Ungesellschaftliche Zielgruppen

18 04 2019

„Ausländer!“ „Und Radfahrer!“ „Aber erst die Ausländer!“ „Und die Frauen!“ „Wieso Frauen?“ „Wieso dann Radfahrer?“ „Können wir vielleicht mal zum Thema…“ „Ausländer!“

„Wir suchen hier eine Gefahr, für die man die Öffentlichkeit sensibilisieren kann.“ „Einbrecher?“ „Hat Seehofer schon probiert.“ „Hat’s geklappt?“ „Nee, die Leute haben vorher die Statistik gelesen.“ „Kann natürlich keiner ahnen.“ „Aber noch haben wir die Flüchtlinge.“ „Und Ausländer, viel zu viele Ausländer!“ „Abschieben!“ „Seehofer?“ „Mann, Sie sind doch nicht ganz dicht!“ „Sprechen Sie mit ihm? diese Ausländerfeindlichkeit geht mir auch gewaltig auf den…“ „Fühlen Sie sich manchmal auch so müde?“

„Der Dollar war auch mal stabiler.“ „Und der Euro erst!“ „Das liegt an den Ausländern!“ „Ich möchte das nicht mehr hören, verstehen Sie?“ „Aber es ist doch so, die Deutschen sind zunächst total verängstigt, weil es hier so viele Ausländer gibt.“ „Das mag alles sein, aber das können wir nicht steuern.“ „Sie sind doch Soziologe?“ „Aber ich bin bei der Bundesregierung angestellt, da wird man nicht nach seiner Meinung gefragt, und wenn, soll man keine Lösungen finden, sondern nur einen Schuldigen.“ „Ah, verstehe.“ „Das ist ja im Ausland meistens auch nicht anders.“

„Jetzt ist ja gerade wieder diese Sache mit den Schülern in den Medien, da könnte man…“ „Finden Sie nicht auch, dass der deutsche Fußball sich in einer epochalen Krise befindet?“ „Und dass das Brot ständig teurer wird, das kann doch auch keiner wollen!“ „Eben, da müsste mal einer was machen!“ „Wenn Sie Ihren Quatsch nicht sofort in der Tasche verschwinden lassen, dann haben Sie ein Problem mit den Autoherstellern.“ „Was hat das denn mit Fußball zu tun?“ „Ihre Hetze gegen den Diesel ist unter jedem Niveau!“ „Ich habe doch gar keine…“ „Sie wollten hier mit irgendeinem Klimascheiß anfangen, das haben alle gemerkt!“ „Das ist ja gar nicht…“ „Ausländer!“ „Noch so ein Opfer von dieser schwedischen Göre!“ „Widerlich!“ „Igitt!“ „Der Papst hat sogar mit ihr…“ „Bei kleinen Mädchen macht der Vatikan schon mal eine Ausnahme.“ „Das interessiert doch keinen, wir brauchen einen echten Aufmacher, der sich gegen die Aufreger der letzten Monate durchsetzt und keine gesellschaftliche Zielgruppe…“ „Gibt es auch ungesellschaftliche Zielgruppen?“ „Und Sie wollen Soziologe sein?“ „Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst!“ „Wir müssen viel mehr gegen Ausländer tun!“ „Wir regen uns vollkommen zurecht auf wegen der Autokonzerne, die uns ihre Schrottkarren unterjubelt und dann so tut, als ob sie das Klima nichts angehen würde.“ „Und Notre Dame.“ „Was hat das mit Diesel zu tun?“ „Haben Sie eine Ahnung, was bei so einem Brand an Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangt?“ „Das ist nicht Ihr Ernst.“ „Und der Vatikan zahlt nicht mal dafür, das ist doch die Schweinerei!“ „Weil die Kirche Frankreich gehört, warum sollte dann der…“ „Der Franzmann blecht für Notter Dam’, weil Päpste halt kein Schotter ham.“ „Lassen Sie sich manchmal auf Ihren Geisteszustand untersuchen?“

„Wieso machen wir dann nichts mit Flugzeugen, die sind doch sowieso an allem schuld.“ „Haben Sie denn die Anweisung nicht gelesen? Wir brauchen eine Schlagzeile, und zwar sofort.“ „Ja.“ „Und zwar eine, auf die sich alle unsere Leser einigen können.“ „Ja.“ „Und die sollen sich so schnell wie möglich darüber aufregen können, damit wir ein neues Gesprächsthema haben und nicht wieder über Sachen reden, die unseren Auftraggebern nicht so gefallen.“ „Sie meinen, Volkswagen und die Deutsche Bank würden sich nicht über die vielen Ausländer beschweren, die gerade hierher kommen, um es sich in der sozialen Hängematte bequem zu machen?“ „Nein, das habe ich nicht gesagt. Es ist nur…“ „Und das darf man jetzt nicht mehr als Thema bezeichnen, über das sich alle aufregen können, weil es uns alle angeht!?“

„Jetzt noch mal ganz langsam. Wir sind eine Zeitung, die eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt: wir setzen die Agenda, das heißt, wir bestimmen die Gesprächsthemen.“ „Das war klar.“ „Sowieso.“ „Dann sollten Sie auch kapieren, dass wir keine nebensächlichen Dinge wie Klima oder die Verantwortung der Autoindustrie in den Fokus nehmen können, weil sonst unsere Zielgruppe über Dinge redet, von denen sie nicht genug versteht.“ „Von Innenpolitik, Verteidigung oder geostrategischen Interessen haben die Leute doch auch keinen blassen Schimmer?“ „Ja, aber das ist eine ganz andere Problematik. Wir müssen uns hier auf die naheliegenden Themen beschränken, bei denen die Menschen eine reelle Chance haben, sie zu verstehen.“ „Und das kann man nicht mit einer Zeitung machen, die die Agenda so setzt, dass man den Leuten nach und nach vermittelt, was im Interesse unserer Auftraggeber ist?“ „Doch, aber das ist ja nicht der Punkt. Sie sollen eben nicht merken, dass es unsere Auftraggeber sind, die die Agenda setzen und…“ „Und wenn wir jetzt nur als eine Einzelmeinung jemanden zitieren, der die Theorie, irgendjemand habe die Kirche, natürlich nur aus Versehen und natürlich nie im Auftrag eines…“ „Dass die Deutsche Bahn mal wieder die Preise erhöht, das geht auch unter.“ „Und wer hat die Grundsteuerreform vergeigt?“ „Uploadfilter!“ „Ich warte auch immer noch auf schnelles Internet in meinem Betrieb.“ „Wissen Sie, dass Wohnraum in den Großstädten kontinuierlich…“ „Halt! Das reicht!“ „Und jetzt?“ „Ich gebe mich geschlagen. Wir machen jetzt doch das mit den Radfahrern.“

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Vogelschiss

17 04 2019

„… und die deutsche Tierwelt zerstöre. Höcke werde es nicht hinnehmen, dass jährlich unzählige Vögel aus dem Ausland ungehindert einwanderten und die angestammte Fauna mit ihren…“

„… schon im Wahlkampf um das EU-Parlament eine Schlüsselrolle spiele. Weidel habe vor dem Bundestag darauf hingewiesen, dass die von Merkel gesteuerte Umvolkung des deutschen Tierbestandes nicht länger im…“

„… die Systemparteien gemeinsam die Grenzen geöffnet hätten, um eine Masseneinwanderung fremder Vögel in deutsche Brutgebiete zu ermöglichen. Reil verstehe zwar nichts von…“

„… die Bezeichnung als linke Vögel nicht von ungefähr komme. Steinbach sehe darin den Beweis, dass alle Sozialdemokraten faschistisch seien, da sie sich mit…“

„… jährlich bis zu fünf Milliarden Vögel allein aus Afrika in die deutschen Ökosysteme einwandern ließen. Damit seien für Höcke die in tausendjähriger Geschichte entstandenen Arten dem Untergang geweiht, wenn nicht sofort alle…“

„… den Islam schon seit vielen Jahren unbemerkt nach Europa importierten. Weidel fordere von der Bundesregierung den sofortigen Stopp des Vogelzugs, um die Population nicht zu einer Vermischung mit…“

„… an der Grenze auch von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden dürfe. Storch wolle vor allem die…“

„… es eine Obergrenze geben müsse. Seehofer wolle die Idee gerne aufgreifen und suche noch nach technischen Lösungen, um die Einwanderung über die bayerischen Grenzen nicht im…“

„… es auch um Magnetismus gehe, der die Vögel ins Land locke. Reil habe zwar als Bergmann keine Ahnung von Magneten, habe aber als Kind schon oft Tauben aus der Nähe betrachtet und…“

„… eine Vogelmaut vor allem in den Freistaaten Bayern und Sachsen sinnvoll sei. Die CSU werde sich mit den anderen undemokratischen Rechten auf einer gemeinsamen Klausur im Münchener Hofbräuhaus intensiv mit dem…“

„… sehe Höcke Mittel- und Langstreckenzieher als afrikanischen Ausbreitungstypus, der sich in Europa ausbreite, um sein Erbgut in die angestammte heimische Population zu…“

„… der Wellensittich mit Unterstützung der deutschen Politik eine Rolle als invasives Nationalgut einnehme, der anderen national wichtigen Arten zustehe. Storch werde sich für eine rigorose Aussonderung aller…“

„… auch eine Schädigung in der Wirtschaft sehe. Meuthen berichte von zahlreichen Drosseln, die den heimischen Arten das Futter streitig machen würden und nicht einmal vor der Plünderung deutscher Vogelhäuschen halt machen würden, was mit immensen Kosten für die…“

„… die Rauchschwalbe es geschafft habe, als typisch deutsche Art in die Kultur einzugehen, womit sie bereits ein Stück Natur wie die Vogelwelt unwiederbringlich zerstört habe. Höcke sehe im Verlust der schwalbenfreien arischen Leitkultur nicht nur den Untergang des christlichen…“

„… Wahlplakate mit Wir haben einen Vogel eher nicht den gewünschten Erfolg gehabt hätten, da sich die Zielgruppe nicht…“

„… es immer weniger Zugvögel gebe. Seehofer sehe darin jedoch ein Indiz, dass sich die deutsche Bevölkerung von mehr Zugvögeln bedroht sehen müsse, da man durch eine einseitige Interpretation der Statistik viel mehr Erkenntnisse über die…“

„… die V-Form als Steuerung fremder Mächte betrachten müsse, die die Auskundschaftung für Chemtrail-Einsätze vorbereite. Als ehemaliger SPD-Experte für Sachen, die mit anderen Sachen zu tun hätten, wisse Reil zwar nicht, ob das eine mit dem anderen…“

„… es in der Bundesregierung linksradikale Kräfte gebe, die den Vogelzug auch auf heimische Arten wie die Kohlmeise ausweiten wollten. Maaßen dürfe seine Informanten nicht preisgeben, versprach jedoch, gegen ein entsprechendes Gehalt noch mehr von den…“

„… auch wieder abschaffen könne. Gauland fordere die deutsche Politik auf, es der italienischen Politik gleichzutun und Singvögel an der Grenze mit Netzen aus der Luft zu…“

„… die Frühislamisierung schon in den ersten Lebensjahren Einzug gehalten habe. Höcke wolle mit der Abschaffung von Alle Vögel sind schon da als verharmlosender Hymne der Umvolkung die völkische Kindeserziehung wieder in gesunde arische Bahnen lenken und mit männlichster Härte den Glauben an die Errettung vor dem Untergang des…“

„… die Bilder von gefangenen Vögeln aushalten müsse. Nur so könne nach Gaulands Meinung die Öffentlich genügend abgestumpft werden, um die Härte folgender Reinigungen des deutschen Volkes von störenden Bestandteilen wie Juden, farbigen Fußballern oder…“

„… nicht geklärt sei, ob der Klimawandel auf die Einwanderung fremder Vögel zurückzuführen sei. Es gebe zwar keinen Zusammenhang, so Reil, dieser dürfe jedoch nicht einfach ignoriert werden bei der Beschreibung der…“

„… den Ausschluss von von Storch aus der Partei rechtfertige. Meuthen können nicht ausschließen, dass es sich auch bei ihr um eine kulturfremde Invasorin handele, die eine gezielte Störung des deutschen…“





Alternative Interpretationsarten

4 04 2019

„… dass es keine Anhaltspunkte für eine weitere Steigerung der Kriminalität in der Bundesrepublik gebe. Dies bedeute aber, so Innenminister Seehofer, dass auch niemand wisse, wie sich die Kriminalität in den nächsten zehn, zwanzig oder hundert Jahren unter besonderer Berücksichtigung der…“

„… zahlreiche Delikte von ausländischen Tätern begangen würden. Die CSU weise ausdrücklich darauf hin, dass nichtbayerische Deutsche sogar schwere Straftaten unter dem Einfluss von keinem Alkohol im…“

„… auch die Zahl der Handtaschendiebstähle sehr stark zurückgegangen seien. Seehofer halte dies für ein äußerst alarmierendes Zeichen, da jeder einzelne Handtaschendiebstahl nun zu einer quasi explosionsartigen Steigerung der statistischen…“

„… sich ein allgemeiner Trend zu immer weniger Straftaten erkennen lasse, der zudem noch durch eine höhere Bereitschaft der Bevölkerung, potenziell straffällige Personen unmittelbar durch eine Überstellung an die polizeilichen…“

„… stehe für den Bundsinnenminister fest, dass Deutschland eines der sichersten Länder der Welt sei. Dass es dafür keiner umfassenden Beobachtung aller Bürger durch die Polizei bedarf, sei ein sehr gefährlich…“

„… kein einziger Fall bekannt sei, in dem ein buddhistisches Kloster im Freistaat durch illegal aus dem Tschad eingeführte Marschflugkörper am Dachfirst beschädigt worden sei. Die CSU weise darauf hin, dass ein einziger Fall dieser Art eine Steigerung der Statistik um einhundert Prozent bedeute, was geradezu katastrophale Auswirkungen für die gesamte…“

„… weniger als ein Prozent der Bevölkerung von schweren Straftaten betroffen sei. Von einer ausgewogenen Verteilung auf alle Einwohner könne daher keine Rede sein, was eine äußerst ungerechte Verteilung der…“

„… die Steigerung der statistischen Häufigkeit auch bei zehntausend Marschflugkörperangriffen auf buddhistische Klosterdachfirste nur hundert Prozent betrage. Seehofer habe hier eine von offensichtlich linksextremistischen Mathematikern gesetzlich festgelegte Täuschungsstrategie entdeckt, die automatisch zu einer riesigen Unsicherheit in der gesamten…“

„… wenn weniger als ein Prozent der Menschen von schweren Straftaten betroffen sei. Dass diese Quote geringer sei als beispielsweise der Anteil von Migranten, deute darauf hin, dass kein ursächlicher Zusammenhang bestehe, den man aber bestimmt noch anhand alternativer Interpretationsarten…“

„… noch nicht ausgerechnet habe, wie wahrscheinlich ein Lichtschwertangriff von einem dreibeinigen Außerirdischen im Münchener Personennahverkehr sei. Für Scheuer stehe zum Zeitpunkt der Entscheidung nur fest, dass man das Geld für eine Aufrüstung aller Bürgerwehren mit Machete und Panzerfaust so schnell wie…“

„… der Anteil an Ausländerkriminalität seit Jahren konstant bleibe. Da es aber immer weniger Ausländer gebe durch die Sicherheitspolitik der CSU, müsse der einzelne Ausländer krimineller geworden sein oder proportional mindestens so kriminell wie vorher sein, da sonst eine nicht proportionale Verteilung der gleichbleibenden Straftaten auf eine nicht konstante Menge aller…“

„… die gefühlte Anzahl der Straftaten von Ausländern ebenfalls steige, obwohl dies keine Entsprechung finde in der Anzahl der tatsächlichen Straftaten, was für Seehofer ein Indiz für eine schleichende Gefahr durch Ausländer sei. Um sich wieder der Realität anzunähern, bedürfe es einer erheblichen Steigerung von Ausländerkriminalität, was der Bundesminister als äußerst…“

„… Wohnungseinbruchsdiebstähle in Häuser mit mehr als neunzig Zimmern überhaupt nicht verzeichnet seien. Würde man die Überwachung des Internets ausweiten können, erwarte das Ministerium einen Rückgang der Taten auf minus zehn Prozent, was zugleich den Wirtschaftsstandort Deutschland für fremdländische Investoren um einen wesentlichen…“

„… das Gefühl der Verunsicherung bei den Bürgern im Allgemeinen zugenommen habe. Seehofer verdanke dies der Aufklärungsarbeit seines Ministeriums, das immer wieder vor den Gefahren eines Atomkrieges, vor einer Übernahme der Staatsgewalt durch einige der vielen tausend noch unbekannten linksradikalen Terroristen oder einer von Nichtbayern verursachten Grippe, die weite Teile der biobajuwarischen Bevölkerung in einen regelrechten…“

„… sich das Unsicherheitsgefühl der nicht von Straftaten betroffenen Bürger auf einem sehr hohen Niveau bewege, da sie immer in der Erwartung leben müssten, als nächste von möglicherweise durch Ausländer verursachten Straftaten zu…“

„… es keinen Grund zur Entwarnung gebe, da jederzeit mit einem Anstieg aller Straftaten auf ein bisher nicht nachzuweisendes Rekordniveau gerechnet werden müsse. Das Bundesministerium verdanke dies der ausgezeichneten Arbeit der Polizei, die sich ganz im Dienste der rechtsstaatlichen…“





Totschlagargument

2 04 2019

„… der Rechtsstaat schnellstens reagieren müsse. Es sei nicht zu dulden, dass so viele Straftaten in der Bundesrepublik mit dem Auto verbunden seien, daher sei ein generelles Verbot von…“

„… keine rechtsfreien Räume dulde. Seehofer fordere eine Null-Toleranz-Obergrenze für Raser und Drängler auf deutschen Autobahnen, wenn sie nicht gleichzeitig zum Brauchtum des…“

„… die Liberalen ein 60-Stundenkilometer-Auto vollkommen ablehnen würden, auch wenn es viele Menschenleben auf der Autobahn retten würde. Es sei besser gar nicht zu fahren als zu langsam, so Parteichef…“

„… zu schweren Streitigkeiten zwischen Realos und Fundis geführt habe. Immerhin sei es klar, dass auch elektrisch angetriebene Fahrzeuge sich als Waffen im Straßenverkehr für zahlreiche…“

„… sich die Sozialdemokraten zwar für die Eindämmung automobiler Straftaten, wenn diese nicht in Ausnahmefällen, die zwar durch die Straßenverkehrsordnung nicht gedeckt, wohl aber in einer diskussionswürdigen Grauzone des Strafrechts, das allerdings nicht zwangsläufig…“

„… dass das Auto ab sofort verboten sei. In der Bibel stehe davon nichts, deshalb wolle Kramp-Karrenbauer das Auto aus dem christlich-abendländischen…“

„… das Strafgesetzbuch noch Lücken aufweise für den Gebrauch von Kraftfahrzeugen. Die Bundesregierung müsse über eine umfassende Überwachung des Autoverkehrs entscheiden, da sich nur so Straftaten, die mit Hilfe eines…“

„… nicht mehr als Rechtsstaat ansehen könne. In einem Land, so Wendt, in dem Waffen in privater Hand noch immer nicht vollständig verboten seien, stelle ein Auto ein vom Gesetzgeber toleriertes und zum Wohle gewisser betrügerischer Industriezweige geradezu gefördertes Gefährdungswerkzeug dar, das sofort und unter hoher Androhung von…“

„… eine Kompromisslösung anbieten werde, um den Koalitionsfrieden nicht unnötig zu gefährden. Die SPD wolle Produktion, Verkauf und Erwerb sowie Besitz von Kraftfahrzeugen dulden, das Bewegen auf öffentlichen Straßen müsse aber weiterhin als…“

„… gebe es keine charakterliche Prüfung für Autofahrer, die den unsachgemäßen Gebrauch des Fahrzeugs gleich im Vorfeld ausschließen könne. Seehofer werde eine Methode entwickeln, die die ungeeigneten Personen noch vor der…“

„… zahlreiche Staatsfeinde, unter ihnen auch Anhänger der Reichsideologie, im Besitz von Pkw seien, womit sie jederzeit schwerste und…“

„… bei jedem Auffahrunfall mindestens ein Kraftfahrzeug beteiligt sei. Scheuer wolle mit seinem Vorstoß, fahrende Autos auf deutschen Straßen zu verhindern, für eine Senkung der Kriminalitätsrate um mindestens…“

„… nur die Werbung für Autos einschränken wolle, beispielsweise auf 16-Jährige, die dann aber zwingend in Besitz einer Erlaubnis für assistiertes Fahren sein müssten, um sich rechtssicher in die…“

„… den Linksradikalismus eindämmen werde. Durch ein komplette Autoverbot, so Meuthen, würde es keine brennenden Fahrzeuge mehr geben und damit keine linken Extremisten mehr, die alle freiwillig aus der BRD GmbH in den…“

„… es nur sehr selten einen Bankraub gebe, bei dem nicht ein Fluchtfahrzeug vorgesehen sei. Die als Tatwerkzeuge beurteilten Autos müsse der Steuerzahler auch im Falle eines vorherigen Diebstahl ersetzen, was die Solidargemeinschaft um eine erhebliche…“

„… fordere Dobrindt, dass Autos nicht mehr von Jugendlichen gefahren werden dürften, sondern nur Erwachsene sich in…“

„… habe es vor fünfhundert Jahren keine Autos gegeben, so Kramp-Karrenbauer, und die Menschen hätten auch überlebt. Deshalb müsse man durch die Werte der…“

„… habe Dobrindt eine gesetzliche Regelung gefordert, dass zum Führen von Kraftfahrzeugen künftig eine amtlich amtliche Erlaubnis, die eine…“

„… dürfe die Politik nicht das Überleben der deutschen Autoindustrie als Totschlagargument ins Feld führen, wenn es um das Verbot einer der gefährlichsten Waffen der zivilisierten Welt gehe. Die SPD verspreche jedoch auch, im nächsten Wahlkampf einen Rettungsschirm anzukündigen, den sie im Falle einer Regierungsübernahme gemeinsam mit der…“

„… sich für einen Kompromiss einsetzen würden. Lindner bevorzuge eine Regelung, nach der nur Besserverdienenden der Gebrauch von Fahrzeugen gestattet werde, die dann auch über eine Höchstgeschwindigkeit von mindestens…“

„… habe Dobrindt eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt, dass die private Benutzung des Pkws zugleich mit dem Verbot der Berufskraftfahrer einhergehe, was eine nicht zu duldende Gleichsetzung und sozialistischer Unfug im Sinne des…“

„… könne für Barley die Lösung so aussehen, dass Produktion und Verkauf von Automobilen weiterhin erlaubt seien, so dass wesentliche Wirtschaftszweige in Deutschland weiterhin im Rennen bleiben würden, während der Erwerb von Kraftfahrzeugen künftig nicht mehr auf legalem…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDLVII): Der Rückzug ins Irrationale

29 03 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Die Aufklärung hat ganze Arbeit geleistet. Die breite Masse ließ den Glauben an Geister und Dämonen und begann, wenn auch in beschränktem Maße, da es sich nicht einfach einstellte, zu denken. Messen, Zählen und Wiegen bestimmten den Umgang mit den Dingen, der Hominide hörte auf, sich die Welt nach vorgefertigten Erklärungen zu deuten, und gewöhnte sich an die Vorstellung, dass das Wissen begrenzt, aber ausbaufähig ist, während das Glauben vornehmlich transzendente Welten zu bieten hat, die nicht zu verstehen sind und daher den Trost der Machtlosigkeit bieten. Kein Mensch muss sich um die Dinge sorgen, die er nicht ändern kann, lautet das besänftigende Credo vor der Wende, und ihrer sind viele. Dass die zunehmend komplexe und ins Unordentliche treibende Welt als Vorstellung trotzdem dem Willen sich entzieht und nicht wie der Baukasten eines sich selbst ermächtigenden Schöpfers planbare Strukturen offenbart, sorgt für die Reprise des Dämlichen; die Aufgabe, Freiheit auszuhalten, braucht ein solides Fundament auf den Gründen der Humanität, und wo sie nicht ist, wird auf Sand gebaut. Nichts ist so logisch in dessen Folge wie der galoppierende Rückzug ins Irrationale.

Nicht die Globalisierung ist das Feindbild der Ängstlichen, sondern die Vorstellung einer gänzlich liberalen Welt, in der jede Entscheidung nicht auch noch hinterlegt werden muss mit dem Goldgrund moralischer Werte; zwar bietet das Bröckeln der ethischen Unterfütterung in Staat und Wirtschaft auch eine gute Vorlage für die Frustration der Massen, doch das ließe sich durch Gegenwehr kompensieren. Allmählich wird es zum sich selbst organisierenden Prozess, dass die Bürger in einer zu sehr verwalteten Welt sich plötzlich besorgen und nach Ordnung schreien, aber nach einer alten, die sie bereits im Scheitern erlebt haben – sie bleiben unbelehrbar, aber wie im Drang, die vertrauten Fehler noch einmal zu perfektionieren, denn der Abgrund, auf den sie zusteuern, ist doch wenigstens bekannt. Und so füllen sie das Vakuum mit neuen Ängsten, die nach altem Muster funktionieren: die Übermacht des Ungewohnten bietet angenehme Machtlosigkeit, in der sich Unterwerfungsfantasien zusammenbasteln lassen, der Sekundenschlaf der Vernunft gebiert Ungeziefer, die subkutan ins Hirn kriechen und ein Weltbild vorfinden, in dem sich allerlei Unfug schwiemeln lässt: homöopathische Ersatzreligionen aus Rassen-, Verschwörungs- und unkritischer Theorie, Führerglaube und das Recht des Stärkeren, kurz: der konzertierte Rückfall in die offenporige Anschauung des Vormodernen, die ein unbeschränktes Dunkel lieferte, um Spielraum für wirre Deutungen zu schaffen. Die liberale Welt, die jedem Deppen die grundsätzliche Freiheit lässt, sich als intellektuelle Randerscheinung zu erfinden und zu benehmen, macht diese Sache nicht einfacher, sie scheint nur so, wenn man sie nicht hinterfragt, und wer, der sich freiwillig für die Rolle des Narren entscheiden würde, täte das schon.

Längst haben ideologische Erfüllungsgehilfen sich zu dem aufgeschwungen, was sie für Macht halten, damit sie anderen die befreiende Sklaverei anbieten können. Dass sie die Erscheinungsformen der neuen Bedrohung nicht nutzen, kommt nicht von ungefähr; natürlich könnten sie die drohende Klimakatastrophe zur Ersatzreligion aufpusten, doch wer würde schon eine Eschatologie der Ohnmacht entwerfen, die komplett ohne Hoffnung auskäme. Sie setzen auf alternative Verfahren und heilen durch Handauflegen, wobei sie trickreich den neoliberalen Turn ausnutzen, dass der nicht geheilt wird, der zu wenig an die Therapie glaubt. Zum Ausgleich ängstigen sie sich vor Chemtrails als Emanation eines infernalischen Machtapparats wie die Steinzeitler beim Anblick des Wetterleuchtens, denn ohne Teufels Beitrag ist die Ordnung einfach nicht zu deuten, wenn sie hinreichend komplex sein soll. Das Böse erfüllt seinen Zweck, wenn es nur genügend abstrakt sein kann, und was wäre besser geeignet als eine Idee, die allein zu diesem Zweck entworfen wird. Als das Fremde, als unbekannte Variable, beliebig einsetzbare Störgröße oder von den selbstverständlich bösen Machthabern verfügte Setzung ist sie der letzte Grund, auf dem sich noch bauen ließe: die Opferrolle lässt den Bekloppten wieder in beschaulicher Ruhe klagen, dass er die Dinge nicht ändern kann, die er gar nicht ändern will, weil er auch gar nicht wüsste, wozu. Aber er hat ein Motiv, sich zu beklagen, und allein das reicht aus, um es laut zu tun, hinter der Monstranz der eigenen Machtlosigkeit schreitend und den gewohnten Abgrund fest im Blick. Dass die Menschheit sich abschafft, ist ausgemacht, es steht nur zu fragen, wie lange sie dazu braucht. Wer daran schuld sein wird, ist eine müßige Überlegung, denn wer wäre hinterher noch da, um es wissen zu wollen. Aber vielleicht hocken wir dann ja alle gemütlich in der Hölle und wundern uns, dass wir nicht eher auf den Gedanken gekommen sind, in einem mies geplanten Gedankenexperiment zu existieren. Jemand muss Schnaps in das Fass gegossen haben, als unsere Gehirne schon darin lagen.





Zielgruppenbewusstsein

25 03 2019

„Demokratenpack?“ „Ich würde den Fokus nicht so stark auf die Demokratie legen. Das mehrt am Ende Wünsche danach.“ „Also einfach nur irgendwas mit linken Vögeln?“ „Es sind ja auch Parteimitglieder darunter.“ „Eben.“ „Wir können ja nun mal schlecht mit hochrangigen Politikern werben, die sich der Meinung dieser von amerikanischen Konzernen gesteuerten…“ „Kollegen, Ihnen ist schon klar, dass wir den Slogan für das neue CDU-Plakat suchen?“

„Was ist denn jetzt an ‚Geht endlich sterben‘ unverständlich?“ „Klingt irgendwie jung und sehr zielgruppenbewusst.“ „Ja, das passt nicht zu uns.“ „Wollen Sie hier etwa noch herumdiskutieren?“ „Er ist noch nicht so lange dabei.“ „Man muss so etwas viel subtiler ausdrücken, das kommt sonst beim Wähler nicht richtig an.“ „Wieso subtil?“ „Wenn Sie sagen, das sind alles irgendwelche dummen Transen, dann haben Sie nur eine kleine Zielgruppe verprellt, die für den Sieg der Union eh nicht relevant ist.“ „Wieso subtil!?“ „Wenn Sie das jetzt ausdrücken wie die neue CDU-Trulla, dann haben Sie schon mal einen Teil der sympathisierenden Bevölkerung mitbeleidigt, das ist medial sehr viel ökonomischer.“ „Wieso subtil?“ „Sie meinen AKK, richtig?“ „Wieso denn jetzt subtil? Die ist doch nicht subtil, die ist einfach nur peinlich.“ „Aber wenn sie nicht ständig irgendwelche Reden hält, kann man sie eventuell sogar noch ertragen.“ „Das verstehe ich jetzt nicht.“ „Naja, da sind Sie schon mal nicht alleine.“

„Also ich bin nach wie vor für ‚Ihr seid nicht das Volk‘.“ „Das floppt.“ „Kann ich mir auch nicht vorstellen.“ „Wieso nicht?“ „Vermutlich zu subtil.“ „Quatsch, der ist ganz klar auf Rechte gemünzt, das würde man den besorgten Bürgern entgegenhalten, wenn sie wieder gegen die 0,2% Ausländer hetzen, die gerade das Land überschwemmen.“ „Und was stört Sie daran? dass diese Typen sich jetzt als Rechte diffamiert fühlen?“ „Nein, damit würden sie doch genau zu unserem angestrebten Wählerkern gehören, und wie klingt das denn: ‚Ihr seid alle CDU-Wähler‘.“ „Eben, viel zu subtil.“ „Wobei das doch noch gehen würde, wenn man das für die Junge Union aufbereitet.“ „Weil das so bescheuert ist?“ „Nein, weil es struktureller Rassismus ist.“ „So viel Intellekt dürfen Sie diesem Diätversager auch nicht unterstellen, sonst würde er nicht das Märchen von der Grenzöffnung erzählen.“ „Gerade das ist doch das Interessante, das muss man den Leuten immer wieder erklären.“ „Und wer glaubt das am Ende?“ „Keiner.“ „Nee, nur die, die doof genug sind.“ „Also der angestrebte Wählerkern.“

„Wobei ich mit dem Volksbegriff hier ja ein Problem habe. Der fliegt uns doch möglicherweise um die Ohren.“ „Weil die gekauften Demonstranten rein rechtlich doch zum Volk gehören?“ „Das wäre dann ja wenigstens nicht subtil.“ „Ach Quatsch!“ „Das könnte man bei einer Koalition mit der AfD dann bestimmt nicht trennscharf herausarbeiten.“ „Weil es hier um Ausgrenzung von Ausländern oder Deutschen mit Migrationshintergrund geht?“ „Hat das die Partei jemals bestritten, dass wir alles, was nach Minderheit riecht, unbedingt als Sündenbock brauchen?“ „Warum sollten wir denn dann nicht mit dem nationalsozialistischen Volksbegriff arbeiten?“ „Weil wir zurückrudern müssen.“ „Zurückrudern?“ „Wie beim Vogelschiss. Jeder weiß hinterher, dass das eine klare Bezugnahme auf den Faschismus ist, und die, die uns wählen, weil sie sich selbst nicht trauen, Flüchtlingsheime anzuzünden, halten uns hinterher vor, dass wir vor dem Sprechverbot des linksradikalen Mainstream kapitulieren.“ „Ich dachte, die Sprechverbote kommen immer von dieser gekauften Vogelscheuche, die unsere Partei für ihren persönlichen Vorteil in den Sozialismus führt und billigend in Kauf nimmt, dass die Ehre der Deutschen dafür der Islamisierung geopfert wird.“ „Er ist wirklich noch nicht so lange dabei.“

„Wer uns wählt, ist ein Stück Scheiße!“ „Ja, damit kommen wir der Sache schon näher.“ „Ist das jetzt Ihre persönliche Meinung oder hatten Sie sich das als Slogan vorgestellt?“ „Macht das noch einen Unterschied?“ „Persönliche Meinungen haben meines Wissens nach in der Partei nichts zu suchen, schließlich sind die ja von oben verboten.“ „Weshalb wir ja auch eine neue Vorsitzende haben, die verhindert, dass nicht alles unterdrückt wird, was nicht Merkels Meinung entspricht.“ „Also nur noch das, was ihrer eigenen zuwiderläuft?“ „Kann man so sagen.“ „Und das dient jetzt also dazu, das konservative Profil zu schärfen?“ „Das rechte.“ „Ist da ein Unterschied?“ „Das ist mir jetzt zu subtil.“ „Im Grunde geht es doch nur darum, dass wir die Kernwählerschaft ansprechen und dauerhaft an uns binden.“ „Um Mehrheiten jenseits der Mitte zu finden?“ „Wer erklärt es ihm?“ „Das könnte etwas länger dauern.“ „Schauen Sie mal, was wollen wir denn als Partei?“ „Gute Politik machen?“ „Haben Sie ihn mal gefragt, warum er sich nicht einfach irgendein anderes Hobby sucht?“ „Das wäre ihm vermutlich zu subtil.“ „Wir wollen Menschen, und zwar solche, die unsere Politik mittragen. So weit klar?“ „So weit klar.“ „Und genau deshalb wollen wir unsere Kernwählerschaft bedienen – das sind die Leute, denen es vollkommen egal ist, was wir machen, im Wahlkampf oder wo auch immer. Die Leute, die uns unterstützen, auch wenn wir ihnen sagen, dass wir alles, was wir machen, gegen sie unternehmen. Die nicht fragen, keine Diskussion anfangen, sondern blind folgen. Haben Sie das jetzt einigermaßen verstanden.“ „Sie wollen, dass die Menschen uns einfach glauben?“ „Okay, Sie haben es kapiert.“ „Gott sei Dank! Und ich dachte schon, ich sei in der falschen Partei gelandet.“





Kritik des praktischen Konservativismus

24 03 2019

Vielleicht erscheint professionellen Christen
die Zukunft leichter planbar. Insgesamt
denkt man, sie können alles überlisten,
was nicht direkt aus ihrem Glauben stammt.

Die Welt geht, wie wir sehen, vor die Hunde,
doch das ist ganz egal. Sie haben Zeit,
und wenn nicht jetzt, dann in der nächsten Runde,
und wenn nicht dann, dann in der Ewigkeit.