Geschenk mit Eigenanteil

23 06 2022

Anne rümpfte die Nase. „Ich will ja nichts sagen“, sagte sie, wie sie immer sagte, wenn sie unbedingt etwas sagen wollte. „Ich stelle nicht diese Maschine in mein Büro, um einen vorsintflutlichen Apparillo von Breschkes Tochter dafür zu bekommen!“

Immerhin hatte sie recht; ob in meinem eher bescheiden eingerichteten Arbeitszimmer oder in der gerade noch aufrecht begehbaren Küchenabseite ihrer Kanzlei, der morgendliche Kaffee gehörte zu den Grundvoraussetzungen, um einen Tag halbwegs lebend zu beginnen, wenn man ihn denn überstehen wollte. „Ich habe damals für ein Heidengeld diesen Kaffeevollautomaten abgeschafft, weil mir geraten wurde, dass das für die Mandanten genau richtig ist!“ „Das ist nicht verkehrt“, entgegnete ich, „Du bist ohne Kaffee morgens nicht ansprechbar, hast ein seltenes Talent, die Presskannen wenige Tage nach Anschaffung am Boden zu zerschmeißen, und es gibt kein Spielzeug, für das Du nicht jeden noch so hohen Preis bezahlen würdest.“ Sie zog ihre Augenbrauen gefährlich schnell nach unten. „Ich habe genau, warte… auf jeden Fall war es viel preiswerter als in der Kalkulation!“ Was natürlich angesichts der Wasserleitungsschwäche, die durch einen Entkalkungsbeauftragten behoben werden musste, der dafür eine solide Monatspauschale kassierte, auch wenn er sich gerne mehrere Wochen Zeit ließ mit der Instandsetzung, recht teuer war.

Aber wir hatten ja andere Sorgen. Luzie, seit Anbeginn Büroleiterin und gute Seele des Hauses, hatte endlich an einem sehr schönen Abend nach der Premiere im Freilufttheater Bad Gnirbtzschen von ihrem Gefährten einen Antrag erhalten und ihn voller Glückseligkeit angenommen. Minnichkeit, der in der Opernfreundin seine Seelengefährtin gefunden hatte, ließ es sich nicht nehmen, uns zur Trauung aufs Wasserschloss Poggenmootsch zu laden. Die Frage blieb: was schenkt man da?

„Ich hatte da noch so einen Prospekt.“ Anne zog die unterste Schreibtischschublade auf. Ein Wunder, dass die sich überhaupt öffnen ließ angesichts der herausquellenden Papiere; es musste im Inneren eine Quantenverschränkung stattgefunden haben, bei der sich sämtliche Elementarteilchen in ihre Zwischenräume gequetscht haben. „Personalisierte Sektkelche“, las ich. „Das ist eine grandiose Idee, wenn die beiden nach einem Glas Schaumwein nicht mehr wissen sollten, wer wie heißt.“ „Es ist ja auch nur ein Vorschlag“, murmelte sie, „und sie können ja damit jedes Jahr auf ihren Hochzeitstag anstoßen.“ Ich überlegte. „Wäre dann eine Gravur des Datums nicht der ungefährlichere Weg, falls daraus eine wiederkehrende Ehekrise entsteht?“ Sie war sichtlich verärgert und blätterte weiter. Neben Gartenlaternen und Türschildern ließ sich offenbar jede Menge Schrott gravieren, womit auch immer. „Im Falle einer Trennung wird es natürlich nicht einfach“, wandte ich ein. „Ein Essbesteck ließe sich mühelos teilen, mit ungravierten Badebürsten hat man auch nach der Scheidung Spaß, aber…“ Ihr Blick machte mir unmissverständlich klar, dass ich zwar recht hatte, das Thema jedoch trotzdem nicht zielführend war.

Allerlei Kitsch mit Herzchen zum Aufhängen, Ankleben, Annageln oder Verschrauben quoll aus einem Prospekt für wohlfeile, aber geschmacksfreie Geschenke. „Ein Kirschholzbrettchen, das Tag für Tag erinnert, dass hier ein Kirschholzbrettchen in der Küche hängt.“ Anne knirschte mit den Zähnen. „Man könnte ja vielleicht den Namen in das Ding meißeln.“ Ich schüttelte den Kopf. „Luzie heißt nicht nur weiterhin Freese, sie wohnt seit geraumer Zeit zusammen mit ihrem künftigen Gatten.“ Die Kollektion ergoss sich in Fußmatten, Flaggen für den bürgerlichen Balkon und einem Töpfchen mit Rosmarin. „Das gilt als Zeichen von Liebe und Verbundenheit“, las Anne vor. „Schön.“ Sie blickte mich verständnislos an. „Für den Preis bekommt man im Baumarkt ein Dutzend Töpfe, wir sollten ein Geschenk mit Eigenanteil in Betracht ziehen.“

Die schlimmeren Dinge, dort nämlich, wo sich Marketingfachkräfte in die Niederungen des Humors begaben – oder dessen, was sie dafür hielten – Paarsocken, ein Flitterwochenratgeber oder ein Erste-Hilfe-Buch für den ersten Ehekrach, kamen gar nicht erst in Betracht. „Meine Güte“, stöhnte Anne. „Was haben die Leute denn früher geschenkt, als es diese ganzen schrecklichen Shops noch nicht gab?“ „Toaster“, erläuterte ich, „Töpfe und Pfannen, Mixer, Eierkocher und allerlei Zeug für den neu gegründeten Hausstand.“ Da auch dies ausschied, näherten wir uns dem gefährlichsten Teil der Prospekte, jene, die Gutscheine verkauften für allerhand Erlebnisse zu zweit, vom Klettern und Hüpfen bis zum Fliegen oder Tauchen, alles an Fallschirmen und Sprungseilen, unter Wasser oder in der Karibik, wenn man das nötige Kleingeld zu zahlen bereit war. „Sie wird mir ins Gesicht springen, wenn ich Ihr einen Gutschein für den Hochseilgarten schenke.“

Und da kam sie auch schon, nicht so pünktlich wie sonst, doch die Umstände erklärten ihre Verspätung. „Dieser Mann ist ein Nervenbündel“, zischte Luzie. Wie sie berichtete, war soeben das heimische Brühgerät ausgefallen, ein Filter ließ sich bei Luzie nicht auftreiben, da sie ausschließlich Tee trank, und Minnichkeits Versuche, sich die lebensnotwendige Koffeindosis zu verschaffen, hatten zu einem mittelschweren Desaster geführt. Wir blickten einander stumm an. „Eigentlich sollte es eine Überraschung sein“, sagte ich. Anne stellte die Kaffeemaschine auf den Anmeldetresen. „Wenn man schon etwas zur Hochzeit schenkt, sollte es etwas Persönliches sein – etwas ganz Persönliches.“





Strenge Kontrollen

22 06 2022

„… vor allem den Gasverbrauch in Deutschland verringern werde. Gleichzeitig müsse nach Habecks Plan eine weitere Befüllung der Vorratsspeicher erfolgen, um einer etwaigen Verknappung in den Wintermonaten schon jetzt…“

„… nicht mit Unterstützung rechnen könne, da Scholz übe einzelne Maßnahmen erst reden wolle, wenn sich alle EU-Partner auf ein Gesamtkonzept für den kommenden…“

„… fordere Merz die sofortige Umstellung der deutschen Stromproduktion auf Kernkraft, die auch zur Produktion von Gas und…“

„… erste Kritik aus der FDP laut werde. Die Übernahme der Heizkosten für Empfänger von Transferleistungen müsse umgehend gestoppt werden, da dies angesichts einer zunehmenden Unterschicht viel zu große finanzielle Ressourcen für Alkohol und Tabakwaren übrig lasse, die von den Steuerzahlern erwirtschaftet und…“

„… sehe die neue AfD-Spitze in den Plänen der Bundesregierung einen Genozid an der deutschen Rasse, die durch negroide Fremdvölker ersetzt werden solle. Laut Weidels Erklärung habe man die Messermänner zur Masseneinwanderung geholt, da in Afrika traditionell weniger geheizt werde, so dass auch nach dem endgültigen Kollaps der Wirtschaft in der BRD GmbH eine…“

„… nicht verstehe, wie eine Verringerung des Gasverbrauchs zu einer steigenden Menge an nicht verbrauchtem Gas führe. Buschmann wolle dies erst durch ein Gremium aus Börsenexperten, Anlageberatern und einem Grundschullehrer prüfen lassen, bevor er die…“

„… da die Gasdrosselung sicher aus politischen Motiven heraus beschlossen worden sei. Scholz sehe im Vorgehen des Wirtschaftsministers die Gefahr, dass Putin sein Gesicht verliere, wenn er feststelle, dass Deutschland durch entschlossenes und tatkräftiges Handeln eine Bedrohung gegen sich abwende und sich auf eigene…“

„… empfehle Wissing, das Neun-Euro-Ticket in den verbleibenden zwei Monaten für Ausflüge in bewaldete Naherholungsgebiete zu nutzen. Durch einen Vorrat an kostenlos herumliegendem Holz könne ein sozialverträglicher und gleichzeitig sehr gemütlicher Beitrag zur Beheizung der…“

„… die Springerpresse bereits berechnet habe, dass mindestens 80% der Deutschen verhungern, 75% erfrieren und etwa 99% bei der Teilnahme am Generalstreik von kommunistischen Söldnern im Auftrag der Grünen erschossen würden. Eine bewaffnete Erstürmung des Reichstages werde sich auch diesmal nicht verhindern lassen, um die…“

„… als mögliches Ergebnis des steigenden Gasangebots auch sinkende Verbraucherpreise sein könnten, die eine negative Auswirkung auf die Börse hätten. Lindner warne vor unüberlegten Schritten, die sich letztlich als Gefahr für die…“

„… müsse es strenge Kontrollen geben. Spahn halte es für unangemessen, dass Arbeitslose ihre Wohnungen auf mehr als 16 °C aufheizen dürften, und plädiere für eine harte Bestrafung, die auch in einer zeitweiligen Sperre des…“

„… sei Buschmann überzeugt, dass eine rasche Deregulierung den meisten Bürgern helfen könne, die Energiekrise eigenverantwortlich zu meistern. Das feuerpolizeiliche Verbot, in geschlossenen Räumen einen Holzkohlengrill zu betreiben, sei in den Wintermonaten nicht mehr zu beachten, wozu er bereits ein handwerklich sehr gutes Gesetz in…“

„… gehe Spahns Vorschlag für viele CDU-Politiker nicht weit genug. Czaja fordere, dass alle Nachbarn von Arbeitsverweigerern eine stetige Kontrolle ausübten, so dass der illegale Betrieb von Heizungsanlagen bei der Polizei zeitnah gemeldet werden könne. Ein kleiner finanzieller Anreiz sei dabei denkbar, der den besorgten Bürgern zum Ausgleich für ihre steigenden Energiekosten in…“

„… gebe es inzwischen eine gut organisierte Gegenbewegung, die sich gegen Sparmaßnahmen ausspreche. Zugleich wolle die Gruppierung die Anerkennung der russischen Kriegsziele erreichen, um schnellstmöglich wieder die Versorgung mit…“

„… einen einmaligen Zuschlag zum Regelsatz beschließen wolle. Für Alleinstehende betrage dieser voraussichtlich 11,45 Euro, was nach Heils Einschätzung der Preis einer kostengünstigen Thermohose im Sonderangebot in Einheitsgröße…“

„… fordere Merz eine Umstellung der ganzen Energieproduktion auf Kohlekraftwerke. Durch die geplante CO2-Emission erreiche die europäische Wirtschaft eine irreversible Erhitzung der Atmosphäre, die sich bald auch im Winter auf die Temperaturen auswirke und Gasheizungen damit langfristig vollkommen…“

„… nur die Vermieter per Verordnung anweisen wolle, die Höchsttemperatur von Zentralheizungen zu drosseln. Eigenheimbesitzer, so Spahn, seien schon aus eigenem Interesse sparsam genug und müssten nicht durch überflüssige Bürokratie den…“

„… sich auch auf die Verkehrswende auswirke. Wissing habe betont, dass durch Gasrationierungen noch weniger Schilder gefertigt werden könnten, so dass ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen nun erst recht nicht mehr…“

„… wolle sich Scholz nicht vorwerfen lassen, dass er Haushalte und Wirtschaft durch sein Zögern gegeneinander ausspiele. Werde es zu dramatischen Engpässen kommen, so müsse dies seiner Ansicht nach gleichmäßig auf alle…“





Bundesregulierung

13 06 2022

„Aber doch nicht so! Wir wollten, dass Sie das da regeln, wo der Markt das geregelt hat, wo wir nicht wollten, dass das der Markt regelt! Der soll ja auch regeln, aber nicht so, wie das alle gesagt haben, dass das nicht so wird, wir alle das gesagt haben!

Sie als Wirtschaftsminister müssen jetzt so schnell wie möglich dem Bundeskartellamt sagen, dass die das machen, was sie auch dann machen würden, wenn Sie es nicht sagen würden – so genau wissen wir auch nicht, was die da machen, das ist ja sonst Sache des Justizministers, aber der ist nun mal ein inkompetenter Versager, weil uns ja alle gesagt haben, wir sollen keinen inkompetenten Versager zum Justizminister machen. Also Sie als Wirtschaftsminister müssten dem Bundeskartellamt jetzt mal irgendwas sagen. Vielleicht haben die gar keine rechtliche Handhabe, das haben nämlich alle gesagt, die wir vorher gefragt hatten, aber das hat der Justizminister noch nicht verstanden.

Klar könnten wir selbst im Bundeskartellamt nachfragen, wir als Liberale sind ja die wichtigste Partei in der Bundesregierung, und wenn wir erst mal kapiert haben, worum es dabei eigentlich geht, dann wären wir, die FDP, als FDP sofort zu einer rechtsstaatlich absolut knallharten Nachfrage im Bundeskartellamt bereit. Aber machen können wir es eben nicht – ich meine, wie würde denn das aussehen? Wir als FDP verhindern, dass der Markt regelt oder auch nicht regelt, das muss uns ja noch einer erklären, und wollen dem Bundeskartellamt irgendwas verbieten, nein – also nicht verbieten, sondern eben dafür sorgen, dass die knallhart mit den Mitteln des Rechtsstaates irgendwas machen, dass der Markt irgendwas regelt oder verbietet oder nicht doch tut? Das ist doch Sozialismus!

Sie sind doch in dieser Verbotspartei, wissen Sie denn nicht, wie man da irgendwas so macht, dass am Ende irgendwas so rauskommt, dass es nicht verboten wird, sondern nur vom Markt so geregelt wird, dass am Ende nicht alles verboten ist?

Natürlich wissen wir, dass das jetzt auch nichts mehr bringt, weil die Kraftstoffpreise ja von uns so reguliert worden sind, dass sie nicht mehr geregelt werden können. Deshalb wollen wir ja auch, dass Sie zum Bundeskartellamt gehen und da fragen, ob man da nicht beim nächsten Mal gleich irgendwas regeln könnte, weil ja diesmal alles unreguliert ist. Sie können ja jetzt nicht sagen, dass Sie als die Bundesregulierung, nein – Bundesregierung eine Regelung des Marktes haben wollen. Das kann das Bundeskartellamt gar nicht. Also der Justizminister sagt das Gegenteil, und das war ja noch nie richtig. Aber jetzt können Sie nicht einfach die Regulierung regeln, das wäre ja, als würden Sie in Krankenhaus gehen, obwohl das Bein schon gebrochen ist. Also viel zu spät. Das hätten Sie natürlich viel früher zu spät wissen müssen!

Können Sie denn da gar nichts machen? Bei der Bankenkrise ging das doch auch: wir haben alle das Geld in ein schwarzes Loch geschmissen, und die kleinen Leute haben dafür bezahlt, und dann war auf einmal wieder mehr Geld da als vorher, aber nur bei denen, die vorher schon welches hatten. Sie sind doch Wirtschaftsminister, Sie müssten doch genug vom Geld verstehen, dass Sie wissen, wo das herkommt? Wir als FDP würden das ja auch selbst machen, aber bisher haben wir angenommen, Geld sei einfach immer da, und wenn nicht, nehmen wir es halt an, von wem auch immer.

Wenn Sie jetzt uns als FDP hängen lassen, dann werden Sie das noch bitter bereuen. Schauen Sie mal, als Wirtschaftsminister haben Sie doch einen attraktiven Posten – Sie können sich in aller Ruhe um Klimaschutz und Energiewende kümmern, weil Sie wissen, dass wir Ihnen Knüppel zwischen die Beine schmeißen werden. Sie müssen da gar nichts machen, irgendwann ist es vorbei, und dann kriegen Sie ein paar hübsche Aufsichtsratsposten, auf denen Sie ordentlich Kohle scheffeln können. Wenn Sie sich jetzt gegen uns stellen, werden Sie am Ende Bundeskanzler, unter Umständen sogar ohne uns. Das kann doch nicht Ihr Plan sein?

Nein, Sie als Wirtschaftsminister müssten jetzt mal einsehen, dass das Bundeskartellamt bisher noch nichts hat machen können, weil es kein Gesetz gibt, mit dem man irgendwas machen könnte, und neue Gesetze sind ja immer ganz schwierig. Das sagt ja auch der Justizminister, auch wenn der zu wenig Ahnung hat, wie das mit den Gesetzen geht. Das würde dann auch nicht der Wirtschaft helfen, sondern nur den Verbrauchern – ich weiß nicht, ob das schon wieder Sozialismus ist, da müssten wir auch noch mal jemanden fragen, der das weiß, aber wenn wir das schon nicht verstehen, dann ist es ja klar, dass das für den Justizminister auch viel zu schwierig ist. Und für den Verkehrsminister ist das Ende des Tankrabatts auch viel zu kompliziert, weil ja jetzt schon die, die vorher schon gewusst haben, wie der Markt das regelt oder nicht, sagen, dass die Konzerne, die den Tankrabatt nicht weitergeben, nach dem Ende des Tankrabatts die Preise noch mal erhöhen, weil dann ja der Tankrabatt, der den Markt geregelt hat, weg ist, und dann muss der Markt das alles wieder regeln, und das können wir ja nicht machen, weil dann die Preise vom Markt reguliert, nein – weil die komplizierten Preise, die der Markt regelt, dann am Ende sind. Und vielleicht wir auch, aber eigentlich wollten wir ja noch nicht. Also wir wollen den Markt, der keinen Wettbewerb mehr hat, durch Regulierung mehr Wettbewerb verschaffen, und Sie fragen da einfach mal nach, ob das so geht, wie sich das der Markt vorgestellt hat. Und wenn Sie das schaffen, dass Sie das nicht hinkriegen, dann bleiben wir der Regierung. Deal?“





Verkehrswert

7 06 2022

„… eine Umgestaltung des öffentlichen Raums für das 21. Jahrhundert viel Geld erfordere, das nach Ansicht der Liberalen jedoch gut angelegt sei. So werde eine Reform des Straßenbildes, das die autofeindlichen Auswüchse vergangener Epochen endgültig aus dem…“

„… allein der Dom die Fläche von etwa 2.700 Pkw-Parkplätzen blockiere. Zusammen mit der Domplatte und angrenzenden Grundstücken könnte nach der Entfernung der Kathedrale in der Kölner Innenstadt ein verkehrsfreundliches Areal, das für den Einzelhandel und zur Modernisierung der…“

„… sich auch die Stuttgarter Innenstadt sehr gut eigne. Mit dem ersatzlosen Abriss des ehemaligen Hauptbahnhofs könne die neue neunspurige Straße zwischen B27 und B14 den Bebauungsplan des Bezirks dahingehend befrieden, da nun nicht mehr entschieden werden müsse, welche Gebäude noch von der einheitlichen Einebnung des…“

„… sich in Dresden ein Kompromiss anbahne, da die FDP gemeinsam mit anderen rechtradikalen Kräften das Zentrum als fußgängerfreie Zone und kostenfreien Parkplatz einrichten wolle. Falls sich die Union für eine Multifunktionsfläche ausspreche, die nationalsozialistische Spaziergänge erlaube, sei ein Kompromiss möglich, bei dem nur Radfahrer, Ausländer und Demokraten gänzlich aus dem…“

„… Ausschachtungen unter der Kirche den Bau einer Tiefgarage beschleunigen würden. Wissing sehe keine Probleme beim Abriss, wolle jedoch den Auftrag zunächst mit einigen Geschäftsfreunden besprechen, damit eine öffentliche Ausschreibung die Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen nicht unnötig…“

„… Grünflächen in der Dresdner Innenstadt nicht für die Klimaregulierung im Regenwald nötig seien. Lindner plane daher ein Pilotprojekt, das die Erforschung der Brennstoffzelle für SUVs und Sportwagen aus deutscher Produktion in den bald entstehenden Werken in Freital, Coswig und…“

„… den Westfalenpark bisher falsch bewertet habe. Die nordrhein-westfälische Regierung werde in Kooperation mit dem Verkehrsministerium die bisher an der B54 verfügbaren Parkplätze zu einer Gesamtfläche verbinden, die 30% des in Dortmund insgesamt vorhandenen…“

„… sich in Richtung Esslingen hektarweise nicht befahrbarer Grünflächen befänden, die als Kurzstreckenschnellstraßen ohne Tempolimit den Bedürfnissen vieler Autofahrer entgegenkämen. Lindner sehe auch in Abschnitten von fünfzig bis siebzig Metern schon signifikant den Verkehrswert der Schwabenstadt steigernde Strecken, die der Autoindustrie die entscheidenden Impulse zur…“

„… den Verkehrsfluss am Konrad-Adenauer-Ufer erheblich verbessern werde. In einem ersten Bauabschnitt plane die Kommission alle hundert Meter eine Rheinquerung, zu deren Anschlüssen auch die als Stadtautobahn erweiterte B55 sowie die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Trasse der…“

„… und den Alten Elbtunnel erweitere. Mit der Überbauung der Landungsbrücken durch einen zunächst bis Wilhelmsburg reichenden Highway, der als neues Wahrzeichen der Hansestadt gedacht sei, könne der Individualverkehr insbesondere die Luftqualität im Hafen durch eine verringerte oder wenigstens verzögerte Ausbringung von Feinstaub auf den südlichen Teil der…“

„… mit der Errichtung eines zwanzigstöckigen Parkhauses auf dem Tempelhofer Feld zwar die Verfügbarkeit von Abstellflächen für die Region Berlin-Brandenburg erfüllt sei, andererseits jedoch Anfahrtswege von bis zu 85km in Kauf genommen werden müssten. Die FDP sei allerdings von der Signalwirkung des Projekts für die Bauwirtschaft überzeugt und halte eine Fertigstellung wie bei ähnlichen Vorhaben der Verkehrsinfrastruktur in der Region für äußerst…“

„… sich der Neckar flussabwärts zwischen Bad Cannstadt und dem Hafen für eine komplette Überbauung eigne. Da es kein Bundesgesetz gebe, das die Überbauung des Flusses verhindere, halte Buschmann die Anlage einer Umgehungsstraße für verfassungskonform und wolle zeitnah mit einem handwerklich sehr gut gemachten Gesetz die…“

„… eigne sich Frankfurt nur eingeschränkt zur Realisierung moderner stadtplanerischer Vorhaben. Lindner habe viel Verständnis, dass Aktionäre die drohende Enteignung angrenzender Grundstücke als Angriff auf ihre finanziell erheblich im…“

„… eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik landschaftlich problematischen Erscheinungen wie dem Baldeneysee mit innovativen Konzepten für eine wirtschaftsfreundliche Nutzung begegne. Nach der Zuschüttung des Gewässers könne die Planung der Rennstrecke für erlebnisorientiertes Fahren mit über 300 km/h sowie ein neuer Stadtteil mit Klinik und Krematorium südlich der bisher…“

„… bei Verkehrsvorhaben auch die ländlichen Standorte nicht vergessen werden dürften. So halte Wissing eine sternförmige Zusammenführung aller Bundesautobahnen in der Lüneburger Heide für ein Win-Win-Konzept, bei dem Naturflächen, die oft zur Konfrontation mit Landschaftsschutzbehörden geführt hätten, durch eine zielgerichtete…“

„… durch mehrere Schläge mit einem Maßkrug auf den Hinterkopf getroffen worden sei. Da die Einebnung weiter Teile von Giesing nicht mit der Landesregierung abgesprochen worden sei, hätten die Fans des 1. FC Bayern München die Sprengung an der Säbener Straße durch eine Menschenkette verhindern wollen, bis der Bundesverkehrsminister durch eine unbedachte Bemerkung in Hinsicht auf die preußischen Tugenden der…“





Brot und Spielchen

1 06 2022

„Ja, Brot ist wichtig. Da will ich Ihnen gar nicht erst widersprechen. Und es ist auch ein sehr, sehr gutes Ziel für die Brotbranche, also Sie nennen das Bäckereien, dass das Brot zu einem Preis angeboten werden kann, dass ein Kauf für die Bevölkerung im Rahmen des Möglichen bleibt. Aber ob und wie Sie das machen, ist mir ehrlich gesagt scheißegal.

Denken Sie nur mal an die Rohstoffhersteller, an den Rohstoffhandel, an die Arbeitnehmer in den Lieferkettenbetrieben. Die wollen sich ja auch Brot leisten können, und darum müssen wir deren Löhne und Gehälter – also eher die Gehälter, als Manager bekommt man ja keinen Lohn. Höchstens Boni. Sie müssen sich auch mal vor Augen führen, dass die Energiekosten, beispielsweise für die Lieferung auf der Straße, zu finanziellen Problemen führen und die Firmen quasi über Nacht in den Ruin treiben können. Ich rede jetzt von den Mineralölkonzernen, die wären sofort pleite, wenn kein Mehllaster mehr tanken würde. Wollen Sie das verantworten?

Außerdem können wir nicht bei jedem Betrieb sämtliche Kosten übernehmen, wo kämen wir denn da hin? In manchen Krisensituationen, bei Banken oder Fluglinien, da muss man schon mal auf die Bedeutung für die Volkswirtschaft gucken. Aber was meinen Sie, was hier loswäre, wenn jede Firma mit ihrem Wunschzettel vor dem Ministerium steht und ihre täglichen Milliarden abholen will? Was die im Fernsehen dazu sagen würden, davon will ich lieber gar nicht erst reden.

Als der Bundeskanzler in der Pandemie – also als die offiziell noch nicht beendet worden war, wobei: offiziell ist sie ja nicht zu Ende, wir haben aber erst in ein paar zehntausend Toten wieder Zeit dafür – als Scholz damals das mit dem Wumms gemacht hat, da war die Umsatzsteuer plötzlich weg und die Bürger konnten wieder nach Herzenslust in den Supermarkt gehen. Zum Beispiel für Brot. Da hatten wir eben keine rechtliche Handhabe, dass der Einzelhandel die Steuererleichterungen auch an die Verbraucher weitergibt. Und wir haben es trotzdem gemacht, und wissen Sie, warum? Natürlich wollten wir den Menschen helfen, das ist keine Antwort. Aber wir hätten es auch so machen können wie bei Kleinselbständigen, die einen Karton Formulare mit bereits bekannten Umsatzauskünften ausfüllen und den Krempel verschicken müssen und dafür dann keine Hilfen ausgezahlt bekommen, die sie für den Lebensunterhalt verwenden dürfen. Wir hatten eine schnelle und unbürokratische Hilfe im Sinn, für die man nicht grundsätzlich jedem mit Misstrauen und Voreingenommenheit begegnet wie beispielsweise Erwerbslosen oder solchen Leute, die Lohn kriegen und kein Gehalt. Man muss auch mal Vertrauen in den Markt haben, dass er die Sachen regelt.

Da würde jetzt das Kartellamt auch ganz schön ins Quadrat springen, wenn Sie von uns Geld für Rohstoffe bekommen würden. Erstens wäre es wohl volkswirtschaftlich klüger, wenn wir die Rohstoffe billiger machen, und das würde auch schon einen entschiedenen Eingriff in den Markt bedeuten, da diese Rohstoffe ja Ihrer Industrie zugute kommen und nicht den Menschen – mir zumindest ist keine Familie bekannt, die mal eben fünfhundert Tonnen Mehl anliefern lässt, aber Sie scheinen da wohl Ihre besonderen Verbindungen zu haben. Und zweitens wissen wir dann ja auch nicht, ob Sie die Vorteile an den Handel weitergeben. An den Verbraucher jedenfalls können Sie das nicht, denn da ist immer noch der Einzelhandel dazwischen – wir kriegen das mit, Sie brauchen gar nicht so zu tun, als würde sich die Regierung nicht mit Wirtschaft auskennen, oder mit Recht. Oder mit Wirtschaftsrecht.

Wehe, wir finden raus, dass es überhaupt keinen Mehlmangel gibt. Oder dass es zu Preisabsprachen kommen könnte zwischen den Brotherstellern. Die gesamte Wirtschaft wäre nachhaltig erschüttert. Oder stellen Sie sich mal vor, der Einzelhandel hat sich bereits mit Brot eingedeckt, mit dem er zu den neuen Konditionen Minus machen würde, weil wir wieder die Umsatzsteuer senken. Natürlich könnte man das auch an den Verbraucher weitergeben, wir gehen ja auch davon aus, dass der Handel das tut, aber zwingen können wir keinen. Und dann würde die Brotbranche davon profitieren, weil sie an dem Minus nicht beteiligt ist. Finden Sie das gerecht? Wir können Ihnen keinen Vorwurf machen, das ist korrekt. Aber Sie müssen Ihr Verhalten doch auch mal selbstkritisch reflektieren. Die Menschen sind auf Brot angewiesen, und es ist schlimm genug, dass sich das manche nicht mehr leisten können. Es ist jedenfalls die Pflicht der Bundesregierung, vom deutschen Volk Schaden abzuwenden, und wenn es multinationale Konzerne gibt, die einen Standort in Deutschland haben, dann gelten die eben auch als Teil der deutschen Wirtschaft.

Meine Güte, Sie sind aber auch penetrant! Gut, dann rechnen Sie mal mit: wir zahlen Ihnen einen Teil der Rohstoffkosten, das Brot wird billiger, der Einzelhandel will nicht mehr daran verdienen, und die Verbraucher kaufen plötzlich Brot, als würde es bald verboten. Dann kommen die Entlastungen bei den Menschen gar nicht an, zumal dann der Handel ja auch wegen der plötzlichen Knappheit die Preise wieder erhöhen müsste, die Verbraucher stehen vor leeren Regalen, hamstern sich vielleicht noch die letzten Brotreste vor der Nase weg, wir hätten ein gigantisches Marktversagen, und wer wäre schuld? Die Bundesregierung natürlich. Nee Freundchen, so billig ziehen Sie uns nicht übern Tisch. Ich schlage vor, Sie überdenken mal Ihr Geschäftsmodell und suchen sich einen Dummen, der Ihnen die Taschen voll stopft. Und jetzt raus, ich muss nachher noch tanken.“





Flaute

31 05 2022

„… die Kauflaune sich in einem historischen Tief befinde. Wirtschaftsexperten hätten noch keinen eindeutigen Grund für die Zurückhaltung gefunden, seien aber davon überzeugt, dass die Qualität des diesjährigen Spargels dafür nicht…“

„… ein Kernanliegen der Liberalen sei. Lindner erinnere an die grundgesetzlich geschützte Würde des Deutschen, zu der auch der Verzehr von…“

„… von Merz genau erklärt worden sei. Der CDU-Führer sei sich sicher, dass aus dem Anbau sehr geringer Mengen eine Preissteigerung folge, die sich direkt auf das Kaufverhalten der Bürger, die unter dem spätstalinistischen Spardiktat der…“

„… führe die Hetzpropaganda der linkslinken Rassendurchmischungsaltparteien zur Ablehnung deutschen Kulturguts in weiten Teilen des Volkes. Von der veganen Zwangsbeglückung aussortierte Kost wie Spargel mit Schinken werde nach Weidels Meinung gegen die Flut syrischer und libanesischer Imbissbetriebe nicht mehr vom…“

„… gebe es keinen Anlass zur Sorge für die Bevölkerung. Wissing sehe derzeit keinen Grund für ein Tempolimit, da dies eine noch stärkere psychische Belastung für die Verbrauer in…“

„… vor der Fraktion analysiert habe. Unions-Chef Merz sehe in der sehr geringen Nachfrage einen Preisverfall begründet, der das Vertrauen auf den Märkten negativ beeinflusse, zumal die von der grünen Verbotspartei angeführte Stillhalteregierung nichts unternommen habe, um das Wetter zu…“

„… dass ein Großteil der Erntehelfer nicht zur Verfügung stehe. Lindner sehe allerdings in der derzeitigen Fluchtbewegung aus der Ukraine eine Chance auf die vorübergehende Integration junger Frauen auf den nationalen Arbeitsmarkt, die auch zur mittelfristigen Stärkung des Niedriglohnsektors in Landwirtschaft, Produktion und…“

„… die Energiekrise einen großen Anteil an der Preissteigerung habe. Wissing wolle zur Belebung der Flaute am Spargelmarkt weitere Subventionen an die Mineralölkonzerne ausschütten, die zugleich als Stärkung der deutschen Wirtschaft unabhängig von Verbrauch oder Stagnation eine Steigerung der Börsenwerte und ihrer…“

„… die Unfähigkeit der Bundesregierung zeige, auf wirtschaftliche Katastrophen angemessen zu reagieren. Oppositionsführer Merz fordere die Grünen daher auf, zur Sicherung der Spargelernte und mit Blick auf den Erdbeeranbau noch in diesem Jahr die Koalition mit der CDU/CSU im…“

„… sich die Mittelstands- und Wirtschaftsunion auf eine Stärkung des Binnenkonsums verständigen wolle. Da die Deutschen derzeit mehrere Krisen gleichzeitig durchlaufen müssten, sei Connemann der Ansicht, die Verschiebung der Klimakrise um 20 Jahre könne eine spürbare Entlastung der Bürger bringen, die sich auch in der…“

„… die Preise für ausländische Importe in den Keller gegangen seien. Da Einfuhrverbote für Ware aus Spanien und Griechenland nicht möglich sei, setze sich Söder für eine Spargel-Maut ein, an die er sich mit dem ehemaligen Bundesminister für…“

„… sich für die landwirtschaftlichen Betriebe einsetzen werde. Damit Spargel ein Gemüse der Besserverdienenden bleibe, werde Kubicki notfalls auch die Erzeugerpreise mit Staatshilfen und…“

„… müsse die Bundesregierung unverzüglich außenpolitische Konsequenzen gegen Polen folgen lassen, da die Einfuhr osteuropäischer Güter nicht im Interesse der Volkswirtschaft liegen könne. Für Steinbach existiere lediglich die Richtung, dass die deutschen Unternehmer unter Nutzung von Krieg, Zwangsarbeit und Ausbeutung gegen das polnische Volk vorgingen, nicht aber in einer…“

„… die Kauflaune wieder angekurbelt werden müsse. Für Bürger, die sich in diesem Jahr kein Zweitflugzeug leisten könnten, empfehle Merz den Kauf von Spargel als günstige Alternative zum…“

„… werde die Sozialpolitik nicht die deutschen Erwerbslosen gegen ukrainische Geflüchtete in der EU ausspielen, um den Lohndruck zur Stabilität der Ernten auszunutzen. In der SPD-Führung vertraue man fest darauf, dass die Bundesagentur auch in diesem Jahr syrische und nordafrikanische Kräfte unter Androhung sofortiger Abschiebung zum…“

„… in einigen Anbauregionen durch zu niedrige Erzeugerpreise auffallen würden. Die FDP sehe dies als Marktverzerrung und wolle andere Gemüse mit einer Zusatzsteuer von 90% wieder in ein normales Preisgefüge überführen, in dem deutscher Spargel nicht mehr an der Spitze der…“

„… werfe Merz der Bundesregierung vor, die Wirtschaftssanktionen nicht gegen Putin, sondern gegen die deutsche Bevölkerung zu…“

„… komme die Bundesregierung nicht um ein Spargelgeld für geringe und mittlere Einkommen herum. Wissing fürchte einen Kaufkraftverlust, der sich auf Kraftstoffe, zuletzt auch auf Neuwagen ausbreiten könne. Wichtig sei, das Einkommen zum Bezug einer Unterstützung auf ein Niveau von…“

„… sehe Chrupalla voraus, dass deutsches Land für minderwertige Erzeugnisse wie Kartoffeln oder Kohl verschwendet werde. Danach sei auch der Weg für die linksextremistische Regierung frei, die deutsche Atomindustrie zu enteignen, um durch von Chinesen produzierte Solaranlagen die endgültige Zerstörung des Reichs…“

„… nur als vorübergehend eingestuft werde. Scholz vertrete nach eingehenden Beratungen mit Experten aus Landwirtschaft, Handel und Banken die Ansicht, dass der Spargelverkauf eine saisonale Erscheinung sei, die lediglich bis zum Ende des…“





Autofreie Gesellschaft

25 05 2022

„Wir müssen das trotzdem…“ „Aber es ist Unsinn.“ „Wir müssen trotzdem…“ „Es ist Quatsch, und Sie wissen es ganz genau.“ „Wir müssen an der Prämie für Elektroautos festhalten!“ „Es ist nachweislich falsch, es ist Unfug, und es ist Wählerbetrug.“ „Und warum, meinen Sie, wollen wir es trotzdem?“

„Das Geld macht doch nicht die Autos billiger, es geht nur an die Hersteller, damit sie die Autos teurer machen können.“ „Also wie beim Sprit.“ „Aber so teure Autos kann sich dann ja keiner ohne Prämie leisten.“ „Wollen Sie eine Gesellschaft, in der sich keiner mehr ein teures Auto leisten kann?“ „Am Ende landen wir noch in der autofreien Welt, die uns die Grünen angedroht haben!“ „Gnade!“

„Es geht doch nicht um Autos an sich, sondern nur um Elektroautos.“ „Die verbrauchen aber kein Öl.“ „Aber Strom.“ „Und damit fossile Energie.“ „Wenn wir den Leuten Elektroautos finanzieren, können wir uns nicht gleichzeitig Windräder leisten oder Sonnenkollektoren.“ „Richtig, eins geht nur.“ „Außerdem wäre das ein Eingriff in den Markt, den der Staat gar nicht machen darf.“ „Und wenn die Konzerne das Aus für Verbrenner beschließen?“ „Das ist natürlich unternehmerische Freiheit, die wir als Staat durchaus unterstützen dürfen.“

„Das hört sich ja fast an, als müssten wir mit der Kaufprämie die Käufer entlasten.“ „Das ist ja auch geplant.“ „Wer von den hohen Preisen der heutigen Elektrofahrzeuge entlastet wird, kann sich auch die aktuell hohen Preise der anderen Wirtschaftsgüter leisten.“ „Denken Sie nur an die Lebensmittel.“ „Die bezahlen aber auch andere, die sich kein E-Auto kaufen.“ „Jetzt machen Sie doch nicht die Leute, die sich ein Elektroauto kaufen wollen, für die anderen verantwortlich!“ „Im Gegenteil, er hat doch nur gesagt, dass die sich kein…“ „Ich bin doch nicht dafür verantwortlich, nur weil sich einer gerade kein Auto kauft.“ „Die kaufen sich das aber vielleicht nur nicht, weil sie die hohen Preise für die Lebensmittel bezahlen müssen.“ „Dann könnte man denen doch die Prämie für Elektroautos geben, dann kaufen die sich eins und haben wieder Geld für Lebensmittel.“ „Und wenn die ihre Kaufprämie in Wahrheit für Lebensmittel ausgeben und sich das Elektroauto vom Ersparten leisten?“ „Das ist deren eigene freie Entscheidung, da darf der Staat nicht einfach so eingreifen.“

„Andererseits könnte man dann ja gleich die Lebensmittel subventionieren.“ „Ich bitte Sie, wir sind doch hier nicht im Sozialismus.“

„Aber faktisch ist es doch so, dass viele Leute gar nicht am Autoverkehr teilnehmen, weil sie zum Beispiel gar keinen Führerschein haben.“ „Die sind dann zum Beispiel auf ein Taxi angewiesen.“ „Oder leben in einem weit abgelegenen Dorf und brauchen im Fall einer lebensbedrohlichen Erkrankung den Arzt, der sich ja hoffentlich ein Elektroauto leisten kann.“ „Und hier, Pizzaservice!“ „Wenn man zu viel Pizza frisst, kommt der Arzt halt früher.“ „Das tut doch jetzt nichts zur Sache!“ „Also finanzieren wir jetzt den Pizzaservice oder den Arzt?“ „Wer braucht denn da wen?“ „Ist auch eine Frage des Preises.“ „Der Arzt hat mehr Geld.“ „Dann sollten wir den unterstützen, damit das auch so bleibt.“

„Und wenn wir diese autofreie Gesellschaft einfach als Gesellschaft definieren, in der jeder frei ist, sich ein Auto zu kaufen?“ „Die haben wir jetzt schon.“ „Dann frage ich mich, worüber wir hier diskutieren.“ „Haben wir den Autoherstellern die Subventionen denn direkt versprochen?“ „Unter Freunden muss man das doch gar nicht erst.“ „Das würde ich als Gewohnheitsrecht bezeichnen.“

„Könnte man diese Subvention nicht einfach antiproportional zur Fahrzeuggröße gestalten?“ „Sie wollen die Menschen dafür bestrafen, dass sie sich ein großes Auto leisten können?“ „Sagen Sie doch gleich, dass Sie im Sozialismus leben möchten!“ „Wir hätten aber Einspareffekte, die wir sonst nur mit einen Tempolimit erreichen würden.“ „Das ist doch eine krasse Marktverzerrung!“ „Kein Mensch würde sich ein teures Auto kaufen, wenn er damit nicht Höchstgeschwindigkeit fahren könnte!“ „Und kein Hersteller würde mehr solche Wagen bauen!“ „Und dann würde keiner mehr Autos kaufen!“ „Das wäre der Staatsbankrott!“ „Sie spielen hier mit der kulturellen Identität unseres Landes!“ „Und die Menschen würden komplett das Vertrauen in die Politik verlieren, wenn wir ihnen Prämien für ein Elektroauto versprechen, und dann können sie sich gar keins anschaffen!“ „Das ist Volksverrat!“

„Wahrscheinlich klappt es sowieso nicht, weil wir gar nicht genug Strom haben.“ „Seit wann denn das?“ „Die erneuerbaren Energien werden doch bis 2040 eingeführt?“ „Gehen Sie mal von 2050 aus.“ „Also faktisch 2080.“ „Bis dahin müssen wir in einer Langzeitstudie verlässliche Zahlen haben, wie viel Strom wir zur Umstellung des Verkehrs auf Elektromobilität brauchen.“ „Stellen Sie sich mal vor, wir bauen zu viele Windräder.“ „Das kostet vor allem auf Landesebene Wählerstimmen.“ „Das wäre ja schrecklich!“ „Könnte man dann nicht den Aufbau der erneuerbaren Energien an den Verkauf von Neuwagen koppeln?“ „Eher umgekehrt.“ „Auf jeden Fall brauchen wir mehr Wind und Sonne im Strommix, sonst haben wir gar nichts mehr für die Industrie.“ „Welche Industrie?“ „Die, die die Autos baut.“ „Ach so.“ „Das kann man doch jetzt noch gar nicht sagen.“ „Richtig, wir können nicht einfach Windräder bauen, die wir erst 2040 brauchen.“ „Oder 2050.“ „Also faktisch 2080.“ „Oder wenn wir endlich wieder alle Bauteile bekommen, um Elektroautos bauen zu können.“ „Sehen Sie, das ist das Schöne an solchen Diskussionen – wenn man ein bisschen wartet, erledigt sich alles von selbst.“





Bruttoasozialprodukt

23 05 2022

„Das ist ja genial! Wir haben noch keine Toten, das macht die Besprechung immer ein bisschen lustiger, aber das kann ja noch kommen. Die Sachschäden sind okay, und wenn wir Deutschland weiter so in die Scheiße reiten, läuft es ganz nach Plan.

Das muss man der AfD lassen, die trauen sich, die Wahrheit auszusprechen. Je schlechter es uns geht, desto besser für die Wirtschaft, desto besser für Deutschland. Hört sich erst mal kompliziert an, ist aber so. Das ist letztlich so einfach, irgendwann hat auch Lindner das kapiert, und bis der was rafft, das kann länger dauern. Nein, Sie müssen das mal von der volkswirtschaftlichen Seite aus betrachten, dann wird Ihnen vieles klar. Für Volkswirtschaftler ist das Bruttosozialprodukt der Fetisch schlechthin, mit dem können Sie als Politik so gut wie jede Diskussion knacken. Die Leute glauben, dass diese Zahl so gut wie alles sagt, dass wir davon abhängig sind, wie hoch sie ist, und dass wir bei sinkendem Sozialprodukt automatisch verloren sind. Ehrlich, mit Arbeitslosenzahlen oder Zinsen alleine kriegen Sie das nicht mehr hin. Vielleicht noch mit Inflation und Staatsverschuldung, aber wir sind ja nicht die Union, die den Leuten Angst machen muss, damit sie wiedergewählt wird. Wir wollen Ihnen ja zeigen, dass wir gut sind für Deutschland. Beziehungsweise für die Idioten, die uns wählen, weil sie glauben, dass sie davon etwas abkriegen.

Sie denken, das Bruttosozialprodukt sagt aus, wie gut es uns geht? Dann rechnen Sie falsch. Sie müssen das Klima berücksichtigen. Also nicht die paar Kröten, die diese Ökofuzzis in Windräder und Wandsteckdosen reinstecken wollen, sondern die Folgen des Klimawandels. Letzte Woche in NRW, die Tornados – einfach hinreißend, was meinen Sie, wie wir da gefeiert haben! Fast so gut wie letztes Jahr, als das Ahrtal abgesoffen ist. Auf einen Schlag stellt man fest, die Vorwürfe, die Politik hätte sich jahrelang nicht um Deutschland gekümmert, sind vom Tisch. Eine ganze Region geht kaputt, Häuser und Verkehrswege und Brücken und Infrastruktur, und wir haben jede Menge Feuerwehreinsätze. Die Schäden werden von keiner Versicherung getragen, weil sich die Leute die gar nicht leisten können, aber jeder Rettungseinsatz wird vollständig aufs Bruttosozialprodukt angerechnet. Und jetzt denken Sie das zu Ende: was lohnt sich für die deutsche Wirtschaft mehr, Umweltschutz oder Klimawandel?

Allein die Hitzeschäden auf den Autobahnen – da werden Sie doch keinen finden, der sich traut, den Autoverkehr auszubremsen. Und das haben wir seit Jahren, die Schäden wachsen an, summieren sich und erreichen kontinuierlich einen neuen Höchststand, weil wir keine Veranlassung sehen, im Straßenbau nach neuen Materialien forschen zu lassen, wie das unsere Ideologen immer fordern. Die Schlaglöcher sind da, die müssen ausgebessert werden, die werden ausgebessert, und dann ist das Geld für Radwege, die sich die Grünen wünschen, halt futsch. Wir können nicht nur jeden Preis dafür verlangen, wir wissen auch, dass wir den Auftrag sofort in der Tasche haben. Zur Not entdecken wir den armen Rentner, der mit Herzinfarkt schnell ins Krankenhaus gefahren muss, und da können wir keine Straßenschäden gebrauchen.

Gut, die Krankenhäuser gibt’s gar nicht und für die meisten Straßenschäden zahlen die Kommunen, aber hier geht es ums Prinzip. Außerdem ist das im Wahlkampf sowieso egal.

Das ist auch gut so. Wenn wir die Zeitenwende im öffentlichen Bewusstsein schaffen wollen, dann klappt das in Deutschland nicht, indem wir alles ändern. Wir haben schon viel zu viel verändert, der Deutsche will Probleme, die er ignorieren oder von anderen ausbaden lassen kann. Und wenn man ihm dann auch noch erklärt, dass er an der Scheiße gutes Geld verdient, dann ist er richtig zufrieden und will unbedingt, dass es so weitergeht. Kann er kriegen.

Wir dürfen uns nur nicht darauf verlassen, dass das ewig so weitergeht, deshalb muss man auf mehr als eine Methode setzen. Im Bruttoinlandsprodukt, also das, was tatsächlich am Standort Deutschland erwirtschaftet wird, haben wir inzwischen auch die Schattenwirtschaft eingerechnet, oder wie Sie es ausdrücken würden: Geldwäsche. Zehn Prozent illegal, zum Beispiel über die Immobilienbranche. Fragen Sie sich mal, warum so ein Tiefbahnhof die Stimmung in der Wirtschaft nachhaltig hebt. Und das liegt nicht einmal an den Polizeieinsätzen. Das müsste man jetzt nur noch geschickt miteinander kombinieren, also ein paar neue Großflughäfen, die nicht fertig werden, nach zwanzig Jahren Umbau gleich wieder abgerissen und von Tornados platt gemacht werden – was die Reihenfolge angeht, lege ich mich noch nicht fest – und wir hätten trotz der Personalknappheit und des Baustoffmangels eine brummende Bauindustrie. Wenn Sie Ihr Häuschen im Ahrtal wieder hochziehen wollen, sind Sie zwar gekniffen, aber auf dem Schwarzmarkt und mit den richtigen Verbindungen kriegen Sie alles, und da wären wir wieder in der Schattenwirtschaft. Eine Hand wäscht bekanntlich die andere.

Sollte es im nächsten Wahlkampf eng werden, werden wir uns auf die wirklich wichtigen Themen wie Terrorismusbekämpfung, Bildung und Zinsen stürzen. Denn das Wetter kann man ja nicht ändern, das haben die meisten schon kapiert. Und damit das auch so bleibt, müssen wir die Rahmenbedingungen für den möglichst linear verlaufenden Klimawandel schaffen, damit die Sache wie organisch gewachsen aussieht. Oder warum, glauben Sie, haben wir diesen bescheuerten Tankrabatt durchgedrückt?“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DCXV): Statussymbole

20 05 2022
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Die älteste Überlieferung berichtete noch vom einzigen Wollnashorn, das sich in die Steppe vor der westlichen Felswand verirrt und fast die ganze Sippe aufgespießt hatte. Irgendwann musste es nach unzähligen Versuchen der Troglodyten, mit Steinen und Speeren das Tier zur Strecke zu bringen, eines natürlichen Todes gestorben sein, was jedoch die Leute in den Höhlen am Fluss nicht gehindert hatte, eine schnittige Story zu erfinden, in der ein Held das Monstrum eigenhändig er- und zerlegt, der Großen Göttin zum Opfer dargebracht und dafür den Oberschenkelknochen als Trophäe bekommen hat. Jener ist bis auf Rrts Tage Sinnbild der Macht, die der Sippenälteste ausübt, und wird übergeben mit einem Hühnergott, der physiologische Details der Gottheit darstellen soll. Der Sinn liegt tief im Mystischen, wird aber nicht angezweifelt, da er ja für die Identität des Stammes konstituierend ist. Vor der Erfindung der Krone sicherte er dem Ältesten die absolute Herrschaft über Land und Leute, und mit ihr sämtliche Wertvorstellungen, die den Klan zusammenhalten. Denn was ein Statussymbol vor allem braucht, ist Status.

Dass Distinktionsgewinn auch aus alltäglichen Gegenständen erwächst, vor allem aus denen, die man ostentativ zur Schau stellt, ist weder neu noch originell. Status ist Schichtbewusstsein, und so war in vergangenen Jahrhunderten der europäischen Gesellschaft auch nicht der Besitz von Gold und Geschmeide verpönt, sondern öffentliches Tragen von Luxusobjekten in obszön anmutender Masse. Nun bleibt der Bekloppte sich treu und schwiemelt immer neue Symptome pathologischer Prunksucht zusammen, um in der Menge aufzufallen: hohe Hüte, spitze Schuhe, tote Tiere, Schleppen, die ein halbes Dutzend Träger nach sich ziehen. So musste man nicht nach weltlichen Titeln fragen, denn der geistliche Adel trug seinen Glitzerfummel schon in beruflicher Mission – was die Reformatoren freilich ärgerte, hatte sich das Geltungsbedürfnis doch weit von der sozialen Verantwortung einer als göttlich empfundenen Ordnung entfernt, so dass auch die Regeln, wer Gold oder Purpur tragen durfte, kaum noch Gewicht hatten, weil sich die Hautevolee in nicht zu bändigenden Extravaganzen sinnlicher Macht austobte, die mit dem spirituellen Ideal einer minimalistischen Gläubigkeit so gar nichts mehr an der gehörnten Kappe hatten. Savonarola verhinderte also den Klassenkampf von oben, als er den ganzen Schmodder auf den Scheiterhaufen schaufeln ließ, und hätte er geahnt, dass sich die Abstraktion des Besitzes neue Ausdrucksformen suchen würde, die Normalsterbliche gleich gar nicht mehr zu Gesicht bekommen sollten, er wäre mit ins Feuer gehüpft.

Denn was die heute Mächtigen als Monstranz der Herrschaft vor sich hertragen, ist nur ein matter Abglanz der eigentlichen Bedeutung, da es auf den monetären Besitz verengt wird, bisweilen auch nur auf die Kreditfähigkeit, aber weder die Legitimation für den Rang noch deren Voraussetzungen spiegelt. Wer genug Scheine hat, um sich Sein zu kaufen, lässt eine unsinnig lange Yacht in irgendeinem Hafer von den Seepocken zernagen, weil er sich zwischendurch auch noch um einen Privatjet und die beiden Wohnungen in den Metropolen nicht kümmern muss. Die Währung der Hegemonie aber ist lediglich Neid, der auch in den niederen Kasten zu skurrilem Nachgeäffe führt, indem man sich mit kindischem Fimmel Zubehör fürs Imponiergehabe anlegt: Gummigucci, nachgemachte akademische Grade, zur Not ein SUV. Gerade die bröselnde Mittelschicht mit ihrer unreflektierten Nachahmung des Modischen, die sie immer wieder zu Parvenüs macht, ist so grimmig mit der Parodie ihrer selbst beschäftigt, dass sie die Folgen der Exklusivität nicht einmal merkt, wenn sie ihr ans Bein pinkelt. Sie schließt sich aus. Und wird ausgeschlossen.

So wirkt denn auch das lässige Herumwedeln mit dem Sportwagenschlüssel, die Mitgliedschaft im Poloclub oder die Armbanduhr zum Preis eines Neuwagens weniger attraktiv als beabsichtigt, da sie den gesellschaftlichen Trend der letzten Epoche repräsentiert: wer auf materiellen Besitz abhebt, ist von der restlichen Zivilisation abgehoben. Man traut der Oberschicht weniger solidarisches und gemeinschaftsorientiertes Verhalten zu, sieht sie als weniger kooperativ an und traut ihnen keine echte Partnerschaft zu. Genau das aber sind evolutionär signifikante Vorteile, die bis heute in der funktional und semantisch differenzierten Welt über Gedeih und Verderb entscheiden können, völlig egal, ob die katzenvergoldete Uhr die Zeit schneller anzeigt als die billige Digitalkröte.

Ohnehin ist Zeit die letzte verbleibende Größe, die sich noch nicht im materiellen Raster verheddert hat. Sie macht Rentner, Studenten und selbst die sonst so verhassten Erwerbslosen zum Hassobjekt der hart arbeitenden Menschen, wie sie die Politik in jedem Wahlkampf aus Schmierkäse schnitzt. Es ist die Anzahl der Follower in den sozialen Medien, die sinnstiftende Arbeit, die informelle Bildung. Es ist das, was bleibt, wenn das Schmuckkästchen mit der Yacht absäuft. Oder das instinktive Wissen, dass sich eines Tages kein Schwein mehr für NFTs interessieren wird. Wozu auch.





Grundgesetz der Straße

17 05 2022

„… sich geschlossen gegen den Bundesminister gestellt hätten. Mit einem einstimmigen Beschluss hätten die Landesumweltminister ein Tempolimit auf Autobahnen und…“

„… habe Wissing das Votum zur Kenntnis genommen, werde sich in seiner Auffassung aber nicht beeinflussen lassen. Die Bundesregierung habe sich für eine Beibehaltung der bisherigen Regelungen entschieden und könne sich für die Wahlkampfmanöver der Parteien untereinander nicht mehr…“

„… aus dem Bundesjustizministerium nach einem Rechtsgutachten gefragt worden sei. Da es sich um Bundesautobahnen handele, dürfe es auch keine Einmischung der Landesministerien geben, die die Regelungen des…“

„… sei es die Aufgabe der Bundesregierung, Abhängigkeiten von Kraftstoffimporten kurzfristig zu verringern. Dies könne Wissing aber langfristig eher durch den Ersatz der Verbrenner durch die Elektromobilität erreichen, weshalb die Kaufprämie für Elektroautos sich viel mehr auf die…“

„… von Kritikern angemerkt worden wäre, dass im Empfehlungspapier der Umweltminister kein Richtwert für eine Geschwindigkeitsbegrenzung angegeben worden sei. Damit habe sich das Verfahren verwaltungstechnisch bereits auf die Symbolpolitik der Bundesregierung zubewegt, die keinen Nutzen für die…“

„… habe Wissing mit einer bundesweiten Beschränkung auf 60 km/h gedroht, die er auch gegen den Widerstand der…“

„… sei die gesetzgeberische Kompetenz des Bundes eindeutig. Buschmann habe auch darauf hingewiesen, dass die FDP die Aufnahme eines Tempolimits in den Koalitionsvertrag verhindert habe, so dass eine nachträgliche Zustimmung als Betrug an Wähler, Industrie und…“

„… eine kostengünstige, schnell umsetzbare und sofort wirksame Maßnahme nicht ratsam sei. Wissing verweise auf Einnahmeausfälle bei der Mineralölsteuer, die sich in der Folge negativ auf den Bundeshaushalt, auf den Länderfinanzausgleich und die Ermöglichung einer Steuersenkung für…“

„… dass Bayern und Nordrhein-Westfalen die Wirkung einer Geschwindigkeitsbeschränkung für begrenzt halten würden. Da es in diesem Konflikt allerdings nicht um Fakten gehe, müsse man den Beschluss gegen die Bundesregierung erst recht als eine legitime politische…“

„… eine kostengünstige, schnell umsetzbare und sofort wirksame Maßnahme mit der FDP nicht zu machen sei. Der Bundesverkehrsminister halte ein politisches Verfahren, das nicht mindestens ein Jahr lang gegen den Widerstand aller anderen Koalitionäre verteidigt werden müsse, für stark parteischädigend, was vor allem in der aktuellen Situation der Liberalen mit verheerenden Folgen für die weitere…“

„… stelle ein Tempolimit der Umweltminister für Buschmann einen rechtlich gar nicht machbaren Versuch einer in bösartiger Bandenbildung mit erpresserischer Amtserschleichungsanmaßung zur Herstellung einer nötigenden Vortäuschung dar, die jeder Jurist als schweren Staatswiderstand gegen das Grundgesetz der Straße erkenne. Nur durch einen Beschluss der Verkehrsminister könne eine derartige Entscheidung rechtskonform an den…“

„… eine Initiative im Bundesrat allerdings noch nicht angekündigt worden sei. Die Umweltminister hätten vorher eine Beratung beschlossen, ob bei der Weigerung von Wissing, das Neun-Euro-Ticket zu finanzieren, auch eine andere Form der…“

„… sei eine kostengünstige, schnell umsetzbare und sofort wirksame Maßnahme, die schon deshalb auf Widerstand der FDP stoße, weil unmittelbarer Erfolg beim Wähler kein langfristige Anerkennung hervorrufe und für den Wiedereinzug in den Bundestag daher so gut wie…“

„… habe Buschmann die Landesregierungen gewarnt, Tempolimits auf eigene Faust auf den Autobahnen durchzusetzen. Die dazu verwendeten Schilder müssten dann kostenpflichtig aus dem…“

„… die FDP fürchten müsse, dass ein einmal zeitlich befristet eingeführtes Tempolimit beim Bruch der Ampelkoalition oder bei anderweitigen Anlässen ihres Ausscheidens aus dem Bundestag zu einer ständigen…“

„… dadurch unterstrichen werde, dass die meisten Landesminister den Grünen oder der SPD angehören würden. Eine durch Zwang und Verbote eingeführte Einheitsgeschwindigkeit für alle sei nach Kubickis Rechtsauffassung Sozialismus, der den rechtfertigenden Notstand des Rasens als…“

„… weise der Bundesverkehrsminister darauf hin, dass bei Senkung der Reisegeschwindigkeit auf den Autobahnen die Auslastung der Fernzüge sehr schnell ansteige. Dies sei nicht mit den Plänen des Ressorts zu vereinbaren, den Schienenverkehr zur unattraktivsten Transportform zu machen, die die Sicherung der Börsenwerte in den anderen…“

„… könne eine Bevölkerungsmehrheit nicht durch die Länder vertreten werden, wie Kubicki in einem von ihm selbst beauftragten Gutachten in Erinnerung gerufen habe. Er werde daher nicht an einem Bundesratsverfahren teilnehmen, wenn dieses von den anderen Koalitionären oder…“

„… dass die Landesumweltminister gar keinen Überblick über die Initiativen der Bundesregierung besäßen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Die aktuell geforderten Geschwindigkeitsbegrenzungen seien bei einer Normalisierung des osteuropäischen Umfeldes für die FDP überflüssig, weil es dann wieder ausreichend Gas und Öl aus…“