Eigenbedarf

26 06 2017

„Keine Panzer diesmal? Dann kann es sich zwar dennoch um deutsche Patrioten gehandelt haben, aber wir müssen nicht unbedingt von einer Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgehen. Das ist ein guter Tag für die Sicherheit in Thüringen.

Wir haben so ermittelt, wie wir immer ermitteln in ähnlich gelagerten Fällen, also erstmal gar nicht, dann haben wir legale Waffen gefunden, und das ist ja erstmal auch noch kein Anlass zu Ermittlungen. Weil diese Leute ja Rechtsradikale sind, aber uns schien kein dringender Tatverdacht vorzuliegen. Die rufen zwar zu einem bewaffneten Umsturz auf, haben aber legale Waffen angemeldet. Da ist doch klar, die werden keine legalen Waffen einsetzen, sonst hätten sie nicht zu einem Umsturz aufgerufen – Sie müssen die nicht für blöd halten, nur weil es Nazis sind – und deshalb haben wir die auch nicht kontrolliert. Außerdem sind sie mit ausländischen Nazis in Kontakt, daher handelt es sich nicht um Reichsbürger, und wir mussten nicht annehmen, dass eventuelle Umsturzpläne mit Waffen ernst gemeint sein könnten.

Klassischer Zufallsfund. Wir haben einen neuen Kollegen, der kennt sich mit den Methoden nicht aus und hat trotzdem ermittelt. Da konnten wir das mit der GSG 9 nicht mehr verhindern. Aber ich glaube nicht, dass es zu einer Anklage kommt. Die sind alle noch nicht als Terroristen in Erscheinung getreten, keiner von denen hat Banken ausgeraubt – bei einer Bank, die andere ausraubt, arbeitet meines Wissen auch keiner – da können wir nur mit zur Bewährung ausgesetzten Strafen rechnen. Wenn Sie sich die Funde mal ansehen, ein paar Lang- und ein paar Kurzwaffen, Waffenteile, das würde ich bei international operierenden Terroristen nicht als sehr erheblich bezeichnen wollen, wenn die einen guten Richter haben, dann geht das als Eigenbedarf und in typischen Kleinmengen durch, das wird nicht groß verfolgt. Internationale Aktionen können Sie damit jedenfalls ausschließen.

Dafür brauchen Sie Beweise. Natürlich kann man mit einzelnen illegalen Waffen auch Banken ausrauben und sich dann von dem Geld wieder neue illegale Waffen besorgen. Oder gleich legale Waffen kaufen. Aber das ist das Gute am Rechtsstaat, wir können uns nicht einfach irgendwelche Straftaten ausdenken und dann so tun, als wären die eine Grundlage, um unsere Bürger möglichst umfassend zu überwachen. Nein, das haben Sie völlig falsch verstanden. Das ist als Patentlösung nur zugelassen bei nachgewiesenem Behördenversagen. Und das verbitte ich mir hier ganz entschieden.

Die wollten an den Waffen auch ausbilden, habe ich mir sagen lassen. Da muss man schon fragen, sind hier für die jungen Leute im Osten etwa die Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung durch Behördenarbeit zerstört worden? Das geht nämlich nicht, das Monopol darauf hat die Bundesagentur für Arbeit. Dass hier ein gewisser Wille zur aktiven Umgestaltung des politischen Systems sichtbar ist, mag man nicht verleugnen, aber das heißt ja nicht gleich, dass das ein Alleinstellungsmerkmal von Rechtsradikalen wäre. Wenn ich mir die Pläne der Bolschewisten zur Einführung der Reichensteuer so ansehe, sind hier auch bald Blauhelme im Einsatz.

Wenn man bei dieser Leuten Anleitungen zum Bombenbauen gefunden haben sollte, dann ist das auch nicht weiter schlimm. Das fällt auch eher unter Eigenbedarf, oder glauben Sie echt, dass die das für Geld verkauft haben? Viel zu auffällig. Wir müssen denen ja nicht auch noch die Urheberschaft daran nachweisen, das kriegt man doch im Internet – sogar in Thüringen, aber das weiß eine Spezialistin in unserer Abteilung besser – und dann können wir die Anklage fallen lassen, wenn es keine konkreten Anschlagspläne gab.

Gerade wir hier in Thüringen haben doch die meiste Erfahrung mit alternativen Demokraten, da müssen wir für künftige Entwicklungen besonders sensibel sein. Beschweren Sie sich nicht, wenn in absehbarer Zeit ein Dienstwagen bei Ihnen brennt, das ist eben so bei den Radikalen. Die meisten sind auch nur wegen Neid und, sagen wir mal: weil sie aus historischen Gründen, oder was man in der Schule, da passt man eben nicht immer auf, aber das kann man nicht der Gesellschaft, die sich ja, wie ich finde, aber das würde hier zu weit führen. Meine Meinung. Man muss diese Motive nicht gutheißen, aber mit etwas Verständnis kommen wir einander schon ein Stück weit näher.

Verwechseln Sie hier bitte diese Dinge nicht mit den Propagandaverbrechen. Wenn Sie einem, sagen wir mal, syrischen Frauenschänder seinen Ferrari von der staatlich garantierten Kulturbereichererhilfe finanzieren, damit er jeden Tag die hundert Meter bis zur nächsten Großmoschee fahren kann, dann ist das Demokratie, und wenn Sie dem volksdeutschen Facharbeiter, der trotz seiner Berufsausbildung und ausreichendem Engagement für eine Entwicklung des… –

Cannabis? warum haben Sie das nicht gleich gesagt? Dieses Dreckspack gehört doch ins Lager!“





Demokratisierungshelfer

24 05 2017

„Also kriegt man die nicht ab Werk?“ „Haben wir denn da Herstellerhaftung?“ „Die Musels packen das doch sowieso nicht.“ „Wäre aber preiswerter.“ „Je mehr es die Steuerzahler kostet, desto mehr sind die empört!“ „Das kostet doch nichts.“ „Das ist ja das Empörende!“

„Deutschland schafft sich ab!“ „Immer mehr Flüchtlinge…“ „… den Deutschen!“ „… integrieren sich und finden…“ „Sieg Heil!“ „… Arbeit.“ „Krieg geil!“ „Das sind apokalyptische Zustände! Wenn man davon ausgeht, dass wir bis ’39 ein völkisches Interesse daran bekunden konnten, die Polacken aus dem Reich zu bomben, dann können wir diese Zustände nicht dulden!“ „Am Ende ist das noch, und die wollen alle Deutsche werden!“ „Das können die vergessen, zu viele Neger!“ „Sind denn die Polen nicht alle rot?“ „Poggenburg!“ „Ja, ich mein doch bloß.“ „Wir müssen wieder viel mehr den Brennpunkt…“ „Das ist wieder Aufforderung zu Straftaten.“ „Dann sollte man vielleicht eher die sozialverträgliche Schnellentfernung von Heimen für volksfremde Parasitärexistenzen fordern?“ „Ja, das klingt verfassungskonform.“ „Nein, jetzt hören Sie mir doch mal zu!“ „Zensur!“ „Lügenpresse! Lügenpresse!“ „Was habt Ihr denn geraucht, der gehört doch zur Partei?“ „Egal, der hat eine eigene Meinung! Lügenpresse! Lügenpresse!“

„Wenn jetzt die USA sich für eine etwa andere Konstellation einkaufen…“ „Heißt das nicht, die engagieren sich für Friedensverhandlungen?“ „Guter Witz!“ „Jedenfalls sieht das ganz einfach aus.“ „Die Flossen auf eine Nachttischlampe legen und mich fotografieren lassen, das kriege ich auch noch hin.“ „Aber wenn der einen Deal mit den Islamikern macht, ist der Islam nicht politisch tot?“ „Warum machen wir dann keinen Deal mit den Islamikern?“ „Weil wir dann politisch tot wären.“ „Sind wir doch jetzt schon.“ „Das kann man so nicht sagen.“ „Das ist doch schon wieder typisch Lügenpresse!“

„Unser Problem ist doch, dass die Menschen sich nicht mehr für die wirklichen Probleme interessieren.“ „Also für die drängend Probleme wie Bildung, Infrastruktur und…“ „Unsere Probleme.“ „Ist denn Bildung unser Problem?“ „Ja, aber nicht so.“ „Unser Problem ist, dass das nicht unser Problem ist.“ „Deshalb interessieren sich die Menschen auch nicht dafür.“ „Alles Volksverräter! Lügenpresse!“ „Und unser Problem ist dann was?“ „Dass sich die Leute nicht für unsere Probleme interessieren.“ „Dabei haben wir doch aber welche!“ „Das interessiert nur die Leute nicht.“ „Und wenn wir unsere Probleme zu den Problemen der Leute machen?“ „Ja, wir könnten sagen, dass wir mehr Geld brauchen.“ „Poggenburg!“ „Ich hab nichts gesagt.“ „Genau das ist doch das Problem.“

„Wir bräuchten zum Beispiel mehr Polizei.“ „Also bei dem, was wir vorhaben, kann ich mir eher weniger Polizei vorstellen.“ „Das ist doch jetzt schon ein Problem.“ „Es wird überall eingebrochen, und was macht die Polizei?“ „Die haben doch neulich erst so eine Bande ausgehoben.“ „Das waren aber alles Ausländer!“ „Abschieben! alle abschieben!“ „Die waren doch schon im Ausland.“ „Dann eben noch mal abschieben!“ „Lügenpresse!“ „Können wir denn jetzt behaupten, dass die Polizei nichts tut?“ „Das Problem ist doch eher, dass die Polizei mit diesen fremdländischen Tätern aufräumt und uns die Themen für den Wahlkampf stiehlt.“ „Dann bräuchten wir weniger Polizei?“ „Und wo kriegen wir die her?“ „Mann, denken Sie doch mal nach!“ „’tschuldigung.“

„Der Bedarf an Demokratisierungshelfern ist ungebrochen.“ „Was!?“ „Demokratisierungshelfer. Sie nennen die nur nicht so.“ „Wer soll das denn bitte sein?“ „Lügenpresse!“ „Das sind fremdvölkische Kostgänger, die die derzeitige kommunistische Regierung ins Land holt.“ „Also alle abschieben?“ „Nee, er will doch noch mehr von denen, oder?“ „Volksverräter! Volksverräter!“ „Wieso Demokratisierungshelfer?“ „Je mehr von denen ins Land kommen, desto mehr werden wir gewählt.“ „Wir soll das denn funktionieren?“ „Ohne die wären wir schon vor zwei Jahren nicht mehr da.“ „Und das würde der Demokratie dienen.“ „Nein, die dienen der Demokratisierung, weil wir die Partei sind, die die Demokrate bringt.“ „Das habe ich jetzt nicht verstanden.“ „Lügenpresse!“ „Jetzt hören Sie doch mal mit diesem dämlichen Gebrüll auf!“ „Volksverräter!“ „Das liegt alles an diesen Altparteien, die machen einen linkslinken Wahlkampf, und das ist unfair!“ „Die bieten Lösungen an!“ „Könnten wir mit unseren Problemen nicht mal bei denen…“ „Poggenburg!“ „War nur so eine Idee.“ „Wir könnten auch die Regierung übernehmen, dann bombardieren wir irgendwas, und dann kommen Flüchtlingen, dann haben wir wieder ein Thema für den Wahlkampf, und dann werden wir in den Bundestag…“ „Haben Sie das jetzt genau durchdacht?“ „Müsste klappen.“ „Also mir leuchtet das ein.“ „Okay, dann machen wir das so. Hauptsache, es sieht demokratisch aus.“





Alternative Wahrheit

24 01 2017

„… darüber befinden wolle, ob der Thüringer Landeschef aus der AfD ausgeschlossen werde. Vorerst habe die Parteispitze nur beraten, einen Antrag auf Missbilligung des…“

„… angeregt habe, die Dresdner Rede aus Gründen der Beweissicherung noch einmal zu hören. Poggenburg wolle dazu für einen Tag das Berliner Olympiastadion…“

„… sich nicht dazu äußern wolle. Die von den Rothschilds finanzierten Terrorbomber, die im Auftrag des islamistischen Kapitals Dresden bei Tiefflügen unterhalb der Erdoberfläche zerstört hätten, seien nur von Linksfaschisten…“

„… dass zunächst nur eine Maßregelung des Parteimitglieds geplant sei. Der Landesverband berate, Höcke zu untersagen, Filmaufnahmen seiner Auftritte vor Rechtsterroristen ohne Passwortschutz ins Internet zu…“

„… jemanden wie ihn niemals als Nachbarn haben wolle, da er die deutsche Ehre mit dem Kot der Wehleidigkeit beschmutze und Verantwortung für sein schändliches Tun von sich weise. Im Gegensatz zu Friedman sei ihm Höcke jedoch…“

„… Poggenburg eine einfache Entschuldigung nicht akzeptiere. Da Höcke von der Öffentlichkeit inzwischen behandelt werde wie ein blutsmäßig nicht mit der Gesetzgebung des Deutschen Reiches zu vereinbarendes Schadelement, müsse die Partei ihm als Ausgleich zur erlittenen Schmähung eine Führerrolle im…“

„… spreche Meuthen sich für Höckes Verbleib in der Partei aus. Er selbst habe mit Antisemiten und Holocaustleugnern stets sehr gute Erfahrungen gemacht und empfehle den…“

„… schlage Gauland vor, stattdessen Petry, von Storch, Muhsal, Weidel, Pretzell und Pazderski aus der Partei zu schmeißen, da alle diese zusammen mindestens so rechtsradikal seien wie…“

„… dass eine Amtsenthebung zu schweren Verwerfungen führen könne. Andererseits könne auch nach einem Übertritt Höckes zur NPD auf die langjährige politische Freundschaft zwischen…“

„… keine Gefahr ausgehe. Sarrazin habe errechnet, dass bei der zu erwartenden Vermehrung des thüringischen Ausbreitungstyps Deutschland erst in 40 Milliarden Jahren mit Nationalsozialisten durchsetzt sei, was durch die vorher einsetzende Islamisierung jedoch kaum als realistisches…“

„… warne Meuthen vor dem Parteiausschluss, da dann die Proportionen der AfD-Flügel nicht mehr stimmen würden. Die Alternative wäre dann ein linksradikal und vegan-gegenderter…“

„… dass die AfD nach Höckes Dresdner Rede keine judenfeindliche Wahlwerbung mehr machen könne, da jede antisemitische Äußerung sofort ungerechtfertigt mit der judenfeindlichen Rede in Verbindung…“

„… habe 2015 aus der AfD entfernen lassen wollen. Petry sei damals gegen Lucke angetreten, um die Umwandlung der Partei in eine völkisch-nationale Rechte zu…“

„… in Deutschland für mehr multikulturelle Teilhabe sorgen könne. Mit Höckes Integration in den rechten Rand des rechten Flügels seien ab sofort nicht nur Flüchtlingsheime, sondern auch Synagogen, jüdische Friedhöfe oder…“

„… eine erste Abstimmung eindeutig gegen den Verbleib Höckes in der AfD ausgefallen sei. Die Bundesspitze der Partei habe dies jedoch nicht als Handlungsauftrag gesehen, da sie laut Parteisatzung sich nur in einer Opferrolle befinden könne, wenn sie nichts…“

„… die Meinungspluralität innerhalb der Partei zumindest solange gewahrt werden müsse, bis man sie in der völkischen Gesellschaft abschaffen könne. Die AfD dürfe nicht aus den Grenzen der linksgrünen Demokratiesimulation…“

„… sei ein eindeutiges Votum innerhalb der Parteispitze geeignet, Misstrauen beim Wähler zu erzeugen, da man Geschlossenheit als typischen Systemfehler der Altparteien und ihrer…“

„… man Höckes Meinung auch als alternative Wahrheit bezeichnen könne, die noch nicht mit der Faktenlage in der deutschen…“

„… man die erinnerungspolitische 180-Grad-Wende der Identitären nicht im Widerspruch stehe zu Petrys Entwurf einer geistig-moralischen…“

„… dass eine neuerliche Spaltung der Partei vermieden werden müsse. Es sei aus wahltaktischen Erwägungen nicht mehr möglich, die Zerstörung der Demokratie und ihre Ersetzung durch einen Führerstaat zu fordern, wenn die Konkurrenz die Einrichtung eines Führerstaates nach der Zerstörung der…“

„… sich die meisten Mitglieder, einschließlich Poggenburg, Meuthen, Gedeon, Gauland, Petry und Pretzell, für den Verbleib in der AfD ausgesprochen hätten, da sie laufende finanzielle Verpflichtungen, teilweise auch laufende strafrechtliche…“

„… aber nicht die ganze Partei umzubenennen. Höcke sei auch mit der Bezeichnung Junge Alternative zur Wahrheit nicht einverstanden, er führe dazu antisemantische Gründe ins…“

„… die Übernahme durch die NPD auf einem Vereinigungsparteitag in Dresden plane. Höcke sei zur Selbstkritik aufgefordert worden und müsse bis zur Entscheidung weiterhin auf Teneriffa unter den Krimigranten des…“

„… habe Kubitschek im Fall eines Ausschlusses angedroht, feindliche Altmitglieder durch seine identitäre Sturmabteilung zu…“

„… der Bundesvorstand sich zu einer scharfen Ermahnung durchgerungen habe. Höcke dürfe ab sofort nicht mehr ohne vorherigen Antrag den Holocaust leugnen, die Verpestung des deutschen Blutes durch Zionisten behaupten, den Islam als Religion bezeichnen oder das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vollinhaltlich…“





Sempf

7 11 2016

„Brandsätze haben Sie selber? Ich frage nur, falls die Bundespolizei Sie eventuell unterstützen muss. Wir haben uns so lange diese unqualifizierte Kritik von außen angehört, wenn wir hier in Bautzen mal etwas richtig machen können, und das ist ja bisher so gut wie nie der Fall gewesen, dann machen wir das mit der rechten Härte des brutalsten Staates. Nee, das war auch wieder nicht korrekt, oder?

Ich nehme das hier nur auf, wir haben ganz neutrale Formulare, und da können Sie dann Ihr politisches Anliegen formulieren und eventuell eine Kundgebung anmelden. Haben Sie sich denn schon entschieden, wofür Sie demonstrieren wollen? Ja, das ist jetzt schwierig – Juden gibt es in Bautzen in nicht ausreichender Menge, da würde ich schon eine Minderheitenmeinung annehmen, und die Feinde der völkischen Rasse ins Gas schicken, das klingt geistig behindert, Frauke Petry sagt das auch immer, und die ist da ja eine anerkannte Expertin, und das mit der völkischen Rasse hieße auch, dass die Nationalsozialisten, also Sie, und das mit der geistigen Behinderung, na egal, aber lassen Sie sich mit dem Formular gerne helfen. Das mit dem Lesen ist ja nicht so verbreitet in Ihrer Familie.

Ausländer ausrotten, wie stellen Sie sich das vor? Dass Sie Robaszkiewicz heißen, ist eine Art Grund, aber keine Entschuldigung. Das kriegen Sie außerdem beim Verwaltungsgericht nie durch, das kann ich Ihnen schon mal verraten. Und wie wollen Sie das praktisch machen? Grundgesetzkonform kriegt man das nicht hin, da bin ich jedenfalls schon mal skeptisch. Und im Eifer des Gefechts mobile Genickschussanlagen aufbauen, mein lieber Freund: das funktioniert vielleicht auf dem Parteitag, wenn die Storch oder die Höcke sich den Dreck aus dem Hirn rotzen, aber mit Polizeigenehmigung? Wir sind hier zwar in Sachsen, aber ohne ordentliche Einzelfallprüfung kriegen Sie das nicht durch. Bedenken Sie, wir leben hier in einem Rechtsstaat!

Also die fremdrassigen Mitbürger haben Sie durch ihre reine Anwesenheit in Ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Herrenrasse gestört. Ja, habe ich. Und wie genau ist das dann eskaliert? die Ausländer waren plötzlich noch ausländischer? Wie hat sich das denn im Einzelfall geäußert? Nach dem Ziehen der Schusswaffen haben sie sich nicht einem Kampf Mann gegen Mann gestellt, sondern vorsichtshalber haben sie die Flucht ergriffen? Das ist doch ein bisschen dünn. Vierzig zu eins? Und es waren – bitte keine obszönen Ausdrücke, es waren jedenfalls weibliche Personen, wie ich Ihren Worten entnehme – also nur Frauen, und Sie waren eindeutig in der Überzahl, dann ist das klar. Da kann ja ein Kampf Mann gegen Mann gar nicht stattfinden.

Ich weiß es nicht, mit Rechtsradikalismus kenne ich mich überhaupt nicht aus. Ich habe da zwar eine Menge sehr guter Freunde, wer das im Einzelnen ist, das tut hier auch gar nichts zur Sache, aber ich habe eben wirklich null Ahnung. Und da muss die Verwaltung den Willen des Volkes unterstützen, oder jedenfalls der Teile, die sich dafür halten.

Wurden denn Mitglieder Ihrer Initiative von der Polizei nach dem letzten Einsatz verhaftet? Na ein Glück, das wäre auch noch schöner gewesen. Der Justizvollzug ist gnadenlos, da reichen heutzutage ein bis drei Vorstrafen, eine Bewährungsfrist, und schon darf man seine nationale Identität, und das ist noch nicht einmal ein anerkanntes Mordmotiv. Da müsste die Bundespolitik mal was ändern, aber die hören ja immer nur auf die Linkspopulisten.

Haben Sie denn schon eine Route? Ich würde Ihnen vom Kornmarkt, da trifft sich ja ständig der ganze Abschaum, und die Asylanten sind auch da, Sie sollten dann immer nach Osten marschieren, ein paar legale Schusswaffen – haben Sie nicht? ich sagte doch, die Bundespolizei unterstützt Sie gerne – und dann immer in Richtung Friedhof. Das würde die ergebnisoffene Auseinandersetzung mit den Fremdrassigen enorm erleichtern, jedenfalls müsste der kommunale Entsorgungsdienst dann nicht die Reste durch die halbe Stadt karren. Denken Sie mal im Sinne der Allgemeinheit, falls Ihnen das keinen Hirntumor verursacht. Sie tun etwas für Ihr Volk. Für jemanden, der außer Dosenbier, Gonorrhoe und Reichskriegsflagge wenig Abendland mitgekriegt hat, wäre das mal ein patriotischer Akt.

Wir müssen eindeutig die Demonstration gegen etwaige undemokratische Proteste absichern. Das heißt für unsere Verwaltung im Umkehrschluss, dass wir jeglichen Protest als demokratiefeindliche Aktion behandeln, auch dann, wenn er von unserem Bürgermeister kommen sollte. Gut, das war jetzt rhetorisch konstruiert, der redet lieber direkt mit den Feinden der Demokratie, er mag es halt lieber, wenn man ihm nicht zuhört, dann muss er auch nicht so tun, als könnte er das bei anderen, aber im Ganzen ist er auch lieber auf der Seite der Feinde der Feinde der Demokratie. Passen Sie also sehr gut auf, was Sie in Ihr Formular schreiben.

Sie können auch Polizeikräfte anfordern, ja. Die stehen dann voll und ganz zu Ihrer Verfügung. Aber wir müssten das eben vorher wissen, weil Polizei in Bautzen immer nur da ist, wenn man vorher weiß, wo spontane Zusammenrottungen entstehen. Es kann auch sein, dass sich da ein paar demokratische Chaoten hinstellen, denen wollen wir natürlich auf keinen Fall das Feld überlassen, und wenn die sich nicht an Ihre Vorstellungen des vorher schriftlich niedergelegten Demonstrationszwecks halten, muss man die mit polizeilichen Mitteln daran erinnern, dass wir hier das Grundgesetz durchsetzen. Wissen Sie, das ist überhaupt unsere politische Linie: wir reden ja grundsätzlich mit jedem, aber noch lange nicht mit allen.“





Gulaschsuppe

6 10 2016

„Was soll das ewige Gemecker, Sie haben es doch immer gewusst. Oder wer hat hier ständig große Reden geschwungen von wegen Umvolkung? Jetzt haben Sie den Beweis. Wir schmeißen Sie raus. Sie und alle anderen Naziarschlöcher.

Machen Sie keine Sperenzchen, Sie sind mehr als zehnmal bei PEGIDA mitgelaufen, im Betrieb haben Sie den nigerianischen Kollegen angespuckt, und dann haben wir hier Berichte, dass Sie sich als Reichsbürger bezeichnen, also: Nazi. Punkt, aus, Ende. Ja klar, wenn Sie die Macht ergriffen haben, dann räumen Sie mich beiseite. Alles notiert. Sie sind ja auch kein Rassist, Sie können nur die Neger nicht mehr sehen, korrekt?

Ungarn. Wir haben uns da ein vernünftiges Agreement mit denen ausgedacht, einen bilateralen Vertrag. Für jeden deutschen Nazi einen anständigen Kriegsflüchtling, und das wird Sie ganz besonders freuen: wir legen gar nicht so viel Wert darauf, dass es unbedingt so viele Flüchtlinge werden. Die Hauptsache ist, wir kriegen so viel wie möglich Arschlöcher wie Sie aus dem Land raus. Abschiebung geht vor, war das nicht immer Ihre politische Überzeugung? Und Sie können ganz beruhigt sein, wir tun es aus Liebe zu unserer deutschen Heimat. Machen Sie sich vom Acker, unser Vaterland wird davon nachhaltig gestärkt.

Nein, das haben Sie falsch verstanden. Arbeit haben die nicht. Sie sind als Stimmvieh vorgesehen. Wenn dieser Diktator, der Freund vom Seehofer, mal wieder ein Referendum inszeniert, dann braucht er zuverlässige Abnicker. Auf Dauer ist das rhetorisch zu anstrengend, immer eine Abstimmung zu organisieren und danach dem Volk zu erklären, warum man das Gegenteil in die Verfassung rein schreibt. Sie dürfen den Mann intellektuell nicht überschätzen. Der ist ja nicht umsonst mit Seehofer befreundet.

Arbeiten können Sie auch, ja. Das hängt immer davon ab, ob Sie etwas finden. Die Kenntnis der ungarischen Sprache setzen wir bei Ihnen voraus, das tun die ungarischen Behörden nämlich auch. Sie werden sicher Verständnis dafür haben, dass wir eine gelungene Integration ausschließlich als Folge Ihrer eigenen Bemühungen betrachten. Sie müssen also schon ein bisschen Ungarisch lernen, damit Sie die Aufnahmeformulare für den Ungarischkurs verstehen. Das ist ja ganz in Ihrem Sinne, oder?

Man wird Ihnen da entgegenkommen. Die Abstimmung wird beispielsweise recht einfach sein, die Zettel wird man Ihnen einmal erklären, und dann sollten Sie es für Ihre weitere Tätigkeit auch gelernt haben. Im Zweifel kreuzen Sie immer da an, wo Sie zustimmen können. Das entscheidet auch über Ihre persönlichen Verhältnisse, Sie wollen es sich doch bestimmt nicht mit Ihren Gastgebern verderben. Stellen Sie sich mal vor, irgendwann wären Ihre ganzen Integrationsbemühungen nicht mehr gültig, weil Sie sich verwählt haben. Wollen Sie das riskieren?

Die machen das ganz einfach, damit es solche Vollidioten wie Sie hinkriegen. Die Wahlzettel kann man mit Ja oder Nein ankreuzen, und wenn man beides ankreuzt, gilt automatisch Ja. Oder wenn man Nein ankreuzt, und das Kreuz ist zu klein oder zu groß, dann gilt es auch als Ja. Es sei denn, es geht genau bis zum Rand, dann nimmt man an, dass Sie zu blöd waren oder sich absichtlich verwählt haben, in dem Fall: viel Spaß mit den Folgen.

Haben Sie Schmerzen? oder wollen Sie welche? Wohnungen? Sie werden behandelt wie alle anderen Einwanderer auch. Gut, Sie bekommen eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis, schließlich sind Sie EU-Bürger, aber das war’s dann auch schon. Wenn andere unter der Brücke schlafen, werden Sie das ja wohl auch hinkriegen. Als Berufsdemonstrant haben Sie genügend Erfahrung, wie das ist, sich auf der Straße aufzuhalten. Ganze Tage und Nächte haben Sie geschrien, und da hatten Sie nicht mal eine Brücke überm Kopf. Sie werden das recht schnell zu schätzen wissen.

Hatten Sie nicht auch immer irgendwas mit Gewalt gegen Minderheiten gebrüllt? Mir war doch so. Da ist Ungarn ja nun wirklich ein Geheimtipp für Ihresgleichen. Wenn Sie da als Minderheit in der Öffentlichkeit herumlungern, kriegen Sie sicher schnell Kontakt zu Gleichgesinnten. Da gibt’s dann im Schnitt dreimal am Tag eins auf die Fresse. Polizei? haben die in Ungarn natürlich auch. Wenn die kommt, kriegen Sie insgesamt viermal am Tag eins auf die Fresse. Man ist da sehr kontaktfreudig, müssen Sie wissen.

Es soll dort eine hervorragende Gulaschsuppe geben, habe ich mir sagen lassen. Ob Sie die in der öffentlichen Armenspeisung auch kriegen, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Es ist ja durchaus im Bereich des Möglichen, dass man Sie irgendwo auf dem Land ansiedelt, da wachsen ab und zu Bäume am Horizont, man langweilt sich also viel schöner als in der Großstadt, die Luft ist gesund – ich fange wirklich langsam an, Sie zu beneiden. Vielleicht kommt Sie der Bachmann mal besuchen, wenn er nicht gerade in Spanien in der Sonne liegt. Es muss jeder etwas tun fürs teure Vaterland, und jeder tut halt, was er am besten kann.

Rückführung? klar, darum geht es uns doch. Ach so, das meinen Sie. Die Art von Rückführung. Nein, das ist nicht vorgesehen. Sie könnten sich den Aufenthalt in Ungarn kaufen durch ein bezahlbares Dauervisum, aber wir sorgen schon dafür, dass Sie kein Geld mehr haben. Die Entwicklungshilfe für Dresden wurde eingestellt. Hier ist Ihre Fahrkarte. Da ist die Tür. – Der Nächste, bitte!“





Im Namen des Volkes

3 10 2016

„… keine Brandsätze geworfen worden, sondern das Gebäude selbst von einer Gruppe gewaltbereiter Personen in Brand gesteckt worden sei. Mehrere Attentäter seien mit Rauchvergiftungen und teils schweren Schnittverletzungen und Verbrennungen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht worden. Die Moschee sei innerhalb weniger Stunden bis auf die Grundmauern…“

„… habe de Maizière vor einer Vorverurteilung der Täter gewarnt. Die Bundesanwaltschaft könne noch nicht nachweisen, dass es sich bei dem zuvor im Internet angekündigten Anschlag um eine fremdenfeindliche…“

„… nicht der einzige war. Zeitgleich zum Überfall auf die Kölner Zentralmoschee habe es auch in Heilbronn eine gewaltsame Erstürmung…“

„… weise Tillich die Kritik an Sachsen als Ausgangspunkt islamfeindlicher Gewalt zurück. Dass zwei von zwei Brandattacken außerhalb des Freistaates stattgefunden hätten, sei ein deutliches Zeichen für die Weltoffenheit des ostdeutschen…“

„… die in Berlin-Heinersdorf gelegene Moschee mit Rohrbomben gesprengt habe. Da die Täter auch die Bargeldbestände im Gebäude entwendet hätten, gehe der Staatsschutz nicht von einer politisch motivierten…“

„… habe Scheuer den Brandanschlag auf das Kulturzentrum Ingolstadt als einen guten Tag für die bayerische Leitkultur bezeichnet. Er wolle im Namen des christlichen Freistaates Bayern die Mohammedaner und Senegalneger regresspflichtig machen für die Beschädigung an einem öffentlichen Gebäude in…“

„… der CDU-Vorsitzende bei einem Besuch im Bezirk Pankow die Schuldfrage bereits geklärt sehe. Hätten die Muslime keine Moschee gebaut, so Henkel, hätte man sie auch nicht in die Luft…“

„… alle Frauen unterdrücke, Kinder sexuell missbrauche und das geliebte deutsche Vaterland wie einen Haufen Scheiße behandle. Der Islam, so Höcke, mache ihm alles streitig, was er für sein…“

„… einen weiteren Brandanschlag auf die Moschee im hessischen Seligenstadt verübt habe. Das Bekennerschreiben der lokalen Antifa-Gruppe sei bereits eine Stunde vor der Tat an die Polizei…“

„… und die Brandstiftungen ausschließlich Moscheen und Gemeindehäuser betroffen hätten, deren Nachbargebäude nicht hätten gefährdet werden können. Eine Gefahr für die allgemeine Sicherheit, so de Maizière, sei zu keiner Zeit im…“

„… scharf verurteilt habe. Der Zentralrat der Juden in Deutschland habe sich nicht in die Bekundungen des deutschen Volkswillens einzumischen. Bei weiteren Übergriffen, so Meuthen, werde man gründlich aufräumen und Deutschland wieder zu einem…“

„… die Bürgerwehren in Sachsen Muslime oder muslimisch aussehende Personen eigenmächtig festgenommen und in Privathäuser verbracht hätten. Der Ministerpräsident habe in dem Zusammenhang nochmals betont, dass ein Anteil von nur 0,4% an der Bevölkerung muslimisch sei, so dass es sich bei den Straftaten zwangsläufig um außerordentlich wenige Einzelfälle…“

„… man den Volkszorn in staatliche Bahnen lenken müsse, um die Ordnung wiederherzustellen. Bachmann habe vor seiner Abreise nach Spanien gefordert, dass die Bundespolizei sich an der Zerstörung von Moscheen zu beteiligen habe, da sie im Namen des Volkes…“

„… sich gleichzeitig in Koblenz-Lützel eine Hundertschaft erlebnisorientierter Jugendlicher mit Plastiksprengstoff und Panzerfäusten am Sturm auf die Moschee…“

„… auch möglich sei, dass die Muslime in Deutschland ihre eigenen Gotteshäuser in Brand setzen würden, um hohe Versicherungsprämien zu kassieren. Gauland habe dies zwar gesagt, könne sich aber nicht mehr erinnern, ob er es auch so gemeint, gedacht oder so ähnlich formuliert und…“

„… nicht möglich sei, einen Polizeiwagen vor jede islamische Einrichtung zu stellen. Es bedürfe genauer Recherche, so der Bundesinnenminister, wie eine Verbindung von mehr Videoüberwachung und Vorratsdatenspeicherung schwerste Straftaten schon im Vorfeld…“

„… das Gebäude in Bremen-Gröpelingen an vier Ecken gleichzeitig in Flammen aufgegangen sei. Als Einsatzleiter habe dabei der mehrfach wegen Volksverhetzung und Körperverletzung zu Freiheitsstrafen verurteilte…“

„… in alle Richtungen ermittle. So könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Taten von Flüchtlingen aus dem ganzen Bundesgebiet…“

„… in einer Videobotschaft der Attentäter ausgesagt habe, dass drei der fünf Brandsätze nicht gezündet hätten, so dass die Moschee von Ginsheim-Gustavsburg nicht wie vorgesehen schon am Vormittag…“

„… habe die AfD dazu aufgerufen, von weiteren Demonstrationen und Vergeltungsaktionen sofort abzusehen. Die Partei erkläre das Experiment der von linksextremen Volksverrätern in Deutschland errichteten Demokratie für gescheitert und wolle sofort mit der Errichtung eines neuen…“

„… sich das Kommando Frauke Petry zum Bombenanschlag bekannt habe. Keine der von Festerling und Seitz angeführten Terroristinnen habe den Anschlag überlebt. Tillich habe betont, mit der ehemaligen Yenidze-Fabrik verliere Dresden ein kulturelles Erbe, dass den Tourismus in der Elbstadt empfindlich.…“





Der Feind in meinem Land

29 09 2016

„Die kriegen aber auch alles reingesteckt, hinten und vorne!“ „Was denn?“ „Möbel, Fernseher, alles eben. Das kann sich unsereins gar nicht leisten.“ „Sagt wer?“ „Karsunke. Der wohnt doch an der Straße, wo die Laster jeden Tag so durchfahren. Der weiß das ganz genau, der Karsunke.“

„Wieso wollen Sie jetzt eigentlich neue Möbel? Gefallen Ihnen Ihre eigenen nicht mehr?“ „Es geht doch nicht darum, dass ich neue Möbel will.“ „Weil Sie sich die nicht leisten können.“ „Ich kann mir wohl neue Möbel leisten, Sie!“ „Dann kaufen Sie sich doch neue Möbel.“ „Will ich aber nicht!“ „Oder einen Fernseher.“ „Brauche ich nicht, wir gucken doch gar nicht so viel. Das Programm ist ja nur noch Mist.“ „Wenn Sie erstmal neue Möbel haben, dann haben Sie vielleicht auch wieder Spaß am Fernsehen.“ „Aber wenn ich doch gar keine will, wozu soll ich mir dann neue Möbel kaufen?“ „Und die anderen?“ „Ich will keine neuen Möbel, ich will auch, dass die anderen sie keine kriegen!“ „Und keine Fernseher?“ „Was hat denn damit zu tun?“ „Wenn das Programm so schlecht ist, dann kann man den Leuten doch ruhig mal Fernseher schenken. Das ärgert die vielleicht sogar.“ „Ja, schenken – das ist es! Schenken, immer nur schenken!“ „Und das ärgert Sie?“ „Schenkt mir vielleicht einer einen Fernseher?“ „Aber eben haben Sie doch noch gesagt, dass Sie gar keinen haben wollen.“

„Es geht eben darum, dass diese Ausländer alles umsonst kriegen, die Möbel, die Fernseher, und dann diese Klamotten.“ „Klamotten?“ „Karsunke sagt, die tragen alle diese irrsinnig teuren Sachen aus Amerika.“ „Möglicherweise handelt es sich auch um Kleiderspenden.“ „Jedenfalls haben die nicht so herumzulaufen!“ „Warum denn nicht, die Hauptsache ist doch: sauber und ordentlich.“ „Aber die doch nicht!“ „Als Ihre Tochter neulich mit diesen zerlöcherten Hosen angekommen ist, da wollten Sie sie auf die Straße werfen.“ „So läuft man ja auch nicht herum.“ „Und bei Ausländern, die saubere Kleidung tragen, fangen Sie dann auch gleich an zu meckern?“ „Es geht hier nicht um saubere Kleidung, das sind keine Deutschen! Die haben nicht in diesen Klamotten herumzulaufen!“ „Wären Ihnen Lumpen vielleicht lieber?“ „Die sollen hier gar nicht auf die Straße!“ „Also wenn die gar nicht auf die Straße sollen, dann kann es Ihnen doch völlig schnurz sein, was die für Kleider tragen.“ „Der Ausländer an sich hat nämlich anders herumzulaufen als der Deutsche, sonst kann man die nicht mehr von den Deutschen unterscheiden.“ „Ich dachte immer, die Ausländer hätten sich hier zu integrieren, anstatt in Parallelgesellschaften zu leben.“ „Das auch, aber das hat doch mit Kleidung nichts zu tun!“ „Ja, das finde ich auch.“ „Sagt Karsunke auch.“ „Dann muss es wohl stimmen.“

„Aber das Schlimmste ist das mit der Arbeit.“ „Warum?“ „Karsunke sagt, die kriegen alle sofort Arbeit, das ist doch eine Schweinerei!“ „Dann wissen Sie jetzt immerhin, woher die das Geld für die teure amerikanische Kleidung haben.“ „Wieso das Geld?“ „Die werden Geld verdienen mit ihrer Arbeit, oder ist der Gedanke für Sie so abwegig?“ „Nein, aber Sie kapieren es nicht.“ „Was kapiere ich nicht?“ „Dass diese Ausländer uns die Arbeitsplätze wegnehmen, das ist doch der Punkt!“ „Und davon kaufen die sich Fernseher.“ „Wieso das denn?“ „Wenn jemand Geld hat, kann er sich doch auch einen Fernseher kaufen.“ „Ja, theoretisch schon.“ „Oder glauben Sie, wenn einer sein ganzes Geld für amerikanische Kleidung ausgibt, dass ihm dann jemand einen Fernseher schenkt?“ „Wer denn?“ „Oder vielleicht neue Möbel?“ „Wieso denn Möbel, die verdienen doch so viel, wie unsereiner gar nicht hat, und dann kaufen die uns die Fernseher weg.“ „Und wenn ein Deutscher arbeitet und sich von seinem Geld den Fernseher kauft, den Sie sich nicht leisten können?“ „Das ist dann Marktwirtschaft. Da werden Sie mit Ihren linken Spinnereien nichts ändern, und das ist auch gut so.“

„Hat denn Karsunke auch schon ausgerechnet, was das kosten würde, wenn man alle Ausländer rausschmeißen würde?“ „Was ist das denn für eine blöde Frage?“ „Die meisten von den Karsunkes erzählen doch auch, dass die alle gar nicht arbeiten und uns nur auf der Tasche liegen wollen.“ „Die gibt es ja auch noch, da hat Karsunke recht.“ „Und die nehmen den Deutschen dann die Arbeit weg.“ „Unsinn, die wollen doch gar nicht arbeiten.“ „Und deshalb kaufen sie den Deutschen auch nicht die Fernseher weg.“ „Was erzählen Sie denn da für einen Unfug, das eine hat doch mit dem anderen überhaupt nichts zu tun!“ „Das ist richtig.“ „Warum fangen Sie dann überhaupt damit an?“ „Ich?“ „Ja, Sie! Das entbehrt doch jeder Logik!“ „Was haben Sie denn jetzt vor?“ „Gegen die Ausländer? Ich weiß es nicht, aber irgendwas muss man doch tun.“ „Warum denn gegen die?“ „Wollen Sie sich auch noch für die einsetzen? Das ist doch krank!“ „Und das, was Sie vorhaben, ist es nicht?“ „Ich mache doch gar nichts.“ „Sie haben auch gar keinen Grund dazu.“ „Wie kommen Sie denn auf den Unsinn?“ „Sehen Sie hier einen Ausländer?“ „Aber da an der Straße, da fahren jeden Tag die Laster durch!“ „Weil das Karsunke sagt.“ „Das lassen wir uns nicht mehr gefallen! Wir werden uns wehren!“ „Aha.“ „Diese verdammten Radaubrüder haben in Deutschland nichts verloren!“ „Ach?“ „Karsunke fährt am Wochenende und hat noch zwei Plätze frei. Kommen Sie doch mit nach Hoyerswerda.“





Waffenruhe

21 09 2016

„Aber das kann man doch nicht als Traditionspflege bezeichnen!“ „Als was denn sonst? wir können den Leuten doch schlecht sagen, die machen hier einen Aufmarsch rechtsgerichteter Kräfte.“ „Die treiben uns vor sich her – haben Sie sich mal überlegt, was das für eine Außenwirkung hat?“ „Was sollen wir denn sonst machen? Einladungen zum Bürgerkrieg verschicken?“

„Sie sind doch als Politiker erledigt, wenn Sie sich mit einer Herde brauner Dumpfbacken an den Verhandlungstisch setzen.“ „Sehen Sie mal, und bleibt ja gar nichts anderes übrig. Das Angebot zum Gespräch kam ja von denen, nicht von uns.“ „Das ist doch genau der Punkt!“ „Immerhin sehe ich hier eine gewisse Wertschätzung der demokratischen Politiker gegenüber.“ „Bitte!?“ „Man sagt doch immer, mit Terroristen verhandelt man nicht, aber mit uns wollen sie verhandeln. Da scheint mir der Zug doch noch nicht abgefahren zu sein.“

„Haben Sie das überhaupt gelesen?“ „Ist doch nett gemacht, ein bisschen viele Rechtschreibfehler drin, aber sonst?“ „Ob Sie das gelesen haben?“ „Das Gesprächsangebot? ja, das liegt noch auf dem Schreibtisch.“ „Was steht denn da?“ „Ach das, ja. Ich kann das nicht lesen, davon kriege ich immer so fürchterliche Kopfschmerzen.“ „Sie kündigen eine Waffenruhe an.“ „Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Da können wir sicher sein, die wollen auch Recht und Ordnung in…“ „Waffenruhe.“ „Das ist ein erster Schritt in Richtung Normalität, den wir gemeinsam mit den…“ „Wissen Sie überhaupt, was das Wort bedeutet?“ „Dass die besorgten Bürger…“ „Das sind gewaltbereite Nationalsozialisten.“ „Ein paar erlebnisorientierte Jugendliche könnten schon darunter sein, ja.“ „Erlebnisorientierte Jugendliche mit illegalen Waffen, die öffentliches Eigentum beschädigen und die Sicherheitsorgane angreifen.“ „Ja, darauf können wir uns einigen.“ „Das bedeutet, dass die Nationalsozialisten sich im Kriegszustand wähnen.“ „Deshalb ist es doch um so besser, dass sie von sich aus jetzt erstmal eine Waffenruhe…“ „Und zwar in genau dem Bürgerkriegszustand, den die AfD vorher angedroht hat.“ „Und genau deshalb ist es doch um so besser, dass wir uns auf eine friedliche Lösung einigen können.“ „Wer spricht davon, dass es die Nationalsozialisten überhaupt wollen?“ „Sind Sie etwa misstrauisch? Immerhin haben sie uns dieses Gesprächsangebot gemacht.“

„Und wie stellen Sie sich das praktisch vor? sollen wir etwa zusehen, wie ein Trupp brauner Gewalttäter mit singendem, klingendem Spiel in die Stadt einzieht und Reichskriegsflaggen aufpflanzt?“ „Sie übertreiben, das würden die sicher nie tun.“ „Dann bezeichnen sie sich bestimmt nur zufällig als Nationale Front.“ „Das hatte ich gar nicht gewusst.“ „Sie haben es doch gelesen.“ „Aber ich hatte nicht gewusst, dass die es ernst meinen.“ „Was denken Sie, meinen die mit einer vorläufigen Ruhepause?“ „Die Bürger können sich wieder entspannen, es gibt keine Krawalle. Hier herrschen wieder Ruhe und Ordnung.“ „Und was verstehen Sie unter Taten, die den Ankündigungen der Politik folgen müssen?“ „Ich weiß ja auch nicht. Also fordern die von uns etwas?“ „Dass sich die demokratisch gewählten politischen Vertreter den Nazis unterordnen und verfassungsrechtlich nicht legitimierte Repressalien gegen Minderheiten beschließen.“ „Das würden die nie machen. Das dürfen die doch gar nicht!“ „Sie meinen, die wollen uns drohen? Womit denn, wir haben ja nicht mal eine Synagoge zum Anzünden!“

„Was verstehen Sie denn eigentlich unter einem Lösungsansatz?“ „Darüber kann man reden, oder? Wir müssen die Sorgen der Bürger ernst nehmen.“ „Und wenn diese Bürger bei Ihnen ankommen und erklären, dass sie von der Demokratie die Schnauze voll haben?“ „Das kann ich mir nicht vorstellen.“ „Das tun sie gerade.“ „Wie soll das denn gehen, wir können hier ja nicht einfach eine national befreite Zone einrichten, das ist nach meiner Kenntnis – ist das widerrechtlich, auch weil die EU…“ „Sie sind ernsthaft besorgt, dass sich die Brandstifter nicht an die Hausordnung halten, stimmt’s?“ „Wir brauchen eine Lösung, mit der alle Bürger sich identifizieren können, da müssen wir langfristig eine Strategie entwickeln, wie wir die randalierenden Rechten und die demokratiefeindlichen Bürger in unserer Stadt wieder…“ „Ja?“ „… zusammenbringen. Da müssen wir ein Bündel von Maßnahmen entwickeln, wie wir die Menschen mit gesellschaftlichen Defiziten zurückgewinnen.“ „Und was versprechen Sie sich davon?“ „Man könnte hier zum Beispiel mal ein ernstes Wort mit den Migranten sprechen, damit sie endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass sie sich hier in einem Rechtsstaat befinden, wo Behörden das sagen haben und nicht einzelne Meinungsführer. Das kann man gar nicht früh genug betonen.“

„Und Sie wollen jetzt das Schützenfest als die geeignete Maßnahme zur Konfliktlösung ins Gespräch bringen?“ „Das hatte ich mir so gedacht, ja. Wäre ein sehr schönes, regional besetztes Event, das man mit allen gesellschaftlichen Gruppen feiern kann, in guter Atmosphäre unter freiem Himmel, als gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu finden. Da kommen dann auch die Menschen aus dem Umland zu uns, es wird viel getrunken, man hat Zeit und Muße, sich auf eine Diskussion mit ideologischen Gegnern einzulassen – meine Güte, was erzähle ich Ihnen das! Wozu ist denn so ein Schützenfest sonst da?“





Kommunikative Ebene

19 09 2016

„Es könnte sich da auch um eine neurologische Störung handeln. Wenn die Leute plötzlich alle den rechten Arm hochheben, dann haben sie manchmal kollektiv einen verminderten Blutdurchfluss in den zuständigen Organen. Ja, da auch.

Man muss mit den Leuten nur reden, haben wir uns gesagt. Diese Asylanten machen inzwischen so ein Bürgertelefon, wo sich unsere Landsleute über sie beschweren können, da haben wir uns gesagt, das sollte es für uns auch geben. In Wirklichkeit ist das nämlich alles ganz harmlos. Die meisten, die man für Nazis hält, das sind einfach nur Menschen, die ihr Vaterland verteidigen wollen. Also unser Vaterland, damit das mal klar ist.

Hakenkreuze? die würde ich an Ihrer Stelle aber sofort wegmachen. Ja, das ist mir schon klar, dass Sie die nicht selbst an Ihr Haus gemalt haben, aber es ist schließlich Ihr Haus. Das sind Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, da verstehen wir keinen Spaß. Wieso Schadenersatz? Sie haben selbst gesagt, dass das Ihr Haus ist, da muss doch der Staat nicht für den Schaden aufkommen? Das werden erlebnisorientierte Jugendliche gewesen sein, die mal ein bisschen provozieren wollten. Wir waren doch alle mal jung, Sie etwa nicht? Und jetzt entwickeln Sie hier mal keine Vorurteile, die Sie nicht mit eindeutigen Beweisen untermauern können, sondern nehmen Sie Pinsel und Farbe, und dann wird das alles größer und schöner wieder aufgebaut, Freundchen!

Man muss mit denen einfach nur mal reden. Es entstehen viele Vorurteile oder Missverständnisse, wenn man die gemeinsame kommunikative Ebene nicht finden kann. Beispiel? Da ruft uns gestern eine Frau an, auch schon weit über achtzig, weiß man gar nicht, was die das noch zu kümmern hat, die sagt, da brüllt einer in der Nachbarschaft immer herum: Deutschland den Deutschen, Juden ins Gas! Ich sage, beste Frau, sage ich, Sie müssen das mal auf einer rein kommunikativen Ebene begreifen. Es geht da um Ausländer, also alle, die nicht deutsch sind, und auf der anderen Seite geht es um unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger – das ist eben kein Gegensatz, verstehen Sie, man kann ja durchaus Deutscher und Jude sein, also ist das doch ein integrativer Gesamtansatz, der die Gesellschaft gar nicht spalten will. Sie regt sich auf, das sei ein Nazi, rechtes Scheißpack, jetzt seien sie wieder aus ihren Löchern gekrochen, ich sage, beste Frau, sage ich, was sie sich so aufregt. Sie ist doch weder Ausländerin noch jüdisch?

Hallo? Nein, sexuelle Belästigung ist nicht mein Aufgabengebiet, aber kann ich Ihnen trotzdem weiterhelfen? Können Sie das auch beweisen, dass es sich um einen deutschen Staatsbürger gehandelt hat? Sie kennen ihn? Da könnten Sie zum Beispiel zur Polizei gehen. Doch, die müssen Ihnen glauben. Ja, ich weiß selber, dass die alle gleich aussehen, aber wenn Sie den Namen haben und eventuell auch Zeugen für die Tat? Sie haben keine Zeugen? dann ist die Tat ja so rein kriminologisch gesehen gar nicht passiert, oder? Also das ist doch jetzt ein bisschen dünn, finden Sie nicht? Erst sagen Sie, es sei ein Deutscher gewesen, nur weil er so einen Pullover mit Abzeichen getragen hat, und dann wissen Sie nicht mal, wer den Täter gesehen haben könnte? Nein, ich würde Ihnen das auch nicht abnehmen. Erst rufen sie alle nach den Deutschen, die sie vor nordafrikanischen Grabschern schützen, und wenn dann mal einer Hand anlegt, ist Ihnen das auch wieder nicht recht? Sagen Sie mal, was wollen Sie eigentlich in Deutschland? und warum?

Wir haben wirklich sehr mit den Vorurteilen zu kämpfen, auch hier in der Dienststelle. Das geht ja teilweise bis zu richtigen Verschwörungstheorien. Neulich sagte da einer, in der Kaufhalle hätten sie zwei Nazis rausgeschmissen, weil die mit einem ganzen Kasten Bier stiften gegangen seien. Und dann hätten die auch noch versucht, den Filialleiter abzustechen, Rettungswagen, Intensivstation, drei Tage im künstlichen Koma, jetzt ist er halbseitig gelähmt. Waren aber zwei Flaschen Schnaps. Sehen Sie, schon sieht die Situation völlig anders aus.

Oder dass hier angeblich Journalisten von den Rechten aus dem Ort tätlich angegriffen worden seien, gibt es da einen stichhaltigen Beweis? Die waren bestimmt von außerhalb, uns schiebt man dafür die Schuld in die Schuhe. Und überhaupt, wenn die Schmierfinken hier plötzlich im Vorgarten stehen, hat man da als deutscher Staatsbürger etwa kein Widerstandsrecht? Jetzt kommen Sie mir nicht mit Pressefreiheit – was soll ich als Bürger mit einem Grundrecht, das nur für eine Minderheit gilt?

Wir sehen einen ganz klaren Auftrag, nämlich den Schutz der Zivilgesellschaft, die auf keinen Fall in die Auseinandersetzung hineingezogen werden soll. Die sollen ihre Stadt ruhig schützen dürfen, aber wir können ihnen leider nur gewaltfreie Mittel zugestehen. Das muss man auf der kommunikativen Ebene auch regeln, zur Not dann halt nonverbal. Es ist ja im Sinne der Zivilgesellschaft, auch der vielen Benachteiligten, Frauen beispielsweise, die den ganzen Winter über nicht mehr ins Freibad gehen können, weil der Ausländer ja quasi überall schon da ist. Es ist nun unsere Aufgabe, hier für einen geregelten Ablauf der Dinge zu sorgen. Diese Stadt muss doch mal wieder in Ruhe schlafen können.

Hallo? ja, das ist eindeutig rechtsradikal. Hitler ist zwar tot, aber das tut hier nichts zur Sache. Und Auschwitz ist ja gar nicht mehr in Betrieb. Haben Sie da abgesehen vom Nachnamen Einzelheiten in Erfahrung bringen können? ist Ihnen vielleicht der Dienstgrad bekannt, damit wir den betreffenden Kollegen vorab mal in Kenntnis setzen können?“





Gesundes Volksempfinden

12 09 2016

„… wolle sie dem Begriff ‚völkisch‘ seine negative Konnotation nehmen. Man dürfe nicht alles, was die Deutschen als weiße Herrenrasse im…“

„… das deutsche Volk als überlegene Rasse betreffe. Höcke habe angesichts des drohenden Bürgerkriegs gegen die reinblütigen Einwohner der deutschen Scholle kein Verständnis, wenn dem deutschen Volk nach dem Territorium nun auch noch die sprachliche…“

„… sich entschieden von den Äußerungen der Parteivorsitzenden distanziert habe. Er sagte, er kenne Petry nicht einmal und könne diese nicht nachvollziehen. Gauland habe dies…“

„… die AfD sich gegen die Darstellung wende, sie wolle Begrifflichkeiten der NS-Zeit positiv bewerten. Meuthen weise den Vorwurf zurück, er sei ein Versuch, vom in der Partei verbreiteten Antisemitismus auf eine generelle Nähe zum…“

„… selbst noch einmal präzisiert habe. Sie sei kein Nazi, aber…“

„… gehe es der Partei um eine deutsche Volksidentität, weshalb neben ‚völkisch‘ nun auch ‚identitär‘ eine wesentlich differenziertere…“

„… dass ‚besorgte Bürger‘ einen Bürgerkrieg als größte Gefahr sähen. Petry plädiere dafür, die völkisch Denkenden ohne negative Wertung als ‚nationalen Widerstand‘ zu…“

„… wehre sich Höcke dagegen, nicht ‚Reich‘ sagen zu dürfen. Der lange vor dem Krieg geborene Begriff sei erst durch fremdländische Invasoren im Jahr 1945 zu seiner heutigen…“

„… dass sich der ‚nationale Widerstand‘ unter anderem im NPD-Vokabular befunden habe. Petry habe erklärt, dies sei ein eindeutiges Zeichen, dass sich die AfD nicht an Sprache und Kultur der NS-Zeit, sondern vielmehr…“

„… den Begriff ‚Ausländer‘ größtenteils in negativem Zusammenhang zu nutzen. Gauland kenne zwar keinen einzigen, wisse aber, dass ein Großteil der Deutschen genauso denke wie…“

„… ‚nationalen Widerstand‘ auch als politisches Postulat verstanden wissen wolle. Die AfD wolle bis zur Bundestagswahl darauf hinarbeiten, das nationale Widerstandsrecht im Artikel 20 des…“

„… es viele gebe, die durch Zurückstecken und Unterordnung unter den Wehrwillen des deutschen Volkes die Schmach der Kapitulation vor Alliierten und Volksverrätern bedingungslos rächen wollten. Höcke wolle ‚Euthanasie‘ wieder als einen…“

„… ein nationales Widerstandsrecht jedem zubillige, der die freiheitliche Grundordnung in Gefahr sehe. Spätestens in der Einschränkung, Worte wie ‚völkisch‘ zu verwenden, sehe die Partei eine Aufforderung…“

„… zur Entspannung aufrufe. Storch halte die pyrotechnischen Kundgebungen des Volkswillens für geeignet, dem Wort ‚Pogrom‘ eine neue…“

„… lehne Höcke eine Interpretation des Grundgesetzes unter völkischen Gesichtspunkten ab, da dieses Verfassungskonstrukt den Deutschen von den Siegermächten aufgezwungen worden sei. Es sei nicht nachweisbar, dass ‚Grundgesetz‘ im Sprachgebrauch des Nationalsozialismus eine…“

„… die Partei bereit sei, eine Volksabstimmung über die Verwendung der entsprechenden Begriffe zu organisieren. Meuthen gehe davon aus, dass eine Demonstration des gesunden Volksempfindens im Zuge der islamischen Umvolkungsagenda ohnehin durch Manipulation und Fälschungen…“

„… sich mit der Bedeutungszuweisung im Duden nicht abgebe. Die AfD überfordere damit die Anhänger, die weder mit Rechtschreibung noch…“

„… wolle Höcke erreichen, dass ‚Grundgesetz‘ als volksfremder Begriff aus dem Sprachgebrauch der Deutschen entfernt werde. Die deutsche Rasse habe seit dem Mittelalter ohne diesen…“

„… werde der kommende Bürgerkrieg, so von Storch, nicht nur von, sondern vor allem für die Bürger geführt. Auch gehe sie davon aus, dass nicht innerhalb des deutschen Staates, sondern nur an den Grenzen der Einsatz von Schusswaffen auf…“

„… Petry den diskriminierungsfreien Gebrauch politischer Begriffe gefordert habe. Wenn ‚national‘ und ‚sozialistisch‘ als Teil des erlaubten Diskurses nicht negativ sanktioniert würden, so könne man in der Folge doch nicht einfach…“

„… sei die Systempresse vermutlich längst so weit, harmlose Worte wie ‚Gas‘ zu diffamieren und jeden Deutschen, der sie benutzt, in die Verfemung durch das Weltjudentum zu…“

„… störe Gedeon die ausschließlich abwertende Verwendung von ‚Holocaust‘. Gerade vor dem Hintergrund einer von Fremdvölkern gesteuerten Zerstörung der deutschen Rasse könne man diese Begrifflichkeit wieder sehr produktiv in den…“

„… gebe Höcke der deutschen Öffentlichkeit zu verstehen, dass er sich nicht deren Kommunikation zu unterwerfen gedenke. Allein der Volkswille manifestiere sich darin, wie man ‚Volksschädling‘, ‚Schmarotzer‘, ‚Parasit‘, ‚Jude‘ oder…“

„… gewisse Vorbehalte gegen den Gebrauch von ‚völkisch‘ existieren könnten, wie Petry zugebe. Da diese aber mit einer politischen Epoche zusammenhängen würde, für die weder die AfD noch andere heute lebende Deutsche verantwortlich gewesen seien, müsse man strikt zwischen…“

„… fordere Höcke, die Regierung müsse sofort liquidiert werden. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis die Systemparteien den Deutschen ein Verbot von ‚Blut‘ und ‚Boden‘…“

„… sich als Völkische Sozialisten in den Bundestag wählen zu lassen, um jedes antideutsche Vorurteil schon im Keim zu…“