In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XLIX)

9 07 2011

Man kannte Saids Schrei – Ouarzazate
erbebte, nichts, was er ersparte
den Eltern, den Nachbarn
sowie deren Nachfahrn.
Er übte tagtäglich Karate.

Der Pepi mäht Heu dort in Rust,
sein Weib mit dem Knecht umher schmust.
Der Stall fing schnell Feuer.
Versicherung? Teuer.
„Ah jöh“, sagt er, „’s is koa Verlust.“

Ernesto geht nachts durch Huaral,
da bringt ihn ein Fahrrad zu Fall.
Stocktaub ist der Alte,
er hört nichts und prallte
ins Rad. Was half da Klingelschall.

Herrn Wretskly, den störte in Retz
im Stadtpark ein Schmetterlingsnetz.
Nicht länger er litt es,
nahm’s mit und zerschnitt es.
Das war deutlich gegens Gesetz.

Tserendorjiin in Mörön
schlief gerne bei laufendem Fön.
Die Stromlast war drückend,
doch fand er entzückend
des Trockners konstantes Gedröhn.

Frau Voegelaar radelt in Weert
stets links und eindeutig verkehrt.
Sie lenkt und sie tritt hin,
gebürtig als Britin,
wo man links bekanntlich ja fährt.

Herr Günzli, dem fiel in Onex
ein Glas um. Er schaute perplex
dem Fließen des Weines
entlang seines Beines –
des Weins nicht, doch wegen des Schrecks.


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