Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXXI): Die zerstörerischen Eliten

14 09 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Geschichte, und das wissen die königlichen Statthalter, wird immer von Lumpenproletariern geschrieben, die in ihrer fortwährenden Diktatur seit Anbeginn der Zeitrechnung aufhetzen zum unnatürlichsten aller Zustände, zum Frieden gegen den anderen. Nur kurz gelingt es den Auserwählten, die ganze Gesellschaft einmal knietief in Blutsuppe zu prügeln, und sei es nur durch vorübergehende Verwüstung vermittelst eines Bürgerkrieges, gerne auch auf den Schlachtfeldern der Missgunst, die in billigem Theaterfeuer sich erschöpft und höchstens ein paar Brandblasen am Arsch der Kanaille lässt. Nichts wäre den Mächtigen fremder als eine Welt ohne Fußvolk, denn wer sollte sonst ihre Stiefel putzen, lecken oder ins Gesicht kriegen? Das Heer der Abhängigen zu schützen und zu mehren ist ihre vornehmste Aufgabe. Allerdings auch ihre einzige.

Denn nicht Bäcker, Bänker regieren diesen Sumpf aus Trägheit und Trotz, dessen Manieren nicht reichen, um Fackeln und Mistgabeln in die Hand zu nehmen für Korrekturmaßnahmen an der Kaste der Plünderer. Denn nicht die Leistung ist für die Dicke der Konten verantwortlich, längst nicht mehr, und eigentlich ist dies nie der Fall gewesen, nur haben sich heute auch Pappnasen unterhalb des Leihadels ihr Geburtsrecht erkauft und geben die Regalien an die missratene Brut weiter – die Lizenz zum Fleddern wird wie in alten Zeiten mit dem goldenen Löffel weitergegeben und fräst sich von Dynastie zu Dynastie quer durch die Schicht, die oben auf dem Tümpel schwimmt, der Unrat mit dem verführerischen Glanz für Schmeißfliegen, der sich nicht mit dem Wasser mischt. Die Eliten aus Management und Führung sind keine Aufsteiger, sie sind nur Kinder der alten Eliten, die keiner in ihre Position gewählt hat.

Und sie sind keine globale Elite, die von einem Staat zum anderen zieht, hier einen Konzern in die Grütze kloppt, dort einer Volkswirtschaft die Kerze auspustet, sie bleiben im eigenen Lande und nähren sich unredlich. Noch reiten die Raubritter unter eigenem Wappen durch die eigenen Pissklitschen, um nicht auf fremdem Territorium das Esszimmer renoviert zu bekommen, denn nicht Ganovenehre gilt, wie bei anderen Staubsaugervertretern auch ist es schnöder Gebietsschutz, der geistig vernagelte Schwachmaten in ihrer kuscheligen Pfütze hält. Sie haben selten den Ausbruch gewagt, wohin auch – lieber sezieren und herrschen sie, weil sie die fremden Märkte, an die man mit Heftzwecken und Spucke Länder geschwiemelt hat, Länder und Menschen, nicht begreifen, ihre batteriebetriebene Logik lässt nichts anderes zu, und so schlagen wir uns mit den Problemen ihrer Dummheit herum, die ihren Status erst rechtfertigen.

Denn ihr Status besteht größtenteils aus reiner Ignoranz. Kein Manager großer westlicher Chemie- oder Textilkonzerne, wobei Übergänge von trag- und untragbaren Zuständen hier meist fließend sind, hat die geringste Ahnung davon, wie die Plempe in den Slums irgendeiner ostasiatischen Billigdiktatur von zärtlichen Kinderhänden in Plastecontainer geschöpft wird und das Zählen von Krebstoten in der Sippe zum Volkssport macht. Kein westlicher Großaktionär, der bloß durch Erben an die Kohle gekommen war, hat je gesehen, wie eine Pflegekraft in seiner an die Bilanz angegliederten Klinik sich zielgerichtet zu Grunde arbeitet, weil er bei seinem letzten Infarkt die Chefarztvisite für wichtiger hielt und in einer anderen Bude eingecheckt hat. Es ist nicht so, dass sie nicht wissen könnten, was sie tun. Es interessiert sie nicht, weil es in ihrem Weltbild keine Kategorien gibt, die dieses Denken zuließen. Was im System relevant ist, wird längst nicht mehr im System entschieden, genauer: es wurde nie in diesem System entscheiden, sondern immer nur von seinen Puppenspielern. Wie also Generale sich flugs einen Krieg aus den verkalkten Birnen popeln, erfindet das Blasen und Zusammenbrüche, um die Vakua der schwarzen Kassenlöcher mit realem Geld stopfen zu können, Geld, das man aus dem Proletariat presst, damit es nicht zu viel Kuchen frisst, wenn der Lohn fürs Brot nicht mehr langt. Sie sind systemrelevant, und mit jeder Bestätigung aus dem System, das ihre politischen Marionetten ihnen bereitwillig liefern, geben sie ihren Ernährern zu verstehen, wie irrelevant diese doch sind.

Dass in diesem Selbstbedienungssaftladen kaum Demokratie und Menschenrechte gedeihen, wird keinen wundern. Doch wenigstens funktionieren im postdemokratischen Spießbürgerstaat die Ampeln, die Alarme, die Zäune, die Schlagbäume. Wir sind sicher, und bis wir begreifen, dass sich damit die Eliten vor dem Heer der Tagelöhner schützen, haben sie sich ein weiteres Mal an uns bedient. Die Sicherheit eines Gefängnisses lässt sich einfach definieren, es kommt nur darauf an, ob man gerade im Inneren sitzt oder nicht. Die innere Sicherheit, die sie uns bescheren, haben jedenfalls nicht die Handwerker erfunden, die Fabrikarbeiter, die Kulis. Sie nutzten sie auch nicht, weil sie ihnen nichts nützt. Das reden sie uns ein, und wir glauben es. Warum, das ist die Frage. Sie ist zu stellen.

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Ausstieg in Fahrtrichtung

4 09 2018

„Sie können Nahles ja viel vorwerfen, aber dass sie Ahnung von den Sachen hat, von denen sie gerade spricht – unterbrechen Sie mich nicht – das muss man einfach mal so annehmen. Man kann nicht immer alles beweisen, das ist ja schließlich Politik und keine Glaubensfrage.

Schauen Sie sich doch mal den Kurs der Grünen an, das ist doch viel zu undifferenziert. Die haben erkannt, dass Braunkohle sehr viel Kohlendioxid erzeugt und die Erderwärmung beschleunigt und unsere Lebensräume zerstört, Versteppung fördert, zu immensen Gesundheitsbelastungen für alle Menschen führt und Waldbrände in ganz Europa verursacht, und was fällt denen ein? Einfach mal die Braunkohle verbieten! Aber ohne Strom, da können wir dann endlich unsere Elektrowagen über die Autobahn schieben, oder wie jetzt!? Dann gehen die Lichter aus! Dann kommt kein Grüner mehr zu seinem Billigflieger nach Mallorca, das sind doch die Fakten! Wir sehen das differenzierter, sehr viel differenzierter. Natürlich könnte man die Kohle von heute auf morgen weglassen, aber diese Ökofuzzis sehen doch gar nicht, was da für ein Rattenschwanz an politischen Entscheidungen dranhängt. Wir als SPD haben schweren Herzens dafür gesorgt, dass man Menschen ihre Heimat unterm Arsch wegzieht, wir haben ganze Dörfer untergepflügt, Kirchen in die Luft gejagt, wir haben Demonstranten, die der Meinung waren, ihre persönliche Ansicht sei wichtiger als die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik und ihrer Aktiengesellschaften, denen mussten wir schweren Herzens von der Polizei die Fresse zertreten lassen, und das soll jetzt alles umsonst gewesen sein!?

Naja, Ansichten halt. Persönliche Ansichten von Demokratie und Grundgesetz. Rein persönlich, das hatte mit der Meinung der Sozialdemokraten nichts zu tun. Wir haben viel Scheiße fabriziert, wir haben Deutschland in drei Stufen in die Gosse gekloppt, wir als Sozialdemokraten – Sie fallen mir jetzt noch einmal ins Wort, dann lutschen Sie Blut – das sind doch alles Vorurteile. Wer ist denn mit kurzer Unterbrechung seit Kohls Ende an der Macht? Sie sollten mal nachdenken, warum. Da kommen Sie auch noch drauf. Dauert bei Ihnen nur länger.

Die Gefahr bei den Grünen ist doch, die meinen das ernst! Die haben teilweise Politiker, die haben regelrecht den Durchblick und wollen das dann auch machen, was die versprechen! Das führt doch zu Kosequenzen: die schaffen alles ab, was uns schadet, und dann sind die irgendwann fertig mit der ganzen Scheiße, dann geht’s uns irgendwann regelrecht gut, aber wie soll man denn so überhaupt eine Wiederwahl organisieren? Ich muss doch meine ganzen Versprechen unrealistisch und ohne jede Sachkenntnis formulieren, inhaltlich so schnell wie möglich torpedieren, anderen die Schuld dafür geben und dann an der Regierung bleiben wollen, damit man das in den nächsten Jahren verschleppen und noch schlimmer machen und wegen der großen Notwendigkeit der Problemlösung Steuern erhöhen und sinnlose Gesetze erlassen kann. Meine Güte, das ist doch das Geschäftsmodell der SPD!

Wenn Sie im Bus sitzen, dann ist doch klar, wie das funktioniert: Ausstieg in Fahrrichtung rechts. Da können wir nicht einfach so eine Partei mit in die nächste Bundesregierung holen, auch wenn die Chancen auf eine absolute Mehrheit, und das sage ich ganz ehrlich, eher gering sein dürften. Wir können nicht alle Baggerseen renaturieren, das schafft Arbeitsplätze, für die wir wieder Migranten nach NRW importieren müssen, und dann haben wir vielleicht eine lebendige Windsurferszene, aber die AfD stellt den Gauleiter. Die sägen uns dann die Windräder ab, weil sie begriffen haben, wenn der Deutsche etwas kann, dann vom Dach springen und dann behaupten, die böse Schwerkraft sei schuld, und weil die eh nicht an den Klimawandel glauben, haben wir Vollbeschäftigung mit Afrikanern, die dann auch wieder abgeschoben werden müssen, am besten von der Asylindustrie, und das ganze Geld war umsonst investiert. Ich meine, da kann man die Einkommensteuer senken, davon haben auch nicht alle was, aber das weiß man wenigstens vorher.

Wir könnten uns eventuell auf eine Kommission verständigen, das hat noch immer geklappt, dass da am Ende nichts rauskam – welches Wort von Schnauze haben Sie eigentlich nicht kapiert!? – ist ja nun mal der Regelfall, weil wir das nicht alleine entscheiden können, sondern immer erst eine Kommission brauchen. Vielleicht steigen dann die Energiepreise in sozial verträglicheren Schritten und wir brauchen nicht mehr so viel an Transferleistungen zu zahlen, weil die Menschen, die keinen Job in der Braunkohlefolgenbeseitigung gefunden haben, nicht mehr heizen können, womit auch, und wer erfriert, kann wenigstens nicht mehr verhungern. Ist doch auch ganz praktisch.

Nein, schlagen Sie sich das aus dem Kopf. Die Grünen werden sie definitiv nicht zur Hausfrau im Größenwahn degradieren. Da werden ganz andere – ich will jetzt nichts hören! – also wir hätten uns vor fünfzehn Jahren darum kümmern müssen, aber da waren wir halt mit Regieren beschäftigt, und wie soll man den Kohleausstieg vernünftig planen, wenn man mit den Grünen dafür sorgen muss, dass die Unterschicht die größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland wird? Außerdem, können Sie sich das vorstellen, dass Nahles als Bundeskanzlerin – halten Sie jetzt endlich das Maul, Sie linkes Arschloch!“





Höhere Lehranstalt

30 08 2018

„Wenn Sie fertig sind, legen Sie Ihre Hände auf den Kopf.“ Dass ich den Eingangstest bestehen würde, daran hatte ich nie gezweifelt, aber ob ich mich in der Schule so wohl fühlen würde, das stand dann doch noch zur Frage. Aber vielleicht war es ja sogar ganz spannend, plötzlich auf der anderen Seite des Tisches zu sitzen.

„Zunächst mal sollten Sie sich in der Klasse den nötigen Respekt verschaffen.“ Eine ältere Dame, unwesentlich jünger als die Ausbilderin, schnipste mit den Fingern, doch Fräulein Haferstroh – auf die Anrede hatte sie größten Wert gelegt – nahm sie demonstrativ nicht dran. „Wir wollen uns jetzt den Stundenplan der ersten Woche ansehen. Bitte falten Sie die Zettel so auf, dass sie – Frau Schmitt!“ Die Angesprochene hatte das Papier bereits aus ihrer Mappe gezogen und damit die absolut einheitliche Choreografie der Unterrichtsvorbereitung im Nu zerstört. Alle zuckten innerlich zusammen, mich eingeschlossen, und doch wusste keiner so recht, warum eigentlich. Wir sollten Lehrer werden, die kommenden beiden Wochen lang hatten wir Zeit, uns darauf vorzubereiten, dann würde man uns einfach in eine Schulklasse schicken, um das deutsche Bildungswesen zu retten.

Ich meldete mich. „Ich habe da mal eine Frage“, informierte ich das Fräulein Haferstroh. Das hätte ich besser nicht getan. „Erstens“, knurrte sie, „weiß ich das, sonst hätten Sie sich nicht gemeldet, und zweitens hätte ich mal die Frage, warum Sie reden, bevor ich Sie drangenommen habe.“ So lange hatte ich nicht warten wollen, aber das konnte ich jetzt nicht mehr sagen. Ich nahm den Finger runter. „Warum findet bei Ihnen kein…“ „Sie sollen nicht ständig dazwischenquatschen“, fuhr sie mich an. „Aber…“ „Was habe ich gesagt!?“ Ich erhob mich, dabei stellte ich fest, dass Fräulein Haferstroh gar nicht mal so groß war; eine Erkenntnis, die man früher oder später fast mit jeder Lehrkraft macht. „Sie wollen mir jetzt also erzählen, dass Sie sich mit einem Schüler unterhalten, obwohl Sie ihn nicht drangenommen haben, und dass ich eine Frage habe, nehmen Sie nicht zur Kenntnis?“ Sie wirkte plötzlich etwas verwirrt. „Ich glaube“, sagte sie, „es muss gerade zur Pause geläutet haben.“

Die Direktorin unterrichtete selbst. „Eigentlich mache ich das nicht, aber hier geht es nicht anders. Wir haben nämlich auch Unterrichtsausfälle, also muss jeder mithelfen.“ Sie hatte einen ganzen Stapel mittelalter, teils auch mittelalterlicher Bücher auf das Pult gelegt. „Das wird Ihre Erstausstattung sein“, erläuterte sie, „aber machen Sie sich keine Hoffnungen, das werden auch die einzigen Bücher bleiben, die Sie in die Hand bekommen. Mehr gibt es nicht.“ Immerhin gab es in dem Taschenatlas, der als Erdkundebuch fungierte, das Deutsche Reich nicht mehr, dafür war die Karte leicht ausgeblichen. Es ließ sich nicht so schnell feststellen, ob die mit Punkten markierte Linie eine innerdeutsche Grenze darstellen sollte oder nur die Demarkation der Ost- und Westtarife. „Das ist eine verlässliche Ausgabe, der können Sie vertrauen. Da gibt es die DDR noch.“ „Warum“, fragte ich beim Anblick der Karte, „steht dann hier ‚Chemnitz‘?“ Sie blickte in das aufgeschlagene Buch. „Das war die Ausgabe für westdeutsche Schulen, da wurden die Namen nach 1945 nicht geändert.“ Das leuchtete ein, der Unterricht änderte sich ja auch nicht.

Frau Schmitt war schon bei der Mathematik-Fibel, die offensichtlich einen Fehler enthielt. „Da muss es ‚geteilt‘ heißen und nicht ‚multipliziert‘“, erklärte sie, „außerdem ist der Aufbau unlogisch.“ Die Direktorin nickte. „Logik bekommen unsere Schüler kurz vor dem Schulabschluss.“ „Aber es brechen doch so viele die Schule ab?“ Sie nickte. „Und wie bringe ich den Schülern jetzt Rechnen bei?“ „Sie haben doch ein Buch“, sprach die Direktorin sanft. „Alles, was die Schülerinnen und Schüler verstehen sollen, steht doch in diesem Buch drin, und Sie sind die Lehrerin. Wo ist das Problem?“ Frau Schmitts Oberlippe begann ein bisschen zu zucken. „Aber wenn ich es auch nicht verstehe?“ „Dann schauen Sie ins Buch, außerdem sind Sie die Lehrerin. Solange Sie recht haben, müssen Sie auch nichts erklären.“

Neben Physik, Religion und Deutsch wurde auch ein bisschen Geschichte unterrichtet, aber nicht zu viel. „Das könnte sonst zu einem Bruch der Kontinuität führen“, meinte die Direktorin, „wir haben das schon immer so gemacht, und deshalb können wir es nicht anders machen, nur weil wir in der Vergangenheit verschiedentlich gemerkt haben, dass man es auch hätte anders machen können, aber das ging nicht, denn dann hätte man es ja immer so machen müssen, also anders, und Sie sehe ja selbst, das ist bereits ein innerer Widerspruch.“ Es war, wie gesagt, ein bisschen verwirrend.

Die anderen Schüler verliefen sich ein bisschen auf den Gängen und schlenderten in den Pausenhof. „Sie sollten eigentlich gar nicht in dieser Klasse sitzen“, meinte die Direktorin unvermittelt zu mir. „Habe ich etwas falsch gemacht?“ Sie schüttelte den Kopf. „Wir haben noch eine Zusatzausbildung, die auf einem etwas anderen Qualifikationsniveau startet, und das wäre doch etwas für Sie. Sie haben eine ganz normale Klasse, bereiten den Unterricht vor, drei Klassen, und am Nachmittag haben Sie frei. Wir brauchen diesen Kurs wirklich. Der ist noch viel mehr nötig als alle anderen.“ „Und das wäre was genau?“ Sie legte den Bücherstapel aufs Pult. „Sie bilden die vielen Lehrer aus, von denen dann keiner mehr in die Schule will. Wie gesagt, es wäre sehr dringend.“





Luftunsicherheitsdienst

28 08 2018

„… sehr viel einfacher sei als eine Kontrolle durch die Bundespolizei durchzuführen sei. Die deutsche Luftsicherheit werde trotz einer Privatisierung der Wachdienste nicht schlechter als die…“

„… vor allem aus finanziellen Erwägungen heraus vorgenommen werde. Die Effizienz der Polizei stehe nicht in Frage, doch seien die privaten Sicherheitsfirmen wesentlich…“

„… Seehofers Eckpunktepapier davon ausgehe, dass die deutschen Flughäfen selbst in der Lage seien, ein Supergrundrecht auf Sicherheit auf Landesebene durchzusetzen. Dies müsse vor allem durch die sofortige Umsetzung des Polizeigesetzes ohne störende Einschränkungen durch die vom Bund juristisch gebotenen…“

„… sich aber erhebliche Schwachstellen im Sicherheitskonzept auftäten. So wolle Scheuer neben dem Gepäck, den Passagieren, dem Personal und den Flugzeugen auch Landebahnen, Türen, Entrauchungsanlagen und Backshops einer genaueren Analyse auf…“

„… die Qualitätsabstriche vor allem durch die schlechte Besoldung der Bundespolizisten zustande komme. Da aber Sicherheitsbedienstete in der Regel wüssten, dass sie die für die Polizeiarbeit benötigte Qualifikation gar nicht besäßen könnte man zugleich ein realistisches Preis-Leistungs-Verhältnis bieten als auch eine viel geringere…“

„… durch ein standardisiertes Verfahren die theoretischen Ausbildungsinhalte für Mitarbeiter der Sicherheitsdienste festschreiben wolle. Diese umfassten nach Seehofer Respekt vor der deutschen Leitkultur, ein entspanntes Verhältnis zu brutaler Gewalt im Auftrag der guten Sache sowie eine dem christlichen Glauben in seinen Grundzügen eher zugetane…“

„… mehr Wettbewerb auch für die Sicherheit nicht verkehrt sein kann. Dobrindt sehe eine große Chance darin, dass den Gesetzen des Marktes der Preis für die Überwachung gleich bleiben werde, während die Leistungen erheblich mehr an den…“

„… die Drohne an sich noch nicht geeignet sei, die komplette Sicherheit im Luftverkehr zu garantieren. Spahn sehe hier eine Chance, durch den Einsatz der Bundeswehr im öffentlichen Raum eine entscheidende Komponente zur …“

„… durch eine Fachaufsicht und die ständige Qualitätskontrolle sichergestellt werden solle, dass das Personal sich an die gesetzlichen Vorgaben halte. Der Qualitätsbeauftragte des Bundes könne auf diese Weise alle dreizehn Jahre einmal einen Flughafen mit jeweils einem Mitarbeiter pro…“

„… könne es Scheuer nicht akzeptieren, dass es durch die vielen Kontrollen lange Verspätungen im Luftverkehr gebe. Er habe angekündigt, dass er eine erhebliche Beschleunigung durch noch strengere Maßnahmen und rigoroses…“

„… dass eine Truppe drogensüchtiger Schläger mit langjährigen Haftstrafen einfacher zu führen sei als eine Einheit der Bundespolizei. Seehofer wolle den Beamten nicht zu nahetreten, habe aber bemängelt, dass es unter ihnen zu viele mit einem qualifizierten Schulabschluss gebe, was eine kritiklose Umsetzung seiner Maßnahmen sehr viel schwieriger mache als den…“

„… das Konzept noch keine gepäckinduzierten Risiken oder Gefahren durch als Personal getarnte Mitarbeiter von Backshops, die in Wirklichkeit Luftpiraten seien, berücksichtigt habe. Scheuer werde daher in einer neuen Studie auf den Passagier als wichtigste Gefahrenquelle verzichten, was sich jedoch aus Sicht der Betreiber nicht unbedingt…“

„… potenziellen Bewerbern den Markteintritt erleichtern werde. Daher müsse die deutsche Luftfahrt zunächst eine Preisneutralität schaffen, durch die die Polizei nicht im Vorteil sei wegen der steigenden Kosten durch Tarifverträge und…“

„… aber keine technisch ernstzunehmende Alternative darstellen würden. Nacktscanner seien relativ teuer, könnten aber keinen Koffer…“

„… in einem zweiten Schritt erkannt habe, dass vor allem das Gepäck eine Hochrisikozone sei. Scheuer habe vor Koffern gewarnt, die in Wahrheit Backshop seien, die sich als Flugzeuge getarnt in den Sicherheitsbereich der…“

„… auch ganz auf Videoüberwachung und Gesichtserkennung umgestellt werden könnte. Dies solle aber erst geschehen, wenn Söder nach dem Rücktritt im Zuge der kommenden Landtagswahlen eine eigene Firma für Dienstleistungen im…“

„… konsequent auf Flugzeuge verzichten müsse, um den höchsten Sicherheitsstandards zu genügen. Dann, so Scheuer, würden auch keine Passagiere mehr auf den Flughafen kommen, wodurch ebenso kein Gepäck und kein Personal mehr nötig seien. Lediglich die Backshops als Versteck linksradikaler Terroristen könnten eine…“





Fluchtbringende Gesellschaft

27 08 2018

„Wenn Sie mich fragen, ’ne Bombenidee, das. Asylbewerber ohne jede Sprachkenntnis sofort in die Pflege schicken und in die Kinderbetreuung. Da zeigt sich das ganze politische Talent der Dame: von der Realität keinen blassen Schimmer, und dann da eingesetzt, wo sie den größten Schaden anrichten.

Nee, im Grund hat sie ja recht, die Krampf-Dingenskirchen. Diese bösen Migranten, die nur übers Mittelmeer zu uns kommen, weil sie hier in der sozialen Hängematte abchillen wollen, so lange wie möglich aus dem Arbeitsmarkt raushalten, bis wir sie endlich wieder abschieben können, und dann eine Dienstpflicht für sie erfinden. Das hilft ungemein, ich finde diese Idee geradezu epochal. Denen geht’s ja jetzt wie deutschen Arbeitslosen, wenn die ein paar Jahre nicht in ihrem Beruf waren, dann gilt ihre Qualifikation einfach nichts mehr, und dann verheizt die Industrie die Leute endlich zum Mindestlohn. Da finden sich die Zuwanderer gleich auf derselben Stufe wieder wie die anderen Leute hier. Gute Sache, so entsteht bei den Asylis wenigstens kein Sozialneid, weil ihre Abschlüsse hier grundsätzlich für die Tonne sind.

Eine tolle Idee von der Klumpen-Karrendings ist ja, dass diese Zwangsarbeit die Akzeptanz der Biodeutschen erhöhen soll. Da geht man ohne Böses im Sinn zu seinem Sachbearbeiter, will einen Ein-Euro-Job, und der sagt: ist gerade aus, die macht jetzt der Flüchtling. Sie müssen leider weiter ausschlafen. Da soll doch noch einer sagen, die CDU kennt ihre Wähler nicht! Also ich finde das sehr gut, weil man sich da auch gleichzeitig ein Hintertürchen offen hält, wenn man die Asylheinis in die Bundeswehr verpflichten könnte. Ja, das ist jetzt vollkommen verfassungswidrig, aber das ist der Scheiß mit dem Pflichtjahr zur Integration auch schon. Und kommen Sie mir nicht mit Grundgesetz und der CDU. Das sind zwei unterschiedliche Galaxien, und im Wahlkampf mutiert eine von beiden zum Schwarzen Loch.

Wenn man das jetzt mit dem Grundgesetz kontern wollte, dann müsste man natürlich erst mal jedem auf gerichtlichem Wege die Freiheit entziehen – das würde man der Partei ohne Weiteres zutrauen – oder alle zwecks einer allgemeinen Dienstverpflichtung vorher zu deutschen Bürgern machen. Das dann ja eher nicht. Aber man muss ja vorher wissen, wie man sich hinterher rausredet, sonst kann man vorher nicht so viel Müll erzählen.

Im Grunde genommen ist die Idee ja erst mal nicht ganz schlecht. Wir haben hier in Deutschland diesen beschissenen Hauptstadtflughafen nicht auf die Kette gekriegt, diesen dämlichen Tiefbahnhof erst recht nicht, da können wir doch die Ayler in die Grube schicken? Erst mal in die Baugrube, klar, aber wenn die sich da nicht bewähren, dann ist der Arbeitsvertrag eben befristet, und dann sind die auch ganz schnell wieder weg. Erinnern Sie mich mal, dass wir das mit den befristeten Verträgen auch bei den deutschen Fachkräften ausprobieren, wenn wir mit den Migranten durch sind. Das scheint mir ein ganz lohnenswertes Modell zu sein. Nicht unbedingt gut für eine integrierte Gesellschaft, aber man kann ja nicht alles haben.

Man könnte die ja auch alle zwangsweise ausbilden. Das könnte man mit den deutschen Schulabgängern natürlich auch versuchen, aber da sind die Chancen etwas geringer, und wenn das Erfolg haben sollte – also bei den Asylanskis – dann müsste man sich ja wieder verteidigen, dass die den Deutschen nicht nur die Jobs wegnehmen, sondern sogar schon die Ausbildungsplätze streitig machen. Das können Sie als Grüner irgendwo im Ortsverein vorschlagen, wenn alle schon ein paar Biobierchen in der Birne haben, aber in der Union und dann auch noch als Frau? Vergessen Sie’s.

Und was die Sprachkenntnisse angeht, die sollen sich hier ja integrieren. Von Wohlfühlen hat keiner etwas gesagt, sonst hätte ja auch jeder Deutsche seinen Traumjob. Die können ja gerne auch im Park fegen, aber das ist wahrscheinlich zu gefährlich, vor allem im Osten. Wenn man da vor Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist, ist für man für die noch halbwegs nüchternen Einwohner mit deutschem Pass und arischen Vorfahren viel zu leicht als Zugewanderter erkennbar. Die prügeln ja inzwischen auch auf Polizisten ein. Also wenn die im Osten gerade mal Uniform tragen.

Wie gesagt, grundsätzlich ist die Idee ja gut. Jetzt müssen wir nur noch sehen, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen, damit wir dieses Arbeitskräftepotenzial auch richtig ausnutzen, bevor sich herumspricht, dass es in Deutschland für jeden einen Job gibt, der es bis über die Grenze geschafft hat. Dann holen wir die SPD ins Boot, die darf sich für dieses Modell einen Sanktionskatalog ausdenken, wenn einer der Leute in der Dienstverpflichtungszeit seiner Arbeit nicht integrationsfördernd nachkommt, am Anfang zehn, dann dreißig, dann hundert Prozent weniger, und dann macht bestimmt auch die CSU mit, wenn wir ihnen irgendeinen Schmarrn erlauben, dass sie in ihren Internierungsheimen noch eine Arbeitsecke einbauen dürfen. Da sehen Sie es, man muss nur positiv denken, dann kriegt man alles in den Griff. Selbst die Flüchtlinge.“





Produzierende Unternehmen

23 08 2018

„… ursprünglich Milliardenhilfen von der Landwirtschaftsministerin gefordert hätten, die die Bundesregierung nicht als sinnvolle…“

„… pauschal auf die Landespolitik verweise. Es heiße ja auch ‚Landwirtschaft‘, deshalb könne der Staat keine Hilfsgelder…“

„… eine Pflichtversicherung für Landwirte ins Gespräch gebracht habe. Sie werde nach Ansicht der Freidemokraten zu einer Marktbereinigung führen, da nur stabile Agrarunternehmen sich die Kosten der…“

„… nur vereinzelt zu Ernteausfällen gekommen sei. Da eine so umfangreiche finanzielle Zuwendung jedoch ohne Einzelfallprüfung hätte gewährt werden müssen, sei es der Regierung zu riskant gewesen, auch gut aufgestellte Betriebe mit in den…“

„… auf die offizielle Statistik des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft warten wolle, da eine seriöse Berechnung der erforderlichen Hilfen nur durch komplexe mathematische…“

„… eine Verteuerung von Erdbeeren erst wieder im kommenden Jahr zu erwarten sei, da der Markt in der Zwischenzeit auf Importware ausweichen könne. Klöckner könne dem Steuerzahler keine so große Staatsbelastung nachweisen, wenn offenbar sei, dass die Verfügbarkeit sämtlicher Konsumgüter immer noch gut bis sehr gut und…“

„… ungefähr ein Drittel der geforderten Summe zahlen werde. Die Bundesregierung sei mit der Entscheidung sehr zufrieden, da sich dadurch etwa jeder dritte betroffene Betrieb…“

„… warne Klöckner nebenbei vor einer veränderten Haltung in der Migrationspolitik. Es gebe in der Landwirtschaft keine Möglichkeiten, noch mehr Zuwanderer zu beschäftigen, wenn diese nicht bereit seien, unter illegalen Arbeitsbedingungen den Erhalt ihrer Jobs zu…“

„… die erwarteten Ernteausfälle nun auch nachgewiesen werden könnten. Das Ministerium habe die offiziellen Statistiken des Ministeriums zwar zur Kenntnis genommen, werde aber vor der Entscheidung …“

„… eher in der Verbreiterung des Angebots liegen müsse als in finanziellen Hilfe, die jährlich gezahlt werden müssten. Klöckner plädiere für eine Ausweitung des Weinbaus auch im Flachland, was angesichts der zu erwartenden Sonnenstunden eine erhebliche Qualitäts- und Mengensteigerung im…“

„… sei jede Zuwendung für Migranten mit einer Investition in Milliardenhöhe verbunden, die auf der anderen Seite dann nicht mehr zur Stützung der landwirtschaftlichen Betriebe…“

„… sogar in der Küstenregion angebaut werden könnten. Fisch und Wein seien eine auch im Einzelhandel gut vermittelbare Kombination von Qualitätsware aus deutscher…“

„… die Zuwanderung über das Mittelmeer auch wetterbedingt geschehe. Klöckner sehe einen sehr gefährlichen Umkehreffekt, der durch vermehrte Migration und eine anwachsende Bevölkerung in Deutschland auch die Erderwärmung ankurbele und so eine noch viel höhere Dürregefahr für die…“

„… es sich nach neuesten Zahlen um eine Katastrophe von nationalem Ausmaß handele, die allerdings einerseits auf Landesebene stattfinde, andererseits globale Ursachen habe, so dass sich das Ministerium außerstande sehe, eine rechtlich sichere Zahlung von…“

„… sich mehrere Konzerne aus dem Bereich der Kfz-Lieferbetriebe sowie die Pilotenvereinigung Cockpit als Großgrundbesitzer ausgegeben hätten, um Agrarsubventionen von der Bundesregierung zu…“

„… nur Betrieben helfen werde, die direkt von der Schließung bedroht seien. Dies könne nach dem Aufbrauchen des Winterfutters für Milchvieh etwa im Herbst eintreten, führe aber nicht automatisch zu einer Hilfszahlung, da dann auch für sehr viel Geld kein Winterfutter mehr in die…“

„… die meisten Höfe Diesel verwendeten. Sie würden nun über eine Entschädigungszahlung ungefähr dreißig Milliarden Euro fordern, die aber erst durch einen juristischen…“

„… werde das Ministerium ohnehin mit der Auszahlung der Hilfsgelder warten, bis Betriebe in Konkurs gegangen seien, da nur so die existenzielle Bedrohung rechtssicher…“

„… es sich um produzierende Unternehmen mit Dieselverwendung handele, die einfach als Automobilindustrie eingestuft werden könnten. Auf diese Art bekäme auch die Bundesregierung eine Handhabe, um die Rettungsmilliarden ohne vorherige Prüfung der Bedürftigkeit an die…“

„… erhebliche Ausfälle der Kartoffelernte durch eine Steigerung der Getreidepreise ausgeglichen würden. Klöckner sehe hier eine Chance, den Verbrauchern den Kartoffelmangel durch preislich höherwertige Backprodukte zu vermitteln, was zur Stärkung der ökonomischen Sicherheit in vielen Haushalten der Unterschicht und ihrer…“

„… zur Stützung der Landwirtschaftsbetriebe nur eine seriöse Methode geben könne, die die Bankenaufsicht derzeit prüfe. Indem sich die Höfe in einem Schnellverfahren zu .…“

„… Betriebe, die aus eigenen Mitteln die Verluste hätten auffangen können, etwa durch Abbau von Arbeitsplätzen oder den Verkauf von Acker- und Weideflächen zum Erwerb von Futtermitteln, nicht an den Hilfen beteiligen werden. Die Bundesregierung begrüße dieses als ‚griechische Solidarität‘ bekannte Modell des freiwilligen Lastenausgleichs und hoffe, dass sich die angespannte Lage durch nationale…“

„… rate Klöckner den Höfen, als börsennotierte Startups neues Kapital zu akquirieren und innerhalb weniger Jahre auch ohne Primärproduktion wieder ausreichende Kreditwürdigkeit zu…“





Enkeltrick

16 08 2018

„Nee, gucken Sie mal: wenn da einer kommt und sammelt für ein neues Atomkraftwerk, drücken Sie dem eine Euro in die Hand? Merken Sie selbst. Ich meine, wie kann man so naiv sein?

Ja doch. Man soll seine Rechnungen immer bezahlen, sonst wird das am Ende nur noch viel teurer. Wie wir hier neulich die Handwerker im Haus hatten, die mussten auch nur einmal mahnen. Zweimal? dann zweimal. Aber gezahlt haben wir, der Anwalt von denen war ja dann auch sehr nett und hat gemeint, wir würden hoffentlich nichts mehr voneinander hören, und die Wasserhähne haben sie uns auch da gelassen. Also alles gut. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, die hätten eine Autobahn über unser Grundstück gebaut.

Darum geht es doch. Die von diesem Troll Collect, oder wie dieser Sammelbüchsendienst heißt, die wollen tatsächlich Geld haben, und die Regierung, lustig sind sie ja, das muss man denen lassen, die zahlen einfach nicht. Richtig finde ich das, sehr richtig. Sie kennen doch den Spruch: mit dem Bezahlen verplempert man das meiste Geld? Eben, und wenn Sie merken, dass das das Geld von uns unschuldigen Steuerzahlern ist, dann hat das Ganze eventuell auch noch einen Funken von Wahrheit! Die können da doch nicht einfach so eine Rechnung stellen, steht da drin: fünf Milliarden so, irgendwie, zahlen Sie mal bis zum, wenn nicht, wir haben auch Anwälte. Was würden Sie denn machen, wenn da plötzlich so eine Rechnung kommt, fünf Milliarden, und Sie haben das gar nicht bestellt?

Ja, die Geschichte von den Telefonrechnungen, die kenne ich auch noch. Das waren damals, warten Sie mal, das waren zehn Millionen Mark damals, die sollte mein Schwager an die Bundespost zahlen. Ich dachte schon, Mensch, die kommt noch aus der Inflation, der Rest sind Zinsen, aber nix da, die Rechnung war natürlich echt. Nun hat der zwar eine Tochter gehabt damals, siebzehn, die hatte einen ausländischen Studenten kennengelernt, mit dem hat sie dann öfters mal telefoniert. Sie meinte, sie kann damit ihre Sprachkenntnisse ein bisschen auffrischen, er hat ihr das auch geglaubt, aber dass da zehn Millionen Mark rauskommen? Na, immer noch besser als Nachwuchs.

À popo, was würden Sie denn machen, und zwar als Staatssekretär, wenn da so eine Rechnung kommt? Da stehen dann demnächst kleine Mädchen vor der Tür, die sammeln kleine Spenden für den Hauptstadtflughafen, der in weniger als zwanzig Jahren eröffnet werden soll. Das sollen Ihre Enkel noch miterleben können. Also plumper geht’s doch nicht mehr, oder? Nee, nicht erpressen lassen. Wenn die ihre Finanzierung nicht in den Griff kriegen, was hat denn der deutsche Steuerzahler damit zu tun? Deshalb haben wir doch alles privatisiert, damit wir eben nicht mehr dafür bezahlen!

Jetzt werden Sie sagen, wir haben doch auch die Banken gerettet. Stimmt ja auch, gebe ich Ihnen sofort recht. Schweinerei, wenn Sie mich fragen, aber da hatten wir ja keine andere Wahl. Denn bei dem Geld handelte es sich doch schließlich um unseres, nicht wahr, und wenn wir unser eigenes Geld mit unserem eigenen Geld retten können, das ist doch logisch? Die Politiker erzählen uns doch auch immer von Eigenverantwortung, da macht das doch endlich mal Sinn!

Aber hier, dieses Troll Collect, da haben wir ja auch noch zehn Milliarden Miese. Nee, nicht die CSU, so viele Mitglieder haben die gar nicht. Wahlstimmen auch nicht, obwohl Söder ja schon am Ergebnis bastelt. Aber die Verkehrsminister der letzten Jahre haben das alles nicht gewollt, davon gehe ich mal aus. Die wollten einfach nur eine ganz normale Behörde für irgendeinen sinnlosen Scheiß, mit dem man den Bürgern die Kohle aus der Tasche ziehen kann, um sie dann als Steuermehreinnahme an die Leistungsträger zu verteilen, weil die ja als Autofahrer so viel bezahlen müssen. Hätten sie mal lieber gleich in die Grenzsicherung investiert, dann hätten wir nicht immer diese vielen Ausländer auf den Autobahnen und müssten das nicht von der Steuer wiederbekommen. Oder irgendwie so, ich hab’s ja auch nicht kapiert. Also ich hatte es schon kapiert, aber dann kamen der Glos, der Ramsauer und der Dobrindt und jetzt der Scheuer, und jetzt kapiert keiner mehr was. Ist ja auch logisch, die haben ja auch nichts kapiert, von Anfang an haben die nichts kapiert. Aber die hatten vielleicht auch nur Gutes im Sinn. Die wollten einfach nur eine ganz normale Behörde für irgendeinen sinnlosen Scheiß, mit dem man den Bürgern die Kohle aus der Tasche ziehen kann, und dann braucht man jemanden, der das verwaltet, im Bekanntenkreis hat man da als Politiker bestimmt den einen oder anderen Politiker, der schon aus rechtlichen Gründen, ich meine, ich weiß es ja auch nicht, aber da gehen dann viele halt in die Wirtschaft. Oder in Teilzeit, wenn ihnen das Staatsamt noch so viel Zeit lässt, das weiß man ja auch alles nicht. Man weiß ja so wenig, wissen Sie?

Also wenn da demnächst einer bei Ihnen auf dem Grundstück steht, und der will da einen Bahnhof verbuddeln, so einen richtigen Bahnhof mit Tunnel und kaputter Brandmeldeanlage und Immobiliengesellschaft und Drogenviertel in Ihrem Hinterhof – nix. Lassen Sie sich immer erst den Kostenvoranschlag zeigen.“