Hase

13 09 2018

„Muss man ein verkokster Soziopath sein, um Präsident des Verfassungsschutzes zu werden?“ „Nein. Es erleichtert die Sache aber ungemein.“

„Dann hat sich Maaßen also jetzt damit aus der Affäre gezogen, dass er das nicht gesagt hat, was er gesagt hatte?“ „Er hatte ja das gesagt, was er gesagt hat, aber er hat eben nicht das gesagt, was er gesagt hatte.“ „Weil?“ „Weil er ganz exakt das gesagt hat, was er gesagt hatte, also kann das nicht richtig sein, weil er es gesagt hatte. Aber so war das ja falsch, weil er jetzt nämlich gesagt hat, was er vorher schon gesagt hatte, und das war vorher natürlich auch richtig, deshalb jetzt der Widerspruch, dass das, was er jetzt gesagt hat, etwas vollkommen anderes ist, weil es nämlich exakt dasselbe ist wie das, was er gesagt hatte, weil es nämlich jetzt korrekt sein muss, da es ja das Gegenteil von der Wahrheit ist, die er, er hatte es ja auch gesagt, gesagt hatte, weil die falsch war, also bewusst falsch, weil er ja jetzt die Wahrheit sagt, die das Gegenteil dessen ist, was er, als er im Bewusstsein, die Unwahrheit zu…“ „Hat der Mann eigentlich den Arsch offen!?“ „Ja. Selbstverständlich. Ohne jeden Zweifel.“

„Ich meine, er greift eine Medienquelle an, die die Hetzjagd als Hetzjagd bezeichnet.“ „Weil das eine Aussage ist, die jetzt als wahr bezeichnet werden kann, obwohl man vorher dem reinen Vorliegen objektiver Beweismittel glauben musste, ohne der eigenen politischen Propaganda vertrauen zu können. Man muss doch die eigene Ansicht vor eine Zwangsobjektivierung, allein das Wort schon, und man weiß nie, wer die Beweismittel sammelt. Am Ende sind das keine linksversifften Juden mehr, sondern Polizisten, die die von der Siegerjustiz dem deutschen Volk aufoktroyierten Gesetze mehr respektieren als den nationalen Widerstand gegen die Systemparteien.“ „Wenn die Menschenjagd auf eine…“ „Wir hatten uns ja vorher mit ihm nicht darauf geeinigt, dass es sich um eine Menschenjagd handeln würde, deshalb musste er ja auch zugeben, dass es sich um eine Tatsache handelt, ein absolut und überprüfbar korrektes Faktum, das folglich falsch war und durch seine Richtigkeit die falsche Annahme untermauert hat, dass es sich um eine Hetzjagd gehandelt hat, die aber deshalb schon keine Hetzjagd gewesen sein kann, da die absolute Wahrheit immer schon feststand, aber erst durch Maaßen als ihr Gegenteil bewiesen werden kann.“

„Und jetzt wüsste ich dann gerne noch, warum diese Flitzpiepe…“ „Er ist immerhin ein ranghoher politischer Beamter…“ „Warum verhält er sich dann nicht auch so?“ „… und ausschließlich dem Innenminister unterstellt.“ „Ja, das hatten wir schon gemerkt.“ „Also ist es die Frage, ob er korrekt gehandelt haben sollte?“ „Seit wann kann man das denn noch annehmen?“ „Immerhin ist er ja auch ein ranghoher politischer Beamter.“ „Ah, ich vergaß.“ „Das hat natürlich den Vorteil, dass er auch nicht mit irgendwelchen gewählten Politikern in Konflikt geraten kann. Meistens weiß seine Dienststelle sehr genau, warum man die größten Versager nach ganz oben katapultiert.“

„Und er hat definitiv kein Interview gegeben?“ „Der BILD? Nein, das war nur ein Gespräch. Wenn man mit einer Zeitung spricht, dann spricht man ja nicht mit einer Zeitung, also mit einem Redakteur oder Journalisten, sondern man spricht mit einem Journalisten, und das ist ein Gespräch mit dem Ziel einer Veröffentlichung durch Redakteure, eventuell auch Journalisten, weshalb man ja mit Journalisten spricht, damit die Redakteure, die mit den Journalisten, also mit den Journalisten, mit denen man spricht, oder irgendwie so. Aber das ist eben ein Unterschied.“ „Er hat doch damit rechnen müssen, dass eine Zeitung, mit der man spricht, auch darüber schreibt?“ „Sehen Sie, es gibt so viele, die sind der Meinung, BILD sei gar keine Zeitung, die würden sich bloß so nennen, obwohl sie sich eigentlich gar nicht so nennen dürften, aber sie nennen sich eben so, und deshalb sei das keine Zeitung. Deshalb hat er mit der Zeitung ja auch gesprochen.“ „Weshalb hat BILD das dann trotzdem ein Interview?“ „Zeitungen nennen das Interview, wenn einer mit ihnen spricht, also mit Journalisten, die dann mit den…“ „Dann hat BILD das wahrheitsgemäß als Interview bezeichnet?“ „Wie, wahrheitsgemäß? also damit konnte bei BILD nun wirklich keiner rechnen!“

„Und er hat bewusst von Mord gesprochen, obwohl die Staatsanwaltschaft überhaupt keine Anhaltspunkte für einen Mord sieht?“ „Das musste er, weil sonst die Öffentlichkeit den Fall falsch beurteilt hätte. Wenn man nämlich weiß, dass es sich um einen Totschlag hätte handeln können, dann hätte man es auch falsch behandelt, weil man es dann für einen Mord hätte halten können, deshalb hat er gleich von Anfang an davor gewarnt, dass das Tötungsdelikt sonst heruntergespielt werden könnte.“ „Er hat also, alles in allem, gelogen.“ „Ja. Aber das war notwendig, weil so viele mögliche Falschinformationen in Umlauf waren, dass man gar nicht mehr wissen konnte, welche denn die richtigen Falschinformationen sind, und jetzt wissen wir wenigstens: wenn Maaßen bewusst die Öffentlichkeit und den Innenminister und den Bundestag und das Kontrollgremium belügt, dann kann man das wenigstens erwarten.“ „Also wird er jetzt aus dem Amt entfernt?“ „Noch nicht.“ „Was muss denn noch passieren?“ „Schauen Sie, einer muss doch noch den Reichstag anzünden.“

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Knietief

10 09 2018

„… mit zwei Schüssen getötet worden sei. Maaßen habe sich zur Tatzeit auf dem Podium des Festsaals der sächsischen…“

„… nicht bestätigen könne. Obwohl es mehr als dreihundert Zeugen für die Todesschüsse gegeben habe, sei der Leiter der Soko nicht davon überzeugt, dass alle auch als glaubwürdig eingestuft werden könnten. Man müsse daher zunächst alle Aussagen gründlich prüfen, bevor eine Bewertung der…“

„… die Waffe eindeutig einem illegalen Fund mehrerer Pistolen vom Typ Česká CZ 83 zugeordnet werden könne, der in der Nähe von Zwickau auf einem Waldgrundstück gemacht worden sei. Der von Reichsbürgern aus Thüringen, Sachsen und Bayern vergrabene…“

„… wolle der Generalbundesanwalt zunächst das Ergebnis der Obduktion abwarten, bevor er Maaßen offiziell für tot erkläre und die nötigen beamtenrechtlichen…“

„… könne man wie in vielen ähnlichen Fällen von Hasskriminalität das Opfer selbst nicht aus der Verantwortung für die Gewalttat ziehen. Maaßen hätte durch einen Rücktritt im richtigen Augenblick das Verbrechen verhindern und…“

„… dass Typ und Herkunft der Tatwaffe eher nahelegten, es handele sich bei den Schüssen um eine privat motivierte und im Umfeld des Opfers liegende…“

„… mehrere verwirrte Personen sich bei der Polizei gemeldet hätten, die Maaßen nicht für tot hielten, da sie ihn noch Stunden nach der Tat im Fernsehen gesehen haben wollten. Die Ermittler hätten versprochen, diese Hinweise sehr sorgfältig zu prüfen, um nicht vorschnell eine falsche Bewertung der…“

„… dass der mutmaßliche Täter deutscher Staatsbürger sei. Der sächsische Ministerpräsident sowie der Bundesminister des Innern könnten somit einen terroristischen Hintergrund definitiv…“

„… der Hinweis, es handele sich bei den Aufnahmen um mehrere Monate altes Material aus dem Archiv des ZDF, in dem Maaßen sich brüste, gegen eine Zahlung in Millionenhöhe den Fall Amri vertuscht zu haben, noch nicht ausschlaggebend sei für eine abschließende Bewertung. Die Ermittler müssten erst sicherstellen, wann das Video aufgenommen worden sei und ob es sich bei der dargestellten Person tatsächlich um den…“

„… auf der Trauerfeier im sächsischen Landtag nochmals bekannt habe, dass Rechtsextremismus die größte Gefahr für die Demokratie sei. Kretschmer aber liebe die Gefahr und werde daher für sein Heimatland alle notwendigen…“

„… der Fall rechtliche Konsequenzen haben müsse. Da Maaßen nicht zum Dienst erschienen sei, müsse er mit disziplinarischen Folgen rechnen, die auch in einer Beendigung seines…“

„… eine Nachrichtensperre verhängt habe. Es sei nicht zweckdienlich, so Generalbundesanwalt Frank, wenn Meldungen nur noch von unseriösen Quellen wie BILD, der CSU oder…“

„… Kretschmer die Legende vom Bau einer Mauer scharf zurückgewiesen habe. Er sei noch vor wenigen Tagen an der Grenze zu Westdeutschland entlanggefahren und habe keinen antifaschistischen Schutzwall gefunden, daher müsse man dies als realitätsfremde Hetze linker Kräfte in den…“

„… weiter an Maaßen festhalte. Seehofer habe zum Ausdruck gebracht, dass er auch im Falle von dessen Ableben an seine gleichbleibende Qualität als Präsident des Bundesamtes für…“

„… könne die Soko eine Beteiligung des tiefen Staates in die Tötung ausschließen. Fakt sei aber, dass der Staat sich derzeit knietief in der…“

„… hätten mehrere Zeugen in einer späteren Befragung angegeben, dass sie sich zur Tatzeit an einem ganz anderen Ort aufgehalten hätten. Da es sich bei ihnen um V-Leute der sächsischen Landesbehörde handele, müsse man ihre Aussagen als routinemäßiges…“

„… dass es in Sachsen überhaupt keinen Verfassungsschutz gebe, da das Grundgesetz als westdeutsches Bundesrecht im Freistaat keine Gültigkeit besitze. Kretschmer verneine ebenso die Existenz eines…“

„… generell keine verwertbaren Aussagen bekommen habe. Die Vernehmungen seien größtenteils ergebnislos verlaufen, da alle Angehörigen des Verfassungsschutzes mit Hinweis auf ihre Geheimhaltungsstufe die Fragen als…“

„… könne es sich nicht um ein Verbrechen gehandelt haben, da in Sachsen keine Verbrechen begangen würden. Kretschmer weise außerdem darauf hin, dass es keine Kriminalitätsstatistik gebe und dass diese sehr genau ausweise, dass von den hunderttausend Gewaltverbrechen, die täglich im Freistaat registriert würden, alle auf das Konto linksradikaler, ausländischer oder anderweitig behinderter Personen mit eindeutiger…“

„… sich Seehofer sehr besorgt gezeigt habe, als der Verdacht aufgekommen sei, es könne sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Reichsbürger handeln. Der Heimatminister habe nicht für möglich gehalten, dass Maaßen von den eigenen Leuten mit einer solchen Tat…“

„… dass sich das Mordopfer nicht zur Tat geäußert habe. Das Landeskriminalamt könne daher die Ermittlungen nicht weiterführen und gehe davon aus, dass diese Straftat überhaupt nicht…“





Schulterschuss

3 09 2018

„… jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt ablehne. Seehofer könne sich weder eine Beobachtung der Alternative für Deutschland durch das Bundesamt für Verfassungsschutz noch einen…“

„… zu einer Koalition mit der CSU weiterhin bereit sei. Gauland habe aber betont, dass er Söder nur als Juniorpartner akzeptiere und keine von ihm geführte Minderheitenregierung im…“

„… dürften Gefährder nur bestraft werden, wenn sie eine ausländische Staatsangehörigkeit besäßen. Man könne den Neonazis aus AfD und PEGIDA daher nach CSU-Linie keinerlei…“

„… dass Straftaten jeweils auf Länderebene begangen würden und somit die Landesämter für eine Auseinandersetzung mit der Partei zuständig seien. Der Innenminister könne erst einschreiten, wenn auf einem landesunabhängigen Territorium die Verfassung und der…“

„… könne Seehofer schon deshalb keine Ausbürgerung straffällig gewordener Deutscher in Betracht ziehen, da dies zwangsläufig mit einer einseitigen Grenzöffnung verbunden sei, die mit der Leitlinie der Christsozialen keinesfalls…“

„… auch in der Bundespolizei rechtsradikale Strömungen zu verzeichnen seien. Dies könne man schon aus gebotener Neutralität nicht zum Anlass für eine Kriminalisierung rechter Strukturen nehmen, da damit gleichzeitig die Bundespolizei in eine rechte Ecke gestellt würde, die sie schon aus Korpsgeist mehrheitlich niemals im…“

„… die Äußerungen Gaulands als unpassend bezeichnet habe. Man dürfe nach Seehofers Ansicht den Rechtsradikalismus nicht verharmlosen, denn dies würde langfristig zu einer Normalisierung führen, in deren Zuge faschistische Parteien auch in den Bundestag und in die Parlamente von Ländern und…“

„… gehe es dem Bundesminister zunächst um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung. Da es sich bei den Personen, die durch Hitlergruß, Hakenkreuzarmbinden oder das Mitführen von Reichskriegsflaggen in Relation zu den 82 Millionen Deutschen aber um eine verschwindend kleine Gruppe handele, könne man nicht mit der Bundespolizei…“

„… sich gegen jede Pauschalisierung wehre. Für Seehofer könne diese lediglich bei Spinnern und Chaoten, die aus Hass auf den Rechtsstaat linke demokratische Methoden anwenden würden, um die deutsche Republik erneut zu…“

„… die Sicherheitskräfte nicht nach Sachsen verlegen könne, da die bayerische Außengrenze sonst schutzlos dem Ansturm von bis zur drei Straftätern preisgegeben sei, die pro Jahr in den…“

„… dass für den Anfang nur eindeutig ausländerfeindliche Aussagen unter Strafe gestellt würden. Seehofer werde Maaßen dahin gehend in Kenntnis setzen, dass eine Zusammenarbeit des Verfassungsschutzes mit Strafverfolgungsbehörden nicht mehr auszuschließen sei, da sich manche Erkenntnisse, die der Inlandsgeheimdienst erst nach jahrelanger Observation gewönne, schon viel schneller in den…“

„… einen Demonstrationszug nicht mit der vorhandenen Gesichtserkennung behandeln dürfe, da dies im Nachgang zu einer Flut an Strafanträgen führen werde. Der Bundesminister des Innern sei davon überzeugt, dass insbesondere linke Bürger- und Grundrechtsschützer dies zum Anlass nehmen könnten, in einem Schulterschluss mit den national gesinnten Teilnehmern die…“

„… dürfe man auf gar keinen Fall politische Hetzpropaganda zum Maßstab des Handelns nehmen. Auch wenn die Mehrheit der Bürger für eine Beobachtung der AfD stimme, dürfe sich die Politik nie abhängig machen von populistischen Meinungen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hätten und nur geeignet seien, die Stabilität der Bundesrepublik zu erschüttern. Seehofer sei nie…“

„… dürfe auch der Verfassungsschutz nicht einfach zur Selbstjustiz greifen, sondern müsse sich an die rechtlichen Rahmenbedingungen halten. Es werde keine Alleingänge der Bundesbehörde geben, falls diese bereits geplant oder in Ausführung seien, werde man sie selbstverständlich sofort…“

„… gebe es in Deutschland inzwischen so viele rechtsextremistische AfD-Amtsträger, die offen zu Gewalt aufriefen, den Holocaust leugneten oder einen Staatsstreich planten, dass geheimdienstliche Methoden mit den aktuellen finanziellen Mitteln gar nicht mehr zu…“

„… die Parteiführung Seehofer zugesichert habe, dass er nach der Machtergreifung eine sehr gut dotierte Position in einer Verwaltungseinheit der neuen Regierung bekäme. Unklar sei für Höcke nur noch, ob dies in Dachau, Buchenwald oder…“

„… auch auf Politiker in der CDU keine Rücksicht nehmen wolle, die eine sofortige Beobachtung der Rechtsradikalen forderten. Sie seien eben in der CDU und damit nicht in der richtigen…“

„… dass man im Gegenzug die permanente Linksbewegung in der Bundesrepublik betrachten und bekämpfen müsse. Die Sozialdemokraten seien bereits zwei Legislaturperioden hintereinander an einer Regierung beteiligt und dürften ohne jede Bewährungsauflage, nachdem die SPD immerhin das Ermächtigungsgesetz nicht verhindert habe, in der Öffentlichkeit für ihre…“

„… auf der anderen Seite auch unter Druck stehe und endlich handeln müsse. Seehofer habe daher mit Maaßen Möglichkeiten ausgelotet, die Beobachtung der Linken mit sofortiger Wirkung wieder zu…“





Lauäugig

1 08 2018

„Versetzen Sie sich doch mal in unsere Lage. Es gibt in Deutschland dreißig, ach was: mindestens fünfunddreißig linksextremistische Attentäter, die sind so geheim, dass man von den Tausenden von Attentaten, die sie täglich, was sage ich: Tausende pro Stunde, und das kriegen wir gar nicht mit! Die muss man doch erstmal aufklären, diese ganzen Morde, und dann können wir immer noch schauen, ob wirklich alle Holocaustleugner in diesem Land kriminell sind.

Vielleicht hatten die nur eine schlimme Kindheit oder eine posttraumatische Belastungsstörung. Ist doch möglich, so kriegsbedingt. Um die muss man sich auch kümmern, aber wir leben schließlich in einem Rechtsstaat, und da kann man doch mal vom Guten in einem Menschen ausgehen, oder? Sehen Sie, das hatte ich erwartet. Und Sie müssen auch wissen, das sind ja nicht alles Deutsche. Also nicht alle, ein paar Polacken und Russen sind dabei, und sagen Sie selbst: wenn da so ein Ostvolk steht, das kann doch kein Nazi sein. Die haben vielleicht ein bisschen zu viel patriotisches Gefühl, aber das ist doch gut, wenn die das für Deutschland ausleben, statt Propaganda für die Ostgebiete zu machen.

Oder Islamisten zu werden. Stellen Sie sich das mal vor. Als könnten Spinnen auch noch fliegen. Und das ist der Knackpunkt, es gibt eben Gebiete, auf denen können wir einfach nicht erfolgreich ermitteln. Da können Sie sich einen Rauschebart wachsen lassen und sehen immer noch aus wie der Weihnachtsmann. Oder wie die Scharia-Polizei. Naja, ist ja so gut wie dasselbe. Aber wir haben unsere natürlichen Grenzen, und innerhalb derer müssen wir unsere Erkenntnisse gewinnen, um die Sicherheit der Bundesrepublik zu gewährleisten. Und dann ist es natürlich immer auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung, ob wir unseren Aufwand mit Augenmaß betreiben. Nehmen wir nur mal den NSU, was da während der juristischen Aufarbeitung alles nicht gefunden wurde – man kann doch in so einen Untergrund keine V-Männer reinschicken, das ist wie Treibsand. Die sehen wir nie wieder! Wenn Sie sich hingegen das linke Spektrum ansehen, den antifaschistischen Sympathisantensumpf, da kennt jeder jeden, teilweise können Sie als Ermittler da Ihre Familie gründen, Kinder kriegen, das machen die mit, und das Schöne ist, es kann quasi jeder ein Antifaschist sein. Das reicht ja auch schon als Vorwurf, und dann haben Sie quasi freie Hand.

Aber mal im Ernst, dass wir die Beobachtung der AfD verhindert haben sollen, das ist doch ein schlechter Scherz. Wir haben mit denen auch nicht kooperiert, also jedenfalls nicht so, wie Sie sich das vorstellen. Dazu waren noch viel zu viele Mitarbeiter an die NPD gebunden, und bis man da die entsprechende Glaubwürdigkeit aufbaut, das kann schon mal dauern. Es bringen zwar etliche Mitarbeiter schon ein entsprechendes Vorwissen mit und die Szene ist auch recht impulsiv, aber geplant wird doch eher von langer Hand.

Das mit Höcke müssen Sie in einem ganz anderen Licht betrachten. Wir schützen ja unsere Verfassung, und wenn man die von einem schützen muss, dann ja wohl vor dem. Gucken Sie sich den mal ganz genau an. Schwerer Dachschaden, und was die Glaubwürdigkeit angeht, der ist nicht mal Reichsbürger. So einer tendiert in jede Richtung, das ist für eine Partei, die sich als Alternative zum demokratischen, nein, als deutsche demokratische, wieder falsch – also jedenfalls als Alternative, und da kann dann nicht jeder mitmachen. Da sehe ich in der Partei schon eine gewisse Lauäugigkeit. Blau ist da ja genug, Höcke auch, aber wenn der schon das Parteiprogramm nach rechts vertreten will, dann doch bitte auch konsequent.

Da sehen Sie auch mal, dass wir uns heute viel mehr in der Rolle der Politikberatung verstehen. Was gestern noch als radikal galt, ist morgen schon ein alter Hut. Sehen Sie beispielsweise an der SPD. Und wir halten uns vorwiegend in der Gegenwart auf und sorgen für ein harmonisches Miteinander der gesellschaftlichen Kräfte. Mehr kann man doch nicht erwarten. Und wenn wir das nicht für jeden tun, dann zeigt das doch andererseits auch, wie ausgewogen wir sind. Man kann ja nicht immer die Vergangenheit der NPD ohne die Zukunft der Linken verstehen, das gehört politisch immer auch zusammen. Wenn die NPD eine Zukunft hätte, dann wären die Linken in Deutschland jedenfalls schon mal Vergangenheit.

Und dann muss man ja auch mal sehen, wenn eine Partei in unserem offiziellen Bericht erscheint, dann ist das für manche Leute ja regelrecht ein Ritterschlag. Das muss man auch verhindern, denn so bekommen die immer mehr Zulauf, gewinnen die Kontrolle über parlamentarische Gremien – wir können davon ein Lied singen, wir haben immer vermieden, mit parlamentarischen Kontrollgremien zu kooperieren. Die ahmen die Strukturen nach, die wissen offiziell von nichts, und plötzlich ist der Schaden eingetreten. Stellen Sie sich mal zehn bis fünfzehn Prozent Nazis im Bundestag vor. Mehr dürfen das aber auch nicht werden.

Wieso Haushalt? Ja, der andere Geheimdienst bekommt natürlich auch ein bisschen mehr. Und das Bundeskriminalamt, aber offiziell dürfen wir mit denen nicht… – Jetzt verstehen Sie uns doch auch mal: bei unserem Budget und der personellen Ausstattung, und dann wird die AfD zum Abschuss freigegeben. Ich frage Sie, wo sollen wir denn da überhaupt noch arbeiten!?“





Ehrenmorde

12 07 2018

„… zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt habe. Weiter hätte das Gericht die besondere Schwere der Schuld festgestellt, so dass eine Entlassung nicht eher als…“

„… es nun keinen Schlussstrich geben dürfe. Seehofer sei fest davon überzeugt, dass man auch in seinem neuen Lebensjahr weiterhin willkürliche Abschiebungen und Diskriminierung gegenüber muslimischen und…“

„… nicht von einem Endsieg sprechen könne. Gauland habe betont, dass das Gericht wenigstens einen der Angeklagten aus der Haft entlassen werde, was natürlich für die Unschuld des…“

„… es sich laut Scheuer um den Großen Unbekannten handeln müsse, der auch diverse Steuerhinterziehungsskandale innerhalb der CSU zu verantworten habe. Da man nun nach einem Urteil alle Ermittlungen einstellen dürfe, sei für die Partei nun endlich eine…“

„… es sich im Wesentlichen nur um Unterstützer der beiden Straftäter gehandelt habe. Meuthen beklage, dass gerade die deutsche Tugend der Hilfsbereitschaft gegenüber den eigenen Landsleuten durch dieses nicht vom Volk legitimierte Gericht so sträflich…“

„… der AfD-Abgeordnete Pasemann die Kosten von etwa dreißig Millionen Euro für viel zu hoch ansehe. Als indirekte Flüchtlingshilfe habe der Prozess eine sehr schlechte…“

„… das Leben einer möglicherweise nicht schuldigen Frau zu zerstören, nur weil sie sich nicht zwischen zwei Männern habe entscheiden können. Das Gericht habe nach Weidels Ansicht weit über seine Kompetenzen als…“

„… es mit der Kreuzpflicht sicher keine NSU-Morde gegeben hätte, da die Attentäter als gute Deutsche angesichts eines christlichen Symbols in der Öffentlichkeit niemals derartige…“

„… die Taten als nationale Notwehr bezeichnet habe. Höcke wolle in den nächsten Tagen den Antrag stellen, der Verurteilten das Großkreuz des Verdienstordens der…“

„… bereits in der Bezeichnung als NSU die sozialistische Idee fest verankert sei. Steinbach fordere nun noch mehr entschiedene Maßnahmen gegen den linksgrünen Terror, der eine echte Sicherheitsgefahr in der deutschen…“

„… habe sich gezeigt, dass die Gewalttaten im Ausländermilieu trotz der Inhaftierung der Angeklagten nicht aufgehört hätten. Gauland lehne die Debatte um ein Anwachsen der rechten Gewalt kategorisch ab, da die Angeklagte aus ihrer Haft heraus nicht verantwortlich gemacht werden könne für Straftaten, die ohne ihr Wissen oder ihre Billigung…“

„… die Ergebnisse des Prozesses sehr unbefriedigend ausfallen würden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe nun keine ausreichende Planungssicherheit mehr, insbesondere eine gute Personaldecke sei unter diesen Voraussetzungen so gut wie nicht mehr…“

„… die Verurteilte nicht der Gefahr eines feigen Mordanschlags durch antifaschistische Untermenschen aussetzen dürfe. Dobrindt fordere eine humane Unterbringung in einem gut gesicherten Umfeld, beispielsweise in Spandau, um die Sicherheit der Leistungsträger nicht mehr als…“

„… die mediale Darstellung der vermeintlichen Täterin scharf kritisiert habe. Gauland befürchte, dass niemand sie mehr in seiner Nachbarschaft…“

„… dass als Lehre aus dem Prozess die Waffengesetze wesentlich gelockert werden sollten. Die möglicherweise unschuldigen Opfer der beiden deutschen politischen Polizeiopfer und ihrer Freundin seien nicht mit legalen Waffen getötet worden, deshalb dürfe man den Reichsbürgern nun auch nicht verbieten, immer mehr Waffen zu…“

„… könne man die Taten, die sich gegen die Umvolkung Deutschlands gerichtet und die Ehre des deutschen Blutes verteidigt hätten, durchaus als Ehrenmorde im Sinne eines…“

„… es sich nicht um eine Mordserie gehandelt habe. Es seien laut Verteidigung neun bedauerliche Einzelfälle, die schließlich wegen eines stark zwangsislamisierten Aussehens einer deutschen Staatsbürgerin zum technischen Versagen des…“

„… sich in 120 Jahren keiner mehr für die Vorgänge interessieren werde. Steinbach rechne fest damit, dass dann keiner mehr in der Bundesrepublik lebe, der ausreichend Deutsch verstehe, um die Ermittlungsakten zu…“

„… müsse die Rehabilitation von Terroristen, die sich von ihren Taten distanzierten, viel schneller in die Wege geleitet werden. Die AfD habe dies bei der RAF, die Deutschland international isoliert und an den Rand eines neuen Weltkrieges gebracht hätte, noch akzeptiert, wolle aber jetzt eine ganz andere Regelung des…“

„… zeige sich in der Folge der Dönermorde, dass die Bundesrepublik Deutschland kein sicheres Herkunftsland mehr sei für Personen mit Migrationshintergrund. Seehofer werde das Grundrecht dieser Wirtschaftsflüchtlinge auf mehr Sicherheit durch verstärkte Abschiebemaßnahmen und eine noch mehr am…“





Böses Blut

21 11 2017

„Das haben Sie jetzt richtig verstanden, der Verfassungsschutz hat sich aktiv um die Abwehr terroristischer Gefahren in Deutschland gekümmert. Wobei wir zur Bekämpfung derselben ja auch erstmal eine Gefahr haben müssen.

Der Kollege Amri war da sehr zugänglich, ja. Es ist im Grunde immer dasselbe, man macht diese jungen Leute, die nur einen Sinn in ihrem komplett entwurzelten Dasein sehen wollen, auch einen Sinn geben. Für die einen ist das Geld, bei den anderen arbeiten wir noch daran.

Islamismus, ja… die wenigsten sind wirklich religiös, und die, die wirkich religiös sind, haben mit Fanatismus nichts am Hut. Das ist unsere Herausforderung, da müssen wir einhaken. Wenn die Politik Islam und Islamismus auseinanderhalten will, wo soll das hinführen? Der Staat hat schon so seine Aufgaben, aber sehen Sie mal, wir als Staat im Staat, wir müssen auch sehen, wo wir bleiben.

Der Einstieg ist bei denen ja inzwischen recht einfach. Man spendiert denen den Lkw-Führerschein, und schon hat man den Fuß in der Tür. Alles nicht so kompliziert. Die Schwierigkeit besteht nur darin, dass wir die Gelder richtig verteilen, damit wir mittelfristig effizient arbeiten. Das hat nichts mit der Finanzierung zu tun, die ist ja im Wesentlichen schon gesichert. Aber sehen Sie mal, Terrorismus ist natürlich auch ein Markt, da gibt es Trends und Entwicklungen, da muss man auch im internationalen Vergleich mitziehen. Wenn die in London jetzt plötzlich komplett auf Lieferwagen umschwenken und wir immer noch Sattelschlepper finanzieren, dann müssen wir uns von der Buchhaltung auch anschnauzen lassen, ob wir unser Geld selber drucken würden. Das schafft böses Blut. Und das will ja am Ende keiner.

Wir suchen uns beispielweise nur die raus, die keinen Pass haben. Wenn wir nämlich die gut integrierten Deutschen nehmen würden, die eh unter dem Raster der anlasslosen Überwachung durchgerutscht wären, was meinen Sie, würde dann passieren? dass dann plötzlich und unerwartet die anlasslose Überwachung abgestellt wird, an Ende noch aus verfassungsrechtlichen Bedenken? Das machen die in Großbritannien falsch, die in Belgien und Frankreich auch. Gut, die haben auch eine andere Kolonialgeschichte, aber das kann man uns nicht auch noch zum Vorwurf machen. Wir gehen mit den Ausländern auch ordentlich um. Naja, manchmal.

Angestachelt… na, wissen Sie: wenn man dem Mann gesagt hätte, er kann innerhalb kurzer Zeit mit geringem Investment zwanzig Prozent Rendite machen, wäre das angestachelt? Terrorismus, das schon. Gemeinschaftsschädlich. Aber angestachelt? Wir haben ihm das übliche Zeugs erzählt von den Jungfrauen, dass der böse Westen den Islam vernichtet und dass der Islamismus daher unbedingt vorher den Westen vernichten muss. Sie sehen, wir können da sehr gut unterscheiden. Wenn die Jungs aus der arabischen Welt das nicht können, ist das ein Problem, aber nicht mehr unseres. Wir haben unseren Job ja getan.

Das mit der Verantwortung möchte ich nicht mehr hören, fragen Sie doch mal die Polizei, ob die sich bei Großdemonstrationen an rechtsstaatliche Spielregeln hält. S 21, G 20, wo auch immer. Oder wenn in Sachsen die Nazis marschieren. Ist doch auch egal. Wir machen hier nur unseren Job, so wie er vorher beschrieben war, und dann ist auch mal gut. Wer kann das denn heute schon noch von sich behaupten? Die Kohleindustrie? Die FDP? Ja, da haben Sie recht. Den Unterschied kapiert keiner mehr.

Die Unterschiede sind nicht mehr zu unterscheiden. Wer Freund und wer Feind ist, kann keiner mehr sagen. Genau da setzen wir an: den Freund so lange verwirren, bis er nicht mehr weiß, ob er nicht doch Feind sein könnte, und dann ihn daran erinnern, dass er doch immer ein so guter Freund war. Wir sind dann ganz auf Augenhöhe mit unseren Freunden, vor allem religiös, oder wie auch immer Sie das bezeichnen wollen. Manche werden dann schon ein bisschen unangenehm aufdringlich, aber die meisten haben schon kapiert, dass sie einen ganz normalen Job machen. Manchen muss man das aber auch immer wieder mal in Erinnerung rufen, sonst werden sie am Ende übermotiviert. Sie kennen das vom Fußballplatz, obwohl: Moral schießt auch keine Tore.

Sie sind da einem sehr gefährlichen Irrtum aufgesessen, aber Sie konnten auch nichts dafür, weil Sie die Verschwörung nicht kennen. Wir werden nicht finanziert, um die Rechten zu füttern, die gegen die bösen Islamisten kämpfen. Wir werden finanziert, aber von den Rechten. Die sind leider immer noch ein bisschen knapp bei Kasse, leider deswegen, weil die Zahlungsmoral ja meist gut ist, also die Zahlungen, aber die Moral ist hier nicht so wichtig, und mehr muss man auch nicht wissen. Solange die Börse noch fest schließt, können Sie in Deutschland bekanntlich machen, was Sie wollen.

Kommen Sie, machen Sie sich keinen Kopf. Das wird schon wieder, und es kann ja nicht immer dieselben treffen. Glühwein gefällig? Gegenüber öffnet gerade der Weihnachtsmarkt.“





Inschallah

23 10 2017

„Hier, Allahu und Dings und so… ja, wir sagen das so, das ist Ihnen vielleicht nicht geläufig, aber Sie kommen eben auch aus Tunesien und nicht aus Kassel. Das ist schon ein Unterschied. Womit ich jetzt nicht gesagt haben will, dass Ihre Traditionen weniger wert sind als unsere, aber Sie wissen halt, Sie sind Einwanderer.

Als solcher werden Sie sich natürlich auch über die deutschen Verhältnisse in Kenntnis gesetzt haben, richtig? Richtig, ich wusste es. Die Frau im ersten Stock war immer gut zu Ihnen? Dann passen Sie mal gut auf: die heißt Kraußwinkel, das ist ein typisch deutscher Name, und diese Leute sind in der Regel islamophob. Die lehnen Sie ab, ob Sie das nun festgestellt haben oder nicht, Sie sind in deren Nachbarschaft einfach nicht erwünscht, und wenn Sie dann mal in eine andere Nachbarschaft umziehen, dann kann das nicht mit rechten Dingen zugehen. Diese feindlichen Elemente sind eindeutig in der Überzahl, das müssen Sie wissen!

Glauben Sie nicht diesem geistig behinderten Arschloch aus Erfurt, wenn es herumkräht, dass die Islamisierung Deutschland von Claudia Fatima Roth und Angela Cohn Merkel zur Ausrottung des arischen Herrenvolks schon vollzogen sei. Das ist Fake News. In Wahrheit haben wir noch einen sehr langen Weg vor uns. Sie sind alle noch nicht in die Knie gegangen. Die normalen Bürger sind immer noch in der Mehrzahl, und das Schlimmste ist: sie haben so gar keine Angst vor uns.

Transporter bringt gar nichts. Das ist schon lange out, damit marmeln Sie vielleicht drei, vier Muttis mit Kinderwagen an die Wand, aber Sie wollen als Märtyrer in die Abendnachrichten, was sage ich: Unterbrechung des laufenden Programms, darunter tun Sie’s doch nicht, oder? Na also. Geht doch. Deshalb haben wir in Kooperation mit den internationalen Speditionspartnern, die derzeit auf unseren Rastplätzen etwas unruhig schlafen, eine hübsche Flotte an Dreißigtonnern requiriert. Die sind alle total von der Rolle, weil denen überall die Ladung vom Bock geklaut wird, und dann wird man schon mal unruhig. Jedenfalls schläft von denen keiner eine Nacht lang durch. Schnarchnasen allesamt. Und dann krallen wir uns die Lkw, der eine oder andere wird vielleicht für den Sieg der gerechten Sache sterben müssen, Inschallah, ist halt so, und dann…

Doch nicht jetzt, Mann! Ich habe gesagt, ich bin nachher wieder im…

Wo waren wir? Laster. Das mit dem Sprengstoff war auf die Dauer logistisch zu schwierig, und dann hatten wir immer das Bundeskriminalamt an der Hacke, das geht ja auf Dauer gar nicht. Da ist der Anschlag doch schon in den Abendnachrichten, bevor der erste Ungläubige in die Luft fliegt. Wir arbeiten jetzt fokussiert, da soll es auch keinen Leerlauf mehr geben. Sie wissen also, wenn wir mit Ihnen kooperieren, dann heißt das, wir kooperieren nicht mit jedem, und dann bedeutet das für Sie, dass wir mit Ihnen kooperieren, weil…

Heilige Scheiße, ich habe doch gesagt, ich kann jetzt keine Anrufe gebrauchen! Warten Sie doch damit, bis wir die endgültige Zusage… – Haben Sie längst? Dann rüsten Sie den Mann doch aus, wo ist denn das Problem? Wir haben den ganzen Scheiß da, wir brauchen nur einen Projektplan, den Zettel mit den notwendigen… hören Sie mir doch mal zu, wir arbeiten dezentral, da weiß der eine nicht unbedingt von den anderen, aber in der Summe sind wir erheblich effektiver.

Das ist die Karte, die Einkaufszentren haben wir natürlich nur zufällig eingezeichnet. Hier wird der Laster abgestellt, den Schlüssel bekommen Sie in den Briefkasten eingeworfen. Wir wollen nichts dem Zufall überlassen, am Ende wird der Wagen noch geklaut und jemand begeht damit eine Straftat. Haben wir alles schon gehabt.

Aber reden Sie nicht mit jedem darüber, das könnten möglicherweise andere Leute in den falschen Hals kriegen und als Terrorpropaganda einstufen, und dann hängen wir alle mit drin. Da kommt man so einfach nicht mehr raus, weil ja in Deutschland Propagandadelikte normalerweise härter bestraft werden als Anschläge. Das wissen Sie, sobald Sie versuchen, ohne fremde Hilfe eine Synagoge anzuzünden.

Waffe würde ich Ihnen nicht empfehlen, nur für den Notfall haben wir noch Restbestände aus Tschechien. Lassen wir per Kurier aus Zwickau kommen, wenn Sie möchten. Doch, vielleicht wäre eine Waffe sogar ganz gut. Wir müssten ja notfalls auf Sie schießen, und wenn Sie sich nicht wehren, klappt das nicht mehr mit den 72 Jungfrauen. Ich habe keine Ahnung, wir sind ja auch noch nicht so lange dabei. Also halten wir fest, Sie melden sich kurz zurück, wenn Sie auf Position sind, und dann lassen wir den Rest ablaufen? Gut, dann rufen Sie morgen zur Sicherheit noch mal an, nein – ich rufe Sie an. So machen wir das.

Sieben, hören Sie? Hier ist Null-Eins. Läuft nach Plan. Die Zielperson hat bisher keinerlei strafrechtlich relevante Äußerungen getätigt, es gab auch keine Hinweise auf Linksextremismus. Keine Radikalisierung im Internet. Es verläuft mal wieder alles nach Plan.“