Moralmarmelade

20 09 2018

„Das kommt für Sie vielleicht ein bisschen überraschend, weil wir scheinbar das fordern, was sowieso schon der Wirklichkeit entspricht – was man als populistische Regierungspartei halt so tut, wenn der Tag lang ist. Aber diese Abkehr von religiösen Werten, die hat bei uns in der Union den Hintergrund, dass wir uns endlich mal neu erfinden wollen. Diesmal säkular.

Schauen Sie mal, das steht ja alles in deren Schriften drin, und im Gegensatz zu den anderen muss man bei Christen nicht einmal in irgendeiner langwierigen Traditionslinie wühlen, um den ganzen Kram zu finden. Bis auf den Zölibat etwa oder die Monogamie, die hatten ursprünglich ja rein wirtschaftliche Gründe, aber man kann das heute mit etwas Moralmarmelade besser verkaufen. Also haben wir uns gefragt, wenn eine Religion noch im neutestamentarischen Sinne – im kirchlichen Sinne heißt ja kirchlich mehr als kirchlich – jede Form von Homosexualität als Todsünde ansieht, muss man das nicht als verfassungsfeindlich ansehen? Ich bin ja im Prinzip gegen Pauschalurteile, aber sie machen es einem halt so leicht.

Haben Sie schon mal versucht, Bischof zu werden? also als Frau? Kommen Sie mir jetzt nicht mit den Evangelen, die haben seit Jahren jeden Durchschnittsmuslim mit diesen durchgeknallten Islamisten auf eine Stufe gestellt, dann dürfen wir auch alle Lutheraner, alle Kopten, sämtliche Orthodoxen und alle anderen Sekten am Papst messen. Gleiches Recht für alle, auch wenn es mal sehr wehtut. Wir fassen mal zusammen, dass alle Frauen in der christlichen Lehre brutal unterdrückt werden, und gut. Das wurden sie in der Union bis dato natürlich auch, was einerseits auch stark von der sozialen Herkunft abhängt – versuchen Sie mal als Tochter einer alleinerziehenden arabischen Dauererwerbslosen Bundesministerin zu werden – andererseits aber dadurch auch wieder die Auswirkungen des christlichen Menschenbildes zeitigt. Immer vorausgesetzt, dass diese Ideologie von oben aufgepfropft wurde.

Wenn Sie kürzlich mal den Koran gelesen haben sollten – vielleicht schreiben Sie ja gerade ein Buch darüber, das macht ja heutzutage jeder Halbaffe – dann stellen Sie vielleicht erleichtert fest, dass er so dünn ist. Im Gegensatz zur Bibel ist man viel schneller fertig mit dem Stuss. Die glauben auch nicht an die Auferstehung von den Toten, vermutlich haben bei uns die Bestatter die bessere Lobbyarbeit gemacht, vielleicht waren im Orient auch die Mediziner besser, und mal ehrlich: wenn man eine unter den abrahamitischen Religionen kritisieren sollte, dann doch bitte die, die diesen komplett anthropozentrischen Gedanken vom Sohn einer Gottheit propagiert. Sie wissen nicht, was ‚anthropozentrisch‘ heißt? Sagen Sie das doch.

Früher musste man ja noch an die unbefleckte Empfängnis glauben, um als Arzt an einem christlichen Krankenhaus arbeiten zu können, inzwischen reicht es aus, wenn man das staatlich verordnete Tanzverbot als billige Vorlage nimmt, um säkularen Arbeitnehmern vorzuwerfen, sie würden auf Kosten ihrer eigenen Ideologie an den Feiertagen gerne ausschlafen. Was meinen Sie wohl, woher wir den Pflegenotstand haben. Aus zu viel Betroffenheit für Schichtarbeit ist er jedenfalls nicht entstanden.

Bis jetzt haben wir nur ein einziges Urteil aus Karlsruhe, dass Kirchensteuer ausschließlich von Kirchenmitgliedern erhoben werden darf. Also auch nur ein einziges, das die Kirche als linksradikal beschimpfen und bis heute ignorieren kann. Das wäre so, als gäbe es plötzlich eine Umsatzsteuer, und nur der Verband der Süßwarenindustrie würde sich weigern, die Steuern abzuführen. Da kommen ein paar nette Herren vorbei, zack! aufs Maul, und die Sache wäre vom Tisch. Und das lassen wir uns als aufgeklärter Rechtsstaat natürlich gefallen, weil Bonbons immer schon über der Verfassung standen.

Die Kirche hat teilweise durch Einzelmeinungen schon zugegeben, man kann in der Kirche sein und Nazi, das funktioniert. Es finden sich da so viele Parallelen, Frauenhass, Hass auf Aufklärung und Abneigung gegenüber Menschenrechten, eine klare Hinwendung zum autoritären Menschenbild, zu Hierarchien, die Missbrauch fördern, begünstigen und vertuschen – man könnte von bekennenden Christen einfach mal ein schriftliches Bekenntnis zum Grundgesetz einfordern, am besten alle drei Tage oder dreimal am Tag, wie man das sonst bei anderen wollte. Schließlich haben wir Meinungsfreiheit, und da kann sich jeder frei entscheiden, ob er eine christliche Meinung haben will oder lieber nicht. Das halten wir aus. Und das stützt uns nicht zuletzt in den östlichen Parteistrukturen, die Leute da sind ja kaum formal konfessionell gebunden, was die ethischen Grundlagen angeht, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, die haben die letzten tausend Jahre wenig mitgekriegt.

Wir reagieren übrigens ein bisschen verschnupft auf die Versuche, irgendeine Privatversion von Religion für den Wahlkampf zu instrumentalisieren. Die Kirche ist zwar für den Staat ein guter Kooperationspartner, aber das heißt noch lange nicht, dass Sie hier überall Kreuze aufhängen dürfen, wohin der Arm der Union reicht. Das sehen wir uns jetzt sehr genau an, und dann entscheiden wir, ob wir uns das gefallen lassen. Wissen Sie, wenn bei uns schon keiner mehr die Verfassung schützt, dann machen wir das eben selbst.“

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Wie Pech und Schwefel

19 09 2018

„Und deshalb will er sich jetzt an Söder rächen?“ „Man muss damit rechnen, ja.“ „Aber mal ehrlich, finden Sie das nicht ein bisschen aufwendig, selbst für einen manisch veranlagten Typen wie ihn?“ „Sie wissen doch, was er bisher unternommen hat, um Merkel zu schaden. Und Sie wissen, was er macht, wenn er sich ins Knie geschossen hat?“ „Weiter?“ „Eben.“

„Aber jetzt nehmen wir mal an, Sie haben recht und er macht das alles nur mit dem Ziel, Söder die Landtagswahl so richtig zu versauen.“ „Meinen Sie nicht, dass er da auf einem verdammt guten Weg ist, das Ding in die Grütze zu reiten?“ „Ja und nein. Natürlich ist er erfolgreich, das sieht man schon an den 35 Prozent, die er der CSU eingebrockt hat.“ „Und das sind nur Momentaufnahmen – geben Sie dem Mann noch drei, vier Wochen Zeit, dann kann sich die Partei als Wurmfortsatz der AfD an der Fünf-Prozent-Hürde entzünden.“ „Ja, mag sein, aber das ist doch ein Himmelfahrtskommando. Wenn Seehofer den Christsozialen ein solches Debakel verursacht, dass sie mit den Grünen regieren müssen, weil es sonst nur für SPD und Linke reicht, dann holen doch die Parteigranden die Flinte aus dem Schrank und veranstalten ein Schützenfest.“ „Seit wann hat Seehofer interessiert, was er mit seinen Handlungen verursacht?“ „Noch nie.“ „Und dann soll er kurz vor dem grandiosen Finale seiner Karriere als Knalltüte vom Dienst damit anfangen?“

„Was würde er denn damit erreichen, wenn Söder abgesägt wird?“ „Der wird nicht abgesägt, der muss vor der kompletten Partei den Schwanz einkneifen und zurücktreten. Die Demütigung wird ihm keiner abnehmen.“ „Gut, was hätte er von Söders Rücktritt?“ „Er wird seine braunen Brezeln überall da installieren, wo noch Stühle frei sind.“ „Ich will das ja gar nicht abstreiten, aber was ist das für ihn für eine Zukunft?“ „Warten Sie doch mal ab. Er schraubt Dobrindt und Scheuer und diese ganzen Aushilfskellner auf den Sesseln fest, und die werden sich schon für ihn verwenden.“ „Sind Sie sich da so sicher, dass das passiert?“ „Aber ja, das kriegen die schon hin. Sie dürfen nicht vergessen, die CSU hat ein besonderes Verhältnis zu derart eindeutigen Schuldfragen: es interessiert sie einfach nicht.“ „Wie, das interessiert sie nicht?“ „Sie brauchen einen Sündenbock, den kriegen sie mit Söder geliefert – erst jubeln sie ihn hoch, dann rebellieren sie, das ist gut für die Verdauung, eine Maß drauf, und gut. Und wenn jemand schuldig ist, also objektiv schuldig im Sinne von: keine grobe Fahrlässigkeit, sondern mit voller Absicht vergeigt, mehrmals, abstreiten, leugnen, und dann mit einem großen Knall abhauen, was meinen Sie? Den holt man im Triumphzug zurück. Weil er einer der Ihren ist, und die lässt man nicht im Stich.“

„Fast hätten Sie mich überzeugt.“ „Fast? also bitte, das ist doch ein absolut ausgeklügelter Plan, das ist doch die…“ „Eben.“ „Verflucht, Sie haben recht! Das passt nicht zu Seehofer!“ „Das ist der Punkt, und haben Sie darüber nachgedacht, dass es nicht genau umgekehrt sein könnte?“ „Also Söder will Seehofer eins auswischen!?“

„Denken Sie mal darüber nach: Söder hat immer wieder gesagt, dass er Ministerpräsident werden will.“ „Gesagt ist gut, er war das personifizierte Spruchband.“ „Genau, und was ist dann plötzlich passiert?“ „Er wurde Ministerpräsident.“ „Mit der Folge, dass er, der bisher eine für CSU-Maßstäbe fast normale Karriere als Gartenzwerg mit schwerer Profilneurose hingelegt hatte, plötzlich vorne an der Rampe stand.“ „Das stimmt. Auf einmal musste er liefern.“ „Und dann hat er geliefert. Was er bisher mit Majestätsbeleidigung und Medienschelte unter sich gelassen hatte, das waren kleine Talentproben, ob er’s drauf hat, sich bis auf die Knochen zu blamieren und mit erhobener Nase abzugehen. Das hat ihm Seehofer vorgemacht, und das hat er sehr gut verinnerlicht.“ „Aber ich verstehe immer noch nicht, warum das Söders Rache sein soll.“ „Warten Sie ab. Er hat sich mit der Kreuzdebatte, mit dem Gepöbel um Asyltourismus oder die Anti-Abschiebe-Industrie bei allen unbeleibt gemacht, sogar bei der Kirche.“ „Naja, wenn man’s kann.“ „Jetzt merkt Söder, ihm ist das Amt drei Nummern zu groß. Und das zahlt er Seehofer heim.“

„Die beiden haben aber doch so harmonisch gemeinsam an dem Ast gesägt, auf dem die CSU über dem Abgrund schaukelt.“ „Natürlich, zwei wie Pech und Schwefel.“ „Was die Wirkung für den Freistaat angeht, dürften Sie recht haben.“ „Und dann ist die Sache gekippt. Söder hat mit seinem Fimmel um religiöse Symbole die Atmosphäre angeheizt, er hat Seehofer nicht zurückgehalten, schlimmer noch: er hat seinem Parteichef auch noch öffentlich Loyalität signalisiert, wie man das in einem kontrovers geführten Wahlkampf eben so tut. Und er hat genau gewusst, das geht schief.“ „Sie meinen also, er wolle diese Katastrophe bei der Landtagswahl nicht nur nicht verhindern, sondern sie im Gegenteil aktiv herbeiführen?“ „Richtig. Dann ist er weg, nirgends ist adäquater oder etwas weniger adäquater Ersatz auszumachen, und Seehofer muss mit dem ganzen Schlamassel fertig werden.“ „Immerhin ist er noch Parteivorsitzender.“ „Und das wird er genauso bereuen, wie Söder seinen Wunsch, Ministerpräsident zu werden. Dann ist er geliefert, weil er nicht mehr zur Seite ausweichen kann wie sonst. Und dann kommt Merkel.“ „Furchtbar! Hoffentlich hat die Partei ein Einsehen und hilft ihm.“ „Die CSU? Das glauben Sie doch selbst nicht.“ „Wer reden von denen? Ich meine die AfD!“





Weißwurst

18 09 2018

„… nicht nur in Bayern, sondern auch in den restlichen deutschen Provinzen, die dem Freistaat angegliedert seien, für eine brutalstmögliche und lückenloseste Aufklärung des Dieselskandals sorgen und die Rolle der CSU als entschiedenste Umweltpartei in der ganzen BRD sofort und mit tausendprozentiger…“

„… offenbar Scheiße vom falschen Baum geraucht habe und dringend seinen Dealer wechseln solle. Der BMW-Vorstandsvorsitzende Krüger habe sich gefragt, ob Scheuer noch alle Tassen im…“

„… die Christsozialen damit gescheitert seien, deutsche Amts- und Landgericht für befangen zu erklären, weil diese Fahrverbote für Diesel-Pkw auf kommunaler Ebene im Zuge einer…“

„… zwar richtig sei, dass der Bundesminister die Manager als Drecksäcke, linkslinke Schweine, Kommunistenschwuchteln und grüne Volksverräter bezeichnet habe. Dies sei jedoch in Absprache mit der CSU-Führung und daher ohne weitere Gedanken über die Folgen dieser Äußerungen geschehen, weshalb Scheuer jetzt zunächst die Automobilkonzerne in der Pflicht sehe, mit einer vernunftbetonten Antwort die Öffentlichkeit von ihrer…“

„… dass auch andere konservativ regierte Bundesländer sich für Fahrverbote einsetzten, so sie der offiziellen Umweltschutzpolitik förderlich seien. Hessen sehe derzeit keinen Grund, auf die reaktionäre Linie des bayerischen…“

„… es noch große technische Bedenken im Bereich der Umweltschutztechnologie gebe. Scheuer habe sich nach Auskunft seines Sprechers zwei Quartanerinnen ins Ministerium bestellt, die ihm mit dem notwendigen physikalischen Fachwissen zur…“

„… es die Automobilindustrie recht gelassen sehe. Es stehe Scheuer jederzeit frei, Bundesmittel für die Aufrüstung von Dieselfahrzeugen zu versprechen, er müsse dies jedoch mit dem Ministerium für…“

„… technische Aufrüstungen aber weiterhin ablehne, da sie zwar Arbeitsplätze sicherten, was aber nur im Interesse der Wähler und nicht der bayerischen…“

„… Scholz die Pressevertreter gefragt habe, ob man in Berlin neuerdings Weißwurst kokse. Er habe weder von der Bundeskanzlerin noch von seinen Staatssekretären eine Nachricht bekommen, dass eine dreistellige Milliardensumme für deutsche Dieselfahrer im Nachtragshaushalt der…“

„… ein Urteil der EU niemals akzeptieren werde. Scheuer werde sich dafür einsetzen, dass der Freistaat aus der Europäischen Union geschlossen austrete, wenn es zu einer Strafzahlung für die…“

„… freiwillige Updates nicht zu bezahlen seien, da eine Überprüfung der Software technisch nicht ohne Dritthilfe bewerkstelligt werden könne. Das Bundesinnenministerium wolle keine Kontrolle durch legale Maßnahmen veranlassen, da sich auch Partei- und regierungsnahe Mitglieder unter den Fahrern der…“

„… dass das Verändern der Software noch mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen werde. Scheuer habe sich entschlossen, den Konzernen vier Jahre Zeit zu geben, um seinem Nachfolger im Bundesministerium für…“

„… könne die CSU sich mit den Autokonzernen einigen, wenn ein vernünftiges Angebot für eine Wahlkampffinanzierung vorliege, das es Scheuer erlaube, die Ablösung des Übergangschefs Söder schnellstmöglich zu…“

„… fordere die AfD eine Dieselgarantie bis 2050. Die Christsozialen hätten sich durch eine Einigung auf 2048 zwar schon intern gefestigt, wollten diese Marschroute aber erst nach der Wahl als offizielles…“

„… werde Scheuer persönlich dafür einstehen, dass die Autokonzerne hundert Prozent der geforderten Kosten für einen Umbau der Fahrzeuge und eine Entschädigung in Höhe von…“

„… minderjährige slowakische Hostessen aufgetaucht seien, die anlässlich von Scheuers Promotionsfeier in einem bayerischen…“

„… bis zum dreifachen Kaufpreis der Neuwagen erstattet werde. Die durch ausländische Hetze verunsicherte Autoindustrie müsse im Land gehalten werden, da sie in die USA abwandern und mit massiven Strafzöllen zu einer Katastrophe für die Mittelschicht in der…“

„… empfehle Lindner insbesondere den Arbeitslosen, Oldtimer zu kaufen. Wer nach dem Erwerb einer Eigentumswohnung die gesparten Mietzahlungen sinnvoll anlegen wolle, könne ab wenigen hunderttausend Euro bereits mit einer Wertsteigerung von mehr als…“

„… müsse man Investitionsanreize für geprellte Dieselkäufer schaffen, da diese die Hauptzielgruppe für Dieselfahrzeuge seien, denn nur sie könnten nach Scheuers Meinung die Vorzüge eines Diesels gegenüber anderen Fahrzeugen überhaupt sehen. Es verhielte sich mit der CSU ähnlich, weshalb eine absolute Mehrheit bei den Landtagswahlen nur noch eine Frage der…“





Hooligan Tours

17 09 2018

„Taaaa-taaa-ta-taaaa – kennen Sie? Kennen Sie bestimmt! Taaaa-taaa-ta-taaaa, taaa-ta-taaa-ta-taaa, ta-taaaa! Ist doch von diesem Franzosen, wie hieß der noch – egal, aber die spielen das überall, und da hatte ich sofort die zündende Idee. Damit lässt sich doch Geld verdienen?

So eine Demo gegen Kohle oder Atomstrom, die kann ja meine Oma anmelden. Da kriegen Sie sogar die Polizei kostenlos gestellt, Wasserwerfer ist im Preis inbegriffen, da tut der Staat alles. Wir haben’s ja! Aber so ein nationaler Trauermarsch, den müssen Sie erst mal organisieren. Und jetzt kommen wir!

Also wir waren ja schon länger im Geschäft, erst Hooligan Tours, dann hatten wir Stress mit der Zahlungsmoral und haben nur noch die NDP versorgt, dann kamen irgendwann die besorgten Bürger, und jetzt bietet sich ja quasi über Nacht eine hervorragende Geschäftsidee. Trauermärsche sind ja wie Katastrophentourismus, das ist denen doch scheißegal, ob es da einen Mord gegeben hat oder Notwehr mit Todesfolge, die wollen ordentlich die Sau rauslassen. Ist mir im Prinzip auch wumpe, wer das zahlt, die meisten können ja unter der Woche quer durch Sachsen nach Kandel und retour, vermutlich Angestellte der Partei, oder die werden als schlechtes Beispiel durchgebracht. Einer von denen hat mir ja erzählt, die Partei hat gesagt, er soll nicht wieder zurück in die Fabrik, weil da seit zwanzig Jahren die ganzen Ausländer sind, sonst könnte er nicht mehr behaupten, die Flüchtlinge hätten ihm den Job weggenommnen. Wie gesagt, wer das bezahlt, ist mir wurst.

Wir gesagt, wir sind Full-Service-Dienstleister der ersten Stunde, die ersten Touren gingen damals nach Dresden. Seitdem hat’s aber eigentlich auch nicht mehr aufgehört, die wollten immer wieder mit uns fahren, dann kamen irgendwann die Ableger, da konnten wir die Leutchen dienstags nach Sachsen karren, nach Köln, München, Berlin, das war ja anfangs auch eine schöne Zeit. Aber irgendwann wird natürlich alles langweilig, die ersten fingen schon an, die normalen Bahnfahrpläne zu checken, bei denen hat’s ein bisschen länger gedauert, aber einer von ihnen konnte ein bisschen die Uhr lesen, und ein Drittel war schließlich weg. Dann kam die Silvesternacht von Köln gab noch mal gewissen Auftrieb in der Zwischenzeit, neues Thema für die alten Leute, denen war’s ja letztlich auch schnurz, ob da ein Rumäne kleine Kinder frisst oder ein Afrikaner mit dem Smartphone eingereist kommt, die wollten einfach nur Krawall. Hat mich an meine ersten Bustouren mit dem Borussen-Shuttle erinnert, irgendwie romantisch, aber auch der Zauber hat sich dann irgendwann wieder gelegt. Was wir heute haben, ist der Glücksfall für die Branche.

Soll ja die Partei nicht alleine behaupten können, dass sie von der ganzen Hysterie um den Niedergang der deutschen Rasse finanziell profitiert und dadurch gerade noch mal ihren Arsch gerettet hat. Wir haben jetzt endlich wieder einen blühenden Busbetrieb, die Preise kann man anhand der ständig wechselnden Trauerfälle auch moderat nach oben korrigieren, wir haben jetzt etwas mehr als das Doppelte der Bahn, aber bis die Knalldeppen das merken, haben sie vermutlich nichts mehr auf der Naht. Dazu liefen wir jetzt das ganze Equipment, vom Deutschland-Ausländerfrei-Transpi mit Handgriffen und wetterfester Schutzhülle bis zur Deutschland-Mütze. Wobei das ist ja auch lustig, wir haben da knapp fünftausend Stück an die AfD in Sachsen verkauft, Barzahlung, die Lieferung war ans Bundesamt für Verfassungsschutz, Bundesamt, nicht Landesamt, und dann sind die Dinger vom LKA verteilt worden. Da versteht jemand offenbar eine Menge von Multi-Level-Marketing. Aber wir haben die Lager geräumt, der Artikel ist erst mal durch, wir verlegen uns wieder aufs Kerngeschäft.

Natürlich haben wir inzwischen Bonuskarten, die AfD-Abgeordneten, die gar nicht bei den Demos außerparlamentarischer Rechtsextremisten anwesend sein dürften, kommen natürlich billiger davon, ich meine, der Preis für sie ist nicht ganz so hoch. Also noch nicht. Kann ja auch sein, dass sich das irgendwann ändert, aber noch sind wir nicht so weit. Wir sind ja bereits in Verhandlungen, ob wir dem Parteivorstand oder wenigstens der Fraktion im Bundestag einen Viehschein ausstellen, dann müssen die sich nicht immer alleine anmelden. Auf der anderen Seite werden wir dann den Promi-Bus einsparen müssen, dann fahren die inmitten ihres besoffenen Fußvolks.

Das mit dem Rednerservice, das müssten wir noch besser organisieren. Die vielen Trauernden fahren ja inzwischen nur noch zwischen den zwei bis drei Städten hin und her, wo es überhaupt etwas zu trauern gibt, und hören sich immer dieselben Reden an von Rechtsextremisten, die sich als betroffene Bürger kostümieren, mit Hakenkreuz-Shirts und Reichskriegsflagge, und dann den Nationalsozialismus fordern. Wenn man dreimal in der Woche denselben Scheiß hört, wissen Sie, ich würde da auch wütend werden. Und wenn man als Parteimitglied, das noch nicht einmal auf so einer Demonstration mitlaufen darf, plötzlich neben den ganzen anderen Parteimitgliedern, die auch nicht auf so einer Demonstration mitlaufen dürfen, in der erste Reihe steht, dann macht einen das schon sehr betroffen, das kann ich nachvollziehen.

Wie es weitergeht? Keine Ahnung. Bis jetzt läuft der Laden. Übrigens, der neue Bus – nächste Woche ist Betriebsausflug beim Bundesamt für Verfassungsschutz!“





In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDX)

15 09 2018

Will Eliška in Moldauquelle
ins Lädchen, und zwar auf die Schnelle,
nimmt sie, jede Wette,
das Rad, dessen Kette
oft hakt, und kommt nicht von der Stelle.

Iwannis, der raucht in al-Haul
bisweilen schon mehr, als er soll.
Nur Samstag vorm Putzen
kann er rauchfrei nutzen,
dann sind alle drei Ascher voll.

Steht Šárkas Gefährt in Markt Schurz
im Parkverbot, ist ihr das schnurz.
Der Lack ist jetzt kratzig,
doch denkt sie sich patzig,
zwei Stunden sind für sie doch kurz.

Younès, der warb in Oukaïmeden,
er leiste Ersatz auch bei Schäden,
bei Fahrlässigkeiten
und zu allen Zeiten.
Die Crux: er versicherte jeden.

Da Jan durchaus in Mildeneichen
nicht wusste, warum sie sich gleichen,
erforscht er mit Feuer
das Wesen der Eier
und ließ sie durch Kochen erweichen.

Da Trudy, die Nichte aus Oxon Hill,
partout dabei bleibt, dass sie boxen will,
hilft Tantchen beim Üben
und hält nach Belieben
für sie dort im Stall einen Ochsen still.

Wenn Gašpars Gesellen in Luken
des Nachts ihre Brötchen fein buken,
dann zog er die Lädchen
fest zu, denn im Städtchen
soll’s, wie er glaubt, zu der Zeit spuken.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXXI): Die zerstörerischen Eliten

14 09 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Geschichte, und das wissen die königlichen Statthalter, wird immer von Lumpenproletariern geschrieben, die in ihrer fortwährenden Diktatur seit Anbeginn der Zeitrechnung aufhetzen zum unnatürlichsten aller Zustände, zum Frieden gegen den anderen. Nur kurz gelingt es den Auserwählten, die ganze Gesellschaft einmal knietief in Blutsuppe zu prügeln, und sei es nur durch vorübergehende Verwüstung vermittelst eines Bürgerkrieges, gerne auch auf den Schlachtfeldern der Missgunst, die in billigem Theaterfeuer sich erschöpft und höchstens ein paar Brandblasen am Arsch der Kanaille lässt. Nichts wäre den Mächtigen fremder als eine Welt ohne Fußvolk, denn wer sollte sonst ihre Stiefel putzen, lecken oder ins Gesicht kriegen? Das Heer der Abhängigen zu schützen und zu mehren ist ihre vornehmste Aufgabe. Allerdings auch ihre einzige.

Denn nicht Bäcker, Bänker regieren diesen Sumpf aus Trägheit und Trotz, dessen Manieren nicht reichen, um Fackeln und Mistgabeln in die Hand zu nehmen für Korrekturmaßnahmen an der Kaste der Plünderer. Denn nicht die Leistung ist für die Dicke der Konten verantwortlich, längst nicht mehr, und eigentlich ist dies nie der Fall gewesen, nur haben sich heute auch Pappnasen unterhalb des Leihadels ihr Geburtsrecht erkauft und geben die Regalien an die missratene Brut weiter – die Lizenz zum Fleddern wird wie in alten Zeiten mit dem goldenen Löffel weitergegeben und fräst sich von Dynastie zu Dynastie quer durch die Schicht, die oben auf dem Tümpel schwimmt, der Unrat mit dem verführerischen Glanz für Schmeißfliegen, der sich nicht mit dem Wasser mischt. Die Eliten aus Management und Führung sind keine Aufsteiger, sie sind nur Kinder der alten Eliten, die keiner in ihre Position gewählt hat.

Und sie sind keine globale Elite, die von einem Staat zum anderen zieht, hier einen Konzern in die Grütze kloppt, dort einer Volkswirtschaft die Kerze auspustet, sie bleiben im eigenen Lande und nähren sich unredlich. Noch reiten die Raubritter unter eigenem Wappen durch die eigenen Pissklitschen, um nicht auf fremdem Territorium das Esszimmer renoviert zu bekommen, denn nicht Ganovenehre gilt, wie bei anderen Staubsaugervertretern auch ist es schnöder Gebietsschutz, der geistig vernagelte Schwachmaten in ihrer kuscheligen Pfütze hält. Sie haben selten den Ausbruch gewagt, wohin auch – lieber sezieren und herrschen sie, weil sie die fremden Märkte, an die man mit Heftzwecken und Spucke Länder geschwiemelt hat, Länder und Menschen, nicht begreifen, ihre batteriebetriebene Logik lässt nichts anderes zu, und so schlagen wir uns mit den Problemen ihrer Dummheit herum, die ihren Status erst rechtfertigen.

Denn ihr Status besteht größtenteils aus reiner Ignoranz. Kein Manager großer westlicher Chemie- oder Textilkonzerne, wobei Übergänge von trag- und untragbaren Zuständen hier meist fließend sind, hat die geringste Ahnung davon, wie die Plempe in den Slums irgendeiner ostasiatischen Billigdiktatur von zärtlichen Kinderhänden in Plastecontainer geschöpft wird und das Zählen von Krebstoten in der Sippe zum Volkssport macht. Kein westlicher Großaktionär, der bloß durch Erben an die Kohle gekommen war, hat je gesehen, wie eine Pflegekraft in seiner an die Bilanz angegliederten Klinik sich zielgerichtet zu Grunde arbeitet, weil er bei seinem letzten Infarkt die Chefarztvisite für wichtiger hielt und in einer anderen Bude eingecheckt hat. Es ist nicht so, dass sie nicht wissen könnten, was sie tun. Es interessiert sie nicht, weil es in ihrem Weltbild keine Kategorien gibt, die dieses Denken zuließen. Was im System relevant ist, wird längst nicht mehr im System entschieden, genauer: es wurde nie in diesem System entscheiden, sondern immer nur von seinen Puppenspielern. Wie also Generale sich flugs einen Krieg aus den verkalkten Birnen popeln, erfindet das Blasen und Zusammenbrüche, um die Vakua der schwarzen Kassenlöcher mit realem Geld stopfen zu können, Geld, das man aus dem Proletariat presst, damit es nicht zu viel Kuchen frisst, wenn der Lohn fürs Brot nicht mehr langt. Sie sind systemrelevant, und mit jeder Bestätigung aus dem System, das ihre politischen Marionetten ihnen bereitwillig liefern, geben sie ihren Ernährern zu verstehen, wie irrelevant diese doch sind.

Dass in diesem Selbstbedienungssaftladen kaum Demokratie und Menschenrechte gedeihen, wird keinen wundern. Doch wenigstens funktionieren im postdemokratischen Spießbürgerstaat die Ampeln, die Alarme, die Zäune, die Schlagbäume. Wir sind sicher, und bis wir begreifen, dass sich damit die Eliten vor dem Heer der Tagelöhner schützen, haben sie sich ein weiteres Mal an uns bedient. Die Sicherheit eines Gefängnisses lässt sich einfach definieren, es kommt nur darauf an, ob man gerade im Inneren sitzt oder nicht. Die innere Sicherheit, die sie uns bescheren, haben jedenfalls nicht die Handwerker erfunden, die Fabrikarbeiter, die Kulis. Sie nutzten sie auch nicht, weil sie ihnen nichts nützt. Das reden sie uns ein, und wir glauben es. Warum, das ist die Frage. Sie ist zu stellen.





Hase

13 09 2018

„Muss man ein verkokster Soziopath sein, um Präsident des Verfassungsschutzes zu werden?“ „Nein. Es erleichtert die Sache aber ungemein.“

„Dann hat sich Maaßen also jetzt damit aus der Affäre gezogen, dass er das nicht gesagt hat, was er gesagt hatte?“ „Er hatte ja das gesagt, was er gesagt hat, aber er hat eben nicht das gesagt, was er gesagt hatte.“ „Weil?“ „Weil er ganz exakt das gesagt hat, was er gesagt hatte, also kann das nicht richtig sein, weil er es gesagt hatte. Aber so war das ja falsch, weil er jetzt nämlich gesagt hat, was er vorher schon gesagt hatte, und das war vorher natürlich auch richtig, deshalb jetzt der Widerspruch, dass das, was er jetzt gesagt hat, etwas vollkommen anderes ist, weil es nämlich exakt dasselbe ist wie das, was er gesagt hatte, weil es nämlich jetzt korrekt sein muss, da es ja das Gegenteil von der Wahrheit ist, die er, er hatte es ja auch gesagt, gesagt hatte, weil die falsch war, also bewusst falsch, weil er ja jetzt die Wahrheit sagt, die das Gegenteil dessen ist, was er, als er im Bewusstsein, die Unwahrheit zu…“ „Hat der Mann eigentlich den Arsch offen!?“ „Ja. Selbstverständlich. Ohne jeden Zweifel.“

„Ich meine, er greift eine Medienquelle an, die die Hetzjagd als Hetzjagd bezeichnet.“ „Weil das eine Aussage ist, die jetzt als wahr bezeichnet werden kann, obwohl man vorher dem reinen Vorliegen objektiver Beweismittel glauben musste, ohne der eigenen politischen Propaganda vertrauen zu können. Man muss doch die eigene Ansicht vor eine Zwangsobjektivierung, allein das Wort schon, und man weiß nie, wer die Beweismittel sammelt. Am Ende sind das keine linksversifften Juden mehr, sondern Polizisten, die die von der Siegerjustiz dem deutschen Volk aufoktroyierten Gesetze mehr respektieren als den nationalen Widerstand gegen die Systemparteien.“ „Wenn die Menschenjagd auf eine…“ „Wir hatten uns ja vorher mit ihm nicht darauf geeinigt, dass es sich um eine Menschenjagd handeln würde, deshalb musste er ja auch zugeben, dass es sich um eine Tatsache handelt, ein absolut und überprüfbar korrektes Faktum, das folglich falsch war und durch seine Richtigkeit die falsche Annahme untermauert hat, dass es sich um eine Hetzjagd gehandelt hat, die aber deshalb schon keine Hetzjagd gewesen sein kann, da die absolute Wahrheit immer schon feststand, aber erst durch Maaßen als ihr Gegenteil bewiesen werden kann.“

„Und jetzt wüsste ich dann gerne noch, warum diese Flitzpiepe…“ „Er ist immerhin ein ranghoher politischer Beamter…“ „Warum verhält er sich dann nicht auch so?“ „… und ausschließlich dem Innenminister unterstellt.“ „Ja, das hatten wir schon gemerkt.“ „Also ist es die Frage, ob er korrekt gehandelt haben sollte?“ „Seit wann kann man das denn noch annehmen?“ „Immerhin ist er ja auch ein ranghoher politischer Beamter.“ „Ah, ich vergaß.“ „Das hat natürlich den Vorteil, dass er auch nicht mit irgendwelchen gewählten Politikern in Konflikt geraten kann. Meistens weiß seine Dienststelle sehr genau, warum man die größten Versager nach ganz oben katapultiert.“

„Und er hat definitiv kein Interview gegeben?“ „Der BILD? Nein, das war nur ein Gespräch. Wenn man mit einer Zeitung spricht, dann spricht man ja nicht mit einer Zeitung, also mit einem Redakteur oder Journalisten, sondern man spricht mit einem Journalisten, und das ist ein Gespräch mit dem Ziel einer Veröffentlichung durch Redakteure, eventuell auch Journalisten, weshalb man ja mit Journalisten spricht, damit die Redakteure, die mit den Journalisten, also mit den Journalisten, mit denen man spricht, oder irgendwie so. Aber das ist eben ein Unterschied.“ „Er hat doch damit rechnen müssen, dass eine Zeitung, mit der man spricht, auch darüber schreibt?“ „Sehen Sie, es gibt so viele, die sind der Meinung, BILD sei gar keine Zeitung, die würden sich bloß so nennen, obwohl sie sich eigentlich gar nicht so nennen dürften, aber sie nennen sich eben so, und deshalb sei das keine Zeitung. Deshalb hat er mit der Zeitung ja auch gesprochen.“ „Weshalb hat BILD das dann trotzdem ein Interview?“ „Zeitungen nennen das Interview, wenn einer mit ihnen spricht, also mit Journalisten, die dann mit den…“ „Dann hat BILD das wahrheitsgemäß als Interview bezeichnet?“ „Wie, wahrheitsgemäß? also damit konnte bei BILD nun wirklich keiner rechnen!“

„Und er hat bewusst von Mord gesprochen, obwohl die Staatsanwaltschaft überhaupt keine Anhaltspunkte für einen Mord sieht?“ „Das musste er, weil sonst die Öffentlichkeit den Fall falsch beurteilt hätte. Wenn man nämlich weiß, dass es sich um einen Totschlag hätte handeln können, dann hätte man es auch falsch behandelt, weil man es dann für einen Mord hätte halten können, deshalb hat er gleich von Anfang an davor gewarnt, dass das Tötungsdelikt sonst heruntergespielt werden könnte.“ „Er hat also, alles in allem, gelogen.“ „Ja. Aber das war notwendig, weil so viele mögliche Falschinformationen in Umlauf waren, dass man gar nicht mehr wissen konnte, welche denn die richtigen Falschinformationen sind, und jetzt wissen wir wenigstens: wenn Maaßen bewusst die Öffentlichkeit und den Innenminister und den Bundestag und das Kontrollgremium belügt, dann kann man das wenigstens erwarten.“ „Also wird er jetzt aus dem Amt entfernt?“ „Noch nicht.“ „Was muss denn noch passieren?“ „Schauen Sie, einer muss doch noch den Reichstag anzünden.“