In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLVII)

26 08 2017

Dass Kamil, dem Bauern in Ziegenschacht,
das Holz für den Stall schon beim Biegen kracht,
ist dem nur geduldet,
dass er es verschuldet,
dass dabei die Herrin der Ziegen lacht.

Masauto verkaufte in Monze
ein Standbild, gegossen in Bronze
von Buddha mit Scheitel
und Anzug. So eitel
sind Kunden – es kauft halt ein Bonze.

Dass Ivo beim Fischen in Wöhr
das Netz auswarf oft nach Gehör,
war nicht zu bedauern.
Man sah ihn oft lauern
zuvor manche Stunden auf Stör.

Hernâni war oft in Pardais
das Wasser im Becken zu heiß.
Man hackte ihm Eis rein
und warf es mit Fleiß rein.
Jetzt schwimmt er wie früher im Kreis.

Da Zdeněk beim Putzen in Wildstein
das Haus langweilt, hängt er ein Bild rein.
Des Kunden Bedenken
will er sich gar schenken
und klebt drunter sogar ein Schild ein.

Yrondu übt rastlos in Mitzic
sein Bühnenprogramm. Er ist hitzig
und rastlos und rege
und dann endlich träge,
doch zu keiner Zeit ist er witzig.

Naděžda spielt in Wassersuppen
Historiendramen mit Puppen.
Bei großen Romanen,
man kann es schon ahnen,
hat sie Schmerz in den Fingerkuppen.

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