Ergebnisoffene Maßnahmen

7 12 2017

„… dass die Durchsuchungen generell gegen Extremisten gerichtet seien. Man habe nur mit einer Razzia gegen Linke begonnen, da diese in den letzten Monaten vermehrt im Fokus der…“

„… kein milderes Mittel eingesetzt werden könne. Gerade eine Hausdurchsuchung, bei der auch Kinder von Polizeigewalt betroffen seien, übe eine besondere pädagogische Wirkung für die politische Bewusstseinsbildung des…“

„… vermisse auch die Bundeswehr größere Bestände an Spähpanzern und Flugabwehrraketen. Solange nicht geklärt sei, ob sich Linksradikale Waffensysteme für den bundesweiten Einsatz gegen demokratische Umtriebe angeeignet hätten, müsse man in alle Richtungen…“

„… und sich deshalb nicht über körperliche Auseinandersetzungen beschweren könne. Plan der Polizeiführung sei schließlich ein Schlag gegen die…“

„… könne auch eine ergebnislose Fahndung letztlich als Ergebnis gewertet werden. Damit sei gesichert, dass der Staat die mutmaßlichen Terroristen wegen gezielter Vernichtung von Beweismitteln vor das…“

„… müsse man die Fahndungen auf jeden Fall als legal bezeichnen, solange noch kein gerichtliches Verbot von…“

„… zahlreiche gespitzte Bleistifte sichergestellt worden seien. Da diese nicht zur Ausfertigung rechtlich bindender Dokumente verwendet werden dürften, liege der Verdacht nahe, dass damit Betrug, Urkundenfälschung oder eine…“

„… nur auf Befehl gehandelt habe. Es sei während der Durchsuchung zu zahlreichen schweren psychischen Beeinträchtigungen der Beamten gekommen, die durch die Brutalität ihrer Kollegen nachhaltig traumatisiert worden seien. Dies sei ein erschwerendes Moment, für das man die Linksextremisten mit der vollen Härte des…“

„… dass der Tatvorwurf des schweren Landfriedensbruch durchaus aufrecht erhalten werde. Wer die aktuellen Verhaltensauffälligkeiten bei Vorschulkindern kenne, der wisse sehr genau, dass es auch minderjährige Verdächtige im…“

„… im Umkehrschluss das Auffinden von Bleistiften ein Indiz für die linksradikale politische Ausrichtung von Personen sei, die bisher noch nicht strafrechtlich in…“

„… müsse es für die zahlreichen spontanen Aktionen zwingend eine gemeinsame Planung gegeben haben. Auch der Bundesminister des Innern könne bei der Auswertung von Straftaten durch Polizisten keinen…“

„… vermute die Polizei vorwiegend ausländische Täter, weshalb auch die Suche in Göttingen und…“

„… dessen ungeachtet jede Art von Schreibgerät zwingend als Waffe zu betrachten sei. Der Staat habe daher das Recht und die Pflicht, jeden, der als Terrorist in diesem Sinne in der…“

„… eine Baumsäge beschlagnahmt habe. Da der Baumbestand auf der Elbchaussee allerdings bisher nicht angetastet worden sei, gehe man von einer weiteren, möglicherweise in der Vorweihnachtszeit geplanten…“

„… zur Verfügung stellen müsse. Öffentlich-rechtliche Medien, die ihr Bildmaterial nicht an die Bundespolizei lieferten, seien Verräter, die von der Volksgemeinschaft nur eine…“

„… ein Verurteilter zwar aus der Untersuchungshaft habe entlassen werden müssen, was aber nicht im Sinne einer rechtsstaatlichen…“

„… auch nach zwei Tagen keinen der unbekannten Täter identifiziert habe. Dennoch habe die Aktion bewiesen, dass die Polizei keinerlei Einmischung in…“

„… nicht im Vorfeld geklärt werden müsse, ob es sich um eine sinnvolle Aktion handeln müsse. Vielmehr könne eine ergebnisoffene Maßnahme ebenso für die politische Entscheidung einer…“

„… Bäume absägen könne, um aus dem Holz gefährliche Tatwerkzeuge in Form von Bleistiften und…“

„… sei ein Großteil der verdächtigen Personen der Polizei bereits namentlich bekannt. Die Hausdurchsuchungen hätten daher nur den Zweck gehabt, den Aufenthaltsort und das Umfeld der Beschuldigten informell zu…“

„… für die Baumsäge aber keine Quittung beibringen könne oder wolle. Da es sich nach Einschätzung der Polizei dabei auch um ein Eigentumsdelikt handeln könne, müsse man von einer international agierenden kommunistischen…“

„… es sich bei der linksradikalen Verschwörung um ein durch moderne Kommunikationsmittel gesteuertes Komplott handele, dem nur durch eine anlasslose Speicherung sämtlicher…“

„… sich Scholz eindeutig geäußert habe. Er werde alle linken oder als links anzusehenden oder als politisch zu verstehenden Aktivitäten oder deren Versuche oder Neigungen, die man als Aktivitäten, die als Versuch oder eine Art einer Form, die man als Form, die links oder versuchsweise oder gegen das Bürgertum oder auf eine Art, die als Form, die als eine Art von Versuch von Form als…“

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Umfassend gewährleistet

5 12 2017

„… jede Person ein potenzieller Terrorist sei. Der Bundesminister des Innern plane vor diesem Hintergrund die Überwachung von Wohnräumen und elektronischen Geräten durch eine lückenlose Ausspähung aller in Deutschland befindlichen…“

„… nicht ausgenommen werden könnten. Das Beichtgeheimnis sei zwar theoretisch nicht gefährdet, man müsse jedoch vor dem Hintergrund der Verwicklung in zahlreiche Missbrauchsfälle auch die Kirche als relevante Zielgruppe für…“

„… nicht alle Ausländer in ein Scoring zu überführen gedenke. Beispielsweise könne man alle guten Wirtschaftspartner wie Dänemark, Saudi-Arabien oder die…“

„… man moderne Digitalgeräte wie MP3-Spieler vernetzen müsse, um herauszufinden, ob sich durch radikale Inhalte islamistische Attentäter in Deutschland…“

„… dass eine Einstufung als sicheres Herkunftsland nicht gleichzeitig bedeute, dass von diesem Staat keine erhöhte terroristische Gefahr…“

„… es für Mitglieder der Regierugsparteien keinen Anlass gebe, von genereller Kriminalität auszugehen. Es habe zwar vereinzelt Fälle von Vorteilsnahme und Steuerhinterziehung gegeben, doch sei eine pauschale Vorverurteilung eine unzulässige und…“

„… das Scoring in Zusammenarbeit mit den potenziellen Koalitionspartnern auf Bundes- und Länderebene erstellen wolle. Der rechte Flügel der Union wolle auch für zukünftige Kooperationen der AfD inhaltlich eine Basis des…“

„… prüfe das Bundesjustizministerium ein Verbot analoger Schreibmaschinen. Bei einer vollständigen Umstellung auf elektronische Datenverarbeitung im Postverkehr sei umfassend gewährleistet, dass Anschlagspläne zeitnah an die zuständigen Stellen im…“

„… dass diplomatisches Personal immer ausgenommen sei. Die Maßnahmen sollten nach Ansicht von de Maizière stets für Bürgerinnen und Bürger, die keinen…“

„… alle in Deutschland geführten Telefonate mitschneiden müsse. Es sei nicht notwendig, das dadurch entstandene Material auch auszuwerten, da auch das Bundeskriminalamt sich keinerlei Erkenntnisgewinn von der…“

„… Autofahrten bereits im Vorwege behördlich angemeldet werden müssten, so dass jede Abweichung von der genehmigten Route in Abhängigkeit von der aktuellen Verkehrslage bereits Rückschlüsse auf die…“

„… nach dem allgemeinen Verbot von Glühlampen nur noch WLAN-fähige Leuchtmittel verkauft werden dürften, deren Betriebszeiten in einer zentralen Datenbank…“

„… es aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei, Schusswaffen mit einem GPS-Sender auszustatten. Dies sei ein Eingriff in die Rechte der Staatsbürger, der nicht durch das Grundgesetz…“

„… mit einer nicht übertragbaren Chipkarte ausgestattet werden müsse, die vor der Benutzung eines Kraftfahrzeugs in ein Lesegerät eingeführt werde. Eine bundeseigene Firma, die sich schon auf Hardwarelösungen für Hartz-IV-Empfänger und andere soziale Randgruppen spezialisiert habe, werde eine technisch befriedigende…“

„… auch Smart-TV-Geräte überwache. Die Software kontrolliere, wann genau die Nutzer mit systemkritischen Medieninhalten aus den öffentlich-rechtlichen…“

„… könne durch einen Waffen-Tracker lediglich festgestellt werden, ob eine illegale Schusswaffe benutzt oder bewegt werde. Da man aber nicht wisse, wer mit dieser Waffe umgehe, sei eine Kontrolle ein sinnloses…“

„… ob mediale Darstellungsformen wie Theater oder Lichtspiel gesetzeskonform zu einer digitalen Darbietung gezwungen werden könnten. Es reiche nicht aus, den Besuch dieser Veranstaltungen zu kontrollieren, es müsse auch aufgezeichnet werden, wer sich mit welchen anderen Personen eine…“

„… den Datenbestand der Krankenkassen nur für einzelpersonenbezogene Fahndungsmaßnahmen verwenden wolle. Dies schließe jedoch nicht die Auswertung von DNA-Daten zur Klärung der Zugehörigkeit zu Rassen, Hautfarben oder…“

„… von den Kontrollen ausgenommen werden müssten. Dies gelte nicht nur für V-Personen, sondern auch für Mittelsmänner, ausgespähte Personen und…“

„… ob auch Kleidungsstücke oder Schuhe ohne eine Möglichkeit der Deinstallation zur Ortung der Träger genutzt werden könne. Dadurch sei es auch möglich, auf die elektronische Fußfessel ohne eine richterliche Genehmigung zu…“

„… nicht willentlich riskiere, durch Zielfahndungsmaßnahmen den Verdacht einer Observierung von Rechtsradikalen zu erwecken. Diese Personen würden unter Umständen sogar in der Lage sein, die rechte Szene zu verlassen, wodurch wertvolle Kontakte in die…“





Schön

28 11 2017

„… nicht verboten seien. Dennoch müsse man die Werbung für Schönheitsoperationen weiterhin als strafbewehrte…“

„… mit drei Prozesstagen rechne. Das Amtsgericht Traunstein werfe dem Mediziner vor, auf seiner Internetseite Reklame für operative Korrekturen von Nasenflügeln, Ohrmuscheln und den…“

„… sich breiter Widerstand gegen das juristische Verfahren formiere. Mit Rücksicht auf die Gefühle der Leser wolle die Zeitung jedoch keine Berichterstattung vom…“

„… könne das Türschild eines kosmetischen Chirurgen möglicherweise dafür sorgen, dass sich Patientinnen in ihrer Körperwahrnehmung gestört fühlten und daraufhin die…“

„… zu keinen Zeugenaussagen gekommen sei, da die Personen sich damit selbst belastet hätten, auf die Information zu kosmetischen Eingriffen reagiert zu haben. Der Verlauf des ersten Verhandlungstages habe jedoch ergeben, dass die Staatsanwaltschaft die Zeuginnen selbst als kriminelle Vereinigung im Sinne eines…“

„… von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt würden. Bei einer straffreien Bewerbung medizinischer Leistungen könne es zu einer Unterdeckung kommen, was die Versorgung anderer Patienten auf empfindliche Weise im…“

„… sei der Titel eines Schönheitschirurgen nicht rechtlich geschützt, was zu erheblichen Schwierigkeiten mit Mitbewerbern und…“

„… ein erhebliches Risiko bergen würden. Der Prozentsatz der fehlerhaften Schönheitsoperationen könne die Öffentlichkeit zu einem sensibleren Umgang mit dem…“

„… überhaupt der Begriff der Schönheit sehr subjektiv sei, wie auch Schönheitschirurgen oft nur im Auftrag ihrer Kunden arbeiten würden. Dies könne gerade unter medizinischen Aspekten auf gar keinen…“

„… gezielt Beratungen von weiblichen Praxismitarbeiterinnen durchgeführt würden. Dies verstoße gegen die Gleichstellung und sei ein schweres sexistisches…“

„… sei ein Wirtschaftsunternehmen, das allein auf die Maximierung des Kapitals ausgerichtet sei, eine nicht mit der Verfassung zu vereinbarende…“

„… habe es in der Bibel keine kosmetische Chirurgie gegeben. Die Christsozialen seien daher der Ansicht, dass die strafrechtliche…“

„… biete eine Praxis in der Regel Finanzierungsmöglichkeiten an, die für die Betroffenen so einfach zu handhaben seien wie ein Baukredit. Dies führe zu Umsatzrückgang beispielweise in der Automobilbranche, was für den Wirtschaftsstandort absolut nicht zu…“

„… sich beispielsweise Männer selten bis nie zu einer Brustvergrößerung entschließen würden. Aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit müsse man den Anspruch der Versicherten nun ganz…“

„… oft für ihr Leben gezeichnet seien, wenn Teile ihres Gesichts nicht mehr dem Aussehen vor dem Eingriff entsprächen. Der erforderliche seelsorgerische Aufwand stehe jedoch in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zu den…“

„… nicht möchte, dass über Schönheitsoperationen in der Öffentlichkeit diskutiert werde, als sei dies eine normale…“

„… Beratungszeiten oftmals auch in den Abendstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen angeboten würden. Dies unterstreiche den quasi-illegalen Charakter der…“

„… spiegele die Schönheitschirurgie einen der vorherrschenden gesellschaftlichen Trends zur Perfektionierung der eigenen Person dar, etwa um auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben. Dies müsse unter allen Umständen…“

„… die Medizin als Wirtschaftszweig weit unterhalb der Finanzdienstleistung stehe und daher keine Förderung durch die politischen…“

„… von den falschen sozialen Gruppen genutzt werde. Schichten, die eine Beratung über die medizinischen Leistungen nötig hätten, sollten ohnehin von ihnen ausgeschlossen werden, um nicht zur Popularisierung des …“

„… kein einheitliches Bild der Kirchen zu den Leistungen der Schönheitschirurgie gebe. Man müsse daher mit einer präventiven Ablehnung den jetzigen Status…“

„… auch bei weiblichen, vereinzelt auch bei männlichen Regierungsmitgliedern vorgekommen sei. Dennoch dürfe man nicht verallgemeinern, dass die Schönheitschirurgie ein von der Politik gefördertes und…“

„… das ein falsches Bild von einer westlichen Industrienation liefere. Wenn jede Person mit Migrationshintergrund glaube, in Deutschland sei plastische Chirurgie ganz normal und entspreche der leitkulturell verankerten Medizinethik, so locke dies unter Umständen viele Millionen von…“

„… keine Auswirkung, dass zahlreiche Eingriffe legal im Ausland durchgeführt würden. Es sei nicht im deutschen Interesse, unmoralisch erworbene Gelder in der…“

„… daran festhalte, dass eine kosmetische Operation ohne eine vorher erfolgte Beratung über die möglichen Folgen nicht als…“





Böses Blut

21 11 2017

„Das haben Sie jetzt richtig verstanden, der Verfassungsschutz hat sich aktiv um die Abwehr terroristischer Gefahren in Deutschland gekümmert. Wobei wir zur Bekämpfung derselben ja auch erstmal eine Gefahr haben müssen.

Der Kollege Amri war da sehr zugänglich, ja. Es ist im Grunde immer dasselbe, man macht diese jungen Leute, die nur einen Sinn in ihrem komplett entwurzelten Dasein sehen wollen, auch einen Sinn geben. Für die einen ist das Geld, bei den anderen arbeiten wir noch daran.

Islamismus, ja… die wenigsten sind wirklich religiös, und die, die wirkich religiös sind, haben mit Fanatismus nichts am Hut. Das ist unsere Herausforderung, da müssen wir einhaken. Wenn die Politik Islam und Islamismus auseinanderhalten will, wo soll das hinführen? Der Staat hat schon so seine Aufgaben, aber sehen Sie mal, wir als Staat im Staat, wir müssen auch sehen, wo wir bleiben.

Der Einstieg ist bei denen ja inzwischen recht einfach. Man spendiert denen den Lkw-Führerschein, und schon hat man den Fuß in der Tür. Alles nicht so kompliziert. Die Schwierigkeit besteht nur darin, dass wir die Gelder richtig verteilen, damit wir mittelfristig effizient arbeiten. Das hat nichts mit der Finanzierung zu tun, die ist ja im Wesentlichen schon gesichert. Aber sehen Sie mal, Terrorismus ist natürlich auch ein Markt, da gibt es Trends und Entwicklungen, da muss man auch im internationalen Vergleich mitziehen. Wenn die in London jetzt plötzlich komplett auf Lieferwagen umschwenken und wir immer noch Sattelschlepper finanzieren, dann müssen wir uns von der Buchhaltung auch anschnauzen lassen, ob wir unser Geld selber drucken würden. Das schafft böses Blut. Und das will ja am Ende keiner.

Wir suchen uns beispielweise nur die raus, die keinen Pass haben. Wenn wir nämlich die gut integrierten Deutschen nehmen würden, die eh unter dem Raster der anlasslosen Überwachung durchgerutscht wären, was meinen Sie, würde dann passieren? dass dann plötzlich und unerwartet die anlasslose Überwachung abgestellt wird, an Ende noch aus verfassungsrechtlichen Bedenken? Das machen die in Großbritannien falsch, die in Belgien und Frankreich auch. Gut, die haben auch eine andere Kolonialgeschichte, aber das kann man uns nicht auch noch zum Vorwurf machen. Wir gehen mit den Ausländern auch ordentlich um. Naja, manchmal.

Angestachelt… na, wissen Sie: wenn man dem Mann gesagt hätte, er kann innerhalb kurzer Zeit mit geringem Investment zwanzig Prozent Rendite machen, wäre das angestachelt? Terrorismus, das schon. Gemeinschaftsschädlich. Aber angestachelt? Wir haben ihm das übliche Zeugs erzählt von den Jungfrauen, dass der böse Westen den Islam vernichtet und dass der Islamismus daher unbedingt vorher den Westen vernichten muss. Sie sehen, wir können da sehr gut unterscheiden. Wenn die Jungs aus der arabischen Welt das nicht können, ist das ein Problem, aber nicht mehr unseres. Wir haben unseren Job ja getan.

Das mit der Verantwortung möchte ich nicht mehr hören, fragen Sie doch mal die Polizei, ob die sich bei Großdemonstrationen an rechtsstaatliche Spielregeln hält. S 21, G 20, wo auch immer. Oder wenn in Sachsen die Nazis marschieren. Ist doch auch egal. Wir machen hier nur unseren Job, so wie er vorher beschrieben war, und dann ist auch mal gut. Wer kann das denn heute schon noch von sich behaupten? Die Kohleindustrie? Die FDP? Ja, da haben Sie recht. Den Unterschied kapiert keiner mehr.

Die Unterschiede sind nicht mehr zu unterscheiden. Wer Freund und wer Feind ist, kann keiner mehr sagen. Genau da setzen wir an: den Freund so lange verwirren, bis er nicht mehr weiß, ob er nicht doch Feind sein könnte, und dann ihn daran erinnern, dass er doch immer ein so guter Freund war. Wir sind dann ganz auf Augenhöhe mit unseren Freunden, vor allem religiös, oder wie auch immer Sie das bezeichnen wollen. Manche werden dann schon ein bisschen unangenehm aufdringlich, aber die meisten haben schon kapiert, dass sie einen ganz normalen Job machen. Manchen muss man das aber auch immer wieder mal in Erinnerung rufen, sonst werden sie am Ende übermotiviert. Sie kennen das vom Fußballplatz, obwohl: Moral schießt auch keine Tore.

Sie sind da einem sehr gefährlichen Irrtum aufgesessen, aber Sie konnten auch nichts dafür, weil Sie die Verschwörung nicht kennen. Wir werden nicht finanziert, um die Rechten zu füttern, die gegen die bösen Islamisten kämpfen. Wir werden finanziert, aber von den Rechten. Die sind leider immer noch ein bisschen knapp bei Kasse, leider deswegen, weil die Zahlungsmoral ja meist gut ist, also die Zahlungen, aber die Moral ist hier nicht so wichtig, und mehr muss man auch nicht wissen. Solange die Börse noch fest schließt, können Sie in Deutschland bekanntlich machen, was Sie wollen.

Kommen Sie, machen Sie sich keinen Kopf. Das wird schon wieder, und es kann ja nicht immer dieselben treffen. Glühwein gefällig? Gegenüber öffnet gerade der Weihnachtsmarkt.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCXCIII): Die öffentliche Verwahrlosung

17 11 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Ja, es gab andere Zeiten. Sie haben Paläste gebaut im Zuckerbäckerstil, Dome, Brücken, hier und da Flughäfen, die innerhalb weniger Jahrzehnte vollendet war, schrecklich schöne Autobahnen als Dual-use-Produkte – das Wirtschaftswunder wollte ja verteidigt sein, und wenn nicht in der Praxis, so konnte man wenigstens in der Theorie damit Kohle scheffeln – und alles, was das ökonomische Herz halbwegs befriedigte, denn es war damals noch auf Nachhaltigkeit aus, wie es seit Menschengedenken der Fall war. Kein Renaissancefürst hätte sich eine Kirche to go in die Stadt schwiemeln lassen, kein Potentat bröselnde Monumente, deren Lebensdauer der Architekt überstanden hätte. Sittlichkeit zeigte sich auch im Wert des Gepränges, das nebst einiger repräsentativer Ziele vor allem der allgemeinen Nutzung ausgesetzt war. Wer aber würde sich schon in einem von Grund auf versaubeutelten Areal wie Ninive oder Castrop-Rauxel über Risse im Beton aufregen. Von hier aus spreitet sich die öffentliche Verwahrlosung ins Land hinein.

Mehrfach haben sich Sozio- und andere Paten der publiken Wissenschaft über die zerbrochenen Fensterscheiben verbreitert; ist erstmal eine kaputt, dauert es nicht lange, bis der Reste der Fassade, des Straßenzugs, des Quartiers, des Landkreises und schließlich die komplette Nordhalbkugel aussieht wie frisch von den Vandalen geplättet. Je mehr aber geschieht, desto eher gewöhnt sich der gemeine Mob an die Verhältnisse, findet das ubiquitäre Gebröckel schon fast normal, ja malerisch, und ist geneigt, den Verhältnissen die Schuld zu geben am Niedergang – je mehr um ihn herum in Schutt und Asche sinkt, desto weniger stört es offenbar den Wut- und Spießbürger, der spontan wie die Kontinentaldrift auf schütteren Schotter schaut, der das Gleisbett mählich verlässt und sich in den fußläufigen Zonen des Infrastrukturrandgebietes niederlässt, als wäre es nichts. Man impft dem Volk ein, es müsse sparen, was nur heißt: wir brauchen die Kohle für allerhand Firlefanz, zum Entschulden der Zocker, neue Wummen und viel Sicherheitsbla, aber nicht für die Schulen, die man im maroden Zustand ja auch viel schneller erkennt. Distinktion, impft man uns ein, geht postmoderne Wege. Wohin die Wege führen, verschweigt man aus Peinlichkeit.

Sorgfältig umnachtet quackelt ein Staat aus reiner Schlafmützensubstanz von moralischem Zwang, wo doch letztlich nur der Fetisch einer auf Gedeih und Verderb festgenagelten schwarzen Null konstituierend ist. Die Achterbahn folgt gerne der Schwerkraft, denn hier verspricht es dem sicher im Sattel Sitzenden den besonderen Kitzel, und die Fahrt ist teuer. Warum auch sollte man sich das als Normalbürger leisten können.

Genau hier setzt an, was die Haltung ebendieses Bürgers ausmacht: nichts. Er hat einfach keine. Indem er die Fußgängerzone behandelt wie sein eigenes Wohnzimmer – es handelt sich tatsächlich um dasselbe Benehmen, nur kann der Bescheuerte nicht in der Halbzeit aufstehen und barfuß zum Kühlschrank schlurfen – trägt er wesentlich dazu bei, wie sich das Ensemble zu rational befreite Zone wandelt und nach kurzer Zeit schon äußerlich so wirkt, wie man sich innerlich den sozial Exkludierten vorzustellen hat. Er fühlt sich wohl im Fluidum des Kaputtbaren, ja er feiert den Verfall, den er anders kaum kennt. Dass er sich in diesem Dreiklang aus materiellem, sozialem und allgemein kulturellem Tiefstand regelmäßig um ein fahrlässig herbeigeführtes Szenario handelt, dessen hässliche Fratze die zur Flucht aktiviert, die verantwortlich sind für das Verhängnis, ist kein Geheimnis und wird gewöhnlich auch nicht verschwiegen; es ist aber als Sachzwang kostümiert allezeit präsent und dient der Monstranz, mit der die Politik uns weismachen will, wie schlecht es der Welt gerade geht – wer würde angesichts dieses Trauerspiels nicht freiwillig auf eine schönere Stadt verzichten, auf klappende Brücken und fahrende Züge?

Der Staat versagt nicht als Idee, sondern in der Erscheinung seines Personals. Es lässt sich einlullen in der Vorstellung, demolierte Straßen seien die unabdingbare Folge eines im Durchschnitt großartigen Landes: wenn so die untere Kante ist, wie viel Gold mag dann in der oberen Schicht auf den Scheiteln der hochweisen Eliten lasten? Keiner bezweifelt das, der zurückkehrt aus der kruden Gleichung, die unten mit Unterrichtsausfall und miserablen Bedingungen für Heerscharen von Müll- und anderen Pflegekräften beginnt und schnell unterm Strich in den öffentlichen Sektor selbst einsickert, als gäbe es noch etwas wie Solidarität im Menschenbild der Mächtigen. Ach was, es gärt lustig vor sich hin, denn erst jetzt ist unter dem dünnen Firnis der Zivilisation sichtbar: es ist, als würde man die Verrohung der Eliten hier dialektisch gespiegelt sehen, demontiert bis zur Abrissreife, ekelhaft und todgeweiht. Welch eine Ironie, dass man sich in den Ruinen der neuen Welt den besseren Menschen so nahe fühlt. Vielleicht ahnt man, Geschöpf das man doch ist, gerade hier, ob es nicht doch Nachhaltigkeit gibt, aber anders, als man es für möglich hielt. Ganz, ganz anders.





Gesichtspunkte

25 10 2017

Das Büro lag wie von unsichtbaren Mauern umgeben am Ende eines langen Korridors. Stumpf reflektierten die Wände ein müdes Licht, von dem man nie genau wusste, aus welcher Richtung es schien. „Der Geschäftsführer erwartet Sie jetzt“, teilte mir die Stimme einer Radioansagerin mit, die offensichtlich im Verborgenen saß und mich beobachtet hatte, wie ich in dieser Etage ohne Fenster und Sitzgelegenheiten herumstand, wohl wissend, dass ich beobachtet würde, und in dem Bewusstsein, dass sie wussten, dass ich es wusste.

„Wir haben Sie schon erkannt“, begrüßte er mich. Was auch sonst hätte er hier sagen sollen. Ich setzte mich. Er spielte aufreizend gelassen mit einem kleinen Schlüsselbund, das er am Ring über den Tisch zog. „Ich muss Ihnen ja nicht sagen, dass wir hier unsere Erkundigungen über die Besucher einholen, wir arbeiten nun einmal im Sicherheitsbereich und können uns keine Fehler erlauben. Es wäre möglicherweise fatal.“ Ich nickte. „Möglicherweise.“

Der große Bildschirm an der Wand zeigte den Fußgängerverkehr des nahe gelegenen Bahnhofs. Auf dem Vorplatz hasteten gelbe, grüne und blaue Striche, Quadrate und Gitternetze durch die Gegend, Netze, die sich allmählich aus den Linien bildeten, manchmal auch rote Linien, die zu roten Flächen anschwollen, bevor kleine Kästen mit Zahlen und Buchstaben neben ihnen erschienen, kryptische Anzeichen einer anonymen Bedrohung, die erkannt worden war, bevor sie selbst ihre Erkenntnis hätte erkennen können. „Wir arbeiten seit längerer Zeit mit einem gemeinsamen Vorrat an Daten, die wir aus einigen älteren Projekten zusammengeführt haben.“ Er vergaß zu sagen, woher die Daten stammten; vielleicht hatte er es aber auch gar nicht vergessen. Jedenfalls gab der Bildschirm allen diesen Menschen ein Gesicht, ob sie es wollten oder nicht. Was indes von diesem Gesicht übrig blieb, bemerkte keiner von ihnen; sie wussten wohl, dass sie beobachtet werden, doch es war ihnen in diesem Augenblick nicht bewusst, dass eine Maschine sie in Schubladen steckte, grün und gelb und rot, die über ihr ganzes Leben würden entscheiden können, möglicherweise auch nur über die folgende Nacht, was aber letztlich auf dasselbe hinauslaufen würde.

„Es handelt sich um Punktzahlen“, konstatierte ich. Er nickte. „Wir bewerten die Personen nicht“, erläuterte er. „Wir stufen sie nur ein. Wer sich anhand seiner Daten als gefährlich erweist oder als gefährlich erkannt wird – das kann unterschiedlich sein, muss es aber nicht – soll erkannt werden, und das leisten wir.“ Dabei blickte er ohne jeden Anflug von Gefühl auf den Bildschirm, wo ein halbes Dutzend roter Gesichter teilnahmslos durch die Menge gingen, erkennbar keine Mörder oder Taschendiebe, aber auf Geheiß der allwissenden Maschine als gefährlich anzusehen. Sie warteten auf den Bus, kramten in ihren Handtaschen, kauften eine Zeitung am Kiosk, das war das Gefährlichste.

Wo das Punktekonto gespeichert war, ließ sich nicht einfach sagen. Vermutlich waren es viele verschiedene Dateien, aus denen sich Ansichten über die Personen gegenseitig überlagerten und verstärkten, es war nicht ganz klar, wo nur zusammengezählt und verrechnet, wo multipliziert wurde, jedenfalls wuchs mit jedem Tag ein Konto von Punkten, die ein Gesicht begleiteten, und es schien Folgen zu haben für die Menschen. „Wir beantworten die Herausforderung abgestuft. Man wird nicht gleich von der Polizei beobachtet, aber die Daten werden frühzeitig ausgewertet, falls eine Handlung notwendig sein sollte.“ „Das heißt“, wandte ich ein, „Sie werten die Daten frühzeitig aus, damit Sie sich sicher sein können, dass eine frühzeitige Auswertung gerechtfertigt ist?“ Vielleicht hatte er auch nur meine Frage nicht verstanden.

„Wir zeigen uns natürlich auch erkenntlich“, fügte er mit einem süffisanten Lächeln hinzu. „Manchmal lässt es sich nicht verhindern, dass wir Maßnahmen ergreifen müssen, die der Entwicklung Rechnung tragen.“ „Sie belohnen doch nicht etwa auffällige Personen?“ Er grinste. „Keinesfalls.“ Die Bilder, die ihn in einem früheren Leben als Gefängnisdirektor zeigten, waren noch sehr präsent. „Wir denken mit. Wenn das Konto einer potenziell gefährlichen Person Anlass zur Besorgnis gibt, dass sie sich nicht mehr in die Gesellschaft integrieren möchte, erleichtern wir ihr den Ausstieg.“ „Wäre es nicht besser, ihr die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern?“ Er schwieg.

Das Telefon hatte gesummt. Sehr leise. Ein Notfall, der keinen Aufschub duldete, die Sache war technisch, also sehr ernst. „Ich würde Ihnen gerne noch mehr erklären“, bat er, „aber Sie müssen mich jetzt entschuldigen. Seien Sie sich nur sicher, dass wir ganz in Ihrem Auftrag arbeiten und Ihnen gerne jede Frage beantworten werden – nur eben nicht jetzt.“ Er verließ wortlos den Raum, die Tür stand offen, die Unterredung war beendet. Auf dem Bildschirm liefen noch immer Menschen durch einen Tunnel, hielten auf dem Fußgängerüberweg an, kauften Zeitungen. Ich ging durch den langen Korridor, erreichte schließlich den kahlen Vorraum, passierte die Schleuse und trat hinaus auf den belebten Vorplatz. Hier war ich in Sicherheit. Sie sorgten sich um mich, das hatte ich begriffen, und nichts sprach so dafür wie der kleine Schlüsselbund in meiner Hosentasche.





Inschallah

23 10 2017

„Hier, Allahu und Dings und so… ja, wir sagen das so, das ist Ihnen vielleicht nicht geläufig, aber Sie kommen eben auch aus Tunesien und nicht aus Kassel. Das ist schon ein Unterschied. Womit ich jetzt nicht gesagt haben will, dass Ihre Traditionen weniger wert sind als unsere, aber Sie wissen halt, Sie sind Einwanderer.

Als solcher werden Sie sich natürlich auch über die deutschen Verhältnisse in Kenntnis gesetzt haben, richtig? Richtig, ich wusste es. Die Frau im ersten Stock war immer gut zu Ihnen? Dann passen Sie mal gut auf: die heißt Kraußwinkel, das ist ein typisch deutscher Name, und diese Leute sind in der Regel islamophob. Die lehnen Sie ab, ob Sie das nun festgestellt haben oder nicht, Sie sind in deren Nachbarschaft einfach nicht erwünscht, und wenn Sie dann mal in eine andere Nachbarschaft umziehen, dann kann das nicht mit rechten Dingen zugehen. Diese feindlichen Elemente sind eindeutig in der Überzahl, das müssen Sie wissen!

Glauben Sie nicht diesem geistig behinderten Arschloch aus Erfurt, wenn es herumkräht, dass die Islamisierung Deutschland von Claudia Fatima Roth und Angela Cohn Merkel zur Ausrottung des arischen Herrenvolks schon vollzogen sei. Das ist Fake News. In Wahrheit haben wir noch einen sehr langen Weg vor uns. Sie sind alle noch nicht in die Knie gegangen. Die normalen Bürger sind immer noch in der Mehrzahl, und das Schlimmste ist: sie haben so gar keine Angst vor uns.

Transporter bringt gar nichts. Das ist schon lange out, damit marmeln Sie vielleicht drei, vier Muttis mit Kinderwagen an die Wand, aber Sie wollen als Märtyrer in die Abendnachrichten, was sage ich: Unterbrechung des laufenden Programms, darunter tun Sie’s doch nicht, oder? Na also. Geht doch. Deshalb haben wir in Kooperation mit den internationalen Speditionspartnern, die derzeit auf unseren Rastplätzen etwas unruhig schlafen, eine hübsche Flotte an Dreißigtonnern requiriert. Die sind alle total von der Rolle, weil denen überall die Ladung vom Bock geklaut wird, und dann wird man schon mal unruhig. Jedenfalls schläft von denen keiner eine Nacht lang durch. Schnarchnasen allesamt. Und dann krallen wir uns die Lkw, der eine oder andere wird vielleicht für den Sieg der gerechten Sache sterben müssen, Inschallah, ist halt so, und dann…

Doch nicht jetzt, Mann! Ich habe gesagt, ich bin nachher wieder im…

Wo waren wir? Laster. Das mit dem Sprengstoff war auf die Dauer logistisch zu schwierig, und dann hatten wir immer das Bundeskriminalamt an der Hacke, das geht ja auf Dauer gar nicht. Da ist der Anschlag doch schon in den Abendnachrichten, bevor der erste Ungläubige in die Luft fliegt. Wir arbeiten jetzt fokussiert, da soll es auch keinen Leerlauf mehr geben. Sie wissen also, wenn wir mit Ihnen kooperieren, dann heißt das, wir kooperieren nicht mit jedem, und dann bedeutet das für Sie, dass wir mit Ihnen kooperieren, weil…

Heilige Scheiße, ich habe doch gesagt, ich kann jetzt keine Anrufe gebrauchen! Warten Sie doch damit, bis wir die endgültige Zusage… – Haben Sie längst? Dann rüsten Sie den Mann doch aus, wo ist denn das Problem? Wir haben den ganzen Scheiß da, wir brauchen nur einen Projektplan, den Zettel mit den notwendigen… hören Sie mir doch mal zu, wir arbeiten dezentral, da weiß der eine nicht unbedingt von den anderen, aber in der Summe sind wir erheblich effektiver.

Das ist die Karte, die Einkaufszentren haben wir natürlich nur zufällig eingezeichnet. Hier wird der Laster abgestellt, den Schlüssel bekommen Sie in den Briefkasten eingeworfen. Wir wollen nichts dem Zufall überlassen, am Ende wird der Wagen noch geklaut und jemand begeht damit eine Straftat. Haben wir alles schon gehabt.

Aber reden Sie nicht mit jedem darüber, das könnten möglicherweise andere Leute in den falschen Hals kriegen und als Terrorpropaganda einstufen, und dann hängen wir alle mit drin. Da kommt man so einfach nicht mehr raus, weil ja in Deutschland Propagandadelikte normalerweise härter bestraft werden als Anschläge. Das wissen Sie, sobald Sie versuchen, ohne fremde Hilfe eine Synagoge anzuzünden.

Waffe würde ich Ihnen nicht empfehlen, nur für den Notfall haben wir noch Restbestände aus Tschechien. Lassen wir per Kurier aus Zwickau kommen, wenn Sie möchten. Doch, vielleicht wäre eine Waffe sogar ganz gut. Wir müssten ja notfalls auf Sie schießen, und wenn Sie sich nicht wehren, klappt das nicht mehr mit den 72 Jungfrauen. Ich habe keine Ahnung, wir sind ja auch noch nicht so lange dabei. Also halten wir fest, Sie melden sich kurz zurück, wenn Sie auf Position sind, und dann lassen wir den Rest ablaufen? Gut, dann rufen Sie morgen zur Sicherheit noch mal an, nein – ich rufe Sie an. So machen wir das.

Sieben, hören Sie? Hier ist Null-Eins. Läuft nach Plan. Die Zielperson hat bisher keinerlei strafrechtlich relevante Äußerungen getätigt, es gab auch keine Hinweise auf Linksextremismus. Keine Radikalisierung im Internet. Es verläuft mal wieder alles nach Plan.“