Herbstbild

4 10 2020

Ein weiches Licht fällt, wo sich Blätter röten
und taucht die Welt in Stille, mild und schön.
Ein Vogel tanzt im Teich auf dünnen Flöten
und singt ein leises Lied vorm Schlafengehn.

Fort sind die Falter. Wenn sie sich vermummen,
vergeht das Farbenblühen im Geäst.
Ein letztes Sirren will auch noch verstummen,
wo Tau aus kalter Luft das Gras benässt.

Aufrauscht der Boden nun: durchs Blattwerk schreitet
der Wanderer, der sacht vorüberzieht.
Es sind die kleinsten Lichter ausgebreitet,
in denen er die Nacht schon nahen sieht.


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