Schnüffler

6 08 2018

„Kostüm ist okay, aber nicht in Schwarz, es sei denn, Sie bewerben sich als Bürokraft bei einem Bestattungsinstitut. Wenn Sie da mit einem blauen Kostüm erscheinen oder in hochhackigen Schuhen oder beides, kürzen wir Ihnen die Bezüge. Wenn Sie die Stelle trotzdem bekommen, streichen wir Ihnen das Arbeitslosengeld komplett, und zwar rückwirkend. Schließlich kennen wir den Arbeitsmarkt besser als Sie.

Und Sie haben Ihre Bluse jetzt ja auch nicht so weit zugeknöpft, das ist für Ihren Beruf – Sie sind Industriekauffrau, da ist das normal, bei den Büro- und Verlagskauffrauen muss noch ein Knopf mehr geschlossen werden, Sie haben ja das Faltblatt dazu bekommen von der Bundesagentur – für den Beruf ist das tolerierbar. Wenn Sie jetzt nämlich noch einen weiter offen lassen, dann signalisiert das dem Arbeitgeber: ich bin im reproduktionsfähigen Alter und finde mich nicht so hässlich, dass ich es nicht versuchen würde. Wer stellt schon eine Frau ein, die bei der erstbesten Gelegenheit wieder schwanger wird und ausfällt und dann Scherereien macht mit Teilzeit und kranken Kindern und Kindergeld und Tarifurlaub immer in den Schulferien und was weiß ich. Denken Sie mal ein bisschen mit, Sie wollen doch nicht unbedingt in der ersten Runde schon eine Absage kassieren, oder?

Die Absage ist erstmal nicht das Problem, also nicht meins, ich kann ja dem Arbeitgeber nicht nachweisen, dass er mehr als genug Bewerberinnen für den Job hatte. Kommt vielleicht noch, aber bis jetzt ist das seine Entscheidung. Aber wir müssen natürlich sehen, dass wir Ihre Bewerbungsstrategie auch mit Ihrem allgemeinen Verhalten abgleichen und Optimierungspotenziale freilegen. Größtenteils für unsere finanzielle Optimierung, wir sparen ja eine Menge Kohle ein, wenn wir Sie als nicht dem Arbeitsmarkt gegenüber offene Person betrachten, sondern als eine Erwerbslose, die sich in ihrer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend negativ wirkenden Erwerbslosigkeit eingerichtet hat. Sie kennen das als soziale Hängematte. Ist ja auch nicht in Ihrem Sinne als zukünftige Arbeitnehmerin, dass man von Ihrem Gehalt die Faulheit der Findigen finanziert, oder?

Das ist ein Deospray? Nehmen Sie bitte einen Roller, oder wenigstens irgendwas, das nicht so entsetzlich blumig riecht. Furchtbar, das ist ja wie explodierende Maiglöckchen! Seien Sie froh, dass Sie kein Mann sind, der müsste sich jetzt noch mit den Hinweisen zu Bartwuchs und Rasierwasser auseinandersetzen. Die Frisur ist ja an sich schon ganz okay, aber Sie sollten mal an Ihrer Tönung arbeiten, das ist einen Tick zu hell. Das ist Natur? Dann färben Sie gefälligst, das passt nicht zum Kostüm. Wenn Sie unbedingt modische Akzente setzen wollen, malen Sie sich bunt an und schulen Sie um auf Kosmetikerin. Oder bewerben Sie sich im Callcenter. Da sieht man Sie nicht. Aber nicht diese individualistischen Extrawürste, das kommt bei Chefs im mittleren Alter gar nicht gut an. Die haben mit ihren pubertierenden Töchtern gerade genug zu tun. Kaum ist die Frau aus dem Alter raus, dass sie sich so einen Schnickschnack anzieht, oder die Scheidung ist eh schon durch, da kommt so eine Bürokraft, und der ganze Kram geht wieder von vorne los. Sie wollen den Job, also nehmen Sie bitte ein vernünftiges Deo.

Sie dürfen mich gern als Schnüffler bezeichnen, das macht mir nichts aus. Ist ja mein Job. Wir haben von den Niederländern gelernt, die haben einige sehr fortschrittliche Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht, damit die Erwerbslosen sich im Bewerbungsprozess besser präsentieren. Wer da nicht den Anforderungen entspricht, muss halt mit Sanktionen beim Existenzminimum rechnen. Das betrifft nicht nur Kleidung und Körperpflege, das betrifft auch das allgemeine Verhalten. Wenn Sie zum Beispiel lange arbeitslos waren, kann man ja annehmen, dass Sie mit einem gewissen sozialen Druck durch die Gesellschaft sowie das JobCenter in den Bewerbungsprozess reingehen, nicht wahr? Und jetzt sind Sie völlig nervös, erscheinen sehr pünktlich, aber verschwitzt zum Termin. Da ist es doch nachvollziehbar, dass wir sanktionieren, oder?

Denken Sie mal nach. Sie wollen den Job unbedingt, schließlich haben Sie lange Zeit nicht gearbeitet. Und jetzt machen Sie durch ein derart widersprüchliches Verhalten, Nervosität und ein pünktliches Erscheinen, die ganzen Bemühungen wieder zunichte. Da müssen wir doch von Ihrer Seite eine Absicht unterstellen dürfen, dass Sie die Bewerbung gar nicht ernst meinen. Wie gesagt, das betrifft jetzt nur Ihr Verhalten. Wenn Sie als Mann zum Beispiel nach längeren Phasen ohne Arbeit eine gewisse körperliche Verwahrlosung zeigen, dann ist das sicher ganz normal, aber doch nur für die Leute, die beispielsweise wegen einer akuten Überarbeitung keine Zeit mehr haben, auf Ihre äußere Erscheinung zu achten. Wenn so einer nicht nebenbei schwarz arbeitet und die Bewerbung aus steuerlichen Motiven torpediert, wer denn dann?

Die Strumpfhose ist okay, die Handtasche lassen Sie bitte im Auto. Sie gehen heute nicht ins Theater, das ist ein Vorstellungsgespräch. Was weiß ich, wie Sie das machen, lassen Sie sich was einfallen. Ist doch nicht mein Job. Wir werden erst wieder aktiv, wenn Sie eine Absage bekommen haben. Also Brust raus, die ist bei Ihnen glücklicherweise vorhanden, und dann viel Erfolg in Ihrem neuen Job als Müllsortiererin!“

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Ringelreihen

5 06 2018

„Was kann denn der, was der nicht kann?“ „Wer?“ „Also die. Die anderen.“ „Alle anderen?“ „Nicht alle, aber eigentlich kann ja jeder was.“ „Gut, aber wer passt in der Zwischenzeit auf die Kinder auf?“

„Man kann doch die Stellen schon irgendwie besetzen.“ „Mit wem denn?“ „Na, Fachkräfte halt.“ „Auf jeden Fall!“ „Notfalls könnten wir mal sehen, ob sich nicht andere Fachkräfte finden.“ „Wie meinen Sie das denn jetzt schon wieder?“ „Ich dachte immer, in der Kita arbeiten Erzieherinnen?“ „Ab und zu auch Erzieher.“ „Ach was!“ „Deshalb könnte man doch als Teil einer größeren Strategie einen erweiterten Personenkreis mit den Aufgaben der Kinderbetreuung betrauen.“ „Sie meinen, dass wir Flüchtlinge in die…“ „So weit kommt’s noch!“ „Aber…“ „Damit unsere Kinder frühzeitig lernen, Konflikte mit dem Messer zu lösen!?“ „Und die vielen Vergewaltigungen!“ „Islamisierung!“ „Jetzt hören Sie doch mal…“ „Ich bin kein Rassist, aber sobald meine Sheela-Geneviève von einem Neger angefasst wird, hole ich den Staatsschutz!“ „… zu! Man kann doch Pfleger einsetzen, so weit ist das Berufsbild gar nicht entfernt!“

„Also ich fände das nicht gut.“ „Immerhin kann man die Erfahrungen aus der Altenpflege mit in die Kita bringen.“ „Ob Sie nun einem Zweijährigen die Windeln wechseln oder einem 92-Jährigen, das ist doch auch nicht so unterschiedlich.“ „Die meisten Senioren sind ja auch intellektuell nicht mehr so anspruchsvoll, was die Kommunikation angeht.“ „Und Kauen können die wenigsten.“ „Und woher holen Sie die Leute?“ „Das meint er ernst?“ „Klar, woher wollen Sie die bekommen?“ „Meine Güte, gehen Sie halt ins nächste Pflegeheim – die liegen überall herum!“ „Ich meinte Pfleger.“ „Ich auch.“

„Man könnte natürlich auch auf die ausweichen, die ihren Burnout schon hinter sich haben.“ „Um die negativen Schwingungen auf unsere Kinder zu projizieren?“ „Ausgeschlossen!“ „Ich bitte Sie!“ „Also der Vorschlag ist wenigstens interessant, da wir möglicherweise nicht genug aktive Kräfte einbinden können.“ „Braucht man die nicht in der Pflege?“ „Doch, aber wenn man aus dem Job einmal raus ist, wird man schnell ersetzt.“ „Das wusste ich nicht.“ „Vielleicht kann man hier mit den Lehrern etwas anfangen.“ „Mit denen, die in den Schulen fehlen?“ „Ich dachte eher an die, die am Beruf vorbeistudiert haben.“ „Die sind doch aber in der Kita auch nicht geeignet.“ „Die sollen ja dann auch in die Pflege.“

„Und das geht gut?“ „Ich weiß ja nicht.“ „Für Lehrer wäre das sicher eine Entlastung, wenn sie mal nicht ständig mit Kindern zu tun haben, die immerzu Widerstand leisten.“ „Die Senioren haben kein Smartphone, die lesen nicht unter der Bank und können keine Hausaufgaben vergessen.“ „Aber sie hören auch nicht mehr zu.“ „Damit müssen Sie als Lehrer zurechtkommen, Sie erzählen ja sowieso immer dasselbe.“ „Stimmt auch wieder.“

„Und was ist mit Kfz-Mechatronikern?“ „Was soll mit denen sein?“ „In der Branche wird doch auch berichtet, dass wir einen enormen Mangel an Fachkräften haben.“ „Wollen Sie denn noch mehr Zuwanderung?“ „Man könnte die Pfleger, also die, die sowieso nicht mehr in ihrem Job geblieben sind, doch für die…“ „Sind Sie wahnsinnig!?“ „Das ist doch nicht Ihr Ernst!“ „Jeder dahergelaufenen Idiot darf dann einfach so an Autos herumschrauben?“ „An deutschen Autos auch noch!“ „Aber die…“ „Ich habe nichts gegen neuartige Denkansätze, aber das geht doch nun wirklich zu weit.“ „Ich nenne das verantwortungslos, jawohl!“ „Wir können den Menschen wenigstens eine berufliche Perspektive im…“ „Jawohl, verantwortungslos!“

„Wobei wir dann auch wieder das Problem haben, dass wir zu die vakanten Lehrerstellen irgendwie ausgleichen müssen.“ „Das wird sehr schwierig.“ „Wie wäre es mit Fortbildung?“ „Sie wissen, dass das enorm lange dauert?“ „Und was das wieder kosten würde!“ „Also ich bewillige die Gelder dafür nicht.“ „Und wenn Sie uns wieder mit Elektrikern kommen, die setzen wir hier auch nicht ein.“ „Absurder Gedanke!“ „Haben wir nicht irgendwo noch eine größere Bevölkerungsgruppe, die wir motivieren können, sich wieder aktiv für den Schulbereich zu engagieren?“ „Sie meinen die Rentner?“ „Solange es keine Elektriker sind, kann man das machen.“ „Dann lieber Pensionäre.“ „Das müsste man natürlich mit den Rentenkassen auch irgendwie abklären können.“ „Sie meinen wegen der höheren Besteuerung der Altersbezüge?“ „Zum Beispiel.“ „Das wird aber zum Problem, wenn viele von denen nur in Altersteilzeit einsteigen.“ „Ja, das stimmt.“ „Aber irgendwo muss man doch mal anfangen.“ „Und wir sind es unseren Kindern schuldig, dass wir nur die besten Kräfte an ihre Ausbildung lassen.“ „Ganz meine Meinung.“ „Alles andere wäre auch nicht zu verantworten.“ „Nur, woher nehmen und nicht stehlen?“ „Und wenn wir…“ „Verwaltungsbeamten könnten schon mal ein Schritt sein, von denen sind immer mal wieder welche frühpensioniert.“ „Steuerfahnder?“ „Klingt gut.“ „Gerne auch aus dem Bankbereich.“ „Und wenn wir…“ „Oder mittleres Management.“ „Bahn oder so?“ „Da lernen die Kinder wenigstens was fürs Leben!“ „Oder Erzieher?“





Nicht pflegeleicht

16 04 2018

„So, dann kommen wir mal zur Prüfungsfrage. Der Patient hat sich in den Finger geschnitten, Sie haben drei Dinge zur Auswahl. Ein Pflaster, ein Glas Essiggurken, eine Zahnbürste. Was tun Sie?

Jetzt machen Sie hier mal nicht auf dicke Hose, das ist doch eine klare Sache. Sie haben mit voller Absicht auf die Zahnbürste gezeigt, da darf man doch von einer gesellschaftsschädlichen Absicht ausgehen, oder? Also im Sinne eines bedingten Vorsatzes, wenn Sie es genau wissen wollen. Sie müssen sich immer klar machen, als Erwerblose sind Sie in Deutschland nicht so gerne gesehen, wenn Sie zu viel wissen. Wenn Sie zu wenig wissen oder so tun, fallen Sie nicht weiter auf, aber diese Tour, das System absichtlich zu torpedieren, das kommt gar nicht gut an.

Wir hatten ja schon diverse Bewerber hier, und wir hatten auch schon diverse Durchgänge. Bei der jetzigen Verteidigungsministerin, die war ja eher auf Kanonenfutter eingestellt, aber das kann auch sein, weil sie vorher Soziales und Familie gemacht hat, als Konservative kriegt man da gerne mal einen Hau, also im Klartext: da kriegten Arbeitsscheue vorher noch einen Kurs, wie man sich den Kittel anzieht. Den Scheiß können wir uns angesichts der aktuellen Personalunterbesetzung natürlich nicht mehr erlauben. Sie sollten sich also ein bisschen sensibilisieren für unsere finanziellen Ziele.

Natürlich ist das ein gesamtgesellschaftliches Problem, da haben Sie durchaus Recht. Als Bürgerin, die eine Transferleistung für Abgehängte kassiert – nehmen Sie mir das nicht übel, wir wissen schließlich beide, wovon wir sprechen, der Kostenträger hält Sie für ein asoziales Stück Scheiße, der Arbeitsmarkt hält Sie für ein asoziales Stück Scheiße, die Sozialversicherungen halten Sie für ein asoziales Stück Scheiße, und ich halte Sie auch für ein asoziales Stück Scheiße, so ein Arbeitsunfall ist nie selbst verschuldet, schließlich haben Sie mit Ihrer langjährigen Beschäftigung mehr als einem Dutzend Erwerblosen den Job weggenommen, da sollten Sie einfach mal demütig sein und die Fresse halten – also wie gesagt, wir sind ein Rechtsstaat, und das heißt im Klartext: wir haben einen Ermessensspielraum, Sie haben ein Problem. Soweit klar?

Das gesellschaftliche Problem besteht darin, dass wir Ihnen rein theoretisch sogar die Pflege Ihrer Angehörigen bezahlen müssten, wenn Sie die denn auf Grund eines gesetzlich garantierten Anspruchs durchsetzen wollten. Also noch mal im Klartext: Sie liegen zu Hause auf der faulen Haut, und nur weil Ihre demente Alte plötzlich gaga wird, wollen Sie auch noch Kohle dafür, was Sie für den Rest der anständigen Menschen in diesem Land, die Ihnen Ihre Miete zahlen, umsonst leisten könnten. Ich meine, das ist natürlich nicht durchzusetzen, wir haben mittlerweile eine Kuschelrepublik, wo jeder mit seiner Qualifikation sagen darf, was er gerne machen will, Streichelzoo, Ponyhof, Supermodel, und dann kommen auch noch diese Arschlöcher vom Bundesverfassungsgericht und geben denen Recht – wir sind ja wirklich bald in der DDR, wo jeder machen konnte, was er wollte, solange es der Führer nicht mitkriegte. Nerven Sie mich nicht mit historischen Details, Fräuleinchen, das zieht bei mir nicht. Ich bin auch Biodeutscher, und das hängt mir langsam zum Hals raus. Die Leute in diesem Land werden zusehends wie Menschen behandelt, das kann nicht mehr lange gut gehen.

Dass Sie im Transferbezug Pflegegeld kriegen, ist zwar skandalös, aber das lässt sich leichter in den Griff kriegen. Wir stellen einfach die Zahlung ein, obwohl wir wissen, dass Sie ein schweres Problem haben. Es ist auch nur eine Teilzahlung, die auf Ihre Bezüge angerechnet wird, und wir wissen, dass Sie in einem gesundheitlichen Zustand sind, in dem jede willkürliche Sanktion Ihre Existenz gefährden kann. Das ist wie Lotterie, nur viel aufregender.

Wie gesagt, Sie hatten sich auf Anraten der Bundesagentur freiwillig gemeldet, um einen Platz in der Pflegedienstleistung der Bundesagentur… – Das wussten Sie nicht? Schauen Sie mal, Leiharbeit ist out, wir machen das direkt, der Kostenträger ist beteiligt an den öffentlichen Pflegeeinrichtungen, und dadurch sparen wir eine Menge Geld. Sie arbeiten zwölf Stunden pro Monat und kriegen dafür genau die hundert Euro, die wir Ihnen wegen dieser linken Meinungsdiktatur in der Regierung und in Karlsruhe leider nicht mehr wegnehmen dürfen, im Klartext: Sie arbeiten, nehmen anderen qualifizierten Erwerbstätigen, die leider nur noch nicht ihren Arbeitsplatz verloren haben und auf diese Art der Volkswirtschaft einen erheblichen Schaden zufügen, denen nimmt ein asoziales Stück Scheiße – Sie haben es inzwischen wohl gemerkt, wir formulieren das geschlechtsneutral, damit wir einem asozialen Stück Scheiße wie Ihnen nicht auch noch einen Grund zur Klage bieten – denen nimmt ein asoziales Stück Scheiße natürlich immer einen Job weg. Gewöhnen Sie sich an die Denke. Das sind nur zwölf Stunden, da werden wir keine Vermittlungserfolge riskieren, auch nicht bei Ihnen, weil Sie nach dem Unfall und den…

Kauffrau im Gesundheitswesen? wollen Sie die Volkswirtschaft absichtlich zerstören, oder was!?“





Die gesamtgesellschaftliche Situation

29 03 2018

„Damit das klar ist, wir haben Fehler gemacht. Das haben wir auch verstanden, und jetzt müssen wir nach vorne schauen und die Situation für alle Beteiligten verbessern. Wir verstehen uns als eine sozialdemokratische, aber trotzdem moderne Kraft, die dieses Land verbessern will. Und alles andere regeln dann sowieso die Ausschüsse.

Wichtig ist erst mal, dass wir die Stagnation in Deutschland überwinden. Hartz IV war nicht der richtige Weg, weil uns das viele Wählerstimmen gekostet hat, und das sagt uns, dass die Situation von uns falsch eingeschätzt wurde. Also jetzt mal gesamtgesellschaftlich betrachtet. Nicht nur in Bezug auf den Arbeitsmarkt und die Börse, sondern eben auch für den Wähler. Das müssen wir ändern, und da haben wir uns etwas einfallen lassen. Das solidarische Bürgergeld. Eine vollkommen neue Strategie, um mit den… –

Ja, das hatte die FDP ursprünglich entwickelt, aber die waren seit einigen Jahren ja nicht mehr an der Regierung, also haben wir das übernommen. Aber wir haben es modernisiert und, viel wichtiger, wir haben dem einen sozialdemokratischen Touch gegeben. Betonung auf ‚solidarisch‘, verstehen Sie? Wir haben die Solidargemeinschaft in diesem Land zu lange vernachlässigt, deshalb müssen wir jetzt mit einem ganz neuen Konzept neue Wege für eine Gesellschaft, wo der Mensch wieder im Mittelpunkt unseres demokratischen… –

Wieso Worthülsen? Ich will Ihnen mal was sagen: wir haben verstanden. Die Menschen draußen im Land, die haben ja auch einen Anspruch auf eine gut finanzierte Transferleistung, und genau das liefert ihnen unsere Haushaltspolitik. Was die alten Regierungen vorgelegt haben, damit kann man nicht wirtschaften. Wir brauchen eine Leistung, die eine gesamtgesellschaftliche – na, sagen wir mal, eine gesellschaftliche, auf jeden Fall so etwas wie Teilhabe. Es muss ja nicht immer die teuerste Wurst sein und auch nicht jede Woche, aber wenn man sich damit ab und zu wieder in den normalen Supermarkt traut, dann ist doch auch für die Wirtschaft viel gewonnen. Das braucht eine neue Handlungskompetenz auch auf haushalterischer Seite. Das ist unser sozialdemokratischer Touch, verstehen Sie, die Betonung liegt auf ‚solide‘.

Sie können sich gerne querstellen, aber ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht. Schauen Sie sich doch mal die öffentlichen Grünanlagen an, wie sieht es denn da aus? Also schön ist anders. Aber da kann man doch was machen. Ein Grundeinkommen ist jetzt vielleicht nicht unbedingt die größte Motivation, vor allem nicht, wenn es auch noch bedingungslos ist, aber es war ja unter Hartz IV nicht alles schlecht. Wir haben hier eine Menge sehr gut qualifizierter Fachkräfte, die den Empfängern unser neues Konzept vermitteln: wir sind eine Solidargemeinschaft, in der die Grünflächen für alle da sind, deshalb müssen auch alle etwas dafür tun.

Sonst geht’s Ihnen aber gut? Ich stelle mich doch nicht morgens mit ein paar Alkis in den Park und hebe die Bierdosen auf! Das ist mal wieder eine von diesen linken Spinnereien, mit denen Sie in die Schlagzeilen kommen wollen. Wenn wir von einer Solidargemeinschaft reden, dann heißt das, dass wir zahlen, damit Sie Arbeit haben. Daran hat sich nichts geändert, und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Außerdem sollten Sie mal ein wenig Dankbarkeit zeigen, dass Sie an diesem Aufstieg für die Wirtschaft teilnehmen dürfen. Das hat es ja seit dem letzten Krieg gar nicht mehr gegeben, das mit Hartz IV war ja auch eher Scheinblüte, und dass wir das jetzt ganz ohne Krieg schaffen, das ist schon eine Besonderheit. Also für Deutschland.

Von Ponyhof hat hier keiner was gesagt, das ist Ihnen wohl entgangen. Nein, ich kann mich nicht erinnern. Ich erwarte hier von Ihnen jeden Monat die Kontoauszüge, über Ihren Mietvertrag müssten wir auch noch mal reden, und dann das Kindergeld. Das müssen Sie natürlich angeben. Wir sind hier nicht das Sozialamt, mein Freund, hier wird im Namen und Auftrag aller Bürger Geld an die Unterschicht gezahlt, darum heißt dies Bürgergeld auch Grundeinkommen, klar? Mit Betonung auf ‚Einkommen‘, ja? Auf mein Gehalt muss ich auch Steuern zahlen. Dann kann ich von Ihnen ja wohl auch erwarten, dass Sie sich an die Spielregeln halten und Ihre Nebeneinkünfte hier ordentlich angeben. Wir erwarten hier Transparenz.

Mit den Flüchtlingen hat das überhaupt nichts zu tun. Heißt doch ‚arisch‘, oder?

Jetzt beschweren Sie sich nicht, wir müssen Sie doch irgendwie in Arbeit bringen. Früher haben wir das mit denen versucht, die zu lange schon vom Arbeitsmarkt entfernt waren, da hatten wir natürlich keine Chancen, jetzt konzentrieren wir uns auf die, die neu sind in unserem System, mit denen wir gemeinsam dies gesamtgesellschaftliche Konzept in die Wirklichkeit bringen können, also Menschen mit und ohne Vermittlungshemmnisse, die wir in den öffentliche Arbeitsmarkt integrieren können, weil sie keine Chance mehr auf einen richtigen Job haben. Die Betonung liegt auf ‚Grund‘. Wir machen das hier ja nicht zum Spaß.
Das wären dann vorerst dreißig Stunden, also Sie arbeiten vierzig, aber wir machen das mit einem Stundenkonto. Kennen Sie sicher noch aus Ihrem bisherigen Arbeitsleben. Man kann es sich nicht immer aussuchen, was man macht. So ist das nun mal, beschweren Sie sich ruhig, aber nicht bei mir. Ich habe das nicht erfunden. Wo waren Sie denn vorher, wenn ich mal fragen darf? Ach, beim Grünflächenamt? Tja, Pech für Sie. Hätten Sie mal was Ordentliches gelernt.“





Leistungssumpf

19 03 2018

„Haben Sie eine Ahnung, was uns das kostet!?“ „Ja.“ „Also eine vernünftige Antwort hätte ich von Ihnen schon erwartet, Sie können doch nicht einfach den Leuten ein paar Milliarden Euro ins Maul stopfen!“ „Wir müssten es aber eigentlich tun. Die Berechnungsgrundlage des Arbeitslosengeldes II ist nach übereinstimmender Meinung falsch und die Leistung ist zu niedrig. Das hat mittlerweile sogar die Bundesregierung eingesehen.“

„Kommen Sie mal von Ihrem hohen Moralross runter, Mann – das kann sich doch kein Staat mehr leisten.“ „Sind wir ein Rechtsstaat?“ „Ich verstehe die Frage nicht.“ „Wenn wir eine Leistung für die Bürger einführen, müssen wir sie auch denjenigen gewähren, die die Anspruchsvoraussetzungen dazu haben.“ „Aber doch nicht allen!“ „Das heißt, wenn die ALG-II-Sätze angehoben werden, wollen Sie die von der Leistung ausschließen, die dann ebenso leistungsberechtigt sind?“ „Die haben doch gar nichts dafür getan, die Leistungen in Anspruch nehmen zu dürfen, die sind ganz einfach reingerutscht.“ „Wie die meisten Menschen in den Leistungsbezug reinrutschen, keiner kriecht freiwillig in diesen Sumpf.“ „Das muss man doch begrenzen können!“ „So wie die Rente mit 63, die plötzlich zum Problem wurde, weil die Politik gemerkt hat, dass die Arbeitnehmer das Modell in Anspruch genommen haben, obwohl es eigentlich nur als rechtsverbindliche Sozialleistung geplant war?“ „Das lässt sich doch gar nicht vergleichen.“ „Herdprämie?“ „Ich will nicht mehr darüber reden, ist das jetzt klar!?“

„Meinen Sie nicht, die Regierung sollte endlich Steuersenkungen ins Auge fassen?“ „Wenn wir diesen Sozialschmarotzern immer mehr Kohle in den Rachen werfen, dann blutet dieses Land aus!“ „Stimmt, aber die Leistungsträger haben halt ihren eigenen Sumpf.“ „Was soll das denn jetzt heißen? Wir müssen doch alles gegenfinanzieren, und wie stellen Sie sich das beim Arbeitslosengeld vor?“ „Ich rede hier aber von der Einkommensteuer.“ „Was hat die denn mit den Arbeitslosen zu tun?“ „Natürlich müssen der Grundfreibetrag an die neuen ALG-Sätze angepasst werden. Wenn es ein Existenzminimum gibt, dann dient es ja nicht nur zur Berechnung der Regelsätze.“ „Wir lassen also gleich von zwei Stellen unser sauer verdientes Geld versickern!?“ „Es kommt den Leistungsträgern zugute. Die, die angeblich seit Jahren schrecklich drangsaliert würden, wenn man den Ärmsten in diesem Land eine verfassungsmäßig gerechtfertigte Existenzgrundlage zahlen müsste, und die, denen man die lange versprochenen Steuersenkungen wohl einfach nicht zumuten kann. Gerechtigkeit, Sie verstehen?“ „Aber das sind doch alles nur Taschenspielertricks!“ „Keinesfalls. Man gewährt den Transferleistungsbeziehern ein bisschen mehr, und davon profitiert die ganze Gesellschaft.“ „Kann man das denn nicht umgekehrt rechnen?“ „Wie soll das denn funktionieren?“ „Wir entlasten nur die Besserverdiener, also wenigstens ein bisschen, und trösten sie damit, dass es denen da unten zum Glück nicht besser geht als vorher?“

„Wir könnten dann auch endlich mal an die Mindestlöhne ran.“ „Das hat gerade noch gefehlt!“ „Sehe ich auch so. Das Lohnabstandsgebot sagt aus, dass Erwerbsarbeit finanziell attraktiver sein soll als der Bezug von Sozialleistungen.“ „Das heißt, wer noch nicht mal Sozialleistungen kriegt, wird trotzdem belohnt?“ „Sie sind doch auch dafür, dass derjenige, der arbeitet, mehr hat als derjenige, der nicht arbeitet?“ „Sicher, sonst würde jeder sich in der sozialen Hängematte ausruhen.“ „Dann muss der Lohn höher sein als das Existenzminimum.“ „Ist er doch.“ „Wenn man das Existenzminimum anhebt, dann muss doch auch die Lohnuntergrenze mit ansteigen.“ „Ich habe ja nichts gegen gute Löhne.“ „Aber?“ „Aber man muss das doch auch finanzieren können. Warum hebt man nicht die Löhne an und senkt dann zur Finanzierung die Sozialleistungen.“ „Weil der Staat nicht die Löhne bezahlt?“ „Das weiß ich selber!“ „Warum erzählen Sie es dann?“ „Letztlich zahlt doch der Steuerzahler den ganzen Zauber. Und die Verwaltungskosten werden auch immer höher, weil man dann immer mehr hat, die wegen der ansteigenden Regelsätze gar nicht mehr arbeiten wollen.“ „Deshalb steigen ja auch die Löhne, dann haben nicht mehr so viele Anspruch auf Sozialleitungen.“ „Es kassieren nicht mehr so viele Hartz IV?“ „Genau.“ „Ich glaube, die Lösung könnte doch ganz interessant sein. Haben Sie da nähere Informationen?“ „Wir heben einfach den Mindestlohn an.“ „Auf keinen Fall, das kostet nur Jobs. Millionen von Jobs wird das kosten!“ „Richtig, genau wie beim letzten Mal.“

„Nein, ich habe keinen Nerv mehr, mich mit Ihnen über diesen Wahnsinn zu streiten. Wir können das nicht einbringen, das würde Stress geben mit der Schuldenbremse, und Ihnen ist klar, dass die Verfassungsrang hat.“ „Sie meinen, wie die Rechte von Sozialleistungsempfängern? das wäre mir neu, also zumindest in der politischen Praxis.“ „Dann gucken Sie mal nach, was man mit Hartz IV in Bangladesch wäre – da könnten Sie die Puppen tanzen lassen!“ „Sie sind doch Rechtsanwalt?“ „Ja, und?“ „Eine Straßenreinigungskraft verdient hier im Monat so viel wie ein Anwalt in fünf bis sechs Monaten. In Bangladesch.“ „Aber…“ „Ich wollte nur fragen, ob Sie demnächst eine Bezahlung nach bangladeschischen Sätzen anwenden. Also jetzt nur aus Prestigegründen.“ „Aber…“ „Lassen Sie sich nicht stören, Kollege. Sie müssen sich ja auch noch um die Anpassung der Bezüge kümmern. Was täten wir Abgeordnete nur ohne Sie.“





BA-BA-Banküberfall

13 11 2017

„Das wäre dann quasi mal so eine von unseren Kassen, an denen wir das machen. Sie können sich jetzt Geld auszahlen lassen, gleich so beim Einkauf, und dann verrechnen wir Ihre Gutschrift mit dem Beleg, und dann können Sie wieder einkaufen. Nein, so einfach ist das nicht. Sie müssen schon arbeitslos sein, um in den Genuss dieser Leistungen zu kommen.

Da sehen Sie auch mal wieder, dass das mit den ganzen Vorurteilen, mit den Schikanen und der sozialen Ausgrenzung, dass das einfach nicht stimmt. Die Politik kümmert sich schon um die Unterschicht, die Unterschicht will das nur nicht immer annehmen. War bei den Chipkarten damals dasselbe, bis vors Bundesverfassungsgericht sind die gelaufen. Da machen Sie mal serviceorientierte Kundenpolitik, die auch noch sozial verträglich ist mit dem Rest der Bevölkerung, die das ganze Zeug finanzieren darf.

Und hier haben wir auch schon unseren ersten Fall. Bon vorzeigen, davon gehen drei Euro dreißig ab für ein paar Lebensmittel, von denen sich ein Mensch, der statt zu arbeiten die ganze Zeit zu Hause herumliegt, sicher tagelang satt wird. Und der Rest wird dann eben ausbezahlt. Es hält sich ja hartnäckig das Gerücht, Springer hat das neulich mal wieder als Schlagzeile verbraten, dass man die Bons dann bei der Bank einreichen kann, damit das Konto wieder aufgefüllt wird. Ist natürlich Quark, die Leute haben ja gar kein Konto, sonst müssten sie ihr Geld nicht im Laden holen. Den Beleg reicht man beim Amt ein, das ist doch klar.

So unterschiedlich ist das nun nicht, Sie zeigen Ihren Bescheid vor, dann zeigen Sie Ihren Ausweis – die Kassiererinnen sind selbstverständlich zu strenger Diskretion verpflichtet, die sagen das keinem weiter. Es sei denn, Sie sind beispielsweise aus der direkten Nachbarschaft. Oder Sie kommen häufiger mal zum Einkaufen. Oder waren früher mal Erwerbslos und zahlen jetzt bar, das kriegen Sie einfach nicht mehr weg. Sie können nicht jedes Mal mit der Gehaltsbescheinigung an die Kasse gehen und denen zeigen, dass Sie keine Leistungen mehr beziehen.

Die junge Dame ist hier ein Sonderfall, da muss der Filialleiter Rücksprache halten, weil die sich ihren Regelsatz vollständig auszahlen lässt. Das ist legal, aber wir machen den ganzen Aufstand hier ja auch gerade, um den Leuten den Umgang mit ihrem eigenen Geld ein bisschen, sagen wir, prekär zu gestalten. Zielgruppengerecht halt. Sie sollen ja nicht an der Kasse einfach so Geld abheben, wie das anständige Menschen am Automaten tun, der Unterschied soll spürbar bleiben. Vor allem für die anderen Kunden hier in der Kassenschlange.

Die Banken freut das ungemein, und das ist ja auch der Sinn der Sache. Die können ab jetzt reine Guthabenkonten für ihre Kunden führen, in entsprechender Höhe versteht sich, und die Hartzer dürfen bei ihren Kreditinstituten mit den hohen Gebührensätzen unter sich bleiben. Ganz davon abgesehen schafft das natürlich auch jede Menge Jobs. Sehen Sie die beiden Herren da am Eingang? Nein, nicht die mit den Kornflaschen, die im Kampfanzug. Was meinen Sie, was wir seit der Einführung hier an Bargeldbestand lagern müssen – da lohnt sich doch kein Banküberfall mehr, die Räuber kommen gleich in den Discounter, einmal Kippen holen, dann die Knarre auspacken, und die Tragetasche ist auch noch umsonst!

Dass die Bundesagentur übrigens das Verfahren unter dem Projektnamen ‚Banküberfall‘ geplant hat, ist nur ein Witz. Das können Sie mir glauben.

Die technischen Schwierigkeiten haben wir inzwischen in den Griff gekriegt, diese Schilder da oben haben Sie gesehen? nicht? Gut, dann läuft es nach Plan. Wir müssen die da hinhängen, wie in der Apotheke oder auf der Post, damit die anderen Kunden Diskretionsabstand halten. Wenn Sie einen Brief an die Schufa schicken oder Warzensalbe kaufen, soll das auch keiner wissen. Aber die da hängen so weit oben, da liest sie keiner. Und wenn sie einer liest, dann ist es den Leuten auch egal, und unser Betriebsablauf wird durch rechtstreue Kunden nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen.

Sehen Sie, der macht’s richtig. Großeinkauf für exakt 137,66, alles Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, das muss man einmal am Monatsanfang machen, da spart man die Kontoführungsgebühr und belastet nicht noch die Kassierer durch sozial unverträgliche Mehrarbeit, dafür wird man eben von der Gesellschaft belohnt, weil man nur einmal im Monat als Kostgänger des Systems den Ablauf der Konsumgesellschaft stören muss. Das ist auch ein wenig ein Anreiz, sich einen Arbeitsplatz zu suchen, statt sich ständig an der Kasse zu outen. Stellen Sie sich das mal vor, Sie kommen hier kurz vor Geschäftsschluss, vor Ihnen sind zwei Rentner, die einem die Einkaufswagen in die Hacken schieben und dann Kleingeld zählen, und dann hält Sie einer für einen Obdachlosen. Da können Sie Ingenieur sein oder Philosoph, da wünschen Sie sich aber ganz schnell in die Produktion!

Also Sie kaufen immer noch gerne ein hier? Das hören wir gern. Als Discounter ist man immer froh, wenn man vom Schmuddelimage wegkommt, auch wenn die Bundesagentur sich sicher Gedanken gemacht hat, warum sie gerade uns beauftragt hat mit der Einführungsphase. Doch, es ist eine Einführungsphase. Wer würde denn sofort übergehen zu Lebensmittelmarken?“





Kost und Logis

1 11 2017

„… keine ausreichende Begründung für diese Entwicklung geben könne. Die plötzliche Neigung der Altersgruppe der über 70-Jährigen zur Kriminalität sei weder durch gesellschaftliche…“

„… im Großraum Kassel eine Bande von Wohnungseinbrechern gestellt worden sei. Es habe sich größtenteils um Ersttäter gehandelt, die mit technisch unzureichenden Mitteln im…“

„… die Automatenaufsteller in Niedersachsen befürchteten, dass die Überfälle sich wiederholten. Vorerst seien nur die Segmente Süßwaren und…“

„… vereinzelt Briefkästen mit Seifenlauge geflutet worden seien. Dies sei jedoch lediglich als Ordnungswidrigkeit zu betrachten und ziehe keine Haftstrafe…“

„… bewusst Häuser ausgesucht hätten, die mit gutem Einbruchsschutz versehen worden seien. Die Staatsanwaltschaft habe den Verdacht, dass es sich um gezielte Taten einer…“

„… dazu übergingen, auch Automaten für Fahrradschläuche mit Propangas in die Luft zu sprengen. Die dabei angefertigten Videoaufnahmen zeigten mehrere Senioren, die auf einem Handwagen eine Flasche mit…“

„… dass auch das Bemalen selbst angefertigter Wahlplakate mit Schnurrbärten aus schwarzer Farbe keine Bewährungsstrafe nach sich ziehe, wie der Polizeipräsident von…“

„… eine Liste der Kunden eines Alarmanlagen-Vertriebs gefunden habe. Der Verdacht erhärte sich, dass die Wohnungseinbrüche gezielt nach diesem Adressmaterial…“

„… sich die Banden mitunter tagsüber in den Innenstädten verabredeten, um unter Beobachtung von Passanten Zigarettenautomaten zu beschädigen. Da es keine Raubhandlungen seien, wolle die Strafverfolgungsbehörde vorerst von einer Untersuchungshaft absehen, was auf erbitterten Widerstand seitens der…“

„… gezielt Fingerabdrücke hinterlassen worden, seien um die Täter von der Polizei identifizieren zu können. In Einzelfällen hätten die Einbrecher sogar Visitenkarten hinterlassen, um sich in der…“

„… eine Terrorgruppe atomare Erstschläge in der Lausitz angekündigt habe. Kriminaltechnische Untersuchungen hätten einen 84-jährigen Rentner mit seiner 83-jährigen Frau sowie Nachbarn im Alter von 79, 85 und…“

„… die Fahrerlaubnis vorher abgegeben hätten. Dennoch seien beide mit Vollgas durch den Ahrensburger Ortskern und quer über den Markt gefahren, wenngleich außer Blechschäden am gemieteten Lamborghini keine…“

„… der Diebstahl eines einzelnen Apfels vom Wochenmarkt keine strafrechtlichen Folgen nach sich ziehe, wenn die Täterin dem Marktbeschicker seit dreißig Jahren bekannt sei und regelmäßig Obst bei ihm erstehe. Die Selbstanzeige könne auch nicht als Vortäuschung einer Straftat, die ihrerseits durch den strafrechtlichen…“

„… als Ersttäter sicher mit einer geringeren Geldstrafe davonkommen sollten. Die gesamten Lebensumstände der straffälligen Rentner müssten dabei berücksichtigt werden, man brauche mehr kriminologisches Erfahrungswissen, um die Straftaten der…“

„… wenngleich Fahrer und Beifahrer die Blutalkoholkonzentration von 1,2‰ nachweislich erst nach der Tat erzeugt hatten. Ein Augenzeuge habe sie beobachtet, wie sie nach dem Halten eine Palette mit Magenbitterfläschchen aus dem Fußraum des Sportwagens geholt und hastig die…“

„… sich die Rentner bei polizeilichen Vernehmungen oder in Gerichtsverhandlungen teilweise mit vorformulierte Beleidigungen geringe Haftstrafen eingehandelt hätten. Im Gegensatz zu jüngeren Tätern sei es aber weder zu Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gekommen, bis auf einen Fall eines Rentners in Hannover, der seinen Rollator nach einer Justizvollzugsbeamtin geworfen habe, noch sei während der Verhandlungen die…“

„… es daher keine Trunkenheitsfahrt sein könne. Die Verkehrsstaffel habe die beiden Personen alkoholisiert, aber durchaus geständig aus dem stark beschädigten…“

„… dass bei allen Tatverdächtigen die Mieter in der letzten Zeit überproportional stark angestiegen seien, was zu einer Forderung des Amtes nach…“

„… habe sich während der polizeilichen Ermittlungen die Zusammenarbeit mit einem Kriminalhauptkommissar bestätigt. Der Beamte habe nach Hinweisen eines Bandenmitglieds gezielt Streifenwagen in die Nähe der mutmaßlichen Tatorte gesandt, um die Diebe auf frischer Tat zu…“

„… sich die Mitglieder der Facebook-Gruppe Dunkelgraue Panther offen zur Begehung von Straftaten verabredet hätten. Ihr Plan, das Abmontieren der Sitzgelegenheiten im Stuttgarter Schlossgarten sei allerdings nicht als Bankraub zu werten, weshalb sie die Objekte auch wieder in den…“

„… es ihrem Wunsch entspreche, durch eine nicht zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe bei freier Kost und Logis eine bessere Versorgung als mit der…“

„… bestätigt habe. Es handle sich bei dem Mitglied der Diebesbande um den Stiefvater des KHK Schultze-Bennig, der die Ermittlungen seit mehreren Wochen im Bereich des…“

„… eine Erhöhung des Flaschenpfandes auf dreißig Cent mit der Union nicht verhandelbar sei. Die Grünen wollten andererseits bei der Grundsicherung keinen…“