Schulden und Sühne

22 05 2018

„Im Grunde genommen können wir den ganzen Laden gleich dichtmachen.“ „Ich verstehe nicht genau, worauf Sie hinauswollen.“ „Die Schulden, also: Staatsschulden.“ „Aber die sinken doch gerade?“ „Eben, das ist ja das Schlimme.“

„Sie wollen nicht ernsthaft behaupten, dass wir ein Problem mit zu wenig Schulden hätten?“ „Was ist denn Ihrer Ansicht nach das drängendste Problem in diesem Land?“ „Gucken Sie sich die Infrastruktur an, dann sehen Sie es.“ „Also doch, wir machen zu wenig Schulden.“ „Wie denn, uns geht’s doch beschissen – schauen Sie sich das Land da draußen an, und dann sagen Sie mir, wie wir aus der Nummer wieder rauskommen sollen!“ „Was würden denn Sie machen?“ „Sofort das ganze Land sanieren, das schafft Arbeitsplätze, und dann…“ „Also mit Schulden. Einverstanden.“

„Ihnen ist nicht klar, dass wir alle der Staat sind?“ „Das will ich doch hoffen.“ „Dann muss Ihnen doch auch klar sein, dass wir alle diese große Schuldenlast zu tragen haben?“ „Ach, Sie meinen die Guthaben, die wir beim Staat haben?“ „Wer redet denn von Guthaben? Wir stehen alle in der Kreide!“ „Ich erkläre es Ihnen mal so: ich bin der Staat.“ „Das kommt hin, sehr vertrauenswürdig sehen Sie nämlich nicht aus.“ „Ich lache später, wenn’s Ihnen recht ist. Also ich bin jetzt der Staat und gebe Ihnen tausend Euro.“ „Wir komme ich denn dazu?“ „Naja, nicht bar, sondern…“ „Ich wusste doch, da ist wieder ein Trick!“ „Sie werden von Bargeld auch nicht satt, Sie müssen das beim Bäcker wieder gegen Brötchen eintauschen.“ „Jetzt werden Sie auch noch marxistisch?“ „Der Staat gibt Ihnen auch kein Bargeld, um einen halben Meter Schiene zwischen Garmisch und Erfurt zu bauen oder für den Bolzen an einer Brücke im Saarland.“ „Das wäre ja auch noch schöner!“ „Der Staat stellt Ihnen die Brücke einfach hin. Ihre tausend Euro sind da drin verbaut.“ „Und was hat das mit den Schulden zu tun?“ „Die zahlt er Ihnen ja aus. Als Guthaben.“ „Eben haben Sie noch gesagt, Sie geben mir tausend Euro, und jetzt verraten Sie mir erst, dass Sie dafür Schulden machen müssen!?“ „Sie begreifen langsam, aber immerhin.“ „Schweinerei! Der Staat soll mal lieber die Brücke sanieren, statt sein Geld aus dem Fenster zu schmeißen!“

„Wovon soll ich dann Ihre Brücke bezahlen und Ihre Bahnstrecke sanieren?“ „Sie haben doch genug Steuereinnahmen, oder ist das alles auch wieder nur ein Taschenspielertrick?“ „Also das darf ich?“ „Was dürfen Sie?“ „Steuereinnahmen für Investitionen nutzen, anstatt sie Ihnen wieder zurückzuzahlen.“ „Für Investitionen schon, aber doch nicht für mehr Schulden.“ „Das heißt, ich sollte von der Substanz leben?“ „Wieso, kriegen Sie denn keine Steuern mehr rein?“ „Das meine ich ja.“

„Sie müssen das mal so sehen: wir Deutschen sind nun einmal ein sparsames Volk.“ „Natürlich. Damals, nach dem Krieg, wir hatten ja gar nichts.“ „Lassen Sie die Witze. Fakt ist, dass wir sparen müssen.“ „Und was machen Sie mit dem Geld?“ „Ich lege das auf die Bank.“ „Vernünftig. Da bringt es wenigstens keine Zinsen.“ „Aktien sind auch keine sichere Anlage.“ „Staatsanleihen schon. Aber es ist ja Ihre Entscheidung, wenn Sie die Bank in den Ruin treiben.“ „Wieso…“ „Sie legen tausend Euro auf ein Bankkonto, das heißt: Sie ziehen sie aus dem Verkehr.“ „Ich muss doch für später…“ „Also wenn Sie sich beispielsweise mal ein Stück Schiene kaufen müssen.“ „So in etwa.“ „Und damit Sie in der Zwischenzeit noch genug zu jammern haben, dass die Schienen kaputt sind.“ „Jetzt werden Sie mal nicht persönlich!“ „Und dann nehmen Sie bewusst in Kauf, dass die Bank sich überschuldet.“ „Ich höre immer: Schulden, Schulden, bei wem denn?“ „Bei Ihnen. Die Bank schuldet Ihnen tausend Euro.“ „Die habe doch ich?“ „Die hat jetzt die Bank als Ihr Guthaben. Und da jedes Guthaben auf der anderen Seite auch wieder ein Fehlbetrag ist, haben Sie die Bank gezwungen, bei Ihnen mit tausend Euro in Schuld zu stehen.“ „Kann man denn da gar nichts machen?“ „Doch, lassen Sie sich das Geld einfach auszahlen.“ „Und dann?“ „Investieren Sie.“

„Wissen Sie, ich mache mir nur Sorgen um unsere Zukunft.“ „Sie meinen, da kommen keine Steuern mehr, weil wir alle nur noch sparen?“ „Nein, ich habe ein bisschen Angst, dass wir diese Schulden ja auch alle irgendwann einmal vererben müssen.“ „Sie meinen, Sie würden heute nicht zur Bank gehen und Ihr Guthaben dort lassen, weil Sie es nicht verantworten könnten, es bis morgen dort liegen zu lassen?“ „Aber die Schulden wachsen doch?“ „Die Guthaben auch. Wir vererben also nicht nur unsere Schulden, sondern auch unsere Vermögen.“ „Und deshalb müssen wir jetzt mehr investieren?“ „Wir müssen der kommenden Generation unsere Guthaben zumuten.“ „Und das schafft dann Investitionen?“ „Und Arbeitsplätze.“ „Interessant. Dann sollten wir vielleicht viel mehr in neue Schulden investieren.“ „Das wäre eine Möglichkeit.“ „Ach, wo wir gerade dabei sind: können Sie mir tausend Euro leihen?“

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Bundesdatenautobahn

21 05 2018

„… sich nach dem durchschlagenden Erfolg des Dieselgipfels nun dem Mobilfunk zuwende. Die Christsozialen seien fest entschlossen, noch in dieser Legislaturperiode einen ganz neuen…“

„… eine Datenerhebung benötigt werde, um einen Funklochatlas in Deutschland zu erstellen. Bedauerlicherweise sei die Datenübermittlung der Standorte nicht ausreichend geplant worden, da sich durch die vielen Funklöcher eine geringe…“

„… habe Dobrindt die Digitalisierung der Funkmasten vorgeschlagen. Diese könne durch eine zusätzliche Abgabe auf CD-Rohlinge und…“

„… Landkarten an die Anwohner verteilen wolle. Diese bekämen die Aufgabe, die Ergebnisse der Netzabdeckungsanalyse über ein Webformular an das Bundesministerium für…“

„… und schwere Versäumnisse in der bisherigen Führung des Verkehrsministeriums angemahnt habe. Scheuer werde jetzt, da die Behörde in die richtigen Hände geraten sei, mit dem linksgrünen Fortschrittshass aufräumen und endlich die…“

„… IP-basierte Dienste auch von Telefonen genutzt werden könnten. Um die Netzneutralität zu stärken, schlage Dobrindt vor, vor jedem Gespräch eine kostenpflichtige Vergabe von IP-Adressen mit voller Mehrwertsteuer für…“

„… die Netzabdeckung verbessert werden müsse, da der Technologiestandort sonst auf lange Zeit keine Möglichkeit sehe, autonome Flugtaxis in den…“

„… ein größeres Investitionsvolumen nur durch die bereits existierenden Mobilfunkkonzerne zu leisten sei. Diese hätten bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie durch eine hervorragende…“

„… das interne Papier ausgesagt habe, in der CSU halte jeder sich für gottgleich und alle anderen für geistig behinderte Arschlöcher. Scheuer habe dem jedoch widersprochen; seiner Erfahrung nach habe in der Partei jeder recht und werde deshalb auch als…“

„… die Suche technisch nicht befriedigend zu lösen sei. Scheuer wisse aus eigener Erfahrung, dass man im Funkloch gar nicht mehr merke, dass man im Funkloch stecke, was die weitere Frage aufwerfe, wo ein Funkloch, das sich im…“

„… zunächst mit der Ausbesserung digitaler Schlaglöcher in Deutschland begonnen werden müsse. Die Bundesregierung verfolge eine Theorie, nach der eine Aufrüstung des Arbeitsspeichers in den Funkmasten für mehr Geschwindigkeit sorge. Aus finanziellen Erwägungen sei man davon überzeugt, dass 640 Kilobyte genug für…“

„… noch höhere Funkmasten brauche. Dobrindt werde sich für den Bau tausender Funkmasten in Deutschland verwenden, die so hoch seien, dass ihre Reichweite auch Bayern abdecke, ohne dass die Landschaft im Freistaat durch zusätzliche…“

„… ob eine Karte der deutschen Funklöcher mit strengeren Sicherheitsauflagen erstellt werden müsse. Nach einer Überlegung des bayerischen Innenministers Herrmann müsse man auch damit rechnen, dass sich Schwerstkriminelle gezielt in die Funklöcher zurückzögen, um überwachungsfrei Internetverbrechen und andere…“

„… die Staumelder-App versehentlich immer die CSU-Parteizentrale, das Bundesministerium für Verkehr und die…“

„… für eine bessere Planbarkeit das WLAN in den Zügen der Deutschen Bahn AG auf die Bundesautobahnen umbuchen wolle, da gerade hier ein Upgrade für mehr Service im…“

„… gerne aufgegriffen habe. Seehofer wolle in Zukunft den Bau von Moscheen in Europa nur noch durchsetzen, wenn diese statt eines Minaretts einen sich in staatlicher Kontrolle befindenden Funkmast auf dem…“

„… die Unterstützung der Landesregierungen eingefordert habe. Söders Zusage sei jedoch an das Versprechen geknüpft, jeden Funkmast in Bayern mit einem Kruzifix zu…“

„… müssten die Funklöcher so schnell wie möglich geschlossen werden, da sonst die Polizei im Freistaat keine lückenlose Überwachung der Telefonate, Standorte oder WhatsApp-Nachrichten, die bei einer rein theoretisch denkbaren Gefahr für den…“

„… die Benutzung des Mobilfunks außerhalb geschlossener Ortschaft als Roaming bezeichnet habe, das mit einer neu zu erhebenden Gebühr verbunden sein müsse. Scheuer habe den Vorschlag der Anbieter mit sehr großem Interesse in seine…“

„… versprochen habe, dass eine Umwidmung der Bundesdatenautobahnen nicht mit einer höheren Pkw-Maut einhergehe. Diese werde auch weiterhin nur für Kraftfahrzeuge mit Migrationshintergrund und…“

„… das Heimatministerium mit einem Entwurf für mehr Zufriedenheit in Deutschland geantwortet habe. Wenn die Deutschen nicht mehr so viel soziale Medien nutzten, könne man mit der jetzt schon zur Verfügung stehenden Kapazität alle…“

„… als Integralhelm gebaut werde. Der neue Antennenhelm habe Marktpotenzial, während die autonome Antennendrohne noch viel zu…“

„… Handyverbotsschilder im Bayerischen Wald aufstellen werde. Seehofer rechne damit, dass es hinterher keine Klagen mehr über mangelnde…“

„… die Autoindustrie für ihre Unfallmelder eine durchgehende Netzabdeckung verlange. Scheuer sei sich sicher, dass er die Finanzierung der technisch durchaus machbaren Lösung noch vor 2040 mit…“

„… mehr als übertroffen habe. Die CSU wolle nun so schnell wie möglich den vollständigen Ersatz der Lastkraftwagen mit elektrischen…“





Andreaskreuz

16 05 2018

„… zum Laufen bringen wolle. Die Partei erhoffe sich von einer Ausweitung des Baukindergeldes auf bayerische Familien mit Hunden eine erhebliche Steigerung des…“

„… nicht nur auf den Freistaat beschränkt bleiben solle. Im Gegenzug wolle manch CSU-Bundesminister Maßnahmen beschließen, die nur in Bayern eine…“

„… die richtigen Teile des bayerischen Volkes steuerlich begünstigen werde. Es sei geplant, alle Kinder, sofern sie nicht zu Alleinerziehenden gehörten, mit einem größeren Freibetrag zu…“

„… mehr Spitzentechnologie ins Alpenvorland locken werde. Durch eine komplette Befreiung von der Gewerbesteuer werde die CSU Mehreinnahmen in Höhe von mindestens…“

„… als tourismusrelevanten Betrieb einstufen lassen könne. Bei einer wohlwollenden Prüfung durch Kommunalbeamte und parteinahe Stiftungen stehe dies nicht nur Hotels und Pensionen, sondern auch Finanzdienstleistern, der Zulieferindustrie für die Kfz-Branche, dem 1. FC Bayern München und den im…“

„… die Verfassungsmäßigkeit einhalte. Im Gegensatz zu Müttern, die wegen ihrer sozialen Randständigkeit nicht geschafft hätten, eine ordentliche Familie zu gründen, werde die künftige CSU-Regierung alleinerziehende Väter mit einem wesentlich höheren…“

„… nicht jeder gastronomische Betrieb gleich wichtig für den Fremdenverkehr sei. Ein veganes Frauencafé habe schon deshalb keinen Anspruch auf Förderung, weil es ohne diese Förderung keinen wirtschaftlichen…“

„… Bundesautobahnen zunächst in Bayern ausbauen wolle. Das gesteckte Ziel der CSU sei es, jede Ortschaft von mehr als 500 Einwohnern mit einem eigenen Zubringer sowie einer Umgehungsstraße zu…“

„… mit einem Bonus belohnt werde, wenn die Belegschaft ausschließlich in Bayern geboren sei. So könne man ein Abwandern von talentierten Mitarbeitern in die anderen…“

„… wolle die Partei bis zu 15 Milliarden Euro in ihr Bundesland stecken. Natürlich werde man eine passgenaue Förderung denen zukommen lassen, die dieser Gelder nicht bedürften, da sozial abgehängte Personen erfahrungsgemäß nicht in der Lage seien, derart große Beträge auch…“

„… sich die Familienpolitik in Bayern durch die Zuwendungen des künftigen Ministerpräsidenten Söder derart modernisieren werde, dass man die für Sozialfälle vorgesehenen Gelder auch in die Straßenbauprojekte investieren könne, die sich in der strukturschwachen…“

„… darauf hingewiesen habe, dass der Bonus nur gezahlt werde, wenn die im Freistaat geborenen Arbeitnehmer die deutsche Staatsbürgerschaft besäßen, da es sonst zu einer Verzerrung des…“

„… nicht Müttern mehr Rente versprochen habe, sondern denen, die sich als bayerische Qualitätsmütter eine Mindestrente verdient hätten. Söder wolle durch seine Staatssekretäre prüfen lassen, welche Voraussetzungen für den…“

„… Ortschaften ab 200 Einwohnern ohne ein eigenes Kreuz quasi nicht güterverkehrsfähig seien. In Kooperation mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur werden man das Projekt Andreaskreuz so schnell wie…“

„… eine Bezuschussung von Betrieben durchaus denkbar sei, wenn sie bereits lange genug am Oktoberfest teilgenommen hätten. Dies heiße jedoch nicht, dass es auch automatisch einen Preisnachlass für Kunden oder eine…“

„… an den Wahlständen Kochlöffel an Frauen über 30 verschenkt habe. Der Abgeordnete sei mit schweren Kopfplatzwunden in die…“

„… einen viel härteren Wahlkampf im Internet führen wolle. Die Christsozialen seien daher bereit, ihre Prämie für digitale Infrastruktur an jeden auszuschütten, der in Bayern einen kostenfreien Zugang zum…“

„… angeblich Kopfgeld für jeden zahlen werde, der sich zum Verlassen der AfD entschlossen habe. Leider habe man wegen einer nicht hinreichend genau formulierten Anzeige den Betrag von tausend Euro auch an Frauke Petry und…“

„… ein weiteres Babyjahr nur dann zu finanzieren sei, wenn die Mutter mit einem Jahresgehalt von mindestens 700.000 Euro den volkswirtschaftlichen Schaden auch wert sei. Die CSU setze bewusst darauf, dass nicht nur gering verdienende Mütter ein Anrecht auf Nachwuchs und ausreichend Zeit mit dem…“

„… das Bier durch Steuererleichterungen zu verbilligen gedenke. Söder habe angekündigt, dass die Landesregierung dafür sogar eine Loslösung aus der Bundesrepublik…“

„… für den Fremdenverkehr wichtige Häuser eine Kruzifix-Prämie erhalten sollten. Noch sei offen, ob man die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern gerichtlich zwingen könne, in ihren Räumlichkeiten ein…“

„… nur durch Freibier zu gewinnen sei. Söder rechne nicht nur mit einer absoluten Mehrheit, sondern auch mit dem…“





Sicherheitsdemokratie

14 05 2018

„… dass die von den Staatsfeinden ausgestreute Lügenpropaganda viele unbedarfte Personen dazu gebracht hätten, gegen das beste Sicherheitsgesetz, das seit der Machtergreifung der…“

„… traditionell auf unbewiesenen Tatsachen fußende Organisationen wie die Römisch-katholische Kirche ihren gesellschaftlichen Einfluss genutzt hätten, um andere Splittergruppen, die sich der Förderung von Feminismus, Haschrauchen und linker Hetze gegen den…“

„… nur drei Promille der wahlberechtigten Bürger überhaupt demonstriert hätten. Dies sei jedoch möglicherweise ein Wahrnehmungsfehler, da CSU-Politiker unterhalb von drei Promille so gut wie nichts wahrnähmen, keine Reaktion zeigten und auch keine politischen Konsequenzen aus…“

„… die schweigende Mehrheit der Bevölkerung dem Gesetz natürlich zustimme. Herrmann habe bisher noch keine einzige Klage gegen das Gesetz verzeichnet, was auf eine Falschaussage seitens der stalinistischen Kräfte im…“

„… gegen jeden klagen werde, der behaupten wolle, im Freistaat würden mit der Einführung des Gesetzes die Menschenrechte nicht mehr ausreichend geschützt. Die Regierung habe angekündigt, dass sich ausreichend Plätze in der geschlossenen Psychiatrie des…“

„… dass mit dem Polizeiaufgabengesetz der Reichtagsbrand gar nicht hätte stattfinden können. Die Bayerische Polizei hätte im Vorfeld sämtliche als Kommunisten verdächtigte Personen umgehend in Lagerhaft genommen, so dass die Nationalsozialisten niemals…“

„… die Anzahl der Demonstranten geringer gewesen sei als die Menge der Gratulanten, die den neuen Ministerpräsidenten zu seinem Amtsantritt beglückwünscht hätten. Diese Bilder seien jedoch in den von linksfeministischen Hetzern dominierten Sendern wie dem ZDF nicht ausreichend auf…“

„… nur Qualitätspropaganda verbreitet werden dürfe. Die Christsozialen hätten sich schon lange dafür eingesetzt, dass eine solche Behörde, die nicht von der Landesregierung abhängig sein dürfe ausschließlich von der Partei selbst…“

„… unter falschen Voraussetzungen. Da jeder rechtschaffene Bürger einer Vollzeitbeschäftigung nachgehe, müsse man schon die Abwesenheit täglicher Jubelchöre für die CSU als ein klares Bekenntnis zu dieser Partei…“

„… hätte das Polizeiaufgabengesetz auch den Holocaust verhindert, da jeder bayerische Beamte bei Kenntnis eines derartigen Verbrechens bereits im Planungsstadium unverzüglich Meldung bei der Abteilungsleitung des übergeordneten…“

„… die Demonstration ohne Zwischenfälle verlaufen sei. Eine richtige Protestdemo, so der Innenminister, hätte mindestens den Einsatz von Atombomben, Napalm sowie einem mobilen Erschießungskommando auf Seiten der Feinde der bayerischen Sicherheitsdemokratie mit sich gebracht, daher werte man diese Veranstaltung auch nicht als politisches relevantes…“

„… auch dank der CSU Deutschland so sicher wie nie zuvor sei. Um die täglich drohende Gefahr durch mehrere Millionen Staatsfeinde, die das Land in den Abgrund zu reißen versuchten, müsse man daher jetzt sofort rigorose…“

„… die Gegner des Polizeiaufgabengesetzes im Vorfeld nicht zur Ermordung der Landesregierung oder anderen schweren staatsgefährdenden Straftaten aufgerufen hätten. Sie hätten damit die Spielregeln der Auseinandersetzung mir radikalen Kräften nicht eingehalten. Anders als bei besorgten Bürgern, deren Bedenken gegen die Zerstörung der arischen Herrenrasse und die Vergiftung deutscher Brunnen mit geschächteten Ministranten man sehr ernst nehmen müsse, sehe Herrmann hier keine…“

„… auch den Angriff auf Polen verhindert hätte, da die Bayerische Staatspolizei die Vorbereitung eines Angriffskrieges trotz mangelnder Strafbarkeit selbstverständlich nicht geduldet und mit einem bewaffneten…“

„… seien von den Maßnahmen des Gesetzes ja auch nicht alle Bürger ständig betroffen, sondern nur solche, denen man zumindest theoretisch zutrauen könnte, von den Maßnahmen des Gesetzes betroffen zu sein, so dass eine ständige Gefährdung der Sicherheitslage durch eine ständige…“

„… rechtzeitig genug den Mauerfall aufgehalten hätte. Das Polizeiaufgabengesetz müsse nun endlich wieder für die Unverletzlichkeit der Grenzen im…“

„… sich ein wirklich mündiger Bürger überhaupt nicht in Hetzmedien wie dem Internet informiert, sondern auf die Stärke und Schlagkraft seiner regierenden Sicherheitsbehörden vertraut, die zur Verteidigung des Staates gegen mündige…“

„… dass die Bevölkerung dazu übergehe, die Regierung zu belügen. Die Partei werde dies nicht dulden und sofort mit einem eigenen…“

„… als ersten Testfall sehe. Der Kreuzerlass rufe bereits jetzt so viele Kritiker auf den Plan, dass das Innenministerium sich genötigt sehe, mit der ganzen Härte des bayerischen Rechtsstaates den…“

„… das Gesetz keinerlei Veränderungen mit sich bringe, daher werde es auch als großer Durchbruch in der verfassungsrechtlichen…“





Wertstoffsammlung

9 05 2018

„Das Problem mit diesen Asylanten ist doch, die haben total andere Vorstellungen als wir. Dass man da bei denen andere Sachen isst oder sich anders kleidet, das mag ja noch angehen. Aber dass die sich so gar nicht anpassen wollen – das ist doch nicht hinnehmbar!

Da komm so ein Flüchtling aus, sagen wir mal, Bessarabien, und dann steht der hier auf dem Kurfürstendamm und stellt fest: kein einziges Kamel weit und breit. Da fängt es doch schon an! Die haben sich nicht ausreichend über die fremde Kultur informiert, mit der sie in Kontakt kommen, da werden wir auch nicht mehr viel ändern, deshalb ist eine schnelle Rückführung in die Kriegsgebiete für die eine ganz vernünftige Lösung, einschließlich aller Beteiligten.

Deutsche Werte, was heißt das denn für Sie? Da kann man doch nicht mit den Mittelgebirgen kommen oder mit der Verfassung – das muss schon tiefer in unsere nationale Befindlichkeit eindringen. Schweinsbraten, wenn Sie so wollen. Das ist ein Stück christlich-jüdischer Geschichte, die wir als Bürgerinnen und Bürger, hier sind die weiblichen Personen ja nicht nur mitgemeint, die wir als Deutsche auf jeden Fall als wertvoll ansehen. Es ist ja nicht damit getan, dass man den, ich sage mal: Menschen, dass man denen die Gleichberechtigung von Männern und anderen Staatsbürgerinnen beibringt, denen muss man die gelebte Wirklichkeit vor Augen halten. Sonst sind die nie integrationsfähig.

Stellen Sie sich das mal vor, die kommen hier in Scharen nach Europa und wählen die erstbeste Frau zur Kanzlerin, nur weil sie irgendwas über Gender gehört haben. Das ist doch nicht Deutschland!

Ich verstehe ja, Sie wollen Ihr Programm da auf Staatskosten, oder meinetwegen ist das auch auf Kosten der Kommune, ist auch egal, jedenfalls wollen Sie das durchsetzen, und das finde ich gar nicht in Ordnung, verstehen Sie? Man muss denen eine Orientierung geben, und die muss die deutsche Leitkultur widerspiegeln. Sie können denen nicht kulturelle Toleranz predigen, wenn es die in diesem Land nun mal nicht gibt. Und wenn Sie denen das nicht predigen, befinden Sie sich im Widerspruch zum Grundgesetz. Also bleibt Ihnen ja nur eine Lösung.

Insbesondere die Kinder, die haben ja nicht viel mehr erlebt als Krieg, und dann wollen wir die in eine Gesellschaft integrieren, in der man mit den falschen Klamotten sozial einfach durchs normale Raster fällt? Ich weiß, das ist die falsche Setzung von Prioritäten, aber irgendwo muss man doch diesen Wertunterricht mal anfangen, und wo, wenn nicht bei den Eltern? Wollen wir das den Lehrern aufbürden? Die haben doch im Gegensatz zu den Eltern ihr ganzes Leben lang diese Gesellschaft erlebt, wie sollen die sich den objektiv über diese Zusammenhänge äußern?

Diese Verrohung der Gesellschaft, da kann man doch auch nicht einfach zusehen. Wir brauchen eine aktive Beteiligung, wenn Sie so wollen, und da müssen alle Kräfte mitziehen. Ein Teil der politischen Führung hat das Problem ja scheint’s bereits begriffen, da sollten wir auch ansetzen – stellen Sie sich mal vor, diese Leute werden eines Tages eingebürgert, und dann sollen die wählen. Da kommt ja ein Chaos raus, wenn die bis dahin nicht kapiert haben, wie man in Deutschland ein demokratisches Parlament wählt, in dem ausschließlich verfassungstreue Parteien vertreten sind.

Oder zum Beispiel die religiöse Ausrichtung. Gerade jetzt sollte man diese Idee aufgreifen und überall Kreuze an die Wand hängen, denn da gehören sie auch hin in der Öffentlichkeit. Wenn da jeder plötzlich an Kopftuch in einer öffentlichen Dienststelle hinhängen würde, da wüsste man doch sofort: religiöse Indoktrination! Islamisierung! Aber denen zu vermitteln, dass unsere Politik die christlich-jüdische Identität als Dekoration der staatlichen Verwaltung verwendet, das ist doch eine ganz andere Richtung. Da sehen Sie zugleich den Kernbereich unserer Leitkultur und sehr schön, wie unsere Regierung die Religionsferne praktisch praktiziert, wie es im Grundgesetz gefordert wird. Wenn Sie das den Migranten vermitteln können, dann sollen die meinetwegen trotzdem ihren Islamunterricht bekommen. Also pro forma.

Wir müssen denen vermitteln, dass sich eine radikale Abschiebepraxis und die Achtung der Menschenwürde nicht ausschließen. Wir haben so viel Achtung vor uns selbst, weil wir als Deutsche dem Grundgesetz unterstehen, dass wir trotzdem alle abschieben können, denen wir das nicht auch zutrauen. Integration ist in diesem Staat für alle da, und wenn Sie trotzdem hinterher abgeschoben werden können, dann zeigt sich daran, dass wir die Verfassung sehr ernst nehmen.

Vor allem brauchen wir endlich ein Schulfach, in dem wir schon äußerlich demonstrieren können, dass es vollkommen egal ist, wo man herkommt, es kommt nur darauf an, dass man nicht zu uns gehört. Da machen wir überhaupt keinen Unterschied. Weil wir uns sonst hausgemachte Parallelgesellschaften züchten würden. Und das kann doch nun wirklich keiner wollen, oder?“





Stresemann

7 05 2018

„Oder irgendwas mit Leni Riefenstahl.“ „Nee, die kennt doch keine Sau mehr.“ „Da wäre ich mir nicht so sicher.“ „Jedenfalls könnte ein bisschen Kultur nicht schaden.“ „Wir reden hier aber schon von derselben Zielgruppe?“

„Bei Albert Speer denken die meisten wieder an einen TV-Dreiteiler.“ „Was soll man machen, Hitler hat seinen Stammplatz im Nachmittagsprogramm, den kriegen wir die nächsten tausend Jahre nicht mehr von der Backe.“ „Hm.“ „Schöne Scheiße.“ „Goebbels?“ „Ja, ist auch scheiße.“ „Nein, ich meine als Vorschlag.“ „Nee, den kennt doch jede Sau.“ „Man müsste halt irgendeine Persönlichkeit finden, die für die gute Sache steht und dann nicht zu viel negative Punkte in ihrer Biografie hat.“ „Also Luther?“ „Stimmt, das Reformationsjahr war echt ein Knaller.“ „Der soll ja noch wilder gewesen sein als seine Zeitgenossen.“ „Aber hier, Reformation.“ „Also irgendwas mit christlichem Abendland könnte man doch…“ „Das Dumme ist, dass sich jede Menge Christen heute noch auf ihn beziehen.“ „Das könnte problematisch werden.“

„Hat Goethe nicht mal irgendwas über den Islam gesagt?“ „Ja, aber es würde Ihnen nicht passen, das zu lesen.“ „Außerdem ist das doch wieder dieser linke Bildungsterror, den wir nicht unterstützen müssen.“ „Eine parteinahe Stiftung ist aber auch nicht gerade der Wunsch der Wähler.“ „Warum nicht?“ „Weil wir ihnen mal versprochen haben, dass wir mit dieser Tradition der Altparteien gründlich aufräumen werden.“ „Seit wann halten wir Wahlversprechen?“ „Und seit wann interessiert uns, was Wähler wollen.“ „Aber…“ „Wenn wir ein paar Millionen aus Steuermitteln abgreifen können, damit die Parteigenossen nicht immer wieder in die Privatinsolvenz gehen müssen, meinen Sie, dann kümmern wir uns noch um Politik?“

„Horst Wessel?“ „Bei Ihnen piept’s wohl!?“ „Das war kein Kriegsverbrecher.“ „Stimmt, dazu war er zu früh tot.“ „Das wäre es doch, wir müssten einen haben, der sich nicht mehr wehren kann.“ „Weil er schon tot ist?“ „Genau.“ „Michael Kühnen?“ „Nee, den will doch keine Sau mehr kennen.“ „Also wir können jetzt ja schlecht warten, bis Gauland endlich…“ „Warum denn nicht?“ „Am Ende kriegt er das noch mit, und dann haben wir wieder einen innerparteilichen Machtkampf.“ „Man könnte ihn doch als Vorsitzenden ruhigstellen, und dann warten wir so lange ab, bis er platt ist.“ „Und dann?“ „Dann können wir uns immer noch anders entscheiden.“

„Und wenn wir Steinbach direkt vorschlagen?“ „Also das würde ich persönlich übernehmen?“ „Wo wollen Sie das denn vorschlagen?“ „Nein, ich meinte, dafür sorgen, dass die Alte endlich tot ist.“ „Das ist doch nun auch keine Lösung.“ „Sie machen es doch nur für Geld.“ „Sie denn nicht?“ „Ab die macht es ja nicht mal fürs Geld.“ „Eben.“

„Mercedes wäre schon ganz nett.“ „Welche Mercedes?“ „Die mit den Autos.“ „Bitte, was!?“ „Wenn, dann käme für uns sowieso nur Volkswagen in Betracht.“ „Sie wollen doch die Partei nicht an einen Autokonzern verschleudern?“ „Sponsoring ist nicht illegal.“ „Aber das läuft doch bei denen auch anders herum.“ „Ich verstehe die Frage nicht.“ „Es ist doch nicht vernünftig, sich gleich von Anfang an mit einem Industrieunternehmen einzulassen.“ „Das haben wir damals auch nicht anders gemacht, wenn ich mich recht erinnere.“ „Damals?“ „Naja, als wir nach dem verlorenen Krieg… ach, egal.“

„Und wenn der Mossad uns nun finanziert?“ „Das mit der BRD GmbH, okay – aber dass wir Geld vom israelischen Geheimdienst kriegen, das möchte ich von denen selbst hören.“ „Dass wir vom Verfassungsschutz bezahlt werden, ist doch viel wahrscheinlicher.“ „Werden wir ja jetzt schon.“ „Wozu brauchen wir dann noch eine Stiftung?“ „Geldwäsche?“ „Kann man das nicht auch ohne?“ „Ohne Geldwäsche?“ „Ohne Stiftung.“ „Fragen Sie die Banken.“ „Dann kann ich ja gleich zum israelischen Geheimdienst gehen.“

„Immerhin besteht doch noch eine Möglichkeit, dass wir uns nach Stresemann benennen.“ „Was ja auch sinnvoll wäre.“ „Silberstreif am Horizont, oder was meinen Sie?“ „Nee, passt zu unserem Demokratieverständnis: unten abgeschnitten.“ „Na, da haben Sie aber einiges in den falschen Hals gekriegt.“

„Ich wäre ja für Lutz Bachmann.“ „Wir hatten uns doch darauf geeinigt: keine Zuhälter.“ „Aber eine gerade im Osten bekannte Figur, die unseren Wunsch nach Beleibtheit bei den Massen verkörpert und sich auch programmatisch einigermaßen gut in unsere Partei einfügt.“ „Das müsste den Nerv der Zeit treffen.“ „Gegen dieses Allparteienkartell der westlich versifften Scheindemokraten!“ „Also weg mit dem maroden Sozialstaat, aber durch die Hintertür her mit der Diktatur.“ „Und die Eliten können sonntags einen vom Volk erzählen.“ „Und einheitliche Kultur!“ „Jawoll, eine Gleichschaltung muss her!“ „Und wenn uns die anderen Parteien nicht mehr passen, schaffen wir sie einfach ab!“ „Endlich Revolution!“ „Hurra!“ „Sieg Heil!“ „Also, Kollegen: Karl-Marx-Stiftung für nationalen Widerstand. Na, wie klingt das?“





Fabelhaft

6 05 2018

für Kurt Tucholsky

„Bei Kruse und Consorten,
dit müssense ma sehn,
jleich bei die Einjangspforten,
da sitzt se. Wunderschön!
Det Mädel heeßt Schalotte,
die lernt da uff Büroh,
dit is vielleicht ’ne Flotte –
mit Tippen sowieso.
    Kucken se jenauer hin,
    wenn ick uff der Lauer bin,
    fühl ick mir voll Manneskraft –
    fabelhaft!
    Faaabelhaft!

Im Jarten hat der Schwager
’ne Laube, piekefein.
Da ist det Rohstofflager…
Se wissen, wie ick’s mein.
Da schöpft a aus die Vollen
mit Kognak, weich wie Samt.
Det muss a nich verzollen.
Er is ja ooch bei’t Amt.
    Kucken se jenauer hin,
    hinten is ’ne Mauer drin.
    Was der Mann beiseite schafft –
    fabelhaft!
    Faaabelhaft!

Nu ham wer’n als Minister.
Dit is vielleicht een Holz!
Der Mann hat noch Jeschwister?
mir langt der eene Scholz.
Da knacken die Jelenke,
der kann am liebsten hart,
und futsch sinn die Jeschenke –
dit hat a uns erspart.
    Kucken se jenauer hin!
    Warum ick so sauer bin,
    allet buckelt, eena blafft –
    fabelhaft.
    Fabelhaft.“