Missionarsstellung

2 11 2017

„Dann stimmt das also, dass die Kirche bei der Islamisierung mitmacht?“ „Haben Sie wieder Ihre Pillen nicht genommen?“ „Steht hier doch: der Papst klagt über zu wenig Kinder.“ „Das kann bei der Kirche ja auch ganz andere Gründe haben.“

„Aber wir sollen doch furchtbar…“ „Fruchtbar, das Wort ist: fruchtbar.“ „Egal, jedenfalls sollen wir uns im christlichen Abendland doch vermehren.“ „Gilt das auch für Protestanten?“ „Ich bin auch gegen diese rassefremden Invasoren, die haben doch keine andere Freizeitbeschäftigung, als die Herrenrasse durch den Geburtskanal zu…“ „Also gilt das nicht für Protestanten?“ „Sie können hier so viel protestieren, wie Sie wollen, aber deshalb muss doch der deutsche Export erhalten bleiben.“ „Gut, ich geb’s auf – Sie und der Papst werden in diesem Leben sicher keine Freunde mehr.“ „Das will ich dem aber auch geraten haben! Dieser Jesus, der soll ja damals in einer jüdischen Moschee beschnitten worden sein! Schweinerei!“

„Woran liegt das denn, dass sich die Deutschen nicht mehr vermehren?“ „Die kriegen kein Kindergeld mehr, wenn die Nordafrikaner hier einwandern.“ „Die sind doch ohne Kinder?“ „Aber die beantragen das, und dann wird das denen auch sofort ausgezahlt. Steht im Internet.“ „Und deshalb haben die Deutschen keine Kinder mehr.“ „Es kann natürlich auch daran liegen, dass die Kirche inzwischen heimlich Verhütungsmittel verkauft, um die Umvolkung voranzutreiben.“ „Das steht auch im Internet?“ „Könnte ja, aber die Politik würde das niemals zugeben.“

„Der Papst sagt doch selbst, dass die Menschen keine ausreichende wirtschaftliche Perspektive mehr haben.“ „Dann gucken Sie sich mal die ganzen Einwanderer an, die haben auch keine wirtschaftliche Perspektive, und trotzdem sind da lauter Kinder.“ „Dann müssen die ihre Kinder ja präventiv bekommen haben, bevor sie in die wirtschaftliche Unsicherheit in Europa gekommen sind.“ „Denen geht’s doch nicht wirtschaftlich unsicher, die kriegen doch alles nachgeschmissen in Deutschland!“ „Deswegen wollen Sie die auch wieder weghaben, stimmt’s?“ „Natürlich, aber das ist doch auch in deren Interesse. Die haben hier doch keine wirtschaftliche Perspektive!“

„Und dass die Deutschen nun keine Kinder mehr kriegen?“ „Wir machen die doch selbst!“ „Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit?“ „Die wird bald abgeschafft.“ „Wann?“ „Wenn wir endlich wieder mehr Kinder haben, dann können die auch mehr arbeiten und zahlen mehr Steuern, und dann sind wir nicht mehr wirtschaftlich unsicher in unserem eigenen Land.“ „Hm.“ „Sie glauben das nicht? Dann sind Sie genau wie der Papst!“ „Macht der die Kinder?“ „Der glaubt das auch nicht und redet die ganze Zeit davon, dass wir kein Geld haben.“ „Also von der wirtschaftlichen Unsicherheit.“ „Genau. Und dass wir nur mehr Geld brauchen, dann gibt es auch wieder mehr Kinder, aber das ist total falsch.“ „Wieso?“ „Dann gucken Sie sich doch mal diese ganzen Ausländer an, die haben kein Geld, aber die machen trotzdem ständig Kinder.“ „Wie das denn?“ „Die wollen uns umvolken.“ „Ich dachte immer, das machen die Politiker?“ „Die Kirche auch!“ „Also handeln die Flüchtlinge, die größtenteils muslimisch sind, im Auftrag der Kirche?“ „Oder umgekehrt, wer weiß das schon?“

„Und wenn man einfach die Löhne anhebt?“ „Dann kommen doch noch mehr von denen!“ „Aber dann können sich auch mehr Deutsche eine Familie leisten.“ „Dann haben wir noch mehr Arbeitslose, weil die uns die Jobs wegnehmen, wenn sie alle nach Deutschland kommen.“ „Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit?“ „Genau, sollen die doch lieber in Arabien arbeitslos sein. Dann bricht da auch kein Krieg aus und die müssen nicht immer nach Deutschland fliehen.“ „Jetzt habe ich das verstanden.“ „War doch damals bei Hitler genau so, alle waren arbeitslos, deshalb haben die einen Krieg geplant.“ „Die Deutschen?“ „Die Nazis. Also Hitler, aber die meisten wissen nicht, dass der aus Österreich kam.“ „Jetzt wird mir ja einiges klar.“ „Stellen Sie sich mal vor, der hätte für eine Umvolkung Ausländer nach Deutschland geholt – dann hätte er nie einen Krieg anfangen können.“ „Vielleicht brauchte er die ja gar nicht, weil er Osteuropa umvolken wollte?“ „Meinen Sie?“ „Man kann es nicht ausschließen.“ „Deshalb ging es dem Ostblock auch damals so schlecht. Die hatten ja gar keine wirtschaftliche Sicherheit.“ „Das könnte aber auch am Krieg gelegen haben.“ „Das glaube ich nicht, der Russe war doch daran beteiligt.“ „Und die haben deshalb so viele Kinder gekriegt, weil der Krieg…“ „Das verwechseln Sie jetzt. Außerdem hat das der Papst gar nicht gemeint, der ist doch für die Russen gar nicht zuständig.“ „Ah, das wusste ich nicht.“ „Der ist nur im Vatikan, und wahrscheinlich hat er jetzt nicht mehr genug Kinder für den Religionsunterricht.“ „Es ist aber auch verwirrend!“ „Der hat da ja eine Missionarsstellung, und die wirkt sich auf Russland gar nicht aus.“ „Auf Arabien auch nicht?“ „Da bin ich überfragt.“ „Auf jeden Fall wissen wir es jetzt, es liegt alles an der Wirtschaft.“ „Das war doch von Anfang an klar.“ „Wenn das nur jeder einsehen könnte…“

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Pinselei

4 10 2017

„… gesetzlich verankert werden müsse. Der Gamsbart gehöre außerhalb des Freistaates nicht zur Leitkultur und dürfe deshalb auch in…“

„… verteidigen werde. Seehofer habe das Verbot des Hutschmucks mit der Verfolgung der Juden im Dritten Reich bezeichnet und werde die Lehren daraus ziehen. Ab sofort sei die CSU noch mehr an einem Rechtskurs…“

„… sehr indifferent reagiere. Während die meisten Bayern sich für das Thema kaum interessiert hätten, seien in den südlicheren Teilen des Landes Spontandemonstrationen mit Fackeln und…“

„… in einem Gutachten ausgeführt worden, dass die Bestände des Gamswildes in Bayern noch nicht gefährdet seien. Dies bedeute aber nicht gleichzeitig, dass die Jagd auf das Tier weiter im bisherigen…“

„… Entwarnung gegeben habe. Das Tragen des Gamsbartes sei in Bayern weiterhin erlaubt, es bedürfe weder einer Genehmigung noch sei der Besitz eines oder mehrerer…“

„… daher nicht rechtserheblich sei, ob der Hutschmuck aus Gams- oder Dachshaar gefertigt werde. Die als Gamsbart im Rechtsverkehr geführte Form besitze eine Wirkung, die sich ungeachtet des Materials von seinem…“

„… das Gesetzesvorhaben als rein symbolisch kritisiere. Scheuer habe darauf hingewiesen, dass der normale Bayer seinen Gamsbart ausschließlich in der Heimat trage und es im übrigen Bundesgebiet eine statistisch nicht mehr messbare Anzahl an…“

„… sich nicht um Männerdiskriminierung handle, da in der Damenhutmode der Gamsbart als Accessoire Einzug gehalten habe. Dies dürfe aber laut Rechtsgutachten der Staatskanzlei nicht als Tradition betrachtet werden, da es erst in den vergangenen zehn bis zwanzig…“

„… zwar korrekt sei, dass es außerhalb Bayerns so gut wie nie Gamsbärte auf Herrenhüten gebe, doch verlange die innere Sicherheit, dass man sich als Deutscher in Deutschland an gemeinsame Regeln halte, die nur durch eine gemeinsame…“

„… eine EU-weite Volksabstimmung über den Gamsbart angekündigt habe. Söder habe sein politisches Schicksal an den Hutpinsel geknüpft und würde bei einer Niederlage sofort aus dem…“

„… das Haarbüschel in verkleinerter Form als Zeichen des Widerstandes auf Pudelmützen und Baseballkappen getragen werde. Neben den traditionell vom Verfassungsschutz beobachteten rechtsnationalen Gruppierungen habe auch die CSU sich zum…“

„… unsaubere Argumentation vorgefunden habe. Die von der bayerischen Landesregierung vorgebrachte Meinung, es handele sich um ein rein in Bayern erfundenes und verbreitetes Kulturgut, sei durch die oft dokumentierte Herkunft des Gamsbartes aus dem österreichischen Alpenraum leicht zu widerlegen. Wie die in Persien erfundenen Hosen sei auch dieses ausländische…“

„… bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen werde. Da Söder die Abstimmung verloren habe, werde er das Ergebnis nicht…“

„… ihnen ein fehlender Wille zur Integration nachgewiesen werden könne. Daher sei der bayerische Sonderweg ein weiteres Anzeichen von größerem…“

„… erste Kontrollen in Fernzügen sowie an Flughäfen vorgenommen habe. Sollten Fluggäste im Besitz eines Gamsbartes sein und diesen aus dem bayerischen Luftraum ausführen, so sei dies zunächst mit einer Ermahnung verbunden, erst beim Anlegen müsse der Täter mit einem Bußgeld in Höhe von…“

„… kulturanthropologisch als Potenzsymbol gelte, das geeignet sei, Frauen zu diskriminieren. Auch das ironische Tragen eines Gamsbartes könne sozial durchaus zur Ausgrenzung von…“

„… dass das Tragen eines Gamsbartes im öffentlichen Dienst generell untersagt werde. Diese Bestimmung gelte für alle Bundesländer und damit auch für den…“

„… dass es sich bei der alpenländischen Tracht vorwiegend um eine Ideologie handele, die in den vergangenen Jahrhunderten den Anspruch erhoben habe, den gesamten deutschen Kulturraum durch potenzielle…“

„… nur eine Bundesgesetzgebung existieren könne, die in allen Bundesländern gleichermaßen umgesetzt würde. Da es sich beim Gamsbart nicht um einen Bestandteil deutscher Leitkultur im Sinne der Bundesrepublik handele, gelte das Verbot in allen Ländern, somit auch in…“

„… Söder Bayern bereits mit Marokko oder dem Sudan verglichen habe, wo es den Gamsbart nach einer jahrhundertelangen kulturellen Fehlentwicklung gar nicht gebe, was sich in den terroristischen Strukturen des…“

„… zu einer Geldbuße von dreißig Euro verurteilt habe, da er seinen Gamsbart auch nach mehrmaliger Aufforderung in der Staatskanzlei nicht…“

„… damit implizit die Neigung des Freistaates zum Aufbau einer öffentlichen Terrormiliz zugegeben habe. Söder habe sich verteidigt, er wolle lediglich die in seiner Heimat verankerte Kultur vollkommen wertfrei und ohne ideologische Überfrachtung in den…“

„… als Hamburger Modell benannt worden sei. Die von einer deutschen Modekette verkauften Mini-Klobürsten seien innerhalb kurzer Zeit auch auf dem bayerischen Markt als letzter Schrei der…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXXXVIII): Sofortness

29 09 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Kann man nicht froh sein, dass der Hominide sich als Säugling nicht an die postmoderne Art des Just-in-time-Managements gewöhnen mag? Die Milch ist noch nicht ganz da, wir müssen erst noch den Betriebsrat fragen, aber da kommt noch die Veränderung der Börsenkurse – Rohstoffe haben wir, personelle Kapazitäten, die wir nicht sofort freisetzen müssen, um wieder Rohstoffe zu haben, für die wir personelle Kapazitäten bräuchten, wenn auch möglicherweise an einem anderen Ort, da sich die Subventionen immer mit der wirtschaftlichen Schwerkraft verschieben – und wir haben am Ende keine Milch, denn was nützt es uns, dass sie der Verbraucher verbraucht, wenn der Koksbaron davon keinen neuen Porsche kriegt. Sind wir am Ende das christliche Abendland? Das Baby lässt die Idee zentral gesäugter Bürger schießen und nuckelt lieber für sich, Brust statt Frust, und weiß, dass der Nährstand ihm schnellstens zur Verfügung stehen wird, da keine staatliche, wirtschaftliche oder sonst hirnfremde Institution sich dem entgegenstellt. So und nicht anders, aus dem Geist bisher gründlich versaubeutelter Strukturen, entsteht der Keim des neuen Anspruchsdenkens. So entsteht der Drang nach Sofortness.

Klar hat im Holozän nicht alles auf Knopfdruck funktioniert. Zum Beispiel gab es am Anfang noch so gut wie keine Knöpfe. Später dann hatte keiner Internet, was sich in der Jungsteinzeit kaum besserte, aber im Mittelalter auch nicht. Am liebsten hätte Columbus alle seine Brötchen online bestellt, auch wenn seinerzeit keiner wusste, was Brötchen waren, aber der Gedanke einer schleunigst aufpoppenden Lieferung hätte die Machtmenschen der Epoche fröhlich gestimmt, hungriger, ihnen die letzte Gnade genommen, kurz: sie hätten uns den Schmodder um die Ohren geklatscht, den wir heute in der Globalisierung zu dulden haben. Sie wollen die in der Sache liegenden Gründe ausblenden, die damit beschäftigten Synapsen sind nun mal mit anderem Zeugs beschäftigt, und also weimert das Konsumkind ad hoc, wenn es seine Ware nicht mit Hackengas kriegt. Die trübe Illusion einer stetigen Verfügbarkeit lockt, doch die Wirklichkeit ist nicht an die Prozesse vom Reißbrett anzubinden. Was auch immer da passiert, es wird nur über ein Bild vermittelt, wie es Reklame gemeinhin vorgaukelt. Die Ungeduld des infantilen Zeitgeizers in seiner Fixierung duldet nur die Instantbefriedigung – keiner will, keiner kann warten, weil die Hastkappe dem Deppen im Halbsekundenschlaf den Takt auf den Zehen vortanzt.

Die Echtzeit schwiemelt sich dem Blödkolben farbecht ins Stammhirn – hat auch keiner je die Verwandlung vom Ei zum Huhn gesehen, er fordert die Bestätigung unterhalb der Planckzeit, jodelndes Rotlicht und knallendes Konfetti, ein Feuerwerk der Teilchenbeschleunigung, wo das Licht kurz in die Kaffeepause geht. Paradoxerweise verlangt der Depp am Marktstand, wo fünfzig Leute um ihn stehen, das reibungslose After-Sales-Ballett – Kunden, die Obst gekauft haben, kauften auch Brot, eine Axt und viel Munition – und will im Internet ab einer Interaktionsdauer von mehr als zwanzig Sekunden, dass sich ein Krisenmanager mit Äpfeln zur Intervention auf die vegane Seite der Plattform schlägt, koste es, was es wolle, weil keiner warten will, der die anderen warten lässt. Das Reflektieren der Anspruchshaltung der anderen würde die eigene Anspruchshaltung verändern, aber was erwarten wir von grottoid begabten Ich-hier-jetzt-Clowns, deren Getrommel auf der Brust in seichte Lächerlichkeit zu kippen verspricht, wenn man es wenigstens für den Wahlkampf zu nutzen verstünde. In seinem Drang, sich eine Tütensuppenexistenz aus reinem Abfall zu schrauben, gerät der Bekloppte alsbald unrettbar in die Schnellsucht, jenen selbst sich verstärkenden Prozess, dessen Strudel nur von außen wie Fortschritt aussieht.

Das technische Gerät muss nach dem Anknipsen gleich benutzbar sein, jede Bestellung Momente nach der Tat im Briefkasten landen. Der Schmerz soll Sekunden nach der Pille verschwinden, das Glück per Tinderwisch aus der Fläche poppen. Wir sind so genügsam geworden, dass wir alles verlernt haben, uns auf die entscheidenden Dinge zu freuen, und wenn, schludert sich das Schöne vermatscht zwischen zwei Reizleitungspotenziale – ein neuer Markt für die Burnoutbranche, Fastfood für Flache, eine Weltreise im Überschallmodus, durch alle Kontinente gezappt auf der Suche nach verlorener Zeit, die sich weder ansparen lässt noch Zinsen abwirft, mangels Bodenhaftung kaum flüchtige Spuren im Sand und keine blauen Flecken auf der Seele, die sich im Mehrschichtbetrieb immer neue Wünsche aus dem Brägen popelt, ein Friedhof der Totgeburten, den man sich am besten dauerhaft aus der Perspektive säuft, bis sie weich hinter dem Horizont verschwimmt. Ein gutes Pils dauert drei Minuten. Schrecklich.





Zurück zur Natur

31 08 2017

„… als Bundesprovokationsbeauftragter nominiert worden sei. Die Partei wolle mit Gauland in der Endphase des Bundestagswahlkampfs in den…“

„… den Bundesparteitag mit Sponsoring der Entsorgungsbranche finanzieren wolle. Die AfD werde neben Bestattern, Sicherheitsdiensten, dem Waffenhandel und der deutschen…“

„… ab sofort Wahlkampfveranstaltungen mit Fackelzügen der Kameradschaften einleiten wolle. Um den Machtanspruch der Partei zu untermauern, werde man die Marschroute vermehrt durch linke Stadtteile sowie…“

„… wöchentlich einen Aktionstag abhalten werde. Der Landesverband Niedersachsen plane, vor den Moscheen des Landes eine ganztägige Mahnwache abzuhalten, die die Zerstörung der deutschen Leitkultur und den…“

„… dass der nächste Bundesparteitag in Buchenwald stattfinden werde. Höcke sei davon überzeugt, dass nur der offene Umgang mit den Verleumdungen der alliierten Kriegsverbrecher gegen die volksdeutsche…“

„… habe sich der Landesverband Bayern angeschlossen. Die Veranstaltungen vor den Synagogen wolle die Führung vor allem mit Personal aus den befreundeten…“

„… den Häuserkampf im innerstädtischen Umfeld durch die Ortsverbände führen lassen wolle. Dabei lege die Partei großen Wert darauf, die potenziellen Wähler vor ausländischen Nachbarn zu warnen, um einen wirksamen Schutz vor zu viel Integration und…“

„… nun nach problematischen Fußballspielen Einreiseverbot hätten. Eine unter dem Motto Freiheit für die Deutsche Ehre – Wir entsorgen Polacken seit 1939 angemeldete Versammlung auf dem Gelände der Gedenkstätte sei nicht durch die…“

„… man veganen Restaurants nicht generell die Betriebserlaubnis entziehen wolle. Es sei jedoch geplant, Gaststätten, die sich in Besitz nichtarischer Betreiber befänden, durch die Pflicht, mindestens ein Gericht mit deutschem Schweinefleisch auf der Karte zu führen, in die Leitkultur der hiesigen…“

„… Adresslisten von Muslimen und anderen unerwünschten Personen angefordert habe. Gauland beklage, dass es die von der Partei angemahnte Aufstellung von Homosexuellen in den kreisfreien Städten noch nicht für die…“

„… vor dem Bundesverfassungsgericht klagen wolle, solange seine Partei dieses Feinde des Reiches noch nicht vernichtete habe. Höcke werde die Belange des deutschen Volkes auch auf dem Parteitag in Auschwitz mit aller…“

„… noch mehr Interessenten gewönne, wenn die Kennzeichnung der unerwünschten Personen gleich an deren Haustür erfolge. Es handle sich um handelsübliche Aufkleber, die vor Ausländern, Bürgern mit unerwünschter Hautfarbe oder Religion sowie den…“

„… den Wahlkampfauftakt in der Hauptstadt leiten werde. Meuthen habe angekündigt, er werde die Weigerung, das Holocaust-Mahnmal für die Veranstaltung benutzen zu dürfen, auch auf gerichtlichem Wege…“

„… die Wiedervereinigung mit der Schweiz in einer der ARD-Talkshows fordern werde. Dabei sei das ursprüngliche Thema gleichgültig, man habe sich mit dem Sender über eine quotengerechte…“

„… den Nachbau eines Konzentrationslagers auf dem Reichsparteitagsgelände angeregt habe. Das bayerische Landeskriminalamt wolle aber nicht gegen diese Aktion einschreiten, da es sich offenbar um eine Tat handle, die im vollen Bewusstsein der historischen Entwicklung von (einschließlich) 1933 bis…“

„… als Verfolgte des Faschismus anerkennen müsse. Darüber hinaus sei die Justiz verpflichtet, allen Mitgliedern von NPD und AfD eine Generalamnestie für sämtliche politischen…“

„… werde Höcke auf dem Nürnberger Parteitag den endgültigen Beweis erbringen, dass die sechs Millionen Opfer der Entschädigungsmafia ein aus der Luft gegriffenes Erpressungsmittel seien, da nie sechs Millionen Personen auf das Gelände des…“

„… alle türkischen Staatsbürger, die nicht Erdoğan wählten, umgehend nach Anatolien zu…“

„… für erlittenes Unrecht entschädigt werden müssten. Meuthen fordere für die Straftaten von Lügenpresse und Einwanderungsbehörden eine Wiedergutmachung in Höhe von mindestens…“

„… den Klimawandel anzuzweifeln, da er die Nazi-Herrschaft nicht beendet habe, obwohl er doch angeblich als wissenschaftlich erwiesen bezeichnet werde. Ähnliches wolle der Bundesvorstand nun mit dem demografischen Wandel, der Evolution sowie den…“

„… insbesondere Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte rückwirkend als Notwehr klassifizieren müsse, da sich das nationale Interesse gegen die linksfaschistische Siegerjustiz nicht…“

„… den Verbleib Deutschlands in der EU nicht in Frage stellen wolle. Allerdings beabsichtige Steinbach, einen Staat in den Grenzen von 1937 auch offiziell als…“

„… müsse die Parteilinie, an Adolf Hitler nicht nur das Negative zu sehen, sich auch in den kommenden Massenveranstaltungen widerspiegeln. Es dürfe für die AfD keine Denkverbote auf dem Weg in eine völkische…“





Muschialarm

15 08 2017

„… kurz vor dem Untergang stünden. Der weiße, arische Mann, der sich von den anderen Affenarten auf diesem Planeten unterscheide, müsse dringend als bedrohte…“

„… Massendemonstrationen in Deutschland nur mit erheblichem Aufwand stattfinden könnten. Die NPD werde mit sämtlichen Landtagsabgeordneten im Berliner Regierungsviertel gegen den…“

„… als unsinnig auffasse. Die Gesellschaft für bedrohte Völker sei weder für Geistesgestörte noch für die üblichen, mit dem Strafgesetzbuch bereits einschlägig in Kontakt…“

„… es unleugbare Anzeichen dafür gebe, dass der weiße Mann in Deutschland unmittelbar vor seiner gewaltsamen Ausrottung stehe. Inzwischen seien zahlreiche Arbeitsplätze nicht mehr für Personen ohne Berufsausbildung und fachliche…“

„… besonders deutsche Touristen auf Mallorca als Ausländer behandelt würden. Gauland werde diese völkerrechtswidrige Praxis notfalls mit militärischen…“

„… und energisch bestritten habe, dass die Nationaldemokraten zur Durchführung der Logistik ein Transportunternehmen kontaktiert habe, deren Mehrheitseigner Mitglieder der Antifa GmbH und somit zum staatlich organisierten…“

„… fordere Gauland die Kameradschaften zu sofortigen Gegenmaßnahmen auf. Wenn in einer rechtspopulistischen Partei der Führer nicht durch einen arischen Mann, sondern durch eine brünette Frau feindlich belagert werden, müsse man diesen offensichtlich linksschwulen Terror mit jeder…“

„… Transporte der AfD, zumal in östlicher Richtung, traditionell nur auf der Schiene zu…“

„… soziale Brennpunkte zerstört werden müssten, in denen der weiße Deutsche sich nicht frei bewegen könne, ohne von Vaterlandsverrätern gewaltsam angegriffen zu werden. In einem ersten Versuch fordere Weidel, Connewitz, Sankt Pauli und Prenzlauer Berg mit nuklearen…“

„… die Gleichstellungsbeauftragten von Bund. Ländern und Gemeinden umgehend zu entlassen seien. Stattdessen solle das Müttergeld für alle als staatliche Sozialleistung in den ersten sechs Jahren des…“

„… dass die Überfremdung der christlichen Völker zwangsläufig zu ihrer endgültigen Vernichtung durch Tropenkrankheiten führen müsse. Sarrazin habe errechnet, dass bereits in weniger als 830.000 Jahren alle Deutschen einen an Ebola erkrankten Salafisten im näheren…“

„… auch mit der Gegenseite konstruktive Gespräche führen könne. Die CSU wolle sich nicht allen Punkten der Rechtsnationalen anschließen, sei aber für eine wohlwollende Diskussion der stark ausgeweiteten Familienförderung, soweit es sich um die christliche Mittelschicht im…“

„… den reinrassig deutschen Arier auf die Rote Liste setzen lassen wolle. Franz habe angekündigt, das Parteivermögen der Grünen nach deren Liquidation zur Schaffung eines nationalen Nachzuchtprogramms für reinblütige, erbgesunde und nicht durch ausländischen…“

„… die Gespräche ergebnislos abgebrochen habe, da Höcke mit der in Seehofers Antrag als Zielgruppe der Förderung bezeichneten jüdisch-christlichen Kernbevölkerung auf gar keinen…“

„… ob eine Eintragung des Nationalsozialismus als Religionsgemeinschaft Erfolg hätte. Die Partei wolle vorab prüfen lassen, ob die Voraussetzungen, um sich als religiös Verfolgte weiterhin innerhalb der Bundesrepublik im Exil gegen die linksgrüne Junta im…“

„… dass die fiskalische Verrechnung eines laufenden Müttergehaltes mit dem Entgelt des Familienvaters nur auf gesetzlicher Basis erfolgen könne. Die von der AfD geforderte Addition der Transferleistung, die dem Mann zugutekäme, sei dagegen nicht im…“

„… abgelehnt habe. Für Weidel sei der Eintrag auf der Liste bedrohter Haus- und Nutztierrassen auch dann nicht zielführend, wenn sich daraus für die Partei ein Anspruch auf Agrarsubventionen in Höhe von mehreren…“

„… in die Visegrád-Staaten auswandern wolle. Die von Steinbach angestoßene Idee, die von ostisch minderwertigen Rassen an der Ehre des deutschen Blutes begangenen Kriegsgräuel durch eine sofortige Besetzung Polens zu tilgen, sei in der AfD auf breite…“

„… fordere die AfD die steuerrechtliche Behandlung des Mannes als Mutter, was sich auf die Kinderfreibeträge insgesamt…“

„… andererseits freiwillig den Status von rassisch verfolgten Flüchtlingen annehmen müssten, was für die Rechtspopulisten eine nicht zu bewältigende…“

„… Förderung der Zucht und Haltung des hellhäutigen deutschen Mannes nicht entsprochen werden könne, da sich die Arbeitsgruppe der arischen Männer in der Partei entschieden gegen eine zwangsweise erfolgende Überwachung durch das Ministerium für…“

„… den Bundestagswahlkampf mit dem Plakat Deutsche Väter sind auch Mütter sicher nicht gewinnen könne. Die AfD habe der Regierung vorgeworfen, durch gezieltes Chaos in der Gesetzgebung die Freiheitsbewegung für deutsches Leben willkürlich vom Einzug in den…“

„… es sich überwiegend um minderwertige Bevölkerungsschichten handele, die arbeitsscheu und multikriminell seien. Poggenburg sei in Guben umgehend wieder über die deutsch-polnische…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXXXII): Betroffenheit

11 08 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Alarm! Weltuntergang! Wir müssen uns dem Thema mit der nötigen Sensibilität nähern, weil das macht etwas mit uns! Schön, dass wir mal über den ganzen Schmodder geredet haben. Einfühlsam und verletzlich packen wir die Handgranaten zurück in die Küchenschublade – warum eigentlich? – und finden das dufte, wie wir auf uns selbst eingehen. Das mit dem gesamtgesellschaftlichen Bewusstsein und die Identifikationskiste, das ist auch irgendwie voll schön, wie wir uns so total einbringen können, und schon haben wir da ein Problem: wir sind betroffen. Nein, wir sind nicht betroffen. Aber wir wollen es sein. Wir sind jetzt betroffen, und wehe, wenn nicht!

Weil die verdammte Stallwärme längst aus der Sprühdose kommt, dieses Erfahrungsding in einer selbst verschuldeten Parallelexistenz der Knalltüten aus dem Hintergrund. Weil die Beknackten in alles, alles ihre verfluchten Nasen reinstecken müssen, was nicht schnell genug den Hammer rausholt. Im Allgäu wächst kein Mais? Friedensdemo! der Erstschlag muss her! Die bigotte Bizarrerie der Berufsaufgeregten duselt offiziöse Gefühle in die Gegend, und das aus gutem Grund. Mitnichten sind sie ansatzweise informiert über das, was sich in diesem Wirklichkeitsdingsi tut, also sprachröhren sie ihre verwirrte Gestrüppversion der Tatsachen in die ansonsten unbeteiligte Außenwelt, in der festen Überzeugung, jeder Halbaffe habe sein Leben lang auf ihre Absonderungen gewartet.

Der Flow, wissenschon. Irgendwann suppt alles in die untere Etage durch, auch Brackwasser sucht sich seinen Weg, und das weiße Rauschen kennt schon aus Prinzip kein Mitleid. Dass derart massive Kontingente an Hominiden ohne nennenswerte Anzeichen von Existenz auf diesem Planeten vor sich hinvegetieren, das hätte man auch nicht ahnen können. Allein die psychosozialen Folgekosten hat mal wieder keiner auf dem Schirm gehabt. Alle sind betroffen, kräht’s ideologisch durch Bodennebel und Sumpflandschaft, wer würde sonst mit uns reden? und wozu auch?

Wenn alle Hunde heulen, die nachweislich nicht getroffen wurden, ist die Angelegenheit kurz und geschmacklos geklärt. Die Kaugummivokabel aus den absaufenden Siebzigern ist das Motiv, sich zum Sprung in der Schüssel schnell einen eigenen Jargon zurechtzuschwiemeln. Das Medium ist die verkorkste Botschaft, eine gründlich vergammelte Hohlhupe nach der anderen engagiert sich in der Späteifel für den Vietkingkong oder muss mal ganz gewaltfrei ausdiskutieren, ob die Beziehung in der analytischen Sicht sich vom Gleichgewicht her in die Auseinandersetzungsebene integrieren lässt. Den Quadratquark kann man auch verlustfrei rück- oder seitwärts sprechen, er wird dadurch nicht weniger überflüssig.

Vom Mitgefühl des Mitbetroffenseins – der von den bösen Bullen wegen nur eines Scheckbetrugs verhaftete Kumpel hatte eine schwere Kindheit, man selbst kam aber auch aus Bad Gnibtzschen, da zwängte sich die Parallele quasi auf – kleckerte es ansatzlos in die Mitberührtheit des so gut wie schon engagierten Tuns, kurz: wenn es einen Grund gibt, hüpfen wir mit von der Brücke. Duzer dümpeln durchs Land, was weiland waren Wut und Trauer, ist jetzt ganz unten angekommen. Die degenerierte Spezies wuchert direkt in die Plage des aktuellen Jahrtausends, den besorgten Bürger – das eine ist er nicht, das andere noch viel weniger – in seinem bis dato unbestrittenen Revier, der unhinterfragten Beklopptheit. Auch er lässt viel Müll unter sich, man hat ihn nur nicht auf der Rechnung, da man keine Ambitionen hat, diesen sportlichen Ansatz um den intellektuellen Nulldurchgang nicht mehr als nötig zu gefährden. Auch sie reißen die Fresse bis zum Anschlag auf, wo nur Geruch herauskommt. Auch sie haben nichts zu sagen, da sie nicht, nie, nicht betroffen sein können – auf ihrer Straßenseite leben keine Dinosaurier, also quaken sie ihre ganze, verschissene Inkarnation lang über nichts anderes – und gehen ihrer Mitwelt in toto auf die Plomben, dass es seine Bewandtnis hat. Sie müssen sich als Randfiguren mit Geplärr ins Zentrum hebeln, sonst wäre ihnen das Nutzlose ihrer vegetativen Versuche längst aufgefallen. Je lärmer, desto wichtig.

Haben sie nicht alle irgendwann mit dem Filzer an der Klowand angefangen und sich dann darüber geärgert, dass sich niemand für ihr peinliches Selbstmitleid interessiert? Hat ihr geistiges Hobeln an der Grasnarbe je den Gedanken gestört, sie seien als Verbrauchsmaterial der bourgeoisen Schicht im vorauseilenden Gehorsam gut geschulte Deppen? Haben diese Empfindlichkeitsmasochisten je den Eindruck erweckt, die eigene Lage auch nur im Ansatz zu kapieren?

Ein kleiner Traum bleibt: Adorno nimmt die Handgranaten aus der Schreibtischschublade und schlenzt eine nach der anderen auf die Bühne. Bis sie davon alle voll total betroffen sind. Irgendwie.





Ritter Rost

9 08 2017

„Naja, wir müssen die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands besser schützen, insbesondere die der Schlüsselindustrien, und wie könnte man das besser als mit einem Wirtschaftsminister, der nicht Gabriel heißt?

Als Wirtschaftsminister hatte er seinerzeit noch gesagt, dass wir Waffenlieferungen in Krisengebiete zurückfahren müssten. Zurückfahren, ja? von einem generellen Stopp hat er nichts gesagt, und von panzerbrechender Munition oder Streubomben war da nie die Rede. Nicht mal von diesem Urandreck, der sowieso verboten ist, wenn man es sich nicht leisten kann, dass einer genau nachguckt. Das kann man halt als Wirtschaftsminister nichts sagen, weil man da nicht nur für die Wirtschaft zuständig ist, sondern auch Parteivorsitzender. Da haben wir uns gesagt, lassen wir den Dicken machen, wer weiß, was für ein verlogenes Arschloch Parteivorsitzender wird, wenn dieses verlogene Arschloch mal nicht mehr Parteivorsitzender ist. Und jetzt ist er eben Außenminister. Da fällt Völkermord ja automatisch in sein Ressort. Also bei Deutschen, nicht wahr.

Natürlich haben wir die Geschichte dabei nicht aus den Augen verloren. Wir hatten damals eine Menge um die Ohren, nach dem Krieg, ist ja jetzt schon fast hundert Jahre her, aber wie gesagt: das ist Geschichte. Da knüpft unsere in der Tradition verwurzelte Partei auch an. Zum Beispiel diese nicht zu leugnende Neigung, immer die richtigen Leute zum falschen Zeitpunkt, oder umgekehrt, aber bei Brandt und Schmidt hat’s halt nicht so geklappt. Regieren, das ist nämlich den eigenen Kopf durchsetzen und ihn dann auch noch hinhalten müssen. Im Gegensatz zu Opposition ist das schon Mist. Und wenn Sie erst einmal und dann immer wieder damit auf die Nase gefallen sind, dann merken Sie, Politik ist Schrotthandel.

Außerdem ging es sowieso nur um Kleinwaffen, also Buntmetall. Das ist eher Umweltrecht, da hatte Gabriel auch schon gezeigt, dass man als Versager nicht automatisch aus dem Bundeskabinett ausscheiden muss. Man munkelt, er wäre fast zum Verteidigungsminister degradiert worden. Aber da müssen wir uns nicht verstecken, wir sind da ganz schmerzfrei. Vor allem, was uns selbst betrifft.

Wie sollen wir Geschäfte machen, wenn man die stabilen Partner selbst bei der UNO nicht findet, weil man sie nicht mehr sucht? Bekommen Sie sollten jetzt das nicht in den falschen Hals. Gerade unter diesen historischen Gesichtspunkten ist die Schrottdemokratie ein, wir nennen das: retrograde Zukunftsorientierung, und da ist dieser Minister der Garant einer hinten wie auch sonst offenen Haltung gegenüber jedem, ich betone: jedem. Deutschland darf sich in Anbetracht seiner Geschichte nicht zum Moralapostel aufschwingen, das ist Ihnen ja wohl klar, deshalb verzichten wir als Schrottdemokratie konsequent auf jede echt oder auch nicht echte Vortäuschung von Moral. Da sind wir dann auch mal absolut authentisch, wenn Sie verstehen.

Gucken Sie, in der Schrottpartei Deutschlands gibt es die, die sich von Klarsichthüllen ernähren, und dann gibt es die, die sich Büroklammern in die Nase pfeifen. Da muss man sein Profil finden. Für uns heißt das, sich in der langsam progressiver werdenden Landschaft, die nach und nach ins linke Lager sifft, konservative Positionen zu gewinnen. Man weiß ja nie, wo man sich später mal trifft, so koalitionsmäßig – Noske te ipsum, sagte schon der Lateiner, nicht wahr. Wenn wir schon mit Kulturen kooperieren, die Ehebruch unter Strafe stellen oder Homosexualität, dann müssen wir auch die Mittel zur Verfügung stellen, dass diese Gesellschaften sich weiterentwickeln. In welche Richtung auch immer, Hauptsache wirtschaftlich.

Das ist die Kanzlerin, Sie müssen das auch mal in Betracht ziehen. Die FDP hatte schon damals einen Außenminister, der sich als Hampelmann der Rüstungsindustrie – egal, Hampelmann war er sowieso, und das Fliegengewicht, das die jetzt hochpusten, ist auch nicht besser. Wenn Gabriel als Ritter Rost gegen die bürgerliche Gesellschaft zu Felde zieht, dann ist das sicher auch im Sinne der deutschen Wähler. Erhöhte Eingriffsbefugnisse für Sicherheitskräfte und Militär, also für die Polizei, das muss man dann sehr verantwortlich an sich selbst testen. Gott sei Dank, dass dieses verdammte Pazifistenpack sich in Hamburg zur Verfügung gestellt hat, da mussten wir in Katar keine Kanaken mehr vom Gerüst klatschen. Sehen Sie, auch das ist Globalisierung – wir hatten uns Februar 2014 für eine Neuausrichtung der Ausfuhren von Kriegsgerät ausgesprochen, da kann auch schon mal etwas in Vergessenheit geraten. Vielleicht dachte Gabriel damals, es ginge bloß um die Neuausrichtung von Kriegsgerät, und da wollte er als Außenminister nichts versprechen, was er halten kann.

Jetzt seien Sie mal nicht so aufgebracht, denken Sie lieber mal an die ganzen Erfolge. Munition, bis der Arzt kommt – Sie brauchen gar nicht so zu gucken, wenn der nicht kommt, kommt eben ein anderer – und jede Menge Kopflocher für den Irak, für Indonesien, also alle Länder, in dem man noch Wachstumspotenzial für islamistischen Terror fürs Bruttosozialprodukt mobilisieren kann. Und für die Wiederwahl. Man muss den Prozess in Gang halten, sonst gibt es Leute, die unangenehme Fragen stellen oder möglicherweise die richtigen. Man muss den Prozess in Gang halten, welchen auch immer. Wir leben das vor. Wer rastet, der rostet.“