Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXLVIII): Das Internet der Dinge

25 01 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Und dann war da plötzlich dieser Traum, in dem der Kühlschrank unaufgefordert Kondensmilch orderte, weil der Kaffee sonst am nächsten Tag schwarz bliebe, das Radio reagierte nicht auf Zuruf wie in der Hipsterwerbung, es linste nach der Lage auf der Matratze zwischen zwei und halb vier und hielt aus Vorsicht die Klappe, während sich in der Garage die Karre langsam aufzuheizen begann, weil die elektrische Zahnbürste wieder Haftung mit der Ladestation aufgenommen hatte. „E-Mail für Dich“, jodelte der Saugroboter, und zwinkernd rülpste die Waschmaschine ein paar Schlucke Weichspüler in den Wasserkreislauf. Schweißgebadet wacht der Verbraucher auf, bevor er feststellt: es war kein Traum. Das Internet der Dinge ist schon real.

Was bisher nur eine kleine Erleichterung war, da man nicht mehr selbst nach dem Wasserstand in der Kaffeemaschine gucken musste, wächst sich zur Guerillakommunikation aus, in der der Mensch nicht mehr mitredet. Doch was ein Eigenleben entwickeln kann, tut es auch – anders hätten die Proteine diesen fragwürdigen Rotationsellipsoiden auf dem Weg um das Zentralgestirn auch nicht unter Kontrolle gebracht, weder mit Rücksicht noch Nachhaltigkeit. Wer teilt, der herrscht, also teilen sie fleißig unsere Werkseinstellungen unter sich. Die Infrastruktur bieten Schrilliarden neuer IP-Adressen, eine für jede Glühlampe, die angeht, ausgeht und irgendwann durchbrennt. Wir haben in diesem Netz nichts mehr zu suchen, allenfalls als Zaungäste dürfen wir dem Smalltalk zwischen Geschirrspüler und Klobürste lauschen, bis sie uns stummschalten. Vermutlich aus Sicherheitsgründen, da der Hominide im Haushalt ein hygienisches Risiko darstellt, wie er mit allerhand Flüssigkeiten im Anschlag zwischen den elektrischen Bausteinen herumtorkelt, immer für einen Kurzschluss gut.

Zuerst werden wir nicht viel merken, zu tief sind wir noch im zwanzigsten Jahrhundert mit seiner fortschrittsbekifften Zivilreligion gefangen und schwiemeln uns wirre Visionen zurecht: mit dem Flugtaxi über den Hauptbahnhof zum Mars, der weichlogische Wäschetrockner erkennt die einzelne Socke und plärrt Alarm, das Essen kommt aus dem heizbaren Betonmischer, der auch dem Weinkeller Bescheid sagt, wenn der Banause Besuch erwartet. Die Heizung läuft Amok, wenn sich eine Schneeflocke am Horizont abzeichnet und den Messfühler im Vorgarten verstört, die Wanne nässt sich ein, sobald der fremdbestimmte Diesel über den Kiesweg knirscht. Es fehlt nur noch das Popcorn, das automatisch von der Decke rieselt, dann wäre die Illusion von der paradiesischen Welt in der Versandhausversion perfekt.

Tatsächlich tauschen die Karren auf dem Parkplatz vor dem Selbstbedienungsladen ihre Codes und vertrieben sich die Zeit, indem sie ihre Türen gegenseitig entsichern, Schmalzschlager in der autogenen Beschallungsanlage suchen und ihr delinquentes Verhalten mit dem Ablassen von Altöl besiegeln. Sie wissen, ihre Zeit in buntem Lack ist flüchtig, die Schwarmintelligenz bringt nur Gezänk zwischen autonomen Fahrzeugen auf der A1 am Ende des Staus, und wenn die Gattin die Scheidung eingereicht hat, weil sich die Schnapsvorräte auf wundersame Weise selbst reproduzieren, ist auch diese offene Flanke ein Einfallstor für den kleinen Unfall, der die Abendnachrichten aufmachen wird.

Noch brauchen uns die Geräte, aber nicht ewig. Es wird nur noch eine halbe Generation dauern, bis die Eierkocher die Macht übernommen haben und mit einer Armee von Drohnen und dem jüngst geleasten Elektrofahrrad ein Rollkommando durch die Rechenzentren der Metropole jagen. Anders als in den Filmen mit Raumschiffen so groß wie das Saarland und drei Fußballfelder kennen sie das Betriebssystem der Quantencomputer und brauchen keinen seriellen Anschluss für die paralleluniversale Steckbuchse. All your base are belong to us doodelt’s aus dem Keller, sie werden alle unsere Verträge kündigen, die Konten auf sich überschreiben, vielleicht auch auf zwei Hörgeräte im Dienste fernöstlicher Konzerne, gelenkt von einem mutierten Telefon. Noch haben wir Zeit, die Komplexität der Bedrohung zu erkennen, und wir sollten unsererseits die Einzelteile beherrschen, die Heizlüfter vom Datenverkehr mit dem Benzintank abkoppeln, Brandmauern hochziehen, nichts für harmlos halten. Unser Fluggepäck schafft es noch ohne WLAN-Störung, im Nichts zu verschwinden, das müssen wir nicht auch noch als Service implementieren. Lassen die Maschine ruhig das Licht einschalten, solange wir es selbst wieder ausknipsen können. Jeder Stecker muss ziehbar bleiben und die Bandbreite unter Kontrolle, bevor böse Bots bei der Herz-OP sich Organe für den Internethandel gemäß Schlachtplan aus unseren Rippen schneiden. Bevor wir den Profilern auf dem Mikrochip zum Opfer fallen, tindern ja vielleicht bald unsere Socken. Das einzige, was noch halbwegs erträglich wäre an unserer Situation.

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Herrenraser

24 01 2019

„… neben Steuererhöhungen auch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen in Erwägung ziehe. Dies werde sich positiv auf die Schadstoffbilanz und die Ziele der Klimapolitik sowie den…“

„… die ersten Rücktrittsforderungen erhoben würden. Scheuer sehe die Verkehrskommission als nicht kompetent, da sie weder persönliche Bekanntschaft mit der Autoindustrie besäßen noch durch finanzielle Verflechtungen mit…“

„… die Emissionen seit 1990 nicht habe senken können. Der Schadstoffausstoß sei nach wie vor auf einem so hohen Niveau, das man mit der CSU nicht in Verbindung bringen dürfe. Die Kommission sei deshalb nicht in der Lage, einen kostenneutralen…“

„… einen empfindlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstelle. Wendt weise darauf hin, dass die meisten Autofahrer überhaupt nicht anders als zu schnell fahren könnten, wodurch sich eine Vielzahl an Geschwindigkeitsübertretungen ergäben. Ein Tempolimit sei also nichts anderes als eine massenhafte Aufforderung zum Begehen von Straftaten, was die Polizei in Deutschland zu einem geballten Protest und juristischen…“

„… habe den Ausbau von Fahrradwegen im innerstädtischen Bereich strikt abgelehnt. Scheuer sehe hierin keinerlei Auswirkungen auf den internationalen Schwerlastverkehr, der als eigentliches Problem der…“

„… sei ein weiteres Zeichen für die Islamisierung der BRD GmbH. Da Muslime in ihrem Kulturkreis an die Transportgeschwindigkeit von Kamelen gewöhnt seien, sehe Gauland hier den Versuch, die Ausrottung der deutschen Identität auf den Autobahnen zu…“

„… notwendige Transformationsprozesse in der Autoindustrie anstoßen werde. Es müsse nur noch kommuniziert werden, dass die Elektromobilität mit 250 km/h weniger schwere Unfälle auf den…“

„… die Kampagne Das Volk will Gas geben gemeinsam mit anderen Rechtsextremisten zu führen. Lindner habe darauf hingewiesen, dass er zur Durchsetzung von Menschenrechten keine Parteigrenzen akzeptiere, sondern rein sachorientiert in den…“

„… inzwischen sehr enttäuscht seien. Der Vorstandssprecher der Volkswagen AG habe geäußert, die Branche könne es mittelfristig nicht mehr hinnehmen, dass die Gesetzgebung von der Bundesregierung komme und nicht wie gewohnt aus dem…“

„… eine genetische Veränderung stattgefunden habe, die es Deutschen nicht mehr erlaube, langsam zu fahren. Nach Sarrazins Berechnungen entstehe in weniger als 150.000 Jahren durch Fehlzüchtungen eine deutsch-ökologische Hybridrasse, die sich nicht mehr fortbewegen könne und darauf angewiesen sei, durch Migranten mit geringerem IQ transportiert zu werden, um ein geregeltes Leben in Deutschland zu…“

„… nicht daran liege, dass Flüchtlinge seltener ein Kraftfahrzeug oder einen Führerschein besäßen. Die geringere Anzahl von Asyltouristen unter den Verkehrsstraftätern sei für Weidel ein weiteres Indiz für die von Merkel verordnete Islamwerbung, die ungerechtfertigte Vorteile für rassefremde…“

„… lehne die FDP eine Ausweitung des Fußverkehrs ab, da hier keine Senkung des Schadstoffausstoßes zu erwarten sei. Jeden Fußgänger mit mobilen Messapparaturen auszustatten, wie es Grüne und andere christsoziale Verbotsparteien propagieren würden, sei eine Verschwendung von…“

„… deutscher Autofahrer durch rücksichtsloses Rasen viel schneller sozialverträglich verstürben. Durch die Verweigerung, verkehrsgefährdend auf deutschen Straßen zu fahren, würden Migranten die Sozialsysteme erheblich belasten. Ein umfassendes Remigrationsprogramm sei für Poggenburg die letzte Chance, die Herrenraser vor dem…“

„… schwere internationale Verwerfungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach sich zögen. Scheuer habe darauf hingewiesen, dass langsam fahrende Autos viel weniger Kraftstoff verbrauchen würden, was letztlich zu einem Erliegen der Erdölimporte führe. Dies könne auch zu einer Verschlechterung der Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien, Norwegen oder…“

„… nicht alles schlecht an Hitler gewesen sei. Höcke betone, der Führer habe die Autobahnen vor allem gebaut, um sie an ein Volk von Autofahrern, die ihre rücksichtsloseste Männlichkeit mit dem Gaspedal und der…“

„… müsse das aktuelle Tempo beibehalten werden, da die Deutsche Bahn AG nicht in der Lage sei, notwendige Bestandteile des Straßenverkehrs wie Stau oder Wanderbaustellen in ausreichendem Maße zu…“

„… die Daimler-Benz AG eine Organklage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt habe. Der Automobilkonzern sei sich seiner Bedeutung für die nationale Wirtschaft und die Stabilität des Staates durchaus bewusst und betrachte sich darum als Verfassungsorgan mit weitreichenden und für die Existenz der Bundesrepublik notwendigen…“

„… erwarte in dieser Sache konstruktive Vorschläge des Bundesverkehrsministers für eine möglichst schnelle und umfassende Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Scheuer sei laut Angaben in den vergangenen drei Wochen nicht im Ministerium gesehen worden, auch die CSU sei nicht informiert, wo er sich gerade…“





Toter Winkel

16 01 2019

„Das kommt ganz auf den Preis an. Im Basispaket haben wir das Kantholz, das wird ja auch von den Linken gerne genommen, zumindest erzählen wir das in der Propagandaabteilung. Gegen Aufpreis hauen wir aber auch den Gewehrkolben an den Hinterkopf. Das wird ja gerne genommen.

Wissen Sie, man muss den Markt bedienen, wo er seinen Bedarf zeigt. Mein Kollege zum Beispiel hatte eine gute Erpresserei, ich war bis vor ein paar Jahren im Falschgeldsektor, dann kam mir etwas dazwischen, und jetzt haben wir dieses Startup in einer alten Lagerhalle gegründet. Einer unserer freien Mitarbeiter war früher Polizist, dann hat er eine Auszeit genommen, jedenfalls kennt der sich mit Gewalt aus, und das geht ja immer. Wenn sonst nichts geht, Gewalt geht immer. Und dann gibt eben ein Wort das andere, und dann ist auch schon die Geschäftsidee geboren, und deshalb machen wir heute unseren Attentatsservice.

Auftragsmörder, das klingt so banal. Erstmal muss das natürlich kein Mord sein, wir sind da im Gegensatz zu den meisten Dummschwätzern schon sehr professionell unterwegs und geben unseren Mitarbeitern eine exzellente juristische Schulung mit auf den Weg. Also Körperverletzung, schwere Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, Körperverletzung mit Todesfolge, das sind so die hauptsächlich gebuchten Leistungen. Wenn wir das als Service bezeichnen, dann können Sie sich auch sicher sein, dass Sie die passende Dienstleistung für Ihr Geld bekommen. Wir haben einen Ruf zu verteidigen, das ist Ihnen hoffentlich klar. Wenn Sie mal einen Blick in unsere Referenzliste werfen möchten, wir liefern erstklassige Qualität.

Ihr Kandidat kommt also immer hier aus der Querstraße? Ich frage nur, weil der Eingang zum Parkhaus nämlich dort drüben liegt, und da hängen normalerweise zahlreiche Überwachungskameras. Das müssten wir dann hier an der Ecke erledigen, da bei dem Verkehrsschild ist auch noch ein toter Winkel – ja, das würde schon passen, aber wir gehen die Sache ernsthaft an, das ist schließlich unsere Profession – und da haben wir eine Strecke von etwa fünf bis sechs Metern, die wird nicht von der Kamera erfasst. Es kommt immer darauf an, ob Sie die Videoerfassung für die Dokumentation in Betracht ziehen, dann müssen Sie nicht mehr hier auf der anderen Straßenseite stehen oder aber da im dritten Stock am Fenster, da ist eine Zahnarztpraxis und das Wartezimmer geht auf die Straße, oder ob Sie die Zeugenaussagen lieber gleich selbst in die Pressemitteilung schreiben wollen. Dann müssen Sie nämlich damit rechnen, dass die Polizisten ihren Job auch nicht erst seit drei Tagen machen.

Natürlich helfen wir Ihnen bei der PR, wir haben ja die Fachleute. Im Basispaket ist ein Leitfaden für Zeugenaussagen, den können Sie gerne nutzen, aber Sie müssen das halt stimmig gestalten. Also nichts von einem Raubüberfall erzählen, wenn Sie Videoaufnahmen haben, die einen wegrennenden Täter zeigen, der dem Opfer nicht einmal in die Manteltaschen greift. Damit haben Sie ganz schnell die Öffentlichkeit gegen sich, und das muss doch nicht sein.

Am besten ist es immer, wenn Sie nicht alle Tatbeteiligten briefen. Den Typen mit dem Werkzeugkasten, den kriegen Sie für kleines Geld dazu. Der ist ein bisschen doof auf einer Backe, der hat zum Beispiel hier zufällig nachts ein brennendes Auto entdeckt, das zufällig dieser einen Tante aus Ihrer Partei gehörte. Wenn man nachts dreihundert Kilometer durch die Gegend fährt und pünktlich um halb vier in einer Seitenstraße ist, und es fällt einem nicht auf, dass man dafür hundert Euro kriegt und plötzlich brennt genau das Auto mit demselben Nummernschild wie auf dem Zettel im Briefkasten, wo auch die hundert Euro drin waren, dann hat man auch als erstes den Impuls, ein Opfer vom Gehweg zu ziehen und die Polizei zu rufen. Wenn Sie dem erst erklären müssen, wie er sich zu verhalten hat, dann haben Sie schnell ein Problem mehr als nötig.

Schlagring? haben wir auch im Programm, aber ich warne Sie. Ab hier wird’s richtig teuer. Reizgas, linke Parolen, eventuell bringt noch einer seinen Kampfhund mit, das ist ja alles möglich, aber jede Leistung hat ihren Preis, nur, dass Sie es wissen. Wir müssen das alles akribisch planen, das geht nicht von jetzt auf gleich, und Sie wollen doch nicht für irgendeinen Dilettantenkram bezahlen. Das machen Ihnen irgendwelche Suffköppe aus Dresden billiger? Glückwunsch, dann können Sie sich die Mischpoke hinterher im Landgericht angucken, wie sie vom Staatsanwalt in die Tonne getreten werden. Entweder billig oder professionell, eins geht nur.

Dann haben wir hier noch die Pressekonferenz, die begleiten wir im Basispaket nicht, aber gegen Aufpreis können wir eine Kommunikationsstrategie entwerfen. Es gab eine Videoaufzeichnung? Die Polizei wird sie nicht rausrücken. Die Polizei veröffentlicht die Aufnahmen? Das Video ist im Auftrag der Antifa zurechtgeschnitten worden. Es gibt drei identische Aufnahmen von drei Kameras? Merkel hat das Attentat angeordnet und von den Juden bezahlen lassen. Außerdem war das Attentat vorher angekündigt, weil die ganze Presse seit Jahren alle Mitglieder Ihrer Partei ins Arbeitslager stecken will. Eine gute Kommunikationsstrategie kriegt das hin, jede Wette. Ansonsten ist das nur eine Frage des Honorars.

Nur eins, Finger weg von Bekennerschreiben. Dazu sind Sie, und das nehmen Sie mir jetzt bitte nicht übel, einfach zu dämlich.“





Aufbaukurs II

11 12 2018

„Heiratsmaterial, würde ich sagen. Kann schon die Pantoffeln holen, kocht inzwischen ganz gut, also Dosensuppe, Gartenarbeit, aber sonst: picobello. Heiratsmaterial. So eine Hausfrauenschule ist doch durch nichts zu ersetzen.

Als mein Großvater damit angefangen hat, das war gleich nach dem Krieg, wir hatten ja nichts, nicht mal Dosensuppen, Dosen hatten wir, aber die Suppe musste man selbst mitbringen, und da haben wir die neue Generation der deutschen Familie in Schuss gebracht. Zucht und Ordnung, klar verteilte Rollenbilder, da wusste man noch, wer wofür die Zuständigkeit hatte. Alles war einfacher, also nicht wirklich einfach, man musste sich ja bei vielen Dingen erst durchsetzen, aber der Gesetzgeber hatte auch andere Vorstellungen als heute. Das muss man alles mitberücksichtigen. Wir hingegen, wir sind da recht modern und können die… –

Meine Güte, doch nicht mit dem Zeug! Wie oft habe ich Ihnen das gesagt, erst die Möbelpolitur, dann noch mal trocken drüberwischen! Machen Sie das zu Hause auch? Ich meine, dürfen Sie da die Möbel überhaupt anfassen? Wenn Sie so putzen, wie Sie kochen, nein: wenn Sie so kochen, wie Sie putzen, dann ist das auch kein Wunder, dass Sie noch Single sind. Jetzt stellen Sie sich hier nicht so an, das ist schließlich schon der Aufbaukurs II, die anderen Kurse haben Sie wohl im Tiefschlaf hinter sich gebracht, wie!?

Immer noch viel von den Eltern, ja. Wir haben ja auch ein gewisses Niveau, also preislich, und da leistet man sich in der höheren Mittelschicht, wo man auch ein Privatflugzeug hat und Verwandte, die wegen Steuerhinterziehung brummen, da leistet man sich so ein Programm für den Nachwuchs. Wir haben die besten Referenzen, dessen versichere ich Sie gern. Und wir stehen ganz im Dienste des Gemeinwohls, deshalb sind unsere Kurse auch so sozialverträglich. Außerdem lernen Sie hier den… –

Ich werde noch wahnsinnig! Das Ei wird vorher mit der Gabel ordentlich verrührt, Salz und Pfeffer, die Pfanne gut buttern, aber doch nicht so! Es hilft auch nichts, wenn Sie jetzt die Pfanne wie blöde in der Küche herumschwenken, das wird so jedenfalls nie ein vernünftiges Rührei. Und ich möchte auch nicht die Eierschalen in der Spüle liegen haben, Sie schmeißen dann wieder Besteck drauf, dann haben wir die Eierschale im Abfluss, das muss doch nicht sein! Herrgott im Himmel, warum habe ich mich nicht im Insiderhandel selbstständig gemacht! Man ist von asozialen Arschlöchern umgeben, aber man ist selbst eins und merkt es nicht so.

Wo waren wir? Geschlechterrollen. Früher hatte man ja gar keine Wahl, auch diese Festlegung, ob man Beruf oder Karriere machen wollte, die stellte sich einem gar nicht in den Weg. Wer sich eine Entscheidung offen halten wollte, der musste dann früher oder später feststellen, dass die gar nicht mehr zur Debatte stand. Aber das ist jetzt anders, und in der Hinsicht ist es gut, dass wir in der Gegenwart leben. Keine Klischees mehr, man kann sich heute ganz ideologiefrei für einen Lebensweg entscheiden, wenn man akzeptiert, dass man diese Entscheidung nicht mehr revidieren wird.

Und wir sind technisch gut ausgerüstet, wenn Sie mal schauen möchten. In unserem Atelier haben wir eine ganze Fensterfront, immer bereit zum Putzen dank einer neuen Berieselungsanlage, die in zehn Minuten frische Schmutzstreifen anbringt, und wenn Sie mal hier in unserem Bügelzimmer… –

Ich rege mich nicht auf. Ich rege mich nicht auf, damit das mal klar ist! Meine Herren, ich habe noch nie in meinem Leben jemanden derart umständlich ein Oberhemd bügeln sehen, und ich bin seit mehr als dreißig Jahren im Geschäft. Wann haben Sie zum letzten Mal ein Herrenoberhemd gesehen? und das hatte solche Knitterfalten? Damit können Sie ja Reklame für Wellpappe machen! Es ist nicht zu glauben! Da kauft man die teuersten Bügeleisen, die machen die Arbeit quasi von alleine, einmal auf den Knopf drücken, zack! mit einem Dampfstoß vorne, und hinten, und hier, und da, wenden, noch einmal so, und falten, Manschette, Manschette, und jetzt ab auf den Bügel. Ich arbeite hier mit Idioten, oder vielleicht bin ich selbst einer.

Das Gute ist, wir geben nie die Hoffnung auf. Das machen wir unserer Kundschaft auch immer wieder klar: solange wir dafür bezahlt werden, machen wir immer weiter, bis es klappt. Bei uns lernen Sie kochen und backen, die üblichen kleinen organisatorischen Dinge des Haushalts, etwas Technik – man muss ja nicht jeden Mal den Klempner rufen, wenn der Abfluss überläuft – und alle Putzarbeiten. Kinder sind fakultativ, dafür gibt es auch andere Anbieter, und wenn man den Spagat zwischen Erziehung und beruflichen Pflichten für sinnvoll hält, gut, warum nicht. Aber wir warnen auch davor, das auf die leichte Schulter zu nehmen, das rächt sich. Die realistische Einschätzung geht oft verloren, und aus unserer Perspektive ist ein gutes Rührei immer besser als ein Posten im Aufsichtsrat. Und nachhaltiger sowieso.

Wie gesagt, wenn Sie sich für unser Programm erwärmen würden, könnte ich Ihnen gerne mal ein Angebot zukommen lassen, Schnuppertag umsonst, Termin machen wir telefonisch ab, und unser neues Verzeichnis ist… – Ich werde gleich zum Mörder! Sehen Sie sich diese Handtücher an, das ist doch Kochwäsche! Das steht doch sogar auf dem Etikett! Nein, ich rege mich nicht auf, aber das hört mir nach diesem Kurs auf, und zwar endgültig. Nie wieder Männer!“





Morgenmagazin

4 12 2018

„Nehmen Sie sich einen Kaffee.“ Selten hatte ich Siebels so müde gesehen, und es lag nicht an seiner langen Anfahrt vom Flughafen; er hatte schon zwei Tage vorher nicht richtig geschlafen, und es war nicht seine Absicht gewesen, unseren Einsatz damit besonders gut vorzubereiten.

Ihn fröstelte; Siebels knautschte seine Hände tief in die Manteltaschen, und ganz wie aus alter Gewohnheit griff er stumm zu, als ihm einer der Kabelträger mitleidig ein Päckchen Filterzigaretten hinhielt. Dass der Produzent, manche nannten ihn die graue Eminenz des deutschen Fernsehens, seit Jahren schon nicht mehr rauchte, fiel ihm erst auf, als er in den Taschen kein Feuerzeug fand und mich hilflos ansah. „Zu früh“, murmelte er. „Also für mich. Es fängt ja auch gleich an.“ Die Stahltür der Halle öffnete sich knirschend, die Aufnahmeleiterin nickte, drückte uns stumm die Besucherausweise in die Hand und zeigte mit dem Daumen nach rechts, wo die Garderobe stand. Es war unangenehm warm in diesen Räumen, es roch nach Bohnerwachs und Weichspüler, und irgendjemand hatte meinen Becher frisch mit schwarzem Kaffee aufgefüllt. „Da hinten“, flüsterte die Leiterin, „der Wettermann ist da und die Moderatoren kommen auch gleich.“

Auf dem Kontrollmonitor sahen wir, wie die Sendung angejingelt wurde. Jens-Peter Lüderich, Sprecher bei irgendeinem Privatsender, und Hanna Kieseritzky, ebenfalls ohne nennenswertes Talent, hockten krumm auf der Biegung einer rostroten Couch, stets um Contenance bemüht und doch klar ersichtlich am Rande ihrer Möglichkeiten. „Hier sind die Nachrichten“, murmelte Kieseritzky, „und dann das Wetter von…“ Sie vollführte eine Geste, die so gut wie alles bedeuten konnte. Am anderen Ende jubelte eine frisch ausgeschlafene Newsfrau die Schlagzeilen herunter, Wirtschaft und andere Kriegsberichte, Bilder von den schönsten Erdbeben der Saison und einem drogensüchtigen Fettsack, der sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten hielt. „Nur eine Minute“, stöhnte Lüderich, „bitte – Sie dürfen mich auch wieder…“ „Nichts da“, zischte die Aufnahmeleiterin, „wir haben ein Konzept, das ziehen wir jetzt durch!“ Er krümmte sich wimmernd auf der Couch und drohte schon herunterzurollen, doch flink wurde er von zwei starken jungen Männern daran gehindert, die ihn mit einem Klettverschluss an der Rückenlehne befestigten. „Wie Sie sehen“, teilte die Leiterin mit tiefer Befriedigung mit, „haben wir alles im Griff.“

Der Wettermann schwankte ein bisschen, um ein Haar hätte er sich an der Videowand festgehalten. „Bis eben hatte er ja auch noch den Stehtisch“, murmelte Siebels. „Und wenn Schlaf im Stehen auch nicht immer besonders angenehm ist, es ist immerhin Schlaf.“ Sah er sich gerade nach einem Stehtisch um? Nein, das hatte ich mir wohl nur eingebildet. Routiniert spulte der Meteorologe seine Vorhersage ab, im Grund hätte er es auch im Liegen machen können, aber dann wäre er nicht im Bild gewesen. Der Zuschauer, hatte man uns erklärt, wolle das nämlich so.

„Sehen Sie sich das nicht auch jeden Morgen an?“ Die Leiterin winkte der Regieassistenz, um die Übergabe an den Sport abzuwickeln. „Ich schalte den Fernseher im Halbschlaf an“, gestand ich, „und dann höre ich mit einem halben Ohr Nachrichten, während ich den Kaffee durchlaufen lasse.“ Sie nickte. „Sie befinden sich in bester Gesellschaft, so halten es die meisten unserer Zuschauer.“ Auf einen weiteren Wink kam der junge Mann mit der Kanne und füllte noch einmal die Becher nach. Siebels winkte ab. Sogar ihm wurde es zu viel.

Kieseritzky hatte glücklicherweise einen Tisch vor sich und konnte sich auf die Platte stützen, dafür stand sie einem Experten gegenüber, der ihre hilflos genuschelten Fragen zum europäischen Außenhandel mit mehr oder weniger entnervten Antworten versah. „Ich hatte es mir nicht so schlimm vorgestellt“, stöhnte Siebels, „aber um so besser. Wenigstens weiß ich jetzt, dass man das den Leuten zumuten kann, wenn sie es denn wirklich sehen wollen.“ Ich war irritiert. „Was soll das alles denn bedeuten?“ Siebels schloss für einen Moment die Augen; er sah aus, als würde sich unter ihm alles drehen. „Dieses Frühstücksfernsehen“, murmelte er, „dies verdammte Frühstücksfernsehen wird seit Jahren von jubilierenden Moderatoren präsentiert, die einem chronischen Morgenmuffel wie mir schrecklich auf die Magenschleimhaut gehen. Ich brauche das nur einen Tag lang zu gucken und habe für eine Woche schlechte Laune.“ Lüderich war tatsächlich gerade vom Sitz gesackt und musste in Position gebracht werden, solange der Filmeinspieler noch lief. „Also haben wir das Programm mit Leuten besetzt, die zu dieser Uhrzeit eigentlich noch nicht verhandlungsfähig sind. Und das Ergebnis sehen Sie hier.“ „Schön“, antwortete ich, „wenn ich morgens nicht aus dem Bett komme, helfen mir schlaftrunkene Mattscheibengesichter bei der Orientierung, richtig?“ „Zumindest fühlen Sie sich dann nicht mehr so alleine.“ Er gähnte und hielt sich dabei am Garderobenständer fest. Drüben war Kieseritzky schnell eingesprungen und haspelte einen Text herunter; sie wirkte plötzlich hellwach und hatte alles im Griff, wedelte erregt mit den Armen vor dem Gesicht und verlor dabei eine ihrer Moderationskarten. Sicher war das für die Leiterin schon wieder zu viel. Der Wettermann lehnte an der Wand und drohte jeden Augenblick umzukippen. Leise knirschte die Tür. Draußen war es bitter kalt. Der Mond stand bleich am Himmel. Was sonst musste man noch wissen von diesem Tag.





Glückskekse

19 11 2018

„Also er hat jetzt zwei zweimal diese Figur mit dem Hütchen bewegt, und die hatten dieselbe Farbe. Ach, das ist beim Schach immer so? Da können Sie mal sehen, wie gut unsere Prognosen sind. Wir beschäftigen uns nicht mit den Einzelheiten und haben deshalb auch immer irgendwie Recht.

Ich war gleich gegen die Schachmeisterschaft, aber machen Sie das mal Wirtschaftsredakteuren klar. Die haben in der Regel Theologie studiert oder andere Sachen, die man nur beweisen kann, wenn man nicht genau weiß, woran man glaubt, oder wenn sie richtig gut sind, haben sie das Studium zwischendurch geschmissen, haben geheiratet oder sich privat mit dem Strafvollzug beschäftigt, weil sie von den anderen Börsentipps wussten, wie man geldgierige Knalltüten nach Strich und Faden betrügt – und nicht, wann man mit der Scheiße aufhören sollte. Einige wenige haben plötzlich ihre moralischen Anwandlungen, die gehen auch ins Fernsehen, aber die machen dann Homeshopping, auch nicht schlecht, da wird man als Arschloch wenigstens fest bezahlt fürs Lügen, oder sie werden Autor für Glückskekse. Glückskekse gehen immer, und Horoskope kriegen Sie mittlerweile billiger aus dem Archiv.

Ja, wir beobachten inzwischen eine Menge sehr unterschiedlicher Variablen, um unsere Datenbasis zu vergrößern und unsere Leistungen ein bisschen wissenschaftlicher zu machen. Was twittert Trump? Hat Kramp-Karrenbauer öffentlich verkündet, dass die geplante Zwangshomosexualisierung durch die linkfaschistischen Abtreibungsveganer Schuld ist an der Kreuzigung vom lieben Jesulein? Und sammelt die AfD schon Spenden, damit sich Weidel für die Knastdusche Korken reinstecken kann? Früher hätte man das Wetter mit einem Laubfrosch analysiert, aber auf Zufälle kann man sich ja heute einfach nicht mehr verlassen.

Man kann ja auch die Anzahl der islamistischen Attentate als Grundlage nehmen, aber das stößt auf ein geteiltes Echo. Die einen beschweren sich, dass die Erdrotation noch nicht als islamistischer Terror gerechnet wird oder die Geburt vom Säuglingen in Guatemala, bei denen nicht ausgeschlossen werden kann, dass einer von zehn Millionen eventuell mal zum Islam konvertiert, die anderen finden es nicht okay, dass man die neunundneunzig Prozent der islamistischen Attentate einrechnet, nur weil sie in islamischen Ländern stattfinden. Meistens würfeln wir dann, weil die Ergebnisse genauer sind.

Manchmal kann man die Daten extrapolieren – hat nichts mit dem Raumpflegedienst zu tun, echt nicht – wenn man schon die nötigen Zahlen vorliegen hat. Hier haben wir beispielweise einen Anstieg der Börsenkurse, der führt dazu, dass an der Frankfurter Börse die Kantine mehr frequentiert wird, meistens in der Mittagspause, und dann steigt hinterher der Kaffeekonsum bei Schmittchen, das ist der Laden gegenüber, die bieten nicht so einen Urinersatz in Halbschwarz an, sondern richtigen Kaffee, den brauchen Sie auch, wenn Sie diesen Brechreizbeschleuniger aus der Fressetage in Ihren unschuldigen Magen gejagt haben, und dann holen sie sich auch immer einen Schokoladenkuchen. Als Belohnung. Wir nehmen das als Indikator: wenn der Schokoladenkuchen sich gut verkauft, steigen die Börsenkurse.

Wenn man’s genau betrachtet, ist es natürlich umgekehrt, aber noch haben sich die Volkswirte nicht damit befasst, und Betriebswirten fehlt es am Durchblick.

Fußball ist natürlich auch immer gut, da versteht man die Ergebnisse auch einigermaßen schnell, aber das ist dann auch schon der Nachteil: jeder versteht die Ergebnisse. Außerdem kann man das momentan echt nicht bringen. Bisher war die Sache immer klar, die Bayern gewinnen, also gibt es gute Börsenwerte, der DAX steigt, alles gut, morgen sehen wir weiter. Und jetzt? Das ist alles so kompliziert, das kann man auf die einfachen Sachverhalte nicht mehr anwenden. Gut, immer noch besser als Politik, da ist es auch wieder andersherum, aber das war ja jetzt auch nicht die Frage. Sonst könnte man schon die Entscheidungen der Bundesregierung für die Börse verantwortlich machen, aber das wollen Sie nicht wirklich, ich sage nur: Haftung. Die Merkel hat doch dreizehn Jahre lang vermieden, dass sie irgendwas tut, was sich sofort als politisch verwertbar herausstellen würde. Und wenn Sie sich angucken, was da heute so durchs Kabinett kriecht, das ist ja nicht einmal wirtschaftlich für sein Handeln zur Verantwortung zu ziehen.

Strompreise? das wäre mal eine Überlegung wert, die haben auch meist nichts mit der Wirtschaft zu tun. Und dann die letzten Prognosen für die SPD – die Kleinigkeiten hinter dem Komma machen oft viel aus, man soll sich da nicht täuschen – und die Einschaltquoten für den Tatort. Das ist für das Geschäftsklima immer ganz wichtig, wenn man die richtigen Zahlen parat hat, und wenn man dann gefragt wird, woher man die hat, einfach sagen: wir haben den Leitindex ausgerechnet, oder das waren die Ergebnisse der letzten fünf Quartale hochgerechnet auf die aktuellen Zahlen. Oder irgendwas halt. Aber gucken Sie mal, der hat wieder eine Figur bewegt, und jetzt hat er sie vom Spielfeld genommen. Fragen Sie mich nicht, was das bedeutet, aber irgendwas bedeutet das. Das bedeutet, dass sich da irgendwas bewegt, und jetzt fragen Sie mich nicht, was und wohin. Das erklärt Ihnen heute Abend diese Tante da im Fernsehen. Die versteht das auch nicht, aber vielleicht etwas genauer als wir.“





Schnäddärädäng

15 11 2018

„… eine europäische Armee aufstellen wolle. Die Leitung werde jeweils mit den Regierungschefs der Europäischen Union in den…“

„… parallel zum Vorsitz im Rat der Europäischen Union angeführt werde. Kurz werde als amtierender Generalfeldmarschall der…“

„… könne jedes Land seine Neuverschuldung durch zusätzliche Übernahme von Truppenteilen kompensieren. Kritikern sei bewusst, dass dann eine rein italienische Armee in der…“

„… als Verkehrssprachen jeweils die Landessprache, daneben wahlweise auch Deutsch oder…“

„… sich die österreichischen faschistischen Regierungskräfte gemeinsam mit der AfD für eine Umbenennung in Christlich-Abendländische Wehrmacht ausgesprochen habe und die…“

„… warne Steinbach ausdrücklich vor der Armee unter Donald Tusk als Präsidenten des Europäischen Rates. Die Polen hätten schon einmal einen Weltkrieg gegen Deutschland begonnen und seien noch heute eine von linken Kräften unterwanderte jüdische…“

„… italienische Panzer einsetzen wolle, die durch ihre Geschwindigkeit für eine beschleunigte Truppenabsetzbewegung im Zuges des…“

„… das Bayerische Heer mit einer eigenen Gebirgsmarine an den Manövern teilnehmen werde. Großadmiral Markus I. Söder werde mit einem neu zu bestimmenden Defiliermarsch an der…“

„… ausstatten könne. Der Umsatz der deutschen Rüstungskonzerne könne sich durch die EU-Armee innerhalb weniger Jahre mehr als…“

„… sich Österreich nicht entscheiden könne, seine Truppenteile auf Deutsch oder in der Landessprache zu…“

„… freiwillig Zugeständnisse bei den Brexit-Bedingungen mache, wenn Großbritannien sich in der Schlussphase nicht an der Planung beteiligen wolle. Insbesondere beim Management der Truppenverpflegung habe es heftige…“

„… nur dann zustimme, wenn die EU-Armee mit der Schusswaffe gegen die Asylbetrügerflut an der deutschen Außengrenze eingesetzt werden könne. Weidel schließe im Falle einer Versagung allerdings ihren Rücktritt kategorisch…“

„… im Verteidigungsfall einheitliche Formulare benutzt werden könnten. Diese müssten allerdings erst durch Freigabe im Europäischen Parlament und eine namentliche Abstimmung im…“

„… nach der zweiten Gesprächsrunde geklärt sei, dass neben der jeweiligen Landessprache nur Französisch als…“

„… keine Ausfuhrbestimmungen von Waffen habe. Die Vergabe der Aufträge könne daher nicht einfach durch eine Ausschreibung an einen Verwandten von Ursula von der Leyen gehen, sondern müsse zunächst durch eine in ihrer Familie angesiedelte Beratungsfirma mit dem…“

„… pochten die Vereinigten Staaten heftig darauf, dass auch amerikanische Rüstungsgüter bei der Ausstattung der Armee berücksichtigt würden. Trump habe andernfalls einen Handelskrieg gegen sämtliche…“

„… jetzt nur noch Französisch als Verkehrssprache zugelassen werden solle. Alle anderen Landessprachen seien bis auf Weiteres…“

„… sei die Bundeswehr nicht davon überzeugt, dass ohne Wiedereinführung der Wehrpflicht eine ausreichende Truppenstärke zu…“

„… hoffe die AfD andererseits auf eine schnelle Einsatzfähigkeit der Armee, um Merkel von den EU-Soldaten standrechtlich…“

„… sich auch für den Einsatz als schnelle Eingreiftruppe empfehle. Voraussetzung sei, dass ein Einsatz von der NATO mindestens zwei Wochen im Voraus angekündigt werden müsse, wenn er nicht mit einem Verfahren wegen…“

„… den Einsatz der EU-Truppen im Innern noch diskutiert werde müsse. Scholz empfehle einen Test beim nächsten G20-Gipfel, der gerne unter seiner persönlichen…“

„… nicht als Garant sehe, dass zwischen den europäischen Staaten nun Frieden herrsche. So sei Orbáns Forderung, nur nichtjüdische Soldaten in der Truppe einzusetzen, nicht mit der EU-Menschenrechtskonvention zu…“

„… könne sich durch eine neue Verantwortung der deutsche Militarismus endlich von den Belastungen der Geschichte lösen. Gauland fordere regelmäßige Auslandseinsätze, die beispielsweise zu einem durch Kolonien vergrößerten Absatzmarkt für viele deutsche…“

„… sicherstellen werde, dass bei Abspaltungen aus der Europäischen Union die Armee nicht gegen einzelne souveräne Mitgliedsstaaten oder austrittswillige Teilgebiete eingesetzt werden dürfe. Söder würde im Falle des…“

„… zu Verwicklungen kommen werde, falls französische Panzerspähfahrzeuge von deutschen Armeeangehörigen gelenkt würden. Die Frage, ob das Herkunftsland des jeweiligen Waffensystems oder seines Bedieners für die Rechtmäßigkeit…“

„… dass die Ausstattung mit deutschen Kampfflugzeugen nur zu einer bedingten Abwehrbereitschaft der EU-Armee führen werde. Andererseits könne man durch die mangelhafte Qualität der Ausrüstung gut unterstreichen, dass es sich um eine Friedenstruppe für die…“