In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XXIV)

15 01 2011

Zwei Schwestern, sie sahn in Karuse
im Kaufhaus die lindgrüne Bluse,
und die, kleidsam, passend,
der anderen lassend:
„Nimm Du!“ „Nein!“ „Doch!“ „Nein!“ „Doch, nimm Du se!“

Am Fenster stand Stavros in Delta.
„Bald schneit’s“, sprach er, „stündlich wird’s kälter!“
Die Töchter, die rannten
hinaus, denn sie kannten
den Schnee nicht: „Wo ist er? Wann fällt er?“

Giuseppe, dem Maler aus Bari,
war morgens nicht nach Larifari.
Der Lärm war ihm bitter;
er öffnet das Gitter,
und fort flog Rosettas Kanari.

Herr Sigurdson, der fährt in Ölfus
mitsamt seinen Dackeln im Schnellbus.
Doch die Passagiere,
die störten die Tiere:
„Jetzt ist aber mit dem Gebell Schluss!“

Old Mulligan, Pächter in Frosses,
erzürnte sich ob eines Rosses.
Es störte den Alten,
das Tier konnt nichts halten.
Schon wieder! ein Jammer, da floss es.

Passanten in Brunn an der Wild,
die stoppt der Gendarm meist am Schild.
Zur Ausweiskontrolle
man rechts gehen solle,
befiehlt er – was rechtlich nicht gilt.

Ein flinker Hotelkoch in Pecq
schnitt Zwiebeln, Kartoffeln und Speck.
Er glitt ab beim fetten,
beim Speck – nicht zu retten.
Die Schürze, die ziert nun ein Fleck.


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4 responses

15 01 2011
Dr. Borstel

’ne Kellnersmaid droben in Cardiff,
nach der jeder Mann an der Bar pfiff,
war freundlich zu Kunden
und brachte die Runden,
solang man ihr nicht an den Ar… griff.

15 01 2011
bee

Sir Maelgwin, der Jäger aus Solva,
schoss erstmals mit einem Revolver.
Er wurde erzogen
für Pfeil und für Bogen
und fragt sich, was daran so toll war.

19 01 2011
schneck08

Ein Ehepaar aus Salzgitter
geriet in ein böses Gewitter.
Doch wie das so geht,
hat der Blitz sie verschmäht,
und erschlagen wurde ein Dritter.

19 01 2011
bee

Es war einst ein Dackel in Celle,
der war seinem Herrn stets zur Stelle.
Der musste nur eben
ins Bett sich begeben,
schon kam er mit lautem Gebelle.

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