Vermögensbildende Maßnahmen

10 05 2022

„… dass mittelfristig von allen Abstriche gemacht werden müssten, die unter einer Rezession leiden würden. Die Bundesregierung sehe die steigende Inflation mit Sorge und Rate den Bürgern daher zu Sparsamkeit und…“

„… nicht nur für Lieferkettenprobleme durch die kriegerischen Aktionen in der Ukraine entstehe. Für das Bundesministerium des Innern sei es eine Aufgabe von nationaler Bedeutung, jetzt für alle Verbraucher einen Notvorrat zu…“

„… es angesichts der steigenden Energiepreise ratsam sei, Wohneigentum jetzt zu erwerben, um eine krisensichere Geldanlage zu besitzen. Obwohl sich die Zinsentwicklung vordergründig nicht zum Vorteil der Bauherren abzeichne, könne durch eine Spekulation mit…“

„… setze Faeser auf die Eigenverantwortung der Mittelschicht, Artikel aus dem niederpreisigen Segment nicht zu hamstern, sondern nur in den notwendigen Mengen zu kaufen, damit Menschen mit wenig oder keinem Einkommen ihren Vorrat nicht vollständig aus dem gehobenen…“

„… dass die Mittelschicht sich auf weniger finanzielle Spielräume einstellen müsse. Auch die Geldinstitute seien mit ihren Verbraucherkrediten zusehends skeptischer geworden, wenn es um so schwierige Dinge wie Urlaubsreisen oder…“

„… nach dem Erfolg der Impfkampagne eine weitere Volksaufklärung starten wolle. Es sei den Menschen nicht bewusst, dass eine Reserve an Trockennudeln ohne Wasser und Strom sich nicht für eine ausreichende…“

„… auf Rüstungsaktien ausweichen müsse, die in der aktuellen Kriegslage als gutes Investment für flüssiges Risikokapital gelten würden. Analysten seien weiterhin der Ansicht, dass auch eine atomare Bedrohung des Westens die Börsenkurse nur um wenige…“

„… abgelaufene Konserven aus alten NVA-Beständen nicht geeignet seien, als Nothilfe in die Ukraine geschickt zu werden. Die Bundesregierung halte eine Beschickung der Tafeln dagegen für ein schnell und unbürokratisch umzusetzendes…“

„… notwendigerweise in der Gastronomie zu einem Fachkräftemangel kommen müsse, wenn nur angelerntes Personal beschäftigt werde. Dies ermögliche auf der anderen Seite jedoch anderen Wirtschaftsbereichen, eine wachsende Zahl an Hilfsarbeitern für ihre jeweiligen…“

„… seien auf der Liste des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz Medikamente verzeichnet, die in jedem Haushalt vorhanden sein müssten, um die klinische Versorgung nicht zu überlasten. Die Bundesregierung hoffe, dass die Pharmakonzerne auch ohne gesetzlichen Druck ein freiwilliges…“

„… nicht nur negative Folgen habe. So führe die Verteuerung von elektrischem Strom auch zum Kursanstieg der Aktien, die einer breiten Schicht die Eröffnung eines Depots zur Altersvorsorge erlaube, wie es seinerzeit nur die Volksaktie der…“

„… auch an andere Krisen denken müsse. So sei der Klimawandel eine Herausforderung, die nur mit größeren Lagerkapazitäten im privaten Bereich und einer für den Einzelhandel kaum noch…“

„… vermögensbildende Maßnahmen auch von Mitnahmeeffekten profitieren könnten. Es sei auch ohne Notwendigkeit eines Neukaufs derzeit ratsam, den von der FDP veranschlagten Bonus für den Kauf von E-Autos einzustreichen, gleichzeitig aber einen Verbrennen als Zweitwagen zu halten, um von der Spritpreisbremse zu…“

„… habe Faeser dazu angeregt, die nächsten Spendenaktionen der Welthungerhilfe für Deutsche im Transferleistungsbezug zu veranstalten. Es sei aktuell möglich, jede Bedarfsgemeinschaft mit einem 50-Kilogramm-Sack Reis, zwei Paketen Mehl, einer Tüte Haferflocken und einem…“

„… Kreuzfahrten nicht mehr für alle möglich seien. Die Tourismusbranche sei bereit, ihrerseits auf einen Teil der Kunden zu verzichten und werde dies durch Preiserhöhungen, die zu einer klaren Differenzierung der Kundenschichten im…“

„… könne der Zuschuss für ALG-II-Beziehende derzeit nicht ausgezahlt werden, da bereits eine Zahlung für die gestiegenen Energiekosten durch die noch nicht erfolgte Auszahlung eines Corona-Bonus für den…“

„… für kurzfristige Entlastungen sorgen werde, wenn etwa durch Instrumente wie eine steigende Erbschafts- oder eine neue Vermögenssteuer die Leistungsträger einen Anreiz bekämen, ihre Werte außerhalb Deutschlands zu deponieren. Es sei aus Sicht der Wirtschaftsfachleute ratsamer, die Löhne in mehreren Stufen moderat abzusenken, bis sich ein allgemeines Niveau in etwa auf Höhe der Sozialhilfe in der gesamten…“

„… sei für Erwerbslose auch ein Notvorrat für drei Tage ausreichend. Nach einem militärischen Angriff auf die NATO müsse man mit schweren Verlusten in der Bevölkerung rechnen, so dass auch die positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sich mittelfristig in vielen neuen…“

„… werde Deutschland diese Krise bestehen und gestärkt aus den wirtschaftlichen Turbulenzen herauskommen. Wichtig sei in diesen Zeiten die feste Überzeugung, dass gemeinsamer Verzicht solidarisch mache. Scholz setze sich persönlich für einen…“





Kalter Krieg

7 02 2022

„… einen einmaligen Zuschuss gewähren werde, um die Heizkosten zu zahlen. Die Bundesregierung habe die Summe durch eine repräsentative Stichprobe der Haushalte, sie sich für den…“

„… gleichzeitig zur Sparsamkeit aufrufe. Das Bundesministerium für Umwelt halte eine Raumtemperatur von 16 °C für durchaus vertretbar, solange es sich nicht um Wohnungen von Leistungsträgern handele, die nicht unter der von Geringverdienern verursachten Krise leiden dürften, um den sozialen Zusammenhalt zu…“

„… erst im Juni gezahlt würden. Sollten sich innerhalb des nächsten halben Jahres Haushalte wegen der fälligen Nachzahlungen überschulden oder in die Privatinsolvenz rutschen, biete man ein bereits in den Coronahilfen erprobtes System einer gemeinsamen Warteschlange an, die sich in die…“

„… seien noch nicht ausreichend Häuser mit Wärmedämmung versehen. Die energetische Sanierung der Wohngebäude könne beispielsweise durch einen Teilverkauf finanziert werden, was allerdings nur im Falle von Wohneigentum oder Genossenschaftsanteilen, nicht aber bei…“

„… der Betrieb von Heizlüftern zwar nicht für die Einhaltung der Klimaziele dienlich sei, in einer akuten Zwangslage aber eine schnell umzusetzende Lösung darstelle. Die Stromerzeugung könne nach Anerkennen der EU-Taxonomie immerhin durch grüne Kernkraft und Bio-Braunkohle weiter im…“

„… könne auch der Umbau der Heizungsanlage zur Verbesserung der Wohnsituation beitragen. Im Falle einer Mietwohnung müsse dies natürlich mit dem Hauseigentümer besprochen werden, da auch die Kosten für eine neue Heizung voll auf die Mieter umgelegt werden könnten, was sich im…“

„… der Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer darauf hinweise, dass ein mutwilliges Absenken der Raumtemperatur zu Schäden an der Mietsache sowie zu Störungen an den Interessen anderer Mietparteien führe. In diesem Falle sei eine Welle von Kündigungen, auch fristlosen, und Räumungsklagen zu…“

„… habe die Regierung mit Zirkelschlüssen in der Sozialgesetzgebung gute Erfahrungen gemacht. So würden auch weiterhin die ärmsten Haushalte in die Berechnung des Arbeitslosengeldes einbezogen, um die Kosten statistisch unter Kontrolle zu…“

„… sich die Mehrkosten bei Einbau einer Pelletheizung für vier durchschnittliche Wohnungen bei einer linearen Steigerung der Energiepreise umgerechnet schon nach 110 Jahren rentieren, bei einem Haus mit 40 Wohneinheiten bereits nach elf Jahren, bei einer Wohnanlage mit…“

„… der Betrieb von Gartengrills, insbesondere gasbetriebener Geräte, keine ausreichend sichere Alternative zur Zentralheizung darstelle. Zwar dürfte ein dadurch entstehender Wohnungsbrand durch thermische Energie das Problem kurzfristig lösen, es sei jedoch coronabedingt mit personellen Engpässen bei der Feuerwehr zu rechnen, was sich negativ auf die Bausubstanz von…“

„… möglich sei, dass durch Überschuldung die Haushalte in den Bezug von ALG II fallen würden. Da hier einen Zuschuss als Einkommen gewertet würde, müsse man die Zahlung aussetzen, um nicht noch tiefere Löcher in die Kassen der…“

„… dass sich aber der Einbau einer Heizung für Holzpellets nur dann lohne, wenn ausreichend Brennmaterial auf dem Markt zur Verfügung stehe. Die jetzige Situation sei schwierig, die Regierung müsse davon ausgehen, dass pro Bürger nur eine tägliche Menge von etwa 100 Gramm Holzspänen für den Betrieb einer…“

„… die Mithilfe der Bevölkerung erforderlich sei. Die Bundesregierung setze auf das Wissen der Senioren, die beispielsweise in den Kriegs- und den Nachkriegsjahren Lifehacks zum Überleben in der rohstoffarmen Gesellschaft gelernt hätten. Die von der Kohleindustrie geförderte Initiative Opa erzählt aus dem Kalten Krieg sei ein Teil der Strategie, mit dem sich die Bevölkerung aus der…“

„… sich unabhängig machen müsse von den sozialistischen Preistreibern. Merz fordere eine autarke Wirtschaft, die mit deutschem Heizöl den Widerstand gegen die Ostblockstaaten und ihre…“

„… durch geschickte Dämmung den Anstieg der Innenraumtemperatur im Sommer verursache. Die Dachgeschosswohnungen, die sich danach als Sauna verwenden ließen, dürften wesentlich zu den Mieteinnahmen der…“

„… sei in der Generation 90+ die Verwendung eines heißen Ziegelsteins zum Aufwärmen des Bettes noch weit verbreitet. Es müsse jedoch vorher eruiert werden, ob und wie sich ein Ziegel ohne zusätzliche Energiekosten erwärmen lasse, da dies als Empfehlung der Bundesregierung einen…“

„… begrüße Merz den Plan der Jungen Union, eigens für die Erderwärmung geförderte deutsche Braunkohle zu verheizen. Durch eine Steigerung der Lufttemperatur um mindestens drei Grad werde es eine spürbare Verringerung der Heizkosten in…“

„… wenn die Personen überdurchschnittlich lange in ihrer Wohnung aufhalten würden. Es müsse zunächst geklärt werden, ob eine dauernde Nutzung der Wohnräume fürs Homeoffice wirklich nötig sei oder ob diese Arbeiten nicht auch in Cafés, auf Parkbänken oder im…“

„… zum Vorzugspreis erhältlich sei. Der in vielen Größen gefertigte Strickpullover mit der Deutschland-Fahne sei ein starkes Signal an die Bürgerinnen und Bürger, dass auch in politisch schwierigen Zeiten die Bundesregierung sehr…





Ist denn schon Weihnachten?

29 04 2020

„150 Euro finde ich jetzt aber schon ganz schön viel.“ „Nee, das reicht doch im wirklichen Leben niemals aus.“ „Sie haben es schon mal kapiert.“ „Was?“ „Wieso haben wir das kapiert?“ „Das ist die Win-Win-Strategie des Konzepts. Jeder kann über die Höhe des Betrags meckern, und wir können die Armen trotzdem weiter abhängen.“

„Es kann doch trotzdem sein, dass sich ein Haushalt einen Computer kauft und dann…“ „Von 150 Euro.“ „Sie müssen an Ihren Pointen arbeiten, die sind etwas klemmig.“ „Vielleicht findet man ja einen gebrauchten, der ist im…“ „Und dann kommt der Papst und schenkt ihnen ein Jahr lang Internet, Blümchen und ein Pony.“ „Man kann auf Dauer die Ärmeren nicht abhängen von der digitalen Welt.“ „Wieso, sehen Sie doch.“ „Aber es geht nicht!“ „Das hat der Koalitionsausschuss jetzt beschlossen, das wird so auch umgesetzt.“ „Und wir können froh sein, dass das von den Schulen ausgezahlt wird.“ „Weil Sie dann nicht mehr mit dem billigen Vorurteil kommen können, dass die Eltern das für Schnaps und Zigaretten ausgeben?“ „Nein, es ist Ländersache.“ „Und wenn es schief geht…“ „Und das wollen wir doch mal hoffen!“ „… dann sind auch die Länder daran schuld.“

„Das ist doch lächerlich: diese 150 Euro sind nie im Leben genug als Digitalteilhabe.“ „Da hat sich der Koalitionsausschuss so seine Gedanken gemacht.“ „Man kann die Kinder jetzt auch nicht zu früh mit teuren Geschenken überhäufen.“ „Ja ist denn schon Weihnachten, Frau Bundeskanzlerin?“ „Hähähä!“ „Das werden dann genau die faulen Arbeitslosen, die alles vom Staat erwarten, weil sie sich nicht selbst helfen wollen.“ „Der Staat ist doch weder an den Kindern interessiert noch an den Eltern.“ „Meine Güte, hat denn etwa der Staat diese Krise verursacht!?“ „Sie haben ja Vorstellungen!“ „Diese Situation haben wir seit Jahrzehnten, das hat mit der Krise gerade mal gar nichts zu tun.“ „Dann sehe ich auch nicht, warum der Staat jetzt plötzlich für ein paar Tage Unterricht zu Hause Milliarden springen lassen soll, nur weil ihre Eltern sich keine kostspieligen Digitalgeräte leisten können.“ „Die werden ja nicht nur für den Unterricht zu Hause benutzt.“ „Von der Leyen hat Ihnen so schöne Versprechungen gemacht!“ „Eine Geigenstunde pro Quartal und freie Mitgliedschaft im Tennisclub!“ „Nur Trainerstunden müssen Sie halt selbst zahlen.“

„Schauen Sie mal, das ist doch pädagogisch durchaus wertvoll.“ „Was denn bitte?“ „Naja, wenn man als Schüler zum Klassenlehrer gehen muss, um sich als Sozialfall zu outen, das ist schon peinlich.“ „Da lernt man fürs Leben.“ „Zum Beispiel, dass man besser kein Sozialfall ist.“ „Oder sich outet.“ „Und dann auch noch Ansprüche stellt.“ „Aber die Teilhabe steht allen zu, die sie beantragen.“ „Ja, das ist eben die Schwierigkeit in dieser Gesellschaft.“ „Alle wollen immer nur haben.“ „Aber selbst für etwas verantwortlich sein, da hat jeder sofort eine Ausrede parat.“ „Jetzt halten Sie mal die Luft an, wir reden hier von Kindern!“ „Merken Sie was?“ „Typisches Ablenkungsmanöver, wenn Sie mich fragen.“ „Aber so was von typisch!“ „Sie können doch Kinder nicht dafür verantwortlich machen, dass ihre Eltern nicht die finanziellen Mittel haben, um ihnen teure technische Geräte zu kaufen.“ „In dieser Gesellschaft ist nun mal nicht alles gerecht.“ „Das kann man natürlich anprangern.“ „Ich finde, irgendwo ist es auch ein bisschen richtig.“ „Dass so viele Kinder in prekären Verhältnissen aufwachsen müssen?“ „Nein, dass man das anprangert. Ab und zu gibt einem das ein schönes Gefühl.“

„Bis jetzt haben Sie doch immer so getan, als sei Bildung das beste Mittel gegen Armut.“ „Das stimmt ja auch.“ „Bildung ist ein sehr hohes Gut!“ „Das darf man doch nicht einfach an irgendwelche Arme verschleudern!“ „Sie wollen also bewusst Ausschlusskriterien bei der Bildung einführen.“ „Ja.“ „Stellen Sie sich das doch mal vor.“ „Wir haben in absehbarer Zeit sehr viel mehr Arbeitslose in Deutschland.“ „Das trifft dann natürlich auch die, die ausreichend Bildungsteilhabe genossen haben.“ „Und wir hätten dann eine direkte Konkurrenz für die, die jetzt durch Bildungsteilhabe das soziale Niveau ihrer Eltern halten können.“ „Auch da, wo es rein von der Bildung eigentlich gar nicht reichen würde.“ „Stellen Sie sich das mal vor, die Kinder benutzen so ein digitales Gerät für Mathematik.“ „Physik!“ „Wirtschaftswissenschaften!“ „Mir wird ganz übel bei dem Gedanken!“ „Die machen mit dem Zeug Abitur!“ „Die kennen gar nichts anderes mehr!“ „Eine sozialistische Einheitsgesellschaft, wo jeder mit seinem Tablet herumläuft!“ „Oh Gott, ich kann das gar nicht mehr hören!“ „Die studieren!“ „Und dann schreiben die Bewerbungen!“ „Und nehmen den anderen die Jobs weg!“ „Das ist das Ende von Deutschland!“ „Sagen Sie mal, hören Sie sich eigentlich selbst zu bei der ganzen Scheiße, die Sie da vom Stapel lassen?“ „Diese 150 Euro holen wir vielleicht früher oder später wieder rein.“ „Das Kindergeld wird ja zum Glück auf Hartz IV angerechnet.“ „Bringen Sie die Sozialfuzzis nicht auf dumme Gedanken!“ „Gut, dass Blüm gerade weg vom Fenster ist.“ „Hähähä!“ „Und was schlagen Sie jetzt als Lösung vor?“ „Schulen auf!“ „Wie?“ „Na, alle Schulen wieder auf! So schnell wie möglich!“ „Das meinen Sie ernst!?“ „Aber ja doch, irgendwie muss man den Gefahren ins Auge blicken.“ „Man sagt, in der Unterschicht sei das Immunsystem signifikant schwächer.“ „Na, dann wollen wir mal schauen, dass das die unsichtbare Hand regelt.“





Auszeit

1 04 2019

„Man hört jetzt also einfach so auf zu arbeiten?“ „Wer hat das denn gesagt?“ „Die Linken.“ „Naja, das ist eben keine Arbeiterpartei.“ „Interessant ist das trotzdem, ich meine, stellen Sie sich das mal vor: man kann bei einem nicht mehr unterscheiden, ob der gerade Pause macht oder für die Wirtschaft komplett nutzlos ist.“ „Gucken Sie sich das Management an, da ist das normal.“

„Aber die Idee ist gut.“ „Dass man gar nicht mehr arbeitet?“ „Nein, es geht bloß um ein Sabbatical.“ „Um ein was?“ „Sabbatical. Da macht mal zwischendurch einfach mal Pause.“ „Kenne ich, ist bei uns auch so. Dann kommen Sie aus der Pause zurück, der ganze Krempel liegt immer noch herum und Sie dürfen das trotzdem beseitigen.“ „Nein, Sie verlassen Ihren Arbeitsplatz.“ „Ja, das Fachwort heißt Kündigung. Ist den Linken wohl noch nicht so oft passiert, weil die Vögel eh selten zur Arbeit gehen.“ „Nein, das ist eine Auszeit. Sie nehmen sich eine Auszeit und kommen danach an Ihren Arbeitsplatz zurück.“ „So wie Leiharbeiter, die werden zwischendurch für drei Monaten zum Arbeitsamt geschickt, weil die Industrie nicht die Zuschläge zahlen will, und dann müssen Sie zum anderen Betrieb dreißig Kilometer weiter fahre, und wenn Sie einmal zu spät sind, weil unsere tolle Bundesbahn vergessen hat, Waggons für die Züge zu kaufen, dann fliegen Sie raus.“ „Nein, das heißt wirklich so. Sie machen eine Pause und kommen dann wieder.“ „Und wie?“ „Ja, normal halt.“ „Auf welchem Arbeitsplatz?“ „Auf dem alten natürlich.“ „Na toll. Und wie lange dauert das dann so? Zwei Wochen, zwei Monate?“ „Zwei Jahre.“ „Zwei Jahre. Und in der Zwischenzeit bleibt dann das ganze Rechnungswesen liegen und stapelt sich bis zur Decke, weil Sie zwei Jahre lang Selbstfindung betrieben auf Anraten einer kommunistischen Dame mit Artikulationsschwierigkeiten?“ „Nein, das kann man dann sicher schon irgendwie regeln, dass…“ „Na, da bin ich aber mal gespannt. Schießen Sie los, ich tu so, als würde ich Ihnen folgen.“

„Also es ist wie mit der Teilzeitregelung von Nahles.“ „Nahles nur noch in Teilzeit? Halleluja, dass ich das noch erleben darf!“ „Nein, ich meine, das war ihr Vorschlag.“ „Meiner wäre, dass sie ein Sabbatical nimmt, aber eins bis zum Ende ihrer politischen Karriere!“ „Man kann diese Positionen ja durch Umschichtung in der…“ „Super, dass ich darauf noch nicht gekommen bin – Umschichtung der Arbeitskräfte! Wenn uns ein Klempner fehlt, da frage ich mal zwei Bürokaufleute und einen Panzerfahrer, ob sie das eben erledigen können.“ „Aber…“ „Seien Sie froh, dass wir keine Raketen bauen.“ „Ich meine, das ist doch…“ „Oder hier, Kernkraftwerke. Das wird ganz eng.“ „Sie müssen doch die…“ „Ganz eng!“

„Also personalpolitisch müsste man sich da schon auch etwas einfallen lassen, aber das werden wir in der Personalpolitik der Zukunft dann auch lösen.“ „Was macht Sie da so sicher?“ „Dabei haben sich die Politiker doch sicher etwas gedacht, oder täusche ich mich da?“ „Nicht doch, vertrauen Sie denen ruhig. Die müssen sich mit so vielen Sachen gleichzeitig beschäftigen, die haben immer eine Lösung für alle Probleme parat.“ „Na, dann ist es ja gut. Weil, irgendwie muss man ja auch die Posten wieder besetzen.“ „Was Sie nicht sagen!“ „Und wenn die Arbeitnehmer nach so einem Sabbatical den Anspruch auf den alten Arbeitsplatz wieder haben oder auf einen vergleichbaren, was macht man dann in der Zwischenzeit?“ „In einer Behörde ist das ganz einfach, da wird vorher nicht gearbeitet und hinterher auch nicht, also bleibt sich das gleich, wie viele Leute Sie beschäftigen.“ „Naja, aber es ist nicht alles eine Behörde.“ „Das hat Nahles auch festgestellt, als sie mit dem Rechtsanspruch auf Homeoffice gescheitert war. Für einen Staatssekretär kriegen Sie das hin, bei einem Bauklempner wird das schon schwieriger.“ „Dann müsste man das mit einem befristeten Vertrag…“ „Deshalb hatten uns Nahles und die Linken ja auch lang und breit erklärt, dass es in Zukunft viel weniger befristete Arbeitsverträge geben soll. Und dass das alles auf gesetzlicher Grundlage geschieht, hatte ihnen vorher keiner gesteckt, aber das muss man als Ministerin auch nicht wissen.“

„Dann geht das eigentlich nur mit Leiharbeit.“ „Ja, das hatte ich auch so verstanden. Ist ja auch kein Wunder, die Linke war ja schon immer eine Partei, die Leiharbeit fördern wollte und sich öffentlich dafür eingesetzt hat, mehr Arbeit über Entleiher abzuwickeln. Schnell, flexibel und dafür zum Ausgleich sozial unverträglich, also so, wie man die Linken kennt.“ „Ich verstehe es auch nicht, vor allem: was machen denn die armen Leute, wenn die Firma in den zwei Jahren pleite geht und sie dann nicht mehr auf den alten Arbeitsplatz zurück können, weil es den nicht mehr gibt?“ „Was zahlen die Firmen für so ein Sabbatical?“ „65 Prozent des Nettolohns.“ „Fürs Nichtstun? Meine Herren, dagegen ist Hartz IV ja direkt menschenfeindlich.“ „Und wenn jetzt wichtige Fachkräfte fehlen, die die Unternehmen trotzdem Geld kosten, wie soll man denn dann diese Arbeitsplätze überhaupt erhalten können?“ „Wir sammeln.“ „Was?“ „Geld natürlich. Ich bitte Sie, das kriegen wir hin. 65 Prozent sind doch ein Klacks, bedenken Sie nur die Folgen: zwei Jahre lang merken wir nicht, dass bei den Linken nichts folgt, und danach sind sie weg vom Fenster. Ich frage Sie: ist es das nicht wirklich wert?“





Das Opfer oder Alles aus Liebe

6 10 2013

für Frank Wedekind

Das Onkelchen ist alt, doch gut genährt,
in allen Teilen feist und wohl erhalten.
Wir wollen, vor ihm Schlimmes widerfährt,
aus sittlichem Gefühl den Schädel spalten.

Es tut uns selber weh. Doch hin ist hin,
und keiner wird lebendig nur vom Weinen.
Er ist für alle Gläubigen Gewinn.
Man merkt das, schon aus Keuschheit, beim Entbeinen.

Wir geben ihn als Knochen und als Fleisch
zur Suppe, um der Ärmsten Not zu lindern.
Da ist ein Jubel, Aufstand und Gekreisch.
Dank guten Leumunds wird man uns nicht hindern.

Es ist uns gar nicht peinlich, will das Lob,
das man uns zollt, ein wenig dick geraten.
Der Rücken geht, die Rippen etwas grob,
das gibt, wenn man sich anstrengt, guten Braten.

Man heiligt uns. Ihr seht, wenn Ihr uns trefft,
wir segnen täglich ganze Menschenschwärme.
Moral verkaufen, das ist ein Geschäft.
Uns bleibt der Ruhm. Euch bleiben die Gedärme.





Pflegeleicht

12 09 2013

„… bestehe derzeit ein Mangel von ca. 30.000 qualifizierten Pflegekräften. Bisher habe die Regierung noch kein Konzept, die Kanzlerin wolle sich aber spätestens nach der Wahl informieren lassen, was genau da…“

„… regle der Markt die Versorgung von alleine. Rösler habe vorgeschlagen, die Gehälter des Pflegepersonals um ein Viertel zu kürzen, da durch derartig strukturelle Verbesserungen mehr Arbeitslose freiwillig eine Stelle als…“

„… seien vor allem Pflegekräfte aus China gefragt. Der traditionell niedrige Standard in deutschen Heimen sei ihnen vertraut, da sie auch in ihrer Heimat keinen Wert auf Menschenrechte…“

„… zur Konsolidierung der Haushalte durchzusetzen. Bahr habe vorgeschlagen, optionale Leistungen wie Körperpflege und medizinische Versorgung aus den Pflichtleistungen zu streichen, um durch eine kürzere Verweildauer in der Pflegeeinrichtung eine wirtschaftlichere…“

„… weitere Sparmaßnahmen durchzusetzen. Schäuble habe die Streichung sämtlicher Sozialleistungen sowie eine Steigerung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel empfohlen, um Arbeitsplätze im deutschen Niedriglohnbereich nicht nur für Spanier, sondern auch für Griechen attraktiv zu…“

„… dass Pflegekräfte in ihrer Heimat für eine Vollzeitstelle 350 Euro erhielten. Von der Leyen regte an, das Lohnniveau der osteuropäischen Staaten beizubehalten, um die Harmonisierung innerhalb der EU schneller zum…“

„… müsse die Pflegeversicherung immer wieder verbessert und dem Bedarf angepasst werden. Den Personalmangel könne nur eine Erhöhung der Beitragssätze auffangen, da die Besserverdienenden sonst gezwungen wären, aus Deutschland zu…“

„… ebenfalls verantwortlich, dass deutsche Arbeitnehmer in Pflegeberufen in Drittländer wie Norwegen und die Schweiz auswanderten. Rösler habe angeregt, eine Verbesserung der Arbeit im coolsten Land der Welt etwa nach norwegischen Maßstäben vorzunehmen, abgesehen vom Gehalt, um eine bessere…“

„… die Ausbildung verkürzt werden könne. Künftig sollten Ausländer auch ohne Ausbildung in Pflegeberufen arbeiten dürfen, sofern sie im Gegenzug auf Sozialversicherungsbeiträge verzichteten und…“

„… seien bis 2025 wegen der weiter steigenden Zahl von Pflegebedürftigen mindestens 400.000 zusätzliche Pflegekräfte vonnöten. Merkel habe sich vorsichtig optimistisch geäußert, dass durch künftige Austeritätsmaßnahmen erhebliche Personalressourcen in Italien und Frankreich als…“

„… das von der CSU geplante Pflegebetreuungsgeld ausgezahlt werde, wenn eine pflegebedürftige Person darauf verzichte, in einer Pflegeeinrichtung gepflegt zu werden und sich stattdessen zu Hause…“

„… die bereits zu Erzieherinnen umgeschulten Schleckerfrauen nicht ausreichten. Man müsse daher noch mehr Erzieherinnen durch Fortbildung zur Schleckerfrau aus dem Arbeitsprozess nehmen, um sie dann für den Pflegeberuf zu…“

„… Asylanten nur noch dann zu dulden, wenn sie neben einer Ausbildung in einem Pflegeberuf bei Verwandten wohnen könnten, die die Differenz bis zum Existenzminimum aus eigener Tasche…“

„… mehr als 15.000 Stellen gestrichen würden. Das Personal sei jedoch für Pflege sowie andere Sozialberufe nicht mehr zu verwenden, da die Kräfte zuvor als Investmentbanker…“

„… das Pflegebetreuungsgeld zur Hälfte auszuzahlen, wenn dem Pflegebedürftigen zuzumuten sei, dass er sich selbst pflege, anstatt in einer Pflegeeinrichtung zu…“

„… komme es durch Abwerbung von Pflegepersonal von den Philippinen dort bereits zu ernsthaftem Notstand. Niebel begrüße die strukturellen Verbesserungen und rege an, den durch die Globalisierung gewonnenen Anschluss an die westlichen Industrienationen durch vermehrte Waffenkäufe…“

„… als Verpflichtung zum Bundesarbeitsdienst. Die Leistungen seien als Sozialstunden, Ein-Euro-Jobs und Arbeit für Strafgefangene ein neuer…“

„… das anteilige Pflegebetreuungsgeld auf die Grundsicherung im Alter voll anzurechnen, so dass es möglich sei, armen Rentnern bis zuletzt ihre persönliche Freiheit…“

„… die Zahl der Ausbildungsplätze im Pflegebereich zu erhöhen. Zur Entlastung der Wirtschaft schlage Brüderle vor, die Kosten zu gleichen Teilen von Pharmaunternehmen und den Auszubildenden…“

„… über eine Schnellqualifikation deutscher Arbeitnehmer nicht debattiert habe. Von der Leyen habe die im Wahlprogramm ausgeführte Politik der Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme so interpretiert, dass zunächst die Arbeitslosenzahlen stabilisiert werden sollten, um der Leih- und Zeitarbeit wieder ausreichend Potenziale zu…“

„… auch aus Tunesien berichtet, dass die Pflegesituation angesichts massiver Abwerbungen sich rasch verschlechtert habe. …“

„… mindestens 30.000 Arbeitslose innerhalb einer Woche in Vollzeitjobs zu vermitteln. Von der Leyen habe angeregt, die ALG-II-Bezieher als Pflegehilfen nach Tunesien und Polen, China und auf die Philippinen zu…“





Konsumlust

14 08 2013

„Entschuldigung, das ist doch Unsinn!“ „Finden Sie? Dabei vertreten Sie doch sonst auch immer genau das, was die Regierung sagt?“ „Aber Ihre Schlussfolgerungen sind vollkommen falsch.“ „Und das sagen gerade Sie?“

„Ich bleibe dabei. Deutschland geht es so gut wie nie zuvor.“ „Woran machen Sie das fest? Etwa an der gesteigerten Konsumlust der Bundesbürger?“ „Sie brauchen das gar nicht mit so einem ironischen Unterton zu sagen.“ „Käme mir nie in den Sinn.“ „Wir haben genug Arbeit. Es müsste sie bloß mal einer machen wollen.“ „Das ist sicher der Grund, warum für die Beseitigung der Flutschäden Ein-Euro-Jobber herangezogen werden.“ „Natürlich, das ist ja auch Arbeit, die zusätzlich entsteht.“ „Ah, richtig. Weil sie ohne die Flut nicht anfallen würde. Verstehe.“ „Sollen wir denn zusehen, wie die von der Flut beschädigten Gebiete unbewohnbar werden?“ „Die waren vor der Verwüstung durch die Neubauten auch unbewohnt, und die Folgen sehen wir jetzt.“ „Das beantwortet meine Frage nicht.“ „Und warum schaffen wir keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze?“ „Die Leute wollen ja gar nicht arbeiten.“ „Also bekommen sie für die Arbeit, die sie trotzdem leisten, zum Ausgleich auch keinen Lohn?“ „Das ist doch gar nicht miteinander zu vergleichen!“

„Und wenn es so viel Arbeit gibt, warum gibt es dann immer noch so viele Arbeitslose?“ „Weil die Arbeit niemand machen will.“ „Ich dachte immer, weil die Arbeit keiner bezahlen will.“ „Falsch. Wer in diesem Land Arbeit finden will, findet auch Arbeit.“ „Weshalb wir auch derart viele Bürger mit Nebenjobs haben.“ „Richtig.“ „Und Sie denken, das sei ein Zeichen von Konsumlust.“ „Vollkommen korrekt.“ „Die Menschen wollen sich wieder etwas gönnen und menschenwürdig leben.“ „So weit würde ich noch nicht gehen, aber…“ „Sie meinen, die Bürger arbeiten für den Konsum.“ „Warum denn nicht? Wir leben schließlich in einer kapitalismuskonformen Demokratie, da wird das doch wohl erlaubt sein.“ „Und sie können sich das von ihren regulären Gehältern nicht leisten?“ „Das gibt der Markt eben nicht her.“ „Und sie brauchen dazu Zweitjobs?“ „Warum beschweren Sie sich? Es gibt doch genug Arbeit, wie Sie sehen.“ Dann arbeiten diese Menschen ja freiwillig?“ „Warum denn nicht?“ „Sie haben doch eben bestritten, dass Menschen freiwillig arbeiten?“ „Aber diese Menschen arbeiten ja, weil sie konsumieren können.“ „Und wenn man arbeitslosen Menschen eine Arbeit verschafft und sie dafür anständig bezahlt?“ „Wozu das denn? Die sind doch imstande und geben das ganze Geld sofort wieder aus!“

„Das finde ich jetzt ja schon sehr mutig von Ihnen, sich so entschieden für ein bedingungsloses Grundeinkommen stark zu machen.“ „Wie bitte?“ „Sie haben doch eben gerade gesagt, dass Sie die Voraussetzungen dafür sehen.“ „Wer hat das wann gesagt?“ „Es findet doch jeder Arbeit, oder?“ „Wenn man will, ja.“ „Und wenn nun die einen den anderen die Arbeit wegnehmen?“ „Wer nimmt denn wem was weg?“ „Man könnte doch die Arbeit, die die einen zusätzlich machen, denen geben, die keine haben.“ „Aber die Leute wollen doch gar nicht arbeiten.“ „Eben haben Sie noch das Gegenteil behauptet.“ „Weil die ja keine Arbeit haben, die bezahlt wird.“ „Es gibt doch genug Arbeit, die keiner macht, weil sie keiner bezahlt?“ „Man kann doch nicht alles bezahlen, so viel Geld haben wir doch nicht.“ „Sie erwarten aber, dass die Arbeit getan wird, wenn man sie bezahlt?“ „Natürlich.“ „Und weil die Leute so furchtbar gerne Geld haben, arbeiten sie auch noch zusätzlich?“ „Sicher, das würde doch jeder.“ „Also sind die einen zufrieden, weil sie mehr arbeiten können und etwas dafür bekommen, und die anderen sind unzufrieden, weil sie arbeiten müssen, aber nichts dafür bekommen?“ „Moment, das habe ich gar nicht…“ „Sie meinen, dass jeder gerne konsumiert und dafür freiwillig mehr arbeitet?“ „Weil die Leute eben arbeiten wollen – das war jetzt eine Fangfrage, oder?“ „Und Sie sind der Meinung, dass man auch Leute arbeiten lassen sollte, wenn es nicht bezahlt wird?“ „Aber die wollen doch gar nicht…“ „Dann arbeiten die einen freiwillig, aber die einen werden nicht dafür bezahlt.“ „Worauf wollen Sie jetzt hinaus?“ „Dass Arbeit und Geld nichts miteinander zu tun haben.“

„Also ich verstehe das immer noch nicht.“ „Wir haben eine Gruppe, die zu viel arbeitet, und eine, der die Arbeit fehlt.“ „Und was soll man dagegen machen? den einen die Arbeit wegnehmen und den anderen geben?“ „Warum nicht?“ „Das kann doch keiner bezahlen!“ „Das bezahlt doch schon jemand. Sie.“ „Ich?“ „Glauben Sie denn, der eine Euro für die Fluthelfer wird vom Papst gespendet?“ „Dann bezahle ich jetzt schon die, die gar nicht arbeiten?“ „Sie bezahlen sogar die, die arbeiten und davon gar nicht leben können.“ „Und was machen die alle mit dem Geld?“ „Konsumieren.“ „Ist das denn schlimm?“ „Wäre ich Sie, würde ich sagen: nein.“ „Und dann haben alle Arbeit?“ „Wen interessiert das? Die wollen doch alle gar nicht arbeiten.“ „Aber Sie haben doch gerade das Gegenteil… oh, Moment mal…“





Innere Unsicherheit

18 03 2013

„Die Putzfrauen?“ „Und die Hausmeister. Und die Krankenschwestern.“ „Meine Güte, das darf doch nicht wahr sein!“ „Ist es aber.“ „Aber das ist doch – das ist doch gefährlich. Das ist ja Terrorismus!“

„Wir sind von höchst gefährlichen Menschen umgeben.“ „Es ist nicht auszudenken, welche Risiken sich dadurch für uns ergeben.“ „Sie sehen, die Hysterie, die um Bombenanschläge geschürt wird, ist völlig übertrieben.“ „Wenn man sich das mal ausmalt!“ „Wir sind ständig von Risiken umgeben, das ist wahr.“ „Aber wir sind doch noch nie darauf aufmerksam gemacht worden, das ist ja geradezu skandalös!“ „Unsere Sicherheitsbehörden sind eben auch nicht vollkommen, sie finden weder das Naheliegende noch das, was man mit gesundem Menschenverstand eigentlich sofort finden müsste.“ „Und der Verfassungsschutz?“ „Ist auch nicht besser, aber weshalb sollte man jede Putzfrau vom Verfassungsschutz überwachen lassen?“ „Es könnte doch immerhin sein, dass sich eine Putzfrau bei mir einschleicht, und die lässt dann die Fenster offen stehen für Einsteigediebe – ich werde in eine geschlossene Wohnanlage umziehen, da gibt es wenigstens einen Wachschutz!“ „Und Sie denken, diese Wachmänner seien ungefährlich?“ „Wieso, sind die etwa – Sie meinen, auch Wachmänner?“ „Warum gerade die nicht?“ „Das ist doch ein Beruf mit einer besonderen Vertrauensstellung.“ „Und was erwarten Sie von einer Krankenschwester?“

„Die Vorstellung, dass ich in meinem eigenen Haus von meinem eigenen Wachpersonal angegriffen werde – nein, das ist doch absurd.“ „Die Vorstellung, dass sich ausländische Terroristen als Wachpersonal oder Rettungssanitäter oder Krankenschwestern verkleiden, ist die auch absurd?“ „Natürlich nicht, sicher sind die Geheimdienste schon längst hinter uns her.“ „Weil man als Putzfrau eben leicht in Ihre Nähe kommt. Oder als Hausmeister. Und dann haben Sie ein Problem.“ „Nicht, wenn ich ausreichend Wachleute in meinem – wie war noch mal die Frage?“

„Stellen Sie sich vor, Sie müssten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.“ „Das dürfte doch zu verhindern sein.“ „Fragen Sie Ihre Putzfrau, die Ihre Kellertreppe mit Schmierseife präpariert, am Ihren Bürostuhl die Schrauben lockert und Ihren Wasserhahn unter Strom setzt.“ „Das muss man doch verhindern können! Wir werden die Krankenschwestern in Zukunft viel genauer durchleuchten müssen, damit wir nicht plötzlich von einer Welle der Gewalt überrollt werden!“ „Und das wird helfen?“ „Was können wir denn sonst tun?“ „Fällt Ihnen nichts ein?“ „Aber natürlich, man könnte das ganze Personal einfach austauschen. Aber dazu müsste man dann wieder eine Menge ausländischer Arbeiter ins Land holen, man müsste die Abschlüsse hier anerkennen, und dann braucht man ein Amt, das die ganzen Leute überwacht, und dann…“ „Und Sie wissen genau, dass Sie damit das Problem gelöst kriegen?“ „Haben wir dann nicht mehr innere Sicherheit?“ „Wir haben vor allem mehr innere Unsicherheit. Jeder Hausmeister, der Ihnen Sprengsätze unter den Tisch basteln kann, wird seinen Grund dafür haben. Es ist vollkommen gleichgültig, wen Sie einstellen, solange Sie die Gründe nicht beseitigen.“

„Wir leben in einer ständigen Gefährdungslage, das ist doch nicht hinzunehmen!“ „Was würden Sie vorschlagen?“ „Die Gefahr beseitigen. Aufspüren und einfach beseitigen.“ „Sie haben das Problem erkannt. In diesem offiziell als Demokratie deklarierten Marktsystem gibt es einen störenden Einfluss: das Volk hat die Macht. Auch dann, wenn man es beschissen bezahlt, wenn man es ständig unter Druck setzt, dass es arbeitslos wird, wenn man die Steuern und Abgaben vor allem für die Kleinen erhöht, seine Ersparnisse verpulvert, seine Bildung verjuxt, seine Altersvorsorge verplempert und jedem von ihnen täglich klarmacht, dass er ein überflüssiges Stück Dreck ist. Das Volk hat die Macht, nicht, weil es alle paar Jahre ein bis zwei Kreuzchen macht oder demonstriert oder streikt, weil ihm Selbstverständlichkeiten vorenthalten werden wie der Umstand, dass man von einer Vollzeitarbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, ohne sich zusätzlich auf einem vollkommen maroden Amt bis auf die Knochen zu entblößen, fern jeglicher Vorschriften für Datenschutz, fern aller Menschenrechte oder der Grundrechte, die selbst für Strafgefangene gelten. Das Volk hat die Macht, weil einer von ihnen Ihre Wohnung putzt und das Taxi fährt, in dem Sie sitzen, weil einer von ihnen die Pizza liefert, die Sie bestellt haben, einer von denen beschützt Sie, wenn Sie wichtig genug sind, vor den anderen, ein anderer repariert an Ihrem Auto die Bremsen, und wenn Sie Glück haben, macht er das ordentlich, weil er nicht gehört hat, dass Sie ihn ein paar Tage zuvor als dekadentes Arschloch bezeichnet haben, weil er für seine Kinder genug zu essen kaufen will. Jeder von ihnen hat eine Waffe, und ein Schraubenschlüssel, eine Spritze, eine Rasierklinge, Toilettenreiniger, das kann so wirksam sein wie eine Pistole.“ „Und man kann da nichts machen?“ „Sie könnten anfangen, das Volk wie Menschen zu behandeln.“ „Ich diskutiere nicht mit Terroristen!“





Kinder haften für ihre Eltern

15 11 2012

„Ja, wissen wir. Wissen wir längst. Aber das sollte so sein, glauben Sie mir. Wir haben uns da wirklich Gedanken gemacht – der Sozialstaat in Deutschland ist genau so, wie er sein sollte. Das war so gewollt. Und das Betreuungsgeld auch.

Wir können da keine neue Verwaltungsstruktur aufbauen für das Betreuungsgeld. Das wird uns auf Dauer zu teuer. Dafür fehlen uns im Haushalt einfach die Mittel. Warum? Habe ich Ihnen doch gerade erklärt. Wir zahlen jetzt das Betreuungsgeld aus, deshalb haben wir kein Geld mehr für eine Behörde, die den Anspruch prüft. Wissen Sie, das ist ein sorgsam ausbalancierter Prozess, den wir da fahren. Das sorgt in der Verwaltung für sehr viel mehr Arbeit, und das sichert Arbeitsplätze, und das ist sozial, und das ist natürlich viel zu viel Arbeit, und dann bauen wir das wieder ab. Klingt das nicht alles logisch? Sehen Sie, so war das gedacht.

Wir haben da Praxiserfahrung eingebracht. Es läuft wie bei der Arbeitslosigkeitsverwaltung. Es wird so viel Geld für unnütze Sachen verpulvert – Arbeitsvermittlung, Bewerbungstraining, Ein-Euro-Jobs, Pressekampagnen für Frau von der Leyen, wissen Sie, da bleibt ja gar nichts mehr übrig, wenn das ganze Geld immer nur für Arbeitslose ausgegeben wird. Wir haben daraus unsere Lehren gezogen und beenden diese Umverteilung. Das Geld muss bei denen ankommen, für die es auch gedacht war. Der Sozialstaat in Deutschland ist so, wie er sein sollte. Das war so gewollt.

Das wird jetzt ganz unbürokratisch ausgezahlt. Doch, das machen wir. Wir hatten ja vorher zwei Optionen – entweder vorher alles prüfen oder vorher alles nicht prüfen. Oder nicht alles prüfen, kommt ja auf dasselbe hinaus. Wahrscheinlich dann eher nicht alles prüfen. Sonst würden wir es ja auch gar nicht mehr auszahlen können. Aber wie gesagt, wir werden das dann ganz unbürokratisch nicht ganz prüfen, damit wir es auszahlen können – wenn wir dann hinterher feststellen, dass das zu teuer wird und nicht klappt, dann wissen wir auch ganz unbürokratisch, woran es gelegen haben wird. Die Frau Bundeskanzlerin hat uns da Rechtssicherheit versprochen. So machen wir das jetzt.

Man muss den Eltern doch auch mal Vertrauen entgegenbringen. Stellen Sie sich mal das politische Klima in diesem Land vor, wenn wir überall nur Misstrauen hätten. Stellen Sie sich einmal so ein Land vor: Staatstrojaner, Rasterfahndung, Online-Durchsuchung, Funkzellenabfrage. Essensmarken für Asylanten und andere Arbeitslose. Chipkarten für Eltern, die vorsätzlich in Armut leben. Wollen Sie in so einer Gesellschaft leben? Das wollen wir doch alle nicht. Nein, wir setzen ein radikales Grundvertrauen dagegen. Immer vorausgesetzt, Sie haben nichts zu verbergen.

Das ist ja gerade für die jüngere Generation sehr wichtig. Die haben gerade so viele neue Ideen, die sind alle begeistert von einem bedingungslosen Grundeinkommen – lassen wir ihnen doch mal die Idee. Wissen Sie, das war auch so gedacht. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder, das ist doch eine ganz tolle Sache, oder? Aber natürlich nur, wenn Sie gewisse Bedingungen erfüllen. Beispielsweise, dass Sie die Kohle nicht brauchen.

Wir wissen das ja. Und wir wussten das alles auch schon vorher. Und das ist doch auch mal sehr entspannend, wenn wir jetzt nicht so typisch deutsch alles verplanen, sondern hier auch mal ganz entspannt einfach die Sache laufen lassen. Glauben Sie, das hätten wir so hingekriegt, wenn wir nur die Kitaplätze ausgebaut hätten?

Man könnte das Geld auch in eine verlängerte Elternzeit stecken. Aber die würde dann ja jeder bekommen. Wollen Sie das?

Natürlich haben wir da auch einen gewissen Mitnahmeeffekt im Auge. Wie etwa bei der Steuerhinterziehung im Bedarfsfall, oder wenn man als Fluggesellschaft Agrarsubventionen einsteckt. Da ist es uns halt lieber, dass wir vorher wissen, wenn wir hinterher beschissen werden. Das läuft bei uns hier völlig unbürokratisch.

Uns schwebte da so eine Art Melderegister vor. Also nicht für die Eltern, sondern für die Kitas. Jeder bekommt das Betreuungsgeld ausbezahlt, es sei denn, er wurde von einer Kita im zentralen Betreuungsgeldnichtauszahlungsbundesregister eingetragen. Wir haben uns da eine Menge Gedanken gemacht, wissen Sie – das war so gewollt. Für das Betreuungsgeld? Ja, das auch. Aber Hauptsache, wir haben erstmal die Daten.

Das mit den Chipkarten? Könnte man nochmals probieren. Aber ich glaube, Sie haben das Konzept nicht ganz verstanden. Der Sozialstaat ist genau so, wie er sein sollte. Das war so gewollt. Diese ganze Überregulierung sollte man doch langsam beenden. Zu viel Bürokratie, wie gesagt, und dann der ständige Kontakt zum Bürger. Das schafft eben nicht nur Vertrauen. Dann weiß man, dass man kontrolliert werden könnte. Das Grundvertrauen fehlt.

Wer das bezahlt? Sie wissen ja, es ist ein Projekt unserer vorausschauenden Bundesregierung. Kinder haften für ihre Eltern.“





Lebensleistung

7 11 2012

„Das war jetzt der Durchbruch!“ „Was meinen Sie genau?“ „Der Koalitionsgipfel, der war jetzt der Durchbruch.“ „Doch, Sie haben recht. Wenn Sie die Kuh vom Eis holen wollen und sich dabei zu weit hinauswagen – dann war das der Durchbruch.“

„Aber mal Spaß beiseite. Dies Betreuungsgeld – was soll das denn?“ „Wissen Sie das nicht?“ „Ich weiß es nicht.“ „Schade, sonst wären Sie jetzt bestimmt schlagartig berühmt.“ „Wieso jetzt dies?“ „Weil keiner weiß, was das soll. Und die, bei denen man so leicht das Gefühl haben könnte, dass sie etwas damit zu tun haben, dass es doch jemand weiß, die sagen nichts.“ „Weil sie es nicht wissen?“ „Doch – aber die wissen es besser.“ „Deswegen sagen die nichts?“ „Kein Wort. Die glauben höchstens daran.“ „Das ist schon wieder mehr zu verstehen.“ „Dass die daran glauben?“ „Weil die ja sonst dran glauben müssten.“ „Auch wieder wahr.“

„Aber ich verstehe nicht, warum kommt denn das Betreuungsgeld erst im August?“ „Das ist Taktik.“ „Wegen der Finanzen?“ „Wegen der Bundestagswahl. Wenn es so kurz vor der Wahl kommt, danken die Profiteure umso freudiger der Union, und die Gegner haben sich noch nicht warm geärgert.“ „Und das wird jetzt als großes Sozialprojekt in den Himmel gehoben – wem nützt denn das etwas?“ „Denken Sie doch einmal an die Verwaltung.“ „Das muss doch geprüft werden?“ „Ja, das ist wie mit den Hartz-Gesetzen. Das muss alles vorher geprüft und dann bewilligt werden, dann wird gemeldet und kontrolliert, und dann haben wir einen schönen neuen Wasserkopf in der Behörde, der mindestens die Hälfte des Geldes wieder auffrisst.“ „Und das nennen Sie sozial?“ „Es schafft schließlich viel mehr Arbeit im öffentlichen Dienst.“ „Es gibt dort neue Arbeitsplätze?“ „Nein, aber darum geht’s ja auch nicht. Sozial ist, was Arbeit schafft. Und wenn der Beamtenapparat wegen der ganzen Formulare durchglüht, ist das doch richtig sozial. Auch, wenn unten nichts mehr von der Kohle ankommt.“ „Also doch wie Hartz.“

„Immerhin ist das jetzt in Europa wieder ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit.“ „Wie bitte!?“ „Unsere Europa-Kanzlerin kann endlich vor unseren Landsleuten verkünden, dass sie für Gerechtigkeit gesorgt hat.“ „Ich höre immer nur Gerechtigkeit, wie erklären wir denn den anderen Euroländern, dass sie sparen sollen, wenn Deutschland die Kohle mit beiden Händen zum Fenster rausschmeißt?“ „Das ist ja die Gerechtigkeit. Wir haben so viel für Europa ausgegeben, jetzt müssen wir den Rest eben für uns behalten. Zum Ausgleich.“

„Was soll denn eigentlich der Müll mit der Lebensleistungsrente?“ „Dann denken Sie mal scharf nach.“ „Diese Lebensleistungsrente bringt zehn Euro mehr als die Mindestrente.“ „Kleinvieh macht auch Mist.“ „Müssen Sie jetzt so über den Rösler herziehen?“ „Keinesfalls, ich wollte nur –“ „Und das nur, wenn Sie eine Privatversicherung abgeschlossen haben.“ „Wo ist denn das Problem?“ „Die Arbeitnehmer, die diese Rente brauchen, können sich eine private Absicherung überhaupt nicht leisten!“ „Die Arbeitnehmer, die diese Rente brauchen, würden auch mit zehn Euro mehr im Alter weiter am Hungertuch nagen.“ „Dann frage ich mich, wozu wir diese blöde Rente überhaupt noch brauchen.“ „Die staatliche oder die private?“ „Das ist doch alles völlig unrealistisch.“ „Natürlich, aber das ist doch der Punkt. Keiner braucht diese Renten. Die Arbeitnehmer sollen ja schließlich sparen.“ „Und warum gibt es dann diese Privatversicherung überhaupt?“ „Weil der Bürger schließlich mehr Eigenverantwortung übernehmen muss. Auch für zehn Euro mehr im Monat.“

„Aber jetzt mal Hand aufs Herz: warum heißt dieser Schrott denn Lebensleistungsrente?“ „Weil die Bundesregierung endlich für klare Verhältnisse sorgt.“ „Wie, klare Verhältnisse?“ „Zum einen macht sie uns klar, dass sie immer noch denkt: Leistung lohnt sich wieder.“ „Seit wann denn das?“ „Das dachte sie schon im letzten Wahlkampf.“ „Geschenkt, ich will wissen, seit wann sich Leistung lohnt. Hat sich Leistung je gelohnt?“ „Das entzieht sich meiner Kenntnis, zumindest in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland. Es geht ja nur darum, dass die Bundesregierung immer noch das glaubt, was sie schon immer geglaubt hat.“ „Und was bitte ist daran klar?“ „War Ihnen nicht klar, dass diese Regierung außerstande ist, irgendeine adäquate Reaktion auf Tatsachen zu zeigen?“

„Und zweitens?“ „Zweitens dürfen Sie davon ausgehen, dass Sie Leistungsträger sein müssen, bevor Ihnen das vergolten wird.“ „Sie meinen, ich muss in meinem Leben etwas geleistet haben?“ „Sie hören mir nicht zu.“ „Wo höre ich Ihnen denn nicht zu? Leistung, oder?“ „Sie sind kein Leistungsträger. Ob Sie etwas leisten oder nicht, ist dafür unerheblich.“ „Was soll denn diese Wortklauberei, außerdem – Leistung tragen? wie soll das bitte funktionieren?“ „Sie haben es erfasst, es funktioniert eben nicht.“ „Und den Stuss denkt sich eine Physikerin aus!?“ „Naja, eigentlich hat sich Westerwelle den Blödsinn ausgedacht, aber der ist halt vielseitig ungebildet.“

„Und drittens?“ „Drittens sehen Sie hier das Leistungsprinzip in seiner ganzen Lebendigkeit.“ „Reden Sie doch keinen Quark! Wer leistet denn hier etwas?“ „Wir uns die Bundesregierung. Und die leistet sich eine ganze Menge.“ „Verdammt, was ist daran klare Kante? was hat das alles mit Lebensleistung zu tun? Zehn Euro!?“ „Damit sie mal klar sehen.“ „Was denn?“ „Was der Regierung Ihre Lebensleistung wert ist.“