Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXIX): Das Backwarenangebot

31 08 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Wer auch immer das Zeugs aus zermanschtem Korn, Wasser und mehr oder weniger wirksamem Triebmittel entdeckt hat – bis heute gibt es noch einige Gesellschaften, wo die Knifte, wahlweise mit Margarine und einfachem Belag für Schule, Betrieb und anderen Tagesaktivitäten – Politik, rechte Hetze, möglicherweise auch beides, aber Hirnzellen verbraucht ja nichts davon – das Geschehen dominiert. Ernährungsphysiologischer Wahn wird je nach Jahrzehnt in die Brotbox geschwiemelt, das Salatblatt, das den Käse zu Schmadder schmoddert, die Kresse, die das kindliche Gemüt verstört, ganz am Ende die geradezu barbarische Erdbeere, die nur mit dem Erzfeind Zucker eine unheilige Allianz in die Physiologie schmuggelt. Dass unbescholtene Familien sich das antun, ist schwer verständlich, aber was erwartet man nun mal von den Überresten einer zielorientierten Herde, die sich beim Essen in die Haare kriegt, weil sie sonst keine Sorgen hat. Die Menschheit ist aus Stressfaktoren erzeugt und braucht jenen Mutterlaut, um sich zu nähren. Das Bäckerhandwerk hilft da gerne mit einer Auswahl, die alles anspricht, aber nicht die Vernunft.

Morgens in der Schlange, die Schildchen liegen in der erleuchteten Theke; offenbar wurde ein mental überforderter Texter nachts durch den Laden geschleift, der die Klumpoiden des jüngsten Produktionsdurchlaufs nach Hässlichkeit und Zielgruppe sortieren und für die Statistik mit verbalem Sperrmüll behängen sollte. In der gesitteten Zone toben sich die Fachkräfte noch am Dinkelkrüstchen aus, das auch den Mainstream der transnationalen Backshops erreicht hat. Hier gibt es keinerlei Raum für Experimente, allein die Verkaufszahl ist Herr über Leben und Tod, allenfalls der blutige Endkampf um Berliner, Krapfen und Pfannkuchen hinterlässt noch Spuren von Emotion auf den Schreibtischen der Controller, die sonst von Industrieware verkrümelt auch auf dem Mond stehen könnten, da sie der Wirklichkeit nicht bedürften. In der wirklich freien Wirtschaft aber, wo noch stirbt, wer nicht wirbt – wer aber wirbt, wie er sich in Schnaps- und Fieberträumen Werbung darstellt, begeht oft Suizid aus Angst vor dem Ableben – greifen die Mehlmützen längst zu ganz anderen Maßnahmen. Es wird zurückgebacken und benamst, bis der Arzt wieder geht.

Das gesunde Graubrot kann derzeit nicht als Weltmeister in den Verkauf gehen, Papst ist auch aus, aber hey: Deutschland geht immer. Schnell noch ein Zwei- bis Mehrkorn durch die Backstube geschlenzt, schon haben die Glyx- und Sommer-, die Krustenfaschisten und andere Kauboys das Nachsehen. Hossa, die Unterscheidbarkeit der aus Sauerteig gekloppten Rohlinge ist dem Backwahn erlegen! Die Laibesübungen fördern Pönnemanns Goldstücke, Zippelweggerla, Knörzelbömmel und Schlemmerschrippe zutage, jedes auch mit Papst denkbar, saisonal als Sommersemmel oder Winterweck im Angebot, ab August gerne im frühweihnachtlichen Design neben Stollenstulle und Laberlebkuchen. Was sich da an Drei- und Grobkorn kombinieren ließe, nicht auszudenken. Leider wird es ausgedacht, täglich praktiziert und auf dem geschundenen Rücken der Konsumenten ausgebacken. Ohne Gnade.

Je nach Bekenntnis zur Schmerzgrenze tobt die Fitness durch den Mehlsack, dem Joggingsemmel und Radlers Rundstück entkrauchen wie Geziefer auf zu viel Beinen, das auf der Torte kopuliert, so widerwärtig anzusehen, dass man einfach nicht weggucken kann, Roggenschlümpfe des Grauens, die kommende Generationen aus zertrümmerten Warenlagern archäologisch freipinseln werden, denn wir hatte ja nichts – wir mussten den Low-Carb-Glutenfrei-Toast ohne künstliche Zusatzstoffe noch in einem Kuhstall haarscharf hinter Bad Gnirbtzschen holen, die Industrie hatte nur Vollkorn im Angebot, und das klang irgendwie zu gesund und arm, aber nicht sexy.

Warum nicht mal BER-Bollen, bleibt flach auf dem Teller und hebt niemals ab, da nicht ganz fertig gebacken, oder Stuttgarter Stulle aus ordentlich Gips und unterirdisch gut, saftig wie ein Wasserwerfer? Warum nicht Chemnitzer Prügel, von deutscher Heißluft gebläht, der nationale Snack in anheimelndem Braun, dass die Vorderzähne krachen? Es gäbe so viel zu versuchen, Hartz-Hippen zum Sonderpreis, Kapitalistenknackerli für den Bänker mit Feile drin, das CSU-Schrumpfbrot mit minus zehn Prozent Volumen, die Kfz-Knödel fürs Handschuhfach, der vorverweste Teigling, der in der Brotdose nur sechs Wochen Sommerferien braucht, um in die Wiederauferstehung zu stolpern – nicht mit dem Papstkrusti verwechseln, das ist gründlich tot und schmeckt auch so – und das aus Kimme und Korn gefaltete Objekt, wo so in der Auslage liegen tut, bis der gewaltig genervte Kunde mit dem Zeigefinger seine Bestellung artikuliert und die Fachverkäuferin instruiert: „Eins von denen da.“ Wozu also der ganze Zinnober.

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Fluchtbringende Gesellschaft

27 08 2018

„Wenn Sie mich fragen, ’ne Bombenidee, das. Asylbewerber ohne jede Sprachkenntnis sofort in die Pflege schicken und in die Kinderbetreuung. Da zeigt sich das ganze politische Talent der Dame: von der Realität keinen blassen Schimmer, und dann da eingesetzt, wo sie den größten Schaden anrichten.

Nee, im Grund hat sie ja recht, die Krampf-Dingenskirchen. Diese bösen Migranten, die nur übers Mittelmeer zu uns kommen, weil sie hier in der sozialen Hängematte abchillen wollen, so lange wie möglich aus dem Arbeitsmarkt raushalten, bis wir sie endlich wieder abschieben können, und dann eine Dienstpflicht für sie erfinden. Das hilft ungemein, ich finde diese Idee geradezu epochal. Denen geht’s ja jetzt wie deutschen Arbeitslosen, wenn die ein paar Jahre nicht in ihrem Beruf waren, dann gilt ihre Qualifikation einfach nichts mehr, und dann verheizt die Industrie die Leute endlich zum Mindestlohn. Da finden sich die Zuwanderer gleich auf derselben Stufe wieder wie die anderen Leute hier. Gute Sache, so entsteht bei den Asylis wenigstens kein Sozialneid, weil ihre Abschlüsse hier grundsätzlich für die Tonne sind.

Eine tolle Idee von der Klumpen-Karrendings ist ja, dass diese Zwangsarbeit die Akzeptanz der Biodeutschen erhöhen soll. Da geht man ohne Böses im Sinn zu seinem Sachbearbeiter, will einen Ein-Euro-Job, und der sagt: ist gerade aus, die macht jetzt der Flüchtling. Sie müssen leider weiter ausschlafen. Da soll doch noch einer sagen, die CDU kennt ihre Wähler nicht! Also ich finde das sehr gut, weil man sich da auch gleichzeitig ein Hintertürchen offen hält, wenn man die Asylheinis in die Bundeswehr verpflichten könnte. Ja, das ist jetzt vollkommen verfassungswidrig, aber das ist der Scheiß mit dem Pflichtjahr zur Integration auch schon. Und kommen Sie mir nicht mit Grundgesetz und der CDU. Das sind zwei unterschiedliche Galaxien, und im Wahlkampf mutiert eine von beiden zum Schwarzen Loch.

Wenn man das jetzt mit dem Grundgesetz kontern wollte, dann müsste man natürlich erst mal jedem auf gerichtlichem Wege die Freiheit entziehen – das würde man der Partei ohne Weiteres zutrauen – oder alle zwecks einer allgemeinen Dienstverpflichtung vorher zu deutschen Bürgern machen. Das dann ja eher nicht. Aber man muss ja vorher wissen, wie man sich hinterher rausredet, sonst kann man vorher nicht so viel Müll erzählen.

Im Grunde genommen ist die Idee ja erst mal nicht ganz schlecht. Wir haben hier in Deutschland diesen beschissenen Hauptstadtflughafen nicht auf die Kette gekriegt, diesen dämlichen Tiefbahnhof erst recht nicht, da können wir doch die Ayler in die Grube schicken? Erst mal in die Baugrube, klar, aber wenn die sich da nicht bewähren, dann ist der Arbeitsvertrag eben befristet, und dann sind die auch ganz schnell wieder weg. Erinnern Sie mich mal, dass wir das mit den befristeten Verträgen auch bei den deutschen Fachkräften ausprobieren, wenn wir mit den Migranten durch sind. Das scheint mir ein ganz lohnenswertes Modell zu sein. Nicht unbedingt gut für eine integrierte Gesellschaft, aber man kann ja nicht alles haben.

Man könnte die ja auch alle zwangsweise ausbilden. Das könnte man mit den deutschen Schulabgängern natürlich auch versuchen, aber da sind die Chancen etwas geringer, und wenn das Erfolg haben sollte – also bei den Asylanskis – dann müsste man sich ja wieder verteidigen, dass die den Deutschen nicht nur die Jobs wegnehmen, sondern sogar schon die Ausbildungsplätze streitig machen. Das können Sie als Grüner irgendwo im Ortsverein vorschlagen, wenn alle schon ein paar Biobierchen in der Birne haben, aber in der Union und dann auch noch als Frau? Vergessen Sie’s.

Und was die Sprachkenntnisse angeht, die sollen sich hier ja integrieren. Von Wohlfühlen hat keiner etwas gesagt, sonst hätte ja auch jeder Deutsche seinen Traumjob. Die können ja gerne auch im Park fegen, aber das ist wahrscheinlich zu gefährlich, vor allem im Osten. Wenn man da vor Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist, ist für man für die noch halbwegs nüchternen Einwohner mit deutschem Pass und arischen Vorfahren viel zu leicht als Zugewanderter erkennbar. Die prügeln ja inzwischen auch auf Polizisten ein. Also wenn die im Osten gerade mal Uniform tragen.

Wie gesagt, grundsätzlich ist die Idee ja gut. Jetzt müssen wir nur noch sehen, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen, damit wir dieses Arbeitskräftepotenzial auch richtig ausnutzen, bevor sich herumspricht, dass es in Deutschland für jeden einen Job gibt, der es bis über die Grenze geschafft hat. Dann holen wir die SPD ins Boot, die darf sich für dieses Modell einen Sanktionskatalog ausdenken, wenn einer der Leute in der Dienstverpflichtungszeit seiner Arbeit nicht integrationsfördernd nachkommt, am Anfang zehn, dann dreißig, dann hundert Prozent weniger, und dann macht bestimmt auch die CSU mit, wenn wir ihnen irgendeinen Schmarrn erlauben, dass sie in ihren Internierungsheimen noch eine Arbeitsecke einbauen dürfen. Da sehen Sie es, man muss nur positiv denken, dann kriegt man alles in den Griff. Selbst die Flüchtlinge.“





Produzierende Unternehmen

23 08 2018

„… ursprünglich Milliardenhilfen von der Landwirtschaftsministerin gefordert hätten, die die Bundesregierung nicht als sinnvolle…“

„… pauschal auf die Landespolitik verweise. Es heiße ja auch ‚Landwirtschaft‘, deshalb könne der Staat keine Hilfsgelder…“

„… eine Pflichtversicherung für Landwirte ins Gespräch gebracht habe. Sie werde nach Ansicht der Freidemokraten zu einer Marktbereinigung führen, da nur stabile Agrarunternehmen sich die Kosten der…“

„… nur vereinzelt zu Ernteausfällen gekommen sei. Da eine so umfangreiche finanzielle Zuwendung jedoch ohne Einzelfallprüfung hätte gewährt werden müssen, sei es der Regierung zu riskant gewesen, auch gut aufgestellte Betriebe mit in den…“

„… auf die offizielle Statistik des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft warten wolle, da eine seriöse Berechnung der erforderlichen Hilfen nur durch komplexe mathematische…“

„… eine Verteuerung von Erdbeeren erst wieder im kommenden Jahr zu erwarten sei, da der Markt in der Zwischenzeit auf Importware ausweichen könne. Klöckner könne dem Steuerzahler keine so große Staatsbelastung nachweisen, wenn offenbar sei, dass die Verfügbarkeit sämtlicher Konsumgüter immer noch gut bis sehr gut und…“

„… ungefähr ein Drittel der geforderten Summe zahlen werde. Die Bundesregierung sei mit der Entscheidung sehr zufrieden, da sich dadurch etwa jeder dritte betroffene Betrieb…“

„… warne Klöckner nebenbei vor einer veränderten Haltung in der Migrationspolitik. Es gebe in der Landwirtschaft keine Möglichkeiten, noch mehr Zuwanderer zu beschäftigen, wenn diese nicht bereit seien, unter illegalen Arbeitsbedingungen den Erhalt ihrer Jobs zu…“

„… die erwarteten Ernteausfälle nun auch nachgewiesen werden könnten. Das Ministerium habe die offiziellen Statistiken des Ministeriums zwar zur Kenntnis genommen, werde aber vor der Entscheidung …“

„… eher in der Verbreiterung des Angebots liegen müsse als in finanziellen Hilfe, die jährlich gezahlt werden müssten. Klöckner plädiere für eine Ausweitung des Weinbaus auch im Flachland, was angesichts der zu erwartenden Sonnenstunden eine erhebliche Qualitäts- und Mengensteigerung im…“

„… sei jede Zuwendung für Migranten mit einer Investition in Milliardenhöhe verbunden, die auf der anderen Seite dann nicht mehr zur Stützung der landwirtschaftlichen Betriebe…“

„… sogar in der Küstenregion angebaut werden könnten. Fisch und Wein seien eine auch im Einzelhandel gut vermittelbare Kombination von Qualitätsware aus deutscher…“

„… die Zuwanderung über das Mittelmeer auch wetterbedingt geschehe. Klöckner sehe einen sehr gefährlichen Umkehreffekt, der durch vermehrte Migration und eine anwachsende Bevölkerung in Deutschland auch die Erderwärmung ankurbele und so eine noch viel höhere Dürregefahr für die…“

„… es sich nach neuesten Zahlen um eine Katastrophe von nationalem Ausmaß handele, die allerdings einerseits auf Landesebene stattfinde, andererseits globale Ursachen habe, so dass sich das Ministerium außerstande sehe, eine rechtlich sichere Zahlung von…“

„… sich mehrere Konzerne aus dem Bereich der Kfz-Lieferbetriebe sowie die Pilotenvereinigung Cockpit als Großgrundbesitzer ausgegeben hätten, um Agrarsubventionen von der Bundesregierung zu…“

„… nur Betrieben helfen werde, die direkt von der Schließung bedroht seien. Dies könne nach dem Aufbrauchen des Winterfutters für Milchvieh etwa im Herbst eintreten, führe aber nicht automatisch zu einer Hilfszahlung, da dann auch für sehr viel Geld kein Winterfutter mehr in die…“

„… die meisten Höfe Diesel verwendeten. Sie würden nun über eine Entschädigungszahlung ungefähr dreißig Milliarden Euro fordern, die aber erst durch einen juristischen…“

„… werde das Ministerium ohnehin mit der Auszahlung der Hilfsgelder warten, bis Betriebe in Konkurs gegangen seien, da nur so die existenzielle Bedrohung rechtssicher…“

„… es sich um produzierende Unternehmen mit Dieselverwendung handele, die einfach als Automobilindustrie eingestuft werden könnten. Auf diese Art bekäme auch die Bundesregierung eine Handhabe, um die Rettungsmilliarden ohne vorherige Prüfung der Bedürftigkeit an die…“

„… erhebliche Ausfälle der Kartoffelernte durch eine Steigerung der Getreidepreise ausgeglichen würden. Klöckner sehe hier eine Chance, den Verbrauchern den Kartoffelmangel durch preislich höherwertige Backprodukte zu vermitteln, was zur Stärkung der ökonomischen Sicherheit in vielen Haushalten der Unterschicht und ihrer…“

„… zur Stützung der Landwirtschaftsbetriebe nur eine seriöse Methode geben könne, die die Bankenaufsicht derzeit prüfe. Indem sich die Höfe in einem Schnellverfahren zu .…“

„… Betriebe, die aus eigenen Mitteln die Verluste hätten auffangen können, etwa durch Abbau von Arbeitsplätzen oder den Verkauf von Acker- und Weideflächen zum Erwerb von Futtermitteln, nicht an den Hilfen beteiligen werden. Die Bundesregierung begrüße dieses als ‚griechische Solidarität‘ bekannte Modell des freiwilligen Lastenausgleichs und hoffe, dass sich die angespannte Lage durch nationale…“

„… rate Klöckner den Höfen, als börsennotierte Startups neues Kapital zu akquirieren und innerhalb weniger Jahre auch ohne Primärproduktion wieder ausreichende Kreditwürdigkeit zu…“





Enkeltrick

16 08 2018

„Nee, gucken Sie mal: wenn da einer kommt und sammelt für ein neues Atomkraftwerk, drücken Sie dem eine Euro in die Hand? Merken Sie selbst. Ich meine, wie kann man so naiv sein?

Ja doch. Man soll seine Rechnungen immer bezahlen, sonst wird das am Ende nur noch viel teurer. Wie wir hier neulich die Handwerker im Haus hatten, die mussten auch nur einmal mahnen. Zweimal? dann zweimal. Aber gezahlt haben wir, der Anwalt von denen war ja dann auch sehr nett und hat gemeint, wir würden hoffentlich nichts mehr voneinander hören, und die Wasserhähne haben sie uns auch da gelassen. Also alles gut. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, die hätten eine Autobahn über unser Grundstück gebaut.

Darum geht es doch. Die von diesem Troll Collect, oder wie dieser Sammelbüchsendienst heißt, die wollen tatsächlich Geld haben, und die Regierung, lustig sind sie ja, das muss man denen lassen, die zahlen einfach nicht. Richtig finde ich das, sehr richtig. Sie kennen doch den Spruch: mit dem Bezahlen verplempert man das meiste Geld? Eben, und wenn Sie merken, dass das das Geld von uns unschuldigen Steuerzahlern ist, dann hat das Ganze eventuell auch noch einen Funken von Wahrheit! Die können da doch nicht einfach so eine Rechnung stellen, steht da drin: fünf Milliarden so, irgendwie, zahlen Sie mal bis zum, wenn nicht, wir haben auch Anwälte. Was würden Sie denn machen, wenn da plötzlich so eine Rechnung kommt, fünf Milliarden, und Sie haben das gar nicht bestellt?

Ja, die Geschichte von den Telefonrechnungen, die kenne ich auch noch. Das waren damals, warten Sie mal, das waren zehn Millionen Mark damals, die sollte mein Schwager an die Bundespost zahlen. Ich dachte schon, Mensch, die kommt noch aus der Inflation, der Rest sind Zinsen, aber nix da, die Rechnung war natürlich echt. Nun hat der zwar eine Tochter gehabt damals, siebzehn, die hatte einen ausländischen Studenten kennengelernt, mit dem hat sie dann öfters mal telefoniert. Sie meinte, sie kann damit ihre Sprachkenntnisse ein bisschen auffrischen, er hat ihr das auch geglaubt, aber dass da zehn Millionen Mark rauskommen? Na, immer noch besser als Nachwuchs.

À popo, was würden Sie denn machen, und zwar als Staatssekretär, wenn da so eine Rechnung kommt? Da stehen dann demnächst kleine Mädchen vor der Tür, die sammeln kleine Spenden für den Hauptstadtflughafen, der in weniger als zwanzig Jahren eröffnet werden soll. Das sollen Ihre Enkel noch miterleben können. Also plumper geht’s doch nicht mehr, oder? Nee, nicht erpressen lassen. Wenn die ihre Finanzierung nicht in den Griff kriegen, was hat denn der deutsche Steuerzahler damit zu tun? Deshalb haben wir doch alles privatisiert, damit wir eben nicht mehr dafür bezahlen!

Jetzt werden Sie sagen, wir haben doch auch die Banken gerettet. Stimmt ja auch, gebe ich Ihnen sofort recht. Schweinerei, wenn Sie mich fragen, aber da hatten wir ja keine andere Wahl. Denn bei dem Geld handelte es sich doch schließlich um unseres, nicht wahr, und wenn wir unser eigenes Geld mit unserem eigenen Geld retten können, das ist doch logisch? Die Politiker erzählen uns doch auch immer von Eigenverantwortung, da macht das doch endlich mal Sinn!

Aber hier, dieses Troll Collect, da haben wir ja auch noch zehn Milliarden Miese. Nee, nicht die CSU, so viele Mitglieder haben die gar nicht. Wahlstimmen auch nicht, obwohl Söder ja schon am Ergebnis bastelt. Aber die Verkehrsminister der letzten Jahre haben das alles nicht gewollt, davon gehe ich mal aus. Die wollten einfach nur eine ganz normale Behörde für irgendeinen sinnlosen Scheiß, mit dem man den Bürgern die Kohle aus der Tasche ziehen kann, um sie dann als Steuermehreinnahme an die Leistungsträger zu verteilen, weil die ja als Autofahrer so viel bezahlen müssen. Hätten sie mal lieber gleich in die Grenzsicherung investiert, dann hätten wir nicht immer diese vielen Ausländer auf den Autobahnen und müssten das nicht von der Steuer wiederbekommen. Oder irgendwie so, ich hab’s ja auch nicht kapiert. Also ich hatte es schon kapiert, aber dann kamen der Glos, der Ramsauer und der Dobrindt und jetzt der Scheuer, und jetzt kapiert keiner mehr was. Ist ja auch logisch, die haben ja auch nichts kapiert, von Anfang an haben die nichts kapiert. Aber die hatten vielleicht auch nur Gutes im Sinn. Die wollten einfach nur eine ganz normale Behörde für irgendeinen sinnlosen Scheiß, mit dem man den Bürgern die Kohle aus der Tasche ziehen kann, und dann braucht man jemanden, der das verwaltet, im Bekanntenkreis hat man da als Politiker bestimmt den einen oder anderen Politiker, der schon aus rechtlichen Gründen, ich meine, ich weiß es ja auch nicht, aber da gehen dann viele halt in die Wirtschaft. Oder in Teilzeit, wenn ihnen das Staatsamt noch so viel Zeit lässt, das weiß man ja auch alles nicht. Man weiß ja so wenig, wissen Sie?

Also wenn da demnächst einer bei Ihnen auf dem Grundstück steht, und der will da einen Bahnhof verbuddeln, so einen richtigen Bahnhof mit Tunnel und kaputter Brandmeldeanlage und Immobiliengesellschaft und Drogenviertel in Ihrem Hinterhof – nix. Lassen Sie sich immer erst den Kostenvoranschlag zeigen.“





Pinkeltaste

11 07 2018

„Fünfundneunzig auf zweiundachtzig. Schon schön, was Ihre Potenzprothese so an Bohrung mal Hub hat. Sie sind verheiratet? Geschieden. Hätte man bei dieser Fahrzeugklasse ja rausfinden können, dass Sie sich keinen Therapeuten leisten können.

Vor zwei Jahren haben Sie angegeben, dass Sie nicht den Maserati, sondern den SUV nehmen, um die Tochter Ihrer Teilzeitbettdekoration zur Kita zu fahren, weil der Seitenaufprallschutz auf hundert Metern Wegstrecke besser wäre. Merken Sie schon, oder? Gut. Das gibt ordentlich Minuspunkte. Hallo!? Feinstaub! Sie wollen mir doch jetzt nicht weismachen, dass Sie die paar Schritte zur Kita nicht mit dem Fahrrad zurücklegen können? Haben Sie sich mal überlegt, dass Sie die Erde nur von Ihren Kindern geborgt haben? Ah, verstehe. Mit einem dicken Bankkonto lässt sich die Scheiße in der Gated Community viel besser verkraften. Das nenne ich mal einen nachhaltigen Lebensentwurf. Gut, dass Ihr Tochter das noch nicht kapieren muss.

Fleisch essen Sie auch? Immer die guten Fertigschnitzel von Feinkost Schnuckiputz? Das Wertvollste an den Lappen ist ja die Verpackung. Naturbelassene Folie aus handgeschöpftem PVC. Das können Sie noch in fünfhundert Jahren aus dem Meer ziehen, wenn Sie da zufällig noch Wasser finden sollten. Minuspunkte. Sie haben sich diesem Test gestellt, also kriegen Sie auch das Ergebnis.

Natürlich haben Sie sich diesem Test gestellt. Wer ein neues Auto kaufen will, wer eine neue Heizung für sein Eigenheim braucht und keine emissionsneutrale Lösung wählt, wie sie die Branche dank der Subventionen inzwischen quasi zum Selbstkostenpreis anbietet, der muss halt blechen. Wo ist Ihr Problem? Ihre Lebensgefährtin ist nicht besonders hell in der Birne, also warum sollten wir uns da etwas vormachen. Sie schaffen das schon ganz gut alleine. Jetzt hat sie sich in den Kopf gesetzt, nach Mallorca zu fliegen. Seit gut zehn Jahren Biosphärenreservat der EU. Wenn Sie mich fragen, die Alte ist behämmert. Da muss man einfach nur mal gegenrechen, dann ist das Thema aber so was von erledigt.

Jedes Jahr ein neues Smartphone. Sie lassen sich die Dinger von Paketo schicken. Lebensmittel übrigens auch, was hatten wir da? Avocados. Spargel. Gut, das war letztes Jahr zu Weihnachten, und der war natürlich mit Wasser aus den Anden angebaut. Nur die Luftfracht aus Chile stand nicht im Prospekt. Sie bevorzugen seit einigen Wochen Ananas? Ja, das passt. Pinkeltaste? Seit wann kriegt man Bonuspunkte für eine Pinkeltaste? Wissen Sie eigentlich, wie oft und wie lange Sie pinkeln müssten, um einen Flugkilometer nach Mallorca zu rechtfertigen? Oder einmal mit dem SUV zum Bäcker, damit die Brötchen noch warm zu Hause ankommen.

Ich weiß es auch nicht. Vielleicht stellen Sie für ein paar Jahrhunderte das Ausatmen ein, dann könnten wir uns über Ihren Antrag noch mal unterhalten. Gucken Sie mich nicht so an, ich habe das Gesetz nicht gemacht. Größere Eingriffe in die Biodiversität, Flugreisen, wasserwirtschaftlich relevante Baumaßnahmen, das muss jetzt eben alles mal ordentlich begründet werden, sonst machen wir den Planeten noch schneller kaputt. Wobei, da packt mich tatsächlich mal die Neugier. Wozu um alles in der Welt braucht man im Garten einen Heizpilz? Zum Grillen im Winter? Ja, das klingt logisch. Und Ihre Gartenmöbel aus Tropenholz, die sind sicher auch nur ironisch gemeint? Also angeschafft ist angeschafft, das ist wie in Flensburg. So schnell kriegen Sie die Punkte nicht weg.

Nein, ich will nicht über Energiesparleuchten mit Ihnen reden. Die Dinger sparen zwar Energie, wenn auch wenig, aber irgendwer muss die ja auch produzieren. Ja, das ist auf demselben Planeten. Die Erkenntnis kommt für viele etwas überraschend, weil man ja meist glaubt, die wachsen im Baumarkt nach. So wie die Ananas in der Dose. Und Ihnen ist auch klar, was die Leuchten für eine Toxizität haben, wenn sie mal verbraucht sind. Austauschen hilft nur bedingt, Sie müssen die schon bis zum bitteren Ende weiter benutzen. Und dann haben Sie immer noch etwas davon.

Bio-Schokolade? Ja, kann man machen. Wir sind hier keine Moralapostel. Wir interessieren uns für Ihre Öko-Bilanz, und zwar nur für die. Was Kinderarbeit angeht, hat die Politik schon eine sehr klare Vorstellung, die sie nicht in die Tat umsetzt.

Also wenn Sie schon einen Zweitwohnsitz haben, warum nehmen Sie den nicht als Feriendomizil? Ah, verstehe. In den Kühlschrank passt nicht genug Champagner. Und nein, ich weiß gerade nicht, wie man dafür die Kompensationen berechnet. Wahrscheinlich irgendwo im Bereich von Hundesteuer. Keine Ahnung. Und nein, es würde nicht helfen, wenn Sie regional erzeugten Champagner kaufen. Oder regional erzeugte Flaschen. Oder regional erzeugte Kühlschränke.

Gut, das wäre dann hier einmal und da einmal, und da bekomme ich noch eine Unterschrift für den Datenschutz. Das sind dann drei Wochen Radtour durch die Eifel mit dem Wurfzelt. Drei Personen. Für Ihre Enkel. Also, falls Sie mal Enkel haben sollten.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXX): Das Überangebot

29 06 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Wenn die warme Jahreszeit Einzug hielt am Felshang dicht bei dem kleinen Tümpel, wuchs manche Beere im grünen Dickicht. Manche waren rot und süß, manche blau, gelb oder lila, manche süß und dann sauer, einige sauer, dann süß, manche mehlig bis weich, einige überraschend süß, dann aber widerwärtig bitter, eine sorgte für ein taubes Gefühl in der Zunge, eine entwässerte den Körper dank tagelangen Brechreizes gründlich, eine hatte nach des herben Buketts von Rotblüte und Seegras eine duftige Kopfnote von Braunbaumrinde mit Akzenten von Sommerregen und Humus, bevor der stahlige Abgang die säurebetonte Stumpfpilznote noch einmal aufnahm. Er führte kurz nach der Einnahme zu einer Lähmung des Atemzentrums, was die Hinterbliebenen vor die Wahl stellte: rote oder blaue Süßbeeren? Das war keine Frage des Stils, das beugte sich dem Überangebot.

Die postmoderne Bestückung des Einzelhandels hat die Fronten etwas bereinigt; kein Waschmittel explodiert beim Öffnen, keine Konserve vergiftet vorsätzlich den Käufer, wer sich genug Schnaps für die letale Dosis in die Birne bembelt, handelt stets aus eigener Verantwortung. Doch der Verbraucher wird aus Dumm- und Bosheit mit Marmeladen beschmissen, mit drumunddrölfzig Sorten in aller Herren Länder Glasdesign, verschraubt, vermufft, verdengelt und verschweißt, rund, eckig, fast alle in dreidimensionaler Ausführung, und die Botschaft auf der Außenseite heißt: Marmelade. Kauf mich. Es gibt fünfunddreißig Sorten Kirsche im Regal des hysteriebetonten Fachmarktes für Frustkäufe, unter ihnen elf Items mit ohne Zusatz, darunter wieder die finalen drei Sorten Schwarzkirsche, Schwarz mit Weichsel und Schwarzkirsche-Knupper. Das in der Luft wabernde Getöse der Megamärkte speist sich vom dumpfen Aufschlag der Kunden auf dem abwaschbaren Boden der Tatsachen, wenn die Schwerkraft ihre Schädelfrontseite erdet. Was aber kaufen, wo doch alles sinnlos ist?

Die Entscheidung zwischen drei Sorten Plörre mit fünf Achteln Zucker ist genug, das limbische System kapituliert kreischend vor der Entscheidung und schwiemelt dem Bekloppten die Daten zurück in den Eingangsspeicher. Es geht ja gar nicht um die Menge der nicht verwertbaren Sorten, die nach reiner Vernunft kritischen Dinge sind entscheidend. Können drei Sorten Kirsche den durchschnittlichen Konsumkasper schon so demontieren, dass er die Contenance verliert? oder muss ein Kübel Pfirsich-Schlumpf mit getoasteter Qualle die Entscheidung auslösen? Die Menge der in Betracht kommenden Geschmäcker ist nicht relevant, es ist die Masse der nicht in Betracht kommenden, die zwar theoretisch wählbar sind, praktisch jedoch keine Rolle spielen, nur als Fehlermöglichkeiten, dass der Beknackte die falsche Entscheidung getroffen hat. Je mehr ungenießbares Zeug das Angebot bläht, desto mehr Angst erzeugt es beim Kaufinteressenten und damit umso weniger Kaufinteresse.

Wer wählt, verpasst zwingend den Großteil der Alternativen. Der sich auftürmende Kanaltsunami, der das ehedem überschaubare Fernsehen flutet, hat den Fußballgucker im Auge. Das Wesen des Kapitalismus gebietet, dass das Angebot erweitert und differenziert wird, geschärft, verbreitert. Bald sind es zwölf Kanäle, die Hälfte davon nicht mehr mit dem ubiquitären Gekicke satter Millionäre, wie es auch andere Medien hochspülen, sondern die sich immer weiter aufdröselnden Regionalligen, die unter der Woche Bälle treten, die schönsten Elfer aus der Regionalliga in Dauerschleife, der Pokal von anno dazumal in der neunten Wiederholung wegen Fallrückziehers in der Verlängerung. Bald sind es neun quasi per Parthenogenese geschlüpfte Klone, die um die Quadrataugen des unschuldigen Opfers buhlen, der sich für jeweils eine Todesart entscheiden muss: einen einschalten heißt alle anderen verpassen, und nicht einmal der Trost hilft, dass man sich den ganzen anderen Schmodder schließlich aufzeichnen und wegtuppern könnte für den Ruhestand, was sich bei Marmelade schon schwieriger gestalten würde. Es passt immer nur ein Brot in die Backe.

Der Hominide ist kein Entscheidungträger, er bedarf der Führung, und was ihm als Freiheit gezeigt wird, bedrückt ihn. Einfach strukturierte Personen kommen viel besser zurecht mit einfach strukturierten Möglichkeiten: rund oder eckig, heiß oder kalt, Sekt oder Selters. Die Schnapsidee, jede Hochschule mit Studiengängen jenseits der Verarbeitungskapazität der Amygdala auszurüsten, führt zu einer Schwemme von Juristen und Lehrern, weil sich interkulturelles Food-Management und gendergerechtes Klöppeln schon anhören, als bekäme man statt eines Abschlussexamens gleich den Therapieplatz für die posttraumatische Störung. So gibt es viele unzufriedene Juristen, die ihre aufkeimenden Phobien im Staatsdienst gut in den Griff kriegen. Hätten sie dagegen Marmelade auf Lehramt studiert, wer weiß, was dann passiert wäre.





Schnapsleichen

8 05 2018

„… über eine Einschränkung des Alkoholverkaufs und über einen Anstieg der Preise für alkoholhaltige Getränke nachdenken müsse. Es sei eine nationale Aufgabe des…“

„… alle bisherigen Präventionsmaßnahmen ohne Erfolg geblieben seien. Es sei eine Frage des politischen Willens, dass sich Eltern an den Folgekosten des Alkoholkonsums ihrer Kinder…“

„… etwa im Rahmen einer Suchterkrankung zu finden sei. Durch einen Preisanstieg wachse proportional das Einsparpotenzial, was als positiver Anreiz für viele…“

„… habe sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung skeptisch gezeigt. Alkohol gehöre zur Leitkultur des christlich-abendländischen Staates, der seine Identität nur mit dem…“

„… ohnehin in sozial abgehängten Schichten stattfinde. Der Alkoholkonsum sei demnach eine Folge zu hoher Sozialleistungen, deren Kürzung verhindern werde, dass Spirituosen zu teuer für die Leistungsträger der…“

„… von der CSU in allen Belangen unterstützt werde. Für Dobrindt gehöre Alkohol schon deshalb zu Deutschland, da der Islam ihn als nicht…“

„… auch um Arbeitsplätze in den Brauereien, im Einzelhandel und in den therapeutischen Einrichtungen gehe, die der Volkswirtschaft des…“

„… könne man über eine Alkoholmaut gerne reden, solange diese nur außerhalb von Bayern gelte. Seehofer werde dies auf der Länderkonferenz der…“

„… der Alkoholkonsum in Deutschland sich ohnedies stetig verringere. Dies könne nur bedeuten, dass die fremdländischen Einflüsse auf das deutsche Volk so weit vorangeschritten seien, dass sich der negative…“

„… sich um eine statistische Verfälschung handeln dürfte. Man könne eine Vielzahl von Unfällen im Straßenverkehr nicht als Folgen des Rausches betrachten, sondern müsse sie als Ergebnis der unsachgemäßen Handhabung von Kraftfahrzeugen und…“

„… nicht auf Aufklärungsmaßnahmen setze, da die Bevölkerung diese nur sehr langsam verstehe. Für die Wiederwahl sei es besser, ein schnelles Ergebnis in der…“

„… eine Steuer auf billige Alkoholika erheben wolle. Ab einer entsprechenden Höhe seien diese dann kostspieliger als Markenware, was sich wiederum negativ auf die Absatzmärkte dieser…“

„… könne ein traditionelles Ereignis wie das Oktoberfest nicht ohne ausreichende Möglichkeiten zum Training…“

„… andererseits eine neue Marktmöglichkeit eröffne, Discounterabfüllungen von Biermarken über den Preis zur Luxusware zu stilisieren, die sich in einem neuen Lifestyle-Segment des…“

„… in diesem Jahr zu einem alkoholfreien Herrentag aufgerufen habe, den die Drogenbeauftragte mit Limonade und…“

„… die ersten Hipster bereits von Kokain auf osteuropäischen Discounter-Rotwein im Drei-Liter-Gebinde umgestiegen seien. Dies habe vor allem für eine junge, begüterte Konsumentenschicht in den Metropolen zu einer…“

„… das Verbot von Bierwerbung verheerende Folgen haben würde. Zwar seien zunächst nur vereinzelte Werbeagenturen davon betroffen, die Krise sei aber jederzeit auf die ganze…“

„… dass der Fortbestand von Bierzelten und Stammtischen für die politische Leitkultur Deutschlands unerlässlich sie, da die CSU sonst nie wieder eine absolute…“

„… der Steuernnachteil nur proportional auf den Gehalt an reinem Alkohol gelte. Die übliche Preispolitik der Hersteller werde daher dazu führen, dass künftig noch mehr harte Spirituosen konsumiert würden, da sie weniger zusätzliche…“

„… sogenannte Trinkerstuben und eine staatlich kontrollierte Abgabe von Alkohol vorschlage. Die sozialpädagogische Betreuung der…“

„… auch die Tankstellenarbeitsplätze in Gefahr seien, wenn die Experten sich gegen die Industrie durchsetzen würden. Der Einzelhandel sei für den Alkoholkonsum nicht zur Verantwortung zu ziehen, da die Kunden mündig genug seien, um selbst als Verantwortliche des…“

„… die Alkoholsucht eher enttabuisieren und als volkswirtschaftlich relevante Krankheit anerkennen müsse. Spahn habe dagegengehalten, dann werde jede arbeitsscheue Schnapsleiche, die zur Erhaltung der völkischen Gesundheit besser ausgesondert würde, Therapieplätze wie Smarties…“

„… fördere gerade der Umgang mit Alkohol die Eigenverantwortung der Bürger und müsse durch eine entsprechende Gesetzgebung erhalten bleiben. Die Liberalen seien daher für Steuersenkungen sowie eine…“

„… die positiven Effekte des Trinkens nicht zu vernachlässigen seien. So wirke sich ein alkoholbedingt kürzerer Rentenbezug durchaus kostensenkend auf die…“