Eintopfsonntag

5 10 2017

„Weswegen ich mein Parteibuch zurückgebe? weil die Genossen seit zehn Jahren wissen, dass sie an der Scheiße schuld sind und sich genau diese Scheiße auch noch bunt reden. Da mache ich nicht mehr mit. Punkt!

Erinnern Sie sich noch an diesen Hinterbänkler, wie hieß denn der noch? Gabriel, sonst nie in Erscheinung getreten, aber da konnte er das Mantra der Partei runtersingen. Es gibt kein Freibier, man muss schon arbeiten oder in der Partei sein, dann gibt’s was umsonst, also nicht als Arbeiter, aber wenn man keinen Job hat: hinten anstellen. Da hat sich der Mann schlagartig so beliebt gemacht, ich glaube, aus dem ist doch noch irgendwas geworden, aber genau weiß ich es jetzt nicht. Die laden mich ja seit längerer Zeit nicht mehr ein, der Ortsverein soll links geworden sein, aber ich glaube es nicht.

Das war übrigens derselbe Gabriel, der dann im Wahlkampf plötzlich entdeckt hat, dass Schäuble mit seinem Sparzwang gar nicht an den kaputten Schulen schuld sein konnte, weil die gar nicht aus Bundesmitteln finanziert werden. Hätte man im Wahlkampf ungestraft sagten können, aber da war er ehrlich – dass die Bankenrettung nicht aus den Geldern der Arbeitslosenversicherung gespeist wird, hat er keinem verraten. Oder die Bankenrettung wird tatsächlich aus den Geldern der Arbeitslosenversicherung gespeist. Damit hätte er die besten Einschaltquoten aller Zeiten gekriegt, zumindest für die SPD.

Wir haben da eine Bundeszentrale für politische Bildung, die Adresse sollte man gelegentlich dem Maas mal schicken, aber der Rest der Partei scheint ganz froh, wenn sich keiner mehr dafür interessiert. Es gibt Bund, Länder und Gemeinden – damit wären Sie bei Jauch schon mal ganz weit vorne, wenn Sie den Unterschied erkennen würden – und die haben ihre jeweiligen Rechtskompetenzen in der Finanzierung. Die einen machen Bankenrettung, die anderen retten Flüchtlinge, wenn die EU sie nicht gerade auf Kosten des gemeinsamen Budgets im Mittelmeer hat absaufen lassen, und für die Arbeitslosen ist das von den Mitteln übrig, was die Bundesagentur nicht versehentlich für die eigenen Angestellten zur Jobrettung abzwackt. Das hätte man ganz klar kommunizieren können, aber das war der SPD vermutlich viel zu kompliziert, weil der Kern der Sache zu einfach zu begreifen war. Wie wollen Sie Politik machen, am Ende noch Bundespolitik und dann auch noch im Wahlkampf, wenn die Problematik ein normaler Mensch ohne geistige Einschränkung sofort verstehen kann?

Sie haben diesen ganzen Scheiß immerzu in einem Topf geschmissen, es war bei der SPD wie bei den anderen permanent Eintopfsonntag. Und jetzt erklären Sie mir mal, wie man in einem Ortsverein mit mehrheitlich bewegungsunfähigen Altsozen überhaupt Realpolitik machen soll, wenn die Belegschaft aus Sympathie mit der Konkurrenz schon anfängt, jede Meinung als Lügenpresse zu bezeichnen?

Dieses Wir-Gefühl, Nahles’ hochgerülpste Currywurst und Steinbrücks Fahrradkette, das war der springende Punkt. Wir haben das geschafft, weil der Wähler den Unterschied zwischen Volks- und Betriebswirtschaft nicht kennt, und die Propaganda hat das ausgenutzt. Wir werden nicht mehr gewählt, weil man den Unterschied immer noch nicht in die Menge getragen hat. Wir haben jetzt kein Geld mehr für Kinder von Erwerbslosen, der Flüchtling lebt ja so komfortabel in der Sammelunterkunft und frisst uns die Butter vom Brot. Merken Sie was?

Mir geht’s ja gut, aber wenn ich sehe, dass mir der Ortsverein den sozialen Abstieg einredet, der in dieser globalisierten Arbeitswelt so gut wie jeden treffen könnte, dann müssen wir gar nicht lange verhandeln. An der Lage ist die SPD selbst schuld, und wer war noch mal die Partei, die andere für das Elend der eigenen Wählerschaft verantwortlich macht? Wenn man den Leuten jetzt schon erzählt, unsere Kinder werden nach über fünfundvierzig Berufsjahren auch eine Armutsrente bekommen, weil es uns so gut geht wie nie zuvor nach dem Ende des letzten offiziellen Krieges mit deutscher Beteiligung, dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn sie die wählen, die das erfunden haben.

Es gab mal den Glauben, dass man sich mit Leistung emporarbeiten konnte. Das sagen heute nur noch diese unrasierten Versager von der FDP, und die müssen sich dabei das Lachen verkneifen. Warum sollte man das den eigenen Leuten glauben, wenn sie seit zwanzig Jahren gegen die eigenen Wähler schießen? Wir haben die Mittel in der Hand und die politische Macht, das abzustellen, wenn wir nicht weiter wie bisher gegen die Mittelschicht arbeiten und alles, was darunter ist. Warum sollten wir das glauben, warum sollten wir das tun? Und wenn wir schon kapiert haben, dass wir seit ein paar Jahren gründlich angeschissen werden von einer Herde Bürokraten, denen es nur um die eigene Versorgung geht, warum wählen wir nicht gleich die, denen die Lüge ins Gesicht geschrieben steht? Weil wir dann mit unlauteren Mitteln gegen die antreten müssten, die mit unlauteren Mitteln gegen uns gekämpft haben, als wir sie noch mit unseren Mitgliedsbeiträgen durchgefüttert haben?

Weswegen ich mein Parteibuch zurückgebe? Die ganz Rechten rücken schon weiter nach rechts, die anderen werden früher oder später nachrücken. Vielleicht ist dann ja irgendwann wieder Platz für eine vernünftige sozialdemokratische Partei. Mal sehen, wie wir die dann nennen.“

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Fossile Brennstoffe

21 09 2017

„… damit gerechnet habe, dass Schäuble sein Amt als Bundesfinanzminister nach Vollendung seines 75. Lebensjahres nicht mehr…“

„… damit rechnen müsse, dass sich jüngere Wähler von der Union abwenden würden. Die Altersgruppe der 60-Jährigen würde Ströbele und Gysi als wesentlich vitaler im Vergleich zu…“

„… sich nicht sicher sei, ob er nochmals den Parteivorsitz übernehmen wolle. Die CDU habe nach eigenen Aussagen zeitnah alle Spuren einer Beteiligung an den Spenden in den…“

„… einen Werbevertrag angeboten habe. Dass Schäuble den Zementhersteller in einer dreijährigen Dauerkampagne als Graue Eminenz verkörpern wolle, sei allgemein auf große…“

„… eine Zweitkarriere als Altersvorsitzender des Deutschen Bundestages ins Auge fasse. Sollte die AfD ab 2021 noch dem Parlament angehören, werde er durch kontinuierlichen Rechtsrutsch auch in den Bereich des…“

„… die Stiftung Deutsches Mittelalter nicht über die Antwort sprechen wolle, die ihnen der ehemalige Bundesinnenminister auf die Anfrage einer…“

„… nicht geklärt worden sei, ob er sich als Bundesvorsitzender der Stiftung Demenz und Politik zur Verfügung stellen wolle. Die Institution habe er zwar mehrmals mit größeren Beträgen unterstützen wollen, es sei aber fast immer…“

„… aus verschiedenen Gründen für die fossilen Brennstoffe einsetzen könne, die er während ihrer Entstehung selbst noch…“

„… Rabatte der Bundestagsverwaltung nicht nach Erreichen einer jeweiligen Altersgrenze, sondern kumulativ gewährt würden. So würde der Geschäftsbereich bei Taxifahrten keine Gebühren erheben, sondern pro Kilometer noch drei Euro…“

„… Werbung für einen Hersteller von Büromöbeln machen könne. Die Produktserie mit einer extra großen Schreibtischschublade könne sich in den…“

„… zum Altersvorsitz im EU-Parlament machen wolle, da Geißler nun nicht mehr als…“

„… das deutsche Abhörwesen um eine Person erweitern könne, die damals noch die Ausläufer des Kalten Krieges…“

„… ursprünglich habe warten wollen, bis alle Urenkel sich durch ein Landtagsmandat in die…“

„… fühle sich Schäuble für das Amt des Bundespräsidenten nicht reif genug und wolle erst nach weiteren zehn Jahren Bedenkzeit in die…“

„… als politisches Lebenswerk die Rente mit 90 fertigstellen wolle, die er jedoch aus eigener Anschauung für mindestens…“

„… angesichts der starken Überalterung eine Fusionierung von SPD, CDU, CSU und Grünen für eine lohnenswerte Aufgabe halte, wenn dadurch die endgültige Entmachtung Seehofers…“

„… dass die schwarze Null in Gestalt von Spahn eine ganz andere Bedeutung erhalte als die bisher…“

„… sich zum Geburtstag gewünscht habe, noch einmal offiziell als Vizekanzler der…“

„… auch nach seinem Ableben im Bundestag aufbewahrt werden wolle, da sich seine Frau sonst beschwere, dass er ihr im Haushalt auf die…“

„… die FDP auf das Finanzministerium hoffe. Schäuble indes habe mehrere Aspiranten auf die Stellung des Parlamentarischen Staatssekretärs vor Jahrzehnten als geistig nicht besonders…“

„… das Wirtschaftswachstum in der Eurozone, das die CDU herbeirede, obwohl es der deutschen Politik nachhaltig schade, nachhaltig bekämpfen müsse. Es sei dem lang gedienten Unionisten bisher noch nicht gelungen, einen ebenso vehementen Verfechter des…“

„… die Transaktionssteuer verhindern müsse, die sonst Deutschland sofort an den Rand einer sozialistischen…“

„… öfter als jeder andere die Abschaffung der Verfassungsorgane, gerne auch unter Zuhilfenahme von Polizei, Bundeswehr und Volkssturm, gefordert habe. Höcke habe zur Zernichtung des verjudeten Merkelpacks, das die Deutschheit arischer Helden in die Blutschlacht gegen ein…“

„… mehrere Waffenhändler übereinstimmend ausgesagt hätten, dass sie seine Beschäftigung im Rahmen eines Beratervertrages nicht oder nicht wissentlich beauftragt oder durch vertraglich festgelegtes Entgelt, das in Deutschland versteuert oder steuerlich angegeben oder im Sinne des…“

„… im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen einen Betrag von umgerechnet zehntausend Mark für den…“

„… eine zurückgehende Arbeitslosigkeit nicht dulde, da sie die Kapazitäten der Industrie nur in Hinblick auf das zu bekämpfende Allgemeinwohl in den…“

„… habe das Präsidium die Jubiläumsausgabe des Rechenschaftsberichts der Christdemokraten mit einer besonderen Widmung an den ehemaligen Vorsitzenden der…“

„… noch kein Einverständnis gegeben habe. Die Partei habe beschlossen, Schäuble als Vorsitzenden der Jungen Union mit einem besonderen…“





Post, faktisch

14 09 2017

„… nicht mehr geleistet werden könne. Die tägliche Briefzustellung der Deutschen Post müsse unter den jetzigen Bedingungen stark an die…“

„… dass E-Mails trotz der Bemühungen des Konzerns immer noch kostenfrei seien. So sei eine wirtschaftliche Ausrichtung des Konzerns nur noch mit maximal drei Auslieferungen pro…“

„… zunächst die Auslieferung der Briefpost an Samstagen streichen zu wollen. Dies habe den großen Vorteil für die Bevölkerung dass der Konzern bei gleichbleibenden Gebühren eine Personalkostenreduzierung um…“

„… erst eine psychologische Studie in Auftrag geben wolle. Der an einzelnen Wochentagen per Fernsteuerung verschließbare Briefkasten sei ein wichtiger Beitrag zur Senkung des allgemeinen…“

„… ausländische Anbieter die Dienstleistung kostenfrei auf den deutschen Markt werfen würden. Noch schlimmer sei es, dass auch deutsche Firmen die E-Mail ohne eine staatliche oder wenigstens vom Staat kontrollierte Zwangsabgabe…“

„… alle Briefkästen zunächst nach 18:00 Uhr schließen wolle. Analog zu den Schalterstunden der Postämter müsse man auch darüber nachdenken, dass ein Versand von SMS oder…“

„… Behördeninformationen bisher für andere Behörden nicht einsehbar gewesen seien, weil das in Art. 10 GG verankerte Briefgeheimnis sie gegen unbefugte Zugriffe geschützt hätten. Dies könne durch eine vor allem auf die De-Mail bezogene Übermittlung sofort und…“

„… eine Angleichung an den Markt verlange. So sei neben der Einrichtung eines personell nicht ausreichend besetzten E-Mail-Ministeriums auch die Schaffung einer EU-weiten Behörde zur Behinderung technischer…“

„… eine tägliche Zustellung nur auf tägliche Tage beschränken wolle. Da Mittwoch und Sonnabend schon im Namen keinen Tag mehr…“

„… internationale E-Mails nur noch einmal pro Quartal ausgeliefert werden dürften, um den Wettbewerb der Dienstleister nicht zu verzerren. Es sei auch im Gespräch, fremdsprachige Nachrichten zur Terrorüberwachung durch eine ministerielle…“

„… alle anderen Übermittlungswege durch eine progressive Besteuerung zur Verringerung der Bewerbersituation reguliert werden müssten. Die für Fahrradkuriere bundesweit vorgeschlagene Kilometerpauschale von fünfzehn Euro sei zwar noch nicht mit den Tarifpartnern…“

„… den vorherigen Erwerb einer E-Mail-Marke zum rechtsgültigen Versand fordere. Lindner habe als Bundesvorstand des Interessenverbandes Digital First keine Bedenken, dass eine Aufnahmegebühr von zwei Millionen Euro auch für Einzelunternehmer, kleine und mittlere…“

„… das Arbeitsumfeld der Postboten angenehmer machen könne. Ein Dienstfahrzeug der Oberklasse würde bei ansonsten gleichen Bezügen nur die Ökobilanz der Deutschen Post AG negativ beeinflussen, was aber angesichts der…“

„… Orte von unter zehn Millionen Haushalten gar nicht mehr beliefern würde. Der Aufsichtsrat wolle seine wirtschaftlichen…“

„… Arbeitslose gar kein Interesse hätten, sich per E-Mail auf offene Stellen zu bewerben, sonst seien sie ja längst beschäftigt und könnten aus eigenen Mitteln eine…“

„… könne sich die Deutsche Post, faktisch der größte Anbieter auf dem nationalen Markt, nicht auf einen Tarifvertrag mit den anderen Dienstleistern einigen, da diese so als gleichrangige Unternehmen auf dem gesamten…“

„… leicht modifiziert habe. Zwar seien in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg und München die Einwohner eher in kleinen Quoten auf die Anschrift verteilt, man könne jedoch schon wegen der…“

„… alternativ durch absenderseitig Angaben auf der Sendung davon überzeugen könne, wie dringlich die Postsendung im…“

„… Subunternehmer gewinnen wolle, die aber ohne technische Hilfsmittel wie Rollschuhe oder Dreiräder für die Zustellung im…“

„… nicht mehr alle kreisfreien Städte durch den staatlichen Konzern…“

„… zunächst ausgeschlossen sei, durch eine zunächst stichprobenartige Kontrolle des Inhalts die Wichtigkeit der Briefsendung für den jeweiligen…“

„… abgelehnt habe. Zwar bedeute das Verteilen der Postsäcke in den Metropolregionen für die Deutsche Bahn AG eine dauerhafte…“

„… anzubieten seien. Zwar habe nach dem Gesetzentwurf nur ein recht geringer Teil der zahlungsfähigen Klientel einen Rechtsanspruch auf das gesetzlich garantierte Postfach im…“

„… nur noch schwerpunktmäßig arbeiten werde. Zwar sei eine Lieferfrist von vier Wochen durchaus angemessen, der Kunde könne jedoch nicht erwarten, dass die Auslieferung auch vertragsgemäß oder annähernd…“

„… könne man den Absender auch durch Frankierung in unterschiedlicher Höhe davon überzeugen, dass ein Postsystem mit abgestuften Geschwindigkeiten eine sehr flexible…“

„… durch eine Haushaltsgebühr erhoben werde. Diese sei ohne Ausnahme von den…“

„… die Sendungen nur an Sammelanschriften abgeben, die jeweils durch einen Postblockwart…“

„… wieder gesichert sei. Der Kutschenverkehr zwischen Potsdam und Berlin könne inzwischen mehrmals pro…“





Leistungsbilanz

13 09 2017

„Als Justizminister kann ich mir den aber nicht vorstellen.“ „Es geht natürlich noch dümmer.“ „Als Justizminister?“ „Nein.“ „Ich meinte doch: dümmer als der Justizminister.“ „Nein!“ „Was denn dann?“ „Er meinte vermutlich: dümmer als Guttenberg.“

„Irgendein Gedönsdings kriegt man doch für den Typen hin, oder?“ „Als SPD-Frau kann man wenigstens Multitasking, aber was erwarten Sie von dem Schleimpfropfen?“ „Frisurmäßig ist er schon mal besser aufgestellt als die anderen CSU-Leute.“ „Das sind Sie als Zahnbürste nach sechs Monaten Einsatz auch.“ „Mehr fällt Ihnen nicht ein?“ „Eine Zahnbürste hat mehr Ahnung von Wirtschaft.“

„Außenminister wäre doch okay.“ „Meinen Sie nicht, wir waren mit Westerwelle genug gestraft?“ „Das ist doch jetzt pure Polemik!“ „Mehr hätte das Freiherrchen auch nicht zu bieten.“ „Aber der Adel ist doch international vernetzt, oder?“ „Wenn Sie die Verwandtschaft zum amerikanischen Adel auf dem Schirm haben sollten, viel Spaß.“ „Aber…“ „Er meint das nicht so, wahrscheinlich meint er die Atlantik-Brücke.“ „Die dem Binde-Strich?“ „Ist ja auch ein Frei-Herr.“ „Hähähä!“ „In New York hat er doch eine gute Figur gemacht.“ „Wenn Sie sich seine Lebensleistung ansehen, wird er vermutlich als Fake News aussortiert.“ „Wenn Sie sich die Interpretation seine Lebensleistung ansehen, wird man ihn als alternatives Faktenmaterial in den Himmel loben.“ „Gibt es da keinen Unterschied?“ „Kommt darauf an, welches Parteibuch Sie haben.“

„Dann schließen wir irgendeinen Posten im Finanzministerium schon mal kategorisch aus?“ „Er hatte doch bisher nur bei der Wirtschaft versagt?“ „Und Entwicklungshilfe?“ „Wir können notfalls etwas aus den Überresten der anderen Ministerien zusammenrühren.“ „Sie meinen so ein Verfahren wie das, bei dem seine Dissertation entstanden ist?“ „Ein bisschen niveauvoller könnte es schon sein, es geht nicht nur um Bayern.“ „Ministeriumssprecher könnte ich mir vorstellen.“ „Auf keinen Fall, da muss man doch Ahnung haben!“ „Solange er einigermaßen weiß, worüber er redet, kann er doch auch im…“ „Vergessen Sie das am besten schnell wieder.“ „Ja, warum denn nicht?“ „Ganz schnell!“

„Gucken Sie sich doch mal die Leistungsbilanz von Dobrindt an.“ „Das hätte ein lernbehinderter Pinscher an einem Wochenende geschafft!“ „Na, an einem verregneten Sonntagvormittag.“ „Anständige Leute gehen da in die Kirche!“ „Eben.“ „Und das wollen Sie mit dem Guttenberg verhindern?“ „Nö.“ „Aber wieso…“ „Wir haben doch nicht vor, das zu stoppen. Wir toppen das.“ „Hä!?“ „Je dümmer, desto CSU. Mit einem vielseitig minderbemittelten Heißluftdackel setzen wir nachhaltige Maßstäbe für eine unionsgeführte Führung der äääh… Union.“ „Klingt hochpolitisch.“ „Ansatzweise kompetent, wenn Sie mich fragen.“ „Jaja.“ „Super. Echt jetzt.“ „Und wenn die Rechten dann mit Halbakademikern punkten wollen?“ „Was meinen Sie wohl, warum wir Guttenberg ausgegraben haben?“ „Genial!“

„Was ich jetzt nicht ganz verstanden habe, ist Guttenberg die Schadensbegrenzung der CSU oder braucht er erst noch eine?“ „Wo ist denn da der Unterschied?“ „Zu wem?“ „Er meint: zu Dobrindt.“ „Also nicht zu Seehofer?“ „Wegen Begrenzung?“ „Nein, wegen… ach, egal.“

„Und wenn man ihm einfach nicht sagt, in welchem Ministerium er ist?“ „Infradigitales und Außenhandelshilfe?“ „Zum Beispiel.“ „Das ist gar nicht schlecht. Er würde dort jede Menge kreative Ideen entwickeln.“ „Sie meinen, das Gefasel wäre täglich der Brüller in den Abendnachrichten, und der Rest der Christsozialen könnte in seinem Windschatten alle Knalldeppen von der Leine lassen?“ „Guter Plan!“ „Genial!“ „Moment, das ist nicht abgesegnet. Wir haben Dobrindt draußen, der hat ältere Rechte als Cheftrottel.“ „Wenn Sie dem sagen, er könne Söder gewaltig in den Hintern treten, dann tut der alles.“ „Auch wieder wahr.“ „Das hat ja auch nichts mit Bayern zu tun.“ „Was?“ „Was!?“

„Nur mal als Frage: hat das etwas mit dem Adel zu tun?“ „Haben Sie jetzt etwas gegen seine Frau Gemahlin?“ „Nichts, was wirkt.“ „Hallo, ist das nicht…“ „Es gab doch seinerzeit diese Demos, die kann man doch nicht einfach ignoriert haben?“ „Sonst alles klar?“ „Dem geht’s gut, der ist doof.“ „Aber…“ „Der Mann hat bei der Truppe mehr Schäden angerichtet als die Alliierten.“ „Das kann man so nicht…“ „Doch.“ „Ich würde…“ „Nein!“ „Lassen Sie es gut sein, die Stimmung ist gegen ihn.“ „Er hat niemanden als wunderbaren Neger bezeichnet!“ „Sie sehen, so viel Einfluss hat er auch wieder nicht in der CSU, dass er sich das erlauben könnte.“

„Aber Forschung?“ „Alles, wo man noch keine Ahnung hat, kann man als Forschung durchlaufen lassen, oder?“ „Finde ich jetzt etwas weit gefasst.“ „Rechtswissenschaft immer ausgenommen.“ „Da kommen wir uns schon näher.“ „Oder hat ihn die Union schon als Abschreibungsobjekt geholt?“ „Sie kommen sich wohl besonders witzig vor?“ „Gar nicht mal – so im Vergleich mit Seehofer.“ „Ich sehe das als schweren Fehler.“ „Bitte?“ „Was waren denn dann Dobrindt, de Maizière und diese Uschi im Kriegsministerium.“ „Trotzdem.“ „Schäuble, diese korrupte Dumpfnulpe!“ „Egal.“ „Haben Sie überhaupt einen groben Überblick, was die Union den Bürgern in den letzten Jahren alles zugemutet hat an Vollidioten?“ „Selbstverständlich. Aber das sagt man doch nicht vorher!“





Milch und Honig

11 09 2017

„Wir haben nicht nur Gesamtpakete, Sie können sich Ihr individuelles Angebot auch aus einzelnen Komponenten zusammenstellen. Das kommt vor allem bei Wechselwilligen sehr gut an, und was wir bei Versicherungen und Energiekonzernen nicht so gut hingekriegt haben, das machen wir jetzt im Religionsbereich besser. Sie haben die Wahl!

Also generell sind wir auch hier im Bereich der menschlichen Grundversorgung, nur eben nicht so materiell wie bei den Strompreisen. Obwohl, die sind ja bisweilen auch existenziell. Aber wenn Sie die Auswahl haben zwischen Glaubensanbietern, da listen wir Ihnen alles, was der Markt zu bieten hat. Die großen Pakete, all inclusive, und kleine mit zahlreichen exklusiven Sonderleistungen, regional verfügbare Angebote, kurz: alles, was Herz und Seele begehren. Wir haben den Kunden im Sinn!

Gut, letztlich sind Religionen Ideologieanbieter, aber es muss eben passen. Da gibt es den Kunden, der kauft Katholizismus Standard, weil das seine Eltern und die Großeltern schon gehabt haben, die ganze Familie und – wichtig, das ist ein ganz entscheidender Punkt! – die Nachbarn. Wenn Sie da plötzlich mit dem Schnäppchen-Tarif Evangelisch-Reformiert ankommen, da sind Sie unten durch. Ganz wichtig auch für den Kundensupport: bei unangekündigt auftretenden Glaubenszweifeln ruft man ja nicht gleich den Kundenservice an, also das Bodenpersonal, sondern man versucht’s erstmal mit den anderen aus der Benutzergruppe. Wer hat nicht schon im Internet das Selbsthilfeforum gesucht und seine Zweifel angemeldet, ‚Wie war das noch mal mit der Theodizee?‘, oder: ‚Ist der Mensch als Geschöpf Gottes wirklich frei?‘. Muss man ja wissen, sonst macht der Vertrag keinen Spaß, und so eine Ewigkeit kann sich schon mal hinziehen.

Klar, wechseln kann man immer noch. Aber das ist dann auch die Frage, will man nicht lieber einen Anbieter finden, der zu einem passt? Und genau da sehen wir unsere Herausforderung. Heute Zen, morgen Altkatholisch, das bringt’s doch auch nicht. Wenn Sie nicht das richtige Angebot haben, werden Sie schnell unzufrieden, die Zusatzkosten für den Service übersteigen schnell ein vernünftiges Maß, man sieht die ganze Sache schnell negativ, dann gibt es Streitigkeiten, und schon haben Sie ein ganz schlechtes Erlebnis mit Religionen an sich gemacht. Mit etwas Glück werden Sie hinterher Agnostiker, sonst fallen Sie noch auf die Scientologen herein.

Informieren Sie sich gerne bei den großen Anbietern. Buddhistische Pakete sind vielfältig, wenn Sie sich für eine Option entscheiden mögen, haben Sie recht viel Wahlfreiheit. Das mit dem Karma ist Standard, das kennen Sie auch aus den Lifestyle-Angeboten anderer Haustürgeschäfte, und dann kriegen Sie diverse Sutren, Hinayana ist ein persönliches auf Sie zugeschnittenes Heilsangebot, beim Mahayana, da kriegen Sie auch die komplette Mahasanghika-Ausstattung gratis plus zusätzlichem Online-Support zur geistigen Installation, und das ist die sozialere Version. Wenn Sie beispielsweise familiären Hintergrund haben oder sonst in eine bereits bestehende Gemeinschaft eingebunden sind. Da sind die tibetischen Schulen aber noch nicht im Preis enthalten, aber das können Sie zwischendurch immer noch entscheiden, wenn Sie sich nicht als – ich muss das mit der Erleuchtung immer nachlesen – Bodhisattva fühlen. Aber bitte vorher lesen Sie das Kleingedruckte. Es gibt nur Nirwana, sonst nix.

Mein Gott, was gehen mir diese Kunden auf die Plomben, die nicht das Kleingedruckte lesen! Wir als Vergleichsportal müssen ganz genau rechtliche Haftungsmöglichkeiten abklären, deshalb steht da in den AGB auch kein Sterbenswort von den 72 Jungfrauen, dann kommen die Kunden hinterher an und… gut, da sind es selten die Kunden, aber Sie wissen schon, wie ich das meine. Milch und Honig, Unsterblichkeit, der Biervulkan, wie soll man das alles unter einen Hut kriegen? Stellen Sie sich mal den Stress vor, wenn die Sunniten plötzlich eine Sammelklage einreichen, weil es die Reinkarnation doch gibt. Oder wenn sie mit Aleviten, Bahai und altägyptischen Leutchen in einem Sammelparadies untergebracht werden. Das haben Sie nicht erlebt, wenn Sie ein Vatikanisches Konzil mitgemacht haben sollten.

Wählen Sie sorgfältig, mehr kann ich Ihnen nicht raten. Es gibt immer ein paar Popstars, die für eine Religion werben – Richard Gere, der Papst – aber wir halten uns da raus. Letztlich muss man das für sich selbst entscheiden, weil jede Ideologie doch einen starken Bezug zum Persönlichen beinhaltet. Da werden Sie sich mit vielen privaten Dingen auseinandersetzen müssen, für die wir leider keine Gewährleistung übernehmen können.

Momentan haben wir so ein Spiritualitätsdings als Aktionsware, da können Sie alles irgendwie mixen, Askese und Meditation mit schamanischem Getrommel für die Erlösung, gegen Aufpreis auch Weltrettung und irgendwas für den Regenwald, aber da müsste ich noch mal nachschauen. Weltgeist, es war der Weltgeist. Wusste ich’s doch. Wird dann auch preiswerter, wenn man es gleich für die ganze Familie bucht, und Sie können Ihren Nachbarn auch erklären, Sie sind ganz in der Natur angekommen. Dann hält man Sie für stinknormale Veganer und alles ist gut.

Nur mal so als Frage: was wählen Sie eigentlich?“





Neunzig, sechzig, neunzig

6 09 2017

„Also die Kanzlerin hat schon mal nein gesagt.“ „Das heißt, es geht nur noch um den Zeitpunkt?“ „Sie will das nicht.“ „Dann ist ja alles klar. Die Rente mit achtzig kommt.“

„Moment, um die Rente mit achtzig ging es zu keinem…“ „Stimmt. Sie hat nur gesagt, dass sie die Rente mit siebzig ablehnt. Die Rente mit achtzig hat sie mit keinem Wort erwähnt.“ „Weil es um die ja gar nicht ging.“ „Sie müssen das mal aus ihrer Perspektive sehen. So kurz vor der Wahl kann sie ja schlecht den Leuten versprechen, was alles nicht kommt.“ „Immerhin hat sie genug Übung darin.“ „Eben, und es ist noch immer schiefgegangen.“ „Genau, und da wird sie sich doch jetzt nicht vor die Kameras stellen und sagen: Rente mit siebzig ist völlig illusorisch.“ „Die Maut war auch nicht mit ihr zu machen.“ „Die hat sie ja auch nicht gemacht, die ist wegen der CSU passiert. Zwei entscheidende Unterschiede, müssen Sie wissen.“

„Jetzt lassen Sie mal ihre Spitzfindigkeiten, sie hat sich während eines sehr, sehr prominenten…“ „Gott, Sie sind ja putzig!“ „… Wahlkampfauftritts gegen die Rente mit siebzig ausgesprochen.“ „Ja, das stimmt. Und sie hat nichts gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer gesagt.“ „Um die ging es doch aber gar nicht.“ „Sehen Sie?“ „Das war nicht das Gesprächsthema! Die Zuschauer können doch nicht bei jedem noch so abwegigen Thema denken: sie hat sich nicht distanziert, da muss man immer mit dem Schlimmsten rechnen!“ „Doch. Wenn sich die Flüchtlinge in Deutschland nicht distanzieren, weil die vielen Brandanschläge auf ihre Unterkünfte die Kosten für die Feuerwehr in die Höhe treiben, dann sind die auch selbst schuld, dass man sie sich nicht integrieren lässt.“ „Aber…“ „Außerdem ist am Ende sowieso die SPD schuld, weil die sich auch von der Rente mit siebzig distanziert hat, wo das doch vom Sozialstaat her absolut notwendig wäre.“ „Das ist doch Quatsch!“ „Allerdings, aber das kann man den Wählern nicht kommunizieren. Wir brauchen sicherheitshalber die, die eine weiterreichende Gefahr nicht erkannt haben.“

„Und wenn die SPD jetzt…“ „Sie unterstellen dieser Partei doch keine politischen Ambitionen, oder?“ „… die Rente mit neunzig bekämpfen würde?“ „Es würde aber zu ihr passen.“ „Weil sie damit die haltlos neoliberale CDU konterkarieren würde, oder?“ „Sie würde sich in der Fliegenfalle finden, und das auch noch freiwillig. Hat die CDU jemals von der Rente mit neunzig gesprochen?“ „Nein, weil…“ „Hat sie also nicht. Warum nicht?“ „Das dürfen Sie nicht mich fragen, ich befasse mich mit diesen weltfremdem…“ „Eben, weil es total unrealistisch ist. Sie können doch keinen Dachdecker mit neunzig aufs Gerüst schicken.“ „Mit siebzig auch nicht.“ „Darum ging’s aber nicht, und genau das ist der Unterschied.“

„Was war denn mit der Rente mit sechzig?“ „Sie haben die deutsch-französische Freundschaft wohl vollkommen missverstanden. Bei denen fährt man mit der Ente zu Bocuse, hier rollt man im Benz zu Aldi.“ „Vielleicht sollte man am Rentenalter nicht so viel ändern wie am Rentensystem.“ „Das ist pure Polemik, deshalb halte ich es wie die Regierung und setze mich mit dieser Frage gar nicht erst auseinander.“ „Das würde natürlich Arbeitsplätze schaffen.“ „Die würde jemand irgendeinem anderen wegnehmen, und das führt mittelfristig zu noch mehr sozialer Spaltung. Nicht gut, das müssen wir noch überarbeiten.“ „Wenn die Lebensarbeitszeit ansteigt, weil die Menschen älter werden, sollte da die Rente nicht sowieso mit siebzig oder achtzig in Erwägung gezogen wird?“ „In Erwägung ziehen können Sie vieles, aber die Sozen werden natürlich als erstes gegen die Rente mit neunzig zu Felde ziehen, weil das ihnen am wenigsten glaubwürdig scheint.“ „Was den leichten Sieg verspricht.“ „Und die schwerste Niederlage, siehe Mehrwertsteuer.“

„Gehen wir doch mal demokratisch an die Sache heran.“ „Sie wollen das Eintrittsalter also per Koalitionsausschuss auf einen Mittelwert festlegen? Fünfundsiebzig etwa?“ „Nein, aber…“ „Worüber diskutieren wir dann?“ „Man muss die Rente doch wenigstens sozial gerecht verteilen.“ „Das tut die Bundesregierung schon. Jeder, der nicht so viel hat, dass er aus der Berechnung rausfällt, bekommt Grundsicherung. Entweder mit dreiundsechzig oder mit achtzig, oder irgendwo dazwischen.“ „Falls er noch lebt.“ „Man kann nicht alles planen. Die Regierungspartei ist halt auch christlich geprägt.“ „Und wenn wir das durch eine Steuer finanzieren würden?“ „Das ist sozialistisch, das würde eine sozialdemokratische Kanzlerin nie mitmachen.“ „Wir können doch nicht dafür sorgen, dass die Menschen gar nicht erst siebzig werden, oder!?“ „Natürlich nicht, das würde einer Wirtschaft und einem Gesundheitssystem total zuwiderlaufen, die dafür sorgen, dass die meisten Menschen nur durch unglücklichen Zufall sechzig werden.“ „Also hat die Kanzlerin das nur abgelehnt, weil sie wusste, dass sie vor der Wahl nichts ohne ihren künftigen Koalitionspartner sagen kann?“ „Würden Sie mir Ihr nächstes Monatsgehalt leihen?“ „Aber…“





Einstürzende Altbauten

29 08 2017

„… innerhalb weniger Jahre fertiggestellt werden könne. Die Bauaufsicht habe sich darauf geeinigt, einen möglichst zentral gelegenen Platz für den Dom in der…“

„… die dezentrale Versorgung der Besucher für eine möglichst gute Auslastung des neuen Baus zu garantieren. Der Erzbischof habe angemahnt, dass jeder Pilger mit dem Pferdefuhrwerk, in das man ja schon auf der anderen Rheinseite, wo man quasi schon einsteige, um auf den…“

„… durch einen Blitzschlag schwer beschädigt worden sei. Der Reichskanzler wolle daher einen neuen, der Bedeutung der Region angemessenen Dom zur Erhaltung der internationalen…“

„… Bürgerstimmen nicht gehört worden seien. Da eine neue Kirche sich nicht ins historisch gewachsene Stadtbild einfüge, müsse zunächst der Bauausschuss ein Expertengutachten zum…“

„… der alte Dom nicht mehr den Erfordernissen des Pilgertourismus genüge. Ein Neubau müsse im Zuge der touristischen Neustrukturierung der Stadt für die entscheidenden Impulse im…“

„… dahin gehend geurteilt worden sei, dass der Neubau zwar viel zu hoch würde, dass andererseits aber so gut wie alle Städte jetzt größere Kirchen in den Stadtzentren…“

„… müsse im Vorfeld die Kanalisation des Dombereichs überdacht werden, da die meisten Touristen üblicherweise noch an Ort und Stelle…“

„… die Bürgerproteste beim Abriss des alten Doms völlig ignoriert habe. Die Sprecher der Initiative hätten beklagt, es gehe dem Erzbischof nicht um die verbesserte religiöse Nutzung, sondern nur um eine lukrativere Ausnutzung der…“

„… die Einnahmen der öffentlichen Latrinen nicht einmal zum Betrieb derselben ausreichen würden. Der Verkehrsausschuss habe daher eine steuerliche Beteiligung der Anwohner gefordert, um die Sauberkeit der Stadt zumindest im…“

„… die Reliquien nur hätten angekauft werden dürfen, wenn die Nutzung des Doms zur Wallfahrt im Vorfeld geklärt worden wäre. Die Auslastung des Hauses durch die lokalen Gläubigen befinde sich bereits jetzt an der obersten…“

„… in die neue Architektur hätte integriert werden können. Ein fünfschiffiger Bau erfordere im Gegensatz zu einem dreischiffigen eine derart längere Bauzeit, dass die pünktliche Eröffnung des Gesamtdoms wieder in weite…“

„… werde die Reliquienverehrung nachhaltige Arbeitsplätze in der Stadt schaffen. Sobald der neue Dom fertiggestellt sei, werde ein sprunghafter Anstieg des Pilgerwesens die Einnahmen der…“

„… bei einer Probemesse im Rohbau zu starken Verräucherungen gekommen sei. Der Brandschutz im Chorraum müsse vollkommen neu anhand der geltenden Bauvorschriften an die…“

„… das Domkapitel als Bauherr zunächst der Fertigstellung der Kapellen zugestimmt habe, die jedoch nicht wie vereinbart auch zur öffentlichen Nutzung, sondern ausschließlich für die Zwecke der Finanzierungsgesellschaft der erzbischöflichen…“

„… nicht groß genug sei für die zu erwartenden jährlichen Prozessionen. Bereits der reguläre Betrieb an Ostern und Pfingsten habe größere Schwachstellen aufgezeigt, die das Kapitel nur durch bessere Ausschilderung und kostenlose…“

„… mangelhaft eingesetzte Chorfenster zu einer erneuten Bauabnahme führen müssten. Dabei habe sich gezeigt, dass die Verglasung nicht den vom Kapitel in Auftrag gegebenen Plänen entsprochen habe. Auf eine Nachbesserung könne man daher nicht verzichten, da die Finanzierung der…“

„… der Dreikönigsschrein ungesichert sei. Zwar seien die Räume rund um die Uhr mit Geistlichen besetzt, Sicherheitspersonal könne der Bauherr aber aus Kostengründen nur in Ausnahmefällen im…“

„… erstmals angeregt habe, den existierenden Altbau weiterzuführen und den Ausbau des Chors erst nach einer Errichtung des Langhauses zur Aufnahme von Pilgern sowie…“

„… dass der unfertige Dom zunehmend zur Belastung für das Stadtmarketing werde. Die Zahl der Pilger sei rückläufig, was auf den Verfall der Fassade und die…“

„… die letzten Dombaumeister ihre Posten nur als Versorgung erhalten hätten. Sie seien weder in Theologie noch als Verwaltungsjuristen…“

„… der Kran auf dem unvollendeten Südturm nicht mehr ohne weitere Baubeschädigungen zu entfernen sei. Das Kapitel habe sich darauf geeinigt, innerhalb weniger Jahre eine möglichst vollständige Liste der bisherigen Mängel bei der Stadt zu…“

„… die Weihentrauchungsanlage im Chorraum nicht wie von der Bauhütte vorgeschrieben durch qualifizierte Steinmetze ausgeführt worden sei. Die Verschiebungen in der Statik seien daher nur durch eine nochmalige…“

„… die Eröffnung des Doms für den regulären Betrieb schnellstmöglich sicherstellen wolle Bis dahin könne eine Teil der Kapellen als Lagerfläche und für andere wirtschaftlich nutzbare…“

„… in einem Brandbrief die Einhaltung des zuletzt angekündigten Eröffnungstermins fordere. Das Kapitel wolle mit der Neuwahl des Erzbischofs ein starkes Zeichen gegen eine erneute…“

„… touristische Angebote zur Besichtigung der Domruine bereits von berittenen Boten verbreitet würden. Dies schädige das Ansehen der Stadt und könne von den Bauherren nicht ohne einen…“

„… vorerst zurückgestellt werde, da die Rendite nicht mehr gewährleistet sei. Mit dem Bau der Universität könne die Stadt langfristig…“