Schutzmännchen

15 02 2017

„Irgendwie kann man es aber auch verstehen, dass Polizisten jetzt besser geschützt werden.“ „Wovor denn?“ „Die armen Beamten müssen doch die total verfehlte Politik ausbaden, die diese Regierung macht.“ „Also etwa ein Gesetz, das Polizisten besser schützt?“

„Wir sehen doch, das ist statistisch bestätigt!“ „Was stört Sie eigentlich an der aktuellen Kriminalstatistik?“ „Nichts, die ist schließlich wahr, weil sie offiziell ist.“ „Dann haben Sie gelesen, dass Angriffe gegen die Polizei seit Jahren zurückgehen, oder?“ „Das ist Ihre Interpretation.“ „Das sind die nackten Zahlen.“ „Wir haben aber immer mehr Widerstand gegen die Staatsgewalt!“ „Den Begriff gibt es nicht mehr.“ „Im Strafgesetzbuch heißt es aber immer noch so.“ „Es heißt: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.“ „Das ist dasselbe.“ „Ich darf kurz aus dem Paragrafen zitieren: ‚Die Tat ist nicht nach dieser Vorschrift strafbar, wenn die Diensthandlung nicht rechtmäßig ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.‘“ „Keiner mag Klugscheißer, klar!?“ „Ein Polizeischutz für die Schutzpolizei ist also plötzlich auch dann strafbar, wenn sich nicht vollstreckende Vollstrecker auf einmal mit Widerstand konfrontiert sehen?“ „Das ist mal wieder eine ihrer linken Nebelkerzen!“

„Sonst hatten Sie für den Justizminister auch nicht immer viel übrig.“ „Der ist ja auch gelernter Nichtjurist. Aber hier macht er ausnahmsweise mal etwas richtig.“ „Das Gesetz kommt doch eigentlich aus dem Innenministerium.“ „Aha, Sie meinen, de Maizière macht Männchen?“ „Schutzmännchen.“ „Jetzt lassen Sie mal Ihre Spitzfindigkeiten, der Innenminister hat’s auch nicht leicht. Der ist für die innere Sicherheit zuständig, dem darf man nicht mit der Verfassung kommen.“

„Warum wurde dieses Gesetz nur so plötzlich durchgepeitscht?“ „Weil sich eine große Mehrheit dafür ausgesprochen hat, dass man unsere Polizei endlich schützt!“ „Welche Mehrheit?“ „Also die der Gewerkschaften!“ „Welcher Gewerkschaften?“ „Die Polizeigewerkschaften, verdammt noch mal!“ „Es reicht in Deutschland, wenn ein Berufsverband lustige staatsrechtliche Ideen hat, und dann landet er nicht in der Psychiatrie, sondern in Karlsruhe?“ „Die Debatte um das gesellschaftliche Klima muss ja auch widergespiegelt werden. Wir brauchen ein Recht, das die Wirklichkeit abbildet!“

„Und wenn man beispielsweise Lehrer besser gegen Angriffe schützen würde?“ „Lustig, wie Sie Ihre Bildungslücken hier als Gutmenschengefasel verkaufen wollen.“ „Weil?“ „Bildung ist nun mal Ländersache, da können Sie als linker Schreihals nicht punkten.“ „Was hat das damit zu tun?“ „Der Schutz unseres Staates beruht auf Bundesgesetzen.“ „Man dürfte also einen Ministerpräsidenten straffrei abschlachten?“ „Was ist denn das für…“ „Ach nichts. Ich hatte nur gerade versucht, mich Ihrem Niveau anzunähern, aber die Kopfschmerzen sind es nicht wert. Vielleicht Busfahrer? oder Bahnschaffner?“ „Arbeiterpack? dieser Dreck ohne akademische Ausbildung kann gerne als Kandidat bei der Stalinistenpartei antreten, ansonsten sollen diese Parasiten die Fresse halten und meine Rente verdienen!“ „Immerhin ist die Deutsche Bahn ein Unternehmen in Staatsbesitz.“ „Deshalb geht auch bei denen nichts mehr! Dieser ganze Staat gehört doch hinter Schloss und Riegel, Gerichte und Finanzamt gleich mit, und die in Dresden lassen sich von diesen Linkschaoten gefallen, dass man einen…“ „Also sollten die Vertreter der öffentlichen Ordnung besonders geschützt werden?“ „Wer rettet uns denn, wenn der Islam Deutschland zerstören will? Es geht doch hier um humanitäre Werte!“

„Wen würden Sie besser vor einer Aushöhlung des geltenden Rechts schützen? Investmentbanker oder…“ „Mein Abteilungsleiter sagt, die braucht keiner, aber unser Chef, der Chef von dem Chef von dem Abteilungsleiter, der ist schon der Ansicht, da müsste man mal nichts tun.“ „Und was denken Sie?“ „Wir brauchen schon Gerechtigkeit für den kleinen Mann auf der Straße – deswegen ja!“ „Und deshalb muss man beispielsweise Erzieher nicht besser behandeln als Investmentbanker?“ „Soll ich das jetzt als Beleidigung auffassen?“ „Würde das Ihrem Bildungsstand entsprechen?“ „Ich sage es Ihnen mal ganz deutlich: es wird keiner gezwungen, diesen Beruf zu ergreifen!“ „Man könnte also auch auf das Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Heimen und…“ „Die sollen einen ordentlichen Schulabschluss machen und zur Bundeswehr gehen, ist das denn zu viel verlangt?“

„Außerdem ist Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte im Polizeidienst nur ein marginales Thema.“ „Warten Sie mal ab, bis wir hier alles voller Flüchtlinge haben.“ „Die typischen Täter sind Deutsche. Beispielsweise Fußballfans, Neonazis, die Flüchtlingsheime anzünden…“ „Anders kriegt man die ja gar nicht mehr weg hier aus Deutschland!“ „… und dann die Feuerwehr am Löschen hindern. Oder wo wir gerade beim Thema Dresden sind: Demonstranten fallen auch in das Ressort.“ „Eben, immer drauf! Anders lernen es diese Chaoten ja nicht.“ „Dass Straferschärfungen immer helfen, wissen wir alle, und dass Sie dies PEGIDA-Pack in den Knast schicken wollen, das macht Sie ja regelrecht sympathisch.“ „Ja, das nun nicht gleich, aber Sie müssen doch den rechtlichen Vorgang mal würdigen – so ein Gesetz, das hat Symbolkraft.“ „Dass das Symbolgesetzgebung ist, war klar.“ „Das hat Symbolkraft, weil wir in einer Zeit des Umbruchs sind. Mit Demokratie kommen wir nicht mehr weiter, deshalb müssen wir jetzt den gesellschaftlichen Wandel einläuten. Es muss sich doch etwas drehen in diesem Land!“ „Mit Gesetzen gesellschaftliche Veränderungen durchsetzen, wo war das zuletzt noch mal erfolgreich?“





Sempf

7 11 2016

„Brandsätze haben Sie selber? Ich frage nur, falls die Bundespolizei Sie eventuell unterstützen muss. Wir haben uns so lange diese unqualifizierte Kritik von außen angehört, wenn wir hier in Bautzen mal etwas richtig machen können, und das ist ja bisher so gut wie nie der Fall gewesen, dann machen wir das mit der rechten Härte des brutalsten Staates. Nee, das war auch wieder nicht korrekt, oder?

Ich nehme das hier nur auf, wir haben ganz neutrale Formulare, und da können Sie dann Ihr politisches Anliegen formulieren und eventuell eine Kundgebung anmelden. Haben Sie sich denn schon entschieden, wofür Sie demonstrieren wollen? Ja, das ist jetzt schwierig – Juden gibt es in Bautzen in nicht ausreichender Menge, da würde ich schon eine Minderheitenmeinung annehmen, und die Feinde der völkischen Rasse ins Gas schicken, das klingt geistig behindert, Frauke Petry sagt das auch immer, und die ist da ja eine anerkannte Expertin, und das mit der völkischen Rasse hieße auch, dass die Nationalsozialisten, also Sie, und das mit der geistigen Behinderung, na egal, aber lassen Sie sich mit dem Formular gerne helfen. Das mit dem Lesen ist ja nicht so verbreitet in Ihrer Familie.

Ausländer ausrotten, wie stellen Sie sich das vor? Dass Sie Robaszkiewicz heißen, ist eine Art Grund, aber keine Entschuldigung. Das kriegen Sie außerdem beim Verwaltungsgericht nie durch, das kann ich Ihnen schon mal verraten. Und wie wollen Sie das praktisch machen? Grundgesetzkonform kriegt man das nicht hin, da bin ich jedenfalls schon mal skeptisch. Und im Eifer des Gefechts mobile Genickschussanlagen aufbauen, mein lieber Freund: das funktioniert vielleicht auf dem Parteitag, wenn die Storch oder die Höcke sich den Dreck aus dem Hirn rotzen, aber mit Polizeigenehmigung? Wir sind hier zwar in Sachsen, aber ohne ordentliche Einzelfallprüfung kriegen Sie das nicht durch. Bedenken Sie, wir leben hier in einem Rechtsstaat!

Also die fremdrassigen Mitbürger haben Sie durch ihre reine Anwesenheit in Ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Herrenrasse gestört. Ja, habe ich. Und wie genau ist das dann eskaliert? die Ausländer waren plötzlich noch ausländischer? Wie hat sich das denn im Einzelfall geäußert? Nach dem Ziehen der Schusswaffen haben sie sich nicht einem Kampf Mann gegen Mann gestellt, sondern vorsichtshalber haben sie die Flucht ergriffen? Das ist doch ein bisschen dünn. Vierzig zu eins? Und es waren – bitte keine obszönen Ausdrücke, es waren jedenfalls weibliche Personen, wie ich Ihren Worten entnehme – also nur Frauen, und Sie waren eindeutig in der Überzahl, dann ist das klar. Da kann ja ein Kampf Mann gegen Mann gar nicht stattfinden.

Ich weiß es nicht, mit Rechtsradikalismus kenne ich mich überhaupt nicht aus. Ich habe da zwar eine Menge sehr guter Freunde, wer das im Einzelnen ist, das tut hier auch gar nichts zur Sache, aber ich habe eben wirklich null Ahnung. Und da muss die Verwaltung den Willen des Volkes unterstützen, oder jedenfalls der Teile, die sich dafür halten.

Wurden denn Mitglieder Ihrer Initiative von der Polizei nach dem letzten Einsatz verhaftet? Na ein Glück, das wäre auch noch schöner gewesen. Der Justizvollzug ist gnadenlos, da reichen heutzutage ein bis drei Vorstrafen, eine Bewährungsfrist, und schon darf man seine nationale Identität, und das ist noch nicht einmal ein anerkanntes Mordmotiv. Da müsste die Bundespolitik mal was ändern, aber die hören ja immer nur auf die Linkspopulisten.

Haben Sie denn schon eine Route? Ich würde Ihnen vom Kornmarkt, da trifft sich ja ständig der ganze Abschaum, und die Asylanten sind auch da, Sie sollten dann immer nach Osten marschieren, ein paar legale Schusswaffen – haben Sie nicht? ich sagte doch, die Bundespolizei unterstützt Sie gerne – und dann immer in Richtung Friedhof. Das würde die ergebnisoffene Auseinandersetzung mit den Fremdrassigen enorm erleichtern, jedenfalls müsste der kommunale Entsorgungsdienst dann nicht die Reste durch die halbe Stadt karren. Denken Sie mal im Sinne der Allgemeinheit, falls Ihnen das keinen Hirntumor verursacht. Sie tun etwas für Ihr Volk. Für jemanden, der außer Dosenbier, Gonorrhoe und Reichskriegsflagge wenig Abendland mitgekriegt hat, wäre das mal ein patriotischer Akt.

Wir müssen eindeutig die Demonstration gegen etwaige undemokratische Proteste absichern. Das heißt für unsere Verwaltung im Umkehrschluss, dass wir jeglichen Protest als demokratiefeindliche Aktion behandeln, auch dann, wenn er von unserem Bürgermeister kommen sollte. Gut, das war jetzt rhetorisch konstruiert, der redet lieber direkt mit den Feinden der Demokratie, er mag es halt lieber, wenn man ihm nicht zuhört, dann muss er auch nicht so tun, als könnte er das bei anderen, aber im Ganzen ist er auch lieber auf der Seite der Feinde der Feinde der Demokratie. Passen Sie also sehr gut auf, was Sie in Ihr Formular schreiben.

Sie können auch Polizeikräfte anfordern, ja. Die stehen dann voll und ganz zu Ihrer Verfügung. Aber wir müssten das eben vorher wissen, weil Polizei in Bautzen immer nur da ist, wenn man vorher weiß, wo spontane Zusammenrottungen entstehen. Es kann auch sein, dass sich da ein paar demokratische Chaoten hinstellen, denen wollen wir natürlich auf keinen Fall das Feld überlassen, und wenn die sich nicht an Ihre Vorstellungen des vorher schriftlich niedergelegten Demonstrationszwecks halten, muss man die mit polizeilichen Mitteln daran erinnern, dass wir hier das Grundgesetz durchsetzen. Wissen Sie, das ist überhaupt unsere politische Linie: wir reden ja grundsätzlich mit jedem, aber noch lange nicht mit allen.“





Statt Sicherheit

22 06 2016

„Also nur für das eigene Umfeld?“ „Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie sich in den entlegeneren Bezirken Ihrer Heimatstadt einmal gründlich umschauen.“ „Und wenn das auffällt?“ „Dann gehen Sie eben nachts. Wenn Bürgerwehren das können, können das Hilfspolizisten auch.“

„Die Dienstanweisung sieht vor, dass wir über potenziell verdächtige Elemente Informationen sammeln.“ „Dann wird das wohl vom Ministerium als sinnvoll erachtet.“ „Von de Maizière?“ „Keine Ahnung, aber wenn er nicht widersprochen hat, wird das wohl so sein.“ „Was sind denn bitte potenziell verdächtige Elemente?“ „Das müssen Sie schon selbst herausfinden.“ „Verdächtige Leute?“ „Die Leute, bei denen sich der Verdacht ergibt, dass sie möglicherweise verdächtig werden könnten.“ „Das ist ja Konjunktiv dreieinhalb.“ „Wenn Sie den Eindruck haben, jemand könnte rein theoretisch…“ „Nach welcher Theorie denn bitte?“ „… unter Umständen verdächtig werden, dann melden Sie den dem DDR.“ „Es heißt: der DDR. Es ist die…“ „Das ist die Abkürzung für das Deutsche Denunziations-Register.“ „Wie!?“ „Sie haben ja in gewisser Weise recht. Wir melden halt, bevor wir einen Verdacht haben. Das ist für die Bürger in den neuen Bundesländern ein schönes nostalgisches Moment an der Sache.“

„Mal ganz praktisch gefragt: wie radikalisieren sich denn die Nachbarn?“ „Naja, das kommt darauf an.“ „Jetzt sagen Sie nicht, ich soll einen melden, nur weil der keinen schwarzen Fußballspieler neben sich wohnen haben will.“ „Quatsch, das hat doch keiner behauptet.“ „Ist es nicht vielmehr so, dass die Leute sich heimlich mit Bombenbasteln und Schusswaffen beschäftigen?“ „Das ist ein Klischee, die meisten sind in Moscheen oder…“ „Keiner meiner Nachbarn oder Verwandten ist Muslim, keiner von denen geht in eine Moschee.“ „Auch nicht heimlich?“

„Das ist doch wieder nur eine der üblichen Nebelkerzen, um rechtsterroristische Gewalt zu verharmlosen.“ „Wo sehen Sie denn Rechtsterror?“ „Den Nationalsozialistischen Untergrund und seine guten Beziehungen zum Verfassungsschutz haben Sie anscheinend schon vergessen.“ „Ach so. Das waren aber tragische Einzelfälle.“ „Da haben die Nachbarn also bloß nicht mitgekriegt, dass die sich radikalisiert haben?“ „Nein, das sehen Sie falsch. Die waren schon radikalisiert, da war dann schon nichts mehr zu sehen. Manchmal ist man eben als Staat auch mal machtlos.“

„Und dieses Denunziations-Register, da melde ich dann jeden, der plötzlich eine Hakenkreuzfahne im Wohnzimmer aufhängt?“ „Da müssen Sie schon ein bisschen mehr niedrigschwellig denken.“ „Wie bitte?“ „Also einfach, ganz einfach.“ „Auf dem Niveau von de Maizière?“ „Unterbrechen Sie mich jetzt nicht. Sie müssen der Gefahr schon auf die Schliche kommen, bevor sie entsteht.“ „Bevor sie zu entstehen drohen könnte?“ „Ich glaube, Sie haben das langsam kapiert.“ „Wenn mein Nachbar beispielsweise Verständnis für Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte äußert?“ „Eher, wenn Sie so ein komisches Bachgefühl haben.“ „So eins wie die Bundeskanzlerin, wenn sie mit dem Grundgesetz konfrontiert wird?“ „Nein, eher sicherheitsmäßig. Wenn die Leute im Hausflur immer freundlich grüßen und trotzdem so wirken, als ob sie etwas zu verbergen hätten.“ „Ich habe auch einiges zu verbergen.“ „Aber Sie sind nicht der Typ, der im Hausflur freundlich grüßt. Bei Ihnen mache ich mir da keine Sorgen.“

„Und dann kommen die Hilfspolizisten vorbei, oder wie soll ich mir das vorstellen?“ „Ach was, das dauert. So viele kann man gar nicht einstellen, außerdem sind die für Wohnungseinbrüche gedacht. Man kann sich auch nicht um alles kümmern.“ „Sagt die Hilfspolizei?“ „Sagt de Maizière.“ „Auch nicht besser.“ „Bevor da irgendwas passiert, müssen sämtliche Daten erst einmal gründlich ausgewertet werden. Das nimmt einige Zeit in Anspruch, denn es sind mehrere Behörden damit beschäftigt.“ „Und wann passiert mal etwas?“ „Nicht so schnell, wir sind schließlich immer noch in einem Rechtsstaat.“ „Noch immer?“ „Dann kommt erst unser Analyse- und Auswertungstruppe. Die Statsi.“ „Von Stasi oder von Statistik?“ „Weder – noch. Die Statsi ist zuständig für alle Aktivitäten statt Sicherheit.“ „Also doch Staatssicherheit.“ „Nein, hören Sie doch mal zu! Statt Sicherheit – wir können ja objektiv keine Sicherheit garantieren, stattdessen verbreiten wir halt subjektive Unsicherheit.“

„Meinen Sie nicht, dass der Mann mit seinem Amt völlig überfordert ist.“ „Ach was.“ „Und warum macht er dann so eine…“ „Ich meine, nicht mit seinem Amt. Dass er überfordert ist, da gebe ich Ihnen recht.“ „Und dieses Theater hier? dies ständige Geschnüffel, ob man nicht irgendjemanden verleumden kann? Diese permanente Angst, dass man in unserer entsolidarisierten Gesellschaft selbst zum Opfer irgendeiner Rufmordkampagne wird?“ „Das entspricht doch nur dem aktuellen Trend.“ „Ich weiß nicht, ob ich das Trend nennen würde.“ „Gucken Sie doch in die Lifestyle-Zeitschriften: alles redet ständig von vermehrter Achtsamkeit.“ „Entschuldigung, aber Sie haben einen Knall.“ „Bitte, so nehmen Sie doch Vernunft an!“ „Ich will von dem Murks nicht mehr hören!“ „Aber unser Bundesinnenminister möchte doch einfach nur ein bisschen beliebter sein.“ „Was!?“ „Er setzt sich doch ein. Er liebt doch alle Menschen.“





Mauerschützen

20 10 2015

„… brauche Deutschland eine erheblich bessere Grenzsicherung, um keine unerwünschten Ausländer aufnehmen zu müssen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft könne nicht garantieren, dass es ohne eine sofortige…“

„… die Darstellung der Bundeskanzlerin vehement zurückgewiesen habe. Die regierenden Sicherheitskräfte seien lediglich daran interessiert, Ruhe und Ordnung zu gewährleisten, damit das Land nicht von linken Chaoten…“

„… stehe laut DPolG der Zusammenbruch des Abendlandes unmittelbar bevor. So habe im Wetteraukreis eine Straßenlaterne eine Woche lang unbemerkt auch tagsüber geleuchtet, was von einem erst seit 1987 dort ansässigen Schwarzafrikaner den Ordnungsbehörden nicht gemeldet worden sei. Die Polizei sehe sich deshalb einmal mehr gezwungen, Terroranschläge wie diesen bereits im Keim zu…“

„… habe niemand die Absicht, eine Mauer zu errichten. Allerdings sei Herrmann…“

„… es in Nürnberg zu einem erneuten Übergriff gekommen sei. Seehofer schlage vor, jedem Asylanten eine elektronische Fußfessel anzulegen, die zwar Gewalttaten weder verhindere noch aufzuklären helfe, sich aber in der öffentlichen Diskussion als ein dringend notwendiger Schritt in die richtige…“

„… die Deutsche Polizeigewerkschaft eine Vaterländische Lotterie vorgeschlagen habe, um die Grenzanlagen zu installieren. Da eine elektrische Anlage vorerst noch nicht genehmigt werden, müsse man mit Materialien aus dem…“

„… warne Wendt vor einer vorschnellen Ablehnung und fordere eine differenzierte Diskussion. Er habe nichts gegen Menschen, beispielsweise Dänen oder Schweizern, die im Gegensatz zu den Ausländern…“

„… die andere Person immer noch im künstlichen Koma liege. Es habe sich, so der Sprecher des Klinikums Nürnberg Nord, allerdings um einen Bayern und einen Franken gehandelt, die beide mehr als zwei Promille…“

„… Unterstützung von Seehofer erhalte. Der bayerische Ministerpräsident habe am Rande der Klausurtagung erklärt, nur weil sich die Immigranten an das Grundgesetz hielten, müsse der Staat ja nicht auch noch…“

„… vereinzelt syrische Flüchtlinge gesichtet worden sein sollen, die die deutsche Grenze bei Klingenthal überschritten hätten. Wendt sehe dies als bewusste Irreführung der Behörden und fordere die sofortige strafrechtliche…“

„… außerdem für Investitionen sorge. Söder habe errechnet, dass jeder nicht nach Deutschland eingereiste Migrant der Stacheldrahtbranche pro Jahr 13,98 Euro (brutto)…“

„… sich bis nach Polen vorgearbeitet habe. Der Flüchtlingszug sei mit zahlreichen Taxis teilweise schon aus Griechenland…“

„… sei der deutsche Staat nur dann noch überlebensfähig, wenn Sicherheitsmaßnahmen zur Verteidigung der abendländischen Identität…“

„… eine Erhöhung der Barrikaden auf drei Meter trotz des Fachkräftemangels eine Belebung des Arbeitsmarktes bedeute, die sich direkt auf die Steuereinnahmen…“

„… mehrmals zu schweren Zwischenfällen gekommen sei, als deutsche Staatsbürger auf ihrem Arbeitsweg von Österreich nach Bayern von den Sicherungstruppen tätlich…“

„… sei sich Wendt sicher, dass nur durch eine rigide Einlasskontrolle Deutschlands die anderen EU-Staaten bereit seien, sich an einer gemeinsamen einvernehmlichen Lösung zu…“

„… präventiv blonde Frauen zwischen elf und 75 nach Einbruch der Dunkelheit mit einer Ausgangssperre belegen wolle, um sie vor Übergriffen von…“

„… ob man den Einwanderern beim Betreten der Transitzone auch dann ein Jahresticket für die Ausländermaut berechnen könne, wenn man sie innerhalb weniger Tage wieder aus dem…“

„… warne Seehofer angesichts des Nettogewinns von annähernd drei Milliarden Euro durch die Flüchtlingsabwehrmaßnahmen, die erwirtschafteten Steuergelder gleich wieder für dahergelaufene Asylanten zu…“

„… seien jüdische Mitbürger durch eine Gesichtstätowierung auf einer Tatortaufnahme viel besser als Opfer zu identifizieren, weshalb Wendt für die zügige Umsetzung seines…“

„… die Bewachung der Grenzschutzanlagen nur durch befestigte Fahrwege und einen asphaltierten Streifen, der jeweils durch eine Kiesfläche und einen mehrere Meter breiten…“

„… habe sich die Deutsche Polizeigewerkschaft präventiv vom Friedensnobelpreis für die EU distanziert. Der Arbeitnehmerverband fühle sich der Idee einer pazifistischen Selbstaufgabe vor der Überschwemmung durch mehrere Milliarden…“

„… sei die Installation von Videokameras unumgänglich, um die Soldaten beim Mauerschützen vor mutwilligen Beschädigungen durch Farbe, Fingerabdrücke oder…“

„… verlange Seehofer von den Grenzjägern, dass sie die Integrität des Freistaates bis zur letzten Patrone…“

„… die Beobachtungstürme mit einer Fernmeldestandleitung auszurüsten, um im Falle einer fremdländischen Invasion sofort mit Hilfe von Suchscheinwerfern und Signalmitteln Verstärkung aus dem Landesinneren zu…“

„… dass die Grenztruppenunterkunft in Hofham vermutlich schon innerhalb weniger Wochen bezugsfertig sein könnte, wenn die bewaffneten Organe des Freistaats Bayern sich…“

„… auf ihrem Ultimatum beharre. Die Landesregierung von Oberösterreich anerkenne die Grenze, verlange aber ein lebenslängliches Einreiseverbot. Wendt prüfe rechtliche Schritte gegen die österreichische…“





Gewaltenteilung

4 05 2015

„Wir wissen auch nicht, wie das wieder passieren konnte. Die müssen da alle so ungünstig im Weg gestanden sein, und als Polizist macht man ja schon mal eine unglückliche Bewegung, und wenn viele Polizisten unglückliche Bewegungen machen, dann stehen da manchmal auch viele Leute ungünstig im Weg, und dann hat es halt den einen oder anderen getroffen. Das ist jetzt sehr bedauerlich, dass es auch Polizisten waren. Das war so nicht geplant.

Unter dem Gesichtspunkt der Arbeitsökonomie ist das so gar nicht zu leisten. Wir haben ja nur begrenzte Manpower, deshalb können wir einfach nicht jeden verprügeln. Dieser Zustand hält uns ab von unseren eigentlichen Aufgaben, und wir müssen uns dann die Frage gefallen lassen, ob wir die innere Sicherheit überhaupt noch im Griff haben. Es gibt ja inzwischen Kundgebungen von Neonazis, da sind dann sofort diese linken Chaoten auf dem Plan. Wir können doch nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb brauchen wir die Unterstützung aus dem zivilen Lager.

Wir sollen was geworfen haben? Steine? Wir haben niemals Steine geworfen, das ist absolut unmöglich, und wenn Sie das weiterhin behaupten, dann werden wir Sie mit der ganzen Härte des deutschen – Videoaufnahmen? Unsere eigenen Videoaufnahmen? Selbstverständlich haben wir Steine geworfen. Das machen wir immer so. Schließlich werfen die Zivilkräfte auch mit Steinen, und damit man später weiß, dass alle, die Steine werfen, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zur Polizei gehören, werfen wir eben auch Steine. Das kann dann schon mal den Falschen treffen, ja. Ab und zu trifft so ein Stein auch friedlich demonstrierende Bürger, das ist immer ganz besonders ärgerlich. Ich meine, friedlich demonstrieren, das ist doch eine bewusste Provokation! Diese Leute widersetzen sich unserer Staatsgewalt, die wir ja nun mal ausüben, und wenn sie getroffen werden, dann jammern sie auch noch herum! Das ist doch sowieso total unverantwortlich – wenn Sie friedlich demonstrieren wollen, dann gehen Sie doch nicht auf eine Versammlung, auf der Steine geschmissen werden! Die wollen das doch so!

Vielleicht könnten wir auch einen Vorschlag der Opposition aufgreifen und eine Kennzeichnung für Beamte einführen. Erstmal nur für die Zivilkräfte, dann sehen wir weiter. So ein farbiges Abzeichen. Oder eine Jacke. Aber nicht zu auffällig! Stellen Sie sich das mal vor, wir stecken die alle in rote Jacken, und dann kriegt die Antifa das mit, und wir können keinen von denen mehr zusammenschlagen, weil wir immer damit rechnen müssen, dass es sich dabei um einen Kollegen handeln könnte. Das geht doch so nicht!

Wir stehen hier vor einem sozusagen tragischen Konflikt. Die Zivilkräfte müssen uns angreifen, auch mit Reizgas und mit scharfen Waffen und allem drum und dran, damit wir uns zur Wehr setzen können. Gegen alle anderen, versteht sich. Der Zivilbeamte an sich ist ja erstmal nur die Fortsetzung des Zivilstandes mit anderen Mitteln, und als solchen behandeln wir ihn auch. Jetzt müssen wir die Zivilbeamten aber auch als Teil der Zivilgesellschaft angreifen – so ist unser Selbstverständnis als Polizei nun mal, ich kann es auch nicht ändern. Und jetzt frage ich Sie, wenn diese Zivilgesellschaft mit scharfen Waffen und Reizgas uns als Polizei angreift, dann sind wir doch gezwungen, denen im Rahmen der Verhältnismäßigkeit die Fresse zu polieren, oder? Sonst würde ja der Einsatz von Zivilbeamten auch gar keinen Sinn mehr machen. Und was dann passiert, wenn wir keine Kontrolle mehr über die Zivilgesellschaft haben, das muss ich Ihnen doch gar nicht erst erzählen. Die demonstrieren hier, wie sie lustig sind. Und uns braucht am Ende gar keiner mehr. Das kann doch keiner wollen!

Jetzt lenken Sie nicht ab. Von Eskalation kann hier gar keine Rede sein. Noch haben wir ja keine seit Monaten gesuchten islamistischen Terroristen in so einer Sitzblockade enttarnt. Und es sind von unserer Seite aus auch keine atomaren Sprengsätze in die Menge geworfen worden. Ich weiß, dass solche Vorwürfe irgendwann kommen, deshalb lieber schon im Vorfeld: machen Sie uns nicht solche absurden Vorwürfe, das schwächt nur Ihre Position!

Das ist halt ein bisschen so wie mit dem Verfassungsschutz. Wenn Sie den plötzlich zumachen, dann haben Sie vielleicht keine NPD mehr, aber dann gibt es auch keinen, der die Reste der Neonazis unterwandert und kontrolliert und bezahlt, und wenn Sie Pech haben, gibt es auf einmal wieder eine NPD, aber dann haben Sie keinen Verfassungsschutz mehr, der die Neonazis unterwandert und kontrolliert. Und bezahlt.

Wir müssten etwas haben, das uns die Zivilkollegen sofort erkennen lässt. Dann könnten wir uns wieder ganz auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren, es gäbe weniger Verletzte, wenigstens keine falschen mehr, und dann hätten wir endlich so etwas wie Rechtssicherheit, verstehen Sie? Es müsste etwas geben, das wir als Uniformierte sofort sehen, eine Art Stoppsignal, und dann wären wir aus dem Schneider. Wie, für alle Zivilkräfte? Alle umbesetzen? Gut, einen Versuch wär’s wert. Aber wo bekommt man auf die Schnelle so viele Neger her?“





Der große Bluff

15 07 2013

„Hat er gesagt, was er weiß? Hat er nicht? Was weiß er denn dann? Wenn er nicht gesagt hat, was er weiß, dann kann er doch nichts wissen, oder? Oder wissen wir das nicht? Jetzt regen Sie mich nicht auf, das hier ist kompliziert genug. Jedenfalls werden wir so mit Snowden nicht fertig.

Albtraum, hat er gesagt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Albtraum? und er kann uns in einer Minute mehr Schaden zufügen als jeder zuvor? Was haben wir denn seit Vietnam gemacht, was ich hier im Weißen Haus nicht mitgekriegt hätte? Das ist doch bestimmt wieder so ein Bluff. Bestimmt, der kann ja gar nichts wissen. Dazu zahlen wir den Leuten einfach zu viel, als dass sie einfach so Geheimnisse weiterverkaufen würden. Aber sicher ist sicher. Ich habe gleich ein Memo rausgeschickt, sie sollen alle ihre Dokumente prüfen. Vielleicht hat jemand Daten geklaut und wir haben es nicht gemerkt.

Normalerweise würde ich jetzt bei der Navy anrufen, ob die noch einen Flugzeugträger übrig haben und ein paar Mann, die sich als Taliban verkleiden. Doch, Taliban. Russische Uniformen hätten wir noch da, aber die Bilderberger hatten mit Putin ausgehandelt, dass er erst die unterirdischen Gaskammern für seine Dissidenten zu Ende bauen darf, bevor wir einen gemeinsam Terroranschlag planen. Wir müssen uns da schon an internationale Abmachungen halten, das erwartet man von Freunden.

Haben Sie eigentlich noch den gelben Ordner? Na, diesen gelben Ordner – der steht doch bei Ihnen im Büro. Linker Schrank. Obere Reihe. So ein gelber Ordner eben. Da waren die alten AOL-Passwörter drin und die NFL-Ergebnisse von 2014. Da müsste so ein graues, nein: mittlerweile dürfte es braun sein. Wir hatten uns doch 1989 eine Quittung geben lassen für die Hängolin-Vorräte aus der DDR. Ist die noch da? Dann kann es das also auch nicht gewesen sein. À propos Quittung, die für den Friedensnobelpreis war abhanden gekommen, habe ich gehört? Ein Kontoauszug. Wir haben den Eindruck, dass das Ding ein bisschen häufig zu Privatfeiern mitgenommen wird. Könnte das eventuell sein? Dann haben Sie ein Auge auf das Ding. Das ist unsere Versicherung, falls sie uns den Preis irgendwann wieder aberkennen sollten.

Es kann doch auch eine Verschwörungstheorie sein, oder? In Wahrheit weiß er überhaupt nichts, aber wir wissen nicht, dass er nichts weiß. Das ist eine Verschwörungstheorie. Das muss eine sein. Der kann uns ja gar nichts nachweisen. Die Chemtrails sind eine russische Erfindung, habe ich gelesen, oder war das doch HAARP? Das Komplizierte an unserem Job sind nicht die ganzen Geheimnisse, sondern den Überblick zu behalten, wer was wissen darf.

Das Problem ist, dass Snowden eine hohe Sicherheitsfreigabe hatte. Jedenfalls viel höher als der Präsident. Stellen Sie sich doch bloß mal die Verwicklungen vor. Obama geht vor die Presse und sagt denen, es gäbe überhaupt keine Ufos, und sie seien nie in der Area 51 gelandet, und es gäbe die Area 51 gar nicht, und Elvis sei auch schon tot. Der sagt das einfach so frei von der Leber weg, weil er es eben nicht weiß. Das sind doch die wahren ethischen Konflikte! Wir müssen das hier irgendwie auf die Reihe kriegen, dass das einigermaßen geordnet zugeht. Jedenfalls lassen wir uns von dem Bürschchen nicht erpressen. Dann soll er doch ruhig erzählen, dass wir AIDS nur erfunden haben, um Afrika leer zu kriegen für unser Solarenergie-Projekt. Okay, bei Deepwater Horizon mussten wir ein bisschen mehr in die Luft jagen, um die Kritiker mundtot zu machen, aber haben wir da die Dreckarbeit gemacht? Na!?

Außerdem ist es doch völlig irrelevant, ob wir tatsächlich auf dem Mond waren. Wer will denn da jetzt hinfliegen und nachgucken, ob die Spuren noch im Boden sind? Die Fahne kann ja auch längst weg sein, wissen Sie, so ein Mond dreht sich ja auch, und dann fällt das Ding halt mal um, und da ist kein Atmosphäre, und dann wird das in den Weltraum – was rede ich denn da, das ist doch alles Quatsch! Außerdem wissen doch die Chinesen auch, dass wir wissen, dass sie manche Dinge haben, die wir besser nicht von ihnen wissen sollten.

Immerhin hatten wir damals nur das zweitbeste Angebot, Wojtyła umzunieten. Dieser Türke war billiger. Ja meine Güte, was sollten wir denn da tun! Dieser Schweinepriester macht uns den ganzen Ostblock kaputt mit seiner Befreiungstheologie, und wie sollen wir Wirtschaftskriege rechtfertigen, wenn wir nicht den Kommunismus als Buhmann im Schrank haben! Der Islam war ja zu der Zeit noch gar nicht erfunden, also bis auf den Irak, aber damals war Saddam auch noch einer von den Guten, und Osama war mit seiner Ausbildung noch nicht fertig. Aber wir haben die immer bar bezahlt. Die können uns gar nichts.

Also aufpassen jetzt. Keine schriftlichen Belege, nichts mehr aus der Hand geben ohne die höchste Sicherheitsstufe, Ausweise kontrollieren, und dann halten Sie um Himmelswillen endlich den Ball flach. Hören Sie endlich auf mich, ich mache das auch nicht erst seit gestern. Sie laden ab sofort keine ausländischen Minister mehr ein. Ihre Eigenmächtigkeit bringt uns alle noch in den Knast, verstanden? Keine Extratouren mehr. Sie wissen, was auf dem Spiel steht. Ich hatte es Ihnen gleich gesagt, schon am 10. September: ein Flugzeug reicht völlig!“





Amsel, Drossel, Fink und…

11 07 2013

„… ein ferngesteuertes Flugzeug gefunden habe. Damit sei die Bedrohung durch terroristische Akte um ein Vielfaches…“

„… hätte ein frühzeitiges Verbot von Modellflugzeugen sicherlich die Anschläge vom 11. September…“

„… natürlich nicht geplant, alle ferngesteuerten Modelle lückenlos zu überwachen. Wer nichts zu verbergen habe, stimme dem Sicherheitschip in seinem Flugzeug sofort…“

„… schwierig sei, sämtliche deutsche Hersteller ferngesteuerter Modellflugzeuge zur Kooperation zu zwingen, um eine gemeinsame Störfrequenz zu vereinbaren, solange weiterhin in Taiwan gefertigte Flugzeuge frei verkäuflich…“

„… dass Bundeskanzlerin Merkel gar nichts gegen ferngesteuerte Flugzeuge habe. Sie selbst sei ebenfalls…“

„… das Singen eines bestimmten Kinderliedes in verfassungstreuen Kitas zu unterbleiben habe. Der Text Amsel, Drossel, Fink und Starfighter könne in deutschen Kindern zu schweren seelischen Schäden führen, die der Wehrkraftzersetzung Vorschub zu leisten…“

„… vor allem die Ein-Finger-Steuerung verantwortlich sei. IM Friedrich habe ausgeführt, auf diese Weise könnten bereits drei terroraffine Personen mindestens dreißig hochgefährliche Bomber…“

„… den Verkauf von Hängegleitern nur noch gegen einen Nachweis der Verfassungstreue zu…“

„… die Erstürmung einer Grundschule gerechtfertigt gewesen sei. Wer mit dem Basteln von Papierschwalben beginne, so der Gewerkschaftsvorsitzende Wendt, müsse sich auch nicht wundern, wenn seine Eltern und Geschwister in Abschiebehaft…“

„… eine mit Sprengstoff beladene Miniaturmaschine in ein Flugzeug zu steuern. Der Bundesnachrichtendienst sei zwar nicht davon überzeugt, dass RC-Modelle bis in die Tropopause aufsteigen könnten, wolle aber stichhaltige Beweise bis spätestens zur Bundestagswahl…“

„… die Gefahr ferngesteuerter Modellautos in der Öffentlichkeit noch nicht ausreichend…“

„… habe sich die Zahl der in Deutschland lebenden radikalen Islamisten vermutlich so gut wie verdoppelt, daher müsse man von einer mindestens doppelt so großen Gefahr doppelt so gefährlicher Fliegerbomben…“

„… das antidemokratische Hetzlied Über den Wolken ein für allemal aus den…“

„… könne bereits ein einziger mit Knallfröschen ausgerüsteter Helikopter in einem Sonntagsgottesdienst zahlreiche Herzinfarkte…“

„… die Aufschrift Radio Control die GEZ aufmerksam gemacht habe. Ab sofort müsse auf die Fernsteuerungen eine GEMA-Gebühr in Höhe von…“

„… dass Modellflugzeuge nicht gefährlich seien, solange es keinen Sprengstoff gäbe. Uhl habe dies als sozialistische Panikmache bezeichnet, die keinen Bestand habe, solange die regierenden Sicherheitsbeamten eine…“

„… habe Schäuble eine Besteuerung von Modellflugzeugen…“

„… die Verwendung von Balkonen als Abflugrampen für Modellflieger nur dadurch verhindern, dass alle deutschen Haushalte mit mindestens einer Videokamera…“

„… sei das YouTube-Video gesperrt worden. Die Verwendung des Stücks Flieger, grüß mir die Sonne deute auf einen radikalen…“

„… in Zukunft jedes nicht mit Sprengstoff bestückte Modellflugzeug als Versuch eines Terroranschlages zu kategorisieren, da nur eine realistische Kriminalstatistik langfristig zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung…“

„… noch nachträglich Otto Lilienthal zum Vaterlandsverräter zu…“

„… wies Bosbach es als Verschwörungstheorie zurück, dass in Deutschland lebende Migranten gar nicht die technischen Mittel besäßen, die Konstruktion einer Flugscheibe zu…“

„… sei das coolste Land der Welt. Zuvor habe Rösler dem Sonderparteitag verkündet, er allein habe verhindert, dass eine Modellflugzeugsteuer für Leistungsträger die…“

„… mit einer Nutzlast von ca. 75 g Plastiksprengstoff bestückt. Daher würden laut Bundesverteidigungsministerium bereits einige Millionen Kleinflugzeuge ausreichen, um den Reichstag innerhalb weniger Tage komplett zu…“

„… die beiden Polizisten Harry O. (44) und Thorsten K. (45) gezielt Anwohner angesprochen haben sollen, in ihren Modellflugsportverein einzutreten, um bei der anschließenden Razzia durch das Landeskriminalamt gegen alle…“

„… im Schaufenster des Reisebüros um eine in den Landesfarben dekorierte Linienmaschine gehandelt. Der aus Frankreich stammende Inhaber sei während des Polizeieinsatzes nur zufällig…“

„… die Sicherung des deutschen Luftraums am besten zu bewältigen sei durch weitere Drohnen aus der von de Maizière bestellten…“