Frustrationslevel

22 10 2020

„… einer erheblichen Belastung durch die aktuelle politische Entwicklung ausgesetzt sein könnte. Meuthen sehe die AfD in den östlichen Ländern als kaum noch…“

„… es in Sachsen und Thüringen Bürger gebe, die offen zugeben würden, gerne in Deutschland zu leben, und keine Absicht hätten, die Bundesrepublik zu verlassen. Für Höcke sei diese Zufriedenheit mit dem von der jüdisch gekauften Untergangskanzlerin regierten Umvolkungsstaat Verrat an der Rasse, der mit entschiedenstem Widerstand gegen die…“

„… dass die Landtagsfraktionen größtenteils aus überschuldeten Drogenkonsumenten bestünden, die für reguläre Parlamentsarbeit nicht zur Verfügung stehen würden. Gauland habe besonders in Sachsen eine Verschwörung gewittert, dass demokratisch gesonnene Volkszersetzer des linksextremen CDU-Flügels durch absichtliche Einhaltung von Regeln und Gesetzen die AfD in Verruf zu bringen planten, um sich bei Wahlen absichtlich davon zum…“

„… mehr öffentlichkeitswirksame Aktionen im Rahmen der Nachwuchsarbeit vorschlage. Weidel habe etwa eine gemeinsame Diskussionsrunde für interessierte Bürger mit anschließendem Anschlag auf ein Asylbewerberheim vorgeschlagen, um die Tatkraft der Partei auch auf regionaler Ebene zu…“

„… auf die Abgeordneten ausgeübt habe. Da die Umfragen einen starken Rückgang der Zustimmung für die Partei prognostizieren würden, drohen vielen von ihnen ein Leben auf dem Arbeitsmarkt. Sie seien wieder auf ALG II angewiesen und könnten nur durch freiwillige Zuwendungen aus Russland oder Österreich vor einem…“

„… Steuererhöhungen für Geringverdiener der einfachste Weg seien, um die Frustration in der Mitte der Bevölkerung zu verankern. Meuthen wolle diese Kernforderung im Wahlkampf noch weiter ausführen, um eine Verelendung breiter Massen zu befördern, die eine Rückbindung an die nationalsozialistischen Kräfte der…“

„… nicht sicher, ob es der Partei gelinge, neue internationale Konflikte zu schüren. Gauland habe keine gesicherten Erkenntnisse, dass eine erneute Flüchtlingswelle pünktlich zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern Auftrieb für den…“

„… der Themenkomplex COVID-19 noch zu wenig koordiniert werde. Die Bundestagsfraktion wolle durch einen genauen Zeitplan festlegen, wer wann in welchem Bundesland die Aussetzung, Lockerung oder Verschärfung der Maßnahmen vor welchem Parlament fordern dürfe, um die Meinung des Volkes rechtzeitig vor dem…“

„… sich ungewohnt selbstkritisch zeige. Weidel habe die Herauslösung Deutschlands aus der EU zu lange nicht als wichtiges politisches Thema gesehen und dabei vernachlässigt, dass sich damit globale Vernetzung statt nationaler Kampfbereitschaft ausbreite. Um den notwendigen ökonomischen und sozialen Zusammenbruch zu ermöglichen, müsse dieses Land so schnell wie möglich einen…“

„… die gezielt für Migranten und Flüchtlinge geplanten Maßnahmen der Bundesregierung wie ein Infektionsschutz gegen die AfD wirken würden. Chrupalla habe zur gezielten Durchseuchung des Volkes aufzurufen, um endlich einen nationalen…“

„… die wirtschaftlichen Folgen der Krise nicht ausreichen würden, um die Bundesrepublik bis zu den Wahlen zu zerstören. Meuthen rufe daher zur konzertierten Durchführung von Brandanschlägen auf deutsches Eigentum auf, um das Volk von der Notlage und den katastrophalen Zuständen im…“

„… dürften Prognosen nicht zu parteiinternen Verwerfungen führen. Möglicherweise würde die offene Diskriminierung ostdeutscher Mitglieder für ein Frustrationslevel sorgen, das in gewaltsamen Aktionen gegen linke und ausländische…“

„… einen Zwei-Fronten-Krieg gegen das deutsche Volk führen müsse. Da inzwischen etwa zwanzig Prozent der deutschen Ärzte und Pfleger einen Migrationshintergrund hätten, fordere von Storch zunächst flächendeckende Gewaltverbrechen gegen unerwünschtes medizinisches Personal, um dann im zweiten Schritt die von der Pandemie schwer getroffenen…“

„… ob der Verfassungsschutz als ausführendes Organ geeignet sei, die Stimmung in Sachsen so weit zu verschlechtern, dass bürgerkriegsähnliche Zustände als ganz normal angesehen würden. Die zuständigen Beamten hätten dies als organisatorisch sehr schwierig bezeichnet, da sie sowohl Mitglieder der AfD als auch aus dem Osten seien und daher keine geheimdienstlichen Möglichkeiten eines…“

„… die Querdenker-Demonstranten nicht alle mit illegalen Schusswaffen ausrüsten könne. Der Landesverband Sachsen müsse noch für mehrere Dutzend Privatinsolvenzen bei Abgeordneten der Landtagsfraktion aufkommen und habe erhebliche Schulden bei tschetschenischen…“

„… dass erhebliche Gelder von ausländischen Großspendern gesammelt worden seien. Sarrazin habe aber noch nicht zugesagt, Spitzenkandidat in einem ostdeutschen…“

„… bis auf Weiteres nur durch symbolische Akte des Ungehorsams auf sich aufmerksam machen wollten. Allerdings sei nicht klar geworden, wie die Verweigerung von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln für einen Wahlsieg der…“

„… gebe es nicht ausreichend Posten für die nach der Wahl ausgeschiedenen Mitglieder. Weidel lasse bereits prüfen, ob die auf sie abgeschlossenen Lebensversicherungen auch im Falle mehrerer Kapitalverbrechen die vollen Summen an die…“





Beherbergungsverbot

20 10 2020

Vier Minuten nach zehn klingelte es. Er war spät, aber ich wollte mich nicht gleich am ersten Tag ärgern. Ich schloss die Wohnungstür und stieg die Treppe hinab, wo er mich empfing. „Kurzbein“, sagte er junge Mann mit einer kleinen Verbeugung und reichte mir sofort die Hand. „Ick wer nu Ihr Fremdenführa, wa!“

Natürlich hatte ich nicht seine Hand geschüttelt, dies war ja schließlich eine Maßnahme gegen die Ausbreitung der Pandemie. „Denn kommense ma“, lud er mich ein. Der Tag war etwas neblig, aber für die Jahreszeit angenehm hell. „Ick schlahre vor, wir jehn nu ersma nachn Hafen.“ Und so folgte ich ihm, wie er gemächlich die Straße hinab vor mir herging, den interessierten Blick links und rechts, ob es nicht etwas zu entdecken gab. Auf der anderen Seite hob Doktor Klengel grüßend seinen Spazierstock in die Luft und nickte herüber. „Det is die Kirche äääh… Sankt Borumil.“ „Bonifatius“, korrigierte ich, und ich musste es wissen. „Det neujotische Jebäude war im fuffzehnten Jahrhundat von Paul Göthe…“ „Der Mann hieß Jöhte“, warf ich ein, „bis auf das Jahrhundert ist der Rest richtig.“ „Jut“, murmelte Herr Kurzbein. „Det wer’ck ma merken.“ Ich runzelte leicht die Stirn. „Sie kommen wohl nicht von hier?“ Er lächelte erfreut. „Hört man det?“

Ab hier verlief der Weg ein bisschen holprig. An der Hauptpost konnte ich meinen Führer gerade eben noch davon abhalten, links in die Kaiserstraße abzubiegen. „Zum Hafen müssen wir natürlich hier lang“, bestimmte ich. „Jut“, antwortete Kurzbein. „Det wissense ehm bessa, wa!“ Es fing allerdings doch an zu nieseln, und so aufregend war der Hafen auch nicht, zumindest nicht, wenn man nur einen Steinwurf entfernt wohnt. Also beschloss ich, den Tag in meinem Feriendomizil zu verbringen. „Hier ist die Garderobe“, erklärte ich dem Guide, „wenn Sie sich frisch machen wollen, es hängt ein gelbes Handtuch für Gäste an der Tür.“ „Nee“, antwortete Kurzbein. „Ick bin ja keena.“

Auf dem Couchtisch lagen wie geplant ein paar alte Zeitschriften – sonst hätten mich Fischfang und Motorräder nicht so interessiert, aber im Urlaub war das etwas anderes. „Ick wer nu det Bett machen“, teilte mir Herr Kurzbein mit. „Dürft ick Ihn ooch ’n Heißjetränk ßubereitn?“ „Das ist sehr aufmerksam“, sagte ich, „einen Kaffee nehme ich gerne.“ „Is jut.“ Das Wetter verschlechterte sich zusehends, daher schloss ich das Fenster; normalerweise hätte ich das Personal dafür bemüht, aber man hat ja nun einmal so viel Zeit. „Sahrense ma“, ließ sich Kurzbein aus der Küche vernehmen, „wo hamse eijentlich den Vollautomatn vasteckt?“ „Im linken oberen Schrank finden Sie die Dose mit dem Kaffee, Filterpapier sowie die Mühle“, instruierte ich ihn. „Rechts ist der Filter, und den Wasserkocher sehen Sie ja.“ Er kratzte sich am Kopf. „Jut, denn wer’ck Ihnen ma so’n Kaffee kochen. A nich, det Se meckern dhun, det is keen Matschato.“ „Lassen Sie mal“, beruhigte ich ihn. „Ich bin das so gewohnt.“

Es dauerte eine halbe Stunde, bevor ich einen lauwarmen Kaffee serviert bekam. „Das ist schon mal sehr schön“, lobte ich. „Machen Sie das doch gleich noch einmal.“ Kurzbein runzelte die Stirn. „Det is nich inbejriffn“, murrte er. „Ick bin nua Faktotum, a det is ja nu keen Hausanjestallta.“ Jetzt wurde es mir aber doch zu bunt. „Herr Kurzbein“, begann ich, „dies ist ja nun einmal Teil eines großen Experiments – einer Urlaubssimulation, bei der die Gäste davon profitieren, dass die Hotelangestellten ihre Dienste vor Ort anbieten.“ Er lauschte stumm und misstrauisch. „Würde ich diesen Urlaub nicht buchen, hätten Sie auch keine Möglichkeit, Ihren Service direkt am Kunden auszuüben.“ „Det sahren Sie“, grummelte er. „Det Beherberjungsvabot, det hamse ausjedacht, damit det billija wird, wa!“ Das war harter Tobak. Oder sollte er am Ende recht haben und das alles war nur eine ausgeklügelte List der Tourismusindustrie, um Kosten zu sparen? „Jenau jenomm dürft ick Ihn jah nich uffnehm.“ Das verstand ich nicht. „Ick komm ja direktemang ausn Risikojebiet“, erläuterte er. „Da dürft ick Ihn jar keen Zujang jewährn, vastehnse?“

Es klingelte; Herr Kurzbein öffnete die Tür und nahm eine monströse Kühltasche entgegen, deren Inhalt er im Kühlschrank verstaute. Es handelte sich um je drei abgepackte Portionen eines Fertigmenüs, die im Wasserband erhitzt werden konnten. Auf dem Küchentisch lag eine geschmackvoll gestaltete Karte, die ich von nun an drei Tage lang bekommen sollte, um mir ein Abendessen auszuwählen. „wenn det nich passen dhut“, informierte mich Kurzbein, „denn könnwa ooch Pizza komm lassn.“ Das musste man dem Reiseanbieter zugestehen, er setzte auf regionales Kolorit und Kundenfreundlichkeit. Ich sah schon, ich würde mich in diesen drei Tagen wie zu Hause fühlen.

„Ick wer denn soweit.“ Mein Gastgeber hatte sich bereits angezogen und war drauf und dran, mich für den Rest des angebrochenen Tages mir selbst zu überlassen. „Die Örtlichkeitn kennse ja, im Kühlschrank ha’ck Ihn Bier rinjestellt, wennse noch Wunsch hättn, Zimmaßörwiss is innahalb von ßwee Stundn da.“ „Das hört sich gut an“, teilte ich ihm mit. „Bringen Sie bitte morgen noch ein paar von diesen Zeitschriften mit, die hier werde ich wohl heute ausgelesen haben.“ Herr Kurzbein verbeugte sich und ging, nicht ohne das Formular ausgefüllt und unterzeichnet zu haben, dass er allen vertraglichen Pflichten nachgekommen sei. Ratlos blieb ich zurück. Warum beschwerten sich so viele Menschen, dass sie nicht in die Ferne würden reisen können, wo es doch zu Hause auch schön ist?





Ponyhof

19 10 2020

„Autos!“ „Nein, Energie!“ „Autos!“ „Energie!“ „Warum denn immer nur irgendwas mit Autos?“ „Weil es nichts mit Corona zu tun hat.“ „Dann kann man ja auch mal einen Energiegipfel…“ „Ich will aber Autos!“

„So, dann haben wir ja alle mal unsere Meinung gesagt und können uns auf die wesentlichen Fragen der Bundespolitik fokussieren.“ „Autos!“ „Jetzt ist aber mal gut!“ „Sie sind ja schlimmer als Corona!“ „Das würde ich jetzt nicht sagen, das Thema geht uns alle an.“ „Haben wir nicht irgendwann kurz vor Weihnachten noch ein Klimatreffen?“ „Ja, aber das ist völlig informell.“ „Da wird nichts beschlossen.“ „Also wie immer.“ „Vielleicht könnten wir bei dem Termin mal die…“ „Nein!“ „Wäre ein allgemeiner Wirtschaftsgipfel in diesem Jahr noch machbar?“ „Kommt immer darauf an, was Sie unter allgemein verstehen und was unter Wirtschaft.“ „Da er aus Nordrhein-Westfalen kommt, sind das Küchenbauer und Autohändler.“ „Sage ich doch, Autos!“ „Die werden sich mit Sicherheit nicht für einen neuen Gipfel erwärmen können.“ „Es sei denn, sie wollen noch mal Kohle.“

„Und wenn wir den Klimagipfel…“ „Es war mehr so als ergebnisoffenes Gespräch gedacht.“ „Dann eben das Klimagespräch, das könnte man doch mit erneuerbaren Energien oder…“ „Autos!“ „Jetzt halten Sie doch endlich den Rand!“ „Jeder zehnte Arbeitsplatz hängt an der Autoindustrie!“ „Wir haben es auch geschafft, ohne Postkutschen und Schreibmaschinen zu überleben.“ „Das kann man doch so gar nicht vergleichen!“ „Wenn Sie das unbedingt so wollen, dann machen Sie doch einen Jobgipfel.“ „Wieso Jobgipfel?“ „Sie wollen doch in den nächsten Jahren viele neue Arbeitsplätze in der Elektromobilität schaffen, oder?“ „Wann haben wir das denn gesagt?“ „Er will nur wieder Geld.“ „Das stimmt so nicht, wir wollten mal über Feinstaub sprechen und Luftverschmutzung.“ „Was ist denn in Sie gefahren!?“ „Vielleicht könnte man das ja mit ein paar neuen Gesetzen legalisieren, dann müsste man nicht immer neue Software…“ „Sie haben ja einen Knall!“ „Ernsthaft, das klingt so bekloppt, da können wir ja gleich mit den Umweltfuzzis reden!“

„Irgendwas mit Ernährung?“ „Das wollen Sie gar nicht wissen.“ „Man könnte im Ministerium mal nachfragen, wie weit die Beschlussvorlagen für eine bundesweite…“ „Das wollen Sie nicht wissen, klar!?“ „Aber…“ „Seien Sie froh, wenn Sie sich mit dem Mist nicht beschäftigen müssen.“

„Aber ein Verkehrsgipfel könnte in der aktuellen Lage, in der wir uns befinden…“ „Okay.“ „Immer vorausgesetzt, die Lufthansa geht und nicht auf die Nerven.“ „So viel Geld, wie die wollen, haben wir gar nicht.“ „Wozu dann ein Gipfel?“ „Wir haben ja auch noch die Bahn.“ „Jetzt, wo Sie es sagen…“ „Und Autos!“ „Heilige Scheiße, wenn ich das Wort noch einmal höre, dann…“ „Der Kollege wird sich ab sofort zurückhalten, ansonsten müssten wir über seinen Verbleib in diesem Gremium noch mal ein ernstes Wort reden.“ „Pah, ich sitze hier, weil das die Kanzlerin so will!“ „Da hat er leider recht.“

„Pferde.“ „Wie bitte?“ „Naja, Pferde halt. Ein Pferdegipfel.“ „Was soll das denn werden?“ „Das hat was zu tun mit Natur und Landwirtschaft und irgendwie auch mit Verkehr, und das gibt schöne Bilder.“ „Kommt immer darauf an, wen man da aufs Ross hievt.“ „Wenn ich mir da den einen oder anderen Ministerpräsidenten vorstelle…“ „Hören Sie auf, das ist ekelhaft!“ „Aber jetzt warten Sie mal, so dumm ist das doch gar nicht.“ „Zumindest kann man mit dem Thema die Konservativen sehr gut ansprechen.“ „Reiten hat so etwas Heimatliches und Beruhigendes.“ „Sie waren offenbar auch lange nicht mehr auf dem Ponyhof.“ „Das ist doch mal ein schöner Vergleich!“ „Außerdem ist das eine der deutschen Spitzensportarten.“ „Und wenn Sie die Ernährung noch mit dazunehmen wollen, können Sie ja etwas über Lasagne erzählen.“ „Sehr witzig.“ „Sehen Sie, das Thema ist vielseitig.“

„Entschuldigen Sie mal, wir verplempern doch nicht unsere Zeit mit Pferden und Reiterei, während es so viele heiße Eisen…“ „Ha!“ „Ja, ich habe das vom falschen Ende her aufgezäumt und…“ „Ich wusste es, Sie finden die Idee auch gut.“ „Es gibt so viele wichtige Themen, die man an dieser Stelle mit den Betroffenen, der Politik, der Wirtschaft endlich mal besprechen müsste.“ „Wie viele Pflegegipfel hatten wir noch mal in diesem Jahr?“ „Meine Güte, jetzt nerven Sie nicht herum, Sie sind ja schlimmer als die Autolobby!“ „Ach, und der darf das sagen!?“ „Halten Sie endlich die Fresse!“ „Pferde kann man sicher auch therapeutisch einsetzen.“ „Und als neue Energiequelle im ökologischen Landbau.“ „Weil sich in der Landwirtschaft nach der Pandemie auch viel ändern wird.“ „Und es ist ein gutes Thema für den gehobenen Mittelstand, der nach einer neuen Investitionsmöglichkeit sucht.“ „Was soll das denn jetzt schon wieder?“ „Solange wir nicht wissen, wer der nächste Bundeskanzler wird, muss man flexibel bleiben.“

„Gut, dann müssen wir die Spitzen aus Politik und Wirtschaft für unser Anliegen gewinnen.“ „Und möglichst noch ein paar Sozialverbände.“ „Bitte die Gewerkschaften nicht vergessen.“ „Es wird ja von der Polizei so viel geredet, die müsste man auch an die lange Leine…“ „Was?“ „Was!?“ „Wobei die Arbeitgeberverbände auch dabei sein müssten.“ „Schon wegen der Gewerkschaften.“ „Die Kirchen natürlich ebenfalls.“ „Und der Einzelhandel.“ „Die Küchenbauer!“ „Meine Güte, was ist das wieder für ein elender Mist – rufen Sie bis morgen mal bei den Konzernchefs an, einen Autogipfel kriegen wir dies Jahr irgendwie noch unter.“





Die Gewehre der Frau Carrar

18 10 2020

Kaum weiß man noch, wie es im Kriege war.
Wer damals lebte, zog so manche Lehre.
Schon schielen sie aufs Geld und auf Gewehre –
entschuldigt ist der Handel, sittlich gar.

Doch heute wähnt man sich ja schon im Krieg,
wenn andere den Rang dem Land ablaufen
und mehr Gewehre als man selbst verkaufen.
Man hilft sich gern daran vorbei zum Sieg.





HKNKRZ

13 10 2020

„… endlich Rechtssicherheit herrsche. Mit dem neuen Hakenkreuzverbotsgesetz habe Seehofer ein wichtiges Instrument zur Vermeidung des…“

„… bereits nach §86a StGB in Deutschland verboten sei. Die vom Innenminister inszenierte Symbolgesetzgebung sei für die SPD wieder ein deutlicher Beweis, dass die nächste Regierung nicht wieder mit der…“

„… bisher noch keine Statistik vorliege. Das Bundesamt für Verfassungsschutz werde aber so schnell wie möglich untersuchen, ob es mehr oder weniger Hakenkreuzfahnen bei öffentlichen Kundgebungen, Parteitagen oder anderen…“

„… aus formaljuristischen Gründen nicht mehr zu halten sei. Bisher würden antifaschistische Darstellungen durchgestrichener Hakenkreuze nicht als verfassungsfeindlich gewertet und seien damit als Ausdruck einer politischen Meinung legitimiert. Angesichts eines generellen Verbots müsse man diese Rechtspraxis nun aber überdenken, um keine missverständlichen…“

„… habe Seehofer in Aussicht gestellt, auch linksradikale Symbole wie beispielsweise Hammer und Sichel zu untersagen, wenn diese geeignet wären, die notwendige Neutralität im…“

„… Verfassungsbeschwerde angekündigt habe. Höcke sehe gemäß Gesetzestext nur die politische Verwendung inkriminiert, die AfD allerdings werde das Hakenkreuz künftig mit Stolz als Zeichen der rassischen Überlegenheit der blutsdeutschen Volksgemeinschaft über die…“

„… komme es jedoch zu Schwierigkeiten mit dem Datenschutz, da Verstöße gegen das Gesetz immer wieder bei der Polizei gemeldet würden. Es seien allerdings auch Beamte mit den Anzeigen befasst, die selbst in ihren Dienststellen mehrere…“

„… für Strafrechtsexperten noch keine richtige Strafanzeige ersetze. So werde eine Meldung in der Kriminalstatistik nicht aufgenommen, was sich in einer stark verringerten Anzahl an Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund niederschlage. Für Seehofer sei dies ein klarer Beweis, dass es gar nicht so viele rechtsradikale Straftaten gebe, wie in der linken Lügenpresse bisher…“

„… explizit das auf den Nationalsozialismus bezogene Hakenkreuz verboten worden sei. Das im Falle einer Demonstration in Dresden verwendete Symbol sei allerdings in rot auf blau-weißem Grund sowie spiegelverkehrt abgedruckt worden und dürfe deshalb nach Entscheidung der Staatsanwaltschaft überhaupt nicht als…“

„… werde die AfD nicht eher ruhen, als das Bundesverfassungsgericht alle deutschfeindlichen Hasssymbole aus dem Land entfernt habe. Auch das Kruzifix als Bestandteil einer semitischen Wüstenreligion müsse umgehen aus sämtlichen…“

„… nur bei öffentlichen Anlässen verboten sei. Es habe mehrfach Anzeigen wegen privat gebrauchter Bilder und Fahnen gegeben, die nach Ansicht des Bundeskriminalamts jedoch nicht vom Hakenkreuzverbotsgesetz betroffen seien. Diese müssten über eine herkömmliche Anzeige bei…“

„… sei derzeit keine Ausweitung auf andere nationalsozialistische Symbole wie 88 oder HKNKRZ geplant. Der Verfassungsschutz betrachte es als äußerst kritisch und nicht rechtssicher, einzelne Zahlen wegen eines möglicherweise zu unterstellenden politischen Zusammenhangs zu einer willkürlich…“

„… seien Polizeidienststellen sowie Wohnungen von Polizeibeamten ausdrücklich als besonders geschützte Bereiche vom Hakenkreuzverbotsgesetz ausgenommen. Seehofer lehne alles ab, was einen Generalverdacht gegenüber den…“

„… den Vertrauensschutz verletzt habe. Die WerteUnion stehe vor einem längeren Prozess des Imagewandels und habe dazu eine Designagentur mit der optischen Neugestaltung ihres öffentlichen Auftritts beauftragt. Dies dürfe nicht durch ein nachträglich verabschiedetes Gesetz zur…“

„… dass hakenkreuzähnliche Ornamente in chinesischen Restaurants zerstört werden könnten. Die Polizei werde solche Ermittlungen sehr sensibel führen, da die Betreiber dieser Gaststätten als sehr gut integrierte Bürger und…“

„… rate das Bundesministerium des Innern, Hakenkreuzschmierereien an Wohnhäusern oder öffentlichen Gebäuden zu melden, da sie auf diese Weise nicht mehr als Strafanzeige gegen Unbekannt in die Kriminalstatistik aufgenommen werden müssten. Weitere Untersuchungen gegen rechte Symbole werde daher nicht mehr…“

„… werde im Innenministerium inzwischen sehr intensiv geprüft, ob hier eine verfassungswidrige Einschränkung der Meinungsfreiheit vorliege. Es sei außerdem nicht auszuschließen, dass viele in Wirklichkeit linksextremistische Personen sich absichtlich mit Hakenkreuzen ertappen lassen würden, um durch eine gezielte Verzerrung der Statistik den Eindruck einer rechten…“

„… bei Tätowierungen nicht einschreiten könne. Ein Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus sei außerdem nur dann zu sehen, wenn die Bilder vor 1945 in den…“

„… zum Beispiel Hitlerbilder wegen eines darauf angebrachten Hakenkreuzes nicht aus dem Verkehr ziehen dürfe, da es sich bei den Fotografien um historisches Material handle. Ob ein einfaches Hakenkreuz durch das Anbringen eines Hitlerbildes allerdings im Umkehrschluss zu einer legalen…“





Echte Knaller

12 10 2020

„Sie haben das noch nicht so ganz verstanden.“ „Der Wirtschaftsminister hat aber auch gesagt, dass das für den Standort Deutschland eine sehr…“ „Ja, der Wirtschaftsminister.“ „Der redet viel, wenn der Tag lang ist.“ „Und mal ehrlich, dieses 5G braucht heute schon kein Mensch.“ „Von den Kosten mal ganz abgesehen.“

„Und warum steht dann autonomes Fahren als Technologieziel im Entwurf für den neuen Koalitionsvertrag?“ „Deutschland muss halt auch in die Zukunftsfähigkeit investieren.“ „Wir werden von den anderen Industrienationen abgehängt, wenn wir nicht mithalten wollen.“ „Stellen Sie sich mal vor, wir bauen hier Elektroautos, aber wir haben keine technische Infrastruktur, um die bei uns auch fahren zu lassen.“ „Wie peinlich wäre das.“ „Aber echt!“ „Deshalb brauchen wir ja auch schnelles Internet.“ „Aber doch nicht an jeder Milchkanne!“ „Jetzt übertreiben Sie mal nicht, so viele Fabriken wird der Musk da auch nicht in die Gegend bauen.“ „Und für die eine reicht erst mal ein vernünftiges WLAN.“ „Muss ja kein deutsches sein.“ „Wäre auf Dauer vielleicht auch zu fehleranfällig.“ „Von den Kosten mal ganz abgesehen.“ „Und wie sollen die Autos hier autonom fahren, wenn wir weiterhin diese beschissene Netzabdeckung haben?“ „Also ich kann mich nicht beklagen, mein Netz ist ganz okay.“ „Sie sind maximal in der Berliner Innenstadt unterwegs.“ „Wo erwarten Sie denn sonst autonom fahrende Autos?“

„Es gibt eben auch andere Industriezweige, und die müssen auch produzieren können.“ „Das ist ja auch gut und schön, aber das ist alles so 1999.“ „Wir sind im 21. Jahrhundert, schon gemerkt?“ „Da brauchen wir Innovationen.“ „Technologische Trends und neue Ideen.“ „Auch für die Börse.“ „Und warum verbessern wir dann nicht unsere IT-Struktur und digitalisieren die Prozesse, die diese Ideen vorantreiben?“ „Mann, begreifen Sie es doch endlich: es geht um Wählerstimmen!“ „Da kann man nicht damit protzen, dass die Leute sich ihr Arbeitslosengeld jetzt per Mail bestellen können.“ „Das geht doch jetzt auch schon?“ „Meinen Sie, das interessiert einen Leistungsträger?“ „Da brauchen wir Visionen!“ „Konzepte!“ „Echte Knaller!“ „Wie wäre es denn dann mit kostenlosen Tablets für alle Schüler, Studenten und…“ „Das ist kein Konzept.“ „Und eine Vision schon gar nicht.“ „Ein enormer Schub für die Bildung, damit wir endlich die Ziele verwirklichen können, die die Politik schon seit Jahren als Lösung für den…“ „Damit wir dann lauter Informatiker haben, und keine Sau wird mehr Klempner?“ „Sie haben ja lustige Vorstellungen von Bildung, Sie Traumtänzer!“ „Von den Kosten mal ganz abgesehen.“ „Wenn man für etwas Steuern erhöhen muss, kann man es gleich vergessen.“ „Aha, dann lassen Sie uns über Pflege reden.“

„Gucken Sie sich mal das Raumfahrtprogramm vom Söder an.“ „Das ist doch jetzt nicht Ihr Ernst!“ „Seiner war’s ja auch nicht.“ „Weiß man’s?“ „Im Gegensatz zu Stoiber schon.“ „Der war aber davon ausgegangen, dass man einen Zug zum Flughafen schicken kann.“ „Heutige CSU-Minister kriegen keine Züge mehr hin.“ „Dafür aber auch keine Flughäfen.“ „Stimmt auch wieder.“ „Jedenfalls ist so ein Plan wenigstens ambitioniert.“ „Dann könnte man auch jedem Bürger ein bedingungsloses Grundeinkommen versprechen.“ „Das ließe sich sogar finanzieren.“ „Das verspricht aber nicht so viel Prestige.“ „Und das Volk würde auch nicht so jubeln.“ „Wenn man Söder zum Mond schießt?“

„Wir können da nicht irgendwas in den Vertrag reinschreiben, das sehen Sie doch hoffentlich ein.“ „Sonst könnten wir die größte Solarenergiebranche der Welt ankündigen.“ „Das würde kein normaler Mensch der Wirtschaft zumuten.“ „Außerdem ist die Solarenergie schon erfunden.“ „Die Chinesen schaffen das auch ohne unsere Unterstützung.“ „Wir könnten beispielsweise etwas gegen den Klimawandel erfinden.“ „Einen technologischen Durchbruch.“ „Das würde dann auch die Wirtschaft unterstützen.“ „Und die Börse.“ „Und es gibt mehr Arbeitsplätze.“ „Wobei wir dafür natürlich auch in die Bildung investieren müssten, oder sehe ich das so falsch?“ „Wozu das denn nun schon wieder?“ „Die Leute sollen arbeiten, wozu muss man ständig irgendwas lernen?“ „Von den Kosten mal ganz abgesehen.“ „Das wäre ein Exportschlager.“ „Weil es weltweit einsetzbar ist.“ „Sie sehen ja, der Bedarf ist längst vorhanden.“ „Die Politik muss nur noch ausländische Investoren nach Deutschland holen und ein paar große Firmen aufbauen.“ „Damit wir die nötigen Steuereinnahmen haben.“ „Und auf der anderen Seite die Leistungsträger entlasten können.“ „Und diese total tolle Erfindung gegen den Klimawandel, wie sieht die aus?“ „Das weiß doch jetzt noch niemand.“ „Haben wir etwa eine Glaskugel?“ „Oder haben Sie eine und wir wissen es bisher noch nicht?“ „Dann könnten Sie ja ein paar konstruktive Vorschläge machen, statt hier alles schlecht zu reden.“ „Nachhaltige Energie.“ „Und?“ „Gibt es doch schon.“ „Also wenn Ihnen nichts Besseres einfällt, dann sollten Sie vielleicht Ihr Verständnis von Zukunftstechnologie noch mal überdenken.“ „Und zwar gründlich.“ „Heiße Luft liefert uns die Opposition nämlich schon genug.“ „Und wir keine Lust, den Mist öffentlich als unsere wirtschaftliche Zukunft schönzureden.“ „Gut, dann lassen Sie mal sehen, was wir sonst noch an guten Vorschlägen haben.“ „Flugtaxi war schon.“ „Hm.“ „Aber hier, mehr Autobahnen!“ „Allerdings nur im ländlichen…“ „Scheiß drauf – Autobahnen!“ „Ja, Autobahnen!“ „Hallo, Berlin? Wir haben’s jetzt!“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DXXXV): Der missverstandene Politiker

9 10 2020
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Vor der Einführung parlamentarischer Systeme war die Sache viel einfacher. Der staatliche Wille war auf eine Person fokussiert – Kaiser, König oder Häuptling – und drückte sich in dessen Vorstellung aus. Irgendwann in einer komplexer werdenden Welt traute man der Not gehorchend auch anderen zu, vernünftige Entscheidungen zu treffen, und das Amt des Ministers ward geschaffen: eine Person von Stand und Verstand, die professionell ein Ressort inhaltlich regeln kann, ohne sich zu schnell beim Herrscher zum Vollhonk zu machen, die eng gesetzten Grenzen seiner Kompetenz zu sprengen oder in der Öffentlichkeit als hirnfreie Knalltüte zu erscheinen, da dies unweigerlich auf den Souverän zurückfällt. Hier beginnt der dornige Weg des im Auftrag der Macht lenkenden Funktionärs, wenn er sich ohne Netz und doppelten Boden äußert. Er ist immer in Gefahr, missverstanden zu werden.

Grundsätzlich befinden sich Politiker, die in der Umlaufbahn des Sozialentzugs geparkte Kaste von Parallelexistenzen, in der verzwickten Lage, eine amorphe Masse mit Dünnsinn zu beschallen, wobei ihnen zwei Fehler unterlaufen können. Einerseits droht ihnen Verdünkelungsgefahr, wenn sie ihr intellektuell oberhalb des Durchschnitts angesetztes Verbalglutamat zum Maß aller Dinge erheben und beim Volk den Eindruck eines abgehobenen Lurchs erwecken, der sich selbst für seine Schnackerei abfeiert; die nicht mit juristischen Staatsexamina ausgestatteten Simpel fragen sich angesichts von Kompetenzkompetenz, ob die Dosis das Problem war oder die Pillen. Andererseits läuft Gehirngestrüpp durch die Gegend, das hechelnd den Juristen unter seinen Untergebenen zu erklären versucht, dass man Gesetze möglichst verworren aus der Kalotte kloppt, damit keiner mehr weiß, was eigentlich Phase ist. Diese Fachkräfte fragen sich eher, wie ein Klosteinverkoster mangelhafter Impulskontrolle in die Nähe eines Regierungsamtes hatte gelangen können. Nichts von beiden nährt das Vertrauen in den Rechtsstaat, den beide sich aus wirrer Eigenleistung kognitiv hinschwiemeln, als wäre das Grundgesetz ein rückwärts gejodeltes Wunschkonzert. Nur eines zählt für sie, nämlich die Erkenntnis, dass alle sie verkannt haben, bösartig missverstanden gar, aus drei Gründen: Dummheit, Abgehobenheit oder charakterlichen Defiziten.

Am einfachsten ist stets die Erklärung, einen Kandidaten der erfolgreichen Hirnverödung vor die Mikrofone geholt zu haben. Torheit steht in manch finsterem Landstrich offenbar noch immer für die größtmögliche Volksnähe und wird nicht minder von der bodennahen Reiterei beklatscht. Leider sind es auch nur selten andere, die über Gedeih und Verderb dieser Ausfälle richten: das fachfremde Gelaber auf Niedrighirnniveau dient nicht selten dem allgemeinen Bild der leitenden Politik, dass man dem gemeinen Mann nur oft genug denselben Schmodder ums Maul schmieren muss, um ihn von der rationalen Weltsicht zu entkoppeln. Statt den plumpen Populisten zum Schweigen zu bringen, lässt man ihn aus der verengten Brackwassersuppe Blasen werfen und freut sich, dass ein Depp zu den anderen gefunden hat.

Häufiger schon ist der weltfremde Bekloppte, er deliriert frei in der Landschaft herum, weiß nicht mehr, in welcher Wirklichkeit er sich befindet, und nässt die Allgemeinheit mit seinem Seich ein. Ob sich der gemeine Dummklumpen als Außenminion gegen Arbeitslose wendet, denen er unentgeltliches Schneeräumen auf Privatgrundstücken empfiehlt, oder als Besitzer eines Privatjets zur Mittelschicht gehören will, koste es dieses Steuerzahlerpack, was es wolle, sie werden mit tödlicher Sicherheit nach einem Tag die Presse vollpöbeln, wenn sie ihr bisschen Gemächt zu weit haben hängen lassen. Die anderen sind schuld, in ihrer Schicht wäre keiner auf die Idee gekommen, sie falsch zu verstehen.

Am deutlichsten erkennbar sind die von der Macht korrumpierten Darmleuchter, die mit ihrem Schmonz den Rest der Population veralbern, als sei der gemeine Hirnschadensympathisant gewohnt, dem rhetorischen Tischfeuerwerk rechtslenkender Hohlschwätzer zu folgen, bis der Neurologe bei Null den Knopf drückt. Die entscheidenden Deppen also hocken auf den Schlüsselstellen der Stärke, um ihre autoritär verwarzten Persönlichkeitsreste in den Diskurs zu schlenzen. Nicht nur weltentrückt und intelligenzfremd ist die Parallelabteilung zum gemeinen Mann, sie reklamiert für sich auch stets das Rechtgehabe, das nur da unangenehm auffällt, wo es plötzlich auf Widerspruch stößt. Möglich ist es immerhin, dass sie – bestimmte Neigungen vorausgesetzt – aus reiner Lust an der Provokation Zweideutigkeiten vom Stapel lassen, aber das ist eine andere Geschichte. Sie sind Opfer, die mit dem Gelegenheitsverkehr auf dem geistigen Standstreifen überfordert werden, weil ihnen keiner richtig zuhört. Nie. Was braucht ein Charismatiker schon außer Publikum, das ihm das Wasser reichen kann, auf seinem Niveau ist und auch sonst alles so begreifen würde wie er, wobei: nein, Moment mal…





Organisierte Gewaltbereitschaft

8 10 2020

„… durch einen Steinwurf zerstört worden sei. Die Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul sei von der Polizei gesperrt worden und könne wegen der laufenden Spurensicherung nicht mehr für…“

„… habe sich Dompropst Franz-Josef Schmölz bestürzt gezeigt. Das Erzbistum sei erschüttert und werde alles daransetzen, den Menschen einen gefahrlosen Besuch der Heiligen Messe in den…“

„… sich um einen absoluten Einzelfall handele. Bürgermeister Xaver Leberhuber (Freie Wähler Niederbayern) habe in seiner 37-jährigen Amtszeit bisher keine Sachbeschädigungen erlebt und könne außer einer tödlich verlaufenen Hausdurchsuchung bei einem protestantischen Lehrer auch keinen…“

„… ersten Erkenntnissen zufolge von einer Baustelle am Rande des Holzmarktes stamme. Der Pflasterstein sei mit anderen Baumaterialien schon drei Tage zuvor in die Rupertigasse verbracht und dort für die Ausbesserung des städtischen…“

„… von einem schändlichen Attentat auf das Christentum in Deutschland gesprochen habe. Als Bayer und Katholik fühle sich Seehofer besonders getroffen und habe die härtesten Mittel, die der deutsche Rechtsstaat überhaupt zur…“

„… sei das Chorglasfenster in neugotischem Stil nur durch eine wochenlange Restauration in der örtlichen Werkstatt zu retten. Eine Sammlung unter den Bürgern habe die dafür erforderliche Summe von etwa 15.000 Euro bereits…“

„… es nicht reiche, auf den Selbstschutz der Kirchengemeinden zu vertrauen. Das Bayerische Landeskriminalamt müsse jetzt schnellstens alle verdächtigen Elemente ermitteln, die ein Interesse an der Zerstörung der Kirche in Bayern und den…“

„… schnelle und unbürokratische Hilfe anbieten könne. In seiner Funktion als Regionaldirektor der B+V Versicherungsgruppe wolle Leberhuber den Schaden gerne regulieren und der Erzdiözese ein Angebot über den…“

„… sehe das Bundesamt für Verfassungsschutz derzeit keinen Anlass für eine flächendeckende Kontrolle römisch-katholischer Gotteshäuser. Es sei außerdem grob fahrlässig, nicht auch Sakralbauten anderer Konfessionen zu…“

„… müsse es eine Studie zum Hass auf Christen in der gesamten Gesellschaft geben. Gerade in den politisch extremen Bereichen nehme die Kirche den Platz einer zu bekämpfenden demokratischen Kraft ein, die mit allen Mitteln ausgerottet werden müsse. Seehofer werde die wissenschaftliche Untersuchung so schnell und umfassend wie nur…“

„… es in den folgenden Tagen zu keinerlei ungewöhnlichen Ereignissen gekommen sei. Pfarrer Sebastian Leberhuber habe den Stein, der wegen des dicken Kokosläufers keinen Schaden auf dem Mosaikfußboden der Kirche hinterlassen habe, sofort den Beamten übergeben und wolle sich in…“

„… sehe auch Ministerpräsident Söder keine besondere Bedrohungslage. Ein zerstörtes Fenster sei sehr schlimm, doch wolle man zunächst die polizeilichen Ermittlungen abwarten und erst dann eine Strategie gegen die…“

„… zum wiederholten Male die Migration als Mutter aller Probleme bezeichnet habe. Seehofer mache die Überflutung Deutschlands mit Fremden für die Tat verantwortlich, die in letzter Konsequenz zur Vernichtung aller christlichen Werte in ganz…“

„… sei auch einer der Bauarbeiter in Verdacht geraten, da er nach Aussage eines Nachbarn fremd in der Gegend sei und sich öfters im Ort aufhalte. Der Tatverdächtige sei nach seiner Festnahme in die Polizeistation des…“

„… werde es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Brandsätze in katholische Kirchen geworfen würden. Das Bundesinnenministerium werde so schnell wie möglich einen Zehn-Punkte-Plan entwickeln, um der existenziellen Bedrohung für die Christen in der…“

„… erst vor zwanzig Jahren aus der Oberpfalz zugezogen sei, um das Baugeschäft seines Onkels zu übernehmen. Herbert Gschwarner habe zudem ein Wohnhaus in der Doktor-Luitpolt-Leberhuber-Straße, wo er mit seiner Frau, zwei Töchtern und einem…“

„… die organisierte Gewaltbereitschaft der Kirchenstürmer eine nationale Antwort fordere. Wer sich jetzt, so der Heimatminister, nicht zur Kirche als dem historisch gewachsenen Fundament der deutschen Leitkultur bekenne, mit dem wolle er nicht mehr gemeinsam in einem Land…“

„… habe auch die Deutsche Bischofskonferenz keinen Handlungsbedarf entdeckt und werde sich nicht in die kriminologischen Untersuchungen einmischen. Man hoffe auf die Einsichtsfähigkeit des mutmaßlichen Täters, den im Falle seines Geständnisses von kirchlicher Seite keine Strafe erwarte, sofern er sich aufrichtig für seinen…“

„… es erkennbar keine rechtliche Grundlage für die von Seehofer erstattete Strafanzeige gebe. Das Bundesministerium des Innern habe von einer Auseinandersetzung mit dem Diözesanbischof abgeraten, der Seehofer als weltfremd und unklug bezeichnet habe. Die Rechtsabteilung sehe keine Merkmale eines Straftatbestandes verwirklicht und habe seine Einlassungen daher als…“

„… schon zuvor bestellt hatte. Der vom Meister in das Kirchenfenster geschleuderte Stein habe offenbar dazu gedient, dem Kunstglasereibetrieb einen Auftrag zu verschaffen, ohne den er den fälligen Kredit für seinen Geländewagen nicht hätte zahlen können. Die Ermittler hätten die Lieferung von italienischem Buntglas an die F. Leberhuber GmbH nur durch einen zufälligen…“





Einsatzbegleitung

6 10 2020

„… dürfe die Gesellschaft die Polizei nicht im Regen stehen lassen. Die vereinzelt auftretenden nicht akzeptablen Gewaltexzesse oder Versuche eines bewaffneten Staatsstreichs seien durch eine defizitäre Ausbildung, mangelnde Möglichkeiten zur Fortbildung und andere…“

„… sehe die Deutsche Polizeigewerkschaft kaum sinnvolle Inhalte, in denen die Mitglieder der Weiterbildung bedürften. Vielmehr müsse man noch härter gegen Ausländer vorgehen, die inzwischen durch bürgerkriegsähnliche Zustände die Arbeit für die meisten Beamten so gut wie…“

„… sei die Polizeiausbildung nach Ansicht des Bundesinnenministers veraltet. Vielfach werde den Schülern dabei gar nicht vermittelt, dass das Dritte Reich bereits seit 1945…“

„… die interkulturelle Kompetenz der Beamten nicht gestärkt werden müsse. Wendt kenne selbst mehrere langjährige Polizisten, die sogar schon einmal Döner gegessen hätten und daher keine Rassisten sein könnten. Andere Hetzpropaganda werde die Gewerkschaft unerbittlich mit der…“

„… würden sich viele im Bereitschaftsdienst eingesetzte Polizeimitglieder eine bessere soziale und kommunikative Integration in Einsatzkonzepte oder Konfliktstrategien wünschen. Im Gespräch mit gewaltbereiten Nationalsozialisten würden die Beamten oft nicht ausreichend Zeit für persönliche Gespräche finden und seien dann unzufrieden, weil man sie in der Öffentlichkeit als desinteressiert oder politische indifferente…“

„… seien Fortbildungsangebote grundsätzlich eine sehr gute Chance, um die Befriedigung am Polizeidienst zu sichern und die Risiken eines Burnout zu senken. Da sich die Personalstruktur in den kommenden Jahren allerdings aus finanziellen Gründen nochmals zuspitzen werde, müsse man auch viele Angebote auf den Prüfstand des…“

„… entspreche es dem Wunsch vieler Polizisten, Straftäter nicht der Justiz zu überlassen, wenn diese dann doch freigelassen oder zu mild bestraft würden. Eine Ausbildung zum Vollstrecker im Justizdienst würde sich gerade da anbieten, wo es durch überlastete Gerichte und…“

„… es nur unzureichende Angebote gebe, mit denen Polizisten zur Teamsupervision fortgebildet würden. Rechtsextremistische Chats müssten sich so selbst organisieren und könnten schon aus Zeitgründen keine ausreichende…“

„… halte die Deutsche Polizeigewerkschaft den Umgang mit Gewalt grundsätzlich für ein Thema, das einer breiteren Diskussion und pädagogischer Aufarbeitung bedürfe. Viele Polizisten würden sich beim Verprügeln von Scheinasylanten oder linken Volksverrätern Verletzungen an den Händen zufügen, die nur sehr schwer wieder ausheilten. Eine prophylaktische Ausbildung sei daher im…“

„… zahlreiche Lücken aufgezeigt habe. So sei den Beamten das Grundgesetz zuvor nicht bekannt gewesen, was Ausbilder damit entschuldigt hätten, dass die Geschichte des Deutschen Reiches im Lehrplan keine große Rolle…“

„… Fremdsprachenunterricht nicht gegen den Willen der Polizisten durchgeführt werden dürfe. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fürchte einen negativen Effekt, wenn dieser von Ausländern gegeben würde, und habe verfassungsrechtliche Bedenken, wenn die Beamten dies nicht auf freiwilliger Basis, sondern auf dienstlichen Befehl des…“

„… eine Schulung einzelner Polizisten zur Einsatzbegleitung kritisch gesehen werde. Man wehre sich dagegen, dass die in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse als Berufszeugen nun in gegenteiliger Art instrumentalisiert würden, und werde sich den Plänen der Polizeikritikindustrie bis zur letzten Patrone…“

„… zumindest einmal wöchentlich ein reguläres Schießtraining absolvieren müsse, da durch linke Gewalttäter ständig mit einer von Deutschland ausgehenden Weltrevolution gerechnet werden müsse. Seehofer setze sich für eine Einweisung ein, mit der sämtliche Beamten auch den Umgang mit atomaren Mittelstreckenwaffen und…“

„… würden oppositionelle Kräfte das Angebot an Weiterbildungen ausnutzen, um die Polizei unter Zwang Arabisch lernen zu lassen. Dies sei mit dem Innenausschuss jedoch nicht zu machen, der sich für die Wahrung der Menschenwürde auch unter…“

„… das Schießtraining auch im privaten Rahmen oder bei einer Bürgerwehr ableisten dürfe. Dies könne allerdings nicht voll auf die Dienstzeit angerechnet werden und sei nur ausnahmsweise…“

„… eine Freistellung für Prepperkurse nicht gewährt werden könne. Um sich jedoch besser in der Reichsideologenszene bewegen zu können, sehe man die politische Bildung in dieser Richtung als einen sehr sinnvollen…“

„… vor den zahlreichen Fototerminen mit den Kriegswaffen vertraut gemacht werden sollten, mit denen sie für die Nachwuchsgewinnung posieren würden. Das Innenministerium werde dazu auch im Verteidigungsressort um Amtshilfe ersuchen, da sich schon mehrfach beinahe Unfälle mit den…“

„… zusammenfassen müsse. Der Plan sei, dass Polizisten zunächst während ihrer Laufbahn ausreichend Überstunden angesammelt haben müssten, um unmittelbar vor der Pensionierung eine Reihe von Blockseminaren im…“





Aus dem Leben eines Taugenichts

5 10 2020

„Irgendwas in der EU.“ „Das geht auch nicht so einfach.“ „Außerdem waren neulich gerade Wahlen, da sind alle Posten neu besetzt worden.“ „Man kann doch trotzdem mal fragen.“ „Was das wieder kosten würde!“ „Na, Sie sind mir ja ein Witzbold.“

„Auf Kreisebene sehe ich da noch Luft.“ „Auf Bundesebene würde ich auch gar nicht erst suchen.“ „Deshalb ja Europa.“ „Weil man da nicht so leicht auffällt?“ „Ich dachte, der Laden ist eh so im Eimer, da fällt ein dummes Arschloch mehr oder weniger gar nicht auf.“ „Das haben Sie gesagt!“ „Überlegen Sie mal, was man da alles kaputt machen könnte.“ „Ist das eine Wunschvorstellung?“ „Das war eher als Warnung gedacht.“ „Ach so.“ „Wenigstens kann man da nur auf EU-Ebene etwas kaputt machen.“ „Da wäre Deutschland automatisch mitbetroffen.“ „Aber alle anderen auch.“ „Und dann fällt’s halt nicht so sehr auf.“ „Das klingt eigentlich ganz gut.“ „Die Frage ist nur, ob die EU da mitspielt.“ „Wenn ich mir so ansehe, welche Nulpen wir da entsorgt haben…“ „Aber irgendwann muss Schluss sein.“

„Hat die Industrie nicht irgendwann mal die Fühler ausgestreckt?“ „Weil die einen Dämlack mit gestörtem Verhältnis zur Realität brauchen?“ „Die Autoindustrie hat doch auch solche Leute.“ „Man kann da als komplett fachfremder Vollidiot in die obersten Leitungsfunktionen einsteigen!?“ „Das ist meines Wissens in der Bundesregierung möglich.“ „Kleiner Unterschied, oder?“ „Von der Bezahlung her bestimmt.“ „Außerdem kann man als Manager vor Gericht landen.“ „Dann sollten wir nicht mehr ganz so intensiv nachbohren.“ „Sehe ich auch so.“

„Irgendeine Unternehmensberatung könnte den nehmen.“ „Weil?“ „Es ging doch um Zerstörung von bestehenden Strukturen unter Verschwendung möglichst hoher Steuergelder?“ „Da würde sich die Abwicklung der restlichen Solarenergiebranche anbieten.“ „Es gibt auch noch jede Menge Wind- und Wasserkraftwerke, die man in die Tonne treten könnte.“ „Werden da genug Steuern verbraten?“ „Wenn man alle bisher investierten Steuergelder zusammenrechnet, dürfte das hinkommen.“ „Und das ist ein nachhaltiger Job.“ „Stimmt, erneuerbare Energien kann man auch in zwanzig Jahren noch sabotieren.“ „Und man macht damit jede Menge Jobs kaputt.“ „Von der Wirkung auf das Klima mal ganz zu schweigen.“ „Super!“ „Ich will Sie nicht verunsichern, aber macht das die Bundesregierung nicht sowieso?“ „Wo sehen Sie das Problem?“ „Wir müssen ihn gerade aus der Schusslinie bringen, da ist ein Job in solcher Regierungsnähe ganz sicher kontraproduktiv.“ „Bisher war er doch auch schon regierungsnah beschäftigt.“ „Wie meinen Sie das denn?“ „Sie wollen uns doch nicht weismachen, er habe jemals irgendeine sinnvolle Tätigkeit für die Bundesregierung ausgeübt!?“

„Wie können wir ihn denn jetzt in der Industrie anpreisen?“ „Er hatte schon immer gute Kontakte in die Wirtschaft.“ „Das bringt jetzt natürlich nichts.“ „Ist Wirtschaftsnähe nicht immer positiv besetzt?“ „Höchstens dann, wenn man Bundeskanzler werden will und damit nicht sehr viel politische Tätigkeit in Verbindung bringt.“ „Ach so.“ „Außerdem ist er dann ja sowieso in der Wirtschaft.“ „Die haben aber auch manchmal Jobs für fachfremde Knalltüten.“ „Und wie wollen Sie ihn da unterbringen?“ „Man könnte sagen, er habe gute Kontakte zur Politik.“ „Merken Sie es selbst?“ „Was?“ „Was!?“

„In der Kirche wird er doch wohl sein?“ „Und Sie denken ernsthaft, man könnte jeden Deppen in dem Verein abladen?“ „Wenn jemand nichts weiß, ist die Annahme doch naheliegend, dass er sehr viel glaubt.“ „Eher, dass alle anderen dran glauben müssen.“ „Außerdem braucht man auch da eine gewisse intellektuell anspruchsvolle Ausbildung.“ „Kann man das nicht nachholen?“ „Bei den Grünen haben sie da doch auch Personal rekrutiert.“ „Ich würde da keinen Vergleich wagen wollen.“ „Wegen der Ausbildung?“ „Wegen des Intellekts.“

„Aber irgendwas müssen wir mit ihm jetzt doch machen!“ „Haben Sie gerade Stellenanzeigen da?“ „Im Regelfall können sich ehemalige Politiker mit Vorträgen…“ „Sehr geistreich, und worüber?“ „Aus dem Leben eines Taugenichts.“ „Hallo?“ „Ach ja, der Intellekt.“ „Versicherungen verkloppen oder Hotels eröffnen kann doch nicht so schwer sein?“ „Wenn man sonst nur andere für sich hat arbeiten lassen, könnte das zum Problem werden.“ „Und das kann man jetzt nicht beibehalten.“ „Ich würde den Einstieg in einer Führungsposition vorschlagen.“ „Das klingt logisch.“ „Wird auch besser bezahlt.“ „Haben Sie gerade mal die Stellenanzeigen?“ „Da sucht jemand einen Analysten.“ „Wunschdenken ist doch eine seiner Kernkompetenzen.“ „Leider wird Berufspraxis von mindestens einem Jahr gefordert.“ „Schade.“ „Man kann nicht alles haben.“ „Oder hier, Manager.“ „Wofür?“ „Ja, da haben Sie recht.“ „Nein, ich meine doch…“ „Egal.“ „Dafür erst recht nicht.“ „Man könnte irgendeine Spamfabrik mit ihm in der Rechtsabteilung ausstatten.“ „Auch die Branche besitzt ausgeprägtes Risikobewusstsein.“ „Und Stolz.“ „Es können eben nicht alle Parteichef werden, wenn der Parteichef irgendwann weg vom Fenster ist.“ „Bundespräsident?“ „Haben Sie noch alle Tassen im Schrank!?“ „Ja, schon gut.“ „Fürs Dschungelcamp muss man aber schon ein paar Jahre lang out sein?“ „Hier, das klingt gut.“ „Als Putzhilfe?“ „Brandenburg.“ „Das ist im Knast.“ „Er wird jeden Tag dankbar sein, dass er wieder raus darf.“ „Cool!“ „Worauf warten Sie noch?“ „Die Verbindung steht jedenfalls.“ „Hallo, Herr Söder? Wir haben das perfekte Endlager außerhalb von Bayern. Perfekt! Also für den Scheuer Andi.“