Die Knechte

14 12 2014

für Erich Kästner

Was wirft man uns denn vor? dass wir so schlecht sind,
hat sich herumgesprochen. Ach, es schmerzt,
dass jene meinen, die nicht auch ein Knecht sind,
man habe es mit allen schon verscherzt.

Wir foltern für die Freiheit. Das ist edel.
Für wessen Freiheit? Das geht Euch nichts an.
Wenn Ihr uns seht, schließt nicht vom Schwanzgewedel
auf einen Herrn. Ihr seht ihn nicht, den Mann.

Wer die Gewehre baut, will sie verkaufen.
Wer die Gewehre kauft, weil er sie braucht,
der weiß, es kann auch andersrum verlaufen.
Wir brauchen’s, dass es aus den Läufen raucht.

Wir sind die Knechte. Dennoch ist es richtig,
dass wir Euch treten, denn man tritt uns auch.
Wer wen warum tritt, ist schon nicht mehr wichtig.
Man fragt nicht, und man tritt. Das ist der Brauch.

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