Bodenkontakt

15 06 2020

„Dann bräuchte ich mal bitte die Kontoführung der vergangenen sechs Monate. Kopien reichen mir, ich hefte die sowieso erst mal nur ab, wenn ich einen Fehler finden will, um eine Auszahlung an Sie zu verzögern, dann kann ich mir das immer noch ansehen und feststellen, dass ein Blatt fehlt. Tut mir leid, ich habe die Regeln für ALG II nicht gemacht.

Für mich ist das auch eine Umstellung, das können Sie mir glauben. Bisher hatten wir immer nur mit Privathaushalten zu tun, jetzt müssen wir gleich die ganze Lufthansa aufnehmen. Erstantrag und so, aber Sie haben ja noch mal Glück, dass wir im Moment Hilfen auszahlen ohne eine vorherige Vermögensprüfung. Gut, Sie als Verkehrskonzern kennen das sicher, wenn Sie mal Kohle brauchen, pöbeln Sie einfach die Politik an. Das sieht bei der Grundrente ein bisschen anders aus. Aber die haben für das Geld ja auch nur gearbeitet.

Sie müssen hier nichts angeben, die Auszüge wandern erst mal nur in die Akte. Was ich auf den ersten Blick sehe, Sie haben insgesamt einen Wert von vier Milliarden Euro. Und Sie wollen jetzt noch neun Milliarden für den Werterhalt. Ich kann zwar rechnen, aber ich habe meine Vorschriften, und die sagen eindeutig, dass eine Vermögensprüfung nicht stattfindet. Seien Sie froh, das Sozialstaatsprinzip hilft Ihnen auch in solchen Situationen. Das steht ja bereits im Grundgesetz: die Würde der Wirtschaft ist unantastbar. Deshalb dürfen wir das absolute Existenzminimum nicht unterschreiten, zumindest bei den Aktionären. Das Problem ist, dass wir den Laden nicht ausschließlich für die Beschäftigten in die Insolvenz rutschen lassen können. Ob Sie von den neun Milliarden nun Dividenden auszahlen, weil die Aktionäre ja nicht für Ihre Misswirtschaft verantwortlich sind, das ist Ihre Entscheidung. Wir sind da als Kostenträger nur beratend tätig. Seien Sie froh, dass Sie keine Bank sind, sonst hätten Sie jetzt den Staat mit an Bord.

Eigentlich müssten wir ja etwas dagegen haben, dass Sie tausend Maschinen stilllegen wollen. Bei einem Taxifahrer wollen wir ja auch nicht, dass er als erstes seinen Wagen verkauft. Bei den 22.000 Jobs sieht es aber schon anders aus. Auf der einen Seite spart das natürlich immense Personalkosten – Sie müssen mit dem Regelsatz irgendwie über die Runden kommen, und neun Milliarden sind schnell weg, fragen Sie mal bei der Bundeswehr – und dann haben wir auch einen hübschen Nachschub an Arbeitslosen. Denken Sie mal systemtheoretisch, wir sind ja nicht dazu da, die Leute in Arbeit zu vermitteln, das müssen die immer noch selbst tun. Wir brauchen Nachschub an Arbeitslosen, damit unser Laden nicht aufgelöst wird. Und die Gehälter würden sonst so steigen, wie das bei mangelnden Fachkräften der Fall sein müsste. Das verkraftet die Wirtschaft einfach nicht. Früher oder später streiken die Piloten auch wieder, das können wir mit recht hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dann haben Sie noch mal weniger Kosten. Das läppert sich.

Seien Sie froh, dass wir Kerosin immer noch nicht besteuern, dann können wir es auch aus dem Regelsatz rausrechnen. Das ist jetzt zwar eine Milchmädchenrechnung, erleichtert uns aber das Verfahren. Auf der anderen Seite sind Inlandsflüge nicht im Regelsatz enthalten. Auf die müssen Sie in Zukunft verzichten. Uns geht es ja nicht darum, Sie wieder zukunftsfähig zu machen. Sie sollen nicht verhungern. Mehr leistet ALG II nicht.

Natürlich erwarten wir, dass Sie sich etwas dazu verdienen. Sonst kann man ja nicht überleben. Da brauchen wir dann regelmäßig Zahlen, wie viel wir an Zuverdienst auch erlauben. Das ist ja nun kein Selbstbedienungsladen, auch wenn Sie das für die letzten Jahrzehnte so empfunden haben sollten. Das war die alte Normalität. Die neue geht anders. Sie werden auch einige Dinge auf den Prüfstand stellen müssen, Flughafensubventionen zum Beispiel. Oder Nachtflüge. Die Bevölkerung hatte sich schon so an die Ruhe gewöhnt, und mal ganz ehrlich, ich fand das auch angenehm. Kurzstreckenflüge, noch so ein Thema. Ich meine, wir verteilen eine Menge Geld, aber wir drucken es nicht. Wir haben auch einen Ermessensspielraum, wenn Sie verstehen, was ich meine. Für Sie vielleicht ein ziemlich ungewohnter Bodenkontakt, aber das geht jedem so, der Hilfe beantragt.

Alternativ können wir ja auch mal über Ihre wirtschaftliche Zukunft sprechen. Ökologischer und nachhaltiger Flugverkehr, sagt Ihnen das etwas? Kurzstreckenflüge sind das eine, und dann können wir uns auch über den Schwachsinn unterhalten, dass komplett leere Maschinen durch die Gegend fliegen, damit freie Slots an den Flughäfen nicht verloren gehen. Das ist so, als würde man am Wochenende alle Autofahrer ein paar Stunden lang in den Stau stellen, damit sie werktags zur Arbeit fahren dürfen. Oder wir könnten uns mal darüber unterhalten, dass Sie die Luftfracht einfach gestoppt haben, statt über passagierlose Frachtflüge in den schwarzen Zahlen zu bleiben. Sollte hier etwa ein Fall von proaktiver Insolvenz vorliegen, um eine Leistungserschleichung vor den Aktionären zu rechtfertigen? Und dann könnten wir auch gerne mal über innovative Geschäftsmodelle sprechen. Wenn selbst Spitzenpolitiker der EU ihre Meetings als Videokonferenz organisieren, wozu brauchen wir für jeden popeligen Mist Geschäftsflüge?

So, hier unterschreiben, hier noch einmal, und dann hören Sie von uns. Ich muss noch eben den Schreibtisch aufräumen, draußen wartet nämlich schon die Kreuzfahrtbranche.“





Hauptstadt der Bewegung

11 03 2020

„Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten…“ „Also zu Fuß zum Flugtaxi?“ „Das müsste optimierbar sein.“ „Was kostet das?“ „Was wollen wir denn ausgeben?“ „Dann wird es mindestens das Doppelte.“

„Das muss aber europaweit total einzigartig sein.“ „Mindestens!“ „Wenn nicht weltweit!“ „Wenn Sie sich die Entfernungen anschauen, dann kann man das auch direkt in…“ „Aber das soll nur in München…“ „Es geht ja um Mobilität und um Digitalisierung.“ „Das sind ja gleich zwei Sachen, von denen Scheuer keinen blassen Schimmer hat.“ „Raten Sie doch mal, warum wir uns das ausdenken müssen.“ „Er hat gesagt, er hätte eigene Ideen?“ „Er hat gesagt, der Plan wäre schon fertig.“ „Das kippt auf.“ „Wieso?“ „Wenn der Knalldepp sagt, er habe einen Plan, dann weiß jeder: gelogen.“ „Auch wieder wahr.“ „Dann schreiben wir ihm jetzt jede Menge wirres Zeug rein, das gar nicht funktioniert.“ „Damit man denkt, er hätte das selbst fabriziert?“ „Gute Idee!“ „Also ich bin dabei.“

„Wie wollen sich denn Menschen in Zukunft fortbewegen?“ „Digital muss natürlich eine Rolle spielen.“ „Wenn man vom Bahnhof aus direkt in ein Auto startet…“ „… dann könnte man das ja mit einem digitalen Gerät irgendwie…“ „Es gibt diese neuen Telefone.“ „Mit denen kann man ein Auto an den Bahnhof bestellen?“ „Oder einen Fahrer.“ „Mit Auto?“ „Soll es geben, sagt man.“ „Crazy!“ „Das würde ja bedeuten, man muss sein eigenes Auto gar nicht mehr mitbringen, wenn man sowieso aus dem Hauptbahnhof aussteigt.“ „Das wird sich mit etwas Kohle aus dem Bundeshaushalt sicher feststellen lassen.“ „Gute Idee!“ „Hören Sie mal, das klingt doch total beknackt.“ „Eben.“ „Keine Sau wird merken, dass ihm das nicht selbst eingefallen ist.“

„Die Menschen müssen ja auch erstmal an den Bahnhof kommen.“ „Stimmt.“ „Kann man da nicht irgendwas machen?“ „Am besten etwas Digitales.“ „Die Tickets könnte man in diesem Interdings…“ „… und dann gleich auf diese Telefone rauf.“ „Das ist aber dann eine Sache der Bahn, oder?“ „Warum fragen Sie?“ „Wenn’s nicht klappt, dann kann man immer noch der Bahn die Schuld geben.“ „Super!“ „Gute Idee!“ „Ist das jetzt schon ein weltweit einzigartigen Projekt?“ „Fahrkarten in deutschen Zügen?“ „Gibt es meines Wissens nach nur hier in Deutschland.“ „Dann haben wir hiermit erfolgreich ein weiteres Projektziel abgehakt.“ „Wie genial sind wir!“ „Das wüsste ich auch gerne.“ „Einer muss es ja machen, Kollegen.“

„Aber hier, Warentransporte.“ „Ja, das wird sehr schwierig.“ „Wegen der Digitalsache?“ „Nein, das war irgendwas anderes.“ „War es wichtig?“ „Eher nicht, sonst könnte ich mich noch daran erinnern.“ „Flexibilität?“ „Genau, Flexibilität.“ „Drohnen sind doch momentan für alles gut.“ „Ja, aber versuchen sie mal, mehrere Tonnen Stückgut per Drohne ins Industriegebiet zu verlasten.“ „Also doch wieder Flugtaxi.“ „Wir müssten eher schauen, dass wir ein Transportmittel finden, das sich als klimaschonend verkaufen lässt.“ „Sie meinen eins, das auch nicht so einen hohen Verbrauch an Trassenfläche hat?“ „Es müsste auch technisch sehr zuverlässig sein und regelmäßig verkehren.“ „Und schnell muss es sein.“ „Also keine Staus.“ „Und das müsste dann noch auf sehr weite Strecken skalieren.“ „Für die Ferntransporte?“ „Man könnte zum Beispiel feste Straßenverbindungen einrichten.“ „Im Tunnel?“ „Eine durchgängige Straße würde schon reichen.“ „Mit extra Fahrspuren für die Güter.“ „Am besten in einer Art Kolonne, damit der Luftwiderstand der einzelnen Elemente gedrosselt wird.“ „Sie meinen eine Art Verbundsystem?“ „Wenn man die Lkw mit Stangen ausstattet, dann kann man die zusätzliche Kraftübertragung ausnutzen.“ „Das spart dann auch Personal.“ „Ich wäre für ein modulares System, bei dem man die Wagen an Zwischenstationen neu zusammenstellen kann.“ „Gute Idee!“ „Das klingt alles technisch ausgereift.“ „Und wirtschaftlich sehr gut durchdacht.“ „Ich würde sogar sagen, das ist so in der Art umsetzungsfähig.“ „Ja, da stimme ich Ihnen zu.“ „Hm.“ „Flugtaxis?“ „Flugtaxis.“

„Warum muss man das überhaupt in München machen und nicht an einem der wirtschaftlichen Zentren Deutschlands?“ „Erfurt wäre als zentraler Logistikstandort doch ganz okay.“ „Mit Linken kann man nicht kooperieren, die verkaufen das sonst als ihren eigenen Erfolg, obwohl es aus der Bundespolitik kommt.“ „Dann eben Stuttgart als künftiges Zentrum der…“ „Sonst geht’s aber?“ „Ich wollte auch mal etwas Beklopptes sagen.“ „So gut wie Scheuer werden Sie nie.“ „Außerdem ist München sowieso Hauptstadt der Bewegung.“ „Und die Münchener Politiker hat er schon von seiner Planung in Kenntnis gesetzt?“ „Hoffentlich nicht, sonst können wir unsere Vorschläge gleich in die Tonne treten.“ „Wahrscheinlich gibt es in der CSU wieder einen Wettbewerb im 500-Millionen-Euro-Schnellverbraten, sonst hätte ihm einer gesteckt, dass man diese Projekte bundesweit ausschreiben muss.“ „Oder einer seiner insolventen Schulfreunde hat vorsichtshalber gerade eine neue Baufirma ohne besondere fachliche Spezifizierung gegründet, um die Aufträge abzugreifen.“ „Also ein Nicht-Spezl?“ „Genau.“ „Großartig!“ „So, wenn Ihnen nichts mehr einfällt, dann drucke in den ganzen Kram nach der Mittagspause aus, und wir setzen uns für den Rest der Woche zur Ruhe.“ „Warten Sie mal, wir hatten hier noch gar nicht über Fahrräder gesprochen.“ „Über was!?“ „Haha, gute Idee!“ „Ich meine…“ „Nehmen Sie’s mir nicht übel, Herr Kollege, aber das kippt doch unter Garantie auf.“





Mobilitätssicherung

11 11 2019

„Ach was, nix mit Karneval – die meinen das ernst! Und wenn die Bundesregierung tatsächlich mal etwas ernst meint, also im Bereich Verkehrswesen, dann ist immer erhöhte Konzentration gefordert!

Nein, ich rede jetzt nicht vom Feinstaubgehalt, ich rede von der Prämie für die E-Autos. Da denkt man auch erst, die haben wieder irgendeinen Ministerdarsteller mit billigem Fusel abgefüllt und ihn dann von ein Mikrofon gestellt, damit seine Notschlachtung als Aufräumarbeit durchgeht. Aber das ist wie mit dem Rettungsschirm, als damals der Euro am Verrecken war. War der ja gar nicht, ein paar Milliardäre haben nur plötzlich nicht sehr viel mehr Kohle gekriegt, als sie erwartet hatten, und da musste man dann ein paar Ausländer als Parasiten in der Währungsunion anpöbeln. So ist das heute auch, nur zahlen wir diesmal nicht direkt an die Autokonzerne. Als Strafe, dass wir sie beim Betrug an den Dieselkäufern ertappt haben. Und als eine Art Wiedergutmachung, weil diese Justiz immer noch so tut, als dürfte sie ohne Rücksprache mit der Bundesregierung Rechtsstaat spielen.

Aber egal, Sie wollen ja Ihren Bonus und haben hoffentlich auch alle notwendigen Unterlagen mitgebracht? Gut, dann wollen wir mal sehen. Die Entscheidung ist gefallen für ein Modell? Das ist eine sehr gute Wahl, lassen Sie mich das ruhig mal sagen. Deutsches Fabrikat. Die ausländischen sind qualitativ teilweise besser, aber auch nur zu einem geringen Teil. Die anderen? Die sind qualitativ sehr viel besser. Aber die hier sind halt deutsch, und das ist ja auch schon mal sehr schön. Die werden von den vielen, vielen Linksextremisten auch nicht so häufig abgefackelt, sagt der Verkehrsminister. Es gibt dazu zwar noch keine Untersuchungen, aber wenn er das sagt, stimmt das schon.

Wir müssen auch wissen, wo sie wohnen und wo Sie den Wagen einsetzen. Wenn Sie den Wagen nur da einsetzen, wo es keine Stromtankstellen gibt, ist das ja anders zu bewerten, als wenn Sie eine eigene Zapfsäule haben. Da entscheiden wir dann je nach Gefühl, ob sich eine eigene Steckdose lohnt oder ob Sie eine Stromtankstelle in Ihrer Nähe auf Kosten des Steuerzahlers bekommen. Manchmal ist auch das öffentliche Interesse zu berücksichtigen, aber das heißt nicht, dass es die Entscheidung auch immer positiv beeinflusst. Wir haben es hier mit Verkehrspolitik zu tun, und das ist viel mehr als nur Mobilitätssicherung. Das sichert auch Arbeitsplätze, zum Beispiel in Ministerien und Vorstandsetagen und an der Börse oder in einer Partei, und wenn Sie als Bürger sich da solidarisch zeigen, indem Sie durch Ihren Verzicht auf individuelle Vorteile einem Aufsichtsratsvorsitzenden seine ohnehin schon sehr dürftig bemessenen Boni sichern, dann haben ja alle etwas davon. Also im Aufsichtsrat dieses Konzerns, Sie verstehen schon.

Außerdem verbinden wir diese Prüfung auch mit der Vertrauensfrage. Sind Sie als Bürger und zukünftiger E-Autofahrer damit einverstanden, dass wir zu Deckung Ihres Energieverbrauchs in Ihrer Kommune Kohleverstromung fördern? Sie müssen jetzt nichts dazu sagen, Sie können das auch noch nachholen, wenn die neuen Kohlekraftwerke schon am Netz sind. Die Bedürftigkeitsprüfung wurde von uns auch bei den Kraftwerksbetreibern durchgeführt und hat eindeutig ergeben, dass deren Gewinne sich nicht so sehr gesteigert haben, wie sie es… ach so, das hatten wir schon. Deshalb müssen wir da auch pädagogische Maßnahmen einführen und den Strom für die Industrie ganz extrem billig machen und auf der anderen Seite für die Privathaushalte viel teurer, so dass die derart viel Strom einsparen, dass die Energiekonzerne quasi ausbluten. Wir wissen noch nicht, wie das funktionieren soll, aber wir können es ja wenigstens einmal versuchen, oder?

Ist das Ihr Zweitwagen? Was haben Sie sonst noch an Fahrzeugen? SUV? Eventuell Krafträder? Wir wollen ja auch zielbewusst fördern, das heißt wir müssen wissen, ob Sie überhaupt am Verkehr teilnehmen, weil Sie die Elektromobilität als beste Lösung für sich entdecken, oder ob Sie ein E-Auto nur als zusätzliches Transportmittel nutzen, unter Umständen sogar bloß als Statussymbol. Letzteres ist im europäischen Vergleich eher selten, aber das sind ja deutsche E-Autos auch, also schlagen wir da zwei Fliegen mit einer Drosselklappe.

Dann natürlich die Fahrzeugklasse. Sie könnten auch einen Kleinwagen kaufen, aber die werden nur von Herstellern angeboten, die ihre Modelle nicht mit überteuerten Dieselkarren quersubventionieren. Damit entfernen Sie diese Anbieter vom Markt und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Betrugskonzerne sich die Gewinne, die sich schneller steigern, als… – Egal, jedenfalls sind die Jobs weg, der Verbrauch an Elektrizität steigt, und das bisschen Klimapaket können Sie sich da reinschieben, wo noch Platz ist. Vielleicht da, wo Sie bisher Ihre Windkraft-Aktien aufbewahrt haben. Es ist Ihre Entscheidung. Seien Sie vernünftig, oder schützen Sie unsere Industrie, wie man es von einem guten Staatsbürger für eine großzügige Spende erwarten kann.

Dann brauche ich hier eine Unterschrift, und hier, und hier auch. Damit versichern Sie, dass Sie Halter dieses Fahrzeugs sind. Schön, dann nehme ich das mal so auf, und wir melden uns, sobald wir wissen, wie sich die Bundsregierung entscheidet. Ach so, noch eine Formalität, ich bräuchte mal Ihre Verdienstbescheinigung. Bankkonten wären jetzt optional, Sie sind nicht arbeitslos. Oha, das sieht man auch nicht alle Tage! Selbstverständlich, Herr Direktor! Aber gerne, Herr Direktor! Machen Sie sich nur keine Umstände, Herr Direktor, das Geld ist schon unterwegs!“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDLXXXI): Das SUV

13 09 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Die Evolution hatte nicht nur Gewinner. Während manche Fadenwurmarten, Schleimaale oder Tonnensalpen sich in ihrem jeweiligen Habitat geradezu luxuriös einzurichten wussten, nichts auf Privatfernsehen und Anrufbeantworter gaben, bekam der Hominide hier und da nicht wirklich etwas gerissen. Kriege musste er anzetteln, peinlich anmutende Frisuren zu larmoyantem Schuhwerk in der Öffentlichkeit tragen, zumal in adoleszenter Entwicklungsstufe, Einzeller mit chronischem Verstandesverlust als Machthaber von vereinigten Staaten oder Königreichen inthronisieren, wenn das nicht half: die fest eingewurzelte Überzeugung, als Mensch nichts mehr wert zu sein, wenn man nicht in einer Blechkiste voller Selbsthass kreischend die Landschaft durchpflügen. Erst da wusste Mutter Natur, dass diese Spezies als Krebsschaden zu behandeln ist und ihr wenigstens die Liebe tut, sich aus epischer Doofheit selbst über die Wupper zu schnippen. Die Atombombe wäre eine Möglichkeit, ach was: die Chance überhaupt gewesen, aber der Return on Investment ist ja minimal, denn wer würde sich so eine Wuchtwumme in den Vorgarten stellen, wenn die lobotomierten Kriegstreiber schon auf die Steuereinnahmen schielen. Nein, das lässt man die SUV-Fahrer erledigen, den Schmierfilm am Boden der mobilen Gesellschaft.

Das SUV – ja, es ist sächlich, auch wenn es in der kognitiven Konsonanz hart kompensierender Knaben wie ein künstliches Gemächt benutzt wird – ist die nahtlose Fortsetzung des innerstädtischen Geländewagenwahns, der sich dialektisch als soignierter feiert, weil er nicht so offensichtlich auf Bollerauspufftöpfe und rallyelackierte Spoilerorgien setzt wie andere automobile Psychosen. Das Erscheinungsbild des Wagens definiert sich über die Masse an verbautem Dünnblech, gerne mit majestätischer Stärke verwechselt, hier aber in der Eleganz in der Sauropodenklasse steckengeblieben und dementsprechend wendig. Das Gerät ist in der City, für die es ja gedacht ist, denn wo sonst wird man damit genug Publikum beeindrucken können, allenfalls so sinnvoll wie ein Mähdrescher, mit dem man zwei Fahrspuren plus Radweg und Gehsteig zuparken kann, wenn man eine Einheit Kind in der Primarschule abliefert, wobei landwirtschaftliche Großmaschinen noch den Vorteil besäßen, dass sie unwegsames Gelände rumpelnd unter sich ließen, ansonsten den Weg zum Einsatzort aber sicher und solide erreichen würden. Wer ein SUV erwirbt, hofft offensichtlich auf eine legale Möglichkeit, Baustellen und Verkehrsinseln wegzuschwiemeln, wie es sonst mit der Frontschürze tiefergelegter Bolidenimitate erfolgreich versucht wurde. Der Formel-1-Darsteller schätzte noch die Nähe des Straßenbelags, an der sich sein Gummi abrieb, der ins intellektuelle Rentenalter driftende Motorist aber will die Kiste höher, und braucht deshalb auch zwingend den Kolbenhub eines Dreißigtonners.

Denn tiefer ist sportlich, höher ist Krieg. Und nein, es geht nicht um den üblichen Bürgeraufstand, in den sich die geistigen Tiefflüge wohlstandsverwahrloster Bumsbirnen einpassen. Es ist der im öffentlichen Verkehr ausgetragene Krieg um die gesellschaftliche Dominanz einer Kaste, die sich die Erde aus Gewohnheit untertan macht. Diese soziale Zusammenrottung karrt selbst den Nachwuchs in die Kita, obwohl er ihnen in Bezug auf den Klimawandel reißpiepenegal ist. Das bei Kerzenbeleuchtung einsetzende Gewissen, den Schadstoffausstoß auf olympischem Niveau forciert zu haben, wird mit der Pinkeltaste ausgeglichen, gerne auch auf der Kreuzfahrt. Ansonsten aber bekennt sich der Realitätsallergiker frohgemut zur nationalen Variante seines Verfassungszusatzes, der ihm das offene Tragen von Waffen gestattet – das Wettrüsten der Klötenkönige ist in vollem Gange, und mit dem Argument, höher zu sitzen und den immer aggressiveren Verkehr besser zu beobachten, kaufen die Ichlinge einen Citytraktor nach dem anderen, wohl wissend, das der Markt sich nach den Gesetzen von Dummheit und klassischer Mechanik nicht nur sättigt, sondern auch ausgleicht. Jetzt ist noch möglich, Fußgänger mit Kinderwagen und Radfahrer vom Hochsitz schneidig zu übersehen, mit vollem Stoßgewicht an parkende Kleinwagen zu quetschen und vom Asphalt zu radieren. Doch das Fenster schließt sich jäh, mit steigendem Anteil von Kampfpanzern in Metallic wächst auch proportional die Wahrscheinlichkeit, selbst eine Elefantiasis auf Rädern ungebremst in die Flanke zu kriegen, wo Beten besser hilft als ein Seitenaufprallschutz. Aber Newton betet nicht mehr, und wer in Quarta seine Physikstunden mit Schundheftchen unter der Bank zugebracht hat, der lernt es eben jetzt.

Es funktioniert wie mit Schusswaffen; sobald jeder eine trägt, nivelliert sich die Gefahr, allerdings auf einem erheblich höheren Niveau. Sinkt auch die Notwendigkeit, die eigene Knarre einzusetzen, um eine zünftige Schießerei anzuzetteln, irgendeiner hat seine Wumme schon dabei und kriegt schnell nervöse Finger. Je mehr naturverbundene Bürger in der Fußgängerzone jetzt noch eine Jagdwaffe mit sich führen müssen, ist eine Frage der Zeit – die bürgerliche Freiheit kennt ja keine Grenzen. Was den Verkehr betrifft, können alle, die die Ballerei überlebt haben, fortan gemütlich im Omnibus durch die City schaukeln. Der Komfort ist eins, aber man sitzt dort noch viel höher. Und darauf, wir glauben es ihnen, kommt es ja bei der inneren Sicherheit an.





Infrastrukturabgabe

20 06 2019

„… mehr als 120 Millionen Euro ausgegeben habe, die nach einem Urteil über die Pkw-Maut verloren seien. Scheuer habe dies als Beweis bezeichnet, dass Gerichte in Europa viel zu hohe Kosten für den…“

„… durch die lange Bauzeit des Stuttgarter Tiefbahnhofs verursacht würden. Das Personal sei inzwischen so kostspielig, dass mit einer raschen Fertigstellung des Bauwerks nur noch unter sehr besonderen…“

„… müssten die Mieter sparsamer leben. Erst durch eine moderate Neuverschuldung der privaten Haushalte sei es möglich, jedem Mieter ein Eigenheim zu finanzieren, so dass die jetzigen Mietsteigerungen nicht mehr relevant für den…“

„… sei das Personal für S21 nur deshalb so kostenintensiv, weil der Bahnhof bisher noch nicht fertiggestellt worden sei. Man könne diese Spirale nur durch eine sofortige Inbetriebnahme des…“

„… habe die CSU ursprünglich geplant, die Maut durch Steuereinnahmen zu refinanzieren, da im Zuge ihrer Einführung zahlreiche sozialversicherungspflichtige Jobs im Freundeskreis des damaligen Ministers…“

„… mehr Leistungsbereitschaft zeigen sollten. Die Privathaushalte könnten den rasant steigenden Kontoführungsgebühren entgehen, indem sie ihr Nettoeinkommen verdoppelt würden, so dass sie von Bonusangeboten der Kreditinstitute für Besserverdiener und …“

„… habe Scheuer allein in den vergangenen Monaten hohe Beträge ausgegeben, um durch eine PR-Kampagne für mehr Akzeptanz zu sorgen. Durch das Gerichtsurteil sei es erst zu der jetzt anfallenden Summe des…“

„… wehre sich die CSU gegen die Ansage des EuGH. Es sei klar ersichtlich, dass ausländische Autofahrer mit Absicht in die Bundesrepublik einreisen würden, um die Autobahnen zum Rasen auszunutzen. Dies dürfe jetzt nicht dazu führen, dass die Kosten zu Lasten des deutschen…“

„… Atomenergie nur so preiswert sei, weil jede Kilowattstunde durch das Zwanzigfache an Steuergeldern subventioniert werde. Die Konzerne wüssten dies zwar, seien aber durch langfristige Absprachen an die…“

„… den Hauptstadtflughafen als großen Erfolg bezeichnet habe. Die Bundesregierung halte an diesem Verkehrsprojekt fest, da sie damit rechne, dass das deutsche Handwerk innerhalb der kommenden Jahre noch mehrere hundert Milliarden Euro Umsatz mit den…“

„… als großes Investitionsprojekt ansehe. Ein Abbau der bisher errichteten und jetzt überflüssigen technischen Infrastruktur für die Pkw-Maut schaffe noch einmal mehrere hundert Arbeitsplätze, die nur dem Einsatz des CSU-Ministeriums zu…“

„… die privaten Haushalte zu risikofreudig mit ihren Geldmitteln umgehen würden. Es sei daher aus moralischen Gründen mehr als notwendig, alle Transferleistungen zu kürzen, um gerade im Niedriglohnsektor wieder mehr Verantwortung für die eigenen…“

„… dass die EU-Kommission das Projekt noch befürwortet hatte. Es sei klar, dass dies unter dem Vorbehalt des EuGH-Urteils geschehen sei, für die CSU gelte dies aber als wirtschaftsfeindliche…“

„… könne die Belastung für den Steuerzahler nur ausgeglichen werden, indem ab sofort eine allgemeine Infrastrukturabgabe erhoben werde. Diese sei statt des Solidaritätszuschlages auf die…“

„… müsse aber jeder Deutsche pro Autobahnkilometer zehntausend Euro zahlen. Da aber Radfahrer sich daran nicht beteiligen würden, prophezeie Dobrindt, dass bei einem Wahlsieg der Grünen auch arbeitsunwillige Erwerblose einen Anspruch auf mehrere hunderttausend Euro pro…“

„… für den falschen Weg halte. Scheuer wolle die allgemeine Infrastrukturabgabe zu Finanzierung von CSU-Konzepten als zweite Mehrwertsteuer auf sämtliche Produkte und…“

„… vor dem EuGH Klage erhoben habe, um Radfahren als Straftat einzustufen. Dobrindt werde stelle sich auf massive Rückzahlungen der…“

„… müsse man Diesel ausdrücklich ausnehmen. Es sei höchst ungerecht, wenn man Autofahrer verantwortlich mache für die Unfähigkeit europäischer Gerichte, sich in sozial verträglicher Weise mit dem deutschen…“

„… betrachte es Scheuer als guten Kompromiss, Inlandsflüge erheblich preiswerter zu machen. Dies könne als Motivationsfaktor für eine noch schnellere Fertigstellung des Hauptstadtflughafens sorgen, und bei einer grundsätzlichen Steuerfreiheit für alle deutschen Flugreisen sei sogar eine Steigerung um bis zu…“

„… wolle Seehofer den Europäischen Gerichtshof nicht weiter finanzieren. Dies sei zwar weder sein Kompetenzbereich noch ändere seine Meinung etwas an der Zuständigkeit des EuGH, die CSU werde dies aber in einer kostenpflichtigen…“

„… das Schienennetz der Deutschen Bahn AG durch jahrzehntelange Vernachlässigung massive Schäden aufweise. Eine Instandsetzung könne sich Scheuer nur vorstellen, wenn durch eine sofortige Anhebung der Bahnpreise auch die Nachfrage nach dem Zugverkehr wieder für mehr Mittel im…“

„… eine Task Force eingesetzt habe, um das Urteil des EuGH zu bewerten. Dies sei preiswerter, als die Rechtsabteilung der Christsozialen mit einem Juristen auszustatten, der seinen Abschluss nicht im Internet von einer osteuropäischen…“





Luft-Boden-Einsatz

15 04 2019

„… allen Regierungsmitgliedern die Inlandsflüge zu streichen. Merkel bestehen aus Klimagründen darauf, ausschließlich die Deutsche Bahn für einen Transport zu den…“

„… lediglich um Symbolpolitik gehandelt habe. Diese Entscheidung hätte die Kanzlerin jedoch zur Vermeidung vom Ressortstreitigkeiten zwingend mit der CSU abstimmen müssen, da diese im…“

„… als versteckte Wirtschaftsförderung bezeichnet habe. Meuthen prangere die einseitige Bevorzugung der Deutschen Bahn als Staatsbetrieb mit erzwungenen Milliardensubventionen an und wolle die sofortige Abschaffung aller…“

„… insbesondere Schwerlastflugzeuge für den Transport von Altmaier einen erheblichen Ausstoß von Kohlendioxid und…“

„… bestehe die CSU selbstverständlich darauf, dass Kurzstrecken unter tausend Kilometern mit dem Flugtaxi oder anderen…“

„… gebe es nicht genügend Einzelabteile für die Politiker, die zum ungestörten Arbeiten benutzt werden könnten, da aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ein kompletter Großraumwagen für einen Minister mit Sicherheitsbeamten nur…“

„… setze sich die AfD nach Abschaffung des Konzerns für eine Reichsbahn ein, die nur noch deutschblütige Fahrgäste, Rüstungsgüter zur Zerstörung muslimischer Feindmächte und…“

„… nicht zuständig sei. Scheuer sehe den Transport von Regierungsmitgliedern als Aufgabe eines Ministeriums für innerdeutsche Angelegenheiten, nicht aber im Verkehrsressort, da er sich nur um die Flugauslastung in den…“

„… bedeute dies für die Airlines, dass eine weitere Konzentration nicht oder nur sehr schwer zu vermeiden sei. Gleichzeitig rate die zivile Luftfahrt vom Einsatz der regierungseigenen Maschinen dringend ab, da diese nach der Landung oft nicht mehr vom…“

„… ein Maß an Verspätung erreicht hätte, das durch die Mitnahme von Regierungsbeamten nur noch weiter negativ zu beeinflussen sei. Die Bahn hoffe, dass Inlandsflüge für das Kabinett weiterhin als Mittel der…“

„… Mehdorn angekündigt habe, einen neuen Konzern durch die Fusionierung von Bahn und Lufthansa leiten zu wollen. Er strebe an, die Preisstruktur und die umwelttechnischen Vorteile der Airline mit der sprichwörtlichen Pünktlichkeit der Eisenbahn zu…“

„… das Sicherheitskonzept ausbauen müsse. Die Bahn strebe eine ICE-Abfertigung an, bei der die Passagiere schon nach wenigen Tagen Aufenthalt in einer Durchleuchtungszone den Bahnsteig betreten dürften, auf dem meist innerhalb desselben Quartals ein Zug bereitgestellt werden könnte, immer vorausgesetzt, die Deutsche Bahn würde dann über ausreichend Fahrzeuge verfügen, um den gewachsenen Anforderungen an die…“

„… drohe bei einem Mehr an Europa auch die endgültige Zerstörung des internationalen Flugverkehrs. Meuthen lehne es ab, dass die linksversiffte Kanzlerdiktatorin bald auch Abgeordnete seiner Partei mit einem Interrail-Ticket in die…“

„… auch vor technische Herausforderungen gestellt werde. So verlange die Regierung nicht nur schnelles Internet in den Zügen, sondern auch Kaffee, der sich ohne nennenswerte gesundheitliche Einschränkungen als…“

„… aus Sicherheitsgründen einen eigenen Bahnhof vorgeschlagen habe. Dieser solle auf dem Tempelhofer Feld errichtet und mit einem neuen Schienenzubringer ausgestattet werden, um die…“

„… einen Shuttle-Dienst einzurichten, der turnusmäßig dreimal am Tag Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und München miteinander verbinde. Der am Planungsaufwand eingesparte betrag könne in eine neue Innenverkleidung der Flugzeug investiert werden, die sich dadurch noch besser für Pressekonferenzen und…“

„… müsse die Bundesregierung für sich Sonderrechte einfordern dürfen, so wie sie auch nicht an moralische Bedenken oder steuerrechtliche relevante…“

„… werde Lindner aus der Politik aussteigen, da er nicht die finanziellen Mittel bekommen um in einem Privatzug die…“

„… eine sehr schlechte Werbung für den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg sei. Wenn die Regierung nicht einmal mehr ihre eigenen Mitglieder von diesem Standort abheben lassen wolle, müsse man ernsthaft über einen endgültigen Baustopp auf dem…“

„… auf modulare Zugsysteme zurückgreifen könne. So biete die Bahn einen Ministerwagen an, der sich bequem mit dem Kranwagen in einen ICE heben lasse und mit wenigen Wochen Vorlauf in jede beliebige…“

„… die ersten Tests gut überstanden habe. Scheuer sei überzeugt davon, dass eine originalgetreue Kopie des Stuttgarter Tiefbahnhofs auf dem Tempelhofer Feld die beste Lösung für einen kombinierten Luft-Boden-Einsatz der…“

„… die Bahn viele Nachteile gegenüber dem Luftverkehr habe. So sehe Nahles das Streikrecht von Lokführern als ein großes Hindernis, das man schnellstmöglich durch staatsrechtliche…“

„… sich kompromissbereit zeige. Da der Fuhrpark der Regierung mit neuen Dieseln ausgerüstet werde, könne eine Umstellung des Flugverkehrs auf die Straße sehr zeitnah in die…“





Die Gnade der späten Geburt

14 02 2019

„… kategorisch ablehne, da es keine Hinweise auf besondere Gefahren durch Senioren im Straßenverkehr gebe. Scheuer werde einen Fahrtest nicht zur Pflicht für…“

„… lasse die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ab einem gewissen Alter nach. Die Polizei habe jedoch auch Anhaltspunkte, dass bei schweren Unfällen, die von Fahrern über 70 verursacht würden, mehrheitlich jüngere Personen zu Tode kämen, was sich statistisch dann wieder positiv auf die…“

„… könne Scheuer die Aufregung nicht nachvollziehen. Da die meisten politischen Entscheidungsträger in der Autoindustrie bereits im Rentenalter seien, wolle man es ihnen nicht zumuten, nur mit behördlicher Sondergenehmigung auf deutschen Autobahnen zu…“

„… die Eigenverantwortung des Fahrers laut Bundesverkehrsministeriums immer noch klar im Vordergrund stehe. Wer es aus gesundheitlichen Gründen nicht zu einer ärztlichen Untersuchung schaffe, dürfe nicht diskriminiert, sondern eher als besonders unterstützungswürdig…“

„… an allen von Feministinnen verursachten Auffahrunfällen immer eine Frau beteiligt sei. Dobrindt forderte daher, allen Frauen sofort die Fahrerlaubnis zu…“

„… ein Herzinfarkt bei jüngeren Fahrern, Schlaganfälle bereits im Kindesalter auftreten könnten. Das Risiko, durch einen plötzlichen Notfall zum Verkehrsrisiko zu werden sehe Scheuer daher keinesfalls nur bei den…“

„… die Mehrheit der Bundesbürger sich nicht an grundlegende Verkehrsregeln halte. Es sei auch aus juristischer Sicht höchst ungerecht, nur ältere Fahrer dafür zu bestrafen, obwohl diese zum großen Teil nicht einmal mit Absicht die…“

„… dass gerade lebensältere Personen stark verunsichert seien, ob sie nicht in der nächsten Sekunde von der stalinistischen Marionette Greta Thunberg angehalten, aus dem Auto gezerrt und mit einer in Plastik verpackten Zuckerstange ins Wachkoma geprügelt zu werden, weil sie es gewagt hätten, als deutsche Staatsbürger in ihrem eigenen Land mit ihrem eigenen Diesel auf der…“

„… könne die Industrie eine Drosselung der Geschwindigkeit auf Knopfdruck nicht anbieten, da dies technisch nur durch protonengetriebene Warp-Module in dreifacher Lichtgeschwindigkeit zu…“

„… sei das Verhalten der meisten Senioren hinter dem Steuer absolut unauffällig. Erst in extremen Stresssituationen wie unmittelbar nach dem Starten des Motors, dem Lösen der Handbremse und dem Treten des…“

„… koste eine automatische Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit mindestens eine halb Million Euro pro Achse und sei derzeit für den deutschen Markt nicht in Serienreife zu…“

„… werde die Mehrheit der Bundesbürger sowieso irgendwann nur autonom fahrende Autos besitzen und sei gar nicht mehr auf eine eigene geistige Leistung angewiesen. Man könne sie jedoch nicht einseitig belohnen, da die Gnade der späten Geburt noch keine eigene…“

„… seien viel mehr SPD-Wähler als Mitglieder der Partei Falschparker. Es stehe für Dobrindt daher außer Frage, dass man Sozialdemokraten nicht im Straßenverkehr…“

„… hätten die ersten erfolgreichen Tests mit autonomen Fahrzeugen stattgefunden. In der Untersuchung habe das Bundesministerium dreißig stark alkoholisierte Schimpansen mit einem Sportwagen auf die Autobahn gelassen und sei sehr zufrieden über die…“

„… Warnungen von Forschern nicht ernst genommen habe. Die Kommission habe aus etwa hundert Fachärzten für Lungenheilkunde bestanden, die zufällig herausgefunden hätten, dass das Rauchen von bis zu fünfzig Zigaretten pro Tag die einzig wirksame Therapie gegen eine Krebserkrankung der oberen…“

„… das Automobil eine deutsche Erfindung sei. Scheuer lehne es ab, mit psychisch gestörten Technikhassern zu diskutieren, ob man die nationale Schande, einen Teil des eigenen Volkes auszuschließen von der…“

„… auf freiwilliger Basis eingeführt werden könnten. Eine Freiwilligkeit dürfe man aber erst ab dreißig jährlich erfolgenden Einladungen zum Fahrtest nicht mehr annehmen, wenn man die…“

„… laut Auto Bild zu schweren Unfällen mit den selbstfahrenden Wagen gekommen sei. Die Kontrollgruppe habe aus zehn CSU-Mitgliedern bestanden, denen man vor der Auffahrt bei Bad Reichenhall auf die A8 einen…“

„… dass Linksfaschisten grundsätzlich auch zu Straftaten mit Kraftfahrzeugen bereit seien. Dobrindt wolle sie daher so schnell wie möglich als Autofahrer aus dem…“

„… sich das Bundesverkehrsministerium noch in dieser Legislaturperiode damit beschäftigen werde, bezahlbare Flugtaxis für Senioren zum Standard im Freistaat Bayern zu…“





Hackedicht

5 02 2019

„… es um nicht weniger als die Identität der deutschen Rasse ginge, die aus Überlegenheit gegenüber minderwertigen Personen wie Negern und Arbeitslosen das Recht habe, volltrunken mit dem Auto zu fahren. Scheuer werde bis zum…“

„… überhaupt noch nicht geklärt sei, dass eine erheblich gesteigerte Blutalkoholkonzentration für tödliche Autounfälle verantwortlich sei. Zahlreiche Besucher des Oktoberfestes seien nach dem Genuss von sechs bis sieben Maß nicht in der Lage, den Motor zu starten und kämen damit nicht für eine…“

„… die Drogenbeauftragte der Bundesregierung nicht gefragt habe. Mortler sei einerseits eine Frau und andererseits CSU-Mitglied, was nach Scheuers Aussage die Grenze zur geistigen Behinderung mehr als deutlich…“

„… nationalen Widerstand leisten wolle. Der ADAC werde sich mit einer Aktion in den Fußgängerzonen solidarisch an der letzten Rettung von Deutschlands Autoverkehr…“

„… dürfe man in Deutschland erst mit 18 Jahren Alkohol konsumieren und ein Auto lenken. Scheuer sehe nicht ein, warum deutsche Bürger einerseits wie Erwachsene am Straßenverkehr teilnehmen und auf der anderen Seite als Unmündige nicht in den Genuss von…“

„… hätten Fachärzte nicht feststellen können, dass ihre Patienten unter dem Einfluss von Alkohol ihr Fahrverhalten verändern würden. Die drei vom Bundesverkehrsminister befragten Kinderärzte seien sich drin einig, dass dies ein ausreichender wissenschaftlicher Beweis für die…“

„… sei es für den Bundesverkehrsminister Pflicht eines jeden mündigen Bürgers, sich einer Alkoholkontrolle zu entziehen. Der Widerstand gegen die Terrorherrschaft der Gutmenschen sei notwendig, um den Wirtschaftsstandort nicht zu…“

„… schenke der ADAC Gratisproben von reinem Alkohol aus, um das Bewusstsein der Bürger für die nationale Notsituation zu wecken. Der Verein lege dabei großen Wert, dass nur, wer auch einen Führerschein Klasse B vorlegen könne, von den kostenfreien…“

„… gehöre Alkohol in Deutschland zur Ordnung, weshalb nach Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes gegen jeden, der es unternehme, diese Ordnung zu beseitigen, alle Deutschen das Recht hätten zum…“

„… die Messmethoden nicht einheitlich seien. So komme es in der EU zu unterschiedlichen Werten, die sich nachteilig auf deutsche Trinker im Straßenverkehr…“

„… auch andere Ursachen haben könne. Die Gefahr einer Ablenkung durch das Einstellen des Autoradios sei jenseits von 220 Stundenkilometern nicht zu unterschätzen und viel gefährlicher als die alkoholbedingten…“

„… in Pirmasens ein mehrfach wegen Trunkenheit im Verkehr vorbestrafter Angeklagter mit 3,5 Promille zum Gericht gefahren sei. Er habe laut Scheuer keine Strafe mehr zu erwarten, da er sich schon seit langem nicht mehr im Besitz einer gültigen…“

„… könnten sich internationale Mediziner nicht einigen, ob nicht vom Autofahren eine Gefahr für den Alkoholismus ausginge. Dieses müsse vorab in einer Studie geklärt werden, bevor die Regierung den weiteren Verlauf des…“

„… ein internes Papier der BILD beweise, dass das Projekt als ‚Volk-Saufstand‘ geplant worden sei und der ADAC Fördergelder des Bundeslandwirtschaftsministeriums erschlichen habe, um die deutschen Städte mit…“

„… eine reine Neiddebatte darstelle. Poschardt warne vor dem arbeitsscheuen Schmarotzerpack, das jährlich Milliardensummen vom Staat erhalte, um seinen anstrengungslosen Reichtum zu finanzieren, da diese Personen meist nicht in der Lage seien, sich anständige Alkoholika zu…“

„… den Richtervorbehalt bei der Entnahme einer Blutprobe wesentlich zu stärken. Scheuer schlage vor, zwischen der Feststellung des Verdachts der Fahruntüchtigkeit durch dreimal mindestens vier Polizisten im Abstand von jeweils drei Stunden und der Blutentnahme durch einen Arzt der Wahl eine Frist von zwei Tagen, die durch einen Richter eines anderen…“

„… dass es vor allem in den Ländern des Ostblocks ein totales Alkoholverbot gebe. Die CSU warne ausdrücklich vor einer Angleichung an dieses Politik, die den Sozialismus auch in der…“

„… sich nicht um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte handeln könne, da die Polizei in der Verfassung gar nicht als Organ der Exekutive erwähnt werde. Scheuer wisse als studierter Nichtjurist genau, dass dies staatsrechtlich absolut keine…“

„… es für einen richtigen Deutschen Freiheit bedeute, hackedicht mit seinem Porsche in eine Bande von Scheißrentnern reinzubrettern, die durch ihre Weigerung des börsenverträglichen Ablebens nur zur Destabilisierung der wirtschaftlichen…“

„… überraschend Werbeplakate an den Bundesautobahnen aufgestellt habe, auf denen Scheuer mit einem Bierglas für die Rettung des deutschen Regenwaldes…“





Herrenraser

24 01 2019

„… neben Steuererhöhungen auch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen in Erwägung ziehe. Dies werde sich positiv auf die Schadstoffbilanz und die Ziele der Klimapolitik sowie den…“

„… die ersten Rücktrittsforderungen erhoben würden. Scheuer sehe die Verkehrskommission als nicht kompetent, da sie weder persönliche Bekanntschaft mit der Autoindustrie besäßen noch durch finanzielle Verflechtungen mit…“

„… die Emissionen seit 1990 nicht habe senken können. Der Schadstoffausstoß sei nach wie vor auf einem so hohen Niveau, das man mit der CSU nicht in Verbindung bringen dürfe. Die Kommission sei deshalb nicht in der Lage, einen kostenneutralen…“

„… einen empfindlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstelle. Wendt weise darauf hin, dass die meisten Autofahrer überhaupt nicht anders als zu schnell fahren könnten, wodurch sich eine Vielzahl an Geschwindigkeitsübertretungen ergäben. Ein Tempolimit sei also nichts anderes als eine massenhafte Aufforderung zum Begehen von Straftaten, was die Polizei in Deutschland zu einem geballten Protest und juristischen…“

„… habe den Ausbau von Fahrradwegen im innerstädtischen Bereich strikt abgelehnt. Scheuer sehe hierin keinerlei Auswirkungen auf den internationalen Schwerlastverkehr, der als eigentliches Problem der…“

„… sei ein weiteres Zeichen für die Islamisierung der BRD GmbH. Da Muslime in ihrem Kulturkreis an die Transportgeschwindigkeit von Kamelen gewöhnt seien, sehe Gauland hier den Versuch, die Ausrottung der deutschen Identität auf den Autobahnen zu…“

„… notwendige Transformationsprozesse in der Autoindustrie anstoßen werde. Es müsse nur noch kommuniziert werden, dass die Elektromobilität mit 250 km/h weniger schwere Unfälle auf den…“

„… die Kampagne Das Volk will Gas geben gemeinsam mit anderen Rechtsextremisten zu führen. Lindner habe darauf hingewiesen, dass er zur Durchsetzung von Menschenrechten keine Parteigrenzen akzeptiere, sondern rein sachorientiert in den…“

„… inzwischen sehr enttäuscht seien. Der Vorstandssprecher der Volkswagen AG habe geäußert, die Branche könne es mittelfristig nicht mehr hinnehmen, dass die Gesetzgebung von der Bundesregierung komme und nicht wie gewohnt aus dem…“

„… eine genetische Veränderung stattgefunden habe, die es Deutschen nicht mehr erlaube, langsam zu fahren. Nach Sarrazins Berechnungen entstehe in weniger als 150.000 Jahren durch Fehlzüchtungen eine deutsch-ökologische Hybridrasse, die sich nicht mehr fortbewegen könne und darauf angewiesen sei, durch Migranten mit geringerem IQ transportiert zu werden, um ein geregeltes Leben in Deutschland zu…“

„… nicht daran liege, dass Flüchtlinge seltener ein Kraftfahrzeug oder einen Führerschein besäßen. Die geringere Anzahl von Asyltouristen unter den Verkehrsstraftätern sei für Weidel ein weiteres Indiz für die von Merkel verordnete Islamwerbung, die ungerechtfertigte Vorteile für rassefremde…“

„… lehne die FDP eine Ausweitung des Fußverkehrs ab, da hier keine Senkung des Schadstoffausstoßes zu erwarten sei. Jeden Fußgänger mit mobilen Messapparaturen auszustatten, wie es Grüne und andere christsoziale Verbotsparteien propagieren würden, sei eine Verschwendung von…“

„… deutscher Autofahrer durch rücksichtsloses Rasen viel schneller sozialverträglich verstürben. Durch die Verweigerung, verkehrsgefährdend auf deutschen Straßen zu fahren, würden Migranten die Sozialsysteme erheblich belasten. Ein umfassendes Remigrationsprogramm sei für Poggenburg die letzte Chance, die Herrenraser vor dem…“

„… schwere internationale Verwerfungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach sich zögen. Scheuer habe darauf hingewiesen, dass langsam fahrende Autos viel weniger Kraftstoff verbrauchen würden, was letztlich zu einem Erliegen der Erdölimporte führe. Dies könne auch zu einer Verschlechterung der Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien, Norwegen oder…“

„… nicht alles schlecht an Hitler gewesen sei. Höcke betone, der Führer habe die Autobahnen vor allem gebaut, um sie an ein Volk von Autofahrern, die ihre rücksichtsloseste Männlichkeit mit dem Gaspedal und der…“

„… müsse das aktuelle Tempo beibehalten werden, da die Deutsche Bahn AG nicht in der Lage sei, notwendige Bestandteile des Straßenverkehrs wie Stau oder Wanderbaustellen in ausreichendem Maße zu…“

„… die Daimler-Benz AG eine Organklage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt habe. Der Automobilkonzern sei sich seiner Bedeutung für die nationale Wirtschaft und die Stabilität des Staates durchaus bewusst und betrachte sich darum als Verfassungsorgan mit weitreichenden und für die Existenz der Bundesrepublik notwendigen…“

„… erwarte in dieser Sache konstruktive Vorschläge des Bundesverkehrsministers für eine möglichst schnelle und umfassende Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Scheuer sei laut Angaben in den vergangenen drei Wochen nicht im Ministerium gesehen worden, auch die CSU sei nicht informiert, wo er sich gerade…“





Pünktlichkeitsanpassung

10 01 2019

„Also wenn Sie zweimal, das heißt, eigentlich sind es viermal, aber Sie müssen teilweise auch nur auf demselben Gleis umsteigen, einmal in ein anderes Geschoss, aber da haben Sie einen Fahrstuhl, das sind sieben Minuten bis, lassen Sie mich mal gucken, nein, sechs Minuten. Aber der Zug aus Leipzig kommt sowieso immer mindestens eine halbe Stunde zu spät, deshalb sehen wir das easy.

Sicher arbeiten wir noch wirtschaftlich, darum erhöhen wir ja auch regelmäßig die Preise, weil wir sonst nicht mehr wirtschaftlich arbeiten würden. Das ist Marktwirtschaft, und daran müssen wir uns als privatisiertes Unternehmen halten. Außerdem werden wir immer moderner, kundenfreundlicher und umweltbewusster, zumindest nimmt es nicht so ab, dass Sie es merken würden, und wir entwickeln für unsere Dienstleistung ein Problembewusstsein. Eines unserer Probleme ist, dass wir diese ganzen Züge fahren lassen. Und dann haben wir ja auch noch den Güterverkehr und das Schienennetz, und dann auch noch den Bundesverkehrsminister. Sie sehen, so einfach, wie das aussieht, ist es nicht.

Diese Vollkaskomentalität bei den Deutschen, das ist doch das Schlimme. Wir machen schon seit Jahren Reklame: Urlaub von der ersten Minute an. Sie wollen, sagen wir mal, nach Indien, da ist Zugfahren eine echte körperliche Herausforderung, wild, gefährlich, jeden Moment kann sich eine Katastrophe ereignen, die das ganze Leben auf den Kopf stellt oder sogar beendet – und da wollen Sie möglichst im Schlafwagen hin? Ich bitte Sie! Da kriegen Sie doch bei der Deutschen Bahn AG mehr geboten. Sie betreten den Zug, bis zum letzten Augenblick waren Sie sich nicht sicher, ob er einfährt, und wenn, auf welchem Gleis, dann die Wagenreihenfolge, und wenn Sie richtig Glück haben, hat jemand Ihre Sitzplatzreservierung zur Kenntnis genommen. Aber da hört’s ja noch nicht auf, jetzt kommen die Pünktlichkeitsanpassungen des laufenden Verkehrs! Da stehen Sie volle dreißig Minuten auf freier Strecke irgendwo vor Bebra mit rotem Einfahrtsignal und beißen sich die Nägel ab, weil Sie den Anschlusszug nicht mehr kriegen, und dann ist der Flieger weg. Das nenne ich mal echten Nervenkitzel!

Und was wir Ihnen an Entertainment bieten, das ist ja der nackte Wahnsinn. Wenn Sie so entspannt durch die Ebene gleiten, versuchen Sie mal, sich nur auf die Baustellen zu konzentrieren. Spätestens nach der zehnten Baustelle nehmen Sie Details wahr, das hätten Sie vorher nie gesehen. Sie sehen die Landschaft mit ganz anderen Augen. Ist ja auch logisch, wir fahren da halt etwas langsamer, damit Sie mehr von der Sache haben, aber darum geht’s ja im Moment gar nicht. Wir sind hier für Sie tätig, und das dürfen Sie ganz direkt miterleben. Sie brauchen nicht mal zu halten wie auf der Autobahn, wir machen auch das für Sie als Fahrgast. Haben Sie diesen Luxus schon mal im Flugzeug erlebt?

Also Fahrradmitnahme können Sie im Flieger schon mal knicken. Macht keiner, da bin ich mir absolut sicher. Als Handgepäck schon gleich gar nicht, mal ganz abgesehen von den Kosten. Sie können Ihr Fahrrad im Kofferraum transportieren, da haben Sie recht, aber mal ehrlich, dann müssten Sie ja auch noch Ihr Auto mitnehmen, oder wie stellen Sie sich das vor. Ich muss schon sagen, Ihre Vorstellungen von Komfort sind recht individuell.

Unsere Verspätungsdefinition ist ja gleichzeitig an der Pünktlichkeit ausgerichtet, wir sind ein ganz transparentes Unternehmen, das können Sie uns glauben – das sind nicht ganz drei Viertel der Züge, die absolut pünktlich waren, das heißt mit nur sechs Minuten Verspätung. Dass wir unseren Kunden damit täglich mit einer Chance von über 25% sechs Minuten Zeit schenken, die Sie gratis im Zug verbringen können oder auf einem unserer vielen Bahnhöfe, das wird ja in der Öffentlichkeit gar nicht mehr gewürdigt! Sechs Minuten, das ist eine zehntel Stunde, das müssen Sie sich mal ausrechnen und auf der Zunge zergehen lassen – gibt Ihre Bank Ihnen etwa zehn Prozent Rendite?

Wenn die Rheinschiffer im letzten Jahr durch die extreme Hitzeentwicklung keinen Treibstoff an die Tankstellen bringen können, sieht das jeder ein, aber wenn die Deutsche Bahn durch unerwartete Temperaturschwankungen in Schwierigkeiten gerät, dann wird das gleich zur nationalen Katastrophe hochstilisiert. So eine Klimaanlage ist ein fragiles Gebilde, und das gilt auch für Weichenheizungen. Das ist komplizierter als zum Beispiel eine Frau, das können Sie mir glauben.

Ich möchte mal wissen, warum sich alle über die Fahrkartenautomaten aufregen, es gibt doch kaum noch welche. Das ist der Trend, dass wir uns jetzt auch digital um unsere Kunden kümmern, das heißt, Sie können Ihre Fahrkarten ganz bequem auf dem Smartphone buchen, nur das Bezahlen ist noch nicht so ganz gelöst, aber das kriegen wir auch irgendwie in den Griff. Selbstverständlich können Sie Ihre Fahrkarten wie bisher in den Reisezentren lösen, da bringen Sie ein bisschen mehr Zeit mit, es ist sehr gemütlich, jedenfalls treffen sie da immer mal wieder nette Leute, und da können Sie bis auf Weiteres auch mit Bargeld zahlen. Nein, ich weiß, dass man das nicht an den üblichen Haltepunkten tun kann, das geht ja nicht einmal in den meisten Kleinstädten. Das ist so mit der Digitalisierung, das geschieht zuerst in den großen Städten. Aber Sie können ja jederzeit ins Reisezentrum fahren. Zum Beispiel mit der Deutschen Bahn!“