Lockerungsübung

12 04 2021

„Als erstes die Hotels.“ „Und die Kinos.“ „Aber dann auch die Frisöre.“ „Haben die nicht sowieso schon wieder geöffnet?“ „Stimmt, man kommt ganz aus dem Konzept.“ „Haben Sie noch eins?“ „Und dann natürlich die Schulen, oder müssen wir da noch warten?“ „Wenn der Nahverkehr noch fährt, dann kann man die Schulen auch offen lassen.“

„Die Argumentation erschließt sich mir nicht.“ „Erschließt, haha!“ „Wenn die Kinder mit dem ÖPNV in die Schule fahren, dann kann man doch schlecht die Schulen schließen.“ „Das klingt schon mal logisch.“ „Warum müssen die überhaupt mit dem ÖPNV fahren?“ „Es hat eben nicht jeder ein Auto.“ „Oder die Eltern müssen mit dem Auto zur Arbeit.“ „Dann können die doch den Nahverkehr nehmen.“ „Aber der hat ja sowieso offen.“ „Wieso das denn?“ „Weil die Eltern damit zur Arbeit fahren können.“ „Dann kann man den ja auch gleich offen lassen.“ „Wenn die Kinder damit zur Schule fahren, dann verstehe ich nicht, wieso man die Schulen schließen sollte.“ „Vielleicht wegen der Kitas.“ „Das ist doch nun egal.“ „Eben, Hauptsache ist doch, dass die Kinder in der Schule sind.“ „Oder in der Kita.“ „Weil die Eltern sonst nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren.“ „Richtig.“

„Man könnte doch zum Ausgleich die Kinos zulassen.“ „Die sind ja zu.“ „Wieso sind die zu?“ „Wegen der Verhältnismäßigkeit.“ „Sie meinen, verhältnismäßig viele Menschen fahren mit dem Auto ins Kino?“ „Vermutlich eher ins Autokino.“ „Nein, anders: in so einem Kino sind doch viel mehr Menschen als in einer Schulklasse.“ „Und das lässt sich nicht so gut lüften.“ „Und wenn man nur die Hälfte reinsetzt?“ „Also ungefähr so viel, wie man in einem Bus hat?“ „Dann müsste man wegen der Verhältnismäßigkeit auch die Busse verbieten.“ „Dann können die Kinder ja immer noch im Auto zur Schule fahren.“ „Aber die Eltern kommen dann nicht mehr mit dem Bus ins Kino.“ „Dann sollen sie doch zur Arbeit fahren.“ „Und wenn einer nun im Kino arbeitet?“ „Jetzt machen Sie’s doch nicht komplizierter, als es ist!“

„Wenn wir jetzt mal von den Frisören ausgehen, dann haben wir doch für die Kinos und die Hotels auch ein gutes Hygienekonzept.“ „Weil das ja auch Arbeitsplätze sind.“ „Richtig.“ „Moment, da komme ich nicht mehr mit.“ „Irgendjemand muss ja auch im Kino arbeiten.“ „Also war jetzt nicht der Frisör gemeint?“ „Da gehen die Leute ja nicht in ihrer Arbeitszeit hin.“ „Ins Kino aber auch nicht.“ „Jetzt machen Sie doch hier nicht immer solche Schwierigkeiten!“ „Ich meine ja nur, wir sollten für jede Tätigkeit ein vernünftiges Hygienekonzept in Erwägung ziehen.“ „Das würde zumindest neue Möglichkeiten eröffnen.“ „Eröffnen, haha!“ „Lassen Sie doch mal diese Albereien!“ „Kann man denn nicht den Kinos helfen?“ „Zum Beispiel, indem man Unterricht in den großen Kinosälen stattfinden lässt?“ „Wie soll das denn gehen?“ „Wenn man die als Klassenräume benutzt, dann kann man auch die Kinos wieder öffnen.“ „Aber da ist doch die Infektionsgefahr viel zu hoch.“ „Aber nicht in Klassenzimmern, sonst würde man ja nicht die Schulen öffnen.“ „Richtig.“

„Man könnt zum Beispiel die Museen schließen, nachdem sie geöffnet sind.“ „Dazu müssten sie erst mal öffnen.“ „Wieso?“ „Damit man sie wieder schließen kann.“ „Dann könnte man zum Ausgleich die Regeln für Erntehelfer noch mal anpassen.“ „Was haben die mit Museen zu tun?“ „Überlegen Sie mal, wer braucht Museen?“ „Was hat das…“ „Dann müssten wir auch die Schlachthöfe wieder vollständig öffnen.“ „Waren die mal geschlossen?“ „… mit Museen zu tun?“ „Die schließen wir als Ausgleich.“ „Als Lockerungsschließung.“ „Und warum nicht die Museen zum Ausgleich wieder öffnen?“ „Also bitte, nicht jeder, der Spargel kauft, geht auch ins Museum.“ „Und da arbeitet so gut wie keiner.“ „Jedenfalls weniger als beim Frisör.“ „Wir könnten das ja als Lockerungsübung für die Schulen einführen.“ „Also nicht mehr Kinos?“ „Wer mit dem Nahverkehr zur Schule ins Kino fährt, kann ja nicht gleichzeitig ins Museum.“

„Gleichzeitig haben wir immer noch diese Ausgangssperren.“ „Haben wir die?“ „In manchen Städten kombiniert man die bereits mit dem öffentlichen Nahverkehr.“ „Da fährt dann nachts kein Bus?“ „Ist doch okay, die Kinos sind eh zu.“ „Aber es gibt Leute, die dann zur Arbeit fahren.“ „Die müssen dann schon tagsüber fahren.“ „Und wie kommen die zurück?“ „Eigenverantwortung.“

„Gut, also Frisöre und Kinos, dazu Museen zu und Hotels teilweise.“ „Ich müsste nächste Woche in den Heimwerkermarkt.“ „Kann man das auch auf Landesebene lösen?“ „Dann öffnen wir die und ziehen nach drei Tage wieder die Notbremse.“ „Aber bitte nicht mit dem Bus hinfahren!“ „Wenn man da arbeitet, dann kann man sich aber kein Auto leisten.“ „Es geht uns ja erst mal nur um Kunden.“ „Nicht um die Wirtschaft?“ „Also das kann man ja nun wirklich nicht verwechseln!“ „Deshalb kann man doch trotzdem die drei Tage lang die Museen aufmachen!“ „Erzählen Sie das doch Ihrem Frisör!“ „Jetzt beruhigen Sie sich mal, das kriegen wir alles hin.“ „Eine Light-Lockerung wäre eventuell auch möglich.“ „Also im Hotel nur essen, aber nicht die Zimmer nutzen?“ „Dann kann man zum Ausgleich die Restaurants geschlossen lassen.“ „Oder öffnen.“ „Das wäre kein Ausgleich.“ „Aber eine Öffnung.“ „Vorausgesetzt, man fährt mit dem Nahverkehr ins Restaurant.“ „Und ins Hotel?“ „Die meisten nehmen das Auto.“ „Weil die Kinder schon mit dem Nahverkehr ins Kino zur Schule fahren.“ „Gut, dann haben wir’s ja.“ „Nächstes Thema: Büros.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLIX): Die reagierende Politik

9 04 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Was kann man nicht alles für dumme Dinge tun. Rrt kümmerte sich nicht, dass die Sippe eine halbe Säbelzahnziege in der Höhle aufbewahrte und den Madenbefall durch ein zünftiges Feuer im Zaum halten wollte. Wo die Insekten es nicht schafften, die ehemalige Behausung unbewohnbar zu machen, tat der Rauch sein Werk, zumal nachdem sich die Flammen auch am Interieur genährt hatten. Nun war guter Rat teuer, die Horde hockte im Freien und fror. Ein gewisser Typ von Hominide, der über Anpassungsfähigkeit, Improvisationsgabe oder gar Problemlösungskompetenz verfügt, mag sich hier als evolutionär begünstigt erweisen, andererseits hätte er seine Verwandtschaft gar nicht erst in diese beschissene Lage gebracht. So aber bleibt ihnen, wie es auch heute der Regelfall ist, nur noch die reagierende Politik, um eine ganze Zivilisation vor dem Untergang zu bewahren.

Obwohl es paradox ist, denn gerade die auf Dauer eingerichteten Mechanismen der Sicherung und Vorsorge sind es, die ein Gemeinwesen von der zufälligen Schicksalsgemeinschaft unterscheiden. Die mehr oder weniger kluge, konzertierte und auf Erhaltung des einmal Erreichten bedachte Planung, die Güter und Werte von einer Generation zur anderen weitergibt, handelnd aus Vernunft und im Bewusstsein einer Verantwortung, machen den Staat, der Schutz und Schirm ist vor den Zufällen, der Natur, den Widrigkeiten. In längeren Zeitläufen entsteht mitunter eine Vision, die nicht ohne die Besonnenheit des Vorausschauens auskommt, da sie Ziele bereits erkennt, wo der durchschnittliche Mensch noch nicht einmal Notwendigkeiten sieht.

Nichts davon aber vermag die heutige Politik noch; sie hat die Vorsorge für die Bevölkerung auf ein markttaugliches Niveau heruntergefahren, das die prekären Gleichgewichte gerade eben noch hält, ansonsten aber lieber die täglich anflutende Scheiße zu beseitigen versucht. Das Staatsgebäude wurde auf Geheiß der Wirtschaftslenker im Verein mit den korrupten Erfüllungsgehilfen sturmreif geschossen, damit dieselben Manager, die das Dach abdecken ließen, jetzt Schirme zum Wucherpreis verkaufen können, sobald es regnet. Die Vision könnte sein, etwas zu ändern – was die generelle Motivation sein könnte für die Politik, dass sie an ihre eigene Handlungsfähigkeit glaubt und daran, dass sie sie zur Verbesserung der Verhältnisse einsetzen kann – und die Häuser wieder instand zu setzen. Doch die Politik fährt auf Sicht in ihrem selbst erzeugten Nebel, schwiemelt sich ein paar fadenscheinige Gründe zurecht und probiert lieber die kurzfristige Strategie mit Schirmen für alle, wobei es in der Realität wieder so aussieht, dass die finanziell besser gestellten Bürger die Schirme preisgünstig und teilweise umsonst bekommen, während das untere Dezil am stärksten dafür bluten muss.

Derweil verwaltet der Staat sich fleißig selbst, stellt allerhand Mängel fest und übt sich in lautem Bedauern, weil die Sache mit den Schirmen schon so teuer war. Während andere Staaten die Themen der Gegenwart längst abgekaspert haben, weimert die deutsche Gesellschaft in ihrer Realitätsallergie noch von Zukunft, unplanbaren Gefahren oder dem vielen, vielen Geld, das man in langfristige Lösungen investieren muss. Dass gleichzeitig die Navigation im Qualm die gesamte Politik in eine Art Simulationszustand versetzt, macht es auch erklärbar, dass größtenteils gierige Knalldeppen in die Spitzenämter gehievt werden, in denen sie die Reste des Landes kaputt spielen können. Allein die Wirtschaft verdient auch daran noch, wenn sie die intellektuelle Ausschussware in den Ministerien mit kostspieligen Beratern ersetzt, die den Job der Lakaien so erledigen, dass viel mehr Schirme auf unabsehbar lange Zeit gekauft werden müssen, weil dann jeder ein kleines bisschen preiswerter ist.

Jeder pragmatische Anführer hätte wenigstens eine Schirmfabrik aus dem Boden gestampft, die Hunderte von Arbeitsplätzen bietet. Genau dieser Wille zur Gestaltung ist es, der eine rationale und urteilsfähige Regierung auszeichnen sollte, zumal im internationalen Vergleich. Es ist kein göttliches Schicksal, wenn ganze Volkswirtschaften auf Kante genäht plötzlich platzen, den Aluhütchenspielern ihr wirr zusammengenageltes Zahlenwerk um die Ohren fliegt und ehemalige Entwicklungsländer beim Vorbeiziehen fröhlich winken. So haben wir in fast allen Bereichen, Digitalisierung und Bildung, sozialer Sicherung, Klima- und Umweltschutz, Energie- und Verkehrspolitik, staunend den anderen zugesehen und gewusst: wir müssten etwas tun, auch wenn es jetzt eigentlich schon zu spät ist und deshalb für das Musterland der Effizienz erheblich peinlich wird. So sehen wir lieber zu, wie nach dem Dach langsam die Fassade bröckelt, die Preise für die Instandhaltung steigern, während gleichzeitig im ganzen Land kein Bauarbeiter mehr von seinem Lohn leben kann. Natürlich könnte man ein Schild an die Bude hängen, dass hier bald renoviert wird. Aber das wäre das Eingeständnis, dass der Staat viel zu lange die Hände in den Schoß gelegt hat. Eine Sonntagsrede wird helfen, der laute Ruf nach dem Ruck und die Hoffnung, dass die nächste Regierung den ganzen Mist wegräumt. Wie immer.





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLVII): Not invented here

26 03 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Rrts drittältester überlebender Sohn hatte seinen mehrwöchigen Aufenthalt in der Sippenhöhle beim Schwager absolviert und kam mit mannigfaltigen Eindrücken wieder nach Hause. Vor allem kleine Knochensägen, von denen er eine Auswahl als Technologietransfer mitgebracht hatte, weckten das rege Interesse der Gleichaltrigen, nach mehr oder weniger unfallfreien Versuchen, Holz in kleinere Brenneinheiten zu zerlegen, die Fertigung dieser Werkzeuge aufzunehmen. Die Projektgruppe gab ihr Bestes und feilte alsbald einen Satz grober Raspeln, die durch Versuch und Irrtum sukzessiv die paläolithischen Qualitätsstandards jenseits der großen Steppe erreichten. Das Rad war nur noch wenige Jahrtausende entfernt, aber schon jetzt wehte der Geist der Innovation durch die Gefilde am Felshang am großen Tümpel. Nur die Ältesten ließ das kalt. Störrisch und gereizt knickten und knackten sie jeden Tag ihre Äste und rieben sich Schwielen an die Finger, weil sie das neumodische Zeug von den Fremden nicht leiden konnten. Es hatte ja bisher auch ohne geklappt. Sie hatten nichts gegen fremde Erfindungen, nein – aber diese fremden Erfindungen stammten von woanders.

Not invented here, das Markenzeichen der kleinen Klotzköpfe mit dem Schlagbaum vor der Birne – das mag auf einem anderen Kontinent ja gerne funktionieren, aber hier haben wir das immer schon anders als anders gemacht, da geh das gar nicht. Leitplanken aus Sperrholz, die den normalen Beanspruchungen standhalten, beim Aufprall mit hoher Geschwindigkeit jedoch wesentlich weniger schwere Verletzungen verursachen, die kann man vielleicht in Osteuropa bauen, aber sicher nicht in Deutschland. Eine beschichtete Kunststoffmembran zur Aufbereitung von Trinkwasser ohne weiteren Energieeinsatz kann man in Skandinavien sicher vermarkten, aber warum hier? Dass andererseits ein Volk wie die Japaner nichts dabei findet, Autos zu bauen – geschenkt, schließlich handelt es sich um eine technische Entwicklung, ohne die die Welt nicht überlebensfähig wäre. Wen kümmert es da, dass die Einwohner der Region Tokio-Yokohama neue Fahrzeuge nur zulassen, wenn gleichzeitig ein freie Stellplatz nachgewiesen werden kann. Das sollen die Jungs doch gefälligst auf dem eigenen Archipel abkaspern.

Solange die Archäologen noch nicht aus den Kratzern am Säbelzahnziegenschädel nachweisen konnten, ob das Feuer zuerst in der EU, anderen politisch verbündeten Territorien oder im Land der Erzfeinde einer friedlichen Nutzung zugeführt wurde, müssen wir uns eigentlich Geschichte aus Überresten zurechtschwiemeln: Bier, Gartenzwerg und Bratwurst haben einen Migrationshintergrund, doch dass Riemenantrieb und Zahnbürste aus China stammen sollen, ist für den Hohlrabi kaum noch zu ertragen. Üblicherweise ist diese Aversion ein Ausdruck des Gruppendenkens, bei dem ansonsten zurechnungsfähige Personen sich unter dem Druck, als personeller Block einheitlich agieren und das Ergebnis verteidigen zu müssen, frei in der Landschaft herumdelirieren und die von ihnen erzeugte intellektuelle Nulllösung auch noch für einen Talentausbruch sonder gleichen halten – jeder von ihnen weiß, dass jeder von ihnen gerade hirnfreien Rotz rauskübelt, und jeder von ihnen weiß auch, dass es jeder von ihnen weiß. Aber sie sind dazu verdammt, es als Gruppe zu verkünden, und jeder weiß, wie schnell sich in einem Team die geistige Leistung in Feinstaub verwandelt.

Auch unsere Lernfähigkeit leidet. Kontakte in der Pandemie verfolgen? geht sicher nur auf diesen Inseln, deshalb sind die ja das Virus los, was aber an der völlig anderen Kultur der Inselbewohner lag – der gemeine Asiate hält sich ja geradezu eklig genau an Vorschriften, das kann man in der BRD gar nicht machen. Deutschland, die Nation der großen Industriebetriebe, konnte nicht mal eben eine Fabrik für Filtermasken oder Impfstoffe aus dem Boden stampfen. Wir können das nur kaufen, und wer weiß, was man beim Kauf von Masken als Verantwortlicher noch alles kann, der weiß auch, warum man ein Großunternehmen unter staatlicher Aufsicht nur für die zweitbeste Lösung hält.

Die saturierten Industrienationen beharren auf ihren Überzeugungen, und eine von ihnen ist, dass sie alles besser können als die anderen. Diese tumbe Arroganz hat nicht nur einigen Schwellenländern die wirtschaftliche Entwicklung erleichtert, sie gibt ihnen auch das sichere Gefühl, dass die großen Gegner dauerhaft mit Stammesfehden und einem weinerlichen Überlegenheitsgefühl zu tun haben, das jeden Augenblick in die Angst vor dem Verlust der eigenen Bedeutung umkippen könnte. Und so brechen die politischen und ökonomischen Führer Kleinkriege vom Zaun, statt rational zu entscheiden und Know-how zu kaufen. Ein guter Plan für die Knalltüten, deren neoliberale Turbodenke ja dazu geführt hat, Entwicklungs- und Produktionskräfte im eigenen Land einzustampfen. Sicher ist es auch eine Art Entwicklungshilfe, dass der Fernseher jetzt aus Kambodscha kommt. Der deutsche Fernseher.





Intelligente Lösung

25 03 2021

„Die Frisöre sind aber nicht so stark betroffen.“ „Deshalb muss man sie ja zumachen.“ „Am besten macht man die gar nicht mehr auf.“ „Das wird den Frisören aber die Läden kaputt machen.“ „Um so besser, dann muss man die nicht mehr schließen.“

„Jedenfalls brauchen wir diese beiden…“ „Es sind ja eigentlich nur anderthalb.“ „Das bezieht sich nicht auf den Lebensmittelhandel.“ „Das heißt, wer am Donnerstag nicht einkaufen kann, der geht am Samstag einkaufen?“ „Die Läden haben zu.“ „Das bezieht sich nicht auf den Lebensmittelhandel.“ „Es sind ja nicht mehr Kunden, es…“ „Das bezieht sich aber nicht auf den Lebensmittelhandel!“ „Da sind es doch auch nicht mehr Kunden.“ „Dann könnte man ausnahmsweise längere Ladenöffnungszeiten für die verbliebenen Tage…“ „Warum denn?“ „Wir dürfen die psychische Gesundheit der Kunden nicht gefährden.“ „Wie kommen Sie denn jetzt bitte auf psychische Gesundheit!?“ „Irgendwer labert doch immer irgendwas von psychischer Gesundheit, damit wir hinterher sagen können, wir haben auch an die psychische Gesundheit der Mitarbeiter…“ „Hä?“ „Wohl verrückt geblieben, der Kollege.“ „Also der Wirtschaft, meine ich.“ „So!“ „Gut, dann haben wir den Rotz auch abgehakt.“

„Und die Feiertagsregelung?“ „Naja, ist doch nur ein Ruhetag.“ „Gibt es nicht.“ „Dann erfindet die Bundesregierung den eben.“ „Das ist dann die intelligente Lösung?“ „Schätze, ja.“ „Das muss aber dann aber auch mit den entsprechenden Zulagen für Feiertagsarbeit…“ „Wieso?“ „Das steht doch so im Arbeitszeitgesetz.“ „Wir müssen doch nicht jede gesetzliche…“ „Doch, wir sind hier in Deutschland, da müssen die Menschen, die hart arbeiten, mehr haben als Menschen, die…“ „Sonst ist aber alles klar bei Ihnen, oder?“ „Wir können die Arbeit aber auch gleich ausfallen lassen.“ „Das geht aber ganz klar zu Lasten der Wirtschaft.“ „Und warum macht man dann den Lockdown?“ „Damit die Wirtschaft nicht gestört wird, sonst müsste man ja mehrere Wochen lang auf Arbeit verzichten.“ „Das ist dann nicht gut für die psychische…“ „Hatten wir schon.“

„Haben wir das mit den Rentnern besprochen?“ „Nein.“ „Gut, dann ist das Thema also auch vom Tisch.“ „Welches Thema?“ „Dass die Rentner am ersten Tag im Monat nicht einkaufen gehen können.“ „Sie meinen den ersten Einkaufstag.“ „Nein, ich meine…“ „Was machen Sie, wenn der erste Tag auf einen Sonntag fällt?“ „Dann kann man am Tag vorher schon einkaufen.“ „Und wenn das ein Feiertag, beispielsweise Ostermontag?“ „Dann haben die Rentner ihre Bezüge schon am letzten Werktag vorher bekommen.“ „Da sehen Sie mal, wie wichtig eine kapitalgedeckte Altersvorsorge sein kann.“ „Aber…“ „Gute Idee, ich schaue gleich mal, ob wir das in der MPK ansprechen können.“

„Im Prinzip verlagern wir jetzt ja die Einkäufe auf den Samstag.“ „Stimmt, das ist aber vor Ostern schon fast Brauchtum.“ „Das heißt, wir machen das Einkaufserlebnis noch kundenfreundlicher.“ „Und die Wirtschaft hat einen richtig umsatzstarken Tag.“ „Aber die Läden sind doch geschlossen.“ „Dann stärken wir damit den Lebensmittelhandel, der von uns bisher nur Applaus bekommen hat.“ „Im Grunde ist das doch auch eine gute Gelegenheit für die Pflege.“ „Stimmt, die Kliniken machen ein enormes Umsatzplus, daran habe ich noch gar nicht gedacht.“ „Wenn sich wieder einmal Pflegepersonal verabschiedet: sie verlassen eine der lukrativsten Branchen des Landes.“ „Naja, da muss man dann kein Mitleid haben.“ „Ist da nicht irgendwann wegen Überfüllung geschlossen?“ „Dann wartet man eben, bis ein paar Leutchen vor der Tür den Löffel abgegeben haben, und dann geht’s heiter weiter.“ „Ich meinte jetzt nicht die Schlange vor dem Supermarkt.“ „Kollege, ich auch nicht.“

„Man könnte über die Ostertage die Restaurants öffnen.“ „Das Infektionsrisiko ist viel höher als in einem Supermarkt.“ „Aber niedriger als in einem Büro.“ „Deshalb haben am Ostersonntag und am Ostermontag ja auch die Büros geschlossen.“ „Man könnte dann ja die Gastronomie ersatzweise…“ „Sie meinen, wegen der psychischen Gesundheit?“

„Trotzdem brauchen wir eine Notbremse, wenn es irgendwie schiefgeht.“ „Das heißt, wenn es zu hohen Inzidenzzahlen kommt?“ „Wenn die gefühlte Unzufriedenheit der Bürger plötzlich sehr klar über ein erträgliches Maß ansteigt, dann brauchen wir schnelle Öffnungen.“ „Wollen Sie über Ostern die Restaurants und die Kinos wieder aufmachen?“ „Eher die Büros.“ „Unsinn, man kann sich dann wieder im privaten Rahmen treffen.“ „Also nur ein Haushalt, aber mit einem weiteren, und die Kinder zählen nicht mit?“ „Natürlich zählen die nicht mit.“ „Weil das Virus meist in der Schule weitergegeben wird.“ „Das heißt, man kann Ostern wenigstens im eigenen Haushalt feiern?“ „Überlegen Sie mal, wenn wir die Durchseuchung in den Büros starten, dann kriegen wir das über die Supermärkte direkt in die Familien hinein.“ „Und da ist dann der Punkt erreicht, an dem wir eine Marktsättigung mit dem Virus erreichen können?“ „Das wäre der Punkt, an dem wir nicht weiter für die Impfungen bezahlen müssen.“ „Nein, das kommt am Dienstag.“ „Was ist denn Dienstag?“ „Überlegen Sie mal. Da machen die Schulen wieder auf.“





Bitte gleich

18 03 2021

„Ich weiß nicht, was Sie sich davon versprechen, das haben wir doch schon tausendmal durchgekaut. Es gibt Forschung dazu, jede Menge Studien, auch von renommierten Instituten, auch deutsche, das Ergebnis ist immer dasselbe. Zu emotional, nicht belastbar, nicht teamfähig, sie überschätzen ihre Kompetenzen und wollen für ihr Verhalten einfach nie Verantwortung übernehmen. Warum sollte ich für diesen Posten einen Mann einstellen?

Dabei ist das ein ziemlich verantwortungsvoller Posten, das ist Ihnen doch klar? In unserer jüngeren Firmengeschichte haben wir noch keinen Mann für so eine Aufgabe eingestellt. Nennen Sie mir einen Kandidaten, der diesen Bereich einigermaßen gut über die Bühne bringen könnte und auch noch frei ist – einen! In anderen Firmen läuft das aber auch, in anderen Unternehmen sind sie schon viel weiter, ich kann das nicht mehr hören!

Ja, er hat in dieser Firma gelernt, aber das war noch vor seinem Studium. Ausbildungszeugnisse sehe ich mir üblicherweise nicht so genau an, das ist ein bisschen ungerecht. Aber dann das Studium, Rechtswissenschaft, keiner weiß, wozu man das in unserer Firma braucht. Wissen Sie das? Hören Sie mal, wir sind ein Unternehmen an der Weltspitze, wir handeln mit Stahl und Maschinenteilen und jede Menge Technik, und Sie wollen mir hier einen Juristen als Direktor für die Autosparte hinsetzen? einen Mann!? Kollege, bei Ihnen piept’s wohl!

Natürlich kenne ich die andere Bewerberin, das ist seine Cousine. Die wollten die Aktionäre schon in den Aufsichtsrat setzen, aber seit die zurück ist aus Übersee, wird sie den anderen europäischen Buden mal zeigen, wo der Hammer hängt. Ja, die ist Bürokauffrau, zehn Jahre Vorstandssekretariat, die war so dicht an den großen Bossen dran, die weiß genau, wie die alle riechen! So dicht! Ja, dann ist das eben so, dass er auch ihr Cousin ist, aber mit Vetternwirtschaft kriegen Sie uns nicht. Und sie hat in dem Bereich schon gearbeitet, kennt die Prozesse und die zuständigen Leute. Das sind sogenannte Schlüsselqualifikationen, schon mal gehört? Ich werde hier jedenfalls nicht einfach einen Mann auf den Posten setzen, nur weil er ein Mann ist.

Ihnen fällt auch immer eine Entschuldigung ein, was? Ja, das Studium war sehr anstrengend, dann kam auch das erste Kind, die Frau konnte sich nicht um den Kleinen kümmern, weil seine Frau gerade das Qualitätsmanagement für die Halbleitersparte aufgebaut hat. Der Herr hatte eine Nanny, richtig? Der Herr hat die Vorbereitung auf seine beiden Staatsexamina auf dem Golfplatz absolviert, weil er meinte, dass das als adäquate Work-Life-Balance in unserem Aufsichtsrat durchgeht. Denken Sie denn, ich bin bescheuert?

Kommen Sie mir nicht mit der Männerquote. Männer sind möglicherweise für einige Branchen besser geeignet, weil ihnen schon in der Schule nur ein paar Fächer bleiben, in denen sie traditionell mit den althergebrachten Förderungsmodellen ganz gut zurechtkommen. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass sie das später im Berufsleben auch umsetzen können. Nur deshalb haben wir diese Schwemme an Juristen und Betriebswirtschaftlern, die eigentlich fürs Arbeitsleben nicht geeignet sind – sie nennen es dann Flexibilität und erklären es zu einem Vorteil, mit dem wir hier nichts anfangen können. Wenn ich jemanden für Stahl einsetze, will ich ihn nicht gleichzeitig fürs Europageschäft haben oder für den Flugzeugbau. Man muss doch seine Grenzen mal erkennen können, darum geht es doch.

Überhaupt diese ganze Emotionalität, ich kann das einfach nicht mehr haben. Wenn man einem Mann im mittleren Management einen anderen vor die Nase setzt, der das vielleicht schon zwanzig Jahre länger gemacht hat, das gibt doch sofort die größten Probleme. Uh, der weiß immer alles besser, ah, der spielt sich hier als Autorität auf, weil er so einen guten Draht zum Aufsichtsrat hat – ich habe solche Probleme immer nur mit Männern. Die sind auch nicht in der Lage, fachliche Weisungen von einer unmittelbaren Vorgesetzten anzunehmen, obwohl sie wissen müssten, dass das auf Grund von Unternehmensbeschlüssen und Best Practice so entschieden wird. Jedes Mal Theater, mindestens ein halber Weltuntergang. Ich kann keinen Konzern auf einem multinationalen Markt steuern, wenn ich ständig diese kleinen Jungs am Rockzipfel habe.

Meine private Meinung, und das behalten Sie jetzt bitte für sich: ein nicht ganz kleiner Teil der männlichen Angestellten wollen überhaupt nur bei uns arbeiten, weil sie hoffen, Heiratsmaterial finden müssen. Wo denn auch sonst? Das mag ja sogar legitim sein, aber wenn die Arbeitsmoral darunter leidet, dann habe ich dafür wenig Verständnis.

Männer sind einfach nicht anpassungsfähig, und da frage ich Sie: muss sich immer die Wirtschaft an Männer anpassen, oder können das nicht auch mal die Männer an die Wirtschaft? Für einfache, nicht so systemrelevante Tätigkeiten mag das ganz okay sein, aber doch nicht für Führungsaufgaben, in denen man auch die Humankomponente nicht außer acht lassen darf. Vielleicht ist das Konzept, das wir bisher mit Vollzeitarbeit und lebenslanger Tätigkeit für einen Arbeitgeber verfolgt haben, auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber das können wir nicht bestimmen, das muss sich erst gesellschaftlich entwickeln. Und jetzt machen Sie mir bitte einen Kaffee, Milch und zwei Stück Zucker.“





Ehrenerklärung

17 03 2021

„… von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden seien. Demnach habe sich die Union, die jahrelang nur als Organisation zum Sammeln von Spenden tätig gewesen sei, gezielt Einfluss auf politische…“

„… sich schockiert gezeigt hätten. Führende Repräsentanten der deutschen Wirtschaft hätten den Verdacht zurückgewiesen, sie seien in die Pläne der CDU zur Unterwanderung der Politik eingeweiht gewesen. Aktionärssprecher der großen Energie- und Verkehrskonzerne hätten einstimmig erklärt, die Union nur aus gemeinnützigen Motiven mit…“

„… sich aber nichts dabei gedacht habe. Das Bundesministerium der Finanzen habe seit 1949 nie Verdacht geschöpft, dass die Einnahmen der CDU zu einem anderen Zweck als der Bereicherung von Funktionären und…“

„… habe man nachweisen können, dass sie direkten Einfluss auf Amts- und Mandatsträger in Bund und Ländern sowie auf kommunaler Ebene genommen habe. Auch höhere politische Positionen beispielsweise in der Bundesregierung seien in der Folge von…“

„… Gesprächsprotokolle sichergestellt habe, in denen die CDU-Büros mit Abgeordneten mehrerer Parteien politische Maßnahmen besprochen hätten. Es sei dem Verband dabei ausdrücklich nicht um die Höhe der Finanzierung gegangen, vielmehr sei eine Agenda für die Vorhaben der Regierung im…“

„… sich auch persönlich an die Öffentlichkeit wenden wolle. Es sei ehrenrührig und falsch, wenn die Medien die Union mit der Mafia vergleichen würden. Zwei Vorsitzende des deutschen Verbandes würden jede Verbindung zur CDU auf das Schärfste zurückweisen und verbäten sich jegliche…“

„… auch dann zu politischen Ambitionen gedrängt habe, wo kein Talent bei den betroffenen Personen ersichtlich gewesen sei. So habe zum Beispiel die Sektion Mecklenburg-Vorpommern einen jungen Mann, der nicht über Berufserfahrung verfügt habe, als Spitzenvertreter für politische Aufgaben in die deutschlandweite…“

„… in Vorständen und Aufsichtsräten großer Unternehmen die politische Meinung erfragt haben sollen, um sie im Gespräch mit Bundesministern und Staatssekretären als eigene Ansichten zu verkaufen. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass die CDU durch kontinuierliche Propaganda in den zuständigen Gremien eine gezielte…“

„… habe sich der Sprecher der ’Ndrangheta für Nordeuropa von der Union distanziert. Sein Verein werde einen Unvereinbarkeitsbeschluss für die Mitgliedschaft mit dieser deutschen Organisation publizieren und von seinen Mitgliedern eine Ehrenerklärung verlangen, dass diese weder in der Vergangenheit noch gegenwärtig in der…“

„… dabei ganz in den Hintergrund geraten sei. Es werde vereinzelt von Mitgliedern berichtet, die nur noch pro forma als Spendensammler und in Beraterfunktionen geführt worden seien, tatsächlich aber als Interessenvertreter für Familien- und Baupolitik in den Ausschüssen mehrerer…“

„… werde die Bundesregierung die CDU unter die Lupe nehmen. Im Raum stehe derzeit sogar, der Organisation die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, da sie sich weder neutral noch in ausreichendem Maße als…“

„… auch gezielt nach ihrer eigenen politischen Einstellung angeworben seien sollen. So habe die CDU vor allem nach bürgerlich-konservativen Fachkräften gesucht, um deren verdeckte Tätigkeit in den Landtagen und Kommunalparlamenten auf die Regierungsparteien und ihre…“

„… mehrere Großkanzleien bestätigt hätten, dass die Union alle Spenden ordnungsgemäß an die vorgesehenen Empfänger weitergeleitet worden seien. Abgesehen von einem Umschlag, dessen Verbleib bisher nicht habe aufgeklärt werden können, da keine der an der Übergabe beteiligten Personen wisse, wer an der Übergabe beteiligt gewesen sei, sei es in der Organisation nie zu…“

„… die Auswertung der Unterlagen ergeben hätten, dass einige Mitglieder der CDU in den Deutschen Bundestag eingeschleust worden seien. Sie hätten in der Tat Nebeneinkünfte aus ihrer Tätigkeit als Abgeordnete erzielt, die sie nicht…“

„… zu Konflikten gekommen sei. Die Berater, die sich um die Verwaltung jüdischer Vermächtnisse gekümmert hätten, seien gleichzeitig im hessischen Landtag tätig gewesen, um auch anderen Spendern die Möglichkeit einer Einflussnahme auf den…“

„… lehne es die Union ab, ihre politisch tätigen Mitglieder aus den Parlamenten abzuziehen. Der Verband wisse nicht, wo er die Spendengelder sonst zu einem sinnvollen und mildtätigen…“

„… habe es in Führungszirkeln der CDU die Überlegung gegeben, Kassen für die noch nicht in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführten Gelder anzulegen. Diese könnten im Fall von Ermittlungen direkt in die Rechtspflege fließen, um bessere…“

„… den Vorschlag der Opposition zurückweise, ein Register einzuführen, das Spender ausweise, von denen künftig keine Gelder mehr für die…“

„… ihre politischen Tätigkeiten nach den kommenden Wahlen zum Deutschen Bundestag einzustellen, um die Union auf ihr Kerngeschäft als Finanzdienstleister im Bereich Fundraising und Vermögensaufbau zu…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLV): Der Sparwahn

12 03 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Irgendwann tief in der Nacht, die guten Tropfen waren längst getrunken, das billige Zeug war weg, und im Keller lagen noch ein paar Flaschen vom allerletzten Fusel, da hatten die Knalltüten nur noch weißes Rauschen in der Birne und fällten Beschluss auf Beschluss, um das ganze Land in eine einzige Tonne kloppen zu können. Alle hackten sich die Hände ab, damit keiner mehr etwas Sinnvolles tun würde. Ein paar von ihnen liefen auf die Autobahn, um sofort und endgültig Miete und Nebenkosten zu sparen. Und einige erfanden im Glanze jodelnder Synapsen das Instrument, das die ganze Nation auf Dauer in der Umlaufbahn des Sozialentzugs halten sollte: wirre Wahnideen des Alles-soll-so-bleiben-wie-es-immer-schon-nie-war, zusammengeballt in der idiotesken Vision eines Sparzwangs, der als Schuldenbremse in die Verfassung kleckert. Damit wir auch morgen noch kraftvoll verhungern.

Man stelle sich einmal vor, eine komplett neue Technologie sei gerade erfunden worden, mit der man Energie so gut wie verlustfrei quer durch das ganze Land, ach was: über alle Grenzen hinweg von einem Ende des Kontinents zum anderen bringen könnte. Menschen stöpseln einen Stecker in die Wand der Behausung, und wie durch Zauberei würde es Licht in jeder beliebigen Butze. Mehr noch, hier und da wüchsen Fabriken aus der Erde, die Maschinen bauen, Brot backen, natürlich auch Waffen zusammenschwiemeln würden, weil der böse Feind ja mittelfristig zurück in die Zeit vor dem Ausbruch des Wohlstandes gebombt werden muss (oder wir verkaufen sie halt irgendwelchen Diktatoren, die ihr eigenes Volk abschlachten), und die Regierung würde trotzdem sagen: wir machen da nicht mit, Infrastruktur kostet nur Geld. Ob man sich auch als Art bewusst entschließen kann, die Evolution anderen zu überlassen, weil dann nicht alles so bliebe, wie es halt sei, das ist noch nicht erforscht. Man kann sich aber die eigenen Hände abhacken, das hält zwar die Evolution auch nicht auf, man fällt ihr aber nicht mehr lange zur Last.

Die unter Volkswirtschaftlern fetischistisch verehrte schwäbische Hausfrau wäre das Ende aller Banken, die tatenlos zusehen müssten, wie zehn Generationen hintereinander Geld in die Matratze stopfen, das irgendwann fürs Häuschen im Grünen reicht, falls die Inflation davon etwas übriggelassen haben sollte. Kein Handwerksmeister würde einen Kredit aufnehmen, um ein Eigenheim finanzieren zu können – wovon auch, wenn auch keiner mehr seines renovieren würde. Was für ein Humbug.

Denn Staatsschulden sind Guthaben der Bürger; indem der Staat Verbindlichkeiten aufbaut, verteilt er deren Gegenwert pro Kopf auf die Konten seiner fiskalischen Subjekte. Nicht einmal das Vererben an Kindeskinder taugt zum Schreckbild, denn mit den Schulden vermacht die Nation auch sämtliche Guthaben, wie ein halb fertiges Haus, in dem ja die Hälfte des Darlehens steckt. Der solide Deutsche aber leiht sich kein Geld, er wartet weiter auf den Lottogewinn, die Ölquelle im Keller, die Sterntaler oder den reichen Onkel aus Amerika, der gar nicht gewusst hat, dass man durch Investitionen quasi automatisch in der Schuldenfalle landet. Hätte er bloß mal Kopfrechnen gelernt.

Und anders als Wirtschaft und Privathaushalte obliegt dem Gemeinwesen eine Aufgabe, für die er schließlich konstruiert, finanziert und ausgehalten wird: die Daseinsvorsorge, die den Staat als das auszeichnet, was er über Zeiten hinweg zu sein hat unter besonderer Berücksichtigung aller möglichen Risiken für seine Bürger. Würde es ein Jahr nicht mehr brennen, keine Kommune schaffte ihre Feuerwehr ab. Heutzutage aber optimiert sich die öffentliche Versorgung tot, indem sie ein Dutzend Wehren zusammenlegt, die schon wenige Stunden nach Ausbruch der Flammen vorbeischaut, um die rauchenden Trümmer zu begutachten – es entlastet die Kassen, der Steuerzahler rückt ein bisschen näher an die Schwarze Null, und weil es sich so dufte anfühlt, wird der komplette Laden alsbald privatisiert. Der Landstrich kokelt gemütlich vor sich hin, die Dividenden der Aktionäre sind mehr als reichlich, und wenn trotzdem die Kosten durch die Decke ballern, greift man doch wieder dem Volk in die Tasche.

Die schwäbische Hausfrau, argumentiert der Politiker, würde nie Töpfe und Pfannen kaufen, es sei denn im Sonderangebot, und auch da nur, wo sie genug Geld auf der hohen Kante hat. Der Staat aber konsumiert nicht, er betreibt Werterhaltung, indem er marode Brücken instandsetzt, Schulen wieder betretbar macht oder für Straßen sorgt, die nicht das Auto zum Zubehör seiner Stoßdämpfer degradieren. Die schwäbische Hausfrau würde ja auch nicht die Heizung bis zum Anschlag aufdrehen, weil keins der Fenster mehr schlösse. Damit finanziert sie also das Eigenheim des Glasers, wie man das in einem Wirtschaftskreislauf wenig überraschend findet. Falls sie nicht lieber erfriert, damit die Banken nicht so alleine sind beim Verrecken. Und das alles soll funktionieren in einem System, das unendliches Wachstum voraussetzt, damit seine theoretischen Grundlagen stimmen. Aber in der Psychiatrie sitzen auch schon Leute für weitaus weniger.





Korruptionsobergrenze

11 03 2021

„… Konsequenzen aus den Korruptionsfällen der letzten Wochen ziehen müsse. Die Union werde dies noch rechtzeitig vor den nächsten Wahlen, bei denen sie eine negative Wirkung auf das…“

„… habe Fraktionschef Brinkhaus von einem klaren Verhaltenskodex gesprochen, den sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages unter Umständen schon in der nächsten Legislatur als…“

„… wolle die Unionsfraktion zunächst einmal Aufklärung betreiben, bevor sie rechtliche Schritte gegen einzelne Mitglieder einleite. Dies sei aber stets von einer Selbstanzeige abhängig, da man die betrügerische Bereicherung an Steuermitteln für weniger ehrenrührig halte als einen…“

„… Zuverdienste zunächst intern bekannt zu machen, um die seit Adenauer gepflegte Liste der besten Nebenverdiener fortschreiben zu können. Wer sich dieser Tradition verschließe, könne von der CDU abgemahnt und zu einer Strafzahlung in Höhe des Nebenverdienstes verurteilt werden, der dazu allerdings auch erst freiwillig an die…“

„… nur für aktive Beratungs-, Vermittler- und Rechtshilfetätigkeiten anfalle. Vor allem junge Abgeordnete, die nur am Aufbau von Kontakten in die Wirtschaft interessiert seien, müssten als noch strafunmündig aus den entsprechenden…“

„… zunächst für einfache Parlamentsmitglieder gelte. Brinkhaus habe keine rechtliche Möglichkeit, die Gewissensentscheidungen von Mitgliedern der Bundesregierung juristisch eindeutig zu…“

„… nie Mitglied der CDU gewesen sei, außerdem habe er seine Unterschrift nur als Vater geleistet. Laschet verweise außerdem darauf, dass nur Bundestagsabgeordnete, die einer Straftat überführt worden seien, seine persönliche…“

„… wolle Brinkhaus die Kanzlerin auch über ihre Regierungszeit hinaus dafür gewinnen, den Mitgliedern im Falle eines Gesetzesverstoßes ihr vollstes Vertrauen auszusprechen, damit diese von Presse und Öffentlichkeit gleich darauf als…“

„… zur Vereinfachung der Verfahren eine Korruptionsobergrenze einführen wolle, um die Arbeit des Deutschen Bundestages nicht unnötig zu erschweren. Werde dieses Limit nicht erreicht, so könne die Unionsfraktion als Ausgleich eine 20-prozentige Steigerung der…“

„… die an amoralischer Widerlichkeit nicht zu übertreffenden Schamlosigkeiten der vergangenen Tage betreffe, mit denen sich die Union in der politischen Geschichte als das Zentrum der gierigen Vaterlandsverräter gezeigt habe. Da Amthor seine Schummeleien schon vor längerer Zeit in den…“

„… einen 9.999-Euro-Schein einführen wolle, der als Zahlungsmittel für besonders beauftragte Personen zugelassen werde. Spahn werde sich um die Zulassung des…“

„… kenne Laschet offenbar Abgeordnete, die an Deals um Masken und Labormaterialien beteiligt gewesen seien. Er wolle diese jedoch nicht nur aus familiären Gründen oder wegen moralischer…“

„… dürfe die Öffentlichkeit nicht mit einem Generalverdacht auf die Entwicklungen der letzten Wochen reagieren, wie es zum Beispiel viel angebrachter bei Linksextremisten oder ALG-II-Empfängern sowie den…“

„… auch die Namen der Spender kenne, die im Fall von geschäftlicher Bevorzugung an die CDU gespendet hätten. Als zukünftiger Kanzler könne er diese Firmen nicht nennen und habe sein Ehrenwort gegeben, sie auch vor einem parlamentarischen Untersuchungssausschuss nicht durch…“

„… lege Brinkhaus großen Wert darauf, dass es sich auch bei drei Dutzend zu erwartenden Fällen in den kommenden Tagen immer um Einzelfälle, in der CDU sogar um bedauerliche…“

„… sei auch die Task Force mit Spahn und Scheuer nicht imstande, normale Verhandlungen mit Wirtschaftsunternehmen zu führen, da sie bisher ausschließlich Angebote einzelner Firmen aus einer Liste, die von der CDU und ihren…“

„… neue Korruptionsfälle grundsätzlich per Fax an die Bundestagsverwaltung melden müsse. So wolle die Union durch eine Entzerrung die…“

„… wehre sich Laschet, bereits vor der Wahl zum Bundeskanzler eine eigene Finanzaffäre in der Union verursacht zu haben. Er sei seiner Zeit eben weit voraus und habe dies bereits erledigt, um sich als Regierungschef mit anderen und wichtigeren…“

„… habe Lindner die schnelle Einführung eines Transparenzregisters gefordert, in dem verzeichnet sei, welche Wirtschaftsunternehmen nur von CDU und CSU und welche auch für Geschäfte mit den anderen Parteien im Bundestag eine…“

„… werde es Geschäfte mit persönlichen Provisionen für Beratungs- und Vermittlungsdienste in der CDU künftig nur noch geben, wenn diese bei der Partei zuvor angemeldet und genehmigt worden seien. Laschet werde dies seinerseits für eine kleine Provision, die er durch den Vorsitzenden, den Kanzler, die CDU Nordrhein-Westfalen sowie…“

„… der Beschluss der Unionsfraktion für vorab zu klärende Sanktionen, die einen Verbleib in Amt und Mandat sowie in der Partei ausschließlich für CDU und CSU gelten dürfe. Es sei in dieser stark angespannten Lage erforderlich, dass man andere Parteien nach moralflexiblen Ansichten beurteilen könne, um die Bundestagswahl nicht durch die…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLIV): Die allgegenwärtige Deutschlandfahne

5 03 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

In irgendeiner Reihenhaussiedlung in Bad Gnirbtzschen sieht man ihn vor die Tür treten, die Personifikation der Trägheit in vollgeschwitzten Kordelzughosen und braungrauen Sandalen, die ihr Design offensichtlich aus der Völkerwanderung mitgebracht haben. Nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, also eigentlich wie immer, latscht das am Morgen auf den kleinen Streifen, der als widerspenstige Begleitvegetation zwischen den Fugen der Waschbetonplatten begonnen hatte und nun kurz vor der Machtergreifung steht, legt den Kopf in den Nacken und guckt einmal ehrfürchtig in die Höhe, wo am morschen Mast der Lappen schlapp schwankt und schaukelt, damit man ohne den Griff zu Straßenkarte und Passdokument sofort weiß: hier muss Deutschland sein. Schwarz, Rot und Gold streifen jeden Zweifel ab und machen noch dem letzten Pessimisten klar, dass er sich hier im Verbreitungsgebiet der Leitkultur befindet. Wo diese Farben sichtbar sind, ist alles deutsch. Und die Farben sind so gut wie überall sichtbar.

Brotdose und Kaffeetasse, Bierglas und Mütze, Rückspiegelkondom oder Wimpelkette, keiner entkommt der nahezu gottgleichen Allgegenwart der Drei-Streifen-Ikone, die zwar als Symbol des Staates höchste Verehrung zu genießen hat und sich gegen jegliche Verunglimpfung gesetzlich zu schützen versteht, gleichzeitig aber auf gefühlt jedem Billigprodukt samt Verpackung pappt, um zu demonstrieren: hier isse gutt, hier isse Germania. Die Revolutionäre des Jahres 48 hätten ihre Mägen im Strahl entleert, wäre ihnen die Rotte karnevalesk verkleideter Stumpfstullen über den Weg getorkelt, die Rübe unter dem teutschfarbigen Klorollengut vor jeder Gedankenproduktion geschützt, Socken in Frottee, mit der optischen Dreiklangsfanfare in grober Stickerei bestanzt, die Flagge der Freiheit als Schweißband, mit der sich lallende Rotzbrocken die Ausdünstung vom Schädel feudeln. Was da seine angebliche Verbundenheit mit der Bundesrepublik offensiv zur Schau stellt, hätte sich eigentlich nur hier und da einen braunen Streifen an die Montur nageln müssen, um nicht verwechselt zu werden.

Am Rad oder Kfz, gerne fährt der Teutone sein Nationale in allerhand Material geschwiemelt durch die Gegend, mit Vorliebe auch zu Hause. Denn nirgendwo ist es ja ähnlich sinnvoll wie auf einer Ausfallstraße am Rande der Vulkaneifel, wenn ein Automobilist dem anderen durch rasch begreifbare Zeichensprache verdeutlichen kann, dass gerade ein deutscher Staatsangehöriger sich auf einer Straße im Hoheitsgebiet der BRD bewegt. Fast könnte man meinen, als verbinde sich damit ein gewisser Mut, als Deutscher in Deutschland unter lauter anderen Deutschen öffentlich zu bekennen: seht her, ich bin Deutscher, und das darf man ja wohl noch sagen in Deutschland! Es könnte sich aber auch einfach um eine feucht-völkische Bumsbirne handeln, die in einer Fernsehtalkshow ihre dreifach gestreifte Masturbationsvorlage mit zwanghafter Zärtlichkeit über die Sessellehne hängt. So genau weiß man das nie.

Wenn es wenigstens Stolz auf das wäre, was hier geschraubt und gehäkelt wird, Made in Germany und nicht der qualitätsreduzierte Fernostschrott, mit dem sich die alemannischen Gartenzwerge behängt auf Mallorca an den Pool schmeißen, man könnte es ja zähneknirschend in Kauf nehmen. Aber dem ist nicht so. Aus der Schwärze der Knechtschaft zum Gold der Freiheit führt nur das Rot, in dem uns die Augen bluten, wo immer irgendeine Nationaltröte ihre ästhetischen Lähmungserscheinungen mit der Umwelt teilt. Auf dem Fußballplatz, zu sportlichen Gelegenheiten mit internationaler Besetzung, Bundesangelegenheiten einschließlich Auftreten von Staatsorganen ist die Kennzeichnung sinnvoll, um nicht plötzlich den Wagen der Kanzlerin zu verpassen. Wer aber die deutsche Ehre in einem helleren Licht dadurch zu erstrahlen meint, dass die Grillwurst im Supermarkt aussieht wie die Verpflegung zum Hambacher Fest, muss schon reichlich am Farbverdünner genuckelt haben. Nein, die aus dem historischen, politischen, geografischen Zusammenhang gerissene Trikolore ist eine sinnentleerte Symbolhandlung für die große Zielgruppe der gründlich verklemmten Deppen, die sich nur dann aufregen würden, wenn ihre deutsche Fahne plötzlich nicht mehr auf der Wurst erschiene. Am liebsten hätten sie sowieso eine Reichskriegs- oder Hakenkreuzflagge, notfalls Schwarz-Weiß-Rot statt der von Linken verordneten Demokratie, in der alle sagen dürfen, was man nicht hören will.

Die am schnellsten einleuchtende Interpretation ist die in Südafrika erfundene, in Deutschland für den weltweiten Export produzierte Lärmröhre, die in keinem Stadion fehlen darf und nur dazu dient, allen umstehenden Hominiden die Trommelfelle in den Cortex zu quetschen. Sie werden aus Kunststoff erzeugt und in alle Welt verkauft, damit Männer mit nur minimal ausgeprägter Impulskontrolle ihre Aggressionen auf die Umwelt projizieren können, gerne auch in der Farbkombination Schwarz-Rot-Gold. Beliebt ist das Modell für den Einsatz auf Demonstrationen. Als Schlagwaffe. Was man mit Nationalsymbolen halt so macht.





Höchste Priorität

3 03 2021

„… wolle die Bundesregierung die Impfreihenfolge lockern, um mehr Patienten unter 80 Jahren mit einem wirkungsvollen Schutz gegen das Virus zu versehen. Die Entscheidung werde vermutlich auf der nächsten Konferenz der…“

„… alle Pflegekräfte sofort an die Spitze der Reihenfolge zu setzen, beginnend mit dem Personal in Kliniken unter besonderer Berücksichtigung der Intensivpfleger. Dazu allerdings habe der Deutsche Caritasverband eine andere Meinung, wenn damit auch die Bevorzugung nichtkatholischer Pfleger oder anderweitig dem Leitbild des Verbandes in…“

„… gelte es vor allem, angebrochene oder auf Halde liegende Impfdosen schnellstmöglich zum Einsatz kommen zu lassen. Spahn plädiere dafür, eine öffentliche Liste der nicht genutzten Vakzine zu veröffentlichen, die dann wöchentlich an die Gesundheitsämter gefaxt werden könne, um pro Quartal eine Zahl von bis zu…“

„… den Abstand zwischen der ersten und der zweiten Dosis strecken könne, um mehr Personen in die Herdenimmunität aufzunehmen. Laschet fordere, mit der zweiten Impfung so lange wie möglich zu warten, notfalls auch bis zur Infektion mit Corona, um eine bessere Auslastung der…“

„… müssten Polizisten unbedingt vorgezogen werden. Wendt habe betont, dass kaum eine andere Berufsgruppe so oft mit Rechtsradikalen in engem Kontakt stehe, die während der Demonstrationen gegen das linksextremistische Merkel-Regime von Bill Gates mit multifunktionalen 5G-Chips und Impfaerosolen vergiftet würden, so dass eine…“

„… mit multiplen Rastern arbeiten werde. So könne die Prioritätsgruppe der Lehrer mit Eltern in Pflege oder Friseurhandwerk und Partner in einem systemrelevanten Einzelhandelsberuf gleichwertig mit der intensivmedizinisch betreuter Gatten von Zahnärzten, Profifußballern oder unter Quarantäne stehenden Erzieherinnen je mit einer chronischen Krankheit, einem Kind und einer…“

„… zunächst Hotspots in Bayern und Sachsen für alle volljährigen Personen zulassen, um die Verbreitung innerhalb lokaler Zentren unterbinden zu können. Die AfD habe dies ausdrücklich gelobt, da die deutsche Politik damit vor allem die Bürger belohne, die gegen den linksfaschistischen Terror des Merkel-Lockdowns verstoßen würden, der ein gar nicht existierendes Virus und die…“

„… lobe Spahn vor allem die Aktivität seiner Parteifreunde. Der in der Union und anderen rechten Gruppierungen entstehende Trend, sich als Politiker vorbildhaft aus Eigenverantwortung selbst einen Impftermin zu besorgen, sei ein gutes Signal, dass Deutschland auf dem besten Weg in die…“

„… widersprochen habe. Kretschmer sehe das Problem eher bei einer permanenten Einschleppung der Infektionen aus Tschechien, weshalb er für eine bevorzugte Impfung der Grenzpendler, die aus…“

„… dass kein Hygienekonzept vorliegen müsse, es deshalb also berufsbedingt ein besonders hohes Infektionsrisiko geben müsse. Laschet wolle Ärzte erst dann höher priorisieren, wenn auch der letzte Küchenbauer in Nordrhein-Westfalen unter seinem persönlichen Schutz stehe. Als künftiger Kanzler wisse er genau, dass das Vertrauen in die…“

„… das Kita-Personal unbedingt vorgezogen werden müsse, um die Betreuung für berufstätige Eltern sicherzustellen. Die heiße jedoch nicht, dass auch andere Personen im Umgang mit Kindern ein Anrecht auf schnelle Impfung hätten, da das Virus nach Ansicht der Kultusminister von Kinder gar nicht übertragen werden könne und deshalb eine…“

„… fordere inzwischen auch Bild, dass alle Impfungen gestoppt werden müssten, solange sich die Bundeskanzlerin nicht in einer Live-Übertragung mit einem von ihr nicht als erste Wahl bezeichneten Vakzin habe impfen lassen. Die von Springer veröffentlichte Pressemitteilung, man werde Merkel verklagen, da sie sich außerhalb der Reihe eine Impfdosis erschlichen und ins Fernsehen gedrängelt habe, sei versehentlich zu früh in den…“

„… könnten aus Gründen der Datensicherheit und wegen der schlechten technischen Ausstattung in den Ämtern derzeit angebrochene Dosen nicht an Personen in den Fußgängerzonen verimpft werden. Da der Plan jedoch attraktiv erscheine, habe Spahn weitere 1,8 Millionen Stück bestellt, damit die Lager nicht durch zu hohe Nachfrage…“

„… Personen mit Demenz altersunabhängig in die Prioritätsgruppe 1 aufnehmen wolle. Gauland habe sich noch nicht entschlossen, ob er seine vom Impfzentrum Potsdam ausgesprochene Einladung als völkerrechtlichen Verstoß gegen die…“

„… vor Infektionen am Arbeitsplatz schützen müsse, da die Öffnung der Betriebe die höchste Priorität in der Impfkampagne besitze. Lindner habe es als Sozialismus bezeichnet, unter diesen Umständen auch nur daran zu denken, Erwerbslose in den Genuss einer kostenlosen medizinischen…“

„… sei die AfD strikt gegen eine Schließung der Grenze zu Tschechien. Zwar stehe man zu der von Höcke ausgegebenen Anweisung, allen denen den Impfstoff zu verweigern, die Kontakt zu rassisch minderwertigen Personen des Ausbreitungstyps pflegen würden, die Tschechei sei aber als künftiges Beitrittsgebiet zu einem großdeutschen Staat für seuchenmedizinische Versuche nicht besonders…“

„… eine Ausnahme gemacht werden müsse, um die Subventionen für die TUI AG auch nachträglich rechtfertigen zu können. Das übrige Personal der Hotel- und Gaststättenbetriebe sei jedoch bereits für das kommende Jahr vorgemerkt, nachdem die Autobauer, mehrere Banken sowie…“