Finanzspritzen

8 09 2020

„… einen Untersuchungssausschuss vor der Hamburger Bürgerschaft einsetzen wolle. Bisher habe Scholz zu den Cum-Ex-Geschäften zwar alle Vorwürfe zurückgewiesen, auf der anderen Seite jedoch alles eingeräumt, was sich nicht mehr in…“

„… es keine rechtsfreien Räume gebe. Vielmehr habe der Bundesfinanzminister selbst durch ein Gesetz dafür gesorgt, dass die illegal erstatteten Zahlungen nur rechtmäßig in der Hand von…“

„… sehe die Hamburger SPD-Fraktion den Ex-Bürgermeister als entlastet an. Weder könne man einen Zusammenhang mit der HSH Nordbank noch Verstrickungen mit den G20-Krawallen als…“

„… den Deutschen Bundestag nicht in seiner Funktion als Kanzlerkandidat der SPD belogen habe, sondern als ehemaliger Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Da Scholz nun aber dieses Amt gar nicht mehr innehabe, fühle er sich nicht mehr in der Verantwortung für den…“

„… nicht auszuschließen sei, dass Scholz die Rückzahlungen zur Vermeidung einer drohenden Bankenkrise gestoppt habe. Möglich sei aber auch, dass die Privatbank selbst ohne Wissen des SPD-Bürgermeisters Verbindungen zum Fiskus…“

„… würden sich auch die Sozialdemokraten in ihrer Wahl des Kanzlerkandidaten bestätigt sehen. Scholz beweise durch seine Vergangenheit, dass er ebenso wie Friedrich Merz eine große Nähe zur Wirtschaft sowie erhebliche Kompetenz in der…“

„… dass von Warburg ein Berater instruiert worden sei, eine stringente Argumentation für die Steuerbehörde zu entwerfen. Dass die SPD nur auf Anweisung der Bank gehandelt haben könnte, trage bereits zur Entlastung der…“

„… die Spende an die Hamburger SPD rein zufällig kurz nach einer Wirtschaftsprüfung erfolgt sei. Leider habe die Partei kein Konto bei Warburg gehabt, so dass die Zahlung nur über einen…“

„… würden Kanzler üblicherweise erst nach der Wahl den Bundestag trotz erwiesener Tatsachen belügen. Die Sozialdemokraten seien fest davon überzeugt, dass dies nur für Scholz spräche, als Regierungschef die…“

„… die Bankberater von Steuererhöhungen abgeraten hätten, da zahlreiche Leistungsträger dann keinen finanziellen Spielraum mehr besäßen und dies die Versuchung für weitere Cum-Ex-Geschäfte oder andere…“

„… auch Finanzspritzen für weitere Vorhaben sammeln würde. Es sei daher nicht auszuschließen, dass ein weiteres Kohlekraftwerk in…“

„… sichere die Kanzlerkandidatur von Scholz der Partei auch große Stimmanteile im gehobenen Mittelstand, der nun nicht mehr auf die CDU als…“

„… habe Scholz zwei der drei Treffen mit dem Co-Chef von Warburg vergessen, da er durch die Lektüre einer Biografie von Helmut Kohl einen oder mehrere Blackouts im…“

„… trage man als Regierender Bürgermeister große Verantwortung für die Wirtschaft, vor allem, wenn eine Bank schon durch Rückzahlung illegaler Gewinne in eine gefährliche Schieflage zu geraten drohe. Scholz’ Amtsnachfolger habe sich durch sein beherztes Eingreifen für eine politische Karriere in höchsten Ämtern qualifiziert und werde damit…“

„… endlich wieder einen Spitzenkandidaten habe, der sich frühzeitig mit Machtpolitik befasse und mit epochaler Fähigkeit zum Aussitzen eine große Chance besitze, eine geistig-moralische…“

„… Teil eines langfristigen Plans sei. Scholz bereite eine Senkung der Wirtschaftskriminalität in der Bundesrepublik vor, die durch eine innovative Gesetzgebung in der SPD-geführten Regierung auf den niedrigsten Stand seit…“

„… ob es sich um einen verfassungsrechtlich umstrittenen Eingriff in die Abgabenordnung handele. Scholz weise jedoch darauf hin, dass nur sehr wenige Bürger von dieser Rechtsunsicherheit betroffen seien, so dass für die breite Bevölkerung zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden habe, zu hohe oder steuerrechtlich problematische…“

„… hätte eine Rückforderung falsche politische Signale ausgesendet. Die Sozialdemokraten hätten immer wieder mit dem Vorurteil zu kämpfen, das Kapital aus Deutschland zu vertreiben oder wenigstens den Kapitalisten ihre…“

„… sei es für Scholz aber noch zu früh, sein Ehrenwort zu geben. Allerdings bestehe auch kein Zweifel daran, wer die Spenden an die…“

„… es erhebliche Schwierigkeiten gebe. Viele der Cum-Ex-Beträge seien inzwischen ausgegeben worden und könnten daher nicht zurückgefordert werden, was insgesamt wieder zu einer ungerechten Behandlung der…“

„… rücke die SPD grundsätzlich nicht von ihrem Spitzenkandidaten ab. Solange mit Scheuer und Klöckner Mitglieder der Bundesregierung jeden Standard unterlaufen können, gebe es keinen Grund für Scholz, sich als…“

„… auf einen strikten Sparkurs einstimmen werde. Der Bundesminister der Finanzen sehe nicht nur durch die Folgen der Corona-Pandemie die Notwendigkeit, soziale Errungenschaften auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls mehr Eigenverantwortung von den Bürgern zu verlangen, da Deutschland durch sinkende Steuereinnahmen mehr Instrumente zur Planungssicherheit für die Banken und den Handel…“





Der Silberstreif

6 09 2020

Das Käthchen ist gespalten,
wie sich das alles fügt.
Was soll sie davon halten,
dass Albert sie betrügt?
Ihr Herz ist gar zerbrochen.
Die Schwestern sprechen Hohn.
War sie nicht einst versprochen
Gerichtsassessors Sohn?
Der führt jetzt selbst ein großes Haus,
die Zukunft sieht recht rosig aus.
Ist er nicht schlank und klug und blond?
    Ein Silberstreif…
        … am Horizont?

Man sieht noch nächtens sitzen
Hans Hansen überm Buch
und in Prozenten schwitzen –
die Prüfung wird ein Fluch.
Gehilfe will er werden,
doch rechnen kann nicht.
Kein Kaufmann wird auf Erden,
wem’s daran schon gebricht.
Ach, dass sein Vater gleichfalls fehlt,
wie er es ihm im Suff erzählt,
ist Glück, in dem er sich nun sonnt:
    ein Silberstreif…
        … am Horizont!

Erst durften alle wählen.
Sie gaben uns ihr Wort.
Sie wollten uns erzählen,
der Bann sei endlich fort.
Ein Aufbruch! neue Zeiten,
politisch endlich frei,
für Besseres zu streiten!
Ein Hoch auf die Partei!
Kaum war’s vorbei, kam wieder Scholz
mit Dünkel an und dummem Stolz.
Den Schuss ins Knie?
Ihr macht’s gekonnt.
    Kein Silberstreif?
        Kein Horizont.





Existenzminimum

24 08 2020

„… ein bedingungsloses Grundeinkommen als neoliberale Idee ablehne. Scholz werde den Umbau des Sozialstaates unter keine Umständen als…“

„… unter der Leitung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ein Modellprojekt starte, das 120 Bürgern drei Jahre lang einen Betrag in Höhe von 1.200 Euro auszahlen werde. Eine von der SPD unterstützte Studie könne das langfristige Comeback der Partei bedeuten, auch wenn dazu einige bisher vertretenen Positionen vollständig …“

„… müsse es zunächst mehr Arbeitsplätze in Deutschland geben, damit der Mindestlohn angehoben werden könne. Nur so sei der Sozialstaat reformierbar, der durch niedrige Sozialleistungen durch Arbeit Bürgern eine echte Teilhabe am…“

„… würde bei einem garantierten Einkommen niemand mehr bei der Müllabfuhr arbeiten. Scholz werde demnach bei der kommenden Wahl für den Deutschen Bundestag mit dem Slogan Wir wollen keine Verhältnisse wie in Sizilien eine wesentliche…“

„… dass schon Pofalla, Althaus und Oettinger unabhängig voneinander das Grundeinkommen für finanzierbar erachtet hätten. Die SPD habe sich von diesen teils sozialistischen, teils linksradikalen Personen aus naheliegenden…“

„… müsse zunächst der Mindestlohn angehoben werden, damit es wieder mehr Arbeitsplätze gebe, weil nur dies den Bürgern bei gleichzeitig niedrigen Sozialleistungen Anreize gebe, sich um Jobs zu…“

„… eine Gruppierung innerhalb der Partei klargestellt habe, dass es der Wahlkampfleitung nur um die vollkommen überzeugten Wähler gehe, dass die kategorische Ablehnung älterer SPD-Kader auch auf freiwilliger…“

„… werde nach Überzeugung fortschrittlicher sozialdemokratischer Arbeitsmarktexperten die Digitalisierung viele bisherige Berufe überflüssig machen, was zur Folge habe, dass nicht mehr genug Steuerzahler zur Finanzierung eines…“

„… könne Scholz natürlich nicht wissen, ob sich die Arbeitgeber gemeinsam auf eine möglichst langfristige Lohnkonstanz einigen würden. Diese würde zwar den sozialdemokratischen Prinzipien entsprechen, könne aber nur mit fiskalischer…“

„… sei das BGE in der Corona-Krise auch als zeitlich befristete Hilfe für Selbstständige und Freiberufler diskutiert worden. Scholz müsse aber als Finanzminister dagegenhalten, dass der Staat sich in absehbarer Zeit nicht noch eine Pandemie leisten könne, um eine derartige Umverteilung von Einkünften zu den…“

„… möglicherweise nicht für den Konsum, sondern für die Altersvorsorge verwendet werde. Diese mögliche Zweckentfremdung widerspreche jedoch der Idee eines Grundeinkommens, wie es die SPD in ihrem…“

„… nicht von der FDP oder der CDU mitgetragen würde, was für Scholz eine Koalition nicht nur erschweren, sondern möglicherweise auch als fast unmöglich…“

„… sei ein Betrag von 1.200 Euro nicht einmal geeignet, um durch ungedeckte Leerverkäufe oder missbräuchliches Dividendenstripping den Fiskus so nachhaltig zu betrügen, dass man von den Einnahmen ein Existenzminimum im Sinne des…“

„… und als neoliberal bezeichnet habe, da ein Grundeinkommen die Fortführung der bisherigen Marktwirtschaft voraussetze. Die SPD fordere aber eine sozialistische Alternative, die Arbeiter so gut bezahle, dass diese sich eine Villa im Tessin und einen eigenen…“

„… zwar korrekt sei, dass der Markt auch das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage regle, doch habe die SPD sei 1998 den Anspruch, den Arbeitsmarkt durch die Politik regeln zu lassen, die ihrerseits auf Zuruf der Wirtschaft einen…“

„… befürchte, dass bis zu sieben Milliarden Menschen einwandern würden, da sie spätestens als Asylbewerber einen Anspruch auf das bedingungslose Grundeinkommen geltend machen könnten. Für derartige Menschenmassen sei der Verwaltungsapparat nicht ausgelegt, so dass es zu massiven Fehlern in der Auszahlung des…“

„… seien bisher sämtliche Feldversuche mit bedingungslosen Lohnersatzleistungen nach ihrem Ende wieder in den ursprünglichen Verhältnissen aufgegangen, so dass ein neuerlicher Versuch mit der Gesamtheit der anspruchsberechtigten Bürger von vornherein zum…“

„… rechne Scholz bei einem BGE mit einer steigenden Zahl von Unternehmensgründungen, von denen jedoch viele nicht überleben würden. Eine wachsende Zahl von Insolvenzen schädige die Reputation des Wirtschaftsstandortes Deutschland allerdings so nachhaltig, dass nur durch eine Senkung der Unternehmenssteuern, die dann wieder für geringere Einnahmen im…“

„… werde sich die SPD nicht vor der Wahl in ideologiekritische Grundsatzdiskussionen begeben, um den Horizont ihres Kanzlerkandidaten zu verringern. Im neoliberalen Sinne sei ‚neoliberal‘ mehr als neoliberal und müsse daher als …“

„… strebe der Kanzlerkandidat neben dem Abbau der Staatsverschuldung und erheblichen Steuersenkungen für das oberste Einkommensdezil nicht auch noch eine Verbesserung der allgemeinen Befindlichkeit der Bürger an. Dies könnten im Falle einer Koalition die CSU beziehungsweise die…“

„… lehne Scholz auch den Borkenkäfer, Handcreme, dunkelrote Kleinwagen, Sojafleisch, Blasmusik im Freien sowie den Grönlandstrom ab und werde diese innerhalb der ersten hundert Tage seiner Kanzlerschaft mit allen Mitteln…“





Rote Null

18 08 2020

„… es einen Linksruck in der deutschen Politik geben müsse, um die sozialen und wirtschaftliche Folgen der vergangenen beiden Jahrzehnte wieder in den Griff zu bekommen. Scholz wolle bei den…“

„… diesmal aber wirklich gelingen könne. Zwar sei von den Sozialdemokraten noch nie eine Wahl in der Mitte gewonnen worden, die Partei werde diesmal aber ganz bestimmt die…“

„… durch Prestigeprojekte wie die europäische Finanztransaktionssteuer untermauern wolle, dass die SPD weder gegen die Investorenelite gerichtet sei noch vorhabe, den Sozialstaat auszuweiten. Die Linksorientierung könne vor diesem Hintergrund in einer deutlich abgemilderten Form im…“

„… mehrheitlich als konservative Stimme wahrgenommen worden sei, die jede Erneuerung innerhalb der Partei abgelehnt habe. Damit genieße Scholz intern einen sehr großen Rückhalt, da er für Kontinuität stehe und für eine sehr…“

„… könne sich die restliche SPD durchaus eine linksorientierte Politik vorstellen in einem System, in dem die Wirtschaft von der Bundesregierung per Impuls gesteuert werde und trotzdem für ihre eigenen Entscheidungen weiterhin verantwortlich bleibe. Da dies jedoch genau umgekehrt und…“

„… sich die Partei keinesfalls ins Tarifrecht einmischen werde, solange es Ausweichlösungen mit Schokolade und konsensorientierten…“

„… weder wisse, wofür er als Minister stehe, noch welche Linie seine Wirtschaftspolitik nach der Wahl verfolgen werde. Esken werte dies als typisch sozialdemokratische Programmatik, die sie nicht in der Person von Olaf Scholz, wohl aber in der Regierung eines…“

„… im Ausland bereits als stark linkslastiger, ja revolutionärer Aufbruch in eine neue europäische Ära der Sozialpolitik verstanden werde. Heil werte dies als Diffamierung, die durch die erfolgreiche Unterstützung der Bundesregierung bei Themen wie Klima- und Verkehrspolitik schon hinreichend widerlegt und daher als nicht mehr haltbare…“

„… dass die Orientierung an der Mitte für den Kanzlerkandidaten bereits eine Art Linksruck darstelle. Dies müsse durch politische Maßnahmen in die andere Richtung relativiert werden, damit der Wähler die SPD nicht den Eindruck erwecke, sich nach der Wahl als neue…“

„… auch nach der Wahl keine neuen Schulden aufnehmen werde, da dies die grundlegende im Koalitionsvertrag festgelegte Basis sei, mit der die Sozialdemokraten ihre Zukunft gestalten wollten. Aus Imagegründen wolle das designierte Kabinett aber bisher noch auf die Bezeichnung Rote Null für den designierten…“

„… kein Anlass zur Sorge sei. Schröder wisse noch aus seiner eigenen Kanzlerschaft, dass eine in der SPD lange vorher diskutierte inhaltliche Frage spätestens bei ihrer Entscheidung so gut wie keinen nennenswerten…“

„… habe Merkel dem Vizekanzler eine leichte gesellschaftliche Modernisierung empfohlen, um die Zukunftsfähigkeit der sozialen Marktwirtschaft zu sichern. Beobachter seien allerdings davon überzeugt, dass Scholz dies nicht oder nur unter erheblichen ideologischen…“

„… müsse die Partei auch erforschen, ob die Linksorientierung bei den Linken nicht als eine zeitlich begrenzte Propaganda der Sozial- oder Wirtschaftspolitik ankomme, die durch eine fiskalische Begünstigung der…“

„… mehrmals enttäuscht habe. Der deutsche Wähler sehe Scholz daher als große Hoffnung, er wolle nicht noch einmal aus anderen Gründen enttäuscht werden und vertraue darauf, dass unter den bisherigen Umständen ein vollkommen verändertes Ergebnis der…“

„… als Kompromissangebot betrachte. So werde Scholz auch Privathaushalten die Schulden erlassen, wenn diese dreistellige Milliardenbeträge pro Geschäftsjahr in die…“

„… es nichts nütze, den Wählbarkeits-Wumms bei den potenziellen Partnern einer Koalition zu bewerben, solange nicht feststehe, ob eine an der Linken orientierten Politik für die Grünen nicht auch eher hinderlich oder wenigstens…“

„… die Krise ideologisch einfach nur besser genutzt habe, obwohl er es nicht verstehe, die Deutschen in die angemessene Panik zu bringen, mit der ein Wirtschaftskrieg gegen die von Merkel angezettelten Corona-Sklaven zu gewinnen sei. Chrupalla werde nach der Machtergreifung die endgültige Ausrottung des…“

„… könne Scholz je nach den beauftragten Forschern ein Wahlergebnis zwischen fünf und fünfundsiebzig Prozent erzielen, weshalb eine klare Ausrichtung gegen die sozialdemokratisch ausgerichtete Linkspartei auch erst nach den Wahlen endgültig im…“

„… es an der Wählerschaft hänge. Unterhalb der absoluten Mehrheit werde der SPD-Kandidat nicht mit Splittergruppen links der Mitte koalieren, ab fünfzig Prozent habe er es auch nicht mehr nötig, sich mit dem…“





Gefahrengebiet

13 08 2020

„Die haben sich schon beschwert.“ „Dass Scholz den Kandidaten gibt?“ „Wer beschwert sich denn da?“ „Wollten die nicht einen Rechtskonservativen als Kanzler?“ „Es ging wohl mehr darum, dass er mit den Linken koaliert.“ „Gut, das ist natürlich einsehbar, zumindest für die Wirtschaft.“

„Erwarten die jetzt den Kommunismus?“ „Erst mal wird der Sozialismus durchgesetzt.“ „Bestimmt mit Hilfe der Bundespolizei.“ „Und dann wird ganz Deutschland ein einziges Arbeitslager?“ „Wenn ich die Wirtschaft bisher richtig verstanden habe, dann finden die gerade das nicht ganz schlecht.“ „Dann sollte Scholz als Vertreter der Agenda doch keine Gefahr für die Wirtschaft darstellen.“ „Denen geht es möglicherweise um den Lagerwahlkampf.“ „Also einen Wahlkampf, in dem der Kandidat den Wählern verspricht, von denen auch die Wähler vorher schon wissen, dass sie der Kandidat nicht ernst meint und nichts davon umsetzen wird?“ „Das kann aber die Börsenkurse in Aufruhr bringen.“ „Weil ein Politiker sich ausnahmsweise mal als verlässlich erweist?“ „Das ist eine Gefahr für die Wirtschaft.“ „Dann verstehe ich auch, warum die FDP bei denen so beliebt ist.“

„Aber mal ernsthaft, war denn Scholz bisher nicht zuverlässig genug?“ „Immerhin hat er alles getan, um den Warburg-Skandal nicht aufklären zu müssen.“ „Und die Finanztransaktionssteuer, die nur das Geld nach oben umverteilt, war auch keine Überraschung.“ „Möglicherweise wird er sich als Bundeskanzler verändern und plötzlich geradezu bürgerfreundlich.“ „Weil die Linken ihm keine andere Wahl lassen?“ „Für die geht es ja auch ums Überleben.“ „Verstehe, deshalb wollen sie den Garant der rechten, arbeitnehmerfeindlichen Politik als Kanzler, damit man ihnen die Position einer bürgernahen, sozialen Fortschrittspartei abnimmt – im Gegensatz zur SPD.“

„Vielleicht wäre es besser, wenn Scholz gleich für die CDU antreten würde.“ „Inhaltlich würde das sogar hinhauen.“ „Und die Union hat dann endlich diese geistesgestörten Kampfhähne von der Backe, die genau wissen, dass Söder sie von der Klippe husten könnte, wenn er nur wollte.“ „Wobei die Kanzlerin die CDU so weit sozialdemokratisiert hat, dass sie einen Betonschädel wie Scholz sofort wieder rausschmeißt.“ „Auch wieder wahr.“ „Und deshalb nimmt die SPD jetzt die personifizierte Anspruchslosigkeit als Kanzlerkandidaten, damit sie hinterher sagen kann, sie sei wenigstens ihrem politischen Profil treu geblieben?“ „Was ist daran falsch?“ „Alles.“ „Ja, jetzt, wo Sie es sagen…“

„Kann es nicht trotzdem sein, dass er der beste Kandidat ist, weil er von der gesamten Konkurrenz so heftig abgelehnt wird?“ „Dahinter scheint wohl eher die Furcht zu stecken, dass er sich mit den Linken ein revolutionäres Programm gibt und dann die ganze Gesellschaft umkrempelt.“ „Also mit einem echten Mietendeckel, höherem Mindestlohn und einem Arbeitsminister, der nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit sagt, dass er die Verfassung für überflüssig hält?“ „Dann wäre die ganze Politik ein einziges Gefahrengebiet.“ „Damit kennt er sich immerhin schon aus.“ „Vielleicht befürchten die auch, dass die Linken Deutschland in Schutt und Asche legen, sobald Scholz sie von der Leine lässt.“ „Das dürfte kein Problem sein, der Wiederaufbau wäre eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes in ungeahnte Höhen.“ „Dann habe ich jetzt endlich kapiert, warum alle für die Erderwärmung sind.“

„Aber das heißt jetzt nicht, dass er sich auch für eine Vermögenssteuer oder eine Erbschaftssteuer aussprechen wird?“ „Kommt darauf an.“ „Worauf?“ „Ob er das vor der Wahl sagt oder danach.“ „Dann kann er nach der Wahl natürlich keine Koalition mit den Linken hinkriegen.“ „Will er vielleicht ja auch gar nicht.“ „Als GroKo-Fortsetzung würde das noch durchgehen.“ „Da wäre es dann allerdings auch egal, was er vor der Wahl versprochen hat.“ „In der nächsten GroKo wäre es auch völlig egal, was er nach der Wahl verspricht.“ „Jedenfalls dann, wenn er es als Kanzler versprechen will.“ „Er kann ja vor der Wahl versprechen, dass er nicht Kanzler werden will.“ „Damit er seine Wahlversprechen nicht brechen muss?“ „Das wäre dann allerdings das Gegenteil von Verlässlichkeit.“

„Das heißt, jetzt müsste die SPD nur noch wie immer links blinken und dann rechts überholen, um glaubwürdig zu sein?“ „So hat die Wirtschaft sich das wohl gedacht.“ „Aber dann wird es nichts mit einem Linksbündnis.“ „Das macht die SPD ja so verlässlich.“ „Dann muss nur noch ein Ergebnis deutlich über zwanzig Prozent…“ „Ich weiß jetzt nicht genau, wie realistisch das ist, aber eher kommt der Sozialismus als die SPD wieder zurück in den Bereich über zwanzig Prozent.“ „Wenn der Sozialismus zurückkehrt, gibt es wenigstens keine Schwierigkeiten, mit den Linken zu koalieren.“ „Falls die mit Scholz überhaupt koalieren wollen.“ „Hat da überhaupt mal einer nachgefragt?“ „Keine Ahnung, die werden bestimmt auf den Tag nach der Wahl warten, wenn alle Ergebnisse gründlich analysiert und besprochen worden sind, auch hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit aller möglichen Koalitionen und ihrer Stabilität, Wahlprogramme in einer ganzen Legislatur zu realisieren.“ „Das wird aber letztlich vom designierten Kanzler abhängen, den Linken Koalitionsgespräche anzubieten.“ „Dann ist Scholz ja fein raus.“ „Wieso?“ „Seit wann tritt der für die Grünen an?“





Pausenclown

12 08 2020

„… die Sozialdemokraten zu einem Sieg führen werde, der die Geschichte der Bundesrepublik zu verändern geeignet sei. Das Präsidium habe die Entscheidung für den Kandidaten kurzfristig zu einem…“

„… die herzlichsten Glückwünsche übermittelt habe, dass die SPD noch immer zu derartigen Visionen in der Lage sei, um die allgemeine und ihre eigene historische Dimension von ganz neuen Entwicklungen einholen zu lassen. Merkel sei davon überzeugt, dass die…“

„… eine größere Rolle spielen werde, um die Sicherheit in Deutschland zu garantieren. Die Hamburger Polizei stehe in Treue fest zu ihrem Oberbefehlshaber und werde sich auch in Zeiten der Demokratie nicht von den…“

„… als Idealbesetzung für die Partei bezeichnet habe. Walter-Borjans sei fest davon überzeugt, dass die SPD so einen in der Entwicklung der Partei einzigartigen…“

„… sich auch Unterstützung von der Union erhoffe, die als aktueller Koalitionspartner noch auf die Sozialdemokratie angewiesen sei und sich das bisher gute Verhältnis nicht durch einen zu sehr polarisierenden Wahlkampf nehmen lassen wolle. Scholz werde nach einer erneuten Abstimmung in der Parteibasis als Der Merkel in die Auseinandersetzung mit dem…“

„… keine mischblütigen Rassefeinde dulde, denen er als Oberreichspolizeiführer nicht im Rang eines Sicherheitssturmbannreichsbevollmächtigten die Grenzen der Leitkultur aufzeigen könne. Palmer habe als Bundesminister des Innern bereits eine Agenda entwickelt, die weit über die…“

„… dass Brechreiz während seiner Reden im Wahlkampf nicht sofort als verfassungswidrige Maßnahmen, die er mit der Polizeibehörde des…“

„… noch nicht unterschrieben habe. Zwar sei in der Führungsebene einer erneuten Großen Koalition bereits dieselbe Ablehnung entgegengekommen wie der aktuellen, aber die Aussage des Kandidaten, sich erst nach dem Wahlabend verbindlich zu den Ergebnissen zu äußern, habe in den inneren…“

„… habe der Bundesverband Deutscher Sadomasochisten (BDSM) die Nominierung der Partei als äußerst…“

„… als Idealbesetzung für die Partei bezeichnet habe. Esken sei fest davon überzeugt, dass die SPD so einen in der Entwicklung der Partei einzigartigen…“

„… erste Signale gegen die Klimahysterie der Union aussende. Mit Motiven wie Diesel Diesel über alles und Soziales Deutschland den sozialen Deutschen, und zwar nur denen, die einen deutschen Pass haben werde die SPD eine starke Botschaft an die zahlreichen linksgrünen Jugendgruppen der…“

„… sich auch die Buchmacher sehr über die Nominierung des Kandidaten gefreut hätten. Eine bessere Wahl des Außenseiters sei noch nie im…“

„… auf innerparteiliche Kritik keine Rücksicht nehmen könne. Scholz wisse, dass er vorwiegend von Anhängern anderer Parteien gewählt werde und sorge sich deshalb kaum um eine…“

„… um einen geistig verwirrten Ausländer gehandelt habe, der die Folgen seines Tuns nicht abschätzen könne. Biden wolle sich nicht in den deutschen Wahlkampf einmischen und…“

„… das Wahlkampfteam nach einer längeren Analyse nicht sehe, dass sich die meisten Bürger nicht von Themen wie Antifaschismus oder einer linksradikalen Kapitalismuskritik beeinflussen ließen. Man werde wie geplant mit der Linie einer starken Nation, die sich gegen feindliche…“

„… die Stelle des Pausenclowns im Hamburger Hafengeburtstagskomitee damit neu besetzt werde. Jones bedanke sich nochmals mit einem sehr…“

„… als Idealbesetzung für die Partei bezeichnet habe. Lauterbach sei fest davon überzeugt, dass die SPD so einen in der Entwicklung der Partei einzigartigen…“

„… zurückgewiesen habe. Selbstverständlich habe es auch Kleinsparern offengestanden, sich in Kleinsparerinitiativen zu formieren, um den Staat in einer gemeinsamen Aktion um mehrere hundert Milliarden Euro durch Cum-Ex-Geschäfte zu…“

„… als Idealbesetzung für die Partei bezeichnet habe. Heil sei fest davon überzeugt, dass die SPD so einen in der Entwicklung der Partei einzigartigen…“

„…der Umgang mit der HSH Nordbank seither so lange verjährt sei, dass man einen neuen Betrug auf Kosten der Steuerzahler ruhig als…“

„… entschieden zurückgewiesen habe, dass im laufenden Wahlkampf Kevin Kühnert als Kandidat für den Bundeskanzler die Entscheidung bringen werde. Scholz weise auf seine lange Dienstzeit als deutscher Parteisoldat hin und wolle auch in dieser Situation keine fachfremden…“

„… als Idealbesetzung für die Partei bezeichnet habe. Sarrazin sei fest davon überzeugt, dass die SPD so einen in der Entwicklung der Partei einzigartigen…“

„… habe Scholz nicht kurz nach der Übernahme seines Ministeramtes Kontakte zu zahlreichen Kreditinstituten geknüpft. Noch habe sich keine Gelegenheit ergeben, die von einer Wahl als SPD-Spitzenkandidat ausgezeichnete Führungsrolle in einer Versorgung als…“





Nicht ausreichend qualifiziert

6 07 2020

„… und die Wehrpflicht wieder einführen wolle. Angesichts der vermuteten rechtsextremistischen Kreise in der Armee sei der Bürger in Uniform eine gesellschaftspolitisch richtige…“

„… energisch zurückgewiesen habe. Högl habe als neue Wehrbeauftragte die Diskussion nicht angestoßen, um sichern zu können, dass die SPD auch nach der nächsten Bundestagswahl keine nennenswerte Regierungsrolle spielen müsse. Scholz könne bereits jetzt bestätigen, dass die Partei das ganz ohne die Hilfe von…“

„… lehne die Verteidigungsministerin den SPD-Vorstoß ab, da er inhaltlich zwar ganz ihrer Linie entspreche, aber nicht aus der Union komme. Es sei jedoch verfrüht, den Vorschlag noch einmal aus der christsozialen Gruppe im…“

„… nach verfassungsrechtlichen Bedenken auch nochmals neu entscheiden müsse, ob im Zuge der Gleichberechtigung eine Wehrpflicht für Frauen kommen müsse. Parteiintern wolle man eher eine Kombination mit der von Kramp-Karrenbauer als Ergänzung bevorzugten allgemeinen Dienstpflicht in der kommenden…“

„… massive Erweiterung des Wehrhaushalts zu erwarten sei. Beobachter seien sich darüber einig, dass die Bundeswehr möglicherweise sogar mit funktionierenden Fahrzeugen, Helikoptern oder Schiffen ausgerüstet werden müssen, um für die Wehrpflichtigen einen adäquaten…“

„… bestehe für Seehofer kein Problem. Da es keine sozialwissenschaftlichen Studien zu rechten Netzwerken in der Bundeswehr gebe, könne man zum jetzigen Zeitpunkt deren Existenz verneinen, so dass keine Gefahr einer Beeinflussung der Wehrpflichtigen durch rechtsgerichtetes…“

„… eine Beschränkung auf eine sechs Monate dauernde Grundausbildung sehr gut organisiert sei. Für den praktischen Einsatz seien Wehrpflichtige damit nicht ausreichend qualifiziert, man habe ihnen aber ein halbes Jahr Lebenszeit mit einer sinnlosen Aufgabe genommen und ihre Chancen auf eine berufliche Karriere geschmälert, die auch den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig schädigen können. Damit habe die SPD ihre Auffassung vom Verhältnis des Staates zu seinen Bürgern in geradezu idealtypischer…“

„… habe man in der Corona-Krise gelernt, die Gefahren der Infektion durch zu engen persönlichen Kontakt zu minimieren. Seehofer setze daher auf eine strikte Trennung von rechtsextremistischen Berufssoldaten und Wehrpflichtigen, um Risiken bereits im Keim zu…“

„… ob Högl die Debatte nicht auch als Anstoß zu einer Förderung der deutschen Wirtschaft habe verstehen wollen. Zumindest die Rüstungsindustrie könne nach jetziger Planung Umsatzsteigerungen im mehrstelligen Milliardenbereich sowie eine…“

„… setze sich Kramp-Karrenbauer für ein erweitertes Modell ein. Durch den sechs Monate dauernden Pflichtdienst in der Pflege könne so eine Entscheidungshilfe geleistet werden, dass viele den Beruf nicht erst nach Ausbildung und mehreren Arbeitsjahren verlassen würden, sondern sich gar nicht erst zu einem…“

„… verlange der Verfassungsschutz eine verantwortungsvolle Rekrutierungspraxis sowie die zeitgemäße politische Bildung der Soldaten. Der Bundesinnenminister habe bereits durchblicken lassen, dass dies seinen Kompetenzbereich nicht…“

„… dass die Umwandlung der Bundeswehr in einen börsennotierten Staatskonzern auch für die Ausgabenseite Vorteile habe, wenn zugleich die Rüstung in öffentliche Hand überführt werde. Merz werde dies als Bundeskanzler sofort in die…“

„… habe die Unterstützung der zivilen Kräfte in Nordrhein-Westfalen gezeigt, dass die rasche Eindämmung der Pandemie ohne Bundeswehr unmöglich gewesen sei. Laschet setze sich für einen Einsatz von Wehrpflichtigen ein, die auch andere humanitäre Katastrophen außerhalb von…“

„… keine Gewissensüberprüfung mehr geben könne, da diese staatsrechtlich nur noch schwer zu rechtfertigen sei. Seehofer werde jedoch stattdessen einen Gesinnungscheck ausarbeiten, um die Gefahr eines anwachsenden Linksextremismus in der…“

„… bei den Grünen auf strikte Ablehnung stoße. Wenn die Regierung durch mehr Personal die Armee vom Faschismus befreien wolle, so sei nur zu erwarten, dass sich die rechtsextremistischen Kräfte nach den Regeln der Homöopathie noch sehr viel stärker in den…“

„… habe die Bundesregierung dazu angeregt, Soldaten, die unter Verdacht rechtsextremistischer Gesinnung stünden, durch den intensiven Kontakt mit Jugendlichen von ihrer fehlgeleiteten Ideologie zu befreien. Um diesen Personenkreis wieder in die Lebenswelt deutscher Staatsbürger zu integrieren, wolle Högl bei den Wehrpflichtigen auch auf dunkelhäutige, muslimisch oder jüdisch versippte sowie anderweit national unzuverlässige…“

„… damit eine Kernforderung der AfD umsetze. Gauland begrüße die Anregung und verlange eine umfassende Neuorganisation der Reichswehr, die auch im Innern die Bestrebungen der von Bill Gates installierten Marionettenkanzlerin zur Umvolkung der Herrenrasse im…“

„… eine vollkommen überflüssige, inhaltlich falsche und von weltfremden Voraussetzungen ausgehende Debatte vom Zaun gebrochen habe, die Zweifel zurücklasse, ob der Vorschlag nicht reine Profilierungssucht sachkenntnisfreier Schwätzer sei. Högl freue sich, dass sie damit den Markenkern der SPD wieder einmal klar und deutlich in der…“





Trautes Heim

30 04 2020

„… habe Heil vor, das Recht auf Arbeiten im Homeoffice noch in diesem Jahr gesetzlich zu garantieren. Er werde …“

„… zahlreiche arbeitsrechtliche Problematiken eröffne. Das Arbeitsministerium habe bisher noch keine Berater gefunden, die den Vorschlag prüfen und in einen praxistauglichen…“

„… von den Arbeitgeberverbänden ohne weitere Gespräche abgelehnt werde. Auch aus der Richtung der Gewerkschaften habe Heil nicht besonders viel Unterstützung für seinen Plan zu…“

„… die Heimarbeitsplätze den Anforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutz genügen müssten und regelmäßiger Kontrolle durch die Arbeitgeber unterliegen würden. Die im Auftrag der Berufsgenossenschaften stichprobenartig mehrmals pro Jahr durchgeführten Besuche seien…“

„… dass Nahles dieses Versprechen auch schon gegeben habe. Die SPD betone in diesem Kontext nochmals, dass es sich bei der damaligen Ministerin um ein Versprechen, nicht aber um eine…“

„… könne das Maurerhandwerk sich mit dem Projektpapier Trautes Heim insofern nicht einverstanden erklären, als dass es in einem Rohbau nicht ausreichend Strom, Licht und sanitäre Anlagen gebe, um für die Büroarbeitsplätze der kaufmännischen und…“

„… die Pflegedokumentation vor und nach den inzwischen zwölfstündigen Schichtzeiten erledigen dürfe. Spahn habe sich bereiterklärt, durch diese Regelung der Forderung entgegenzukommen, dass es nach dem Ende der Pandemie keine einfache Rückkehr zur Normalität geben solle, wie sie vor der Krise im…“

„… könne man Heils Aussage daher eventuell auch nur als Ankündigung werten. Dies sei aber nach Einschätzung der SPD-Führung schon mehr als ein Versprechen und müsse daher auch in die…“

„… es auch einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet geben müsse. Da die Bundesregierung hier nur externen Sachverstand aufbringen könne, müsse man diese Entscheidung bis nach dem…“

„… rechtliche Probleme geben könne, falls es sich um Mietwohnung handele, in denen Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit untersagt werde. Die Regierung empfehle vor der Kündigung des Arbeitsverhältnisses zunächst, einen Baukredit zur Errichtung eines…“

„… im Lebensmitteleinzelhandel nicht zu schaffen sei. Die Aufteilung der einzelnen Waren auf private Wohneinheiten bedeute vielfach eine Unterbrechung der Kühlkette, was sich negativ auf zahlreiche…“

„… bis zur Ergonomie der Sitzmöbel gehe. Es könne allerdings keine Zuschüsse für Auslegeware und Leuchtmittel geben, auch wenn diese auf Anordnung des Arbeitgebers einheitlich im…“

„… dass aber eine schnelle Internetverbindung zugesichert werden könne, wenn der Standort sich in den bisher als tauglich eingestuften Regionen befinde. Die Kosten seien bis auf Weiteres jeweils von den Arbeitnehmern zu tragen, die auf der anderen Seite diese Anschlüsse nach Dienstschluss auch für private…“

„… aber auch erst mit dem Koalitionspartner abgesprochen werden müsse. Heil lehne eine zu schnelle Diskussion ab, da sonst die gesetzliche Regelung nicht mehr in diesem…“

„… müssten Arbeitnehmer auch mit Kontrollen durch mehrere in der Wohnung installierte Kameras rechnen. Eine Bild- und Tonübertragung aus dem Badezimmer sei zwar nicht gestattet, wohl aber ein unmittelbar vor dem Raum angebrachter…“

„… im Koalitionsausschuss besprochen werden könne, sobald sich die Gelegenheit ergebe. Die SPD habe sich noch nicht darüber abgestimmt, ob sie zum Ausgleich eine Rentenkürzung oder eine erneute Verschärfung der Sanktionspraxis im…“

„… Kundenwünsche berücksichtigt werden müssten. So sei es etwa legitim, die Angestellten in einheitlicher Betriebskleidung bzw. Uniform in der Videokonferenz zu befragen, wer stattdessen in einer Jogginghose vor der Kamera sitze, müsse im Wiederholungsfall mit einer fristlosen…“

„… auch einen sehr großen Schritt in Richtung Arbeitnehmerfreundlichkeit bedeute. Dies wolle die SPD aus Prinzip auf jeden Fall verhindern, da sie sonst zu viele Wähler in der…“

„… dass die Möglichkeit des Homeoffice auch nur einmal in der Woche genutzt werden solle, um den sozialen Kontakt zwischen den Mitarbeitern nicht vollständig zu unterbinden. Ausnahmen seien nur da vorgesehen, wo sich Konzerne wegen der Gewinneinbrüche keine Mieten mehr leisten wollten und durch den Abbau von…“

„… Anreize für den Kauf von Oberklassewagen biete. Die Kraftfahrzeughersteller sähen, dass die Führungskräfte nun viel mobiler sein müssten, um ihre Untergebenen persönlich zu kontrollieren, was sich nur durch mehr hochpreisige…“

„… da Betriebskindertagesstätten geschlossen werden könnten, wenn den Arbeitnehmerinnen zu Hause mehr Zeit zur Betreuung ihrer Kinder zur Verfügung stehe. Es sei für die Arbeitgeber ein richtiger Schritt auf dem Weg zum…“

„… habe die Union versprochen, Heils Vorstoß im Wahlkampf zu unterstützen, wenn das Thema bei den Koalitionsverhandlungen ohne jede weitere Diskussion wieder aus dem…“





Liquidatoren

13 04 2020

„Klatschen reicht doch?“ „Eben, das sind nicht mal Ärzte.“ „Und keine von denen wählt uns.“ „Wieso nicht?“ „Seit wann sind denn Krankenschwestern Beamte?“

„Jedenfalls müssen wir jetzt etwas gegen das Personal…“ „Sie haben die Vorlage nicht gelesen.“ „Wieso, hier steht doch…“ „Personalmangel. Wir sollen etwas gegen den Personalmangel tun.“ „Ist das nicht der Job vom Gesundheitsminister?“ „Wir sind für Arbeit zuständig.“ „Und für Soziales.“ „In dieser Angelegenheit nur für Arbeit.“ „Das trifft sich gut, Soziales kann der Heil ja erst recht nicht.“

„Wir können nicht warten, bis Spahn Pfleger aus Ostasien geholt hat.“ „Außerdem kriegt man die momentan eh nicht über die Grenze.“ „Weil die aus Asien kommen?“ „Ich glaube, Spargel geht erst mal vor.“ „Ach so.“ „Ausbilden ist ja auch nichts.“ „Das dauert ewig.“ „Die Krise aber möglicherweise auch.“ „Und dann ist Corona irgendwann plötzlich vorbei, und wir wissen nicht, was wir mit dem ganzen Pflegepersonal anfangen sollen.“ „Die beantragen dann doch bloß Sozialleistungen.“ „Das kommt uns teuer zu stehen!“ „Sie sehen, das ist der vollkommen falsche Ansatz.“ „Allerdings!“ „Also woher nehmen und nicht stehlen?“ „Wie es die Vorlage vorsieht: längere Arbeitszeiten.“

„Und das hilft jetzt gegen höhere Ausfallquoten wegen der Infektionen?“ „Weil wir dann ja auch proportional mehr Schutzvorrichtungen haben.“ „Wieso mehr Schutz, ich dachte…“ „Proportional, meine ich. Normalerweise muss so ein Mundschutz acht Stunden halten.“ „Vorgesehen war er aber für zwei Stunden.“ „Und dann auch nur, wenn keine neuen Patienten kommen.“ „Wir haben aber keinen neuen.“ „Spahn hatte aber doch welchen bestellt?“ „Darum gibt es ja auch keinen.“ „Verstehe.“ „Und jetzt verlängern wir die Schicht auf zwölf Stunden, dann haben wir proportional mehr Arbeitszeit.“ „Das ist ja deshalb schon betriebswirtschaftlich ratsam, weil die Pfleger dann nicht mehr so oft putzen müssen.“ „Wieso das denn nicht?“ „Bisher haben wir die Pfleger einmal nach der Schicht die Station säubern lassen.“ „Macht das nicht das Reinigungspersonal?“ „Dafür gibt man doch heute kein Geld mehr aus.“ „Und so ein Pfleger kennt die Ecken.“ „Wenn schon putzen, dann doch bitte auch kompetent.“ „Wir reden hier von einer Klinik und nicht von einem Ministerbüro!“ „Ja, ich habe es kapiert!“ „Und das geht ja jetzt alles nicht mehr so von der Arbeitszeit ab.“ „Das heißt aber auch, es wird ein Drittel der Raumpflege nicht mehr…“ „Ja, wir sparen ein Drittel ein.“ „Wir werden ja sehen, ob wir dann auch ein Drittel mehr Tote haben.“ „Und wenn nicht, können wir das den Aktionären als Sparmaßnahme verkaufen.“ „Mehr Netto vom Brutto!“ „Super!“

„Gut, das heißt jetzt allerdings auch, dass wir mehr Infektionen beim Pflegepersonal riskieren.“ „Es wurde doch gerade gesagt, die Sterblichkeit sei geringer als angenommen?“ „Außerdem muss auch nicht jeder gleich tot umfallen.“ „Aber dann haben wir wieder mehr Ausfallquoten.“ „Wenn wir gerade die Arbeitnehmerrechte etwas updaten, wir könnten auch gleich für mehr offene Stellen in der Branche sorgen.“ „Das ist attraktiv für Neueinsteiger.“ „Und es werden mehr eingestellt.“ „Wie das denn?“ „Die Lockerung des Kündigungsschutzes ist nun mal ein hervorragendes Instrument für Arbeitgeber, neue Jobs zu schaffen.“ „Sehr richtig!“ „Wer würde denn die vielen neuen Pfleger in der Krise einstellen, wenn er sie nicht hinterher sofort wieder vor die Tür setzen könnte?“ „Man muss ja auch langfristig denken.“ „Und Personalkosten sind schließlich der entscheidende Faktor für eine vernünftige Rendite im Gesundheitssektor.“

„Wobei auch die geringere Ruhezeit eine sehr schädliche Wirkung auf das Immunsystem ausübt.“ „Also wieder mehr Infektionen.“ „Das ist gut, da es die Empathie mit den Erkrankten fördert.“ „Ich sehe da gewisse Synergieeffekte.“ „Aber es bleibt letztlich die Frage, ob eine verlängerte Schicht nicht zu mehr Fehlern in der Behandlung führt.“ „Das hatte ich auch schon erwogen.“ „Bitte!?“ „Je mehr Patienten versterben, desto schneller werden die beatmeten Plätze auf der Intensivstation wieder frei.“ „Das bedeutet mehr freie Betten.“ „Also alles, was der Gesundheitsminister wollte.“ „Und nicht wusste, wie er das nach dem Bettenabbau wieder auf die Reihe kriegen soll.“ „Und natürlich durch mehr Patienten mehr Fallpauschalen.“ „Also mehr Geld für die Aktionäre.“ „Hervorragend!“ „Damit dürfte unsere Wiederwahl gesichert sein!“ „So weit würde ich noch nicht gehen.“ „Aber auf jeden Fall die Rendite.“ „Da dürften Sie eher recht haben.“

„Das heißt virologisch, dass wir damit auch früher den gewünschten Durchseuchungsgrad für die Herdenimmunität erreicht haben.“ „Ja, das ist ein angenehmer Nebeneffekt.“ „Und wir haben die größten Schwierigkeiten auf dem Arbeits- und auf dem Wohnungsmarkt behoben.“ „Sehr gut!“ „Da wäre jetzt allerdings noch das Problem, dass sich die Pfleger krankschreiben lassen, wenn sie krank sind.“ „Daher der gelockerte Kündigungsschutz als flankierende Maßnahme.“ „Damit die Pfleger…“ „… nicht versehentlich Patienten anstecken.“ „Aber dann bräuchten wir ihnen doch nicht zu kündigen?“ „Es geht um die Fahrlässigkeit.“ „Wenn das mit Absicht okay ist, dann sind wir ja wieder in der Gewinnzone.“ „Großartig!“ „Ich hoffe, dass das Pflegepersonal das auch mitmacht.“ „Aber sicher.“ „Als Helden der Krise!“ „Die werden sich darum reißen, für das Volk da zu sein.“ „Bis zuletzt!“ „Na, etwas gruselig hört sich das ja schon an. Fast so wie die Liquidatoren, die man damals in Tschernobyl in die verstrahlte Scheiße geschickt hat, damit sie die Gefahr beseitigen und dann dabei draufgehen.“ „Das ist die richtige Einstellung!“ „Hurra!“ „Ich wusste es, die brauchen wir!“ „Ja, für später.“ „Wie meinen Sie das denn?“ „Die können doch mit der SPD gleich weitermachen, oder?“





Morbus Sarrazin

29 01 2020

„Und Sie sind sich absolut sicher?“ „Fundamental orientierte Muslime.“ „Verstehe ich nicht.“ „Das ist jetzt nicht die Frage, Herr Kollege. Ich wüsste viel lieber, wie wir dieses Arschloch diagnostisch einordnen.“ „Haben Sie doch eben getan.“ „Wie jetzt?“ „Naja, als Arschloch.“

„Was sind denn bitte fundamental orientierte Muslime?“ „Die orientieren sich fundamental.“ „Gut, aber woran jetzt genau?“ „Er meint sicher, dass Islam für die nur fundamentalistisch denkbar ist.“ „Also als Wahnidee.“ „Dann müsste er für die doch Verständnis haben?“ „Fundamentales sogar.“ „Aber wenn sich Muslime fundamental an etwas orientieren, sind sie dann nicht Fundamentalisten?“ „Ja, kann man so sehen.“ „Das heißt, dass ein rechtsradikal orientierter Wirrkopf die fundamental orientierten Extremisten in der Partei entdeckt…“ „Dann frage ich mich, warum er nicht in der Partei bleibt.“ „Will er ja. Er hat nur Angst, dass sie ihn endlich rausschmeißen.“ „Und dann?“ „Müsste er in diese Partei gehen, die seiner politischen Gesinnung eher entspricht.“ „Das wird schwierig.“ „Stimmt, da sind ja nur fundamental orientierte Extremisten.“

„Ob man das als Angststörung erklären kann?“ „Also Sie meinen eine Störung, bei der man nur überlebt, wenn man anderen ständig Angst machen kann?“ „Möglich, es hat damals bei Erwerbslosen angefangen.“ „Und dann kamen irgendwann diese genetisch minderwertigen Kopftuchmädchen.“ „Ich würde eher auf eine schizoide Störung schließen.“ „Weil er sich die Angst nur einbildet?“ „Er braucht sie zumindest, weil sonst sein Weltbild nicht mehr funktioniert.“ „Das klingt auch logisch.“ „Es ist nur bemerkenswert, weil er offensichtlich selbst an das glaubt, was er da verkündet.“ „Manche brauchen eben keine Welt, um sie zu erklären.“ „Wenn er ein geschlossenes Weltbild aus Wahnvorstellungen verfolgt…“ „… könnte es sich auch um paranoide Schizophrenie handeln, meinen Sie?“ „Ich wollte zwar eher auf Fundamentalismus hinaus, aber die Übergänge sind ja fließend, Herr Kollege.“

„Mir fehlt hier allerdings die Konsistenz.“ „Sie meinen, es passt nicht zusammen?“ „Islamische Einflüsse sieht er wahrscheinlich, weil sich die SPD im Gegensatz zur Union befindet und noch nicht von islamophober Hetzpropaganda infiziert ist.“ „Das ist jetzt interessant. Die CDU verkörpert für ihn doch den bürgerlichen Rassismus, den er auch für die SPD haben will.“ „Aber insofern logisch, dass er noch in der SPD bleiben will, weil er sich damit gegen die bürgerliche Mehrheitsgesellschaft stellen kann.“ „Das rechtfertigt dann natürlich auch wieder so eine Opferfantasie.“ „Ich frage mich nur, wie das zu seinen Vorstellungen passt, dass das internationale Judentum Deutschland vernichten will.“ „Naja, wenn er verfolgt wird, dann sicher von allen zusammen, sonst lohnt es sich nicht.“ „Die übernehmen dann zusammen die Weltherrschaft, oder wie soll man sich das vorstellen?“ „Eher nicht. Sonst hätten sie sicher nicht eine Partei im Sinkflug ausgewählt, die solche verwirrten Deppen an Bord hat.“ „Er hat doch dementiert, dass die Partei ihn rausschmeißt?“ „Dement, Herr Kollege, das Wort ist: dement.“

„Wir haben es letztlich mit einem monokausalen Welterklärungsmuster zu tun.“ „Weil er für alles und jeden den Islam heran- und über ihn herzieht?“ „Das ist seine fixe Idee.“ „Ich sehe es eher als eine Zwangsstörung.“ „Aber dann höchstens eine, mit der er uns immer wieder zwanghaft stört.“ „Oder eine, bei der er uns seine Störung aufzwingt.“ „Jedenfalls neigt dieser Patient zu irrationalen Handlungen, obwohl er rational die Unsinnigkeit seiner Denkinhalte erkennt.“ „Erkennen müsste.“ „Müsste?“ „Ab einem gewissen Stadium können wir nicht mehr voraussetzen, dass er seine Störung noch als solche anerkennt.“ „Dann haben wir hier wohl eher mit einer überwertigen Idee zu tun, meinen Sie nicht auch?“ „Indem er gleichzeitig den anderen Minderwertigkeit unterstellt, zum Beispiel in Form eines geringeren IQ.“ „Mich würde daran nur interessieren, wie man auf so eine Idee kommt.“ „Durch einen geringeren IQ vielleicht?“ „Und diese überwertige Idee stellt er dann über seine Partei und sucht sich nicht eine, deren Programm komplett mit seinen Wahnvorstellungen korreliert.“ „Sie haben es erfasst.“

„Meinen Sie, das ist ansteckend?“ „Ich würde es nicht ausschließen. Die Annahme, die SPD sei von Linksextremisten gesteuert, hat er ja nicht zuerst in die Welt gesetzt.“ „Also jetzt wird’s kompliziert: eine linksextremistische jüdische Weltregierung installiert fundamentalistische Islamisten in der SPD, damit sie ihn rauswerfen können.“ „Und er selbst meint, er habe ja nur erkannt, dass die Partei von jüdisch gesteuerten Muslimen gesteuert wird.“ „Irgendwo dazwischen hat er vermutlich seine Richtung verloren.“ „Wenn er seine Medikamente regelmäßig genommen hätte, würde ich annehmen, er hat sie eben nicht regelmäßig genommen.“ „An dieser Stelle bitte keine Spekulation, Herr Kollege. Das würde eindeutig zu weit führen.“ „Oder in die ganz falsche Richtung.“ „Allerdings.“ „Das sehe ich in dieser Symptomatik auch.“ „Richtig, er ist dann doch eher falsch abgebogen.“ „Also nach rechts?“ „Fundamental desorientiert.“ „Folglich ein dummes Arschloch.“ „Herr Kollege, das klingt nach einer Diagnose.“