In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXXXIV)

13 03 2021

Felipe in Laguna Yema,
der dichtete zu jedem Thema.
Ob Liebe, ob Schmerzen,
ein Haus voller Kerzen,
er hatte für alles ein Schema.

Es schneidet Raúl in San Roque
den Damen so manch lange Locke,
nur unten, beim Beugen,
man kann es bezeugen,
geht er lieber ganz in die Hocke.

Er fiel Jorge in Pichanal
das Haar aus. Er war beinah kahl
und trug schon für Jahre
nur künstliche Haare.
Ihm blieb dabei kaum eine Wahl.

Rodolfo, der schaut in Lavalle
am Morgen stets zur Mausefalle.
Die Gattin, die klagte,
wenn’s irgendwo nagte.
Er macht’s, doch befreit er sie alle.

Serena in General Güemes,
die fragte beim Sperrmüll stets, wem es
zuvor mal gehörte.
Wenn keinen das störte,
so packt sie’s ein und sprach: „Ich nehm es.“

Es sammelt Hans in Sierra Grande
viel Orden an Spangen und Bande,
doch nicht, um mit Stücken
sich eitel zu schmücken.
Er ziert nur sein Haus als Girlande.

Belén beurteilt in Corrientes
die Schüler nur ob des Talentes.
Sie pfeift auf Zensuren,
und sieht sie nur Spuren
von Eignung, bei Gott! sie erkennt es.


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