Schuldknechtschaft

19 01 2022

„… in vielen Ländern bis heute körperlich und seelisch ausgebeutet würden. Die Bundesregierung werde dazu noch strenger auf die UN-Konvention hinweisen, damit Kinderarbeit nicht länger zum…“

„… zahlreiche Auswirkungen auch auf die deutschen Märkte hätte. So könnten sich gerade die Ärmsten der Armen, die vom Bürgergeld leben müssten, alltägliche Produkte wie Schokolade und Kaffee nicht mehr leisten, wenn die EU durch eine überzogene Verbotspolitik die soziale Schere aus moralischen Gründen ansetze. Merz fordere ein…“

„… würden Gegenpositionen in der öffentlichen Diskussion oftmals vorsätzlich unterschlagen. Weidel sehe in der frühen Berufstätigkeit auch eine praktisch orientierte Bildungschance, da man bei minderwertigen Rassen mit Schule nur überflüssige Potenziale zur Auswanderung nach…“

„… touristische Angebote sehr stark von einem ausreichenden Vorrat an Kinderarbeitskräften abhängig seien. Gerade durch negative Faktoren wie Corona oder den Klimawandel müsse man die Reiseindustrie wieder stärken, indem man durch eine flexiblere Kooperation mit den Betrieben vor Ort eine beiderseitige…“

„… nach Lindners Ansicht mit dem sofortigen Stopp keinem gedient sei. Vielmehr müssten auch die positiven Effekte gesehen werden, die in den Herkunftsregionen viel deutlicher zutage träten als in Europa. Eine langfristige Verbesserung aller an den Lieferketten beteiligten Volkswirtschaften sei nur mit einem langsamen Ausstieg aus der…“

„… werde auch die Textilindustrie nachhaltig geschwächt, wenn andere soziale Randgruppen wie Frauen die Hauptlast der Fabrikarbeit zu tragen hätten. Merz wolle durch eine bessere Verteilung der Arbeit auf die Gesellschaft ein nachhaltiges…“

„… dass in Deutschland und vielen anderen europäischen Staaten noch bis weit ins vergangene Jahrhundert Kinder ganz selbstverständlich in den elterlichen Betrieben beschäftigt und teilweise dafür nicht einmal entlohnt worden seien. Die FDP warne vor einer Neiddebatte, dass die vergleichsweise gute Lohnsituation in den heutigen Ländern der Dritten Welt im Vergleich zu den damals…“

„… habe auch die AfD kein Interesse an einer kompletten Ächtung der Kinderarbeit. Würde man den Familien die Anreize zur eigenverantwortlichen Haushaltsführung nehmen, so Meuthen, so öffne man die Schleusen einer Massenmigration, die vor allem unbegleitete Jugendliche aus sämtlichen…“

„… könne sich Kubicki auch einen direkten Transfer ausländischer Wirtschaftsmodelle auf die deutschen Verbraucher vorstellen. So sei die legale Verschreibung in Schuldknechtschaft für viele sich in Privatinsolvenz befindliche Erwerbslose eine durchaus attraktive Möglichkeit, die letztlich auch die Interessen der Finanzdienstleister sehr gut…“

„… sich der Fachkräftemangel inzwischen auch in Ostasien zeige. Für den Bundesverband der Deutschen Industrie sei klar, dass viele Firmen im Schichtbetriebe ohne den Einsatz von Kindern nicht mehr wirtschaftlich arbeiten könnten, weshalb das Verbot nach internationalen Richtlinien langfristig zu schweren Schäden an der Weltwirtschaft und damit an den börsennotierten…“

„… sich Merz im Falle der Textilhersteller für den möglichst frühen Einstieg in die Erwerbsarbeit ausgesprochen habe. Durch das Ansammeln vieler Berufsjahre steige seiner Erfahrung nach auch die individuelle Rente, was zu mehr Wohlstand und…“

„… habe Deutschland nach Ansicht von Weidel kein Recht, anderen Ländern ihren Umgang mit den eigenen Kindern vorzuschreiben, solange hier noch geduldet werde, dass linksextremistische Demos während der Schulzeit die Zerstörung staatlicher Erziehungsziele einläuten würden, bis sich die…“

„… werde das Aufstiegsversprechen des freien Marktes sich gerade in den aufstrebenden Nationen beispielhaft bewahrheiten. So könne ein Kind, das mit fünf Jahren als Näher seine Karriere starte, mit 35 bereits Eigentümer eines Textilkonzerns mit mehr als einer Million Arbeitskräften sein, die mit ihrem eigenen Konsumverhalten für eine große…“

„… müssten Veränderungen im politischen und gesellschaftlichen System der Länder berücksichtigt werden. Lindner warne vor einer Ausbreitung der Kindergewerkschaften, die noch mehr Sozialismus und Verarmung in den betreffenden…“

„… lehne die AfD die Zuwanderung von mehreren Millionen Kinderarbeitern pro Jahr strikt ab, da es nicht genug Beschäftigungsmöglichkeiten für diese gebe. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Arbeitsmigranten deutschen Kindern die Ferienjobs wegnähmen, was zu einer katastrophalen…“

„… weite Teile der Union die Ausweitung eines allgemeinen Kinderarbeitsverbots auf die deutsche Gesellschaft kritisch sähen. Man habe bereits durch das Verbot der körperlichen Züchtigung durch die Eltern das christliche Menschenbild leichtfertig preisgegeben und müsse nun durch besondere Berücksichtigung des Kindeswohls eine…“

„… sehe sich die Kultusministerkonferenz aber nicht in der Lage, ein einheitliches Urteil über Lockerungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes zu kommunizieren. Man gebe jedoch zu bedenken, dass die Kinder in Deutschland durch die in den Schulen vorangetriebene Durchseuchung mit dem Corona-Virus derzeit nicht geeignet seien, die in der Wirtschaft erwarteten Personallücken einer neuen Infektionswelle zeitnah zu…“





Spontane Zusammenrottung

17 01 2022

„… mehr Rechtssicherheit biete, wenn die Polizei die Kritiker der staatlichen Pandemiemaßnahmen bereits im Vorfeld berate. Die Beteiligung an einem sogenannten Spaziergang könne dadurch für die Bürger zu einem viel besseren…“

„… ersetze eine Teilnahme an der freiwilligen Spaziergangsberatung nicht die Anmeldung einer Demonstration, da es sich bei Kundgebungen, die nicht offiziell als Kundgebungen im Sinne des Versammlungsgesetzes handele, nur um besagte Spaziergänge, aber nicht um…“

„… dass das Mitführen von Spazierstöcken, Schirmen und Stichwaffen bei einer Demonstration als Ordnungswidrigkeit, möglicherweise sogar als Verstoß gegen das Waffengesetz gewertet werden könne. Diese Auflagen seien jedoch nicht relevant, wenn sich die besorgten Bürger bei der Form ihres Aufmarsches zur Bildung eines…“

„… bei einem Spaziergang keine Anmelder der Versammlung angegeben werden müssten, da die Polizei von einer spontanen Zusammenrottung ausgehen könne, wenn diese nicht von einer Person angemeldet worden sei. Dies sei auch für die Ordnungskräfte einfacher, da hier keine Kontrolle der anwesenden Personen durchgeführt werden müsse, was mit weniger Personal und…“

„… dass bei angemeldeten Versammlungen auf gar keinen Fall die voraussichtliche Anzahl der Teilnehmer überschritten werden dürfe. Die Polizei könne ihren Einsatz nur anhand der Größe des Demonstrationszuges planen. Werde diese am Tag der Kundgebung überschritten, so müssten sich die Demonstranten unter Umständen ganz ohne die üblichen polizeilichen Ordnungsmaßnahmen…“

„… bedürfe es keiner gerichtlichen Klärung, ob das Mitführen von Transparenten und Plakaten für einen Spaziergang üblich sei. Da nach Erfahrung der Polizei zahlreiche Teilnehmer täglich an den Versammlungen in mehreren Bundesländern tätig seien, dürfe man diese Gegenstände bereits als normales Handgepäck ansehen, die nicht durch polizeiliche Auflagen wie Schals, Brillen oder…“

„… mit Haftbefehl gesuchte Rechtsextremisten gefahrlos an einer Laufkundgebung teilnehmen dürften, da die Kontrollen auf ein allgemein verträgliches Maß reduziert würden, um die Lage nicht eskalieren zu lassen. Lediglich Dunkelhäutige und Personen mit auffälliger Nasenform seien von der Regelung ausgenommen, da der Staat die Meinung der Demonstrierenden respektiere, auch wenn dies im Konflikt mit der Verfassung und…“

„… seien die Innenminister fest entschlossen, durch Strafverschärfungen für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum zu sorgen. Bereits im nächsten Jahr werde der Strafrahmen für Beleidigung auf…“

„… setze die Polizei bei Personalengpässen auch auf Bürgerwehren, die an ihrer Stelle die sicherheitsrelevanten Bereiche betreue, Straftaten aus dem Demonstrationszug heraus ahnde und gegen extremistische Demokraten vorgehe, die als Anwohner oder Gegendemonstranten gegen die Kundgebung des Volkswillens vorsätzlich auf der falschen Seite des…“

„… dass es nicht Aufgabe der Polizei sei, das Verhalten gesellschaftskritischer Bürger bei einer verfassungsrechtlich generell tolerierbaren Aktion zu bewerten. Sprechchöre hätten zwar keine lange Tradition bei Spaziergängen, würden aber auch in anderen Situationen wie beispielsweise nach einem Fußballspiel auftreten und seien dann nur geeignet, als Lärmbelästigung der…“

„… auch Polizeibeamte an nicht angemeldeten Kundgebungen teilnehmen würden, um für die Akzeptanz der Spaziergänge zu werben. Das gemeinsame Begehen von Ordnungswidrigkeiten sei als Zeichen von Bürgernähe zu verstehen, die zum entspannten Umgang mit den gesetzlichen…“

„… rechtzeitig zur Karnevalssaison die Regeln für selbst organisierte Umzüge noch einmal leicht überarbeiten werde. Da es bisher keine gesetzlichen Grundlagen für die Gestaltung von Kostümen gebe, werde die Innenministerkonferenz, in deren Bereich auch Kultur und Brauchtum fallen würden, nicht auf ein Vermummungsverbot warten und damit in Kauf nehmen, dass eine Demonstration ohne den gebotenen Infektionsschutz damit legal oder…“

„… gehe von den Spaziergängern in der Regel kein hohes Gewaltpotenzial aus. Bisher sei es nicht zu brennenden Personenkraftwagen gekommen, auch sei die Ankündigung, die Bundesregierung in einer unterirdischen Gaskammer zu ermorden, nicht in die Tat umgesetzt worden, da es nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz derartige Räumlichkeiten auf deutschem Boden gar nicht…“

„… im Zuge der Schutzmaßnahmen für die kritische Infrastruktur auch weniger eingesetzt werde. Wer sich als Feind der Spaziergänge für Frieden, Freiheit und keine Gewalt verstehe, dürfe selbstverständlich bei etwaigen Straftaten die Polizei rufen, müsse sich aber bei einer nicht validen Zeugenaussage wegen Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln…“

„… sich bei einer Anmeldung nicht an den Zweck der Kundgebung halten müsse. Die Berater würden ausdrücklich ermutigen, nicht nur gegen eine sogenannte Corona-Diktatur zu protestieren, sondern bereits jetzt die Abschaffung von freien Wahlen zu fordern oder den Klimawandel als Fake News einer von Reptiloiden gesteuerten Regierung auf dem Mars zu bezeichnen, wie dies nach dem Ende der Pandemie jetzt schon in einigen Chats von Abgeordneten der Alternative für…“





Captain Future

13 01 2022

„Also die Mehrheit ist dagegen, aber das heißt hier in Bayern ja nichts. Wenn zum Beispiel die meisten Ministerpräsidenten dafür sind, dann wird das auch so gemacht, weil der Ministerpräsident im Freistaat ja die Bevölkerung vertritt. Stellen Sie sich schon einmal auf eine Sommerwiesn ein.

Ach, jetzt bleiben Sie mal ganz ruhig. Natürlich wissen wir noch nicht, was da auf uns zukommt, weil wir ja nicht einmal genau wissen, was auf uns zukommen könnte. Wir wollen hier Bier verkaufen und Brauchtum und Brathendl, mit Viren haben wir nicht zu tun. Aber ob wir die jetzt ignorieren oder eventuell später, oder ob wir feststellen, dass wir die später nicht mehr ignorieren können, weil die uns jetzt das Geschäft lahmlegen, das ist nicht ganz gewiss. Wir brauchen da sehr viel Gottvertrauen und einen Ministerpräsidenten, der noch viel mehr Selbstvertrauen hat – das ist bei ihm ja dasselbe, das geht quasi ineinander über. Er weiß ja immer, wo es langgeht, auch wenn sich das mehrmals am Tag ändern sollte. Also bei ihm.

Wir sollten die bayerischen Feste viel mehr im Sommer konzentrieren, da ist hier viel mehr los, weil die Menschen alle Urlaub haben, und die Stadt München kommt damit viel besser zurecht, so in Bezug auf den Verkehr, den Dobrindt und Scheuer und die ganzen anderen Knalltüten ihr gelassen haben, weil alle ja auch verreisen. Das widerspricht sich zwar, aber das macht gar nichts, weil der Ministerpräsident sich ja auch ständig widerspricht, und da fällt es gar nicht mehr auf. Außerdem ist so ein Sommerfest sowieso viel schöner, bis auf die ausländischen Touristen, die kommen gar nicht erst, und das ist ja wieder gut für den Verkehr, und der Ministerpräsident ist dann vielleicht gerade wieder ökologisch und findet das toll, und dann umarmt er einen Baum, fordert Preissenkungen beim Diesel und Impfpflicht für Touristen, und dann ist auch schon wieder Weihnachten.

Ein Problem wird ja das Personal, weil wir die Kellnerinnen dieses Jahr alle früher brauchen oder gar nicht. So genau weiß man das noch nicht, aber wir machen es auch mal wie der Ministerpräsident: wir warten ab, was passiert, und dann machen wir das Gegenteil, oder auch nichts, oder wieder etwas ganz anderes. Irgendwie sieht es bei ihm ja auch immer aus, als ob alles klappen würde, auch dann, wenn es mal nicht geklappt hat. Beispielweise das mit der Kanzlerkandidatur. Auch wieder hier zu früh und da zu spät, nicht passt zusammen, dann macht’s Laschet und macht es auch prompt falsch, und am Ende stellt er sich hin und sagt, was er immer schon gesagt hat. Dass er es nämlich immer schon gesagt hat. Also müssen wir dann jetzt erst rauskriegen, ob das Oktoberfest stattfindet, wann es stattfindet, und dann erledigen sich die wichtigen Problem wahrscheinlich von selbst, und wenn nicht, dann kann man daran vielleicht gar nichts machen. Vermutlich höhere Gewalt, aber ich bin mir noch nicht mal sicher, ob das für den Ministerpräsidenten tatsächlich ein Hinderungsgrund wäre. Die höchste Gewalt ist ja immer noch er selbst.

Auf der anderen Seite ist das organisatorisch und verwaltungstechnisch ein Schnapsidee, weil die Bewerbungsfristen für die Fahrgeschäfte längst abgelaufen sind. Für den Sommer wird es also nichts mehr mit der Wiesn, und da wir im Oktober dann wieder Corona haben – das wissen wir jetzt schon, wir wissen nur noch nicht, ob wir das im Herbst auch schon wissen, dass wir das gewusst haben oder vielleicht schon gewusst haben werden – können wir es eigentlich gleich lassen. Da wird einem ja gleich ganz schwindelig, das muss von der plötzlichen Nüchternheit kommen, so ganz ohne Wiesn, oder der Ministerpräsident jongliert mal wieder mit unsicheren Zukunftsformen herum. Er geht ja zum nächsten Karneval als Captain Future, falls der nicht wegen Impfpflicht ausfällt, oder war das andersherum? Egal, so eine Wiesn kriegen wir auch ohne Achterbahn hin, Bier ist genug da, und den Unterhaltungspart macht der Ministerpräsident einfach selbst.

Es sei denn, wir kriegen jetzt auch noch ein Problem mit der kritischen Infrastruktur. Also mit der Brauereiwirtschaft, das ist ja der entscheidende Punkt an der Wiesn. Das stelle ich mir jetzt doch ein bisschen komplex vor, wie man sich da als Ministerpräsident positionieren soll. Erstmal muss er ja die Brauereien loben und sehr viel Zuversicht verströmen, dass die das alles schaffen, weil das im Freistaat ja gar nicht anders geht – spätestens eine Woche, realistisch gesehen eher zwei bis drei Tage vorher wird er dann der Öffentlichkeit erklären, dass die Wiesn nicht stattfindet. Es können schon Wetten angenommen werden, ob es nicht genug Fässer für das Bier gibt oder zu viel Bier für die Flaschen, auf jeden Fall ist die Planwirtschaft schuld und der Sozialismus sowieso, nämlich die Kommunisten aus Berlin, und dann weiht er sicher ganz schnell im Kini-Kostüm eine Schnellstraße im Wahlkreis vom Stoiber ein, damit er auch in den Schlagzeilen ist, aber mit ganz anderen Sachen.

Wahrscheinlich stoppt er das selbst, weil er keinen Ärger mit der Polizei haben will. Die haben ja für den Sommer auch schon Urlaub eingereicht, und wenn da alle Einsätze neu geplant werden müssen, haben wir am Ende noch eine Terrorlage, weil ein paar durchgeknallte Islamisten die Stadt in die Luft jagen wollen. Oder Querdenker, so gut sind die ja auch nicht zu unterscheiden. Aber so machen wir das hier eben in Bayern: irgendwas passiert, keiner weiß, wozu es gut ist, verantwortlich sind die anderen, aber reinreden soll uns auch keiner. Da kann die Mehrheit dann denken, was sie will.“





Zeitlupe

12 01 2022

„… die Bundesregierung sich zeitnah mit den Voraussetzungen für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Corona-Virus befassen werde. Nach dem Einspruch von Bundestagspräsidentin Bas solle das parlamentarische Verfahren jedoch gründlich im Parlament beraten werden, um kein verfrühtes…“

„… von den Liberalen sehr begrüßt werde, falls sich die Beratung ergebnisoffen gestalte und zum Verzicht auf die Impfpflicht führe. Lindner sei von der Stabilität der Koalition überzeugt und werde daher sofort ein Misstrauensvotum gegen die…“

„… habe sich die Union immer strikt gegen die Impfpflicht ausgesprochen und halte sie in mehr als einem Punkt als verfassungsrechtlichen Trick der linkslinken Verbotsparteien, eine Terrordiktatur in Deutschland einzuführen. Brinkhaus sei überzeugt, dass die SPD die längst überfällige Zwangsimpfung nicht organisieren könne, da die Ampel mit der Haschlegalisierung und Gendern auf Befehl beschäftigt sei und Deutschland zu einem…“

„… komme eine gesetzliche Regelung im März immer noch rechtzeitig, damit die Umsetzung der amtlichen Kontrollen bis zum Herbst vorbereitet und unter Umständen noch in diesem…“

„… nach Erfahrung der Liberalen ein Gesetz nur dann nicht vom Bundesverfassungsgericht kassiert werde, wenn es von externen Beratern erarbeitet worden sei. Sollte es sich dabei nicht um ein Verkehrsprojekt handeln, dessen Finanzierung zudem mit dem Freistaat Bayern abgestimmt werde, seien die Chancen hoch, dass es im…“

„… der Bundestag ein Gesetz zur Impfpflicht gar nicht beschließen könne, solange die Anzahl der zu erwartenden Impfungen nicht bekannt sei. Für Kubicki sei eine gesetzliche Regelung nur dann mit dem Grundgesetz zu vereinbaren, wenn sie auf freiwilliger Basis oder als…“

„… zeige sich auch die Bundesregierung von der Notwendigkeit eines nationalen Impfregisters überzeugt. Die stetig fortschreitende Digitalisierung ermögliche es vielleicht schon bis 2030, mit den jetzt erhobenen Datensätzen ein einheitliches…“

„… plane die Regierung, bei der Abstimmung über das Impfgesetz den Fraktionszwang aufheben zu lassen. Unklar sei bislang, ob Abgeordnete der FDP, die auf der Gehaltsliste der pharmazeutischen Industrie stünden, durch zusätzliche…“

„… sich für Gespräche offen zeige. Merz sei von der Notwendigkeit überzeugt, eine allgemeine Impfpflicht per Gesetz zu beschließen, wolle dies aber nur bei einem zügigen Regierungswechsel und der Aufnahme der Kanzlerschaft ohne die nötige…“

„… nicht den Eindruck entstehen lassen wolle, dass Scholz ein Gesetz durchdrücken wolle, das in vielerlei Hinsicht zu komplex sei. Die Liberalen seien daher bereit, geschlossen gegen den Entwurf zu stimmen, um dem Prozess durch einfache…“

„… es Kreise innerhalb der Union gebe, die einen eigenen Gesetzentwurf vorlegen wollten. Für die Rechtskonservativen sei ein Impfzwang sehr begrüßenswert, wenn man bei Verweigerung durch Wirtschaftsasylanten und andere Nichtdeutsche die sofortige Abschiebung in die jeweiligen…“

„… noch mehrere Jahre warten müssten, um die Langzeitfolgen zu beobachten, damit Millionen von Deutschen vor Impfschäden geschützt werden könnten. Wagenknecht verlange von der…“

„… nicht zur Spaltung der Gesellschaft führen dürfe. Wie es in vielen anderen Bereichen schon heute üblich sei, beispielsweise bei Steuern oder im Verkehrsstrafrecht, halte Kubicki eine gesetzliche Regelung für sinnvoll, in der Sanktionen gar nicht erst verhängt oder bei Leistungsträgern nur in sehr geringem Umfang…“

„… erst eine gesicherte Wetterprognose für den Sommer haben müsste, bevor die Modellierung der Fallzahlen sinnvoll erscheine. Ein Impfgesetz, das im Herbst erneut beraten werde, komme dann möglicherweise genau richtig, um durch erneute Verschiebung im kommenden Jahr, wenn sich im Sommer die Fallzahlen nach einer gesicherten…“

„… Digitalisierungspläne der Bundesregierung nicht allein auf das Impfregister beschränkt bleiben dürften. Die in den nächsten Jahren gewonnenen Erkenntnisse könne man bis 2060 aufarbeiten, um zu einer beschleunigten Zeitlupe klimapolitischer Projekte innerhalb globaler Absprachen der…“

„… nicht von einem Gesetz abhängig mache, das von einer Regierung in Berlin beschlossen werde, die sich um einen großen Teil der in dieser Republik lebenden Menschen überhaupt nicht zu kümmern gedenke. Söder werde seine eigenen Pläne für das diesjährige Oktoberfest im…“

„… befinde sich Scholz zwar nach wie vor im Anpackmodus, wolle aber vorerst noch nicht entscheiden, ob er damit Beratungen, einen neuen Arbeitskreis, die Vorbereitung zu parlamentarischen Vorgesprächen in den Ausschüssen oder das…“

„… gingen die Äußerungen von Bas über die Kompetenzen einer Bundestagspräsidentin weit hinaus und seien für eine Amtsträgerin nicht mehr statthaft. Kubicki habe dies seinerzeit nur deshalb gedurft, weil er als Parlamentspräsident von so großer Erfahrung und fachlicher…“

„… müsse man den bereits geimpften Bürgern, die sich durch Lockdown und Verzicht auf Freizeit oder soziale Kontakte bereits große Verdienste in der Bekämpfung der Pandemie erworben hätten, in dieser Phase zu erkennen geben, dass sie weiterhin solidarisch für die, die auf nicht genehmigten Demos und vielen Intensivstationen mit dem Virus in Kontakt kommen würden, sich den großen Respekt der Sozialdemokraten, die auch weiterhin für große Anerkennung mit ihnen…“





Pflichtbewusstsein

7 12 2021

„Selbstverständlich sehen die keine Eile bei der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Wäre ich das kompetenzfreie Arschloch, das von meiner Partei als nächster Justizminister aufgestellt wird, ich würde auch lieber den asozialen Dreckrand unter meinen Wählern verzärteln, als den Eindruck zu erwecken, ich sei intellektuell einem Staatsamt gewachsen. Aber zum Glück organisiere ich das hier, und nicht er.

Noch reden wir hier ja nicht von staatlichen Zwangsmaßnahmen, obwohl auch die durchaus im Rahmen der Verhältnismäßigkeit sein können. Sie müssen nur gegen die Abgabenordnung verstoßen, ein Zwangsgeld nicht zahlen und sich auch einer Vollstreckung verweigern, zack! Haftstrafe. Dieser böse Staat, der ständig seine Bürger terrorisiert, nur weil die gegen geltendes Recht verstoßen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, wenn man seine Buskarte nicht bezahlen kann und zum Arzt fährt, wegen Beförderungserschleichung angezeigt wird und die Geldstrafe nicht bezahlen kann, dann sitzt man selbstverständlich zu Recht im Knast, auch wenn das für die Allgemeinheit wesentlich teurer wird, als das Bußgeld zu erlassen. Wenn Sie vom Staat etwas wollen, dann darf der sich natürlich zur Wehr setzen. Es sei denn, Sie sind Geschäftsführer eines Unternehmens, das staatliche Hilfen braucht, um die Boni seiner Vorstände zu verdoppeln. Das nennt sich dann mitfühlender Liberalismus.

Aber sonst machen wir das auf dem üblichen Verwaltungsweg. Erstmal müssen wir uns bis März darüber zanken, ob so eine Impfpflicht nicht gegen die Verfassung verstößt – da sind wir ganz auf der Seite der Bürger – und dann steht der Datenschutz im Raum. Wir müssen da besonders gründlich und überlegt vorgehen, damit wir unser Ziel erreichen: einen Grund finden, warum wir die Gesetze nicht einseitig für die Interessen des Staates auslegen, wie wir das sonst auch immer tun, um präventiven Schrott wie die Vorratsdatenspeicherung oder die Klarnamenspflicht im Netz gegen jeden Sinn und Verstand durchzuprügeln. Die Experten haben wir schon, wir müssen nur noch jemanden finden, der es ihnen komplex genug erklärt, damit man mit der Antwort hinterher auch nichts anfangen kann.

Diese Impfung ist an sich ist ja auch nicht so teuer, die kann man den Verweigerern dann gerne in Rechnung stellen. Wenn man sich überlegt, wofür die Leute alles Geld ausgeben, dann sind die paar Kröten sicher nicht erheblich. Dazu sollte eine öffentliche Debatte stattfinden, dass die Kosten der maschinellen Beatmung im Überlebensfall den Patienten in Rechnung gestellt werden, die ohne Impfung eingeliefert wurden. Auch da gibt es ja vorsätzliche Falschaussagen. Sonst könnten die Krankenkassen den Impfstatus registrieren und die Beiträge anpassen. Das wirkt zuverlässig.

Als günstigen Nebeneffekt werden wir nebenbei natürlich auch sämtliche Impfzertifikate unter die Lupe nehmen. So schnell kommen wir nie wieder an gut eine Million gefälschte Urkunden, und dann wäre hier auch strafrechtlich ein Deal möglich: das mobile Prüfteam scannt und gleicht ab, und wo wir einen Treffer landen, darf sich der Bürger sofort aussuchen, ob er lieber auf der Stelle sein Vakzin bekommt oder Strafanzeige, erkennungsdienstliche Behandlung und neuerliche Vorladung inklusive sämtlicher Kosten. Vermutlich bekommen wir dann auch eine genauere Statistik über Impfdurchbrüche, die angeblich die Intensivstationen verstopfen.

Dazu könnten wir natürlich auch flankierende Maßnahmen wie eine allgemeine Kontrolle bei den Querschießer-Demos nutzen. Die Polizei ist noch nicht ganz auf unserer Seite, für die ist der Staat ja ein Feindbild, zumindest der Rechtsstaat, aber das werden wir durch passgenaue Regelungen schon in die Wege leiten. Wenn Polizisten erst mal in großer Anzahl von diesen Freizeitnazis angegriffen werden sollten, könnte man ihnen den Fingerzeig geben, dass wehrhafte Demokratie auch gut in Handarbeit funktioniert. Schließlich haben wir ja immer noch das Gewaltmonopol.

Das Thema Impfschäden müssten wir auch noch im Detail betrachten, gehen Sie mal davon aus, dass wir eine größere Menge derer, die durch staatlich organisiertes Pflichtbewusstsein immunisiert wurden, hinterher als Kläger am Hals haben, weil sie in der Folge schwere Erkrankungen erleiden. Bei den meisten dürften da Hirnschädigungen in Frage kommen, und die sollten im Regelfall auch schon vorher aufgetreten sein. Und wenn jetzt ein 20-Jähriger seine Spritze bekommt und keine 70 Jahre später tot ist, dann wird irgendeine Regierung auch die Regressansprüche an der Backe haben. Ich habe da ein ganz entspanntes Verhältnis zum Klima, wenn Sie verstehen, was ich meine.

Ansonsten werden wir wieder viele Vorschläge aus der Opposition bekommen, Entziehung des Führerscheins, Sofortabschiebung bei Ersttätern mit Migrationshintergrund oder Komplettsanktionen bei Erwerbslosen. Im EU-Ausland gibt es ja schon eine Pflicht für Arbeitnehmer in Gesundheitsberufen, die sich gut bewährt hat und von der Bevölkerung auch mehrheitlich unterstützt wird, daher wird das in Deutschland nicht kommen. Weil das Ausland ist, das ist hier also gar nicht anwendbar. Da setzt der deutsche Hobbyverfassungsrechtler eher auf die Prügelstrafe, immer vorausgesetzt, es betrifft ihn nicht selbst.

Das wäre also jetzt der aktuelle Sachstand, ich halte Sie aber über neue Entwicklungen regelmäßig auf dem Laufenden, wenn Sie wieder zurück sind in Sachsen, wobei: da gibt’s doch diese Bürgerwehren. Für Geld tun die angeblich alles, oder?“





Nikolausejungen

6 12 2021

„… konfessionsübergreifend an den Sinn des Festes erinnern wollten. Weihnachten sei als religiöses Ereignis eine der tragenden Säulen der Kultur und werde gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland mit der Deutschen Bischofskonferenz als Zeichen der…“

„… erheblichen Protest angemeldet habe. Die soziale Komponente könne nie ohne die Sicherung von Arbeitsplätzen und Aktienkursen gedacht werden, für die das Weihnachtsgeschäft als größter Umsatzträger im Einzelhandel eine existenzielle…“

„… sich Lindner in die Debatte eingeschaltet habe. Als designierter Finanzminister könne er die geplanten Steuersenkungen für notleidende Erben und vom Hungertod bedrohte Millionäre nur dann realisieren, wenn die Umsatzsteuer eine solide Basis für die fiskalischen…“

„… auch in dunklen Tagen die Geburt des Herrn als Hoffnungszeichen deutbar sei. Brauchtum und Feste in der Weihnachtszeit böten den Menschen Halt, so Kardinal Marx, und könnten ihnen jenseits der materiellen Auslegung der…“

„… bereits in der protestantischen Arbeitsethik angelegt worden sei, dass die Bürger lieber den Wohlstand derer mehren würden, die nichts dafür getan hätten, was seit Luther ein Beweis für die Rechtfertigung des Konsums vor Weihnachten sei. Precht werde in seinem nächsten Buch die Bedeutung des Onlinehandels in der römischen Philosophie des christlich-jüdischen…“

„… nicht ohne die traditionellen Feiern in der Familie und das Weihnachtsessen begangen werde. Die Küchenbauer seien darauf angewiesen, dass Impfverweigerer, die durch die Zutrittsregeln keine Gaststätten betreten dürften, sich rechtzeitig mit einem Besuch in den Ausstellungsräumen der…“

„… könne sich Spahn vorstellen, als letzte Handlung vor der Entlassung aus dem Ministeramt die Maskenpflicht in allen Gottesdiensten bis zur einer 7-Tage-Inzidenz von 10.000 aufzuheben, wenn damit gleichzeitig die Selbstverpflichtung aller Bürger zu einer Boosterimpfung in den…“

„… auch an die Kinder denken müsse. Durch die Pandemie seien die Jüngsten psychisch oft stark belastet worden, es fehle ihnen an Resilienz und Ausgleich für die oft nicht nachvollziehbaren Einschränkungen. Als amtierender Präsident des Handelsverbandes Deutschland könne und wolle sich Sanktjohanser nicht ausmalen, welche Tragödien den Kleinen etwa beim Schenken des falschen Smartphones oder einer…“

„… typisch linkslinke Positionen sehe, wie sie die stalinistisch-liberale Koalition unter Scholz habe erwarten lassen. CSU-Generalsekretär Blume sei entsetzt über die fundamentalistischen Ansichten der Kirche, die sich gegen sein Verständnis von Christentum und deutschem…“

„… auch das Böllerverbot in diesem Licht als Frontalangriff auf das abendländische Brauchtum zum Ende des Kalenderjahres betrachtet werden müsse. Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk sowie der Verband der pyrotechnischen Industrie seien nicht gewillt, das Berufsverbot der Scholz-Diktatur wehrlos zu akzeptieren. Auch wenn die Mehrheit der Bürger dies begrüßen würde, werde man die Prohibition notfalls mit verfassungsrechtlichen…“

„… müsse umgehend die Kraftfahrzeugsteuer ausgesetzt werden, um den Kauf großer Verbrenner zu vergünstigen. Wissing werde sich als Anwalt der Verbraucher für die Mittelschicht einsetzen, die ihre weihnachtlichen Gefühle auf die traditionelle Weise durch Quartalszahlen im…“

„… habe die EKD-Ratsvorsitzende Kurschus klargestellt, dass Feuerwerk an Silvester zu den heidnischen Überlieferungen zähle und von keiner Konfession aktiv unterstützt werde. Die Forderung der Industrieverbände, das Böllerverbot als Verstoß gegen den christlichen Glauben zu verurteilen, entbehre jeder kirchenrechtlichen…“

„… nicht durchdacht sei. Merz habe keine Sympathie für Nikolausejungen, die der Union als stärkster politischer Kraft ihre Interpretation von Christentum aufzwingen wollten. Sobald er zum Bundeskanzler gewählt worden sei, werde er durch eine mit der Wirtschaft abgestimmte Fassung der religiösen Bekenntnisse den Fortschritt in die…“

„… sich bereits Adenauer über die seinerzeit schon gebräuchliche Weihnachtsbeleuchtung in den Einkaufsstraßen beschwert habe. Für Brinkhaus sei dies ein Zeichen äußerster Gefahr, wenn auch die gefestigten Konservativen der guten alten Zeit von den Wahnideen eines entfesselten Katholizismus…“

„… sich als Vorsitzende angeboten habe. Ein Kampf für die überkommene Tradition des Böllerns am Jahresende sei so aussichtslos wie ihre Position für den Anschluss polnischer Gebiete an die BRD. Steinbach werde daher alles tun, was nötig sei, um Demokratie oder Vernunft mit allen Mitteln zu…“

„… die Trennung von Kirche und Staat falsch sei, wenn damit religiösen Würdenträgern erlaubt werde, im Rahmen der Verfassung Meinungen zu äußern. Precht werde in seinem nächsten Buch über die unchristlich-abendländische Gesellschaft die Geschichte der Soziologie seit dem Hochmittelalter bis zu den Anfängen der postbabylonischen…“

„… deutsche Traditionen in einer islamisierten Linksdiktatur nichts wert seien. Weidel fordere die sofortige Freigabe des Weihnachtsshoppings für alle Ungeimpften ohne Maske und Höchstanzahl an Ladenbesuchern. Nur mit einer entsprechend hohen Anzahl an verkauften Artikeln könne ab dem 27. Dezember der althergebrachte Umtausch in den Geschäften seinen normalen…“





Systemkritik

1 12 2021

„Muss man Sie kennen?“ „Sie werden uns definitiv nicht mehr los.“ „Das sagt ja noch nicht, ob Sie in der Gesellschaft…“ „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ „Meinetwegen, aber man muss doch sein Anliegen auch klar formulieren, damit man darüber eine Debatte führen kann.“ „Wir haben es jetzt oft genug gesagt, aber für Sie gerne noch mal: wir sind Gesetzeskritiker.“

„Also kritisieren Sie die Justiz?“ „Nein.“ „Das ist ja erst einmal legitim, wenn man das im Rahmen der grundgesetzlich eingeräumten Meinungsfreiheit tut.“ „Erstens haben wir keine Meinungsfreiheit, da sie durch willkürliche Gesetze beschnitten wird, zweitens kritisieren wir nicht die Justiz, sondern die Gesetze.“ „Sie kritisieren willkürliche Gesetze?“ „Nein.“ „Wenn Sie willkürliche Gesetze kritisieren, steht Ihnen der Weg zum Bundesverfassungsgericht offen.“ „Wir kritisieren aber nicht die willkürlichen, sondern alle Gesetze.“ „Das heißt, Sie kritisieren auch das Grundgesetz?“ „Das wurde uns ja nicht einfach so gegeben, das wurde uns statt einer richtigen Verfassung aufgezwungen.“ „Das ist eine Verfassung.“ „Warum heißt es dann nicht so?“

„Gut, anders: Sie kritisieren gesetzliche Regeln, die Ihre Grundrechte einschränken.“ „Nein, wir kritisieren ganz einfach Gesetze.“ „Auch wenn es Gesetze gibt, die die Grenzen der Meinungsfreiheit definieren, gibt es doch trotzdem immer noch eine verfassungsmäßig garantierte…“ „Es geht uns doch nicht um Meinungsfreiheit.“ „Sondern?“ „Um Gesetze, die uns willkürlich einschränken.“ „Zum Beispiel?“ „Man muss in diesem Unrechtsstaat Steuern zahlen, man darf nicht Auto fahren, es wird einem alles genommen.“ „Sie wollen also keine Steuern zahlen?“ „Weil die Gesetze, die diese Steuern befehlen, eben willkürlich erlassen sind.“ „Ich wüsste ja, was Sie wählen könnten, um gar keine Steuern mehr zu zahlen, aber das hängt auch davon ab, wie viel Sie verdienen.“ „Das hat damit gar nichts zu tun.“ „Womit dann?“ „Ich wurde nicht gefragt, ob ich Steuern zahlen will.“ „Hätte man das Steuerrecht Ihretwegen erst am Tag Ihres ersten Steuerbescheids in Kraft setzen dürfen?“ „Darum geht es doch gar nicht.“ „Verstehe, Sie wollen keine Gesetze anerkennen, die von Ihrer Geburt…“ „Das ist doch gar nicht der Punkt!“ „Dann sagen Sie mal, was der Punkt ist.“ „Ich lebe in einem Land, in dem Gesetze gemacht werden, ohne dass ich mich für eine solche Verfahrensweise entschieden habe.“ „Sie wollen also auswandern?“ „Warum sollte ich?“ „Weil Sie gerade davon sprachen, dass Ihnen der Staatsaufbau und das politische System hier nicht zusagen.“ „Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Diktatur ein Ende hat.“ „Meinen Sie, dass Sie irgendwo ein Land finden, in dem es die von Ihnen kritisierte Praxis der Gesetzgebung nicht gibt?“ „Das ist doch jetzt gar nicht die Frage.“ „Ich wüsste schon, was Ihnen da als Alternative bliebe, aber das wollen Sie bestimmt nicht.“ „Was meinen Sie?“ „Ach, das würde jetzt zu weit gehen.“

„Ich lehne es jedenfalls ab, dieses System mit meinen Steuern zu unterstützen.“ „Also meinen Sie doch nicht die Gesetze?“ „Die werden von diesem System gemacht.“ „Sie würden es also tatsächlich vorziehen, in einer absoluten Monarchie zu leben?“ „Das hat doch damit nichts zu tun!“ „Sie sehen also die Herrschaftsform, oder wie Sie es nennen: das System nicht als verantwortlich für die Gesetze an?“ „Es ist eben das ganze Recht.“ „Dann wäre eine absolute Monarchie für Sie vielleicht wirklich besser, weil Sie Probleme mit dem recht haben.“ „Was soll das denn nun wieder?“ „Offensichtlich ist ein Rechtsstaat für Sie zu kompliziert.“ „Ich habe einfach keine Lust mehr, diese Gesetze weiter als Untertan zu akzeptieren!“ „Gibt es denn spezielle Gesetze, die Sie gerne abschaffen würden, oder ist es vielmehr die Art von Rechtssystem?“ „Ich will einfach nicht, dass dies System mit seinen Gesetzen über mein Leben bestimmen darf.“ „Dann wären Sie in einer Anarchie bestimmt viel zufriedener.“ „Das wird einem doch auch von oben befohlen.“ „Und die Regeln sind möglicherweise schwieriger.“ „Mir egal, ich will das nicht.“ „Was wollen Sie denn?“ „Wir werden die Gesetze abschaffen, die in diesem System die Menschen unterdrücken.“ „Und wenn man bei Ihnen mitmachen will, muss man sich dann an irgendwelche regeln halten?“ „Das wäre ja Blödsinn.“ „Man könnte also zum Beispiel die Abschaffung aller Gesetze fordern, mit Ausnahme der Steuergesetzgebung?“ „Das ist Verrat, weil wir ja gerade dafür kämpfen, dass alle Gesetze…“ „Moment, Sie können nicht einfach Regeln erfinden, an die andere sich halten müssen, nur weil es Ihnen in den Kram passt.“ „Sind Sie bescheuert!?“ „Nein, warum?“ „Weil Sie den Unterschied zwischen Gesetzen und Regeln nicht kapieren.“ „Dann erklären Sie mir das doch bitte.“ „Gesetze sind eben Regeln, an die man sich halten soll, obwohl man sie nicht akzeptiert.“ „Warum nicht?“ „Weil man sie nicht selbst gemacht hat.“ „Und wenn jetzt jemand in Ihren Club eintritt, der die Regeln nicht gemacht hat, muss der sich an die regeln halten?“ „Was ist das für eine bescheuerte Frage?“ „Dann wäre das ja ein Gesetz, das muss er einhalten, damit Sie Unterstützung bekommen, um Gesetze…“ „Sie haben nichts verstanden.“ „Weil es um das System geht, und das ist nur außerhalb von Ihrem Verein?“ „Sie sind einfach viel zu dämlich, ich habe keine Lust mehr, Ihnen alles dreimal zu erklären.“ „Wissen Sie was, ich auch nicht.“ „Mir scheißegal.“ „Raus.“ „Wie bitte!?“ „Ich mache von meinem Hausrecht Gebrauch, verlassen Sie mein Geschäft.“ „Das wirst Du linksfaschistische Drecksau noch bereuen! Ich zeig Dich an!“





Geisteskranke Germanen

30 11 2021

„… nicht mehr länger in der deutschen Diktatur der Merkelregierung leben wollten, die nun von Scholz fortgeführt werden solle. Die Anhänger der Basis für Corona-Rebellen …“

„… stelle das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht wie erwartet die Auswanderung deutscher Staatsbürger aus politischen Gründen sicher. Ebenso erfolge der Erwerb einer anderen Staatsbürgerschaft nicht automatisch mit dem Überschreiten der Landesgrenze, wie es den Pandemieleugnern auf zahlreichen Demos und Informationsveranstaltungen des…“

„… drohe ein Sprecher des Bündnisses der Bundesregierung mit kollektiver Emigration, wenn die faschistischen Zwangsmaßnahmen wie Tragen einer Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht umgehend eingestellt würden. Kanzleramtsminister Braun habe mitgeteilt, er habe Besseres zu tun und wünsche den Mitbürgern einen erfolgreichen…“

„… trotz allem mit den Auswanderungswilligen reden müsse. Kretschmer wisse zwar noch nicht, worum es sich handle, da er über die Pandemie grundsätzlich nicht informiert werde, wolle aber ein Gesprächsangebot mit den gewaltbereiten Teilen der Emigrationsbewegung und ihrem…“

„… könnten die Coronaablehner nicht in Deutschland bleiben, da das Tempolimit von der linksgrünen Regierung bestimmt durchgesetzt werde. Eine Urabstimmung über das Land der neuen Ansiedlung werde sich vor allem an der Frage eines richtigen deutschen Autoverkehrs in…“

„… gebe es einerseits Bürger, die die politischen Forderungen der Corona-Kritiker komplett ablehnen würden, andererseits Menschen, die gleichgültig gegenüber stünden. Spahn fürchte eine Spaltung der Gesellschaft, die sich nicht im…“

„… von Merz bestätigt werde. Der designierte CDU-Chef befürworte das Gespräch mit den Wissenschaftsgegnern, da er sie langfristig für ein neues konservatives Profil der…“

„… nicht durchzusetzen sei, da alle in Frage kommenden Staaten im Gegensatz zur BRD GmbH bereits Geschwindigkeitsbegrenzungen hätten. Für die Queraktivisten sei dies ein Beweis für die gemeinsame Weltregierung, die sich längst auch durch Impfstoffe, 5G und den…“

„… rate der Vorstand der Auswanderer zu einem Staat außerhalb der EU, um die gefährlichen Einflüsse der jüdischen Weltregierung nicht mehr in der von Bill Gates geplanten Gesetzgebung zu erdulden. Man werde ein basisdemokratisches Land in Osteuropa finden, in dem es möglich sei, als Deutscher wegen seiner historischen Verdienste als geschätzter Mitbürger und…“

„… auf Kritik der AfD gestoßen sei. Zwar sei es immer Kernforderung der Querdenker gewesen, dass man Deutschland notfalls mit bewaffnetem Widerstand gegen rassefremde Einflüsse wie Antifaschismus oder Infektionsschutz verteidigen müsse, die Rebellen würden sich nun aber für den Freiheitskampf im Exil entscheiden, wo man keine Steuern zahlen müsse und besseres Wetter habe als in den …“

„… könne eine gemeinsame Urabstimmung der Delegierten nicht wie geplant stattfinden. Sämtliche Vermieter, bei denen die Nutzung einer Halle für die Versammlung der Vertreter des aufrechten deutschen Volkes angefragt worden seien, hätten sich nur mit einer strikten 2G+-Regelung sowie dem lückenlosen Scan der Impfzertifikate samt Prüfung auf illegale Fälschungen und eine vor Ort stationierte Polizeieinheit der…“

„… stehe die Russische Föderation einer ungeregelten Immigration negativ gegenüber. Putin habe in einer Mitteilung an den Geheimdienst die Aufnahme hunderter geisteskranker Germanen kategorisch abgelehnt und angekündigt, sie persönlich in ein sibirisches…“

„… nun südamerikanische Länder bevorzugt würden, da hier der Erwerb von Grundstücken für europäische Siedler mit staatlichen Fördermitteln in Millionenhöhe insbesondere für Kolonien von…“

„… die Vollversammlung nun rund um das Brandenburger Tor abhalten wolle. Zwar sei die Demo wie andere Kundgebungen der Querdenker vom Berliner Verwaltungsgericht untersagt worden, man werde sich aber nicht an die von einer links unterwanderten Faschistenjustiz in den…“

„… Reisewarnungen für deutsche Staatsbürger bestehen würden. Dazu hätten sich mehrere Staaten in Mittel- und Lateinamerika entschlossen, nur noch Reisenden mit vollständigem Impfschutz den Zutritt zu den…“

„… für einen Tag mieten wolle, da wegen der Corona-Bestimmungen keine öffentlichen Events mehr stattfinden würden. Der Sprecher des Verbandes zukünftiger Vertriebener habe für die Generalversammlung im Kölner Stadion die Expertin Erika Steinbach gewinnen können, die sich mit einer Keynote an die…“

„… leider sehr schwierig sei, da sich auch im Falle eines Charterflugs oder einer Überfahrt auf dem Wasserweg die Einreisebestimmungen nicht ändern würden. Das Auswärtige Amt habe bereits mitgeteilt, dass es keinerlei Anzeichen für einen staatliche Konflikt sehe und nicht tätig zu werden gedenke, um eine Sondergenehmigung für das…“

„… von Ostsibirien nach Wales (Alaska) fahren würden. Das Kommando Freiheit werde Russland ersuchen, Paddelboote mit der verbliebenen Habe, Proviant und NS-Devotionalien auf dem Landweg bis in den äußersten Norden zu verlasten, um dann selbstständig auf dem amerikanischen Kontinent die…“

„… sich die Einreise nach Uruguay schwieriger als erwartet gestalte. Die Adolf-Eichmann-Stiftung des ehemaligen Schwindelarztes Schiffmann werde weiter durch Spenden aus Deutschland unterstützt, es habe aber bis auf den Kauf eines italienischen Sportwagens mit teilvergoldeter Sonderausstattung keine wirtschaftlichen Aktivitäten im…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DXCII): Der Mythos der Überbevölkerung

26 11 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

In Ugas Höhle wurde es langsam eng. Seit vor zehn Generationen die Leute vom anderen Ufer des Flusses hinter der westlichen Felswand eingezogen waren, hatte sich der Verbrauch an Süßgras leicht vermehrt, die Ernte aber so gut wie verdoppelt, da mit Hilfe der Einwanderer erstmals systematisch das Grobborstige Knäuelkraut angebaut wurde. Der Sippenälteste jedoch bestand auf strikten Stopp der Besiedlung aller Höhlen neben dem Fischteich. Zu viele Hominiden, so Uga, würden irgendwann die wirtschaftlichen Grundlagen zukünftiger Stämme gefährden. Ob er bereits mutmaßte, dass sich die Erfindung des Rades dadurch um Monate verzögern würde, ist nicht geklärt; möglicherweise hatten sie in der Siedlung an der westlichen Felswand keinen Wahlkampf. Aber es entstand der Mythos der Überbevölkerung, wie wir ihn auch heute noch gern nutzen, wenn uns die Argumente ausgehen.

Der mediale Brüllmüll der letzten Jahre ist noch angefüllt mit Klischees vom vermehrungsfreudigen Afrikaner, dicht gefolgt von anderen Rassen, die europäische Nasskämmer aus dem Finanzsektor gerne kastrieren wollen, weil sie so elitäre Dinge wie Nahrung oder Energie für sich beanspruchen – man denke nur mal an Südamerikaner, die den Mais für ihre Kalorienzufuhr verplempern, während die neoliberale Arschgeige damit als Biosprit noch ihr Ökogewissen grünwaschen könnte. Da macht’s freilich Sinn, wenn man Indios mit ihren Feldern simultan wegklappt. Serviceorientierte Diktatoren übernehmen den Job für wenig Geld. Sollte man die Ressourcen für unser globales Klima – da kann man es endlich mal als schützenswertes Gut raushängen lassen! – nicht viel umsichtiger nutzen, auch und gerade im Interesse der Völker, für die wir Jobs und Mülldeponien schaffen?

Fakt ist, dass ein erschreckend großer Teil der Menschheit nach wie vor in Hunger und Elend lebt, unzureichende medizinische Versorgung hat und oft keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dass es sich bei diesen Menschen um Nachfahren der vom Kolonialismus betroffenen Arbeiter handelt, wird so nachhaltig wie überhebend unterschlagen. Erst mit den politischen Umwälzungen der aktuellen Epoche haben diese Staaten einen Weg bestritten, den die Ausbeuter des angeblich freien Westens nicht mehr tolerieren können: sie sind als willfährige Objekte der Entwicklungshilfe nicht dankbar genug, das Normalmaß an Elend einzuhalten, produzieren stets unschöne Bilder von hungernden Kindern und lauern an unseren Grenzen, wenn der Klimawandel sie zum auswandern nötigt. Sie sind zu viel, anders lässt sich unsere mathematische Überzeugung nicht mit schmerzlosen Mitteln zurechtschwiemeln.

Leider benötigen wir sie immer noch. Ohne die Überbevölkerung, wie wir sie nennen, gäbe es nicht ausreichend Fabrikarbeiter, die in maroden Hallen unsere Klamotten weben, färben und schneidern, unsere Spielwaren zusammendengeln oder unsere Smartphones aus unseren Bodenschätzen braten –es sind nicht unsere Bodenschätze, aber das hat sich bis in die Industrieländer nicht herumgesprochen. Es ist ja auch nicht unser Mais. Oder unser Hunger. Vor dem Hintergrund dieser Produktivität ist nicht die Anzahl der Menschen in den armen Nationen das Problem, sondern die gelassene Bereitschaft der Reichen, diesen Zivilisationsbruch auszublenden, damit wir uns am Überfluss nicht tot kotzen.

Der Kapitalismus ist nie schuld, er definiert die Probleme gewohnheitsmäßig so, dass sie unlösbar bleiben, damit sich die Kapitalisten nicht mit einer moralischen Begründung herumschlagen müssen. Mit dem billigen Schlüssel, für eine enorme Masse an Menschen in den unterentwickelten Regionen gar nicht genug tun zu können, um deren Leben und Wohlstand zu schützen, weil es eben viel zu viele seien, sind wir fein raus. Wir haben den bequemen Weg gewählt. Uns geht es gut. Noch.

Lustigerweise ist auch hier schon das Boot voll. Wir haben nicht genug Wohnungen für alle, nicht genug Jobs, zu viele Menschen für den Markt, und nicht genug Pflegepersonal für die vielen Kranken, nichtgenug Einzahler für die Renten, nicht genug Fachkräfte. Aber Logik stört hier nur, im Grunde ist auch unser Kontinent überbevölkert, wenigstens aus der Perspektive der Eliten, die sich beim Anblick der vielen Nichtmillionäre ekeln, was da alles ohne Porsche auf der Autobahn herumeiern darf. In ihren Augen backt sich Brot von alleine, Müll holt sich selbst ab, wie sich auch ihr Konto automatisch füllt. Da braucht’s dann die anderen Schichten auch nur, um den Klassenkampf unterhaltsamer zu machen, und das in der Bundesrepublik, die dichter besiedelt ist als Nigeria, die bevölkerungsreichste Nation in Afrika. Warum hat noch keiner gefordert, Monaco mit Napalm auf die korrekte Populationsdichte zu stutzen? Geht irgendwer in diesem Loch einer volkswirtschaftlich relevanten Arbeit nach?

Wir wachsen uns kaputt, und was die obszöne Überbevölkerung angeht, hält uns China längst den Spiegel vor: ein Aufschüttung von Megacities und Industriekonglomeraten, in denen der ganze Dreck für die Europäer zusammengehauen wird. Ein hässliches Bild an Überbevölkerung, das die vor Hochmut und moralischer Überlegenheit triefende Besserwisserei der Altweltkapitalisten anwidert. Bald werden wir es ihnen sagen, dass wir sie für ein verkommenes Völkchen halten, auf das wir mit Abscheu und Selbstgefälligkeit herabblicken. Bald. Ganz bestimmt. Wir müssen nur noch eben kurz verdrängen, dass wir dazu viel zu feige wären.





Sonntags nie

25 11 2021

„Entweder Sie gehen damit zum Allgemeinarzt oder gleich in die Notaufnahme, dann kommen Sie auf die Intensivstation, dann werden Sie an die Beatmung angeschlossen, dann holt der Bestatter Sie ab, und dann werden Sie bei uns abgeliefert. Wenn man Sie nicht zwischendurch noch obduziert.

Im Prinzip ist das eine angenehme Sache, die Kunden reden einem nicht rein, früher oder später sehen wir uns alle – das ist ein ehrenwerter Beruf, man macht etwas mit Menschen, muss sich aber nicht ständig mit ihnen unterhalten, und wenn man nach Dienstschluss seinen Kittel auszieht, hat man einen ruhigen Abend. Die Leute laufen einem nicht weg, die sind ja auch einen Tag später noch tot. Und jetzt dürfen wir hier in Sachsen ja auch sonntags arbeiten, da ist man dann nicht mehr einen Tag in der Woche unzufrieden, weil man nichts geleistet hat für die Allgemeinheit.

Das ist doch eine geschmeidige Lösung, die sich der Ministerpräsident ausgedacht hat: wenn die Intensivstationen schneller als gedacht volllaufen, bringt man die Leichen eben schneller als bisher ins Krematorium. Wie gesagt, immer ohne die lästigen Zwischenstationen wie Kühlung und Pathologie und Bestattungsinstitut, die braucht man ja hier in der sächsischen Politik immer nur theoretisch, wie zum Beispiel auch den Arzt, der für Verstorbene gar keine Todesbescheinigungen ausstellen muss, weil er in der Modellrechnung gar nicht vorkommt. Die sind gar nicht da, die machen keine Probleme, und wenn es Probleme gibt, dann lassen wir sie einfach in Flammen aufgehen.

Mir ist nur noch nicht ganz klar geworden, wer hier am Sonntag eigentlich am Ofen stehen soll – wir haben jetzt schon Personalmangel, vielleicht hat der Ministerpräsident in einem seiner wenigen lichten Momente ja eine praktikable Idee, wie wir die Mehrarbeit vergüten. Dazu müssten wir die Mehrarbeit – es handelt sich nicht um Überstunden, die sind nämlich individuell – nicht nur nach sechs Monaten wieder ausgleichen, sondern auch noch bezahlen. In Wirklichkeit hat die Landesregierung einen Plan in der Schublade, dass in einem halben Jahr hier gar nicht mehr gestorben wird, und das Geld für die Plusstunden vermehrt sich von selbst. Hoffentlich verraten sie uns rechtzeitig, wie das funktioniert. Dass sie uns verraten, das hat ja bisher auch immer funktioniert.

Alternativ könnten wir jetzt alle Mitarbeiter als Teilzeitkräfte anstellen und in Vollzeit beschäftigen. Dann arbeitet hier niemand auch nur eine Stunde mehr als vorher, aber auf dem Papier leisten wir alle doppelt so viel wie vorher. Das wäre vollkommen unsinnig, kostet mehr, bringt nichts ein und kippt uns hinterher richtig auf die Füße. Passt also sehr gut in die übrige Politik dieser Landesregierung.

Natürlich können wir hier die Aschenkapseln bis unter die Decke stapeln, irgendwo müssen die ja am Ende hin – die Bilder mit Särgen kennen wir, die mit den Urnen sehen auch nicht so anders aus. Es werden nur ein paar Dinge dabei übersehen, weil der Ministerpräsident vermutlich zu wenig Zeit hat, auf seine Berater zu hören. Und wurde bisher zum Beispiel noch nicht mitgeteilt, woher wir denn diese ganzen Särge für immer mehr Einäscherungen kriegen sollen – der Holzmangel findet offenbar außerhalb Sachsens, der Bestattungsbranche und des Kopfes von diesem Ministerpräsidenten statt. Ich persönlich habe ja nichts gegen Pappsärge, §20 Absatz 1 Satz 4 Sächsisches Bestattungsgesetz sieht das nur nicht vor. Und wo wir schon mal dabei sind, wenn wir die Urnen hier sechs Monate lang stapeln, weil wir wegen akuten Personalmangels oder der Mehrarbeit keine fristgerechten Bestattungen mehr durchführen können, dann droht uns gemäß §23 Absatz 1 Ziffer 16 wegen Verstoß gegen §19 Absatz 2 ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5.000 Euro. §23 Absatz 3. Wir können dann ja die ganzen Pfleger, die wegen der Impfpflicht ihren Beruf an den Nagel hängen und aus lauter Freiheitsdrang nach drei Monaten Sperre Hartz IV beantragen, als Hilfskräfte anstellen, und die Bundeswehr buddelt die Löcher. Ich frage mich nur, was kommt als Nächstes: Sterben ist ein Grundrecht?

Wahrscheinlich steigt in den tschechischen Krematorien gerade weißer Rauch auf, weil wir die Verstorbenen alle ins Ausland karren. Da könnte der Ministerpräsident sich mal erkundigen, ob wir nicht gleich die Kühlzellen in Tschechien nutzen könnten oder die Sarglager. Oder die Intensivstationen. Das wäre ja fürs Weihnachtsgeschäft sowieso das Beste, wenn wir den ganzen Zauber einfach irgendwo hin abschieben können, hinter irgendeine Grenze, die wir sonst eigentlich auch nur brauchen, damit die ganze Scheiße nicht zu uns rüberschwappt. Dann kann man hier auch wieder die Weihnachtsmärkte wieder aufmachen, es gibt noch mehr Leichen, weil das medizinische Personal wegen der politisch angeordneten Mehrarbeit die zusätzlichen Kranken auf den Intensivstationen nicht mehr versorgen kann, und dann haben wir wieder Weihnachtsfeier und Silvesterparty und Shopping und den ganzen Rest und noch mehr Leichen. Die Landesregierung hat die Apokalypse absolut im Griff.

Wissen Sie, was ich liebend gerne zu diesem Ministerpräsidenten sagen würde? Dass ich mich so sehr freue, ihm als Kunden meinen Service zugute kommen zu lassen. Am besten gestern.“