L’Éclat c’est moi

5 08 2015

„… die Entlassung nicht hinnehmen werde, da Maas nach dem Selbstverständnis Ranges nicht dessen Vorgesetzter sei. Als oberster Strafverfolger des…“

„… selbstverständlich ein Teil der Exekutive sei. Dies sei für Rechtskreise vollkommen unbestritten und bereits im Staatsrecht hinlänglich bekannt verankert. Range wolle nun das Gutachten stoppen, das diesen seiner Meinung nach nicht…“

„… es für ihn irrelevant sei, dass Merkel ihm ihr vollkommenes Vertrauen ausgesprochen habe. Der Generalbundesanwalt habe rechtlich keine Instanz über sich und bestimme die Richtlinien der Politik, denen sich auch eine Bundeskanzlerin zu…“

„… einen Strafzettel für widerrechtliches Parken mit einem Dienstfahrzeug quer über zwei Behindertenparkplätze erhalten habe. Range habe dies seinem langjährigen Fahrer…“

„… sowie die Jugendzeitschrift Hopsibärchen sofort verbieten zu wollen, da die dort geäußerte Theorie, der Mond sei aus grünem Käse, zu einer schwerwiegenden Benachteiligung der deutschen…“

„… sich von einer Kleinen Anfrage befremdet gezeigt hätten. Es sei allgemein bekannt, dass der Generalbundesanwalt weder der Erfinder der Relativitätstheorie sei noch ein Patent auf Schnittbrot habe, abgesehen von einem…“

„… es besser gewesen wäre, das Deutsche Reich auch in den Namensbestandteilen des Staates zu erhalten, da so keine falschen Bundesbrüder…“

„… ein Gesprächsersuchen des Bundespräsidenten abschlägig beschieden habe. Gauck habe als protokollarisch agierender Staatsangestellter bei seinem Sekretariat einen Termin zu erbitten, so Range, das er jederzeit ohne Angabe von Gründen auch negativ…“

„… der Fahrer bereits im Jahr 1989 verstorben sei. Der Generalbundesanwalt habe danach die Herausgabe der Überwachungsbänder…“

„… halte sich Range nach seiner vorläufigen Bewertung um Gott, der mit dem Raumschiff in der Milchstraße notgelandet sei, das Gedächtnis verloren habe und dann mit einem gelben Pudel…“

„… trotz aller Meinungsverschiedenheiten ein längeres Gespräch mit Maaßen geführt habe. Der Verfassungsschützer habe sich danach sehr erleichtert gezeigt, Range habe sich in den vergangenen Wochen weder charakterlich verändert noch…“

„… es sich bei Hopsibärchen nicht um ein journalistisches Produkt handle, sondern um ein kommerzielles Produkt, das Sachverhalte publiziere, die geeignet seien, die Wehrkraft des deutschen Volkes empfindlich zu…“

„… habe Range angekündigt, er wolle nicht nur den Bundesjustizminister aus dem Amt entfernen, da er befürchte, wegen eines drohenden Strafverfahrens bereits abgehört zu werden. Unter Freunden gehe dies gar nicht, weshalb er sofort Rechtsmittel gegen seine eigenen…“

„… man die Herausgeber von Hopsibärchen gegebenenfalls auch wegen Boykotthetze in einem besonders schweren Fall in den…“

„… sei er erheblich wichtiger als das Bundesverfassungsgericht, was man daran sehen könne, dass das Bundesverfassungsgericht noch nie versucht habe, den Generalbundesanwalt…“

„… es auch drei Augenzeuginnen gegeben habe. Eine sofortige Überstellung der Personen nach Guantanamo habe der Verfassungsschutz befürwortet, die NSA sei jedoch wegen nicht ausreichender Transportmöglichkeiten zunächst nicht mehr…“

„…sei nach seiner vorläufigen Bewertung zu der Überzeugung gekommen, er habe Hitler erfunden und vor mehreren Milliarden Jahren in einem Salznapf verloren, weshalb die chilenischen Alpen noch heute von Herden gefriergetrockneter Fledermäuse…“

„… nicht der Dienstaufsicht des Bundesministers der Justiz unterstehe, da er sich schon alleine die Schuhe zubinden könne. Daher sei eine dienstrechtliche Regelung so überflüssig wie ein…“

„… halte es die Regierung zwar nicht für zwingend nötig, den Generalbundesanwalt nach alter republikanischer Tradition durch einen Terroranschlag in den Ruhestand zu…“

„… das Polizeipräsidium die Posse gestoppt habe, da Range mehrfach wegen Querparkens in Feuerwehreinfahren oder auf Privatgrundstücken auffällig geworden sei. Der Generalbundesanwalt habe dies als unerträgliche Einmischung in die Unabhängigkeit in die eigenen…“

„… müsse man den Verleger der Hopsibärchen-Hefte wegen Landesverrats zunächst mit einer einstweiligen Erschießung…“

„… sich Range gegen eine Neuwahl zum Deutschen Bundestag ausgesprochen habe, weil deren mögliches Ergebnis politisch nicht opportun erscheinen könnte. Stattdessen habe er befohlen, ihn zum Kaiser von Neu-Indien, Lummerland und seinen Schrebergarten zu ernennen, um so schnell wie möglich Rechtssicherheit über sämtliche angrenzenden…“

„… zunehmend schwere Symptome zeige. So lasse er sich auch von persönlichen Vertrauten aus seinem engsten Umfeld nur noch mit dem Namen Hopsibärchen…“

„… nicht mehr tragbar für die deutsche Exekutive. Pofalla hab sich deshalb spontan bereiterklärt, den Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof für beendet zu…“





Landesverrat

3 08 2015

„Auf gar keinen Fall. Wir wissen zwar alle, dass er schwerer Alkoholiker ist, die meisten anderen kennen ihn auch nur von der Entzugsklinik, und die Fraktion schenkt ihm zum Geburtstag immer eine leere Schnapsflasche, aber schreiben dürfen Sie das auf gar keinen Fall. Wenn ein so wichtiger Vertreter der politischen Willensbildung plötzlich in seinem Ansehen geschmälert würde, dann könnte die Bundesrepublik ja Schaden nehmen.

Deshalb weisen wir ja vorher darauf hin. Das hat nichts mit Vorzensur zu tun – wissen dürfen Sie das alles, es weiß ja im Grunde auch jeder, und wir können Sie auch nicht zwingen, das plötzlich zu vergessen, nur veröffentlichen dürfen Sie es eben nicht mehr – sondern mit einer, sagen wir mal, politischen Geschlossenheit, die wir in Deutschland erreichen müssen. Hier darf keiner aus der Reihe tanzen, schon gar keiner, der eventuell Einfluss auf den Wähler nehmen könnte. Als Minister können Sie nach wie vor von sich geben, was Sie wollen, den Mist nimmt Ihnen sowieso keiner mehr ab.

À propos Nahles, Sie sollten ein bisschen vorsichtiger sein. Die Fakten sind das eine, aber wenn das Ausland rauskriegt, dass wir im Kabinett so ein… – Sie sind wohl auch kein Jurist? Das ist wie mit der Beleidigung trotz Wahrheitsbeweis: auch wenn Sie hinlänglich bekannte Tatsachen über dieses Regierungsmitglied erzählen, sind Sie dran. Und da man bei ihr nie weiß, wo die genetische Disposition aufhört und das anfängt, was man im Kindesalter durch regelmäßige Prügel vielleicht noch hätte korrigieren können, halten Sie am besten die Füße still. Ein Wort an die Griechen, dass wir in unserer Regierung so was dulden, dann brennt hier die Luft, klar?

Und kein Wort zu Maaßen. Ich will hier keine langwierigen Ermittlungen mehr über meinen Schreibtisch wandern sehen, haben wir uns da verstanden? Auch wenn Sie tausendmal überzeugt sind, dass er ein elender… – Meinetwegen, dann ist er eben einer, aber wenn das unsere internationalen Geheimdienstfreunde erfahren, die werden uns doch nicht mehr belauschen, wenn sie das hören. Wirklich nicht! Die denken sich, was haben wir hier für einen grenzdebilen Dummklumpen eingestellt, den Deutschen kann man doch nicht mehr vertrauen – da müssen wir denen auch nicht mehr unsere abgeschnorchelten Daten weiterreichen. Am Ende kommt es zu Auseinandersetzungen, weil die Amerikaner uns verklagen, dass sie uns für Jahre widerrechtlich abgehört haben! Wissen Sie, was uns dann als Schadensersatz blüht!?

Lassen Sie es einfach, dann haben Sie keinen Ärger. Schreiben Sie es auf, legen Sie es in eine Tüte und bewahren Sie es für den Rest Ihres Lebens im Kleiderschrank auf. Doch, Sie dürfen das gerne aufschreiben, nur eben nicht publizieren. Im Gegensatz zu Hitlerdeutschland besteht bei uns kein Arbeitsverbot – wir sind ein Rechtsstaat und keine Diktatur, das merkt man an den kleinen Feinheiten, nicht wahr?

Weil wir hier eben gegen die Verräter vorgehen, das sagt doch das Wort schon: Landesverrat. Und nicht Ruhestörung der Demokratie oder sonst eine Sache. Sie unterbinden unsere politischen Ziele, das ist doch nicht so schwer zu verstehen? Deshalb müssen wir Sie auch so behandeln wie alle anderen Terroristen auch, die den Staat gefährden.

Meinetwegen, dann berufen Sie sich eben auf das Grundgesetz. Das machen diese Ausländer, wegen denen ständig deutsches Eigentum in Brand gesteckt werden muss, ja auch. Vielleicht sollten wir den Geltungsbereich dieser verdammten Verfassung bald mal nach draußen verlegen, dann befinden diese Asylanten sich wenigstens im Schutz des Grundgesetzes, ohne uns hier zu belästigen, und die Deutschen haben ihre Ruhe. Vor dem Grundgesetz. Und wir auch.

À propos Seehofer, über den dürfen Sie schreiben, was Sie wollen.

Wenn die Chinesen plötzlich erfahren sollten, dass die gesamte Computerausstattung im Bundestag total im Eimer ist, die könnten doch glatt auf den Gedanken kommen, uns überteuerte Geräte aus dem Versandhandel anzudrehen, kostspielige Wartungsverträge, und am Ende sitzt da einer und kann nur Tsching-Tschang-Tschong und wir haben den auf tausend Jahre im Voraus bezahlt – was meinen Sie, wie viele Flughäfen man für das Geld hätte bauen können? Da nimmt doch unser Land enormen Schaden.

Deshalb ist es besser, die Chinesen lesen das in der BILD, da wissen sie: alles halb so wild, eine Hälfte stimmt sowieso nicht, und die andere haben sie vermutlich schon von den Amis abgeschnorchelt. Sehen Sie, so sorgen wir für die Sicherheit in Deutschland! Muss man das denn immer schlechtreden?

Und damit wir uns hier richtig verstehen: kein Wort über die Bundeskanzlerin. Wenn das rauskommt, dann…“