Bitte haben Sie recht schön Angst

11 02 2019

„Klimaerwärmung?“ „Na, Sie sind mir ja ein Scherzkeks.“ „Eben, wir fürchten uns doch nicht vor dem bisschen Klima.“ „Hehehe!“ „Oder hier, Plastik im Meer.“ „Ist das den Grünen lieber, wenn wir Fischeinwickelpapier in die See schmeißen?“ „Hören Sie mir bloß auf mit den Ökofuzzis!“ „Für die ist ja jeder gleich ein Nazischwein, der nicht die Israelis um Straferlass bittet, wenn er mal einen Meter auf einer anständigen deutschen Autobahn fahren will!“

„Meine Herren, jetzt aber mal wieder zurück zur Tagesordnung.“ „Wir können uns kurz fassen, der Deutsche hat vor nichts Angst.“ „Genau das ist ja das Beängstigende.“ „Das verstehe ich jetzt aber auch nicht.“ „Arbeitslosigkeit?“ „Wir haben doch jetzt Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel.“ „Das wäre ein Angstfaktor.“ „Vollbeschäftigung?“ „Nein, Fachkräftemangel.“ „Aber nur für die Wirtschaft.“ „Bei Fachkräftemangel sinken doch die Löhne?“ „Wie bitte!?“ „Quatsch!“ „Aber…“ „Hören Sie nicht auf ihn, der ist durch.“ „Drogen?“ „So ähnlich, hat Trump die Hand geschüttelt.“ „Und wann steigen die Löhne?“ „Wenn es der Wirtschaft so schlecht geht, dass sie die Arbeiter von der Kündigung abhalten muss, bevor sie die rauswerfen können.“ „Doch Drogen.“ „Hm.“

„Aber irgendwas muss es doch geben!“ „Wir haben immer mehr Zucker in den Lebensmitteln.“ „Also haben die Leute Angst vor der Ampel auf der Schokolade?“ „Wir haben doch eine Ministerin, die das verhindert.“ „Den Zucker?“ „Die Ampel.“ „Das macht ja fast schon wieder Angst.“ „Aber nicht vor der Ampel, sondern davor, dass so was Ministerin werden kann.“ „Hehehe!“ „Könnte man nicht die gesamte Bundesregierung als Bedrohung für die Bürger betrachten?“ „Würde ich auch sagen.“ „Das klingt für mich äußerst logisch.“ „Hören Sie mal, wir können doch nicht den Menschen da draußen im Land sagen: Halli-Hallo, hier ist Ihre geliebte Bundesregierung, bitte haben Sie recht schön Angst vor uns.“ „Wieso denn nicht?“ „Ein Zauberer verrät doch auch nicht seine Tricks.“ „Auch wieder wahr.“

„Die Inflation ist doch in letzter Zeit ganz schön gestiegen.“ „Gegenüber dem letzten Monat war en es 0,8% weniger.“ „Kommen Sie mir doch hier nicht mit Fakten!“ „Außerdem ist das ja auch alles konjunkturell aufgeblasen, weil die Flüchtlinge im Moment so viel bekommen.“ „Also die Wirtschaft boomt wegen der Flüchtlinge?“ „Das ist ein ganz perfider Plan, der Islam legt es darauf an, dass die Wirtschaft sich überhitzt, und dann stürzen sie uns plötzlich in eine Rezession und…“ „Sie hatten Recht.“ „Drogen?“ „Drogen.“ „Dann stimmt das mit dem Fachkräftemangel aber wieder nicht.“ „Ich sagte doch, ich will hier keine Logik! Es geht um politische Erwägungen, da können wir uns keine abstrakten Gedankenspielereien leisten, das muss alles wahlkampftauglich sein! Was sich nicht in einen kurzen, prägnanten Satz verpacken lässt, wird nicht als Bedrohung verstanden!“ „Entschuldigen Sie, aber das sehe ich anders.“ „Wieso?“ „Wenn Sie einen Zusammenhang erst lang und breit erklären müssen, dann verlieren die Leute den Faden und empfinden das als diffuse Bedrohung, weil sie…“ „Ich hatte Ihnen schon gesagt, wie ich denke. Und dass Deutsche vor dem Klima keine Angst haben.“

„Krebs?“ „Hatten wir schon.“ „Muss ich wohl verpasst haben.“ „Er meint, wir müssen nur Angst haben, dass der Minister bleibt.“ „Meinetwegen soll er Minister bleiben.“ „Wieso?“ „Dann kann er woanders nichts falsch machen.“

„Herrgott, jetzt seien Sie doch mal ein bisschen kreativ! Denken Sie an Naturgewalten!“ „Erdbeben, Tsunami, solche Sachen?“ „Na also, geht doch!“ „Aber doch nicht in Deutschland!“ „Wann hatten wir denn hier den letzten Tsunami?“ „Zählen Orkane auch dazu?“ „Nein, das sind Sturmfluten.“ „Aha.“ „Und Erdstürze haben wir hier eigentlich nur in den Bergbaugebieten.“ „Bitte keine Hetze gegen den Braunkohle, wir brauchen die noch als Brückentechnologie.“ „Wobei die Brücken in Deutschland auch nicht mehr…“ „Danke, wir haben es verstanden.“ „Ich meine ja nur.“ „Ich auch!“

„Mit Tempolimit brauchen wir den Leuten wohl auch nicht zu kommen.“ „Naja, ist halt wie der Weihnachtsmann. Wenn man nicht an ihn glaubt, ist er auch nicht da.“ „Weltfremder Vergleich.“ „Wer hat denn mit den Spinnereien angefangen?“ „Jetzt lassen Sie doch mal diese sinnlosen Aggressionen weg.“ „Ah, jetzt habe ich’s: Terrorismus!“ „Wann war denn hier der letzte Terroranschlag?“ „Rechts oder links?“ „Das sind sowieso nur Einzeltaten, die kann man kaum als Bedrohung für die Nation bezeichnen.“ „Und das auf dem Weihnachtsmarkt?“ „Richtig!“ „Wir wollen ein kritisches Bewusstsein erzeugen, aber doch keine Hysterie.“ „Wo ist denn da der Unterschied?“ „Eine Hysterie kriegen Sie nur schnell aufgeblasen, aber nicht mehr beseitigt nach dem Wahlkampf.“ „Und wenn man die gar nicht beseitigen will?“ „So weit sind wir doch noch gar nicht.“ „Also wenn Sie jetzt mal bedenken, wie die Leute am Rad gedreht haben im Sommer, als es auf einmal kein Wasser mehr gab, als das Bier knapp wurde und sich die…“ „Ich hab’s!“ „Was?“ „Sommer! Wir machen das Gegenteil!“ „Mit Bier oder mit Wasser?“ „Quatsch, Schnee!“ „Jawoll!“ „Klasse!“ „Können Sie mir das mal erklären?“ „Mensch, ist doch klar: Verkehrschaos pur, ganze Städte von der Außenwelt abgeschnitten, keine Versorgung mehr, kein Benzin, die Züge fahren nicht mehr und die Straßen sind vereist.“ „Super!“ „Tolle Idee!“ „Gruselig!“ „Dann geben Sie das mal durch.“ „Hallo, Berlin? Wir können loslegen. Diesmal haben wir den Ernst der Lage erkannt.“

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Innere Werte

6 02 2019

„Unser Sonderangebot diesen Monat ist das Komplettpaket Kastration, aber das kommt für Sie ja gar nicht in Frage. Wir sind auch keine Klinik für kosmetische Feinfleischerei, wie uns auf diversen Fachportalen nachgesagt werden, wir verdienen unser Geld mit komplexen chirurgischen Eingriffen, und das soll auch so bleiben.

Sie haben unsere Reklame in der S-Bahn gesehen? Das ist gut angesagtes Geld, sage ich immer. In der S-Bahn hat man viel Zeit, kann sich ganz den eigenen Vorstellungen hingeben, und dann hat man gleichzeitig als Korrektiv vor zu viel Subjektivität die anderen vor Augen, wie sie alle da sitzen und stehen. Da überlegt man sich: hatte die nicht schon zweimal Galle, hat der demnächst Bandscheibe? Und haben die schon einen Termin reserviert? Und wie können die sich das überhaupt leisten? Es wird ja längst nicht alles von der Kasse übernommen, ganz im Gegenteil, die wollen ihre Kosten auch so gering wie möglich halten, aber das kann doch unsere Kunden nicht beeinflussen. Die wissen die Qualität unserer Arbeiten schließlich viel zu sehr zu schätzen. Wir arbeiten hier schließlich nicht homöopathisch, wir sind richtige Ärzte.

Magenverkleinerung ist momentan sehr en vogue, da mussten wir die Preise schon verdoppeln, um die Warteliste in den Griff zu kriegen. Da kommen Sie noch am ehesten dran als Privatpatient, wenn Sie beispielsweise eine Karriere als Model anstreben. Sie erhalten gegen Aufpreis auch gleich die Psychotherapie, damit Sie die OP und ihre Folgen verkraften, denn das muss Ihnen vorher klar sein: ganz ohne Konsequenzen wird das nicht sein. In keinem Fall. Es ist auch eine Begegnung mit sich selbst, verstehen Sie, und das hat immer Folgen.

Schauen Sie, was hatten wir nicht damals für einen Druck mit Tätowierungen, mit Piercings, das ganze Zeug, dann musste man das ja irgendwann auch haben, sonst war man komplett raus aus der Peergroup, aber hat uns das weitergebracht? In den USA lassen Sie sich in dem Alter zum ersten Mal die Nase zurechtschneiden, das geht ja entfernt in unsere Richtung, aber dasselbe ist es nicht. Das kann man auch nur einmal machen, insofern ist der Erlebnisfaktor vielleicht hoch, aber selbst da ist die Gefahr groß, dass Sie mit Ihrem neuen Riechkolben nicht wirklich glücklich werden. Da zählen dann doch mehr die inneren Werte.

Für Einsteiger würde ich einen kleinen Eingriff mit zwei bis drei Tagen Erholung im Sanatorium empfehlen, eignet sich ideal für den achtzehnten Geburtstag, man kann da gemütlich reinfeiern, und dann geht’s irgendwann ab in den OP-Bereich. Mandeln kappen, Blinddarm raus, solche Sachen halt. Geschadet hat es noch keinem, und was Sie da als erstes Erlebnis aus unserer Klinik mitnehmen, das prägt Sie natürlich positiv für Ihr weiteres Leben als Kunde.

Wie fanden Sie denn jetzt den Spot mit den beiden Lottogewinnern und der Studenten-WG? Hat Sie das angesprochen? Man möchte natürlich auch nichts Negatives kommunizieren, und wenn wir im Aufklärungsgespräch sind, gehen wir sowieso noch einmal gesondert auf Ihre Erwartungen ein. Wir wollen ja nicht, dass Sie so ganz ohne Bandscheiben auf den Gedanken kommen, jetzt wäre ein bisschen Rückgrat mal fein, nur haben Sie leider keins mehr. Das weiß man vorher bei uns. Wir informieren ja auch. Wir werben zunächst mal, schließlich verdienen wir unsere Kohle mit diesen Dienstleistungen, aber dann informieren wir Sie auch. Zum Beispiel darüber, dass wir nämlich auch werben. Das macht die Sache noch viel transparenter, wenn Sie das wissen.

Dieser Prospekt ist doch eher für die Hi-End-Abteilung, gerade aus finanziellen Gründen. Das ist ein komplettes Kniegelenk aus Titanstahl, wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, die Kunden konnten schon wenige Wochen nach der Implantation wieder Champagnergläser halten und sich auf der Motorjacht im Mittelmeer angucken, wie die Asylanten absaufen. Lebensqualität pur! Wenn Sie wirklich den Distinktionsgewinn wollen, hier ist er.

Das Wellnessprogramm können Sie trotzdem buchen, wir haben das als Rabattmodell: zehnmal bezahlen mit der Stempelkarte, einmal umsonst. Ein ganzes Wochenende zum Fixpreis, Rücktransport ist im Preis selbstverständlich nicht enthalten, das müssen Sie selber bewerkstelligen, sonst kriegen hier Sie alles. Magen auspumpen, Darmspiegelung, auf Vorbestellung Leberpunktion – andere legen sich in flüssige Schokolade oder hauen sich Reisig auf die geschwollene Haut, da kann man sich doch mal klinisch verwöhnen lassen?

Im härteren Fall können Sie auch gerne eine Niere spenden, immer auf die Gefahr hin, dass die gerade nicht gebraucht wird und im Klinikabfall landet. Die Bonuspunkte bekommen Sie trotzdem auf Ihrer Kundenkarte gutgeschrieben, da machen Sie sich mal keine Sorgen. Kundenbindung geht uns über alles. Also Sie können die Übersicht mit der Preisliste auch gerne mal mit nach Hause nehmen, das ist vollkommen okay, und wenn Sie eine Frage haben, kontaktieren Sie uns oder lassen Sie sich gleich mit der Hotline verbinden. Wir finden immer das beste Produkt für Ihre Anforderungen, für jeden Bedarf, für jede Situation. Ach, Sie sind schwanger? Moment mal, ich glaube, da habe ich etwas für Sie.“





Hochdruck

4 02 2019

„Wo sind Sie gerade? Malta? Ich weiß nicht, wie lange das dauert, unser Team ist gerade noch in Polen unterwegs und sucht da nach Ersatzteilen für den Zweithelikopter von der von der Leyen. Die kriegen Sie da zwar schneller als in Deutschland, aber heute wird das bestimmt nichts mehr, Herr Bundespräsident.

Ja, ich weiß, was Sie jetzt sagen. Sparen Sie es sich einfach. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr hat in letzter Zeit diverse Probleme, aber das haben wir im Griff. Und dass der Bundespräsident persönlich anruft, ist für uns auch ganz normal. Als deutsche Behörde bearbeiten wir alle Fälle mit derselben Priorität, also in dem Bereich sehr langsam und nach Möglichkeit sogar zielführend.

Druckluftprobleme haben Sie, Herr Steinmeier? Ist das denn immer noch nicht behoben? Wir könnten Ihnen auf die Schnelle Spahn einfliegen lassen, der produziert dermaßen viel Heißluft, damit steigen Sie locker auf Reiseflughöhe und müssen nicht einmal die Motoren anschmeißen. Sie sollten nur aufpassen, dass er sich nicht aus Versehen ins Cockpit setzt, weil er vom Fliegen mehr versteht als der Kapitän. Er weiß ja nichts, aber alles besser. Wenn Sie oben sind, schmeißen Sie ihn einfach raus. Wieso Fallschirm? Wozu braucht der einen Fallschirm, der kann doch bestimmt auch fliegen.

Das Funksystem haben wir inzwischen wieder im Griff, weshalb unsere Bundeskanzlerin nicht zum G20-Gipfel konnte. Lag an der Verbindung, der Copilot hatte offensichtlich in den Tagen vorher ein bisschen viel gesurft und das Datenvolumen aufgebraucht. Wenn das LTE aufgebraucht ist, müssen Sie halt rechtzeitig einen Antrag beim Bundesfinanzministerium stellen, sonst geht’s mit 56 K weiter. Aber wir haben jetzt Merkels Handy aufgebohrt, das lässt sich nämlich auch für eine schnelle Datenverbindung nutzen, und jetzt routen wir den Funkverkehr einmal an ihrer abhörsicheren Schnittstelle vorbei. Der Nachteil ist natürlich, dass sie jetzt immer mit im Cockpit sitzen muss wegen der Reichweite. Also dieses ‚Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden‘ oder ‚Wir schaffen das‘ geht einem irgendwann echt auf die Nerven.

Interrail wäre noch eine Möglichkeit, zumindest für Afrika. Die Gebühren könnten wir mit der Entwicklungshilfe verrechnen, Müller wäre aus Sambia mit dem Sparpreisticket nach Äthiopien gezockelt und hätte Steinmeier eingesammelt, ab zwei Personen gibt’s da schon Gruppenrabatt, und dann hätten wir sie ganz gemütlich auf dem Landweg nach Europa gebracht. Was muss der Steinmeier jetzt auch nach Malta fliegen, das war ja nicht mal mit der Flugbereitschaft abgesprochen, denkt der Alte etwa, er sei noch Außenminister!?

Pardon, Herr Bundespräsident, ich wusste ja nicht, dass die Leitung noch offen ist. So war das nicht gemeint, wir arbeiten ja auch mit Hochdruck an einer gemeinsamen Lösung, die…

Mann, der war vielleicht sauer! Gut, ich kann’s irgendwo auch verstehen, wenn man ständig im Ausland festsitzt und nicht mal die Fluggesellschaft hinterher im Reisebüro rund machen kann, das ist auch total kontraproduktiv. Aber auf der anderen Seite wurde der ja auch wegen seiner Bodenhaftung gewählt, also muss er doch mit so einer Situation zurechtkommen. Zumal er Addis Abeba schon hinreichend kennen gelernt haben dürfte.

Wenn jetzt noch die rechte Hetzpresse aufwacht, haben wir echt ein Problem. Ich meine, ‚Deutscher im Mittelmeer gestrandet‘, das ist doch eine echt miese Schlagzeile, oder? Und dabei hilft auch keine hektische Suche nach den Schuldigen, das haben wir rausbekommen, weil es in der deutschen Politik bisher ja immer nur so lief: wenn man weiß, wer Schuld ist, muss man nichts mehr machen und kann in aller Ruhe weiter über alles herumjammern. Aus der Haltung hat die AfD bekanntlich ein ganzes Geschäftsmodell entwickelt.

Räumfahrzeuge? liegt denn da Schnee? Was redet der sich da eigentlich für einen Stuss zusammen, sind die alle besoffen? Hallo, Malta? Ach so, unsere Räumpanzer. Die stehen seit dem anderen G20, also nicht das mit Flugzeugen und so, das in Hamburg, und da stehen die alle noch in Hamburg herum. Der Scholz will die noch nicht wieder abziehen lassen, ich glaube, der entwickelt gerade ein erotisches Verhältnis zu den Dingern. Aber ist ja auch egal, die sind nicht mehr verlastbar, irgendwas blinkt da auf dem Armaturenbrett. Die Drehzahlmesser sind wohl komplett durchgehauen, nachdem Scholz verkündet hat, dass er nicht Bundeskanzler werden will, obwohl er es doch wird, oder auch nicht, oder doch, oder doch nicht. So schnell kann nicht mal Brandt im Grab rotieren.

Dann bliebe uns jetzt eigentlich nur noch der Seeweg, und ich hoffe, Sie sind einigermaßen gut beieinander, Herr Bundespräsident? Schnellboot? Doch, wir haben welche, aber die werden ja gerade von der von der Leyen generalüberholt – die sollen das jetzt lieber selbst machen, die Berater sind auf Dauer zu teuer und kennen sich auch nicht wirklich mit Einspritzdüsen und Anstellwinkelsteuerung aus, das macht’s nicht leichter. Ach so, das war ja die Entschuldigung für die Helis, ich bin aber auch ein Schussel! Nein, wir kriegen das hin, ich bin mir sicher, und solange Sie Kreditkarten haben, können Sie sich ja eine warme Mahlzeit am Tag leisten. Der Seeweg wäre am besten, Herr Bundespräsident, ich leite das schnellstmöglich in die Wege, damit wir Sie standesgemäß abholen können. Sagt Ihnen ‚Gorch Fock‘ etwas, Herr Bundespräsident?“





Herrenraser

24 01 2019

„… neben Steuererhöhungen auch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen in Erwägung ziehe. Dies werde sich positiv auf die Schadstoffbilanz und die Ziele der Klimapolitik sowie den…“

„… die ersten Rücktrittsforderungen erhoben würden. Scheuer sehe die Verkehrskommission als nicht kompetent, da sie weder persönliche Bekanntschaft mit der Autoindustrie besäßen noch durch finanzielle Verflechtungen mit…“

„… die Emissionen seit 1990 nicht habe senken können. Der Schadstoffausstoß sei nach wie vor auf einem so hohen Niveau, das man mit der CSU nicht in Verbindung bringen dürfe. Die Kommission sei deshalb nicht in der Lage, einen kostenneutralen…“

„… einen empfindlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstelle. Wendt weise darauf hin, dass die meisten Autofahrer überhaupt nicht anders als zu schnell fahren könnten, wodurch sich eine Vielzahl an Geschwindigkeitsübertretungen ergäben. Ein Tempolimit sei also nichts anderes als eine massenhafte Aufforderung zum Begehen von Straftaten, was die Polizei in Deutschland zu einem geballten Protest und juristischen…“

„… habe den Ausbau von Fahrradwegen im innerstädtischen Bereich strikt abgelehnt. Scheuer sehe hierin keinerlei Auswirkungen auf den internationalen Schwerlastverkehr, der als eigentliches Problem der…“

„… sei ein weiteres Zeichen für die Islamisierung der BRD GmbH. Da Muslime in ihrem Kulturkreis an die Transportgeschwindigkeit von Kamelen gewöhnt seien, sehe Gauland hier den Versuch, die Ausrottung der deutschen Identität auf den Autobahnen zu…“

„… notwendige Transformationsprozesse in der Autoindustrie anstoßen werde. Es müsse nur noch kommuniziert werden, dass die Elektromobilität mit 250 km/h weniger schwere Unfälle auf den…“

„… die Kampagne Das Volk will Gas geben gemeinsam mit anderen Rechtsextremisten zu führen. Lindner habe darauf hingewiesen, dass er zur Durchsetzung von Menschenrechten keine Parteigrenzen akzeptiere, sondern rein sachorientiert in den…“

„… inzwischen sehr enttäuscht seien. Der Vorstandssprecher der Volkswagen AG habe geäußert, die Branche könne es mittelfristig nicht mehr hinnehmen, dass die Gesetzgebung von der Bundesregierung komme und nicht wie gewohnt aus dem…“

„… eine genetische Veränderung stattgefunden habe, die es Deutschen nicht mehr erlaube, langsam zu fahren. Nach Sarrazins Berechnungen entstehe in weniger als 150.000 Jahren durch Fehlzüchtungen eine deutsch-ökologische Hybridrasse, die sich nicht mehr fortbewegen könne und darauf angewiesen sei, durch Migranten mit geringerem IQ transportiert zu werden, um ein geregeltes Leben in Deutschland zu…“

„… nicht daran liege, dass Flüchtlinge seltener ein Kraftfahrzeug oder einen Führerschein besäßen. Die geringere Anzahl von Asyltouristen unter den Verkehrsstraftätern sei für Weidel ein weiteres Indiz für die von Merkel verordnete Islamwerbung, die ungerechtfertigte Vorteile für rassefremde…“

„… lehne die FDP eine Ausweitung des Fußverkehrs ab, da hier keine Senkung des Schadstoffausstoßes zu erwarten sei. Jeden Fußgänger mit mobilen Messapparaturen auszustatten, wie es Grüne und andere christsoziale Verbotsparteien propagieren würden, sei eine Verschwendung von…“

„… deutscher Autofahrer durch rücksichtsloses Rasen viel schneller sozialverträglich verstürben. Durch die Verweigerung, verkehrsgefährdend auf deutschen Straßen zu fahren, würden Migranten die Sozialsysteme erheblich belasten. Ein umfassendes Remigrationsprogramm sei für Poggenburg die letzte Chance, die Herrenraser vor dem…“

„… schwere internationale Verwerfungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach sich zögen. Scheuer habe darauf hingewiesen, dass langsam fahrende Autos viel weniger Kraftstoff verbrauchen würden, was letztlich zu einem Erliegen der Erdölimporte führe. Dies könne auch zu einer Verschlechterung der Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien, Norwegen oder…“

„… nicht alles schlecht an Hitler gewesen sei. Höcke betone, der Führer habe die Autobahnen vor allem gebaut, um sie an ein Volk von Autofahrern, die ihre rücksichtsloseste Männlichkeit mit dem Gaspedal und der…“

„… müsse das aktuelle Tempo beibehalten werden, da die Deutsche Bahn AG nicht in der Lage sei, notwendige Bestandteile des Straßenverkehrs wie Stau oder Wanderbaustellen in ausreichendem Maße zu…“

„… die Daimler-Benz AG eine Organklage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt habe. Der Automobilkonzern sei sich seiner Bedeutung für die nationale Wirtschaft und die Stabilität des Staates durchaus bewusst und betrachte sich darum als Verfassungsorgan mit weitreichenden und für die Existenz der Bundesrepublik notwendigen…“

„… erwarte in dieser Sache konstruktive Vorschläge des Bundesverkehrsministers für eine möglichst schnelle und umfassende Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Scheuer sei laut Angaben in den vergangenen drei Wochen nicht im Ministerium gesehen worden, auch die CSU sei nicht informiert, wo er sich gerade…“





Idiotentest

9 01 2019

„… zunehmend Anschläge verübt würden, bei denen ein Kraftfahrzeug als Waffe eingesetzt werde. Es sei daher vorab zu prüfen, ob bei der Erteilung der Fahrerlaubnis Personen mit psychischen Auffälligkeiten nicht im Vorwege von der…“

„… nicht voreilig getroffen werden dürfe. Zwar seien Störungen wie Autismus oder Depressionen bekanntermaßen eine Gefahr für die Gesellschaft, Spahn wolle sich vor einer Gesetzesinitiative aber erst mit einem ganz anderen Thema…“

„… jedes Arschloch totrasen könne, das dem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung im Wege stehe. Kein Leistungsträger, so Poschardt, auch kein geistig schwer gestörter, dürfe linksfaschistischen Zwangsmaßnahmen der Regierung eine…“

„… den Idiotentest bereits vor dem Erwerb des Führerscheins absolvieren solle. Diese medizinisch-psychologische Untersuchung stelle sicher, dass keine ungeeigneten Personen im…“

„… als Staatsnotwehr bezeichnet habe. Maier fordere einen Führerschein für jeden in dritter Generation deutschblütigen Volksgenossen, um die von Merkel im Auftrag der Freimaurer initiierte Rassenzerstörung schnellstmöglich zu…“

„… Fahranfänger aussortieren wolle, die zu einer riskanten Lebensführung neigten. Seehofer sehe dies sehr kritisch, da nicht alle Personen, die als erlebnisorientierte Jugendliche Freiheitsstrafen von mehr als sechs…“

„… einen abschreckenden Effekt auf potenzielle Bundeswehrangehörige ausübe. Wer schon im Vorfeld nicht ausprobieren dürfe, wie sich suizidales Verhalten im Inneren eines Fahrzeugs anfühle, werde sicher das Vaterland nicht gegen drohende militärische…“

„… dass die Welt-Schlagzeile ‚Muslimische Zuwanderer im Straßenverkehr gezielt in Lebensgefahr bringen – gibt es überhaupt Alternativen?‘ direkt von der Chefredaktion vorgegeben worden sei. Weidel habe dies bei einem Strategie-Meeting in Buchenwald gemeinsam mit den…“

„… es sich um wenige hundert Einzelfälle gehandelt habe, die nicht für die Mehrheit der Deutschen sprächen. Vielmehr müsse man Personen im Auge behalten, die beispielsweise als Mitglied in antifaschistischen Organisationen ein erhebliches asoziales…“

„… im Koran das Automobil kein einziges Mal genannt werde, wie Sarrazin in seiner jüngsten islamwissenschaftlichen Studie. Gäbe man jedem Araber ein Auto, so wäre Deutschland in weniger als 80.000 Jahren eine komplette…“

„… und prämiert werden solle, wenn ein Volksgenosse mit einer Fahrt möglichst viele Rasseschädlinge erledige. Maier wolle für, den Fall, dass sich Zuwanderer dem mutwillig entzögen, mit einem neu zu schaffenden Straftatbestand des Widerstandes gegen die Volksgewalt einen in…“

„… dürfe man nicht in nationalistischen Klischees denken, so Reil. Wie es Deutsche gebe, die bewusst Ausländer töten wollten, werde es auch Ausländer geben, die bewusst Deutsche…“

„… wisse man aus Erfahrung, dass Ortsfremde oft Schwierigkeiten hätten, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Scheuer wolle bei Fremden, die gleich von einem anderen Kontinent kämen, grundsätzlich keine Erlaubnis zum Führen eines…“

„… rufe Reul zu mehr Wachsamkeit auf. Da es viel mehr Ausländer als Deutsche gebe, müsse man auch von einer überproportional großen Gefahr durch die…“

„… weise Sarrazin außerdem darauf hin, dass das in der arabischen Welt geförderte Erdöl zum großen Teil im christlichen Abendland verbraucht werde, weshalb diese technologisch minderwertige Kultur auch als geradezu undeutsch autofeindlich und deshalb vollkommen außerhalb des…“

„… falsch verstanden habe. Reul habe nur darauf hinweisen wollen, dass in Deutschland viel mehr Deutsche als Ausländer lebten, weshalb auch die Lebensgefahr für die Deutschen um einen sehr hohen Faktor…“

„… insbesondere Personen, die den Verdacht, linksradikale Kontakte zu unterhalten, nicht ausräumen könnten, von jedem Fahrzeug fernbleiben müssten. Scholz könne nicht ausschließen, dass es zu spontanen Selbstentzündungen an Mittelklassewagen und…“

„… die Quote der Verkehrsunfälle von Asylbewerbern eine 100%-ige Beteiligung von Ausländern aufweise, von denen theoretisch jeder abgeschoben werden könne. Weidel empfehle, den Scheinasylanten neben den steuerfinanzierten Luxuskarossen gleich noch Messer in die Hand zu drücken, damit sie es nicht so schwer hätten, ihre Liebe zum deutschen Volk auch…“

„… lehne es Scheuer ab, Führerscheine anzuerkennen, die aus politisch gefährlichen Staaten stammten. Der Verkehrsminister sehe keine Handhabe, da es sich möglicherweise um Prüfungen handele, die noch auf einem Kamel oder einem anderen landestypischen…“

„… mit Gauland abgesprochen habe, dass die Regelung zunächst für deutsche Staatsbürger gelte. Seehofer habe sich sehr zufrieden gezeigt, weil sein Wunsch, dass der Besitz eines Parteibuches den Inhaber automatisch zum unbescholtenen Fahrer erkläre, ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem mit der SPD ausgehandelten…“





Pickelcheck

20 12 2018

„… künftig nicht mehr geduldet würden. Ein Burkini verdecke zu viel vom weiblichen Körper und lasse daher kein Urteil zu, ob die Trägerin offene Wunden oder ansteckenden Hausausschlag habe. Die Koblenzer Schwimmbäder würden bis auf Weiteres keinen…“

„… von CDU und Freien Wählern ein entsprechender Antrag eingebracht worden sei. Das Burkini-Verbot sei schon aus Sorge um die Volksgesundheit notwendig und dürfe nicht durch fadenscheinige…“

„… nicht konsequent genug vorgegangen werde. Verwaltungsrechtlich sei die Vorschrift ohnedies nichtig, da das Tragen von Surfanzügen aus Neopren weiterhin…“

„… sich die AfD dem Verbot angeschlossen habe, um auf die kulturelle Komponente des Volkes hinzuweisen, die ebenfalls gesund erhalten werden müsse. So sei es einem geistig gesunden Deutschen nicht zuzumuten, gemeinsam mit islamistischen Frauen in einem Schwimmbad zu…“

„… könne sich die Stadt keine hautärztliche Einzelbegutachtung der Badegäste leisten, da diese nur durch Fachpersonal zu leisten sei. Die Badebetriebe müssten mit einer Laienmeinung durch Bademeister und Kassenkräfte auskommen, die wenigstens durch langjährige Erfahrung mit…“

„… von ärztlicher Seite durchaus zu empfehlen sei. Das Hallenschwimmbad der Stadt Koblenz falle seit Jahren durch hygienische Mängel auf, so dass das Baden im Burkini erheblich sicherer sei als im herkömmlichen…“

„… in einem ersten Testdurchlauf nicht gut abgeschnitten habe. Zwar habe die Reinigungshilfe eine kongenitale ichthyosiforme Erythrodermie diagnostiziert, die sich aber bei näherem Hinsehen als Operationsnarbe am…“

„… verschaffe sich auch hier der Islam durch Ganzkörperanzüge in hygienisch unzumutbarem Umfeld einen Vorteil gegenüber dem deutschen Volk, das durch Impfungen der Pharmaindustrie und die von Flüchtlingen eingeschleppten Seuchen schon so degeneriert sei, dass es Merkel zur…“

„… entspreche es nicht dem deutschen Menschenbild, dass sich Frauen in der Öffentlichkeit vollständig verhüllen müssten, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Die CDU halte an ihrem Verbot fest und werde dies bis zum…“

„… die Hygiene in den Sommermonaten nicht gewährleistet sei. Das Freibad der Stadt sei bereits im vergangenen Sommer durch Gänsekot stark betroffen gewesen und könne nur durch erhebliche Schutzmaßnahmen seitens der Badegäste als…“

„… es sich nicht um einen ideologiebasierten Beschluss handle, da nicht der ganze Islam davon betroffen sei. Die Stadt gestatte es männlichen Muslimen ja weiterhin, sich im Ganzkörperanzug in den Schwimmbädern des…“

„… zum Schutz der Kinder eigeführt werden müsse. Löse sich ein Bikini-Oberteil, so sehe ein Kind seit Säuglingstagen vertraute Körperpartien, reiße jedoch ein Burkini, so seien Minderjährige plötzlich mit einer nackten Frau konfrontiert, was schwere seelische Folgen, eine Radikalisierung oder die Hinwendung zur Homosexualität und…“

„… die Kotbelastung von Nilgänsen stamme. Die Alternative für Deutschland stehe auch im Naturschutz auf der Seite des Volkes und werde Tierarten aus islamistisch geprägten Kulturen, die in Europa kein Bleiberecht besäßen, mit sämtlichen Mitteln und nachhaltig aus dem Luftraum der…“

„… die Freien Wähler ein grundsätzliches Interesse daran hätten, Tätowierungen sozial nicht weiter aufzuwerten, da sich sonst immer mehr anständige Deutsche damit ausstatten würden. Man müsse also wenigstens bei allen weiblichen Badegästen eine Leibeskontrolle durchführen, um unerwünschten Körperschmuck aus dem Badebetrieb zu…“

„… man nicht kontrollieren könne, ob die islamistische Badebekleidung schon aus Gründen der Intimhygiene mit Baumwollfasern gefüttert sei. Sarrazin habe errechnet, dass bereits beim Baden von lediglich 7.000 Burkinimädchen pro Tag der Wasserverlust im Schwimmbecken so stark sei, dass die Versorgung in ganz Koblenz sich zu…“

„… der von der AfD-Fraktion geforderte Pickelcheck nur von erfahrenen Parteigenossen durchgeführt werden dürfe, denen die Erfordernisse der rassehygienischen Gefährdungsabwehr bereits im Anfangsstadium der Umvolkung sehr viel…“

„… das Protestbaden der Ordensfrauen des Ursulinenstifts Bubenheim nicht unterbunden habe. Die Schwimmbadleitung sei angesichts des sehr dominanten Auftretens der Mutter Oberin derart eingeschüchtert gewesen, dass sämtliche Badegäste den Nonnen im Ganzkörperanzug mit eindeutig religiös konnotierten Stoffapplikationen ihre…“

„… aus bademedizinischer Sicht der gemeine Fußpilz die Hauptinfektionsquelle darstelle. Dieser sei jedoch, anders als von AfD-Abgeordneten und ihren Erfüllungshelfern angegeben, nicht durch syrische Flüchtlinge nach Europa eingeschleppt worden, sondern schon immer in den…“

„… der Stadtrat sich einer Routineuntersuchung unterziehe. Das Auftreten von Kopfläusen bei beiden AfD-Abgeordneten sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht durch einen islamistischen Anschlag oder den Kontakt mit rassefremden Elementen verursacht, wie die Fraktion in ihrer Pressemitteilung verlautbare, sondern durch mangelndes hygienisches…“





Kippenkosten

19 12 2018

„Das ist ganz einfach das Verursacherprinzip, verstehen Sie? Wenn einer Zigarettenstummel in den Park oder auf den Bahnsteig schmeißt, muss man das erst mühevoll einsammeln und entsorgen, und dann kostet das Geld, und das holen wir uns als Staat natürlich wieder von den Tabakkonzernen.

Sie bekommen das in den falschen Hals, wir sind ja gar nicht gegen Raucher. Doch, wir sind eigentlich gegen Raucher, aber nicht gegen die Tabakkonzerne, weil das ja Arbeitsplätze sind, die wir gefährden, aber irgendwo muss man mit der Ordnungspolitik doch ansetzen, oder? Sonst würden wir als Bundesregierung doch sagen, wir lassen die Raucher selbst die Kosten für die Entsorgung tragen, indem wir einfach die Tabaksteuer noch ein bisschen mehr als sonst anziehen, aber das wäre für uns kontraproduktiv. Die Raucher sollen natürlich auch weiterhin rauchen, das sichert Arbeitsplätze, und dann sollen sie es sich irgendwann wieder abgewöhnen, aber das führt jetzt zu weit.

Meine Güte, das weiß ich doch nicht, woher die Tabakkonzerne die Kohle nehmen. Irgendwie wird es schon einen Posten in der Bilanz geben, den man dafür ausschlachten kann, so genau kenne ich mich mit denen auch nicht aus. Wenn sich die Konzerne das bei den Rauchern wiederholen, dann ist das eine unschöne Entwicklung, die wir ja auch leider nicht beeinflussen können, und wenn man das mal rein betriebswirtschaftlich betrachtet, wenden die auch nur das Verursacherprinzip an. Denn schließlich und endlich sind die Raucher ja schuld an der Verschmutzung durch Zigarettenreste, also müssen wir den Aufwand auch irgendwie refinanzieren.

Sie können das nicht mit den Getränkedosen vergleichen. Die werden einerseits mit Dosenpfand belegt, deshalb werden sie kaum weggeworfen, und andererseits drucken die Hersteller auf die Dosen, dass man die nicht wegschmeißen soll. Die Dosen, nicht die Hersteller. Das heißt, wir bräuchten im Grunde eine Regelung, dass die Tabakkonzerne auf die Zigaretten aufdrucken, dass man sie nach dem Rauchen nicht wegschmeißen soll. Da sehe ich eine produkttechnische Herausforderung, wenn Sie wissen, was ich meine.

Auf den Verpackungen ist kein Platz mehr, das ist aussichtslos. Da steht schon drauf, dass man am besten gar nicht erst anfängt mit dem Rauchen, dann können wir nicht auch noch draufschreiben lassen, was man nach dem Rauchen macht. Ist ja auch irgendwie unlogisch, und wenn die das erst mal als Einfallstor für Klagen entdeckt haben, dann gute Nacht. Wir wollten das immer, die Konzerne wollten das auch, aber wir hatten ja nicht gedacht, dass das irgendwann mal so kommt.

Das Problem könnte bestimmt schon bald darin bestehen, dass sich die Tabakkonzerne in immer kleinere Betriebe zerlegen, und dann haben wir zum Schluss ein Unternehmen, das Zigaretten herstellt, eins, das sie verpackt, eins, das sie vertreibt, und wenn die dann auch noch nach Luxemburg ziehen, kommen wir nie an unsere Kippenkosten. Das ist die rechtliche Unsicherheit, wenn man zu viel Bonbonpapier auf den Gehwegen hat, und dann stellt sich heraus, die Bonbons werden außerhalb der EU von einem Bonbonverpackungskonzern in Bonbonpapier verpackt und wieder in die EU eingeführt, dann müssen Sie eigentlich den Bonbonverpackungskonzern, und wenn Sie in München aus der EU aussteigen, dann sind Sie ja quasi schon in Luxemburg, oder was war noch mal die Frage? Jedenfalls irgendwie so.

Wir kommen ja noch einigermaßen gut weg, jetzt stellen Sie sich mal vor, jeder Raucher trinkt zu jeder Zigarette auch noch einen Kaffee. Nein, nicht diese Becher, das haben wir aufgegeben – die Läden zahlen sowieso keine Steuern, da ist nichts zu holen. Ich meine den Kapselmüll. Wir könnten ganz anders gegen diese Umweltverschmutzung vorgehen, wenn die Verbraucher ihre Alukapseln auf die Straße werfen würden. Im Müll sind die so gut wie wirkungslos, da werden sie entsorgt, wir können nichts in der Öffentlichkeit ausschlachten, reines Verlustgeschäft. Politisch jedenfalls. Aber irgendwas in Richtung Umweltschutz müssen wir jetzt schon unternehmen, das mit dem Klima bringt ja auch gerade nicht so gute Publicity, da könnten wir 3,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen. Das klingt wenigstens schon mal sinnvoll.

Gut, bis dahin müssten wir natürlich noch ein paar andere Produkte in den Plan integrieren. Wattestäbchen, Strohhalme und Einweggeschirr. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie viele Wattestäbchen so an einem durchschnittlichen Strand liegen? Ich würde sagen, dann haben wir hier einen Plan. Da können wir uns in aller Ruhe um die Pappteller kümmern, und das Verbot von Mikroplastik bleibt dann für die nächste Regierung über. Sehen Sie, so geht nachhaltige Umweltpolitik, da denkt man nicht immer nur in Legislaturen, da hat man auch das Ganze im Blick. Ich sehe das schon vor mir, Grünflächen ohne Kippen, Straßen ohne Plastikbecher, und jetzt kommen Sie! Wieso Diesel? Was haben denn Diesel damit zu tun? Sagen Sie mal, wollen Sie mich falsch verstehen? Das ist doch eine ganz andere Baustelle, hier geht es um Umweltschutz, aber das hat doch nichts mit Industriepolitik zu tun, und überhaupt, was hat da die EU mitzureden? Danke, ich kann für Sie nichts mehr tun, das ist nicht meine Zuständigkeit, und ich bin jetzt auch beschäftigt, Termine, Sie verstehen. Ach, sagen Sie mal – die Bananenschale, wo wollten Sie denn mit der hin?“