Hotel Europa

16 07 2018

„Hilfe! Hilfe!“ „Was?“ „Da! das Kind ertrinkt!“ „Wahrscheinlich kann es nur nicht schwimmen.“ „Sie müssen…“ „Ich muss was? Ich muss gar nichts.“ „Wir müssen sofort die…“ „Sie müssen auch gar nichts. Das ist ein Hotelpool, da steigt man normalerweise nur rein, wenn man schwimmen kann und schwimmen will. Und ich nehme nicht an, dass das Ihr Hotel ist.“ „Nein, aber die…“ „Also nicht. Könnte ich dann jetzt bitte in Ruhe meinen Sportteil lesen?“

„Da ertrinkt ein Kind, und Sie lesen Zeitung!“ „Ihre Aufmerksam in allen Ehren, aber mir war das vorher schon bekannt. Danke und auf bald.“ „Sie können doch nicht tatenlos zusehen, wie dieses Kind da…“ „Tue ich ja auch nicht. Wie Sie soeben ganz richtig bemerkt hatten, bin ich nicht untätig, stattdessen lese ich meinen Sportteil. Wenn ich dann jetzt um Ruhe bitten dürfte?“ „Wir haben doch eine Verantwortung für dieses Kind!“ „Ach Gott, eine Grundsatzdiskussion… ja, erzählen Sie’s der Kellnerin da hinten, die soll mir dann beim nächsten Kännchen Kaffee eine schriftliche Notiz reinreichen.“ „Wir müssen dieses Kind retten!“ „Zunächst mal: wir müssen hier gar nichts. Ich für meinen Teil habe nicht vor, mich in die inneren Angelegenheiten anderer Familien einzumischen, da ich nicht annehme, dass dieses Kind sich ohne Familie hier aufhält. So weit angekommen?“ „Sie können die Verantwortung nicht einfach abschieben wie eine…“ „Ich schiebe nicht ab, das ist mir zu vulgär. Ich grenze auch nicht aus oder urteile über Personen, die mir nicht bekannt sind.“ „Weil Ihnen das auch völlig egal ist!“ „Sie denken ja mit, ich bin begeistert! Aber mal im Ernst, genau das ist der Punkt. Ich sehe hier keinerlei Notwendigkeit, diese Familie in der Ausübung ihres freien Willens zu beschneiden. Wenn einer von ihnen in den Pool will, soll er halt reinsteigen.“

„Jetzt kommen Sie endlich, dieses Kind da ist am Ertrinken!“ „Sie haben die üble Angewohnheit, Dinge immer vom Ende her erklären zu wollen. Warten Sie erst mal ab, vielleicht ertrinkt es tatsächlich ab, dann können Sie immer noch sagen, Sie hätten es ja kommen sehen. Aber Sie sollten vielmehr einmal den jetzigen Status hinterfragen. Warum liegt dieses Kind am Grunde des Pools.“ „Weil es nicht schwimmen kann, verdammt!“ „Schon wieder so eine Aussage, die nur auf reiner Spekulation beruht. Haben Sie das Kind befragt?“ „Ich…“ „Also haben Sie’s nicht getan. Haben Sie sich vorab wenigstens die Eltern vorgenommen, um deren Motivation und die ethischen Grundlagen der Kindererziehung in Erfahrung zu bringen? Auch nicht? Was versauen Sie mir dann den Vormittag mit Ihrem dusseligen Geschrei?“ „Weil da ein Kind ertrinkt, und Sie lesen Zeitung!“ „Machte ich stattdessen einen Handstand oder malte die Mona Lisa auf einen Bierfilz, ginge es dem Kind dann besser? Oder würden Sie zumindest mit Ihrem verfluchten Geschrei aufhören? Bitte!?“

„Ich rufe jetzt die Polizei!“ „Damit sich die Eltern hinterher rechtfertigen, weil Sie sie nicht rechtzeitig informiert haben? Bitte, nur zu.“ „Ich rufe jetzt die Polizei, dann werden Sie schon sehen, was Sie von Ihrem Verhalten haben!“ „Sie wollen mir drohen? Also langsam wird’s aber lächerlich. Haben Sie sich schon mal mit dem Gedanken getragen, dass dieses Kind ganz im Einklang mit den Werten der Aufklärung handelt?“ „Sie können mir nicht erzählen, dass ich…“ „Offenbar haben Sie auch davon wieder keine Ahnung, stimmt’s? Ich sagte es bereits, in einen Hotelpool steigt man, wenn man schwimmen kann und schwimmen will. Was sehen wir hier?“ „Das Kind liegt jetzt schon seit zwei Minuten unter Wasser!“ „Und ich hätte sei zwei Minuten meinen Sportteil weiterlesen können, falls Sie es vergessen haben. Das Kind wollte schwimmen, korrekt?“ „Das können Sie doch nicht wissen.“ „Also bestreite ich mit meiner Annahme die Willensfreiheit einer anderen Person, um einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen?“ „Welchen Vorteil denn?“ „Sie würden mich endlich in Ruhe lassen mit Ihrem Moralgeschwätz. Dieses Kind hat seinem eigenen Willen gemäß gehandelt und ist in den Pool gestiegen. Welches Recht habe ich, mich in diese Angelegenheit einzumischen?“ „Es war ein Unfall, sehen Sie das nicht!?“ „Bin ich ein Richter oder ein Staatsanwalt? oder sehen Sie aus wie ein Notarzt? Über solche Befindlichkeiten lassen Sie doch bitte die urteilen, die sich damit auskennen.“ „Das ist doch vollkommen offensichtlich! Das Kind kann gar nicht schwimmen, deshalb ist es auch klar, dass es in den Pool gefallen ist!“ „Ihre logische Folgerung ist jetzt also, dass alle Kinder, die nicht schwimmen können, in den Pool fallen. Das ist ja mal eine großartige intellektuelle Leistung. Wenn Sie mir die Nachfrage gestatten, wenn alle Kinder, die noch nicht schwimmen können, zwangsläufig ertrinken, wie lernen diese Kinder dann hinterher zu schwimmen?“ „Ich finde das zum Kotzen, wie Sie mir die…“ „Also erst wirres Zeug reden und dann beleidigend werden. Wenn ich dann jetzt bitte wieder mit meinem Sportteil…“ „Da, das ist der Vater!“ „Ach, wie nett. Da sind dann ja endlich mal Personen involviert, die mit der Sache etwas zu tun haben.“ „Das Kind ist tot, und Sie wollen jetzt einfach wieder Zeitung lesen!?“ „Erstens handelt es sich einmal mehr um eine reine Behauptung, und zweitens, meine Güte – das regelt halt der Markt. Wenn man nicht schwimmen kann, weg vom Pool.“ „Sie sind ekelhaft!“ „Meine Güte, kommen Sie mal wieder runter. Wissen Sie was? Ich bestelle uns noch ein Kännchen Kaffee, und dann beruhigen Sie sich.“ „Ich denke gar nicht daran!“ „Haben Sie das gesehen?“ „Was?“ „Dieser Neger da unten, der hat die Kellnerin belästigt!“ „Ich sehe nichts.“ „Da, der Typ da unten. Spricht der die Frau einfach so an!“ „Wir sind hier in einem spanischen Hotel, was haben Sie denn mit dem Personal zu schaffen? oder mit den anderen Gästen?“ „Dem haue ich jetzt eine rein! Solange wir hier als Deutsche vor Ort sind, herrscht hier gefälligst Zucht und Ordnung! Meine Meinung!“

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Ritter Rost

9 08 2017

„Naja, wir müssen die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands besser schützen, insbesondere die der Schlüsselindustrien, und wie könnte man das besser als mit einem Wirtschaftsminister, der nicht Gabriel heißt?

Als Wirtschaftsminister hatte er seinerzeit noch gesagt, dass wir Waffenlieferungen in Krisengebiete zurückfahren müssten. Zurückfahren, ja? von einem generellen Stopp hat er nichts gesagt, und von panzerbrechender Munition oder Streubomben war da nie die Rede. Nicht mal von diesem Urandreck, der sowieso verboten ist, wenn man es sich nicht leisten kann, dass einer genau nachguckt. Das kann man halt als Wirtschaftsminister nichts sagen, weil man da nicht nur für die Wirtschaft zuständig ist, sondern auch Parteivorsitzender. Da haben wir uns gesagt, lassen wir den Dicken machen, wer weiß, was für ein verlogenes Arschloch Parteivorsitzender wird, wenn dieses verlogene Arschloch mal nicht mehr Parteivorsitzender ist. Und jetzt ist er eben Außenminister. Da fällt Völkermord ja automatisch in sein Ressort. Also bei Deutschen, nicht wahr.

Natürlich haben wir die Geschichte dabei nicht aus den Augen verloren. Wir hatten damals eine Menge um die Ohren, nach dem Krieg, ist ja jetzt schon fast hundert Jahre her, aber wie gesagt: das ist Geschichte. Da knüpft unsere in der Tradition verwurzelte Partei auch an. Zum Beispiel diese nicht zu leugnende Neigung, immer die richtigen Leute zum falschen Zeitpunkt, oder umgekehrt, aber bei Brandt und Schmidt hat’s halt nicht so geklappt. Regieren, das ist nämlich den eigenen Kopf durchsetzen und ihn dann auch noch hinhalten müssen. Im Gegensatz zu Opposition ist das schon Mist. Und wenn Sie erst einmal und dann immer wieder damit auf die Nase gefallen sind, dann merken Sie, Politik ist Schrotthandel.

Außerdem ging es sowieso nur um Kleinwaffen, also Buntmetall. Das ist eher Umweltrecht, da hatte Gabriel auch schon gezeigt, dass man als Versager nicht automatisch aus dem Bundeskabinett ausscheiden muss. Man munkelt, er wäre fast zum Verteidigungsminister degradiert worden. Aber da müssen wir uns nicht verstecken, wir sind da ganz schmerzfrei. Vor allem, was uns selbst betrifft.

Wie sollen wir Geschäfte machen, wenn man die stabilen Partner selbst bei der UNO nicht findet, weil man sie nicht mehr sucht? Bekommen Sie sollten jetzt das nicht in den falschen Hals. Gerade unter diesen historischen Gesichtspunkten ist die Schrottdemokratie ein, wir nennen das: retrograde Zukunftsorientierung, und da ist dieser Minister der Garant einer hinten wie auch sonst offenen Haltung gegenüber jedem, ich betone: jedem. Deutschland darf sich in Anbetracht seiner Geschichte nicht zum Moralapostel aufschwingen, das ist Ihnen ja wohl klar, deshalb verzichten wir als Schrottdemokratie konsequent auf jede echt oder auch nicht echte Vortäuschung von Moral. Da sind wir dann auch mal absolut authentisch, wenn Sie verstehen.

Gucken Sie, in der Schrottpartei Deutschlands gibt es die, die sich von Klarsichthüllen ernähren, und dann gibt es die, die sich Büroklammern in die Nase pfeifen. Da muss man sein Profil finden. Für uns heißt das, sich in der langsam progressiver werdenden Landschaft, die nach und nach ins linke Lager sifft, konservative Positionen zu gewinnen. Man weiß ja nie, wo man sich später mal trifft, so koalitionsmäßig – Noske te ipsum, sagte schon der Lateiner, nicht wahr. Wenn wir schon mit Kulturen kooperieren, die Ehebruch unter Strafe stellen oder Homosexualität, dann müssen wir auch die Mittel zur Verfügung stellen, dass diese Gesellschaften sich weiterentwickeln. In welche Richtung auch immer, Hauptsache wirtschaftlich.

Das ist die Kanzlerin, Sie müssen das auch mal in Betracht ziehen. Die FDP hatte schon damals einen Außenminister, der sich als Hampelmann der Rüstungsindustrie – egal, Hampelmann war er sowieso, und das Fliegengewicht, das die jetzt hochpusten, ist auch nicht besser. Wenn Gabriel als Ritter Rost gegen die bürgerliche Gesellschaft zu Felde zieht, dann ist das sicher auch im Sinne der deutschen Wähler. Erhöhte Eingriffsbefugnisse für Sicherheitskräfte und Militär, also für die Polizei, das muss man dann sehr verantwortlich an sich selbst testen. Gott sei Dank, dass dieses verdammte Pazifistenpack sich in Hamburg zur Verfügung gestellt hat, da mussten wir in Katar keine Kanaken mehr vom Gerüst klatschen. Sehen Sie, auch das ist Globalisierung – wir hatten uns Februar 2014 für eine Neuausrichtung der Ausfuhren von Kriegsgerät ausgesprochen, da kann auch schon mal etwas in Vergessenheit geraten. Vielleicht dachte Gabriel damals, es ginge bloß um die Neuausrichtung von Kriegsgerät, und da wollte er als Außenminister nichts versprechen, was er halten kann.

Jetzt seien Sie mal nicht so aufgebracht, denken Sie lieber mal an die ganzen Erfolge. Munition, bis der Arzt kommt – Sie brauchen gar nicht so zu gucken, wenn der nicht kommt, kommt eben ein anderer – und jede Menge Kopflocher für den Irak, für Indonesien, also alle Länder, in dem man noch Wachstumspotenzial für islamistischen Terror fürs Bruttosozialprodukt mobilisieren kann. Und für die Wiederwahl. Man muss den Prozess in Gang halten, sonst gibt es Leute, die unangenehme Fragen stellen oder möglicherweise die richtigen. Man muss den Prozess in Gang halten, welchen auch immer. Wir leben das vor. Wer rastet, der rostet.“





Kinder an die Macht

1 02 2017

„… gefordert habe, das von der UNO beschlossene Verbot von Kinderarbeit auf nationaler Ebene nicht zu ernsthaft durchzusetzen. Es vertrage sich nicht mit den ethischen…“

„… den Lebensstandard nicht mehr halten könne. Die völkische Reproduktion, so Petry, müsse sofort auf das antideutsche Erbgut beschränkt werden, um geblütmäßig minderwertiges Gezücht von der Infiltration in die Rasse des…“

„… klar gegen jede Form von Kinderarbeit sei, die als spätimperialistische Form der Sklaverei die Menschenrechte verhöhne. Der SPD-Konvent habe eine einstimmige…“

„… zu viel Zeit mit Schulbesuch verplempert würde. Gauland wolle den Nachwuchs zu guten Bürgern erziehen, die nicht dabei gewesen seien und sich trotzdem für die Ehre von Führer, Volk und Vaterland in die…“

„… und Kinderarbeit erst 2025 beendet werden solle. Der DAX sei angesichts dieser Zahl mit einem gewaltigen…“

„… einstimmig gewesen sei, nach Aussage von Nahles aber die Wahlurnen verwechselt habe. Die Sozialdemokraten seien eher für eine Abstimmung, um ihre Haltung zu Parteiprogramm, Verfassung und persönlichen Absprachen nochmals deutlich zu…“

„… müsse jede Parteimitgliedschaft hinfort auf die Rente angerechnet werden, sofern die Partei nicht von Umvolkung, zionistischem Schuldkult oder christlichem Abendland…“

„… filigrane Lötarbeiten von Industrierobotern erst unterhalb eines Lohnes von umgerechnet vier Cent pro Stunde rentabel seien. Bis dahin seien die Hersteller leider gezwungen, Schulkinder zum…“

„… die Höcke-Jugend nicht geeignet sei, als Körperschaft öffentlichen Rechts die…“
„… zwar richtig sei, dass Kinderarbeit ganze Generationen vom Schulbesuch abhalte. Dies sei jedoch auf die unteren drei Viertel der Gesellschaft beschränkt und sei daher als Blaupause für den…“

„… dass auch heute Rechtssicherheit für Kindersklaven herrsche. Nahles habe darauf hingewiesen, dass es ungeachtet einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Verschlechterung der Lebensumstände von Kindern klare Grenzen gebe, bis zu denen Minderjährige Löhne von Ferienjobs, Geburtstagsgeschenke oder andere geldwerte Vorteile bei der Berechnung von…“

„… sich westliche Technologiekonzerne in zunehmendem Maße der Verantwortung bewusst würden, die sie für die Entwicklung ostasiatischer Staaten hätten. Es sei für die Unternehmen längst Konsens, die Versorgungslücke zwischen Kinder- und Jugendprostitution sozialverträglich zu…“

„… die Verhinderung des Schulbesuchs nicht nur negativ sehen. Durch eine stark verlängerte Berufstätigkeit könne der durchschnittliche Einwohner eines Entwicklungslandes fast ein Viertel des Äquivalent eines in der EU prekär beschäftigten…“

„… sich die EZB wegen des Asiengeschäfts gezwungen sehe, die Zinsen nochmals auf einen neuen Rekordwert…“

„… der westlichen Industriegesellschaft nicht zuzumuten sei, dass die Preise für Sportschuhe um fast ein Prozent in der Produktion und im Verkauf um mehr als das…“

„… viel mehr internationale Solidarität fordere. Gabriel wolle für die Opfer der Globalisierung in Südostasien und Afrika dieselbe Aufmerksamkeit wie für die unterernährten Kinder von Goslar, auch wenn ihm deren Lebensumstände komplett am…“

„… dass das Verbot legaler Kinderarbeit stets eine Vermehrung illegaler Kinderarbeit nach sich ziehe. Man müsse nach diesem Muster möglichst auch Waffenhandel, Strafrecht und…“

„… letztlich zu einer Verteuerung aller im Westen gebräuchlichen Fabrikate führen könne. Der Mangel an minderjährigen Fachkräften führe so zu einer globalen Katastrophe, die zur Senkung von Hartz IV, einer Anhebung der Kaltmieten und einem…“

„… dass eine postsozialdemokratisch erfahrene Globalisierung auch mit einfachen Mitteln wirken könne. Man verstehe, so Gabriel, die Kinderarmut in der Dritten Welt erst aus der Perspektive der Industriestaaten, wenn die Hartz-Gesetze deutsche Kinder wie den allerletzten…“

„… der durchschnittliche Fußball um mehr als einen ganzen Cent teurer würde, Luxusmodelle sogar um einen halben. Der finanzielle Ruin der Bundesliga sei nur noch eine Frage der…“

„… die tatsächliche Belastung nicht angerechnet werden dürfe. Lindner fordere eine Abschaffung der Steuern bei gleichzeitig dreifacher Rückzahlung der veranlagten…“

„… den Terrorismus aus Europa fernhalte, da die extrem geringe Lebenserwartung der Kinder eine Ausbildung zum Suizidbomber so gut wie…“

„… deutsche Experten dabei helfen könnten, die Ausbreitung von Gewerkschaften und Betriebsräten zu verhindern, um die Volkswirtschaften nicht…“

„… auch den betroffenen Regionen nütze, da Kindersoldaten dank industrieller Verwendung kaum noch eine militärische Rolle…“

„… auch die FIFA betroffen sei. Eine WM mit 96 Mannschaften reiche nicht mehr aus, um die Kosten der Geberstaaten zu verteilen, daher habe man eine Sondersteuer im…“

„… eine Grundversorgung von Kindern, deren Familien bisher nie das geringste Interesse an der Stabilisierung internationaler Bankhäuser gezeigt hätten, auf keinem vernünftigen…“





Achtundvierzig Stunden

5 10 2015

„Wenn Ihnen das Essen nicht passt, können Sie auch gerne hungrig ins Bett, Herr de Maizière. Sie müssen es nur sagen. Andere Leute wären froh über eine Tüte geröstete Vogelspinnen. Etwas anderes gibt es heute nicht mehr. Und jammern Sie nicht immerzu. Wenn’s Ihnen hier nicht gefällt, rufen Sie sich gerne ein Taxi und fahren Sie nach Hause. Sie möchten doch nicht undankbar sein, oder?

Dann seien Sie’s halt auch nicht. Halten Sie sich an die Gesetze, die gibt es nämlich auch in diesem Land. Wenn Sie die nicht verstehen, ist das nicht erheblich, Sie müssen sich trotzdem daran halten. Andersherum verlangen Sie das ja auch ständig.

Das ist hier vielleicht etwas bürokratischer als in der alten Heimat, aber das sollte Sie auch nicht unbedingt stören, Herr de Maizière. Sie haben doch sonst nichts gegen Formalitäten? Ach so. Sie sind irritiert, dass man hier alles ein bisschen anders schreibt. Das machen die seit dreitausend Jahren so, da kam Ihr christliches Abendland zu spät. Wenn Sie etwas nicht verstehen, können Sie ja fragen. Oder ist Ihnen das möglicherweise auch schon zu kompliziert? Ich frage nur, weil Sie mir nicht den Eindruck erwecken, als stünden Sie das besonders lange durch.

Sie haben kein Geld für ein Taxi dabei, Herr de Maizière? Und was soll ich jetzt daran machen? Sie erwarten doch nicht ernsthaft, dass ich Ihnen etwas schenke? Vorstrecken? Sie sind mir vielleicht ein Spaßvogel – ich soll Ihnen mal eben ein paar tausend Euro vorstrecken, weil Sie keine Kohle dabei haben? Sie sind hier völlig unbekannt, kein Mensch hat je mit Ihnen zu tun gehabt – wenn Sie denken, ein deutscher Staatsbeamter sei überall auf der Welt bekannt, dann sagen Sie mir doch gerade mal eben, wer in Kamerun gerade Außenminister ist – und Sie pumpen mich an? Da kann ich Ihnen das Geld ja gleich schenken. Reist durch die halbe Welt und kein Geld in der Tasche, meine Güte! Ich habe so den Eindruck, Herr de Maizière, dass Sie am Ende gar nicht politisch verfolgt sind. Sie sind doch auch bloß Armutsflüchtling, wie?

Was wollen Sie eigentlich? Sie haben doch die Kanzlerin kritisiert, weil sie sich ans Grundgesetz hält. Da bezeichnen Sie sich als politisch verfolgt, müssen aus Deutschland fliehen, und jetzt sitzen wir hier – solange Sie nicht willens sind, sich in kurzer Zeit zu arrangieren, worüber diskutieren wir denn dann eigentlich? Muss ich das verstehen?

Treten Sie da nicht rein, Herr Söder. Das hat Ihnen einer vor drei Tagen schon mal einer gesagt, und da Sie sich kaum daran zu erinnern scheinen, sehe ich das mit Ihren Integrationsbemühungen jetzt auch mal ein bisschen kritisch. Man kann doch von einem hochqualifizierten, intelligenten Bürger davon ausgehen, dass er sich innerhalb von achtundvierzig Stunden komplett in eine ganz neue gesellschaftliche Umgebung einfügt. Außerdem ist mir das auch egal, ob es sich nun um einen intelligenten und hochqualifizierten Bürger handelt oder bloß um Sie. Passen Sie sich an, Herr Söder. Sonst ist hier für Sie Schluss.

Das ist mir egal, wie Sie das nennen, aber das ist ein Schutzzaun und kein Stacheldraht. Wieso Ihr Schutz? Machen Sie sich doch nicht lächerlicher als nötig, Herr Söder. Der schützt die Bevölkerung. Nur die Bevölkerung, und zwar vor Subjekten wie Ihnen. Glauben Sie ernsthaft, dass die Leute hier den ganzen Tag Ihr dummes Gesicht sehen wollen? Zu jedem Müll müssen Sie irgendeinen Kommentar absondern, und sei es nur, damit Sie sich den Platz in der hintersten Reihe sichern.

Ab und an könnten Sie sich auch mal an Gesetze und Wertvorstellungen halten. Bei Ihnen zu Hause hat das ja eher nicht so geklappt. Was gibt mir eigentlich die Gewissheit, dass Sie sich hier mehr anstrengen? Vorschusslorbeeren? Weil Sie bis jetzt Glück hatten und nie für irgendeine Straftat rechtskräftig verurteilt worden sind, vermutlich auch deshalb, weil ihn Ihrem Heimatland ganz andere Wertvorstellungen galten? Ich bitte Sie!

Haben Sie den Herrn da etwa angerempelt, Herr de Maizière? Dass es sich um einen Hohepriester aus der allerhöchsten Elite handelt, war Ihnen an der Kopfbedeckung nicht aufgefallen? Sie sind seit mehr als achtundvierzig Stunden in diesem Land und haben von interkultureller Kompetenz nichts mitbekommen? und wollen mir jetzt allen Ernstes weismachen, dass ich Sie nicht sofort zur Abschiebung vormerke? Das ist ja unglaublich. Das ist ja absolut unglaublich! Geben Sie mir mal den Antrag, ich glaube, ich schmeiße die beiden sofort aus dem Land. Was? Herr Söder, regen Sie sich ruhig auf. Sie haben nichts falsch gemacht, weil Sie ausnahmsweise mal die Klappe gehalten haben, aber Sie sind halt mit dem Kollegen eingereist. Dann müssen Sie auch für ihn geradestehen. Wenn ein strenggläubiger Muslim mit posttraumatischer Belastungsstörung die Nerven verliert, weil ein anderer Einwanderer im Suff einen Koran zerreißt, dann sind natürlich alle Ausländer Gewalttäter, die man in die Schranken weisen muss. Wie ja auch alle Deutschen Nazis sind, weil Hitler Deutscher war. Und deshalb werden wir jetzt zum Flughafen fahren, die Herren. Den Taxifahrer haben Sie jetzt ja schon kennengelernt, und es gereicht Ihnen zur Ehre, dass Sie von einem so illustren Mitglied der Oberschicht wieder in Ihr Land zurückbefördert werden. Beneidenswert, wirklich. Und bitte zurück die beiden, ja? Express. Wer sich nicht anpasst, fliegt halt. Ist Ihnen doch nicht unbekannt, oder?“





Das Boot ist voll

10 08 2015

„… könne sich Deutschland einen derartigen Flüchtlingssturm nicht mehr leisten. Die Lage sei unmöglich finanzierbar und aus eigenen Mitteln nicht mehr zu stemmen. Waigel warne vor einem unkontrollierbaren…“

„… noch keine abschließende Bewertung der verfassungsrechtlichen Fragen. Sicher, so Schäuble, sei nur feste Absicht der Bundesregierung, sich nicht kampflos überrollen zu lassen von Millionen Wirtschaftsflüchtlingen, die direkt aus dem Stalinismus in die…“

„… die Bundesbürger mehrheitlich für die schnelle Aufnahme von Flüchtlingen seien und finanzielle Hilfen befürworteten. Helmut Kohl habe mitgeteilt, dies sie die einzige verfassungskonforme Lösung, er könne dies jedoch in Hinblick auf sein Bauchgefühl sowie den rechten Rand seiner Parteispender unmöglich…“

„… lehne es Kiechle ab, die deutsche Agrarwirtschaft auf Bananen umzustellen, nur weil ein paar kommunistische Infiltranten es hinter der Mauer nicht mehr aushielten. Die Bundesrepublik müsse nun mehr als zuvor ihre Leitkultur…“

„… warne der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Karl Kardinal Lehmann vor einer Zerstörung des christlichen Abendlandes. Die meisten Ostblock-Einwanderer seien atheistisch und daher geeignet, die geistigen Fundamente des deutschen Staates empfindlich zu…“

„… gebe Schäuble der NPD insofern recht, als dass die Armut der Wirtschaftsflüchtlinge aus Dresden und Bitterfeld nur vorgetäuscht sei. Viele Einwanderer kämen sogar mit einem eigenen Pkw, obwohl im Kommunismus privates Eigentum als eine Schandtat des westlich-kapitalistischen…“

„… appelliere Kohl an die europäischen Nachbarstaaten, DDR-Flüchtlinge aufzunehmen. Er wolle dies als Zeichen der kommenden europäischen Einigung, die ihm sehr am Herzen…“

„… für mehr Willkommenskultur eintrete. So wolle Jürgen W. Möllemann zur Einführung in das kapitalistische Warenparadies jedem Immigranten einen Einkaufschip schenken, der für die Grundzüge des modernen Liberalismus…“

„… und der Referatsleiter für Innerdeutsche Beziehungen vor einer Überfremdung im eigenen Land warne. Alle Ostischen, so Sarrazin, trügen ein Gen, das sie als rassisch minderwertiges…“

„… die UdSSR als sicheres Herkunftsland zu klassifizieren. Bereits 1933 seien viele Deutsche nach Moskau ausgewandert und hätten dort sogar überleben können, woraus sich heute eine…“

„… sich Stoltenberg gegen die Westaufrüstung ausgesprochen habe. Zwar sei die atomare Bedrohung ein nicht zu vernachlässigender Fluchtgrund, doch könne man die westdeutsche Rüstungsindustrie nicht einfach…“

„… es auch als Kriegslist des Ostblocks gewertet werden könne, so viele Auswanderer mit dem Wunsch nach Reisefreiheit gleichzeitig auf die bundesrepublikanische Infrastruktur loszulassen. Zimmermann warne vor einem Zusammenbruch der Straßen, Schienen und Brücken, die spätestens innerhalb von 25 Jahren…“

„… zu Gesprächen nach Ungarn gereist. Das Land sei dank einer Demokratisierungswelle inzwischen ebenfalls als sicheres Herkunftsland geeignet und könne den Ansturm der Horden auf Berlin erheblich…“

„… Milliardenkredite an die DDR nur noch dann zu vergeben, wenn diese im Gegenzug ihre Bevölkerung nicht mehr aus dem…“

„… viele der Einwanderer durch jahrelangen Kontakt zu Russen und Polen nicht mehr als Deutsche im Sinne des Grundgesetzes zu betrachten seien. Eine Duldung im Bundesgebiet könne deshalb generell nicht…“

„… vor katastrophalen hygienischen Zuständen warne. Süssmuth wehre sich gegen Pläne der Bundesregierung, Flüchtlingscamps auf großen Arealen in Nordrhein-Westfalen zu errichten, die keine sanitären Einrichtungen, kein Trinkwasser und keine…“

„… erste Demonstrationen gegen die Zahlung von Begrüßungsgeldern stattgefunden hätten. Waigel habe ausgerechnet, dass bei der Zahlung von 100 Mark (West) die Bundesrepublik in weniger als 300.000 Jahren…“

„… und verfange bei ihm keine Kritik linker Populisten, die Deutschland nur schlechtreden wollten. Solange es noch ein Drüben gebe, so der Kanzler, könne jeder gerne nach drüben gehen. Er habe Geißler zuvor außerdem eindringlich davor gewarnt, weitere…“

„… den größten Erfolg in Prag erzielt habe. Genscher habe nicht nur die Tschechoslowakei zu einem sicheren Herkunftsland erklären können, es sei ihm auch gelungen, die legale Ausreise sämtlicher DDR-Emigranten nach Prag zu…“

„… den Berliner SPD-Verband scharf kritisiere, der Sarrazins Meinung decke, der Osten sorge nur für eine unkontrollierte Geburt weiterer FDJ-Mädchen, die an jeder Straßenecke einen VEB…“

„… erst wieder Ost-Einwanderer ins Land zu lassen, wenn der deutsche Staat auch jedem Arbeitslosen ein Auto finanziere, um damit ins Ausland zu fahren. Schönhuber empfinde seine Kampagne nicht als nationalistisch, wolle aber ein klares Bekenntnis zur Zuzugsbegrenzung von…“

„… die territoriale Sicherheit notfalls auch mit Hilfe der Bundeswehr verteidigt werden müsse. Kohl rechtfertige dies mit der Absicherung der Außengrenzen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die nun zu leisten sei. Kommende Generationen, so der CDU-Vorsitzende, würden ihm für seine durchgreifenden Maßnahmen bestimmt den Friedensnobelpreis…“





In nomine Patris

2 03 2015

„… offenbar missverständlich ausgedrückt hätte. Die Kurie habe bei ihrer Befürwortung der körperlichen Züchtigung im Dienstrecht weniger an die Gemeindemitglieder gedacht als vielmehr an die Amtsträger, deren zahlreiche Verfehlungen zuletzt den Vatikan in sehr schwere…“

„… wolle sich das UN-Menschenrechtskomitee nicht weiter in die Anordnungen der Kirche einmischen, da deren übriges Arbeits- und Sozialrecht auch keine anderen moralischen…“

„… keine bleibenden Schäden hinterlassen solle. Um eine sichtbare Verletzung der Würde zu vermeiden, empfehle die Glaubenskongregation, nur an den Stellen, die von der geistlichen Amtstracht bedeckt würden, mit der flachen Hand oder einem…“

„… von den dresdner Demonstranten klar verteidigt worden sei. Bachmann habe auf der Montagskundgebung gefordert, das Privileg, die freie Religionsausübung zu missbrauchen, sei nicht nur auf muslimische…“

„… zwar in Deutschland verboten sei, da sie die verfassungsmäßig garantierte Würde des Menschen verletze, doch gehöre es nach Meinung von Seehofer zur Kernkompetenz des Katholizismus und seiner weltlichen Institutionen, sich nicht um langweilige juristische…“

„… keinen Strafenkatalog veröffentlichen wolle. Vielmehr rufe die Kurie aus Gerechtigkeitsgründen dazu auf, körperliche Züchtigungen nach freiem Ermessen zu…“

„… eine böswillige Unterstellung nenne. Die Deutsche Bischofskonferenz betone vielmehr, dass das Kirchenpersonal auf Weisung des Vatikans mit der körperlichen Züchtigung wieder mehr in der Nachfolge Christi…“

„… sich noch nicht von einem schweren Schädel-Hirn-Trauma erholt habe. Der Pontifex selbst habe angeordnet, Tebartz-van Elst richtig in die…“

„… dass es der Kurie keinesfalls um körperliche Gewalt gehe, sondern nur um die Notwendigkeit der väterlichen Dominanz in der Erziehung. Deshalb müsse der Betroffene die Bestrafung stets in nomine Patris…“

„… den Papst als außerordentlich kompetent in Erziehungsfragen gewürdigt. Einem Priester, der sich so offensichtlich als Freund seiner Schutzbefohlenen zeige, könne Joachim Kardinal Meisner nach interner Kenntnis der römisch-katholischen Kirche keinerlei strafwürdiges…“

„… sich mehrere Menschenrechtsorganisationen über den Papst beschwert hätten. Beobachter seien der Meinung, dies Verhalten liege an Erfahrungen, die er bereits als junger Theologe in…“

„… es in einigen Fällen gerechtfertigt sei. So habe sich der genannte Generalvikar nicht nur der Scheckfälschung schuldig gemacht, er sei auch noch auf frischer Tat dabei ertappt worden, was sicherlich einen Tritt in den…“

„… nicht für den Gemeindedienst geeignet seien, da sie sich geweigert hätten, auf Weisung ihres Vorgesetzten einem Kollegen mit dem Gürtel auf den nackten…“

„… nochmals klargestellt habe, dass er die Prügelstrafe für Geistliche keinesfalls fördere. Die Kirche gebe lediglich klar zu verstehen, dass der deutsche Staat weder das Recht noch die Mittel besitze, eine Kontrolle über die tatsächliche…“

„… trete de Maizière der Kirche entschieden entgegen, da das Gewaltmonopol beim Staat und seinen Institutionen liege. Er könne der körperlichen Züchtigung nur zustimmen, wenn diese künftig auch gegen Asylbewerber und andere mutmaßlich verdächtige Personen…“

„… die Züchtigung von Nonnen nur durch den Beichtvater geschehen könne, um nicht unmoralischen Vorgehensweisen Vorschub zu…“

„… sei im Erzbistum Paderborn innerhalb weniger Tage der Titel Fifty Shades of Grey vergriffen gewesen, was auf ein verstärktes Interesse an Weiterbildung…“

„… in vielen Fällen im Kindesalter selbst Schläge und Missbrauch erduldet hätten. Die Deutsche Bischofskonferenz werte in ihrem Gutachten den päpstlichen Erlass als durchaus tauglich, die Regeneration der Kirche auf einem breiten Fundament von…“

„… es zu einer Debatte komme, ob die körperliche Züchtigung zusätzlich zu den säkularen Verfahren der ordentlichen Gerichtsbarkeit anzuwenden sei oder diese ersetze, wenn es sich um eine kirchenrechtlich eindeutige…“

„… nicht so abwegig, wie es von außen dargestellt werde, und auch nicht auf den Katholizismus beschränkt, sondern auch in anderem Kontext anwendbar. Von der Leyen überlege, im…“

„… sei der Passauer Diakon Schmierwimpferl vor dem Landesarbeitsgericht unterlegen, da er nicht habe nachweisen können, dass er nicht ohnehin aus psychisch schwer nachvollziehbaren Gründen in den Dienst der römisch-katholischen Kirche…“

„… so zu verfahren, wie es auch bei anderen strafwürdigen Verfehlungen geistlicher Würdenträger bisher geschehen sei: in sehr schweren Fällen, die nicht durch die deutschen Ermittlungsbehörden untersucht würden, nehme man die Bestrafung ausschließlich symbolisch vor und versetze die Täter in andere…“





Die Knechte

14 12 2014

für Erich Kästner

Was wirft man uns denn vor? dass wir so schlecht sind,
hat sich herumgesprochen. Ach, es schmerzt,
dass jene meinen, die nicht auch ein Knecht sind,
man habe es mit allen schon verscherzt.

Wir foltern für die Freiheit. Das ist edel.
Für wessen Freiheit? Das geht Euch nichts an.
Wenn Ihr uns seht, schließt nicht vom Schwanzgewedel
auf einen Herrn. Ihr seht ihn nicht, den Mann.

Wer die Gewehre baut, will sie verkaufen.
Wer die Gewehre kauft, weil er sie braucht,
der weiß, es kann auch andersrum verlaufen.
Wir brauchen’s, dass es aus den Läufen raucht.

Wir sind die Knechte. Dennoch ist es richtig,
dass wir Euch treten, denn man tritt uns auch.
Wer wen warum tritt, ist schon nicht mehr wichtig.
Man fragt nicht, und man tritt. Das ist der Brauch.