Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXXI): Die zerstörerischen Eliten

14 09 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Geschichte, und das wissen die königlichen Statthalter, wird immer von Lumpenproletariern geschrieben, die in ihrer fortwährenden Diktatur seit Anbeginn der Zeitrechnung aufhetzen zum unnatürlichsten aller Zustände, zum Frieden gegen den anderen. Nur kurz gelingt es den Auserwählten, die ganze Gesellschaft einmal knietief in Blutsuppe zu prügeln, und sei es nur durch vorübergehende Verwüstung vermittelst eines Bürgerkrieges, gerne auch auf den Schlachtfeldern der Missgunst, die in billigem Theaterfeuer sich erschöpft und höchstens ein paar Brandblasen am Arsch der Kanaille lässt. Nichts wäre den Mächtigen fremder als eine Welt ohne Fußvolk, denn wer sollte sonst ihre Stiefel putzen, lecken oder ins Gesicht kriegen? Das Heer der Abhängigen zu schützen und zu mehren ist ihre vornehmste Aufgabe. Allerdings auch ihre einzige.

Denn nicht Bäcker, Bänker regieren diesen Sumpf aus Trägheit und Trotz, dessen Manieren nicht reichen, um Fackeln und Mistgabeln in die Hand zu nehmen für Korrekturmaßnahmen an der Kaste der Plünderer. Denn nicht die Leistung ist für die Dicke der Konten verantwortlich, längst nicht mehr, und eigentlich ist dies nie der Fall gewesen, nur haben sich heute auch Pappnasen unterhalb des Leihadels ihr Geburtsrecht erkauft und geben die Regalien an die missratene Brut weiter – die Lizenz zum Fleddern wird wie in alten Zeiten mit dem goldenen Löffel weitergegeben und fräst sich von Dynastie zu Dynastie quer durch die Schicht, die oben auf dem Tümpel schwimmt, der Unrat mit dem verführerischen Glanz für Schmeißfliegen, der sich nicht mit dem Wasser mischt. Die Eliten aus Management und Führung sind keine Aufsteiger, sie sind nur Kinder der alten Eliten, die keiner in ihre Position gewählt hat.

Und sie sind keine globale Elite, die von einem Staat zum anderen zieht, hier einen Konzern in die Grütze kloppt, dort einer Volkswirtschaft die Kerze auspustet, sie bleiben im eigenen Lande und nähren sich unredlich. Noch reiten die Raubritter unter eigenem Wappen durch die eigenen Pissklitschen, um nicht auf fremdem Territorium das Esszimmer renoviert zu bekommen, denn nicht Ganovenehre gilt, wie bei anderen Staubsaugervertretern auch ist es schnöder Gebietsschutz, der geistig vernagelte Schwachmaten in ihrer kuscheligen Pfütze hält. Sie haben selten den Ausbruch gewagt, wohin auch – lieber sezieren und herrschen sie, weil sie die fremden Märkte, an die man mit Heftzwecken und Spucke Länder geschwiemelt hat, Länder und Menschen, nicht begreifen, ihre batteriebetriebene Logik lässt nichts anderes zu, und so schlagen wir uns mit den Problemen ihrer Dummheit herum, die ihren Status erst rechtfertigen.

Denn ihr Status besteht größtenteils aus reiner Ignoranz. Kein Manager großer westlicher Chemie- oder Textilkonzerne, wobei Übergänge von trag- und untragbaren Zuständen hier meist fließend sind, hat die geringste Ahnung davon, wie die Plempe in den Slums irgendeiner ostasiatischen Billigdiktatur von zärtlichen Kinderhänden in Plastecontainer geschöpft wird und das Zählen von Krebstoten in der Sippe zum Volkssport macht. Kein westlicher Großaktionär, der bloß durch Erben an die Kohle gekommen war, hat je gesehen, wie eine Pflegekraft in seiner an die Bilanz angegliederten Klinik sich zielgerichtet zu Grunde arbeitet, weil er bei seinem letzten Infarkt die Chefarztvisite für wichtiger hielt und in einer anderen Bude eingecheckt hat. Es ist nicht so, dass sie nicht wissen könnten, was sie tun. Es interessiert sie nicht, weil es in ihrem Weltbild keine Kategorien gibt, die dieses Denken zuließen. Was im System relevant ist, wird längst nicht mehr im System entschieden, genauer: es wurde nie in diesem System entscheiden, sondern immer nur von seinen Puppenspielern. Wie also Generale sich flugs einen Krieg aus den verkalkten Birnen popeln, erfindet das Blasen und Zusammenbrüche, um die Vakua der schwarzen Kassenlöcher mit realem Geld stopfen zu können, Geld, das man aus dem Proletariat presst, damit es nicht zu viel Kuchen frisst, wenn der Lohn fürs Brot nicht mehr langt. Sie sind systemrelevant, und mit jeder Bestätigung aus dem System, das ihre politischen Marionetten ihnen bereitwillig liefern, geben sie ihren Ernährern zu verstehen, wie irrelevant diese doch sind.

Dass in diesem Selbstbedienungssaftladen kaum Demokratie und Menschenrechte gedeihen, wird keinen wundern. Doch wenigstens funktionieren im postdemokratischen Spießbürgerstaat die Ampeln, die Alarme, die Zäune, die Schlagbäume. Wir sind sicher, und bis wir begreifen, dass sich damit die Eliten vor dem Heer der Tagelöhner schützen, haben sie sich ein weiteres Mal an uns bedient. Die Sicherheit eines Gefängnisses lässt sich einfach definieren, es kommt nur darauf an, ob man gerade im Inneren sitzt oder nicht. Die innere Sicherheit, die sie uns bescheren, haben jedenfalls nicht die Handwerker erfunden, die Fabrikarbeiter, die Kulis. Sie nutzten sie auch nicht, weil sie ihnen nichts nützt. Das reden sie uns ein, und wir glauben es. Warum, das ist die Frage. Sie ist zu stellen.

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Fluchtbringende Gesellschaft

27 08 2018

„Wenn Sie mich fragen, ’ne Bombenidee, das. Asylbewerber ohne jede Sprachkenntnis sofort in die Pflege schicken und in die Kinderbetreuung. Da zeigt sich das ganze politische Talent der Dame: von der Realität keinen blassen Schimmer, und dann da eingesetzt, wo sie den größten Schaden anrichten.

Nee, im Grund hat sie ja recht, die Krampf-Dingenskirchen. Diese bösen Migranten, die nur übers Mittelmeer zu uns kommen, weil sie hier in der sozialen Hängematte abchillen wollen, so lange wie möglich aus dem Arbeitsmarkt raushalten, bis wir sie endlich wieder abschieben können, und dann eine Dienstpflicht für sie erfinden. Das hilft ungemein, ich finde diese Idee geradezu epochal. Denen geht’s ja jetzt wie deutschen Arbeitslosen, wenn die ein paar Jahre nicht in ihrem Beruf waren, dann gilt ihre Qualifikation einfach nichts mehr, und dann verheizt die Industrie die Leute endlich zum Mindestlohn. Da finden sich die Zuwanderer gleich auf derselben Stufe wieder wie die anderen Leute hier. Gute Sache, so entsteht bei den Asylis wenigstens kein Sozialneid, weil ihre Abschlüsse hier grundsätzlich für die Tonne sind.

Eine tolle Idee von der Klumpen-Karrendings ist ja, dass diese Zwangsarbeit die Akzeptanz der Biodeutschen erhöhen soll. Da geht man ohne Böses im Sinn zu seinem Sachbearbeiter, will einen Ein-Euro-Job, und der sagt: ist gerade aus, die macht jetzt der Flüchtling. Sie müssen leider weiter ausschlafen. Da soll doch noch einer sagen, die CDU kennt ihre Wähler nicht! Also ich finde das sehr gut, weil man sich da auch gleichzeitig ein Hintertürchen offen hält, wenn man die Asylheinis in die Bundeswehr verpflichten könnte. Ja, das ist jetzt vollkommen verfassungswidrig, aber das ist der Scheiß mit dem Pflichtjahr zur Integration auch schon. Und kommen Sie mir nicht mit Grundgesetz und der CDU. Das sind zwei unterschiedliche Galaxien, und im Wahlkampf mutiert eine von beiden zum Schwarzen Loch.

Wenn man das jetzt mit dem Grundgesetz kontern wollte, dann müsste man natürlich erst mal jedem auf gerichtlichem Wege die Freiheit entziehen – das würde man der Partei ohne Weiteres zutrauen – oder alle zwecks einer allgemeinen Dienstverpflichtung vorher zu deutschen Bürgern machen. Das dann ja eher nicht. Aber man muss ja vorher wissen, wie man sich hinterher rausredet, sonst kann man vorher nicht so viel Müll erzählen.

Im Grunde genommen ist die Idee ja erst mal nicht ganz schlecht. Wir haben hier in Deutschland diesen beschissenen Hauptstadtflughafen nicht auf die Kette gekriegt, diesen dämlichen Tiefbahnhof erst recht nicht, da können wir doch die Ayler in die Grube schicken? Erst mal in die Baugrube, klar, aber wenn die sich da nicht bewähren, dann ist der Arbeitsvertrag eben befristet, und dann sind die auch ganz schnell wieder weg. Erinnern Sie mich mal, dass wir das mit den befristeten Verträgen auch bei den deutschen Fachkräften ausprobieren, wenn wir mit den Migranten durch sind. Das scheint mir ein ganz lohnenswertes Modell zu sein. Nicht unbedingt gut für eine integrierte Gesellschaft, aber man kann ja nicht alles haben.

Man könnte die ja auch alle zwangsweise ausbilden. Das könnte man mit den deutschen Schulabgängern natürlich auch versuchen, aber da sind die Chancen etwas geringer, und wenn das Erfolg haben sollte – also bei den Asylanskis – dann müsste man sich ja wieder verteidigen, dass die den Deutschen nicht nur die Jobs wegnehmen, sondern sogar schon die Ausbildungsplätze streitig machen. Das können Sie als Grüner irgendwo im Ortsverein vorschlagen, wenn alle schon ein paar Biobierchen in der Birne haben, aber in der Union und dann auch noch als Frau? Vergessen Sie’s.

Und was die Sprachkenntnisse angeht, die sollen sich hier ja integrieren. Von Wohlfühlen hat keiner etwas gesagt, sonst hätte ja auch jeder Deutsche seinen Traumjob. Die können ja gerne auch im Park fegen, aber das ist wahrscheinlich zu gefährlich, vor allem im Osten. Wenn man da vor Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist, ist für man für die noch halbwegs nüchternen Einwohner mit deutschem Pass und arischen Vorfahren viel zu leicht als Zugewanderter erkennbar. Die prügeln ja inzwischen auch auf Polizisten ein. Also wenn die im Osten gerade mal Uniform tragen.

Wie gesagt, grundsätzlich ist die Idee ja gut. Jetzt müssen wir nur noch sehen, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen, damit wir dieses Arbeitskräftepotenzial auch richtig ausnutzen, bevor sich herumspricht, dass es in Deutschland für jeden einen Job gibt, der es bis über die Grenze geschafft hat. Dann holen wir die SPD ins Boot, die darf sich für dieses Modell einen Sanktionskatalog ausdenken, wenn einer der Leute in der Dienstverpflichtungszeit seiner Arbeit nicht integrationsfördernd nachkommt, am Anfang zehn, dann dreißig, dann hundert Prozent weniger, und dann macht bestimmt auch die CSU mit, wenn wir ihnen irgendeinen Schmarrn erlauben, dass sie in ihren Internierungsheimen noch eine Arbeitsecke einbauen dürfen. Da sehen Sie es, man muss nur positiv denken, dann kriegt man alles in den Griff. Selbst die Flüchtlinge.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXVI): Bereicherungsökonomie

10 08 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Der Betreiber des üblichen Profit Centers, für gewöhnlich ein konditioniertes Meerschweinchen, wird seine Umgebung stets als Minenfeld sehen. Macht er nur einen Dukaten Verlust, während seine internen Konkurrenten anderthalb Penunzen im Plus sind, zusammen übrigens, dann sägt die Säge. Das ist zunächst weder ungerecht noch böse, es entspricht den Spielregeln: wer mehrt, statt zu mindern, ist ein guter Kaufmann. Die Gefahr erwächst aus der Konkurrenz, die das Geschäft bis zum Mörderischen belebt. Dass aber nicht der Markt die Regeln bestimmt, sondern eine Schicht, die am Markt teilnimmt, und also den Ausgang des Spiels signifikant beeinflusst, ist neu. Es entsteht die Bereicherungsökonomie.

Die Industrialisierung hat irdische Heerscharen auf die Schlachtfelder der Produktion getrieben, in die Städte, in ein elend stolzes Proletariat, das sich gern vereinigt hätte, wären nicht unterschiedliche Steuerklassen gewesen. Immerhin hat es ihnen Brot gebracht, bisweilen Spiele, bisweilen Krieg, aber billiges Brot und billige Schuhe, weil die Wirtschaft für ihr Produkt auch gleich den Kunden generiert hat, der in der Fabrik Luxuslimousinen baut, um sich privatim einen Kleinwagen zu leisten. Der Konsum erhält den Kreislauf am Leben, nicht immer sind Produktion und Verbrauch in derselben Schicht gelagert, doch wesentlich wird, dass der Wohlstand, wie ihn sich die Ökonomie auf die Fahnen schreibt, alle Schichten zu erreichen sucht.

Wie anders die Bereicherungsökonomie. Die trojanische Deindustrialisierung findet nicht statt. Die Fließbänder sind nicht weg, sie stehen nur woanders. Noch schwiemelt der fleißige Asiat das Schuhwerk für den saturierten Europiden, schon regt sich am rechten Rand Krawall, weil es einige der Leute aus Südsüdost in die Welt zieht, um dem Arbeiter die Villen im Tessin zu putzen. Käme man ihnen, den Personen mit Pech beim Denken, auch noch mit Logik, sie wären dafür, man schaffte die Villen zum Putzen nach China und büke dort gleich noch das Brot. Nicht das Produkt, die Produktion ist austauschbar geworden und nur noch ein Faktor in der Berechnung. Wer heute Schuhe näht und nagelt, kann schon morgen Brot backen, alles verkaufen und nur noch Villen putzen. Die Ware hat nicht nur ihren Fetisch, sie hat jeden Charakter verloren. Was zählt, ist das Geld, mittlerweile im reflexiven Sinne.

Das Subjekt der postmodernen Wirtschaft ist das Geld, wenngleich in einem vollkommen neuen und abstraktren Sinn. Es wird nicht mehr durch die Wertschöpfung erzeugt, zu der es Brot braucht und also Esser von Brot, es entsteht im Geblubber innerhalb der Blasen und wird weiter ins Wertfreie abstrahiert. Aus Geld und von Geld entsteht neues Geld, das aber mangels Produktion nicht mehr in diese zurückfließen kann, und die armen Reichen sind gezwungen, durch das Tessin zu tingeln und Villen einzusammeln, damit die Nullen auf den Nummernkonten nicht frieren. Da trifft es sich gut, dass auch die Schuhfabriken nicht mehr auf dem Kontinent stehen, denn was wäre so ein schmuckes Immobil ohne Hausmeister? Auch die soziale Ader der ökonomisch Bereicherten hat ein bisschen Blut gelassen, vielleicht dekorativ, und die Geschichte geht gut aus. Einigermaßen gut.

Denn in den unteren Etagen kommt nichts an, wie auch. Sie finden in der Bereicherungsökonomie nicht statt, schon gar nicht durchs Tessin ziehende Wischmobs, die ihre Besen jederzeit durch reine Flexibilität zu Mistgabeln umfunktionieren können, und das identitäre Moment von oben gesteuerter Nostalgie – damals, als nur die kleinen Häuschen am Hang in der Landschaft blühten, in einer Zeit vor der Industrialisierung, da war die Welt noch in Ordnung – beginnt sich außerhalb des Marktes zu etablieren. Fort ist das Proletariat, und fort sind die Ansprüche an eine soziale Marktwirtschaft. Mit der Standardproduktion verschwand die Notwendigkeit, Menschenmengen zu akkumulieren in humanen Kapitalen. Der Staat nachtwächtert noch etwas an der Urbanisierung vorbei, guckt gerne zu, wenn aus Not – so viele Villen hat’s auch nicht im Tessin – der rationierte Wohnraum aufgekauft werden muss, um die teuren Hausmeister bezahlen zu können, und fertig ist die Sache. Nicht die Entfremdung ist das Problem des Kapitalismus, sondern die nackte Anreicherung des Kapitals an Friedhöfen, fernab der Produktivität, Entwicklung ausgeschlossen. Aber da geht etwas. Der Zug ist nicht abgefahren, er bewegt sich, man kann aufspringen, vielleicht weiß man auch schon, wohin er fährt. Vielleicht wird alles ganz anders. Vielleicht fertigen wir bald wieder Schuhe. Falls die Chinesen sie wollen.





Schnüffler

6 08 2018

„Kostüm ist okay, aber nicht in Schwarz, es sei denn, Sie bewerben sich als Bürokraft bei einem Bestattungsinstitut. Wenn Sie da mit einem blauen Kostüm erscheinen oder in hochhackigen Schuhen oder beides, kürzen wir Ihnen die Bezüge. Wenn Sie die Stelle trotzdem bekommen, streichen wir Ihnen das Arbeitslosengeld komplett, und zwar rückwirkend. Schließlich kennen wir den Arbeitsmarkt besser als Sie.

Und Sie haben Ihre Bluse jetzt ja auch nicht so weit zugeknöpft, das ist für Ihren Beruf – Sie sind Industriekauffrau, da ist das normal, bei den Büro- und Verlagskauffrauen muss noch ein Knopf mehr geschlossen werden, Sie haben ja das Faltblatt dazu bekommen von der Bundesagentur – für den Beruf ist das tolerierbar. Wenn Sie jetzt nämlich noch einen weiter offen lassen, dann signalisiert das dem Arbeitgeber: ich bin im reproduktionsfähigen Alter und finde mich nicht so hässlich, dass ich es nicht versuchen würde. Wer stellt schon eine Frau ein, die bei der erstbesten Gelegenheit wieder schwanger wird und ausfällt und dann Scherereien macht mit Teilzeit und kranken Kindern und Kindergeld und Tarifurlaub immer in den Schulferien und was weiß ich. Denken Sie mal ein bisschen mit, Sie wollen doch nicht unbedingt in der ersten Runde schon eine Absage kassieren, oder?

Die Absage ist erstmal nicht das Problem, also nicht meins, ich kann ja dem Arbeitgeber nicht nachweisen, dass er mehr als genug Bewerberinnen für den Job hatte. Kommt vielleicht noch, aber bis jetzt ist das seine Entscheidung. Aber wir müssen natürlich sehen, dass wir Ihre Bewerbungsstrategie auch mit Ihrem allgemeinen Verhalten abgleichen und Optimierungspotenziale freilegen. Größtenteils für unsere finanzielle Optimierung, wir sparen ja eine Menge Kohle ein, wenn wir Sie als nicht dem Arbeitsmarkt gegenüber offene Person betrachten, sondern als eine Erwerbslose, die sich in ihrer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend negativ wirkenden Erwerbslosigkeit eingerichtet hat. Sie kennen das als soziale Hängematte. Ist ja auch nicht in Ihrem Sinne als zukünftige Arbeitnehmerin, dass man von Ihrem Gehalt die Faulheit der Findigen finanziert, oder?

Das ist ein Deospray? Nehmen Sie bitte einen Roller, oder wenigstens irgendwas, das nicht so entsetzlich blumig riecht. Furchtbar, das ist ja wie explodierende Maiglöckchen! Seien Sie froh, dass Sie kein Mann sind, der müsste sich jetzt noch mit den Hinweisen zu Bartwuchs und Rasierwasser auseinandersetzen. Die Frisur ist ja an sich schon ganz okay, aber Sie sollten mal an Ihrer Tönung arbeiten, das ist einen Tick zu hell. Das ist Natur? Dann färben Sie gefälligst, das passt nicht zum Kostüm. Wenn Sie unbedingt modische Akzente setzen wollen, malen Sie sich bunt an und schulen Sie um auf Kosmetikerin. Oder bewerben Sie sich im Callcenter. Da sieht man Sie nicht. Aber nicht diese individualistischen Extrawürste, das kommt bei Chefs im mittleren Alter gar nicht gut an. Die haben mit ihren pubertierenden Töchtern gerade genug zu tun. Kaum ist die Frau aus dem Alter raus, dass sie sich so einen Schnickschnack anzieht, oder die Scheidung ist eh schon durch, da kommt so eine Bürokraft, und der ganze Kram geht wieder von vorne los. Sie wollen den Job, also nehmen Sie bitte ein vernünftiges Deo.

Sie dürfen mich gern als Schnüffler bezeichnen, das macht mir nichts aus. Ist ja mein Job. Wir haben von den Niederländern gelernt, die haben einige sehr fortschrittliche Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht, damit die Erwerbslosen sich im Bewerbungsprozess besser präsentieren. Wer da nicht den Anforderungen entspricht, muss halt mit Sanktionen beim Existenzminimum rechnen. Das betrifft nicht nur Kleidung und Körperpflege, das betrifft auch das allgemeine Verhalten. Wenn Sie zum Beispiel lange arbeitslos waren, kann man ja annehmen, dass Sie mit einem gewissen sozialen Druck durch die Gesellschaft sowie das JobCenter in den Bewerbungsprozess reingehen, nicht wahr? Und jetzt sind Sie völlig nervös, erscheinen sehr pünktlich, aber verschwitzt zum Termin. Da ist es doch nachvollziehbar, dass wir sanktionieren, oder?

Denken Sie mal nach. Sie wollen den Job unbedingt, schließlich haben Sie lange Zeit nicht gearbeitet. Und jetzt machen Sie durch ein derart widersprüchliches Verhalten, Nervosität und ein pünktliches Erscheinen, die ganzen Bemühungen wieder zunichte. Da müssen wir doch von Ihrer Seite eine Absicht unterstellen dürfen, dass Sie die Bewerbung gar nicht ernst meinen. Wie gesagt, das betrifft jetzt nur Ihr Verhalten. Wenn Sie als Mann zum Beispiel nach längeren Phasen ohne Arbeit eine gewisse körperliche Verwahrlosung zeigen, dann ist das sicher ganz normal, aber doch nur für die Leute, die beispielsweise wegen einer akuten Überarbeitung keine Zeit mehr haben, auf Ihre äußere Erscheinung zu achten. Wenn so einer nicht nebenbei schwarz arbeitet und die Bewerbung aus steuerlichen Motiven torpediert, wer denn dann?

Die Strumpfhose ist okay, die Handtasche lassen Sie bitte im Auto. Sie gehen heute nicht ins Theater, das ist ein Vorstellungsgespräch. Was weiß ich, wie Sie das machen, lassen Sie sich was einfallen. Ist doch nicht mein Job. Wir werden erst wieder aktiv, wenn Sie eine Absage bekommen haben. Also Brust raus, die ist bei Ihnen glücklicherweise vorhanden, und dann viel Erfolg in Ihrem neuen Job als Müllsortiererin!“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXV): Der Kundenservice

3 08 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Damals waren die Geräte ja noch einfach. An einem Faustkeil war nicht viel zu reparieren, wenn die entscheidenden Teile im Eimer waren. Man schmiss das Ding weg, wenn der entscheidende Zinken abgebröselt war. Keine Buschtrommel mit Vorwahl verband einen mit dem Support Center Neandertal, zweimal bummern für Garantiefälle und dreimal für Ersatzteile, worauf der Senior Flint Tool Assistant mit dem Repair Kit vorbeikam und nach dem Kostenvoranschlag – drei Eberzähne oder eine Schüssel Grünbeeren, je nach Reparaturstatus – sofort mit dem Nachschliff des Keils begann. Die Firma hätte sich nicht gehalten, denn Hirn und Stirn sind weich, dito der unverwüstliche Stein, dessen Halbwertzeit ihn als Verbrauchsmaterial scheinen ließ, mehr Schein als Stein eben, und wer verleiht schon Brennholz oder Wasser? Der Kundenservice, klar. Keiner käme auf so hinlänglich etablierten Bockmist, wäre da nicht die doppelte Tücke der aufstrebenden Menschheit: jeder ärgert sich gerne. Und alle anderen haben das auch. Schade.

Seitdem kompliziertere Geräte auf dem Markt sind, Besen, Schraubenzieher, Mondraketen, kommt als entscheidende Motivation dazu, dass keiner gerne einmal erworbenes Gut wegschmeißen will, wenn es noch preisgünstig und fachgerecht zu reparieren ist. Zur Reparaturannahme sucht der Beknackte folglich unbedingt jenen Service auf, der keiner ist, schon gar nicht für die Kunden. Tödlich gelangweilte bis professionell somnolente Kippfiguren schlingern um eine Theke, hocken auf den Folterstühlen eines Call Centers, um die Demütigung des Verbrauchers am Telefon zu zelebrieren, oder erledigen den Käufer inzwischen online in einem Chatraum.

Da klingelt auch schon die Alarmglocke, eine Grützbirne traut sich in die Leitung nach dem Erwerb eines Rasenmähers, so formschön wie elektrisch, nur birgt das Gerät einen entscheidenden Nachteil, indem es nämlich den Rasen nicht mäht. In weiser Voraussicht haben die Hexer alle Bedienungs- und Reparaturanleitungen, technische Dokumentationen und Verpackungsbilderchen zu diesem Modell und seinen drölfzig Vorgängern aus dem Fundus der Berater geschwiemelt, um ihnen zu vermelden: Ihr aber sitzet in einem Boot, schmiert Dein Kunde ab, so schmierest auch Du, und wir nennen es Service, und siehe, es war gut. Die Sache muss sich bewährt haben, zumindest machen es alle so.

Im Schnitt haspelt sich die Fachkraft für Inkompetenz und firmenzentrierte Kommunikation eine Viertelstunde durch den Fragenkatalog – wann gekauft, wo gekauft, warum eigentlich – und verstärkt damit die Sogwirkung der beiden Tage, in denen der geprellte Konsument sich ganz auf seinen Bartwuchs hatte konzentrieren können, weil die Warteschleife nur noch maximal drei Minuten dauern sollte; analog dazu wühlt sich eine heftig transpirierende Hilfskraft durch zerlesene Broschur, während die Schlange sich bereits zum dritten Mal ums Einkaufszentrum mit den beiden Baumärkten, dem Autohaus, dem Möbelmann und eben dieser zentralen Reklamationsbude ringelt, vorne bereits leicht sediert, in der Mitte noch von Angst- und Wahnideen aufgepeitscht, während gegen Ende hin die Weltrevolution angezettelt wird. Vermutlich mit einem defekten Faustkeil.

Der Kundenservice hat zwei Abteilungen, dies wird dem Kunden schnell signalisiert: die eine Hälfte kann nicht weiterhelfen, größtenteils aus Gründen der Machbarkeit. Wer würde schon einen simplen Raketentechniker ohne Weltraumerfahrung an die Reparatur eines Besens lassen. Die andere Hälfte, jene Spezialisten, die alles schon gesehen, alles schon gefixt, alles schon wieder zum Laufen gebracht haben, sind nicht da. Ob sie überhaupt existieren, und wenn, dann nicht nur als Planstellen in einem streng gehüteten, nie ausgedruckten Organigramm eines Personalchefs, der sich besser tarnen kann als Ethan Hunt in der Rolle des 007 und deshalb als Hausmeister mit Walkie-Talkie durch die Gänge schleicht, durch Regale diffundiert und alle Kunden blitzdingst, die mit geringer Erfahrung, etwa einem Studium der Elektrotechnik mit anschließendem Dr.-Ing. in Harvard, den exakt richtigen Ansatz zum Lösen der Gewindemutter F3 erahnen und den Deppen hinter der Theke damit auf ein Niveau heben, das ihm etatmäßig gar nicht zusteht, nein, ob sie existieren, das weiß keiner. In finsteren Kellern von Unternehmensberatungen hört man bisweilen leises Kichern, weil der Plan so gut klappt. Es kichern die Berater selbst, die nie mehr als das nötigste an Beratungswissen preisgeben, und also ihre Auftraggeber, Chefs und Manager und den ganzen Vorstandsvorsitz, der sich unterfordert fühlt, in die kleinen Boxen im Eingangsbereich der Technikkaufhäuser, Heimwerkermärkte und Kfz-Zubehör-Megastores sperrt, sie der geballten Wut der feindlichen Kundschaft aussetzt und damit die traumatisierende Erfahrung schafft, die schlechthin konstituierend ist für das Wesen der deutschen Wirtschaft. Irgendwo muss die Beratungsresistenz ja herkommen.





Asyltouristen

2 08 2018

„… nicht ansatzweise ausgelastet würden, da es den von Söder behaupteten Ansturm von Flüchtlingen bereits seit Jahren nicht mehr gebe. Die von der CSU verantworteten Ankerzentren seien daher eine finanzielle und organisatorische Katastrophe für den gesamten…“

„… wenigstens die Grundstücke für die Zentren verkauft werden müssten, um einen größeren Schaden vom Freistaat zu…“

„… den Leerstand durch die Einrichtung touristischer Nutzflächen schnell auffangen könne. Dobrindt werde die Freundlichkeit des Landes gegenüber allen fremden Besuchern sehr…“

„… bei einer Belegungsquote von 18.000% bereits im Jahr 2322 amortisiert sei. Die CSU-nahe Beteiligungsgesellschaft, die gemeinsam mit der CSU-nahen Immobilienberatungsgesellschaft der CSU die Immobilien von einer CSU-nahen…“

„… Luxusgegenstände wie Teppichboden und Türschlösser nicht geplant seien. Die für die Nutzung vorgesehenen Personen wüssten mit dieser Ausstattung nichts anzufangen und könnten sich daher auch keine…“

„… die ersten Gäste aus asiatischen Ländern eingeladen habe, da diese sich auch mit engen räumlichen Verhältnissen zufrieden gäben. Die mit bis zu neun Personen belegten Fünfbetträume hätten angesichts der mangelnden Hygiene jedoch eine sehr ungünstige…“

„… eine CSU-nahe Verpachtungsgesellschaft gegründet habe, in dessen Aufsichtsrat er sitze. Söder habe von seiner Unterschrift unter den Gesellschaftervertrag erst im Nachhinein erfahren und wolle daher aus ermittlungstaktischen Gründen ab sofort keine…“

„… nicht klar kommuniziert worden sei. Die Gäste dürften die Erholungszentren bis zum Ende des Urlaubs nicht verlassen, deshalb sei jeder abgängige Insasse mit der vollen Härte des…“

„… unterhalb der Drei-Sterne-Kategorie in der Region lägen. Das Management habe dabei jedoch übersehen, dass eine Übernachtung in einer Jugendherberge zu vergleichbaren Preisen bereits mehrere Wochen einschließlich Vollpension und…“

„… drei Personen aus Italien nach Bayern geleitet worden seien, die unerwarteten Raumbedarf in den inzwischen komplett…“

„… die Ausreise der portugiesischen Delegation von den Behörden verzögert worden sei. Das Innenministerium habe sich damit entschuldigt, dass die Mitarbeiter nach spätestens achtzehn Monaten sowieso einfach vor die…“

„… auch Gäste aus Nordrhein-Westfalen eine erkennungsdienstliche Behandlung einschließlich der traditionellen bayerischen Begrüßung mit stumpfer Gewalt im Gesichtsschädel erwarten könnten. Da die Kassen jedoch die Folgeschäden nicht zu zahlen bereit seien, müsse man kläre, ob man den Freistaat aus der Liste der sicheren Herkunftsländer…“

„… aus guter Tradition die örtlichen CSU-Verbände ab acht Uhr morgens mit Transparenten und Böllern erschienen seien, um die zahlenden Gäste aus dem Ausland zu vertreiben, bevor sie in die deutschen Sozialsysteme…“

„… einen Besucher aus dem Saarland nach Ablauf seiner Buchung von der Bundespolizei bis zu seinem Heimatort begleitet worden sei. Söder habe dies damit begründet, dass auch in politisch strittigen Fällen die Sicherheit Vorrag habe und kein Risiko für den…“

„… dass sich Feriengäste beschwerten, obwohl die Insassen aus fremdländischen Kulturen keinerlei Kritik an den Zentren äußern wollten. Nach Söders Meinung liege das nicht an den berechtigten Ansprüchen der zahlenden Gästen, sondern an den Asyltouristen, die sich in einem derartigen Luxus kaum noch…“

„… einzelne Asylsuchende in die Zentren einquartiert worden seien. Diese hätten sich vollkommen ruhig und unverdächtig verhalten und damit den Argwohn der Bundespolizei erweckt, die auch durch mehrere Übergriffe auf die Betroffenen keine verwertbaren…“

„… nur versehentlich geschehen sei. Der Anschlag auf das Ankerzentrum habe den beiden israelischen Reisegruppen gegolten, die die originale Lageratmosphäre auf deutschem Boden hätten erleben wollen, und sei mit den beiden angereisten Landtagsabgeordneten der AfD aus Baden-Württemberg keinesfalls zu…“

„… vergessen worden seien. Die syrische Familie habe bereits seit dem ersten Tag im Gebäude gelebt und sei selten in Erscheinung getreten, daher habe man sie erst jetzt als…“

„… die Kosten der Zentren erheblich schneller stiegen als erwartet. Die von der Landesregierung geäußerte Vernutung, dies liege am Leerstand, habe der Rechnungshof mit äußerster…“

„… dass ein Wochenendaufenthalt für das französische Paar erst nach einem halben Jahr Isolationshaft zu Ende gegangen sei, da die Lagerleitung die Papiere der Reisenden verlegt hätte. Die nach einem gemeinsamen Suizidversuch noch immer gefährdeten Reisenden habe die Partei dank des neuen Psychiatriegesetzes schnell und…“

„… zum Schutz der Kinder ein gesondertes Lager für Minderjährige aufbauen wolle. Die Landesregierung habe die USA um fachkundige…“





Heilfasten

19 07 2018

„… durch langfristige Förderung positive Effekte für den Arbeitsmarkt erzielen wolle. Die SPD erwarte eine Regelung, die noch viel besser als die Hartz-Gesetze den deutschen…“

„… eine Teilhabe am deutschen Arbeitsmarkt auf jeden Fall gewährleistet werde. Dass dies aber automatisch mit einem Entgelt zu tun habe, sei nie explizit…“

„… nur bis zum Mindestlohn fördern wolle, was die Vergütung von Fachkräften zum Tariflohn ausschließe. Heil habe davon nichts gewusst, was daran liege, dass er als sozialdemokratischer Arbeitsminister weder von Sozialwesen noch von Arbeit eine nähere…“

„… einfach ein Gutachten beibringen müsse, warum eine Förderung arbeitsmarktpolitisch sich lohnen könne. Das Ministerium setze auf den Erfindergeist der sozial Abgehängten, die ja auch sonst aus jeder Not eine…“

„… sehr begrüßt worden sei, da Fachkräfte nun zu einem wesentlich niedrigeren Preis einzusetzen seien. Die Leiharbeit habe die zwischenzeitlichen Umsatzeinbußen so weit verkraftet und könne nun wieder mit vollem…“

„… als integrierte Maßnahme angeboten werde. Da gemäß Westerwelle-Modell nach dem Ersatz der kommunalen Straßenreinigungskräfte durch unqualifizierte Arbeitslose eine erheblich größere Anzahl an Personen entstehe, die sich im anstrengungslosen Wohlstand einrichteten, müsse man jede Sozialleistung bis auf…“

„… zwar immer noch an den Mindestlohn gebunden sei, was aber bei Langzeitarbeitslosen bisher nicht zutreffe. Die Industrie fordere einen Sockelbetrag von einem Euro pro Produktivstunde, der bei guter Laune auch bezahlt werde, wenn die Regierung nicht durch überflüssige soziale…“

„… zahlreiche Industrieunternehmen, DAX-Konzerne und Leistungsträger sich bereiterklärt hätten, Arbeitslose zu beschäftigen. Dass dies mit Personalkosten verbunden sei, habe die Regierung allerdings mit keinem Wort…“

„… Lohnkostenzuschüsse nur da sinnvoll seien, wo die Betriebe überhaupt gewillt seien, Entgelt für die…“

„… nach dem Willen der CSU die Vermittlung ohne Arbeitslohn ausschließlich für deutsche Bürger in der dritten Generation gelte. Die auf der anderen Seite vorteilhafte Regelung für Migranten und andere Nutznießer des deutschen Sozialsystems sehe die Partei als mittelfristigen Vorteil in der Öffentlichkeitsarbeit für die…“

„… aufgefordert würden, sich als Unternehmer selbstständig zu machen. Die Konzerne böten jedem eine Chance an, der sich in Vollzeit einbringen, das unternehmerische Risiko auf sich nehmen wolle und mit einem Kredit von zwei bis dreißig Milliarden…“

„… die Förderung vorerst fünf Jahre lang laufen würde. Die Erwerbslosen bekämen zwar keine zusätzlichen Leistungen, tauchten aber nicht mehr in der Statistik der…“

„… wolle die SPD Menschen ohne jede Perspektive noch besser unterstützen, um nach jahrelanger auswegloser Suche endlich einen Arbeitsplatz zu finden. Dies könne innerhalb von zehn bis fünfzehn…“

„… generell kein Unternehmergeist zu finden sei. Da die JobCenter sehr viele Stellen, die als Werkverträge, Scheinselbstständigkeit oder…“

„… weiterhin nur für Stellen, die Erwerbslosen ohne Berücksichtigung ihrer früheren Arbeit zugewiesen würden. Der Einsatz sei dadurch zwar nicht beeinträchtigt, könne aber gekürzt werden, wenn sich die Erwartungen des zuständigen…“

„… nicht den Wettbewerb stören dürften. Das Bundesministerium für Wirtschaft habe sich damit eingeschaltet, dass es eine Wettbewerbsverzerrung nicht gebe, wenn die gesamte…“

„… auch die Pflegebranche in die Planung integrieren werde. Die SPD verspreche zur nächsten Bundestagswahl keine Wunder, es werde jedoch eine vollkommen andere Situation geben im Hinblick auf die persönliche Situation jedes einzelnen…“

„… sich nur mit einer solidarischen Gesellschaft bewerkstelligen lasse. Angesichts der zahlreichen Lücken in der Helfer- und Facharbeiterbranche habe der Bundesverband der Deutschen Industrie beschlossen, die Langzeitarbeitslosen als Volksverräter, Zersetzer des Deutschtums und…“

„… gleichzeitig ein individuelles Eingehen auf die Situation der Langzeitarbeitslosen nicht mehr gebe. Daher müsse man zugleich auf die positiven Nebeneffekte wie die Leistungskürzungen bei der Ablehnung von freiwilligen Angeboten zur…“

„… nicht gesagt sei, dass Unternehmen die Langzeitkräfte nach einem Jahr bereits wieder abmelden würden. Bei manchen würde es nur wenige Monate, bei machen bis zu…“

„… eine dauerhafte Perspektive verschaffen wolle. Dies müsse noch während der Laufzeit der aktuellen Bundesregierung in die…“