Andreaskreuz

16 05 2018

„… zum Laufen bringen wolle. Die Partei erhoffe sich von einer Ausweitung des Baukindergeldes auf bayerische Familien mit Hunden eine erhebliche Steigerung des…“

„… nicht nur auf den Freistaat beschränkt bleiben solle. Im Gegenzug wolle manch CSU-Bundesminister Maßnahmen beschließen, die nur in Bayern eine…“

„… die richtigen Teile des bayerischen Volkes steuerlich begünstigen werde. Es sei geplant, alle Kinder, sofern sie nicht zu Alleinerziehenden gehörten, mit einem größeren Freibetrag zu…“

„… mehr Spitzentechnologie ins Alpenvorland locken werde. Durch eine komplette Befreiung von der Gewerbesteuer werde die CSU Mehreinnahmen in Höhe von mindestens…“

„… als tourismusrelevanten Betrieb einstufen lassen könne. Bei einer wohlwollenden Prüfung durch Kommunalbeamte und parteinahe Stiftungen stehe dies nicht nur Hotels und Pensionen, sondern auch Finanzdienstleistern, der Zulieferindustrie für die Kfz-Branche, dem 1. FC Bayern München und den im…“

„… die Verfassungsmäßigkeit einhalte. Im Gegensatz zu Müttern, die wegen ihrer sozialen Randständigkeit nicht geschafft hätten, eine ordentliche Familie zu gründen, werde die künftige CSU-Regierung alleinerziehende Väter mit einem wesentlich höheren…“

„… nicht jeder gastronomische Betrieb gleich wichtig für den Fremdenverkehr sei. Ein veganes Frauencafé habe schon deshalb keinen Anspruch auf Förderung, weil es ohne diese Förderung keinen wirtschaftlichen…“

„… Bundesautobahnen zunächst in Bayern ausbauen wolle. Das gesteckte Ziel der CSU sei es, jede Ortschaft von mehr als 500 Einwohnern mit einem eigenen Zubringer sowie einer Umgehungsstraße zu…“

„… mit einem Bonus belohnt werde, wenn die Belegschaft ausschließlich in Bayern geboren sei. So könne man ein Abwandern von talentierten Mitarbeitern in die anderen…“

„… wolle die Partei bis zu 15 Milliarden Euro in ihr Bundesland stecken. Natürlich werde man eine passgenaue Förderung denen zukommen lassen, die dieser Gelder nicht bedürften, da sozial abgehängte Personen erfahrungsgemäß nicht in der Lage seien, derart große Beträge auch…“

„… sich die Familienpolitik in Bayern durch die Zuwendungen des künftigen Ministerpräsidenten Söder derart modernisieren werde, dass man die für Sozialfälle vorgesehenen Gelder auch in die Straßenbauprojekte investieren könne, die sich in der strukturschwachen…“

„… darauf hingewiesen habe, dass der Bonus nur gezahlt werde, wenn die im Freistaat geborenen Arbeitnehmer die deutsche Staatsbürgerschaft besäßen, da es sonst zu einer Verzerrung des…“

„… nicht Müttern mehr Rente versprochen habe, sondern denen, die sich als bayerische Qualitätsmütter eine Mindestrente verdient hätten. Söder wolle durch seine Staatssekretäre prüfen lassen, welche Voraussetzungen für den…“

„… Ortschaften ab 200 Einwohnern ohne ein eigenes Kreuz quasi nicht güterverkehrsfähig seien. In Kooperation mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur werden man das Projekt Andreaskreuz so schnell wie…“

„… eine Bezuschussung von Betrieben durchaus denkbar sei, wenn sie bereits lange genug am Oktoberfest teilgenommen hätten. Dies heiße jedoch nicht, dass es auch automatisch einen Preisnachlass für Kunden oder eine…“

„… an den Wahlständen Kochlöffel an Frauen über 30 verschenkt habe. Der Abgeordnete sei mit schweren Kopfplatzwunden in die…“

„… einen viel härteren Wahlkampf im Internet führen wolle. Die Christsozialen seien daher bereit, ihre Prämie für digitale Infrastruktur an jeden auszuschütten, der in Bayern einen kostenfreien Zugang zum…“

„… angeblich Kopfgeld für jeden zahlen werde, der sich zum Verlassen der AfD entschlossen habe. Leider habe man wegen einer nicht hinreichend genau formulierten Anzeige den Betrag von tausend Euro auch an Frauke Petry und…“

„… ein weiteres Babyjahr nur dann zu finanzieren sei, wenn die Mutter mit einem Jahresgehalt von mindestens 700.000 Euro den volkswirtschaftlichen Schaden auch wert sei. Die CSU setze bewusst darauf, dass nicht nur gering verdienende Mütter ein Anrecht auf Nachwuchs und ausreichend Zeit mit dem…“

„… das Bier durch Steuererleichterungen zu verbilligen gedenke. Söder habe angekündigt, dass die Landesregierung dafür sogar eine Loslösung aus der Bundesrepublik…“

„… für den Fremdenverkehr wichtige Häuser eine Kruzifix-Prämie erhalten sollten. Noch sei offen, ob man die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern gerichtlich zwingen könne, in ihren Räumlichkeiten ein…“

„… nur durch Freibier zu gewinnen sei. Söder rechne nicht nur mit einer absoluten Mehrheit, sondern auch mit dem…“

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Sicherheitsdemokratie

14 05 2018

„… dass die von den Staatsfeinden ausgestreute Lügenpropaganda viele unbedarfte Personen dazu gebracht hätten, gegen das beste Sicherheitsgesetz, das seit der Machtergreifung der…“

„… traditionell auf unbewiesenen Tatsachen fußende Organisationen wie die Römisch-katholische Kirche ihren gesellschaftlichen Einfluss genutzt hätten, um andere Splittergruppen, die sich der Förderung von Feminismus, Haschrauchen und linker Hetze gegen den…“

„… nur drei Promille der wahlberechtigten Bürger überhaupt demonstriert hätten. Dies sei jedoch möglicherweise ein Wahrnehmungsfehler, da CSU-Politiker unterhalb von drei Promille so gut wie nichts wahrnähmen, keine Reaktion zeigten und auch keine politischen Konsequenzen aus…“

„… die schweigende Mehrheit der Bevölkerung dem Gesetz natürlich zustimme. Herrmann habe bisher noch keine einzige Klage gegen das Gesetz verzeichnet, was auf eine Falschaussage seitens der stalinistischen Kräfte im…“

„… gegen jeden klagen werde, der behaupten wolle, im Freistaat würden mit der Einführung des Gesetzes die Menschenrechte nicht mehr ausreichend geschützt. Die Regierung habe angekündigt, dass sich ausreichend Plätze in der geschlossenen Psychiatrie des…“

„… dass mit dem Polizeiaufgabengesetz der Reichtagsbrand gar nicht hätte stattfinden können. Die Bayerische Polizei hätte im Vorfeld sämtliche als Kommunisten verdächtigte Personen umgehend in Lagerhaft genommen, so dass die Nationalsozialisten niemals…“

„… die Anzahl der Demonstranten geringer gewesen sei als die Menge der Gratulanten, die den neuen Ministerpräsidenten zu seinem Amtsantritt beglückwünscht hätten. Diese Bilder seien jedoch in den von linksfeministischen Hetzern dominierten Sendern wie dem ZDF nicht ausreichend auf…“

„… nur Qualitätspropaganda verbreitet werden dürfe. Die Christsozialen hätten sich schon lange dafür eingesetzt, dass eine solche Behörde, die nicht von der Landesregierung abhängig sein dürfe ausschließlich von der Partei selbst…“

„… unter falschen Voraussetzungen. Da jeder rechtschaffene Bürger einer Vollzeitbeschäftigung nachgehe, müsse man schon die Abwesenheit täglicher Jubelchöre für die CSU als ein klares Bekenntnis zu dieser Partei…“

„… hätte das Polizeiaufgabengesetz auch den Holocaust verhindert, da jeder bayerische Beamte bei Kenntnis eines derartigen Verbrechens bereits im Planungsstadium unverzüglich Meldung bei der Abteilungsleitung des übergeordneten…“

„… die Demonstration ohne Zwischenfälle verlaufen sei. Eine richtige Protestdemo, so der Innenminister, hätte mindestens den Einsatz von Atombomben, Napalm sowie einem mobilen Erschießungskommando auf Seiten der Feinde der bayerischen Sicherheitsdemokratie mit sich gebracht, daher werte man diese Veranstaltung auch nicht als politisches relevantes…“

„… auch dank der CSU Deutschland so sicher wie nie zuvor sei. Um die täglich drohende Gefahr durch mehrere Millionen Staatsfeinde, die das Land in den Abgrund zu reißen versuchten, müsse man daher jetzt sofort rigorose…“

„… die Gegner des Polizeiaufgabengesetzes im Vorfeld nicht zur Ermordung der Landesregierung oder anderen schweren staatsgefährdenden Straftaten aufgerufen hätten. Sie hätten damit die Spielregeln der Auseinandersetzung mir radikalen Kräften nicht eingehalten. Anders als bei besorgten Bürgern, deren Bedenken gegen die Zerstörung der arischen Herrenrasse und die Vergiftung deutscher Brunnen mit geschächteten Ministranten man sehr ernst nehmen müsse, sehe Herrmann hier keine…“

„… auch den Angriff auf Polen verhindert hätte, da die Bayerische Staatspolizei die Vorbereitung eines Angriffskrieges trotz mangelnder Strafbarkeit selbstverständlich nicht geduldet und mit einem bewaffneten…“

„… seien von den Maßnahmen des Gesetzes ja auch nicht alle Bürger ständig betroffen, sondern nur solche, denen man zumindest theoretisch zutrauen könnte, von den Maßnahmen des Gesetzes betroffen zu sein, so dass eine ständige Gefährdung der Sicherheitslage durch eine ständige…“

„… rechtzeitig genug den Mauerfall aufgehalten hätte. Das Polizeiaufgabengesetz müsse nun endlich wieder für die Unverletzlichkeit der Grenzen im…“

„… sich ein wirklich mündiger Bürger überhaupt nicht in Hetzmedien wie dem Internet informiert, sondern auf die Stärke und Schlagkraft seiner regierenden Sicherheitsbehörden vertraut, die zur Verteidigung des Staates gegen mündige…“

„… dass die Bevölkerung dazu übergehe, die Regierung zu belügen. Die Partei werde dies nicht dulden und sofort mit einem eigenen…“

„… als ersten Testfall sehe. Der Kreuzerlass rufe bereits jetzt so viele Kritiker auf den Plan, dass das Innenministerium sich genötigt sehe, mit der ganzen Härte des bayerischen Rechtsstaates den…“

„… das Gesetz keinerlei Veränderungen mit sich bringe, daher werde es auch als großer Durchbruch in der verfassungsrechtlichen…“





Wertstoffsammlung

9 05 2018

„Das Problem mit diesen Asylanten ist doch, die haben total andere Vorstellungen als wir. Dass man da bei denen andere Sachen isst oder sich anders kleidet, das mag ja noch angehen. Aber dass die sich so gar nicht anpassen wollen – das ist doch nicht hinnehmbar!

Da komm so ein Flüchtling aus, sagen wir mal, Bessarabien, und dann steht der hier auf dem Kurfürstendamm und stellt fest: kein einziges Kamel weit und breit. Da fängt es doch schon an! Die haben sich nicht ausreichend über die fremde Kultur informiert, mit der sie in Kontakt kommen, da werden wir auch nicht mehr viel ändern, deshalb ist eine schnelle Rückführung in die Kriegsgebiete für die eine ganz vernünftige Lösung, einschließlich aller Beteiligten.

Deutsche Werte, was heißt das denn für Sie? Da kann man doch nicht mit den Mittelgebirgen kommen oder mit der Verfassung – das muss schon tiefer in unsere nationale Befindlichkeit eindringen. Schweinsbraten, wenn Sie so wollen. Das ist ein Stück christlich-jüdischer Geschichte, die wir als Bürgerinnen und Bürger, hier sind die weiblichen Personen ja nicht nur mitgemeint, die wir als Deutsche auf jeden Fall als wertvoll ansehen. Es ist ja nicht damit getan, dass man den, ich sage mal: Menschen, dass man denen die Gleichberechtigung von Männern und anderen Staatsbürgerinnen beibringt, denen muss man die gelebte Wirklichkeit vor Augen halten. Sonst sind die nie integrationsfähig.

Stellen Sie sich das mal vor, die kommen hier in Scharen nach Europa und wählen die erstbeste Frau zur Kanzlerin, nur weil sie irgendwas über Gender gehört haben. Das ist doch nicht Deutschland!

Ich verstehe ja, Sie wollen Ihr Programm da auf Staatskosten, oder meinetwegen ist das auch auf Kosten der Kommune, ist auch egal, jedenfalls wollen Sie das durchsetzen, und das finde ich gar nicht in Ordnung, verstehen Sie? Man muss denen eine Orientierung geben, und die muss die deutsche Leitkultur widerspiegeln. Sie können denen nicht kulturelle Toleranz predigen, wenn es die in diesem Land nun mal nicht gibt. Und wenn Sie denen das nicht predigen, befinden Sie sich im Widerspruch zum Grundgesetz. Also bleibt Ihnen ja nur eine Lösung.

Insbesondere die Kinder, die haben ja nicht viel mehr erlebt als Krieg, und dann wollen wir die in eine Gesellschaft integrieren, in der man mit den falschen Klamotten sozial einfach durchs normale Raster fällt? Ich weiß, das ist die falsche Setzung von Prioritäten, aber irgendwo muss man doch diesen Wertunterricht mal anfangen, und wo, wenn nicht bei den Eltern? Wollen wir das den Lehrern aufbürden? Die haben doch im Gegensatz zu den Eltern ihr ganzes Leben lang diese Gesellschaft erlebt, wie sollen die sich den objektiv über diese Zusammenhänge äußern?

Diese Verrohung der Gesellschaft, da kann man doch auch nicht einfach zusehen. Wir brauchen eine aktive Beteiligung, wenn Sie so wollen, und da müssen alle Kräfte mitziehen. Ein Teil der politischen Führung hat das Problem ja scheint’s bereits begriffen, da sollten wir auch ansetzen – stellen Sie sich mal vor, diese Leute werden eines Tages eingebürgert, und dann sollen die wählen. Da kommt ja ein Chaos raus, wenn die bis dahin nicht kapiert haben, wie man in Deutschland ein demokratisches Parlament wählt, in dem ausschließlich verfassungstreue Parteien vertreten sind.

Oder zum Beispiel die religiöse Ausrichtung. Gerade jetzt sollte man diese Idee aufgreifen und überall Kreuze an die Wand hängen, denn da gehören sie auch hin in der Öffentlichkeit. Wenn da jeder plötzlich an Kopftuch in einer öffentlichen Dienststelle hinhängen würde, da wüsste man doch sofort: religiöse Indoktrination! Islamisierung! Aber denen zu vermitteln, dass unsere Politik die christlich-jüdische Identität als Dekoration der staatlichen Verwaltung verwendet, das ist doch eine ganz andere Richtung. Da sehen Sie zugleich den Kernbereich unserer Leitkultur und sehr schön, wie unsere Regierung die Religionsferne praktisch praktiziert, wie es im Grundgesetz gefordert wird. Wenn Sie das den Migranten vermitteln können, dann sollen die meinetwegen trotzdem ihren Islamunterricht bekommen. Also pro forma.

Wir müssen denen vermitteln, dass sich eine radikale Abschiebepraxis und die Achtung der Menschenwürde nicht ausschließen. Wir haben so viel Achtung vor uns selbst, weil wir als Deutsche dem Grundgesetz unterstehen, dass wir trotzdem alle abschieben können, denen wir das nicht auch zutrauen. Integration ist in diesem Staat für alle da, und wenn Sie trotzdem hinterher abgeschoben werden können, dann zeigt sich daran, dass wir die Verfassung sehr ernst nehmen.

Vor allem brauchen wir endlich ein Schulfach, in dem wir schon äußerlich demonstrieren können, dass es vollkommen egal ist, wo man herkommt, es kommt nur darauf an, dass man nicht zu uns gehört. Da machen wir überhaupt keinen Unterschied. Weil wir uns sonst hausgemachte Parallelgesellschaften züchten würden. Und das kann doch nun wirklich keiner wollen, oder?“





Stresemann

7 05 2018

„Oder irgendwas mit Leni Riefenstahl.“ „Nee, die kennt doch keine Sau mehr.“ „Da wäre ich mir nicht so sicher.“ „Jedenfalls könnte ein bisschen Kultur nicht schaden.“ „Wir reden hier aber schon von derselben Zielgruppe?“

„Bei Albert Speer denken die meisten wieder an einen TV-Dreiteiler.“ „Was soll man machen, Hitler hat seinen Stammplatz im Nachmittagsprogramm, den kriegen wir die nächsten tausend Jahre nicht mehr von der Backe.“ „Hm.“ „Schöne Scheiße.“ „Goebbels?“ „Ja, ist auch scheiße.“ „Nein, ich meine als Vorschlag.“ „Nee, den kennt doch jede Sau.“ „Man müsste halt irgendeine Persönlichkeit finden, die für die gute Sache steht und dann nicht zu viel negative Punkte in ihrer Biografie hat.“ „Also Luther?“ „Stimmt, das Reformationsjahr war echt ein Knaller.“ „Der soll ja noch wilder gewesen sein als seine Zeitgenossen.“ „Aber hier, Reformation.“ „Also irgendwas mit christlichem Abendland könnte man doch…“ „Das Dumme ist, dass sich jede Menge Christen heute noch auf ihn beziehen.“ „Das könnte problematisch werden.“

„Hat Goethe nicht mal irgendwas über den Islam gesagt?“ „Ja, aber es würde Ihnen nicht passen, das zu lesen.“ „Außerdem ist das doch wieder dieser linke Bildungsterror, den wir nicht unterstützen müssen.“ „Eine parteinahe Stiftung ist aber auch nicht gerade der Wunsch der Wähler.“ „Warum nicht?“ „Weil wir ihnen mal versprochen haben, dass wir mit dieser Tradition der Altparteien gründlich aufräumen werden.“ „Seit wann halten wir Wahlversprechen?“ „Und seit wann interessiert uns, was Wähler wollen.“ „Aber…“ „Wenn wir ein paar Millionen aus Steuermitteln abgreifen können, damit die Parteigenossen nicht immer wieder in die Privatinsolvenz gehen müssen, meinen Sie, dann kümmern wir uns noch um Politik?“

„Horst Wessel?“ „Bei Ihnen piept’s wohl!?“ „Das war kein Kriegsverbrecher.“ „Stimmt, dazu war er zu früh tot.“ „Das wäre es doch, wir müssten einen haben, der sich nicht mehr wehren kann.“ „Weil er schon tot ist?“ „Genau.“ „Michael Kühnen?“ „Nee, den will doch keine Sau mehr kennen.“ „Also wir können jetzt ja schlecht warten, bis Gauland endlich…“ „Warum denn nicht?“ „Am Ende kriegt er das noch mit, und dann haben wir wieder einen innerparteilichen Machtkampf.“ „Man könnte ihn doch als Vorsitzenden ruhigstellen, und dann warten wir so lange ab, bis er platt ist.“ „Und dann?“ „Dann können wir uns immer noch anders entscheiden.“

„Und wenn wir Steinbach direkt vorschlagen?“ „Also das würde ich persönlich übernehmen?“ „Wo wollen Sie das denn vorschlagen?“ „Nein, ich meinte, dafür sorgen, dass die Alte endlich tot ist.“ „Das ist doch nun auch keine Lösung.“ „Sie machen es doch nur für Geld.“ „Sie denn nicht?“ „Ab die macht es ja nicht mal fürs Geld.“ „Eben.“

„Mercedes wäre schon ganz nett.“ „Welche Mercedes?“ „Die mit den Autos.“ „Bitte, was!?“ „Wenn, dann käme für uns sowieso nur Volkswagen in Betracht.“ „Sie wollen doch die Partei nicht an einen Autokonzern verschleudern?“ „Sponsoring ist nicht illegal.“ „Aber das läuft doch bei denen auch anders herum.“ „Ich verstehe die Frage nicht.“ „Es ist doch nicht vernünftig, sich gleich von Anfang an mit einem Industrieunternehmen einzulassen.“ „Das haben wir damals auch nicht anders gemacht, wenn ich mich recht erinnere.“ „Damals?“ „Naja, als wir nach dem verlorenen Krieg… ach, egal.“

„Und wenn der Mossad uns nun finanziert?“ „Das mit der BRD GmbH, okay – aber dass wir Geld vom israelischen Geheimdienst kriegen, das möchte ich von denen selbst hören.“ „Dass wir vom Verfassungsschutz bezahlt werden, ist doch viel wahrscheinlicher.“ „Werden wir ja jetzt schon.“ „Wozu brauchen wir dann noch eine Stiftung?“ „Geldwäsche?“ „Kann man das nicht auch ohne?“ „Ohne Geldwäsche?“ „Ohne Stiftung.“ „Fragen Sie die Banken.“ „Dann kann ich ja gleich zum israelischen Geheimdienst gehen.“

„Immerhin besteht doch noch eine Möglichkeit, dass wir uns nach Stresemann benennen.“ „Was ja auch sinnvoll wäre.“ „Silberstreif am Horizont, oder was meinen Sie?“ „Nee, passt zu unserem Demokratieverständnis: unten abgeschnitten.“ „Na, da haben Sie aber einiges in den falschen Hals gekriegt.“

„Ich wäre ja für Lutz Bachmann.“ „Wir hatten uns doch darauf geeinigt: keine Zuhälter.“ „Aber eine gerade im Osten bekannte Figur, die unseren Wunsch nach Beleibtheit bei den Massen verkörpert und sich auch programmatisch einigermaßen gut in unsere Partei einfügt.“ „Das müsste den Nerv der Zeit treffen.“ „Gegen dieses Allparteienkartell der westlich versifften Scheindemokraten!“ „Also weg mit dem maroden Sozialstaat, aber durch die Hintertür her mit der Diktatur.“ „Und die Eliten können sonntags einen vom Volk erzählen.“ „Und einheitliche Kultur!“ „Jawoll, eine Gleichschaltung muss her!“ „Und wenn uns die anderen Parteien nicht mehr passen, schaffen wir sie einfach ab!“ „Endlich Revolution!“ „Hurra!“ „Sieg Heil!“ „Also, Kollegen: Karl-Marx-Stiftung für nationalen Widerstand. Na, wie klingt das?“





Drohende Gefahr

3 05 2018

„Vor allem weiß man beim neuen Polizeigesetz eins: wenn Sie dagegen sind, dann sollte man Sie so schnell wie möglich abknallen.

Natürlich gibt es da Ausnahmen. Aber generell werden Sie mit staatsgefährdenden Umtrieben, zum Beispiel mit demokratischem Gedankengut, von der bayerischen Polizei als gefährliche Person entsprechend behandelt und jetzt noch effektiver überwacht. Dazu brauchen wir jetzt einige zusätzliche Instrumente, die wir bisher nicht hatten, zum Beispiel die gute alte Handgranate. Sie kennen das vielleicht noch aus dem Terrorismus der Siebziger, da hat die RAF auch zurückgeschossen, und wir haben dazugelernt. Wenn man sich mit den Linken anlegt, dann muss der Staat durchgreifen.

Nehmen wir mal so eine Standardsituation, da hat so ein ungewaschenes Schwein Flugblätter in der Fußgängerzone verteilt, die zum Kampf gegen die christlich-jüdische Leitkultur aufruft, eventuell will so eine Missgeburt auch noch die Kirche verstaatlichen, am Ende ist es selbst ein Kardinal, die Übergänge im linken Spektrum sind heute ja fließend, wir rennen mit dem Schnellfeuergewehr rein, und dann wird dabei ein Kind traumatisiert. Die studiert zehn Jahre später garantiert Soziologie und gründet in Schwabing eine Terrorzelle. Wollen Sie das verantworten? Da reißt man die Tür auf, Handgranate rein, den Rest macht der Hausmeister.

Schon in Vietnam haben unsere amerikanischen Freunde gezeigt, wie man mit militärischen Mitteln Menschenleben rettet. Gut, es waren hauptsächlich amerikanische Menschenleben, wobei das mit dem Menschenleben immer so eine Sache ist. Man muss ja auch nicht alles, was hier wohnt, gleich als Menschen bezeichnen. Da muss man sich dann entscheiden, mache ich irgendwas mit Verfassung und linkem Gutmenschentum, oder werde ich in Bayern Polizist.

Sie brauchen mir jetzt gar nicht mit dem Grundgesetz zu kommen, wir haben das nicht unterschrieben. Überlegen Sie mal, warum nicht.

Oder der Begriff der drohenden Gefahr – was ist in den linken Medien, also alles außerhalb des Bayernkurier, was ist da für eine Hetze losgetreten worden gegen den Freistaat! Natürlich müssen wir gegen alle feindlichen Kräfte eine Drohkulisse aufbauen können, sonst würden wir denen ja nie gefährlich werden. Ist doch nicht so kompliziert, oder? Dass wir die dabei gewonnenen Erkenntnisse auch an Nachrichtendienste weitergeben, ist doch auch nicht neu. Wir sind schließlich nicht die geheime Staatspolizei. Wir sind überhaupt nicht geheim, wir tun dies ganz öffentlich und streng nach Gesetz.

Eine Polizei, die immer erst solange wartet, bis tatsächlich Straftaten begangen werden, die hat doch auch in der Bevölkerung keinen Rückhalt mehr. Die hat diesen Rückhalt ja auch gar nicht mehr verdient, wenn Sie mich fragen. Oder wie stellen Sie sich das vor, Sie wachen eines Morgens auf und sind tot – sollen wir das dann ungeschehen machen? Nein, wir müssen vorher zugreifen, am besten noch vor der Planung einer Straftat, dann ist es auch am einfachsten, einen Täter dingfest zu machen. Der hatte noch keine Zeit, Beweismittel zu vernichten, er kann keine Komplizen warnen, er hat sich möglicherweise schon radikalisiert, im Internet oder in einer öffentlichen Bibliothek oder wo man sonst diese juristischen Fachwerke herkriegt, mit denen man ständige die Staatsregierung angreift, also ein vollkommen unbeschriebenes Blatt, und der kann ihnen nicht beweisen, dass er unschuldig ist, weil er ja wegen einer nicht stattgefundenen oder nicht geplanten Straftat weder ein Alibi noch irgendwelche Belastungszeugen vorbringen kann.

Mir ist auch klar, dass das im Moment noch die Aufgabe des Staatsanwalts ist, aber das kann sich ja jederzeit ändern. Drohende Gefahr und so.

Bis jetzt mussten wir als Polizei ja immer für alles eine Erklärung haben. Hausdurchsuchung, mal ein Fahrzeug kontrollieren, einem Asylanten die Fresse eintreten, alles muss man erklären, konkret begründen, rechtfertigen. Da in Bayern die Polizei eh nie mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumläuft, ist das auf Dauer ganz schön lästig. Sie haben wirklich keine Lust mehr, jedes Mal zum Richter zu laufen und sich einen Wisch zu holen, um Deutschland zu schützen. Wir können jetzt einem Gefährder drohen, und dann stecken wir ihn in den Knast. Da kann er dann alle drei Monate überprüft werden, ob er seine drohende Unschuld auch beweisen kann. Also mit den Mitteln, die ihm im Knast zur Verfügung stehen. Das ist wirklich enorm praktisch, diese Regelung. Wir brauchen nicht mal mehr die Psychiatrie, wenn wir jemanden aus dem Verkehr ziehen wollen.

Alle wollen doch immer Leistung aus einer Hand, nicht wahr? Geheimdienst, Armee, Gericht und Strafvollzug und nebenbei auch noch die klassischen Polizeiaufgaben wie besorgte Bürger bei ihrer freien Meinungsäußerung gegen diese von den Kümmeltürken gekauften Kanzlerin schützen, das kommt den Steuerzahler ja wegen der Synergie auch gleich viel preiswerter, und wenn man jetzt in die Kalkulation noch reinrechnet, dass wir dazu ja nicht einmal eine Bürgerwehr brauchen, gegen die wir wegen einiger gesetzlicher Vorschriften ja leider auch wieder vorgehen müssten, dann ist das doch ein ganz passables Ergebnis. Und jetzt überlegen Sie mal, jeder regt sich maßlos auf über die vielen Rüstungsexporte. Deutschland liefert Waffen in alle Welt, wie schlimm! Und jetzt stärken wir damit die Binnenwirtschaft. Da sehen Sie mal, wie intelligent man in Bayern Wahlen gewinnt.“





Kreuz des Südens

1 05 2018

„Ja, ich kann’s Ihnen inhaltlich auch nicht erklären, aber wenn der Herr Ministerpräsident das so sagt, dann hat der Herr Ministerpräsident automatisch recht, weil der Herr Ministerpräsident hat das gesagt. Sagt der Herr Ministerpräsident.

Jetzt verstehen Sie mich halt auch mal, wir sind hier nicht der Vatikan, wir sind nur die Bayerische Staatskanzlei. Also auch ein Heiliger Stuhl, aber im Gegensatz zum Papst muss man hier nicht gewählt werden, und Fachkompetenz, gut, aber den Begriff legt man ja auch immer mal wieder anders aus. Der Herr Ministerpräsident ist jetzt Ministerpräsident, der bestimmt die Richtlinien der Politik im Freistaat Bayern, und sonst muss man da auch nicht mehr viel diskutieren. Sagt der Herr Ministerpräsident.

Zunächst mal, dieser Bischof, der auch noch Bischof heißt, der hat die ganze Sache gar nicht verstanden. Vielleicht kann man dem Herrn Ministerpräsidenten Symbolpolitik vorwerfen, aber diesmal haben wir halt wirklich mal mit einem sehr bedeutsamen Symbol Politik gemacht – der Herr Ministerpräsident hat sich mit dem Ding ja extra fotografieren lassen, und da wusste man sofort: das ist nur ein Symbol. Man kann ja nicht dasselbe Kreuz in jede Behörde hängen, das ist klar, und darum ist das auch symbolisch gemeint. Wenn das ein Bischof Bischof schon nicht kapiert, dann fragt man sich doch: was kapiert der denn sonst? Ist der bei der Kirche direkt eingestellt, oder haben die ihn nur wegen seines Namens geholt? Ein Weiharbeiter, oder wie soll man sich das vorstellen?

Überhaupt, dass der Herr Ministerpräsidenten das Kreuz genommen hat, ist doch schon ein Zeichen von äußerster Toleranz. Da sieht man mal, dass wir hier im Freistaat Bayern aufgeschlossen sind und sogar Minderheiten unterstützen. Das Kreuz ist nicht nur ein Zeichen für das Christentum, damit sind auch die Protestanten gemeint. Das hat der Herr Bischof Bischof natürlich nicht bedacht, aber so kennt man die Kirche halt. Alle paar Jahrhunderte irgendeine andere Meinung. Dass wir als Konservative solche linken Spinnereien nicht unterstützen, da hat der Herr Ministerpräsident ganz recht. Das wäre ja wohl auch noch schöner.

Natürlich meinen wir das in einem übertragenen kulturellen Sinne. Wenn wir dieses Symbol in allen Ämtern im Freistaat Bayern aufhängen, dann weiß ein jeder sofort, was der Herr Ministerpräsident damit gemeint hat. Nämlich, dass es ein wahres Kreuz ist, in diesem Land ein Amt aufzusuchen. Darauf kann man sich verlassen, nicht auf diese religionsfeindliche Hetze, die nur den Menschen in den Mittelpunkt seines Handels stellen will. Das muss man sich mal vorstellen, den Menschen! Die Menschen, das sind diese gefährliche Subjekte, die immerzu Straftaten begehen könnten oder linke Parteien wählen! Schauen Sie sich doch mal die Statistik an, hundert Prozent aller muslimischen Mörder sind Menschen! Das ist doch kein Zufall, und dass die Kirche dieses Bande auch noch deckt, das spricht doch Bände!

Die Menschenwürde an die erste Stelle rücken, das ist nicht die Aufgabe eines Ministerpräsidenten im Freistaat Bayern. Wir haben das Grundgesetz nicht zufällig bis heute nicht anerkannt, wir haben uns dafür entschieden, unsere eigenen Maßstäbe an die anzulegen, die unser Land gefährden. Das gilt auch für die Franken.

Im Übrigen hat der Herr Ministerpräsident das noch mal ganz deutlich gesagt, bei uns herrscht eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Das heißt für diesen Bischof Bischof, der soll sich gefälligst nicht in die theologischen Überlegungen der CSU einmischen. Der ist vielleicht für eine Diözese verantwortlich, aber der Herr Ministerpräsident ist verantwortlich für den ganzen Freistaat Bayern. Da lässt der sich doch nicht von so einem angestellten Pfaffen belehren, ich bitte Sie!

Haben Sie überhaupt mitgekriegt, wie sensibel der Herr Ministerpräsident auf diese Anfeindungen reagiert? Er hat gesagt, dass er es schade findet, wie über seinen Beschluss gestritten wird. Schade. So ein emotionales Wort, das kann man sich bei dem Herrn Ministerpräsidenten gar nicht vorstellen, dass er das benutzt. Dass wir nicht mehr vorbehaltlos zu unserer einzigen eigenen Religion stehen, wenn es überhaupt gar nicht um Religion geht, weil es ja ein staatliches Symbol ist. Da kommt so ein geistlich behindertes Arschloch und kritisiert den Herrn Ministerpräsidenten da, wo er nicht die Spur von Ahnung hat. In was für einem Staat leben wir hier eigentlich?

Wirklich, dass die Kirche einen Kreuzzug gegen den Herrn Ministerpräsidenten fährt, das ist doch empörend. Und dass diese Typen das Kreuz auf eine einzige Bedeutung reduzieren, die noch nicht einmal etwas mit der bayerischen Identität und Leitkultur zu tun hat, das ist doch der eigentliche Skandal. Darüber spricht mal wieder niemand, und da ist es doch wirklich verständlich, wenn der Herr Ministerpräsident diesen billigen Populismus nicht mehr tolerieren will. Was kommt denn als nächstes, Weihnachten nur noch für Erzbischöfe?

Was hat der gesagt, dass das eine Provokation ist, für jeden Christen, für die Kirche und für den Staat, der sich auf dieses Zeichen beziehen will? Und dass man dafür man alle einbeziehen muss, Christen, Muslime, Juden und Ungläubige? Wer hat das gesagt, der Marx!?

Das christliche Abendland geht in Bayern unter, und wer ist schuld? Eine linke Drecksau!“





Seit an Seit

25 04 2018

„Dann haben wir ein Seminar unter saudischer Leitung, es geht um Antisemitismusförderung, und die anschließende Diskussion wird von einem echten Bundestagsabgeordneten moderiert. Wie Sie sehen, ist die Kooperation lebendig und produktiv. Ich würde sie sogar staatstragend nennen, wenn Sie wissen, was ich meine.

Das wurde doch in der Presse immer wieder geschrieben, dass wir Nationalsozialisten und diese Islamisten im Grunde zwei Seiten einer Medaille sind. Stimmt. Aber das ist wie bei anderen großen Koalitionen auch, man bekriegt sich ein bisschen für die Öffentlichkeit, man greift sich an und baut sich aus dem anderen ein Feindbild, aber intern sind die organisatorischen Verflechtungen viel größer als angenommen. Wir haben festgestellt, dass wir gut zusammenpassen, und wir haben beschlossen, dass wir aneinander wachsen.

Dabei ist das gar nicht als Gefangenenaustausch zu verstehen, wir haben ja dieselbe Ideologie: für irgendeine Wahnidee, die man einem geistig schwer zurückgebliebenen Fußvolk unterjubeln kann, die Weltherrschaft anstreben und alle, die man als Schädlinge ansieht, systematisch auslöschen. Das hat in der Geschichte nicht immer geklappt, und das hatte auch technische Gründe. An mangelnder Akzeptanz für die Ideologie hat es schon mal nicht gelegen, mit Menschenverachtung haben sich ganz andere Staaten und Systeme arrangiert. Wenn man seine Wirtschaft nicht dafür aufs Spiel setzen muss, wozu will man dann Freiheit, die anderen dient?

Beispiel Bombenbau. Wir können durch das Nutzen bereichsübergreifender Synergieeffekte eine viel effektivere Destabilisierung der westlichen Demokratien erreichen. Von einer derartigen Wirkmacht hätten die Linksterroristen der Siebziger geträumt, glauben Sie mir. Gut, die haben sich auch von den Palästinensern ausbilden lassen, aber das Konzept Stadtguerilla hatte eben auch zu wenig Öffentlichkeitsarbeit. Erinnern Sie sich an eine linksradikale Veranstaltung, die unter Polizeischutz den Tod von Helmut Schmidt gefördert hätte?

Wichtig ist ja, dass wir nicht die technischen Mittel kopieren. Wenn einer unserer Kameraden mit dem Lieferwagen in eine Gruppe Asylbetrüger fährt, dann ist das natürlich kontraproduktiv. Es geht eher um Logistik, um die Kooperation mit den Behörden im Vorfeld des Anschlags – Sie wissen, der Verfassungsschutz ist so gut konstruiert, da weiß die eine Abteilung nicht, was die anderen tun, und wenn Sie da mit einem gemeinsamen Team die Einsätze planen, bekommen Sie Unterstützung von allen Seiten. Das bedeutet nicht nur finanzielle Sicherheit. Damit haben wir erheblich mehr Schlagkraft. Dagegen war der NSU ein Witz.

Übrigens, Feindbild – natürlich braucht man ein Feindbild, zum Beispiel für die Rekrutierung. Das werden Sie in Parteien finden, in Sekten, überall. Je größer die Idee, desto größer müssen die Feinde sein. Dass man sich dann mit ihnen verbündet, um den Rest der Welt zu zerstören, müssen Sie nicht mehr mit Logik erklären. Wenn Sie anfangen, Ihre Ideologie mit Argumenten zu verteidigen, haben Sie sowieso schon versagt. Wir bauen ein Feindbild auf, und im Gegenzug verhalten wir uns so, dass wir auch für die anderen zum Feindbild taugen. Es geht ja um das gemeinsame Narrativ, die Apokalypse. Wenn das Ihre Anhänger fressen, sind Sie auf einem guten Weg.

Sie dürfen die internationalen Verbindungen aber nicht überbewerten. Wenn Sie den Nachwuchs nach Ungarn schicken, lernen die vielleicht ein wenig Landessprache oder können sich vorstellen, wie es 1936 in Deutschland gewesen sein muss. Bei den Identitären lernen Sie etwas über Inkontinenz. Vielleicht haben die auch noch ein paar antiquierte Vorstellungen über Selbstmordattentate, die sie zum besten geben. Aber sonst bringt Ihnen so eine internationale Verflechtung von Kameraden mit derselben Ideologie doch nicht viel. Höchstens noch für die Freizeitgestaltung. Unsere arabischen Kollegen trinken ja nichts.

Viel wichtiger sind uns die Kanäle nach drinnen. Also in die aktuellen Regierungsapparate. Bei manchen haben wir schon mehr erreicht, bei manchen müssen wir in der Opposition warten, aber das ist nicht der Punkt. Es geht um den Aufbau der notwendigen Strukturen. Unsere islamistischen Kollegen profitieren eher von der Zusammenarbeit mit den regierenden Sicherheitsbehörden, aber das muss nichts heißen. Der Regierung ist klar, dass wir gekommen sind, um zu bleiben, und je mehr sie jetzt an Überwachungs- und Repressionsapparat aufbaut, um dem Islamismus zu stoppen, desto weniger müssen wir dann später noch nacharbeiten. Wir sehen das als Investition in die Zukunft. Wir bringen da gerne gemeinsame Opfer. Es müssen ja nicht zwingend Leute aus den eigenen Reihen sein.

Wie gesagt, Antisemitismusförderung. Die bösen Flüchtlinge haben wir jetzt zum Staatsfeind aufgeblasen, da können wir in deren Windschatten ganz bequem Anschläge auf Synagogen vorbereiten und unser nationales Notwehrprogramm weiter ausarbeiten. Demnächst sind Landtagswahlen in Bayern, da haben die Linken wieder genug Plakate, die man entfernen kann. Oder Kandidaten. Ach ja, und demnächst ist wieder einer aus unserer Fraktion in Syrien. Kommen Sie mit?“