Ökologisch orientiert

13 07 2022

„… zwar noch nicht zu ernsthaften Engpässen gekommen sei, dass aber behördliche Maßnahmen durchaus denkbar seien. Der aktuelle Pegelstand in Köln sei bereits unterhalb des langjährigen…“

„… die Wirtschaft zunächst noch keine genauen Zahlen veröffentlicht habe. Da derzeit noch keine Konflikte um den Rohstoff ersichtlich seien, werde man sich nicht in die öffentlichen…“

„… schlage CDU-Energieexperte Spahn vor, die Pegelstände von den Bürgern auffüllen zu lassen. Nach seiner Berechnung müsste jeder Anwohner täglich nur eine Badewanne voll Wasser in den Rhein gießen, um wieder für einen normalen…“

„… die Rheinschifffahrt unter dem niedrigen Wasserstand leide. Merz habe Sanktionen für die Union jedoch kategorisch abgelehnt. Wer über die nötige unternehmerische Flexibilität verfüge, könne den Güterverkehr auch über ein Privatflugzeug oder seinen elektrisch betriebenen…“

„… sich an der Diskussion nicht beteiligen wolle. Kubicki könne seinen Flüssigkeitsbedarf in Eigenverantwortung mit Alkoholika decken und sehe für Einschränkungen keinen…“

„… durch chemisch-physikalische Prozesse umgewandelt werden könne. Ziel der Technologie, die deutsche Ingenieure innerhalb der kommenden Jahrzehnte sicher entwickeln würden, sei laut Lindners Beschreibung die Synthese von Wasser aus Wasserstoff, für den man nur Wasser chemisch oder physikalisch in einem Prozess aufspalten müsse, der Energie aus wasserstoffbetriebenem…“

„… einen Wassersparplan erarbeiten müsse. Habeck habe der unionsgeführten Bundesregierung sechzehn Jahre lang zugesehen und dürfe nun die Bevölkerung nicht länger durch seine linksgrüne Stillhaltetaktik, die nur in Schönwettersituationen wie dem Atomausstieg oder den…“

„… nicht um eine deutsche, sondern um eine rein polnische Zersetzungsaktion handeln würde, die das Volk diesseits der Oder-Neiße-Linie zu zersetzen geeignet sei. Gauland erwarte die Vernichtung der ostischen Untermenschentums durch die heroisch kämpfende Wehrmacht, die auch in den ausgetrockneten Flussbetten einen Krieg zur Verteidigung des Lebensraumes im…“

„… keine akute Gefährdung vorliege. Niedrige Pegelstände auf Rhein und Elbe seien für die Wirtschaft hinnehmbar, da sie durch eine gesetzliche Regelung nicht untersagt werden könnten. Buschmann setze stattdessen auf die…“

„… täusche der Vizekanzler die Bevölkerung. Verantwortlich für den akuten Wassermangel, so Chrupalla, sei nicht der Klimawandel, sondern die künstlich hoch gehaltenen Preise, die die Bundesregierung durch eine Inflation verursacht hätten. Die AfD fordere, dass Wirtschaftsasylanten grundsätzlich der Zugang zu Trinkwasser verwehrt werde, damit die Deutschen wieder ausreichend…“

„… beobachten müsste, wie lange die Knappheit anhalte. Dobrindt sehe die Chance, das Niedrigwasser als nachhaltig einstufen zu lassen, um durch eine EU-Einstufung zusätzliche Gelder für die Anerkennung der deutschen Landwirtschaft als ökologisch orientiertes…“

„… schlage Lindner vor, die Transferleistungen in den Sommermonaten um den Anteil der Heizkosten zu kürzen. Dies entlaste vor allem die Leistungsträger, denen er eine Senkung der Einkommensteuer um bis zu…“

„… wolle Kubicki sich ein Fußballstadion mieten, um es einen Monat lang rund um die Uhr zu bewässern. Alle Spacken, die sich nicht einmal einen eigenen Garten leisten würden, um ihre Grundrechte gegen den Ökoterrorismus der Grünen auszuüben, könnten ihn gepflegt am…“

„… plädiere Spahn für Einschränkungen bei Erwerbslosen und Rentnern. Sie sollten seiner Meinung nach nicht mehr Surfen, Rudern oder Schwimmen dürfen, um das noch vorhandene Wasser den Leistungsträgern, die Steuern zahlen würden, uneingeschränkt zu…“

„… sei auch eine positive Nachricht für die Tourismusbranche. Wissing empfehle, deutsche Urlaubsorte auf deutschen Autobahnen anzufahren, da sich im Rheinland mittlerweile eine Szenerie anbiete, die mit dem Flair der Poebene durchaus mithalten könne, abgesehen von…“

„… die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag den sofortigen Stopp jeglicher Migration über das Mittelmeer fordere. Der Wasserverbrauch sei ein Grund, dass die globale Katastrophe sich vor allem auf Deutschland auswirke, das als Opfer einer Verschwörung überstaatlicher Kräfte die…“

„… sich der Transport von Treibstoff nicht mit Flugtaxis bewerkstelligen lasse. Söder wolle stattdessen zehn neue Kernkraftwerke bauen lassen, was zwar in keinem Zusammenhang mit der Wasserknappheit stehe, aber ohnehin als Ziel seiner Landesregierung und im…“

„… Union und FDP an einem Strang zögen. Der Import von Seewasser aus der Russischen Föderation stelle gleichzeitig eine Chance dar, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Putin wieder zu normalisieren und das internationale Projekt der Bewässerungspipeline als Investitionsgelegenheit für den deutschen und den EU-weiten…“

„… dass die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung verfassungswidrig gewesen seien, da alle Engpässe regional auftreten würden. Weidel werde diesen Fakt in Karlruhe klären lassen, um die Ampel notfalls mit gerichtlicher Hilfe zu…“





Überflüssig

8 07 2019

„… gewarnt habe. Das Umweltbundesamt sei angesichts der aktuellen Niederschlagsmengen darauf vorbereitet, dass eine deutlich Steigerung der…“

„… der Verteilungskampf um die Ressource Wasser allenfalls in der Dritten Welt denkbar sei, da dort multinationale Konzerne für eine Verknappung der natürlichen…“

„… als Aufgabe der Politik ansehe. Die Wasserversorger seien sich keiner Schuld bewusst, da sie wie immer nur eine begrenzte Menge an Grundwasser fördern und wieder in den…“

„… ob öffentliche Freibäder überhaupt notwendig seien. Lindner frage sich inzwischen, ob in der Kassenschlange überhaupt noch Deutsch gesprochen werde, da man sich mit den hauptsächlich im Niedriglohnsektor beschäftigten Besuchern eine…“

„… die Landwirtschaft als Großabnehmer im Trinkwasserbereich die Verknappung steigere. Seehofer sehe keinen Handlungsbedarf, nach seiner Erfahrung wisse jedes Schulkind, dass Grundwasser kostenneutral und immer verfügbar im…“

„… davon abrate, das Kraftfahrzeug an jedem Samstag zu reinigen und dafür erhebliche Mengen an Trinkwasser zu vergeuden. Das Bundesamt sehe sich noch nicht zu Verboten genötigt, könne aber in Fällen von akutem Mangel auch polizeiliche…“

„… vom Markt geregelt werde. Der Anstieg der Preise für Mineralwasser um bis zu dreihundert Prozent sei eine ganz normale Reaktion auf den…“

„… noch deutlicher werde. Weidel fordere ein Eintrittsverbot für sämtliche Ausländer in deutschen Freibädern, da so die Menge des Wassers erheblich reduziert werden könne. Zusätzlich verhindere man damit die Ausbreitung von…“

„… auch in diesen Jahr das Niedrigwasser im Rhein eine ausreichende Versorgung mit Kerosin gefährde. Scheuer prüfe derzeit, den Kraftstoff durch regelmäßige Flüge zwischen den…“

„… Straßenbäume nicht gegossen werden müssten. Aus Sicht der Nachhaltigkeit sei für Merz das Aufstellen chinesischer Klapptannen schon vor der Weihnachtszeit eine preiswertere Alternative, da dadurch die gärtnerische Pflege auch durch 1-Euro-Jobber und…“

„… die Besteuerung von Leitungswasser um mehrere Prozentpunkte anheben wolle. Scholz sehe darin ein Zeichen der Solidarität, das vor allem die einkommensschwachen Haushalte gerne erbringen würden, um Deutschland wieder zu einer…“

„… keinen Handlungsbedarf sehe, solange nicht auch die Bierpreise anzögen, wo Scheuer aber keine Grundlage sehe, die sich im…“

„… sich die Politik nicht dafür gerüstet sehe. Altmaier befürworte zwar eine Verteuerung des Trinkwassers, akzeptiere dies aber nur für die privaten Haushalte, um die Wirtschaft nicht…“

„… protestiert habe. Lindner werde nicht mit ansehen, dass die deutschen Leistungsträger, die sich einen Diesel-SUV leisten könnten, diesen nicht mehr wöchentlich abspritzen dürften. Eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte stehe quasi unmittelbar…“

„… von afrikanischen Schlepperbanden ins Mittelmeer gepumpt werde, um ausreichend Wasser für die Invasion kulturfremder Volkszerstörer in die europäischen Binnenländer zu haben. Gauland werde die Festung Europa bis zum letzten…“

„… auch die Rationierung von Wasser in Erwägung ziehe. Es müsse vorab jedoch vom Bundeswirtschaftsministerium geprüft werden, ob dies durch eine sozial verträgliche…“

„… die Versorgung der landwirtschaftlichen Nutzflächen mit Grundwasser nur noch dann möglich sei, wenn der Spiegel nicht durch die ohnehin schon nachlassenden Regenmengen sinken würde. Die Bundesregierung werde dies nach der Sommerpause mit einer gesetzgeberischen…“

„… für höhere Spitzenlasten ausgelegt werden müssten. Gerade für die großen Fußballturniere, in deren Halbzeitpausen riesige Mengen verbraucht würden, müssten die Wasserversorger krisenfeste Strategien entwickeln, bevor es zu ernsten…“

„… bei stetig fallendem Grundwasserspiegel in den Küstenregionen Salzwasser nachströme. Die FDP habe in einer Resolution beschlossen, dass das Problem bis 2025 durch eine deutsche Erfindung behoben werde, wofür im Vorfeld unbedingt die notwendigen Steuersenkungen für…“

„… sich in Herne zwei Nachbarn geprügelt hätten, da das tägliche Wasserkontingent der Straßenseite durch die Autowäsche des einen Kontrahenten komplett verbraucht worden sei. Die Polizei habe nur noch den…“

„… werde es Lindner gerne hinnehmen, dass die Spargelpreise explodierten, wenn dadurch das deutsche Gemüse ausschließlich an Besserverdiener und die…“

„… schnellere Abschiebungen befürworte. Weidel habe im Bundestag vorgerechnet, dass der Wasserverbrauch in Deutschland durch die Beseitigung aller nicht zur Staatsbürgerschaft berechtigten Personen eine sofortige…“

„… plane Scheuer eine Wasser-Maut, die jedoch nur von ausländischen…“

„… dass mit einer Privatisierung der Wasserversorgung alle Probleme gelöst werden könnten. Die Bundesregierung habe das Gutachten der EU mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen und empfehle den nationalen Konzernen eine enge Zusammenarbeit mit den…“





Weihwasserschaden

19 03 2009

Die Kommission stellte noch einmal fest, dass gut drei Milliarden Menschen nicht über sauberes Trinkwasser verfügten, sofern sie überhaupt Zugang zu Wasser hätten. Die Zahl war erwartbar. Sie wurde veröffentlicht, erhielt kaum Aufmerksamkeit und geriet knapp drei Tage später in Vergessenheit. Eine Menge von Menschen, einer europäischen Kleinstadt vergleichbar, hatte sich inzwischen an diversen Erregern infiziert, nicht wenige von ihnen waren ohne Kenntnisnahme der Weltöffentlichkeit erwartungsgemäß verstorben. Die internationale Wasserkonferenz in Mombasa stand vor der Tür. Man würde noch genug Zeit finden, während der Veranstaltung in flammenden Sonntagsreden genug Bedauern abzusondern, wenn es nur ausreichend natriumarmes Wasser ohne Kohlensäure zum Ausspülen der Espressotässchen geben würde.

Die Gastrede des Papstes wurde schon im Vorfeld als einer der Lückenbüßer eingeschätzt, die das dreitägige Programm nicht eben informativer zu gestalten geeignet wären. Umso konsternierter war das Auditorium, als der Heilige Vater die Durstigen der Dritten Welt unmissverständlich aufforderte, auf Wasser zu verzichten. Auf jegliches Wasser.

Manche glaubten, sich nur verhört zu haben, doch Benedikt XVI. stellte seine Position noch einmal deutlich dar. Er erklärte, das Trinken von Wasser löse das Trinkwasserproblem nicht, sondern verschlimmere es nur noch. Spirituelles Erwachen sei nun vonnöten, die Solidarität des Katholizismus mit den Verdurstenden einmal ganz abgerechnet.

Möglicherweise hätten es die Beobachter als einen von zahlreichen Lausbubenstreichen des Oberhirten abgetan – man erinnerte sich an die Abschaffung der Vorhölle und an die Rehabilitation des Antisemitismus in der Karfreitagsliturgie – wenn der nicht nachgelegt hätte. Auf Anfrage verlangte der Vatikan nochmals mit ausdrücklichen Worten Enthaltsamkeit. Es gebe weiterhin keinen Diskussionsbedarf.

Erste Kritik setzte ein, als Bundeskanzlerin Merkel sich postalisch mit dem Wunsch nach Klarstellung an den Stellvertreter wandte; die Kritik entzündete sich weniger an der Tatsache, sondern vielmehr an deren Wiederholung – Merkel habe doch wissen müssen, dass sie nicht berufen sei, theologische Fragen zu beurteilen. Offizielle Stellen des Gottesstaates bemühten sich sogleich um Schadensbegrenzung; Ratzinger habe vielmehr symbolisch die Brüder und Schwestern in ihrer gewissermaßen unschönen Lage in die Arme schließen wollen.

Ähnlich albern wirkten die Versuche des Vatikanorgans BILD, die Sicht der Öffentlichkeit zu korrigieren. Franz Josef Wagners dialektische Turnübung, das Wasser des Lebens und die real existierende Wasserversorgung zu synthetisieren, misslang gründlich. Es hätte indes auch nichts geholfen. Der Weihwasserschaden war längst eingetreten.

Der Widerstand formierte sich rasch. Die Aktion Wasserzeichen fand raschen Zustrom. Ihre Idee, die Entwicklungshilfe aus den Fängen der EU zu lösen und stattdessen Genossenschaften in den bedürftigen Ländern zu gründen, stieß auf Zuspruch. Es blieb nicht bei Lippenbekenntnissen. Zu Tausenden verpflichteten sich die Unterstützer, ihre Kirchensteuern, die sie nun nicht länger zu zahlen bereit waren, in die Hilfsorganisation fließen zu lassen. Erste Projekte nahmen konkrete Gestalt an, als sich der Vatikan den Organisatoren anbot, Beistand zu leisten. Zwar sei keinerlei finanzielle Hilfe zu erwarten, doch sei der Papst persönlich bereit, moralische Vorschläge zu unterbreiten.

Einer Analyse des Bundesinnenministeriums, nach der der Verzehr von Trinkwasser hygienisch mangelnder Qualität die Haupttodesursache vieler afrikanischer Landstriche sei, folgte sogleich die Rechtfertigung des päpstlichen Erlasses; der Wasserverzicht sei durchaus als präventive Maßnahme gegen die drohenden Gefahren für Leib und Leben zu verstehen. Dies wurde nicht hinterfragt. Man wusste, das Bundesministerium des Innern kannte sich mit präventiven Maßnahmen zur Abwehr drohender Gefahren bestens aus – vor allem mit Gefahren, die aus derartiger Prävention drohen.

Mit gewohnt vitaler Rhetorik ergriff Joachim Kardinal Meisner das Wort. Er sorgte für nicht unerheblichen Aufruhr, da er in einer Talkshow erklärte, der Verzicht auf Trinkwasser sei auch unter Umweltgesichtspunkten positiv zu sehen. So bleibe mehr Brauchwasser übrig. Während der Wasserkopf der vatikanischen Verwaltung noch über einen Verbleib Meisners im Amt köchelte, meldeten die Agenturen, dass die Wogen der Empörung bereits sieben Millionen Mitglieder aus der katholischen Kirche gespült hatten.

Um der Körperschaft beizutreten – der Vatikan äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, dies würde in Afrika geschehen – empfahl die Glaubenskongregation nun die Anwendung der Trockentaufe. Wie dies Verfahren zu handhaben sei, wurde nicht näher erläutert. Da gleichzeitig der konventionelle Ritus allein gültig blieb und die Priester angewiesen wurden, täglich mindestens drei neue Mitglieder für den Bund zu gewinnen, machten sich gewisse kognitive Dissonanzen bemerkbar.

Als bekannt wurde, dass die Vatikanbank einen größeren Teil ihrer Gelder in Aktien sizilianischer Wasserversorgungsgesellschaften angelegt hatte, brachen alle Dämme. Der Vatikan wurde unterspült. Die Sintflut war kaum noch aufzuhalten, als der Papst heftig zurückruderte. Wasser, erklärte Ratzinger, sei ein Menschenrecht.

Seine Anmerkung, die katholische Kirche sei für Menschenrechte selbstverständlich nicht zuständig, soff im allgemeinen Jubel der Erleichterung ab.