Schnelle Hilfen

15 09 2021

„… starke seismische Ausschläge in der Eifel gemessen worden seien. Wissenschaftler würden in den nächsten Wochen mit mehreren Erdstößen in der Region rechnen, die zum Teil erheblich am…“

„… wolle sich Laschet zunächst nicht mit den geologischen Befunden beschäftigen. Aus der Staatskanzlei heiße es, solange es noch wichtige Wissenschaftler gebe, die sich nicht abschließend zu der Prognose geäußert hätten, könne sich die Landesregierung nicht mit Problemen, die in der Zukunft lägen und noch keine dringliche…“

„… in der Gegend um Bad Münstereifel erste Erschütterungen festgestellt hätten. Für einen Krisenstab sei es nach Ansicht der Regierung noch zu früh, da keine erkennbaren Beschädigungen an den Häusern festgestellt worden seien, die von der Flut bereits stark in…“

„… Hilfsangebote aus Rheinland-Pfalz nicht angenommen worden seien, da Reul keine Zeit habe, eine Koordination der Einsatzkräfte vor dem Eintreffen stärkerer Erdbewegungen aus dem…“

„… die tektonisch aktiven Gebiete räumen lassen müsse. Zwei stärkere Erdbewegungen im Süden von Euskirchen seien für das Geologenteam ein deutliches Warnzeichen, dass sich innerhalb der kommenden Tage eine Verschiebung des…“

„… rechne Laschet mit einem Vulkanausbruch in Rheinland-Pfalz, da er dieses Gebiet von der Straßenkarte her sehr gut kenne und dort mehrmals schon durchgefahren sei. Weitere Prognosen wolle er vor der Wahl nicht kommentieren, da er derzeit sehr in die reibungslose Übernahme des Amtes des Bundeskanzlers eingespannt sei und keine…“

„… gegen zwei Uhr nachts stattgefunden habe. Das Beben mit einer Magnitude von 6,5 auf der Richterskala habe den gesamten Innenstadtbereich von Bad Münstereifel zerstört und sei mit seinen Ausläufern noch bis Bonn und in den…“

„… scharfe Kritik an den Wissenschaftlern geübt habe. Laschet habe seine Empörung gegenüber den Geologen geäußert, dass diese nicht in der Lage gewesen seien, trotz teurer Technik einen Erdstoß so präzise vorherzusagen, dass sich die Wirtschaft durch präventive Maßnahmen im…“

„… etwa tausend Bewohner obdachlos seien, da viele Gebäude als einsturzgefährdet betrachtet werden müssten. Bevor die Landesregierung einen Krisenstab einrichte, wolle Reul zunächst durch Gespräche mit der zuständigen Verwaltung vor Ort einen Eindruck von der…“

„… ein Nachbeben stattgefunden habe. Ob es sich um eine abgeschlossene seismische Aktivität handeln würde, sei derzeit noch nicht…“

„… könne es noch keine Gespräche mit dem Innenminister geben, da die Telefonleitungen in der betroffenen Region größtenteils zerstört worden seien. Die Landesregierung erwarte daher vermehrt schriftliche Eingaben der Verwaltung, die man allerdings erst nach der Bundestagswahl sichten könne, da die personellen Ressourcen in der CDU sich noch auf andere Aufgaben im…“

„… eine Kerze in der Herz-Jesu-Kirche in Aachen entzünden wolle, deren Chormosaik bei einem Beben am 22. Juli 2002 schwere Schäden davongetragen habe. Laschet habe bei dieser Gelegenheit nochmals betont, dass nur mit mehr Digitalisierung schnelle Hilfen im ländlichen Raum möglich seien, weshalb die Entfesselung der Wirtschaft oberste Priorität nach den…“

„… in einer Pressemitteilung unterstrichen habe, dass das Erdbeben nicht von Menschen oder der Wirtschaft verursacht worden sei. Die CDU in Nordrhein-Westfalen wolle gleich jetzt linksgrünen Spekulationen vorbeugen, tektonische Ereignisse seien eine wachsende Gefahr, die nur durch die vollständige Abschaffung des Wohlstandes in der Bundesrepublik und einen Lockdown für die…“

„… sich nach der dritten Nacht erheblicher Protest gegen die Landesregierung regen würde, die noch immer keine Hilfsmaßnahmen für eine wachsende Zahl von Geschädigten in der…“

„… die Investition in Warnsirenen nicht sinnvoll gewesen wäre, da diese bei einem Erdbeben schnell zerstört worden wären. Die Landesregierung werde stattdessen eine digitale Lösung anschieben, wenn die Wirtschaft die entscheidenden Impulse für eine neue technische…“

„… habe Reul die Bürgermeister der betroffenen Kommunen zu einer Videokonferenz eingeladen, die aus technischen Gründen allerdings im Innenministerium stattfinde. Einen Termin werde man noch in diesem Jahr, spätestens aber vor den Wahlen zum Landtag von…“

„… eine Chance für Nordrhein-Westfalen sehe. Da es perspektivisch viele Neubauten gebe, werde die nächste Bundesregierung mit zinsgünstigen Krediten für Solaranlagen auf den Dächern viel für den Klimaschutz und die…“

„… werde er schon bald persönlich nach Bad Münstereifel kommen. Laschet lasse es sich nicht nehmen, einen kurzfristigen Wahlkampfauftritt in den Erdbebengebieten zu absolvieren, um den Mut und die Stabilität seiner Regierung auch in sehr schwierigen Zeiten, in denen ein Linksrutsch drohe, für die Bürgerinnen und Bürger draußen in den…“

„… sich zunächst nicht mit dem Aufbau der eingestürzten Häuser werde befassen können. Die Schäden der Flutkatastrophe seien dringlicher, man werde nach deren Behebung über Landesmittel für die Erdbebenopfer entscheiden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei dies allerdings noch eine…“





Sofortprogramm

2 09 2021

„Es muss aber nachhaltig aussehen.“ „Lassen Sie das mal die Kampagnenleitung machen, wir setzen es um.“ „Kann nicht unser Spitzenkandidat…“ „Laschet!?“ „Wir sind doch froh, wenn der mal nichts tut und die Klappe hält!“

„Also auf jedes Dach eine Solaranlage.“ „Das muss man sich auch erst mal leisten können.“ „Die Chinesen bieten die mittlerweile sehr preiswert an.“ „Weil wir die Solarbranche in die Tonne getreten haben.“ „Unser Landesverband in NRW brauchte halt die Parteispenden.“ „Und der Sohn von Laschet braucht manchmal teure Anwälte.“ „Trotzdem, wir müssen die Planungsverfahren ja verschlanken, wir wollen die Chinesen mitnehmen.“ „Ohne die macht es ja keinen Sinn.“ „Eben.“ „Und wie kann man das der Industrie kommunizieren?“ „Es muss eben nachhaltig aussehen.“ „Und Windkraft?“ „Da sind die Planungsverfahren auch zu lang.“ „Sie haben da nur die Formulare für die Demontage.“ „Sobald das letzte Windrad demontiert ist, bauen wir sofort neue!“ „Logisch, ist ja ein Sofortprogramm.“

„Dieses Riesenpotenzial an Dächern, das die Parteispitze entdeckt hat…“ „Vermutlich war der Kanzlerkandidat mal beim Dachdecker.“ „Wenn es sich um eine Entdeckung gehandelt hat, war’s eher der Wind der Veränderung.“ „Kirchturmpolitik ist auch nicht auszuschließen.“ „… müssen wir für die Umsetzung aller planungsbeschleunigender…“ „Wie, Gender!?“ „Ist doch egal, wir brauchen einen schnellen Erfolg, der auch beim Bürger draußen im Land ankommt.“ „Wie die noch nicht gezahlten Fluthilfen?“ „Das war vor der Wahl.“ „Hallo, wir sind immer noch vor der Wahl!“ „Aber das Dings hier zur Klimaverdingsung, Planung, das ist alles nach der Wahl.“ „Und Klima hatte keiner kommen sehen, so sieht’s doch aus.“ „Wollen Sie jetzt sagen, wir lassen alle Flutopfer auf ihren Schäden sitzen, weil wir nur noch für das Sofortprogramm planen?“ „Es muss schon nachhaltig aussehen.“ „Das ist ja das Problem.“ „Weil die Grünen das nicht können?“ „Doch, aber es ist halt auch ein bisschen schlimm, wenn wir dazu deren Wahlprogramm lesen und dann auch noch umsetzen müssen.“ „Aber wir tun das für Deutschland.“ „Eben, wir machen gute Politik und verhindern gleichzeitig, dass diese sozialistischen Parteien das selbst machen.“

„Kann man nicht zum Ausgleich auch ein paar Punkte aus dem AfD-Programm übernehmen?“ „Wie stellen Sie sich das vor?“ „Naja, wir haben da die eine oder andere Schnittmenge.“ „Personell und im Osten.“ „Das müsste man berücksichtigen.“ „Ich finde, wir könnten ein paar Forderungen für die innerparteiliche Balance schon mitnehmen.“ „So ein paar rechtskonservative Punkte neben ein paar linksradikalen Forderungen sind doch okay.“ „Also bitte, die AfD ist nicht rechtskonservativ.“ „Dafür sind die Grünen ja auch nicht linksradikal.“ „Ich verstehe das mit der Balance trotzdem nicht.“ „Weil wir eigentlich auch nicht christlich sind, und wenn Sie ehrlich sind, demokratisch auch nicht.“

„Wir dürfen jetzt auf gar keinen Fall zu einer Verbotspartei werden.“ „Das mit dem Gendern will ich aber nicht.“ „Das entscheiden ja letztlich auch die Leute.“ „Und wenn wir im Sofortprogramm ein klares Signal für christlich-konservative Werte wie Respekt für…“ „Dann müssten wir auch gendern.“ „Und das Tempolimit?“ „Hängt von den Menschen ab.“ „Notfalls gibt’s Gesetze.“ „Hihi, lustig, wie Sie ‚Verbote‘ aussprechen!“ „Die Solardächer können auch nur die hart arbeitenden Menschen draußen im Land auch nur mit zinslosen Darlehen leisten.“ „Also nehmen wir gar kein Geld in die Hand?“ „Es reicht doch, wenn sich andere verschulden.“ „Und wenn sich dafür die Leute verschulden?“ „Dann sieht’s wenigstens nachhaltig aus.“

„Warum hat Laschet mit dem ganzen Mist nicht schon viel früher angefangen?“ „Da gab es das Wahlprogramm der Grünen noch nicht.“ „Und er war auch nur Ministerpräsident in NRW und musste da eine ganz andere Agenda fahren.“ „Das sehen Sie falsch.“ „Ach ja?“ „Er hätte konkrete Ziele für die Energiewende definieren mssen.“ „Das macht er doch nicht mal jetzt.“ „Dafür sieht es zumindest nachhaltig aus.“ „Genau das ist ja das Problem: es sieht immer nur so aus.“ „Dafür können wir uns sicher sein, im Gegensatz zu seinem Gelächter auf der Gedenkveranstaltung für die Flutopfer bedauert er diesmal nicht nur den Eindruck.“

„Und Sie meinen, das rettet uns den Arsch?“ „Wieso unseren?“ „Geht es nicht nur um Laschet?“ „Und wenn es nicht genug Hausdächer gibt oder Flächen für Windparks?“ „Da müssten wir dann mit ordnungspolitischen Maßnahmen wie…“ „Exakt, Enteignungen.“ „Das müssen wir verhindern!“ „Gut, dass wir darin jede Menge Erfahrung haben.“ „Naja, in Symbolpolitik waren wir bisher auch ganz okay.“ „Aber das reicht nicht aus.“ „Wir können die Menschen draußen im Land doch nicht bei jeder Entscheidung mitnehmen!“ „Eben, dann wären wir ja die Grünen.“ „Und die CDU bräuchte niemand mehr.“ „Wir können Sie so etwas nur sagen!“ „Das darf man nicht mal denken!“ „Nur weil wir heute in dieser Lage sind, ändert man doch nicht seine ganze Politik!“ „Eben, dann würden am Ende noch viel mehr Wähler zu den Grünen abwandern, und wir wären endgültig erledigt.“ „Sieht so aus, ja.“ „Und genau das ist das Problem.“ „Hä?“ „Die CDU ist bald komplett weg vom Fenster, danach sieht’s wohl aus.“ „Aber immerhin nachhaltig.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLXXIX): Fake Work

27 08 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Die Entwicklung der Arbeitsteilung dürfte nach Expertenmeinung vielschichtige Gründe gehabt haben. Jeden nach seinen Möglichkeiten, jeden nach seinen Bedürfnissen arbeiten zu lassen war eins der auch in jüngerer Zeit bekannten Motive, die am Tierreich angelehnte Kooperation ein nicht zu unterschätzendes, schließlich die Aufteilung in Familien, Sippen und Kasten, bis zur Erkenntnis, dass nicht alle mit derselben Hirnrindenmenge an den Start gehen. Ganze Volkswirtschaften nahmen ihren Ursprung auch in der Tatsache, dass es immer irgendwo eine Knalltüte gibt, die die von fleißigen Kinderhänden gesammelten und auf weiche Stellen untersuchten Buntbeeren noch einmal kontrollieren muss, was der Qualität der Früchte zwar nicht zuträglich ist, aber eine gesellschaftliche Hierarchie im Arbeitsablauf erlebbar macht und für eine zusätzliche Position sorgt, die Verantwortung und Führungsanspruch innehat. Im Kontext der heutigen Konzerne ist dies als mittleres Management bestens bekannt, aus psychologischer Sicht als Fake Work.

Natürlich hat der Arbeitsfetischismus uns alle zwangsbeglückt, damit das kapitalistisch geprägte Luxusleben seine Berechtigung erhält und erhalten kann, bis irgendwann eine Maschine, ein Computer oder ein Kind in einem schmierigen Tümpel am anderen Ende der Welt unseren Job erledigt und uns damit demonstriert, dass wir für den weiteren Lauf der Dinge überflüssig geworden sind. Damit alle an den Segnungen der Vollbeschäftigung teilhaben dürfen, müssen wir leben, um zu arbeiten – der umgekehrte Weg erwies sich als gesünder, ließ aber oft die Börsenkurse nachgeben. Nützlich im Sinne der Arbeitsethik, jener von Luthers Lakaien im Selbsthass zusammengeschwiemelten Theorie der geistlichen Umnachtung auf schriftlicher Grundlage einer traditionellen Wahnvorstellung, in der Hexen fliegen können und Leibeigene an ihrer Herkunft selbst schuld sind, ist nur der, der wenigstens von außen den Anschein erweckt, als sei er tätig, ob nun produktiv oder zerstörerisch, aber letztlich doch in stetiger Aktion beim Verschandeln dieser Welt. Der moderne Mensch hat sich sein Ableben erst dann verdient, wenn er sich vorher kaputt gearbeitet hat, sei es am Fließband, sei es auf stressigen Reisen in brasilianische Laufhäuser, da die Funktionärsstelle eben zweckmäßigeres Tun nicht vorsieht; müßig zu sagen, dass für diese Verrichtung die erweiterte Kenntnis internationalen Strafrechts, ein Studium der Betriebswirtschaft sowie Erfahrung als Erbe einer Bonzendynastie zwingend vorausgesetzt wird.

Aber die Entwicklung bringt es an den Tag, und wir haben bereits genügend Erkenntnisse aus der jüngeren Vergangenheit gewonnen. Noch immer ist ein Großteil der Arbeitsabläufe unkoordiniert und bar jeder Struktur; die Rechnungskontrolle wird durch die Rechnungskontrollkontrolle geprüft, die mehr Zeit und Geld in Anspruch nimmt, als eine Handvoll Zahlendreher je kosteten. Längst hocken wir in endlosen Videokonferenzen und reden wirr aneinander vorbei, nachdem sich kurz und folgenlos der Gedanke eingeschlichen hatte, dass der größte Teil aller Besprechungen aus Buchstabentanzen und sinnlosem Singsang besteht, der, wenn überhaupt, mit einer Mail abgekaspert werden kann. Nun ist in der Überflussgesellschaft Verschwendung eine der Kardinaltugenden, warum also soll nicht auch Zeit aus dem Fenster geschmissen werden? Und so hat genug Personal der auf Wichtigkeit und Wirkung getrimmten Unternehmen die Aufgabe, Arbeiten zu wiederholen, doppelt zu erledigen oder zwischen Baum und Borke auszuführen, damit nach dem Ende der Unterbrechung der erste Teil wieder fröhlich von vorne beginnt.

Die Knechte in der Tretmühle haben in ihrer Sozialisierung trefflich gelernt, mit großem Getöse nichts zu tun, konstant busy auszusehen und gerade noch so viel Zeit zu haben, dass sie überall sagen können, sie hätten überhaupt keine Zeit. Wo der aus naheliegenden Gründen realitätsentwöhnte Chef zweiter Ordnung den Krawall der Kulis bemerkt, wird er den bevorzugen, der unter möglichst großer Lärmentfaltung den subalternen Seppeln Leistung vorturnt, hektische Action bei geistiger Windstille. Ein Schuft, wer nicht schuftet – bis in die delikate Dramaturgie wird exerziert, dass Abteilungsleiter minutenlang Aktenordner bündeln, um dann das Konvolut als Monstranz der eigenen Produktivität über den Büroflur zu wuchten. Ab einer gewissen Konstanz wird der Große Boss den Aspiranten mit auf seine Ebene nehmen und ihm Verantwortung für die Gehilfen übertragen, die rastlos rackern und dabei doch nicht mehr schaffen, als Sand auf einen Haufen zu schippen, der der Schwerkraft folgt.

Wir wissen, dass wir nicht essen sollen, wenn wir nicht zumindest so tun, als würden wir arbeiten; von Freude daran war nie die Rede. Die säkularen Mythen recyceln lediglich religiöse Märchen, der Kapitalismus bastelt sich aus den Relikten der Riten sein neomasochistisches Geschäftsmodell. Der eine sammelt die Beeren, der andere bringt sie nach Hause, der letzte frisst sie auf. Wie unverzichtbar sind wir doch, dass wir alle in diesem Prozess eine Rolle spielen dürfen, und sei auch nur, um andere vor dem Hungertod zu retten.





Nachwachsende Rohstoffe

26 08 2021

„Das finde ich jetzt wirklich übertrieben mit den 400.000 Arbeitskräften.“ „Wer weiß, wie viele wir allein in der Pflege brauchen werden.“ „Das kann doch jeder.“ „Aber weshalb kündigen dann so viele von denen?“ „Das liegt am Fachkräftemangel, die bekommen überall eine bessere Stelle.“

„Ich dachte immer, die Fachkräfte gibt es gar nicht mehr?“ „Doch, aber die wollen für das Geld gar nicht mehr arbeiten.“ „Und darum müssen jetzt die fachfremden Kräfte für die einspringen, weil sie als Nichtfachkräfte mehr verdienen?“ „Das ist alles sehr komplex.“ „Das sieht man schon an den Lehrern, die sich jedes Jahr neu bewerben.“ „Bei denen liegt es aber daran, dass sie nach jedem Jahr rausgeworfen werden.“ „Selbst schuld, wenn man studiert, dann weiß man doch, dass man nur noch befristete Jobs kriegt.“ „Dann könnte man doch die Lehrer auch zu Pflegern umschulen.“ „Was bringt das?“ „Die können doch in den Ferien arbeiten.“ „Hähähä!“ „Wir haben ja bis zur Durchseuchung eh ständig Homeschooling.“ „Eben, dann können die für ihr Geld ja auch ins Krankenhaus gehen.“ „Oder ins Altenheim.“ „Dann müssten wir aber mal die Gehälter anpassen.“ „Finde ich auch.“ „Also die Gehälter in der Pflege anheben?“ „Die Gehälter der Lehrer kürzen, schließlich haben die keinen Beruf in der Pflege gelernt.“ „Das kann doch jeder.“ „Das mag sein, aber wir müssen es doch nicht auch noch belohnen, wenn man sich einen Beruf sucht, in dem man nicht gebraucht wird.“

„Notfalls könnte man im Einzelhandel fragen.“ „Ob die ausgemusterte Pfleger nehmen?“ „Ich hatte das eher andersherum gedacht.“ „Andererseits wäre das für die ein gesellschaftlicher Aufstieg, wenn die im Lehrerberuf arbeiten würden.“ „Und das Geld?“ „Geld macht nicht glücklich.“ „Finde ich auch.“ „Die könnten ja notfalls auch nebenbei noch einen Zweitjob machen, wenn ihnen das nicht passt.“ „Bei den vielen Ferien bietet sich das an.“ „Aber nicht ausgerechnet in der Pflege.“ „Wieso nicht, Konkurrenz belebt das Geschäft.“ „Eben, und das würde die Preise drücken.“ „Hervorragende Idee!“ „Könnte man das auf die Lokführer anwenden?“ „Also da habe ich meine Zweifel.“ „Verstehe ich, das ist schon ein verantwortungsvoller Beruf.“ „Was man da alles an Boni verfeuert, wenn man mit zu viel Überstunden rausgeht!“ „Ich dachte eher an die Fachkompetenz.“ „Dann dürften Sie die aber auch nicht als Lehrer arbeiten lassen.“ „Das kann doch jeder.“ „Meinen Sie?“ „Wenn ich mir ansehe, was da gerade in den Schulen los ist, mein lieber Mann!“ „Das haben aber die Kultusminister zu verantworten.“ „Und das sind alles Pädagogen?“ „Laut Laschet ja.“ „Was wollen Sie jetzt mit dem Trottel, hier geht es um Fachkompetenz!“ „Meine Güte, einer muss doch dafür den Kopf hinhalten!“ „Den was!?“ „Ach, vergessen Sie’s einfach.“

„À propos Kopf, wir sollten die Frisöre nicht vergessen.“ „Und dann natürlich die Gastronomie.“ „Das kann doch jeder.“ „Dann probieren Sie es gern mal aus.“ „Muss ich nicht, ich brauche auch keine Pflegeausbildung, um die Renditevorstellungen für einen Krankenhauskonzern zu berechnen.“ „Wir können doch nicht alle Kellner ins Krankenhaus schicken.“ „Ob die jetzt Lachshäppchen tragen oder die Bettpfanne, das ist doch wohl egal.“ „Haben wir denn immer noch nicht genug Flüchtlinge?“ „Das Problem ist, dass die meisten nicht schnell genug abgeschoben werden können.“ „Also haben wir doch noch genug.“ „Wenn man lange genug wartet, kann man sie schon irgendwann abschieben.“ „Dann haben aber viele schon einen Job.“ „Dann muss man die erst recht abschieben, die haben den Job ja einem Deutschen weggenommen.“ „Kann man die alle in die Pflege stecken?“ „Was macht man, wenn die trotzdem abgeschoben werden, obwohl kein Deutscher mehr in die Pflegeberufe gehen will?“ „Alle Deutschen in den Einzelhandel und alle anderen in die Pflege?“ „Und die Lehrer?“ „Also erstmal nur die Deutschlehrer?“ „Die sind ja zur Not noch als Frisöre verwendbar.“ „Falls sie nicht von selbst in die Gastronomie gehen.“

„Wir müssen hier mehr Strategie entwickeln.“ „Naja, wenigstens sind uns die Flüchtlinge als nachwachsende Rohstoffe sicher.“ „Wir dürfen aber dann nicht mehr so aggressiv betonen, dass sich 2015 nicht wiederholen darf.“ „Glauben Sie, dass die Deutschen diese Zusammenhänge kapieren?“ „Das kann doch jeder.“ „Oder alle kommen in die EU, dann kann man sie als Leiharbeiter von den Fleischbetrieben direkt ins Pflegeheim schicken.“ „So groß ist der Unterschied ja nicht.“ „Aber dann kriegt man die nicht mehr weg.“ „Vielleicht nimmt man dann besser nur noch Flüchtlinge mit einem qualifizierten Berufsabschluss.“ „Und wie bringen wir die Herkunftsländer dazu, jedem eine gute Ausbildung zu verpassen?“ „Man könnte ja damit werben, dass wir die Abschlüsse hier schneller anerkennen.“ „Das ist dieses Entfesselungsdings?“ „In der Zwischenzeit können wir die ja immer noch in die Pflege stecken.“

„Dann haben wir nur noch ein Problem: die Politiker.“ „Das kann doch jeder.“ „Hähähä!“ „Sie haben das falsch verstanden, nach jetziger Lage sind die doch nach der Wahl ihre Jobs los.“ „Nein, nur die Mandate.“ „Ohne die bekommt man doch keine Verträge als Grüßonkel oder Pausenclown.“ „Sie meinen, wir sollten die jetzt abschieben?“ „In die Pflege stecken geht ja nicht.“ „Lokführer?“ „Als Kellner jedenfalls völlig ungeeignet.“ „Da die sich mit befristeten Jobs auskennen, würde sich da nicht die Wissenschaft anbieten?“ „Berater?“ „Gute Idee, das kann wirklich jeder.“ „Also, wer von uns gründet jetzt die Firma?“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLXXVIII): Postdemokratie

20 08 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Mit etwas Glück landen die Aliens bald in einer Gartenanlage in Bad Gnirbtzschen – es ist nicht auszuschließen, dass sie bereits hier sind in Gestalt eines permanent zugesoffenen Soziopathen mit Kurzlunte, der unbedingt Kanzler einer sozial total unterbelichteten Nation werden will, weil ein Job als Chefabschmecker im Klärwerk ihn intellektuell überfordern würde – und verlangen, zu unserem Anführer gebracht zu werden. Je nach evolutionärer Bauart stecken sie sich Finger in Austrittsöffnungen ihres Stoffwechselsystems, implodieren, vernichten aus spontan entwickeltem Ekel die Zivilisation oder stellen fest, dass die Unterwerfung von ein paar Milliarden Torfschädeln durch eine Kleinstkaste moralfreier Arschgeigen reibungslos geklappt hat. Letzteres dürfte zu erwarten sein, wenn die grünen Gestalten noch auf dem Stand der Antike sind, die als Demokratie ein Staatswesen verkaufte, das nicht gerade Gleichheit und Menschenrechte versprach, aber zumindest mehr als die niederen Instinkte von ein paar Dumpfdüsen befriedigte. Aber das Modell hat seinen Zenit überschritten. Die Postdemokratie hat wesentliche Merkmale kaputtgespielt, die nicht zu retten sind, gewaltsame Versuche ausgenommen.

Die widerliche Inhaltlosigkeit jeglicher Art von politischer Auseinandersetzung, die den Wahlkampf zum Brechmitteltest degenerieren lässt, hat in den vergangenen Jahrzehnten den Zenit erklommen, auf dem die Niveaulosigkeit nun steht, von dem aus sie auf den Souverän herunterseicht. Ein kleiner Schritt vom Gemeinwesen zum Unwesen der Gemeinen, den die Parteien als Akteure eines Staates zunächst alleine gingen, um sich den Laden unter den Nagel zu reißen – natürlich nicht ganz alleine, denn was da nach oben gespült wurde, waren Dummklumpen, Parteisoldaten, geistig minderbemitteltes Pack, das Noten würfelt und über Gräber tanzt, und sie hatten immer einen dienstbaren Schmierlappen zur Hand, der als Berater Gesetze zusammenschwiemelte, die Profite als Branchenvertreter klein rechnete und als Interessenvertretung des Kapitals den Sozialstaat an die Wand stellte. Parteien und Konzerne filetieren die Gesellschaft und schmeißen den Abfall dem Volk vor, damit die gierigen Armen etwas fressen können und das Vorurteil der Emporkömmlinge ein bisschen besser bestätigt wird.

Zwar wird in diesem Gequassel gewählt, aber wozu? Wechselnde Koalitionen beliebiger Ichlinge ändern weder Richtung noch Geschwindigkeit der Talfahrt in den globalen Untergang, der der Plebs als Exekution des eigenen Willens vorgespielt wird. Während Wissenschaft und Bürgertum aus dem Bedeutungsnirwana fiepen, läuft die Verheerung der Heuschrecken planmäßig ab: erst das Aushebeln der Regierungen, dann der Parlamente, irgendwann werden Verfassungen überflüssig, Menschenrechte obsolet, und eine globalisierte Elite feiert die Wiederaufrichtung der Klassengesellschaft, wie sie sich Marx nicht besser hätte ausdenken können.

Die politische Kommunikation ist zum Füllsel in den Ritzen der Aufmerksamkeit zerkrümelt, das angebliche Staatsgeschäft wird zum Business der Sockenpuppen, die inhaltsentkernte Kasperade liefern. Der Diskurs findet in Talksendungen statt, in denen Entscheider ihre billigen Marionetten tanzen lassen, während sich das Deppensortiment mit talentlosem Gehampel zu erkennen gibt. Was als diskussionswürdige Problemfälle vorgegeben wird, das ewige Hochrülpsen und Nachkauen des Empörbreis, lenkt die verseifte Menge von den tatsächlichen Skandalen ab, die nur ja nicht öffentlich angesprochen werden dürfen – wehe, eins beschwert sich und pocht dann auch noch auf den Amtseid der Koordinationstrottel, die nicht einmal unfallfrei eine Kartoffel schälen könnten, wenn sie eine schriftliche Anleitung dazu bekämen. Hier und da steckt man einem Quotenhonk Kohle zu, damit er als Experte Milchmädchendurchblick antäuscht, aber wozu? Die Show wird davon nicht besser.

Aber das muss sie auch nicht, das Publikum hat längst verstanden, dass es Klatschvieh ist in einer realitätsallergischen Inszenierung des Weltendes, in der es sich die Privilegierten noch einmal gut gehen lassen wollen, bis der ganze Kulissenkrempel an die Wand klatscht und der Kaiser, die lallende Pottsau, nackt vor der Unterschicht steht und sie für ihren Hunger verhöhnt. Es wird in der Glotze kommen, präsentiert von einem elektrischen Garagentor, und die Märkte werden sich freuen, dass wir mit einer schwarzen Null absaufen, während gleichzeitig die Bilder vom Volk, das sich niederknüppeln lässt für eine sponsorenfreie Demokratie, wegen mangelnder Reichweite ausfallen, sich versenden und leider als gefährlich gelöscht werden müssen.

Das Problem am Status quo ist, dass er sich jetzt nicht mehr beliebig verlängern lässt. Schon hängt Angstgeruch in der Luft, weil den Hampelmännern die Düse geht, dass es eben doch Ausnahmen geben könnte, die sich gewaltsamer Mittel bedienen. Die sind als revolutionärer Akt reaktionärer Ratten nicht ganz unerwünscht, solange es die richtigen trifft. Vielleicht kolonialisieren totalitäre Staaten ohne das übliche Demokratiedefizitgejammer den westlichen Saftladen und sorgen für Ruhe. Mehr kann doch der Kapitalismus nicht verlangen, so kurz vor Schluss.





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLXXVII): Marx und die Vernichtung der Menschheit

13 08 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Für den Materialisten ist die Sache einfach. Nach Sklavenhalter- und Ständegesellschaft kommt der Feudalismus, der Kapitalismus, dann geht kurz das Licht aus, und dann fegen die Sozialisten die rauchenden Trümmer des Neoliberalismus auf den Müllhaufen der Geschichte. Abgesehen davon, dass der Sozialismus für gescheitert angesehen wird, da man ihn zu oft ausprobiert hat, wobei das, was als Sozialismus verkauft wurde, nicht einmal mit der Verpackung übereinstimmte, fehlte der für jede gute Dialektik unerlässliche Bruch: es wurden nur die herrschenden Zustände legitimiert, wobei je nach Zustand die Herrscher wechselten. Gab es je einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz, so wurde er von anderen Sozialisten mit Herrschaftsanspruch in eine ideologiekonforme Ausstattung überführt – der Mensch störte da nur. Wer sich die Zustände im heutigen Kapitalismus ansieht, Elend, Ausbeutung und Entfremdung, der kommt nicht umhin, Marx’ Theorie für gründlich gescheitert zu halten, weil der Wandel schon längst hätte kommen müssen. Das Ende der Zivilisation wird mit Naturkatastrophen in unsere Häuser gespült – hat mit der Vernichtung der Menschheit sich auch der Kommunismus erledigt?

Marx fehlte der letzte dialektische Schritt, er sah Globalisierung, Internationalisierung, Verstädterung als positive Entwicklungen hin zum Weltmarkt, der die Weltrevolution ermöglichen sollte, ohne sich über die Konsequenzen für den Lebensraum im Klaren zu sein, wiewohl die Grundregeln des dialektischen Materialismus dies zwingend hätten bedenken müssen: in einer Totalität besteht alles untereinander im objektiven Zusammenhang, alle Materien, alle Abhängigkeiten. Dass nicht alles die unsichtbare Hand des Marktes regelt, wusste auch er. Haben wir diese Welt, statt sie verschieden zu interpretieren, auch verändert, so wirken sich diese Veränderungen auf das Ganze aus, nicht allein auf Produktionsmittel und Kapital. Diese werden im Zweifel von den herrschenden Verhältnissen gut behütet, um die Veränderung zu verhindern.

Doch wir weichen aus. Hat sich etwa mit der hereinbrechenden globalen Katastrophe auch die Aussicht auf einen radikalen Umsturz erledigt und dürfen die Geldfetischisten sich bis zum Absaufen im steigenden Meeresspiegel an der Wertlosigkeit der eigenen Gehirnvortäuschung berauschen? Wäre dies korrekt, sie trieben mit dem Beelzebub den Teufel aus, indem sie den Verwertungszwang als Feind aller Nachhaltigkeit und die daraus resultierende Zerstörung des Planeten als Rettung begreifen, die den Untergang ihres Regimes noch einmal abwenden. Sie würden in Festungen leben, aber nicht aus Angst vor dem aufgebrachten Mob, sondern aus Furcht vor der sengenden Sonne, vor Wirbelstürmen und Flutwellen, während in ihrem Auftrag die Knechte noch immer die Erde untertan machen, oder wenigstens das, was noch davon mit bloßem Auge zu sehen ist.

Aber genau das ist der Denkfehler, der dem Kapitalismus zugrunde liegt: er setzt kurzfristige Ziele und fordert die sofortige Erfüllung, die sich in der Natur durch ebenso kurzfristige Maßnahmen nicht aufwiegen lassen. Einen Wald abzuholzen ist eine Sache von Tagen, ihn wieder aufzuforsten eine Aufgabe für Generationen, und nicht jeder Verlust ist mit einem gleich großen Gewinn aufgewogen, schon gar nicht für dieselben. Der Rest ist schlecht in die Umgebung geschwiemeltes pseudoreligiöses Geröll für intellektuelle Aufstocker. Was seit der Industrialisierung nur durch die Beschäftigung in möglichst billiger Lohnarbeit funktioniert, nämlich die Ausbeutung der Massen, wird dann kompliziert. Zwar kann man mit Millionen Klimaflüchtlinge in Europa beschäftigen, Bananen am Bodensee ernten oder gleich ganze Kontinente entvölkern, sobald in der tropischen Zone kein menschliches Leben mehr möglich ist, aber selbst mit technischem Fortschritt, wie ihn sich die Schnappatmungsplapperer auf der Kimme kloppen, wird es keinen Weg mehr zurück in eine normale Wirtschaft geben, die Rohstoffe rafft und sich am Erlös mästet.

Der Fachkräftemangel, das Märchen von den Massen, die leider nicht mehr für ein Butterbrot an die Arbeit gehen, ist nur der Auftakt. Spätestens mit dem Wegklappen der systemrelevanten Berufe kann sich dann die vermögende Schicht, die bisher als Investmentbanker die Moneten von Rentnern in die Tonne getreten oder durch Spekulation zuverlässig in den Entwicklungsländern für Hungersnot gesorgt haben, ihre Möbel selbst aus abgesägten Resten der Grünflächen zusammennageln, den Müll abholen und die Klos reparieren. Keiner backt mehr Brot, fährt es in den Supermarkt oder hockt an der Kasse, keiner steht mehr mit der Knarre vor ihrer Tür, um den klimatisierten Bonzenbunker vor Plünderern zu schützen – falls es noch Strom geben sollte, um die Bude halbwegs unter Fiebertemperatur zu halten, denn Windräder bauen sich auch nicht von alleine. Die Magnaten werden nicht mit Marx von der Platte geputzt, sondern durch etwas, das sie schlicht übersehen haben. Als würde eine Gesellschaft nicht an einer Pandemie krepieren, sondern an bockiger Verweigerung, Warnsignale zu beachten. Da ist noch Platz auf dem Müllhaufen der Geschichte.





Mehrbedarf

11 08 2021

„… dass ein kostenloses Mittagessen in einem Restaurant vom Regelsatz eines Aufstockers im ALG-II-Bezug abgezogen werden dürfe. Das Urteil des Bundessozialgerichts sei damit eine…“

„… habe die Finanzbehörde im Falle der Cum-Ex-Geschäfte die hinterzogenen Steuern nicht eingetrieben, da sie mit einem von spezialisierten Rechtsanwälten in die Länge gezogenen Streit gerechnet hätten, der sich negativ auf die personelle Auslastung der…“

„… dass der betroffene Kellner in einer Berliner Gaststätte das Verpflegungsangebot seines Arbeitgebers nicht genutzt habe. Nach dem Urteil sei dies allerdings nicht notwendig, da bereits die Möglichkeit, eine kostenfreie Mahlzeit zu erhalten, als geldwerter Vorteil in die…“

„… nach der Wahl alle Sozialleistungen auf den Prüfstand stellen wolle. Merz hoffe, durch mehr Privatisierung auch höhere Gewinne der Konzerne auf dem internationalen Markt für…“

„… sei damit noch nicht geklärt, in welcher Höhe die abzugsfähige Summe angesetzt werden dürfe. Da es sich um ein Restaurant handle, dürfe man es als billig ansehen, dass die Portion des Angestellten vom Umsatz des Gastronomen abzurechnen sei, und müsse diese also in vollem Umfang wie auf der Speisenkarte ausgewiesen von den Zahlungen des Jobcenters…“

„… dass die Autobahnmaut kein Verlustgeschäft gewesen sei. Allein durch die Beraterhonorare sei das Bruttoinlandsprodukt jahrelang um bis zu…“

„… habe der Kläger nicht darauf hingewiesen, dass er die Speisung aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen nicht habe annehmen können. Dies stelle keinen vom Gesetzgeber vorgesehenen Fall dar, in denen der Kauf von Lebensmitteln als Mehrbedarf hätte angegeben werden können, um die im Leistungsbezug genannten…“

„… sei es falsch, der Lufthansa weitere Kredite zu verweigern, nur weil sich die Bundesbürger im Zuge der Umstellung ihrer Urlaubsgewohnheiten nicht mehr so viele Flugreisen leisten würden. Bis zur Erfindung emissionsfreier Flugzeuge bedeute der Verzicht auf diese Art zu reisen eine von linken Kräften initiierte Terrorkampagne gegen die letzte Bastion der Freiheit, die Deutschland noch bleibe. Springer werde mit seinen touristischen…“

„… weise das Bundessozialgericht die Ansicht zurück, man dürfe lediglich einen Wareneinsatz von ca. 25% als Gegenwert der Mahlzeit in Rechnung stellen. Dies treffe allenfalls auf die Verpflegung in häuslichem Rahmen zu, wo ein fest definierter Teil des Regelsatzes für Lebensmittel und Getränke zur Verfügung stehe, nicht aber in einer Gaststätte, die betriebswirtschaftlich kalkuliert die…“

„… dass Windräder im Bau viel zu kostspielig und deshalb den konventionellen Energieträgern weitaus unterlegen seien. Laschet habe durch seine jahrelange Beschäftigung mit dem Tagebau in NRW festgestellt, dass die Kohle ja bereits unter der Erde liege und nur noch abgebaut werden müsse, was Steuersenkungen für Spitzenverdiener und die…“

„… sei die Teilnahme des Klägers an der kostenfreien Gemeinschaftsverpflegung durch den Arbeitsvertrag geregelt. Dieser müsse jedoch auch als Grundlage für die Leistungsgewährung und die Berechnung der aufstockenden Leistungen nach SGB III. Durch eine vorsätzliche Änderung, die die finanzielle Schlechterstellung des Arbeitnehmers zur Folge habe, riskiere dieser auch Sanktionen durch das Jobcenter, wenn nicht den Wegfall der…“

„… sei die Pendlerpauschale zu Unrecht in der Kritik, den Individualverkehr staatlich zu fördern. Es dürfe keine Enteignung der Autoindustrie geben, so Laschet. Sobald es vermehrt Elektroautos gebe, würden diese durch überproportionale Zahlungen an die Betreiber des ÖPNV überflüssig, was eine tiefe Verunsicherung in der deutschen Seele und…“

„… drohe dem ALG-II-Empfänger bereits jetzt eine Sanktion, wenn er durch die Bitte an den Arbeitgeber, den Arbeitsvertrag zu ändern, sein derzeit noch ungekündigtes Arbeitsverhältnis auf unangemessene Art gefährde. Dies werde auch nicht durch eine ablehnende Haltung des Kellners gegenüber den Leistungen des…“

„… dürfe ein Sozialgericht den Erlös aus den in der Nacht gesammelten Pfandflaschen auf die Grundsicherung anrechnen. Dieser sei als Frucht einer freiberuflichen Tätigkeit natürlich anzugeben und werde nur bis zu einer Höhe von…“

„… dass ein Kellner eine Arbeitsstelle in einem Restaurant annehme, obwohl er in der Lage sei, zu Hause seine Mahlzeiten einzunehmen. Es sei in diesem Zusammenhang zu prüfen, ob es sich bei der Lohnarbeit nicht um Leistungserschleichung handle, da der Kläger die kostenlose Verpflegung und den damit verbundenen Arbeitsplatz gar nicht benötige, um in den Genuss regelmäßiger warmer Mahlzeiten im…“

„… weiterhin strafbar bleibe. Containern sei eine Form von Diebstahl, oft auch in Verbindung mit Hausfriedensbruch, und stelle darüber hinaus auch einen ungerechtfertigten Vorteil gegenüber den Bürgern dar, die ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit bestreiten würden. Die Gesellschaft könne diese Ungerechtigkeit nicht mehr als…“

„… aus arbeitsrechtlicher Sicht eine Kündigung des Kellners als durchaus gerechtfertigt erscheine, da im Ausschlagen des Essensangebotes sich ein tiefgehender Bruch des Vertrauensverhältnisses zeige. Einem Arbeitgeber, dessen Angestellter die Speisen seines eigenen Gastronomiebetriebes nicht annehme, sei nicht mehr zuzumuten, diesen noch weiter in seiner…“

„… habe Scholz allen Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen eine Absage erteilt, da dieses aus den Steuereinnahmen nicht zu finanzieren sei. Wohlstand entstehe in Deutschland nur durch Arbeit, die gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Identität stifte. Auch durch Teilzeit-oder Minijobs oder ein Kombilohnmodell mit den Instrumenten staatlicher Unterstützung sei es vielen Menschen wieder möglich, ihre Menschenwürde in einer sozialen Marktwirtschaft zu…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DLXXVI): Der überflüssige Staat

6 08 2021
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Als jemand Rrt sein Hornbärenfell geklaut hatte, gab es nicht viel bürokratisches Gewese. Er machte den Dieb aus, stellte ihn zur Rede, nahm sein Fell wieder an sich und schlug dem Täter den Schädel ein. Damit war nach damaligem Verständnis der Rechtsfrieden wiederhergestellt. Polizei, Ankläger und Gericht waren noch nicht erfunden, und unter Gewalt verstand man das, was heute im engeren Sinn als solche gilt. Dafür musste die Sippe auch weder Steuern zahlen noch eine Baugenehmigung vorweisen für die Dreiraumhöhle mit Fließgewässer und Felsüberhang. Kein Ministerium verhängte für bunte Beeren Grenzwerte, dafür versprach keiner der Ältesten zinslose Kredite, wenn das Loch nach der Schneeschmelze knietief unter Wasser stand. Es zählte Selbstorganisation in sämtlichen Bereichen des Daseins, da kein Staat Vorsorge leistete. Wir hatten dies Ideal eines vollkommen überflüssigen Staates vorübergehend aus den Augen verloren, aber jetzt sehen wir ihn deutlicher denn je.

Nicht erst in durchseuchten Zeiten hat sich die marktkonforme Demokratie aus dem öffentlichen Leben verabschiedet und nachtwächtert dumpf vor sich hin. Zwar rüstet die neoliberale Verwaltung auf und militarisiert alles, was nur dem Schutz des Privateigentums dient, vulgo: das, was eine Rotte staatsferner Erben an Vermögen hortet, ohne die Öffentlichkeit mit Steuern zu belästigen, doch mehr nationale Struktur gibt es nicht mehr. Dass nur noch Privates, nichts Staatliches mehr Vorrang habe, hat man dem Volk bis zum Verlust der Muttersprache in die Ohren geschwiemelt, und wahrlich: es bliebt in der Hirnrinde hängen. Im Ergebnis blökt die ganze Herde etwas von Eigenverantwortung, wenn man sie nach der Verpflichtung zum Erhalt unseres Gemeinwesens fragen sollte. Feindbilder werden außen und innen zum Popanz aufgeblasen, nach dem Russen und seinem Sozialismus waren es die Ausländer, Flüchtlinge und Migranten, natürlich die Arbeitslosen, die sicher auch am Fachkräftemangel schuld sind, linsksversifft gendernde Ökoterroristen und Muslime, die der jüdischen Weltherrschaft den Rang abgelaufen haben – da braucht es zum Schutz der öffentlichen Sicherheit Wehr und Waffen, nur kosten soll der Schmodder halt nix.

Kaum stellen die rudimentären Regierungsreste fest, dass wir wie prognostiziert in der Grütze hocken, pandemisch im Hochwasser blubbern und dem Abwandern der Pflegekräfte in die Winzrente zugucken werden, während das bockige Beharren auf Pferdekutsche und Schreibmaschine statt einer überfälligen Digitalisierung Staatsräson ist, jammert das Gesindel aus den Kellerlöchern der Neocons jedem Groschen nach, den sie nicht in die Rosette gepfropft kriegen. Schon vollzieht sich das Paradox des ausgeleierten Laissez-faire: die Wirtschaft, die heilige Melkkuh der gierigen Dumpfdüsen, ergreift die Initiative und baut selbst Strukturen auf, für die der Staat vorher offenbar gar nicht zuständig war.

Während die Entscheider sämtlicher politischer Ebenen sich kollektiver Realitätsverweigerung üben und demonstrativ Däumchen drehen, platzt den Wirtschaftsunternehmen der Kragen. Sie dringen auf rationale Hygienekonzepte, wickeln den Test- und Impfzirkus ab, programmieren die Werkzeuge zur Warnung und Kontaktverfolgung, dieweil im Kanzleramt noch das Gehirngestrüpp des adipösen Quadratversagers zum Spontanerbrechen einlädt, und ziehen so das ganze Land aus dem Sumpf, in den die Kamarilla um einen korrupten, permanent zugesoffenen Grinseclown das ganze Land immer wieder reindrückt. Offensichtlich haben auch die Beraterbuden längst die Nase voll von den geistigen Heckenpennern, die man nur noch mit einer Runde Materialkaltverformung im Gesichtsschädel zu lebensähnlichen Äußerungen bringt. Der Staat ist für dieses Epizentrum der Behämmerten längst zum Selbstbedienungsladen geworden, den man auch ja in Brand steckt, damit sich kein anderer aus Not darin helfe.

Nicht einmal das scheinbar plakative Beispiel der Selbstjustiz ist aus der Luft gegriffen angesichts einer windelweichen Gesetzgebung zu Hatespeech und Mobbing, die die Durchsetzung des Rechts aber bequem den Konzernen überträgt und nur am Rande mäkelt, wenn diese staatliche Aufgaben nicht wie bisher erledigen. Sicherheitsdienste, die treu das Recht des Stärkeren umsetzen, sind auf Blut und Boden schon im Einsatz, bald ballern Armeen und Agenten um die Wette mit verfassungsmäßig bestallten Auslaufmodellen. Die Eindämmung der klimabedingten Schäden und der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur – eh nichts mehr, bei dem man irgendetwas Staatliches in der Nähe wähnen würde – steht an der Abbruchkante der Demokratie. Wer würde einen Soziopathen, der im Müllhaufen steht und religiöse Wahnvorstellungen aus seiner Chymusrückgabeöffnung rülpst, auch ernst nehmen als Brückenbauer, wenn er vorher jedes Brett mit Absicht ansägt. Ein gesellschaftlicher Backlash in die vormoderne Welt, die soziale Schere als nicht zu ändernde Tatsache, ein Recht auf leistungsloses Einkommen für die Eliten sind die Folgen. Die unsichtbare Hand hat’s vollbracht. Die Anarchie ist nur noch eine Frage der Zeit. Für die Wirtschaft.





Nasser Abriss

5 08 2021

„Vor allem würde man so die Überflutungsgebiete einigermaßen schnell wegkriegen.“ „Allerdings ist das größtenteils außerhalb der Ballungsräume.“ „Dann muss man da auch nicht so viel umbauen.“ „Was ist denn jetzt los, plant Laschet schon wieder neue Küchenstudios?“ „Nee, Olympische Spiele.“

„Entschuldigen Sie mal, der Mann hat doch nicht mehr alle Rillen auf der Erbse!“ „Hat ja auch keiner behauptet.“ „Aber man kann doch nicht so einfach mal…“ „Wissen wir.“ „Eigentlich weiß es jeder, nur er hat’s noch nicht gerafft.“ „Und dass die Spiele in elf Jahren schon an Australien gegangen sind?“ „Das findet in einer Realität außerhalb seiner Birne statt.“ „Nur, weil eine rechtlich bindende Entscheidung getroffen wurde, ändert doch ein Laschet nicht seine Politik.“ „Es sei denn, irgendein Kohlekonzern dreht plötzlich den Arm in seiner Sprechpuppe um.“

„Er hatte doch für die Spiele versprochen, dass 90% der Veranstaltungsstätten bereits existieren?“ „Richtig, aber das heißt ja nicht, dass die auch in vollem Umfang funktionsfähig sind.“ „Das kurbelt ja sonst die Wirtschaft nicht an.“ „Wahrscheinlich wird Küchenbauen dann auch olympisch.“ „Und Motorsport mit Wasserstoffautos.“ „Jetzt bleiben Sie doch mal ernst, das ist doch alles gar nicht mehr planungsfähig.“ „Wissen wir.“ „Deshalb haben wir ja auch den Beratervertrag angenommen.“ „Vorher haben wir dem Bundesverkehrsministerium den größten Bullshit angedreht, den man im Vollsuff hinkriegt.“ „Aber jetzt müssen wir uns halt einen anderen Auftraggeber suchen.“ „Und deshalb wird dieses größenwahnsinnige Ding noch mal aus der Schublade geholt?“ „Realistisch kann ja jeder.“ „Und er hat auch dafür gesorgt, dass so gut wie jede Stadt in Nordrhein-Westfalen etwas vom großen Kuchen abkriegt.“ „Wobei wir das jetzt natürlich neu planen müssen.“

„Zeigen Sie mal her.“ „Das ist erstmal nur eine vorläufige Ideensammlung.“ „Vielleicht fallen uns noch ein paar bessere Vorschläge ein.“ „Skispringen in Erftstadt!?“ „Diese Abbruchkante muss man doch einfach nutzen.“ „Die ist natürlich gewachsen und muss nicht extra abgebaggert werden.“ „Und wir haben auch gleich die Integration von neuen Sportarten, falls wir bis dahin den Klimawandel nicht mehr in den Griff kriegen.“ „Dann kann man da das ganze Jahr über bei dreißig Grad im Schatten trainieren.“ „Das ist eine komplett kaputte Stadt, und Sie wollen da einen olympischen Wettbewerb abziehen?“ „In Fukushima haben die Japaner auch irgendwas gemacht.“ „Sollte in der Zwischenzeit in NRW ein Kohlekraftwerk in die Luft gehen, wären wir sofort dabei.“ „Zumindest kann man dann die Fläche optimal nutzen.“ „Eben, stehen wird danach garantiert nichts mehr.“ „Und Sie wollen die Schwimmwettbewerbe nach Wuppertal…“ „Das ist Geschichte, die Stadt ist ja fast wieder trocken.“ „Da kann man leider nichts mehr machen.“ „Im Bergischen Land ist vielleicht irgendwo noch etwas unterspült, da müsste man jetzt einfach bis zum nächsten Hochwasser warten und dann den Abfluss verstopfen.“ „Also quasi als natürliches Bauprojekt einer Wasseranlage.“ „Oder naturidentisch, wenn Sie so wollen.“ „Sie haben ja nicht mehr alle Tassen im Schrank!“ „Für den Beratervertrag war das die Grundvoraussetzung, wieso?“

„Wenn ich mir das so angucke: Fußball in Bochum, Tennis in Düsseldorf, Mountainbike in Recklinghausen…“ „Das war ja der alte Plan.“ „Die Sportstätten waren auch noch nicht nach aktuellen Sponsoren benannt.“ „Und RWE baut lieber neu.“ „Im Abbauen haben sie ja genug Erfahrung, jetzt wollen sie es mal mit Aufbauen probieren.“ „Sie können doch nicht eine ganze Region planieren, um sie mit Sportstätten zuzubauen.“ „Und warum nicht, wenn ich fragen darf?“ „Sie müssten doch ganze Städte einebnen.“ „Meine Güte, dass er Dörfer und Kirchen ausradiert und den ganzen Hambacher Forst wegbaggern lässt, das hat Laschet doch schon bewiesen.“ „Und da hatte er nicht einmal eine Rechtsgrundlage.“ „Wenn er das jetzt mit seinen Koalitionspartnern aus Handel und Industrie durchs Parlament bringt, dann steht doch den Olympischen Spielen nichts mehr im Weg.“ „Zumindest nichts, was sich nicht mit ein paar Hundertschaften Polizei und ausreichenden Mengen an Schmiergeld aus dem Weg schaffen ließe.“

„Und wie soll das mit dem heutigen Gebot zur Nachhaltigkeit zusammenpassen?“ „Indem wir die Ergebnisse möglichst langfristig anlegen.“ „Dann muss man hinterher ja auch nichts mehr abreißen.“ „Obwohl die Sponsoren das ja auch nicht unbedingt ungern sehen würden, aber Laschet kann sich auch nicht immer nach der Wirtschaft richten.“ „Da baut man einfach etwas strategisch gut in die Landschaft hinein und wartet einfach, bis die nächste Flutwelle kommt.“ „Nasser Abriss.“ „Nach spätestens vier Jahren haben die Deutschen das kapiert und werden diese Politiker zum Teufel jagen.“ „Deshalb sorgen wir im Land für Nachhaltigkeit durch Straßenbau.“ „Was man durch Bundesautobahnen nicht an Schwemmflächen wegkriegt, das zerstören wir halt mit überflüssigen sechsspurigen Schnellstraßen.“ „Damit mittelfristig Gleisanlagen unterspült werden und nicht mehr brauchbar sind.“ „Damit langfristig noch mehr Schnellstraßen gebaut werden können.“ „Damit wir das Freiwasserschwimmen irgendwann in Wuppertal abziehen können.“ „Soll noch einer sagen, wir seien nicht nachhaltig.“ „Bis auf Aachen, das muss trocken bleiben.“ „Wieso Aachen?“ „Da muss das Laschet-Denkmal hin.“ „Lebensgroß.“ „Immerhin der erste Kanzler, der mit Betonschuhen im Duisburger Hafens steht.“





Lüftungsvorschriften

2 08 2021

„… vollständig kontrolliert werden müssten, um die Infektionen mit COVID-19 im Bundesgebiet so gering wie möglich zu halten. Die Polizei könne sich nicht um alle Transportwege kümmern, wolle aber so viele wie möglich im…“

„… die Zugverbindung zwischen Prag und München durchgängig genutzt werden dürfe. Es sei aber noch nicht geklärt, ob nach der Ausfahrt aus Domažlice oder vor der Einfahrt nach Furth im Wald eine Kontrolle von deutschen, tschechischen oder auch anderen Personen im…“

„… beklage Scheuer, dass die Ausländermaut rechtssicher und zuverlässig die Kennzeichen aller nichtdeutscher Fahrzeuge ausgefiltert hätte. Bei einer Vollkontrolle würde Deutschland Bußgelder in Höhe von…“

„… dass die Obergailbacher Straße auf der niedergailbacher Seite Richtung Gersheim nicht abgesperrt werden könne, da der Grenzübertritt für viele Berufspendler eine tägliche Angelegenheit sei. Der dadurch entstehende Rückstau, der inzwischen nicht nur durch das Saarland, sondern auch ins…“

„… eine Absperrung des Luftraums für die FDP nicht in Frage komme, da die Liberalen darin eine eklatante Verletzung der Grundrechte sehe. Ab einer gewissen Höhe von in diesem Zusammenhang getätigten Parteispenden könne man sich aber auf eine einvernehmliche…“

„… das Genesene zwar ihre Impfung, nicht aber eine Genesung per Formular bestätigen könnten, während die in der Erprobungsphase befindliche App nur die Genesung, aber nur eine Impfung, die nicht in Verbindung mit einer Infektion und der damit verbundenen…“

„… und Fahrer nicht über das Kennzeichen zu ermitteln seien, während ein Halter möglicherweise sein Fahrzeug für einen nicht abgesprochenen Grenzübertritt zur Verfügung gestellt habe. Man müsse in diesem Zusammenhang auch eine Gefährderhaftung und einen Generalverdacht für alle, die ein Auto oder einen…“

„…aus technischen Gründen bereits in Česká Kubice halten müsse. Leider habe das bayerische Innenministerium keine Befugnis, die Kontrollen auf tschechischem Staatsgebiet zu…“

„… darauf zu achten, dass im Ausland mit geschlossenen Fenster zur Kontaktminimierung mit der Außenluft gefahren werden müsse, während in Deutschland generell eine Belüftung durch das Öffnen aller verfügbaren…“

„… übergangsweise Schnelltests und Formulare für die Reisenden zur Verfügung stellen müsse. Die tschechischen Dienststellen seien nicht befugt, die deutschen Staatsbürger an einer Durchführung der nach deutschem Recht angeordneten Prüfung der nach jeweiligen Vorschriften des…“

„… werde die Polizei in Hamburg für eine stichprobenartige Kontrolle ausschließlich farbige Mitbürger mit unmittelbarem Zwang zu einer…“

„… nicht kontrolliert werden könne, ob ein Kfz nach dem Grenzübertritt den Fensterverschluss vorschriftsgemäß zur Anwendung gebracht habe. Es sei mit einer hohen Dunkelziffer unter den…“

„… die Überprüfung aller Reisenden eine unverhältnismäßig lange Unterbrechung für den Schienenverkehr bedeute. So sei die Fahrzeit von Domažlice bis zum nächsten Halt auf deutscher Seite von 21 Minuten auf etwa drei Stunden angewachsen, was sich für die nachfolgenden Züge um eine erhebliche…“

„… Auslandsreisen mit dem Motorrad ab sofort verboten werden müssten, da es den Fahrern nicht möglich sei, die Lüftungsvorschriften einzuhalten. Das Bundesverkehrsministerium habe bereits die Entwicklung eines luftdichten Integralhelms für…“

„… reiche es dem Gesundheitsamt im Cham, wenn die Fahrgäste bei ihrer Ankunft in Furth im Wald eine freiwillige Selbstauskunft über ihren Status als Getestete, Genesene oder Geimpfte abgeben würden. Man werde die unterschriebenen Formulare weiterhin im Zug sammeln, da die Fahrt bis zur oberpfälzischen Kreisstadt nochmals 14 Minuten in Anspruch nehme und als…“

„… die eine Testpflicht auf Surfer angewendet werden müsse, die versehentlich die deutschen Hoheitsgewässer verlassen hätten. Es sei noch nicht geklärt, ob das Bundesinnenministerium für die Überwachung von Sportlern ausreichend Flugtaxen aus der Entwicklung des…“

„… bereits nach dem ersten Testlauf nicht als befriedigend habe bezeichnet werden können. Die Übermittlung der Daten habe mehrere Stunden in Anspruch genommen und sei durch eine sehr hohe Quote an Scherzeinträgen wie Donald Duck, Micky Maus oder…“

„… dafür gerüstet sei, dass Fallschirmspringer in den deutschen Luftraum abgetrieben werden könnten. Kramp-Karrenbauer habe derzeit keinen Überblick, ob die Corona-Schnelltests, die von Bundeswehrangehörigen in zahlreichen Regionen angeboten würden, auch zeitnah in Krisengebieten und gefährdeten Regionen des…“

„… die Stadtverwaltung von Domažlice ein aus Plzeň besorgtes Faxgerät zur Verfügung gestellt habe, das die Selbstauskünfte der Bahnreisenden am Sonntag übermitteln könne. Die Verwaltung von Cham wolle jedoch weiterhin nur an Werktagen mit der Auswertung der…“

„… sich großartig entwickle. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Dortmund habe Laschet versichert, dass zur Unterstützung des Tourismus in Deutschland schnellstmöglich viele weitere Lockerungsschritte zur wirtschaftlichen…“