Narren

23 02 2017

„Wenn Sie mich fragen, ich würde es genau so machen.“ „Was?“ „Das, was Trump macht.“ „Sie sind ja vollkommen…“ „Eben nicht.“ „Sie wollen mir doch jetzt nicht erzählen, dass Sie sich wie ein durchgeknalltes Arschloch benehmen, damit man Sie für den amerikanischen Präsidenten hält.“ „Habe ich das behauptet?“ „Nein, aber…“ „Ich würde mich nur wie ein durchgeknalltes Arschloch benehmen, damit man mir den mächtigsten Mann der Welt abnimmt.“

„Entschuldigen Sie mal, das ist doch verrückt!“ „Ja.“ „Was: ja?“ „Ja. Es ist verrückt, Sie haben da absolut recht.“ „Sie wollen ernsthaft behaupten, dass das nur eine Masche ist, mit der man sich als Präsident wichtig machen kann?“ „Sie verwechseln da etwas. Wichtigkeit ist nicht automatisch Macht. Es kommt auf die Macht an.“ „Und dazu muss man sich wie ein durchgeknalltes Arschloch benehmen?“ „Ja.“ „Jetzt kapiere ich gar nichts mehr.“ „Das hatte ich erwartet.“ „Wieso das jetzt?“ „Nun, ich kenne Sie als vernünftig, sehr reflektiert, durchaus auch gebildet, also nicht der Charakter, dem man mit dumpfem Gefasel den Kopf verdrehen könnte.“ „Und das ist ein Grund für diesen Mann, sich wie ein Tobsüchtiger zu gebärden? weil ihn dann jeder wählt, der genauso bescheuert ist?“ „Zunächst mal ja. Aber dann muss man natürlich bedenken, dass nach der Wahl immer noch ein bisschen Politik folgt. Man muss dafür ja auch vorbeugen.“ „Und warum macht er das? kann man ein Land wie die USA nicht mit Logik und gesundem Pragmatismus regieren, wie es die meisten anderen getan haben?“ „Ja, aber dann werden Sie nie die Ziele erreichen, die er sich gesteckt hat. Logik mag unbarmherzig und kalt sein, sie ist vor allem eins: berechenbar.“ „Und das ist der Grund, warum sich Trump derart unlogisch verhält?“ „Krieg ist wie Schach. Seien Sie niemals rational, wenn Sie Macht haben wollen. Je besser ein Gegner den nächsten Schritt vorausahnt, desto bitterer wird Ihre Niederlage.“

„Dann ist er ein Geisteskranker?“ „Er spielt so schlecht einen Geisteskranken, dass man ihm den schon abnehmen muss, ja.“ „Also ist der Mann tatsächlich verrückt?“ „Er hat von den Besten gelernt. Ich will Ihnen das mal erläutern: wenn Sie eine Bank überfallen, und Sie schlendern mit einem Gewehr in die Schalterhalle, lehnen sich lässig an den Tresen, was passiert dann?“ „Keine Ahnung.“ „Dachte ich mir. Wenn Sie nun aber in die Halle reinstürzen, als erstes die Wachmänner abknallen, die Lichter wegballern und drohen, alle Geiseln der Reihe nach zu erschießen, was passiert dann?“ „Man wird mir Geld geben?“ „Und einen aufgetankten Fluchtwagen und den Helikopter zum Flughafen.“ „Welchen Unterschied macht das?“ „Es handelt sich nicht um einen einfachen Bankraub, sondern um einen milliardenschweren Poker um Börsenkurse, Immobilien und den militärisch-industriellen Komplex.“ „Nicht um Macht?“ „Sie sind lustig! woraus, meinen Sie, besteht denn die?“

„Wenn ich Sie jetzt richtig verstehe, meinen Sie, dass ein absolut unberechenbarer Irrer immer die Oberhand in der Politik behält? und warum muss immer gleich die Rede von Krieg sein?“ „Meinen Sie, ein Kriegsherr ruft vorher bei seinen Freunden in China an: ‚Howdy, ab morgen bomben wir Euch Schlitzaugen mal in die Hölle zurück‘?“ „Und wenn die dann wirklich Angst haben?“ „Schauen Sie sich die Geschichte an.“ „Vielleicht kommt er doch noch zur Vernunft.“ „Das haben alle schon nach der Wahl gesagt. Passiert ist nichts.“ „Man könnte doch auf einen Kompromiss hinarbeiten, damit er begreift, dass er nicht mit jeder Forderung durchkommt.“ „Sie wollen einen Säufer mit Weinbrandbohnen entgiften? Viel Spaß dabei.“

„Aber um auf meine Frage zurückzukommen: warum muss immer von Krieg die Rede sein?“ „Weil er sein Land groß machen will.“ „Das kann man doch aber auch im Frieden.“ „Es geht nicht um die Tat, es geht um den Willen. Wenn man das versprechen will, zieht man am besten in den Krieg. Er stellt sein Land auf die Probe, bis zu welchem Grad man eine Gesellschaft und ihr politisches System verbiegen kann, bis sie von selbst in den Krieg abgleitet.“ „Immerhin will er doch für mehr Frieden im Inneren sorgen.“ „Natürlich verspricht er Gewaltlosigkeit und das Ende der Verbrechen. Wenn einer Gewalt ausüben darf, auch willkürlich und widerrechtlich, dann nur er.“ „Und wenn er das alles nicht in den Griff kriegt? Ich meine, wenn er komplett scheitert, politisch im Grunde überhaupt nichts tun kann und keinerlei Programm hat?“ „Dann kann er es immer noch der Lügenpresse in die Schuhe schieben, die seine Erfolge gezielt verschweigt und stattdessen an der Umerziehung des Volks arbeiten.“ „Und das wirkt?“ „Ein paar Dumme werden Sie immer finden, die zu keinerlei kritischer Reflexion in der Lage sind. Man fängt sie mit reiner Provokation, kalkulierten Tabubrüchen und der ständigen Wiederholung, ein Opfer der übermächtigen Widersacher zu sein. Das System ist schuld. Es braucht einen übermächtigen Narren, um es zu reparieren, denn nur der übermächtige Narr ist dazu in der Lage.“ „Gut, dass wir so etwas in Deutschland nicht haben.“ „Ach, meinen Sie?“ „Es müsste doch jemanden geben, der das Land wieder regierungsfähig macht und aus diesem Stillstand herausholt.“ „Sie meinen, den gibt es? wer schwebt Ihnen denn da vor?“ „Ich weiß nicht. Wer ist denn so durchgeknallt.“ „Das ist kein Kriterium.“ „Warum denn nicht?“ „Das reicht nicht aus. Sie müssen schon auch noch ein Arschloch sein.“





Klammheimliche Freunde

22 02 2017

„… noch keine Informationen vorlägen, ob es sich um eine Straftat handle, da Rechtsradikale oft auch freiwillig in den Untergrund gingen. Allerdings sei seit mehr als zwei Wochen keine Spur von Höcke in den…“

„… die Partei spalten werde. Meuthen wolle den thüringischen Volkstribunen solange als Führer der Bundestagskampagne halten, bis er selbst in…“

„… mache Poggenburg die volksfremden Fremdrassen für das Verbrechen verantwortlich. Es sei so gut wie sicher, dass der Ritualmord an Höcke von muslimischen Flüchtlingen begangen worden sei, was nur auf Betreiben der Bundeskanzlerin und ihrer…“

„… ein aktuelles Video veröffentlicht worden sei. Der ostdeutsche Populist sei mit dem Pappschild Seit 20 Tagen Gefangener der Republikanischen Armee Fraktion in einem Wandschrank…“

„… Streitigkeiten im nordrhein-westfälischen Landesverband aufgetreten seien. Pretzell habe den Rücktritt sämtlicher anderer Funktionsträger gefordert, um etwaige Provokationen im kommenden Bundestagswahlkampf selbst zu…“

„… nur linkspazifistische Gutmenschenchaoten in Frage kämen. Der Bundesvorstand fordere daher die präventive Kastration sämtlicher ausländischer Einwanderer, um eine Wiederholung der fortgesetzten Bombenangriffe auf Dresden, die Islamisierung der deutschen Weihnachtsmärkte und die Überschwemmung nationaler Kantinen mit…“

„… ein Parteiausschlussverfahren pro forma schon jetzt einzuleiten. Petry stelle in Aussicht, dass Höcke, sollte er die Entführung überleben, hinterher wieder in seiner alten Position als…“

„… schlage Meuthen vor, selbst als alleiniger Spitzenkandidat in den Wahlkampf zu ziehen, um die Bindung der offen nationalsozialistischen Kräfte an die Mitte der Partei nicht vorzeitig zu…“

„… Poggenburg auf die nun vakante Position reflektiere. Überhaupt wolle er aus Gründen des Demokratieschutzes nicht akzeptieren, dass andere Wucherungen am deutschen Volkskörper eine höhere Besoldung als…“

„… einfach jeden verdächtig aussehenden Ausländer zu erschießen, auch Frauen und Kinder, um so schließlich der Entführer habhaft zu werden. Storch wolle in einem zweiten Schritt die Internierung aller nicht als Wähler der AfD registrierten Bürger in einer speziellen Datei des…“

„… den Rücktritt nahegelegt habe. Meuthen sei überzeugt, dass Höcke nach seiner Rückkehr als geliebter Führer des völkischen Flügels die…“

„… sich seit 23 Tagen in der Gewalt der RAF befinde. Die Vermutung, Höcke sei von sogenannten Reichsbürgern entführt worden, habe der Landesverband Bayern mit größtmöglicher Entrüstung…“

„… auch in der Doppelspitze vorstellbar sei. Meuthen schlage daher vor, dass auf dem Vereinigungsparteitag von AfD und NPD je ein Holocaustkritiker und ein Holocaustleugner die…“

„… sich Gauland für seinen klammheimlichen Freund einsetzen wolle. Als Zeichen der Solidarität fordere er, sämtliche KZ-Gedenkstätten auf deutschem Boden unverzüglich niederzureißen, um nicht der herrschenden linksradikalen Junta die Infrastruktur für zukünftige Foltercamps zur Verfügung zu stellen, solange der große Führer Höcke noch im unfreiwilligen Exil des…“

„… nicht kooperationsfähig sei. Petry müsse ihn schon unterstützen, wenn sie nach seiner Wahl zum Führer auf Lebenszeit Mitglied der Partei bleiben wolle. Ansonsten habe Meuthen vor, Koalitionen mit anderen rechtsradikalen…“

„… inzwischen auf 28 Tage angewachsen sei. Da Höcke inzwischen in so gut wie allen öffentlichen Einrichtungen Hausverbot erhalten habe, konzentriere sich die Suche jetzt auf die…“

„… die Internet-Kampagne Adolf, bitte melde Dich von Roon gar nicht zur Kontaktaufnahme mit den Entführern gedient habe. Vielmehr sei sie als überzeugte Nationalsozialistin in der Lage, durch…“

„… könne die Partei sich jetzt schon auf den Parteivorsitz Höckes einigen, da dieser als einziger die Erschließung von Lebensraum im Osten und die Vernichtung undeutscher Rassen in seinem politischen Entwurf vereine. Meuthen verlange nur eine Vizeführerschaft, um beispielsweise im Falle von Höckes gewaltsamem Ableben sofort als…“

„… jedes Hotel des Betreibers niederzubrennen, um Höcke zwar nicht zu retten, sich hernach aber wenigstens sicher zu sein, wo er verstorben sei. Parallel dazu wolle Poggenburg auch alle deutschen Moscheen, Synagogen, das Willy-Brandt-Haus und die…“

„… dass die Wahlkampfparole Nur mit Meuthen gegen Musels beim Vorstand nicht auf ungeteiltes Echo gestoßen sei. Ein inklusionistischer Ansatz hätte auch Juden und Arbeitslose, Rentner, Homosexuelle, Behinderte und ausländisches…“

„… im Umgang mit Höcke eine 180-Grad-Wende hinlegen müsse. Petry wolle dies gleich zweimal tun, um sicherzugehen, dass keine…“

„… sich angeblich geäußert habe, er sehe die Entführung mit Genugtuung. Nach verschiedenen Versionen sei dies jedoch auch von Meuthen, Pretzell, Gauland, Poggenburg und…“

„… ein halbes Gehirn in einem Schraubglas mit Formaldehyd in einem Papierkorb am Rastplatz an der A8 hinterlegt habe. Der Bundesvorstand habe dies mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen, weil dadurch nun klar sei, dass Höcke noch unversehrt und…“

„… dass Meuthen einer Spaltung der Partei im Bundestag nur dann zustimmen werde, wenn seine Fraktion von Merkel als Koalitionspartner grundsätzlich…“

„… Höcke seine Entführung nur vorgetäuscht haben könnte, um in Syrien eine Ausbildung zum Dschihadisten zu…“

„… sich Meuthen ansonsten für die innerparlamentarische Fundamentalopposition ausgesprochen habe, sofern dies nicht zur Entfremdung mit den außerparlamentarischen Kräften im Dresdner Raum und in den…“

„… nach unbestätigten Meldungen bereits im Deutschen Bundestag gesehen worden sei. Leider sei das Gelände noch immer von Linksfaschisten wie der CSU kontaminiert, die Poggenburg mit einer kontrollierten Euthanasie…“

„… könne sich Meuthen auch vorstellen, mit einer eigenen rechtsextremistischen Partei in den Wahlkampf zu ziehen. Sollte Höcke erst dann wieder auftauchen, so müsse er sich mit einer Rolle als Angestellter der gemäßigten Petry-Fraktion…“





Schutzmännchen

15 02 2017

„Irgendwie kann man es aber auch verstehen, dass Polizisten jetzt besser geschützt werden.“ „Wovor denn?“ „Die armen Beamten müssen doch die total verfehlte Politik ausbaden, die diese Regierung macht.“ „Also etwa ein Gesetz, das Polizisten besser schützt?“

„Wir sehen doch, das ist statistisch bestätigt!“ „Was stört Sie eigentlich an der aktuellen Kriminalstatistik?“ „Nichts, die ist schließlich wahr, weil sie offiziell ist.“ „Dann haben Sie gelesen, dass Angriffe gegen die Polizei seit Jahren zurückgehen, oder?“ „Das ist Ihre Interpretation.“ „Das sind die nackten Zahlen.“ „Wir haben aber immer mehr Widerstand gegen die Staatsgewalt!“ „Den Begriff gibt es nicht mehr.“ „Im Strafgesetzbuch heißt es aber immer noch so.“ „Es heißt: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.“ „Das ist dasselbe.“ „Ich darf kurz aus dem Paragrafen zitieren: ‚Die Tat ist nicht nach dieser Vorschrift strafbar, wenn die Diensthandlung nicht rechtmäßig ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.‘“ „Keiner mag Klugscheißer, klar!?“ „Ein Polizeischutz für die Schutzpolizei ist also plötzlich auch dann strafbar, wenn sich nicht vollstreckende Vollstrecker auf einmal mit Widerstand konfrontiert sehen?“ „Das ist mal wieder eine ihrer linken Nebelkerzen!“

„Sonst hatten Sie für den Justizminister auch nicht immer viel übrig.“ „Der ist ja auch gelernter Nichtjurist. Aber hier macht er ausnahmsweise mal etwas richtig.“ „Das Gesetz kommt doch eigentlich aus dem Innenministerium.“ „Aha, Sie meinen, de Maizière macht Männchen?“ „Schutzmännchen.“ „Jetzt lassen Sie mal Ihre Spitzfindigkeiten, der Innenminister hat’s auch nicht leicht. Der ist für die innere Sicherheit zuständig, dem darf man nicht mit der Verfassung kommen.“

„Warum wurde dieses Gesetz nur so plötzlich durchgepeitscht?“ „Weil sich eine große Mehrheit dafür ausgesprochen hat, dass man unsere Polizei endlich schützt!“ „Welche Mehrheit?“ „Also die der Gewerkschaften!“ „Welcher Gewerkschaften?“ „Die Polizeigewerkschaften, verdammt noch mal!“ „Es reicht in Deutschland, wenn ein Berufsverband lustige staatsrechtliche Ideen hat, und dann landet er nicht in der Psychiatrie, sondern in Karlsruhe?“ „Die Debatte um das gesellschaftliche Klima muss ja auch widergespiegelt werden. Wir brauchen ein Recht, das die Wirklichkeit abbildet!“

„Und wenn man beispielsweise Lehrer besser gegen Angriffe schützen würde?“ „Lustig, wie Sie Ihre Bildungslücken hier als Gutmenschengefasel verkaufen wollen.“ „Weil?“ „Bildung ist nun mal Ländersache, da können Sie als linker Schreihals nicht punkten.“ „Was hat das damit zu tun?“ „Der Schutz unseres Staates beruht auf Bundesgesetzen.“ „Man dürfte also einen Ministerpräsidenten straffrei abschlachten?“ „Was ist denn das für…“ „Ach nichts. Ich hatte nur gerade versucht, mich Ihrem Niveau anzunähern, aber die Kopfschmerzen sind es nicht wert. Vielleicht Busfahrer? oder Bahnschaffner?“ „Arbeiterpack? dieser Dreck ohne akademische Ausbildung kann gerne als Kandidat bei der Stalinistenpartei antreten, ansonsten sollen diese Parasiten die Fresse halten und meine Rente verdienen!“ „Immerhin ist die Deutsche Bahn ein Unternehmen in Staatsbesitz.“ „Deshalb geht auch bei denen nichts mehr! Dieser ganze Staat gehört doch hinter Schloss und Riegel, Gerichte und Finanzamt gleich mit, und die in Dresden lassen sich von diesen Linkschaoten gefallen, dass man einen…“ „Also sollten die Vertreter der öffentlichen Ordnung besonders geschützt werden?“ „Wer rettet uns denn, wenn der Islam Deutschland zerstören will? Es geht doch hier um humanitäre Werte!“

„Wen würden Sie besser vor einer Aushöhlung des geltenden Rechts schützen? Investmentbanker oder…“ „Mein Abteilungsleiter sagt, die braucht keiner, aber unser Chef, der Chef von dem Chef von dem Abteilungsleiter, der ist schon der Ansicht, da müsste man mal nichts tun.“ „Und was denken Sie?“ „Wir brauchen schon Gerechtigkeit für den kleinen Mann auf der Straße – deswegen ja!“ „Und deshalb muss man beispielsweise Erzieher nicht besser behandeln als Investmentbanker?“ „Soll ich das jetzt als Beleidigung auffassen?“ „Würde das Ihrem Bildungsstand entsprechen?“ „Ich sage es Ihnen mal ganz deutlich: es wird keiner gezwungen, diesen Beruf zu ergreifen!“ „Man könnte also auch auf das Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Heimen und…“ „Die sollen einen ordentlichen Schulabschluss machen und zur Bundeswehr gehen, ist das denn zu viel verlangt?“

„Außerdem ist Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte im Polizeidienst nur ein marginales Thema.“ „Warten Sie mal ab, bis wir hier alles voller Flüchtlinge haben.“ „Die typischen Täter sind Deutsche. Beispielsweise Fußballfans, Neonazis, die Flüchtlingsheime anzünden…“ „Anders kriegt man die ja gar nicht mehr weg hier aus Deutschland!“ „… und dann die Feuerwehr am Löschen hindern. Oder wo wir gerade beim Thema Dresden sind: Demonstranten fallen auch in das Ressort.“ „Eben, immer drauf! Anders lernen es diese Chaoten ja nicht.“ „Dass Straferschärfungen immer helfen, wissen wir alle, und dass Sie dies PEGIDA-Pack in den Knast schicken wollen, das macht Sie ja regelrecht sympathisch.“ „Ja, das nun nicht gleich, aber Sie müssen doch den rechtlichen Vorgang mal würdigen – so ein Gesetz, das hat Symbolkraft.“ „Dass das Symbolgesetzgebung ist, war klar.“ „Das hat Symbolkraft, weil wir in einer Zeit des Umbruchs sind. Mit Demokratie kommen wir nicht mehr weiter, deshalb müssen wir jetzt den gesellschaftlichen Wandel einläuten. Es muss sich doch etwas drehen in diesem Land!“ „Mit Gesetzen gesellschaftliche Veränderungen durchsetzen, wo war das zuletzt noch mal erfolgreich?“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXII): Die politische Lüge

10 02 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Seitdem sich die Zellkumpen aus der Ursuppe getraut haben, wurde es eigentlich nicht besser. Die Raubfische der Tiefsee täuschten mit blinkenden Dingern an der Rübe Fresschen vor und schluckten die Interessenten dann lebendig weg, aber anders machen Banken heute auch keine Reklame. Diverse Brutschmarotzer entsorgten ihr Gelege in Nachbars Nest. Aber erst der Hominide schleicht pfeifend ans Säbelzahnzicklein heran, krault es noch einmal am Bärtchen und zieht ihm dann die Steinaxt über die Kalotte. Sobald die evolutionäre Schlacke sich in Horden, Clans und Stämme teilte, wusste sie die Spaltung von Zunge und Tat zu nutzen. Das Talent zur Irreführung wurde zum Herrschaftsinstrument.

Das Dumme an der Lüge ist ja, man muss die Wahrheit kennen, weil sie sonst nichts auslöst. Und selbst da braucht es die feine Abstufung zwischen leiser Flunkerei und plärrender Räuberpistole, um das Heer der Blödkolben zu mobilisieren. Die Renten, schwafelte einst die abgesägte Glatze der Herz-Jesu-Sozialisten, seien sicher. Keiner habe die Absicht, Ehrenwort, eine Mauer, ich wiederhole: mein Ehrenwort, zu bauen. Read my lips. Trallala, da blühen die Landschaften. Inzwischen hat trotz funktionierender Portokasse der kleine Mann auf der Straße, dem die politische Lüge meist gilt, noch keine Segnungen des Fortschritts festgestellt, aber würde er die Wahrheit überhaupt vertragen?

Realpolitik ist letztlich nur das Kaufen von Zeit zu einem schwer verhandelbaren Preis, denn keiner weiß, wann er sich je im eigenen Seemannsgarn verheddert. Dass dabei mit doppelten Standards gearbeitet wird – Sozialismus war böse, die Waffen-SS liegt aber schon so lange zurück, und da waren die bedeutendsten Köpfe Mitglied, denen wir den Wiederaufbau zu verdanken haben – liegt nicht nur daran, dass Staatsräson ohne Machiavellismus nur selten standfest bleibt. Uneingeschränkte Macht ist nur dann zu erreichen, wenn in einem Arbeitsgang auch die Lufthoheit über die angeblich Klugen errungen wird; wird die Luft zu dünn, braucht es wiederum der Gewalt, um die von ethischen Resten befreite Herrschaft zu sichern. Aus einfachem Realitätsdesign schwiemelt sich alsbald die Macht Waffen für den Krieg gegen die Wahrheit.

Erzählt man also dem fluchtwilligen Briten, wöchentlich zahle das Land 350 Millionen Pfund Sterling an die Europäische Union, mit denen das gebrechliche Gesundheitssystem aufgepäppelt werden solle, so wäre diese Heuchelei mit einem kurzen Blick in die Bücher erledigt. Allein es wirft keiner einen Blick in den öffentlichen Haushalt, da es sich um Leimrute in der schlimmsten Form handelt: um das Versprechen, dem Quotengeziefer Geld zu schenken, sogar unter der Voraussetzung, hinfort vernünftig unters Volk zu jubeln, was zuvor dem Altbösen in den Rachen gepfropft ward. Dass die Verwirrung mit pseudomoralischem Anstrich in die Öffentlichkeit tritt, ist nicht neu, sondern wird planmäßig ausgeführt. Wer aber glaubte nicht der Lüge, gereichte sie genau den Richtigen in der Gesellschaft zum Guten?

Der Bettnässer von Braunau hat die Propaganda nicht anders behandelt, und das mit dem Twist, der ihn zum König der Aluhütchenspieler adelte: die Lüge, zumal eine, die den Regelbruch innerhalb der politischen Struktur zur Folge haben würde, per Dekret als konstituierendes Element einer anderen Wahrheit einzusetzen. Indem sie sich gegen alle offensichtlichen Beweise des Gegenteils abdichten, wird ihr Kahn noch nicht wasserdicht, säuft aber langsamer ab. Da mit dem Krieg die Wahrheit als erstes stirbt, ersetzt man sie vorsorglich mit der Alternative zur Wahrheit; sie stabilisiert sich, indem sie sich auf die Dümmsten stützt, die zwischen Lüge und Wahrheit nicht unterscheiden wollen, und aus allerlei Lautsprechern quillt, deren Ausstoß den Tiefstbegabten als wahr gilt, weil er das Leugnen locker übertönt.

Wahrhaftigkeit war nie eine politische Tugend, und noch selten hat sie das Politische oder die Welt verändert. Gefahr für die auf Realitätsverweigerung beruhende Räson jedoch entsteht schneller als das Rettende, wenn sich der staatliche Notstand auf der Grundlage einer moralischen Umwertung der unmoralischen Werte verfestigt. Wie die Gewalt die Wahrheit liquidieren kann, so wird Politik, meist als national borniertes Geschäft verstanden, früher oder später durch die heraufbeschworene Gewalt wieder entfernt, da Blut und Eisen noch nie eine dauerhafte Macht, geschweige denn Koexistenzen gezeitigt haben. Wer Zügellosigkeit und Habsucht in seiner eigenen gründlich verdübelten Restexistenz findet und sie zur Triebfeder des übrigen Mistgabelmobs erklärt, der irrt; nicht der Zweck heiligt die Mittel, die Mittel schlagen beizeiten zurück. Denn keiner, der nur bewundert werden will, wird von denen bewundert, die nur bewundert werden wollen. Derer aber, abgesehen vom destruktiven und ausbeuterischen Rand der Clique, gibt es mehr als genug. Man lügt sie nicht an, und wenn, dann nur einmal.





Fressefreiheit

7 02 2017

„… den Ex-Schalker zum neuen HSV-Coach machen würden. Der VfL Wolfsburg sei ebenfalls an einer Verpflichtung des…“

„… auch Kinder mit der Schusswaffe von der Grenze der Bundesrepublik fernzuhalten. Trotzdem habe sich die Redaktion entschlossen, von Storch nicht in die…“

„… habe neben ihrer langjährigen Rolle in der Lindenstraße bereits am Berliner Ensemble in Jelineks…“

„… keinen Widerspruch gelten lasse. Meuthen wolle nicht aus Prinzip Tabus brechen, wünsche sich jedoch mehr Öffentlichkeit für seine Idee, den linksverkrusteten Diskurs in der von den Alliierten installierten Staatssimulation auf deutschem…“

„… der Kohlrabiverbrauch in Norddeutschland steige, in der südlichen Landeshälfte jedoch eher stagniere, was nicht nur auf klimatische…“

„… Begriffe wie Nigger wieder zur sprachlichen Normalität würden. Petry habe mehrmals angefragt, ob sich dies auch im Rahmen einer Magazinsendung…“

„… der Hauptstadtflughafen auch in diesem Jahr nach menschlichem Ermessen nicht…“

„… plädiere Höcke dafür, Jude zur justiziablen Beleidigung zu erheben. Gleichzeitig habe er Strafanzeigen angedroht gegen jeden Sender, der ihm nicht sofort eine…“

„… ein weiteres Erdbeben in den Abruzzen nicht als Spätfolge der Regierung Berlusconi verstanden werden dürfe, da diese lediglich die für mehr Erdbebensicherheit investierten Gelder in die eigene…“

„… sei es bereits erwiesen, dass bereits ein auf der anderen Straßenseite gehender Syrer mit Pest und Keuchhusten anstecken könnten. Die Pflicht der Medien zur Volksaufklärung gebiete es, dass von Storch ab sofort jede Woche im ZDF an einem mehrstündigen…“

„… vor allem Weiß und Blautöne, gerne in Schurwolle und Kammgarn trage. Der Mann von Welt verzichte auch im Herbst nicht auf einen…“

„… sei bereits Zensur. Gedeon wolle auf dem Gerichtsweg erzwingen, dass der Deutschlandfunk eine Sondersendung über die Protokolle der…“

„… schon fest geschlossen habe. Die Börse sei noch nicht überzeugt, steige aber aus vollster Überzeugung, was aber einen rapiden Sturz der Verkäufe bei stark nachlassenden Werten nur…“

„… der wahre Grund sei, warum sämtliche Regionalprogramme nur noch Lügen ausstrahlen würden. Es müsse zu jedem kulturellen Thema ein Mitglied der AfD-Spitze eingeladen werden, um deren Wichtigkeit für das Deutschtum in Zeiten der Bedrohung durch Islam, Demokratie und den…“

„… müsse man die Elbphilharmonie doch als überbewertet ansehen. Das in der Raumwirkung der Concerti von Giovanni Gabrieli getrübte Gefühl von venezianischer Weite habe zu einem tiefen…“

„… die arische Herrenrasse durch eine jüdisch-arabische Blutvernichtung schwächen wolle. Höcke werde seine Angriffe auf die ARD erst einstellen, wenn ihm eine Sondersendung nach den…“

„… die Curling-Mannschaft nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen werde. Da die Sportförderung die Beihilfe für das deutsche Team mit der Begründung beschnitten habe, es sei in internationalen Qualifikationen sowieso ohne jede Chance, müsse man nun auf einen letzten…“

„… das Hausrecht durchgesetzt habe. Pretzell sei mit einem Kieferbruch und Schusswunden aus dem Studio der Sportschau…“

„… sich durch Lewandowski die Position an der Tabellenspitze gesichert habe. Vor einem Wechsel wolle der Verein ihm eine Prämie von…“

„… beim S-Bahn-Surfen mit dem Kopf gegen den Signalmast geprallt sei. Da die Ermittler wegen Poggenburgs Ankündigung im Internet von einem Suizid überzeugt seien, wolle man die Meldung nicht in den…“

„… ab 2019 mehr Quizshows im deutschen Fernsehen zeigen wolle. Der Qualitätsunterschied zu den anderen Sendern sei zwar deutlich, man müsse aber auch die Bedürfnisse der schweigenden Zuschauermehrheit in die Programmgestaltung…“

„… sich von Storch mit dem Plakat Seit 866 Tagen Gefangene des Genderwahn-Schweigekartells habe fotografieren lassen. Das Bild sei außer in den Publikationen des Kopp-Verlags sowie in der National-Zeitung nicht…“

„… als neue Trendfarben der Saison vorstelle. Die bisherigen Strickaccessoires seien durch Lack und Seide ersetzt worden, kombiniert mit leicht verspielten Baumwollapplikationen, deren…“

„… die AfD eine zweistellige Millionensumme angeboten habe für den Fall, dass ein bundesweit bekanntes Mitglied eine eigene Interviewsendung bekäme. Eine Integration in Formate wie das Dschungelcamp sei jedoch für die Partei nie…“

„… neue Forschungsergebnisse die Hypothese unterstützten, dass Hitler nur einen…“

„… sich auf den Stufen des Reichstags mit Benzin übergossen und angezündet habe. Für den bekennenden Nationalsozialisten sei jede Hilfe zu spät gekommen, der Notarzt habe nur noch den…“

„… zwar das Drehmoment beim Anziehen der Schrauben an den Türscharnieren prüft habe, nicht aber die Höhe der Abweichungen beim Abgastest. Winterkorn sei mit der Begründung, privat würde er nie VW fahren, in einen komplizierten…“

„… in den Umfragen deutlich werde, seitdem die Sender auf rassistische und wahrheitswidrige Politikerstatements verzichten würden. Auch die CSU habe in den letzten drei Monaten nicht…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXI): Die konservative Chimäre

3 02 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Gespenster gehen genug um, meistens sieht man schnell, aus welchem Holz sie geschnitzt sind – bis auf den Faschismus, der Stoffwechselergebnisse aufbraucht – und bezieht entsprechend Stellung. Der Sozialismus sagt, der Mensch braucht keine Bananen. Der Anarchismus erlaubt Bananen, nur nicht ihre alleinige Nutzung. Der Liberalismus ist nicht gegen Bananen, Arbeiter dürfen sie anbauen, ernten, verschiffen und käuflich erwerben, essen jedoch nur ein paar korrupte Klötenkönige. Die nur noch selten auftretende Mische aus Katholiban und Evangelikazis verteufelt die Banane, da sie nicht in der Bibel auftaucht, gesteht sie aber ein paar sehr Gläubigen zu, für die Gesetze sowieso nicht gelten. Nur der Konservative steht alleine im Bananenhain, weiß alles, kann aber nichts erklären, und ist fein raus. Seine Politik steht für alles, aber auch für gar nichts, und genau das macht er seinen Anhängern klar. Seine Ideologie ist die konservative Chimäre.

Denn Konservatismus ist politische Ideologie ohne Programm, Philosophie oder Perspektive. Die Anhänger dieser Bewegung wollen alles, nur keine Bewegung. Zwar wissen sie, dass die Zeit noch nie für sie gearbeitet hat, aber genau deshalb wollen sie zurück, um keine positiven Utopien entwerfen zu müssen. Sie vermeiden strategische Ziele, und sie tun es nicht ohne Bedacht: je mehr ihnen aus reiner Konzeptionslosigkeit die Welt aus den Fingern gleitet, weil der Wirklichkeit Parteikarrieren wumpe sind, desto hektischer gerät das entschiedene Durchgreifen zum reinen Aktionismus hampelnder Marionetten, die erst in totaler Panik wieder zur alten Überzeugung finden, dass Angststillstand in Krisensituationen noch immer am besten ist.

Abgesehen von Rechts und Links geht dabei der Gesellschaftsentwurf nicht weiter, man kann ihn nur noch in die graue Vorzeit zurückkatapultieren. Darum ist inzwischen auch der Rechtspopulismus so attraktiv – man hasst seine Vergangenheit vorwiegend wegen ihrer unangenehmen Symptome, aber immerhin kennt man sie – und nicht der linke, den man für Abklatsch hält, nachdem sich die sozialdemokratische Idee erfolgreich suizidiert hat. So wird konservative Anschauung, die auf Welt größtenteils verzichtet, zur reinen Politik, die für ihre Selbstbespiegelung keine Menschen nötig hat, sondern nur einen Staat, der dem kollektiv in tiefes Selbstmitleid gesunkenen Kompetenzimitat eine aus keimfreien Zutaten hastig zusammengenagelte Ersatzreligion bietet: Du bist nichts, dies Ding ist alles. Genau so regiert das auch.

Amüsanter als alles andere ist die konservative Einsicht, die menschliche Vernunft sei beschränkt und könne ohne die Vorsehung einer um die Sonne kreisenden Teekanne, zu klein, um sie jemals zu entdecken, nie die unbewusste Weisheit der Ahnen begreifen, und die Empirie gibt ihnen recht: sie bemerken es als Letzte, dass sie eine Gesellschaft in die Scheiße geritten haben, und immunisieren sich wirksam gegen jede Verantwortung. Immerhin sind sie klug genug, sich selbst für dumm zu halten, und leiten aus der Erkenntnis den Anspruch ab, klüger zu sein als alle anderen. Mal ehrlich, was soll da schon schiefgehen.

Daraus entsteht die geradezu groteske Dialektik von geradezu religiöser Wissenschaftsfeindlichkeit und hysterischem Fortschrittsglauben, der an den Rändern gerne in tobsüchtiges Nachgeplapper von Zauberformeln eskaliert, die ihnen Wirtschafts- und andere Pseudoforscher hinterlassen. Alles geht, der Mensch wird schon irgendwann zur Sonne fliegen, fleißiges Beten schafft Arbeitsplätze, und dass der Neger in Europa nichts zu suchen hat, ist durch ein Bauchgefühl hinreichend legitimiert. Die in diesem Milieu siedelnden Parallelexistenzen lehnen alles ab, vorrangig aber das Fremde, Andersartige, kurz: das, was seit Jahren bis Jahrzehnten eine Mehrheit als Normalität ansieht. Sie verachten nur nicht ihresgleichen, denn das wäre egalitär, widerspräche ihrem im Mittelalter fein auf Flaschen gezogenen Klassismus und ließe sich nicht mehr mit den alten Etiketten als Vielfalt des historisch Gewachsenen verkaufen. Wenn es schon immer so war, muss es auch immer so bleiben.

Der Konservatismus will zurück zur Natur, am liebsten in atomgetriebenen Dampfwalzen, und hat bisher immer sein Möglichstes getan, um sich in den Paradoxa seiner eigenen Motivation gründlich zu verheddern. Wo immer der Mensch die Zukunft nicht überblicken kann, gerät er in Sorge, und was triebe das geistig ungesegnete Proletariat besser in die Angst, als sie zu beschwören. Der autoritäre Charakter, den er so schätzt, funktioniert nicht mit Toleranzen, die es erst seit Jahrzehnten gibt, und so erschließt sich, dass der Konservatismus an einer Neurose leidet, die er mit möglichst vielen teilen will – kein Wunder, Feiglinge kommen in einem dunklen Keller selten alleine zurecht. Ursprünglich waren Naturschutz, ein christliches Menschenbild und Verfassungstreue in Verdacht, als konservative Werte durchzugehen, aber längst wird man dafür als linker Vogel bespieen. Denn man will ja damit der normativen Wirklichkeit mit Widerstand begegnen, und wogegen lohnt sich Widerstand mehr? Gut, die Schwerkraft. Aber wäre das mehrheitsfähig?





Great again

30 01 2017

„… mehr als zwanzigtausend Personen nach Deutschland kämen. Die Gefahr einer illegalen Masseneinwanderung sei jedoch verhältnismäßig gering, da alle einen gültigen Pass der Vereinigten Staaten von Amerika sowie eine…“

„… habe die Bundeskanzlerin ihre Zuversicht geäußert, dass die zahlreichen Immigranten eine Bereicherung für das Land sein würden. Etwaige Sprach- und Kulturbarrieren bei Personen aus zivilisations- und bildungsfeindlichen Schichten seien zu tolerieren, die Gefahr sei jedoch gering, da keine Amerikaner nach Thüringen, Sachsen und…“

„… es sich nicht um Kontingentflüchtlinge handeln müsse, um eine eigene Obergrenze zu beschließen. Seehofer werde diese persönlich mit dem US-amerikanischen Präsidenten bei seinem Staatsbesuch in…“

„… rechne das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit bis zu vier Millionen US-Bürgern. Es sei nach Einschätzung des Bundesinnenministers allerdings nicht damit zu rechnen, dass darunter auch Personen mit terroristischen…“

„… den jeweiligen Einwanderungshintergrund der Amerikaner betrachten müsse. Gauland wolle keinen italienischstämmigen Mafioso in seiner Nachbarschaft haben, deutsche und russische aber sofort mit…“

„… schnellstmöglich die Staatsbürgerschaft verliehen werde. Eine doppelte Staatsbürgerschaft stelle für Kauder kein Hindernis dar, da es sich bei US-Amerikanern in der Regel um ganz normale Menschen halte, die nur zufällig nicht in Europa…“

„… die Instabilität des Dollar und die seit Wochen andauernde komplette Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten die New Yorker Börse mehr als einmal bis kurz vor den Crash gebracht hätten. Petry habe die Migranten deshalb grundsätzlich als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnet, die kein Recht hätten, sich hier…“

„… auch eine Reihe US-amerikanischer Hollywood-Stars emigrieren würden. Die deutsche Filmwirtschaft habe sich dafür eingesetzt, sie mit einer Blitzeinbürgerung in…“

„… unter den Einwanderern auch viele Afroamerikaner seien. Höcke warne vor einer Vermischung, die die Reinheit der europäischen Rasse und der blutmäßigen…“

„… nicht von den US-Bürgern zu unterscheiden seien. Dennoch halte de Maizière eine potenziell von Mexikanern ausgehende Terrorgefahr nicht für…“

„… die AfD im kommenden Wahlkampf von einer Bedrohung durch den amerikanischen Ausbreitungstyp sprechen wolle. Deutschland befinde sich inzwischen in höchster…“

„… könne man die Gewerbeneuansiedlung Silikonländle im Südwesten von Sindelfingen als gutes Beispiel einer gelungenen Integration ausländischer Arbeitnehmer in die deutschen…“

„… mit mehreren Tweets die Auflösung der NATO angekündigt habe. Das Auswärtige Amt habe sich dennoch nicht entschließen können, die Vereinigten Staaten von Amerika als unsicheres Herkunftsland zu…“

„… ein Highschoolmädchen nach dem anderen produziere, die Wirtschaft in der Bundesrepublik nur fördere, um den Deutschen mehr Arbeitsplätze wegnehmen zu können, und in weniger als 80.000 Jahren die deutsche Sprache durch amerikanisches Kauderwelsch ersetzen würde. Für Sarrazin sei damit der Untergang der Menschheit schon fast…“

„… und vor einer Aushöhlung der deutschen Sozialsysteme warne. Die SPD kritisiere, dass fast alle höher qualifizierten Emigranten nach Kanada reisten, nach Deutschland hingegen nur die…“

„… CSU-Generalsekretär Scheuer davor gewarnt habe. Es gebe jedoch keinen stichhaltigen Beweis, dass die Flüchtlinge nur gekommen seien, um den Bürgern des Freistaats Bayern ihren BMW aus der Garage zu…“

„… George Clooney und Matt Damon aus Hamburg beziehungsweise Köln gekommen seien. Sämtliche Nobelpreisträger, die die Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft gefeiert hätten, seien auf der Gala unter dem Motto Make Germany Great Again als Mitglieder der nationalen…“

„… sie das deutsche Erbgut aus vorsätzlichem Vernichtungswillen so schädigen wollten, dass sich das Volk von diesem molekulargenetischen Krieg nie wieder erholen werde. Die seit 1933 von den USA planmäßig betriebene Anreicherung der Chromosomen mit jüdischen Genen führe, so der ehemalige Finanzsenator, bei einer Infiltration zur vollständigen Auslöschung aller…“

„… nochmals klargemacht, dass für Ausländer kein Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen bestehe, auch nicht für eingewanderte US-Amerikaner. Die Sozialdemokraten hätten beschlossen, dies im Wahlkampf zur Beruhigung ihrer Stammwähler ganz bewusst zu…“

„… die US-Botschaft mit einer zehn Meter hohen Mauer umgeben habe. Dies sei allerdings nur Trumps Wirtschaftsprogramm geschuldet, die Rechnung sei wie immer an die muslimischen…“

„… wolle Erdoğan seiner historischen Mission gerecht werden. Da osmanische Seefahrer den amerikanischen Kontinent entdeckt hätten, sei er nun rechtmäßiges Erbe des Präsidenten von…“