Der Silberstreif

6 09 2020

Das Käthchen ist gespalten,
wie sich das alles fügt.
Was soll sie davon halten,
dass Albert sie betrügt?
Ihr Herz ist gar zerbrochen.
Die Schwestern sprechen Hohn.
War sie nicht einst versprochen
Gerichtsassessors Sohn?
Der führt jetzt selbst ein großes Haus,
die Zukunft sieht recht rosig aus.
Ist er nicht schlank und klug und blond?
    Ein Silberstreif…
        … am Horizont?

Man sieht noch nächtens sitzen
Hans Hansen überm Buch
und in Prozenten schwitzen –
die Prüfung wird ein Fluch.
Gehilfe will er werden,
doch rechnen kann nicht.
Kein Kaufmann wird auf Erden,
wem’s daran schon gebricht.
Ach, dass sein Vater gleichfalls fehlt,
wie er es ihm im Suff erzählt,
ist Glück, in dem er sich nun sonnt:
    ein Silberstreif…
        … am Horizont!

Erst durften alle wählen.
Sie gaben uns ihr Wort.
Sie wollten uns erzählen,
der Bann sei endlich fort.
Ein Aufbruch! neue Zeiten,
politisch endlich frei,
für Besseres zu streiten!
Ein Hoch auf die Partei!
Kaum war’s vorbei, kam wieder Scholz
mit Dünkel an und dummem Stolz.
Den Schuss ins Knie?
Ihr macht’s gekonnt.
    Kein Silberstreif?
        Kein Horizont.





Existenzminimum

24 08 2020

„… ein bedingungsloses Grundeinkommen als neoliberale Idee ablehne. Scholz werde den Umbau des Sozialstaates unter keine Umständen als…“

„… unter der Leitung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ein Modellprojekt starte, das 120 Bürgern drei Jahre lang einen Betrag in Höhe von 1.200 Euro auszahlen werde. Eine von der SPD unterstützte Studie könne das langfristige Comeback der Partei bedeuten, auch wenn dazu einige bisher vertretenen Positionen vollständig …“

„… müsse es zunächst mehr Arbeitsplätze in Deutschland geben, damit der Mindestlohn angehoben werden könne. Nur so sei der Sozialstaat reformierbar, der durch niedrige Sozialleistungen durch Arbeit Bürgern eine echte Teilhabe am…“

„… würde bei einem garantierten Einkommen niemand mehr bei der Müllabfuhr arbeiten. Scholz werde demnach bei der kommenden Wahl für den Deutschen Bundestag mit dem Slogan Wir wollen keine Verhältnisse wie in Sizilien eine wesentliche…“

„… dass schon Pofalla, Althaus und Oettinger unabhängig voneinander das Grundeinkommen für finanzierbar erachtet hätten. Die SPD habe sich von diesen teils sozialistischen, teils linksradikalen Personen aus naheliegenden…“

„… müsse zunächst der Mindestlohn angehoben werden, damit es wieder mehr Arbeitsplätze gebe, weil nur dies den Bürgern bei gleichzeitig niedrigen Sozialleistungen Anreize gebe, sich um Jobs zu…“

„… eine Gruppierung innerhalb der Partei klargestellt habe, dass es der Wahlkampfleitung nur um die vollkommen überzeugten Wähler gehe, dass die kategorische Ablehnung älterer SPD-Kader auch auf freiwilliger…“

„… werde nach Überzeugung fortschrittlicher sozialdemokratischer Arbeitsmarktexperten die Digitalisierung viele bisherige Berufe überflüssig machen, was zur Folge habe, dass nicht mehr genug Steuerzahler zur Finanzierung eines…“

„… könne Scholz natürlich nicht wissen, ob sich die Arbeitgeber gemeinsam auf eine möglichst langfristige Lohnkonstanz einigen würden. Diese würde zwar den sozialdemokratischen Prinzipien entsprechen, könne aber nur mit fiskalischer…“

„… sei das BGE in der Corona-Krise auch als zeitlich befristete Hilfe für Selbstständige und Freiberufler diskutiert worden. Scholz müsse aber als Finanzminister dagegenhalten, dass der Staat sich in absehbarer Zeit nicht noch eine Pandemie leisten könne, um eine derartige Umverteilung von Einkünften zu den…“

„… möglicherweise nicht für den Konsum, sondern für die Altersvorsorge verwendet werde. Diese mögliche Zweckentfremdung widerspreche jedoch der Idee eines Grundeinkommens, wie es die SPD in ihrem…“

„… nicht von der FDP oder der CDU mitgetragen würde, was für Scholz eine Koalition nicht nur erschweren, sondern möglicherweise auch als fast unmöglich…“

„… sei ein Betrag von 1.200 Euro nicht einmal geeignet, um durch ungedeckte Leerverkäufe oder missbräuchliches Dividendenstripping den Fiskus so nachhaltig zu betrügen, dass man von den Einnahmen ein Existenzminimum im Sinne des…“

„… und als neoliberal bezeichnet habe, da ein Grundeinkommen die Fortführung der bisherigen Marktwirtschaft voraussetze. Die SPD fordere aber eine sozialistische Alternative, die Arbeiter so gut bezahle, dass diese sich eine Villa im Tessin und einen eigenen…“

„… zwar korrekt sei, dass der Markt auch das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage regle, doch habe die SPD sei 1998 den Anspruch, den Arbeitsmarkt durch die Politik regeln zu lassen, die ihrerseits auf Zuruf der Wirtschaft einen…“

„… befürchte, dass bis zu sieben Milliarden Menschen einwandern würden, da sie spätestens als Asylbewerber einen Anspruch auf das bedingungslose Grundeinkommen geltend machen könnten. Für derartige Menschenmassen sei der Verwaltungsapparat nicht ausgelegt, so dass es zu massiven Fehlern in der Auszahlung des…“

„… seien bisher sämtliche Feldversuche mit bedingungslosen Lohnersatzleistungen nach ihrem Ende wieder in den ursprünglichen Verhältnissen aufgegangen, so dass ein neuerlicher Versuch mit der Gesamtheit der anspruchsberechtigten Bürger von vornherein zum…“

„… rechne Scholz bei einem BGE mit einer steigenden Zahl von Unternehmensgründungen, von denen jedoch viele nicht überleben würden. Eine wachsende Zahl von Insolvenzen schädige die Reputation des Wirtschaftsstandortes Deutschland allerdings so nachhaltig, dass nur durch eine Senkung der Unternehmenssteuern, die dann wieder für geringere Einnahmen im…“

„… werde sich die SPD nicht vor der Wahl in ideologiekritische Grundsatzdiskussionen begeben, um den Horizont ihres Kanzlerkandidaten zu verringern. Im neoliberalen Sinne sei ‚neoliberal‘ mehr als neoliberal und müsse daher als …“

„… strebe der Kanzlerkandidat neben dem Abbau der Staatsverschuldung und erheblichen Steuersenkungen für das oberste Einkommensdezil nicht auch noch eine Verbesserung der allgemeinen Befindlichkeit der Bürger an. Dies könnten im Falle einer Koalition die CSU beziehungsweise die…“

„… lehne Scholz auch den Borkenkäfer, Handcreme, dunkelrote Kleinwagen, Sojafleisch, Blasmusik im Freien sowie den Grönlandstrom ab und werde diese innerhalb der ersten hundert Tage seiner Kanzlerschaft mit allen Mitteln…“





Rote Null

18 08 2020

„… es einen Linksruck in der deutschen Politik geben müsse, um die sozialen und wirtschaftliche Folgen der vergangenen beiden Jahrzehnte wieder in den Griff zu bekommen. Scholz wolle bei den…“

„… diesmal aber wirklich gelingen könne. Zwar sei von den Sozialdemokraten noch nie eine Wahl in der Mitte gewonnen worden, die Partei werde diesmal aber ganz bestimmt die…“

„… durch Prestigeprojekte wie die europäische Finanztransaktionssteuer untermauern wolle, dass die SPD weder gegen die Investorenelite gerichtet sei noch vorhabe, den Sozialstaat auszuweiten. Die Linksorientierung könne vor diesem Hintergrund in einer deutlich abgemilderten Form im…“

„… mehrheitlich als konservative Stimme wahrgenommen worden sei, die jede Erneuerung innerhalb der Partei abgelehnt habe. Damit genieße Scholz intern einen sehr großen Rückhalt, da er für Kontinuität stehe und für eine sehr…“

„… könne sich die restliche SPD durchaus eine linksorientierte Politik vorstellen in einem System, in dem die Wirtschaft von der Bundesregierung per Impuls gesteuert werde und trotzdem für ihre eigenen Entscheidungen weiterhin verantwortlich bleibe. Da dies jedoch genau umgekehrt und…“

„… sich die Partei keinesfalls ins Tarifrecht einmischen werde, solange es Ausweichlösungen mit Schokolade und konsensorientierten…“

„… weder wisse, wofür er als Minister stehe, noch welche Linie seine Wirtschaftspolitik nach der Wahl verfolgen werde. Esken werte dies als typisch sozialdemokratische Programmatik, die sie nicht in der Person von Olaf Scholz, wohl aber in der Regierung eines…“

„… im Ausland bereits als stark linkslastiger, ja revolutionärer Aufbruch in eine neue europäische Ära der Sozialpolitik verstanden werde. Heil werte dies als Diffamierung, die durch die erfolgreiche Unterstützung der Bundesregierung bei Themen wie Klima- und Verkehrspolitik schon hinreichend widerlegt und daher als nicht mehr haltbare…“

„… dass die Orientierung an der Mitte für den Kanzlerkandidaten bereits eine Art Linksruck darstelle. Dies müsse durch politische Maßnahmen in die andere Richtung relativiert werden, damit der Wähler die SPD nicht den Eindruck erwecke, sich nach der Wahl als neue…“

„… auch nach der Wahl keine neuen Schulden aufnehmen werde, da dies die grundlegende im Koalitionsvertrag festgelegte Basis sei, mit der die Sozialdemokraten ihre Zukunft gestalten wollten. Aus Imagegründen wolle das designierte Kabinett aber bisher noch auf die Bezeichnung Rote Null für den designierten…“

„… kein Anlass zur Sorge sei. Schröder wisse noch aus seiner eigenen Kanzlerschaft, dass eine in der SPD lange vorher diskutierte inhaltliche Frage spätestens bei ihrer Entscheidung so gut wie keinen nennenswerten…“

„… habe Merkel dem Vizekanzler eine leichte gesellschaftliche Modernisierung empfohlen, um die Zukunftsfähigkeit der sozialen Marktwirtschaft zu sichern. Beobachter seien allerdings davon überzeugt, dass Scholz dies nicht oder nur unter erheblichen ideologischen…“

„… müsse die Partei auch erforschen, ob die Linksorientierung bei den Linken nicht als eine zeitlich begrenzte Propaganda der Sozial- oder Wirtschaftspolitik ankomme, die durch eine fiskalische Begünstigung der…“

„… mehrmals enttäuscht habe. Der deutsche Wähler sehe Scholz daher als große Hoffnung, er wolle nicht noch einmal aus anderen Gründen enttäuscht werden und vertraue darauf, dass unter den bisherigen Umständen ein vollkommen verändertes Ergebnis der…“

„… als Kompromissangebot betrachte. So werde Scholz auch Privathaushalten die Schulden erlassen, wenn diese dreistellige Milliardenbeträge pro Geschäftsjahr in die…“

„… es nichts nütze, den Wählbarkeits-Wumms bei den potenziellen Partnern einer Koalition zu bewerben, solange nicht feststehe, ob eine an der Linken orientierten Politik für die Grünen nicht auch eher hinderlich oder wenigstens…“

„… die Krise ideologisch einfach nur besser genutzt habe, obwohl er es nicht verstehe, die Deutschen in die angemessene Panik zu bringen, mit der ein Wirtschaftskrieg gegen die von Merkel angezettelten Corona-Sklaven zu gewinnen sei. Chrupalla werde nach der Machtergreifung die endgültige Ausrottung des…“

„… könne Scholz je nach den beauftragten Forschern ein Wahlergebnis zwischen fünf und fünfundsiebzig Prozent erzielen, weshalb eine klare Ausrichtung gegen die sozialdemokratisch ausgerichtete Linkspartei auch erst nach den Wahlen endgültig im…“

„… es an der Wählerschaft hänge. Unterhalb der absoluten Mehrheit werde der SPD-Kandidat nicht mit Splittergruppen links der Mitte koalieren, ab fünfzig Prozent habe er es auch nicht mehr nötig, sich mit dem…“





Time to Say Goodbye

5 12 2019

„Ja, sehr gut! Und dann kommen Sie gleich von links und… Links, ich habe gesagt: links! Meine Güte, halten Sie sich einmal an die Choreografie, so schwer kann das doch wohl nicht sein, oder ist das Ihr erster Bundesparteitag, Herr Scholz?

Dann bin ich eben laut und dann bin ich eben diktatorisch und das Ergebnis sieht beschissen aus, aber einer muss doch Regie führen in diesem Bums, und das mache nun mal ich. Ja, weil Sie nicht von der Basis engagiert worden sind, und jetzt runter von der Bühne, sonst mache ich Ihnen Luftlöcher in den Anzug. Gib dem Mann mal einer eine Zigarre und dann raus mit ihm! Wundere mich sowieso, wer den auf die Bühne gelassen hat, Müntefering war ja vorhin auch schon da, was wollen die alle hier? Wir haben doch genug Komparsen, oder?

Jetzt mal Licht auf die Esken, bisschen mehr, bisschen noch, bisschen noch, noch, noch – Ihr lasst die immer so farblos aussehen, seid Ihr alle nicht in der Gewerkschaft? Dann mach doch mal Rot, Du Dussel, das muss doch nicht zu diesem lila Zeug im Hintergrund passen! Wer hat das überhaupt da an die Wand genagelt? Fundus? So sehr Ihr aus, das Bühnenbild von der letzten Sommertournee, Väter der Klamotte mit Gabriel als Old Schwätzerhand! Mann Gottes, jetzt mach doch mal ordentlich Licht, das kann man ja nicht mit ansehen! Muss ich da erst selber hochklettern? Na also, geht doch. Und jetzt kommt der Chor langsam rein, Musik! und dann Licht von hinten, und: ‚Putz weg!‘

Heilige Scheiße! Scholz, lernen Sie Ihren Text, da steht nichts von ‚Cum-Ex‘! Außerdem ist das hier nicht Ihr Auftritt, also zurück in die… Rot! Es hat keiner gesagt, dass Sie da oben plötzlich auf Schwarzlicht umschalten sollen, klar!? ‚Fürstin der Finsternis‘ ist drei Türen weiter, wir machen hier einen ordentlichen Parteitag! So, und dann mal alle wieder auf Ausgangsposition. Sie noch etwas nach vorn, ja, und bitte im Takt, immer im Takt bitte, die Arme etwas höher, und im Takt – ja, ich weiß ja auch, dass Ihr das schon tausendmal gehört habt, aber so gehen Parteitage eben. Erst eine Stimme, dann die andere, dann rudern alle wieder zurück, dann kommt der Chor und dann ist Finale. Seien Sie froh, dass wir das nicht als Regionalkonferenz inszenieren. Dann hätten Sie jede Menge Text, aber das Publikum pennt trotzdem weg.

So, und Gasse bitte. Nein, keine Rettungsgasse, Sie sollen nur Platz machen für den alten Mann, der setzt sich dann für sein Solo an die Rampe. Musik, und geben Sie dem Thierse mal ein Handmikrofon. Sie müssen ihm das Ding nicht gleich in den Bart stopfen, der kann das schon selbst halten. Und jetzt der Chor: ‚Wacht auf, Verdammte dieser Erde!‘ Ja, sehr schön! Ich sag’s ja immer wieder, Musical hat nicht besonders viel mit der Wirklichkeit zu tun, die Handlung ist doof, aber die Leute lieben es halt.

Das war sehr schön, gleich den Walter-Borjans dahinter, und Licht! mehr Licht! Wenn Ihr da oben scheiße baut, dann kriegen wir hier unten nie etwas Vernünftiges hin! Der Chor bleibt jetzt hinten, und bitte ruhig zurück, keine Hektik, dann Walter zum Rednerpult, macht dem mal den Schlagschatten weg, das sieht ja schlimm aus. Sie sollen da hinten nicht so einen Lärm machen! Heilige Scheiße, Sie sind in der Szene keine Parteisoldaten mehr, das ist seit dem ersten Akt vorbei! Sie werden auch nicht so lange nach vorne durchgereicht, bis Sie im Vorstand sitzen, klar!? Also noch mal, und bitte!

Herr Scholz, was genau machen Sie da vorne? Ihr Solo? Sie haben kein Solo. Nein. Auch nicht, wenn Sie das zehnmal sagen. Sie haben hier kein Solo, und jetzt gehen Sie bitte von der… – Schmeiß den mal einer raus, oder ich steige gleich persönlich auf die Bühne und hau ihm die Kartoffel vom Hals! Ich habe gesagt, es gibt kein… Abschiedsszene? Wozu brauchen wir denn hier eine Abschiedsszene? Das ist mir völlig wumpe, was Sie da einstudiert haben, das wird nicht gebraucht! Heilige Scheiße, jetzt setzt den endlich vor die Tür!

Jetzt kommen Sie auch noch, was wollen Sie denn schon wieder? Die Abschiedsszene steht so im Buch? Leute, das wüsste ich aber. Und wenn Sie zehnmal der Inspizient sind, es steht nicht im Buch. Wir spielen das nicht. Im Glitzeranzug? auf der Schaukel? Was denkt denn der Mann, wer er ist? Helene Fischer!? Ich schmeiße Euch hier gleich die ganze Probe, wenn Ihr nicht auf der Stelle das… – Mitbestimmungstheater? Ihr habt wohl alle Lack gesoffen! Soll ich jetzt abstimmen lassen, wie das Stück ausgeht? Dann müsst Ihr halt irgendeinen Scheiß von Schirach spielen, aber nicht mit mir!

Musik aus! Wenn Ihr ‚Time to Say Goodbye‘ hören wollt, dann macht das gefälligst in der Pause! Ich will das hier nicht mehr hören! Wir machen die Ensemble-Szene noch mal von vorne, danach den Abgang, beide von links wieder rein, und dann ist das Ballett vorne. Ich sagte: vorne! Und Sie da, was soll das mit der Maske? Wer soll das sein, Greta? Das können Sie bei den Grünen machen, wir haben diesen Mummenschanz jedenfalls nicht nötig.

Scholz! Wenn ich Sie noch einmal auf der Bühne sehe, dann werde ich Ihnen die… – Immer feste drauf, mir ist das jetzt egal. Der Saalschutz ist jedenfalls im Preis inbegriffen, und wenn er danach die Klappe aufreißt, dann können wir mit gutem Gewissen sagen, es hat gar keine Polizeigewalt gegeben. So, und dann machen wir hier oben Licht, dann kommt das Finale, und vor dem letzten Vorhang noch mal mit allen Armen hoch. Tschakka. Also wollen Sie jetzt eine Premiere oder nicht!?“





Aus Vernunftgründen

2 12 2019

„… die Wahl der Parteibasis akzeptieren werde. Scholz wisse zwar, dass nur er als alleiniger Vorsitzender in der Lage gewesen wäre, die SPD wieder zu einer absoluten Mehrheit zu…“

„… zahlreiche Ex-Vorsitzende wie Nahles oder Gabriel zur Mäßigung aufgerufen hätten. Das Votum der Mitglieder sei rechtlich überhaupt nicht bindend, man könne auf dem nun anstehenden Bundesparteitag genauso gut den amtierenden Bundesfinanzminister zum…“

„… warne Lindner davor, dass die neue SPD-Spitze Arbeitslager für Leistungsträger einrichten werde, um ein sozialistisches Terrorregime in der deutschen, demokratischen…“

„… als sehr bedauerlich empfinde, dass die erfolgreiche Politik der vergangenen Jahre nicht einfach weitergeführt werde. Kramp-Karrenbauer sei auch persönlich enttäuscht, weil sie damit einen Wahlkampf führen müsse, in dem es zu politischen Themen und nicht zu den üblichen…“

„… würden in der Partei neue demokratische Strukturen eingeführt und alte wieder gestärkt. Weil wolle daher noch nicht vom Untergang der SPD sprechen, sehe aber mit brennender Sorge die…“

„… vor einem Teilzeit-Kanzler warne. Ziemiak wisse jetzt schon, dass die Doppelspitze der SPD dazu führen werde, sämtliche Regierungsämter zu teilen oder halbtags zu bekleiden, so dass eine neue Bundeskanzlerin nur noch vormittags und ihr Co-Kanzler dann nach der…“

„… werde die Verfassungsänderung, nach der der Stalinismus als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden solle, auch die Einheitsrente in Höhe der Grundsicherung bedeuten, wenn Lindner dies nicht durch eine bürgerliche Koalition mit AfD und…“

„… habe Altkanzler Schröder eindringlich vor einer Wahl der beiden Basiskandidaten gewarnt. Er fürchte eine Sozialdemokratisierung der SPD und werde darum alles in seiner Macht stehende tun oder veranlassen, um die…“

„… bei den Linken durchaus begrüßt worden sei. Zwar empfehle man derzeit keine Neuwahlen auf Bundesebene, könne sich allerdings auch eine Minderheitenregierung nicht als…“

„… sei allein die Tatsache, dass die Grünen sich nicht in die Angelegenheiten der SPD eingemischt hätten, ein deutlicher Beweis, dass es sich um eine politische Komplizenschaft handele, die die Umvolkung auf deutschem Boden beschlossen hätten. Chrupalla rufe damit zum bewaffneten Widerstand auf fordere die Erschießung der…“

„… dürfe sich die CDU jetzt nicht erpressen lassen. Kubicki habe Kramp-Karrenbauer noch einmal eindringlich erklärt, dass sie gegenüber dem Koalitionspartner nicht aus Vernunftgründen zu Kompromissen oder…“

„… gebe Scholz den Medien eine Mitschuld. Er habe zwar mehr Präsenz gehabt und auch durch die ihm zur Verfügung stehenden Bundesmittel einen Vorteil genossen, sei jedoch oft kritisiert worden und sehe es daher nicht als einen gelungenen…“

„… habe Schröder nochmals erklärt, dass er als Ersatz der Doppelspitze nicht einspringen werde. Es sei ihm aus Zeitgründen nicht mehr möglich, sich mit der Lage in Deutschland zu befassen, außerdem seien ihm die Niedriglöhne in der Politik nicht…“

„… bisher keine der Anfragen beantwortet habe. Scharpings Büro habe aber zugesagt, noch im Laufe der Woche eine erste Reaktion auf den…“

„… die wirtschaftliche Stabilität in großer Gefahr sei. Die Arbeitgeberverbände wollten nun auf einer Klausurtagung erörtern, mit welchem Angebot die beiden Kandidaten dazu zu bringen seien, Olaf Scholz bei der Wahl den Vortritt zu…“

„… könne der Verfassungsschutz leider nichts unternehmen. Zwar sei es von der Pressefreiheit gedeckt, wenn die Zeitungen des Springer-Konzerns Eskens und Walter-Borjans im Stil eines RAF-Fahndungsplakats abbildeten, es gebe jedoch weder einen Straftatbestand namens ‚Einführung des linken Umverteilungsterrors‘ noch sei die Behörde Teil der staatsanwaltschaftlichen…“

„… warne Lindner davor, dass der linksradikale Arm des Klimairrsinns bald SUV-Fahrer enteignen werde, wenn sich die CDU nicht auf eine von FDP und AfD gestützte Minderheitenregierung im…“

„… sehe Scholz bei den Kandidaten ernsthafte Bestrebungen, die SPD zu spalten. Ein Ausschluss wegen parteischädigenden Verhaltens sei nur noch eine Frage der Zeit und werde seine ausdrückliche Unterstützung finden, wenn sie noch vor dem…“

„… seien die führenden Wirtschaftsverbände sehr besorgt, dass mit der Wahl von Walter-Borjans ein Fachmann für Hetze und Denunziation eine Partei anführen solle. Wenn dies dazu führe, dass Steuerhinterziehung bald so gut wie illegal werde, müsse man sich ernsthafte Sorgen um den Standort Deutschland und seinen guten Ruf als…“

„… werde Scholz sich nicht mehr öffentlich über die Parteiführung äußern. Diese sei so weit unter seinem Niveau, dass er ihr den Eintritt in die CSU empfehle, wo man am Stammtisch jedes Versprechen sofort und…“

„… würden nach Ansicht von Weil alle Wähler in Geiselhaft genommen, da sie bei der nächsten Bundestagswahl über das politische Programm der SPD abstimmen müssten. Dies könne aber nicht der Sinn von Wahlen sein, da die Partei dann politisch arbeiten müsste, anstatt ihren hauptamtlichen Funktionären ein auskömmliches…“





Alte Schläuche

18 11 2019

„Wir sollten jetzt entschieden vorwärts gehen.“ „Das heißt was?“ „Hartz IV abschaffen!“ „Richtig!“ „Weil wir sonst den sozialen Zusammenhalt in der Bevölkerung zerstören?“ „Ach Quatsch, weil wir sonst auch in Hartz IV landen.“

„Das heißt, wenn wir jetzt nicht den richtigen Vorsitzenden wählen, dann ist…“ „Die.“ „Wie, die?“ „Die Vorsitzenden. Es sind zwei.“ „Ja, gut. Die kriegt Scholz schon klein.“ „Und mit genau der Haltung haben wir es immer geschafft, uns selbst ins Knie zu schießen.“ „Richtig!“ „Was soll das denn bitte heißen?“ „Das meint er bestimmt nicht so.“ „Doch.“ „Aber irgendwo müssen wir mit dem Veränderungsprozess beginnen, das kann man nur an der Parteispitze.“ „Ich würde ja das Programm als verbesserungswürdig ansehen.“ „Das war bisher immer gut, also warum sollten wir es auf einmal verbessern wollen?“

„Es geht doch hier auch um Verwurzelung in der Bevölkerung.“ „Wie kann man das verstehen?“ „Ein Deutschland ohne die SPD ist doch gar nicht denkbar.“ „Das sehen einige offenbar anders.“ „Uns hat es doch schon immer gegeben, jedenfalls, so weit ich zurückdenken kann.“ „Das scheint mir Ihr Problem zu sein.“ „Dass es uns schon immer gegeben hat?“ „Dass Sie immer nur zurückdenken.“ „Hören Sie mal, Schmidt hat auch schon gesagt, dass man mit Visionen besser zum Arzt geht als in die Politik.“ „Das hat er ganz anders gemeint.“ „Sie haben also keine Perspektiven.“ „Als nächstes kommen Sie mir mit Sozialismus, was!?“ „Dann erklären Sie mir mal, wozu es die Partei überhaupt noch gibt, wenn nicht genau dafür.“ „Weil die anderen jemanden brauchen, der ihre politischen Ideen auch realistisch durchsetzen kann.“

„Ich finde, wir sollten uns überhaupt mal selbst hinterfragen.“ „Wer hinterfragt sich denn bitte, wenn nicht einer selbst?“ „Das ist ein guter Ansatz, den sollten wir verfolgen.“ „Und was kommt da raus?“ „Wir wollen doch wissen, was denkt diese Bevölkerung überhaupt von uns?“ „Das kann ich Ihnen sagen. Die fragen sich, wozu es unseren Scheißladen überhaupt noch gibt.“ „Ach.“ „Nix ach, können Sie mir das mal beantworten?“ „Ich muss hier gar nichts!“ „Und so reden Sie dann auch mit dem Wähler, ja?“ „Das geht den Wähler doch gar nichts an, was ich denke, dass der von mir denkt. Vielleicht denkt der ja gar nicht?“ „Vielleicht hat der auch nur mitgekriegt, dass Sie nicht mehr in der Lage sind für irgendeinen Gedanken.“ „Jetzt hören Sie aber mal auf mit der ständigen Stänkerei, wir sind hier doch nicht in der Union!“ „Wenn’s Ihnen hier nicht passt, dann gehen Sie doch nach drüben!“ „Mach ich auch!“ „Auf Wiedersehen!“

„So, und jetzt beruhigen wir uns alle mal wieder und werden konstruktiv.“ „Mit solchen Verrätern kann man aber nicht diskutieren! Die wollen doch die Partei nur kaputtmachen!“ „Ach was, das haben Sie schon viel besser geschafft.“ „Sie sind ein…“ „Bitte, jetzt beruhigen Sie sich doch, wir können alles ganz konstruktiv und…“ „Eben nicht!“ „Was erwarten Sie denn von einer Partei, die wesentliche Herausforderungen der Zukunft als zu kompliziert ansieht und sich vorsichtshalber gar nicht darum kümmert.“ „Das ist eine…“ „Oder aber halbherzig, weil sie weiß, dass die ganze Scheiße nicht uns, sondern erst der nächsten Generation um die Ohren fliegen wird.“ „Richtig!“ „Und dazu brauchen wir auch keine neuen Vorsitzenden, die alten Wein in alte Schläuche kippen, weil die Flaschen aus dem Keller befördert werden.“ „Wir haben viel mit den Gewerkschaften erreicht!“ „Die werden bestimmt zu unserer Beerdigung kommen.“ „Was erwarten Sie denn?“ „Dass die Partei sich, egal unter wem, als Sozialdemokratische Partei für in Deutschland lebende Menschen betrachtet und nicht als Organ der Verwaltungsklasse.“ „Sie sind doch selbst im öffentlichen Dienst!“ „Wahrscheinlich will er den auch noch abschaffen.“ „Ah, verstehe – Sie sind so ein marktradikales U-Boot, das die Partei von innen heraus zerstören soll.“ „Jetzt kriegen Sie sich mal ein, so kann man doch nicht…“ „Spalter!“

„À propos Markt, dann erklären Sie mir doch mal, warum die Partei Gestalten wie Sarrazin noch nicht vom Hof geprügelt hat.“ „Das muss eine Demokratie aushalten.“ „Richtig!“ „Wir haben Meinungsfreiheit in Deutschland, wollen Sie die abschaffen?“ „Wer die Partei erheblich beschädigt und ihre Wähler in Scharen zu den faschistischen Rattenfängern schickt, hat hier nichts zu suchen.“ „Das sehen andere glücklicherweise anders.“ „Wir sind eine moderne und weltoffene Partei, die sich nicht den Mund verbieten lässt!“ „Deshalb will sie auch unbedingt einen starken Mann an der Spitze, richtig?“ „Richtig!“

„Vielleicht sollten wir langsam mal damit anfangen, eine andere Politik zu machen.“ „Aber wo nehmen wir denn dazu die anderen Politiker her?“ „Wir können uns das gar nicht leisten.“ „Es geht Deutschland so gut wie nie zuvor!“ „Davon kriegen die Menschen nichts mit. Sie können alle Häuser so oft wie möglich luxussanieren, bis das ganze Land vor Schönheit stirbt, aber davon gehen die Mieten nicht runter und die Löhne nicht rauf.“ „Aber mit Polemik schaffen Sie das!“ „Klar, das hört sich auf dem Parteitag bestimmt klasse an.“ „Warum wird er nicht Vorsitzender?“ „Dann müsste er ja arbeiten.“ „Und das als Beamter!“ „Hähähä!“ „Nein, lassen Sie mal gut sein.“ „Richtig!“ „Die Sorgen der Geringverdiener und Armutsrentner werden Sie mit Ihrer Sozialismusattrappe nicht in den Griff bekommen.“ „Genau!“ „Das können wir nämlich ganz alleine.“ „Eben, denn wer hat’s erfunden?“





Restrukturierung

21 10 2019

„Und das hilft?“ „Aber hundert Prozent!“ „Ich weiß ja nicht.“ „Jetzt einmal ordentlich reinhängen, die Sache von langer Hand planen, und dann sind wir durch.“ „Echt?“ „Wenn ich’s Ihnen doch sage!“ „Und wir sind dann auch wirklich richtig weg vom Fenster?“ „Versprochen. Die SPD ist Geschichte.“

„Aber wenn es nun doch nicht klappt?“ „Warum sollte es denn nicht klappen?“ „Noch mal große Koalition, das machen meine Nerven nicht mit!“ „Meine Güte, warum sollte es denn nicht klappen? Geben Sie mir einen vernünftigen Grund, warum wir das nicht hinkriegen sollten!“ „Beim letzten Mal hat’s ja auch nicht geklappt.“ „Weil wir im allerletzten Moment wieder regieren wollten.“ „Obwohl wir uns das so fest vorgenommen hatten!“ „Gute Vorsätze sind eben nicht alles.“ „Ich weiß.“ „Wenn man Schluss machen will, dann braucht man auch eine gewisse Konsequenz.“ „Ja, schon klar. Obwohl…“ „Obwohl was?“ „So richtig Schluss machen ist es ja doch nicht.“ „Wieso denn nicht?“ „Ich meine, Schluss machen schon, aber wohl eher mit der Partei.“ „Jetzt machen Sie sich mal nicht ins Hemd, das hört sich bei Ihnen ja echt an wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.“ „Irgendwie trifft es das ja auch.“ „Jetzt machen Sie aber mal einen Punkt, Genosse!“

„Hier, ich habe ein paar Ideen aufgeschrieben, wie Sie das haben wollten.“ „Na, dann lassen Sie mal sehen.“ „Ist das gut?“ „Kann man sicherlich was draus machen. Das mit dem Tempolimit war Ihr Einfall?“ „Nicht alleine, da haben wir schon sehr kontrovers diskutiert.“ „Ob Sie es so machen?“ „Nein, ob wir das eventuell erst im Wahlkampf bringen.“ „Hätte natürlich noch besser gewirkt.“ „Vor allem, wenn wir den Grünen die Schuld in die Schuhe schieben, dann wäre Rot-Grün noch eine Spur unwahrscheinlicher geworden.“ „Was genau halten Sie denn davon noch für realistisch?“ „Wenn Sie so fragen…“ „Ist ja egal. Jedenfalls merken Sie sich mal, Chancen muss man strategisch nutzen. Sonst geht so etwas im allgemeinen politischen Scharmützel unter und die SPD erholt sich. Das kann doch keiner wollen!“

„Das hier wären jedenfalls die Steuerpläne.“ „Sie gehen also auch schon davon aus, dass Scholz die SPD führt?“ „Wir rechnen immer mit dem Schlimmsten, sonst schaffen wir es ja nie.“ „Das ist vernünftig. Und diese enormen Senkungen bei den Spitzenverdienern…“ „Wir hatten auch vereinzelte Gegenstimmen. Wenn die FDP das ungelesen als stalinistische Enteignungsorgie bezeichnet und zu spät bemerkt, dass wieder nur Heißluft rauskommt, dann halten alle die für behämmerte Halbaffen.“ „Niemand ist vollkommen. Aber dann müsste noch die Mehrheit der Wähler mitkriegen, dass sie gar kein Haushaltsnettoeinkommen von über hundert Millionen Euro haben.“ „Wir setzen auf die Straße.“ „Das ist gar nicht so unklug.“ „Fridays for Finance, das könnten die Jusos irgendwie hochziehen.“ „Und Scholz lässt dann in die Menge schießen. Gar nicht mal so übel.“

„Sehr viel versprechen wir uns auch von der Erneuerung des Sozialstaates.“ „Zeigen Sie mal her – Regelsätze einfrieren, noch mehr Geld in die Verwaltung, schärfere Sanktionsmöglichkeiten, gar keine Mittel mehr für Fortbildungsmaßnahmen. Was ist denn daran Erneuerung?“ „Ja nichts halt.“ „Es wurde zwar viel versprochen, aber dass Sie jetzt das Gegenteil umsetzen, das wird Ihnen schon Diskussionen einbringen.“ „So war das ja auch gedacht.“ „Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber seit wann wird denn über eine Restrukturierung, Neufassung, Anpassung, also: seit wann wird denn versprochen, dass mit dem Hartz-Scheiß endlich Schluss ist?“ „Schon länger.“ „Was ist bisher passiert?“ „Nichts.“ „Was wird sich der Wähler dabei denken?“ „Ich… sagen Sie’s mir.“ „Ja, was? genau so haben die es erwartet!“ „Und das bedeutet?“ „Merken Sie noch was, Genosse? Eine SPD, die absolut den Erwartungen ihrer Wähler entspricht – wollen Sie gleich noch den Kanzler stellen!?“ „So hatte ich das noch gar nicht gesehen.“ „Meine Güte, einmal mit Profis!“

„Also Rente kommt dann auch weg.“ „Dieses komische Konstrukt, dass Sie erst neulich vehement gegen die CDU verteidigt haben?“ „Genau das.“ „Okay, das klingt jetzt auch irgendwie gut. Das kann man machen.“ „Pflege wird auch mehr oder weniger gecancelt.“ „Wie stellen Sie denn das an?“ „Wir übernehmen so gut wie alles, was Spahn sich da in den letzten Jahren aus der Rübe gerattert hat.“ „Ach du grüne Neune! Na, das wird ein Spaß.“ „Jedenfalls hält uns hinterher keiner mehr auch nur im Ansatz für kompetent, irgendwas über Pflege zu sagen.“ „Sie könnten ja auch noch einen eigenen Akzent reinbringen, verkünden Sie einfach, Sie hätten sich alles noch mal gründlich durchgerechnet und rausgefunden, dass der Rentenbeitrag jetzt doch erheblich steigt, die Renten auf höchstens dreißig Prozent sinken und Pflege so gut wie nicht mehr stattfindet.“ „Bei mehr Versicherungsbeitrag.“ „Was denn sonst?“ „Okay, das machen wir. Und beim Klimapaket müssen wir dringend noch mal ran.“ „Auch wegen der Finanzierung?“ „Ach was, die CO2-Steuer kommt raus, Bahnreisen werden bis zum Anschlag teurer, Sprit gibt’s quasi umsonst, die Feinstaubkontrollen werden gesetzlich verboten…“ „Das klingt jetzt ja doch langsam vernünftig.“ „Es gibt nur ein großes Problem.“ „Nämlich?“ „Wir müssen das den Wählern auch irgendwie verkaufen, wir brauchen den richtigen Slogan dafür.“ „Ach, wenn’s denn weiter nichts ist, da hätte ich was: ‚Damit alles besser wird – weiter so!‘ Noch Fragen, Genosse?“





Containern

19 08 2019

„Welcher Vollidiot hatte diese bescheuerte Idee!?“ „Keine Ahnung, irgendwer muss es wohl gewesen sein, und dann haben sie es einfach gemacht.“ „Na toll!“ „Überrascht Sie das etwa?“ „Sollte es das nicht?“ „Nein, ich meine: dass die SPD irgendeinen Scheiß macht und sofort danach nicht mehr wissen will, dass das Absicht war?“

„Ich würde jetzt ja lieber mal wissen, wer auf die Schnapsidee gekommen ist, die Kandidaten für den Parteivorsitz in so ein Big-Brother-Ding zu sperren.“ „Liegt doch nahe.“ „Verstehe, man sieht vorher schon mal, wer in erhöhter Deppendichte als erstes die Nerven verliert.“ „Nein, ganz anders.“ „Dann die Dauerbeobachtung?“ „Jetzt lassen Sie doch mal.“ „Was soll es denn dann noch sein?“ „Die sind alle vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten und wissen nicht, was da vor sich geht. Und die Reaktion kriegen sie auch immer erst mit, wenn es schon zu spät ist.“ „Okay, aber dafür hätte man die komplette Partei einsperren können.“ „Es wollten ja nicht alle mitmachen.“ „Dann hätte eine Beobachtung in freier Wildbahn durchaus genügt.“ „Die Gefahr ist zu groß, dass da einer wegrennt.“ „Und deshalb hat man sie in diesen Container gesperrt?“ „Das ist medial besser zu managen.“ „Bitte!?“ „Letztlich wissen wir alle, es ist völlig egal, was dabei rauskommt, die Zuschauer erwarten nur schöne Bilder.“

„Das da hinten rechts, das ist doch…“ „Ja. Ich weiß auch nicht, wie der da reingekommen ist, er hat aber gesagt, er fühlt sich immer noch der Partei zugehörig.“ „Der hat doch hier nichts zu suchen!“ „Da gebe ich Ihnen recht, aber es gibt auch solche, die sind der Ansicht, diese ganze Veranstaltung dient nur dazu, der SPD den Gnadenstoß zu geben.“ „Und er will den ganzen Laden auf die Schnelle abwickeln?“ „So ähnlich.“ „Na, das kann ja heiter werden.“ „Wenn er Pech hat, dann driftet die Partei in den Rechtsextremismus.“ „Das ist doch eine total bescheuerte Idee!“ „Ja, aber nicht so bekloppt wie die Toleranz, ihn nicht einfach vor die Tür zu setzen.“

„Jetzt sagen Sie doch mal, wie funktioniert das eigentlich?“ „Also die Teilnehmer werden hier in dem Ding beobachtet.“ „Ach was.“ „Doch, ja. Und dann wird regelmäßig einer rausgewählt.“ „Ich dachte, die treten hier auch schon als Doppel an?“ „Man will sich hier offensichtlich mal sehr flexibel zeigen. Da die Partei in den letzten Jahren…“ „Sagen Sie wenigstens ‚in den vergangenen‘, das hört sich nicht so depressiv an.“ „Meinetwegen. Da hat die Partei schon sehr viel Flexibilität gezeigt. Vor allem moralisch.“ „Und wer am Schluss noch drin ist, hat gewonnen?“ „Nein, hier gibt es ja nur Verlierer. Wer nicht vorher schon rausgewählt wird, muss es machen. Das ist ein kleiner Unterschied, vergessen Sie nicht: das hier ist die SPD.“ „Na gut, meinetwegen. Was ist dann mit dem hier?“ „Der hat gute Chancen, der wollte sowieso nicht.“ „Weil er ja als Bundesminister schon…“ „Aus dialektischen Gründen.“ „Dialektisch?“ „Er will schon, deshalb hat er ja vorher auch schon klargemacht, dass er gar nicht wollen kann, wegen der Verantwortung.“ „Das verstehe ich nicht.“ „Dann haben Sie es ja doch kapiert. Also dialektisch.“ „Meine Güte, jetzt nerven Sie mich nicht mit Ihrem spitzfindigen…“ „Dialektisch, das Wort ist: dialektisch. Deshalb hat er auch gesagt, er würde das nur machen, wenn die anderen ihn dazu auffordern würden.“ „Und, wozu ist er dann in dieser Klausur?“ „Weil da alle sind, die ihn dazu auffordern könnten.“ „Und wenn er nicht von ihnen aufgefordert wird?“ „Dann sagt er, dass er es ja eigentlich gar nicht machen wollte, das hatte er ja schon vorher klargemacht.“ „Und wenn sie es doch tun?“ „Dann sagt er auch , dass er es gar nicht machen wollte, und dass er das klargemacht hatte.“ „Also alles bleibt sich gleich?“ „Richtig. Wenn er den Vorsitz übernimmt, dann bleibt alles gleich. Aber das hatte er ja vorher klargemacht.“

„Aber mal im Ernst, gucken Sie sich mal den Altersschnitt in der Runde an.“ „Das hatte ich Ihnen doch erklärt, das ist auch Teil der Verantwortung in der Parteispitze.“ „Sie meinen, die wollen echt alle Verantwortung übernehmen für die Zukunft der…“ „Natürlich nicht. SPD und Zukunft, das wäre jetzt doch ein bisschen albern.“ „Das ist also auch schon wieder so eine dialektische Sache?“ „Nein, es geht bloß um die Vergangenheit. Die Politiker, die die Partei zwanzig Jahre lang in die Scheiße geritten haben, kennen sich doch am besten damit aus.“ „Mit der Sozialdemokratie?“ „Vor allem mit der Scheiße.“ „Und jetzt wollen sie die Partei aus der Vergangenheit retten?“ „Nein, in die Vergangenheit. Die SPD soll doch eines Tages wieder so stark sein wie vor der ganzen Sache.“ „Und deshalb sperrt man nun diese ganzen Arschlöcher in einen Kasten und wartet, wer nicht rausfliegt!?“ „Das ist eine Form des sozialen Handelns.“ „Ah, verstehe. Das ist russisches Roulette.“ „Nein, das ist Containern.“ „Was!?“ „Containern. Es gibt immer gute Gründe, etwas wegzuschmeißen, beispielsweise dann, wenn das Haltbarkeitsdatum überschritten ist und eine Gefahr für die Öffentlichkeit droht.“ „Und dann?“ „Dann gibt es Menschen, die haben derart eigene Ansprüche, dass sie sich aus dem Müll noch etwas Brauchbares heraussuchen wollen.“ „Auf eigene Gefahr selbstverständlich. Aber es bleibt halt immer ein Nervenkitzel.“ „Weil man nicht weiß, was man da rauszieht?“ „Auch. Aber überlegen Sie mal, wenn vor Ihnen schon ein paar Mann am Container waren, was meinen Sie, ist denn dann noch drin?“





Wieder Vereinigung

13 06 2019

„Das machen Sie doch nur, weil Sie immer recht behalten wollen!“ „Das machen wir, weil wir in diesem Fall tatsächlich recht behalten haben.“ „Aber die Deutschen wollen eine konservative Mehrheit!“ „Und deshalb stellen Sie Ihren Vize als Kanzler auf?“ „Und Sie sind nämlich rassistisch!“

„Ich verstehe nicht, warum Sie so in Rage geraten, es war ein Angebot, mehr nicht.“ „Aber ein vergiftetes, das weiß doch jeder!“ „Naja, Sie müssen es nicht annehmen.“ „Sie wollen aber, dass wir das annehmen!“ „Das ist nun mal eben der Sinn eines Angebots.“ „Ich kenne die Art Angebote, die man nicht ablehnen kann! Sie wollen sich selbst und uns Schaden zufügen!“ „Wenn Sie damit so ein Problem haben, warum sind Sie dann immer noch in der Großen Koalition?“ „Sie und Ihre verdammten rhetorischen Taschenspielertricks, Sie werden uns jedenfalls nicht in die Enge treiben!“ „Wozu auch. Sie stehen doch mit dem Rücken schon halb in der Wand drin.“

„Außerdem, erklären Sie mir doch bitte mal, wozu brauchen wir zwei sozialdemokratische Parteien?“ „Weil es derzeit nicht einmal eine gibt.“ „Das beantwortet meine Frage nicht. Wozu zwei?“ „Weil eine in diesem Land nun mal dringend gebraucht wird.“ „Meine Güte, dann noch mal schriftlich: wozu zwei!?“ „Weil es dann nur noch eine gibt, und die hat ein ausreichendes Potenzial an Wählern, um politisch wieder Boden gutzumachen. Offenbar kommt Ihnen das nach den letzten Jahren am Glockenseil gar nicht mehr in den Sinn?“ „Was?“ „Dass man bei Wahlen antritt, um etwas zu verändern.“ „Wir liefern doch, merkt man das nicht draußen im Land?“ „Allein die Tatsache, dass das für Sie draußen im Land ist, zeigt doch schon, in welchem Elfenbeinturm Sie es sich gemütlich gemacht haben.“ „Tun Sie doch nicht so, als wäre die Wiederwahl für Sie unwichtig!“

„Jedenfalls werden Sie sich dazu ganz kräftig bewegen müssen.“ „Wieso denn wir?“ „Weil wir schon auf dem richtigen Weg sind.“ „Das sieht man ja auch an Ihren Wahlerfolgen.“ „Sie meinen also, eine Partei sei nur dann gut, wenn sie auch gewählt wird?“ „Dann verstehe ich Ihre Kritik an der SPD jedenfalls nicht mehr.“ „Weil Sie sich von Ihrer politischen Idee viel zu weit entfernt haben.“ „Ach, und Sie können ja nur Sozialismus!“ „Sich können ja nicht mal den.“ „Das muss ich mir von Ihnen nicht vorwerfen lassen!“ „Doch.“ „Warum denn?“ „Weil Sie gerade alles über Bord werfen, was an die Ideale Ihrer Partei zu erinnern droht.“ „Man muss sich auch mal von historischen Irrläufern trennen.“ „Also von den Grünen, meinen Sie?“ „Wir werden uns mit denen schon verständigen, dass wir eine vernünftige Bundesregierung unter der Führung der SPD auf die…“ „Das hat in den letzten Koalitionen ja auch ganz prima geklappt.“ „Was?“ „Naja, diese Minderheitsregierung der SPD, ohne dass es die anderen merken.“

„Und wenn wir uns regional aufstellen?“ „Wie hatten Sie sich das gedacht?“ „Nach dem Vorbild der Union.“ „Also nach dem Vorbild, nach dem Sie gerade alles an die Wand fahren.“ „Versuchen Sie nicht, witzig zu werden.“ „Sie wollen also eine Art Doppellösung wie mit der CSU?“ „Ja, und wir dachten an Ihren Part als den einer regionalen Ost-SPD.“ „Damit die Nazis in den neuen Ländern besser durchregieren können.“ „Also in Thüringen geht’s doch.“ „In Sachsen auch, da stellen die Nazis inzwischen den CDU-Kandidaten.“ „Jedenfalls könnte ich mir gut vorstellen, dass Sie da die eine oder andere Koalition hinkriegen, weil Sie die bessere regionale Verwurzelung haben.“ „Das liegt daran, dass Sie da Ihre eigenen Wurzeln mit Anlauf ausgerissen haben.“ „Aber da brauchen Sie dann auch keine Konkurrenz zu fürchten.“ „Konkurrenz von der SPD? und Sie denken, Ihre Witze seien besser!?“ „Da können Sie dann ein eigenes Profil erarbeiten, gerne auch rechtssozialistisch, und dann treffen wir uns auf Bundesebene wieder in der Mitte, weil da ja die Wahlen gewonnen werden.“ „In der Mitte?“ „Auf Bundesebene. Jedenfalls von uns, wenn wir uns wieder vereinigen.“ „Sie wollen eine Wiedervereinigung? Also eine Vereinigung wider besseren Wissen?“ „Nein, wir würden das natürlich getrennt schreiben.“ „Aha, einer unserer rhetorischen Taschenspielertricks, der ist nur gut, weil Sie ihn diesmal kopieren.“ „Hätten Sie wieder etwas gegen die Vereinigung?“ „Wir wären dann eher für getrenntes Marschieren.“ „So kann man aber nicht gemeinsam siegen.“ „Mit Ihnen zu siegen ist immer noch schlimmer, als sich selbst eine Niederlage einzuhandeln.“ „Genau dieser linke Separatismus ist es, der unser Land in Gefahr bringt, immer wieder!“ „Richtig, und in Gestalt der Grünen übernimmt dieser linke Separatismus gerade die politische Mehrheit, und das auch noch ganz demokratisch.“ „Das soll für die ja auch wie Demokratie aussehen.“ „Ich glaube, wir sind echt noch nicht so weit.“ „Richtig, da werden Sie sich als Linke doch noch ein ganzes Stück in Richtung Mitte bewegen müssen, bevor wir ein Angebot von Ihnen zur Kenntnis nehmen.“ „Wir können warten.“ „Und genau diese Arroganz ist es, warum ich mich frage, ob diese ganze Diskussion nicht sowieso überflüssig ist!“ „Oder noch sehr viel mehr.“ „Das können Sie als populistische Klientelpartei doch gar nicht beurteilen!“ „Ach, ich hätte da mal eine Frage.“ „Schießen Sie los.“ „Kann ich die Mauer noch mal sehen?“





Schulz & Friends

4 06 2019

„… werde sich die SPD nach dem Rückzug von Nahles schnell erneuern. Die Partei habe die Zeichen der Zeit verstanden und wolle sich in den kommenden Wochen intensiv mit personellen und programmatischen…“

„… zunächst nur auf der Personalebene stattfinden könne, da sich die programmatische Neuausrichtung der Partei nicht ohne ein neues Parteiprogramm gestalten lasse. Auch dieses werde, wie andere Programme zuvor, in der Realpolitik keine nennenswerte Rolle spielen, es sei aber für die Glaubwürdigkeit der Sozialdemokraten von essenzieller…“

„… neue politische Ideen wie eine an der Inflation ausgerichtete Lohnsteigerung nur mit Vorsicht in die Agenda integrieren wolle. Kahrs sehe die reale Gefahr von Arbeitsplatzverlusten und könne sozialistische Ideen nur in Ausnahmen als…“

„… den Parteivorsitz nicht übernehmen könne. Scholz wolle sich ganz auf sein Ministeramt konzentrieren, da er keine Pensionsansprüche für ein parteiinternes…“

„… sich von erfahrenen Krisenmanagern begleiten lassen wolle. Steinbrück habe bereits zugesagt, in einer Fortsetzung der Großen Koalition als Vizekanzler die entscheidenden…“

„… die Vorsitzfrage erst gestellt werden solle, wenn die programmatische Neuausrichtung der SPD erfolgt sei, da man diesmal keinen Vorsitzenden haben wolle, der sich völlig beliebig gegen jede inhaltliche…“

„… dass sich Scholz ganz auf die Kandidatur als Bundeskanzler konzentrieren werde und für die Parteiführung keine…“

„… werde die Partei in einem symbolischen Akt Gerhard Schröder die Würde des Ehrenvorsitzenden antragen, da er maßgeblich daran mitgewirkt habe, die Regierung von 1998 bis 2005 zu einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Epochen für die SPD werden zu…“

„… inhaltliche Fragen sozialdemokratischer Politik erst dann angehen könne, wenn der richtige Vorsitzende seine eigene Vision für die Wahrung der Partei und ihrer…“

„… eine interne Befragung der Parteispitze ergeben habe, dass keine der befragten Personen irgendeiner anderen irgendein Amt zutraue, ganz abgesehen vom Vorsitz der…“

„… sei die Partei sich nicht darüber einig, ob eine Urwahl das richtige Mittel sei, um den Vorsitzenden zu bestimmen. Es bedürfe vielmehr eines Bundesparteitags, der von sehr erfahrenen…“

„… sich nach dem Führungstrio mit einer Doppelspitze profilieren könne. Die Delegierten hätten die Wahl zwischen Schäfer-Gümbel und Dreyer sowie Schulz und Scholz als…“

„… eine durchaus günstige Perspektive zeichne. Die realpolitische Umsetzung der ersten Entwürfe werde in den Ausschüssen noch in dieser Legislatur vorbereitet, wobei nicht auszuschließen sei, dass sich der Koalitionspartner vehement gegen die…“

„… es zunächst um die Sicherung der Errungenschaften der SPD für den Mittelstand gehe. Uneins sei sich die Partei noch, ob auch die Hartz-Gesetze dazu…“

„… könne die SPD nur die eigene politische Wende bewerkstelligen. Das Spitzenduo Scholz und Giffey wolle daher die Koalition mit der CDU nicht…“

„… einhellig abgelehnt worden sei. Man könne eine große Volkspartei mit dem Potenzial zur absoluten Mehrheit nicht wie einen Jugendclub führen, der ausschließlich auf Prozente ziele und so schnell wie möglich zur Kanzlerschaft strebe. Kühnert habe keine Chance, sich als…“

„… sehe sich die designierte Doppelspitze Stegner/Barley im Konflikt mit den Grünen, ob man als Minderheitsregierung vom stärkeren Bündnispartner toleriert werde oder weiter mit Hilfe der CDU eine klimafeindliche, aber für den Mittelstand sehr viel…“
„… in beratender Funktion zurückkehren könne, um den fließenden Übergang aus der Regierung ins so palliativ wie möglich zu gestalten. Nahles werde dafür allerdings nicht von der Partei bezahlt, sondern von einem Interessenverband der…“

„… auch einen Wechsel des Namens nicht ausschließen könne. Das Präsidium wolle noch keine endgültige Aussage machen, sehe aber eine Änderung in Schulz & Friends als europafreundliche…“

„… eine linke, nicht verheiratete Frau mit Migrationshintergrund, die in den neuen Bundesländern aufgewachsen sei. Paritätisch dazu wolle Scholz selbst eine der beiden…“

„… eine neue Vereinigung mit der Linkspartei nicht für ratsam erachte. Diese wolle sicher rein sozialistische Inhalte in die SPD einbringen, was mit der derzeit noch verbliebenen Kernwählerschaft allerdings keine ausreichend großen…“

„… einstimmig beschlossen wurde. Die Partei selbst habe es als fundamentalen Schritt in eine neue Richtung gewertet und wolle sich jetzt auf eine total gewandelte Politik einstimmen, die auch die Menschen draußen im Land mitnehmen werde. Der Beschluss, statt Lila wieder zu Rot als Farbe der Sozialdemokratie zurückzukehren, war nach einer hart umkämpften Debatte in der…“