Aktionismusplan

23 01 2020

„… wolle die Bundesregierung mit dem Nationalen Aktionsplan Integration ein Maßnahmenpapier vorlegen, das ebenso wie die bisherigen Aktionen für mehr Steuergerechtigkeit, Arbeitnehmerschutz, Klimawahrung und eine gesamtgesellschaftlich gesehen verträgliche Einigung mit gewaltbereiten Rechtsextremisten, die sich für eine erneute…“

„… nicht erwünscht seien. Widmann-Mauz setze auf eine transparente Kampagne, damit die nach Deutschland vermittelten Fachkräfte bereits vor ihrer Ankunft wüssten, dass ihre Ausreise nach einem befristeten Aufenthalt nicht auf persönliches Verschulden, sondern auf die allgemeine…“

„… die Botschaftsangehörigen geschult werden müssten, um die Bundesrepublik als klassisches Einwandererland repräsentieren zu können. Nach dem Vorbild der USA wolle man jedoch eher auf den Transfer ausländischer Gelder für den Aufenthalt als auf die Einreise nach…“

„… werde auch der Wohnungsmarkt als wesentlicher Faktor bei der Integration in die deutsche Gesellschaft berücksichtigt. Wer drei Jahre lang vergeblich von seinem Heimatland in Afrika oder Ostasien aus versucht habe, ohne Kenntnisse der deutschen Sprache eine Wohnung für zwölf Personen kautionsfrei anzumieten, könne mit der Unterstützung der Behörden in der…“

„… wolle die Bundeswehr vor Ort mitwirken. Kramp-Karrenbauer unterstütze die Idee, dass Fachkräfte schon vor der Einreise erste Erfahrungen von Gewalt und Diskriminierung mit Staatsbürgern in deutschen Uniformen sammeln könnten, die für eine reibungslose…“

„… die Sozialgesetzgebung allerdings noch sehr deutlich angepasst werden müsse. So sei die Suche nach der geeigneten Stelle mit dem Auslandsdienst der Bundesagentur für Arbeit erheblich erschwert, da diese nur gesucht werden könne, wenn der Arbeitssuchende sich innerhalb weniger Stunden am Arbeitsplatz melde, was an den ostasiatischen Standorten nicht nur an der Datumsgrenze…“

„… den Aufenthaltsstatus wesentlich flexibler gestalten müssten. Die Bundesregierung erwarte den Arbeitnehmer, der dank einer Sonderregelung auch ohne gültigen Aufenthaltstitel sofort eine Berufstätigkeit aufnehmen könne, die allerdings bei einer Abschiebung auch umgehend wieder…“

„… würden die Fachkräfte im Aktionsplan von der Politik, von Arbeitgebern und Sozialverbänden ausdrücklich als Bereicherung bezeichnet. Für die Integrationsbeauftragte sei es nun nur noch die notwendige Eigenleistung der Einwanderer, sich selbst als Bereicherung für den…“

„… sich die Wirtschaftsverbände sehr zufrieden zeigten. Die Bahlsen GmbH & Co. KG habe mit einem neuen Unternehmenszweig für gehaltsfrei beschäftigte Arbeiter eine für den Standort sehr günstige Lösung geschaffen, die sich nachhaltig auf den gesamten…“

„… sich die sogenannten Engpassberufe nicht über die Quote der offenen Stellen definieren sollten, sondern über die Anzahl der deutschen Arbeitnehmer, die nicht mehr bereit seien, zu den gebotenen Löhnen und Gehältern in diesen Berufen zu arbeiten. Da beispielsweise in der Pflege eine dauerhafte Unterbesetzung drohe, könne eine quasi unbegrenzte Einwanderung für die…“

„… auch landestypische Werte wie etwa die Gleichstellung vermittelt werden. Für Altmaier reiche es allerdings aus, wenn die Bereitschaft vorhanden sei, seine Frau zu einem geringeren Gehalt auf einer Teilzeitstelle zu…“

„… auch Partikularinteressen betroffen seien. So habe sich Söder zusichern lassen, dass keine Arbeitsmigranten in Schützenvereinen oder Fußballmannschaften Mitglieder würden und auch nicht das Ziel hätten, in lokalen Kirchengemeinden zu ministrieren. Dies könne schnell zu einer nicht artgerechten Haltung der prekär Beschäftigen führen, die sich in ländlichen Gebieten nur als…“

„… analog der üblichen EU-Regeln gelte. Ein Fremdarbeiter, der wie von der Bundesregierung die Union zuerst über deutschen Boden betrete, verwirke damit automatisch sein Recht auf einen Arbeitsplatz in einem anderen Staat und könne auch bis auf Weiteres nicht mehr die Freizügigkeit für sich in Anspruch nehmen. Auch dies diene der Stärkung des Standorts, da die EU-Nachbarn bisher nicht in der Lage gewesen seien, die Migranten mit ausreichend finanziellen…“

„… die Integration auf Bewährung erfolge. Seehofer halte die lebenslange Kontrolle einer Eindeutschung im Abstand von zwei bis drei Jahren für eine gute Maßnahme, um die Schläfer, die keinen Schweinebraten zubereiten und in eine Gewerkschaft eintreten wollten, für einen notwendigen Schritt, den er bis zur letzten Patrone…“

„… keine ausländischen Abschlüsse anerkennen wolle. Die deutschen Handwerkskammern hätten große Bedenken, wenn etwa Gebäudereinigung oder Müllsortierung nach nicht in Deutschland geltenden Standards vorgenommen würden, da dadurch mittelfristig ein Ende der christlich-abendländischen Kultur und sowie aller damit verbundenen…“





Dorfdeppen

22 01 2020

„Julia Klöckner sollte den Behindertenparkplatz nutzen dürfen.“ „Da sind wir mit Ihnen ganz einer Meinung.“ „Doch, ja.“ „Aber trotzdem ist die Idee gut.“ „Warum?“ „Haben Sie eine bessere?“ „Was ist an der Idee gut, die Bevölkerung zu polarisieren und dann feindliche Lager aufeinander zu hetzen?“ „Macht es denn die Regierung anders?“

„Diese ganze Kampagne ist schon deshalb total destruktiv, weil es das Ziel der Bundesregierung sein muss, für einheitliche Lebensbedingungen in der ganzen Republik zu sorgen.“ „Wir sind da ganz bei Ihnen.“ „Echt.“ „Aber man muss da auch mal die Konsequenzen in Betracht ziehen.“ „Wenn wir jetzt hier im Westen Bedingungen schaffen würden, in denen man nicht mehr so tun müsste, als seien die Flüchtlinge eine Bereicherung für unser Land, dann können wir einpacken.“ „Es geht nicht darum, sie als Bereicherung anzusehen, wir sollten sie wie Menschen behandeln.“ „Das wäre noch schlimmer.“ „Bevor Sie uns mit dem Grundgesetz kommen…“ „Sie meinen also, ich soll nach drüben gehen?“ „Schade.“ „Was?“ „Ich hatte mich so gefreut, das einmal in meinem Leben zu jemandem nach 1990 zu sagen.“ „Aber nehmen Sie es nicht persönlich.“

„Schauen Sie, das ist ein sehr beispielhafter Fall. Das zeigt die unterschiedlichen Standpunkte, und wenn Sie sich für einen entscheiden müssen, dann wählen Sie am besten den, der Ihnen auch eine Abgrenzung von anderen erlaubt.“ „Also ist die Entscheidung, als Arbeitnehmer vom Staat benachteiligt zu werden, auch eine Entscheidung gegen die Arbeitgeber?“ „Wieso werden Sie denn als Arbeitnehmer vom Staat benachteiligt?“ „Weil die Arbeitsmarktpolitik die Lohnentwicklung nicht begünstigt.“ „Natürlich, weil ja auf der anderen Seite die Arbeitgeber unterstützt werden müssen.“ „Damit die Löhne stabil bleiben?“ „Ich glaube, Sie haben es noch nicht so ganz begriffen.“ „Die sollen schon stabil bleiben, aber sich nicht unbedingt auch nach oben entwickeln.“ „Verstehe, und weil es in meinem Betrieb dadurch auch nicht mehr genug Fachkräfte gibt, ist es gut, wenn durch diese Politik mein eigener Arbeitsplatz gefährdet ist, obwohl mein Arbeitgeber…“ „Jetzt nerven Sie uns nicht mit komplizierten Denkmodellen, das hilft uns im Wahlkampf nicht weiter.“ „Eben.“ „Vor allem nicht im Lagerwahlkampf.“ „Sehr richtig.“

„Es ist Ihnen also wichtig, dass wir als Wähler grundsätzlich gespalten sind.“ „Naja, nicht gerade grundsätzlich, aber im Prinzip schon.“ „Das ist eine Frage der Maxime.“ „Wir müssen dafür sorgen, dass die Wähler sich im Recht fühlen, die wandern sonst noch zu einer anderen Partei ab.“ „Also zum Beispiel die Mieter oder die Vermieter.“ „Oder die Bürger und die äääh…“ „Also alle anderen, Sie verstehen schon.“ „Und wenn man jetzt die Position der anderen nachvollziehen kann und das trotzdem nicht gutheißt?“ „Dann sind Sie innerparteiliche Opposition, das können wir uns nicht leisten.“ „Da können Sie ja gleich zu den anderen gehen.“ „Bei uns herrscht jedenfalls Geschlossenheit.“ „Also vor den Wahlen.“ „Oder wenn die Vorsitzende das so anordnet.“ „Und wenn alle mitmachen.“

„Und wenn ich nun als Stadtbewohner nicht einsehe, dass sich diese Partei mit Dorfdeppen gemein macht, um irgendwelche Klischees über die soziale Entwicklung in Deutschland breitzutreten?“ „Dann ist das auch innerparteiliche Opposition.“ „Aber diesmal finden wir die gut.“ „Weil wir ja als Volkspartei auch eine gewisse Bandbreite abbilden müssen.“ „Und solche Spannungen halten wir dann aus.“ „Immer vorausgesetzt, dass wir bei der Besetzung wichtiger Mandate Prioritäten setzen können.“ „Stellen Sie sich mal vor, wir würden so einen Hinterwäldler in die Parteispitze…“ „Oder als Vorsitzende!“ „Nee, das können Sie sich dann mal abschminken.“ „Falls das Ihre Absicht gewesen sein sollte.“ „Eben.“ „Also nur so als Frage.“

„Dann haben Sie meine Frage ja erschöpfend beantwortet.“ „Ach, ist doch selbstverständlich.“ „Welche Frage?“ „Dass Ihre Partei einfach nur eine beschissene Hetzkampagne raushaut, weil an den entscheidenden Stellen für Krisenkommunikation geistig minderbemittelte Arschlöcher hocken.“ „Das wollen wir zunächst einmal nicht abstreiten.“ „Ja, man kann das so ausdrücken.“ „Ich würde sogar sagen, Sie haben hier eine wichtige Sache sehr schön auf den Punkt gebracht.“ „Wirklich!“ „Und, was folgt daraus jetzt?“ „Dann würde ich Ihnen empfehlen, wählen Sie unsere Partei.“ „Was!?“ „Im ersten Schritt ist das natürlich schon ausreichend.“ „Sie können sich ja dann immer noch überlegen, ob Sie sich nicht zu einer Mitgliedschaft entschließen.“ „Das wäre langfristig bestimmt der bessere Weg.“ „So können Sie auch die innerparteilichen Gegner von Ihren Standpunkten überzeugen.“ „Und da wird es sicher sehr viele geben, die Sie bisher noch gar nicht kennen gelernt haben.“ „Was soll ich in Ihrem Laden!?“ „Zunächst wäre es gut, sich auf einen offenen Dialog einzulassen.“ „Und dann können wir Schritt für Schritt die Krisenkommunikation verbessern.“ „Oder auch andere kommunikative Dinge.“ „Oder irgendwann auch die Partei.“ „Sie müssen nur wollen.“ „Es ist ja gar nicht so schwer, wie Sie sich das vorstellen.“ „Denken Sie nur an den Fachkräftemangel, der uns alle betrifft.“ „Sie könnten hier wirklich ein Zeichen setzen.“ „Und was wollen Sie von mir?“ „In den ersten Tagen verschaffen Sie sich einfach einen Überblick.“ „Nach zwei Wochen sind Sie in der Fraktion wie zu Hause.“ „Man lernt sich so schnell kennen!“ „Sie werden sehen, nächstes Jahr sind Sie schon auf dem Bundesparteitag.“ „Da werden immer Delegierte gesucht.“ „Und dann?“ „Überlegen Sie mal: wären Sie nicht auch gerne Bundesminister? Zum Beispiel für Landwirtschaft?“





Wut zur Wahrheit

16 01 2020

„Merkelnutte?“ „Merkeldrecksnutte!“ „Wenn Sie mich fragen: Dreckmerkelnutte.“ „Drecknutte!“ „Aber das ist…“ „Scheißdreckmerkel!“ „Dreckige Merkelsau!“ „Kanzlernutte!“ „Das würde ich nicht nehmen.“ „Warum nicht?“ „Wenn Weidel diese Judenrepublik übernimmt, könnte uns der Begriff noch auf die Füße fallen.“

„Worauf haben wir uns überhaupt geeinigt?“ „Seit wann einigt man sich in der Partei!?“ „Wer hier nicht tut, was der Führer will, kriegt eins in seine linksversiffte Volksverräterfresse!“ „Wir sollten diesen Ausdruck aber nicht mehr verwenden.“ „Warum nicht?“ „Hat die Merkelnutte die jüdischen Antifa sonst mit der Vernichtung der Volksgenossen beauftragt?“ „Nein, Herr Meuthen hat die…“ „Die pädophile Pissratte soll sein Maul halten, sonst ist hier Auschwitz!“ „Jawoll!“ „Jedenfalls hat er gesagt, wir sollen nicht mehr diese juristisch angreifbaren Beschimpfungen…“ „Die Sackratte gehört ins Gas!“ „Auschwitz!“ „Sieg Heil!“ „Deutschland! Deutschland!“

„Hören Sie mir doch mal zu, es geht um die…“ „Hat der Führer auf die Judenpresse gehört?“ „Die hätten ihm noch viel eher den Holocaust in die Schuhe geschoben!“ „Wenn wir mittelfristig an die Regierung kommen wollen, dann…“ „Wieso denn mittelfristig?“ „Der ist doch von der jüdischen Antifa gekauft!“ „Nationaler Widerstand!“ „Wir werden uns gegen diese linksversifften Juden schon noch durchsetzen!“ „Auschwitz! Auschwitz!“ „Aber wir haben es damals auch nur so geschafft: legal an die Macht kommen und dann durch Notstandsgesetze…“ „Den Notstand haben wir jetzt schon!“ „Weg mit der Merkelsau!“ „Wir brauchen dazu die Mehrheit der…“ „Kann die linksversiffte Nazisau mal einer in die Genickschussanlage prügeln?“ „Wieso Nazi?“ „Weil jeder, der sich als linker Sklave der jüdischen Weltherrschaft daran macht, das Erbgut der deutschen Rasse auszulöschen, eine Nazisau ist!“ „Ach so.“

„Jedenfalls möchte der Bundesvorstand, dass wir uns als Partei nicht mehr so…“ „Dass man das jetzt nicht mehr sagen darf, finden Sie also gut?“ „Das haben doch die linksversifften Altparteien so eingefädelt!“ „Wir haben die Wut zur Wahrheit!“ „Auschwitz!“ „Seien Sie doch mal realistisch: Sie alle sind asoziale Arschlöcher.“ „Ja und?“ „In Deutschland gilt man eben als asoziales Arschloch, wenn man nicht mehr für Konzerne arbeiten will, die die jüdische Weltherrschaft finanzieren!“ „Und wir brauchen auch keine pädophile Drecksau, die sich der Judenjustiz unterordnet, weil wir keine Spenden mehr für die Partei bekommen sollen!“ „Die gehören doch auch alle nach Auschwitz!“ „Die Spender aus der Schweiz?“ „Wieso nicht? Sind doch auch Ausländer, oder?“ „Wir alle wollen in nicht allzu ferner Zukunft ein gut bezahltes Amt in der Partei annehmen, für das wir nicht arbeiten müssen.“ „Ja und!?“ „Dazu müssen wir doch erst mal staatstragend werden, nicht wahr?“ „Solange es diese Arschkriecher in der Regierung gibt, kann uns diese linksversiffte Mischpoke doch egal sein!“ „Wir werden das Land an dem Tag übernehmen, an dem unser Führer es uns befiehlt!“ „Bis dahin muss sich die Partei aber auch auf einen Führer geeinigt haben.“ „Wieso das denn?“ „Jetzt kommt der uns auch noch mit Demokratie!“ „Hören Sie mal, mit Demokratie ist das bei uns wie mit den Nazis: alle anderen sind nicht demokratisch, deshalb schaffen wir alle anderen ab, klar?“

„Jedenfalls möchte ich Sie bitten, künftig mit Ihren Äußerungen in der Öffentlichkeit etwas mehr auf die…“ „Damit will sich Meuthen doch nur bei den linkslinken Multikultiparteien einschleimen und die Umvolkung fördern!“ „Wahrscheinlich kriegt die Drecksnutte dafür von den Juden auch noch ordentlich Kohle!“ „Merkel?“ „Nee, Meuthen natürlich.“ „Ach so.“ „Sollen wir denn alle zum Beobachtungsfall werden?“ „Könnte das echt ein Problem werden für die Partei?“ „Ich kenne ein Dutzend V-Leute, die sind alle bei uns.“ „Ja und?“ „Die kommen zumindest sehr leicht an geheimes Material aus der Parteiführung.“ „Scheiße.“ „Stimmt, mehr steht da meist auch nicht drin.“

„Vielleicht kann man ihn ja umstimmen, wenn man ihm klar nachweist, dass die besorgten Bürger sich diesen Maulkorb nicht gefallen lassen und trotz der Einschränkungen ihre Meinungsfreiheit gegen die Parteijunta verteidigen?“ „Wir könnten ja die Partei neu gründen.“ „Noch mal?“ „Der III. Weg existiert ja schon.“ „Wir wollen sowieso das Vierte Reich.“ „Auschwitz!“ „Demonstrationen waren schon immer ein gutes Medium, um die Sorgen der Bürger in die Politik zu tragen.“ „Wobei wir der Polizei auch sehr zu Dank verpflichtet sind, die uns vor diesen linksversifften Gutmenschen und ihrem Grundgesetzwahn beschützt haben.“ „Es wird Zeit für eine nationale Hetzjagd auf diese Rasseschädlinge!“ „Chemnitz! Chemnitz!“ „Halt, wir haben ja die größte Gefahr unterschätzt!“ „Ach so?“ „Meinungsfreiheit gut und schön, aber was machen wir eigentlich, wenn die Merkelsau nicht mehr im Amt ist?“ „Wir könnten natürlich die neue Kanzlerin…“ „Ja?“ „Keine Ahnung.“ „Das müsste der Führer, also ich meine, der dann von der Partei demokratisch gewählte…“ „Wenn das Meuthen ist, der kriegt von mir eins in seine Antifafresse!“ „Das lassen wir uns nicht gefallen!“ „Chemnitz! Nee, Moment mal…“ „Was machen wir denn dann mit denen, die sich jeden Tag danebenbenehmen?“ „Hm, ich habe da eine Idee.“ „Tourette?“ „Oder ist das von Rassefeinden beschädigtes deutsches Erbgut?“ „Ich würde es so nennen: bedauerliche Einzelfälle.“





Systemkonformer Blackout

15 01 2020

„… unabdingbar sei. Schäuble werde die Pflicht zur Nennung des Klarnamens im Internet auch dann durchsetzen, wenn das Bundesverfassungsgericht dieses wie bereits im Urteil vom…“

„… müsse die Kommunikation von den als erstes greifbaren Verantwortlichen leben. So könne man etwa bei politischen Diskussionen schnell einen persönlichen Ansprechpartner für eine sehr viel intensivere…“

„… werde die Gefahr von Online-Bankraub durch die Namensnennung erheblich gesenkt. Seehofer fürchte, dass sich viele Bürger im Darknet eine Internet-Burka kaufen würden, mit denen Bitcoins im Wert von vielen…“

„… die Gerichte entlastet werden könnten. Wenn bei ansteigender Anzahl von Privatklagen der Weg zur Ermittlung der Prozessgegner immer noch durch die Telekommunikationsbetreiber und die sozialen Medien erschwert werde, müsse man die juristischen Möglichkeiten erheblich in den…“

„… müssten sich eher die Politiker schützen, da sie immer öfter von offensichtlich linksextremen Chaoten mit dem Tode bedroht würden, da sie die arische Herrenrasse durch Umvolkung ausrotten. Als allerletzte Konsequenz befürchte Schäuble Brandanschläge auf SUVs, was sich gerade aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht mit dem…“

„… sich Hans-Hermann Mueller-Luedenscheid durch die Verkürzung durch Umlaute schuldig gemacht habe. Die Verurteilung sei daher eine…“

„… fremdländische Terroristen nicht mehr dadurch unterschieden werden könnten, wenn die Personen nur als Ali Ali oder Muhammad Muhammad registriert seien. Die deutsche Namenskonvention müsse sich zur Not zwangsweise auf die…“

„… größere Transparenz herstelle. Spahn befürworte die Klarnamenspflicht gerade auch für nicht geoutete Homosexuelle und Transpersonen. So könne sich ein erheblich intensiverer Kontakt mit den Nachbarn, aber auch mit den nicht so…“

„… selbst verantwortlich seien. Ein Kinderwunsch könne entweder direkt über eine Institution gemeldet werden oder durch eines der inzwischen mit De-Mail assoziierten…“

„… hetze die Mehrheit der Rechtsradikalen, die Polizei und Staatsschutz bereits hinlänglich bekannt sei, auch unter Nennung ihrer Klarnamen. Dies halte Schäuble jedoch für vertretbar, da sich durch eine Ausweitung des öffentlich Sagbaren vielleicht die Rückführung potenzieller Rechtsterroristen in die christlich-demokratische…“

„… sei der Staat zwar nicht direkt mit der Kontrolle der Online-Profile betraut, müsse aber langfristig durch die Sicherstellung eines nur in Deutschland verwendbaren Einheitsprofils die…“

„… nicht mit der Spam-Abwehr in Verbindung gebracht werden dürfe. Es sei ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in die Vertriebswege eines Großhändlers, wenn dieser nicht die Anschriften seiner…“

„… dass Ausländer gar keine Berechtigung hätten, sich in Deutschland in deutschen oder auch nur deutschsprachigen sozialen Medien durch einen eigenen Account zu betätigen. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Bundeskanzler Kurz sei allerdings nur wegen einer rein…“

„… mit Buttersäure angegriffen worden sei. Der türkischstämmige Kreistagsabgeordnete habe schon damit gerechnet, dass von seinem Bundesverband keinerlei…“

„… besser sei, dass nur die in Deutschland registrierten Deutschen sich in sozialen Netzwerken betätigen dürften. Dies sei zwar schwierig, da der regierungsseitig programmierte Algorithmus Namen wie Cohn oder…“

„… leichter ausfindig gemacht werden könne, da die Einwohnermeldeämter ihre seit 1934 nicht mehr geänderten Vorschriften nun einer kritischen Bestandsaufnahem unter zogen hätten. Es gebe in den…“

„… die Meinungsfreiheit für Berufsgruppen wie Journalisten für die Bundesregierung nicht ersichtlich sei. Diese könnten sich auch gefahrlos in ihren berufsbedingt genutzten Medien äußern, wo dies nicht der Fall sei, müsse man ohnehin von einer geschäftsschädigenden Absicht in der…“

„… private und berufliche Meinung nicht immer übereinstimmen müssten. Dies könne der normale Bundesbürger aber auch an Stammtischen oder in Initiativen wie PEGIDA zum Ausdruck bringen, um die…“

„… von persönlich Verantwortlichen lebe. Da Schäuble sich gerade nicht erinnern könne, wer ihm den Briefumschlag überreicht habe, nehme er sein Recht auf den systemkonformen Blackout in Anspruch, da er nicht die Absicht habe, die Geschichte der…“

„… müssten sich Nutzer schon deshalb durch eine von der Bundesregierung genehmigte Stelle beglaubigen lassen, da sie sonst nicht durch eine von der Regierung registrierte Stelle beglaubigt seien. Für Seehofer reiche dies vollkommen aus, um Strafverfahren gegen alle, die sich nicht im…“

„… zunächst durch die Steuer-ID geschehen könne. Schäuble habe in Aussicht gestellt, dass es eventuell eine Lockerung der Namenswahl geben könne, wenn im Gegenzug die hoheitlichen Bezeichnung in jedem Profil von…“

„… Ausnahmen geben müsse, die aber strenge Kriterien der Behörden geregelt seien sollten. Angehörige der Parteien, die in Bund, Ländern und Gemeinden durch öffentliche Tätigkeiten beschäftigt seien, sowie deren Angehörige, Freunde, Bekannte, Nachbarn, abhängig Beschäftigte, namentlich bekannte Nichtbekannte im Verhältnis eines Bekanntschaftsverhältnisses, nicht näher bekannte Unbekannte, deren Verhältnis zu den Nichtbekannten sich in einem unbekannten oder noch nicht bekannten…“

„… dass der neue Personalausweis auch eine elektronische Funktion zur Anmeldung im deutschen Internet beinhalte. Das Innenministerium habe damit endlich den vollen Zugriff auf die Kommunikation im Netz und könne sich bei drohender Gefahr zeitnah einschalten. Als neuer Koordinator zur Abwehr des Linksterrorismus werde Maaßen eine eigene Behörde im…“





Oma ihr klein Häuschen

8 01 2020

„Wobei ich jetzt nicht verstehe, was das soll.“ „Das versteht keiner, aber bis dahin können wir die SPD weiterhin als Feind der deutschen Arbeiter an den Pranger stellen.“ „Seit wann haben denn Arbeiter Grundbesitz?“ „Seitdem diese linken Schweine mit ihren Villen im Tessin den verdammten Hals nicht mehr voll kriegen!“

„Offenbar haben Sie das Prinzip nicht kapiert.“ „Wenn man die Zeitungen betrachtet, haben das noch ein paar mehr nicht.“ „Es geht denen darum, dass die Grundstücke enteignet werden! Nicht mal hat sich getraut, was diese Linksfaschisten mit den deutschen Wählern vorhaben!“ „Das ist doch…“ „Das ist verfassungsfeindlich!“ „Wann haben denn Sie zuletzt das Grundgesetz von innen gesehen?“ „Dann wüsste er auch, dass Eigentum verpflichtet.“ „Sie werden mich mit Ihren Spitzfindigkeiten hier nicht aus dem Konzept bringen, Sie nicht!“ „Wenn Sie das schon fürchten, warum glauben Sie dann, dass Sie ein Konzept haben?“ „Wir machen hier eine anständige Zeitung, die wird nicht dieses linke Gesindel an die gleichgeschaltete Macht bringen!“ „Was ist denn heute mit Ihnen los?“ „Verstehe ich auch nicht, sonst hetzt er doch bloß gegen Merkel?“

„Jedenfalls wollen diese stalinistischen Säue die Wähler enteignen, und die einzige Antwort von uns ist der nationale Widerstand!“ „Haben Sie seine Tabletten versteckt?“ „Ich bitte mir Respekt aus!“ „Warum schreiben Sie dann so einen Unsinn?“ „Die SPD wird mit der Bodenwertzuwachssteuer die Eigenheimbesitzer in den Ruin treiben.“ „Warum?“ „Wir werden Verhältnisse haben wie in Amerika, wo die Banken mehr Geld von den Hausbesitzern zurückhaben wollten, als sie ihnen geliehen hatten.“ „Das nennt man Kredit.“ „Und früher gab es auch mal Zinsen im positiven Bereich.“ „Und da ging es auch nicht um Grundstücke.“ „Die SPD ist die Fortsetzung des Nationalsozialismus!“ „Bleiben Sie bei der Äußerung?“ „Ich nehme das zurück, aber meine Meinung wird sich nicht ändern!“

„Es geht doch gar nicht um Immobilien.“ „Aber um die Grundstücke!“ „Ah, langsam sieht er es ein?“ „Und wenn die Grundstücke immer höher besteuert werden, dann kann man sich auch die Immobilien nicht mehr leisten.“ „Also doch keine Einsicht.“ „Allerdings.“ „Es geht um Bauland!“ „Nein.“ „Es geht um Bauland, das der Staat…“ „Die Steuer wird von den Kommunen erhoben.“ „Das ist doch dasselbe!“ „Er lebt offensichtlich in einem anderen Staat.“ „Das Bauland wird vom Staat durch die Kommunen jedes Jahr neu…“ „Nein.“ „Ihre leninistischen Diskutiererei wird Ihnen nicht weiterhelfen, Ihre Revolutionsgarden werden Ihnen das Eigenheim schon noch unter dem Arsch wegpfänden, und dann sitzt Ihr alle aus Solidarität mit Nordkorea auf der Straße! Na, wie schmeckt Euch Klimaspasten das!?“

„Abgesehen davon, dass es um Brachland geht, das erst bei der Umwandlung durch einen neuen Bebauungsplan…“ „Aha, da habe ich Sie schon bei der ersten Lüge erwischt!“ „Dieser Gesetzentwurf will nur eine einmalige Zahlung beim Verkauf an die Kommune besteuern.“ „Das sagen die jetzt – wenn Ihre Oma dann ihr klein Häuschen verkauft, dann ist…“ „Es geht doch nur um das Land.“ „Meine Oma hat das jedenfalls nicht auf Bauland errichtet, oder was meinen Sie, wie man reich wird?“ „Sie denken also, dass die…“ „Sie wollen mir unterstellen, dass ich die illegalen Methoden mancher Bauspekulanten gutheiße, nur weil ich mich gegen die linksextremistische Enteignung der SPD unter Adolf Walter Dings und seiner sicher aus Russland stammenden Parteisekretärin wende?“ „Sie sollten sich einfach mal den…“ „Ich muss mir diese sozialistischen Gleichschaltungsfantasien gar nicht erst durchlesen, meine Meinung steht fest: dieses rote Pack gehört aus Deutschland entfernt, die wollen den Wähler in die Armut treiben!“

„Und deshalb schreiben Sie diese Artikel gegen die Steuerpläne der SPD?“ „Davon verstehen Sie ja offensichtlich nichts.“ „Erklären Sie es uns.“ „Man nennt das journalistische Sorgfaltspflicht.“ „Wie bitte!?“ „Der Journalismus als politische Kraft muss dafür sorgen, dass die Wähler ihren Besitz nicht unter dem Arsch…“ „Welchen Besitz?“ „Welche Grundstücke?“ „Das hat doch der Lindner schon so oft gesagt, wenn man von der Armut bedroht ist und sich keine Miete mehr leisten kann, dann muss man eben Wohneigentum kaufen.“ „Also erstens…“ „Lassen Sie es gut sein, er kapiert es nicht.“ „War mit schon klar.“ „Hören Sie mal, wenn Sie eine Eigentumswohnung kaufen, dann gibt es gar keinen Grundbesitz.“ „Die meisten prekär Beschäftigten können oder wollen, das über lasse ich jetzt mal Ihnen, auf jeden Fall wollen die sich das nicht mehr leisten können – diesem leistungslosen Wohlstand, alle diese parasitären Arbeiter, die in diesem Land leben dürfen, obwohl sie immer noch so arm sind, dass sie sogar Steuern zahlen müssen?“ „Sie haben nicht einmal die…“ „Wenn die Investitionsgewinne aus Bodenspekulation nicht den Leistungsträgern zugute kommen, dann wird sich bald niemand mehr auf das Geschäft einlassen, und dann fließen die hinterzogenen Steuern eben nach England, oder was meinen Sie, wozu wir den Brexit brauchen?“ „Und deshalb muss die deutsche Presse den Wählern Schauermärchen über die SPD erzählen?“ „Sie haben ja noch nicht einmal…“ „Doch.“ „Aber eins würde mich jetzt ja brennend interessieren.“ „Na, dann erzählen Sie mal.“ „Meinen Sie, seine Oma war eine Nazisau?“





Bonbonpflicht

7 01 2020

„… sich sämtliche Versuche von Klöckner, eine Lebensmittelampel einzuführen, als sinnlos erwiesen hätten. Die SPD wolle daher schnell eine Zuckersteuer durch den Bundestag bringen, um die meisten für Kinder geeigneten Lebensmittel zu…“

„… von der FDP abgelehnt werde. Es beschneide die Freiheit der Eltern, ihre Kinder mit ungesunder Ernährung zu guten Staatsbürgern zu erziehen, und wirke sich nachteilig auf die Einkommen von Zahnärzten und…“

„… noch vor der Sommerpause aufgegriffen werden könne. Spahn betrachte den Entwurf als sinnlos, nicht praktisch durchführbar und in der Summe ausschließlich schädlich in seiner Wirkung und werde ihn daher mit Nachdruck in seinem Ministerium als…“

„… sehe Kramp-Karrenbauer die Steuer als wichtigen Impuls zur Finanzierung der deutschen Streitkräfte. Nach der Einführung der Schaumweinsteuer zur Finanzierung der deutschen Kriegsflotte und dem Programm Rauchen gegen die Taliban von Struck könne der Fiskus die Wehrkraft positiv beeinflussen und…“

„… alle Lebensmittel zu besteuern, die zu mehr als fünfzig Prozent aus Zucker bestünden. Dabei sei die Art des Zuckers zu berücksichtigen, wie Klöckner in einer von Nestlé redigierten…“

„… einen Mindestzuckerkonsum brauche. Die Bundeswehr könne sich bis 2039 mit einem Kilo Zucker täglich pro Kopf wieder auf den Stand ihrer Ausrüstung, die sie etatmäßig bereits jetzt im…“

„… heftige Gegenwehr vom Deutschen Imkerbund komme. Mit der Besteuerung des aus mehreren Zuckerarten bestehenden Produkts sei eine Zerstörung ihrer Branche per Gesetz eingeleitet, die ohne jede…“

„… werde sich Klöckner durch eine eigene Initiative einbringen, die vielen minderjährigen Mitglieder der deutschen Streitkräfte durch mehr Zuckerkonsum an der Finanzierung ihrer eigenen Armee zu beteiligen. In Zusammenarbeit mit einem großen internationalen Süßwarenkonzern wolle sie ein Produkt entwickeln, das speziell auf den Bedarf der…“

„… die Preissteigerung von Kandis sich negativ auf die ostfriesische Teekultur auswirke. Das Innenministerium prüfe derzeit eine Aufnahme der Verwendung von Zucker im immateriellen Kulturerbe, um dessen Erhaltung im Sinne des…“

„… mangele es dem Wehrzuckerli an Akzeptanz in der Truppe. Auf Anraten von Kramp-Karrenbauer sei es bereits in mehreren Brauntönen produziert worden, könne aber nicht in die betrieblichen Abläufe der…“

„… Ausnahmen von der Besteuerung in Aussicht gestellt habe. Klöckner wolle in den ersten Jahren mit den Erzeugnissen von Nestlé beginnen, deren Produkte nach ministeriellen Erkenntnissen vorwiegend von Erwachsenen gekauft würden, so dass sie nicht als Lebensmittel für…“

„… den verpflichtenden Erwerb von Zucker und Zuckerwaren durch die deutschen Streitkräfte als guten Weg für den Staatshaushalt sehe. Ein großer Teil der Produktion sei für die Ausstattung der Bundeswehr vorgesehen, die damit ihre eigene Unterstützung refinanziere und sich nachhaltig als staatstragende…“

„… auf Druck der Industrie den Zucker in der Verarbeitung als Produktionsgut von der Besteuerung ausnehmen wolle. Außerdem sei die Abgabe im Rahmen eines steuerlich ermäßigten Hotelfrühstücks nun mit der…“

„… sich auch im paramilitärischen Sektor der Zivilgesellschaft steuerlich auswirken könne. Scholz wolle künftig Störungen demokratischer Gruppierungen im Polizeistaatswesen nicht mehr nur durch Pfefferspray, sondern auch mit gezielten Angriffen von Hagelzucker, Sirup und…“

„… nur beim Verkauf im Einzelhandel betroffen seien. So sei derselbe Kristallzucker, der im Discounter mit einer Strafsteuer belegt werde, für den Konditor oder einen gastronomischen Betrieb nicht mit einer zusätzlichen Abgabe oder der…“

„… der zivile Handel an der Zuckerinitiative teilnehmen müsse. Die Bundesregierung wolle den Absatz von Süßwaren zum normalen Steuersatz durch eine Bonbonpflicht zum…“

„… die militärischen Mittel der Bundeswehr ausgeweitet werden könnten. Kramp-Karrenbauer wolle die Vorräte vor allem zur Unterstützung der US-Regierung für friedenssichernde Maßnahmen im Iran einsetzen und die Bevölkerung durch Kalorienbomben in die…“

„… durch eine Gesetzeslücke der Verkauf in der Bäckerei sowie in Fachabteilungen steuerfrei sei. Es könne daher zu einer deutlich ermäßigten Abgabe von originalverpacktem Haushaltszucker in der dazu vorgesehenen Station im Einzelhandel kommen, was sich negativ auf die…“

„… mittlerweile zehn Millionen Tonnen pro Tag betrage. Der Zucker werde zwar aus Mangel an Ackerfläche nicht mehr hergestellt, fließe jedoch in Gestalt eines Finanzproduktes, das Steuerausfälle nicht existierender Süßwaren mit einer nicht erstatteten Rückzahlung verrechne, in die Finanzierung des…“

„… habe sich Wirtschaftsminister Altmaier sehr erfreut gezeigt, dass allein durch den Verkauf von steuerfreiem Haushaltszucker der Umsatz der drei größten Einzelhandelsketten in Deutschland eine erhebliche Steigerung im…“





Halbzeit

6 01 2020

„Haben Sie ihn dran? Hallo!? Sie müssen den doch irgendwie drankriegen, der ist doch… – Dass der Söder Angst hat, dass ihn irgendwann mal einer drankriegt, das dürfte in der CSU nicht unbedingt außergewöhnlich sein, da haben Sie recht. Aber ich würde ihn jetzt trotzdem gerne mal fragen, wie er sich vorstellt, was er sich da gedacht hat.

Sie möchten das schon länger wissen? Das kann ich mir wiederum gut vorstellen. Aber jetzt erklären Sie mir doch bitte, was er damit gemeint hat. Das Bundeskabinett auswechseln, weil jetzt Halbzeit ist. Wenn das nicht der Söder sagen würde, hätte ich den Verdacht, dass derjenige ein minderbemittelter Querulant ist. Beim Söder fällt der Verdacht weg. Ich frage mich doch, was soll das? Und was heißt hier Halbzeit, wir sind kurz vor dem Wahlkampf – sollen wir jetzt mit der halben Ersatzbank in die Niederlage reinstolpern, nur weil die Fehlkäufe der Saison auch mal auf dem Platz stehen wollen? Das muss irgendwas mit den Pensionen zu tun haben, wahrscheinlich sind da ein paar Knalltüten noch erheblich unterversorgt und müssen ganz schnell Minister werden.

Neuen Schwung? in die Bundesregierung? Und das entscheidet der Söder? Jetzt holen Sie den halt ran, das will ich wirklich wissen, warum der sich da für zuständig hält. Sind dem Mann die Nägel für die Kruzifixe ausgegangen? Kann der sich nicht mal mehr einen vernünftigen Beschäftigungstherapeuten leisten? Ach, Sie haben Notizen gefunden, das ist ja spannend. Namen? Er hat wirklich Namen auf dem Zettel? Dann muss ihm ja jemand dabei geholfen haben, anders kann ich mir das nicht erklären. Aber letztlich ist das nicht so wichtig, wenn er die ganze Mannschaft vom Feld nimmt, macht er schon mal nichts verkehrt. Ach so, das sind die, die er nicht auswechseln will? Dann hat der Söder ein Problem.

Ich mag mich täuschen, aber er war doch bis vor Kurzem noch Parteivorsitzender? So sicher ist das gar nicht, jedenfalls hätte er als erste Amtshandlung Seehofer über die Klinge springen lassen sollen. Der hat sich vermutlich bis zur letzten Patrone verteidigt, damit er nicht nach Bayern abgeschoben wird. Personalprobleme? Wo sehen Sie denn da Personalprobleme? Sie können doch einen Eimer Streusand ins Innenministerium stellen, der macht einen besseren Job als Seehofer. Vermutlich hat der sogar einen höheren IQ. Und einem Eimer muss ich nicht lebenslang eine Pension zahlen, damit er im Weg steht. Ältere Rechte? Ich bitte Sie. Bei älteren Rechten denkt der Söder doch an den Gauland, oder habe ich das wieder falsch verstanden?

Jetzt fragen Sie halt nach, ob er heute noch mal ans Telefon geht, wir müssen das ja irgendwie auch über die Bühne bringen. Bald ist Aschermittwoch, vorher muss er den Starkbieranstich überleben, ich meine politisch, und bis wir die Schrauben aus dem Arsch vom Scheuer rausgedreht haben… – Was glauben denn Sie, wie der sich auf seinem Sessel hält? Atomkraft? Wen wollen Sie denn sonst vom Platz stellen, wenn nicht diesen Dorfdeppen? In jeder Partei, Partie, meine ich, fliegt der eh früher oder später vom Feld, dann hat er Sperre, und wenn er wieder zurück ist, kloppt er gemütlich ein halbes Dutzend Eigentore rein. Der ist ein unverzichtbarer Teil der Strategie? Aber sicher, für den Gegner!

Sie halten das für ein taktisches Manöver? Das ist interessant. Der Söder diskutiert so lange herum über die Neubesetzung, bis er endlich kriegt, was er haben will, und dann schmeißt er zum Ausgleich den Scheuer raus? als Bauernopfer? Das klingt jetzt wirklich interessant, und das würde tatsächlich zum Söder passen. Rücksichtslos, ohne jeden Anstand, im Endergebnis ohne jede Verbesserung, weil sich keiner findet, der in den verbleibenden Monaten noch irgendwas auf die Beine stellen wird, und wenn es in die Hose geht, dann sind die anderen schuld. Wobei, so ganz ohne Verbesserung ist das dann ja nicht. Der Scheuer ist weg. Und wenn wir bei der Gelegenheit zum Ausgleich auch noch den Spahn, den Altmaier und die Klöckner von der Backe kriegen, dann wäre das effektiv eine große Verbesserung der Mannschaft. Ach, Sie meinen, das würde der Scheuer der Bundeskanzlerin nie antun? Da ist was dran. Da ist wirklich was dran.

Sie meinen, er macht das nur, wenn er damit gleichzeitig sicherstellen kann, dass dieser Untersuchungsausschuss nie etwas herausfindet? Weil er sonst eventuell selbst mit drinhängt? Ach so, der Seehofer. Das klingt schon mal nicht ganz unplausibel. Sie können ihn ja mal danach fragen, wenn Sie ihn vielleicht heute noch… – Gerade erst ins Haus hereingekommen? Gut, ich warte.

Meine Güte, jetzt reicht’s aber mal! Dieser dämliche Aktionismus ohne Sinn und Verstand, den kann sich der Söder an seinen Seppelhut stecken! Ich sage Ihnen jetzt nämlich, was Sache ist: der Mann ist ein Angsthase, der kneift seinen Schwanz ein, weil er eigentlich längst Kanzlerkandidat sein müsste und sich nicht wieder so blamieren will wie der stoibernde Stammler. Wenn der in Berlin absäuft, kann er in München einpacken, so sieht’s doch aus! Und jetzt holen Sie mir den Mann an den Hörer, sonst reiße ich ihm den… – Grüß Gott, Herr Söder, danke, wir brauchen Sie hier nicht. Ist nicht wichtig, wo Sie gerade sind, aber bleiben Sie bitte dort. Ende der Durchsage!

Sehen Sie? Bedankt hat er sich. Haben Sie noch Fragen?“