Qualifizierte schamanische Aufsicht

23 09 2019

„… als Kassenleistung einführen werde. Spahn sei von der Erklärung des Allgemeinen Deutschen Heilpraktikerverbandes überzeugt, dass auch schamanische Rituale künftig den Patienten eine…“

„… strikt ablehne. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung könne keine qualifizierte medizinische Behandlung durch Heiltänze, Handauflegen oder die…“

„… der Freie Verband Deutscher Heilpraktiker eine Sondergenehmigung für Heiltrommler und Trommelheiler beantrage. Das Bundesministerium habe die Beschlussvorlage zur Vereinfachung vom Interessenverband selbst schreiben lassen, um Verzögerungen so weit wie möglich aus dem…“

„… traditionelle mongolische Tanzverfahren nur von besonders qualifizierten Schamanen durchgeführt werden dürften. Die Union Deutscher Heilpraktiker dringe darauf, dass Spahn alle anderen Verbände anweise, sich nicht in die Kompetenzen der mongolischen Spezialisten zu…“

„… sei sich Spahn sicher, dass der bei den Krankenkassen bisher skeptisch beurteilte Ansatz des Gesundbetens bei einer steigenden Nachfrage auf mehr Akzeptanz stoße. Im Gegenzug versprach er, eine Entlastung der Konzerne von zu teuren Krebstherapien zu beschleunigen, um die Gewinne auch in den folgenden Jahren noch…“

„… für die Erforschung der Wirksamkeit notwendig sei, schamanisches Heiltanzen für zehn bis fünfzehn Jahre im Leistungskatalog zu verankern, da erst hinterher mit Sicherheit beurteilt werden könne, ob es sich um eine sinnvolle therapeutische Maßnahme handle oder um einen…“

„… Chakrenharmonisierung und Rückführung nicht von den gesetzliche Kassen getragen würden. Es stehe den Privatversicherern allerdings frei, die Angebote in Verbindung mit Reinigungsmeditation und Detox als Wahlleistung bei zehn Prozent Eigenanteil in die bestehenden…“

„… spirituelle Bewegungen nicht unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen vorgenommen werden dürften. Spahn wolle allerdings vorerst die Anerkennung des rituellen Heilsaufens mit anschließender Torkelbehandlung in der Traditionellen Bayerischen Alternativmedizin belassen, um sich eine abschließende Beurteilung auf dem…“

„… und Hörgeräte weiterhin nur noch an Selbstzahler abzugeben. Eine Trommelbehandlung müsse laut Verband Heilpraktiker Deutschland nicht zwingend mit einer apparativen Therapie kombiniert werden, außerdem sei durch die Übernahme der Heilbehandlung bei den Versicherten ja wieder mehr Kaufkraft vorhanden, um sich ein eigenes Hörgerät zu…“

„… fordere die Vereinigung Christlicher Heilpraktiker ein sofortiges Verbot aller anderen religiös motivierten Therapien. Sollte Spahn nicht umgehend Gesundbeten und Handauflegen für seine Mitglieder reservieren, werde der Verband sich bei der Unionsvorsitzenden über ihn…“

„… nur unter Aufsicht eines vom Ministerium zugelassenen Schamanen stattfinden dürfe. Der Verband Freie Heilpraktiker habe durchgesetzt, dass einfaches Fasten, möglicherweise auch nur unter Kontrolle eines Allgemeinarztes, keinesfalls als schamanisches Fasten bezeichnet werden dürfe. Ein Nahrungsverzicht ohne qualifizierte schamanische Aufsicht stelle eine potenzielle Gefahr dar, vor allem für die Heilpraktiker und ihre…“

„… würden vor allem nicht approbierte Schamanen zusätzliches Auspendeln, Reiki oder ganzheitliche Akupunktur anwenden, was zu Belastungen für die feinstoffliche Ebene führen könne. Der Verband Unanhängiger Heilpraktiker habe kein Recht, sich über die Genehmigungen mit dem Ministerium für…“

„… die Zulassung entzogen wurde. Patienten hätten geklagt, dass ihnen während einer als chinesisch angebotenen Heilsteinbehandlung auch indische Halbedelsteine aufgelegt worden seien, was den Therapieerfolg bei einem grippalen Infekt ganz erheblich…“

„… sich Trommeltanz zur Selbstwahrnehmung auch ohne schamanische Nahrungsergänzungsmittel anwenden lasse. Die Union Deutscher Heilpraktiker fordere daher, diese Leistung bei anderen Anbietern wieder zu streichen oder sie Selbstzahlern vorzubehalten, die nicht über eine ärztliche…“

„… koreanische Schamanismus-Anbieter auf dem deutschen Markt zulassen wolle. Spahn könne dies nicht verhindern, solange die Dienstleister der ISO-Norm entsprechend arbeiteten, und wolle sich für eine Steuererleichterung einsetzen, die den deutschen Schamanen bis zu dreißig Prozent der…“

„… die Verbände Indigener Heilberufe eine Lizenzzahlung wegen der unentgeltlichen Nutzung des immateriellen Kulturerbes einklagen wollten. Es sei nicht hinzunehmen, dass sich deutsche Freizeitmediziner mit evident unwirksamen Therapieansätzen einen erheblichen Vorteil auf dem europäischen…“

„… ebenso wirkungslos sei wie die Anwendung der Homöopathie. Spahn sei davon überzeugt, dass schamanische Heilrituale deshalb einen festen Platz in der deutschen Gesundheitsversorgung besitzen müssten und kündigte an, alle anderen Leistungen fortan kritisch auf den Prüfstand zu…“

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Die letzten Tage der Menschheit

22 09 2019

Gedichtet haben wir, und ach, geklagt –
gemalt und alles säuberlich gefügt.
Natürlich wussten wir, dass Ihr nur lügt,
weil Ihr mit uns nichts in die Zukunft tragt.

Dass sich an Euch fortan nun nichts mehr misst,
ficht keinen an. Ihr wollt Euch niemals messen.
Dass keiner Euch nun preist und bald vergisst,
ist Euer Los. Ihr lebt. Und seid vergessen.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDLXXXII): Whataboutism

20 09 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Ach, man kennt es ja. Da debattiert die heitere Runde über die geopolitischen Wahnideen dummer Diktatoren und den Hirnschrott, den jäh welkende Platzhirsche zu Klimawandel und Autoverkehr in den unschuldigen Äther rülpsen, alle sind fleißig im Furor des argumentativen Austauschs, bis der einzige Knalldepp den entscheidenden Beitrag zu Gehör bringt: in China essen sie Hunde. Mehr muss man nicht wissen, die Veranstaltung ist gelaufen, es kommt nicht mehr. Guten Abend. Schöne Grüße vom Whataboutism.

Musste man früher in kompletter Unkenntnis Schopenhauers noch mit einer Gegenfrage die vernünftige Verständigung abwürgen oder aber einen Vorwurf mit einem anderen kontern – „In China essen sie Hunde.“ „Ach, und in Sachsen nicht?“ – so bietet die Kamikaze-Kommunikation jedem Zerstörer ein taugliches Mittel, um gleich die ganze Situation zu sprengen. Mit diesem brachialen Ausweichmanöver landet jede Argumentation im Straßengraben, und genau darum geht es dem Zersetzergeist ja auch. Wo immer gesprochen wird über Fachkräftemangel und fehlenden Wohnraum, empfiehlt es sich, die Ehe für alle als korrelierenden Auslöser für den Untergang des Abendlandes zu nennen; dass immer mehr Plastik in den Meeren dümpelt, liegt an der Erbschaftssteuer, außerdem sind alle Linken sowieso für alles verantwortlich, und damit ist die Sache erledigt, wohlbemerkt: alle Linken. Das Hervorzerren billiger Klischees mit dem Ziel der Schuldumkehr wirkt so angenehm in seiner Absolutheit, dass fast alles auf direktem Weg ins Paradies der Opferhaltung führt. Da kennt sich der in seiner faktenfrei zusammengeschwiemelten Parallelexistenz lebende Vollzeithonk aus, denn nur, wenn alle anderen schuld sind, hat er recht. Also immer.

Grundsätzlich eignet sich für die wohlgezielte Entgleisung jede noch so irrelevante Tatsache, die noch nicht einmal Tatsache sein muss. Der Kenner aber bläst auch hier mit Verve den Murks auf, der ihm in die schwitzigen Finger gerät, die Hauptsache ist, dass er unter seinesgleichen damit Empörung erzeugen kann – die eigene Perspektive reicht schon aus, er spricht nicht für die, die ihn an Bildung oder Charakter in den Schlagschatten stellen, sondern nur für seine Krabbelgruppe. Ginge es hier noch um rhetorische Tricksereien, der trübe Bodensatz der Flusenlutscher müsste sich die Frontallappen noch im Gefunzel der eigenen Unterbelichtung wringen, aber ihr Ziel ist die Vernichtung des Diskurses. Wenn sie zu bescheuert sind, um einen geraden Satz in die Öffentlichkeit zu rülpsen, dann soll es auch keine Öffentlichkeit mehr geben, mit oder ohne Diskurs. Dass der eigene bauartbedingte Denkfehler in einer verzerrten Selbstwahrnehmung nicht als gravierend wahrgenommen und gleichsam entschuldigt wird, gießt ein bombensicheres Fundament für immerwährende Glaubwürdigkeit, wo sonst nicht mehr als Wasserdampf und heiße Brotkrümel vorhanden sind. Wer immer sich fragt, woher diese an rhetorischen Taschenspielertricks versagenden Schlumpfnulpen allgemein bekannt sind: ja, die Antwort ist richtig. Aus dem genetisch versumpften Auswurf schöpft manche Alternative.

Denn die wutbürgerliche Zusammenrottung hat es bitter nötig, sich gegen jede Form von Kritik abzuschotten, sogar dann, wenn sie schon an die Wand getackert und mit Steinen der reinen Vernunft beschmissen wird. Die für den Aushub geschnitzte Killerphrase gegen jede Kritik hilft wie ein abgenagter Zahnstocher gegen ein Dutzend Füsiliere. Solange man die Doppelmoral dem Gegner in die Schuhe schieben kann, weil man den Mut zur Wahrheit für sein eigenes Gestammel reklamiert, wird es im Kragen nicht eng.

Freuen wir uns nicht zu früh. Noch feiert die Propagandamethode Erfolge in den Niederungen der TV-Talkshows, wo nur der letzte Gesprächszug dem zwanghaft jodelnden Publikum in der auf Kurzzeitwahrnehmung getrimmten Glibbermasse feststeckt. Logische Folgerungen zählen nur noch dort, wo der als wichtig angekündigte Laberlulli seinen Satz unfallfrei in die Kamera hampeln kann, andernfalls wird er nach alter Sitte infantil vom Platz geschoben. Zum guten Schluss der formalen Beleidigungen wissen doch Kleinstkinder immer noch dem anderen mitzuteilen, dass es doof ist. Wie viel Entspanntheit läge darin, uns souverän auf dies Argument zurückzuziehen, anstatt manisch nach gesittet riechenden Schmähungen zu suchen. Die anderen aber, die natürlich frei sind von Schuld, dürfen gerne den ersten Stein werfen; wir sind da nicht so. Schmeißen sie den ersten Stein, haben wir die pseudoreligiöse Bestimmung des Ichglaubens gründlich verrotzt und müssen uns nicht wundern, dass die meisten Menschen immer noch dieselben egoistischen Arschgeigen sind wie vor n-1 Jahren. Und kommen sie uns mit moralischen Kategorien, wir wissen alles, und zwar besser. Oder soll man es lassen?





Mainstream

16 09 2019

„Also entschuldigen Sie mal, das geht ja gar nicht!“ „Absurde Idee!“ „Sie haben doch nicht alle Tassen im Schrank!“ „Aber es ist ein gesellschaftlich sehr polarisierendes Thema, wir als Journalisten dürfen das nicht einfach ausklammern.“ „Deshalb lädt man aber trotzdem nicht die RAF ins Fernsehen ein!“

„Politische Bildung kann nur so funktionieren, dass wir die Betroffenen zu Wort kommen lassen.“ „Wenn ich das schon höre…“ „Wer sind denn die Betroffenen?“ „Das sind ja wohl die, die bei den Attentaten zu Schaden gekommen sind.“ „Vielmehr die Hinterbliebenen, die Opfer können ja nicht mehr reden.“ „Ich bin auch gegen Terrorismus, aber deshalb muss man doch der Gegenseite trotzdem eine…“ „Um diesen ganzen radikalen Mist in Ihrer Sendung zu zeigen?“ „Diese Leute wollen doch gar nicht reden!“ „Das zeigt doch schon dieses ganze verquaste Ideologiegelaber!“ „Genau da haben die Medien die Aufgabe, eine gemeinsame Sprache zu finden und dem Zuschauer eine…“ „Also falls ich es nicht schon gesagt haben sollte, noch mal fürs Protokoll: Sie haben nicht alle Tassen im Schrank.“

„Wir müssen hier doch auch mal eingestehen, dass, nur, weil wir recht haben, der andere nicht unbedingt unrecht haben muss.“ „Nehmen Sie mir bitte jetzt alle harten Gegenstände weg.“ „Das Schlimmste sind Typen, die auch noch glauben, was sie da für einen Bullshit erzählen.“ „Streitkultur ist doch für uns Demokraten ganz wichtig, weil wir…“ „Streitkultur!?“ „Diese Mörder…“ „Es sind nicht alle Mörder, das wissen Sie ganz genau.“ „Wer Mord oder Terror rhetorisch vorbereitet oder die Taten organisatorisch unterstützt und sie hinterher ideologisch als Notwendigkeit rechtfertigt, hängt mit drin.“ „Sehe ich auch so.“ „Aber Streitkultur ist wichtig, weil wir die…“ „Was wir von dieser Bande vorgesetzt bekommen, sind bestenfalls Hassphrasen mit freundlichem Zuckerguss.“ „Die wollen sich nicht streiten, die wollen Ihre Meinung ausradieren, weil sie für die ein überkommenes System repräsentiert.“ „Und dann können Sie sich noch so viel ins Fernsehen stellen und Differenzierung fordern, das verfängt nicht bei denen.“ „Es soll aber bei den Zuschauern ankommen, dass wir uns um Mäßigung bemühen.“ „Bemühen!“ „Na großartig, und was kommt von denen zurück?“ „Warten wir noch zehn Sekunden ab, dann kommt hier die Leier mit der schweren Kindheit.“ „Gottchen, die armen Terroristen!“ „Die leiden sicher am schwersten unter ihren Bombenattentaten.“ „Ist aber auch echt gefährlich, wenn man im Untergrund lebt und den ganzen Tag auf der Hut sein muss, dass man nicht ertappt wird.“ „Schlimm, schlimm, schlimm!“

„Für klar denkende Menschen gehören diese Terroristen ja auch nicht zur Normalität.“ „Also nicht zu der Normalität, die Sie ihnen medial als billige Eintrittskarte in die bürgerliche Gesellschaft zur Verfügung stellen?“ „Jetzt differenzieren Sie doch mal: wer nicht differenziert, hört in dem lauten Geschrei dieser Terroristen oder ihrer Sympathisanten nicht die Stimmen, die man hören sollte, als Politiker, um sie ernst zu nehmen, als Journalist, um sie zu beleuchten.“ „Das mit der schweren Kindheit haben wir verpasst?“ „Sieht so aus.“ „Also die Zwischentöne, wenn wir uns so rein emotional darauf einlassen sollen, was der Terror mit uns macht?“ „Das klingt jetzt echt deep.“ „Ich fühle mich auch schon echt voll betroffen, Du.“ „War Lack schon wieder im Sonderangebot?“ „Wir brauchen einen respektvollen, anständigen Diskurs und eine…“ „Damit wir uns von diesen Terroristen ans Handlanger eines Schweinesystems anpöbeln lassen dürfen, das notfalls durch brutale Gewalt gegen Unschuldige zerstört werden soll?“ „Sie hatten möglicherweise nicht ganz so viel Zeit, sich in die theoretischen Grundlagen dieser Ideologie einzuarbeiten.“ „Wenn man keine Ahnung hat, was ‚Diskurs‘ heißt, hat sich die Diskussion er erledigt.“

„Der Mainstream setzt sich aber auseinander mit diesen Themen, und deshalb dürfen wir das nicht ausgrenzen.“ „Die Mehrheit der Bevölkerung kann diesen Scheißdreck aber nicht hören!“ „Und die anderen Sender machen das auch, und auch auf dem eigenen Sender gibt es genug Sendungen, die sich mit dem…“ „Und deshalb müssen Sie denen auf den Leim gehen, jedes Mal deren Hassparolen übernehmen und weitertransportieren?“ „Meine Güte, die sagen halt ‚Bullenschweine‘, wenn einer denen nicht passt, aber…“ „Und das müssen Sie dann auch nachplappern?“ „Wir können doch einen Diskurs nur auf Augenhöhe führen, wenn wir klar differenzieren, was wir als…“ „Klar, Sie sagen immer ‚Zwinki-Zwonki‘, damit auch jeder Ihre differenzierende Distanz diskursiv einordnen kann, oder?“ „Uh, das ist Medienkompetenz!“ „Sehen Sie, einmal mit Profis arbeiten.“

„So, und damit hier jetzt mal Ruhe im Karton ist, haben wir Ihre Studiogäste für morgen früh wieder ausgeladen.“ „Aber…“ „Das reicht jetzt, und Sie können gerne Ihre politischen Ambitionen überdenken, nur nicht bei uns als Arbeitgeber.“ „Aber Meinungsfreiheit…“ „… heißt nicht, dass wir Ihnen unwidersprochen zuhören müssen.“ „So, und jetzt würde ich diese Diskussion gerne beenden.“ „Sie können sich ja gerne privat mit der RAF treffen und ein bisschen über den Umbau des Rechtsstaates plaudern.“ „Falls Sie da als Gast auch so willkommen sind und kein kostenloses PR-Material für die basteln können.“ „Ganz fair und ausgewogen und kritisch.“ „Und unparteiisch.“ „Und natürlich differenziert.“ „Und unabhängig.“ „Guten Abend.“





Generalschlüssel

12 09 2019

„… sich viele junge Bürger mit einer lückenlosen Überwachung durch Kameras im öffentlichen Raum durchaus gut arrangieren könnten. Viele Deutsche hätten keine Probleme mit der…“

„… weiter aufgerüstet werden müssten. Eine Gesichtserkennung, die nur in Ausnahmefällen funktioniere, sei immer noch besser als gar keine Gesichtserkennung, weshalb Wendt die Umsetzung noch in diesem…“

„… die Bürger mit einem Punktekonto zu erfassen, das sich aus zahlreichen unterschiedlichen Quellen speise. So könne nicht nur pünktliches Begleichen von Miet- und Energiekosten, sondern auch die Teilnahme an Wahlen sowie regelmäßige sportliche Aktivitäten in Absprache mit der Krankenkasse für positive…“

„… sehe der Bundesinnenminister bisher keine nennenswerten Gründe, auf eine flächendeckende Gesichtskontrolle nach chinesischem Muster zu verzichten. Seehofer habe verkündet, es hab durch diese Maßnahme bisher noch keine Unruhen der Bevölkerung gegenüber den Sicherheitsbehörden gegeben, deshalb sei die Maßnahme auch für einen im Frieden lebenden Staat eine sehr gute…“

„… die Verknüpfung der Person mit ihrer Steuer-ID für eine einfach Lösung halte, da sie nicht fälschungssicher sei. Ansonsten würde dies keine Rückschlüsse auf die…“

„… den Testlauf auf dem Gelände eines Verkehrsknotenpunktes durchführen wolle. Das Innenministerium wolle die Größe des Objekts an der Höhe der zur Verfügung stehenden Gelder…“

„… es zu zahlreichen Anfragen wegen der Punktekonten gekommen sei. Sollte die Gefahr bestehen, dass beispielsweise durch einen technischen Defekt die Boni bei der falschen Person gutgeschrieben werden, so könne man dies nicht mehr durch eine…“

„… auch die Deutsche Bahn AG beteiligt werden müsse. Die Qualität der Personentransporte sei inzwischen derart gesunken, dass sich an Bord der Züge eine real existierende Gefahr für Massenaufstände sowie die damit verbundenen…“

„… dass eine spezielle Abteilung der Sicherheitsbehörde doch noch Zugriff auf die Konten habe. Scheuer habe zunächst in einer Rede vor CSU-Parteikollegen bestätigt, dass starker Alkoholkonsum im Straßenverkehr durch einen Admin-Eingriff wieder auf den vorherigen…“

„… müsse es technische Maßnahmen geben, die Bundeswehrangehörigen, die kostenlos die Züge der Deutschen Bahn benutzen dürften, aus der Aufzeichnung zu löschen. Kramp-Karrenbauer sei besorgt, dass man im Ausland Gesichter der Armeeangehörigen wiedererkenne und sie so durch neu entwickelte KI zur Zielscheibe von in Deutschland entwickelten Waffensystemen zur…“

„… könne man die junge Generation möglicherweise durch technische Interaktion mit der Gesichtserkennung einbinden. Seehofer habe die Idee einer Selfie-Flatrate vorgebracht, mit der Smartphone-Besitzer über eine App direkt mit dem Kamerasystem eine…“

„… mit der parlamentarischen Indemnität verknüpft werden müsse, um die Freiheit der Abgeordneten sowie der Kandidaten für politische Mandate zu gewährleisten. Ein Generalschlüssel für das Opt-Out-System könne man den Parteien an die Hand geben, damit diese selbsttätig die…“

„… eine Instagram-Einbindung technisch keine Schwierigkeit darstelle. Andererseits wolle der Verfassungsschutz auch die Instagram-Daten in die Konten einspeisen, um eine leichtere Kontrolle der…“

„… es der aktuellen Kommission obliege, die Bewertung der Handlungen vorzunehmen. Diese Kommission sei wiederum vom Innenminister zu bestimmen, der als Teil der Bundesregierung ein…“

„… zu einer technischen Panne gekommen sei, als ein Bundestagsabgeordneter der Linken bei einer erheblichen Geschwindigkeitsübertretung auf der Autobahn ertappt worden sei. Er besitze zwar keinen Pkw und habe sich zur fraglichen Zeit nachweislich im Ausland aufgehalten, müsse jetzt aber wegen der Indizien zunächst mit einer…“

„… schaffe die Überwachung auch zahlreiche Arbeitsplätze. Nach Schätzungen der GdP benötige allein eine einmalige Sichtung des aufgezeichneten Materials 1,4 Milliarden Arbeitskräfte, die im Dreischichtbetrieb…“

„… seien viele Jugendliche der Ansicht, es gebe in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr. Durch ein soziales Punktesystem könnten die Behörden diejenigen leichter fangen, die die freie Meinungsäußerung beschneiden würden, um wieder eine echte Meinungsfreiheit in der…“

„… nur die Steuer-ID verändert habe, die mit dem Datensatz verknüpft worden sei. Damit sei zwar die Unschuld erwiesen, weitere Ermittlungen gegen den Abgeordneten seien allerdings aus Sicherheitsgründen…“

„… natürlich nicht alle selbst besetzen könne. Es spreche für Seehofer nichts dagegen, einen Großteil der Jobs an chinesische Spezialisten zu vergeben, die auch die Auswertung sensibler Daten wesentlich günstiger als die bisherigen US-amerikanischen…“

„… vor allem in den östlichen Bundesländern überzeugt seien, dass eine permanente Kontrolle der öffentlichen Äußerungen nichts verändern werde. In vielen Ortschaften sei es heute schon gefährlich, sich zu stark für demokratische Werte oder einen verfassungsrechtlichen…“





Statistische Bereinigung

11 09 2019

„Haben Sie die neuen Zahlen dabei? Prächtig! Das sieht sehr vielversprechend aus, und ich denke, damit sind wir auf einem guten Weg. Es sollte noch zwei bis drei Generationen dauern, dann sind die Deutschen endlich ausgestorben.

Das haben die Nazis ja schon gut erkannt, die Deutschen werden ausgerottet, und die Regierung macht das natürlich ganz genau. Wir überlassen nichts dem Zufall. Deshalb haben wir auch dieses Bundesamt für Volkstod eingerichtet – das kennt keiner, das ist dem Innenministerium unterstellt, und wer das Innenministerium kennt, der weiß, dass da manche Abteilungen am Feierabend geschlossen in die Klapsmühle einrücken – und machen jetzt die offizielle Statistik und Prognosen und alles, was man dazu wissen muss. Es soll ja geordnet zugehen, dafür sind wir schließlich in Deutschland.

Da wären zunächst mal die Spätaussiedler, aus osteuropäischen Ländern stammende Passdeutsche und sogenannte Beutegermanen. Russen, deren Großmütter mal eine Affäre mit einem deutschen Schäferhund hatte, die sind vor Putin geflohen, wollen aber jetzt, dass es in Deutschland so aussieht wie in der Sowjetunion. Nach ihren eigenen Moralvorstellungen müsste man die mit dem Gewehrkolben voran über die Grenze prügeln. Die kann man aus der deutschen Bevölkerung schon mal rausrechnen. Das sind schon ein paar, und da fängt es an. Wir wollen ja historisch korrekt sein.

Und dann die ganzen Polen. Nein, nicht die aus der EU, ich meine die Czymaniaks und Kowalskis, die wir seit hundertfünfzig Jahren nicht mehr aus Deutschland rauskriegen. Das sind auch keine Arbeitsmigranten, wie uns die Sozialromantiker aus den Vertriebenenverbänden immer weismachen wollen, das sind bloß Wirtschaftsasylanten. Und davon, dass nach deren geostrategischer Planung deren Heimat sowieso zu Deutschland gehören sollte, wird’s ja auch nicht besser. Alles, was damals eingewandert ist, alle Nachfahren, Pässe weg. Fertig. Damit können Sie dann Nordrhein-Westfalen zum Manövergebiet machen. Gucken Sie mich nicht so an, das war deren Idee. Wir setzen das jetzt einfach nur um.

Sie dürfen eben nicht in der Enkelgeneration schon Schluss machen, das ist der Trick. Sonst wäre es ja irgendwann egal, ob jemand aus China kommt oder aus Arabien, denen sieht man ihre nichtdeutsche Herkunft ja weiterhin an, und dann kann man das nicht einfach durch statistische Bereinigung unter den Tisch fallen lassen. Im Gegenteil, wir sind heute durch unsere technischen Mittel, und die Menge der Daten – da haben die Nazis damals mal etwas richtig gemacht – die Mengte der Daten spricht ja auch dafür, dass man sie eher nutzen sollte, wenn sie denn nun schon einmal da sind, oder nicht?

Natürlich müssen wir uns auch bei den anderen Nationalitäten an die jetzt praktizierten Methoden halten. Griechen, Spanier, Portugiesen, Italiener, das sind ja nun mal keine richtigen Deutschen, nur weil sie irgendwann als Gastarbeiter gekommen sind. Von den Türken wollen wir gleich gar nicht anfangen. Aber haben Sie eine Ahnung, wie viele Franzosen sich in Deutschland festgesetzt haben? Ich sage nur: Erbfeind. Wenn es ein Argument gibt, die nicht als herkunftsdeutschen Teil des Volkes zu betrachten, hier haben Sie es. Die Nazis wollen eine geschichtsbewusste Aufarbeitung der Migration in Deutschland, also bekommen sie die auch.

Wobei es schon schwierig wird. Unser Referat für historische Identitätsforschung hatte erst vorschlagen wollen, dass wir das Deutschland des geschichtlichen Querschnitts zum Maßstab nehmen, aber da gibt’s Probleme. Die Leute hier wussten ja für Jahrhunderte gar nicht, dass sie Deutsche sind. Die waren Kurhessen und Preußen und Sachsen und alles, aber keine Deutschen. Den Begriff kannte keine Sau. Wenn man jetzt eine Sippe aus Anhalt hat, die sich nirgendwo sonst niedergelassen hat, höchstens vielleicht in Ostpreußen, sind das dann überhaupt Deutsche? Und dann verstehe ich auch nicht, weil das ja dann alles irgendwann mal irgendwie deutsch war, warum beispielsweise die Nachfahren der Einwohner von Deutsch-Ostafrika nicht automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Dass die hinterher in Tansania oder in Mosambik gelebt haben, das ist doch kein Grund. Die Enkel der eingewanderten Türken sind doch auch trotz deutschem Pass nie Herkunftsdeutsche, obwohl sie hier geboren und aufgewachsen sind. Da muss man auch mal klare Kante zeigen.

Ja, so kommt eben eins zum anderen, und dann stellen Sie irgendwann beim Betrachten des bisher erarbeiteten statistischen Materials fest, wir brauchen gar keine Einwanderung mehr. Keine Flüchtlinge, keine Asylbewerber, keine Zuwanderung, gar nichts. Wir brauchen bloß die richtigen Parameter, dann muss hier keiner mehr ins Land kommen und wir haben uns bereits komplett abgeschafft. Dauert noch ein bisschen, kommt aber so sicher wie das Amen in der Kirche. Und da sollen die Nazis noch einmal sagen, wir würden sie ausgrenzen. Man kann doch mit diesen Ideen eine Menge anfangen, oder nicht?

Jetzt müssen Sie nur noch ein bisschen an ‚deutsch‘ arbeiten. Wie wäre es denn, wenn wir die Definition der Reichsbürger übernehmen würden, nach der es den heutigen Staat, die Bundesrepublik, gar nicht gibt, und weil die logischerweise dann auch keine Einwohner hat, haben wir uns bereits total abgevolkt, also volksgetötet. Oder irgendwie so. Kann man doch machen?“





Zweite Meinung

10 09 2019

„… müsse es eine Entlastung der Arztpraxen geben. Patienten, die unnötige medizinische Hilfe in Anspruch nähmen, sollten künftig durch eine Strafzahlung in Höhe von…“

„… die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Kritik stehe. Ihr Vorsitzender Gassen habe dagegen argumentiert, dass die Ärzte immer noch zu viel Zeit mit überflüssigen Konsultationen verschwenden würden und keine Zeit mehr für…“

„… fordere Spahn eine sofortige Erhöhung der Kassenbeiträge, wenn sich herausstelle, dass Arbeitnehmer ohne eine klare Diagnose in die Sprechstunde eines…“

„… die Strafzahlungen abgestuft verhängt werden müssten. Da die Strafen nicht prozentual berechnet würden und oft von erheblicher Höhe seien, müsse man spätestens beim zweiten Missbrauch eine Kündigung des…“

„… richtiggestellt habe. Es gehe Gassen nicht um mehr Patienten, es sei nur inzwischen nicht mehr tolerabel, dass die Ärzte keine Zeit mehr für Golf und Segeln fänden und ihr sozialen Kontakte dadurch erheblich…“

„… gehe es nicht um Sanktionen für chronisch kranke Menschen. Die Ärztekammer sehe hier die Kompetenz klar bei der Bundesagentur für Arbeit, die mit ihrer Sanktionspraxis erfolgreich für eine Senkung der…“

„… könne im Gegenzug bei einer geringen Inanspruchnahme der Versicherungsleistungen die freiwillige Rückzahlung von Kassenbeiträgen auf 0,0001‰ steigen, berechnet auf einen 97-jährigen Patienten, der bereits im Alter von 0 Jahren die Versicherung abschließt und nicht mehr als…“

„… würden die Krankenkassen die Rauswurf-Klausel nicht als sozialwidrig bezeichnen. In der Versicherungswirtschaft sei es durchaus Usus, dass nach jahrzehntelanger Zahlung für eine Police beim geringsten Schadenfall die…“

„… empfehle die Kassenärztliche Vereinigung eine ausführliche Internet-Recherche, um sich vorab mit einer Differenzialdiagnose an den Arzt wenden zu können, der dann als…“

„… nicht für Patienten gelten dürfe, die zuvor einen Heilpraktiker konsultiert hätten, um schließlich eine richtige Behandlung in der Praxis eines…“

„… könne sich Spahn durchaus vorstellen, dass erst nach dem dritten Verdachtsfall eine gesetzliche Versicherung gekündigt werden dürfe. Es stehe den mutmaßlichen Sozialschmarotzern allerdings frei, danach eine private Krankenversicherung zu…“

„… die aus Google gewonnene Anamnese durchaus vertrauenswürdig sei. Die ärztliche Konsultation sei dann regelmäßig wie eine zweite Meinung zu behandeln, die von der Kasse nicht mehr gezahlt werden müsse, da sie nach dem…“

„… richte sich die Maßnahme aber nach den Bedürfnissen der Patienten. Diese hätten kein Interesse daran, unnötig lange im Wartezimmer zu sitzen und die…“

„… wolle die Kassenärztliche Vereinigung eine rasche Klärung der rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Da Notfälle wegen der nicht ausreichend gelieferten Diagnosedaten seitens der Patienten in Zukunft sowohl von niedergelassenen Ärzten als auch von Krankenhäusern abgelehnt werden dürften, könne man bereits jetzt die Straffung der Kassenstruktur ins Auge fassen und eine wesentlich höhere Abrechnung für die…“

„… kostenlose Volkshochschulkurse für alle chronisch Erkrankten anbieten wolle, die sich im Gegenzug verpflichten würden, einen Großteil ihrer Medikamente auf eigene Kosten zu…“

„… könne ein nicht notwendiger Arztbesuch allerdings rechtssicher nur dann als nicht notwendig beurteilt werden, wenn er von einem Arzt im Zuges einer regulären…“

„… die Besuche von Privatpatienten gar nicht überflüssig sein könnten, da sie dem Überleben der Ärzte mit Kassenzulassung dienlich seien. Spahn habe zugesichert, die Leistungen den Privatkassen in keinem wie auch immer gearteten…“

„… die Implantatindustrie Arbeitsplätze abbauen müsse, wenn Patienten dazu übergingen, ohne akute Notwendigkeit in die Sprechstunde zu kommen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Lieferant sei zerstört, weil der Patient sich immer wieder anmaße, mit seiner eigenen…“

„… die nicht notwendigen Arztbesuche für eine Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen vorzusehen, um eine korrekte Höhe der Sanktionen zu bestimmen. Diese würden automatisch mit den…“

„… wolle das Gesundheitsministerium die Broschüre Jetzt helfe ich mir selbst in unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten auf den Markt bringen, um Hilfe zur Selbsthilfe auch für die akademisch nicht gebildeten…“

„… dass eine Überprüfung der Konsultationen durch den Medizinischen Dienst angesichts der aktuellen Personalstärke nur mit zwei bis drei Jahren Verzögerung durchführbar sei. Spahn sehe dies positiv, da sich abgesehen von vielen in der Zwischenzeit auftretenden Todesfällen auch eine große Anzahl von Patienten nicht mehr mit einer vergleichbaren Diagnostik in den…“