Sicherheitsdemokratie

14 05 2018

„… dass die von den Staatsfeinden ausgestreute Lügenpropaganda viele unbedarfte Personen dazu gebracht hätten, gegen das beste Sicherheitsgesetz, das seit der Machtergreifung der…“

„… traditionell auf unbewiesenen Tatsachen fußende Organisationen wie die Römisch-katholische Kirche ihren gesellschaftlichen Einfluss genutzt hätten, um andere Splittergruppen, die sich der Förderung von Feminismus, Haschrauchen und linker Hetze gegen den…“

„… nur drei Promille der wahlberechtigten Bürger überhaupt demonstriert hätten. Dies sei jedoch möglicherweise ein Wahrnehmungsfehler, da CSU-Politiker unterhalb von drei Promille so gut wie nichts wahrnähmen, keine Reaktion zeigten und auch keine politischen Konsequenzen aus…“

„… die schweigende Mehrheit der Bevölkerung dem Gesetz natürlich zustimme. Herrmann habe bisher noch keine einzige Klage gegen das Gesetz verzeichnet, was auf eine Falschaussage seitens der stalinistischen Kräfte im…“

„… gegen jeden klagen werde, der behaupten wolle, im Freistaat würden mit der Einführung des Gesetzes die Menschenrechte nicht mehr ausreichend geschützt. Die Regierung habe angekündigt, dass sich ausreichend Plätze in der geschlossenen Psychiatrie des…“

„… dass mit dem Polizeiaufgabengesetz der Reichtagsbrand gar nicht hätte stattfinden können. Die Bayerische Polizei hätte im Vorfeld sämtliche als Kommunisten verdächtigte Personen umgehend in Lagerhaft genommen, so dass die Nationalsozialisten niemals…“

„… die Anzahl der Demonstranten geringer gewesen sei als die Menge der Gratulanten, die den neuen Ministerpräsidenten zu seinem Amtsantritt beglückwünscht hätten. Diese Bilder seien jedoch in den von linksfeministischen Hetzern dominierten Sendern wie dem ZDF nicht ausreichend auf…“

„… nur Qualitätspropaganda verbreitet werden dürfe. Die Christsozialen hätten sich schon lange dafür eingesetzt, dass eine solche Behörde, die nicht von der Landesregierung abhängig sein dürfe ausschließlich von der Partei selbst…“

„… unter falschen Voraussetzungen. Da jeder rechtschaffene Bürger einer Vollzeitbeschäftigung nachgehe, müsse man schon die Abwesenheit täglicher Jubelchöre für die CSU als ein klares Bekenntnis zu dieser Partei…“

„… hätte das Polizeiaufgabengesetz auch den Holocaust verhindert, da jeder bayerische Beamte bei Kenntnis eines derartigen Verbrechens bereits im Planungsstadium unverzüglich Meldung bei der Abteilungsleitung des übergeordneten…“

„… die Demonstration ohne Zwischenfälle verlaufen sei. Eine richtige Protestdemo, so der Innenminister, hätte mindestens den Einsatz von Atombomben, Napalm sowie einem mobilen Erschießungskommando auf Seiten der Feinde der bayerischen Sicherheitsdemokratie mit sich gebracht, daher werte man diese Veranstaltung auch nicht als politisches relevantes…“

„… auch dank der CSU Deutschland so sicher wie nie zuvor sei. Um die täglich drohende Gefahr durch mehrere Millionen Staatsfeinde, die das Land in den Abgrund zu reißen versuchten, müsse man daher jetzt sofort rigorose…“

„… die Gegner des Polizeiaufgabengesetzes im Vorfeld nicht zur Ermordung der Landesregierung oder anderen schweren staatsgefährdenden Straftaten aufgerufen hätten. Sie hätten damit die Spielregeln der Auseinandersetzung mir radikalen Kräften nicht eingehalten. Anders als bei besorgten Bürgern, deren Bedenken gegen die Zerstörung der arischen Herrenrasse und die Vergiftung deutscher Brunnen mit geschächteten Ministranten man sehr ernst nehmen müsse, sehe Herrmann hier keine…“

„… auch den Angriff auf Polen verhindert hätte, da die Bayerische Staatspolizei die Vorbereitung eines Angriffskrieges trotz mangelnder Strafbarkeit selbstverständlich nicht geduldet und mit einem bewaffneten…“

„… seien von den Maßnahmen des Gesetzes ja auch nicht alle Bürger ständig betroffen, sondern nur solche, denen man zumindest theoretisch zutrauen könnte, von den Maßnahmen des Gesetzes betroffen zu sein, so dass eine ständige Gefährdung der Sicherheitslage durch eine ständige…“

„… rechtzeitig genug den Mauerfall aufgehalten hätte. Das Polizeiaufgabengesetz müsse nun endlich wieder für die Unverletzlichkeit der Grenzen im…“

„… sich ein wirklich mündiger Bürger überhaupt nicht in Hetzmedien wie dem Internet informiert, sondern auf die Stärke und Schlagkraft seiner regierenden Sicherheitsbehörden vertraut, die zur Verteidigung des Staates gegen mündige…“

„… dass die Bevölkerung dazu übergehe, die Regierung zu belügen. Die Partei werde dies nicht dulden und sofort mit einem eigenen…“

„… als ersten Testfall sehe. Der Kreuzerlass rufe bereits jetzt so viele Kritiker auf den Plan, dass das Innenministerium sich genötigt sehe, mit der ganzen Härte des bayerischen Rechtsstaates den…“

„… das Gesetz keinerlei Veränderungen mit sich bringe, daher werde es auch als großer Durchbruch in der verfassungsrechtlichen…“

Advertisements




Kreuz des Südens

1 05 2018

„Ja, ich kann’s Ihnen inhaltlich auch nicht erklären, aber wenn der Herr Ministerpräsident das so sagt, dann hat der Herr Ministerpräsident automatisch recht, weil der Herr Ministerpräsident hat das gesagt. Sagt der Herr Ministerpräsident.

Jetzt verstehen Sie mich halt auch mal, wir sind hier nicht der Vatikan, wir sind nur die Bayerische Staatskanzlei. Also auch ein Heiliger Stuhl, aber im Gegensatz zum Papst muss man hier nicht gewählt werden, und Fachkompetenz, gut, aber den Begriff legt man ja auch immer mal wieder anders aus. Der Herr Ministerpräsident ist jetzt Ministerpräsident, der bestimmt die Richtlinien der Politik im Freistaat Bayern, und sonst muss man da auch nicht mehr viel diskutieren. Sagt der Herr Ministerpräsident.

Zunächst mal, dieser Bischof, der auch noch Bischof heißt, der hat die ganze Sache gar nicht verstanden. Vielleicht kann man dem Herrn Ministerpräsidenten Symbolpolitik vorwerfen, aber diesmal haben wir halt wirklich mal mit einem sehr bedeutsamen Symbol Politik gemacht – der Herr Ministerpräsident hat sich mit dem Ding ja extra fotografieren lassen, und da wusste man sofort: das ist nur ein Symbol. Man kann ja nicht dasselbe Kreuz in jede Behörde hängen, das ist klar, und darum ist das auch symbolisch gemeint. Wenn das ein Bischof Bischof schon nicht kapiert, dann fragt man sich doch: was kapiert der denn sonst? Ist der bei der Kirche direkt eingestellt, oder haben die ihn nur wegen seines Namens geholt? Ein Weiharbeiter, oder wie soll man sich das vorstellen?

Überhaupt, dass der Herr Ministerpräsidenten das Kreuz genommen hat, ist doch schon ein Zeichen von äußerster Toleranz. Da sieht man mal, dass wir hier im Freistaat Bayern aufgeschlossen sind und sogar Minderheiten unterstützen. Das Kreuz ist nicht nur ein Zeichen für das Christentum, damit sind auch die Protestanten gemeint. Das hat der Herr Bischof Bischof natürlich nicht bedacht, aber so kennt man die Kirche halt. Alle paar Jahrhunderte irgendeine andere Meinung. Dass wir als Konservative solche linken Spinnereien nicht unterstützen, da hat der Herr Ministerpräsident ganz recht. Das wäre ja wohl auch noch schöner.

Natürlich meinen wir das in einem übertragenen kulturellen Sinne. Wenn wir dieses Symbol in allen Ämtern im Freistaat Bayern aufhängen, dann weiß ein jeder sofort, was der Herr Ministerpräsident damit gemeint hat. Nämlich, dass es ein wahres Kreuz ist, in diesem Land ein Amt aufzusuchen. Darauf kann man sich verlassen, nicht auf diese religionsfeindliche Hetze, die nur den Menschen in den Mittelpunkt seines Handels stellen will. Das muss man sich mal vorstellen, den Menschen! Die Menschen, das sind diese gefährliche Subjekte, die immerzu Straftaten begehen könnten oder linke Parteien wählen! Schauen Sie sich doch mal die Statistik an, hundert Prozent aller muslimischen Mörder sind Menschen! Das ist doch kein Zufall, und dass die Kirche dieses Bande auch noch deckt, das spricht doch Bände!

Die Menschenwürde an die erste Stelle rücken, das ist nicht die Aufgabe eines Ministerpräsidenten im Freistaat Bayern. Wir haben das Grundgesetz nicht zufällig bis heute nicht anerkannt, wir haben uns dafür entschieden, unsere eigenen Maßstäbe an die anzulegen, die unser Land gefährden. Das gilt auch für die Franken.

Im Übrigen hat der Herr Ministerpräsident das noch mal ganz deutlich gesagt, bei uns herrscht eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Das heißt für diesen Bischof Bischof, der soll sich gefälligst nicht in die theologischen Überlegungen der CSU einmischen. Der ist vielleicht für eine Diözese verantwortlich, aber der Herr Ministerpräsident ist verantwortlich für den ganzen Freistaat Bayern. Da lässt der sich doch nicht von so einem angestellten Pfaffen belehren, ich bitte Sie!

Haben Sie überhaupt mitgekriegt, wie sensibel der Herr Ministerpräsident auf diese Anfeindungen reagiert? Er hat gesagt, dass er es schade findet, wie über seinen Beschluss gestritten wird. Schade. So ein emotionales Wort, das kann man sich bei dem Herrn Ministerpräsidenten gar nicht vorstellen, dass er das benutzt. Dass wir nicht mehr vorbehaltlos zu unserer einzigen eigenen Religion stehen, wenn es überhaupt gar nicht um Religion geht, weil es ja ein staatliches Symbol ist. Da kommt so ein geistlich behindertes Arschloch und kritisiert den Herrn Ministerpräsidenten da, wo er nicht die Spur von Ahnung hat. In was für einem Staat leben wir hier eigentlich?

Wirklich, dass die Kirche einen Kreuzzug gegen den Herrn Ministerpräsidenten fährt, das ist doch empörend. Und dass diese Typen das Kreuz auf eine einzige Bedeutung reduzieren, die noch nicht einmal etwas mit der bayerischen Identität und Leitkultur zu tun hat, das ist doch der eigentliche Skandal. Darüber spricht mal wieder niemand, und da ist es doch wirklich verständlich, wenn der Herr Ministerpräsident diesen billigen Populismus nicht mehr tolerieren will. Was kommt denn als nächstes, Weihnachten nur noch für Erzbischöfe?

Was hat der gesagt, dass das eine Provokation ist, für jeden Christen, für die Kirche und für den Staat, der sich auf dieses Zeichen beziehen will? Und dass man dafür man alle einbeziehen muss, Christen, Muslime, Juden und Ungläubige? Wer hat das gesagt, der Marx!?

Das christliche Abendland geht in Bayern unter, und wer ist schuld? Eine linke Drecksau!“





Seit an Seit

25 04 2018

„Dann haben wir ein Seminar unter saudischer Leitung, es geht um Antisemitismusförderung, und die anschließende Diskussion wird von einem echten Bundestagsabgeordneten moderiert. Wie Sie sehen, ist die Kooperation lebendig und produktiv. Ich würde sie sogar staatstragend nennen, wenn Sie wissen, was ich meine.

Das wurde doch in der Presse immer wieder geschrieben, dass wir Nationalsozialisten und diese Islamisten im Grunde zwei Seiten einer Medaille sind. Stimmt. Aber das ist wie bei anderen großen Koalitionen auch, man bekriegt sich ein bisschen für die Öffentlichkeit, man greift sich an und baut sich aus dem anderen ein Feindbild, aber intern sind die organisatorischen Verflechtungen viel größer als angenommen. Wir haben festgestellt, dass wir gut zusammenpassen, und wir haben beschlossen, dass wir aneinander wachsen.

Dabei ist das gar nicht als Gefangenenaustausch zu verstehen, wir haben ja dieselbe Ideologie: für irgendeine Wahnidee, die man einem geistig schwer zurückgebliebenen Fußvolk unterjubeln kann, die Weltherrschaft anstreben und alle, die man als Schädlinge ansieht, systematisch auslöschen. Das hat in der Geschichte nicht immer geklappt, und das hatte auch technische Gründe. An mangelnder Akzeptanz für die Ideologie hat es schon mal nicht gelegen, mit Menschenverachtung haben sich ganz andere Staaten und Systeme arrangiert. Wenn man seine Wirtschaft nicht dafür aufs Spiel setzen muss, wozu will man dann Freiheit, die anderen dient?

Beispiel Bombenbau. Wir können durch das Nutzen bereichsübergreifender Synergieeffekte eine viel effektivere Destabilisierung der westlichen Demokratien erreichen. Von einer derartigen Wirkmacht hätten die Linksterroristen der Siebziger geträumt, glauben Sie mir. Gut, die haben sich auch von den Palästinensern ausbilden lassen, aber das Konzept Stadtguerilla hatte eben auch zu wenig Öffentlichkeitsarbeit. Erinnern Sie sich an eine linksradikale Veranstaltung, die unter Polizeischutz den Tod von Helmut Schmidt gefördert hätte?

Wichtig ist ja, dass wir nicht die technischen Mittel kopieren. Wenn einer unserer Kameraden mit dem Lieferwagen in eine Gruppe Asylbetrüger fährt, dann ist das natürlich kontraproduktiv. Es geht eher um Logistik, um die Kooperation mit den Behörden im Vorfeld des Anschlags – Sie wissen, der Verfassungsschutz ist so gut konstruiert, da weiß die eine Abteilung nicht, was die anderen tun, und wenn Sie da mit einem gemeinsamen Team die Einsätze planen, bekommen Sie Unterstützung von allen Seiten. Das bedeutet nicht nur finanzielle Sicherheit. Damit haben wir erheblich mehr Schlagkraft. Dagegen war der NSU ein Witz.

Übrigens, Feindbild – natürlich braucht man ein Feindbild, zum Beispiel für die Rekrutierung. Das werden Sie in Parteien finden, in Sekten, überall. Je größer die Idee, desto größer müssen die Feinde sein. Dass man sich dann mit ihnen verbündet, um den Rest der Welt zu zerstören, müssen Sie nicht mehr mit Logik erklären. Wenn Sie anfangen, Ihre Ideologie mit Argumenten zu verteidigen, haben Sie sowieso schon versagt. Wir bauen ein Feindbild auf, und im Gegenzug verhalten wir uns so, dass wir auch für die anderen zum Feindbild taugen. Es geht ja um das gemeinsame Narrativ, die Apokalypse. Wenn das Ihre Anhänger fressen, sind Sie auf einem guten Weg.

Sie dürfen die internationalen Verbindungen aber nicht überbewerten. Wenn Sie den Nachwuchs nach Ungarn schicken, lernen die vielleicht ein wenig Landessprache oder können sich vorstellen, wie es 1936 in Deutschland gewesen sein muss. Bei den Identitären lernen Sie etwas über Inkontinenz. Vielleicht haben die auch noch ein paar antiquierte Vorstellungen über Selbstmordattentate, die sie zum besten geben. Aber sonst bringt Ihnen so eine internationale Verflechtung von Kameraden mit derselben Ideologie doch nicht viel. Höchstens noch für die Freizeitgestaltung. Unsere arabischen Kollegen trinken ja nichts.

Viel wichtiger sind uns die Kanäle nach drinnen. Also in die aktuellen Regierungsapparate. Bei manchen haben wir schon mehr erreicht, bei manchen müssen wir in der Opposition warten, aber das ist nicht der Punkt. Es geht um den Aufbau der notwendigen Strukturen. Unsere islamistischen Kollegen profitieren eher von der Zusammenarbeit mit den regierenden Sicherheitsbehörden, aber das muss nichts heißen. Der Regierung ist klar, dass wir gekommen sind, um zu bleiben, und je mehr sie jetzt an Überwachungs- und Repressionsapparat aufbaut, um dem Islamismus zu stoppen, desto weniger müssen wir dann später noch nacharbeiten. Wir sehen das als Investition in die Zukunft. Wir bringen da gerne gemeinsame Opfer. Es müssen ja nicht zwingend Leute aus den eigenen Reihen sein.

Wie gesagt, Antisemitismusförderung. Die bösen Flüchtlinge haben wir jetzt zum Staatsfeind aufgeblasen, da können wir in deren Windschatten ganz bequem Anschläge auf Synagogen vorbereiten und unser nationales Notwehrprogramm weiter ausarbeiten. Demnächst sind Landtagswahlen in Bayern, da haben die Linken wieder genug Plakate, die man entfernen kann. Oder Kandidaten. Ach ja, und demnächst ist wieder einer aus unserer Fraktion in Syrien. Kommen Sie mit?“





Nazi!

19 04 2018

„… noch ‚Nazi‘ sagen dürfe. Die Sendung wolle klären, ob eine politisch korrekte Bezeichnung auch für Minderheiten im Bereich des…“

„… von den Hörern begrüßt worden sei. Dies könne laut Intendantin Wille jedoch kein Grund sein, eine einmal angesetzte Sendung auch ins Programm zu…“

„… auch ein Recht hätten, als national gesinnte und besorgte Bürger wahrgenommen zu werden. Zum Ausgleich schlage Petry vor, den Begriff ‚völkisch‘ nicht mehr negativ zu…“

„… wenigstens einen freundlichen Umgangston angemahnt habe. Dass ein gewisser Personenkreis die Verbrechen der Zeit des Nationalsozialismus leugne, verharmlose oder wiederholen wolle, sei noch kein Grund, sie als…“

„… die politische Korrektheit laut Weidel auf den Müllhaufen der Geschichte gehöre. Das heiße jedoch nicht, dass plötzlich jede zugewanderte Muselsau das deutsche Volk mit aggressiver…“

„… zunächst ein Gegengutachten einholen wolle, ob die Aussprache des Wortes ‚Nazi‘ im Rundfunk auch phonetisch korrekt sei. Eine fehlerhafte Vokalqualität sei durchaus geeignet, sich nachhaltig auf das Verhältnis der Deutschen zu ihren eigenen Landsleuten am rechten Rand zu…“

„… die Diskurshoheit nicht dem führenden linksversifften Mainstream überlassen, der zu 87 Prozent Deutschland an den Islam verkaufen wolle. Nur die wirklich mit der Materie politisch und historisch vertrauten Experten seien in der Lage, eine Diskussion auf Augenhöhe zu…“

„… es andererseits nicht nur eine negative Bedeutung des Wortes gebe. Wer beispielsweise an den Holocaust denke, so Höcke, könne auch ein…“

„… man in einer Radiosendung nicht gerne mit Betroffenen diskutieren wolle. Als Insassen von in Brand gesteckten Asylbewerberheimen oder linke Landtagsabgeordnete könne man sicher nicht objektiv beurteilen, ob die deutsche…“

„… dass es keinen ‚Nazikuss‘ gebe. Damit sei das deutsche Volk noch weniger vor rassistischen Anfeindungen geschützt als ausgerechnet die afrikanischen…“

„… überhaupt ein linker Begriff sei, wie Steinbach nochmals betont habe. Der sozialistische Anteil an der Nazi-Ideologie habe erst zu den menschenverachtenden Entartungen geführt, wie sie Stalin, Mao, Willy Brandt und die…“

„… posttraumatische Belastungsstörungen zu erdulden habe. Viele nationalkonservative Teil der deutschen Bevölkerung hätten nach einer sehr schwierig verlaufenden Bildungskarriere und zahlreichen Kontakten mit Drogen, Justiz und Gewalt eine geistig eher nicht so…“

„… nachgewiesen habe, dass das Wort nachträglich von der Antifa mit dem Einverständnis der Weisen von Zion in die historischen Dokumente eingefügt worden sei. Steinbach habe selbst alle…“

„… nur innerhalb der historisch relevanten Periode zutreffe. Danach habe man sie nur noch als Neonazis, allenfalls als Neofaschisten zu bezeichnen, da jeder andere Tatbestand nicht korrekt im Sinne der…“

„… dass die Bezeichnung als ‚Deutsche mit nationalistischem Hintergrund‘ nicht mit den Zielen der Bewegung zu vereinbaren sei. Höcke sei der Ansicht, dass jeder echte Deutsche einen…“

„… nicht darum gehe, politische Korrektheit als Kampfbegriff gegen die Vaterlandszersetzer zu etablieren, die schon längst eine Zerstörung des jüdisch-christlichen…“

„… als Volksverhetzung bezeichnet habe. Die AfD wolle einen Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag einbringen, der die Begriffe ‚Nazi‘ und ‚rechts‘ für in vierter Generation deutschblütig arische, weißhäutige und in den Grenzen des Reiches von…“

„… das Konzept der Sendung keine Nazis berücksichtigt habe, um der öffentlichen Meinung keine Möglichkeit zur Kritik zu geben. Meuthen habe angekündigt, den verantwortlichen Redakteuren der demokratieversifften Hetzpresse nach der Machtergreifung ihre Judendreckfressen mit der ganzen Härte des…“

„… eine ausgewogene Diskussionsrunde angekündigt habe, die aus zwei bekennenden Holocaustleugnern bestehe und zwei Kämpfern für die Reinheit des rassischen…“

„… dass viele gewaltbereite Deutsche mit geistiger Behinderung, Störung der Impulskontrolle und Alkoholproblemen keine Schwierigkeiten damit hätten, als Nazis bezeichnet zu werden. Man könne eine Maßnahme aus politischer Korrektheit aber nicht außer Acht lassen, da diese Personen aus eigenen Mitteln nicht in der Lage seien, ihre…“

„… nur als rhetorisch überspitzte Einstiegsfrage gemeint sei. Keiner wolle anständige Deutsche als Nazis bezeichnen, man wolle nur darüber kritisch diskutieren, ob der linksvegane Mainstream, der seinen Stolz, Deutscher zu sein, noch nicht an den Islam…“

„… müsse auch auf diskriminierende Prägungen wie ‚Halbnazi‘ angewendet werden dürfen. Die sächsische Justiz wolle auf jeden Fall die…“

„… Ausnahmen geben solle. Die Bezeichnung ‚Linksfaschist‘ etwa beruhe immer auf Tatsachen und dürfe daher nicht als strafrechtlich…“





Verstörungsstelle

17 04 2018

„… ein Hilfegesetz einführen wolle, nach dem alle Patienten psychiatrischer Einrichtungen erfasst werden sollten, um keine weiteren…“

„… nur für Bayern gelte. Da im Freistaat eine andere Definition von geistiger Gesundheit gelte, müsse man keine schlimmeren Folgen als den…“

„… als niederschwelliges Serviceangebot angesehen werde. Bereits eine Erstberatung bei der psychosozialen Hilfe könne mit einem Eintrag in die Liste unterstützt werden, die ihrerseits dann an die anderen Überwachungsbehörden Im…“

„… klar sein müsse, dass die Eintragung in der Liste der Verstörungsstelle nicht kostenlos sei. Ein offizieller Gebührenbescheid werde daher umgehend an die Verdächtigen geschickt, es sei aber nicht geplant, damit auch Ansprüche auf therapeutische Leistungen gemäß des…“

„… von einer schweren psychischen Störung befallen würden, wenn sie bereits vorher eine ausgeprägt antisoziale Persönlichkeit besäßen. Die CSU-Spitze sei geradezu mustergültig für diese Kombination, die im Zusammenspiel mit Drogen eine weitere…“

„… bekannt sei, dass zahlreiche Gewalttäter zuvor vergeblich in therapeutischer Behandlung gewesen seien. Eine Katalogisierung der geistig und seelisch auffälligen Personen diene daher ausschließlich der öffentlichen…“

„… in einer weiteren Stufe des Gesetzes auch Verdachtsfälle aufgenommen werden könnten. Diese seien jedoch zunächst nur von autorisierten Personen aus den Behörden sowie den zuständigen Abschnittsbevollmächtigten zu erstatten, die Nachbarschaft der betroffenen Personen könne erst nach einer Übergangsfrist im nächsten…“

„… dass es bei der Sicherheitsfrage vorwiegend darum gehe, die Patienten vor sich selbst zu schützen. So wolle man Suizid damit zwar nicht verhindern, könne aber im Nachgang eine leichtere Einordnung des…“

„… nur fünf Jahre lang gespeichert werden sollten. Danach habe sich das Problem in den meisten Fällen…“

„… die gesetzlichen Krankenversicherungen nicht freiwillig herausgeben würden. Da sie aber durch das Gesetz gezwungen würden, die Daten an den Freistaat Bayern zu überlassen, würden sie dies auch mit einem gewissen Betrag für die…“

„… sofort den Führerschein zu entziehen habe. So dies den Verlust des Arbeitsplatzes zur Folge habe, müsse man direkt mit einer Schutzhaft des…“

„… nicht jeder, der gewalttätig sei, auch unter einer psychischen Störung leide, was man daran sehen könne, dass die meisten Gewalttäter vorher nicht in einer psychiatrischen…“

„… die Liste der Diagnosekriterien dringend überdacht werden müsse. So seien endogene Depressionen und Burnout-Syndrom enthalten, nicht aber vorsätzlich linke Gesinnung, absichtliches Fernbleiben von der Heiligen Messe und eine…“

„… zu einem spürbaren Rückgang gekommen sei. Allein in München hätten drei Fachärzte für klinische Psychiatrie ihr Praxen verloren, da es keine diagnostizierten…“

„… das Gesetz rechtfertigen könne. Der fehlende Vorrat an Patienten in den kommunalen und Landeskrankenhäusern sei jedoch durch die Vereinfachung von Zwangseinweisungen mehr als ausreichend und könne sich wirtschaftlich sehr positiv auf die…“

„… den Straftatbestand der vorsätzlichen oder fahrlässigen Selbstgefährdung schaffen wolle, der aber nur auf Landesebene gelte. Damit sei es möglich, volksschädliche Elemente auch ohne geheimdienstliche…“

„… vereinzelt nachgewiesen habe, dass sich bayerische Patienten wegen einer depressiven Störung in Baden-Württemberg hätten therapieren lassen. Dies widerspreche natürlich der sicherheitstechnischen Grundausrichtung des…“

„… psychisch auffällige Kinder bereits vor der Strafmündigkeit in den Jugendmaßregelvollzug überführen könne. Da dies nicht als Haftstrafe gelte, sondern der Erhaltung der psychischen Gesundheit diene, sei ein unbegrenzter Aufenthalt bereits im Alter von…“

„… noch zu klären sein solle, ob eine freiwillige Einweisung sich positiv oder strafverschärfend auf die…“

„… nur für Alkoholabhängige gelte. Anderer Substanzmissbrauch, der verboten sei, da es sich um illegale Substanzen handele, müsse auch in der Neuregelung als…“

„… diene die Aufzeichnung auch der Erstellung von belastbarem Forschungsmaterial über die Auswirkungen psychischer Erkrankungen. So sei ein Zusammenhang zwischen Autismus und Bankraub noch vollkommen unerforscht, auch etwaige Korrelationen von Multipler Sklerose, Atheismus und…“

„… ein Abgleich der Listen mit Facebook und Amazon nicht vorgesehen sei. Lediglich die Bundesagentur für Arbeit könne sich eine regelmäßige…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDIX): Die Unterschreitung der Individualdistanz

13 04 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Es muss nicht zwingend im Pleistozän begonnen haben, aber damals gab es halt noch keine Tram. Die Hominiden lagerten um das nach diesem Zweck benannte Feuer, beschützten sich gegenseitig und reihum, betrieben einen Großteil der Körperpflege in gemeinsamem Verbund und nahmen Mahlzeiten aus obskurem Krimskrams so gut wie aufeinander hockend ein, kurz: ein bisschen wie Japaner, nur ohne diese abstoßend süßliche Popmusik. Manchmal brach einer aus, rannte für ein paar Tage in die Steppe, um nicht komplett durchzudrehen, aber auch das war schnell erledigt. Die typischen Beutetiere waren daran gewöhnt, von mehr als einer mangelhaft behaarten Grützbirne angegriffen zu werden, und so war auch die Jagd fest verlötet im Programm des Nacktaffen: nicht allein, es sei denn, man hatte nichts gegen frühes Ableben mit Überraschungseffekt. Noch war die Unterschreitung der Individualdistanz fremd, denn sie blieb phylogenetisch ähnlich sinnlos wie ein Stimmzettel für Nazis.

Die Evolution hat uns zu Herdentieren gemacht, genauer: zu Kleinherdentieren, denen große Massen an ähnlich verdeppten Zweibeinern zutiefst suspekt sind, falls nicht neurologisch degenerative Zustände – Ecstasy, Krieg, CSU-Parteitage – für jähen Druckabfall unter der Schädeldecke führen. Wo die Hirnlappen plötzlich frei schwingen, wird ja keiner auf den Gedanken kommen, seine DNA sei für die Arterhaltung notwendig. Doch der gemeine Bürger auf durchschnittlicher Lebensbahn verteidigt sein Revier auch da, wo er keins mehr hat, weil es eben keins mehr gibt. Großraumbüros, Radwege, auf denen der Besserverdiener auch mit dem SUV parken kann, die Schnellbahn zwischen halb sieben und halb neun, wir sind förmlich in eine Büchse gepfercht, die durch die Fährnisse des Alltags flutscht, und zwar ohne jede Chance, dass jemand sie plötzlich von außen aufzöge, uns freizulassen – was die eigenverantwortlichen Maßnahmen wie Zen oder Nationalismus angeht, Sekundenschlaf oder gezieltes Weglasern von kognitiven Zentren, es ist noch nichts so gut erforscht, als dass man es als wirksam bezeichnen könnte, und wenn, so bleibt es doch nur Trost, der eine subjektive Parallelwelt ohne die Dummdeppen da draußen beschreibt, reine Einbildung, und nichts davon könnte den Nebenmann im Vorortzug vergessen machen, der einem ständig die Ellenbogen in die Rippen drischt, um kostenlos einen neuen Gesichtsschädel zu ergattern.

Denn es handelt sich gerade hier um die am wenigsten sozial befriedete Zone, die auch mit akustischer Verblendung unerträglich wird, weil immer noch Geruch und Anblick beleidigend wirken durch ihre physische Präsenz, während sich der Normalnappel an die Vorstellung klammert, in drei Haltestellen spätestens wieder alleine zu sein. Man ist bisweilen von Idioten umgeben, ab und an von beängstigendem Volk, aber meistens verursacht einem die Umgebung einfach nur Widerwillen. Wie klug hat es die Natur eingerichtet, dass man von den Knalltüten hier und da eine Armlänge Abstand halten kann. Keiner muss sich Gründe häkeln, es ist ein Menschenrecht und gesetzlich geregelt, dass niemand uns zu nah auf die Pelle rückt.

Dennoch schwiemeln einem kulturspezifische Ausnahmen eben diese Verhältnisse entgegen. Es mag nicht besser sein, wenn man sich die Intimzone durch niedrigen Status oder Geburt in einer eher komplizierten Kultur verrammelt, um dann Abwehrmaßnahmen zu ergreifen – die Verspannung löst sich danach meist in einer unglücklichen Bewegung am Abzug, beim nächsten Kontakt mit dem Schlagring oder in der Wahlkabine, wo einem das Fremde noch einmal überdimensional auf die Zehen latscht. Warum wohl brauchen Vorgesetzte, die vor nichts Angst haben, einen monströsen Schreibtisch, patschen aber jedem Handwerker auf die Pranke auf die Schulter?

Am einfachsten, auch im Sinne der Hygiene, wäre es freilich, wir ließen einander alle los. Man kann noch einen fernen Punkt fixieren, den Dreck auf der Omnibusscheibe oder die die zweitunterste Kachelreihe in der Warteschlange vor dem Dreimeterbrett, was kein kontemplativer Ersatz ist für den Akt zwischen Flucht und Vertreibung, aber es wäre gesellschaftlich sicher besser aufgenommen als eine Massenschlägerei um die Entscheidung, wessen Fuß wann wo oben stand.

So wie man dem Bürger nicht einfach in die Bude einbricht, traumtisiert man ihn nicht wissentlich durch die moderne Zivilisation. Es sei denn, Die Folgeabschätzung kam zustande, wie sie immer entstanden ist bisher: man nahm an, es würde schon nicht so schlimm werden. Vermutlich wird die geschundene Menschheit ihre seelischen Bedürfnisse demnächst mit einer Demonstration einfordern. Massenhaft, Seit an Seit. Was verdammt eng werden könnte.





Supermännchen

12 04 2018

05:57 – Der Wecker piept. Der Minister für Gesundheit setzt sich schlagartig auf. Die tägliche Jodaufnahme ist im Schnitt um 25 Mikrogramm pro Tag zu niedrig. Das Thema muss endlich gegen den linken Gesinnungsterror in die Medien gebracht werden. Voller Wut geht er in die Küche.

06:09 – Die Kaffeemaschine brüht nicht, obwohl sie nicht angeschaltet worden war. Spahn schmeißt die Glaskanne gegen die Küchenwand. Soll das Ding doch sehen, wer seinen Kaffee trinkt. Christliche Moral hin oder her, eine derartige Verweigerungshaltung muss bestraft werden.

06:23 – Während der Mundpflege stellt Spahn fest, dass seine neue elektrische Schallzahnbürste in China hergestellt wurde. Er beschließt ein Gesetz zur Importsicherheit für Verbraucher, weil nur noch ausländische Erzeugnisse in Deutschland verkauft werden. Die Kampagne Vaterland, wehr Dich gegen die Volkszerstörung will er im Laufe des Vormittags mit Julian Reichelt besprechen.

06:33 – Der Müllwagen fährt durch Spahns Straße. Der in manchen Hinterzimmern des Münsterlands weltbekannte Politikexperte reißt die Fenster auf und kreischt, dass es nichts mit Recht und Ordnung zu tun habe, wenn dieses unterprivilegierte Prekariatspack zu dieser Uhrzeit bereits die bediene, die keine weltbekannten Politikexperten seien. Er schleudert eine chinesische Terrakottafigur nach den Entsorgern.

06:56 – Schlagartig wird Spahn bewusst, dass die Sonne auch für Bundesbürger aufgeht, die das Grundgesetz für ihre linksgrüne Hetze benutzen. Er ruft seinen Privatsekretär an, der ihn mit dem Morgenmagazin verbinden soll, um diese kryptokommunistische Vaterlandszerstörung zu unterbinden.

09:30 – Noch immer keine Antwort. Jens Spahn kann sich nicht mehr länger mit dem arbeitsscheuen Abschaum dieser versifften Trümmerrepublik aufhalten, er muss das Land retten. In wenigen Minuten entwirft er ein Manifest, das Hartz-IV-Empfängern den Anbau von Kräutern und Gemüse im Balkonkasten verbietet, um den Faulenzern keinen gesundheitlichen Vorteil gegenüber der erwerbstätigen Schicht zu ermöglichen. Julian Reichelt verspricht unter Die Grünen-Schweine – züchten wir uns die Bio-Waffen im eigenen Reich? eine zehnteilige Volksaufklärungsserie.

09:37 – Im Taxi wird Spahn von einer roten Ampel ausgebremst. Er kurbelt die Fenster herunter und beschimpft die Fahrer auf den anderen Spuren als untätiges Gesindel, das Recht und Ordnung in der Bundesrepublik zu zerstören vorhabe.

09:46 – Der Fahrer hat die Rücksitze grob von Spahns Körperflüssigkeiten gesäubert und setzt ihn am Spreebogen ab. Der Minister für eigene Angelegenheiten hält eine längere Rede, um die Gefahren des Sexualkundeunterrichts für die christlich-jüdische Moralpolitik zu unterstreichen. Keiner würdigt ihn eines Blickes.

10:29 – Die Wachmannschaft vor der britischen Botschaft nimmt den keifenden Passanten mit dem schütteren Haar zunächst nicht zur Kenntnis. „You drag pig must German speak“, brüllt er. „We are here in Germanland and you have German to speak!“ Spahn beschließt, demnächst ein deutsch-fremdländisches Wörterbuch zu kaufen.

10:49 – Kurz vor dem Erreichen des Reichstages wird Spahn von einem Reporter aufgehalten. Der Berichterstatter will von ihm wissen, ob die Ausdünnung der Notfallversorgung nicht der gesetzliche Vorlage für eine bessere Versorgung im Notfall zuwiderlaufe. Der Bundesminister für so Sachen, wo keiner wissen will, tritt nach ihm und kündigt ein Gesetz zum legalen Verkauf von Sachen an, die nur noch legal verkauft werden dürfen, wenn er sie für legal halte und kaufen würde.

11:01 – Die improvisierte Podiumsdiskussion des Arbeitsnehmerflügels startet mit Spahns Appell an die deutschen Maiden, züchtige Röcke zu tragen, damit die im Gebiet der BRD GmbH lebenden Neger keine Mischlinge produzieren. Auf den lauthals geäußerten Vorwurf, Spahn sei ein U-Boot der AfD, reißt dieser den rechten Arm in die Höhe. Ein Drittel der Delegierten antwortet reflexartig mit dem Hitlergruß.

11:09 – Per SMS teilt Julian Reichelt mit, dass BILD eine zehnteilige Headline-Kampagne plant, in der den Erwerbslosen die Schuld an der Zwangsislamisierung gegeben und im Gegenzug den muslimischen Einwanderern der explosionsartige Anstieg der Arbeitslosigkeit angekreidet wird. Spahn wird das Editorial schreiben.

11:20 – In einer Pressekonferenz vor Journalisten verkündet das ministerielle Supermännchen, er werde den deutschen Pflegenotstand mit Bimbos, Niggern und Schwarzfüßen aufpolstern – sollten die Schokoschmarotzer böswilligerweise nicht aus Afrika auswandern, werde er nach der Übernahme der Kanzlerschaft ihren Kontinent persönlich zu Klump bomben. Die taiwanesischen Touristen machen ihm sehr höflich klar, dass sie Spahn für eine Knalltüte halten, bringen ihre Kameras in Sicherheit und planen die Weiterreise.

11:35 – Mit einer schnellen Unterschrift tritt Spahn der Bürgerinitiative Judenfreies Europa bei. Den kostenlosen Ungarischkurs überträgt er der CSU-Bundestagsfraktion, da dort einige Mitglieder ihre Bewunderung für den Aufbruch in ein neues Europa immer noch in fremdländischen Sprachen artikulieren müssen.

11:54 – Die Pressemitteilung geht online, in der Spahn vorschlägt, Erwerbslosigkeit zur Straftat zu machen. Je mehr Straftäter, so der Minister für Sachen, die ihn intellektuell überfordern, desto weniger Subjekte entscheiden sich für eine Erwerbslosigkeit.

11:55 – Spahn kündigt an, das Konzept auf Hautfarbe, Geschlecht und Herkunftsland der Eltern zu erweitern. Kinder von Kanaken sind halt Kanaken.

12:02 – Der Fachausschuss tagt. Der Minister lässt sich entschuldigen. Er hat das Gesundheitslexikon noch nicht aus der Folie gekriegt und hält seine Redebeiträge daher für überqualifiziert.

12:27 – In einer Pressekonferenz erklärt Spahn, er werde für eine verpflichtende Gesichtstätowierung von Hartz-IV-Empfängern eintreten. Ein moderner Sozialstaat könne nur existieren durch ein klares Bekenntnis zu christlichen Werten, wobei die alttestamentarischen klar im Vordergrund stehen.

12:58 – Laut Bundesgesundheitsministerium ist der Zuckergehalt in deutschen Konfitüren zu hoch. Die Zusammensetzung sei, so der Verfasser der Studie, der Zwangsislamisierung geschuldet, die einen immer höheren Zuckergehalt als Zeichen der Annäherung an die verrohten muslimischen Sitten fordere. Spahn legt einen Gesetzentwurf vor, der den Verkauf von Brotaufstrich an alle verbietet, die nicht sieben Generationen arischer Vorfahren nachweisen können.

13:03 – In Deutschland wird zu wenig Alkohol verzehrt. Gastredner Horst Seehofer meint seinen Beitrag auf der Geburtstagsfeier eines Mitglieds der Parlamentarischen Kontrollkommission auch eher witzig (was keiner außer ihm merkt), Spahn seine Entgegnung allerdings todernst (was außer ihm auch keiner merkt). Die Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft unabhängig von Alter und Geschlecht, Religion und Rasse beim Konsum von weniger als drei Litern Rohethanol im Jahr ist eine der großen Überlegungen auf dem Treffen der Innen-, Außen- und Justizminister der Bundesregierung.

13:48 – Spahn kündigt an, er werde eine Mauer zwischen Deutschland und den Sprechern dieses Englischen (oder wie das heißt), errichten, und zahlen würden die anderen. Spätestens morgen will er auch im Erdkundebuch nachschlagen, wie lang die deutsch-englische Grenze ist.

14:10 – Der Nachwuchspolitiker ärgert sich, dass eins der wichtigsten Ministerien Deutschlands in der Hand eines linksliberalen Waschweibs ist, das Sitte und Moral zu zerstören versucht. Er schreibt der Kanzlerin eine SMS. Sie soll endlich die Besetzung des Heimatministeriums überdenken.

14:28 – Spahn bricht auf zur Bundespressekonferenz. Die Besucherliste umfasst heute hundert deutsche Top-Journalisten sowie Julian Reichelt.

14:50 – Die Berichterstatter warten noch immer auf den angekündigten Retter des deutschen Volkes, der eine ganze Nation vor den Einflüsterungen der Feinde schützen soll. Offensichtlich halten sie Spahn für die Vorband. Langsam leert sich der Saal. Der Bundeslärmminister haut sich den linken Schuh ins Gesicht, um ihn zu bestrafen.

15:27 – In der Nähe der Südpanke entdeckt Spahn einen Kinderspielplatz. Er packt mehrere spielende Kinder und misshandelt sie schwer. Das faule Pack soll gefälligst arbeiten gehen, statt in der Sandkiste zu hocken.

16:05 – Es gibt in Deutschland zu wenig Kirchen. Bei einem fünfminütigen Fußmarsch durch den Wedding hat Spahn zumindest kein christliches Sakralgebäude entdecken können. Um das Verhältnis von jüdisch-christlichem Erbe und islamistischer Besatzungsmacht wieder ins Gleichgewicht zu bringen, plant er, alle Moscheen in die Luft zu sprengen. Die Kosten dafür soll der Zentralrat der Muslime in Deutschland tragen.

16:37 – Noch immer ist nicht klar, wie in der Bundesrepublik Recht und Ordnung durchgesetzt werden können. Spahns Privatsekretär teilt dem Minister per WhatsApp mit, dass es im Bioladen keinen Mozzarella mehr gibt. Der weint vor Wut, kann jedoch ohne ministerielle Unterstützung durch Ursula von der Leyen keinen Angriffskrieg auf den deutschen Einzelhandel planen.

17:04 – Eine Talkshow fragt an, ob Spahn spontan am Abend für eine Sendung einspringen kann. Da das Thema im weiteren Sinne mit Gesundheitspolitik zu tun hat, sagt er aus Termingründen ab.

17:16 – Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) informiert über neue Entwicklungen im Bereich der Grippeseren. Die ersten beiden Sätze sind echt voll total schwer.

17:18 – Mit einem gerollten Papier versucht Spahn, die Motorhaube seines Dienstwagens einzudellen. Diese verdammten Scheißarztscheißmedizinerärzte wird er nach der Machtergreifung alle an die Wand stellen lassen.

17:19 – Per SMS teilt Spahn seinem engsten Freund mit, dass er sich eine Turnstunde in einer nationalen Volksschule nur vorstellen kann, wenn die Jungen mit dem Deutschen Gruß die deutsche Fahne grüßen, die den deutschen Deutschen vorbehalten bleibt, während Migranten am Rand der Turnhalle zu stehen haben. Eine Antwort bleibt aus.

18:03 – Die U-Bahn kommt nicht. Spahn tritt willkürlich nach dunkelhäutig aussehenden Wartenden, die biodeutschen Fahrgästen die Sitzplätze abspenstig machen könnten. Es bedarf eines Gesetzes mit Sitzbänken nur für Weiße.

18:36 – Eine Frau mit Kopftuch erregt Spahns Ärgernis. Er pöbelt die polnische Greisin ab, sie solle doch schleunigst Deutschland verlassen, sonst könne er für nichts garantieren.

20:14 – Spahn sitzt alleine im Wohnzimmer. Er hat nichts zu tun. Vor Wut schmeißt er eine Vase in den Fernseher. Das wird denen eine Lehre sein, ihn so vorzuführen.

21:32 – Nach einer Flasche körperwarmem Gin und dreißig Zigaretten torkelt Spahn die Straße entlang. Er begegnet einer Gruppe Jugendlicher, unter denen sich einige junge Damen in kurzen Röcken befinden. Spahn kreischt sie an, Jesus sei nicht am Kreuz für Deutschland gestorben, damit jedes dreckige Flittchen ihre fetten Kackstelzen zeigt.

21:39 – Die Sanitäter sind vorschriftsmäßig schnell vor Ort. Trotz eines komplizierten Kieferbruchs, einer Rippenserienfraktur und einer schweren Hodenquetschung atmet der Minister.

05:45 – Deutschlands führendes Fachorgan für originelle Ansichten titelt ER STARB FAST FÜR RECHT UND ORDNUNG IN UNSEREM VATERLAND. Der Artikel auf den folgenden drei Doppelseiten führt aus, dass Spahn von einer Hundertschaft Islamistinnen in Burka unter Hilfe vermummter Antifa-Kinderschänder mit Schützenpanzern, Schnellfeuergewehren sowie nordkoreanischen Atomsprengkörpern bedroht worden sei. Die stundenlange Auspeitschung auf dem Potsdamer Platz, die nur durch Zufall nicht von einem Leserreporter gefilmt worden war, füllt weitere zehn Seiten der Sonderausgabe. Julian Reichelt fordert, dass fremdländische Einwanderer beim täglichen Nationalappell die deutsche Fahne nicht mehr grüßen dürften – sollten sie das schwarz-rot-goldene Judenbanner jedoch mit der Begründung missachten, weil es eben die Fahne der Systemzeit ist, dann drohten ihnen empfindliche Strafen.

05:56 – Die Pillen wirken.