Zahltag

12 06 2017

„So, und dann kopieren Sie mal die Seiten drei bis fünf, eigentlich reicht Seite drei, also die obere Hälfte, da steht alles drin. Richtig, das ist unser Rentenkonzept, wobei: Konzept ist das eigentlich keins. Die Nahles hat ja mitgearbeitet.

Ach was. Die muss sich um ihre Rente keine Sorgen machen, die hat ja nie gearbeitet. Das ist ja einer der signifikanten Unterschiede zur restlichen sozialdemokratischen Politik, aber das werden Sie noch merken. Die Seite acht können Sie auch mit aufnehmen, da stehen dann die Prozentsätze drin. Nein, keine Zinsen. Die Prozentsätze. Bei Zinsen kommt ja noch etwas dazu.

Die Betriebsrente heißt ja Betriebsrente, weil wir uns dort um den Betrieb kümmern. Sonst wäre es ja die staatliche Rente, um die kümmert sich der Staat nicht. Wir brauchen nämlich eine neue Solidargemeinschaft, und wo soll die mit einer sozialdemokratischen, sozialistisch orientierten Politik anders entstehen als im Betrieb? Hier ist die Keimzelle der Zukunft, wenn Sie mal nicht mehr arbeiten sollten, aus welchen Gründen auch immer, und hier setzen wir an, wenn wir als Partei der Wirtschaftsfreundlichkeit eine Partnerschaft mit den Arbeitern anregen. Oder nein, nehmen Sie das mal wieder raus, mit den Angestellten. Leitende Angestellte, wenn Sie es genau wissen wollen, um die kleinen Leute kümmert sich ja die CDU.

Die Prozentsätze sollten Sie schon kennen. Das sind die, die wir Ihnen von der Rente wieder, wie soll ich sagen, es ist ja eine staatlich organisierte Betriebsrente, die muss über einen Ausgleich, weil Sie dann nämlich nicht mehr so viel verdienen – das steht alles im Konzept, haben Sie das etwa nicht gelesen? Jetzt enttäuschen Sie mich aber, am Ende halten Sie sich noch für die Nahles. Nein, Sie müssen das Konzept verstehen. Wir nehmen Ihnen einen Teil der Einkünfte, wir sind ja schließlich der Staat, der darf das, im Gegensatz zur Wirtschaft, die dürfen das auch, und dann zahlen Sie das ein in einen Topf, der wie die anderen Steuereinnahmen erstmal behandelt wird wie die Gelder, die man zum Beispiel für die Beamtenpensionen oder das, was auch nicht im Konzept steht. Wenn wir das nur verzinsen würden, das verstehen Sie schon selbst, das bringt ja zur Zeit nichts, und die Zinsen werden in Zukunft bestimmt nicht besser, deshalb nehmen wir uns davon gewisse Prozente. Als Staat. Die wir Ihnen aber später so ähnlich wieder auszahlen, das heißt: nicht ganz. Also weniger. Also gar nicht.

Jetzt regen Sie sich nicht auf, dass das der Staat macht, das ist doch nichts Neues für Sie. Regen Sie sich lieber mal darüber auf, dass das die Wirtschaft zulässt! Die lassen das zu, und dann sagen die auch noch, wir, die Politik, wir hätten die gezwungen zu diesem Wahnsinn! Da zieht man Ihnen erst das sauer verdiente Geld aus der Tasche, da macht die Wirtschaft natürlich fleißig mit, dann verschwindet das in dunklen Kanälen – interessiert sich die Wirtschaft etwa dafür? hat man schon mal gelesen, dass sich die Wirtschaft bei der Nahles beschwert, weil die einen bis ins letzte Detail ausgearbeiteten, perfiden Plan zur staatlichen Gewinnmaximierung vorgestellt hätte? Denken Sie mal darüber nach! – und dann kriegen Sie ganz viel davon zurück, also eher weniger, also fast, also fast gar nichts, also Sie zahlen nur ein, aber der Wirtschaft ist das egal. Die interessiert sich nicht für die Taschenspielertricks der Rentenberechnung, das können Sie mir glauben, und was ist mit Ihnen?

Nicht undankbar sein. Sie kriegen ein bisschen zurück, auch wenn das weniger ist als das, was Sie in die Betriebsrente einzahlen. Anders gefragt: wenn wir, der Staat, Ihnen einfach so etwas abziehen würden, sagen wir mal: das Rentenniveau einfach so senken, nur mal theoretisch gedacht, und Sie würden trotzdem nichts zurückkriegen, wäre Ihnen das lieber?

Im Prinzip ist es mir egal, wie Sie’s darstellen, wir haben im Anhang auch schöne rote Kurven. Die hier ist sogar mit Blau im Hintergrund, sehr hübsch. Müssen Sie mal sehen, was Sie verwenden. Stellen Sie das gerne als zukunftsorientiertes Modell für die Sicherheit der Bürger dar. Darum geht es uns ja letztlich: Sicherheit. Gut, nicht für Sie, aber die Nahles kann ja auch nicht an jeden denken. Sie müssen im Grunde nur unser gesamtgesellschaftlich orientiertes Vorbild auf die Rente übertragen, und das kennen Sie von Arbeit und Autobahnen: wenn die SPD ein Problem hat, privatisiert sie es.

Weil wir eben lieber mit der Privatwirtschaft arbeiten, verstehen Sie? diese staatlichen Konzerne, dass man die immer fordert, das kann man mal im Wahlkampf machen, aber in der Realpolitik ist das doch nicht vernünftig. Man kann doch nicht immer nur Geld umschichten, ohne dass daran einer noch etwas verdient – sonst haben Sie die Opposition am Hals, die redet dann wieder von Umverteilung, und da hört ja der Spaß auf. Also für uns. Für Sie schon da, wo Sie einen Arbeitgeber suchen, der überhaupt eine Betriebsrente zahlt. Und da sind wieder Sie gefragt, Solidargemeinschaft und so. Wenn einer Sie ausschließlich mit staatlicher Rente abspeisen will, was ja sein gutes Recht ist, dann arbeiten Sie einfach nicht für den. Vorausgesetzt, Sie können sich das leisten.

So, und jetzt heften Sie das hier oben einmal zusammen, noch ein Tipp aus der Praxis: die Kohle unter der Matratze bunkern bringt nichts, wir haben extra Einbrecherbanden ins Land geholt. Das ist Ihre Tour für heute. Sie machen das schon, und wenn’s mal beschissen läuft, denken Sie immer daran, wie viele Riesterrenten Sie den Vollidioten beim letzten Mal angedreht haben. Toi-toi-toi!“





Mit beschränkter Haftung

8 06 2017

„Man könnte zum Beispiel Sponsoren anwerben.“ „Mathe mit Gummibärchen?“ „Wie kommen Sie auf Gummibärchen?“ „Die Frage sollte eher sein, wie kommt er auf Mathe?“ „Irgendwo muss man schließlich anfangen.“ „Aber doch nicht unbedingt bei Mathematik!“ „Sind Ihnen private Schulklos denn lieber?“

„Wir könnten es doch im ersten Schritt mit einer Teilprivatisierung versuchen.“ „Erstmal nur den Matheunterricht?“ „Erstmal nur die Schulklos.“ „Warum nicht den Mathematikunterricht?“ „Denken Sie doch mal nach, Kollege!“ „Weil man für die Toiletten viel einfacher Geld bekommt.“ „Und wenn man einfach den Mathematikunterricht kostenpflichtig machen würde?“ „Gute Idee.“ „Hm. Kann man.“ „Kann man?“ „Das ist gar nicht so schlecht, man könnte beispielsweise bestimmte Fächer kostenlos unterrichten und für andere Geld verlangen.“ „Sehr gut, dann bräuchten wir nur eine Schule und würden dann die einzelnen schulischen Ausbildungslaufbahnen durch finanziell gesteuerte Ausschlusskriterien definieren.“ „Und was haben wir jetzt?“ „Ach so.“ „Na, dann…“

„Diese öffentlich-privaten Partnerschaften, die stehen doch seit jeher in der öffentlichen Kritik.“ „Aber eben nicht in der privaten.“ „Stimmt auch wieder.“ „Es geht ja hier auch eher um funktionale Privatisierungen.“ „Ach so.“ „Na, dann…“ „Da sind wir ja noch mal davongekommen, oder?“ „Und was versteht man darunter?“ „Das weiß ich auch nicht.“ „Ach so.“ „Na, dann…“

„Nein, jetzt erklären Sie mal.“ „Also das ist wie eine Trennung.“ „Von öffentlichen und privaten Schulen?“ „Nein, wenn Sie sich scheiden lassen.“ „Dann kann ich doch trotzdem entscheiden, dass meine Kinder in eine private Schule gehen.“ „Ja, aber wer zahlt dafür?“ „Für die Schule?“ „Für die auch, aber eher für die Kinder.“ „Die sind doch eh privat.“ „Nicht alle.“ „Aber…“ „Nein, noch mal von vorne: Sie trennen sich, und dann sind Ihre Kinder…“ „Wo ist denn da jetzt das Funktionale?“ „… bei Ihrer Frau.“ „Ach so.“ „Na, dann…“ „Und Sie zahlen dafür.“ „Wofür?“ „Dass sie Ihre Kinder alle zwei Wochen einmal sehen.“ „Und für wen ist das jetzt ein Vorteil?“ „Für Sie natürlich. Sie dürfen sich immerhin an der Finanzierung Ihrer Kinder beteiligen. Das zeigt, dass Sie ein guter Vater sind.“

„Man kann das doch als Gesellschaft mit beschränkter Haftung aufziehen.“ „Genau!“ „Schließlich kann man von einem privaten Träger, der eigentlich nur für die Gewinne zuständig ist, nicht auch noch erwarten, dass er sich mit der Haftung abgibt.“ „Das sind ja auch staatliche Kompetenzen, gerade in Hinblick auf Schulen.“ „Außerdem, die Preisstabilität.“ „Die was, bitte!?“ „Preisstabilität. Sie können doch nicht erwarten, dass die Eltern jährlich mehr bezahlen für die Schulbildung ihrer Kinder.“ „Das wäre ja fast wie bei Steuerzahlern!“ „Geht gar nicht.“ „Eben!“ „Es könnte doch auch positive Effekte haben, wie wir das bei den Autobahnen erwarten.“ „Sehr richtig!“ „Die Preise für die Nutzung steigen kontinuierlich an, die Bürger können sich das Autofahren nicht mehr leisten, die Umweltbelastung sinkt, kein Feinstaub, weniger Unfalltote, alles paletti.“ „So macht man vernünftige Verkehrspolitik!“ „Wie sieht es aus bei verschmutzungsbedingten Krankheiten?“ „In Bezug auf die Schulen?“ „Für Dienstleistungen ist das gar nicht schlecht.“ „Sie meinen, wenn man das Gesundheitswesen eh privatisiert…“ „… dann kann man’s auch gleich in die Schulen integrieren.“ „Je nach Zuzahlung halt.“ „Logisch, das würde ja die natürliche Auslese unterstreichen, die bisher im Bildungssystem immer zu kurz kam.“

„Und wie sollte man das jetzt verfassungsmäßig machen?“ „Verstehe ich nicht.“ „Ist denn überhaupt wichtig?“ „Bleiben Sie doch mal auf dem Teppich.“ „Wir haben ja noch nicht die Justiz privatisiert.“ „Würde ich sowieso erst nach der Privatisierung der Gefängnisse in Angriff nehmen.“ „Wegen der Schulklos?“ „Er meint sicher Mathematik.“ „Ach so.“ „Na, dann…“

„Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft.“ „Wir könnten uns beispielweise einen Schulzweig leisten, der Evolution und Klimawandel beibringt.“ „Und einen, der darauf verzichtet.“ „Sehr gut, das stärkt die Meinungsvielfalt in der demokratischen Gesellschaft.“ „Wobei wir natürlich gewisse Minimalanforderungen haben sollten.“ „Wie sollten die denn sein?“ „Naja, minimal eben.“ „Das sollten wir wohl hinkriegen.“ „Andererseits haben wir in den Vereinigten Staaten schon 125 Millionen Analphabeten.“ „Das wird in Deutschland nicht passieren.“ „Woher wollen Sie das wissen?“ „Wir sind nur 82 Millionen.“ „Auf der anderen Seite, sind Sie sich ganz sicher, dass wir nicht irgendwann auch so einen Präsidenten bekommen?“ „Das werden wir nicht mehr erleben.“ „Stimmt auch wieder.“

„Aber ich muss Ihre Euphorie doch ein bisschen dämpfen.“ „Was soll da schon passieren?“ „Wir machen das halt zu einem Anlageprodukt.“ „Mit Derivaten.“ „Und Leerverkäufen.“ „Ungedeckt?“ „Logisch.“ „Super!“ „Die ganze Sache ist komplett durchgeplant…“ „Das wollten wir auch so gehofft haben.“ „Ist doch wohl das Minimalziel.“ „… von Alexander Dobrindt.“ „Bitte!?“ „Na, dann…“





Der Nase nach

9 05 2017

Es roch ein bisschen muffig, aber das fiel nicht so ins Gewicht. Ansonsten hatten die Handtücher kein eigenes Aroma, und da ich sie nicht sah, weckten sie in mir auch nicht den spontanen Reiz, sie aus der Pappschachtel zu zerren und anzufassen. „Die Konzentration ist also gering genug“, sagte Blasche befriedigt. „Sie nehmen etwas wahr, wissen aber gar nicht, worum es sich handelt. Das sind ja die besten Startbedingungen.“ Er hatte recht; jedenfalls dachte jeder so, der ein Kaufhaus besitzt.

„Unsere Beduftungsanlage funktioniert nach diesem Modell.“ Er faltete einen größeren Plan auseinander und legte das Blatt auf den Tisch des Konferenzzimmers. „Hier speisen wir Konzentrat in den Luftkreislauf ein, der sich hier in den Röhren, und zwar auf jeder Etage, und dann haben wir hier die Heizung, aber das sehen Sie selbst.“ Ich nickte befriedigt. „Ich nehme an, dass Sie die Duftmengen vorher genau bemessen haben?“ Sein arrogantes Lächeln bemühte sich um Überlegenheit. „Wir sind Wissenschaftler“, sagte er in herablassendem Ton, „wir machen keine Fehler.“

Die Kartuschen waren unmissverständlich in roten Lettern beschriftet. „Ursprünglich hatten wir eine Art Antidepressivum getestet“, informierte mich Blasche. „Eine Mixtur aus Hormonen und Salzwasser gegen Herzschmerzen, wobei wir die Mischung stark variieren ließen. Die Probanden haben sich auch erheitert gefühlt von reinem Salzwasser.“ Ich überlegte nur kurz. „Sie haben die Testpersonen vorher über Ihr Experiment aufgeklärt, daher hat es gewirkt.“ Er nickte, hörte aber sofort damit auf. „Dann wollen Sie jetzt die Kunden Ihrem Kaufhaus auch von Ihrer Manipulation in Kenntnis setzen?“ Empört drehte er sich um. „So weit kommt es noch“, keifte er, „dann können wir denen auch gleich erklären, dass wir sie…“

„Denn mach ick ma Textil, wa!“ Der Assistent mit dem buschigen Schnauzbart knipste das knapp fingerlange Röhrchen in das Magazin ein und legte den Hebel um. „Wolln ma sehen.“ Auf den Monitoren war zunächst nichts zu entdecken, aber die Belüftungsanlage rauschte ordnungsgemäß. „Wir hatten noch ein paar Reste im Kreislauf“, murmelte Blasche. „Vielleicht sind die Kunden mit denen eher zu…“ „Da!“ Der Assistent starrte gebannt auf den Bildschirm. Mehrere Kunden liefen wie ferngesteuert auf die Rolltreppe zu. „Sie werden vermutlich in die Damenabteilung fahren“, sagte Blasche befriedigt, „wo unser Textilduftstoff wirkt.“ „Nee“, antwortete der Assistent. „Die is ja Erdgeschoss.“ Die Kunden jedoch bahnten sich mit Ellenbogen und Gerangel den Weg nach oben. Der Assistent schaltete um. Dutzendweise liefen die Leute auf einen großen Tisch mit Frischhalteboxen zu. „Haushaltswaren?“ Blasche war sehr erstaunt. „Dabei sind die Dinger nicht mal im Angebot!“ Die ersten Hausfrauen hatten den Tisch erreicht, der trotz eines ausreichenden Warenbestandes für jäh einsetzende Kampfhandlungen sorgte. Eine ältere Dame drosch im erbitterten Streit um eine rote Zwei-Liter-Schale mit luftdichtem Deckel mittels eines Taschenschirms auf eine Kontrahentin ein, obgleich sich mehrere der besagten Boxen auf dem Tisch fanden. „Vermutlich haben wir die falsche Mixtur in den…“ „Nee, die is richtig“, verkündete der Assistent. „Könnense ma kucken.“ Die Röhrchen selbst waren nicht verwechselt worden – aber möglicherweise die Füllung? „Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen“, bekannte ich, „Sie als Wissenschaftler machen doch keine Fehler.“

„Legen Sie das mit den Schuhen ein“, forderte Blasche hektisch. „Wenn wir das Haus damit beduften, haben wir wenigstens die Obergeschosse wieder frei.“ Der Assistent ließ die nächste Patrone ins Lüftungssystem strömen. Mehrere Minuten lang geschah so gut wie nichts – die Gefechtshandlungen flauten langsam ab, eine Dame hatte einen Einkaufswagen aus der Lebensmittelabteilung entwendet und zog Berge von Frischhaltedosen zur Kasse – dann aber lief die ganze Kundenschar zu den Süßwaren. „Das kann nicht sein“, ächzte Blasche, „das kann gar nicht sein – wir haben doch die Substanz genau dosiert, sogar die Raumtemperatur ist darauf abgestimmt!“ „Vielleicht stimmt etwas mit Ihren Kunden nicht?“ Grimmig blickte er mich an. „An Ihren Mixturen kann es doch wohl nicht liegen, oder?“ „Den Reisebüro-Duft“, schrie er, „schieben Sie sofort den Reisebüroduft nach!“ „Würd ick nich machen“, gab der Assistent zurück, „wenn die sich nämlich vermischen, denn…“ Blasche stampfte mit dem Fuß auf. „Reisebüro“, brüllte er, „ich will Reisebüro! Reisebüro!“ Was blieb dem Assistenten anderes übrig.

Man sah auf dem Monitor, wie Blasche die Verkaufsfläche durch eine Tür im Erdgeschoss betrat. „Gleich wirkt’s“, erklärte der Assistent. „Nur noch eine…“ Doch da hörte man auch schon ein gewaltiges Rumpeln. Die Wände wackelten bis ins Dachgeschoss herauf. Von allen Seiten rannten sie auf Blasche zu. Er wollte sich noch hinter einem Kleiderständer mit reduzierten Baumwollhosen in leichten Trendtönen – Apricot, Schilf und Flieder – in Deckung bringen, doch es war zu spät. Auch wenn es zusammen keine hundert Personen waren, sie stürmten alle auf Blasche zu und begruben ihn unter sich. „Großartig“, bekannte ich, „wirklich ganz fantastisch. Sie wissen wirklich, wie man mit Kunden umgeht.“





Börsencrash

1 05 2017

„Fußball ist jetzt eher raus. Vielleicht können Sie einen Handballschiedsrichter umfahren oder einen Tennistrainer, aber ansonsten würde ich aus dem Sport erstmal die Aktivitäten abziehen. Das ist nach der letzten Aktion nicht wirklich anzuraten. Am Ende kriegen Sie Stress mit der Borussenmafia.

Wenn Sie wirklich mit terroristischen Mitteln die Börse beeinflussen wollen, müssen Sie schon ein bisschen kreativer vorgehen. Natürlich können Sie Sprengsätze verwenden, das hat gegen den Reichstag ja auch geholfen. Nein, ernsthaft, Sie brauchen schon eine geeignete Vorgehensweise mit Management-Erfahrung. Warum sollten wir sonst einen Einzeltäter ernst nehmen? Schauen Sie, das ist das Geheimnis von al-Qaida: großes Netzwerk, sehr gute Organisation, wahrscheinlich zertifizierte Prozesse in der Attentatsdurchführung, Leitbild mit strengen metaphysischen Richtlinien – was sind dagegen die Nazis? Wirrköpfe, Einzeltäter, alles nicht ordentlich organisiert, der NSU beispielsweise hatte nicht einmal ein vernünftiges Organigramm, da wusste keiner, wer da die Hausfrau und wer die Waffenmeisterin war – also die Islamisten sind da den entscheidenden Schritt weiter. Sie verteilen die Bekennerschreiben einfach frei nach Schnauze, das kann doch nicht gut gehen! Und dann auch noch von links nach rechts verstreut, haben Sie denn gar kein Gespür für Börsenwerte?

Überlegen Sie mal: ein linksradikaler Angriff auf Luxuslimousinen oder eine Attacke besorgter Mitbürger auf landfremde Elemente mit negroider Hautfarbe, wer büßt denn da Rendite ein? Eben, mit einem Brandsatz in einer Kuffnuckenbaracke ist doch nichts passiert, da wacht heutzutage nicht mal die Lokalpresse auf. Aber wenn Sie eine S-Klasse in Brand stecken, nur weil der Besitzer wegen Steuerhinterziehung auf freien Fuß gesetzt werden musste angesichts der vielen, vielen überbelegten Knäste, das schafft eine Option nach der anderen. So schnell können Sie gar nicht nachordern.

Oder nehmen Sie die alternative Energieszene. Sie brauchen bloß eine Wagenladung polnische Zuchtgänse in die Windräder rauschen zu lassen, und schon sind die rot-grünen Knalltüten gegen ihre eigenen Ideen. Vielleicht testen Sie das mit einer Tüte Wellensittiche an, wenn Sie vorab nur ein paar Optionen geshoppt haben. Aussteigerprogramme gibt es ja eher in der rechtsradikalen Szene, in der marktradikalen Szene aber ein Einsteigerprogramm zu suchen, das ist echt Arbeit. Nein, wir kriegen das hin, dafür habe ich die Drecksäcke jahrlang beraten. Westerwelle, Niebel, Möllemann. Hätten Sie einen Acker mit Aufschlagversicherung in Nordrhein-Westfalen, Sie wären ein gemachter Mann.

Sicher könnten Sie auch mit Derivaten arbeiten. Sie müssten nur in aufliegende Immobilienfonds investieren, dass sich auch genug Investoren in der Einflugschneise der Windräder niederlassen – die wissen natürlich vor dem Grundstückskauf, was Ihnen blüht, aber nach dem Hausbau können Sie sich nicht mehr erinnern, etwas unterschrieben zu haben – Deutschland, außerdem finden Sie hier immer einen Rechtsanwalt, der Sie vertritt, obwohl er weiß, dass Sie nicht alle Rillen auf der Erbse haben. Das können wir unter der Königsdisziplin abhaken, und das heißt Rendite, Rendite, Rendite!

Vielleicht probieren Sie es mal mit einzelnen Sportlern. Hauen Sie Kerber die Kniescheiben weg, oder Greipel, oder brechen Sie Neuer den – hat er schon? schade, das wären mindestens zehn Punkte gewesen. Man kann ja nicht vorsichtig genug sein. Buchmesse? nee, da kommen Sie als Randnotiz im Feuilleton, wenn überhaupt. Einen Nobelpreisträger über die Wupper bringen wäre schon ganz okay, aber Bob Dylan kriegen Sie nicht. Keine Chance.

Vor allem müssen Sie sich von einer eingeübten Sichtweise befreien. Die Menschen, die Sie hier beurteilen, stehen in keinem Bezug zu ihrem Leben, also müssen Sie auch keine Bedenken tragen. Einen Börsencrash kriegt man ja nicht nur hin, indem man die Börse in die Luft jagt, obwohl – irgendwie ist das auch eine ganz interessante Idee, das würde in den Abendnachrichten an erster Stelle, ach was sage ich: diese völlig überflüssigen Börsennachrichten davor, die Aktienhändler interessieren sich nicht für dieses Amateurgefasel, die Zuschauer verstehen nicht einmal, worum es eigentlich geht, diesen Murks könnten Sie mit einem sauberen Attentat vollkommen aushebeln! Traumhafte Quoten in der Nachrichtensendung, und erst die Schlagzeilen! Das ist Medienmusik, ja? Vergessen Sie die Bundesliga, gehen Sie nach Frankfurt, da wird die Wurst warm! und dann rocken wir da mal ordentlich das Parkett, da bleibt aber kein Auge trocken!

Natürlich können Sie mit dem Anschlag auch bis zum nächsten AfD-Parteitag warten, aber da werden Sie Volksheld. Höchstens. Und jetzt sagen Sie mir nicht, dass das für Sie ausreicht!“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXX): Veganismus als Religion

28 04 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

In Plastikplane gehüllte, großflächig tätowierte Rauschebärte ziehen durchs Hipsterviertel, vor sich her tragen sie die Monstranz ihrer Zwangssegnung, den Heiligen Tofu, begleitet von Friedensgruß und ohrenbetäubendem Kriegsgeschrei. Äpfel, Nuss und Kürbiskern säumen ihren Weg. Im Tabernakel ihrer mit Polyesterpelz ausgeschlagenen Großküche ruht eine Alge, eingebettet in Schichten von Analogkäse und getrocknetem Ingwer. Hier wurde einst ein abtrünniger Mönch bei Verzehr hart gekochter Eier zu Schleifpaste verarbeitet. Man merkt angesichts weniger, aber signifikanter Merkmale, dass es sich bei der Talibanvariante des Veganismus um eine ausgewachsene Religion handelt.

Und nicht etwa nur als Religionsersatz, wie es sich für einen Trend unter vielen gehört, der mit Bausparen und Fremdenhass, Homöopathie oder Leistungssport mithalten muss, sondern um ein komplett gegen Fremdeinflüsse immunisiertes Denkgebäude, mit Pech und Ethik verkalfatertes Luftschiff auf Rädern. Jegliche Kritik verwandelt die Pflanzenköstler ansatzlos in einen kreischenden Mistgabelmob, ungefähr in einer Toleranzklasse mit Stalin, Höcke und Opus Dei, moralinübersäuerte Gotteskrieger ohne jede Bedeutung außerhalb ihrer eigenen Welt. Ihr Kampfbegriff statt Abendland ist die sattsame Sittsamkeit, denn es geht ihnen nicht bloß um Abgrenzung, sie ziehen von Tür zu Tür und versprühen Schuldgefühle mit einer Ekstase, wie es normale Metaphysikanbieter gar nicht mehr hinkriegen. Das muss ihnen der Neid lassen, die missionarische Tätigkeit hat Weltniveau.

Kein Veganer ist in der Lage, seine Einstellung in Anwesenheit anderer Hominiden länger als eine Planck-Zeit für sich zu behalten. Da beißt einer in die Butterbemme, und zack! quillt ein Festvortrag aus des Predigers oberer Verdauungsöffnung, die Heiden zu bekehren. Honig, lieben Brüder, ist aus Massentierhaltung und damit des Teufels, Fallobst hingegen scheint politisch korrekt in evolutionäre Zusammenhänge zu passen. Der Redeschwall lässt auf Zirkularatmung schließen, sonst wären sie zu stundenlangen Bekehrungen schon körperlich nicht in der Lage. Fast nötigte es einem Respekt ab, dass sie diese Aposteltätigkeit im Angesicht ständiger Lebensgefahr ausüben, immer dessen gewahr, dass ihnen im nächsten Augenblick ein geistig gesunder, zurechnungsfähiger Bürger eine reinzimmert, weil ihm dieses kognitiv suboptimierte Gefasel auf die Plomben geht.

Dabei mangelt es den Religions-Losern nicht an der produkttypischen Irrationalität, die sich vor allem durch Totalausfall sämtlicher Bestandteile formaler Logik auszeichnet. Wie sämtliche anderen metaphysisch überschaubaren Angebote verlangt der Veganismus den strikten Glauben an arteigene Erfordernisse, die ein offenbar höheres Wesen zwar so nie formuliert hat, die qua Gruppenzugehörigkeit aber zum Konsens gehören, die gehorsam und mit Demut zu befolgen sind. PVC-Schlappen sind dem Menschen als Krone der Schöpfung gemäß, um in Frieden und Eintracht mit Mutter Natur zu leben, wo der konsumgefütterte Kapitalistenspross es aus mangelhafter Kenntnis nicht mehr schafft, sich von Bast und Rinde Sandalen zu schwiemeln. Eisen und Vitamin D, wie sie heimlich in Pillenform in die Figur gekloppt werden, sind die Sollbruchstelle der vollkommenen Dogmen, in historischer Dimension nicht einmal mythenfähig – bisher wurde keine altsteinzeitliche Apotheke freigelegt – und daher von fundamentaler Bedeutung fürs Frömmeln: was vollkommen bekloppt ist, kann man nur glauben.

Längst sind die Biomärkte, jene esoterisch bunt bewimpelten Schrumpelgurkenumschlagplätze mit ideologischer Leitfunktion, zu Kirchen des festen Glaubens geworden, wie man die Welt rettet. Vor allem der Lifestyleveganer, der allerhand exotisches Gemüse, Flugmango und Chiasamen in den Napf hebelt, verstößt gegen die grundlegendsten Gesetze ökologischen Wirtschaftens: natürlich kann man die Pfefferschoten mit Andenwasser gießen, es macht dann aber keinen Sinn mehr, das Zeug einmal um den halben Erdball zu karren, damit der Egoleptiker in Wilmersdorf sich den Krempel hinters Zäpfchen schieben kann. Im Zweifel ist die plakativ durch die Straßen getragene Sittenlehre eben nur Sittenleere, ist das Hemd näher als die Hose und der liebe Gott ein guter Mann.

Und was soll es schon nützen. In allerhand Ritualen, die sich letztlich nur aus Gruppenzwang speisen, lassen die Eingeschworenen schließlich Hund und Katze Kohlrabi und Körnerkeks fressen, evolutionär so sicher nicht abgesegnet, und dabei in der Kürze des Lebens noch eine Ecke greifbarer, wie sich die eschatologische Ausrichtung ins eigene Fleisch schneidet: auch wer den Tod der anderen tapfer ausblendet, bleibt sterblich. Eins aber tröstet: sie rauchen, sie schütten bei jeder sich bietenden Gelegenheit Alkohol in sich hinein, sie kanalisieren irdische Gelüste durch ganz normale Aggression, wie sie jeder Fußballnazi oder Freizeitrennfahrer in der Innenstadt auch an den Tag legt, und erkälten sich, sobald ihr Immunsystem versagt. Weiß denn keiner von ihnen, wie man korrekt dagegen anbetet?





Steinzeitdiät

27 04 2017

„Ruf Doktor Klengel an!“ Hildegard tupfte sich den Schweiß mit dem Handtuch ab. Sie sah blass aus, deutlich blasser als ohnehin, und es stand ihn nicht einmal gut. „Nichts täte ich wohl lieber“, sagte ich mitfühlend, „allein der alte Herr praktiziert seit Jahren nicht mehr. Wie wäre es mit der Ärztin Ecke Uhlandstraße?“

„Es ist eine Glutenallergie“, entschied sie. „Bestimmt ist es eine Glutenallergie, diese fürchterlichen Bauchkrämpfe sind ja auch ganz typisch dafür. Die Apothekenzeitschrift hatte da neulich einen Artikel.“ So schlecht konnte es ihr gar nicht gehen, dass sie nicht sofort im Altpapier neben dem Abfalleimer nach dem Blättchen gesucht hätte. Bedauerlicherweise fand sie es nicht. Ich hatte es am Tag zuvor reflexartig in kleine Schnipsel zerrissen und aus ihrem Gesichtsfeld verschwinden lassen. Das ersparte mir nicht die minutenlange Diskussion, wo sich das Heftchen nur wieder befinden könne, wohl aber ein mehrstündig angelegtes medizinisches Kolloquium. „Dein Müsli enthält Getreide, anders kann ich mir das nicht erklären.“ „Du isst kein Müsli“, gab ich in nahezu sträflicher Klarheit zurück. „Sollte Deine Allergie etwa durch den Anblick der Tüte entstanden sein oder durch das Berühren der Schüssel nach dem Abwasch?“ Grimmig blickte sie mich an. „Du musst ja nicht leiden.“

Sie litt, das ist wahr; allerdings litt sie nicht genug, sonst hätte sie nicht den Vorratsschrank inspiziert auf der Suche nach tödlichen Substanzen. Bei der Kondensmilch wurde sie fündig. „Da“, rief Hildegard aus und hielt mir das Päckchen entgegen, „mehr Allergene auf einmal kriegt man doch nicht gekauft.“ „Abgesehen davon, dass Du keine Milch in den Kaffee nimmst und diese Packung nur für Besuch geöffnet wird, wie soll man davon eine Glutenunverträglichkeit bekommen?“ Sie stöhnte. „Das Zeug ist wahrscheinlich längst überall drin und verursacht Schmerzen.“

Mehrere Minuten später schleppte sie sich in die Küche zurück. „Ab jetzt esse ich auch keine Wurst mehr zum Frühstück“, verkündete Hildegard. „Das billige Industriefleisch wird nämlich mit Eiweißen gestreckt, die mir nicht bekommen.“ Das leuchtete mir spontan ein, da man für ihren Aufschnitt sicher längst eiweißfreie Schweine gezüchtet haben wird, die man dann mit Milchpulver wieder in einen verzehrfertigen Zustand bringt. Ich hätte das wissen können, aber als Banause macht man sich natürlich keine Gedanken über so komplexe Themen, schon gar nicht beim Frühstück. Vielleicht war es aber auch der Schmierkäse, den sie täglich verzehrte. Sie lehnte das entschieden ab. „Da wird sicher kein Milcheiweiß drin sein“, verkündete sie. „Ich habe auf der Packung noch nie etwas darüber gelesen.“ „Weil Du noch nie auf der Packung etwas gelesen hast“, merkte ich an. „Das sage ich doch“, zischte Hildegard.

Erschöpft ließ sie sich auf dem Küchenstuhl nieder. „Wir brauchen eine neue Ernährungsweise“, ächzte sie, und mir dämmerte, dass sie damit nicht die Menschheit an sich meinte, sondern vor allem mich. „In der Steinzeit haben die Leute auch kein Müsli gegessen, es gab keine Milch, alle wurden satt.“ „Und in Deinem Alter waren die meisten schon längst tot“, sagte ich ungerührt, doch das war ihr egal. „Diese Steinzeitdiät ist tatsächlich gar nicht so schlecht. Ich werde mich mal informieren darüber, und dann werden wir ja sehen, ob es nicht tatsächlich die bessere Ernährung ist.“ Vor meinem geistigen Auge erschien Hildegard in einem von Knochen zusammengehaltenen Bärenfell und aß wie die Steinzeitmenschen, morgens Mammut, mittags Mammut, abends eine Handvoll Gras. Am Lagerfeuer würde sie sich als kleine Knabberei ein Flughörnchen rösten. Allerdings stand zu fürchten, dass ich das würde übernehmen müssen, denn sie stellte sich im Sommer aus Prinzip nicht vor den Grillrost, um diesem, wie sie sagte, männlich dominierten Urmenschengehabe zu entkommen.

„Ich meine, man kann sogar Avocado essen und Kohl. Die Steinzeitmenschen hätten auch Avocados gegessen, wenn sie welche gehabt hätten.“ „Das klingt logisch“, befand ich. So hatte ich das noch nie gesehen – und die Steinzeitmenschen hätten sicher auch Leberwurst nicht verschmäht, wenn sie sich Leberwurst hätten vorstellen können. So ein theoretisches Fundament macht eine Diät gleich viel attraktiver, auch wenn man sich praktisch nicht daran halten muss.

Allerdings fiel mir beim Abräumen der leere Joghurtbecher auf, der sich im Müll befand. Hildegard hatte ihn offenbar am Abend zuvor noch gegessen. „Ich kann mich nicht erinnern, diesen Joghurt in meinem Kühlschrank gesehen zu haben.“ Sie sah mich erbost an. „Natürlich nicht, ich habe ihn da auch nicht reingestellt.“ Das Etikett zeichnete diesen Joghurt als deutlich verspätet aus. Wo also kam das Ding her? „Ich hatte ihn noch in der Handtasche“, murmelte sie. Jetzt verstand ich. „Es werden sich Milcheiweiße darin gebildet haben, unter Umständen auch Gluten. Kein Wunder, dass Du diese schrecklichen Bauchschmerzen hast.“ Der Löffel flog haarscharf an meinem Kopf vorbei, traf die Wand und hinterließ einen deutlichen Fleck. Möglicherweise eine allergische Reaktion. Ich würde Doktor Klengel anrufen müssen.





Selbstbildnis mit Zubehör

9 04 2017

für Robert Gernhardt

Man erkennt den Maurer schnelle
einerseits am Grau,
andrerseits schwingt er die Kelle
flink und recht genau.

Ärzte identifiziert man
flink am Stethoskop.
Dieses Ding, man weiß es, führt dann
zum Patientenlob.

Knipst ein Depp auf Armeslänge
sich am andern End,
sieht man zügig: das Gestänge
treibt die Ausflucht in die Enge,
wenn er damit rennt.