzke kramte eine Liste aus dem Stapel auf seinem Schreibtisch. „Da haben wir’s ja. Sehen Sie mal, 34 Prozent Diebstahl von Rumänen – das lässt sich doch brillant verwerten.“ Er zeichnete mit der offenen Hand bereits die Schlagzeile in die Luft. „Was halten Sie davon? ‚Klauen uns die Zigeuner bald die Ferienhäuser?‘“ „Gar nichts.“ Meine Antwort irritierte ihn. „Worauf beziehen Sie das jetzt?“ „Sie hatten mich gefragt, was ich davon halte, ich habe Ihnen wahrheitsgemäß geantwortet.“ Er sah mich angestrengt an; wahrscheinlich wusste er längst nicht mehr, was Wahrheit ist. „Zunächst mal geht es in dieser Statistik um Kriminalität in Rumänien.“ Schwatzke nickte. „Schlimm. Die Quote der Straftaten liegt konstant bei 100 Prozent, das ist doch nicht hinnehmbar.“ „Es handelt sich um Diebstähle, die alle Personen, möglicherweise nur Rumänen, an anderen begehen, die sich in Rumänien aufhalten.“ „Interessante Formulierung“, grübelte er. „Sie wollen damit andeuten, es könnte sich um Ausländerkriminalität handeln, weil andere Leute dazu gezielt nach Rumänien einreisen, um kriminelle Handlungen auszuführen? Interessant!“ Ich überhörte es. „Sie lesen hier eine Statistik, die sich ausschließlich um Rumänien dreht. Von den Straftaten, die in diesem Land begangen werden, sind etwa ein Drittel…“ „34 Prozent“, protestierte Schwatze, „das sind sehr viel mehr als ein Drittel! Bleiben Sie gefälligst bei der Wahrheit, wir wollen doch keine Falschmeldungen in die Welt setzen!“

Ein Assistent hatte Papiere reingereicht, war schnell wieder verschwunden und hatte uns mit der Meldung alleine gelassen. „Wie gesagt“, sagte Schwatze, wie er es ja schon gesagt hatte. „Diese 34 Prozent sind…“ „Egal“, fiel ich ihm ins Wort, „ob es hundert, tausend oder hunderttausend Verbrechen sind, 34 Prozent bleiben 34 Prozent.“ „Sie sind mir zu spitzfindig“, moserte Schwatzke. „Wenn man Ihnen das Fahrrad hundert oder tausendmal klauen würde, das würden Sie merken, mein Lieber!“ Er warf fast seine Kaffeetasse um, machte einen Fleck auf die Statistik, aber das schien ihn überhaupt nicht zu stören. „34 Prozent sind Diebstähle, der Rest teilt sich auf die…“ „Das ist mir völlig egal“, schrie Schwatzke plötzlich, „Tatsache ist doch: es handelt sich bei diesen Ausländern um…“ Schwatzke hätte sich fast verschluckt, so hickste er nur und sprach normal weiter. „Also alle diese Rumänen sind ja auch Ausländer, zumindest vom Inland aus gesehen, wobei wir als Inland natürlich nicht unbedingt diese Ausländer, die aus dem Ausland – egal, es sind böse, gefährliche Ausländer, die Sachen tun, die in unserem Inland gar keine Relevanz haben! Was im Ausland stattfindet, das ist…“ „Wenn zwei von drei Rumänen Bratkartoffeln essen“, gab ich ungerührt zurück, „dann ist das für Deutschland bereits eine Gefahr?“ Schwatzke wedelte hektisch Linien in die deutsche Luft. „Wie finden Sie denn ‚Vorsicht!‘“, kreischte er, „‚Der balkanische Kindergeldkassierer will an Dein politisch korrektes Sintischnitzel!‘ Na, wie finden wir denn das, Herr Gutmensch!?“

Ein Paket Papiertaschentücher später hatte er sich beruhigt. Schwatzke blättere seine Papiere durch, als sei nichts geschehen. „Natürlich muss man hier und da ein bisschen leserorientiert mit den Fakten umgehen, auch dann, wenn es keine sind. Fakten, nicht Leser.“ „Sie setzen damit die Moral der gesamten Presse aufs Spiel“, warf ich ein. Er lächelte tatsächlich. „Ach. Moral.“

„Ihre Redaktion ist nur damit beschäftigt“, befand ich, „Zusammenhänge zu verfälschen und einen Eindruck zu erwecken, der mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu schaffen hat.“ Schwatzke nickte, mehr nicht. „So ähnlich steht das in meinem Vertrag. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, weil ich immer nur das lese, was ich lesen will. Aber genau deshalb wurde ich ja auch engagiert.“

Ich hatte es nicht übers Herz gebracht, einen so idealistischen Redakteur vom Fleck weg zu kündigen. Vor der Tür herrschte geschwätziges Treiben, keiner nahm niemanden zur Kenntnis. Der Chefredakteur stürmte auf mich zu, einen Stapel Papiere in der Faust schwenkend. „Passen Sie auf“, brüllte er mich an. „Passen Sie auf, es hat wieder einen Skandal gegeben mit Asylbetrügern. Alle rechtmäßig in Deutschland!“ Er schlug mir die Papiere in den Bauch. „Sie wissen, was Sie zu tun haben, Schwatzke?“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXIX): Framing

22 06 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege. Säbelzahnziege! Säbelzahnziege! Säbelzahnziege! Säbelzahnziege! Säbelzahnziege! Säbelzahnziege! Warum denkt denn keiner an die Kinder, die schweigende Mehrheit der drei Sippen am Fuße der westlichen Felswand werden von den minderwertigen Zehntausend vom anderen Ufer ausgelöscht, und übrigens: Säbelzahnziege!

Dass das Gehirn des Hominiden knirscht, ist kein Zufall, sondern bauartbedingt; keiner hatte bei dem Schnellschuss noch großartig Zeit und Lust, die Qualitätskontrolle abzunehmen. Dinosaurier schleppten immerhin noch zwei Esslöffel Glibber im Steißfortsatz mit sich herum, und die konnten damit Insekten verjagen. Sich auf einen Sachverhalt zu konzentrieren war folglich Ziel der Evolution, und wer weiß es besser als der Mensch: dicht daneben ist auch vorbei. Keilschrift, Fuþark, Buchstabentanz, nach anderthalb Medien weiß die verklumpte Birne nicht mehr, was Phase ist. Wir konzentrieren uns auf die einfachen Aussagen. Neger stinken. Frauen wollen richtig aufs Maul. Deutschland den Deutschen, undeutsche Personen werden einer nicht näher definierten Vernichtung zugeführt, auf die wir stolz sind, weil es sie gar nicht gegeben hat. Säbelzahnziege!

Je öfter der sich aufgeklärt glaubende Mensch – Säbelzahnziege! – den Nagel im Hirn ahnt, und das ist weniger, als der tatsächlich stattfände, desto mehr wird er inne, dass er sich verschaukeln lässt. Dass es keiner mitkriegt, spricht nun nicht gerade für die terrestrische Besiedelung, aber was wissen wir schon. Der Bekloppte schwiemelt sich Anker ins Hirn – Säbelzahnziege! – und popelt jeden noch so absurden Sachverhalt an diesem dürftigen Dingsi fest, bis die Realität, ein schon immer von der den Feindmächten der Schlimmerhaftigkeit gesteuertes Medium der Verdummung von Erleuchteten und Erhabenen, alle über die Brüstung pladdern lässt. Das Viech, der Sippenälteste wird sie ins Gespräch gebracht haben, der Medizinmann, einer hatte schlecht geträumt, egal. Sie war auf einmal da. Und damit begann die Mutter aller Probleme.

Wir verbinden die Informationen des täglichen Lebens mit dem Grunde des umgebenden Wissens – gleichgültig, ob wir das Wissen nun durch reine Anschauung erfahren oder durch den flüchtigen Blick auf die Dinge – und wir tauchen sie in diesen Brei, der jede Sinnhaftigkeit und jeden Erwerb von noch so zweifelhaften Informationen verkleistert. Die Gefahr durch die Säbelzahnziege ist ubiquitär, der Dämon hat sich seine Aussagen zurechtgelegt.

Einfache Aussagen, dass etwa der Bestand an essbaren Gräsern abgenommen hat, kriegt das Management noch geregelt. Das Wetter, jene launische Größe, hält schon weniger den von jenen Vegetationswesen, die wir verehren, geprägten Großangriff für eine Möglichkeit, die klimatischen Beharrlichkeiten zu lösen. Aber Vorsicht! aus Lummerland kommen im Monat drei Maler und ein Elektriker, manchmal auch eine Säbelzahnziege, und man mag die vielen Touristen nicht schrecken. So beschränkt sich die Auseinandersetzung mit dem, was wir für Wirklichkeit halten, immer nur auf das, was am Boden des Informationstrichters herabtropft. Es ist nicht mehr als eine Tütensuppe, gekocht auf dem Extrakt aus Stolz und Vorurteil.

Der Unterscheid zum Schubladendenken ist nicht nur die Größe der Schubladen, es ist auch der erklärte Wille, das Denken zu beenden. Denn ist der Rahmen einmal vorgegeben, kann das Bild beliebig gewechselt werden. Wichtig ist nur, dass es die Komponente Angst behält, immer und überall, weil nur Angst vor dem Objekt sich ins Unterbewusste fräst, und so ist es den Asozialingenieuren in ihrem kommunikativen Stunt auch schon fast egal, mit welcher Waffe sie auf ihr Publikum zielen. Die Hauptsache ist, sie ist geladen, jederzeit verfügbar und als Bedrohung erkennbar. Hätte eines schönen Tages eine Herde Wolleinhörner sich ihren Weg durch die Gärten der Frühmenschen gebahnt, die Säbelzahnziege hätte sich ins Fäustchen gelacht und wäre fein raus.

Im Schlepptau der Aufmerksamkeit schleift die Masse des thematischen Gerölls sich ab und wird zu Treibsand – die Grenze des Scheinbaren verschwimmt allmählich im Hintergrundgetöse, man erkennt nur noch als Figur, was man als Form gelernt hat, und schon sieht die ganze Welt aus wie eine Säbelzahnziege. Und da diese Gesellschaft lieber Täter als Opfer ist, wählt sie ihre Art zu kommunizieren dementsprechend: prätentiös und präzise aus der Sicht der Unterlegenen, da nur so Angst möglich ist, ein Sich-vorweg-Sein in der immerwährenden Sorge, aus der sich menschliche Existenz ergibt. Wir würden sonst aus dem Rahmen fallen, aus der Schublade, aus der Zeit. Gut, dass es die Säbelzahnziege gibt.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXVII): Die rechte Reizerregung

8 06 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Kaum hat sich ein dementer Saufschädel am Rande des Badeverbots die Inkontinenzhose wieder über die Knie gezogen, schon bricht ihm die Suppe aus der oberen Verdauungsöffnung: der Bettnässer von Braunau, äfft der völkische Beo, war ja in Wirklichkeit ein lieber Bub, auch wenn man das ja jetzt gar nicht mehr so sagen wolle, obwohl es doch eigentlich stimmt. Was nicht einmal hundert Stück Spulwurmauswurf vorgekotzt kriegen, wird in der Flüstertüte dem Rest der Kulturlandschaft als medialer Gülleregen übergezogen. Da jauchzt aber der Braune, hatte er sich doch genau das erhofft, die kostenlose Echokammer, die ihm für eine gehörige Skandalisierung reicht. Nun diskutiert ein Land wieder über Dinge, die es nicht gibt, die keinen Sinn haben und keine Relevanz, aber: es redet. Nichts scheint leichter als die rechte Reizerregung.

Das Reizleitungssystem dieser Gesellschaft hat ein mählich verdumpfendes Anfangspotenzial, also muss der Einsatz jedes Mal lauter kommen, um in den letzten Winkeln des Landes den Staub erzittern zu lassen. Das Niveau, jene Variable, die meist nur noch in kleinsten Unterschieden gemessen wird, wenn Realitätsallergiker das Zäpfchen schwingen, rutscht regelmäßig unter dem Bodenbelag durch, um die Fluchttür zu erreichen. Mittlerweile wäre es für die zurechnungsfähigen Zuschauer fast eine Erleichterung, würde man den verdeppten Alten mit heruntergelassenen Hosen auf dem Greisparteitag sehen, statt ihm zuhören zu müssen, wie er Muster in den Putz brüllt. Denn die Themen sind immer dieselben, die Mär vom Untergang des christlichen Abendlandes in wenigen Jahrhunderten, mit quasi wissenschaftlich zusammengeschwiemelter Logik, die an den Nahtstellen doch wieder Heftpflaster braucht und Hakenkreuzarmbinden.

Begierig greift das Kleingetier jenes Narrativ der tapferen Ignoranz auf und phantasmagoriert sich einen Bäcker zurecht, dessen Kundenschlange die Gefahr eines tödlichen Angriffs auf die Ehre der deutschen Rasse birgt, immer vorausgesetzt, man hüpft im Quadrat über jedes Stöckchen, das die volkstümelnden Ratten ihnen vor die Nase halten. Sie nutzen nicht nur das Erzählmuster und das Vokabular, sie freuen sich über den kostenfreien Resonanzraum, in dem jeder Zwerg sein elendes Gerülpse wie Donnerhall vernimmt, und merken nicht, dass sie bei diesem Vorgang selbst das Produkt sind, für das sie nicht bezahlen, es sei denn mit ihrer Zukunft. Eine Seele haben sie nicht zu bieten, wenn abgerechnet wird.

Und es wird abgerechnet, bei jedem Wahltag wird wieder von Kompetenzimitat in wechselnden Anzügen die Betroffenheit formuliert, mit der man das Wachsen des Mobs zur Kenntnis nimmt, zwar gefasst und in den Randbereichen der Hirnleistung durchaus koalitionsbereit, aber doch betroffen, denn erst einmal fehlen wichtige Sitze, die den Zugang zu den Fleischtöpfen anderen lassen in einer marktkonformen Demokratie. Das Nähere regelt hier kein Bundesgesetz.

Andere, die sich für geistreich halten, nehmen dem Sumpf nicht das Vokabular ab – wer das tut, ist meistens stolz, keinen Geist zu besitzen – sondern das Strickmuster. Sie entwerfen einen Nationalismus mit einigermaßen menschlichem Antlitz: seht her, auch der Kanak pfropft schwarz-rot-gülden einen Stülper über die Seitenspiegel seines auf arischer Scholle gedengelten Diesels, wenn ein paar Bimbos wieder Bälle treten, soll man es ihm, der mutmaßlich nicht in die Kirche geht, sondern stattdessen nicht in die Moschee, etwa auch noch verübeln, dass er sich anpasst, assimiliert, in die geistige Behinderung von Blut und Boden mit Lust und Wonne integriert? Sind wir nicht alle irgendwo auf dieser Welt Scheißausländer? Und mal ehrlich, ist ein enthemmtes Schlandgeröhr im Zuge des allgemeinen Partypatriotismus nicht auch ästhetisch irgendwie anziehend? In einem Land, das Gaffen bei Unfällen mit tödlichem Ausgang zu einem Volkssport kultiviert hat, ähnlich erfolgreich wie Autowaschen und Steuerhinterziehung? Das ist nicht menschlich, das ist nicht einmal ein Gesicht.

Solange die Gesellschaft an der Neurose krankt, dass nur der überhaupt eine Chance hat, der das Rennen gewinnt, sei es beim Weltkrieg oder auf der Suche nach einem Kitaplatz, bei gleichzeitiger Zerstörung dieser Chancen mit dem Hammer der neoliberalen Reichideologie, solange die Gründe für die kollektive Depression nicht genommen sind, fällt auch jede Provokation wie ein Streichholz in den Benzinkanister, verwandelt sich zum Brandsatz und wird mit nationaler Notwehr entschuldigt gegen die Krätze, mit der man selbst die Täter infiziert hat. Hier hilft nicht Seife. Es sei denn, sie liegt in der Ecke einer Knastdusche.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXIV): Das Geduze

18 05 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Wir wissen es nicht. Sicher war die Sprache der Hominiden im Grundausstattungsbereich eher an der lebensnotwendigen Körperfunktionen orientiert. Die Standesgesellschaft lag noch in einer halben Dimension herum, das Grunzinventar innerhalb der Sippe differenzierte sich nach Lautstärke, aber die wesentlichen Dinge kriegte das Volk schmerzfrei auf die Reihe. Ab einer gewissen Dialektvielfalt wurde es schwierig. Mit der Idee eines höheren Wesens kam vorübergehend die Komplexität der Anrede, aber das währte nicht lang. Manche in der Geschichte verwehte Epoche setzte auf Höflichkeit und teils gekünstelten Affekt, aber was war das alles schon gegen die Vorteile der gewaltfreien Kommunikation. You can say you to me. Es begann das Geduze.

Mit der allgemeinen Planierung der ästhetischen Distinktion durch mangelnden Anstand und dem pseudopolitischen Getöse der Theoretiker wucherte eine egalitäre Pest aus dem soziologischen Gulli, die ihre Tentakeln in die Nasenlöcher einer fast noch Babypuder riechenden Schicht von Hipstern stopfte, ihnen ansehnliche Teile der Großhirnrinde verödete und ihnen das Du einkokelte, wo sonst der Brechreiz verortet sitzt. Pfarrer, Richter, Dealer, alles wurde seiner respektablen Position entkorkt, man duzte nur noch, aber nicht auf die brüderliche Art, wie es auf den ersten Biss den Anschein hätte haben können. Wo die Fremdwahrnehmung eines intakten Miteinanders komplett in die Grütze ging, musste das narzisstische Selbsterleben bunte Blüten schlagen – so kam es, und das war das Problem.

Das brägenreduzierte Gesellschaftskonglomerat duzt einander, als hätte man das Sie durch standrechtliche Exekution beseitigt. Der formlose Umgang zeigt eben das: das kaum in Konturen schwiemelbare Kompott, das amorph in die Ritzen der Selbstachtung sickert, ignoriert jegliche Individualdistanz, kumpelt sich an, als wären alle in kollektiver Besoffenheit, und verursacht der Menge einen Grad an Enthemmung, der gebraucht würde, um die Belegschaft vollständig degenerieren zu lassen. Mit dem Schwinden der Scham setzt der Schwachsinn ein, hier schaltet er bereits röhrend in den dritten Gang.

Stil ist für die meisten Bekloppten nur die greifbare Seite des Besens. Davon abgesehen führt die große Gleichmacherei, die jeden Blödföhn auf die eigene Stufe zerren will, zum großen Einebnen von oben nach unten. Schon schleimt sich der erste Katalog aus dem geistigen Flachland mit der zweiten Person Singular ins Beziehungsgefüge: wir sind alle eine große Familie, schwallt der Schwede, und Du bist das Kind. War ‚Du‘ bisher natürlicher Ausdruck von gewachsener Vertrautheit und Nähe, ist es nun lediglich klebriger Aufpapper einer strikt verordneten Sympathie, die auch für die größten Arschlöcher zu gelten hat.

Einige Fremdsprachen, insbesondere die im deutschen Artikulationsraum verbreiteten, nehmen das ‚Ihr‘ des Mittelalters bis in die Gegenwart in Gebrauch und fahren nicht schlecht damit. Einmal planiert, schon schwinden sämtliche Gefälle, die in der Wirklichkeit sinnvoll sind und produktiv. Wo sich Vorstandsvorsitzende und Azubis gegenseitig das Dumm-Du um die Backen hauen, entsteht eben keine Professionalität, wie Modernisierer meinen, sondern ein schmerzbefreites Gemansche, als sei die traditionelle Form des Stammbaums in diesem Familioiden ein Kreis. Was als infantile Auflehnung gegen vermeintliches Spießertum das gegenüber liegende Extrem zum allein seligmachenden Dogma erhob, mutet einer systematisch strukturierten Welt den Terror des Egalitären zu, indem es ihn einfach als kommunikativen Befreiungskampf und zugleich als dessen Ergebnis präsentiert. Der Schüler aber, der seinen Pauker nicht siezen muss und trotzdem von ihm Noten kassiert, ist auch Mittel, Zweck und Folge eines Irrwegs, in den sich falsche Liberale mit Anlauf und Ansagen verrennen. Sie werden uns befreien, ob wir wollen oder nicht.

Was gaukelt uns in dieser Simulation von Stall- und Nestwärme nicht alles die große, erlösende Liebe vor – weg mit Schlips und Kragen, ein Hoch auf die Berufsjugendlichkeit, die bis zum Schluss fit und leistungsfähig bleibt und nie so wird wie ihre Eltern, vermoost und verknöchert, nur eben verharzt sie obenrum, dreht eher frei, als frei zu sein und deliriert sich einen Schmarrn von Selbsthass mit gelebter Erniedrigung bunt. Denn sie ertragen den ganzen neoliberalen Schrott nur, wenn sie den anderen genauso herablassend behandeln, wie sie selbst in dieser Ansammlung von Kontrollverlust und reziproker Verachtung behandelt werden. Mach platt, was Dich platt macht, dröhnt’s aus dem Maschinenraum. Hier bröseln die Reste einer bis dato noch intakten Intimsphäre. Wer braucht die noch in einer Welt, in der wir uns selbst vermessen und die Ergebnisse hautnah ins Netz stellen. Eine Armlänge Abstand täte uns gut. Es würde so vieles wieder funktionieren, wie es gedacht war. „Wir duzen uns hier alle“, informiert mit Nachdruck und dem Finger am Abzug der Depp seine Umwelt, und die einzig richtige Antwort ist und bleibt: „Schön für Sie.“





Nazi!

19 04 2018

„… noch ‚Nazi‘ sagen dürfe. Die Sendung wolle klären, ob eine politisch korrekte Bezeichnung auch für Minderheiten im Bereich des…“

„… von den Hörern begrüßt worden sei. Dies könne laut Intendantin Wille jedoch kein Grund sein, eine einmal angesetzte Sendung auch ins Programm zu…“

„… auch ein Recht hätten, als national gesinnte und besorgte Bürger wahrgenommen zu werden. Zum Ausgleich schlage Petry vor, den Begriff ‚völkisch‘ nicht mehr negativ zu…“

„… wenigstens einen freundlichen Umgangston angemahnt habe. Dass ein gewisser Personenkreis die Verbrechen der Zeit des Nationalsozialismus leugne, verharmlose oder wiederholen wolle, sei noch kein Grund, sie als…“

„… die politische Korrektheit laut Weidel auf den Müllhaufen der Geschichte gehöre. Das heiße jedoch nicht, dass plötzlich jede zugewanderte Muselsau das deutsche Volk mit aggressiver…“

„… zunächst ein Gegengutachten einholen wolle, ob die Aussprache des Wortes ‚Nazi‘ im Rundfunk auch phonetisch korrekt sei. Eine fehlerhafte Vokalqualität sei durchaus geeignet, sich nachhaltig auf das Verhältnis der Deutschen zu ihren eigenen Landsleuten am rechten Rand zu…“

„… die Diskurshoheit nicht dem führenden linksversifften Mainstream überlassen, der zu 87 Prozent Deutschland an den Islam verkaufen wolle. Nur die wirklich mit der Materie politisch und historisch vertrauten Experten seien in der Lage, eine Diskussion auf Augenhöhe zu…“

„… es andererseits nicht nur eine negative Bedeutung des Wortes gebe. Wer beispielsweise an den Holocaust denke, so Höcke, könne auch ein…“

„… man in einer Radiosendung nicht gerne mit Betroffenen diskutieren wolle. Als Insassen von in Brand gesteckten Asylbewerberheimen oder linke Landtagsabgeordnete könne man sicher nicht objektiv beurteilen, ob die deutsche…“

„… dass es keinen ‚Nazikuss‘ gebe. Damit sei das deutsche Volk noch weniger vor rassistischen Anfeindungen geschützt als ausgerechnet die afrikanischen…“

„… überhaupt ein linker Begriff sei, wie Steinbach nochmals betont habe. Der sozialistische Anteil an der Nazi-Ideologie habe erst zu den menschenverachtenden Entartungen geführt, wie sie Stalin, Mao, Willy Brandt und die…“

„… posttraumatische Belastungsstörungen zu erdulden habe. Viele nationalkonservative Teil der deutschen Bevölkerung hätten nach einer sehr schwierig verlaufenden Bildungskarriere und zahlreichen Kontakten mit Drogen, Justiz und Gewalt eine geistig eher nicht so…“

„… nachgewiesen habe, dass das Wort nachträglich von der Antifa mit dem Einverständnis der Weisen von Zion in die historischen Dokumente eingefügt worden sei. Steinbach habe selbst alle…“

„… nur innerhalb der historisch relevanten Periode zutreffe. Danach habe man sie nur noch als Neonazis, allenfalls als Neofaschisten zu bezeichnen, da jeder andere Tatbestand nicht korrekt im Sinne der…“

„… dass die Bezeichnung als ‚Deutsche mit nationalistischem Hintergrund‘ nicht mit den Zielen der Bewegung zu vereinbaren sei. Höcke sei der Ansicht, dass jeder echte Deutsche einen…“

„… nicht darum gehe, politische Korrektheit als Kampfbegriff gegen die Vaterlandszersetzer zu etablieren, die schon längst eine Zerstörung des jüdisch-christlichen…“

„… als Volksverhetzung bezeichnet habe. Die AfD wolle einen Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag einbringen, der die Begriffe ‚Nazi‘ und ‚rechts‘ für in vierter Generation deutschblütig arische, weißhäutige und in den Grenzen des Reiches von…“

„… das Konzept der Sendung keine Nazis berücksichtigt habe, um der öffentlichen Meinung keine Möglichkeit zur Kritik zu geben. Meuthen habe angekündigt, den verantwortlichen Redakteuren der demokratieversifften Hetzpresse nach der Machtergreifung ihre Judendreckfressen mit der ganzen Härte des…“

„… eine ausgewogene Diskussionsrunde angekündigt habe, die aus zwei bekennenden Holocaustleugnern bestehe und zwei Kämpfern für die Reinheit des rassischen…“

„… dass viele gewaltbereite Deutsche mit geistiger Behinderung, Störung der Impulskontrolle und Alkoholproblemen keine Schwierigkeiten damit hätten, als Nazis bezeichnet zu werden. Man könne eine Maßnahme aus politischer Korrektheit aber nicht außer Acht lassen, da diese Personen aus eigenen Mitteln nicht in der Lage seien, ihre…“

„… nur als rhetorisch überspitzte Einstiegsfrage gemeint sei. Keiner wolle anständige Deutsche als Nazis bezeichnen, man wolle nur darüber kritisch diskutieren, ob der linksvegane Mainstream, der seinen Stolz, Deutscher zu sein, noch nicht an den Islam…“

„… müsse auch auf diskriminierende Prägungen wie ‚Halbnazi‘ angewendet werden dürfen. Die sächsische Justiz wolle auf jeden Fall die…“

„… Ausnahmen geben solle. Die Bezeichnung ‚Linksfaschist‘ etwa beruhe immer auf Tatsachen und dürfe daher nicht als strafrechtlich…“