Abgetrieben

24 04 2017

„… auf eine Spitzenkandidatur verzichten wolle. Meuthen habe der Co-Vorsitzenden vorgeworfen, bewusst demokratische Verhältnisse in Deutschland zu…“

„… sich stets um die Rehabilitierung von nationalistischem Gedankengut gekümmert habe. Storch befürchte, dass sie gegen ihren Willen als neue Kandidatin für die Bundespartei einen…“

„… wolle die AfD mit Petrys Rückzug nicht die Verbindungen ins bürgerliche Lager kappen, sondern nur durch personelle Verschiebungen für eine breitere Basis nach rechts…“

„… den Rückzug möglicherweise als eine Art Überreaktion ansehe. Da die Partei ohnehin zunehmend reaktionär sei, biete dies einen reichen Spielraum zur…“

„… Bachmann eine Strafanzeige wegen Volksverrats erstattet habe. Das gesunde Volksempfinden sei empfindlich durch den…“

„… es sich um ein Gerücht handele. Steinbach habe nie in Erwägung gezogen, Spitzenkandidatin einer anderen…“

„… sich gegen Höckes Vorwürfe zur Wehr gesetzt habe. Petry habe insbesondere die Integration von Antisemiten, Holocaustleugnern, Hitlerverehrern und…“

„… stehe Weidel nicht für extremistische Inhalte, sie sei dafür aber nicht geeignet, Umerziehungslager für sexuell auffällige…“

„… eine Radikalisierung der Partei nach Petrys Abgang nicht zu befürchten sei, jedenfalls nicht mehr als es bisher ohnehin in den…“

„… dass die Partei ihre demnächst ehemalige Vorsitzende abgetrieben habe, um durch ein möglichst einstelliges Ergebnis auf absehbare Zeit nicht mit einer Regierungsbeteiligung…“

„… dass Petry sich in Absprache mit ihrem Mann dazu entschlossen habe, die strikte Trennung von Beruf und Karriere auch im…“

„… habe sich Petry erfolgreich selbst abgeschafft. Dies sei ein großartiger Bewies dafür, dass die Alterative für Deutschland auch andere Störfaktoren in dieser Republik schnell und ohne bürokratische Hindernisse…“

„… dass andererseits die Verhinderung einer Regierungsbeteiligung auf Bundesebene durch die Co-Kandidatur von Höcke noch sehr viel mehr…“

„… wieder mehr für die Familie da sein könne. Pretzell wolle sich derzeit zwar noch nicht als neuer Spitzenkandidat der…“

„… einer Vereinigung von AfD und NPD nun auch inhaltlich nichts mehr im Weg…“

„… der nationale Flügel der AfD darüber einig sei, dass eine Frau als Parteivorsitzende die Aufgaben von Kindererziehung, Küche und Verfügbarkeit für den Mann nicht in völkisch erwünschtem Maße…“

„… sich Gauland derzeit noch nicht als alleiniger Spitzenkandidat der AfD für die…“

„… ein leuchtendes Vorbild für die deutsche Mutter abgebe, die ihre eignen Bedürfnisse so weit der Partei unterordne, dass sie gar keinen…“

„… ihr Engagement gegen rechtsextremistische Strömungen in der Partei nicht ernst zu nehmen sei. Aus diesem Grunde habe sie sich dazu entschieden, durch ihren Abgang die Wählerpotenziale wieder in den Schoß der AfD zu…“

„… es schwierig sei, ein Spitzenteam für die Bundestagswahl aufzustellen, da die Partei geistig wie moralisch ohnehin nicht in der Lage sei, auf Anforderungen dieser Art…“

„… abgesprochen sei, dass sich Höcke derzeit nicht als Spitzenkandidat der…“

„… allerdings in den Bundestag einziehen wolle. Dies sei jedoch zuvor mit den anderen Vorstandsmitgliedern so nicht abgesprochen gewesen und habe zu heftigen…“

„… mit einer Spitzenkandidatur intellektuell überfordert sei. Poggenburgs Sprecher könne sich allerdings eine eigene Kampagne für die…“

„… die fundamentaloppositionelle Position am besten so darstellen wolle, dass die Partei ohne einen Spitzenkandidaten in den Wahlkampf zum…“

„… seien sich Gauland und Meuthen nicht einig, wen sie nach Petry verantwortlich machen könnten für den Verlust von…“

„… keine machttaktischen Erwägungen nachweisen könne. Es gehe nicht primär um eine Trennung der Wählerschaft, dennoch habe man bei Petrys Rückzug die Befürchtung, sie wolle eine Trennung von der Wählerschaft in der…“

„… Anzeichen für eine Realo-Aktion in einem Fundi-Umfeld sehe. Gauland sehe einen deutlichen Einfluss der Grünen, er habe Petry aufgefordert, unverzüglich alle Posten und Ämter zur Verfügung zu…“

„… sich allerdings keine Mehrheit für ein Parteiausschlussverfahren gegen die…“

„… durchaus zu ersetzen sei. Dies gelte nicht nur für die Partei, deren Mitglieder auch in vielen anderen Organisationen ihren Lebensunterhalt…“

„… zu Ende denken müsse. Indem sich die AfD überhaupt nicht zur Bundestagswahl aufstellen lasse, wolle sie ihre klar fundamentalistische Stoßrichtung in extremem Maße zur…“





Doof bleibt doof

23 04 2017

für Kurt Tucholsky

Apotheker Doktor Kroll,
ein Jahr noch zur Rente,
weiß schon, was er wissen soll –
die Medikamente
helfen größtenteils sogar,
Mumps und Ohrenrauschen
gehen weg ganz sonderbar
beim Rezeptvertauschen.
Kroll gibt, was der Arzt verschreibt,
manchmal jedoch nicht,
wenn die Wirkung ganz ausbleibt.
Dann steht er und spricht
ganz zu sich und nur im Stillen:
Doof bleibt doof,
da helfen keine Pillen.

Henriette, hübsch und fein,
hat gar viel Verehrer,
fällt auf alle reihum rein
und macht sich’s noch schwerer.
Wenn die Ehe man verspricht,
hält’s die junge Dame
länger in der Stube nicht.
Ach, es lockt der Name,
den die Hochzeit mit sich bringt.
Sie probiert ihn aus,
wenn auch Muttchen in sie dringt,
sie schreibt ihn ans Haus.
Seufzend lässt sie ihr den Willen.
Doof bleibt doof,
da helfen keine Pillen.

Mancher Bürger weiß Bescheid
über die Geschichte,
liest, wie eine dunkle Zeit
Hoffnung macht zunichte.
Liest auch nicht nur, was ihn lockt,
sieht auch andern Ländern
schweres Unheil eingebrockt,
und will doch nichts ändern.
Stärke ist ihm, wenn er dann
Schwächere bedroht,
nicht sieht, was er ändern kann,
und dabei verroht.
Hört Ihr ihn nach rückwärts brüllen?
Doof bleibt doof.
Da helfen keine Pillen.





Führungsschwäche

11 04 2017

„… eine übergroße Nähe zum Nationalsozialismus vorgeworfen habe. Höcke sei laut AfD-Führung in seinen Redebeiträgen oft wie…“

„… ein Menschenbild sichtbar werde, welches der Würde des Menschen widerspreche. Petry wolle in einem völkischen Staat, der sich gegen Muslime, Behinderte und andere Schädlinge am Deutschtum richte, keine Einzelmeinungen, die von ihrer…“

„… sich die Spaltung der AfD nur dann noch verhindern lasse, wenn Höcke als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl antrete. Einen späteren Parteiausschluss wolle niemand ausschließen, das Mandat sei allerdings damit keinesfalls…“

„… aus dem Bundesvorstand geäußert worden sei, gegen ein normales, anerkennendes Verhältnis zum Nationalsozialismus habe die Partei gar kein grundsätzliches…“

„… ein medizinisches Gutachten beigebracht habe. Anders als Hitler habe Höcke zwei…“

„… auch andere offen rechtsradikale Mitglieder in der AfD finden könne. Aus personellen Gründen sei es dem Bundesvorstand jedoch nicht möglich, sie alle zeitnah aus dem…“

„… die Wort- und Sinnverwandtschaft zu Hitlers Reden bei Höcke nicht zufällig sei. Er habe dies grundsätzlich mit seinem kunsthistorischen Interesse an…“

„… auch ein Anzeichen für den Konsum enormer Mengen von Alkoholika sein könne. Gauland habe bestätigt, er könne dies beurteilen, da er seit längerem…“

„… und dass er sich unmittelbar gegen die verfassungsgemäße Ordnung Deutschlands wende. Dies sei laut Pretzell jedoch ihre Aufgabe der Vorsitzenden, die darin ausreichend Unterstützung von…“

„… die dämliche Bewältigungspolitik der AfD in historisch verblendeter Weise alle positiven Aspekte der NS-Zeit vernachlässige. Als Historiker sei Höcke wesentlich kompetenter und werde das Gesicht der Partei als einziger…“

„… es keine Anzeichen für das Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeitsstörung gebe. Nach Auskunft seiner Nachbarn sei der thüringische Fraktionsvorsitzende einfach nur ein affektiertes Arschloch, das durch sein rechthaberisches…“

„… es auch viele Deutsche gebe, die sich ein judenfreies Vaterland wünschten. Meuthen sehe sie zwar kritisch, befürworte allerdings, dass auch Holocaustleugner in einer Partei willkommen seien, die fest auf dem Boden des Grundgesetzes…“

„… sei nicht alles schlecht gewesen. So gehe der Wiederaufbau des modernen deutschen Staates im Wesentlichen auf Hitlers Expansions- und Rüstungspolitik zurück und habe zu einer echten Annäherung an Russland…“

„… regelmäßig in einer SS-Uniform auf dem Wochenmarkt erschienen sei. Die Beschicker seien sich jedoch einig gewesen, dass dies in den neuen Bundesländern schon mehrmals…“

„… sich nicht als Antisemiten bezeichnen lassen wolle. Höcke begrüße, dass es nach 1945 viele Synagogenneubauten gegeben habe, obwohl die Juden Deutschland mit dem Holocaust immer noch finanziell und moralisch…“

„… habe Erdoğan ihm niemals Nazimethoden vorgeworfen, dies spreche dafür, dass sich Höcke immer nach Recht und Gesetz…“

„… besitze er nicht einmal einen Führerschein, was für einen deutschen Diktator doch zu den…“

„… Autogrammpostkarten verteilt habe, die den Politiker in zärtlicher Umarmung mit Blondi, der vom Tierschutz Erfurt im Jahr 2015 vermittelten…“

„… die erinnerungspolitische Wende um 180 Grad bereits im Parteiprogramm verankert sei. Der Ausschluss Höckes sei also gegen jede…“

„… dass ein Oberlippenbartimplantat zunächst nicht angewachsen sei und dann operativ habe entfernt werden müssen. Dies sei der Krankenkasse von der polnischen Klinik mitgeteilt worden, sie hätten jedoch bei der Rechnung auf den Namen Idolf Hatler zunächst keinen Zusammenhang mit dem…“

„… Petry vorgeworfen habe, in der Partei eine ethnische Säuberung durchzuführen mit dem Ziel, reinblütig arische Volksdeutsche zu vernichten. Die Vorsitzende werde sich in einem kommenden Prozess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und…“

„… es nach Auskunft von Poggenburg Familientradition sei, sich die Blutgruppe über dem linken Ellenbogen tätowieren zu lassen. Höcke habe jedoch auf der Innenseite des Oberarms zusätzlich stehen, dass man bei Konserven, die mutmaßlich jüdischer Herkunft seien, ihm die Kehle durchschneiden, den Schädel zertrümmern und ihn mit Benzin…“

„… Klage vor dem Internationalen Gerichtshof gegen die AfD angekündigt habe. Es bestehe der begründete Verdacht, dass er wie im NS-Staat in ein Vernichtungslager verbracht und…“

„… sei die AfD im Gegensatz zu Deutschland als völkischem Staat von einer Führungsschwäche geprägt, die er alleine mit Stumpf und Stiel auszurotten befähigt sei. Ihm gebühre daher die unangefochtene Position als…“

„… nicht ausschließen könne, dass Höcke zur NPD überlaufe. Die Partei habe sich entschlossen, eine Identitäre Plattform zu dulden und mit den nötigen Sach- und Geldmitteln für die kommenden zehn Jahre…“





Gotteslohn

5 04 2017

„Keine Kirchenglocken mehr!“ „Aber dann auch kein Ostern.“ „Wieso?“ „Die Eier können nichts dafür.“ „Aber die sind doch religiös?“ „Nein, das ist so eine Überformung heidnischer Inhalte durch einen kultischen Brauch.“ „Wieso?“ „Das ist eben so!“ „Wusste ich doch nicht.“ „Deshalb sage ich es ja!“ „Jetzt regen Sie sich mal nicht auf. Noch hat die Bundesregierung das nicht zur Chefsache erklärt.“

„Und wir sind echt ermächtigt, eine komplette Säkularisierung für die Bundesrepublik zu machen? so richtig mit Bundesgesetz, Verfassungsänderung und allem Schnick und Schnack?“ „Jetzt warten Sie doch mal ab, vielleicht ist das auch wieder nur so ein rechtspopulistischer Scheiß.“ „Wieso soll denn der Seehofer eine Trennung von Staat und Kirche fordern?“ „Leuchtet mir auch nicht ein.“ „Vielleicht will er bei den Protestanten Präsident werden?“ „Die haben von Gauck genug.“ „Vielleicht könnte man bei dem ansetzen: keine öffentlichen Gebete, schon gar nicht im Fernsehen.“ „Und der Papst?“ „Der ist ja kein Staatsoberhaupt.“ „Wieso?“ „Der Vatikan gehört nicht zur EU.“ „Wusste ich doch nicht.“ „Deshalb sage ich es ja!“ „Jedenfalls keine ausufernden Darstellungen mehr in den Medien, das ist nicht gut für die neutrale Haltung des Staates, und dann müssen wir die humanistische Tradition immer beachten.“ „Wie denn das?“ „Er wollte Kants Geburtstag zum Nationalfeiertag machen.“ „Ist nicht wahr!“ „Doch, wollte ich.“ „Wegen der Aufklärung?“ „Nö, aber irgendwann wollen die Leute halt auch mal unter der Woche ausschlafen.“

„Man müsste den Leuten mehr Vorschriften machen.“ „Weil sie von denen nicht genug haben?“ „Alle mögen Regeln.“ „Die von der Kirche ganz besonders, sonst wären sie ja nicht in der Kirche.“ „Das ist jetzt religionsfeindlich.“ „Kritisch.“ „Das ist feindlich!“ „Kritisch!“ „Ist das nicht dasselbe?“ „Kommt darauf an, was man kritisiert.“ „Und bei Religionen, ist das nicht automatisch dasselbe?“ „Kommt darauf an, ob Sie kritisieren oder kritisiert werden.“ „Aber mit den Religionen an sich ist das zu vereinbaren, oder?“

„So ein Kirchenregister…“ „Gibt es längst, das wird seit Jahrhunderten gepflegt.“ „Nein, ich meine natürlich eine Kirchendatei, also für Mitglieder.“ „Und das bringt was?“ „Man weiß sofort, wie viele Mitglieder diese Religion hat.“ „Man weiß auch sofort, wo die wohnen.“ „Das ist natürlich ganz klar verfassungswidrig.“ „Wieso?“ „Weil es gegen den Datenschutz verstößt.“ „Wusste ich doch nicht!“ „Deshalb sage ich es ja.“ „Seit wann interessiert uns als Regierungspartei Datenschutz?“ „Im Prinzip ist das egal, aber wir brauchen halt vor der Wahl keine negative Publicity.“ „Auch wieder wahr.“ „Wie wär’s mit einem Kirchen-Ranking?“ „Mit was!?“ „Man hat alle Kirchen in einer Datei, aber sie dient halt offiziell nur zum…“ „Was für ein Quatsch!“ „Eben!“ „Die Mitglieder!“ „Aber das ist doch verboten?“ „Können Sie gerade mal eben den Aschenbecher vom Tisch nehmen, bevor ich einen Wutanfall kriege?“ „Wieso?“

„Auflagen!“ „Was denn für Auflagen?“ „Alles vorher unter Auflagen genehmigen lassen. Taufe, Gottesdienst, Kirchweih. Natürlich kostenpflichtig und mit langer Vorlaufzeit.“ „Und was soll das bringen?“ „Leuchtet mir auch nicht so ein.“ „Die sollen sich nicht wohlfühlen hier, wir brauchen die subtilen Ausgrenzungsmechanismen.“ „Und das ist verfassungsrechtlich okay?“ „Schauen wir mal.“ „Ja, finde ich gut.“ „Wieso?“ „Weil wir damit nicht gegen das Grundgesetz verstoßen“ „Wusste ich doch nicht.“ „Deshalb sage ich es ja!“ „Am besten noch mit einem Katalog für Recht und Pflichten!“ „Sehr gut!“ „Wobei man dann schon unterscheiden müsste, ob es sich bei der Fastenzeit um ein Recht der Kirchenmitglieder handelt oder um eine Pflicht aus religiösen Gründen.“ „Was macht das für einen Unterschied?“ „Je mehr Pflichtverstöße man sieht, desto unangenehmer wird es für die Brüder.“ „Ja, finde ich gut. Das reduziert die Anzahl derer, die nicht direkt zu diesem Verein gehören.“ „Und wird die anschließenden verwaltungsrechtlichen Schritte sicher auch enorm straffen.“

„Durchleuchtung sämtlicher Führungskräfte!“ „Am besten schon vor Amtsantritt!“ „Oder gleich aller, die jemals eine Führungsposition bekleiden könnten! präventive Selektion und Überwachung!“ „Selbstverständlich auch aller Laien, mit denen er Kontakt aufgenommen haben könnte.“ „Klar, wenn schon Fahndung, dann aber richtig.“ „Keine Chance für die religiöse Indoktrination!“ „Verfolgung…“ „Aber sonst sind Sie noch ganz knusper, oder was!?“ „… aller Kommunikationswege, auch im Internet!“ „Ach so.“ „Keiner soll sich außerhalb der Kirchen radikalisieren!“ „Wieso?“ „Da fallen die Verfassungsschützer unangenehm auf.“ „Wusste ich doch nicht.“ „Deshalb sage ich es ja!“ „Strafsteuern und anlasslose Hausdurchsuchung!“ „Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft!“ „Terrorverdacht bei allen Konfirmanden in die Personenakte!“ „Wir haben doch gar keine Personenakte?“ „Dann wollen wir eben wieder welche!“ „Wieso? Aua!“ „Stellen Sie sofort den Kristallascher wieder auf den Tisch!“ „Ich meine, wir sollten…“ „Übrigens ist das gar nicht…“ „Reden Sie nicht ständig durcheinander!“ „Ich wollte bloß sagen, dass das hier keinen…“ „Bis zur Wahl werden wir fertig.“ „Wieso?“ „Was steht denn da in der Vorlage? Zeigen Sie mal her.“ „Islamgesetz.“





Weißblauhelme

4 04 2017

„… bewaffnete Ordnungshüter in den Münchener Trambahnen einsetzen wolle. Da die CSU in der bayerischen Landeshauptstadt von steigendem Bedarf an Sicherheitskräften ausgehe, müsse man schon jetzt erhebliche…“

„… vollkommen unsinnig sei. Die aktuelle Sicherheitslage biete für die Stadtverwaltung keinen Anlass zum…“

„… fühle sich die Bevölkerung nicht bedroht, da es im ÖPNV nur selten zu Straftaten komme. Die einzige Unzufriedenheit sei in Bezug auf die ständig steigenden Fahrpreise des…“

„… könne eine Ausrüstung mit Kurzwaffen nur der erste Schritt sein. Man müsse langfristig für jeden Bus der Münchener Verkehrsgesellschaft einen bis drei…“

„… dass eine Finanzierung der zusätzlichen Straßenbeleuchtung nicht mit den Plänen der CSU-Rathausfraktion vereinbar sei. Mit mangelhafter Ausleuchtung sei jedoch die flächendeckende Videoüberwachung der Innenstadt nicht mehr…“

„… die auch gegen mögliche Gefahren durch Fremde vorgehen wolle. Die MVG habe jedoch strikt abgelehnt, die Planung eigenverantwortlich für die Christsozialen…“

„… exponentiell explodierende Kriminalität der Hauptstadt eingedämmt werden müsse. Um die stetig steigenden Zahlen bei Delikten wie Einbruch und Steuerhinterziehung wieder auf ein normales Maß zu…“

„… offen getragene Schnellfeuergewehre einen wirksamen Schutz gegen Taschendiebe darstellen könnten. Notfalls müsse man auch im Vorfeld eines rein theoretischen Verdachtsfalles schon einen…“

„… dass das Reizgas sämtliche Passagiere einschließlich des Busfahrers betroffen habe. Die Verdächtige, eine 87-Jährige, die provokativ in fränkischem Dialekt auf die beiden…“

„… könne ein angemessenes subjektives Sicherheitsgefühl für bessere Umfragewerte sorgen, zumindest für die kommenden Kommunalwahlen in der…“

„… schnellstens abrüsten müsse. Das martialische Auftreten der Sicherheitskräfte habe dazu geführt, dass neben ihnen nur noch selten andere Fahrgäste in den…“

„… das Gewaltmonopol beim Staat bleiben müsse. Die CSU lehne dies allerdings vehement…“

„… teilweise die Fahrgäste schon im Wartehaus belästigt habe. Das Alkoholverbot sei von den meisten nicht durchsetzbar, unbayerisch und…“

„… den Kunden nur noch nach einer ausführlichen Sicherheitsüberprüfung Zutritt zu den Bussen gewähren wolle. Problematisch sei dies für Berufspendler, die sich wegen des Andrangs bereits am Abend vor Fahrtantritt in die betreffende…“

„… dass Panzerabwehrwaffen aus Platzgründen nicht in den Straßenbahnzügen transportiert werden könnten. Angesichts der kontinuierlich wachsenden Terrorgefahr in Sendling und Trudering-Riem müsse allerdings eine bedingungslose Abwehr auch im Stadtgebiet weiterhin für…“

„… eine öffentlich-private Partnerschaft zur Verwaltung der Weißblauhelme schließen wolle. Die Polizei sei laut CSU nicht in der Lage, ausreichend Personal für eine vollständige…“

„… möglichst schwere Waffen tragen sollten. Bei Pistolen bestehe immer noch die Gefahr, dass sie von potenziellen Straftätern entwendet oder gegen die Wachmannschaft…“

„… Langzeitarbeitslose eine Chance erhielten, da zahlreiche Sicherheitsfachkräfte für den Aufbau der Schutztruppe…“

„… situationsflexibel die Quote der Wachleute zu erhöhen. Während des Oktoberfestes könne dies jedoch zu Transportengpässen führen, da dann mindestens hundertzwanzig Prozent der Plätze in den Verkehrsmitteln mit Waffen ausgestattetes…“

„… zu einem großen Andrang gekommen sei, der das Zehnfache der benötigten Personalstärke ausgemacht habe. In Kooperation mit dem Freistaat Sachsen wolle Bayern nun sämtliche abgelehnten Bewerber, die nicht als Hilfspolizisten in der…“

„… die Videoüberwachung einzelner Sitzplätze in den Bussen für eine Wahnvorstellung halte. Sie sei weder technisch machbar noch für eine…“

„… für eine ‚linkslinke Schwuchtelrotte‘ halte, die ‚mit Sicherheit von den Salafisten bezahlt werde‘, um ‚das christliche Bayern auszulöschen‘. Der Polizeipräsident weise die Anschuldigungen auf das Schärfste zurück, er habe bereits rechtliche Schritte gegen die christsoziale Fraktion im…“

„… bis Bogenhausen gefahren sei. Er habe bereits wegen seiner Hautfarbe verdächtig gewirkt, die spätere Obduktion habe jedoch keine Hinweise auf einen…“

„… könne aber keine Rücksicht mehr auf die Verfassungskonformität der Planungen nehmen. Die Christsozialen hätten den Einsatz mehrerer Nacktscanner am Münchener Hauptbahnhof vertraglich bereits vollständig unter…“

„… nicht gewusst habe, dass der ständige Anblick schwer bewaffneter Sicherheitskräfte die Münchener noch unsicherer machen würde. Da das subjektive Sicherheitsgefühl sich messbar nach unten bewege, habe die CSU empfohlen, die Anzahl der bewaffneten Wachleute nochmals zu…“





Unheil

3 04 2017

„Sie ist halt scheiße. Ihre Vertrauten sind scheiße, sonst wären es ja nicht ihre Vertrauten. Dieses linke Scheißpack, das irgendwas von Mitte faselt und die Partei zerstört, das mag zwar machtpolitisch unsere Position festigen, meinetwegen auch mittelfristig, aber Sie müssen auch mal an die Geschichtsbücher denken. Wie kommen Sie jetzt auf Merkel? Wir sind die nationale Alternative und unsere Führerin ist bis jetzt immer noch Petry.

Ich sage, bis jetzt. Das kann sich aber innerhalb kürzester Zeit ändern, verstehen Sie? Sie erwägt den Rückzug aus der Politik – das ist doch das beste Anzeichen dafür, dass sie für die Partei nicht mehr tragbar ist! Wenn jeder hier zurücktreten würde, nur weil er mit Politik überfordert ist, dann können wir vor der Bundestagswahl den Laden dichtmachen! Und nur, weil da ein paar frauenfeindliche Sprüche gegen sie als Person kommen, wirft sie hin? Das ist ganz klar Verrat an unserer parteipolitischen Praxis, das können wir uns von einem Vorstandsmitglied einfach nicht bieten lassen. Schon wegen der negativen Signalwirkung in die Basis hinein, hier muss durchgegriffen werden. Sonst droht uns durch Petry Unheil.

Sie hat doch bis jetzt auch nichts für die Partei getan. Wer hat uns denn dieses ganze degenerierte Wüstenpack ins Land geholt, wegen dem heute die dümmsten Arschlöcher in den deutschen Landtagen sitzen und abwarten müssen, dass die Demokratie endlich durch einen ordentlichen Führerstaat ersetzt wird? Das war doch die Kanzlerin! Und dann hat Petry nichts Besseres zu tun, als die Rückführung aller Ausländer in ihre Herkunftsstaaten und das Verbot des Islams in Deutschland zu fordern? Hat der jemand heimlich das Hirn rausoperiert!? Das ist doch absoluter Wahnsinn – wenn wir mit solchen Forderungen durchkommen, dann haben wir keine nennenswerten politischen Inhalte mehr! Dann sind wir endgültig geliefert!

Oder gucken Sie sich doch mal den Umgang dieser Frau an. Meuthen, Gauland, Pretzell, lauter Neonazis. Gut, Gauland ist übrig geblieben, dem hat Hitler vermutlich noch selbst die Hand auf den Scheitel gelegt. Aber sonst sind das doch fast alles Figuren, die der Partei schweren Schaden zufügen. Nicht, weil es Neonazis sind, das ist eher gut, aber glauben Sie ernsthaft, dass die sich nach ihrem Ausstieg friedlich zusammensetzen und die Partei in den nächsten zwanzig Jahren an die Regierung bringen? Das glauben Sie doch wohl selbst nicht! Die ziehen nur an einem Strang, wenn sie eine Vorsitzende haben, die sie mobben können! Das ist Fahnenflucht, das lassen wir uns in dieser Lage nicht gefallen!

Ich sage Ihnen mal etwas: die will ja gar nicht zurücktreten. Die tut nur so. Dass das in der Partei sowieso schon zum gewohnten Erscheinungsbild wird, weil wir nur Personal von der moralischen Resterampe beschäftigen können, die kosten ja nicht so viel, weil sie es sowieso nur fürs Geld machen, dass das hier zur Gewohnheit wird, mit Geschrei von den billigen Plätzen nur für Aufsehen zu sorgen, damit dann niemand mehr so genau hinhört, was da eigentlich gesagt wird, das können wir nicht auch noch bei einer Vorsitzenden dulden. Was glaubt die, wer sie ist? Gerhard Schröder!?

Außerdem hat sie die Reihenfolge nicht so ganz kapiert. Man steigt erst aus der Partei aus, dann sieht man zu, wie sie sich in ihre Einzelteile zerlegt. Mit einer derart unprofessionellen Vorsitzenden ist doch kein Staat zu machen, oder wie hat die sich das vorgestellt? Sie kündigt ihren Austritt an, vermutlich geht sie zur Nationalen Mutterschaft, zweimal muss sie noch werfen, damit sie von der Leyen einholt, und wenn Steinbach endlich weg ist, wird sie als Quotenrevisionistin aufgebaut. Sie führt dann den völkischen Flügel. Und wie reagiert die Partei darauf? Die Leute tun ja gar nicht mal mehr, als würden sie das zur Kenntnis nehmen! Das ist unerhört!

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie mit ihrer Drohung nur vom Sinkflug der Partei ablenken will. Da droht man doch damit, auf wehrlose Frauen zu schießen oder die Adressen von allen Juden im Bundesland zu veröffentlichen, aber doch nicht damit, als Vorsitzende genau dann in den Sack zu hauen, wenn alle Gegner gerade die Knarre im Anschlag haben! Wie unprofessionell ist das denn! Am Ende lässt sie uns mit Höcke zurück, das geht doch nicht – mehr als drei Prozent notorische Holocaustleugner kriegen Sie bis zur Wahl einfach nicht auf die Kette!

Es sei denn, sie macht für Pretzell den Weg als Kanzlerkandidaten frei und geht wieder zurück an den Herd. Das könnte natürlich sein, und es passt auch inhaltlich. Als Gattin des Führers müsste sie sich natürlich auch mal mit um den Staat kümmern, aber irgendwie kriegt sie das schon hin. Das wird zwar eine harte Prüfung für eine Profilneurotikerin, aber sie schafft das. Ganz bestimmt. Und wenn nicht, haben wir immer noch ihre E-Mails.“





Hamburger Modell

28 03 2017

„… mit einem Küchenmesser schwer verletzt habe. Mutmaßungen auf ein terroristisches Motiv seien zur Stunde jedoch noch nicht in den…“

„… gemeldet worden sei, dass sich der Islamische Staat bereits zum Attentat bekannt habe. Allerdings seien in den sozialen Medien drei unterschiedliche Fotos von jeweils nicht aus…“

„… sich der Verletzte bereits auf dem Wege der Besserung befinde. Er sei zwar vernehmungsfähig, wolle aber keine Angaben zum…“

„… die Abgabe von Küchenmessern an Gefährder nicht gesetzlich geregelt sei. Der Täter sei zwar polizeilich bekannt gewesen sein, habe aber zuvor noch keinen Anschlag mit einem…“

„… keine Verständigungsschwierigkeiten gebe. Der mutmaßliche Täter spreche fließend Deutsch, was einerseits für eine gelungene Integration in…“

„… zwei Zeugen syrisches Arabisch, zwei andere Zeugen Englisch, eine weitere Zeugin akzentfreies Tscherkessisch gehört haben wollten. Dies sei von den Vernehmungsbeamten so nicht…“

„… das Tatwerkzeug einer Analyse im rechtsmedizinischen Institut zufolge vorher für Gemüseputzarbeiten verwendet worden sei. Dies werfe ein kritisches Licht auf die Sicherheitslage, da unter diesen Umständen nicht nur der Erwerb, sondern bereits der Besitz von Haushaltswaren eine erhebliche Bedrohung für den…“

„… es bisher nur Videoüberwachung ohne Tonaufzeichnung gebe. Möglicherweise habe der Täter seine Deutschkenntnisse nur vorgetäuscht, um näher an den…“

„… und nicht der Wahrheit entspreche. Das Bundeskriminalamt habe in den vergangenen Jahren keine Statistik über Delikte mit der Tatwaffe Küchenmesser geführt, könne keine Korrelation mit Tätern mit Migrationshintergrund herstellen und weise die Behauptungen der AfD-Vorsitzenden entschieden…“

„… eine Ausbildung als Metallfacharbeiter in einem ortsansässigen Betrieb abgeschlossen und danach fast zehn Jahre dort gearbeitet habe. Die Kollegen hätten keine Form von Radikalisierung bemerkt und ihn als eher unauffälligen…“

„… noch nicht hinreichend geklärt sei. Da der Täter selbst aus Eimsbüttel stamme, könne man möglicherweise nicht von einem Migranten oder einer Person mit…“

„… als ersten Ansatzpunkt sehe, dass der Täter zwar regelmäßig Sportveranstaltungen besucht, aber nie Alkohol getrunken habe. Dies sei für die Fahnder eine der Unregelmäßigkeiten, die einen besonderen Tätertypus vom…“

„… sich Opfer und Täter schon einmal begegnet seien. Beide hätten weniger als einen Kilometer voneinander entfernt gewohnt, was eine zufällige Begegnung am Hauptbahnhof so gut wie…“

„… auf dem Tatwerkzeug auch DNA-Spuren einer bisher nicht identifizierten Frau gefunden hätten. Ein Zusammenhang mit dem NSU könne zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch…“

„… auch in Eimsbüttel geboren, wobei die Eltern des Attentäters aus Wandsbek stammen sollten. Ein Einwanderungshintergrund im engeren Sinne ist bei ihnen jedenfalls nicht zu…“

„… es sich beim Verletzten um einen Bürger aus einem der ehemaligen GUS-Staaten handle, der seit mehreren Jahren geduldet werde. Er sei wegen einiger Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mehrfach in…“

„… gebe es keine Polizeistatistik, dass Lokstedt als No-go-Area geführt werde. Da der Bürger im Vorfeld seiner Tat keine Gesetzesverstöße begangen habe, müsse man eventuell…“

„… habe den Täter eindeutig als deutschen Staatsangehörigen identifiziert. Er sei Brillenträger, dies habe aber bisher bei ähnlich gelagerten Taten keinen kausalen…“

„… eine hohe Bevölkerungsdichte aufweise. Den Bezirk abzusperren oder zum Gefahrengebiet zu erklären sei im Falle eines deutschen Gefährders nur möglich gewesen, wenn es sich um linke oder mit Sachbeschädigung verbundene…“

„… nicht um eine illegale Waffe im Sinne des Waffengesetzes handle. Deshalb könne eine polizeiliche Durchsuchung zur Prävention nicht ohne richterlichen…“

„… juristisch nur schwierig durchzusetzen sei. Wer bisher mit dem Gesetz noch nie in Konflikt gekommen sei, dürfe nicht automatisch als mutmaßlicher Terrorist oder…“

„… Bücher über vegetarische Ernährung und Wandern im Schwarzwald sichergestellt worden seien. Die Polizei könne einen Zusammenhang mit der Tat zumindest beim jetzigen Stand der…“

„… zwar als Protestant bekannt gewesen sei, aber nur ein- bis zweimal im Jahr eine Kirche besucht habe. Fraglich sei, ob er sich selbstständig im Internet mit fundamentalistischen…“

„… sich schon vor der Tat unsicher gefühlt habe. Sie kenne den Täter zwar nicht, sei ihm auch nie begegnet, habe aber zur Vorsicht Angaben bei der Polizei gemacht, um die Ermittlungen…“

„… könne man dem mutmaßlichen Täter nicht nachweisen, dass er sich vor den Messerstichen bewusst habe provozieren lassen. Die Videoaufzeichnungen seien an dieser Stelle zu…“

„… nur durch konsequente Abschiebung von Flüchtlingen und eine Obergrenze eingedämmt werden könne. Die Zerstörung Deutschlands durch fremdländische Personen sehe man gerade an solchen…“