Menschen für Markus

1 04 2021

„… vor einer Zerreißprobe stehe. Die ersten CDU-Abgeordneten des Deutschen Bundestages hätten sich für Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen und die…“

„… noch nicht zur Kenntnis genommen habe. Laschet werde die Anfragen der Presse erst dann wieder kommentieren, wenn er von der Mehrheit der Basismitglieder in der…“

„… vor allem eine Persönlichkeitswahl sei, die den Nachfolger der Bundeskanzlerin bestimmen werde. Da Laschet über gar keine verfüge, könne sich die rheinland-pfälzische CDU auch nicht für einen…“

„… sich keine klaren Präferenzen gebildet hätten. Andererseits sei es den Grünen auch völlig egal, wer als Zweitplatzierter bei der Wahl zum…“

„… auf die Frage mit Stimme voll und ganz zu, Stimme zu oder Stimme eher zu geantwortet hätten. Nur 1,2% hätten sich neutral verhalten, 0,3% würden auf eine Kanzlerkandidatur trotzdem mit…“

„… verbitte sich Laschet jede Kritik an seiner Fähigkeit, als Nachfahre Karls des Großen die Regierung des Deutschen Reichs zu übernehmen. Sofort nach seiner Inthronisation werde er allen Zweiflern ihre gotteslästerlichen…“

„… als einzige Gegenstimme die Kritik von IM Seehofer gehört worden sei. Dieser halte es zwar für legitim, dass Preußen von einem bayerischen Kanzler regiert werde, könne aber keinen Regenten, der nicht als mischblütiger Franke oder im…“

„… habe sich auch die SPD gefragt, ob die Union ein verbrieftes Recht auf die Regierung besitze. Daher unterstütze Scholz die Pläne der CSU durchaus sehr und wünsche dem bisherigen Kandidatenkandidaten einen möglichst…“

„… als linkslinker Klassenzerstörer angesehen werden müsse. Wer den Retter der Wirtschaft an die moskauhörigen Bayernsozialisten verrate, verdiene einen sofortigen Parteiausschluss. Ziemiak sei…“

„… eine Schnellumfrage unter sämtlichen in Berlin anzutreffenden Abgeordneten durchgeführt habe, um die Chancen des Christsozialen zu eruieren. Gemäß Allensbach würden 87% der CDU-Parlamentarier den CSU-Chef gar nicht kennen, dies aber auch nicht für einen Hinderungsgrund halten, ihn in einer offiziellen…“

„… berichte der Landesverband NRW, dass bereits mehrere tausend ältere Damen in beigen Mänteln mit der Flugschrift Menschen für Markus durch normale Wohngebiete gehen würden, in denen sonst Küchenbauer und…“

„… ohnehin nicht verstehe, wie man einen pädophilen Schwerstalkoholiker für ein Staatsamt handeln könne. Merz wolle sich nicht mehr mit der Angelegenheit befassen und werde erst nach dem Suizid von…“

„… die Wechselstimmung sich noch nicht recht abzeichne, da zahlreiche CDU-Abgeordnete ihre Mandate bis zur Wahl beibehalten müssten, um die vertraglich vereinbarten Prozente an die Partei für Geschäfte mit Industriekonzernen in der…“

„… es keinen Bonus auf die Ergebnisse geben werde. Klöckner habe daraufhin ihre Teilnahme an der Tagung mit sofortiger Wirkung…“

„… sich die Wahl eines FDP-Kanzlers durch eine CDU-gestützte AfD-Mehrheit anbiete. Kubicki werde dies nicht nur organisieren, sondern auch durch exzellent gespielte Überraschung im…“

„… eine kleine Minderheit in der CDU sich für die Fortführung der Kanzlerschaft von Merkel ausgesprochen habe, immer vorausgesetzt, sie sei in der Lage, die CDU-Ministerpräsidentinnen und ihre männlich erscheinenden Kollegen aus der Partei zu vertreiben. Unter den Präsidiumsmitglieder habe sich jedoch spontan Widerstand gegen etwaige Demokratieübertreibungsmodelle innerhalb der…“

„… sich für mehr Teilhabe ausgesprochen hätten. Zwar sei die an der AfD orientierte Gruppe lediglich an einer Minimierung der Pflichten für Abgeordnete interessiert, um möglichst hohe Nebenverdienste generieren zu können, ihr Anliegen sei aber eine in der Fraktion durchaus verständnisvoll diskutierte…“

„… Söder damit gedroht habe, seine ohnehin noch nicht erklärte Absicht zur Kandidatur als Bundeskanzler abschlägig zu bescheiden. Nach Beobachtung im Konrad-Adenauer-Haus sei dies eine Bedrohung, die allerdings ausschließlich auf die Christdemokraten und ihre…“

„… zu ersten Annäherungen bereit sei. Laschet wolle das Amt des Regierungschefs übernehmen, wenn er dafür keinen Verkehrsminister aus der…“

„… schwinde das Vertrauen der CDU in die Linkspartei, nach dem Wahlsieg die Steuersätze für wirtschaftsrelevante Clankriminelle deutlich zu reduzieren. Daher sei eine Unterstützung der Opposition im Falle der Nominierung von Armin Laschet auch eine kaum mit dem Markt zu regelnde…“

„… nicht weiter damit beschäftigt habe. Merkel wünsche jedem Kandidaten die größtmögliche Chance auf ein körperliches Überleben in der…“





Drei Tage tot

31 03 2021

„Irgendwas mit Eiern, aber damit kennen wir uns hier nicht so aus. Überhaupt sind diese christlichen Traditionen in der Partei eher Teil der Folklore, das überlassen wir sonst eigentlich eher der SPD. Wir sind ein Ausschnitt der Gesellschaft, und da gibt es nun mal auch Arschlöcher.

Sie hatten eigentlich angefragt, wen wir denn als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl ins Rennen schicken würden, oder? Da muss ich Sie enttäuschen, so schnell wird da keine Entscheidung fallen. Jedenfalls nicht in dieser Woche. Es ist zwar alles momentan sehr unangenehm, weil gerade die Bundeskanzlerin noch mal zeigt, wie man die Partei durch die Scheiße manövriert, weil daran nämlich der Kanzlerkandidat gemessen wird, vor allem der von uns. Aber Hand aufs Herz, insgeheim hatten Sie doch auch eher damit gerechnet, dass wir das aussitzen, wie wir immer alles ausgesessen haben. Na, da können wir Sie jetzt schlecht hängen lassen. Wir sitzen das gemeinsam aus, zumindest intern, und ob Sie sich an der Gemeinsamkeit beteiligen, das dürfen Sie dann aus lauter Eigenverantwortung frei entscheiden.

Das liegt nicht am Personalmangel. Den gibt es zwar auch in der CDU, aber wir haben uns erstmal entschlossen, ihn nicht zur Kenntnis zu nehmen. Wenn wir ihn nicht sehen, dann ist er auch nicht da, und da wir derzeit auch irgendeine Knalltüte für die vielen Ämter in Partei und Staat gefunden haben, können wir ganz überzeugt sagen: Personalmangel? Welcher Personalmangel?

Wir haben uns jetzt zur radikalen Ehrlichkeit entschlossen, das heißt, wir stehen zu allen unseren Verfehlungen, und was noch wichtiger ist, wir werden nie mehr versprechen, uns zu bessern. Dass wir den Menschen irgendein Theater im Büßerhemd vorspielen, das nehmen die uns einfach nicht mehr ab. Kann man ja auch verstehen, nach der Menge an Korruption und schwarzen Kassen und jüdischen Vermächtnissen, da nimmt man einem die Rolle als Saubermann einfach nicht mehr ab. Deshalb gehen wir jetzt offensiv nach vorne und verkünden, dass alles genau so bleibt, wie es ist. Das passt nicht nur zu unserem politischen Stil, von den Inhalten mal ganz zu schweigen – wir wollen halt an die Macht kommen, und wenn wir an der Macht sind, dann wollen wir da auch bleiben. Das passt vor allem zu unserer Gesinnung. Von uns kann man nichts mehr erwarten, und darauf kann man sich auch verlassen.

Schauen Sie sich mal die katholische Kirche an, die haben doch dasselbe Problem. Die gibt es zwar schon ein paar Jahre länger, aber was heißt das denn schon? Das sind ein paar wirklich üble Arschlöcher, die missbrauchen Kinder, vertuschen das alles und lassen Gutachten in der Schublade verschwinden, die Opfer werden vertröstet und beleidigt und dann noch unter Druck gesetzt, und die miesen Schweine dürfen dann in einer anderen Gemeinde wieder die Hosen runterlassen, weil kein Staatsanwalt dieses degenerierte Scheißpack ins Kittchen bringen kann. Das ist eine hervorragende Konstruktion, und die haben sogar noch den Vorteil, dass sie vom Staat die Kohle hinten und vorne reingesteckt kriegen, auch wenn sie längst entlassen worden sind. Da könnte man glatt überlegen, ob man das mit den christlichen Werten doch mal ernst nimmt.

Genau deshalb gibt es auf den Personalmangel auch nur eine richtige Antwort: Kontinuität. Kurze Unterbrechung, meinetwegen drei Tage tot, aber dann geht’s weiter wie bisher. Dieselben Idioten machen dieselben Fehler, nur ein bisschen besser, weil sie die ja schon vom letzten Mal kennen. Wenn Sie ehrlich sind, und das dürfen Sie jetzt ja, dann ist Kontinuität doch genau das, was die Deutschen am meisten schätzen. Es geht zwar den Bach runter, aber es gibt keine Überraschung.

Das wird Sie auch nicht mehr wundern, wenn wir vorschlagen, die Löcher im Haushalt, die unsere korrupten Kollegen gerissen haben, mit Kürzungen im Sozialbereich wieder zu stopfen. Damit wir die Steuern für ein paar gierige Drecksäcke senken können, die uns dann wieder das eine oder andere lukrative Angebot machen, Löcher in den Haushalt zu reißen. Die Folgen fortgesetzter Korruption sind allen bekannt, aber wir haben begriffen, dass nur Transparenz wirklich hilft. Sie wissen vorher, dass wir auf Recht und Gesetz pfeifen, und so sind Sie dann hinterher auch nicht überrascht, wenn wir Sie bescheißen und für unsere eigene Gier auch noch zur Kasse bitten. Wenn wir Ihnen das schon vorher ankündigen, dann haben Sie tatsächlich Politiker, die ihre Wahlversprechen halten.

So, mehr Pressekonferenz kann ich Ihnen heute leider nicht bieten. Wir hatten zwar ganz fest damit gerechnet, dass Laschet als der tollste Hecht der Partei die Bundeskanzlerin zum Rücktritt drängen und dann als Amtsinhaber in die Wahl stolpern würde, aber er ist ihr mehrmals sehr unglücklich ins Messer gelaufen. Das Kanzleramt ist in Gefahr, an der Amtsinhaberin liegt das nicht.

Denn unsere einzige Gefahr ist derzeit die SPD. Sollte die SPD die Koalition platzen lassen, haben wir nicht nur Personalprobleme, dann müssen wir etwas vorlegen, das nach Wahlprogramm aussieht. Und dann gnade uns Gott, oder wer auch immer. Schlimmer könnte nur noch ein Misstrauensvotum sein, das die Bundeskanzlerin selbst auslöst, weil sie keine Lust hat, ihre Ministranten alle einzeln an die Wand zu stellen. Wenn sie geschäftsführend weiter an der Regierung bleibt, können wir den Laden gleich zumachen. Und falls Laschet und Söder beide den Schwanz einkneifen und auf Merkel als Kontinuitätskanzlerin setzen: dann doch lieber gleich tot. Aber kontinuierlich.“





Modellregion

30 03 2021

„… als künftiger Bundeskanzler zur Verfügung stehe. Laschet sehe die Wahl zwar als nicht mehr notwendig, um sich der liebenden Verehrung des deutschen Volkes zu versichern, er werde aber alles tun, um die beste Regierung, die die Deutschen…“

„… jetzt noch nicht auf eine Koalitionsaussage festlegen lassen wolle. Mit ansteigender Temperatur rechne die CDU aber damit, dass sich die absolute Mehrheit wieder erreichen lasse, so dass keine…“

„… werteorientierte Politik weiterhin im Fokus der Union stehe. Generalsekretär Ziemiak habe angekündigt, er werde von allen Parteiämtern zurücktreten, wenn er es nicht verhindern könne, dass die Grünen die Scharia und eine allgemeine Zwangsislamisierung in Deutschland…“

„… mehr Wirtschaftskompetenz als die vom Kommunismus geprägte Merkel-CDU besitze. So habe Laschet vorgeschlagen, statt einer Fortführung des Kurzarbeitergeldes einfach eine Absenkung der Löhne auf das Niveau dieses Betrages zu ermöglichen, der bei Vollzeitjobs gleichzeitig eine erhebliche Steigerung auf den Märkten und im…“

„… bestehe unter den Mitgliedern des aktuellen Bundeskabinetts ein breiter Konsens, für mehr Kontinuität alle unionsgeführten Ressorts einfach mit den bisherigen Amtsinhabern zu besetzen. Die eingesparten Beträge könne man den Ministern direkt als steuerfreie Boni auf…“

„… warne Ziemiak davor, dass der linke Flügel der ohnehin an Moskau orientierten SPD offen für eine Zusammenarbeit mit der Antifa sei. Die Union dürfe aber keine sprunghaften Änderungen in der politischen Ausrichtung des Landes dulden und werde den Antifaschismus immer mit erbitterten…“

„… unbedingt erhalten bleibe. Ein gemeinsames Bekenntnis mit der CSU zur deutschen Bratwurst werde alle Pläne der Grünen, den Zwangskonsum veganer Lebensmittel bereits im Kindesalter zu verordnen, bereits im Keim…“

„… dass die CDU gegen sämtliche Widerstände der linksgerichteten Kräfte Änderungen wie den Mindestlohn und die Ehe für alle eingeführt habe. Laschet werde dieselbe soziale Verantwortung für alle Bürger in einer unionsgeführten…“

„… dass die Ministerpräsidenten der Union den Vorstoß unterstützen würden, ihre Bundesländer sofort nach der Regierungsübernahme in eine Modellregion zu überführen, in der keine vom Bund erlassenen Gesetze mehr Geltung besäßen. Die Zustimmung von bis zu 100 Prozent der Wähler sei theoretisch nicht auszuschließen, was als sicheres Zeichen für einen Sieg des…“

„… müsse der Technologiestandort erheblich verbessert und für die Automobilindustrie als Schlüsselbranche optimiert werden. Laschet sehe in der Abschaffung von Rad- und Fußwegen eine notwendige Abkehr vom Umweltextremismus der letzten Regierungen, die zum Niedergang der…“

„… die Kampagne vorgestellt habe. Zwar sei bei den Christsozialen der Slogan Das Land steckt in der Scheiße – Weiter so! nicht ganz unumstritten, man behalte sich aber vor, für Bayern eine individuelle Lösung zu…“

„… für Transparenz sorge. Der Vorschlag, die arbeitsfähigen Erwerbslosen verpflichtend in der Intensivpflege zu beschäftigen, sei zwar für die von seinem Sohn gegründete Zeitarbeitsfirma sehr lukrativ, außer einer Anschubfinanzierung und einer regelmäßigen Provisionszahlung sehe Laschet keine marktverzerrenden…“

„… alles verhindern werde, dass die Grünen die entschädigungslose Zwangsumwandlung sämtlicher Einfamilienhäuser in Scheinasylantenheime vor dem Bundesverfassungsgericht als notwendige Strafe für den Holocaust durchboxen würden. Dies sei für Ziemiak klar antisemitisch und müsse für Politikerinnen wie Claudia Fatima Roth in ihrem fanatischen Rassismus gegen Weiße sofort eine…“

„… werde im Falle eines Wahlsieges sofort die tägliche Veröffentlichung der Statistiken des RKI eingestellt. Laschet nerve es langsam, dass jeder ehemalige Student das Konsumklima zerstören könne, ohne dass das gesunde Volksempfinden ihn mit einer angemessenen…“

„… habe er in der Talkshow Habeck als ‚linke Intellektuellensau‘ bezeichnet, die ‚angetreten sei, um Deutschen das Schnitzel als Kriegsverbrechen zu verbieten‘. Ziemiak sehe diese Äußerung als von der Meinungsfreiheit gedeckt, da er damit nicht der Ansicht einer Regierung widerspreche, schon gar nicht einer, der er selbst nach der Wahl als…“

„… aber nicht als Zensur verstehe. Laschets Verständnis des Bundeskanzlers sei das eines für alle wichtigen Dinge zuständigen Landesvaters, der aber unabhängig entscheiden könne, was wichtig und was eher nicht ganz so…“

„… keine politischen Gemeinsamkeiten mit der AfD auf Bundesebene sehe. Das heiße allerdings nicht, dass es nicht teilweise zu programmatischen Überschneidungen komme, aus denen sich auf lange Sicht politischen Gemeinsamkeiten für…“

„… den als ARD und ZDF bekannten linken Staatsfunk nicht abschaffen, aber reformieren werde. Die CDU plane eine gründliche ideologische Säuberung der ökoterroristischen Sender, die nur noch der staatlichen Lenkung unterstehen und keine Hetzpropaganda mehr auf ihren…“

„… noch viel Zeit bleibe. Söder werde in einer der folgenden Regierungskoalitionen seine Arbeit als Klimakanzler aufnehmen und wünsche der CDU bis dahin einen möglichst schmerzlosen…“





Stabile Ergebnisse

22 03 2021

„… nach der Auszählung von etwa einem Zehntel der Stimmen nur knapp über zwölf Prozent liege. Damit sei die Union nach aktuellem Stand nicht mehr in der Lage, die Bundesregierung zu…“

„… dass es sich um eine statistische Verzerrung handle, die Laschet lange vor dem Wahlsonntag prognostiziert und mathematisch erklärt habe. Da die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler sich per Briefwahl entschlossen habe, ihn als Retter der deutschen Nation in der tiefsten Krise seit Karl dem Großen an die Spitze des Volkes zu setzen, würden durch die restlichen Stimmen eine überwältigende Mehrheit für die…“

„… in mehreren großen Städten sogar zu SPD-Ergebnissen wie zu Brandts Zeiten gereicht habe. Es sei aus einer Vielzahl an Wahlkreisen berichtet worden, dass seit 1949 konstant unionsdominierte Bezirke vollständig an den…“

„… dass der Bürger nach einen langen, harten Lockdown mit bis zu dreitausend Corona-Toten am Tag nun wieder frohgemut die Chance auf ein schönes Sonntagserlebnis genutzt hätten, das Laschet in der Ministerpräsidentenkonferenz mit größter Entschiedenheit habe durchsetzen können. Ein Briefwahlanteil von neunzig Prozent sei sicher nur eine von bolschewistischen Sendern wie ARD oder ZDF ausgedachter Grund, um von der wie zu erwarten schlechten Rechercheleistung der…“

„… und weiterhin falle. Während die sich stabilisierenden Trends die Grünen als eindeutigen Sieger der Bundestagswahl sähen, sacke die Union auf derzeit 10,6% ab, womit sie nach SPD, FDP und Linken nur noch ganz knapp vor der…“

„… werde die Mehrheit die guten Taten des künftigen Kanzlers sicher nur aus Angst vor einer Fortsetzung des Merkel-Regimes missverstanden haben, so dass sich die Stimmabgabe im Wahllokal auf etwa acht bis neun…“

„… stabile Ergebnisse in den meisten Kreisen hervorgebracht habe. Söder bedauere den Verlust der absoluten Mehrheit in manchen langjährigen Hochburgen der Christsozialen, sehe sich aber auch als Regierungsschef gestärkt, seinen Kurs mit den politischen Partnern im Freistaat weiterhin zu…“

„… die Stimmabgabe per Briefwahl von den linksgrünen Staatsmedien nur deshalb so aggressiv propagiert worden sei, um die politische Agenda der sowjethörigen Parteien für eine Neuauflage der DDR vorzubereiten. Laschet werde aber weiterhin für Freiheit und Wirtschaft auf dem Boden des…“

„… nicht mehr zu halten seien. Ein einstelliges Ergebnis für die Union könne daher schon aus arithmetischen Gründen gar nicht mehr…“

„… aus denen die Stimme des Wählers spreche. Die Deutschen hätten der CDU den klaren Auftrag zur Regierungsbildung gegeben, auch wenn die aktuellen Zahlen nur für eine Minderheitsregierung unter Duldung aller staatsfeindlicher Kräfte des ökostalinistischen…“

„… noch zu überraschenden Stimmzuwächsen komme. So könne eine komfortable Mehrheit für Grün-Rot bereits zum jetzigen Zeitpunkt als sicher gelten, ohne dass die vereinzelten Einbrüche der SPD auf Werte unter 30% in den süddeutschen…“

„… eine Reform des Wahlrechts angekündigt habe. Gleich nach der Wahl zum Kanzler werde Laschet die Bundestagswahlen so umorganisieren, dass die Bevorzugung großer Parteien, die nicht dem Volke dienen würden, ausgeschlossen werden müsse, um die wahren Interessen des…“

„… sich bei etwa sieben Prozent festige. Da noch etwa ein Drittel der Stimmen ausgezählt werden müssten, könne allerdings noch keine verbindliche Aussage über den Verbleib der Union im…“

„… nicht dem Volkswillen entsprechen könnten, wenn diese bereits mehrere Wochen vor der Wahl abgesandt worden seien. Laschet sehe nun das Recht auf seiner Seite, die Bundestagswahl als staatsfeindliche Boykotthetze gegen die einzige legitime Rettungs- und Regierungspartei für ungültig erklären und sich selbst als Sieger zu…“

„… laut Analyse der Forschungsgruppe Wahlen nicht allein zu einer politisch motivierten Willensbildung geführt habe. Eine deutliche Abneigung der Wähler gegen den CDU-Kandidaten habe sich frühzeitig auf die…“

„… sofort gestoppt werden müsse. Laschet habe den Einsatz der Bundeswehr im Innern angedroht, wenn die Auszählung der Stimmen weiterhin…“

„… nicht gesichert sei. Zwar stehe die Union derzeit noch bei 5,3%, man könne allerdings davon ausgehen, dass es diesmal Stammwähler, so wie sie bisher die Ergebnisse fast aller Wahlen maßgeblich beeinflusst hätten, überhaupt nicht mehr…“

„… für einen gemeingefährlichen Spinner halte, mit dem er sicher nicht in Koalitionsverhandlungen treten werde, da Laschet in seinem Umfeld eine toxische Wirkung ausübe, die nichts als Schäden hinterlasse. Meuthen wolle außerdem…“

„… zum Führer und Bundeskanzler ausgerufen habe. Laschet habe sich mit wenigen Getreuen wie Streeck, Reichelt und Spahn in den Kelleranlagen unter dem Reichstagsgebäude eingeschlossen und drohe mit einer Vernichtung Deutschlands, die aber bis Weihnachten definitiv abgeschlossen und…“

„… drei Stimmen die Überschreitung der Fünf-Prozent-Hürde bewirkt hätten. Merz stelle sich als neuer CDU-Chef, Fraktionsführer, Wirtschafts- und Außenminister in Personalunion sowie Vizekanzler in einer Koalition mit den Grünen zur Verfügung, die auch mit einem Ergebnis von 52,6% nicht ohne die Expertise eines Politikers arbeiten könnten, dessen Erfolge aus der Verbundenheit mit dem…“





Botschaftsfrei

16 03 2021

„Deutschland!“ „Es wird nicht besser.“ „Und das finden Sie motivierend?“ „Wieso?“ „Ja, weil: ‚Deutschland – es wird nicht besser‘, das klingt ja nicht gerade nach…“ „Ach so.“ „Man kann das aber auch falsch verstehen, wenn man will.“ „Das ist ja genau das Problem, man darf es auf gar keinen Fall irgendwie falsch verstehen!“ „Wieso?“ „Weil jedes Wahlplakat, das man falsch verstehen kann, Stimmen kostet.“ „Ach so.“

„Haben wir schon eine klare politische Linie?“ „Wie immer, Gesicht und Sprüche.“ „Sie haben mir nicht zugehört.“ „Nein, Sie haben mir nicht zugehört.“ „Wir brauchen jetzt Botschaften, die von der Öffentlichkeit…“ „Also von den Wählern.“ „Ich mache diesen Scheiß jetzt seit vierzig Jahren, haben Sie eine ungefähre Ahnung, wer mir am Arsch vorbeigeht!?“ „… und den Medien nicht fehlinterpretiert werden.“ „Gut, das ist ja so kompliziert nicht.“ „Ist das Ihre erste Bundestagswahl?“ „Ja, warum?“ „Man könnte ja die Zuordnung auch reinzufällig…“ „Ich nehme an, Sie haben überhaupt noch nie in diesem Beruf gearbeitet?“ „Was hat mich verraten?“

„Die politischen Ziele sind im Wahlprogramm klar definiert, jetzt müssen wir sie nur noch…“ „… möglichst schwammig verbalisieren.“ „Das klingt ein bisschen chaotisch.“ „Wieso?“ „Stellen Sie sich bloß mal vor, wir geraten mit dieser Kampagne in eine mediale Öffentlichkeit, und dann fragt uns ein Moderator, was ‚Mehr Arbeitsplätze‘ bedeutet.“ „Ach so.“ „Das ist natürlich eine wirtschaftliche…“ „Ich würde sagen, es kann sich nur auf den Sektor in der Billigproduktion beziehen, der die Aktien für vorbestrafte Steuerhinterzieher billiger macht.“ „Oder gleich die Auslagerung nach Fernost, von deutschen Arbeitsplätzen war ja nie die Rede.“ „Also ‚Arbeit für alle, die arbeiten wollen‘.“ „Da gibt es dann doch gar keine…“ „Wer dann nicht arbeitet, der will eben nicht.“ „Wirtschaft für Deutschland?“ „Ganz heikler Begriff.“ „Wieso?“ „Man assoziiert da schnell die falsche politische Gesinnung.“ „Wegen ‚Deutschland‘?“ „Nee, aber wer mit ‚Wirtschaft‘ Wirtschaft meint, ist eine rote Drecksau.“ „Ach so.“

„Also jetzt: weiter so!“ „Moment, das ist doch jetzt nicht…“ „Weiter? gut, aber warum so?“ „Das ist doch von der politischen Richtung…“ „So ist schon okay, aber warum weiter?“ „Und wohin?“ „Und wieso?“ „… gar nicht möglich.“ „Hängt das an den Parteien?“ „Kennen Sie noch Parteien?“ „Ich kenne aber leider nur noch Deutsche.“ „Ach so.“ „Der Deutsche will doch keine Diskontinuität.“ „Was!?“ „Das Gegenteil von Kontinuität.“ „Sagen Sie das doch gleich.“ „Deshalb ja weiter.“ „Aber so?“ „Man kann ja erst mal etwas versprechen.“ „Das mündet dann natürlich in Diskontinuität.“ „Da macht man hinterher eben etwas ganz anderes, dann fällt das nicht so auf.“

„Demokratie jetzt?“ „Das klingt ja schon wie eine Drohung.“ „Ich meine ja nur.“ „Das ist ja auch irgendwie latent anarchistisch.“ „Schon klar.“ „Gut, ich streiche das mal aus dem Protokoll.“

„Deutschland den Deutschen!“ „Mit anderen Worten: Ausländer raus?“ „Das kann man so nicht sagen.“ „Wieso?“ „Weil das die falschen Wähler anzieht.“ „Nicht wegen der rassistischen Message?“ „Ist doch okay, wenn uns auch Rassisten wählen.“ „Eben, die wählen wenigstens keine Rassisten.“ „Ach so.“ „Aber wir sind ja keine Rassisten.“ „Man kann doch auch eine gewisse rassistische Neigung bei ganz normalen Leuten finden.“ „Wer gewisse rassistische Neigungen hat, ist nicht normal.“ „Aber Deutschland gehört doch nun mal…“ „Das ist doch wieder nur ein billiger Trick, um Rassismus durch die Hintertür hoffähig zu machen!“ „Und wenn wir die Ausländer jetzt auch irgendwie zu Deutschen erklären würden?“ „Was soll denn der Unfug?“ „Das kann man irgendwie als politische Botschaft für den…“ „Sie wollen politische Botschaften auf Wahlplakate schreiben!?“ „Ich werde wahnsinnig!“ „Was schicken die uns für Knalltüten!“

„Wie ist denn Zukunft als Begriff?“ „Das ist ja schon überaktuell.“ „Zu morgig.“ „Macht außerdem jeder.“ „Dann ist Zukunft zu gestrig.“ „Außerdem sehen Sie es doch gerade, Sie können so viel für die Zukunft versprechen, wie Sie wollen, wenn es anders kommt, ist nichts mit Zukunft.“ „Dann doch lieber: ‚Damit alles so bleibt.‘“ „Wie es nie war?“ „Mein Güte…“ „Hier, Gesicht und: ‚Für Sie in den Bundestag.‘“ „Das ist doch totaler Bullshit!“ „Eben, aber garantiert botschaftsfrei.“ „Auch wieder wahr.“ „Allerdings fragt sich da vielleicht der Wähler, wozu die in den Bundestag sollen.“ „Weil das eben so ist in einer Demokratie?“ „Wieso?“ „Da werden halt Leute gewählt, und die sitzen dann im…“ „Das war ja nicht die Frage.“ „Wieso?“ „Weil, dann weiß der Wählen ja wenigstens, wer da im Bundestag für ihn sitzt.“ „Und Sie denken, dass das jemanden interessiert?“ „Sicher, weil ja auch jede Stimme zählt, und wenn wir als Partei, als demokratische Partei, die demokratisch in den…“ „Lassen Sie’s bleiben.“ „Wir wissen, dass Sie es gut meinen, aber damit ist auch keinem geholfen.“ „Und wenn wir Zukunft und Wirtschaft…“ „Wieso?“ „Man könnte das ja auch mal von der Seite der Politiker her denken und fragen: was wollen die eigentlich für unsere Partei, beziehungsweise für Deutschland und die…“ „Meine Güte, macht doch, was Ihr wollt!“ „Hm.“ „Ich weiß ja nicht.“ „Ach, doch.“ „Wieso?“ „Wenn man das auf die Politiker bezieht, dann stimmt’s ja wieder.“





Heißluft

4 03 2021

„Und das heißt jetzt…“ „Darauf kommt es doch gar nicht an.“ „Was soll das denn heißen?“ „Wie das eben heißt.“ „Das ist doch die Frage.“ „Was heißt das denn bitte?“ „Das frage ich ja!“

„Ob Sie das jetzt Bürgergeld nennen oder als bedingungsloses…“ „Da kommt der Unterschied ja schon zum Vorschein.“ „Wollen Sie den Bürger als Subjekt des neoliberalen Mittelschichtbegriffs in Frage stellen!?“ „Den Begriff der Bedingung.“ „Das ist in einer Demokratie eben so.“ „Das heißt, wer noch nicht am Boden liegt, der kann gerne bei der Umverteilung mitmachen?“ „Das ist ja Unfug.“ „Sagen die von der FDP auch.“ „Bürgergeld ist ein Begriff, der sich an der einheitlichen Bezeichnung der Bürger als…“ „Steuersubjekte?“ „Ihre linke Scheiße können Sie sich in eine Körperöffnung nach Wahl stopfen!“ „Diese linke Scheiße war gut ein halbes Jahrhundert das Programm Ihrer Partei.“ „Wir müssen uns der Wirklichkeit eben anpassen, manche Menschen können sich das Steuerzahlen eben nicht mehr leisten.“ „Weil sie zu viel haben?“

„Außerdem ist das nur unser Wahlprogramm.“ „Das hat dann nicht mehr viel zu tun mit dem Koalitionsvertrag.“ „Eigentlich gar nichts mehr.“ „Und warum machen Sie dann so einen Mist?“ „Wir wollen ja nicht mehr Mitglieder, die in die Parteiarbeit reinreden, wir wollen nur mehr, die uns wählen.“ „Sie haben mich nicht richtig verstanden: warum wollen Sie, dass Sie von mehr Menschen gewählt werden?“ „Sie sind auch so ein billiger CDU-Maulwurf, was!?“

„Gut, dann eben inhaltlich.“ „Jetzt werden Sie mal nicht witzig, junger Freund!“ „Sie wollen die Sanktionen nicht abschaffen.“ „Sinnwidrige und unwürdige Sanktionen schaffen wir natürlich ab.“ „Sanktionen vom Existenzminimum sind schon per Definition unsinnig und damit auch unwürdig im Sinne des Artikels 1 Grundgesetz.“ „Das können wir alles im Rahmen der Ermessensspielräume für die Mitarbeiter der Verwaltung…“ „Karlsruhe hat die gesamte Praxis der Jobcenter bereits gekippt, wer sich nicht daran hält, ist eine dieser unsäglichen Fehlbesetzungen, die Ihre Partei im Amt eines Bundesministers verklappt.“ „Wir werden natürlich das Niveau der Grundsicherung anheben.“ „Das hat damit gar nichts zu tun.“ „Doch, wenn wir das Niveau der Grundsicherung anheben, dann haben die Betroffenen später mit Sanktionen eventuell immer noch mehr als jetzt ohne.“

„Und was sollen sich die Wähler unter den Qualifizierungsmaßnahmen vorstellen?“ „Es gibt viele Menschen, die wollen arbeiten, haben aber am Arbeitsmarkt nicht die erforderlichen Chancen.“ „Zum Beispiel, weil die Firmen sie in ihrem Alter nicht mehr einstellen.“ „Wir können diesen Menschen durch unsere Qualifizierungsmaßnahmen helfen, wieder auf den Arbeitsmarkt zu kommen.“ „Machen Sie die alle jünger?“ „Wir können mit zahlreichen Weiterbildungsabgeboten die…“ „Sie wollen 50-jährigen Arbeitslosen, die für die Firmen zu alt sind, mit einem Computerkurs nach dem anderen die Zeit bis zur Rente überbrücken?“ „Nur fünf Jahre, danach bekommen sie Bürgergeld.“

„Und damit lösen Sie das Problem in der Pflege?“ „Natürlich kann man sich auch im höheren Alter noch für einen Job in dem Berufsfeld…“ „Sie haben ernsthaft vor, 50-jährige Arbeitslose in die Pflege zu schicken?“ „Die Menschen wollen wieder gebraucht werden, und dass man dort gebraucht wird, das haben uns die vergangenen Monate doch wirklich gezeigt.“ „Das hat nicht mal von der Leyen hingekriegt.“ „Die SPD setzt sich eben für die Zukunft der Menschen ein.“

„Und die Digitalisierung?“ „Jetzt warten wir erst mal Corona ab, und dann machen wir uns auch da Gedanken.“ „Vielleicht könnte man ja in dem Bereich gleich mal ansetzen, wo es immer weniger Arbeitsplätze gibt.“ „Deshalb wollen wir es mit der Digitalisierung ja auch vorerst nicht übertreiben.“ „Das wird dann dafür sorgen, dass unsere Kinder überhaupt keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt haben.“ „Bis dahin wird es aber noch viel mehr Qualifizierungsmaßnahmen geben, so dass auch die Kinder von heute wieder größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.“ „Wenn sie nicht alle in die Pflege gehen.“ „Sehr richtig.“

„Mal im Ernst, das kann man doch keinem als Wahlprogramm verkaufen.“ „Wir müssen eben das linke Profil der Partei nachschärfen, um in der Regierung mehr wahrgenommen zu werden.“ „Und da glauben Sie, dass Sie eine Vermögenssteuer an der CDU vorbei…“ „Bundeskanzler Scholz wird ganz sicher keine Koalition mit der CDU eingehen, das können Sie sich abschminken.“ „Dann wird ja nur eine Minderheitenregierung unter Tolerierung durch die Grünen möglich sein.“ „Finden Sie das etwa komisch?“ „Wer hat denn angefangen mit dem Quatsch?“ „Wir werden den Mindestlohn auf zwölf Euro anheben!“ „Damit bleiben Rentner nach 40 Jahren Vollzeitarbeit nach wie vor in der Grundsicherung stecken.“ „Vielleicht sollten wir die kapitalgestützte Altersvorsorge attraktiver machen, was meinen Sie?“ „Oder ungedeckte Leerverkäufe mit Steuerrückerstattungen, damit kennt sich Ihr Kanzlerkandidat ja bestens aus.“ „Als Kanzler hätte er dafür ja gar keine Zeit mehr.“ „Ich habe den Eindruck, die SPD will einfach gar nicht mehr regieren.“ „Wie kommen Sie darauf?“ „Wer schreibt denn in seinem Wahlprogramm ernsthaft etwas von Tempolimit?“





Schnittstelle

25 02 2021

„Die AfD ist ganz klar demokratiefeindlich und muss beobachtet, wenn nicht über kurz oder lang verboten werden.“ „Aber nicht, solange sie noch gebraucht wird.“ „Als schlechtes Beispiel oder zum Mitregieren?“

„Die Bundestagsfraktion der Union hat gewisse Befürchtungen.“ „Dass die AfD wie erwartet als verfassungsfeindlich eingestuft und beobachtet wird?“ „Dass der Verfassungsschutz es zwar tut, aber nicht darüber reden darf.“ „Verstehe ich nicht.“ „Also wenn die AfD beobachtet wird…“ „Wovon wir jetzt mal stark ausgehen.“ „… dann ist das für die Union nicht unbedingt schlimm.“ „Kann man auch anders sehen, aber dazu müsste man wohl in der Union sein.“ „Jedenfalls würde das die Position der Union nicht besonders stark…“ „Und dass dann im Wahlkampf jede Menge verfassungsfeindlicher Positionen übernommen werden, scheint Sie nicht zu stören?“ „Das war ja schon vor der AfD der Fall. Wenn die AfD allerdings nicht beobachtet werden sollte, und die Union hat das vorher gefordert, dann müssen wir mit einem gewissen Wahlverhalten bei den AfD-Anhängern rechnen, das die Union nicht gut verkraftet.“ „Sie rechnen mit Trotzreaktionen?“ „Eventuell könnte es gewaltsame Übergriffe auf die Union geben, aber irgendwie werden wir das mit dem Demokratieverständnis der AfD schon erklären können.“

„Das heißt, die Union hat jetzt ein Interesse daran, den parlamentarischen Arm des Faschismus zu verharmlosen?“ „Wer redet denn davon? die CSU will doch nur weiterhin…“ „Also Sie wollen wie bisher Ideen von einer Partei übernehmen, die eindeutig demokratiefeindlich ist, gleichzeitig aber nicht zugeben, dass die Quelle der Ideen sich gegen die Demokratie richtet.“ „Das klingt jetzt fast wie ein Vorwurf.“ „Was Sie nicht sagen!“ „Dem Scholz werden im Wahlkampf auch mal solche Ideen rausrutschen, mit Demokratiefeindlichkeit hat der auch Probleme.“ „Aber der gründet keine eigene Partei als Schnittstelle zum Rechtsterrorismus.“ „Jedenfalls brauchen wir die AfD immer noch als Alternative zur Union, damit die AfD-Wähler dann Union wählen können.“ „Wie soll das denn bitte funktionieren?“ „Ohne AfD gibt es keine AfD-Wähler.“ „Und wer sagt Ihnen, dass AfD-Wähler bei Beobachtung durch den Verfassungsschutz nicht weiterhin rechtsextremistisch wählen, weil sie es wollen?“ „Wir haben dann ja die Chance, uns als Alternative zur Alternative aufzustellen.“ „Und das hat die Union sonst nicht?“ „Wenn es die AfD nicht mehr gibt…“ „Erst mal ist es ja auch nur eine Beobachtung als Verdachtsfall.“ „… dann kann die Union auch keine Inhalte mehr formulieren, wie sie es täte, wenn es die AfD noch gäbe.“ „Also doch ein Ideenlieferant für den rechten Rand.“

„Wir haben ja auch das Problem, dass die Partei sich möglicherweise im Eilverfahren gegen den Verfassungsschutz zur Wehr setzt.“ „Das heißt, die Union möchte einen politischen Gegner, den sie als gesichert rechtsextremistisch ansieht, nicht mehr als rechtsextremistisch bezeichnen.“ „Wir möchten ja nur nicht, dass das am Ende ausgeht wie mit dem NPD-Verbotsverfahren.“ „Das heißt, die Union im Deutschen Bundestag möchte ein Verfahren gegen die AfD verhindern, weil der Ausgang nicht sicher genug ist?“ „Wir würden damit nur ein unnötiges Risiko eingehen.“ „Verstehe, wir werden in Zukunft Gerichtsverfahren gar nicht erst anstrengen, wenn wir sie nicht vorher schon gewonnen haben. Das wird bestimmt für mehr Rechtssicherheit sorgen.“ „Es hängt ja noch an der Beschwerde gegen das Verwaltungsgericht Köln.“ „Die wurde in der Zwischenzeit abgelehnt.“ „Gut, dann müssen wir aber noch das Bundesinnenministerium abwarten, ob das Gutachten des Verfassungsschutzes sachlich richtig ist.“ „Bevor die Union einen Entschluss fasst, lässt sie das Bundesinnenministerium prüfen, ob die Annahmen des Verfassungsschutzes sachlich korrekt sind? könnten wir das öfter so machen? Vielleicht auch erst mal nur mit Entscheidungen des Bundesinnenministerium?“

„Ich denke ja, wir müssen nicht unbedingt die Radikalität der AfD prüfen, sondern nur die Gefahr, die von ihr ausgeht.“ „Für den parlamentarischen Arm des Rechtsterrorismus sollte die doch wohl hinlänglich bewiesen sein.“ „Die wird allerdings mit der Einstufung als Verdachtsfall auch nicht verändert.“ „Das heißt, egal, was wir wie wo mit welchem Ergebnis prüfen, am Ende kommt sowieso immer dasselbe raus?“ „Denken Sie doch nur an die Folgen: am Ende wird der Druck von vielen AfD-Politikern genommen, sich von Rechtsextremisten in der Partei zu distanzieren.“ „Sehen Sie es doch mal positiv: dadurch würde insbesondere im Osten auch der Druck von vielen Politikern außerhalb der AfD genommen, sich von den Rechtsextremisten in der AfD zu distanzieren.“ „Das stimmt allerdings.“ „Die Landesverbände im Osten sind eh schon bis zum Anschlag rechts, bei denen ist es maximal zweitrangig, welche Marinonette aus welcher Partei sich da als Ministrant aufstellen lässt.“ „Hm.“ „Und damit stellt sich für den Wahlkampf die Frage gar nicht mehr, wer da wen kopiert.“ „Mir wäre es trotzdem lieber, wenn ich schon wüsste, wer da als Spitzenkandidat antritt.“ „Bei der AfD?“ „Bei der Union.“ „Warum fragen Sie?“ „Naja, von wegen: Mitregieren.“ „Denkbar, aber…“ „Aber was?“ „Wie lange die AfD die Union noch lässt.“





Stellvertreterkrieg

23 02 2021

„Das ist nicht Ihr Ernst!?“ „Doch.“ „Das ist doch aber verfassungsrechtlich gar nicht möglich!“ „Hat das die Union je interessiert?“ „Das wird doch nie im Leben funktionieren!“ „Ein Grund mehr, es zu versuchen, oder?“ „Söder und Laschet, das wäre…“ „Endlich mal eine echte Doppelspitze.“

„Das wäre die vorweggenommene Spaltung der Bundesrepublik.“ „Ich will Ihnen nicht unbedingt widersprechen.“ „Die Leute wissen doch jetzt schon nicht, wen sie wählen sollen!“ „Die Leute wissen eher nicht, wen sie nicht wählen sollen, und dieses Modell löst das Problem sofort.“ „Das heißt, wenn ich Söder nicht abkann, wähle ich Laschet?“ „So ähnlich.“ „Das heißt doch letztlich nur: wenn ich den wähle, kriege ich auch die ganze Scheiße, die ich nicht will.“ „Das dürfte im politischen Geschäft schon länger bekannt sein, und meines Wissen ist das nicht unbedingt auf die Union beschränkt.“ „Und wie stellen Sie sich die Regierung vor, sollen die beiden Kanzler dann immer Streichhölzchen ziehen, wer da etwas entscheiden darf?“ „Nun, sie müssen sich schon ein bisschen kompromissbereit zeigen.“ „Was ja zu den Kernkompetenzen von Söder und Laschet zählt.“

„Schauen Sie, wenn es wirklich zur Koalition mit den Grünen kommen sollte, muss der Kanzler auch eine Menge Zugeständnisse machen.“ „Aber das können Sie doch gar nicht vergleichen!“ „Ja, es wird natürlich dann keine inhaltlichen Rivalitäten mehr geben.“ „Weil die Grünen sich der Union unterordnen?“ „Auch, aber die Kanzler werden sich weniger wegen inhaltlicher Konflikte streiten.“ „Mit den Grünen würde Söder vermutlich schnell seinen Frieden machen.“ „Mit Laschet auch, immer vorausgesetzt, der hält seine Klappe.“ „Also nie.“ „Aber das wäre mal ein realpolitischer Vorschlag, der die Interessen der ganzen Bevölkerung so weit wie möglich berücksichtigt.“ „Naja, wer auf einen Macher steht, der pragmatische Entscheidungen trifft und sich als Krisenmanager volksnah in Szene setzt, kriegt halt Söder.“ „Der Rest kriegt Laschet.“

„Und wer wäre bei den beiden Vizekanzler?“ „Das ist doch kein politisches Amt.“ „Das heißt, sie vertreten sich gegenseitig?“ „Das wäre denkbar.“ „Als gegenseitige Stellvertreter?“ „Ja.“ „Und wenn die sich zanken, haben wir Stellvertreterkrieg?“ „Jetzt sehen Sie mal nicht gleich so viele Probleme, es hat doch auch seine guten Seiten.“ „Nämlich?“ „Der Unterhaltungswert ist doch viel größer.“ „Und was ist mit den großen Herausforderungen für die hart arbeitenden Menschen da draußen im Land?“ „Glauben Sie ernsthaft, irgendein anderer Kanzler würde in vier Jahren auch nur ein einziges Problem in Angriff nehmen?“ „Stimmt auch wieder.“

„Aber jetzt stellen Sie sich mal vor, die CDU…“ „Das müsste man dann natürlich ändern, weil die beiden Parteien nicht getrennt voneinander in den Wahlkampf gehen.“ „Also nicht CDU und CSU nach Ländern getrennt?“ „Eine Union, die dann im gesamten Bundesgebiet antritt.“ „Aber stellen Sie sich trotzdem mal vor, diese Union würde nicht die absolute Mehrheit bekommen und müsste mit den Grünen koalieren.“ „Das ist ausgeschlossen.“ „Dass die Union die absolute Mehrheit verfehlt?“ „Dass diese Union mit den Grünen regiert.“ „Wie soll denn sonst die Regierung zustande kommen?“ „Wie immer. Die SPD macht das wie vor vier Jahren, wenn die Union es nicht gerissen kriegt, wedeln die mit dem Schwanz.“ „Aber das wäre ja ein ewiger Krisenherd, in dem keine vernünftige Entscheidung getroffen werden kann.“ „Also ungefähr das, was wir jetzt schon haben.“

„Wirft Söder dann nicht irgendwann hin, wenn er nicht mehr alleine regieren kann?“ „Denken Sie daran, Laschet war immer für eine Teamlösung.“ „Naja, aber erstens für die CDU, zweitens mit Spahn, und drittens so, dass andere arbeiten und er seine Rübe in die Kameras hält.“ „Ich glaube kaum, dass das anders gekommen wäre als jetzt.“ „Sie meinen, Laschet hätte auch da nur die zweite Geige gespielt.“ „Höchstens.“ „Dann hätte er vermutlich irgendwann das Handtuchgeworfen.“ „Das sind doch erst mal keine schlechten Aussichten, oder?“

„Und wer vertritt dann die Bundesrepublik im Außenverhältnis?“ „Wer gerade dran ist.“ „Das heißt, die müssen dann doch knobeln?“ „Das würde vermutlich Söder übernehmen, der arbeitet ja quasi schon im Ausland.“ „Und Laschet wäre als Kanzler auch etwas sehr peinlich.“ „Für Staatsbesuche kann man den schon nehmen.“ „Können Sie sich den im Élysée vorstellen?“ „Also nur für Staatsbesuche bei uns.“ „Ach so.“ „Wenn wir ausländischen Gästen diese Knalltüte vor die Nase stellen, dann denken die sofort, Deutschland ist ein bisschen doof, aber harmlos.“ „Und für Amerikaner?“ „Die haben den Unterschied zwischen Bayern und Deutschland eh noch nicht kapiert, da würde ich jetzt nicht mehr dran rühren.“

„Und wer wäre da die Frau?“ „Wieso die Frau?“ „Einer muss doch die Frau sein, das ist doch immer so in einer Doppelspitze.“ „Wer hat Ihnen denn den Bären aufgebunden?“ „Die Grünen machen das, die Linke, mittlerweile auch die SPD, da kann die CDU doch auch mal eine Frau mit in die Doppelspitze nehmen.“ „Das würde nie funktionieren.“ „Weil es in der Union nicht genug Frauen gibt?“ „Das nun nicht gerade.“ „Ich weiß es nicht, vermutlich wird von der Leyen als Bundespräsidentin entsorgt.“

„Also ich bin jetzt überzeugt, wir brauchen eine Teamlösung für Deutschland.“ „Sehr gut.“ „Und das klappt auch tatsächlich?“ „Aber sicher doch!“ „Gut, ich verlasse mich darauf!“ „Hallo, Berlin? Ich bin’s, ich wollte nur sagen: es hat etwas gedauert, aber einen Wähler haben wir schon mal.“





Leuchtturmbau

16 02 2021

„… dürfe es keine Denkverbote geben. Dennoch sehe die CDU derzeit keinen Beweis, dass Wasser tatsächlich nass sei, und werde daher auch keine Maßnahmen zur Sicherung der…“

„… vereinzelte Niederschläge nicht für eine Studie ausreichen würden. Seehofer bedaure die Überschwemmungen auch im Freistaat Bayern und sei erleichtert, dass keine Personen ertrunken seien, dennoch dürfe man nicht vorschnell von…“

„… es zum Vorschulwissen gehöre, dass Wasser nass sei. Lauterbach erinnere sich, in seiner eigenen Grundschule Wasser überhaupt erst als Definition von Nässe kennen gelernt zu haben, und weise die unsinnigen Bezeichnungen der…“

„… sich mit den Untersuchungen der letzten Jahre eingehend beschäftigen müsse, um die ganze Tragweite anstehender politischen Entscheidungen abschätzen zu können. Söder wolle eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der führenden nationalen Institute hören und danach in einer gemeinsamen Mitteilung die…“

„… erneut Starkregen erwartet werde. Die von den aktuellen Niederschlägen verursachten Schäden an Wirtschaftsgütern könne man nach Ansicht von Altmaier aber nur durch intelligentes Trockenlegen von Industrieanlagen, Gewerbegebieten sowie den überdachten oder unterirdischen Bereichen der…“

„… deutsche Unternehmen in den kommenden hundert Jahren das Trockenwasser erfinden würden, vorausgesetzt, die Bundesregierung schaffe sofort die Erbschaftssteuer ab und senke alle Abgaben, die für die Leistungsträger der…“

„… als ‚rote Lügendrecksau‘ bezeichnet habe. BILD habe Lauterbach außerdem unterstellt, als ‚kommunistischer Angsthetzer‘ die Deutschen ‚in Todesangst vor angeblicher Nässe‘ versetzen zu wollen, damit die SPD ‚als Nachfolger des Nationalsozialismus‘ die Wahlen zum…“

„… hätten zweihundert Fußärzte eine Erklärung aufgesetzt, dass ein Ertrinkungstod im Hallenbad nicht durch, sondern nur durch zufällige Nähe von Wasser geschehe, was auf keinen kausalen…“

„… gebe es laut Scholz keinen Beweis, dass die Bundeskanzlerin mehr Niederschläge befohlen oder durch Absprachen mit ausländischen Regierungen als Ausgleich für die in den Jahren 1933 bis 1945 von Soldaten der Wehrmacht in den heute als Ausland geltenden Gebieten verursachten…“

„… differenziert mit dem Thema umgehen müsse. Laschet sehe Nordrhein-Westfalen als das Land des Ostseetourismus und werde alle durch vermehrte Überschwemmungen anwachsenden Chancen auf ein Ferienparadies als seine eigene Idee zur Steigerung der Wirtschaftskraft in Fremdenverkehr, Bootsverleih und Leuchtturmbau sowie den anhängigen…“

„… gehöre Nässe zu den Gefahreigenschaften des Wassers, das aber andererseits zu den auf ganz natürliche Weise im menschlichen Körper vorkommenden Substanzen gehöre. Wasser könne daher gar nicht gefährlich und somit auch gar nicht nass sein, wie Weidel in einem Online-Video des veganen Selbstmordattentäters aus dem.…“

„… es den Konsens aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft brauche, um gemeinsam einen Plan zu erarbeiten, in dem alle Formen wasserbedingter Nässe berücksichtigt seien. Söder werde dies zur nationalen Aufgabe des nächsten…“

„… begrüße Lindner den Vorstoß von Laschet und wünsche sich touristisch voll erschlossene Beach Resorts in NRW, die außer Wasser sämtliche Leistungen für einen wirtschaftlichen Erfolg des…“

„… hätten die Grünen die Maßnahmen der bayerischen Landesregierung immer unterstützt, würden aber vor einer überparteilichen Initiative erst die langfristige Finanzierung sichern wollen. Es sei zu befürchten, dass nach der Wahl im September Scholz als Finanzminister einer erneuten Großen Koalition sämtliche Mittel für eine Strategie gegen Wasser und…“

„… dass Demonstrationen von Schülern und Studenten noch besser bekämpft werden müssten. Seehofer erwarte eine Genehmigung ausschließlich an niederschlagsfreien Tagen und rate dann zu einer Polizeitaktik der Härte, da alle Personen, die an niederschlagsfreien Tagen gegen Niederschläge auf die Straße gehen würden, die Gefahr einer linken Gewaltherrschaft in Deutschland noch mehr als…“

„… im Bundestag erst die Existenz von Wasser geleugnet, dann die Überschwemmung der BRD GmbH als Folge von Merkels Volkszerstörung durch ungebremste Einwanderung fremdrassischer Sozialparasiten bezeichnet, schließlich aber Regen als Menschenrecht gefordert habe, das nur Deutschen mit arischem Abstammungsnachweis zustehe. Steinbach sei danach wieder in die geschlossene Abteilung des…“

„… ein Wassermanagement auf Bundesebene zu einem nationalen Alleingang führen könne, wenn die EU nicht rechtzeitig mitziehe. Söder bedauere diese Entwicklung, mache sich aber dafür stark, die deutsche Vorreiterrolle als Motor internationaler Bündnisse in eine zunehmend durch…“

„… habe sich Scholz mit dem Thema schon ausführlich beschäftigt, könne aber vor der Bildung einer neuen Koalition keine genauen Aussagen darüber treffen, was er denke. Es werde daher auch noch keine Pläne über die…“

„… eines der besten Länder der Welt sei, was die Wasserversorgung betreffe. Merkel werde beide Seiten durch Zusammenwirken unterschiedlicher Kräfte in Bund und Ländern so weit wie möglich für Wasser sensibilisieren und dann vielleicht in…“





Dünnluft

15 02 2021

„Sie meinen, der macht es wie Stoiber?“ „Ach was, so bekloppt ist er auch wieder nicht.“ „Dann bleiben ja kaum noch Möglichkeiten.“ „Aber sicher doch.“ „Sie meinen…“ „Genau. Er macht es wie Merkel.“

„Aber Merkel hat doch damals Stoiber den Vortritt gelassen.“ „Genau das wird Söder jetzt auch machen.“ „Ach so.“ „Dachten Sie, ich meine Laschet?“ „Wäre der denn nicht normalerweise der legitime Nachfolger von Merkel?“ „Was soll an Laschet normal sein?“ „Naja, er ist korrupt, er redet Unsinn, seine Lösungen sind Teil des Problems, und jeder fragt sich, wie man dieser Knalltüte je hat Verantwortung über irgendetwas gegeben hat.“ „Das würde zumindest für seinen Parteivorsitz sprechen.“ „Dann wäre er der legitime Nachfolger von Merkel.“ „Und deshalb lässt ihm Söder auch den Vortritt bei der Kanzlerwahl.“ „Die Deutschen halten ihn aber für ungeeignet.“ „Und was daran sollte Söder hindern, Laschet als Kandidaten zu unterstützen?“ „Die Verantwortung für Deutschland und seine…“ „Wer jetzt als Ministerpräsident Verantwortung für Deutschland empfindet, lässt sich einschließen und schluckt den Schlüssel runter, aber lässt sich nicht als Kanzlerkandidat aufstellen.“

„Was sollte denn Söder davon haben, dass er Laschet den Vortritt lässt?“ „Seine Beliebtheit in Bayern schwindet rapide.“ „Die von Laschet nicht.“ „Nein, den halten nur die Deutschen für komplett unfähig.“ „Das ist eine sehr viel größere Basis für einen Kanzlerkandidaten.“ „Und Sie meinen, die Deutschen bleiben sich treu und wählen dann doch die größte Pfeife? selbst die eigenen Wähler wollen ihn nicht.“ „Bis zur Wahl sind es ja noch ein paar Monate.“ „Stimmt, da kann man dann die Pfeife in den dunklen Keller schicken, damit die Partei sich Mut macht.“

„Immerhin hat Laschet eine Wahl gegen Merz gewonnen.“ „Merz ist ein aufgeblasener Versager.“ „Das hat auch keiner ernsthaft bestritten.“ „Wenn Laschet gegen einen Sack Zement gewonnen hätte, würde es keiner an die große Glocke hängen.“ „Aber gegen Söder ist er auch nicht angetreten.“ „Kunststück, denen ist ja auch die SPD näher als die Christsozialen.“ „Sie meinen, man sollte da so eine Art Abstimmung machen?“ „Die machen die beiden Vorsitzenden unter sich, und wie gesagt: Söder lässt Laschet den Vortritt.“ „Obwohl er die besseren Umfrageergebnisse hat?“ „Alles eine Frage der Koalition.“ „Was haben denn die Grünen damit zu tun?“ „Denken Sie doch mal nach: wen halten denn die Grünen für wahrscheinlicher?“ „Söder.“ „Eben, deshalb kriegen sie Laschet.“ „Was ist denn daran logisch.“ „Söder würde sich mit den Grünen vier Jahre lang herumstreiten und dann nach Bayern zurückkehren, weil ihm der Laden unsagbar auf den Senkel geht.“ „Und deshalb lässt er Laschet den Vortritt?“ „Mit etwas Glück haben wir dann Grün-Rot-Rot, die Grünen beißen sich die Zähne an Scholz als Witzekanzler aus und sind froh, wenn sie mit jemandem regieren können, der sich ohne fremde Hilfe die Schuhe zubinden kann.“ „So hatte es Merkel damals auch gemacht.“ „Eben, und genau deswegen lässt Söder Laschet diesmal den Vortritt.“

„Meinen Sie denn, dass es danach für Schwarz-Grün reicht?“ „Danach sicher.“ „Und warum jetzt noch nicht?“ „Halten Sie die Grünen für viel, aber so dämlich können die gar nicht sein.“ „Dann bleibt Laschet ja nur noch eine Neuauflage von Schwarz-Gelb.“ „Wenn Sie mir noch erklären, woher die Stimmen der FDP kommen sollen?“ „Vielleicht hat Laschet ja irgendwo noch was im Keller?“ „Oder sein Filius kommt günstig an Zweitstimmen ran, man weiß ja nie.“ „Theoretisch könnten die Grünen ja auch Scholz wegen seiner politischen Erfahrung zum Kanzler wählen.“ „Oder die CDU wählt Lindner, weil die Lackpreise gerade im freien Fall sind.“ „Wollen Sie mich veralbern?“ „Wer hat denn angefangen?“

„Die Stimmung in der Bevölkerung könnte sich aber verbessern, wenn es erst mal mehr Impfstoff gibt und Lockerungen und…“ „Und das geht dann auf das Konto des Deppen von Düsseldorf?“ „Söder kann sich doch nur besser in Szene setzen, sonst hat er auch nicht mehr zu bieten als durchschnittliche Politik.“ „Eben. Er lässt Laschet sich aufplustern und wartet genüsslich, bis der sich wieder in heiße Dünnluft zerlegt.“ „Wenn die CSU nicht einmal einen Bayernplan vorlegt, dann will Söder sicher ohne Gegenkandidaten für die Union antreten.“ „Wenn die CSU keinen Bayernplan vorlegt, dann tritt Söder gar nicht für die Union an, sondern lässt Laschet aus eigener Kraft auf die Nase fallen.“ „Mit Söder hätte die Union doch die höheren Chancen, warum macht er es dann nicht für die Partei?“ „Sie sind doch ein erwachsener Mensch und haben jede Menge Wahlen miterlebt – ist Ihnen jemals ein Politiker untergekommen, der es nur die Partei macht?“

„Gut, wahrscheinlich haben Sie recht: Söder lässt Laschet den Vortritt, wartet vier Jahre ab und bewirbt sich als gemeinsamer Kandidat, der an die großen Erfolge von Merkel anknüpft, die damals vor ihrem Abtritt die Pandemie so erfolgreich besiegt hat.“ „Der Karnevalspräsident kann sich aufs Altenteil zurückziehen, in Deutschland wird wieder durchregiert, diesmal von den Amigos.“ „Es sei denn…“ „Was?“ „… Laschet gewinnt ganz überraschend die Wahl und wird Kanzler.“ „Das werden vier entsetzliche Jahre.“ „Für Söder?“ „Für Deutschland.“